Warum viele Ukrainer nicht zurückkehren wollen

Plakatwand, ukrainische Flagge
Felipe Tofani from Berlin, Germany, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Hunderttausende Ukrainer haben in Deutschland Schutz gefunden – und viele planen längst ein dauerhaftes Leben hier. Krieg, Bürokratie, fehlende Perspektiven und politische Entwicklungen in der Heimat lassen den Wunsch nach Rückkehr schwinden. Ein persönlicher Blick auf Integration, Ängste und die Realität ukrainischer Familien in Deutschland.

Letzte Woche zwang eine Lehrerin in Winnyzja einen Schüler, zehnmal an die Tafel zu schreiben: „Ich spreche kein Russisch.“ Das war die Strafe dafür, dass das Kind zu Hause Russisch spricht – in einem Land, dessen Staatspolitik zunehmend darauf ausgerichtet ist, alles Russische zu verbieten und aus dem öffentlichen Leben zu verdrängen. Ich möchte diese Lehrerin nicht vorschnell aus nationalem Hass verurteilen. Auch sie ist in meinen Augen ein Opfer des Systems. Doch bevor ich Mitleid mit dem Kind empfinde, muss meine Generation zunächst bitter lachen – denn die Szene erinnert frappierend an eine Episode der Simpsons.

Meine Frau hat viele Jahre als Lehrerin gearbeitet, und ich kenne das ukrainische Bildungssystem gut. Als ein bekannter Sänger eine Vereinbarung mit einer Schulleitung traf, wurden Hunderte Lehrerinnen und Lehrer aus verschiedenen Städten organisiert zu seinem Konzert ins Stadion von Odessa gebracht. Alles wurde von lokalen Behörden aus Steuergeldern finanziert. Viele Lehrerinnen aus Dörfern und Kleinstädten wurden zu begeisterten Fans. Lehrkräfte gehören in der Ukraine zu den gesellschaftlichen Gruppen, die sich am leichtesten lenken lassen und kaum in der Lage sind, für ihre eigenen Rechte einzutreten. Der erwähnte Sänger – eine bekannte Persönlichkeit – tat zu Beginn des Krieges das für sich Richtige: Er verließ das Land und lebt heute in Bayern. Deshalb sollte es niemanden wundern, dass auch viele Ukrainer Deutschland als neue Heimat gewählt haben.

Zu sagen, dass Panik ausbrach, wäre untertrieben

Wenn ich nach der Arbeit im Zug nach Hause sitze und meine Kopfhörer abnehme, höre ich oft meine Muttersprache Russisch. Es gibt sehr viele Ukrainer in Deutschland. Hier existieren keine Verbote der Muttersprache, und jeder spricht, wie er möchte. Kürzlich gab eine Sprachbeauftragte der Ukraine zu, dass 71 Prozent der Ukrainer im Internet nach russischsprachigen Inhalten suchen. Gleichzeitig zeigt sich: Die große Mehrheit der Ukrainer in Deutschland möchte nicht in die Heimat zurückkehren – selbst wenn sie Putin verurteilen. Niemand will in einer Diktatur leben und erleben, dass Kinder statt Mathematik Hass lernen.

Es gibt viele Gründe, warum Ukrainer nach dem Krieg nicht zurückkehren wollen, und dieser ist nicht einmal der wichtigste. Entscheidend ist: Von Jahr zu Jahr werden mehr Menschen ihren Aufenthalt legalisieren und dauerhaft hierbleiben. In den ersten drei Kriegsjahren erhielten bereits mehr als 20.000 Ukrainer die deutsche Staatsbürgerschaft. Das betrifft vor allem jene, die schon früher nach Deutschland gekommen waren. Doch auch viele andere werden denselben Weg gehen. Man sollte sie daher als zukünftige deutsche Staatsbürger betrachten.

Bei seinem letzten Treffen mit Selenskyj erklärte Kanzler Merz, er wolle die Rückkehr der Ukrainer in ihre Heimat fördern. In ukrainischen Medien wurde daraus schnell die Schlagzeile: „Alle Männer werden zurückgeschickt und direkt den Wehrbehörden übergeben.“ Zu sagen, dass Panik ausbrach, wäre untertrieben. Viele begannen sofort, nach anderen Ländern zu suchen, in die sie weiterziehen könnten – Hauptsache nicht zurück. Besonders beliebt ist Spanien. Selbst meine Schwiegereltern denken darüber nach. Wahrscheinlich würden jedoch vor allem junge und arbeitsfähige Menschen gehen. Für ältere Menschen ist ein erneuter Neuanfang deutlich schwerer.

Deutsche Parteien erklären Ukrainern ihre Programme und Ziele kaum

Für viele Deutsche ist kaum vorstellbar, wie es ist, nicht zu wissen, wo und wie man morgen leben wird. Meine Kinder besuchen eine deutsche Schule, doch viele ukrainische Eltern zwingen ihre Kinder zusätzlich, dem ukrainischen Lehrplan zu folgen. Das ist eine enorme Belastung – für Kinder ebenso wie für Eltern. Trotzdem denken viele bereits über einen weiteren Umzug nach. Die Hauptgründe, Deutschland verlassen zu wollen, sind zwei: das Wetter und die Bürokratie. Gegen das Wetter kann man wenig tun – Meer und Sonne lassen sich nicht nach Berlin holen. Das zweite Problem jedoch wäre lösbar.

Viele Politiker werfen Ukrainern vor, sie würden nicht arbeiten und stattdessen vom Jobcenter leben. In der Realität ist es jedoch oft äußerst schwer, Arbeit zu finden. Ein Beispiel ist meine Frau: Bald wartet sie seit einem Jahr auf die Anerkennung ihres Diploms. Sich auf andere Stellen zu bewerben, ist ebenfalls schwierig. Für viele Berufe braucht man eine zusätzliche Ausbildung, doch das Jobcenter verweigert häufig die Zustimmung, weil das ukrainische Diplom formal bereits eine höhere Qualifikation bescheinigt. Davon betroffen sind besonders Ärzte, Lehrer und Ingenieure. Am einfachsten haben es oft Bauarbeiter. Für meine Familie hat sich die Lage inzwischen verbessert – wir sind nicht mehr auf Unterstützung angewiesen. Auch viele Nachbarn haben Arbeit gefunden. Doch für viele andere ließe sich das Problem leicht lösen, wenn Anerkennungsverfahren schneller und unbürokratischer ablaufen würden.

Ein weiteres wichtiges Thema ist die politische Kommunikation. Deutsche Parteien erklären Ukrainern ihre Programme und Ziele kaum. So wird etwa die AfD vielfach wie das personifizierte Böse wahrgenommen. Viele Ukrainer glauben, die Partei wolle sie nicht nur abschieben, sondern direkt an Putin ausliefern. Im vergangenen Jahr zeigte ich Bekannten zum Vergleich die Wahlprogramme von CDU/CSU und AfD. Viele waren überrascht – nicht nur darüber, wie verzerrt ihr bisheriges Bild war, sondern auch darüber, dass manche Positionen der CDU gegenüber Migranten sogar strenger wirkten. Ähnlich verhält es sich mit dem BSW. Von dieser Partei wissen viele Ukrainer entweder gar nichts oder halten sie für radikale Kommunisten, die auf Befehl Moskaus handeln. Ich erwähne diese Parteien bewusst, weil viele eingebürgerte Ukrainer künftig durchaus zu deren Wählerschaft gehören könnten.

Am Ende brauchen die meisten Ukrainer vor allem eines: praktische Hilfe bei Dokumenten, Anerkennungsverfahren und Jobsuche. Den Rest können sie selbst leisten – mit Arbeitseinsatz, Verantwortung und dem Wunsch, einen Beitrag zum Wohl ihres neuen Landes zu leisten.

Maksim Korsun

Maksim Korsun ist Ukrainer und wohnt jetzt in Brandenburg. Früher hat er in der Ukraine, Russland und Moldawien gewohnt. Als der Krieg in seiner Heimat begann, meldete er sich freiwillig für die Lebensmittelversorgung. Er kam 2024 nach Deutschland.
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28 Kommentare

    1. Sie wissen das sicherlich alles wesentlich besser, sprechen perfekt ukrainisch und russisch, haben jahelang in der Ukraine gelebt und verkehren tagtäglich mit Ukrainern hier in Deutschland zusammen und sind daher DER Experte® für all diese Fragen. Sie können bestimmt Wort für Wort Maksim Korsun widerlegen. Worauf warten SIe?

  1. „Für viele Deutsche ist kaum vorstellbar, wie es ist, nicht zu wissen, wo und wie man morgen leben wird.“
    Nun, es gehört inzwischen auch zum Alltag aller hier Lebenden, nicht zu wissen wie man morgen über die Runden kommen wird.

    „Meine Kinder besuchen eine deutsche Schule, doch viele ukrainische Eltern zwingen ihre Kinder zusätzlich, dem ukrainischen Lehrplan zu folgen.“
    Vermutlich liegt das aber am deutschen Lehrplan.

    „Die Hauptgründe, Deutschland verlassen zu wollen, sind zwei: das Wetter und die Bürokratie.“
    Diese Gründe treffen alle hier Lebenden.

    „Deutsche Parteien erklären Ukrainern ihre Programme und Ziele kaum.“
    Das liegt wiederum nicht an den Ukrainern. Diese Programme sind in ihrer Destruktivität von von kaum jemanden zu verstehen, nicht einmal von hier schon länger Lebenden.

    Interessant ist auch die Bemerkung des Autors zum BSW. Ich hege keinerlei Symphatie mit dieser politischen Struktur, aber der Vorwurf der Moskau-Hörigkeit träfe die meistem Ukrainer ebenso. Oder warum verweigern sie ihrer Heimat die Treue, wenn sie nicht vom Kiewer Regime „delegiert“ wurden? 😉

  2. Ja, so ist das nun auch hier in Deutschland – Propaganda aus allen Tröten, wenn man als vielleicht unbedarfter Ukrainer glaubt, in Deutschland herrsche eine ausgewogene Berichterstattung in den Medien und denkt, die AfD oder das BSW wären unwählbar, weil es die CDU/SPD/Grünen- ÖR-Medien so nun mal sagen 😉
    Gerade diese beiden Parteien – BSW und AfD – hätten den Krieg gegen die Ukraine und gegen Russland schon längst beendet und das Sterben würde aufhören.
    Dass wir jetzt einen Lobbyisten von Blackrock als Kanzler haben, sollte die hier lebenden Ukrainer tatsächlich beunruhigen, denn es beunruhigt sogar die Deutschen, die hier leben von Tag zu Tag mehr.
    Die deutsche Politik – egal ob Außen- oder Innenpolitik richtet sich stramm und gehorsam nach den Interessen von US-Oligarchen und hat schon lange nichts mehr mit dem Amtseid der sogenannten „Volksvertreter“ zu tun. Das hörte mit der Abwahl von Gerhard Schröder 2005 auf.
    In Deutschland sitzen seit 2006 US-Marionetten in den höchsten Ämtern, in der Ukraine seit 2014.

    1. @ hermes335

      „In Deutschland sitzen seit 2006 US-Marionetten in den höchsten Ämtern, in der Ukraine seit 2014.“

      Seit 2006? Ihnen ist schon klar, wer den Auftrag erteilte, den Parlamentarischen Rat einzuberufen (Frankfurter Dokumente).

    2. Wahre Worte.
      Ich spreche bewusst nicht von Ukrainischen Flüchtlingen da es für mich keine Ukrainer gibt. Es sind Russen die Ethniesch verschieden sind. Ich verabscheue nur die Banderabewegungung die Nationalistischen Faschisten die mit deutscher Politik unterstützt werden. Ich kenne die ehemalige Sowjetunion und damit auch die Ukraine da ich an verschieden Teilen der Drushba Trassen in den 1970 und 1980 Jahren gearbeitet habe. Insgesamt fast 8 Jahre.
      Ich wünsche das es endlich Frieden gibt und sich die Russen wieder in den Arm nehmen.

  3. > Letzte Woche zwang eine Lehrerin in Winnyzja einen Schüler, zehnmal an die Tafel zu schreiben: „Ich spreche kein Russisch.“ Das war die Strafe dafür, dass das Kind zu Hause Russisch spricht – in einem Land, dessen Staatspolitik zunehmend darauf ausgerichtet ist, alles Russische zu verbieten und aus dem öffentlichen Leben zu verdrängen. Ich möchte diese Lehrerin nicht vorschnell aus nationalem Hass verurteilen.

    Das wäre weder vorschnell noch aus nationalem Hass. Die SprachGesetze sind völkerrechtswidrig und die die mitmachen beteiligen sich daran. Und sie ist scheinbar noch mit Eifer dabei. Die SprachGesetze sind ein Grund warum die Ukraine nicht in die EU aufgenommen werden kann, es widerspricht den Grundlagen der EU. Da fragt man sich warum gerade unsere EU Politiker das anscheinend nicht wissen.

    Wären die Ukrainer etwas selbstkritischer hätten wir denke ich die heutigen Probleme nicht. Man beklagt sich über Putins Einmarsch, aber wo waren die Ukrainer als man 8 Jahre das eigene Volk bombardiert hat? Dafür hab ich kein Verständnis. „ein Opfer des Systems“ – es wird zu gern die Opferrolle eingenommen.

    > Viele Politiker werfen Ukrainern vor, sie würden nicht arbeiten und stattdessen vom Jobcenter leben.

    Wie immer gibts solche und solche. Leider ist man zu inkonsequent von Seiten der Politik und Bürokratie die faulen Kartoffeln auszusortieren. So werden am Ende alle über einen Kamm geschert.

    Man kann aber ruhig dazusagen das auch viele Bürger das genauso sehen. Und teilweise haben sie damit auch Recht. Ich denke da spielt auch mit rein das man den Ukrainern ohne Grund Sonderrechte zugestanden hat, die man anderen Flüchtlingen nicht zugesteht. Das war nicht „Menschenfreundlichkeit“, es ging gegen Russland, da gehts um politische Ziele einer politischen „Elite“.

    > Deutsche Parteien erklären Ukrainern ihre Programme und Ziele kaum

    Das Problem ist eher das man auf das hört was die Qualitätsmedien über Parteien verbreiten.
    Ich kann mich noch gut daran erinenrn wie Landauf landab verbreitet wurde, liebe Bürger wählt ja nicht die AfD, dann gehts euch sozial schlechter !1!! (lieber CDU und SPD). Das betrifft auch den Umgang mit Flüchtlingen. Von der Potsdam Verschwörung ist mittlerweile nichts mehr übrig, hat damals im Wahlkampf aber seinen Zweck erfüllt.

    Unterm Strich, vom Author würde ich mir etwas mehr (Selbst?) Kritik wünschen.

    1. @Patient 0
      (1) Selbstkritik und Selbstwertgefühl sind Antagonisten. Die meisten Menschen wollen sich nicht selbst kritisieren, denn damit sind keine schönen Emotionen verbunden. Selbsterkenntnis ist zwar der erste Schritt zur Weisheit, aber davon sind die meisten Menschen ganz weit entfernt. Nur sehr weise Menschen erkennen und kritisieren sich daher selbst. Deshalb werden die Bürger auch nicht von weisen Menschen regiert (Ausnahmen bestätigen hin und wieder die Regel), sondern von Narzissten mit einem massiv übersteigerten Selbstwertgefühl. Typische Vertreter dieser Kategorie sind Donald Trump und sein „Regierungsberater“ Elon Musk.

      An diesem übersteigerten Selbstwertgefühl mangelt es dem aktuellen deutschen Regierungschef noch etwas. Das ist eher der typische Untertan. Er macht vor Donald Trump einen Diener und tritt die Mehrheit der eigene Bevölkerung mit Füßen. Bekanntlich arbeiten die deutschen Arbeitnehmer nicht lange genug, sie machen zu oft krank, sie arbeiten nicht schnell und nicht hart genug und sie arbeiten nicht bis 70.

      (2) Was die AfD angeht, dann würde ich der AfD in dem einen oder anderen Punkt durchaus zustimmen. Aber was das „Soziale“ angeht, dann ist die AfD sicherlich keine soziale Partei im Sinne des Grundgesetzes von 1949. Das ist eine neoliberale und asoziale Partei. Diese „alternative“ Partei hat – wie allen anderen neoliberalen Parteien auch – keinerlei Probleme damit, dass Hyperreiche wie Dieter Schwarz, Elon Musk, Jeff Bezos usw. mit einem Milliardenvermögen immer reicher und noch reicher werden. Gleichzeitig schießt die „Alternative“ für Deutschland immer quer, wenn der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland um ein paar lausige Cent pro Stunde erhöht werden soll. Außerdem hat die AfD die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns 2015, obwohl die Mehrheit der deutschen Bürger dafür war, kategorisch abgelehnt.

      Wenn es darum geht, Geringverdiener gegen Arbeitslose und Bürgergeldempfänger aufzuhetzen, dann sind die Politiker, Wähler und Sympathisanten der AfD immer mit dabei und zwar an vorderster Front.

      Schon wieder vergessen? Gegründet wurde die AfD einmal von neoliberalen Wirtschaftsprofessoren, denen die Wirtschafts- und Sozialpolitik von FDP und CDU/CSU zu „sozial“ war. Ein Sympathisant und Unterstützer der AfD, der 2015 verstorbene Wirtschaftsprofessor und Gesundheitsökonom Dr. Oberender von der Universität Bayreuth, hat seinerzeit sogar vorgeschlagen, dass Arbeitslose, wenn sie kein Geld hätten, doch eine Niere an der Börse verkaufen sollten. Das wurde aber weder von der AfD selbst noch von den neoliberalen und asozialen Mainstream-Medien an die große Glocke gehängt. Wenn es um das „Soziale“ geht, dann ist die AfD KEINE SOZIALE Partei, sondern eine SOZIALDARWINISTISCHE Partei.

      1. Zum Thema Selbstkritik, das mag richtig sein. Mir gings aber gar nicht so tiefgründig, sondern um die Ebene was pack ich in einen Artikel rein. Ich hab auch schon von ukrainischen Authoren erheblich selbstkritischere Artikel, bezogen auf die Ukraine nicht auf den Author selbst, gelesen zb bei den Nachdenkseiten. Das wollte ich damit sagen.

        > Schon wieder vergessen? Gegründet wurde die AfD einmal von neoliberalen Wirtschaftsprofessoren

        Nein natürlich nicht. Es ist richtig das die AfD eher eine wirtschaftlich liberal konservative Partei ist. Was aber nichts darüber aussagt ob deren Politik gut oder schlecht fürs Land ist. Die die sozial ganz oben auf ihre Fahnen schreiben und dann eine um 180 Grad andere Politik machen, hilft keinem.

        Die „Wirtschaftsprofessoren“ sehe ich demzufolge nicht als Nachteil sondern als Vorteil. Was der Wirtschaft hilft hilt auch dem Land. Die aktuellen Parteien haben das Land gegen den Baum gefahren. Die Wirtschaftsleistung sinkt, im Gegensatz zu allen anderen Ländern, und die Firmen verlassen fluchtartig das Land. Das geht nicht lange gut. Da sind wir uns doch hoffentlich einig?

        > AfD KEINE SOZIALE Partei, sondern eine SOZIALDARWINISTISCHE Partei.

        Das ist Polemik, und unter deinem Niveau. 😉 Du berufst dich da auf Hetz Aussagen des Mainstream statt da zu schauen wo echte Politik gemacht wird. Derzeit leider nur auf kommunaler Ebene. Die schlechte Politik wird derzeit von den Blockparteien gemacht. Die AfD ist nirgendwo ! in den Regierungen, trotzdem wird ihr alles schlechte angedichtet, um die Fehler der regierenden Parteien zu übertünchen. Da bist du leider drauf reingefallen.

        Natürlich wird bei keiner Partei alles gut, da bin ich auch keineswegs blau 😉 äugig, um das auch noch zu sagen.

    2. „ch denke da spielt auch mit rein das man den Ukrainern ohne Grund Sonderrechte zugestanden hat, die man anderen Flüchtlingen nicht zugesteht. Das war nicht „Menschenfreundlichkeit“, es ging gegen Russland, da gehts um politische Ziele einer politischen „Elite“.“

      Die Sonderrechte der Ukrainer im Vergleich zu anderen Neuankömmlingen sind, abgesehen von den Syrern, schon verständlich. Schließlich führen die Ukrainer als Stellvertreter unseren Krieg gegen Russland. Allerdings denke ich, dass man meinte, die ukrainischen Zivilisten nur 1-2 Jahre hier parken und dann, nach der russischen Niederlage, wieder nach Hause schicken zu können. Hat aber nicht geklappt mit dem Russland ruinieren.

  4. Zitat: „Viele waren überrascht – nicht nur darüber, wie verzerrt ihr bisheriges Bild war, sondern auch darüber, dass manche Positionen der CDU gegenüber Migranten sogar strenger wirkten. Ähnlich verhält es sich mit dem BSW. Von dieser Partei wissen viele Ukrainer entweder gar nichts oder halten sie für radikale Kommunisten, die auf Befehl Moskaus handeln.“

    Daran zeigt sich deutlich, dass es Propaganda (Volksverdummung, versuchte Manipulation, Indokrination, Gehirnwäsche oder wie immer man das nennen will) nicht nur im Osten, Süden und Norden des Planeten, sondern auch in diesen sogenannten wertewestlichen und angeblich „liberalen“ bzw. „freiheitlichen Demokratien“ gibt. Propaganda gibt es nicht nur in autoritären Diktaturen.

    Die „Journalisten“ (m/w/d/x/y/z) von ARD, ZDF, RTL, FAZ, SZ, Spiegel, Welt, Bild(zeitung), der Pressesprecher der Regierung, die PR-Abteilung der NATO usw. würden diese Kritik entweder ganz weit von sich weisen oder sie würden damit argumentieren, dass sie selbstverständlich „gute“ Propaganda machen.

    Propaganda ist Propaganda und bleibt Propaganda. Es gibt keine „gute“ und keine „böse“ Propaganda. Das Gegenteil von Propaganda ist nämlich objektive und neutrale Aufklärung. Das aber wollen Journalisten, Wissenschaftler und Politiker, die Propaganda machen, gerade nicht. Wer Propaganda macht, der will keine aufgeklärten mündigen Bürgerinnen und Bürger, die selbst entscheiden, was richtig und was falsch ist. Wer Propaganda macht, der will, dass die Bürger glauben, dass diese Politik gut für sie wäre, obwohl sie sich damit selbst schaden. Nur Masochisten finden es geil, wenn sie sich selbst mit einem Hammer auf die eigenen Finger hauen und der Schmerz nachlässt.

    Diese Propaganda und Gehirnwäsche fängt schon beim einfachen Wording an, wenn man in Deutschland, Italien, USA usw. Multimilliardäre als „Superreiche“ bezeichnet und in Russland als „Oligarchen“. Man kann aber auch gezielt Lügen verbreiten wie bei der „Brutkastenlüge“ 1990, um der eigenen Bevölkerung den militärischen Angriff auf einen anderen Staat schmackhaft zu machen. Selbst dann, wenn sich Jahre später nach dem Krieg herausstellen sollte, dass es eine gezielte Lüge war, dann interessiert das keinen mehr und es macht keinen toten Soldaten und toten Zivilisten wieder lebendig.

    1. Sehr guter Beitrag! Die Probleme des Westens an dem Wiedererstarken der Propaganda zu messen halte ich für einen guten Ansatz. Hinzufügen möchte ich noch das es auch ein Wiedererstarken der Zensur gibt. Auch das ist ein gutes Kriterium. Das schlimmste daran ist das es inzwischen einen großen Teil der Bevölkerung gibt deren politisches Interesse so weit gesunken ist, das diese eindeutige Zensur der Digital Acts der EU nicht mal mehr als Zensur wahrgenommen wird.

  5. Jeder Ukrainer der hierzulande auf einer Demo für den „Gerechten Krieg gg Russland“ oder irgend einer anderen Pro-Westlichen Schweinerei wie zb. den Pro-Shah-Demos stand, hat sein Gastrecht verwirkt, unmittelbar !!

    1. Das sehe ich genauso. In Stuttgart sind während des Ostermarsch nicht wenige Ukrainer bei einer Demo gegen den Ostermarsch am Wegrand gestanden und haben uns als nützliche Idioten Russlands bezeichnet und Waffen für die Ukraine gefordert.

      Bleibt die Frage warum sie, wenn sie für Waffen und damit für den Krieg sind hier leben und ihr Land nicht zuhause verteidigen.

      Kriegshetzer brauchen wir nicht und im Prinzip sind es entweder im Westen Polen oder im Osten Menschen die der russischen Ethnie angehören. Man könnte sich durchaus überlegen diese Leute in die Ukraine zurückzuführen.
      Mit denen die in Stuttgart Kriegshetze betrieben könnte man schon einmal anfangen indem die Polizei die Personalien aufnimmt und sie an die Ausländerbehörden weitergibt.

  6. Zweifellos macht Deutschland es arbeitswilligen Ausländern extrem schwer, hier Beschäftigung zu finden, während es den roten Teppich ausrollt für alle, die auf Staatskosten in ihrer Parallelgesellschaft leben wollen.

    Mein Eindruck ist allerdings nicht, dass deshalb zahllose Ukrainer bei uns verzweifelt darauf warten, sich endlich am Arbeitsmarkt beteiligen zu dürfen, sondern dass die Arbeitswilligen in andere Länder gehen und dafür die Sozialfälle bei uns landen – durchaus mit großen Autos und ohne erkennbare Not.

    Meine Kritik richtet sich hier nicht gegen Ukrainer (oder auch andere Gruppen). Sie wären ja dumm, wenn sie es anders machen würden. Das Problem liegt bei unseren Politikern und denen, die sie wählen.

    1. „Mein Eindruck ist allerdings nicht, dass deshalb zahllose Ukrainer bei uns verzweifelt darauf warten, sich endlich am Arbeitsmarkt beteiligen zu dürfen,“

      Die offizielle Beschäftigungsquote liegt bei 35% (Frauen) und 39% (Männer). der ganze Rest von den 1,3 Mill. kassiert ab.

      1. Das Problem fängt damit an, dass andere Bürgergeldempfänger bei der Weigerung aktiv bei der Suche nach Arbeit mitzuwirken Sanktioniert werden und zwar bis hin zum Entzug der Leistungen, die Ukrainer aber scheinbar nicht.
        Ich bin der Meinung das man die Ukrainer nicht anders behandeln sollte wie andere Kriegsflüchtlinge und aus dem Bürgergeld / der Grundsicherung herausnehmen sollte.
        Ein Bürgermeister im Schwarzwald hat berichtet das er Wohnraum für die Ukrainer zur Verfügung stellen muss und die Nachbarn berichten das diese Ukrainer nie da sind.
        Jetzt zur Ordodoxen Weihnachten und Ostern sind viele wieder in Ukraine um dort Ostern zu feiern. Wenn sie doch Kriegsflüchtlinge sind und wegen der Kriegsfolgen geflohen sind, wie passt das zusammen mit der Rückreise in die Ukraine während der Feiertage?
        Die Busse in die Ukraine waren während der Feiertag ausgebucht und das gleiche nach dem Ende der Feiertage.

        Es ist richtig, es sind nicht die Ukrainer, es ist dieser Staat der dies ermöglicht. Es würde schon genügen, wenn man öfters anlasslose Besuche bei den Leuten unternehmen würde, um zu testen ob da überhaupt wer wohnt und bei mehrfachem nicht antreffen die Nachbarn fragen würde, wann die das letztemal jemanden gesehen haben, von denen die hier wohnen sollen.

  7. Es ist doch einleuchtend. Welche Ukrainerin oder Ukrainer will denn zurück in ein Land, das ihr oder ihm nichts zu bieten hat? Zurück will man, wenn man dafür einen guten Grund hat. Also Ehepartner, Kinder, Eltern oder eben die Einbettung in seine Heimat zu stark vermisst, zudem spielen Karrieregünden eine erhebliche Rolle. Das ist nicht neu und gilt für alle, die ihrer Heimat den Rücken gekehrt haben und natürlich spielt dabei der versorgende deutsche Sozialstaat eine erhebliche Rolle. Dabei ist es aber nicht das Jobcenter, das den Lebensunterhalt bezahlt, sondern die arbeitende deutsche Bevölkerung und davon vor allem die verpflichtet Einzahlenden.
    Nimmt man dabei die Ukrainer in den Fokus, so ist diese Personengruppe durchaus interessanten als jene, die eher dauerhaft staatliche Versorgung, statt eines selbständigen Erwerbsleben suchen. Man sollte sie nur nicht daran gewöhnen auf Kosten der Eingeborenen zu leben. Wie das geht, sieht man in Polen.
    Die oft seltsamen Vorstellungen von neu Eingewanderten dürfen sich nicht erst verfestigen. Sie müssen fühzeitig wissen, das Arbeit und gesellschaftlicher Beitrag für alle hier Lebenden gilt. Nur das ist Solidarität, denn die beruht auf Gegenseitigkeit! Man kann auch nicht erwarten mit einer nicht vergleichbaren Qualifikation die gleiche Stellung wie in seiner Heimat einnehmen zu können. Auch ein anerkanntes Diplom befähigt nicht dazu als Lehrer für russisch oder ukrainisch eingestellt zu werden. An welchen Schulen soll das denn gelehrt werden, wor allem, wenn man der landesüblichen deutschen Sprache nicht wirklich mächtig ist. Natürlich kann man sich qualifizieren, aber dafür kann man sich nicht auf alten, nun nicht mehr ausreichender Leistung ausruhen. Deutschland ist kein Schlaraffenland! Alles was man hier vorfindet wurde von mehreren Generationen der deutschen Bevölkerung erarbeitet, erkämpft und geschaffen. Wer ein Teil dieser Bevölkerung werden will, muss sich dem leistungskonform anpassen. Mit Müßiggang ist es nicht getan und derartiges wird auch zunehmend von jenen die für alles arbeiten und zahlen nicht länger toleriert. Kostgänger fremder Herkunft hat Deutschland schon mehr als genüge und zugleich die Pflicht für die eigenen, unverschuldet auf Solidarität Angewiesenen zu versorgen. Gerade letzteren werden aber nunmehr zusätzliche Restiktionen auferlegt, um vermeintliche Gleichheit zu gewähren. Das aber erzeugt gesellschaftliche Spannungen, die durchaus das Potential haben staatliches Handeln als Ungerechtigkeit zu empfinden und dem eigenen Staat den Rücken zu kehren.

  8. Wenn Du zu einem Ukrainer sagt, dass Du verstehst, dass er nicht in sein Land zurückkehren will, weil es ein Shithole Country ist, dann will er Dir die Gurgel durchschneiden. Finde ich sehr widersprüchlich.

    1. @Torwächter
      Wieviele terroristische Schläfer unter den Ukrainern sind falls die Zahlungen an das Selenskij-Regime ausfallen werden wir erst bemerken wenn sie hier weitere Pipelines o. ä. sprengen oder Schlimmeres veranstalten

  9. „Davon betroffen sind besonders Ärzte, Lehrer und Ingenieure.“ Und das ist auch nicht so ganz falsch. Leider musste ich insbesondere mit Ärzten aus der Ukraine die Erfahrung machen das deren Ausbildung nicht vergleichbar ist mit der deutschen Ärzteausbildung. Wir haben im Gesundheitssystem bereits wirklich große Qualitätsprobleme, das kann und darf wegen der Anerkennung nicht gleichwertiger Ausbildungen nicht noch schlechter werden.
    Lehrer die keine deutschen Muttersprachler sind halte ich ebenfalls für problematisch. Man kann die deutsche Sprache sicherlich in 1-2 Jahren bis hin zu Alltagstauglichkeit lernen, aber doch nicht um mit dem gebrochenen Deutsch Lehrer zu sein. Es gibt wirklich genug Jobs in der Nachhilfe, aber die sind eben weniger gut bezahlt. Wenn es um Kriegsflucht und nicht um wirtschaftliche Verbesserung geht, dann ist dach so ein Nachhilfejob gut, oder?
    Bei Ingenieuren muss man das sicher nach Fach diffenzieren, da kann ich mir eine Anerkennung durchaus vorstellen. Auch als Ingenieur gute Sprachkenntnisse einfach nötig sind.

  10. Wenn Du zu einem Ukrainer sagt, dass Du verstehst, dass er nicht in sein Land zurückkehren will, weil es ein S… C… ist, dann will er Dir die Gurgel durchschneiden. Finde ich sehr widersprüchlich.

  11. Werden denn in Deutschland keine Arbeitskräfte mehr gebraucht etwa weil die Wirtschaft den Bach runter geht!? Und wenn dem so sei wer schafft dann die Wirtschaftserneuerung!? Und wenn die Ukraine tatsächlich mit Gewalt in die EU aufgenommen werden sollte gilt dann Schengen und die innereuropäische Bewegungsfreiheit nicht für Ukrainer? Oder nur für Deutsche die auf Mallorca leben wollen!?

  12. Wenn gesunde Staaten, eine gesunde Politik verfolgen, benötigt dieser Staat keine Willkommenskultur!
    Aber gesunde Staaten sind im Westen kaum aufzufinden.
    Dann ist der „Staat“ per se ein ungesunder Staat und besitzt Probleme, die ihren Liberalismus so umsetzen können, wie einst in ihrem Imperium.

  13. An den Autor :

    Sie schreiben :
    „Bei seinem letzten Treffen mit Selenskyj erklärte Kanzler Merz, er wolle die Rückkehr der Ukrainer in ihre Heimat fördern.“

    Sie können versichert sein : Auch Biodeutsche leiden unter der Anti-Sensibilität des deutschen Kanzlers; unsereins möchte ihm zubrüllen : „Sei doch einfach still ! Du hast mit deinem unreflektierten Gerede schon genug Schaden angerichtet !“

    Wenn ich an die Ukraine denke, dann denke ich vorrangig an die 6-7 Millionen ukrainischen Opfer des deutschen Vernichtungskrieges.

    Für mich ergibt sich aus dem letztgenannten Faktum eine große historische Verantwortung der Deutschen gegenüber dem ukrainischen Volk.

    Ich bin Kriegsdienstverweigerer, und so empfinde ich Sympathie und Mitgefühl besonders für die geflohenen / untergetauchten / desertierten ukrainischen Männer.

    Wegen dieser Empfindungen möchte ich gerne eine Online-Petition mit folgendem Inhalt starten
    ( es würde mich sehr freuen, wenn Sie – und/oder andere Foristen – mir mitteilen würden, was Sie von so einer Petition halten ) :

    „An die Bundesregierung :
    Sehr geehrte Damen und Herren,
    Sie pumpen Geld und Waffen in die Ukraine, also in ein Land, dessen Regierung größte Probleme hat humanistische Basics zu verwirklichen; ich denke, das letztgenannte Phänomen verpflichtet Deutschland für die genannten „Gefälligkeiten“ zumindest eine humane Gegenleistung der ukrainischen Regierung einzufordern, und zwar das Recht auf Kriegsdienstverweigerung für ALLE Ukrainer.
    Ich bin – wie sicherlich viele Männer in Ihrer Regierungskoalition – Kriegsdienstverweigerer,  und es würde mir auch heute nicht im Traum einfallen, mein Leben, und erst recht nicht  das meiner Angehörigen, für die BRD zu opfern, und das, obwohl mein Lebensstandard weit über dem des Durchschnittsukrainers liegen dürfte.
    Die Ukraine war schon vor dem Krieg alles Andere als ein Schlaraffenland : Der Durchschnittslohn lag bei ca. 500,- EUR monatlich, das Gesundheitssystem war schon dato eine Katastrophe, und auf dem HDI-Index lag die Ukraine 2019 auf Platz 74, vier Plätze hinter dem Iran !
    Ob ein „Vaterland“ das die Mehrheit seiner Bevölkerung dermaßen stiefväterlich behandelt, das Opfer des eigenen Lebens oder das der eigenen Angehörigen verdient, sollte jeder Ukrainer für sich selbst entscheiden dürfen, deshalb :
    Fordern Sie die ukrainische Regierung auf, jedem Ukrainer das Recht auf Kriegsdienstverweigerung zuzugestehen !“

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