Wir haben alles unter Kontrolle!

Zivilschutz
Quelle: Dieses Bild wurde mittels ChatGPT entwickelt.

Zivilschutz ist nun in aller Munde. Er simuliert Sicherheit inmitten der größten Verunsicherung, die es für Menschen gibt: Krieg.

Sie wollen überleben? Kein Problem, die Bundesregierung hat da was für Sie: Zivilschutz. Und die dazugehörigen etwaigen Selbstschutzmaßnahmen. Das ist ein bisschen so, wie wenn Sie Rückenschmerzen haben und sich bei YouTube ein Video mit hilfreichen Übungen ansehen und das Gesehene nachmachen. Nur ohne Wirkung – manche Rückenvideos zeitigen ja durchaus Erfolge bei der Schmerzbeseitigung. Aber die fehlende Wirkweise spielt selbstverständlich keine allzu große Rolle, denn oft brauchen Menschen nur das Gefühl von Kontrolle, um Hoffnung und Zuversicht zu schöpfen.

Man hat das vor einigen Jahren gesehen, als man den Leuten vorgaukelte, es sei ganz einfach, einen unsichtbaren Feind zu kontrollieren. So setzten sich Leute auf dem Weg zum Platz im Lokal eine Maske auf, um sie am zugewiesenen Tisch wieder abzulegen – näherte sich ein anderer Gast auf dem Weg zur Toilette an, musste er maskiert sein. Setzte er sich allerdings dazu, konnte er sie als Mitglied der Tischgemeinschaft abnehmen. Großeltern sollten nur getrennt zu den Enkeln gehen, erst die Oma, danach musste sie raus, jetzt durfte der Opa vorbeischauen. All das vermittelte ein nicht ganz erotisches Verhältnis zur Logik, dafür aber Kontrollsimulation. Und es gibt offenbar ausreichend Leute, die ganz zufrieden sind, wenn sie sich einbilden können, sie hätten alles im Griff und sie seien den Umständen nicht schutzlos ausgeliefert.

Krieg unter totaler Kontrolle?

Die Funktionseliten des Berliner Politik- und Medienbetriebes machen keinen Hehl mehr aus dem Vorhaben: Es wird Krieg geben. Noch schieben sie ein Hilfskonstrukt vor: Putin wird es sein, der uns angreifen wird – und das, obgleich man uns zeitgleich erklärt, dass die Russen am Ende seien. Dennoch legt man dem Publikum lang und breit dar, dass der Zugriff auf Europa der nächste Schritt des osteuropäischen Nachbarn sein werde. Sicher ist im Augenblick nicht, wie lange diese Erzählung noch herangezogen wird – ausgeschlossen ist jedoch nicht, dass man bald schon andere Geschichten etabliert. Vielleicht ja jene, dass man den Russen möglichst bald zuvorkommen muss. Wichtig ist bei beiden Erzählungen, die Menschen nicht außer Ruhe zu bringen. Sie sollen sich sicher fühlen, selbst in der gravierendsten Verunsicherung, die Menschenwerk überhaupt vollbringen kann: dem Krieg.

Daher erklären die Verantwortlichen immer wieder gerne, dass so ein Krieg gewissermaßen kalkulierbar sei – mit einigen Kniffs käme man ganz gut über die Runden. Wie? Der Zivilschutz macht es möglich – Selbstschutzmaßnahmen helfen. Man muss sie nur gewissenhaft umsetzen. Viele dieser Empfehlungen mögen ja bei regionalen Katastrophen oder kurzfristigen Krisen sinnvoll sein. Im Kontext eines Krieges stoßen sie jedoch schnell an ihre Grenzen. Der empfohlene Lebensmittel- und Wasservorrat für einige Tage etwa setzt voraus, dass Lieferketten, Infrastruktur und gesellschaftliche Ordnung zumindest teilweise intakt bleiben. In einem großflächigen Krieg wären jedoch Stromnetze, Verkehrswege, Kommunikationssysteme und Wasserversorgung selbst potenzielle Angriffsziele. Für zehn oder auch für dreißig Tage Konserven zu horten, ist nur für eine Übergangszeit Absicherung – ein Krieg könnte aber Jahre dauern. Die Bevorratung verschiebt also den Zeitpunkt der Notlage lediglich.

Auch die häufig empfohlene technische Notfallausrüstung – Batterieradios, Taschenlampen oder Powerbanks – können nur als symbolischer Behelf angesehen werden. Ein Radio informiert zwar möglicherweise noch über amtliche Durchsagen, schützt aber weder vor Angriffen noch vor Chaos, Plünderungen oder dem Zusammenbruch medizinischer Versorgung. Powerbanks helfen nur solange, wie überhaupt noch Strom nachgeladen werden kann. In längeren Kriegsszenarien verlieren solche Geräte schnell ihren praktischen Nutzen – zumal dann, wenn sie mit absoluter Härte ausgetragen werden. Und so einen Krieg müssen wir wohl erwarten.

Placebo gegen kollektive Ohnmacht

Ähnlich verhält es sich mit Warn-Apps und digitalen Informationssystemen. Sie funktionieren nur innerhalb einer stabilen Kommunikationsinfrastruktur. Gerade diese Infrastruktur wäre in einem modernen Konflikt jedoch besonders anfällig für Cyberangriffe, Sabotage oder Stromausfälle. Die Vorstellung, eine Smartphone-App könne in einer Kriegslage Sicherheit vermitteln, kann man getrost als technokratischen Wunschtraum abtun. Selbst die Empfehlung, wichtige Dokumente wasserdicht aufzubewahren, zeigt die Diskrepanz zwischen dem, was man Verwaltungslogik nennen könnte, und einem realen Ausnahmezustand. Ob ordentlich abgeheftete Ausweiskopien die Lage entspannen, wenn man wegen feindlichem Drohnenbeschuss die Wohnung verlassen muss, um sich in den Keller zu flüchten? Der Bürokrat kann danach, sollte Bürger es überleben, natürlich arbeiten – und Wohnungen zuweisen, wenn noch welche verfügbar sind. Physischen Schutz stellt dieser Ordnungssinn jedoch nicht dar.

Der moderne Krieg ist geprägt von hochpräzisen Waffensystemen, Drohnen, Cyberoperationen und Angriffen auf kritische Infrastruktur. Individuelle Vorsorge kann gegen diese Formen der Gewalt kaum etwas ausrichten. Die propagierten Maßnahmen erzeugen deshalb vor allem das Gefühl persönlicher Vorbereitung – sie erlauben eine psychologische Stabilisierung in einer Situation, die tatsächlich kaum individuell beherrschbar ist. Der Zivilschutz ist weniger eine effektive Verteidigung der Bevölkerung, sondern muss als gesellschaftliches Beruhigungsprogramm betrachtet werden: als ein Placebo gegen kollektive Ohnmacht.

Die Raketensysteme, mit denen es die Bevölkerung im Krieg zu tun bekommt, lassen keinerlei Zeit, um überhaupt etwas von dem zu beherzigen oder umsetzen, dass der Bevölkerungsschutz nun als Sicherheitsgewähr propagiert. Sie atomisieren in Bruchteilen von Sekunden menschliche Leiber, reißen das Fleisch von den Knochen und lassen die Körper menschlicher Individuen in tausende zerrissene Stücke zurück. Schon der Aufprall zerreißt die Lunge und lässt den Brustkorb explodieren. Man kann so ein Szenario gar nicht bildlich genug beschreiben, es übersteigt alles, was man je in einem Splatter-Horror-Film gesehen haben könnte. Ist wirklich davon auszugehen, dass Überlebende solcher Szenarien – die nicht mehr als die potenziellen Opfer des nächsten Angriffs sind – ihre Traumata so weit in den Griff bekommen, dass sie sich noch an die »Segnungen des Zivilschutzes« klammern werden? Ja, die Frage sei erlaubt: Arbeiten dann psychologische Praxen und psychiatrische Kliniken noch, um die Traumatisierten zu behandeln? Und wer therapiert eigentlich die Psychologen?

Propagandafeldzug gegen die Ohnmacht

Die derzeit propagierten Zivilschutz- und Selbstschutzmaßnahmen wirken bei näherer Betrachtung wie der Versuch, Handlungsfähigkeit zu simulieren – und nicht sie tatsächlich herzustellen. Der Eindruck soll entstehen, dass dieser Krieg etwas sein wird, das die Menschen zwar bemerken werden, was aber auch in den Griff zu bekommen ist, wenn man die Sache richtig angeht. Ein bisschen so, wie man Laktoseintoleranz eindämmen kann, wenn man von ihr weiß. Dann trifft man andere Entscheidungen im Supermarkt, kauft laktosefreie Produkte oder wirft sich Enzyme ein, bevor man laktosehaltige Milchprodukte verspeist – und schon ist man auf der sicheren Seite. Vergleichbar wäre das Gebaren auch mit diagnostiziertem Bluthochdruck: Ein wenig die Lebensumstände ändern und vorübergehend Blutdrucksenker nehmen, schon kann man weitermachen fast wie zuvor.

Kontrolle zu betonen, sie mit Plänen, Checklisten und Verhaltensanweisungen als erreichbar und realistisch umsetzbar zu unterweisen – das ist letztlich klassische Propaganda. Denn die Bürger sollen im Sinne psychologischer Stabilisierung das Gefühl behalten, eingebunden und handlungsfähig zu sein. Der Bevölkerungsschutz dient so in erster Linie dem Kampf gegen die Ohnmacht. Der amerikanische Politikwissenschaftler Harold Lasswell beschrieb Propaganda schon 1927 in einem Aufsatz für American Political Science Review als das »Management kollektiver Einstellungen durch die Manipulation signifikanter Symbole«. Das trifft auch hier und heute zu. Ob Notfallrucksack, die Warn-App, der Wasservorrat oder die Checkliste: Akk das wird zum Symbol vermeintlicher Beherrschbarkeit umfunktioniert. Die Maßnahmen sind damit mehr als der Strohhalm, an dem man sich klammert – sie simulieren Überleben in Zeiten, da es längst nicht klar ist, ob man überhaupt Überlebenschancen hat.

Auch der französische Philosoph Jean Baudrillard schrieb in seinem Werk Simulacra und Simulation von einer Welt der Simulationen, in der Zeichen und Rituale an die Stelle tatsächlicher Wirksamkeit treten. Der Zivilschutz erscheint in diesem Sinne wie ein Simulationssystem staatlicher Fürsorge: Die Bevölkerung soll den Eindruck gewinnen, auf eine Extremsituation vorbereitet zu sein, obwohl moderne Kriege gerade dadurch gekennzeichnet sind, dass sie individuelle Kontrolle systematisch zerstören. Das Motto der Maßnahmen lautet daher nicht: »Ihr erfahrt Schutz!« Es lautet, wie schon zu Zeiten der Pandemie: »Glaubt dran, ganz fest und eisern, dann hilft es vielleicht auch was!« Glauben und eiserner Wille: Das war noch immer die eigentliche Maxime jedes Krieges.

 

Liebe Leser, bereiten Sie sich auch für einen Ernstfall vor? Wenn ja, wie stellen Sie das an? Oder sind Sie entspannt, was das betrifft? Schreiben Sie uns doch einen Leserbrief per Mail und wir veröffentlichen die besten eingereichten Texte in gesammelter Form auf unserer Seite. Mailen Sie an: redaktion@overton-magazin.de

Roberto De Lapuente

Roberto J. De Lapuente, Jahrgang 1978, ist gelernter Industriemechaniker und betrieb acht Jahre lang den Blog »ad sinistram«. Von 2017 bis 2024 war er Mitherausgeber des Blogs »neulandrebellen«. Er war Kolumnist beim »Neuen Deutschland« und schrieb regelmäßig für »Makroskop«. Seit 2022 ist er Redakteur bei »Overton Magazin«. De Lapuente hat eine erwachsene Tochter und wohnt in Frankfurt am Main.
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27 Kommentare

    1. Damit geht die Diskussion genau in die zentral gewünschte Richtung
      und man ist der strategischen Kommunikation auf den Leim gegangen.

      Die Diskussion müsste sich um das Thema drehen: Warum forcieren
      wir alles, um den drohenden Krieg mit Russland wahr werden zu lassen?
      Und wer genau im Westen will diesen Krieg?

      Genau von diesen Fragen wird seit 2014 abgelenkt.

    2. Nun ja, bei uns in GE stehen bestimmt ein gutes Dutzend von den Dingern rum……..Wenn Kernwaffen ins Spiel kommen sind die alten Dinger auch nicht besser als Wellblech……

  1. Die deutsche „Elite“ hat den Verstand verloren. Wie immer ist es die Selbstüberschätzung und die Unfähigkeit zur Selbstreflexion, die uns in den Untergang führen wird. Schlimm finde ich das Totalversagen der allermeisten Intellektuellen, der Kirchen und der tonangebenden Medien. Am schlimmsten ist aber, dass Opposition und Widerstand gegen den grassierenden Wahnsinn mundtot, ausgegrenzt und sogar kriminalisiert wird. Man meint es ernst, die Hoffnung auf Vernunft schwindet.

  2. Der Zivilschutz, wie die eingangs erwähnte Maskierung, als Nennung von Teilbereichen des Gesamtfeldzuges gegen die Machtunterworfenen. Dient und diente von Anbeginn der Uniformierung und Einstimmung der Machtunterworfenen auf den Einsatz von Wirkmitteln gegen sie. Das unter dem dem Vowand, daß es für sie sei. Der seit einiger Zeit stattfindende gesellschaftliche Abriss und Umbau, wird von Anbeginn auch durch das Militär begleitet, was so auch vorgesehen war. In der totalitären Gesellschaft sollen Befehle schließlich befolgt werden und was wäre geeigneter als die Keimzellen des Totalitarismus fruchtbar einzupflanzen.

    Was nebenbei, für manche äußerst lukrativ ist. Kommt darauf an welchem Ende der Nahrungskette man sich derzeit befindet.

    Aber auch diese Lukrativität wirkt äußerst illusionär, angesichts anstehender und bereits absolvierter Kontrollverluste.

  3. Wichtig ist Klopapier. Palettenweise Klopapier. Dann kann nichts schiefgehen und man hüpft mit sauberem Allerwertesten ins Jenseits.

  4. Wasser und Konserven? Das größte Thema wird wieder das Klopapier sein. Der Deutsche hält alles aus, reißt aber im Drogeriemarkt panisch das Klopapier von der Palette, prügelt sich zur Not drum, nachdem er auf dem Camping Stuhl vor dem Markt auf die neue Lieferung gewartet hat.
    Ich habe vor 6 Jahren solche Szenen mit eigenen Augen gesehen. Die Folge war die Rationierung. 1 Packen pro Haushalt pro Einkauf! Wer mehr brauchte, mußte also mit mehreren Leuten anrücken.

    1. Unsere Nachbarin sagt, sie hätte immer noch zwei Paletten Klopapier im Keller (selbstverständlich vierlagig, man gönnt sich ja sonst nichts). Das sollte die nächsten 10 bis 20 Jahre lang reichen. Es sei denn, man hätte öfter „Dünnschiss“, dann braucht man mehr und die Reserve für Notfälle ist schneller aufgebraucht.

        1. Im Schloß Versailles gab es im Neubau keine Toiletten. So wurde einfach in
          ungenutzet Räume gedonnert. Bei den Mengen an Parfum konnten die Bewohner
          eh nichts riechen. Ergo: Selig die, die eine 6 Zimmer Wohnung haben und die Kinder
          aus dem Haus sind……..

  5. Wer hier kollektive Ohnmacht sehen will braucht doch keinen Krieg mehr. Der ist viel zu ineffizient. Schon das Abschalten aller Mobilfunkmasten würden heute das ultimative Chaos im Lande auslösen.

  6. Eine Frage an Herrn Roberto J. De Lapuente:

    Ist Ihnen kein gebräuchlicherer Begriff als »Laktoseintoleranz« eingefallen, um verständlich zu machen wie unsinnig die derzeit propagierten Zivilschutz- und Selbstschutzmaßnahmen sind?

    In letzter Zeit muss ich immer öfter googlen um die Bedeutung ausgefallener Begriffe herauszufinden.

  7. Der Kommentar von YGL spricht den zentralen Punkt bereits an.

    Die Folgen für die Zivilbevölkerung sind m. E. nicht oder nur schwer zu kalkulieren. Ob ein paar Schachteln Dosenfutter, eine Atemschutzmaske und ein Medi-Notfall-Packerl mit OP-Besteck im Erstfall ausreichen, daran habe ich begründete Zweifel.

    Menschen mit Verstand und Vernunft sollten daher alles dafür tun, einen Krieg zu verhindern, dann braucht man auch keine Zivilschutzmaßnahmen. Zuweilen drängt sich allerdings der Verdacht auf, die „wertewestlichen“ Politikerinnen und Politiker setzen alles daran, einen Krieg vom Grenzzaun zu brechen. Einen Grund hat „unsere“ Regierung bereits: Putin ist böse und will im nächsten oder übernächsten oder überübernächsten Jahr Europa angreifen. Jetzt fehlt nur noch ein passender Anlass, um Richtung Osten marschieren zu können und diesen Anlass wird die herrschende Nomenklatura irgendwann sicherlich finden.

    Was könnte so ein Anlass sein? Man könnte z. B. ein paar ukrainische Soldaten in russische Uniformen stecken und die überschreiten dann schwer bewaffnet die Grenze zu Polen. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber das kommt mir irgendwie bekannt vor. Man könnte auch eine junge hübsche Ukrainerin mit blonden Haaren und blauen Augen nehmen, die im Deutschen Bundestag erzählt, dass russische Soldaten Frühgeborene aus Brutkästen zerren und auf den Boden werfen. Aber auch das kommt mir jetzt bekannt vor. Vielleicht könnte man einen russischen Agenten suchen und finden, der ein Attentat auf einen hochrangigen EU-Politiker, der gerade die Ukraine besucht, verübt und schon hätte man einen Anlass, um zurückzuschießen. Es muss ja nicht um 5:45 Uhr sein. Man kann auch zwei Stunden später oder 15 Minuten früher zurückschießen.

    Und was machen die deutschen Mainstream-Medien von ARD über FAZ bis ZDF in diesem „demokratischen und sozialen Bundesstaat“, wie es im Art. 20 Grundgesetz von 1949 heißt? Sie machen Kriegs-Propaganda, feuern aus allen Tastaturen und unterstützen die Aufrüstung der Bundeswehr zur größten Armee Europas. Vorwärts Marsch, die Augen rechts, Feuer frei bis die Kanonenrohre der Panzer glühen. Vielleicht hat der Kampfpanzer Leopard in der SE-Version (Special Edition) auch ein ölgekühltes Kanonenrohr? Dann kann man feuern bis keine Munition mehr da ist oder der Kampfpanzer von einer Rakete abgeschossen wurde.

    1. Was wirklich hochbedenklich ist: es sind ja nicht nur ARD und FAZ und ZDF, sondern alle großen Medienanstalten in allen europäischen Ländern. Die stoßen alle in das gleiche Horn. Neulich beispielsweise wieder in einem Interview gehört, dass in Schweden, das friedliche Pippi-Langstrumpf-Land ;-), exakt das gleiche läuft, wie bei uns: Putin wird angreifen, Schweden muss daher aufrüsten, noch mehr Leute zur Armee, Zivilschutz intensivieren, kriegsbereit sein – und die Bevölkerung lässt sich einlullen. In Frankreich bietet man militärische Schnupperkurse an, als wäre der Waffendienst nix anderes wie jeder andere Job. Sicher, als Dachdecker kannste auch mal vom Dach fallen…

      Das alles ist eine gesamteuropäische Kampagne der Eliten. Da gibt es welche, vielleicht nur eine Handvoll Leute, vielleicht ein paar tausend Mitläufer, die wollen tatsächlich den Krieg. Europa ist politisch und wirtschaftlich am Ende, größtenteils selbstverschuldet, nun sieht man keinen anderen Ausweg, als wieder mal zum Zug gegen den, „der ewig unser Feind bleibt“.

      Manchmal schon schaurig-faszinierend, wie es gelungen ist, die europäischen Leitmedien gleichzuschalten und jegliche Opposition weitgehend zu verdrängen, auf die hinteren Reihen, das wird wohl noch viel üblere Züge annehmen. Noch gibt es hier weitgehend freien Internetzugang, wird es den 2030 immer noch geben? Wenn jetzt schon bei einer einzigen Drohne fast der Bündnisfall ausgerufen wird, wer glaubt denn, dass das vier Jahre lang auf diesem Niveau so weitergeht? Wenn die Verzweiflung wächst, wenn die Ukraine die erwartbaren ernsthaften Probleme bekommt, dann werden die sicherlich alles tun, was jetzt noch undenkbar ist, dann aber denkbar wird. Ein AKW vielleicht?

      Die Amis ziehen sich hier zurück, weil sie den Europäern das zukünftige Feld überlassen, selbst aber der direkten Konfrontation mit Russland aus dem Weg gehen. Könnten ja US-Soldaten sterben. So schwächen sich dann Europa und Russland gegenseitig, die Ukraine wird geopfert, der Plan der Amis geht auf. Durch Abkopplung Europas von Russland, Konfliktaufbau mit China, wird Europa an die USA gefesselt, ausgesaugt und dann weggeworfen. Wir sind nicht die Freunde der Amis, sondern deren Nutztiere. Unsere europäischen Führungspersonen sind nicht in der Lage, das zu begreifen – oder gehören im Herzen selbst zu ihren Kreisen, nicht zu uns.

      Ist es im Interesse Europas, in den direkten militärischen Konflikt mit Russland zu gehen? Ist es danach besser hier? Wie groß ist die Chance, zu siegen? Hat das Atomzeitalter nicht einen Paradigmenwechsel geschaffen, durch den Kriege mit maximalem Einsatz, die auf die Vernichtung des anderen abzielen, nicht mehr mit denen vergleichbar sind, die über die letzten Jahrtausende hinweg geführt wurden? Die Frage muss allen Seiten gestellt werden.

      Wir sind hier irgendwann nur noch Kulturmuseum, falls noch was stehenbleibt.

      1. Nach einem Konflikt mit Russland gibt es auf jeden Fall keine Parkplatz – Probleme mehr
        in den Städten. Auf den von den Atombomen verglasten Flächen, können dann sogar
        Wohnmobilplätze angeboten werden. Und alles kostenlos!!! Nur die Großpackungen
        Jodtabletten sollten reichlich vorhanden sein.

  8. Gestern war Preping rechtsextrem, heute ist es erste Bürgerpflicht. Natürlich nur in dem Maße wie es der Staat anordnet. Dieselgeneratoren sind sicher auch weiter rechtsextrem. Und Coronakritikerpreper natürlich auch.

  9. Aus dem Irrsinn der aktuellen Poltik, der Friedensunfähigkeit der Regierung mit Unterstützung des Krieges in der Ukraine, kommen wir nur heraus, indem Parteien gewählt werden die eine andere Politik verfolgen. Wenn Frieden erste Priorität hat, muss man auch bereit sein, auf der Grundlage Frieden, als kleinstem Nenner, mit allen zusammen zu arbeiten und Koalitionen zu bilden, die das wollen. Wenn sich links auch die Haare streuben, da müssen wir durch.

    1. Diese anderen Parteien, die eine andere Politik verfolgen, werden niemals Regierungsverantwortung bekommen, fürchte ich. Da werden sich die aktuellen Machtfiguren, die Krieg für notwendig halten, wirklich alles einfallen lassen, was Machtverlust verhindert. Das läuft ja europaübergreifend, wo jeder Keim erstickt werden muss, um Unruhe und Hinterfragung zu verhindern. Bin echt gespannt auf Sachsen-Anhalt, da könnten gewisse Tendenzen UnsererDemokratie deutlich sichtbar werden.

  10. „Liebe Leser, bereiten Sie sich auch für einen Ernstfall vor? Wenn ja, wie stellen Sie das an? “

    Ich halte seit 4 Jahren im Wechselbetrieb einen frischen Blumenstrauss aus roten Nelken in meiner Vase griffbereit, um die Rote Armee am Strassenrand zu begrüssen. Ich halte mich da ganz strikt an die Broschüren:“Was tun im Befreiungsfall?“ aus den Reichsparteizentralen des BSW in Ost-Berlin und der AfD in West-Berlin.

    1. Die von Ihnen unterschwellig inkriminierten Kräfte sind doch längst wieder präsent und aktiv, wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

      Sie haben es wohl noch nicht bemerkt. Oder vielleicht besser: bemerken wollen??

    2. Cromwell, sie werden leider vergeblich warten und es werden viele Nelken verwelken:
      Die Rote Armee gibt es schon seit 35 Jahren nicht mehr !! Außerdem hat so eine Oroschnik
      sicherlich keine Zeit vor dem Einschlagen noch Blumen zu genießen. Es wäre sicher besser,
      die Blumen zu nehmen und auf der Straße gegen die Aufrüstung und den angepeilten Krieg
      zu demonstrieren. Klopapier kann man dann auch mitnehmen, ist nie verkehrt.

  11. „Liebe Leser, bereiten Sie sich auch für einen Ernstfall vor?“

    Ja, ich bin auf den letzten Ernstfall vorbereitet. Ich habe ein scharfes Skalpell, mit dem ich mir, wenn gar nichts anderes mehr geht, schnell und mit kleinem Schmerz die Pulsadern öffnen kann – Schlimmeres kann mir dann nicht mehr passieren.

  12. Es gibt im atomaren Zeitalter keinen Zivilschutz!
    Der amerikanische Autor James Ellroy ließ in seinem Roman „Blut auf dem Mond“ den Vater des Hauptprotagonisten bei internationalen Krisen, den großen Knall erwartend, ihn immer mit einer Flasche Bourbon das Dach erklimmen um das Armageddon zu begrüßen!
    Viel anderes bleibt zu tun kaum übrig!

  13. Die schöne neue Welt, wo man sich über so was wieder Gedanken machen muss.
    Danke an die Vordenker und Durchsetzer der Zeitenwende.
    Die lange Friedenszeit war ja auch irgendwie langweilig.
    Nichts ist belebender als um drei in der Nacht, Luftschutzalarm (ist eigentlich ein bescheuertes Wort, weil grundsätzlich nichts geschützt wird, schon gar nicht die Luft).

  14. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mir, als im hessischen Parlament diskutiert wurde, dass nicht Geimpften der Zugang zu Lebensmitteln verboten werden sollten, einen großen Vorrat Dosen zugelegt habe. Die stehen nach wie vor im Keller, bereit für den „Ernstfall“. Das war für mich damals eine reale Gefahr.

    Das ganze sinnlose Geplapper um den vom Westen angestrebten Krieg mit Russland hingegen lässt mich hingegen völlig kalt. Anhand der Bilder aus Gaza, Libanon oder Iran weiß ich, das man da nicht viel an der Situation ändern kann.

  15. Habe auch noch irgendwo hier eine FFP3 Halbmaske aus Gummi herumliegen und werde die bei Bedarf auch anlegen und meine Vorräte an Dauerkonserven und Sauerstofftanks sind gut gefüllt. Ferner sind noch Gummistiefel vorhanden, eine Regenhose und ein Regenumhang sowie Panzerband zum Abdichten.

    Meine Tiefbunker befinden sich weltweit allesamt weit unterhalb der Tiefe des untersten Kellergeschosses des Ballsaales des weißen Hauses, weshalb ich auch nicht allen Chefredakteuren alternativer Medien Einlass zu gewähren kann, wenn diese nicht zuvor händeringend darum gebettelt hätten. Tunnelbohrmaschinem sind extrem teuer und unter 1.000.000 $ pro Nase an einen absolut h-bombensicheren Liegeplatz zu kommen, scheint inzwischen auch nicht mehr unbedingt einfach zu sein.

    Da unsere Weltaufsichtsräte aktuell vor lauter Weisheit und Selbstbewusstsein aus allen Nähten zu platzen drohen, erscheinen alle Zukunftsängste jedoch unbegründet. Wenn die sich finanziell gegen ihren eigenen Wahnsinn absichern können, können wir das erst recht. Vielen Quertreibern fehlt es hierzu offenbar nur an einer positiven, lebensbejahenden Lebenseinstellung, die sich andererseits automatisch ergibt, wenn du plötzlich 5 Milliarden $ erbst. Sollte dies der Fall sein, wende dich vertrauensvoll an Bullfrog&Sons.inc. Das sind ebenso wie die Schwarzfelsen der heimischen Rüstungsindustrie alles gute Menschen, die unser volles Vertrauen verdienen.

    Gibt es einen Ausweg aus dieser prekären Situation? Der eine oder andere Atomschlag könnte den Nebel des Krieges lichten.

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