Warum Rügen ein LNG-Terminal ausbaden soll

LNG, Sassnitz, Mukran
A.Savin, FAL, via Wikimedia Commons

Das LNG-Terminal in Mukran war eine Krisenlösung – heute fehlt die politische Begründung. Warum Rügen ein Projekt tragen soll, dessen Nutzen fraglich und dessen Risiken real sind.

Die Debatte um das LNG-Terminal im Hafen von Mukran bei Sassnitz leidet an einem fundamentalen Mangel: Sie wird fast ausschließlich technisch, juristisch und administrativ geführt, aber nicht mehr politisch im eigentlichen Sinn. Denn Politik beginnt dort, wo Nutzen, Risiken und Alternativen ehrlich gegeneinander abgewogen werden. Genau das findet im Fall Rügen seit Monaten nicht mehr statt. Stattdessen wird ein Projekt aus der akuten Krisenphase heraus in die Normalität überführt, ohne dass jemand noch schlüssig erklären kann, warum es heute, im Jahr 2026, überhaupt noch gebraucht wird.

Als das LNG-Terminal beschlossen wurde, herrschte Alarmstimmung. Der Wegfall russischer Gaslieferungen, drohende Mangellagen, explodierende Preise, all das bildete den Hintergrund, vor dem Ausnahmeregelungen, verkürzte Verfahren und politischer Druck legitimiert wurden. Doch Ausnahmezustände dürfen kein Dauerzustand werden. Die energiepolitische Realität hat sich seitdem massiv verändert: Der Gasverbrauch ist gesunken, Speicher sind gut gefüllt, zusätzliche Importkapazitäten wurden geschaffen, alternative Lieferwege etabliert. Deutschland ist heute nicht mehr in der Lage von 2022. Wer dennoch so tut, als sei Mukran weiterhin unverzichtbar, verwechselt politische Trägheit mit Notwendigkeit.

Beteiligung ohne Beteiligung

Gerade deshalb rückt der Standort Rügen ins Zentrum der Kritik. Rügen ist keine austauschbare Fläche auf der Landkarte, sondern eine Insel mit hochsensibler Küstenökologie, einer auf Natur und Tourismus angewiesenen Wirtschaft und begrenzten Möglichkeiten, industrielle Risiken auszugleichen. Was auf dem Papier als „schwimmende Übergangslösung“ erscheint, bedeutet vor Ort eine dauerhafte Industrialisierung eines maritimen Raums, der dafür weder vorgesehen noch geeignet ist.

Besonders problematisch ist dabei, dass das Terminal faktisch anders betrieben wird, als es ursprünglich kommuniziert und genehmigt wurde. Die landseitige Stromversorgung, die als emissionsärmere Lösung angekündigt war, existiert bis heute nicht in der Form, die den Betrieb tatsächlich trägt. Stattdessen läuft die Regasifizierung über schiffseigene Verbrennungsmotoren. Das ist kein technisches Detail, sondern der Kern der Auseinandersetzung. Denn damit steigen Emissionen, Lärmbelastung und Umweltwirkungen und damit verschiebt sich das Projekt substanziell. Wenn ein Vorhaben aber anders betrieben wird als zugesagt, verliert es seine politische Legitimation. Dann geht es nicht mehr um Optimierung, sondern um einen neuen Sachverhalt.

Hier offenbart sich ein strukturelles Problem: Der Betrieb läuft weiter, während Genehmigungen angepasst, Fristen verlängert und Verfahren nachgezogen werden. Für die Betroffenen fühlt sich das nicht nach Rechtsstaat an, sondern nach Verwaltung im Vollzug eines bereits beschlossenen Willens. Öffentlichkeitsbeteiligung findet zwar formal statt, wird aber so organisiert, dass sie möglichst wenig Einfluss entfaltet. Tausende Seiten Unterlagen, kurze Einspruchsfristen, Akteneinsicht nur vor Ort, all das mag juristisch zulässig sein, politisch ist es ein Offenbarungseid. Beteiligung, die Menschen faktisch ausschließt, ist keine Beteiligung, sondern Absicherung.

Kumulierte Risiken

Doch selbst wenn man all diese Punkte ausblendet, bleibt die zentrale Frage unbeantwortet: Welchen konkreten Nutzen hat dieses LNG-Terminal heute noch? Die Auslastung ist gering, Überkapazitäten sind längst kein Geheimnis mehr, und energiepolitisch wird selbst auf Bundesebene offen über eine Neubewertung der LNG-Infrastruktur diskutiert. Mukran erscheint dabei zunehmend wie ein Projekt, das nicht mehr wegen seiner Funktion existiert, sondern weil sein Stopp politisch als Gesichtsverlust gilt. Doch genau hier liegt der Denkfehler. In einer lernfähigen Demokratie ist Korrektur kein Scheitern, sondern Stärke.

Parallel zur LNG-Debatte erlebt Rügen eine Situation, die die Sicherheitsfrage mit brutaler Klarheit vor Augen führt: Vor der Küste liegt seit Monaten der havarierte Öltanker Eventin. Er ist kein LNG-Schiff, aber er ist ein Menetekel. Er zeigt, wie schnell technische Probleme, geopolitische Verstrickungen und rechtliche Grauzonen zu einer realen Bedrohung für Meer und Küste werden können. Ein solcher Tanker ist kein abstraktes Szenario aus Gutachten, sondern ein sichtbares Risiko, Tag für Tag, direkt vor der Haustür.

Gerade auf einer Insel verschiebt sich dadurch die Wahrnehmung von Gefahr. Risiken werden nicht addiert, sie kumulieren. LNG-Terminal, intensiver Schiffsverkehr, sensible Ökosysteme, gleichzeitig ein havariertes Tankschiff, das alles bildet ein Geflecht, das im Ernstfall kaum kontrollierbar wäre. Niemand behauptet seriös, eine Katastrophe sei zwangsläufig. Aber Politik darf sich nicht darauf beschränken, dass „es schon gut gehen wird“. Vorsorge bedeutet, Risiken zu minimieren, nicht sie zu verwalten.

Testfall Rügen

Hinzu kommt die ökologische Dimension, die politisch gern relativiert wird. LNG wird als Brückentechnologie verkauft, als pragmatischer Zwischenschritt. Doch diese Erzählung hält einer ganzheitlichen Betrachtung kaum stand. Fracking bei der Förderung, energieintensive Verflüssigung, interkontinentaler Transport, Methanverluste entlang der gesamten Kette und schließlich die energiehungrige Regasifizierung, all das ergibt keinen klimafreundlichen Übergang, sondern eine neue fossile Abhängigkeit. Dass diese Abhängigkeit ausgerechnet auf Rügen verankert werden soll, wirkt wie eine Verschiebung politischer Widersprüche an den Rand der Republik.

Was die Situation weiter zuspitzt, ist der Umgang mit Kritik. Bürgerinitiativen wie „Lebenswertes Rügen“ werden nicht ernsthaft widerlegt, sondern verwaltet. Ihre Argumente werden als emotional abgetan, obwohl sie im Kern nüchtern sind: Nutzen fraglich, Risiken real, Verfahren problematisch. Das ist keine Fundamentalopposition, das ist demokratische Normalität. Wer diese Stimmen ignoriert, beschädigt nicht nur ein Projekt, sondern das Vertrauen in politische Prozesse insgesamt.

Rügen wird damit zum Testfall. Nicht nur für Energiepolitik, sondern für die Frage, wie viel Mitsprache Regionen noch haben, wenn nationale Interessen beschworen werden. Wenn eine Insel gezwungen wird, ein Projekt zu tragen, dessen ursprüngliche Begründung entfallen ist, dann entsteht ein gefährlicher Präzedenzfall. Er signalisiert: Einmal beschlossen, immer gültig, egal, wie sich die Lage ändert. Das ist das Gegenteil von verantwortungsvollem Regieren.

Ausnahmezustand auf Dauer

Deshalb muss die Debatte neu geführt werden, nicht als ideologischer Schlagabtausch, sondern als ehrliche Bilanz. Brauchen wir dieses LNG-Terminal noch? Gibt es heute noch eine Notwendigkeit, die Umweltbelastungen, Sicherheitsrisiken und demokratischen Defizite rechtfertigt? Oder handelt es sich um ein Projekt, das vor allem deshalb fortgeführt wird, weil niemand den Mut hat, es zu beenden?

Eine verantwortliche Politik müsste genau hier ansetzen: den tatsächlichen Bedarf offenlegen, den Betrieb transparent machen, Alternativen ernsthaft prüfen und wenn nötig, Konsequenzen ziehen. Rügen ist nicht gegen Versorgungssicherheit. Aber Rügen ist auch nicht verpflichtet, die Langzeitfolgen einer überholten Krisenentscheidung zu tragen.

Das LNG-Terminal in Mukran ist damit mehr als ein Energieprojekt. Es ist ein Symbol für eine Politik, die Entscheidungen aus dem Ausnahmezustand in die Dauer überführt, ohne sie neu zu legitimieren. Wer heute darauf beharrt, dieses Projekt sei alternativlos, verweigert sich der Realität. Wer es hinterfragt, erfüllt genau das, was Demokratie verlangt: den Mut zur Neubewertung, bevor aus Risiken Gewissheiten werden.

 

Quellen

Bundesverwaltungsgericht – Pressemitteilung zum LNG-Terminal „Deutsche Ostsee“:

https://www.bverwg.de/pm/2025/90

Urteil vom 03.12.2025 bestätigt: Für den Weiterbetrieb der schiffseigenen Verbrennungsmotoren am LNG-Terminal Mukran ist eine Änderungsgenehmigung mit Öffentlichkeitsbeteiligung erforderlich.

 

Deutsche Umwelthilfe – PM zur Kritik an dauerhaftem Betrieb ohne Landstrom: https://www.duh.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/deutsche-umwelthilfe-startet-rechtsverfahren-gegen-

DUH kritisiert, dass die Betreiberin dauerhaft ohne Landstrom/KWK fortfahren will, entgegen ursprünglicher Zusagen.

 

Deutsche Umwelthilfe – PM zur Stärkung von Immissionsschutzrecht & Beteiligungsrecht: https://www.duh.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/deutsche-umwelthilfe-zu-lng-terminal-in-mu

DUH begrüßt die BVerwG-Entscheidung und fordert Transparenz und vollständige Umweltinformationen.

 

Wikipedia – LNG-Terminal Mukran (Hintergrund & Kritik): https://de.wikipedia.org/wiki/LNG-Terminal_Mukran

Hintergrund zum Projekt, Genehmigung, Kritik von Umweltverbänden und Auswirkungen auf Schutzgebiete. Wikipedia

 

Wikipedia – Eventin (Schiff), havarierter Öltanker vor Rügen: https://de.wikipedia.org/wiki/Eventin_%28Schiff%29

Informationen über den havarierten Öltanker „Eventin“ und seine Situation vor Rügen/Sassnitz

 

stern.de – Havarierter Tanker „Eventin“ wird nach Sassnitz geschleppt:

https://www.stern.de/news/havarierter-tanker-vor-ruegen-wird-nach-sassnitz-geschleppt-35373094.html

Bericht über die Sicherung des Tankers mit rund 90.000 Tonnen Öl vor Rügens Küste.

Günther Burbach

Günther Burbach, Jahrgang 1963, ist Informatikkaufmann, Publizist und Buchautor. Nach einer eigenen Kolumne in einer Wochenzeitung arbeitete er in der Redaktion der Funke Mediengruppe. Er veröffentlichte vier Bücher mit Schwerpunkt auf Künstlicher Intelligenz sowie deutscher Innen- und Außenpolitik. In seinen Texten verbindet er technisches Verständnis mit gesellschaftspolitischem Blick – immer mit dem Ziel, Debatten anzustoßen und den Blick für das Wesentliche zu schärfen.
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83 Kommentare

  1. Bei den Leitungen für Northstream wurde nicht so gemeckert, jetzt liegt da die Pipeline-Infrastruktur und wird durch dieses LNG-Terminal auch genutzt.

    1. Pipelines und LNG-Terminals sind aber etwas völlig verschiedenes! Allein die „Regasifizierung“ geht mit erheblichen Umweltbelastungen einher.

          1. Kriegst du es nicht hin die drei Beispiele von mir selbst zu recherchieren?
            Wenn man das nicht kann wird man ziemlich anfällig für Propaganda.

            1. Kriegst du es nicht hin, die drei Beispiele selber zu nennen?

              Und nein, Ländernamen reichen nicht. Sonst sage ich „Venezuela, Belize und Mexiko“. Jetzt find raus, was ich damit gemeint haben könnte!
              Aber MIT Quellenangabe!

    2. Genau. Und dafür wurde eine ca. 35 km lange Ostsee-Anbindungsleitung zwischen Mukran und Lubmin durch sensible marine Ökosysteme im Greifswalder Bodden, die Teil des europäischen Schutzgebietssystems Natura 2000 sind, extra gebaut.
      Also: in Mukran befindet sich das LNG-Terminal und in Lubmin die Pipeline-Infrastruktur von Nordstream.

      1. Und drei mal darfst du raten wo die 4 North-Stream Röhren langgehen, komisch das damals nicht so gejammert wurde.

        Richtung Lubmin liegen dort auch Kabel für Offshore Wind, und dort wird das zukünftige Kabel nach Bornholm langgehen, weil dort die ehemalige Stromanbindung für das ehemalige AKW Lubmin liegt.

        1. @ Roola

          „… komisch das damals nicht so gejammert wurde.“

          Ja, das finde ich auch komisch. Noch komischer finde ich aber, dass diejenigen die Umwelt zerstören, die einst vorgaben, sie zu schützen. Und das nur, um Vermögen von unten nach oben zu verschieben.

      1. Wir sind mit 62% Füllstand in den Winter gegangen. Über 80 sind vorgeschrieben, 90 erstrebenswert. Und der Winter lässt sich bis jetzt recht kalt an…

  2. „Die Auslastung ist gering“

    Recherchieren scheint keine Stärke des Autor zu sein:

    https://www.ndr.de/nachrichten/info/lng-deutschland-importiert-so-viel-fluessiggas-wie-noch-nie,lng-148.html
    https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Mukran-Jede-Woche-kommt-ein-Tanker-mit-Fluessigerdgas-an,lng1066.html

    „Für das laufende Jahr sind am LNG-Terminal „Deutsche Ostsee“ in Mukran auf Rügen keine freien Regasifizierungs-Slots mehr verfügbar. Das hatte die Deutsche Regas bereits am 16. April mitgeteilt. „Das stimmt, wir haben bis Ende des Jahres alle Slots verkauft“, bestätigte der Sprecher jetzt.“

    https://www.energie-und-management.de/nachrichten/energieerzeugung/detail/lng-terminal-mukran-meldet-rekordeinspeisung-324194

    Ansonsten ist Mukran ein Industriehafen.

    1. Es wurde enteignet , und einer der Kritikpunkte war das Wenige diese Energieströme kontrollieren und Preise festlegen können. Nun haben Wir das gleiche mit einer Energieform die wesentlich schlimmer ist für die Umwelt , andere Eigentümer, die weniger mit dem Osten zu tun hatten, alles andere bleibt das gleiche ..
      Wenn die Russland Sanktionen irgendwann fallen , wäre das Teil glatt überflüssig ..

    2. @ Roola

      „Für das laufende Jahr sind am LNG-Terminal „Deutsche Ostsee“ in Mukran auf Rügen keine freien Regasifizierungs-Slots mehr verfügbar. Das hatte die Deutsche Regas bereits am 16. April mitgeteilt. „Das stimmt, wir haben bis Ende des Jahres alle Slots verkauft“, bestätigte der Sprecher jetzt.“

      Das ist aber nicht die ganze Wahrheit.
      Weiter im Text heißt es:

      „Allerdings bedeute das nicht automatisch, dass die gebuchten Kapazitäten für die LNG-Schiffe von den Erdgasunternehmen auch in Anspruch genommen würden. Die Schiffe seien weltweit unterwegs und verkauften das Erdgas dort, wo es am lukrativsten sei. Gleichwohl zahlten die Unternehmen für die Anlandekapazitäten nach dem Take-or-Pay-Prinzip. Finanziell lohnt sich das LNG-Terminal also für die Deutsche Regas.“

      1. „Den Daten zufolge ist das Rügener Terminal – wie schon im zweiten Quartal 2025 – seit Beginn der aktuellen Heizperiode Anfang Oktober das Terminal mit der größten Einspeisung (12,5 TWh). Das Terminal ist mit den gegenwärtig angebotenen Kapazitäten voll ausgelastet. Im dritten Quartal hatte die Vertiefung und Erweiterung des Hafens in Mukran auf Rügen zu Einschränkungen geführt. Entsprechend zufrieden zeigt sich der einzige private Betreiber bei den in Deutschland gebauten LNG-Terminals. „Mit der größten Einspeiseleistung der deutschen LNG-Terminals im zweiten und vierten Quartal 2025 werden wir unserer Verantwortung für die Versorgungssicherheit gerecht“, machte Ingo Wagner, Geschäftsführender Gesellschafter Deutsche Regas, deutlich.“

        https://www.nordkurier.de/regional/ruegen/eiseskaelte-frisst-gasspeicher-leer-jetzt-hilft-dieses-lng-terminal-an-der-ostsee-4256435

        Dort liegen halt Pipelines zu den Abnehmern des Erdgases.

        1. @ Roola

          „Dort liegen halt Pipelines zu den Abnehmern des Erdgases.“

          Was ist das für ein Argument? Woanders werden funktionierende Kraftwerke gesprengt und Sie kommen hier mit Pragmatismus.

  3. Die Probleme und der Umgang mit ihnen sind immer gleich. Stuttgart 21, Bhf Hamburg-Diebsteich, Corona-Aufarbeitung und ganz aktuell der Anschlag in Berlin – die Politik mag es nicht, wenn man sie mit ihren Fehlentscheidungen konfrontiert.

  4. Prora oder Peenemünde

    Dengler’s wurde auf auf Rügen ein Kompetenz-Hup bauen für Kernfusion (Thermonuclearfusion) Wasserstoff (Greenhydrogen) und Künstlicher Intelligenz (Palantir Gotham),
    dazu als Start-Up noch ein Spaceelevator für die Dyson-Sphäre.

    Hü-Hü-Hybris Apokalyptische Reiter Hü

      1. Entspannen Sie sich. Burbach hetzt parallel auf Manova über die „Hauptstadt im Dunkeln“. Dort weist er den terroristischen Anschlag als „Betriebsunfall im digitalen Zeitalter“ aus. Wo Burbach draufsteht, ist immer Burbach drin.

  5. Ausbaden müssens die Urlauber und die Vermieter, möglicherweise. Den Betrieb auf Rügen, Deutschlands größter Urlaubsinsel sehe ich deshalb auch kritisch. Meines Wissens war auch schon beim Anschluss klar das das nicht wirklich gebraucht wurde. Das die ökologischen Probleme grad vom ökologischen Wirtschaftsminister ignoriert wurden, gehört wohl mittlerweile zur deutschen Art der Politik.

    > all das bildete den Hintergrund, vor dem Ausnahmeregelungen, verkürzte Verfahren und politischer Druck legitimiert wurden.

    Ausnahmeregelungen muss es grundsätzlich schon geben dürfen. Kritisieren muss man hier das es Alternativen gegeben hat und gibt. Zuoberst und das fehlt leider – Nordstream 2.

    Stattdessen Apelle an „verantwortliche Politik“. Nichts für ungut aber das ist doch mitterweile komplett abhanden gekommen und zwar in JEDEM Bereich. Das klingt nach Glauben an den Weihnachtsmann.
    Apelle richten leider nichts aus wenn die Politik ideologisiert ist, das muss man auch mal irgendwann begreifen.

    1. „Kritisieren muss man hier das es Alternativen gegeben hat und gibt. Zuoberst und das fehlt leider – Nordstream 2.“

      Der Penner Putin dreht doch seinen Kunden immer mal wieder das Gas ab.

              1. Nochmal für ganz Dumme:

                Du wurdest nach Beispielen gefragt, in denen Russland, wie von dir behauptet, anderen Ländern das Gas abgedreht hatte.

                Also los! Du hat die Behauptung aufgestellt, als mußt du sie belegen. Hier gilt die „Beweislastumkehr“ nicht.

      1. @ Roola

        Auf den „Penner Putin“ wäre man ja nicht angewiesen gewesen, wenn bildungsferne Politker nicht eine Energiewende eingeleitet hätten.

  6. Da möchte ich doch mal vorsichtig anmerken, das die russischen Gaslieferungen keineswegs „weggefallen“ sind.
    Das war kein plötzliches Naturereignis, sondern unsere Hochmögenden haben in ihrer unendlichen Weisheit sich selbst abgekoppelt, um Russland zu „ruinieren“.
    Wie man heute weiß und damals hätte vorhersehen können, haben wir damit ein klassisches Eigentor erzielt!

        1. Und warum werden dann Gaslieferungen von Putin im TV angekündigt?

          „Ende Oktober hatte Russlands Präsident Wladimir Putin in einer vom Fernsehen übertragenen Kabinettssitzung den Gazprom-Chef Alexej Miller gebeten, vom 8. November an die Speicher in Deutschland und Österreich aufzufüllen. Tatsächlich ist das Gegenteil geschehen.“

          Und das ist auch nicht das erste Mal das Putin nicht liefert.

          1. Hör auf zu lügen. Deine Propaganda, die du hier verbreitet, ist zu primitiv. Nicht Putin persönlich liefert Gas mit seinem LNG-Tanker. Auch Trump schippert nicht persönlich mit seinem Öltanker nach Venezuela, um persönlich dort das Öl zu verladen. Genauso wenig wie sich Habeck die Finger schmutzig machen würde in Rügen. Schon allein der Versuch den erklärten Gegner zu dämonsieren und sich dann über die Dämonsierung Habecks durch die Springer-Presse zu beschweren, zeigt die Heuchelei von dir.

            Wenn das Gas nicht bezahlt werden kann, weil Swift abgeschaltet wird, bzw. das Geld für das Gas geklaut werden soll, was zum Teil in der Clearingstelle in Brüssel liegt, warum sollen die Russen dann Gas liefern? Sind die eine Wohlfahrtsorganisation für kleine Möchtegern-Napoleons wie deinereins?

            Das weiß hier jeder.

            Hinzu kommt noch, dass jetzt fossile Brennstoffe von so Menschenrechts-Champions wie Katar, USA und Ascherbaidschan importiert werden. Bald sollen auch die Champions der Champions folgen, nämlich Israel, die sich den Anteil von Gaza einverleibt haben mit einem Genozid und somit die zukünftigen Erträge aus dem Gasfeld vor der Küste von Gaza nicht mehr teilen müssen.

            Rechte sind im Gegensatz zu dir wenigstens einen Ticken ehrlicher, was ihre Ambitionen angeht. Das ist ja auch der einzige Unterschied – der Ton. Das Ergebnis ist das Gleiche, wird nicht so sehr bestimmt von TV-Politikern, also Sprechpuppen von Konzernen und letztlich deren superreichen Besitzern, sondern natürlich von den Puppenspielern selbst.

            1. Schon 2021 war Swift für Gasprom nicht mehr zugänglich?
              Und womit hat Österreich das Putin Gas bezahlt während die russische Soldateska bereits in der Ukraine tobte?

              1. oh ja Game over! Got me! Mit nur 3 Zeilen.

                Dass Österreich kein Gas geklaut hat, ist kein Beweis, dass das nicht Andere gemacht haben oder Devisen aus dem Gashandel klauen wollten und immer noch wollen. Dass Österreich kein Gas geklaut hat, liegt vielleicht daran, dass sie wirklich keinen Seehafen haben und das lange ihre günstigste Alternative war und sie eine positive Vergangenheit mit der Sowjetunion und den Russen nach dem 2. Weltkrieg hatten.

                1. Dir ist klar, dass weit vor 2021 Gasklau, vor allem aus den Landpipelines gab, weshalb überhaupt erst die Nordstream als Projekt eingerichtet wurde? Bspw. Julia Tymoschenko ist berüchtigt dafür. Dann war da noch was mit dem Syrienkrieg, einer Pipeline von Katar aus, die Gazprom Konkurrenz machen sollte. Typen wie du verklärten das in einem Freiheitskrieg und wollten dort keine Dschihadisten sehen. Oder Joschka Fischer machte mal Werbung für die Soros-Pipline, die auch gescheitert ist. Kann man übrigens alles in angelsächsischer Think Tank-Literatur lesen, die du aber irgendwie übersehen hast. Die schreiben das eigentlich oft ganz offen, was sie vor haben.

                2. Du hast schon mal was von britischer Geopolitik im Bezug auf Europa und Deutschland gehört als das noch das führende Imperium war? Da spielten auch so kleine Osteuropäische Staaten eine Rolle und Polen. Aber heute ist das ja alles ganz anders, gell?

                3. Zum Glück spricht die ukrainische Soldateska kein russisch, hat so eine einmalige Kultur, die du offensichtlich sehr verehrst, die mit den Russen überhaupt nichts zu tun hat, bzw. baut der westliche Teil nicht auf einem im letzten Jahrhundert geprägten anti-kommunistischen Nationalismus und einer Vergangenheit mit Nazideutschland, begeht also niemals Kriegsverbrechen, die sie gerne auch filmen oder stellt massenhaft Nazi-Symbole zur Schau bei ihrer Propaganda, gerade von der NATO trainierte „Elite“-Einheiten.

                Nur so ein oliv-grüner Gutmensch wie du in seiner kleinen natürlich sehr liberalen Welt kann so etwas übersehen. Dass mit den grünen Gutmenschentum klappt schon deshalb nicht, weil du eher ein NAFO-Troll bist als ein Grüner. Deshalb findest du auch die LNG-Terminals bei Rügen gut, und scheißt auf lokale Naturschützer von der Insel.

                Genauso ist es natürlich auch mit jeglichen Ukrainern, die in dem Krieg zu Schaden kommen. Auf die scheißt du auch, Hauptsache der Krieg geht weiter. Und wenn der böse Putin und seine rote Armee morgen in Deutschland tatsächlich einmarschieren würde, würdest du natürlich dem die Stiefel lecken. Das haben wir schon kapiert hier. Du bist eben einfach gerne Untertan. Dann ist das Leben so schön einfach, wie deine Postings, wenn der große Boss für dich regelt.

      1. Eben der Spiegel halt.
        Hab früher mal auch für den gearbeitet, lese ich aber seit ende der 80er nicht mehr…
        Und wer nicht bezahlt, nicht einmal auch zu den günstigsten Bedingungen, bekommt eben auch irgendwann den Stro..äh.. das Gas abgestellt.

        Viele Grüße an Sascha Lobo… noch von mir. 😉

  7. Am Besten wäre es, wenn man das Terminal zur touristischen Besichtigung freigegeben würde!
    Mit den Einnahmen könnten die Betreiber weitere Gewinne generieren, ein Cent für den Umweltschutz könnte man pro Karte einbehalten und die Gegend hätte eine Attraktion mehr !
    Eine win-win-win-situation!
    Problem gelöst!👍

  8. Wo lebt denn der Autor, wo lässt er denken?
    Die normierende Kraft des Faktischen hat den Anspruch auf Bürgerwille, Umweltschutz und Demokratie schon längst überholt. Nur ein Reichsbürger würde noch sentimentaler argumentieren.
    Hat er denn schon einen Bademantel griffbereit?

  9. Das sind nur Symptome.
    Die grüne Energietransformation fußt erwiesenermaßen auf erlogenen Gutachten – schönrechnen war die Devise.
    Weiß jeder – umgebaut wird trotzdem weiter. Ein mehrfaches der vorherigen Energiepreise für us-Fracking Gas, Rückbau eigener Gasnetze, ein mehrfacher Energiebedarf für KI und E-Mobilität, grüne Industrie etc. Der Wahnsinn ist hier längst Methode und strukturell angelegt. Allein die CO2 Steuer kostet 200.000 Arbeitsplätze.

    Von der Finanzierung der Ukraine mitsamt deren späterem Wiederaufbau ganz abgesehen, was Deutschland und damit der EU endgültig den Rest geben wird. Man muss nur zurückschauen, will man sehen, was sich daraus entwickelt und wohin die Reise geht.
    Schuld ist eine völlig degenerierte Gesellschaft, die sich solche Politiker leistet.

    1. „Die grüne Energietransformation fußt erwiesenermaßen auf erlogenen Gutachten“

      Immer her mit der Belegen, wir hier wollen alle was von dir lernen.

  10. Das LNG-Projekt auf Rügen war keine Krisenlösung, sondern die Camouflage für die Deindustrialisierung.
    Der Ukrainekrieg bot den Anlass, russische Gaslieferungen zu stoppen. Da die brd noch nicht so recht wollte, sabotierte man Nordstream. Was seit 2022 folgte sind die ganz normalen Prozesse des Degrowth. Und den wollte nicht nur Habeck. Dass dabei auf den Umweltschutz keine Rücksicht genommen werden kann, bezeugen die Genehmigungen für den Bau von Ankagen für sogen. erneuerbaren Energien und eben auch das LNG-Terminal im Nationalpark Jasmund.
    Zum Degrowth gehören eben auch jene strukturellen Probleme, die der Autor anführt und die die Bürger als die Erosion des Rechsstaats wahrnehmen. Aber genau diese Ersosion ist erforderlich, um Habecks (hier das pars pro toto) Energiepolitik durchzupeitschen. Gegen die Physik und gegen die Menschen.

  11. Ursprünglich hatte ich gedacht, daß es sich um einen ernst gemeinten Text handelt.
    Aber nach Sätzen wie
    „Denn Politik beginnt dort, wo Nutzen, Risiken und Alternativen ehrlich gegeneinander abgewogen werden“,
    “ In einer lernfähigen Demokratie ist Korrektur kein Scheitern, sondern Stärke.“ und
    „Eine verantwortliche Politik müsste genau hier ansetzen: den tatsächlichen Bedarf offenlegen, den Betrieb transparent machen, Alternativen ernsthaft prüfen und wenn nötig, Konsequenzen ziehen.“ habe ich gemerkt, daß es sich um eine Satire handelt. 😄

    1. @ Roola

      „Und billig war das Putin-Gas auch nicht“

      Genau. Und wer kam auf die hirnrissige Idee, die eigene Energieinfrastruktur zu zertrümmern und auf russisches Gas als backup für die Energiewende zu setzen?

        1. @ Roola

          „Der Backup läuft auch mit Gas was nicht aus Russland kommt.“

          Ist das backup mit LNG preisgünstiger?

          Aber das beantwortet nicht die tiefer liegende Frage: Warum stirbt die Energiewende ohne jene Energiequellen, die sie abzulösen vorgibt?

            1. @ Roola

              „Wo stirbt da was?“

              Welche Überlebenschancen haben die „Erneuerbaren“ wenn die Bevölkerung derart verelendet ist, dass sie vor der Alternative steht – warme Stube oder satt werden?
              Dann wird der Staat auch keine Steuereinnahmen mehr haben um die „Erneuerbaren“ weiter zu subventionieren.
              Die Auflistung installierter elektrischer Leistung ist „Tonnenideologie“ und hat, bis auf den Projektieren und einigen Landwirten, keinem Menschen ein besseres Leben gebracht. Energie ist teurer geworden, Landschaften wurden zerstört, es finden Materialschlachten statt und das Leben der meisten Bürger verschlechtert sich.
              Und eins sei Ihnen verraten, ich schreibe das nicht als Außenstehender.

                1. @ Roola

                  Und weil die Flächennutzung durch Golfplätze größer als die durch PVA ist, kann man denen, die sich Golf nicht leisten können das Kochen der Suppe unerschwinglich machen?

                    1. @ Roola

                      Nun, mir geht es darum, dass die „Erneuerbaren“ ein Instrument zur Ausplünderung der Bürger sind.
                      Ihnen ist das anscheinend egal, weil Sie Menschen für unmündig halte, sich selbst aber in einer überlegenen Positionen wähnen.
                      Ihre Meinung nehme ich in dem Bewusstsein hin, dass sie, wie bei allen totalitären Gesellschafts-Transformern, früher oder später scheitern wird. Früher wäre natürlich besser.

    2. Du postest auch nur Müll.

      1. Pipeline-Gas ist immer billiger als LNG.
      2. „Freier Markt“ kostet auch mehr als feste Verträge zu niedrigen Konditionen, denn die Zwischenhändler wollen auch was verdienen.
      3. Vor allem ist es schlecht, wenn man sich von „Verbündeten“ die eigene Pipline sprengen lässt und dann ein neues Terminal, also neue Infrastruktur, bauen muss für eine umweltschädlichere Technologie. Es ist nicht nur die Verschwendung, was die Zerstörung bestehender Infrastruktur betrifft und der Bau einer Neuen.

      Eigentlich wurde das mustergültig vorgeführt durch den Preisschock für fossile Rohstoffe als Folge des Ukrainekrieges. Die Ampelregierung hat den Preisschock, nicht Inflation, ausgelöst durch falsche Politik, durch Kriegstreiberei gegen Russland und das absichtilche Scheiternlassen der Minsk-Verträge, was Merkel, Hollande und Poroschenko zugegeben haben.

      Oben ein Posting von dir ist genauso Müll.

      Dass die Grünen, vornehmlich der böse Habeck, ein LNG-Terminal auf einer Insel errichten, die auf Naturschutz setzt und von Tourismus lebt, die also eigentlich auch Grünenwähler sind, dass sie denen, die da wohnen und der lokalen Naturschutzbewegung ein Dolch in den Rücken rammen, das kann nur ein Bullshitter und Troll wie du als geilen Scheiß verkaufen. Grüne, gerade die Parteibonzen, sind eben nur grün lackierte Schwarze.

      Aber PUTIN. Das ist typisch, dass am Ende der Markenkern der Grünen gar nichts mehr zählt und es nur noch um gehirnamputierten Nationalismus geht, und weil ihr selbst nur Scheiße baut, ist ein böser Jude damals oder eben bei euch Russe schuld. Aber das habe ich schon immer gesagt, dass jede Partei den Markenkern mit dem sie ihre Wähler täuschen, verrät. Das ist nicht spezifisch für die Grünen, sondern für den allgemeinen Nationalismus, zu dem eben auch Kadavergehorsam wie von dir hier gezeigt, gehört. Damit soll die eigene Korruptheit verborgen werden. Da ist nicht der Putin dran Schuld, sondern der soll nur der Sündenbock sein für deine eigene geistige Beschränktheit.

      Mach ruhig noch weitere Müllpostings, als ob das was ändert, z.B. über UVPs, die nicht gemacht wurden und warum das gut sei. Das hat der Autor oben nicht ausgeführt und kam dir natürlich gelegen.

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