Ukraine, Rüstung, Wehrpflicht und die Nationale Sicherheit – Fragen an die Regierung

Bundestag, Berlin
Quelle: Pixabay

Auf den Einmarsch der russischen Armee in die Ukraine hat die Politik mit umfassenden Maßnahmen reagiert. Der Autor fragt, auf welcher Grundlage sie konzipiert wurden.

Erster Teil. Der zweite Teil ist hier abrufbar.

Ich habe als Projektingenieur gearbeitet. Berufsbedingt denkt man in Kategorien von Analyse, Motivation, Strategie, Umsetzungskonzept und den davon abgeleiteten Maßnahmen.

Auf den Einmarsch der russischen Armee hat die Politik mit Maßnahmen reagiert, die tief und langfristig in unser Leben eingreifen.

Meine Fragen betreffen die anderen Kategorien.

Die Informationen darüber sind dürftig oder fehlen. Anstelle verifizierbarer Fakten und nüchterner Diskussion stehen meist Behauptungen, emotional aufgeladene Meinungen, pauschale Verweise auf russische Desinformation oder unbelegte Hinweise auf Geheimdienstinformationen im Raum. Sehr gut möglich, dass es sie gibt und die Behauptungen korrekt sind. Aber beeinflusst das Fehlen von Beweisen die Glaubwürdigkeit von Politik und Medien? Ja, das tut es!

Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Verkünder unbelegter Botschaften davon ausgehen, dass die daraus resultierenden Konsequenzen von der Öffentlichkeit widerspruchslos hingenommen werden. Tatsächlich funktioniert das auch ganz gut. Vielleicht auch deswegen, weil zu wenig nachgehakt wird.

Ungefährlich ist das nicht: Die Gefahr, dass wir in einen Krieg hineinstolpern, den, wie schon „Die Schlafwandler“ von 1914, am Ende keiner gewollt hat, ist real.

Auf den Punkt gebracht hat das Rolf Mützenich von der SPD am 10.11.2025 in der Berliner Zeitung: „In existentiellen Fragen wie Krieg und Frieden verlangen die Bürger umfassende Antworten statt Phrasen im Sekundentakt“.

Es fehlen aber nicht nur Antworten. Auch viele Fragen sind noch offen. Hier sind einige davon:

Wo ist die Analyse?

Diese Aussagen bedürfen einer Erklärung

Unsere Politiker werden mit einem Eid ausgestattet, der eine für unser Land nachteilige Politik verhindern soll. Zu Recht kann man erwarten, dass von ihnen keine wirkmächtigen Behauptungen ohne fundierte Analyse in die Welt gesetzt oder unwidersprochen geteilt werden:

  • Der Einsatz von Atomwaffen ist unwahrscheinlich. (Stiftung Wissenschaft und Politik Berlin am 20.4.2022 „Intentional Nuclear Use Remains Extremely Unlikely“). Die Aussage wurde von verschiedenen Medien übernommen, wie z.B. der WELT am 12.6.2022.
  • Die Ukrainer sind bereit, für die Aussicht auf Europa zu sterben (Ukrainians are ready to die for the European perspective (Ursula von der Leyen auf X am 17.6.2022)
  • Das russische Militär muss Chips aus Geschirrspülern und Kühlschränken ausbauen, da sie nicht genügend Halbleiter haben. Die russische Industrie liegt am Boden. (Ursula von der Leyen, State of the Union, 14.9.2022)
  • Wir führen einen Krieg gegen Russland und nicht gegeneinander (Außenministerin Baerbock, Straßburg, Europarat, Januar 2023)
  • Unsere Freiheit und Demokratie werden in der Ukraine verteidigt (u.a. Außenministerin Baerbock am 10.2.2023, H. Böll Foundation)
  • Russland ist ein ökonomischer Zwerg – eine Tankstelle, dessen Besitzer eine Atombombe hat (“Russia is an economic dwarf … a gas station whose owner has a nuclear bomb,” Josep Borrel, Aussenbeauftragter der EU zu in El Pais am 19.8.2023)
  • Russland wird immer ein Feind und eine Gefahr für unsere europäische Sicherheit sein (Außenminister Wadephul im Fake Telefonat mir russischen Komikern im Februar 2025)
  • Wir sind Russlands nächstes Ziel (Nato Generalsekretär Rutte, Tagesschau 11.12.2025)
  • In einer Rede auf dem CSU-Parteitag in München erklärte Kanzler Merz, dass Putin wie Hitler das Ziel der Eroberung mehrerer Länder verfolge, um ein Imperium aufzubauen (Berliner Zeitung 14.12.2025)
  • Mit Putin kann man nicht verhandeln (u.a. Strack-Zimmermann am 18.12.25 auf NTV)
  • Russland bereitet sich so vor, dass es spätestens bis 2029 in der Lage sein könnte, militärisch gegen Nato-Gebiet vorzugehen. Diese Einschätzung teilen die Verbündeten – darauf richten wir unsere Vorbereitungen aus. (Heeres-Inspekteur, Generalleutnant Christian Freuding am 22. 1.2026 im Handelsblatt)
  • Russland könnte in den nächsten zwei Jahren unsere Schwäche ausnutzen und angreifen, warnt Roderich Kiesewetter (MdB) in einem neuen Buch. (ntv am 08.3.2026)
Warum ist Russland unser Gegner?

Die Statements vereint die Parteinahme für die Ukraine und die Qualifizierung Russlands als Gegner. Die Frage nach dem Warum ist legitim, denn wir sind nicht angegriffen worden. Hybride Angriffe mag es geben – aber würden die dafür noch nicht einmal vorgelegten Beweise als Erklärung ausreichen? Cyberangriffe macht inzwischen jeder. Ich erinnere an Merkels Mobiltelefon.

Die Frage lautet also: Aus welcher Erkenntnis heraus hat sich die deutsche Regierung anstelle einer zum Beispiel neutralen Position für die Parteinahme zugunsten der Interessen der Ukraine entschieden und das in einem nie dagewesenen Umfang?

Systemische Unterschiede scheiden als Erklärung aus: Sowohl die Ukraine als auch Russland sind Markwirtschaften, in denen Oligarchen über starken politischen Einfluss verfügen. Für beide Seiten lassen sich über die Jahre Beispiele finden für zweifelhafte Wahlen, ausufernde Korruption, die Verletzung von Menschenrechten, mangelnde Rechtsstaatlichkeit, sich offen zum Faschismus bekennende Personen mit entsprechenden nationalistischen Trennlinien, Haft, Entführung und Ermordung von politischen Gegnern und Journalisten.

So gesehen erfordert es viel guten Willen, der Regierung als Grund für ihr einseitiges Engagement die Verteidigung „Unserer Freiheit und Demokratie“ in der Ukraine“ abzunehmen. Man ist zudem an das Desaster am Hindukusch erinnert.

Geht man etwas weiter zurück, dann stellt sich die Frage, warum die von Gorbatschow (gemeinsames Haus Europa), Jelzin (Anfrage zum NATO-Beitritt Russlands) und Putin (von den MdB beklatschte Rede 2001 im Bundestag) ausgestreckten Hände nicht proaktiv ergriffen wurden. Man stelle sich vor, Russland wäre zusammen mit der Ukraine in die NATO eingetreten. Hätten wir dann jetzt diesen Krieg? Warum wurde die Anfrage Russlands damals eigentlich abgelehnt?

Gäbe es strafrechtliche Konsequenzen für Politiker bezüglich ihres Eides, wenn die simple Antwort am Ende lauten würde, dass man nicht nationalen, sondern primär amerikanischen Interessen gefolgt ist? Dass es da Unterschiede gibt, ist offensichtlich.

Was ist mit „unprovoziert“ gemeint?

Es gilt als gesetzt: Der russische Angriffskrieg war unprovoziert. Wie der ehemalige NATO-Generalsekretär Stoltenberg festgestellt hat, hat der Krieg 2014 begonnen. Seitdem wurde die Ukraine ihm zufolge mit Training und Ausrüstung unterstützt. Er hat sich folglich mit Unterstützung zweier Seiten – Russlands und der NATO- aus einem blutigen Bürgerkrieg heraus entwickelt.

Die Feststellung Stoltenbergs zum Kriegsbeginn sollte unstrittig sein. Oder doch nicht? Dann muss man fragen, was denn die Russen dermaßen verärgert hat, dass sie sich zu diesem riskanten Schritt entschlossen haben. Irgendetwas muss vorher geschehen sein. Nur aus einer schlechten Tageslaune heraus, setzt man keine ganze Armee in Bewegung. Gleiches gilt für die Besetzung der Krim 2014.

In der Antwort liegen die Schlüssel für die Beilegung des Konfliktes. Einer davon, vielleicht sogar der Generalschlüssel könnte dieser sein: Am 6.3.2025 hat der amerikanische Außenminister Marco Rubio den Ukraine-Krieg als einen Stellvertreterkrieg zwischen den Atommächten USA und Russland bezeichnet.

Atomwaffen werden die Russen schon nicht einsetzen! Ist das so?

Die Gefahr der Anwendung nuklearer Waffen durch Russland steht merkwürdigerweise nicht im Fokus von Politik und Medien. Das ist fahrlässig, solange eine Analyse die Annahme, dass die Russen nicht zu diesem Mittel greifen werden, mit Sicherheit ausschließen kann.

Aber kann es einen solchen Nachweis geben? Welche Überraschungen allein in Personalwechseln schlummern, sieht man nicht nur in den USA und Deutschland. Der oft geäußerte Wunsch nach einem Verschwinden Putins ist zweischneidig. Was, wenn nach Putin Politiker, ähnlich einigen US-Falken wie „Nuke them“-Graham, in Moskau das Ruder ergreifen? Und die gibt es in Russland.

Welche Sicherheitsstrategie haben wir für diesen Fall? Eigene Atombomben? Würden die uns sicherer oder zur primären Zielscheibe machen?

Was sagt der deutsche Botschafter in Moskau dazu?

Wer redet mit den russischen Diplomaten in Berlin, um Genaueres über die Vorgänge in den russischen Machtzirkeln zu erfahren? Ist Diplomatie nicht dafür da? Zum Beispiel, um zu erfahren, wie dort die neue russische Nukleardoktrin im Kontext zum amerikanischen Gegenstück mit deren Erstschlagoption und der deutschen Teilhabe gelesen wird.

Wir alle wollen doch, was das angeht, keine Überraschungen erleben!

Was treibt die Politik an?

Werte, Moral und Interessen

Die USA demonstrieren nicht erst seit Kurzem, dass Geopolitik keine Moralveranstaltung ist, auch wenn deren Politiker die Welt gern in Gut und Böse einteilen. Klaus von Dohnanyi hat am 09. Februar 2022  eher zufällig, kurz vor dem Einmarsch der russischen Armee im Deutschlandfunk bei einer Besprechung seines Buches „Nationale Interessen“ darauf hingewiesen. Ihm zufolge gibt es – er war Zeitzeuge in Regierungsverantwortung – seit Jahrzehnten in Washington Politiker, die „nichts anderes im Kopf haben, als die Sowjetunion und jetzt Russland einzudämmen“.

Aber reichen Werte, Moral, Interessen, der 35 Jahre zurückliegende kalte Krieg, die Bindung an die USA und der keinesfalls singuläre Völkerrechtsbruch aus, um die im Vergleich zu anderen Konflikten außergewöhnlich heftigen Reaktionen zu erklären, die mit dem Einmarsch Russlands ausgelöst wurden?

Es gibt dazu einige beunruhigende Vermutungen:

Sind noch alte Rechnungen offen?

Geschichte wirkt nicht nur im Nationalbewusstsein der Ukraine über Generationen hinweg, sondern auch in Deutschland.

Bandera und der Holodomor sind in der Ukraine wirkmächtige politische Treiber, nicht erst seit dem Einmarsch der russischen Armee. Spielen die Schatten der Vergangenheit in der deutschen Russlandpolitik vielleicht auch noch eine Rolle und wenn ja, welche?

Historisch gesehen ist es noch nicht lange her, dass Vertriebenenverbände in der alten Bundesrepublik die territorialen Ergebnisse des Zweiten Weltkrieges in Frage gestellt haben. Was soll man zudem von Traditionstreffen ehemaliger Angehöriger der in ungeheuerliche Verbrechen verwickelten Wehrmacht, der Benennung von Kasernen nach Wehrmachtsoffizieren, der Nichtverfolgung und Nichtauslieferung von Massenmördern an die betroffenen Staaten (was seltsamerweise in Westeuropa hingenommen wurde, wie man am Beispiel Oradour sehen kann), einem öffentlich geohrfeigten Bundeskanzler mit Nazivergangenheit oder der massenhaften Amnestie von NS-Tätern durch das „Dreher“-Gesetz von 1968  halten?

Der ehemalige WDR-Redakteur Rob Kenius hat dazu eine Vermutung:

„Warum unterstützt Deutschland die Ukraine mit bisher mehr als 100 Milliarden Euro im Krieg gegen Russland? Was ist der Anlass, dieses vielen unbekannte und anscheinend korrupte Land auf einmal so ins Herz zu schließen, so dass man kein Opfer scheut, um seinen aussichtslosen Kampf, ursprünglich für die Expansion der USA, gegen das größte Land der Welt und gegen einen großen Teil seiner eigenen Bevölkerung zu unterstützen?

Was haben wir hier in Deutschland überhaupt damit zu tun?……

….. Was in den Köpfen von Friedrich Merz, Boris Pistorius und einer unbegrenzten Zahl von Konformisten in den Parteien und in den großen Medien vor sich geht, ist nur mit einer guten Portion an unterschwelligem Revanchismus zu erklären und das entbehrt jeder Rationalität.“

Was ist aus den alten Feindbildern geworden?

Schauen wir auf die in der Politik verwendete Sprache. Sie lässt Rückschlüsse zu. Nicht nur auf die, die sie benutzen, sondern auch auf diejenigen, die sie verbreiten. Eine Auswahl:

Autor/-in unbekanntUnknown author, CC BY-SA 3.0 DE, via Wikimedia Commons
  • Konrad Adenauer (1951): „Wir müssen uns entscheiden für asiatisches Heidentum oder für europäisches Christentum.“ (Weißbecker Russophobie.pdf)
  • Anzeige in DIE ZEIT (1986) „Die Sowjets, sind das auch Menschen?“ (ebenda)
  • „Der russische Mensch ist an das friedliche Leben nicht gewöhnt […] Die Lüge ist zum Ritual geworden.“ (Die Zeit vom 13.5.2015, ein Gastbeitrag von Swetlana Alexijewitsch, einer Literaturnobelpreisträgerin, ebenda)
  • „Dies ist ein Krieg der östlichen Barbaren gegen die westliche Zivilisation.“ (Zum Ukraine-Talk bei Maybrit Illner, ntv am 15.9.2023 mit dem Titel „Kiews Vize-    Verteidigungsministerin nennt Russen „östliche Barbaren“)
  • „Wir haben keine andere Wahl, als den Kampf gegen die russische Horde fortzusetzen“ (ntv, Ukraine-Krieg Liveticker am 09.12.2023 unter dem Titel „So ist die Stimmung in der Ukraine“)
  • „Der Film der kanadisch-russischen Regisseurin Anastasia Trofimova stellt russische Soldaten in der Ukraine als gewöhnliche Menschen dar..“ (ntv mobil, Ukraine-Krieg im          Liveticker am 01.4.2025 in der Meldung „Filmfestival streicht kontroverse Doku „Russen im Krieg“)
  • „Deepstate schreibt, dass der Aufbau solcher Anlagen beinahe die einzige Taktik im Kampf gegen die „Moskauer Horden“ sei“ (ntv 15.6.2025 Kampf gegen „Moskauer      Horden“ Mächtige Verteidigungsanlagen sollen Russen maximale Verluste zufügen)
  • „Der Kannibalismus ist ein weiterer Beweis für den tiefen moralischen und psychologischen Verfall der russischen Truppen, denen jeder Respekt vor dem      menschlichen Leben, sogar vor dem eigenen fehlt“ (ntv am 20.6.2025 in der Meldung „Geheimdienst: Russischer Soldat hat Kamerad gegessen“)
  • Merz zum Zustand Russlands: „Wir erleben im Augenblick dieses Land in einem Zustand der tiefsten Barbarei. Das wird sich in absehbarer Zeit auch nicht ändern, und damit müssen wir uns abfinden.“ (BILD am 19.2.2026)
  • Mit Defätismus schreckt man Putin nicht ab“ (FAZ 24.2.2026, Mitherausgeber B. Kohler in „Würden wir Deutschen so tapfer kämpfen wie die Ukrainer?“)
  • Wohin auch immer Putins Russland geht, dahin kommen Mord und Barbarei.“ (Außenminister Wadephul am 31.3.2026 in Butscha laut Die Zeit)

Auch direkte Vergleiche mit dem wirklichen Dunkeldeutschland sind üblich. Wie die hier:

  • Wagnertruppe ist jetzt eine Art Waffen-SS („Sicherheitsexperte“ Joachim Weber, 12.1.2023 ntv)
  • Lumpen-Pazifismus, ..russischer Faschistenführer Putin (Spiegel, 20.04.2022, Sascha Lobo),
  • „Heil Holger“ („Historiker“ Ilko-Sascha Kowalczuk auf X am 17.12.2025 zum Logo der geplanten Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung. Gemeint ist der Verleger Holger Friedrich und die übrigens von den Nazis 1941 als jüdisch verbotenen Frakturschrift im Titel seiner neuen Ostdeutschen Allgemeine Zeitung).

Die häufige Gleichsetzung von Putin mit Hitler, seine Bezeichnung als Machthaber oder Kremlherrscher, während andere Völkerrechtsverletzer höflich als Präsidenten oder Ministerpräsidenten ihrer Länder durchgehen, muss nicht extra belegt werden. Auch Begriffe wie Russen-Panzer, Russen-Yacht, Ostfront usw. erinnern irgendwie an alte Zeiten.

Wenn schon Vergleiche gezogen werden, dann sollte auch ein Rückblick auf die Quellen erlaubt sein:

  • „… der jüdisch-bolschewistische Machthaber in Moskau versucht seit Monaten nicht nur Deutschland, sondern ganz Europa zu unterjochen. Nun aber sind seine asiatischen Horden zum Angriff angetreten …“ (22.6.1941 Adolf Hitler zum Überfall auf die UdSSR)
  • „Der Bolschewismus ist die asiatische Barbarei …“ (Joseph Goebbels – 18.2.1943, Rede im Berliner Sportpalast („Wollt ihr den totalen Krieg?“)
  • „Wer jetzt noch vom Frieden redet, ist ein Defätist.“ (Joseph Goebbels, Sportpalastrede, 18.2.1943)

Zumindest bei mir entsteht der dringende Wunsch, dass sich Politik und Medien zukünftig schärfer von einer solchen Rhetorik abgrenzen.

Für diese Sprache und die damit ausgedrückte Haltung ist der Begriff Russophobie im Umlauf. Egal wie man es nennt – es sind in Worte gegossene Feindbilder.

Sie spielen in der der Politik, den Medien und der Kultur mittlerweile eine prägende Rolle. Als Nachweis reicht der einfache Vergleich der Reaktionen von Medien und Politikern auf den Einmarsch der russischen Armee in die Ukraine mit den Reaktionen auf völkerrechtswidrige Aktionen anderer Staaten.

Zum Einfluss von Sprache auf das Denken und Handeln findet man in der Berliner Zeitung vom 08. April, wenn auch im Zusammenhang mit Trump und dem Iran diese Lehre aus der Nazivergangenheit: „Klemperers zentrale Einsicht war: Diese Sprache wirkt wie ein Gift. Langsam, kaum bemerkbar, aber tief. Menschen übernehmen Begriffe, und mit den Begriffen übernehmen sie Denkmuster. Auch Sprache, die „nicht so gemeint“ ist, verschiebt die Grenzen des Sagbaren. Und mit den Grenzen des Sagbaren verschieben sich die Grenzen des Machbaren.“

Spezifisch ist auch das „Canceln“ von Veranstaltungen mit russischen Künstlern und EU-weite Sendeverbote und Zugangsblockaden für russische Medien. Man stelle sich vor, auf den Vietnam-, Irak- oder jetzt den Irankrieg der USA wäre ähnlich reagiert worden.

Die Begründung der Verbote mit russischer Desinformation erscheint zu schwach, um das Aushebeln der durch das Grundgesetz Artikel 5, Absatz 1 garantierten Meinungs- und Informationsfreiheit glaubhaft zu rechtfertigen. Zu schwach, weil nicht definiert ist, was russische Desinformation genau ist, woher sie kommt, und wie der Unterschied zwischen Meinung und gezielter Propaganda festzustellen ist. Im Politikbetrieb wird der Vorwurf der Desinformation dennoch umfassend, pauschal und nachweislos genutzt und wird so im Umkehrschluss selbst zu Propaganda.

Man kann nur hoffen, dass sich in der Regierungspolitik am Ende des Tages nüchterne Analysen anstelle überzogener Feindbilder als Handlungsmaxime manifestieren.

Das hat mich wirklich überrascht – Der Verlag Spektrum der Wissenschaft

Dieses, und das muss man in dem Fall so sagen, angeblich wissenschaftliche Medium zieht einen aus meiner Sicht ungeheuerlichen Vergleich mit dem 3. Reich:

„Was in der Ukraine geschieht, erinnert an Ereignisse der 1940er Jahre in Europa. Die Nationalsozialisten verschleppten zehntausende Kinder aus besetzten Gebieten und steckten sie in deutsche Familien, damit sie – im Sinne der Nationalsozialisten – als Deutsche aufwuchsen.“ (Spektrum Geschichte 6/2023, Editorial von Karin Schlott).

Dieser Satz erfordert erstens die Ergänzung, dass es beim Raub der Kinder im 2. Weltkrieg vor allem um Rassismus ging:

„Ein Beispiel solch einer vergessenen Geschichte ist jene der circa 50 000 bis 200 000 Kinder, die während des Zweiten Weltkriegs im Auftrag vom Reichführer SS Heinrich Himmler aus den besetzten Gebieten geraubt und entführt wurden. Diese waren vornehmlich Kinder, die nach der rassistischen Ideologie des Führers Adolf Hitler gutes, das heißt so genanntes arisches Blut hatten und die sich im Deutschen Reich germanisieren ließen.“ (Auszug aus „Geschichte(n) geraubter Kinder“)

Zweitens erfordert der Vergleich von Frau Schlott einen Hinweis auf das Schicksal der Kinder, die den Nazis als rassisch minderwertig galten. Die Stichworte Babi Jar und Auschwitz geben dazu schreckliche Auskunft.

Das Editorial von Frau Schlott hat mich zur Kündigung meines Abonnements bei diesem Verlag veranlasst. Wissenschaft sollte sachlich und unparteiisch sein, sonst ist es keine.

Demnächst folgt der zweite Teil.

Klaus Winkelmann

Klaus Winkelmann hat Prozessautomation und Technische Kybernetik an der TU Dresden studiert. Er war als Ingenieur für verschiedene Industrieunternehmen im In- und Ausland tätig, zuletzt in der Energiewirtschaft. Er lebt in Berlin.
Mehr Beiträge von Klaus Winkelmann →

Ähnliche Beiträge:

30 Kommentare

  1. Lohnt es sich wirklich diese Regierung noch zu Fragen? Ich habe berechtigte Zweifel!
    Die Positionen sind doch klar und die Frage müßte lauten: „Was tun wir dagegen?“

    „Krieg im Kopf, Diplomatie unerwünscht: über einen Tweet des Außenministers“
    „Putin testet tagtäglich unsere Entschlossenheit. Er will unsere Demokratien beschädigen“ – das sind die Worte von Johann Wadephul, veröffentlicht in einem mehrteiligen Tweet auf der Plattform X am vergangenen Freitag.

    „Umrahmt von militärischen Bildern, sind die Aussagen Dokument einer deutschen Politik, die sich in ihrem eigenen Feindbild verrannt hat – und daran regelrecht festhalten will. Die Schlussfolgerung drängt sich auf: Auf der politischen Ebene herrscht Krieg im Kopf. In den Aussagen Wadephuls ist der Konfrontationskurs Programm.

    Für Entschärfung, Entspannung und Diplomatie ist in einer Sprache, die das Feindbilddenken in jedem Satz erkennen lässt, kein Platz mehr“
    Quelle https://www.nachdenkseiten.de/?p=149364

  2. ich finde es vollkommen sinnlos, heutige Politiker nach ihrer Meinung zur ukraine zu fragen. unsere heutigen Politiker zeichnen sich vor allem durch fehlende Geschichtskenntnis, fehlendes Geschichtsbewußtsein, durch Ehr-, Gewissen- und Verantwortungs- und allgemeine Ahnungslosigkeit aus. Allerspätestens, als Rußland die Jelzin-Politik mit all ihren Schürfrechten beendete, war der krieg gegen rußland abgemachte Sache. Wenn ich mich mit Russen unterhielt, war denen das allen klar! Ab 2014 wußte dann jeder, daß es bis dahin nicht mehr lange dauern würde. Jeder von uns kann sich gut an die Zeit erinnern, so lange liegt das ja noch nicht zurück. Vollkommen überflüssig, sich im nachhinein die lage von unseren volksverrätern erklären lassen zu wollen. Bildet Euch Eure Meinung durch eigenes Geschichtsinteresse und Faktenwissen.

    seit neuestem: Frontberichte in 4K – hammerhart. https://ok.ru/video/14341511776896

  3. Vielen Dank für diese zum Fürchten gute Zusammenstellung von Zitaten der heutige Propaganda, die genau so auch aus der NS-Zeit stammen könnten. Beleg:

    „Bei diesem Kampf steht hier (…) eine Welt, wie wir sie uns vorstellen: schön, anständig, sozial gerecht, die
    vielleicht im einzelnen mit manchen Fehlern noch behaftet ist, aber im ganzen eine frohe, schöne,
    kulturerfüllte Welt, so wie unser Deutschland eben ist. Auf der anderen Seite steht ein 180-
    Millionen-Volk, ein Gemisch aus Rassen und Völkern, deren Namen schon unaussprechlich ist und
    deren Gestalt so ist, dass man sie bloß ohne jede Gnade und Barmherzigkeit zusammenschießen
    kann.“

    Das sagte Reichsführer SS Heinrich Himmler vor 85 Jahren, 3 Wochen nachdem Nazi-Deutschland die Sowjetunion überfallen hatte, wobei ich die mit (…) bezeichnete Stelle weggelassen habe.

    Vollständig lautet das Zitat:
    „Bei diesem Kampf steht hier der Nationalsozialismus, eine auf dem Wert unseres germanischen, nordischen Blutes aufgebaute Weltanschauung, eine Welt, wie wir sie uns vorstellen: schön, anständig, sozial gerecht usw. usw.“

    Wenn man die Passage mit dem Nationalsozialismus und dem germanischen nordischen Blut durch „unsere Werte, unsere Demokratie“ ersetzt, passt dann dieses Zitat in das Deutschland von 2026? Vielleicht noch nicht ganz, aber 2029 ist es bestimmt so weit, wenn wir uns nicht dagegen wehren.

  4. Eine saubere Analyse, der ich voll zustimme. Sie erzeugt in mir ein Gefühl des Ekels, was die Aussagen deutscher Politiker angeht.

  5. Das Vorgehen der Regierungen des Westens und ihrer Presseorgane ähnelt dem Provozieren eines Menschen bis zur Weißglut. Bis er dann ausrastet, was man dann süffisant als Beleg für seine Gewaltbereitschaft auslegt.

  6. Besonders widerlich ist der Vorwurf der Kinderverschleppung durch Russland. Denn die Ukraine kümmert sich nicht um verwaiste Kinder und überlässt sie einfach ihrem Schicksal
    Die UNICEF macht folgende Angaben über das Schicksal von familienlosen Kindern in der Ukraine. „Insgesamt schätzt UNICEF die Zahl der Straßenkinder auf rund 100.000. Sie sind Gewalt, sexueller Ausbeutung und HIV-Infektionen schutzlos ausgesetzt. Bei Befragungen berichteten viele dieser Heranwachsenden, dass sie sich prostituieren müssen.“ „Die Zahl der HIV-Infektionen hat sich in den vergangenen fünf Jahren verdreizehnfacht.“ (Beide Zitate UNICEF: Kinderrechte in der Ukraine stärken! Köln • Donnerstag, 8. September 2022) Und so war es schon vor dem Krieg! Kinderrechte werden also in der Ukraine massiv verletzt. Den Russen, die sich um verwaiste Kinder in von ihnen verwalteten Gebieten kümmern, wirft man aber Zwangsadoption und Verschleppung von Kindern vor. Diese Art von widerlicher Kriegpropaganda kennt man aus einem anderen Krieg als Brutkastenlüge!
    Da von der UNICEF keine brauchbare Antwort kam, hier Frage an meine KI und Antwort.
    „Was macht Russland in den annektierten Gebieten für ukrainische Kinder, die durch den Krieg von ihren Eltern getrennt wurden oder sie verloren haben?“
    Ich kann dir erklären, was verschiedene internationale Organisationen, Medien und Menschenrechtsgruppen über den Umgang russischer Behörden mit ukrainischen Kindern berichten. Berichten zufolge werden Kinder, die ohne Eltern in den besetzten Gebieten zurückbleiben, häufig registriert und als „Waisen“ eingestuft, auch wenn ihre Eltern möglicherweise noch leben, aber nicht erreichbar sind, und in staatliche Einrichtungen oder Pflegefamilien überführt.
    Russische Behörden stellen dies als Schutzmaßnahme dar. Internationale Organisationen kritisieren, dass die Einstufung als „Waise“ oft ohne ausreichende Prüfung erfolgt.

  7. Der Bürgerkrieg im Donbass ging schon im Mai 2014 los – mir hat der Abschuß von MH-17 im Juli 2014 die Augen geöffnet. Allerdings hätte ich nicht damit gerechnet, dass praktisch die ganze Ukraine verheizt werden soll …

  8. In der Tiefe hat die Russophobie des „Westens“ ihren Ursprung im der Kirchenspaltung von 1054.
    Das wurde später überlagert von der Gier nach den Reichtümern Russland. Und im Falle von Deutschland auch von Revanchegedanken für den 8./9. Mai 1945. Der deutsche Herrenmensch hat es nicht verwunden, vom „ barbarischen Untermenschen“ besiegt worden zu sein…
    B.Brecht schrieb einst: „ Das große Karthago führte drei Kriege. …. Nach dem dritten war es nicht mehr auffindbar.“

  9. „Der ehemalige WDR-Redakteur Rob Kenius hat dazu eine Vermutung:“

    Triffts recht gut.
    Auf Nachfragen reagiert da aber schon keiner mehr. Warweg wird da ständig nur abgebügelt.
    1914 ist gut 100 Jahre her. Auch da war die SPD bereits mit dabei.

    sagt die SPD selbst
    https://www.spd.de/160-jahre/1914-billigung-der-kriegskredite
    „Am 4. August 1914 stimmt die sozialdemokratische Fraktion im Reichstag geschlossen für die Kriegskredite. “

    Vielleicht sollten die wenigstens mal ihre eigene Webseite lesen.

  10. Der Krieg habe 2014 begonnen, meint Stoltenberg. Auch das ist eher zu spät. Schauen wir uns mal einen Vorgang aus dem Jahr 2013 an. Putin hatte Michail Chodorkowski begnadigt, wozu der greise Hans-Dietrich Genscher nach Moskau geflogen war, um das zu erreichen. Ein Entgegenkommen also, aber wie wurde das kommentiert? Hier der Stern-Artikel dazu:
    https://www.stern.de/politik/ausland/begnadigung-von-michail-chodorkowski-was-hinter-putins-ploetzlicher-milde-steckt-3656088.html
    Schon damals diese absolut diffamierende und herabsetzende Sprache. Putin war nicht wütend, weil C. Milliarden an Steuern hinterzogen hatte, sondern weil er keine Krawatte trug. Und natürlich ist C. Kopf einer „Freiheitsbewegung“

    Wikipedia schreibt: „Amnesty International hielt Chodorkowskis Verurteilung für politisch motiviert und bezeichnete ihn als prisoner of conscience (deutsch Gewissenshäftling);[1] der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat im September 2011 seine Verurteilung als „nicht politisch motiviert“ eingestuft.“

    Der EuGH damals noch nicht gleichgeschaltet, aber Amnesty als Speerspitze der Diffamierung. Schon damals.

    Die deutsche Bevölkerung war dermaßen schon eingestimmt, als dann der Maidan losbrach. Eine Flut von Lügen, die Putin und Lawrow geduldig über sich ergehen ließen. Nur ja nicht die „westlichen Partner“ verärgern. Aber dann plötzlich einen Krieg vom Zaum brechen. Die Russen machen es ihren Freunden in der Tat nicht leicht.

    Warum eigentlich? Der verstorbene US-Senator John McCain brachte es auf den Punkt: Russland ist eine Tankstelle, die sich fälschlicherweise für einen Staat hält. Überdies verdient Blackrock in Russland nichts, weil Hedgefonds verboten sind.

    Und die Deutschen? Unternehmen Barbarossa, wie Sevim Dagdelen das gestern richtig festgestellt hat.

  11. Diese Opferbereitschaft für die Ukraine hat längst etwas Hysterisches. Im Inland wird jeder Euro für Soziales, Gesundheit oder Bildung dreimal umgedreht, aber für Waffen, Militarisierung und Kriegsrhetorik scheint plötzlich ein Selbstbedienungsladen geöffnet zu sein. Die Bevölkerung soll stillhalten, verzichten und gefälligst den Mund halten, während sich die politische Klasse an ihrer moralischen Großmannssucht berauscht. Und wehe, jemand fragt nach Interessen, Hintergründen oder Alternativen zur Eskalation — dann ist man sofort verdächtig. Dieses Muster sagt über den Zustand dieser Republik mehr aus als jede Sonntagsrede.

  12. Es gibt aber auch einen Krieg, der erstaunlicherweise nicht stattfindet. Ist da nicht der Oberste aller Desinformanten, dieser Thomas Röper? Der ist zwar mit Sanktionen belegt, aber seine Seite konnten sie nicht abklemmen. Wo sind die Faktenfinder, die diesem Kremelknecht das Handwerk legen? Die ARD hat da doch diesen Pascal Siggelkow. Der könnte mal etwas tun, ich zahle ja für ihn. Und? Nichts, exakt nichts.
    Siggelkow wird sich niemals mit Röper anlegen, denn er würde Runde um Runde verlieren. Röper hat nicht nur die Gabe, die Ereignisse zutreffend einzuordnen, er ist darüber hinaus ein teilweise erstklassiger Analytiker. Wenn der nun unwidersprochen bleibt, entsteht der Eindruck, er habe recht. So nämlich ist das.
    Wobei auf das krasse Ungleichgewicht im Informationskrieg hinzuweisen ist. Hierzulande sind RT deutsch und Sputnik abgeklemmt. Youtube hat alles von RT deutsch einfach gelöscht, wodurch massenhaft Beweismaterial vernichtet wurde. Anders die Russen: sie können mühelos BBC, CNN und deutsche Welle hören. Der Standpunkt des Westens ist in Russland wohlbekannt.
    Aber sie stürzen diesen Putin nicht. Ein völlig unerklärliches Rätsel.

  13. „Dann muss man fragen, was denn die Russen dermaßen verärgert hat, dass sie sich zu diesem riskanten Schritt entschlossen haben. Irgendetwas muss vorher geschehen sein. Nur aus einer schlechten Tageslaune heraus, setzt man keine ganze Armee in Bewegung. Gleiches gilt für die Besetzung der Krim 2014.“

    Putin will Russen heim ins Reich holen (Russki Mir), Schicklgruber hat sich deswegen auch zu einem „riskanten Schritt “ entschlossen.
    Ansonsten ist es schon auffällig wie die Rohstoffe der Ukraine im Fokus liegen, u.a. wurde kurz vor dem Krim-Putsch Gas vor der Krim entdeckt.

  14. „Systemische Unterschiede scheiden als Erklärung aus: Sowohl die Ukraine als auch Russland sind Markwirtschaften, in denen Oligarchen über starken politischen Einfluss verfügen.“
    Da sehe ich aber doch einen wesentlichen und für den freien Westen entscheidenden Unterschied: Nämlich die Freiheit der Oligarchen, die ist in Russland durch Putin gedeckelt. Und damit auch die Freiheit des Kapitals, um das sich im Westen alles dreht. Somit ist auch der freie Zugang westlichen Kapitals zu russischen Ressourcen und Rohstoffen beschränkt.

    Das bis zur Zeitenwende deutsch-russische Wirtschaftsverhältnis basierte zum beidseitigen Nutzen (Win-win-Verhältnis), was dem von den USA geführten transatlantischen Regime aus verschiedenen Gründen ein Dorn im Auge war. Im Grundsätzlichen geht es da um die Freiheit des westlichen Kapital-Verkehrs, der in Russland aus Gründen der Souveränität nicht gewährleistet ist. Ein weiterer Grund war sicherlich die Furcht der USA (und nicht nur der) vor einer deutsch-russischen Achse mit wachsendem Wohlstand aber auch größerer Macht auf beiden Seiten, die der Hegemonial-Macht USA hätte in die Quere kommen können.

  15. Gute, wenn auch erschreckende Analyse.
    Vielen Dank!

    Um es auf den Punkt zu bringen:

    Während Russland (nach eigenen Angaben) versucht, die Ukraine (während des WKII im westlichen Teil Gehilfe Nazi-Deutschlands) zu entnazifizieren, erleben wir eine Renazifizierung Deutschlands, dem Heimatland des historischen Nazitums, die mit erschreckendem Tempo voranschreitet, da sie von unseren „Leit-Medien“ ignoriert, teilweise sogar unterstützt wird.

  16. Brav und fleissig, dieser Autor ! Unterm Strich bleibt das Fazit: Unsere Regierung begeht HOCHVERRAT !
    Gerichte, übernehmen Sie!

  17. Ich habe meine Kindheit im Donbass verbracht in den 80ger und 90ger Jahren. Später migrierte ich aufgrund meiner Deutschen Wurzeln mit meiner Familie nach Deutschland und lebte dort fast 30 Jahre. Vor einigen Jahren bereits migrierte ich nach Russland, unter Anderem auch weil mir und insbesondere meiner russischstämmigen Frau die Russophobie in Deutschland bereits vor dem Einmarsch bereits völlig unerträglich geworden war und wir wollten nicht, dass unsere Kinder in diesem Milieu aufwachsen mussten. Ich habe aber weiterhin noch Kontakte in Deutschland und lese weiterhin Deutsche Zeitungen und Magazine und beteilige mich an Diskussionen wie diesen hier.

    Vielleicht kann ich ein wenig auch erzählen wie die Stimmung in Russland zur Zeit ist. Die Sprache ist zum Teil sogar noch deutlich schärfer. Wobei es einen gewissen Unterschied gibt. In Russland lässt man sich nicht herab auf das Niveau „das sind Barbaren“ „Horden“ etc.. Man differenziert in Russland. Man macht immer wieder eine Trennung zwischen den Europäischen Völkern und den Eliten. Man hält die europäische Bevölkerung für Geiseln ihrer „geisteskranken“ Eliten. Die Vorwürfe und Beschimpfungen richten sich stets klar gegen Eliten, also in erster Linie konkrete Politiker, Medien, Oligarchen. Die einfache Bevölkerung klammert man oft explizit dabei aus.
    Unter den Russen herrscht de facto Konsens darüber, dass die europäischen Eliten von Russophobie und Revanchismus getrieben werden. Man glaubt, tief in ihrer Seele können sie den Russen den Ausgang des zweiten Weltkriegs nicht verzeihen und dass die europäische Russophobie vor allem daraus gespeist wird. Das ist auch wirklich gar kein Wunder, die „russische Propaganda“ muss sich da auch gar nicht groß anstrengen, sie braucht nur die Zitate heranführen, die auch in diesem Artikel erwähnt wurden. Sie können sich kaum vorstellen welche Wirkung solche Worte in der russischen Gesellschaft entfalten, nachdem was die Russen im Zweiten Weltkrieg erlebt haben. Das haben sie nie vergessen oder verdrängt. Das sitzt ihnen auch Heute in den Knochen, mehr denn je.

    Daher werden oft Parallelen gezogen zwischen der Europäischen Union von Heute und dem Dritten Reich und der Anfang des 20. Jh in Europa herrschende Russophobie. Nicht unberechtigt, die Ähnlichkeit ist oft in der Tat bemerkenswert. Nun sollte man vielleicht noch wissen, für die Russen ist der Überfall Nazideutschland im Juni 1941 bis Heute ein Trauma geblieben. Stalin versuchte den Krieg zu vermeiden bzw. ihn wenigstens hinauszuzögern. Er glaubte dem Geheimdienst nicht, dass der Angriff unmittelbar bevorstand und tat es als Desinformation ab. Er verzichtete drauf die Grenze zu sehr zu verstärken, um Hitler keinen Vorwand für einen Präventivschlag zu geben. Dies erwies sich als ein schwerer Fehler, was Millionen von Sowjetbürgern das Leben kostete. Hitler hat trotzdem angegriffen und er führte einen totalen Vernichtungskrieg in der Sowjetunion.
    Daher ist es der russischen Bevölkerung von Heute sehr wichtig, dass sich der 22. Juni 1941 Niemals wiederholt. Aus diesem Grund fühlt sich Russland durch die Osterweiterung der NATO bedroht. Das weckt genau diese Erinnerungen.

    Mit meinem Einblick, sowohl in die Russische als auch die Deutsche Wirklichkeit, fürchte ich, dass wir uns auf einem Kollisionskurs befinden. Die Rhetorik wird auf beiden Seiten immer extremer. Beide Seiten rüsten sich auf. Beide halten sich für überlegen. Noch halte ich den großen Krieg für vermeidbar, aber meine Hoffnungen schmelzen dahin. Und ehrlich gesagt, bin ich wirklich froh, dass ich das nicht in Deutschland erleben muss. Ich denke, Deutschland würde wohl die schlimmsten Verwüstungen und menschliches Leid abbekommen. In die Ecke gedrängt, würde Russland Atomwaffen gegen Europa einsetzen. Da gibt es bei mir überhaupt keine Zweifel.

    Vor diesem Hintergrund möchte ich vielleicht noch auf eine Figur Aufmerksam machen. Sergey Karaganov, ist vielleicht in Deutschland nicht sehr bekannt. Ein russischer Politologe, Analyst und politischer Berater. Er gilt als sehr Kremlnah, gut vernetzt und mit sehr großem Einfluss, ja gar als eine Art „Graue Eminenz“. Vor einigen Tagen gab er dem Deutschen Alexander von Bismark ein Interview. Das ist bemerkenswert, normalerweise meidet er die Öffentlichkeit, insbesondere Gespräche mit Europäern. Ich würde da genau hinhören was er sagt.

    https://x.com/NatalkaKyiv/status/2047006011920105875

    Seiner Ansicht nach, haben die europäischen Eliten in jeder Hinsicht versagt. Sie schüren das Feuer eines großen Krieges, der sie selbst vernichten wird. Europa folgt dem „Weg von Goebbels“, und Russland ist bereit, die Brandstifter zu bestrafen. In der Europäischen Union nehmen revanchistische Stimmungen zu, die katastrophale Folgen haben könnten. Und das ist nicht nur Rhetorik – es ist die Einschätzung einer Person, die dem Kreml nahesteht.

    Zitat: „Derzeit versuchen die gescheiterten westlichen, vor allem europäischen Eliten, sich zu revanchieren. Sie haben in allen Bereichen versagt – im sozialen, im wirtschaftlichen und in der Außenpolitik. Sie versuchen, das Feuer des Krieges zu schüren, obwohl dieser Krieg, den sie vorbereiten, sie selbst verbrennen wird. Alle. Nicht nur die Menschen, die all das aus Berlin oder Brüssel verkünden, sondern alle.
    Denn wenn wir Ihre Presse lesen, handelt es sich um derart absurde Verleumdungen, dass sie uns einfach dazu zwingen, uns zusammenzureißen. Aber ich fürchte, dass diese absurden Verleumdungen die Köpfe und die Menschen vergiften. Wenn Goebbels’sche Propaganda von allen Seiten auf uns einprasselt, dann setzt sie sich früher oder später durch.
    Wir sehen derzeit, dass sich in Europa, insbesondere in Deutschland, erneut ähnliche Prozesse abspielen. Das beunruhigt uns sehr, denn Deutschland ist die Quelle aller großen Übel Europas und der Weltkriege. Dass ihr diesen Weg erneut einschlagt, erfüllt uns mit Entsetzen, weckt aber andererseits auch die Entschlossenheit, euch zu bestrafen.
    Aber ich möchte das deutsche Volk nicht bestrafen. Ich möchte keine unschuldigen Menschen bestrafen. Doch wenn es so weitergeht, werden wir früher oder später gezwungen sein, jene Europäer zu bestrafen, die Krieg gegen uns führen. “

    Zur Ukraine Zitat:
    „Eine entscheidende Niederlage dieses Regimes ist notwendig. Ein faschistisches Nazi-Regime in der Ukraine. Eine vollständige und totale Niederlage ist notwendig, und die Überreste der Ukraine müssen in ein vollständig entmilitarisiertes Land mit einem geänderten Regime zurückgeführt werden. Denn sie sind mittlerweile praktisch zu einer Kopie des Nazi-Regimes in Deutschland geworden. Ein Wandel des politischen Systems ist notwendig, und eine vollständige Entmilitarisierung ist notwendig. Denn wenn wir jetzt aufhören, würden wir zum Beispiel Vorschläge nach dem Vorbild der erreichten Zusagen in Alaska bekommen. Dann wird die ukrainische Elite, gestützt von den Europäern, weiterhin provozieren, uns angreifen, und früher oder später werden wir den Krieg wieder aufnehmen müssen. Aber dies wird ein Vernichtungskrieg sein – nicht nur im Bezug auf die Ukraine, sondern auch im Bezug auf Europa. Wir haben das satt. Im Moment zögert Wladimir Putin noch. Aber ich versichere Ihnen, dass eine große Mehrheit der Menschen in Russland der Ansicht ist, dass eine harte Bestrafung Europas notwendig ist. Obwohl nicht Europa schuld ist, sondern vielmehr seine derzeit bankrotte Elite. „

    1. Vielen Dank für Ihren Kommentar!

      Man kann Ihnen nur gratulieren zu ihrem interessanten Lebenslauf und zu Ihrer Entscheidung, nach Russland zu ziehen.

      Ihrer Einschätzung stimme ich zu.
      Hierzulande ist leider nur noch eine Minderheit der Menschen in der Lage, sich in die Situation Russlands und seiner Bevölkerung hinein zu verstzen. Der größere Teil ist antirussisch aufgehetzt. Die Kriegsvorbereitungen werden einfach hingenommen. Dabei müsste jedem eigentlich klar sein, dass es Frieden in Europa nur durch ein Sicherheitsabkommen geben kann, das Russland mit einbezieht, was Russland immer wieder vorgeschlagen hat.
      Ein Krieg mit Russland, in den uns unsere poilitischen „Eliten“ führen wollen, würde Deutschland jedoch vollkommen verwüsten.

      Was Sie über die Stimmung der Bevölkerung in Russland schreiben, finde ich absolut nachvollziehbar.
      Durch meine Kontakte mit russischen Kollegen, beginnend in den 1980er Jahren bis etwa 2010, weiß ich, dass dort jede Familie Opfer deutscher Kriegsverbrechen aus dem WKII zu beklagen hat.
      Die neue deutsche Regierungs-Rhetorik kann dort nur Entsetzen hervorrufen.
      Ich kann mich für unsere derzeitige deutsche Regierung und ihre Russophobie nur schämen.

      Deutschland steuert auf einen katastrophalen Krieg mit Russland zu, den es nie und nimmer gewinnen kann.
      Dem ist die Bevölkerung schutzlos ausgeliefert.
      Ich hoffe, dass bei Ihnen in Russland die Stimung bezüglich der Zukunft positiver ist.

      Herzl. Gruß,
      FL

    2. Vielen Dank für diesen ausführlichen Bericht.
      Ich selbst habe als Nachkriegskind (1960) schon als Kind nicht verstanden, woher dieser Russenhass kommt. Später habe ich mich dann mit der Deutschen Geschichte beschäftigt und bin nach Russland gereist. Ich habe dort ausschließlich freundliche und nette Menschen getroffen. Natürlich gab es dort in den 80ern auch Korruption und der Gleichen, aber alles in allem war ich sehr positiv überrascht.

      Was die heutige Zeit angeht, schäme ich mich für meine Landsleute. Sollte ich nochmals in die RF reisen, kann ich nur hoffen, daß die Menschen weiterhin differenzieren. Ich würde mich aber auch nicht wundern, wenn ich nicht mehr so freundlich aufgenommen werden würde wie damals.

      1. „Was die heutige Zeit angeht, schäme ich mich für meine Landsleute.“

        Setzen Sie als ewiger Deutscher Leute, die GEGEN russischen Faschismus, Imperialismus, Vertreibung und Krieg sind, auf die Anklagebank?.

    3. Gerne gelesen und meinen Dank für deinen Kommentar, der ja mit etlich anderen Kommentaren von Dir im Einklang stimmen. Das ist was Kommentare für mich ausmacht, kontinuierlich auf etwas aufmerksam machen, was Demokratie benötigt, also, ein dankeschön an Dich und ein dankeschön an deiner Familie.
      LG PRO1

    4. Danke für das umfangreich Statement. Wenn es der deutschen Politik jemals um eine Entspannung der Lage oder gar um Frieden gegangen wäre, hätte man niemals die Verbindungen in die russische Zivilgesellschaft gekappt. Im Gegenteil, man hätte diese Verbindungen verstärkt und azsgebaut. Diese bestanden ja zahlreich in den Bereichen Kultur, Sport und den Wissenschaften. Für mich ein weiterer Beleg, dass die gezielte Aufrüstung gegen Russland auf eine Entsprechung in Art. 26 Abs. 1 GG (Vorbereitung eines Angriffskriegs) zu prüfen wäre. Ein Anliegen freilich, das als absurd abgetan würde.
      Es läge also daran, aus unserer Bevölkerung heraus Kontakte zur russischen aufzubauen. Unter Ausschluss aller politischen Themen aber dennoch mit klarem Fokus auf Herstellung und Erhalt des Friedens. Dies ist trotz aller Reglementierung noch möglich und es gibt tausenderlei Anknüpfungspunkte. Ein Austausch auf privater Ebene kann erfolgreich sein. Erinnert sei hier an eine US-amerikanisch Alternativbewegung die mit ihrem Austauschprogramm einen ganz entscheidenden Beitrag zur Perestroika geleistet hatte.

      *Ja, ich bin komplett amerikanisch sozialisiert. Mein erster Radiosender war der AFN. Rock‘ n Roll und Rock, dann der Blues. V2 Motorräder und V8 Autos. Hippies und die Literatur der Beatnicks. Beim Human Potential Movement verweilend.

  18. Was mir zu denken gibt ist, dass ausgerechnet Ostdeutschland russenfreundlich ist, das bis zur Wiedervereinigung russisch besetzt war.

    1. Verstehe das Argument nicht so ganz. Müsste man deswegen von den Ossis Russenhass erwarten?

      Also ich bin als West-Berliner aufgewachsen (60er/70er Jahre), war folglich sogar dreifach besetzt von den Amis, den Franzosen und den Briten, war nicht einmal offiziell Bürger der Bundesrepublik und bekam, wie wir alle damals in Berlin, nur einen Behelfsmäßigen Personalausweis. Dennoch habe ich weder einen Hass auf Amis, Franzosen und Briten entwickeln können. Auch nicht auf „die Russen“ auf der anderen Seite.

      Kann mich noch daran erinnern, wie wir mit dem Fahrrad an der Mauer entlanggefahren sind, manchmal auf diese Türmchen geklettert sind, die einen Blick in den Mauerstreifen auf der Ostseite erlaubten, auf die Minenfelder und die ewig langen Laufschienen, an denen die Hunde angekettet waren. Das wirkte alles schon sehr bedrohlich, unwirklich. Irgendwie auch gewalttätig, dieser massive Ausdruck von Völkertrennung. Hass kam da nicht auf, nicht auf unsere Besatzungsmächte, auch auf „die Russen“ nicht, bei keinem, jedenfalls nicht, dass ich mich in meinem Umfeld an so etwas erinnern könnte. Vielleicht bin ich „zu weit unten“ sozialisiert

      Den Mauerfall habe ich schließlich als einen Sieg der Menschlichkeit über die Gewalt verstanden. Ich habe mich wohl zu früh gefreut.

      Ich trenne allerdings auch stark zwischen dem Volk und seinen jeweiligen Regierungen. Ich muss sagen, wenn ich heute überhaupt irgendwen hassen würde – was ich nicht tue – dann wäre dieser Hass irgendwo bei deutschen Politikern verortet. Die bringen mich um meine wirklich wohlverdiente Ruhe, durch Dummheit, Egozentrik, Überheblichkeit und Emotionalität. Und deren Friedensunfähigkeit macht mich krank.

      Ich empfinde auch eine gewisse Machtlosigkeit, weil ich glaube, das keine Partei zurzeit in der Lage wäre, das geostrategische Blatt zum Guten zu wenden oder überhaupt wenden zu wollen. In der Lokalpolitik hier bei mir geht’s eigentlich noch.

    2. Was genau gibt Ihnen den hier zu denken ? Ich kenne viele Menschen aus der ehemaligen DDR und viele davon
      hatten kein Problem. Im Gegenteil, die wünschen sich heute sogar diese Zeit wieder zurück.
      Ich persönlich bin froh im Westen aufgewachsen zu sein. Hatte jedoch nie ein Problem mit dem Ostblock.

    3. „Was mir zu denken gibt ist, dass ausgerechnet Ostdeutschland russenfreundlich ist, das bis zur Wiedervereinigung russisch besetzt war.“

      Dem entnehme ich werter @Torwächter, dass Sie Wessi sind. Sie standen also bis zur Wiedervereinung nicht unter russischer Besatzung und wurden nicht zwangssowjetisiert wie die Ossis. Dennoch sind Sie ein bekenender Putinrussland-Fan. Gestern bejubelten Sie hier im Forum das russische Wirtschaftswachstum, verstehe daher Ihre Einwände nicht,

      1. Als „Ossi“ wurde ich nicht „zwangssowjetisiert“ ! Obwohl in meiner Heimatstadt eine Gardepanzerdivision und eine Raketenbrigade stationiert waren. Offenbar wurden sie durch ihren Führungsoffizier falsch geschult.
        Ich kann nur noch mit dem Kopf schütteln, wenn mir junge Wessis erzählen, wie ich in der DDR gelebt habe….

  19. Gute Fragen, lese gerade Tannebergs “ Notlandung“, gleiche Fragestellung.
    Aber nicht tief genug.
    Wo bitte marschierte Russland in die Ukraine ein?
    Nach bisheriger Messung bewegen sich die Kräfte der (bis zum Plebiszit) ostukrainischen Republiken mit Unterstützung Rußlands auf ihrem Territorium. Ob der Westen diese anerkennt oder nicht ist unerheblich. Schließlich hat doe NATO mit dem Kosovo die Vorlage selbst geliefert. Somit bewegt sich Rußland durchaus im Rahmen des Völkerrechts.
    Putin ist Jurist und legt auf korrektes Vorgehen sehr viel Wert. Wohl auch deshalb ist noch keine Front Richtung Neu-Rußland eröffnet worden, bleibt somit Verhandlungsgegenstand für die Kapitulation.

Schreibe einen Kommentar

Bitte beachten Sie unsere Kommentarregeln : Bleiben Sie sachlich, respektvoll und beim Thema. Wir behalten uns vor, insbesondere Kommentare zu entfernen, die Beleidigungen, Spam oder persönliche Angriffe enthalten.

Pro Beitrag sind maximal 3 Kommentare (inklusive Antworten auf andere Kommentare) zulässig.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Bitte schreiben Sie mindestens 100 und höchstens 10000 Zeichen.

0 / 10000 Zeichen