Woker Anti-Rassismus

Good Night White Pride
A Disappearing Act, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Rassismen lauern mehr und mehr überall: in Filmen, wenn bei Peter Pan als »Indianer« verkleidete Kinder vorkommen; bei Straßennamen, die nach Verfechtern des deutschen Kolonialismus wie beispielsweise Gustav Nachtigal benannt wurden; bei »Afrika« genannten Keksen der Firma Bahlsen und vielem mehr. Die Liste an Beispielen, nicht nur im US-amerikanischen Raum, ist inzwischen lang.

Ein Buchauszug.

Einige Bücher zum Thema Antirassismus wurden von Vertretern der Wokeness verfasst, einige wurden zu Bestsellern.

Nach der entsetzlichen Tötung des schwarzen US-Amerikaners George Floyds in den USA durch einen Polizeibeamten, verschaffte sich die Black-Lives-Matter-Bewegung nicht nur in den USA, sondern international Gehör. Zahlreiche Institutionen – allen voran Universitäten – gingen daraufhin in eine selbstanklagende Haltung, gelobten öffentlichkeitswirksam Veränderung der selbst diagnostizierten strukturell rassistischen Institution Universität. Die Begründung lautete: Die Unis wurden von Weißen geschaffen. Es sollten umfassende Programme aufgelegt werden. Wie genau sich der behauptete tief in die Strukturen eingebrannte Rassismus konkret auswirkt, blieb dabei stets offen.

Eine bedeutsame woke Grundlagentheorie für den Antirassismus ist die postkoloniale Theorie, nach der die westliche Kultur mit ihren Errungenschaften ausschließlich auf Rassismus, Sklaverei und Kolonialismus beruht. Die postkoloniale Ideologie widmet sich dabei exklusiv dem westlichen Imperialismus und Kolonialismus. In der Welt der Postkolonialisten existiert kein russischer, kein arabischer, kein muslimischer, kein persischer, kein japanischer, kein chinesischer Kolonialismus. Es geht darum, den Menschen »im Westen« aufzuzeigen, wie schlecht die westliche Kultur und ihre Geschichte ist. Dabei wird nicht nur jede westliche Intervention dämonisiert, sondern auch die Übernahme von westlicher Kultur durch nicht westliche Länder. Damit richtet sich die postkoloniale Theorie gegen säkularisierte muslimische Gesellschaften und man sieht beispielsweise den Staat Israel als Kolonialprojekt und Apartheid-Staat. Die jüngsten Terrorattacken durch Hamas auf Israel wurden aus diesem, aber beispielsweise auch aus dem Black-Lives-Matter-Umfeld nicht selten positiv und als koloniale Befreiung gewertet.

Weiße Privilegien

Den Postkolonialen wird zunehmend eine antisemitische Haltung vorgeworfen, zum Beispiel auch, wenn Juden als Opfer wenig zählen, weil sie zu weiß sind. Die Jüdische Allgemeine wies darauf hin, dass ein prominenter Vertreter der BDS-Bewegung  Antisemitismus nicht zu einer »eigenen Klasse des Rassismus« erheben wolle, denn dies wäre »in Wahrheit eine weitere Manifestation der privilegierten Stellung der Weißen«. Die BDS-Bewegung ist eine internationale antisemitisch agierende Kampagne, die eine Okkupation und Kolonisierung des arabischen Landes durch Israel propagiert. Die jüngsten Verlautbarungen der Klima-Ikone Greta Thunberg, fest verwurzelt in der woken postkolonialen Theorie, machen im Zuge des Terrors der Hamas gegenüber Israel deutlich, dass die Solidarität dieser Woken den vermeintlich kolonialisierten Palästinensern gilt. In einer SPIEGEL-Kolumne »Ihr seid gegen jede Diskriminierung außer sie betrifft Juden und Israelis?« setzte sich der Journalist Sascha Lobo bereits mit dem noch wenig bekannten, sich ausbreitenden woken Antisemitismus, in den auch die Menschenrechtsorganisation Amnesty International verstrickt sei, auseinander.

Vorläufiger Tiefpunkt im Zuge der woken Pro-Palästina-Haltung ist das Lobpreisen des »Briefs an Amerika« des Terroristen Osama Bin Laden auf sozialen Medien, in dem dieser sich für die Attentate auf die USA, unter anderem mit antisemitischen Erzählungen, im Jahr 2001 rechtfertigte. Der Migrationsforscher Ruud Koopmann kommentierte dies auf Twitter treffsicher:

»Weite Teile der jüngeren Generation Amerikas (ich fürchte, in Europa ist es nicht viel anders) wurden durch postkoloniale und Critical-race-Theorien so sehr einer Gehirnwäsche unterzogen, dass sie nun Osama Bin Laden als wegweisenden postkolonialen Theoretiker entdecken. Ihr erntet, was ihr sät, liebe akademische Kollegen.«

Die populärste und einflussreichste Theorie im woken Antirassismus ist wohl die Critical-Race-Theorie, deren Grundannahme lautet, dass es einen gesellschaftlich strukturell tief verankerten Rassismus gebe, den Menschen mit dunkler Hautfarbe regelmäßig erleben müssten und den Weiße qua Geburt in sich tragen und verinnerlicht haben. Rassismus sichere die materiellen Interessen von weißen Eliten sowie die psychologischen Interessen von weißen Angehörigen der Arbeiterklasse, sodass es kaum Interesse an seiner Beseitigung seitens Weißer gebe (»weiße Privilegien«).

Die bekannte amerikanische Anti-Rassismus-Aktivistin Robin DiAngelo, die auch von Zeit Online interviewt wurde, verfasste ein ganzes Buch zum Thema white fragility (weiße Fragilität). Auch hier die Grundthese: Weiße würden ihren tief verankerten Rassismus nicht einsehen wollen. Wenn man der Auffassung sei, dass beispielsweise nicht die Hautfarbe, sondern die Taten eines Menschen zählten, sei dies bereits rassistisch. Individualismus sei nur eine Schlüsselideologie der Weißen. Menschen können keine einzigartigen Einzelwesen sein, sie sind einer Gruppe, einer Rasse zugehörig und entsprechend sollen sie primär gesehen werden.

Weiße Psyche und weiße Neurosen

DiAngelo steht mit ihrem »antirassistischem« Werk nicht allein, und auch in Deutschland findet dieses Denken Anhänger. Medienhäuser wie das Handelsblatt lobten DiAngelos Ansatz. Die Autorin Sophie Passmann kritisierte, dass Weiße sich weigern, Menschen nach ihrer Hautfarbe zu bewerten, als »Feel-Good-Scheiß«. Auch die Bundeszentrale für politische Bildung versucht mit ihrer – in Teilen umstrittenen – Kampagne Say my name weiße Menschen dazu zu bewegen, ihre weißen Privilegien reumütig zu erkennen: »Kenne dein Privileg … und setze dich dann an die Arbeit«, heißt es dort unter anderem.

Antirassismustrainings für Weiße wurden entwickelt und angewandt. In solchen Trainings gehe es nicht selten sehr dominant und hart zu: In Rollenspielen müssen sich weiße Menschen demütigen lassen, um die Erfahrung der Unterdrückung selbst zu erleben und zu verinnerlichen. In den USA wird inzwischen auf Videos dokumentiert, wie weiße Menschen in den USA vor einer Gruppe Farbiger niederknien und in einer Art Gebet minutenlang um Vergebung für ihre Erbsünde bitten. In Deutschland nicht neu wird in Schulen beispielsweise der sogenannte Blue Eyed-Workshop angewandt, bei dem Schüler in die Gruppen braun- und blauäugig eingeteilt und eine der Gruppen von der anderen bewusst abwertenden und diskriminierenden Erfahrungen ausgesetzt wird, um Rassismus und Gefühle von Wut und Hilflosigkeit selber zu erleben.

Die Journalistin und Moderatorin Alice Hasters (Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten) meint ebenfalls, dass Weiße automatisch, also seit Geburt, Rassisten seien, und sie sollten gar nicht erst versuchen, keine Rassisten zu sein. Nur durch spezielle Programme bestehe überhaupt eine Chance, seine Erbschuld des Rassismus ein Stück weit abzulegen. Und zwar über Scham und Schuld sowie letztlich über den aktiven Beitrag zur Dekonstruktion des rassistischen Systems, in dem wir leben. Dies solle konkret auch darin bestehen, aktiv zurückzustehen, PoC gesellschaftliche Macht zu geben und auf eigene Machtansprüche zu verzichten. Diese Programme sind keine Theorien, sondern in den USA, insbesondere an Universitäten, schon gelebte Praxis. Studenten erkennen ganz plötzlich ihre Privilegien, nachdem sie, so ist es gewollt, einen emotional belastenden Prozess durchlaufen haben. Sie bekommen eine Art Gehirnwäsche. Denn die »weiße Psyche« leide an einer »weißen Neurose«, auf dieser Linie auch das Institut für diskriminierungsfreie Bildung, das in Deutschland Bund, Länder, Universitäten und Schulen berät. Bei den Jüngeren unter uns solle man entsprechend schon früh ansetzen und in »weißen Lernenden« soll eine Identitätskrise ausgelöst werden. Die Fachstelle Gender und Diversität NRW bietet Workshops für weiß positionierte (pädagogische) Fachkräfte, »die uneingeschränkt von weißem Privileg profitieren«. Die woken Sprach- und Denkmuster nehmen zunehmend Einzug in staatlich geförderte Institutionen und Bildungseinrichtungen. Auf der Website der eben benannten Fachstelle in NRW werden vielfache Workshops zu diversen Diskriminierungsthemen angeboten. Stets wird das woke Glaubensmantra beinahe heruntergebetet. So liest man dort beispielsweise:

Wokeness Einzug in die staatlich organisierte Aufklärung gefunden

»Rassismus gilt als ein gesellschaftliches Verhältnis, das, wie erwähnt, nicht nur individuelle Anteile enthält oder auf sichtbare Gewalt zu reduzieren wäre. Als gesellschaftliches Verhältnis betrifft Rassismus erstmal alle Menschen in allen gesellschaftlichen Ebenen, jedoch gibt es unterschiedliche Effekte in der Betroffenheit. Während weiße Menschen von Rassismus profitieren und ihnen in den gesellschaftlichen Teilbereichen der Zugang zu materiellen und symbolischen Ressourcen ermöglicht wird, werden Menschen of Color benachteiligt.

Durch den (historischen) Herrschaftsanspruch weißer Menschen seien unterschiedliche Formen von Rassismus entstanden. Die »weiße Rasse« sei mitsamt des Christentums in der Vergangenheit mit Ansprüchen auf Herrschaft, Macht und Privilegien positioniert worden. Rassistische Inhalte hätten sich wirkmächtig und meist nicht bewusst in Glaubensgrundsätze, »(Sprech)-Handlungen« und identitäre Muster und Wissen eingeschrieben und würden in Strukturen und Institutionen reproduziert, also wiederholt.

Auch in staatlichen Antirassismus-Broschüren von Bund und Ländern findet sich dieses Gedankengut der Critical Whiteness wieder. Wokeness hat also einen maßgeblichen Einzug in die staatlich organisierte Aufklärung gefunden. Ein rein auf logischer Ebene häufig aufkommender Widerspruch der Theorie ist, dass einerseits »schwarz« und »weiß« lediglich soziale Konstrukte seien – so spricht man zeitweise von »weiß positioniert«, gleichzeitig aber alle weißen Menschen von Natur aus privilegiert und quasi schon als Rassisten auf die Welt kämen.

Der Vorwurf des sogenannten acting white beschuldigt in westlichen Gesellschaften erfolgreiche (und zufriedene) BIPoC, so zu denken und zu handeln wie ein Weißer und so zur Aufrechterhaltung von rassistischen Strukturen beizutragen. Selbst die Erfolge von Schwarzen im Sport bestätigten das rassistische Narrativ, dass man sie nur für ihre Physis gebrauchen könne und Weiße sich weiter als intellektuell überlegen fühlen könnten. Auch der Erfolg von schwarzen Musikern sei in einer weißen Musikindustrie nicht viel wert.

Safe Spaces

Ein bekannt gewordener Vorwurf aus dem woken Antirassismus ist jener der kulturellen Aneignung, der im engeren Sinn beinhaltet, dass Träger einer »dominanten Kultur« Kulturelemente einer Minderheitskultur übernehmen und sie ohne Genehmigung, Anerkennung oder Entschädigung in einen anderen Kontext stellen. Die angeeignete Kultur werde fehlerhaft oder stereotyp dargestellt, lautet der maßgebliche Vorwurf.

Wenn eine AWO-Senioren-Tanztruppe auf der Bundesgartenschau drei Kostüme wegen des Vorwurfs kultureller Aneignung und Nutzung von Stereotypen anpassen muss (aus den Pharaoninnen wurden ägyptische Arbeiterinnen, Mexikaner ohne Sombreros und Asiatinnen in modernen Outfits), mutet dies zunächst wie eine skurrile Lokalposse an, zeigt schlussendlich aber auf, wie weitreichend bis in die Mikroebenen der Gesellschaft die woken Schablonen Einzug gehalten haben.

Um POC vor dem inhärenten Rassismus durch Weiße zu schützen, soll es die schon genannten safe spaces für sie geben. Weiter ausgeweitet beinhaltet das Konzept des Schutzraums jedoch auch, dass beispielsweise content warnings Inhalten vorangestellt werden, wenn es in Seminaren und Texten um verletzende Inhalte für Minderheiten geht. Oder aber, dass bestimmte Themen gar nicht mehr behandelt werden, entsprechende Bücher und Materialien gestrichen werden sollen.

In den USA, in Oregon, hat das Bildungsministerium im Jahr 2021 ein Training für Lehrer zur »Ethnomathematik« empfohlen. Weiße Herrschaft in der Mathematik erkenne man unter anderem daran, dass der Fokus auf das Finden der richtigen Antwort gelegt werde oder man von Schülern verlange, Ergebnisse vorzulegen. Mathematik als streng objektives Fach zu betrachten, sei ebenfalls falsch und Beweis rassistischer Gesinnung. Lehrer sollten im Unterricht darlegen und dagegen arbeiten, dass Mathematik dazu dient, kapitalistische, imperialistische und rassistische Ansichten zu unterstützen.

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60 Kommentare

  1. Wenn der Opferschlüssel der Vergeltung eines palästinensischen oder islamistischen Terror-Anschlags zwischen 1:10 bis 1:1000 liegt, kann man bei aller Kritik an der Wokeness schon den Verdacht hegen, dass in den Augen der Verantwortlichen ein arabisches Leben weniger wert ist als ein amerikanisches oder jüdisches.

    1. Realiät stört die Woken, damit haben sie es nicht so. Wokeness ist nicht mehr als schlicht und einfach infantil. Neu ist nur, dass es bei vielen nicht weiter reicht, als sowas zur eigenen Grundüberzeugung zu machen.
      Kritik an den Massenmorden, 12.000 tote Kinder!! im Gaza Streifen, ist keineswgs woke. Es ist halt ein Gebiet auf dem normale Menschen mal einer Meinung mit den Woken sind.

  2. Eigentlich eines der Bücher, die ich unbedingt kaufen und lesen müsste. Aber ich merke zunehmend, dass ich es nicht mehr ertrage, mich mit kranken Ideologien auseinanderzusetzen. Eine Art Flucht vor der Realität. Wokeschisms ist ein in sich geschlossener Wahn, vollkommen unerreichbar für Interventionen von außen. Und, anders als vor Wochen hier in einem Interview vorgetragen, ist es eben nicht vorbei oder auf dem Rückzug. Ideologien ziehen sich nicht zurück, sondern scheitern. Das kann, wie bei christlichen Ideologien mehr als tausend Jahre dauern. Der Wokeschismus wird seine Hegemonie nicht so lange bewahren. Er wird auf andere Weise scheitern. Nicht in den westlichen Gesellschaften, die auch ohne diese Irren im Niedergang sind, sondern im Osten und Süden. Diese Gesellschaften, die noch gegen den Wokeschismus immun sind, adaptieren kulturelle und wirtschaftliche Modelle, die Erfolg versprechen und entwickeln sie weiter. Wokeschismus hingehen ist vollkommen impotent. Er zerstört Kultur und Gesellschaft, ohne etwas Eigenes, Neues zu entwickeln. Es ist auch ohne prophetische Gaben abzusehen, was erfolgreich sein wird.
    Ergänzen möchte ich zu dem, was im Text vortragen und gesammelt wurde, dass sie neben der Anmaßung und Dummheit, mir der die uns belästigen, und die sind wirklich lästig wie Scheißhausfliegen, noch dazu kommt, dass sie uns mit Geschmacklosigkeit aller Art tyrannisieren. Das ist fast noch schlimmer.

    1. Die Entwicklung hin zum Gut-Menschentum gibt es ja nun schon einige Jahre, und der Rückfall in Bildungslose Zeiten wurde ja durch die Covid Politik herbeigeführt. Nun hat sich halt auf den geistig kleinsten gemeinsamen Nenner, genannt: Wokeness, eine Mehrheit gefunden. Und was Mehrheiten in Demokratien tun, wissen sie ja wahrscheinlich selber.
      Erfreulicherweise sind woke Gegenden auf dieser Welt doch recht begrenzt, und es gibt viele Orte an denen man von so viel lautstarker Blödheit nicht genervt wir.

      Diskussionen werden erst mittelfristig wieder möglich. Ich finde immer man sollte seine begrenzte Lebenszeit nicht an sowas verschwenden, und nur Kämpfe führen, die man auch gewinnen kann. Schauen sie mal wieder in Canettis „Masse und Macht“ rein.

  3. Die Lektüre dieses interessanten und lohnenden Artikels hinterlässt mich etwas ratlos, denn sehr tief in mir sitzt die Überzeugung, dass es nutzlos und überflüssig ist, sich mit offenkundigem Quatsch zu beschäftigen.

    Der kurzzeitigen Versuchung, den Unsinn einer sog. „Critical-Race-Theorie“ oder einer Kritik an „kultureller Aneignung“ sachlich zu wiederlegen, widerstehe ich, da dies eine ähnliche Zeitverschwendung wäre, wie jemandem zu beweisen, dass ein Auto fährt oder dass Wasser tatsächlich nass ist. Schon allein die Bezeichnung „Theorie“ ist hier eine Beleidigung der Wissenschaft!

    Das Verstörende ist nun, dass sich dieser offensichtliche Quatsch trotzdem in der Praxis der Gesellschaft breit macht und dass es Menschen gibt, die daran glauben und diesen Unsinn praktizieren, obwohl man sie nicht als geistig behindert bezeichnen kann.

    Beinahe noch schlimmer ist es aber, dass man auch (bislang) vernünftigen Leuten begegnet, die diesen Quatsch jetzt als abgepasste und karrieregeile Menschen nachplappern. Wie würdelos!

    Nun, es gab in der menschlichen Geschichte leider schon so allerlei hanebüchenen Unsinn, der trotzdem wirkmächtig wurde: der Glaube an brunnenvergiftende Juden (im Mittelalter), der Hexenwahn (der frühen Neuzeit), utopische politische Wahnvorstellungen verschiedener Couleur, der Glaube der Nationalsozialisten an besondere negative Eigenschaften von Slawen und Juden usw.

    Sollte man sich also doch die Mühe machen, den Quatsch zu widerlegen?!?!?
    Allerdings wäre hier bei OM dafür nicht der geeignete Platz, sondern das müssten Universitätsdekane, Leitjournalisten und Kulturpolitiker tun.

  4. Da mischt Frau Bockwyt verschiedene Dinge in einen Topf, die nicht zusammengehören. Bei vielen Aussagen zum Wokeismus kann ich gut mitgehen. Aber jede Kritik an der durch die israelische Regierung ausgeübten Apartheid und den in Gaza begangenen Massenmord als Teil des Wokeismus oder gar Antisemitismus einzuordnen, ist einmal mit dem Vorschlaghammer auf etwas draufgehauen, was sicherlich mehr Differenzierung bedarf. Wahrscheinlich hat Frau Bockwyt viel Springerpresse und den rechtskonservativen Anteil der alternativen Medien (wie Tichy Einblick oder Achgut) gelesen, wenn sie Kritik an der israelischen Regierung als woke einordnet. Denn in diesen Medien wird Wokeness-Kritik mit Antisemitismus-Vorwürfen kombiniert. Doch Kritik an der israelischen Besatzungspolitik ist sicherlich kein Phänomen des Wokeness-Zeitalters. Im Gegenteil: Vor 20 bis 30 Jahren war Kritik an der illegalen Besatzung Israels von Territorien, die entsprechend UN-Beschluss den Palästinensern zugesprochen wurden, viel mehr Teil des Mainstream als heute. In der Zeit der Wokeness (sagen wir die letzten 10 Jahre) ist die früher selbstverständliche Forderung nach einer Zweitstaatenlösung in den Grenzen von 1967 in der deutschen Politik und den Leitmedien immer leiser geworden. Es fällt auch in den Zeitraum der Wokeness, dass jede Kritik an der israelischen Regierung als „Antisemitismus“ geframed wurde. In gleichem Maß, wie die Woken allgegenwärtige Rassismus-Vorwürfe zur Machtdurchsetzung verwendet haben, ist eine transatlantisch-konservative Gegenbewegung entstanden, die Antisemitismus-Vorwürfe zur Machtdurchsetzung verwendet.

    Hinter den Antisemitismus-Vorwürfen steht leider oftmals ein verdeckter Anti-Islamismus. Man könnte politisch auch sagen: Der woke Fanatismus wird von den Grünen vertreten. Der antiwoke Fanatismus wird von AfD/Werteunion vertreten. Es bringt aber nichts, sich auf eine der beiden Seiten zu schlagen, wie Frau Bockwyt dies in dem obigen Text zu machen scheint. Besser wäre es, kritisch und mit etwas Distanz auf alle fanatischen Strömungen zu schauen.

    Der jüdische Psychologieprofessor Rolf Verleger hat übrigens bis zu seinem frühen Tod sehr aussagekräftige Artikel veröffentlicht zur Verbreitung von Antisemitismus und Antiislamismus in Deutschland. Es ist wichtig, dass die unterschiedlichen Filterblasen sich nicht nur an ihren gefühlten Realitäten orientieren, sondern auch die Ergebnisse der empirischen Sozialforschung berücksichtigen:
    https://www.manova.news/artikel/der-blick-in-den-spiegel

    1. Vollkommmen korrekt:
      Die Woken sind absolut islamkritisch. Und das auch noch ohne schlechtes Gewissen. Israel wir eher als hipper woker Staat verkauft, der er nicht ist. Zwei, drei Technoparties am Strand, und alle sehen Israel als supermodernen Staat, und nicht als das was er ist:
      Ultrareligiös, traditionell, und ABSOLUT DURCHMILITARISIERT. Fast jeder ist Reservist, alle waren in der Armee, und das auch noch für mindestens DREI Jahre.

      1. Naja, Israel als Gesellschaft ist tief gespalten. Etwa die Hälfte ist modern und liberal, die andere Hälfte zionistisch und religiös. Wobei das alles auch nicht so einfach ist, es gibt auch religiöse Kritik am Zionismus. Noch viel komplizierter wird es wenn man die Beziehungen und Einstellungen der verschiedenen jüdischen Gruppen wie Aschkenasim, Sephardim usw. unter einander beginnt zu betrachten. Die extremistische zionistischen Nationalisten haben leider seit zwei Jahrzehnten Oberwasser. Eigentlich schon seit Rabin erschissen wurde.

        Bei der antizionistischen Bewegung BDS gibt es aber natürlich auch antisemitische Trittbrettfahrer und israelkritische Deppen, die in platten israelhass verfallen. Alles sehr schwierig in dem Propagandageplärrealler Seiten.

    2. Zitat:“Hinter den Antisemitismus-Vorwürfen steht leider oftmals ein verdeckter Anti-Islamismus. Man könnte politisch auch sagen: “

      Was ist am Anti-Islamismus denn so schlimm? Jeder, der für eine „offene Gesellschaft“ ist, muß gegen den Islamismus wie gegen die Rassenideologie der NSDAP sein. Oder gibt es im Islamistischen Staat Religionsfreiheit?

      1. Wenn jemand pauschal und generalisierend Juden negative Eigenschaften zuschreibt, dann ist das Antisemitismus. Wenn jemand pauschal und generalisierend Muslimen negative Eigenschaften zuschreibt, dann ist das Anti-Islamismus. Wenn Sie Muslimen pauschal negative Eigenschaften zuschreiben, dann machen Sie kognitiv das gleiche wie es die Ideologen von der NSDAP mit Juden gemacht haben.

          1. Man benötigt keinen …ismus-Begriff, um fanatisches Christentum, fanatischen Islam (=Islamismus) oder fanatisches Judentum abzulehnen. Und die meisten Gläubigen in allen drei Religionen lehnen die pauschale Abwertung von Anhängern anderer Religionen ab. Es ist doch gerade Teil des Problems, wenn jede Kritik an fanatischen Zionisten (wie Netanjahu und seinen Ministern Ben Gvir und Smodrich) als „Antisemitismus“ bezeichnet wird. Genauso wäre es falsch, Kritik am Islamischen Staat oder anderen fanatisch-muslimischen Organisationen als „Anti-Islamismus“ zu bezeichnen. Mir sind aber noch keine Artikel in Leitmedien oder alternativen Medien begegnet, die Kritik am Islamischen Staat, an Al-Qaida oder an wahabitischer Auslegung der Scharia in Saudi Arabien als „Anti-Islamismus“ bezeichnen würden.

  5. Wieder ein Beitrag der die Vielfältigkeit repräsentieren soll.

    Dass Frau Bockwyt keine weltweite, keine weiße Dominanz sehen will, spricht für sich. Es sind nunmal West- und Mitteleuropäer (weiße Christen/Juden), die die ganze Welt kolonisiert haben.
    Oder welche Kolonien hatten die Russen, Chinesen, Araber und Afrikaner?

    Englisch ist die Weltsprache, die zweite Spanisch….wie kommt’s? Warum nicht chinesisch?

    Dass Russland z.B. ein Vielvölkerstaat ist, hat sie auch noch nicht gehört, scheinbar. Rassismus in Vielvölkerstaaten…….hmmm, ernsthaft?

    Dass Israelis sich wie Herrenmenschen aufführen, und Araber foltern, quälen, ermorden wird sie auch noch nicht mitbekommen haben. Können arabische Parteien in Israel in die Regierung gewählt werden? Nein.

    Weil im Fernsehen gesagt wird, Israel sei die einzige Demokratie im Nahen osten, braucht man gar nicht mehr genau hinzusehen. Denn Demokratie ist immer etwas Gutes und immer DAS beste System. Auch ein Apartheid-Regime ist demokratisch, wenn es Wahlen gibt.

    Frage: Wieso erkennen wir Wahlen in Russland und Iran z.B. grundsätzlich nicht an? Könnte dabei Rassismu eine Rolle spielen?
    Kein System bringt weltweit mehr Menschen um, als die weiße Demokratie.
    Ein wenig Demut dem geplünderten, ausgebeuteten Rest der Welt gegenüber, schadet der weißen Michaela nicht.
    Israel gegenüber fällt ihr der Demut vermutlich SEHR leicht. Afrikanern, Chinesen gegenüber nicht. Wie kommt’s ?

    Schwacher Versuch der Relativierung weißer/christlicher Ausbeutung der Welt.

    Denn Liebe Freunde: Demokratie (also das beste System der Welt) können auch nur wir weißen Mitteleuropäer richtig, die anderen sind doch viel zu blöd, gierig, primitiv dafür. Das sieht man doch tagtäglich.

    Wir leben im besten System der Welt! Alle vier Jahre Parteien wählen gehen, die auch nur im Rahmen des Grundgesetzes frei agieren können, macht uns zum fortschrittlicheren, moderneren Menschen.

    Weltweite Drohnenmorde z.B. sind Ausdruck dieser moralisch-geistigen Überlegenheit. Foltergefängnisse, Todesstrafe, 10000e tote Kinder, in drei Monaten sind ebenfalls Ausdruck dieses modernen, fortschrittlichen Lebensstils.

    Mir kommt’s gerade hoch…..

    1. Es ist richtig das die „weißen“ Europäer die Welt kolonisiert haben aber was die Woken ignorieren ist das sie das nur konnten da die „Weißen“ die Oberschicht einer Klassengesellschaft (die es immerhin seit mindestens 5000 Jahren gibt) bildeten. Währe es historisch bedingt anders gewesen also „dunkelhäutige“ Menschen würden die Oberschicht der Klassengesellschaft bilden, würden wir anders aber genauso am Thema vorbei diskutieren. Denn das Problem ist nicht die Hautfarbe sondern das Problem ist das Problem der Klassengesellschaft bzw des oben/unten an sich (zumindest haben die Linken bis 1989 das als Problem gesehen und eine „Klassenlose Gesellschaft“ angestrebt). Die Lösung von vor 1989 ist vielleicht gescheitert, aber das bedeutet noch lange nicht das das Problem damit verschwunden ist. Im Gegenteil es ist nach wie vor vorhanden. Aber keiner von den „Woken“ oder „Anti-Woken“, „Linken“ oder „Rechtsoffenen“ will an das Grundproblem ran. Im Gegenteil sie werfen jede Menge Nebelkerzen bis man vor lauter Nebel nichts mehr sieht.

    2. Zitat:“Dass Frau Bockwyt keine weltweite, keine weiße Dominanz sehen will, spricht für sich. Es sind nunmal West- und Mitteleuropäer (weiße Christen/Juden), die die ganze Welt kolonisiert haben.
      Oder welche Kolonien hatten die Russen, Chinesen, Araber und Afrikaner?“

      Russen haben Sibirien „kolonisiert“. Chinesen Tibet etc. Die Osmanen haben neben dem Balkan (Jugoslawien, Griechenland) auch 1683 auch Wien zu erobern. Leider ist dies schiefgegangen.

    3. @wilhelmine: Mir kommt’s auch hoch – von ihrem Beitrag.

      Dass Frau Bockwyt keine weltweite, keine weiße Dominanz sehen will, spricht für sich.

      Die Dominanz der Hautfarbe in die Schuhe zu schieben, ist purer Rassismus. Mich wundert, dass die Frau Bockwyt das in diesem Auszug nirgends ausdrücklich hinschreibt. Die Mehrzahl der Weißen ist nicht dominant, sondern Lohnabhängig oder arbeitslos, also entweder ausgebeutet oder noch nicht mal das und muss von staatlichen Almosen überleben, denn Leben kann man das nicht nennen. Wer dominiert im Westen (und auch im Osten, Süden und Norden) ist das internationale Kapital und die Staatsgewalten mit ihrer kapitalistischen Ökonomie. Also S t a a t e n veranstalten eine Konkurrenz um den weltweiten Reichtum und die Reichtumsquellen. Das ist evident. Wer sich dagegen „die Weissen“ als Feind imaginiert, der will gegen die wirklichen Herrscher und Herren auch wenn es Frauen sind (dominus – Herr) nichts unternehmen. Sie wollen in der Konkurrenz besser abschneiden – sonst nichts. Es sind bloße Konkurrenzgeier – das ist ihr Begriff. Woke, Feministen, Weissenhasser sind Konkurrenzgeier.

      Dazu passt vortrefflich, dass man den Weißen versucht einzureden, dass sie, strukturell oder biologisch ist eigentlich scheißegal für das Argument, Vorteile, Privilegien genießen, die ihnen qua Hautfarbe zukommen. Also müssen sie qua Hautfarbe zurückstehen und die anderen vorlassen. Das ist eine rassistische Diskriminierung von Weißen, die auf eine verdrehte Weise mit verinnerlichten weißen Rassismus gerechtfertigt wird. Offensichtlich unterscheiden sich die Antiweißen Rassisten gar nicht von den rassistischen Ideologien über Schwarze, POC was auch immer. Immer soll die Unterordnung ein Dienst an der inneren Bestimmtheit (natürlich oder strukturell) seines Willens sein. Der Schwarze muss beherrscht werden, weil ihm ein Wille zur Arbeit fehlt. Der Weiße muss beherrscht werden, damit sein Drang zu herrschen neutralisiert wird.

      Oder welche Kolonien hatten die Russen, Chinesen, Araber und Afrikaner?

      Ist das Einverleiben anderer Völker ins eigene Reich denn besser als das Kolonisieren? Das haben alle oben aufgezählten Staaten, nicht deren Untertanen in ihrer Gesamtheit, getan.

      Warum nicht chinesisch?

      Kommt noch.

      Rassismus in Vielvölkerstaaten…….hmmm, ernsthaft?

      Hmm – Ist die USA vielleicht ein Vielvölkerstaat? Und wer hätte jemals vernommen, dass dort Rassismus existiert. Ist die Ukraine vielleicht ein Vielvölkerstaat? Und wer hätte…

      Frage: Wieso erkennen wir Wahlen in Russland und Iran z.B. grundsätzlich nicht an? Könnte dabei Rassismus eine Rolle spielen?

      Nein. Das ist kein Rassismus – nicht alles was schlecht ist, ist auch Rassismus. Das liegt schlicht an den imperialistischen Interessen Deutschlands, die Russland ruinieren wollen. Und der Feind herrscht natürlich immer unrechtmäßig über sein Volk. Deshalb müssen wir es ja befreien.

      Kein System bringt weltweit mehr Menschen um, als die weiße Demokratie.

      Die Demokratie ist nicht „weiß“. Die Demokratie ist bürgerlich. Und der bürgerliche Staat ist die politische Gewalt einer kapitalistischen Gesellschaft.

      Ein wenig Demut dem geplünderten, ausgebeuteten Rest der Welt gegenüber, schadet der weißen Michaela nicht.

      Doch das schadet der weißen Michaela, wenn statt ihrer die schwarze Inaya ihren Job bekommt. Und warum sollte die Michaela denn demütig sein, hat sie etwa die Welt ausgeplündert und ausgebeutet. Wahrscheinlich muss die weiße Michaela deswegen einen Scheißjob machen, weil sie auf einem Haufen geplündertem Raubgut aus dem Rest der Welt sitzt.

        1. Und du willst jetzt ernsthaft die antike Demokratie mit der heutigen vergleichen?

          Durften Frauen und Leibeigene/Sklawen (!) wählen oder anders partizipieren??

          Der Begriff Demokratie ist heute lediglich ein politischer Kampfbegriff, eine hohle Phrase. Und du hängst der Propaganda hinterher. Du hast meinen Beitrag null verstanden.

        2. Auch die antike Demokratie war nicht „weiß“. Frauen, Zugezogene, Sklaven durften nicht wählen, auch wenn sie Weiß waren. Genauso beim Thing. „Weiß“ sein, war überhaupt kein Kriterium für nichts. Wenn man auch die Antike Demokratieformen mitrechnen will, dann findet man sicher auch in Ländern, wo es keine Weißen gibt, Formen von Demokratie.

          Die moderne Demokratie ist bürgerlich. Und darum geht es doch in der Behauptung. Darum was momentan auf der Welt als Demokratie gilt.

  6. Es gibt in den USA einen tief verwurzelten Rassismus. Wer dies abstreiten will ist entweder brunzdumm oder Rassist reinsten Wassers. Daraus aber solche fleischfressenden Blüten zu züchten wie der Wokismus dies tut ist seinerseits wieder genau die gleiche Geisteshaltung. Noch dümmer – oder sollte man sagen arroganter – ist es, diese perverse, rassistische Geisteshaltung allen anderen Ländern überstülpen zu wollen. Neokolonialismus im Gewand des „Gutmenschentums“ oder der Wolf hat Kreide gefressen, hört aber nicht auf Schafe zu reißen….

  7. Ich glaube nicht dass es dabei nur um Wokeness geht. Ich glaube es geht mehr um Rassismus gegen das eigene Volk, begründet in der medialen Hirnwäsche der Nachkriegszeit. Der Witz dabei ist dass der linke Hasser, sich selbst dabei aus nimmt und in der Regel sogar sehr vorteilsbehaftet agiert. Wie der Kuckuck im fremden Nest.

  8. Was bedeutet Ausbeutung?

    Für mich bedeutet Ausbeutung, dass jemand sich gewaltsam oder trickreich etwas aneignet, was ihm nicht gehört, ob er dabei einen Vertrag missachtet oder ihn einseitig zu seinen Gunsten formuliert, ist nachrangig.

    Legendär, dass Kolonalmächte das mit der Ideologie zuerst der Kirchen, dann der rassischen Überlegenheit im großen Stil durchführten und das immer noch tun. Aber Ausbeutung findet auch im Mikrokosmos der persönlichen Beziehungen statt, jederzeit, überall.

    Die marxistische Lösung ist die, die Beziehungen aufzulösen und dabei kaum verhohlen zu insistieren, dass Marxismus und Humanismus als Denkleistung einer weissen Rasse entstanden seien und eine Überlegenheit begründeten, die diese nicht ausnutzen dürften. Während Rechte sozialdarwinstisch agieren und genau auf die Fortdauer der Überlegenheit insistieren, weil sie doch so erfolgeeich gewesen sei und angeblich nur Gutes bewirkte.

    Um es deutlich zu sagen: sämtliche Befreungsbewegungen agieren nach Rezepten, die von Weissen ersonnen wurden, inklusive BRICS.

    ICH schliesse daraus jedoch keine weisse moralische Überlegenheit, sondern dass diese Methoden lediglich eine weitere Form von Ausbeutung sind … ‚mag sich der Plebs jeder Herkunft zerfleischen mit Mikro- und Makroagressionen, so lange er nicht auf die Idee kommt, auf jene feudalen Profiteure zu sehen, die keine verführten Verführer sind, sondern solche, die genau wissen, was und warum sie es tun.‘

    Disclaimer: wer in meinem Kommentar antisemitisch-grundierte Tope zu finden wähnt, darf sie behalten.

    1. „Für mich bedeutet Ausbeutung, dass jemand sich gewaltsam oder trickreich etwas aneignet, was ihm nicht gehört, ob er dabei einen Vertrag missachtet oder ihn einseitig zu seinen Gunsten formuliert, ist nachrangig.“

      Dann wäre kapitalistische Ausbeutung keine Ausbeutung. Er unterstellt freie Eigentümer von Kapital und Arbeitskraft. Das Arbeitsprodukt des Arbeiters gehört dem Kapitalisten, weil er sich die Arbeitskraft für eine bestimmte Zeit gekauft hat. Der Mehrwert entspringt daraus, dass die Arbeitskraft mehr Wert schafft als ihre Reproduktion kostet. Ist das ein Trick? Jedenfalls kein bewusst angewandter. Das Kapital weiß nur, dass es die Kosten drücken muss, damit hinterher ein Gewinn hängen bleibt. Die halten sich nicht für Ausbeuter.

      „Die marxistische Lösung ist die, die Beziehungen aufzulösen und dabei kaum verhohlen zu insistieren, dass Marxismus und Humanismus als Denkleistung einer weissen Rasse entstanden seien und eine Überlegenheit begründeten,“

      Hast du’n Knall? „Beziehungen auflösen“? „Denkleistung einer weißen Rasse“? Weil Marx und Engels weiß waren? Da könntest du auch mit gleichem Recht behaupten, dass das tragen von Rauschebärten eine Überlegenheit begründet. Dann würde der Unsinn aber sofort offenbar werden.

      1. Denken Sie einfach über meinen Kommentar nach.

        Wenn er Sie derartig trifft, – Hast du’n Knall? – dann trifft er ein Vorurteil, das Sie bei sich noch nicht erkannt haben. Ich sage „trifft“, nicht, weil ich mit meiner Feststellung Recht haben muss, sondern weil Sie Ihren Glauben offenbar nicht begründen können.

        Marxismus ist ein Kind der westlichen Kultur und des Rasseglaubens wie der Humanismus auch. Weisse Westler massen sich an, die Ideologie zu definieren, die für die Welt die beste sei und setzen das mit Kriegen und Lügen durch. Kann man arroganter, überheblicher und dominanter sein??

        „Dann wäre kapitalistische Ausbeutung keine Ausbeutung. Er unterstellt freie Eigentümer von Kapital und Arbeitskraft.“

        Sie schreiben richtig: er unterstellt. Aber wenn der eine auf den anderen angewiesen ist, während der die Wahl hat, ist er nicht frei und der Vertrag aufgenötigt.

        Marxismus zerstört Beziehungen und formt aus den Monaden eine gesichtslose Masse, das Kollektiv. Es ist nicht einfach, menschliche Beziehungen zu zerstören. Stalins Säuberungen und Maos Kulturrevolution benötigten ebenso wie Hitler speziell herangezogene Elitetruppen, die mit äusserster Brutalität vorgingen, um das zu schaffen.

        Diese Aspekte sollen als Anregung genügen.

        1. Na klar. Wenn S i e einen Knall haben, dann liegt das an m e i n e m Vorurteil.

          sondern weil Sie Ihren Glauben offenbar nicht begründen können.

          Also erstens habe ich oben kein Glaubensbekenntnis abgelegt. Wenn ich zweitens ein Glaubensbekenntnis abgelegt hätte, dann müsste ich es nicht begründen, weil Begründen ein Widerspruch zum Glauben ist. Drittens habe ich sehr wohl meine Kritik begründet, bloß haben Sie sie nicht geschnallt. – Hätten Sie vielleicht, wenn Sie beherzigt hätten, was Sie mir angeraten haben, nämlich ein wenig nachgedacht.

          Marxismus ist ein Kind der westlichen Kultur und des Rasseglaubens wie der Humanismus auch.

          Das ist ein Vereinnahmungstrick. Ist ihnen vielleicht auch in den Sinn gekommen, dass Marx sich g e g e n die „westliche Kultur“ des Kapitalismus gewandt hat. Und nein, die Werke von Marx und Engels haben rein gar nichts mit Rasseglauben zu tun. Das ist nicht nur nicht begründet, sondern verlogen.

          Weisse Westler maßen sich an, die Ideologie zu definieren, die für die Welt die beste sei

          Nein tun sie nicht!!! 99,..% der weißen Westler machen das nicht. Sie sind ein Rassist! Was sie den WW vorwerfen, machen Staatsmänner und imperialistische Ideologen. Von der Zahl her passen die weltweit in eine große Halle.

          und setzen das mit Kriegen und Lügen durch. Kann man arroganter, überheblicher und dominanter sein??

          Das geht, wie man an Ihnen studieren kann. Sie werfen alle Weißen in einen Topf und behaupten sie würden Lügen und Kriege führen. Wer so redet, w i l l gegen die tatsächlich Verantwortlichen für Kriege nichts unternehmen, der hat sich mit den Verhältnissen arrangiert. Der will bloß den Weißen einreden, dass sie insgesamt wegen Hautfarbe schuldig sind, und weil sie schuldig sind, müssen sie bestraft werden und zwar dadurch, dass sie unterjocht werden von Nichtweißen. Sie rechtfertigen damit einen rassistischen Herrschaftsanspruch gegenüber Weißen.

          Aber wenn der eine auf den anderen angewiesen ist, während der die Wahl hat, ist er nicht frei und der Vertrag aufgenötigt.

          1. Beide sind aufeinander angewiesen. Das Kapital ist auch auf den Arbeiter angewiesen, wenn er sein Kapital vermehren will. Angewiesenheit begründet noch keine Ausbeutung. Ein Kind ist auch auf die Eltern angewiesen. Liegt deshalb ein Ausbeutungsverhältnis vor? In Bezug worauf frei. Manche sind auch frei von Verstand. Sind die ohne Verstand deswegen die notwendig Ausgebeuteten? Es sind freie Eigentümer. Mag schon sein, dass die Machtverhältnisse nicht gleich sind. Nicht, dass zwischen Kapital und Arbeiter kein Ausbeutungsverhältnis vorliegt, nur muss man es auch richtig begründen.

          Marxismus zerstört Beziehungen und formt aus den Monaden eine gesichtslose Masse, das Kollektiv.

          Jede Gesellschaftsordnung zerstört notwendig die Beziehungen der vorangegangenen Gesellschaftsordnung. Und das ist im Fall der gesellschaftlichen Beziehungen der kapitalistischen Ordnung auch gut so. Mal gehört, dass im Kapitalismus das Geld das reale Gemeinwesen ist. Scheiß Beziehung. Oder die Konkurrenz aller gegen alle, in der der Nutzen des einen notwendig auf Kosten des anderen geht. Super Sache, muss unbedingt vor bösen Kommunisten gerettet werden.

          Das mit den Monaden, der gesichtslose Masse sind Schreckgespenster. Vor allem weil es in der Demokratie keine gesichtslose Masse gibt. Damit die gesichtslose Masse Gesichter kriegt, muss sie sich auf Demos zeigen und wenn sie Pech hat, werden die Gesichter dann von Polizei mit Knüppeln und Wasserwerfern gezeichnet.

          Ja, ja – Stalin, Mao = Hitler – mehr braucht der Weiße hassende Antikommunist heute nicht mehr zu zu wissen oder zu sagen. Alles Nazis. Mit Kommunismus hatte das aber nichts zu tun, sondern mit Nationalismus.

          1. „Na klar. Wenn S i e einen Knall haben, dann liegt das an m e i n e m Vorurteil.“

            Richtig. Weil Sie das Argument nicht verstehen.

            „Das ist ein Vereinnahmungstrick. Ist ihnen vielleicht auch in den Sinn gekommen, dass Marx sich g e g e n die „westliche Kultur“ des Kapitalismus gewandt hat. Und nein, die Werke von Marx und Engels haben rein gar nichts mit Rasseglauben zu tun. Das ist nicht nur nicht begründet, sondern verlogen.“

            Marx ist ein Kind der westlichen Kultur und Bestandteil des Systems, in dem er lebte. Es ist jedem unmöglich, die eigenen Kultur von Aussen zu sehen. Dazu braucht man Spiegel in Form von Menschen aus ANDEREN Kulturen, um fallweise Aspekte zu erhaschen, die man selbst nicht wahrnehmen KANN. So ist es auch kein Wunder, wenn fremde Kulturen mit Marx kläglich gescheitert sind und sich nun mühen, ihre Zerstörung durch Scherben der der in Kulturrevolutionen über gebliebenen Alten zu heilen, indem sie z.B. Konfutse in Marx übersetzen oder Afrikaner einen Kommunitarismus als Sozialsmus ausgeben, der auch dort scheitert. Der Marxismus und auch der Humanismus hat als westliche Ideologie traditionelle funktionale (nicht: ideale) Lösungen zerschlagen und die Auflösung an seine Stelle gesetzt.

            „Nein tun sie nicht!!! 99,..% der weißen Westler machen das nicht. Sie sind ein Rassist! Was sie den WW vorwerfen, machen Staatsmänner und imperialistische Ideologen. Von der Zahl her passen die weltweit in eine große Halle.“

            Achten Sie auf sich und die PC: in einem anderen Blog hat mich Altlandrebell aufgeklärt, dass die Verwendung von „99%“ antisemitisch grundierte Trope sei. Ich behaupte, dass jeder Mensch bei Begegnung mit dem ihm Fremden zuerst die eigene Prägung anlegt, er kann nicht anders, weil er nur die hat. Die Frage ist nun die, ob ich eenke, dass meine Prägung besser ist als die andere. Dieses Dominanzgehabe ist leider tiefverankert. Der Unterschied zwischen Rechten und Linken (beide Hegelianer!) ist nur der, dass die einen das andere weit weg haben und dort ausbeuten wollen wie gehabt, die anderen es jedoch inkludieren, indem sie es umerziehen und es so mental zerstören.

            „Sie werfen alle Weißen in einen Topf und behaupten sie würden Lügen und Kriege führen. Wer so redet, w i l l gegen die tatsächlich Verantwortlichen für Kriege nichts unternehmen, der hat sich mit den Verhältnissen arrangiert. Der will bloß den Weißen einreden, dass sie insgesamt wegen Hautfarbe schuldig sind, und weil sie schuldig sind, müssen sie bestraft werden und zwar dadurch, dass sie unterjocht werden von Nichtweißen. “

            Nein ich bin kein Befürworter der Affirmative Action. Unrecht hängt nicht davon ab, wer es begeht: es bleibt Unrecht. Dennoch kann kein militärischer oder politischer Führer Kriege führen ohne Soldaten und ohne Volk, das ihm zujubelt. Dass es manipuliert wird und es stets Ausnahmen gibt, ist wahr. Aber im Ergebnis waren es jahrhundertelang weisse Völker, die in andere Länder einfielen, nicht umgekehrt. Die Anführer hätten ohne Mitwirkung keine Kriege führen können, und so ist es bis heute.

            „Mag schon sein, dass die Machtverhältnisse nicht gleich sind. Nicht, dass zwischen Kapital und Arbeiter kein Ausbeutungsverhältnis vorliegt, nur muss man es auch richtig begründen.“

            Ich schrieb‘ …UND der Vertrag augenötigt wird.‘ Allerdings haben Sie recht damit, dass man das besser begründen könnte.

            „Jede Gesellschaftsordnung zerstört notwendig die Beziehungen der vorangegangenen Gesellschaftsordnung. “

            Mit Beziehungen meinte ich unmittelbare menschliche Beziehungen. Ein Gesellschaftsvertrag ist eine aufgenötigte Beziehung aller zur staatlichen Obrigkeit und eben gerade keine zu Menschen. Mit Ihrem Missverständnis bestätigen Sie letztlich meine Annahme.

            Was die totaltären Gewaltregime der Neuzeit angeht – Stalin, Mao, Hitler – so folgten sie alle Hegels Konzept. Es ist egal, ob jemand den Klassenfeind in Gulags oder den Rassenfeind in KZs sperrt – das betrifft nur die Auswahl des Feindes, nicht das brutale Verfahren und die gewaltsame Alleingeltung.

            Ich bin Antihegelianer – das umfasst Antikommunismus und Antifaschismus, die im Grund identisch sind.

            Tippfehler bitte ich zu entschuldigen. Ich habe nur über Smartphone Netzkontakt, und die Tipperei ist mühsam.

            1. Richtig. Weil Sie das Argument nicht verstehen.

              Klar versteh ich das Argument, halte es aber für falsch. Darauf wollte ich sie hinweisen mit dem Argument, dass Äußerlichkeiten z.B. weiße Hautfarbe, Rauschebärte, Wuchs der Nase, männliches Genom usw. nicht für eine Theorie verantwortlich sein können. Eine Theorie entsteht im Kopf und nicht auf der Haut oder in der Nase. Wenn eine Theorie nicht gefällt muss man sie deswegen kritisieren, ebenfalls mit dem Hirn, soweit vorhanden. Mit einer Einordnung in eine Schublade ist das nicht erledigt. Man nennt das übrigens Rassismus, wenn Sie Theorien der weißen Rasse anhängen.

              Marx ist ein Kind der westlichen Kultur und Bestandteil des Systems, in dem er lebte.

              Deswegen werden wir erwachsen! Und Erwachsene können, sich gegen die Ideologien wenden, die ihnen als Kind in die Köpfe gepflanzt wurden. Was Marx ausgiebig sein Leben lang getan hat.

              Es ist jedem unmöglich, die eigenen Kultur von Außen zu sehen.

              Die eigene Kultur „sieht“ man auch nicht. „Sehen“ mit den Augen geht immer nur von außen, aber denken und reflektieren, kann man eine Sache durchaus objektiv, wie sie ist – wenn man sich bemüht und die Parteilichkeit nicht zu einer Sache der Hautfarbe macht. Der zitierte Satz reflektiert apodiktisch ihren Rassismus. Begründen sie das doch mal, dass man die eigene Kultur nicht nüchtern betrachten, analysieren und untersuchen kann. Sie behaupten das, um alle Weißen in einen Topf werfen zu können.

              Dazu braucht man Spiegel in Form von Menschen aus ANDEREN Kulturen, um fallweise Aspekte zu erhaschen, die man selbst nicht wahrnehmen KANN.

              Diese Analogie vom Spiegel ist verkehrt, denn Menschen aus anderen Kulturen haben eine Kultur. Wenn sie ein Spiegel wären, dann würden man in ihnen ja nur die westliche Kultur sehen, weil sie als Spiegel nur zurück spiegeln können, was in sie hineinfällt.

              Sie reden nicht vom Spiegeln, sondern vom Vergleichen und das vergleichende Urteil ist oft ein interessiertes Urteil. Was soll dabei schon herauskommen als ein besser oder schlechter und beim Völkervergleich ist meist das eigene besser und das andere schlechter. Haben schon die Römer so gemacht, indem sie alle außerhalb des röm. Reichs als Barbaren bezeichnet haben. Von wegen das Vergleichen fördert unbekannte Aspekte zutage. Genau umgekehrt. Die Vergleicherei will vom Anderen inhaltlich überhaupt nichts wissen. Es reicht das Eigene über das Fremde zu erheben.

              So ist es auch kein Wunder, wenn fremde Kulturen mit Marx kläglich gescheitert sind

              „mit Marx gescheitert“ – Sie behaupten, dass die fremden Kulturen „gescheitert“ sind (Warum sind die gescheitert? die SU ist nicht gescheitert – die haben sich selbst abgeschafft, und China ist auch nicht gescheitert), weil die „weiße Marxtheorie“ nicht zur „fremden Kultur“ passt. Das ist Rassismus pur. Marx hat den Kapitalismus kritisiert. Sind die fremden Kulturen „mit Marx“ etwa gescheitert beim Kritisieren des Kapitalismus. Marx hat doch nicht geschrieben, sie sollen einen Sozialismus einrichten, der im Übrigen aus Marx einen völlig verkehrten Schluss gezogen hat. Weswegen das in der SU und China auch ein Revisionismus war. Das haben die Machthaber, die Staat machen wollten, höchstselbst verbrochen und bloß weil sie sich auf Marx berufen und ein paar Denkmäler aufgestellt haben, sind sie keine Marxisten und sind auch nicht „mit Marx“ gescheitert. Aus einer Kulturrevolution in China machen Sie gleich Kulturrevolution e n in Mehrzahl.

              Das Argument die weiße Marxtheorie sei deshalb „gescheitert“ weil sie nicht zur fremden nicht-weißen Kultur passt, ist auch deshalb Unsinn, weil Marx im weißen Europa und Amerika, dann ja erfolgreich gewesen sein müsste, denn dort passt er zur weißen Kultur. War er aber nicht.

              Der Marxismus und auch der Humanismus hat als westliche Ideologie traditionelle funktionale (nicht: ideale) Lösungen zerschlagen und die Auflösung an seine Stelle gesetzt.

              Nein, das war der Kapitalismus! Der „Marxismus“ hat auf der Welt noch nie eine Rolle gespielt. Der Realsozialismus ist erstens damit nicht zu verwechseln und zweitens hat auch der Realsozialismus nicht „Auflösung“ als Prinzip auf dem Programm, sondern er hat wie jede neue Gesellschaftsordnung die alten gesellschaftlichen Beziehungen zu Gunsten von neuen aufgelöst. Er hat also neue geschaffen und das geht nur wenn alte verschwinden. Die Vorstellungen einer gesellschaftlichen Chaostheorie, die nur dafür da ist gesellschaftliche Ordnung zu zerstören, ist ein fixe Idee und rechte Ideologie. Damit haben die Nazis ihre Gegnerschaft gegen Kommunisten und Juden begründet. Beide zersetzen die Volksgemeinschaft und müssen deswegen physisch vernichtet werden.

              Achten Sie auf sich und die PC:

              Seltsam, warum klingt das in meinen Ohren nur wie eine Drohung. Vielleicht weil mir niemand raten muss auf mich selbst zu achten. Das mache ich schon selbst und wenn ich es nicht mache, ist das meine Sache, die niemand etwas angeht. Wenn mir das jemand anrät, dann dann weiß er offenbar um eine drohende Gefahr. Auf die PC achte ich nicht, weil es eine Benimmettiekette ist. Ich achte stattdessen auf politisch korrekte, also richtige, Argumentation.
              Prozentrechnung ist keine Trope, egal was Altlandrebell sagt.

              Ich behaupte, dass jeder Mensch bei Begegnung mit dem ihm Fremden zuerst die eigene Prägung anlegt, er kann nicht anders, weil er nur die hat.

              Ja sie behaupten in einem fort ohne jemals ein Argument anzuführen. Und ich behaupte das Gegenteil und kann dafür sogar ein Argument anführen: Menschen sind nicht „geprägt“, Menschen bilden sich Urteil über die Welt und mit diesen selbst gebildeten Urteilen gehen sie auf die Welt los. Dieses Urteil kann jederzeit revidiert werden.
              Ihr Gerede von einen „tiefverankerten Dominanzgehabe“ bebildert bloß ihren Rassismus gegenüber der weißen Rasse, die sich angeblich überlegen dünkt. So kommen sie auch auf „Prägung“. Der immergleiche Prägestempel ist nämlich ihre rassistische Ideologie von der überlegenen weißen Kultur die jedem Individuum, ob es will oder nicht, ein Überlegenheitsdenken in die Gene schreibt.

              Aber im Ergebnis waren es jahrhundertelang weiße Völker, die in andere Länder einfielen, nicht umgekehrt.

              Eigentlich waren es Langnasen, die in andere Länder einfielen. Verstehen Sie doch bitte mal, dass es nicht an der weißen Haut liegt, nicht an der langen Nase und auch nicht am Rauschebart, dass jemand etwas tut oder nicht tut. Das sind völlig äußerliche, körperliche Merkmale, die mit dem Geist nichts zu tun haben. Es ist nicht der Körper der jemand dazu verdammt eine imperialistische Ideologie zu bejubeln. Das liegt an ihrer Parteilichkeit zu ihrer Nation und Nationen sind nun mal Gewaltsubjekte. Deren ausschließlicher Zweck besteht in der ökonomischen und militärischen Konkurrenz mit anderen Staatsgewalten. Die Kritik am „tiefverankerten“ Überlegenheitsdünkel der weißen Rasse, lässt die bewusste Parteilichkeit für die Nation ungeschoren und macht eine unwillkürlich Prägung verantwortlich. Das hat auch seinen Grund. Schließlich sind die Kritiker der weißen Rasse selbst parteilich für die eigene Nation. Würden diese Kritiker die Parteilichkeit für die eigene Nation als Grund der Überlegenheitsideologien erkennen, müssten sie ihre eigene Parteilichkeit überdenken. Kritiker der Suprematie der Weißen Rasse lamentieren recht eigentlich über die Unterordnung ihrer eigenen Nation, der sie die Stange halten. Der Widerspruch ist, dass diese Kritiker die Konkurrenz der Nationen, die notwendig Gewinner und Verlierer produziert, weil das ihr Zweck ist, für in Ordnung halten, aber ihr Resultat, im Falle die eigene Nation gehört zu den Verlierern, für eine schlimme Sache. Sie verwandeln ihre Parteilichkeit zur Nation in eine rassistische Ideologie, um ihre eigene nationalistische Parteilichkeit nicht aufgeben zu müssen. Die anderen sind eben die Orks, die Tiere, die Unmenschen, die weiße Unterdrückerrasse. Ihre Bösartigkeit ist so tief verankert, dass man sie nur los wird, indem man sie ausrottet, physisch vernichtet.

              Mit Beziehungen meinte ich unmittelbare menschliche Beziehungen.

              1. Bitte auch hinschreiben, wenn das gemeint ist. 2. Wieso sollte der Marxismus menschliche Beziehungen auflösen wollen? Der Vorwurf entbehrt jeglicher Rationalität.

              Ein Gesellschaftsvertrag ist eine aufgenötigte Beziehung aller zur staatlichen Obrigkeit und eben gerade keine zu Menschen.

              Von einem Gesellschaftsvertrag habe ich nichts geschrieben. Er Vertrag ist auch nicht aufgenötigt, sondern eine gegenseitige Willenserklärung. Ein Diktat ist aufgenötigt.

              Stalin, Mao, Hitler – so folgten sie alle Hegels Konzept.

              Wer pflanzt ihnen nur solche Spruchblasen in den Kopf? Welchem Konzept von Hegel? Hat Hegel etwa Gulags und KZs propagiert? Was hat denn brutale Gewalt mit Hegel zu schaffen?

              Ich bin Antihegelianer – das umfasst Antikommunismus und Antifaschismus, die im Grund identisch sind.

              Haben Sie denn irgendwas von Hegel gelesen, um Antihegelianer sein zu können. Sie verteilen Etiketten wie Streusalz. Wahrscheinlich sind sie auch antiintellektuell, antitheoretisch, antipraktisch, antiweiß, antischwarz, antirational… Hauptsache anti. Wer farbenblind ist, dem ist rot und grün identisch.

  9. „Damit richtet sich die postkoloniale Theorie gegen säkularisierte muslimische Gesellschaften und man sieht beispielsweise den Staat Israel als Kolonialprojekt und Apartheid-Staat. “
    Ach so, man kann also die gewaltsame Vertreibung von Millionen Einheimischer und die systematische von Hunderttausenden durch zionistische Terrorgruppen mithilfe der Kolonialmächte Großbritannien und Frankreich auch anders sehen? Interessant. Übrigens ist das ein Beispiel für eine Kritik, die eben nicht woke, sondern berechtigt ist.
    Und die aktuellen Ereignisse, da ist bekannt, dass die Mehrzahl der israelischen Toten auf das Konto der IDF gingen, die laut israelischer Augenzeugen mit Kampfhubschraubern und Panzern wahllos auf die eigenen Leute gefeuert hat.

    Ich sage ja immer, der Gegner ist weder Links noch Rechts, sondern der Westen im Allgemeinen. Je schneller er untergeht, desto besser für den Rest der Welt.

    1. Aber deinen Kommentar schreibst du mit der „westlichen Technologie“ und geniesst doch die „westliche Freiheit“ gegen den „Westen“ zu wettern. Mach dies mal entsprechend in Nordkorea oder in der VR China.

      1. Mein Computer kommt aus China. Mein Handy auch. Die Software, die ich benutze international entwickelt/weiterentwickelt. Aus dem Westen kommt hmmm…. gar nichts was ich gerade hier sehe. Selbst die Plastikschalen, wo meine Dokumente drin sind, kommen aus China. Sogar das Mauspad. Auch die Klamotten, die ich trage kommen aus China, wobei das T-Shirt auch aus Bangladesch kommen könnte.
        Was kommt denn noch aus dem Westen an Technologie, auf die du so stolz bist?

        1. Und wer hat die Technologie entwickelt? Leute wie Leibniz (Binärzahlen), Boole (Boolsche Algebra), von Neumann, Shokley (Transistor) etc. Das waren alle „Weisse“.

          1. Ah, du spielst darauf an, dass auch Dinge von Westlern entwickelt wurden. Ja, das stimmt, aber das ist kein Merkmal, dass diese Dinge nicht von anderen auch hätten entwickelt werden können. Tatsächlich haben diese Dinge nur auf Werken aufgebaut, die andere, und zwar nicht Westler vorher entwickelt haben.
            Und nicht jeder Weiße ist ein Westler, in deinen Beispielen wurde z.B. die boolesche Algebra von einem Russen entwickelt. Und die Russen sind, wie uns ja die Regierung versichert hat, keine Westler.
            Und sind wir ehrlich, ohne die Raubzüge und die Versklavung der Welt hätte der Westen weder materiellen Mittel noch die entsprechenden Leute gehabt, um diese Technologien zu entwickeln. Wir sehen es heutzutage ganz deutlich, denn obwohl die Raubzüge des Westens noch nicht einmal komplett vorbei sind, sondern nur weniger wurden, geht er bereits zugrunde. Ohne Raubzüge würdest du in einem sehr zurückgebliebenen Land leben, was vermutlich nicht viel moderner als das heutige Afghanistan wäre. Mit dem Unterschied, dass Afghanistan einen enormen Reichtum an Bodenschätzen hat.

            1. Zitat:“Und nicht jeder Weiße ist ein Westler, in deinen Beispielen wurde z.B. die boolesche Algebra von einem Russen entwickelt.“

              George Boole war Amerikaner, soweit ich weiß. Auf jeden Fall heissst sein Werk „Laws of Thought“.

              Zitat:“Und sind wir ehrlich, ohne die Raubzüge und die Versklavung der Welt hätte der Westen weder materiellen Mittel noch die entsprechenden Leute gehabt, um diese Technologien zu entwickeln. “

              Hat denn Deutschland zu der Zeit von Leibniz „Raubzüge“ unternommen? Und was ist denn der „Westen“. Es gibt europäische Länder wie die Schweiz, Österreich und Schweden, die keine Kolonien hatten. Trotzdem hatten ihre Ideen und Forschungen den technologischen Fortschritt ermöglicht. Deutschland selber hatte nur kurze Zeit Kolonien. Trotzdem waren deutsche Universitäten führend.

              Zitat:“Ohne Raubzüge würdest du in einem sehr zurückgebliebenen Land leben, was vermutlich nicht viel moderner als das heutige Afghanistan wäre.“

              Unsinn. Deutschland hatte erst am Ende des 19. Jahrhunderts Kolonien. Übrigens der „Niedergang“ der islamischen Welt fand etwa zeitgleich mit der Entdeckung des Seeweges zu den Gewürzinseln an. Denn dann mussten die Europäer nicht durch die „islamische Welt“ die Gewürze beziehen. Dazu gehörte auch Afghanistan.

        2. PfefferundSalz

          Es geht um die westliche Ideologie, um die Geisteskrankheiten des Westens, die den Planeten erobert haben und auch mit dem letzten Westler nicht aussterben, sondern von Gläubigen jeder Herkunft geglaubt und umgesetzt werden, indem sie deren Hirn ebenso frisst wie das des Westlers.

  10. Du hältst sie dumm, ich halt sie arm.

    Vom ideologischen Überbau mit Erbschuld und lebenslanger Sühne, über die zur Unterwerfung auffordender Pfaffen die jedem Andersdenkenden mit dem Fegefeuer drohen (cancel „culture“), bis zur Verfolgung von Häretikern und Hexenverbrennungen (noch virtuell, hat aber auch schon einige in den Selbstmord getrieben): Der woke Irrsinn ist das neue Opium fürs Volk, weil die Wissenschaft (zusammen mit Mammon) Gott getötet hat, und man deswegen neue Herrschaftsinstrumente braucht.

    Und wie immer predigen die Pfaffen Wasser während sie sich mit Wein voll saufen. Ich war als (weisses) Kind explizit Winnetou-Fan, weil der die Intelligenz und Grösse hatte, trotz ihrer Verbrechen nicht alle Weisse in einen Topf zu werfen, sondern sie als auch die Indianer anhand ihrer Taten zu beurteilen. Die beiden Figuren haben uns Werte wie Freundschaft und Respekt vor dem Anderen vermittelt, und dass die Hautfarbe vom Aussehen abgesehen absolut keine Rolle spielt.

    Und nun wird mir von Rassisten erklärt, dass dies bloss Teil meiner „weissen Neurose“ sei, ja gar das Gegenteil davon die „echten“ Werte darstellt: Hitler hat nichts falsch gemacht, das Problem war rein die Pigmentierung seiner Haut. Sorry für godwin, aber merken die sonst auch nichts? Und ist es eigentlich noch „virtue signalling“ wenn keinerlei „virtue“ signalisiert wird?

    Naja was solls. Das ganze ist dazu gedacht, die Menschen gegeneinander aufzuhetzen, damit sie sich nicht mit wichtigeren Dingen beschäftigen (wie zb die Konsequenzen der neoliberalen Politik). Sie erfüllen ihren Zweck also sehr gut, denn ignorieren kann man sie auch nicht.

  11. Was für ein größtenteils peinlicher, teilweise auch bösartiger Unsinn, den diese Psychologin hier ausbreitet?! Man fragt sich wirklich, warum der eigentlich seriöse Westend-Verlag so etwas publiziert hat. (Warum’s Overton veröffentlicht ist klar.)

    Nehmen wir nur Bockwyts fadenscheinige Ausführungen zur Critical-Race-Theory:

    Die populärste und einflussreichste Theorie im woken Antirassismus ist wohl die Critical-Race-Theorie, deren Grundannahme lautet, dass es einen _gesellschaftlich strukturell_ tief verankerten Rassismus gebe, den Menschen mit dunkler Hautfarbe regelmäßig erleben müssten und den _Weiße qua Geburt_ in sich tragen und verinnerlicht haben.

    Diese Frau versteht offenbar nicht einmal, wie widersprüchlich ihre „Kurz-Charakteristik“ der Critical-Race-Theory ist, insofern nämlich „gesellschaftlich strukturell“ und „qua Geburt“ einander widersprechende Behauptungen über Ursachen darstellen.
    („qua Geburt verinnerlicht“ setzt dem Unsinn noch die Krone auf.)

    Ich behaupte einfach mal, dass Frau Bockwyt nicht einmal den Wiki-Artikel zur Critical-Race-Theory gelesen hat.

    Auch diese Passage ist „hübsch“:

    Nach der entsetzlichen Tötung des schwarzen US-Amerikaners George Floyds in den USA durch einen Polizeibeamten, verschaffte sich die Black-Lives-Matter-Bewegung nicht nur in den USA, sondern international Gehör. Zahlreiche Institutionen – allen voran Universitäten – gingen daraufhin in eine selbstanklagende Haltung, gelobten öffentlichkeitswirksam Veränderung der selbst diagnostizierten strukturell rassistischen Institution Universität. Die Begründung lautete: Die Unis wurden von Weißen geschaffen. Es sollten umfassende Programme aufgelegt werden.

    Frau Bockwyt ist laut Internet Baujahr 1985, hat also vermutlich etwa zwischen 2003 und 2010 an drei deutschen Unis Psychologie studiert. Aber während dieser Zeit sind ihr keine Anti-Rassimus-Referate des ASTA und dergleichen begegnet? Diese sollen erst nach dem Tod von George Floyd (Mai 2020) geschaffen worden sein?
    Hat die Frau mal was von der Studentenbewegung gehört, die sich dann in den 1970-er Jahren an den westdeutschen Unis „institutionalisierte“, und von deren politischer Ausrichtung? Oder von der Trikont-Bewegung der 1980-er Jahre, ebenfalls in hohem Maße an den Unis angesiedelt.
    Diese Frau muss doch bustäblich aus einem völlig unpolitischen Mußtopf gefallen sein und will nun anscheinend „psychologisch“ auf der Anti-Wokeness-Welle mitschwimmen.

    Und ihre „Einordnung“ der seit spätestens Ende der 1950-er Jahre existierenden Palästina-Solidarität – 1959 besuchte Che Guevara Gaza – als „woke“ (was sonst?) und „antisemitisch“ (was sonst?) bedarf eigentlich keines weiteren Kommentars.
    Wenn das ein Vorgeschmack auf die „Intellektuellen“ der neuen Generation sein soll: Prost Mahlzeit.

    1. Danke, Besdomny, Ihr geamter Kommentar spricht mir aus der Seele bzw aus meinem Hirn!
      Man könnte das ja eigentlich als Hirngespinst irgendwelcher interlektuellen Spinner ignorieren – wenn nicht bereits offizielle Stellen diesen Blödsinn bejahen und in Lehre und Eziehung verbreiten würden!! Das sind m.E. recht gefährliche Tendezen der Beeinflussung von ‚oben‘.
      Ich habe das Gefühl das ‚brainwashing‘ schreitet munter fort in diesem Land!

    2. „Aber während dieser Zeit sind ihr keine Anti-Rassimus-Referate des ASTA und dergleichen begegnet? Diese sollen erst nach dem Tod von George Floyd (Mai 2020) geschaffen worden sein?“ – Frau Bockwyt hat gar nicht von Asta Referaten geschrieben und auch nicht dass es vor George Floyd keinen Antirassismus an Unis gegeben hat. Sie hat geschrieben, dass an Unis nach Floyd ein Selbstläuterungsprozess inszeniert wurde. Gab es den vorher auch schon?

      1. So ist es. Besdomny irrt auch in Bezug auf die Studentenbewegung, die ganz überwiegend sozialistisch, ob marxistisch – leninistisch, maoistisch, neomarxistisch – oder anarchistisch oder dazwischen orientiert war. Mit der „critical race theory“, die US-Juralehrstühlen entsprang, hatte sie nicht das Geringste zu tun.
        Soweit es an den ASten „Dritte Welt-Referate“ gab, waren die in keiner Weise an „Rassen“ orientiert.

        Das ganze Geschwätz, sorry „Diskurse“ bzw. „Narrative“ über strukturelles Weißsein ist postmodernes Ausscheidungsprodukt. Das sind definitiv antimarxistische Ideologien, grosszügig in Szene gesetzt und gefördert von den Diensten.

        Nicht dass Kritik an der Autorin unberechtigt wäre. Mit dem Antisemitismusvorwurf langt sie selbst tief in den Abort. Und nicht nur damit.

  12. Diese Rassitische Spinnerei kann nur von den Grünen kommen.Warum soll sich ein Kind nicht als Indianer verkleiden dürfen das ist doch Quatsch.Es schreit doch auch keiner dass es Rassitisch ist wenn eine schwarze Frau sich die Haare Blond färbt.

    1. In die Haut eines anderen zu schlüpfen bedeutet, ihn zu begreifen, nicht zwingend, ihm zuzustimmen. Für ein Kind ist die Beschäftigung mit Indianern in Form einer Verkleidung womöglich der Anlass, sich mit diesen, der Kultur und dem Schicksal zu beschäftigen. So lernt es das Denken. Ein Kind, dem man diesen Zugang verwehrt, wird verdummt, denn es glaubt an Verbote, anstatt sich eine eigene Kenntnis zu verschaffen.

  13. Sitzt da eigentlich irgendwo ein Mastermind, der sich das ausgedacht hat? Alle erfolgreichen sozialen Bewegungen haben immer versucht, keine Diskrepanz zwischen verschiedenen Rassen zuzulassen. Denn Schlagkraft entwickeln diese nur, wenn sie gemeinsam agieren, also Schwarze und Weiße am gleichen Strick ziehend. Und Männer und Frauen ebenfalls. Da nun wurde richtig Gift hineingeschüttet, indem Weißen Rassismus von Geburt an unterstellt wird. Wenn das der Gedanke war, dann war er erfolgreich. Klimawandel, Kriege und soziale Katatstrophe sind keine Themen mehr. Stattdessen mittelalterliche Bußrituale ohne jede gesellschaftliche Auswirkung. Wenn es diesen Mastermind tatsäc hlich gibt, dann ist er aus Sicht der herrschenden Klasse sein Geld wert.
    Es stimmt nun eben, dass eben diese Antirassisten „fallweise“ den Aufruf zum Judenmord tolerabel finden, wie jene Harvard-Rektorin Christine Gay. Immer und ohne Ausnahme sind das Antisemiten und wenn das so ist, darf Frau Bockwyt das feststellen. Wenn es hier einen Mastermind gibt, dann ist es ein Nazi, der die Idee hatte, sich als Antirassist auszugeben. Durchaus kreativ, muss man zugeben.

    Och ja, Mathematik ist jetzt auch rassistisch. Dass es ohne diese keine cars und auch keine refrigerators gäbe, ist in diesen Kreisen völlig unbekannt. Das nimmt Fahrt auf in Richtung Mittelalter und zusammen mit Trumps Evangelikalen könnte daraus etwas werden.

    Sag mal, versprüht diesr Putin eigentlich Chemtrails über den USA? Die waren früher dovch eher pragmatisch und unideologisch?

    1. es gibt so etwas wie „rassen“ unter humanoiden nicht. es war und ist der kampfbegriff der rechten rassisten.
      der genetiker svante pääbo und vor allem der deutsche prof. johannes krause haben das wissenschaftlich mithilfe modernster gensequenziertechnik eindeutig und bis ins kleinste detail nachgewiesen.

    2. Zitat:“Och ja, Mathematik ist jetzt auch rassistisch. Dass es ohne diese keine cars und auch keine refrigerators gäbe, ist in diesen Kreisen völlig unbekannt. Das nimmt Fahrt auf in Richtung Mittelalter und zusammen mit Trumps Evangelikalen könnte daraus etwas werden.“

      Dem stimme ich zu. Im Prinzip beruht das ganze „Gedankengebäude“ dieser „Theorien“ auf subjektive Einschätzungen anstelle „objektiver Tatsachen“. Daher kann man sogar die Kindersendung „die Pfefferkörner“ iim Jahre 2020 als rassistisch einschätzen, weil in den Ausgaben von 2001 es kein „dunkelhäutiger Kinderdetektiv“ gab. Das war aber schon in der Figur des „Choko“ im Jahre 2012 der Fall. Die Gesetze unserer „westlichen Logik“ sind in dieser Gedankenwelt ungültig.

  14. Verwendet man Diskriminierung anstatt Antisemitismus oder Rassismus, erschliesst sich der Zusammenhang über einen langen Zeitraum vom Gruppendynamiken, der kulturell sehr unterschiedlich ausfallen kann. In Deutschland geht der Trend dazu längere historische Zeiträume von Antijudaismus zu übersehen und direkt auf den Nationalsozialismus überzugehen und jedwede Kritik an Israel (ein Staat mit einer Regierung) auf die jüdische Diaspora zu übertragen. Diese verfällt über die Opferrolle in die erlernte Hilflosigkeit oder ziegt sich indigniert.

    Versteht man die Jüdische Allgemeine Zeitung als Sprachrohr des Zentralrats der Juden in Deutschland, wird deutlich woher der Antisemitismus-Vorwurf an den BDS kommt, und er erfolgt in hübscher Regelmässigkeit seit über 30 Jahren und führte u.a. zum »Tod eines Kritikers«. Es entbehrt auch nicht einer gewissen Ironie, dass sich die Postkolonialen in Teilen Hannah Arendt bedienen, oder eben canceln, wie es ihnen gerade passt.

    BDS wäre ohne Sanktionen gegen Einzelpersonen, das »S« im BDS, eine Bewegung die dazu auffordert von Investitionen in und Produkten aus Israel Abstand zu nehmen. Damit wäre die Cancel-Kultur erklärt, die ein Zeichen dafür ist, die institutionelle Deutungshoheit wackelt und als Seiteneffekt eine Bereitschaft entsteht bewährte Konzepte (Kunst-, Medien-, Freiheit in Forschung und Lehre) aufzugeben, alles seit über 30 Jahren nicht neu s. https://de.wikipedia.org/wiki/Postmoderne#Kritik

    South Park hat es wesentlich unterhaltsamer thematisiert. Es ist ein woker Kulturkampf um die Deutungshoheit, ob oder wer etwas sagen oder wie diskutieren, präsentieren darf. Gedankenschranken ähnlich wie political correctness den Vorwurf der politischen Unkorrketheit nach den 1970ern produziert hat. Woke Menschen lösen keine Probleme, sie entwickeln Theorien dazu, die oft nicht natur- oder rechtswissenschaftlich sind.

    1. interessanter Beitrag.

      Es wäre mMn sinnvoll wenn eingeräumt würde, dass Rassismus, Antisemitismus und alle anderen -ismen nur Unterarten des Chauvinismus sind:
      „Wir Sind Was Besseres“ glaubt jeder auf irgendeine Weise, ob wir wollen oder nicht.

      Wenn bei Meinungsverschiedenheiten die Frage „WAS ist richtig“ nicht geklärt werden kann, wurde immer schon ausgewichen auf die Frage „WER hat Recht“.

      Sobald das ausgefochten ist, ist die von den Anhängern betriebene Diskriminierung Kritik und Vernunft, die der anderen Uneinsichtigkeit, Dummheit oder böswillige Absicht.

      Was sich geändert hat, vermutlich durch Massen- und Sozialmedien, ist das Gefühl, sich unmittelbar für die „richtige“ Seite entscheiden zu müssen. Die Zählerei von Likes oder ähnlichem zeigt an, zu welchem Club man gehört, es wird kaum noch mit eigenen Worten argumentiert.

      Dass die Frage „Was ist richtig?“ tatsächlich noch offen ist, wird einfach übergangen. Man will es nicht wahrhaben oder akzeptieren, dass sie mit einem Votum umgangen, aber in Wahrheit nicht beantwortet wird. Ein qualitatives Unentschieden gibt es nicht mehr, Zweifel werden als feindliche Einstellung gedeutet.

      Der sprechende Affe fängt allmählich an, sich wie ein Sardinenschwarm zu benehmen.

  15. „Damit richtet sich die postkoloniale Theorie gegen säkularisierte muslimische Gesellschaften und man sieht beispielsweise den Staat Israel als Kolonialprojekt und Apartheid-Staat.“

    Da gab es wohl einen Kurzschluss im Hirn der Autorin. Die Idee, dass Israel ein Landeroberungs-und Apartheid-Staat ist, beruht nicht auf einer Theorie, sondern auf Beobachtung dessen, was die Regierenden dort tun. Genau gegen dies Tun der israelischen Regierung richtet sich die BDS-Bewegung. Die von ihr propagierten Vorgehensweisen, die ein Umdenken in Israel ermöglichen sollen, sind keine freiwillig rassistischen Neigungen aus Jux und Dollerei. Wenn sich die woken Amerikaner jetzt daran hängen, heißt das gar nichts.

    Und ja, dieses wunderbare Amerika, land of the free, hat ein Rassismus-Problem bis heute. Auch die britische Gesellschaft hat ein Rassismusproblem. Gleiches gilt für viele andere Länder und hat wenig mit Weißen zu tun.

    PS. Wer die Knallerbse Sascha Lobo lobt, hat nicht alle Tassen im Schrank.

    1. Zitat:“Da gab es wohl einen Kurzschluss im Hirn der Autorin. Die Idee, dass Israel ein Landeroberungs-und Apartheid-Staat ist, beruht nicht auf einer Theorie, sondern auf Beobachtung dessen, was die Regierenden dort tun. “

      Der Staat Israel wurde aufgrund eines Beschlusses der UN 1948 gegründet. Und was Apartheid angeht, dann frage mal im Libanon nach Heiraten zwischen Angehörigen verschiedener religiöser Gruppen nach. Die Ehen dort können nicht im Libanon geschlossen werden sondern die Paare müssen etwa auf Zypern heiraten.

      1. Ach Gottchen du Schlauberger, im Libanon gingen noch in den 1960ern verfeindete christlich-maronitische Familienverbände in bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen aufeinander los. Christen gegen Christen.
        Apartheid ist südafrikanisches Modell, das die Überlegenheit und brutale Herrschaft der dort regierenden weißen Minderheit ermöglichte. Genau wie in Israel heute. Die UN hat Israel auch nicht als Apartheidstaat gegründet.

        1. Zitat:“Ach Gottchen du Schlauberger, im Libanon gingen noch in den 1960ern verfeindete christlich-maronitische Familienverbände in bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen aufeinander los. Christen gegen Christen.“

          Der Bürgerkrieg fand dort eher in den 70ern zwischen mehreren Religionsgruppen statt. Dies Sendung, in der von diesem Heiratshindernis gesprochen wurde, wurde lange nach diesem Bürgerkrieg gedreht.

  16. Wenn man das so liest, bekomme ich als altlinker, weißer Mann adliger Abstammung, doch nochmal Lust dem Kolonialismus zu frönen.
    Ich hoffe die Gesellschaft bekommt was sie verdient!

  17. der kampf gegen wokeness ist in deutschland ein weiterer teil des rechten kulturkampfes gegen alles, was ihnen nicht in ihren kram passt und dabei stört das tun zu dürfen, ungestraft natürlich, was man schon seit jahrhunderten so treibt.
    das rumhantierenmit dem wort „woke“ dient dabei auch nicht zu viel mehr als „links“, ein schlagwort ohne darüber irgendeine ahnung haben zu müssen als die die man notdürftig über die rechten medien des landes in sich reinmampft, und das sind ca. 98% aller deutschen medien.

    1. Die sogenannte „Wokeness“ ist das übelste Denunziantentum, was die Menschheit in den letzten 150 Jahren hervorgebracht hat.
      Wahrscheinlich weil du zu den Neuen Linken gehörst und gar nicht weißt, was echtes linkes Gedankengut beinhaltet.

  18. Die Kommentatoren haben Recht, wenn sie schreiben, dass man sich in dieser letztlich unsinnigen Diskussion zum Thema verliert, die auch vom Wesentlichen ablenkt.
    Soll sie wohl auch, damit man sich nicht dem zum Himmel schreienden Offensichtlichem zuwendet.
    Als Beispiel für klaren Rassismus wäre zu nennen, dass sich Qualität und Quantität der Flüchtlingshilfe in D nach der Herkunft, der Ethnie richtet.

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