
Heute vor 110 Jahren begann die Schlacht um Verdun. Verdun wurde zum Beispiel für die Mischung aus mittelalterlicher Brutalität und industriellen Tötungswaffen. Vor allem aber muss die Hölle von Verdun als abschreckendes Beispiel für Krieg in Erinnerung bleiben.
Am 21. Februar 1916 begann der Morgen mit dem ohrenbetäubenden Lärm von 1.220 deutschen Artilleriegeschützen. Es folgte die extrem brutale Schlacht um die 40 Fortanlagen von Verdun, die nach der Niederlage von 1870/71 von Frankreich ausgebaut worden waren. Verdun wurde durch die entmenschlichten und verlustreichen Kämpfe über zehn Monate zum Symbol der mörderischen Ergebnislosigkeit der Materialschlachten im Ersten Weltkrieg. Um 17 Uhr desselben Tages startete die erste Angriffswelle der deutschen Infanterie im eisigen Schlamm der schnell entwaldeten Hügel rund um die Forts. Eine sterbende Landschaft, die schon bald von den Stümpfen zerschossener Bäume gezeichnet waren.
Die Hölle von Verdun – die Hölle des Krieges
Trotz der verlustreichen Marne-Schlachten oder der Kämpfe an der Somme hat sich vor allem die Hölle von Verdun, bei der junge Männer hemmungslos ins Feuer geschickt wurden, tief in das deutsche und französische Bewusstsein für das Grauen des Ersten Weltkrieges eingegraben. Die Orte der Unmenschlichkeit hießen Fort Douaumont oder Fort Vaux. Erstmals wurden Flammenwerfer als Waffe eingesetzt. Die Soldaten mussten in vielen Nächten mit Gasmasken schlafen, blieben in der Kraterlandschaft oft tagelang ohne Nahrung, konnten den penetranten Geruch der herumliegenden Leichen nur schwer ertragen und wurde bei Verletzungen oftmals gar nicht medizinisch betreut.
In den acht Monaten der Schlacht um Verdun wurden 50 Divisionen auf deutscher und 75 Divisionen auf französischer Seite eingesetzt. Jede Division umfasste zwischen 15.000 und 18.000 Soldaten, auf französischer Seite auch zwangsrekrutierte Männer aus den afrikanischen Kolonien (Armée d’Afrique). Nach den Schätzungen verloren zwischen 377.000 und 540.000 Soldaten für Frankreich und zwischen 337.000 und 434.000 deutsche Wehrmachtsangehörige ihr Leben oder wurden schwer verletzt.
Und doch wurde gerade Verdun zum Ort der deutsch-französischen Aussöhnung, das Memorial de Verdun zum Mahnmal gegen Krieg. Alle, die heute so leichtfertig von Krieg reden, sollten diesen Ort nicht nur besuchen, sondern sich die Todesnarben des Krieges, wie die Orte lebendig begrabener Soldaten mit ihren hochgereckten Bajonetten ansehen, um von dem Irrsinn eines Krieges gegen Russland wegzukommen und sich für Frieden einzusetzen.
Verdun ist der Ort, der uns alle zum Frieden mahnt, der Ort, der uns seit 110 Jahren vor Augen führt, wie gnadenlos und unsinnig Krieg ist. Und der doch irgendwann mit großem Schmerzen und unsäglichen Verlusten enden muss. Damit endet aber noch lange nicht das Leid und die Trauer der Familien, die ihre Söhne verloren haben oder die sich um die kriegsversehrten Angehörigen kümmern müssen. Wofür nur?
Wie dürfte uns heute das Leben auch nur eines ukrainischen oder russischen Soldaten auch nur eine Sekunde egal sein, von denen aber so viele seit nunmehr vier Jahren ihr Leben lassen? Und wie sollte es uns gleichgültig sein, wenn jetzt auch von unseren Jugendlichen eine „Kriegstüchtigkeit“ gefordert wird, einsatzbereit für einen irrsinnigen Krieg gegen Russland?
Jedes leichtfertige Gerede über „Krieg“ verbietet sich angesichts der Hölle von Verdun. Verdun mahnt uns „Nie wieder Krieg!“. Es gibt nichts Wichtigeres als Frieden in der Ukraine, im Nahen und Mittleren Osten, im Iran, im Sudan und in Venezuela. Und in all den anderen Schauplätzen aktueller Kriege und mörderischer Konflikte.





Deutsch – Französische Versöhnung: Ich weiß nicht recht – mich stimmt es skeptisch, dass man in Frankreich sehr viel über den 1. WK spricht, aber sehr wenig über den 2. WK., der im französischen Sprachraum als „drôle de guerre“ bezeichnet, wird, also als „Kriegskomödie“, deshalb, weil sich die französische Armee durch ihre Führung verraten (die mit den Nazis sympathisierte und vor allem ihre innerfranzösische Opposition fürchtete) die gut befestigten Stellungen im Osten (Maginot-Linie) einfach aufgab und floh.
Sicher ist auch der erste Schlagabtausch ein warnendes Beispiel, geholfen hat es nichts und helfen wird es nichts – vor allem, wenn man über die Ursachen nicht sprechen will. Es gab in Frankreich weniger Tote im WKII (ca. 0,5 Mio) als im WKI (ca 1,5 Mio) – das wahre Fiasko geschah trotzdem ab Mai 1940 – vielleicht schon beim Münchner Abkommen) wo fast alles, was die französische Kultur ausmacht, verraten wurde.
Weil das so ist, leidet die deutsch-französische Freundschaft vor allem unter der nicht eingestandenen Kollaboration auf französischer Seite, die als eigener Schuldkomplex immer wieder gerne in antideutschen Gefühlen sich entlädt. Nach dem Motto: Warum habt ihr den Faschismus installiert, dem wir uns hingegeben/ergeben haben mussten.
Man hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass drôle de guerre „komischer Krieg“ heißt. Ich bevorzuge trotzdem „Kriegskomödie“.
@Routard
Leider, so muss man sagen, sägt auch BK Friedrich Merz gerade gewaltig an der deutsch-französischen Freundschaft bzw. reißt unnötig alte Wunden auf – gegenüber den deutschen Nachbarstaaten (inkl. Frankreich).
Hier mehr darüber:
„[…]Deutsche Dominanz
Die massive Hochrüstung der Bundesrepublik löst in mehreren Staaten Europas Warnungen vor einer „militärischen Großmacht“ Deutschland und vor offener deutscher Dominanz über den Kontinent aus[…]“
Quelle:
https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10308
Gruß
Bernie
Das ist richtig. F.Asselineau, dem ich, was Frankreich betrifft, in vielem zustimme (von ihm habe ich auch den Hinweis auf die Historikerin Annie Lacroix-Riz, die die Kollaboration der französischen „Eliten“, vor allem Pierre Laval und co, mit dem dt. Faschismus vor 1940 nachweist), sprach über die Idee Macrons, frz. Kernwaffen mit Deutschland zu teilen. Er hält dies für einen Landesverrat, dem eine sofortige Anklage vor Gericht und Amtsenthebung hätte folgen müssen.
Deutschlands starke Neubewaffnung im Zuge des Ukrainekrieges hält er für eine sehr schlechte Entwicklung, die Frankreich in den Konflikt gegen Russland hineinziehen wird – und wieder mit der Kollaboration seiner „Eliten“.
die französischen Atomwaffen bleiben in Frankreich, mit teilen meint Macron wohl den Schirm, den er aufspannen will aber NIE und NIMMER gibt er den
Code raus, das wäre Hochverrat!
Deutschland träumt vielleicht davon aber die Oberhoheit über die franz. Atomwaffen bleibt bei Frankreich.
Die franz. Babbelsender C-News, BFM
etc bringen das mehrmals in ihren Runden zur Sprache.
„Drôle de guerre“ ist die französische Bezeichnung für das, was im Deutschen als Sitzkrieg bekannt ist. Dabei passierte monatelang militärisch auf beiden Seiten trotz Kriegserklärung so gut wie nichts. Die Invasion und ihre Begleiterscheinungen folgten erst im Anschluss daran.
Das ist die ChatGpt-Version und die für die deutschen, auch französischen Gymnasiasten. Die Bezeichnung umfasst – nicht nur aus meiner Sicht – bei Weitem mehr, vor allem, dass die Niederlage Frankreichs durch Untätigkeit und Stillhalten seiner militärischen- und politischen Führung verursacht wurde. Ein Krieg ohne Krieg gewissermaßen, jedenfalls auf französischer Seite, eine Zurückhaltung die, wie es die Historikerin Lacroix-Riz schreibt, sich daraus ergab, dass die frz. Führung „avait pris avec Berlin la décision „militaire“ d’ouvrir la voie du Wehrmacht et de ne pas la combattre“ (De Munich à Vichy, p.267) dt. … mit Berlin „militärisch“ entschieden hatte, der Wehrmacht die Tür zu öffnen, ohne sie zu bekämpfen.
Die These von Lacroix-Liz dürfte sehr spekulativ sein. Es gibt immer irgendwelche Profs, die sich gegen den wissenschaftlichen Konsens stellen. Und um den in Erfahrung zu bringen bedarf es weder KI noch Abitur.
Aha! – Sie kennen die Autorin nicht, aber aber Sie haben eine Meinung dazu. Solche Spezialisten lobe ich mir.
@b_s
So gut wie nichts passierte Ihnen nach beim „Drôle de guerre“?
Mein Großvater, der leider schon vor meiner Geburt starb, erzählte da aber seinem Sohn was anderes, dass in unsere Familienhistorie einging.
Mein Großvater war zu seinen Lebzeiten hier bei etwas angestellt was heute allgemein als Wasserwirtschaftsamt (https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserwirtschaftsamt) bekannt sein dürfte – früher hatte es einen anderen Namen, aber die Arbeit war dieselbe wie heute beim Wasserwirtschaftsamt – hier am Oberrhein.
Ein Rheinseitenkanal (https://de.wikipedia.org/wiki/Rheinseitenkanal) existierte damals noch nicht, der Rhein war hier also früher tiefer als nach dem Bau des Rheinseitenkanals durch Frankreich – im nahen Alsace. Nicht erst bei Breisach am Rhein, wo er heute noch tief ist.
Ergo war mein Großvater zu seinen Lebzeiten zuständig für die Arbeit am, mit, und im, Rhein.
Als er einmal eine Kontrollfahrt mit dem Fahrrad am Rhein entlang machte wurde mein Großvater, damals ein Zivilist, von der französischen Grenze aus unter militärisches Gewehrfeuer genommen – das ist Ihnen nach also „militärisch….so gut wie nichts…“?
Es war lebensgefährlich am Rhein zu fahren, oder spazieren zu gehen.
Im übrigen war der Kernort, zu dem heute mein Dorf gehört, eine der ersten deutschen Städte, die 1939 durch französische Artillerie in Schutt und Asche gelegt wurde nachdem Hitler Polen überfallen hatte. Frankreich war mit Polen verbündet, wie Sie ja wissen dürften. Tote gab es keine den der Ort war schon zuvor evakuiert worden.
Ein Ort übrigens, der gleich zweimal, nämlich 1939 und 1945 in Schutt und Asche lag.
„„Drôle de guerre“ es passierte Ihnen nach so gut wie nichts *kopfschüttel*
Ich weis ja nicht wie alt Sie sind, aber Sie sollten sich erst einmal kundig machen bevor Sie so etwas unqualifiziertes von sich geben wie Ihre Ansicht beim „Drôle de guerre“ wäre so gut wie nichts passiert.
Also die damals direkt an der deutsch-französischen Grenze liegenden Orte wußten von was anderem zu berichten, daher noch einmal meine Bitte machen Sie sich erst einmal kundig bevor Sie hier etwas behaupten was Mensch so pauschal nicht sagen kann über den „Drôle de guerre“
Die Menschen links, und rechts des Rheins wurden ja auch dann bald ins Landesinnere evakuiert im „Drôle de guerre“ – auch das sagt Ihnen nicht?
Militärisch nichts passiert, also die schon 1939 Vertriebenen, und nach der damaligen Niederlage Frankreichs zurückgekehrten Menschen auf beiden Rheinseiten wissen, wußten, da aber was anderes zu berichten, bzw. ihren Nachfahren mitzugeben 😉
Ich weis das alles nicht vom Bücher lesen sondern direkt aus der eigenen Erfahrung meiner Ahnen hier in der Gegend – „Drôle de guerre“ nix passiert *Immer noch Kopfschüttel*
Gruß
Bernie
@ Routard
Also ich kenne „drôle de guerre“ anders. So wird nämlich eigentlich nur der Krieg bis zum Mai 1940 bezeichnet, also die Zeit in der es an der Westfront zu keinen wirklich offensiven Aktionen auf beiden Seiten kam.
Dieser Krieg bis Mai 40 war eben „drôle“, weil nicht gekämpft wurde. Was ab Mai 40 passierte, fanden die Franzosen aber gar nicht mehr „drôle“.
Und welche frz. Führung genau sympathisierte mit den Nazis? Das hätte ich gerne auch mal genauer erklärt.
Klar, man hatte in Frankreich Angst die Volksfront könne wieder an die Macht kommen. Dass man dabei aber soweit gehen würde das Land den Nazis auszuliefern, halte ich jedoch für weit hergeholt.
Aber vielleicht haben Sie ja andere Quellen?
Ich habe meine Quellen genannt: die Historikerin Annie Lacroix-Riz und ihr Umfeld. Ist für den Augenblick etwas zu viel für mich, das näher auszuführen. Es geht ganz einfach um die Frage, warum sich Frankreich nicht gegen den deutschen Überfall wehrte – mit einer der stärksten Armeen und Befestigungsanlagen Europas. In dieser Frage vertritt sie und vertrete ich die Position, dass die frz. Führung (die Volksfront im Nacken), ein geheimes Komplott mit den Nazis schloss, das später in die Vichyzeit mündete.
Die KPF hatte man im Übrigen ja auch schon am 26.9.1939 verboten. Das Muster ist identisch: vor der Bedrohung durch das Volk greift die herrschende Klasse zum Terror, zum Faschismus. „Lieber tot als rot“, nach einer goebbelschen Parole. Im Falle von Frankreich kamen sie ja alle ungeschoren davon – die Kollaborateure.
Ich kannte das Motto „lieber rot als tot“ von Bertrand Russel („Better red than dead“) oder von Fidel Castro („Patria o Muerte, Venceremos!“); anscheinend verwendete aber Goebbels das umgekehrte „Lieber tot als rot“ tatsächlich.
@ Routard:
Aha, der maxistisch-leninistische Ansatz.
Ich hatte noch nach der Quelle gefragt, weil ihre Antwort mit Annie Lacroix-Riz zu der Zeit noch nicht hier stand.
Wenn man die Lebensgeschichte der Frau liest, dann wundert es nicht, dass sie ihre Gedanken in diese Richtung entwickelt hat, was aber nicht heißen soll, dass sie falsch wären.
Ich habe aber nichts darüber gefunden, dass der „drôle de guerre“ von Annie Lacroix-Riz auch über den 10. Mai 40 hinweg ausgeweitet worden wäre. Im Gegenteil, sie bezieht sich nur auf die „Passivität“ des Sitzkrieges.
Und was die Maginot-Linie angeht, so wurde die doch erst verlassen, als sie schon fast umgangen und damit nutzlos geworden war.
Auf jeden Fall würde die Theorie der Frau ja besagen, dass sowohl in der politischen, als auch in der militärischen Elite (Elite ist ein Scheißwort dafür) Frankreichs genügend anti-nationale Kräfte vorhanden waren um Frankreich den Nazis auszuliefern? Obwohl dies doch in der Regel eher die national-konservativen Kräfte sind, die eben nicht anti-national sind.
Sie verkaufen Frankreich an die Nazis für 1,5 Jahre Vichy oder wie soll ich das verstehen?
Oder haben sie sich von den Nazis verarschen lassen und es waren andere Regelungen vereinbart worden im Geheimen?
Nun ja, die Frau ist Professorin und hat sich viele Jahre ihres Lebens damit beschäftigt. So extrem weit hergeholt kann es daher auch nicht sein. Und wir haben hier sicher nicht die Kapazität das wirklich entscheiden zu können. Aber als Jüdin, somit ihre Familie Verfolgte und Opfer des Vichy-Regimes und als Kommunistin, die sogar eine kommunistische Partei mitgeründet hat, ist sie natürlich auch vorgeprägt.
So wirklich schlüssig finde ich die Theorie denn auch noch nicht.
In Frankreich vor allem, aber auch in England ist der 1. Weltkrieg viel stärker in der Erinnerungskultur verankert als der zweite.
Das liegt in Frankreich daran, das die Verluste im 1. WK exorbitant viel höher waren als im 2.!
@ Routard
Welche Rolle spielt denn der Sichelschnittplan und der daraus resultierende Blitzkrieg?
Ich kann ja verstehen, dass Verrat eine gewisse Entlastung des französischen Militärs bedeutet, aber das deckt sich nicht mit den militärischen Tatsachen.
Frankreich hat noch Heute, mehr Zeitzonen als die Sowjetunion je hatte.
Man muss nur Rassemblement National und die Alternative für Deutschland auf den beiden Seiten des Rheins betrachten. Um mal die ewigen Vorbehalte ein wenig zu verstehen.
Naja die meisten Französischen Überseegebiete muss man mit einem Pfeil versehen sonst würde man sie auf der Weltkarte nicht finden, das ist bei Russland doch ein wenig anders.
Und vor ein 4 Jahren wollte ein älterer Herr der in den Kategorien von damals denkt lange vor Weihnachten wieder zu Hause sein …….
Der Autor schreibt :
„Die Soldaten mussten in vielen Nächten mit Gasmasken schlafen, blieben in der Kraterlandschaft oft tagelang ohne Nahrung, konnten den penetranten Geruch der herumliegenden Leichen nur schwer ertragen und wurde bei Verletzungen oftmals gar nicht medizinisch betreut.“
Und sind nicht desertiert ! Der deutsche Kadavergehorsam ist einfach nur beschämend, die Deutschen suchen sich immer die falschen Vorbilder : Die beiden Ernste ( Jünger und Röhm ) statt
Hans Brasch und Adalbert Cohrs ! Wie kann das sein ? Warum empfinden gerade die deutschen eine solche „Lust am Kriege“ ?
( Man achte – ganz aktuell – auf die Worte unseres „Mr. Shiny“ : https://www.youtube.com/watch?v=gs_AS0qmF4E ab Min. 3:00 )
Die Franzosen und Engländer sind auch nicht desertiert.
Das ist jetzt kein speziell deutsches Phänomen!
Das hat mit Kriegslust nichts zu tun!
Es gibt auf deutscher Seite genug Antikriegsliteratur den ersten Weltkrieg betreffend, die das beleuchtet:
Erich Maria Remarque
„Im Westen nichts Neues “
Edlef Köppen
„Heeresbericht“
Ludwig Renn
„Krieg“
Das auch nationale Kriegsliteratur entstand, auch Kriegsverherrlichende wie Ernst Jüngers „In Stahlgewittern“ tut dem
keinen Abbruch!
Man sollte durchaus versuchen die Zeit und deren Motive versuchen zu verstehen , bevor man urteilt.
Kriegsbegeisterung war Europaweit zu sehen, in Arbeiterkreisen jedoch eher wenig. Das Kriegserlebnis ließ diese Begeisterung schnell schwinden, aber das Nationalgefühl war stark genug, das die Soldaten weiter machten.
Den Deutschen per se Kriegslust zu unterstellen, war und ist nicht richtig!
Es sind bestimmte Kreise und von kapitalistischen Interessen geleitete Gruppierungen, die man das unterstellen
kann und muss!
Ich habe mir Mitte der Achziger Jahre die ehemaligen Schlachtfelder von Verdun und
die Friedhöfe incl. der Gebeinhalle angesehen. Als wir durch die Landschaft fuhren, war
es im Auto auf einmal still. Man konnte immer noch die Krater erkennen und der Bewuchs
war nicht höher als 4 m. Das Fort Douaumont konten wir mit einem deutschsprachigen
Führer besichtigen. Er demonstrierte mit eine Eisenplatte die er in einem dunklen Gang
zuklappen ließ, die Lautstärke die eine 200mm Granate beim Aufschlag auf die Fortdecke
erzeugte. Ohrenbetäubend! Das Fort wechselte im Laufe der Zeit die „Besitzer“. Die Deutschen
beschossen es mit bis zu 400mm Granaten, die Franzosen mit bis zu 360mm Granaten.
Was die Soldaten im Inneren aushalten mußten kann sich niemand vorstellen. Heute sind
es die Drohnen die es den Soldaten zur Hölle machen.
Wie viele sind inzwischen in Gaza verreckt?
In der Ukraine dürften es inzwischen zusammen 3 Millionen Russen und Ukrainer sein, die ums Leben kamen. Aber die MSM trommeln jeden Tag weiter. Deutschland soll kriegstüchtig werden. Als hätte es Verdun nie gegeben.
Die kriegsgeilen „Eliten“ in Deutschland haben nicht nur Verdun vergessen. Sie sollten sich Stalingrad und die Folgen wieder in Erinnerung rufen, bevor es die Russen für sie auf die harte Tour tun.