
Der Kulturkampf zwischen der AfD und dem Establishment um den zeitgemäßen Patriotismus erstreckt sich auch auf die zugehörige Sittlichkeit.
Zweiter Teil. Den ersten Teil finden Sie hier.
Der offizielle ‚Antifaschismus‘, der im ersten Teil charakterisiert wurde, begleitet auch eine bundesdeutsche Staatsräson, die machtpolitischen und kriegerischen Alleingängen nach zwei erfolglosen Anläufen dazu definitiv abgeschworen hat. Die Befolgung von Regeln der Welthandelsorganisation, die politökonomische Einordnung in die EU, die militärische in die NATO oder die diplomatische in die UNO haben sich als die bessere Alternative für die deutsche Machtprojektion erwiesen – freilich um den Preis von Abstrichen bei der staatlichen Souveränität. Das Bekenntnis zu den Menschenrechten und die damit eingegangenen Verpflichtungen haben in dieser bundesdeutschen Räson ebenfalls ihren Platz, was einem kleinen Anteil der weltweiten Opfer von Geschäft und Gewalt zum Recht auf Schutz und Asyl verholfen hat. (Dass solche Rechte staatlichen Berechnungen unterliegen und ihre Haken und Konjunkturen haben, sollte an den Armuts- und Elendsmigranten deutlich werden, für die die ‚Willkommenskultur‘ inzwischen ‚gecancelt‘ ist.)
An der souveränen Selbstbeschränkung, die die etablierte Politik eingeht, und ihren Widersprüchen, die auch sie kennt, macht sich die AfD zu schaffen, wenn sie den „Vorschriften von Brüsseler EU, Ukraine, UN-Migrationspakt oder Pariser Klimakonferenz“ (s.o.) die „eigenen Interessen“ entgegensetzt. Wenn die Partei in diesem Kontext manchmal verdächtigt wird, dem ‚Führer‘ nachzutrauern, so liegt der Verdacht daneben – das Dritte Reich gilt ihr als „Vogelschiss“ und „Schande“. Aber die bundesdeutsche Vergangenheitsbewältigung nimmt sie wahr als einen „Schuldkult“, der nicht nur den Stolz auf die Nation behindert, sondern mit ihm auch das Staatshandeln, das für den nationalen Erfolg notwendig wäre: ungeteilte Hoheit über Wirtschaft und Geld, Außenbeziehungen, Zuwanderung, Energieverbrauch etc. Und dieses Deutschlandbild will die Bildungspolitik der AfD eben auch im Patriotismus des Jungvolks verankern. Falls sie als Regierungspartei in Länderhoheit die ‚Brandmauer‘ der KMK einreißen kann. (Mit dem allgemeinen politischen Kontext dieses Begriffs befassen sich dieser Text und dieser Podcast.)
„Regenbogenimperium“
Auch im weiteren Umkreis von Unterrichtsthemen wie „Kolonialismus, Rassismus und andere Diskriminierungsformen“, die die KMK als „demokratiebildend“ behandelt sehen will, hat das AfD-Programm eine eigene Lesart anzubieten. Dem schon zitierten Dr. phil. Tillschneider zufolge werde die Partei dafür sorgen, „dass die Schulen unsere Kinder zu mündigen, mutigen, klugen, selbstbewussten und freigeistigen Bürgern heranbilden“ und nicht zu „gehirngewaschenen und kompetenzlosen, feigen Gesinnungssoldaten des Regenbogenimperiums“. Die Wortwahl ist zwar so pompös wie nebulös, lässt aber vermuten, dass der regierende Kanzler als ‚Regenbogenimperator‘ mindestens mitgemeint ist. Derselbe Merz also, der den Bundestag durch eine Beflaggung mit den Spektralfarben zum „Zirkuszelt“ herabgewürdigt sieht und die Regenbogenfahne nur dann leiden mag, wenn sie als ‚Freiheitssymbol gegen den Islamismus‘ zu gebrauchen ist. Das gilt in diesem Fall sogar für die AfD, die ansonsten aber weiß, dass sie über die vaterlandsvergessene Vergangenheitsbewältigung hinaus noch weitere Gegner anzugehen hat. Dazu wieder das Wahlprogramm: „Abgesehen davon, dass es echten Rassismus kaum noch gibt […, wird] unter dem Deckmantel, Rassismus bekämpfen zu wollen, gegen legitime rechte und patriotische Einstellungen vorgegangen. Schüler werden unter Druck gesetzt, sich der Vorherrschaft linker Ideen zu beugen.“ „Die Geisteswissenschaften stecken bis zum Hals in einem Sumpf aus Genderismus, Postkolonialismus und sonstiger poststrukturalistischer Phrasendrescherei.“ „Es handelt sich beim Postkolonialismus um ein Programm zur Zerstörung der europäischen Identität.“ „Politische Korrektheit, Cancel Culture, Wokeness und die Gebote der Regenbogenideologie begründen eine regelrechte Gesinnungsdiktatur.“ „Der pervers-linke, radikal feministische und individualistische Ungeist zersetzt traditionelle Familien- und Rollenbilder.“ „Die Gendersprache strebt danach, das Geschlecht aus der Sprache zu verbannen […] und dann auch aus der Gesellschaft.“ Diesen „Ungeist“ gilt es zu vertreiben, den „Sumpf“ trockenzulegen und die „Gesinnungsdiktatur“ zu brechen – wofür Flaggenverbote, Dienst- und Sprachvorschriften, Lehrplanvorgaben, Personalkontrolle oder Stellen- und Mittelstreichungen die Instrumente der Wahl sind.
Zunächst sei darauf hingewiesen, dass die AfD mit ihrem freihändig erstellten Sittengemälde nicht ganz allein steht. Das ist insofern kein Wunder, als etliche ihrer Mitglieder und Anhänger dem Umkreis der bürgerlichen Parteien entstammen. So warnt auch das Grundsatzprogramm der CSU vor dem „linken Kulturkampf in Form von Identitätspolitik, Wokeness und Cancel Culture“, der „ein anderes Land“ wolle. Die heutige Bundesministerin Dorothee Bär hielt u.a. der Ampel-Koalition vor, dass „unter dem Leitmotiv der Entbiologisierung eine Dekonstruktion von Identität und Familie“ unterwegs sei. Die AfD treibt ihr anti-queeres Anliegen aber ein Stück radikaler voran und versieht das, worum es bei Antidiskriminierung, Wokeness oder Gender- und Post Colonial Studies der Sache nach geht, mit ihrem eigentümlichen ‚Narrativ‘. Dazu übertreibt sie völlig den Einfluss dieser – gar nicht näher bestimmten – ‚Regenbogendiktatur‘ auf die tatsächliche Schullandschaft, der über ein ‚wokes‘ Deutsch bei Schülern und manchen Lehrern, über lackierte Nägel bei ein paar Jungs der Oberstufe und über die Teilnahme am Christopher Street Day nicht groß hinausreicht. Wie sich das ‚queere Imperium‘ schließlich im Schulstoff niederschlagen soll, bleibt gänzlich schleierhaft.
Worum es bei der staatlichen Anerkennung von ‚Diversität‘ und der Abwehr von ‚Diskriminierung‘ tatsächlich handelt und was davon realiter in der Schule ankommt, ist ungefähr Folgendes: Die erste und die zweite Frauenbewegung sowie der Aktivismus der Schwulen hatten für ihre Ziele noch deutlich stärker gegen politische und gesellschaftliche Widerstände anzukämpfen als ihre queeren und woken Nachfolger. Die Vorgänger haben den bürgerlichen Staat offenbar dazu gedrängt oder veranlasst, seine heteronormative Sittlichkeit zu reformieren und diesbezügliche Konfrontationen und Streitfälle zu bereinigen. Die vergangene Beschränkung der Rechtsstellung von Frauen und die Sanktionierung privater Verhaltensweisen bei Menschen jeder Geschlechtsorientierung erschienen dem lernfähigen Gesetzgeber nach und nach vom Standpunkt der jeweils erreichten Aussöhnung mit solchen Staatsbürgern als unnötig und verfehlt. Auf diesem Weg komplettierte sich die rechtsstaatliche Anerkennung des bürgerlichen Individuums und seiner Willensfreiheit – auch dann, wenn diese auf die Kultivierung einer höchstpersönlichen Identität hinausläuft. (Was man sich davon kaufen kann, also der substanzielle Unterschied von rechtlicher und materieller Lage, steht auf einem anderen Blatt. Überdies deutet der politische und gesellschaftlicher Einfluss der AfD auf seine Weise an, dass solche Minoritätenrechte nicht in Stein gemeißelt sind.)
Auch die Ämter von ‚Antidiskriminierungsbeauftragten‘ in Bund, Ländern und Kommunen folgen aus dieser modernisierten Liberalität und sollen überwachen, dass aus „ethnischer Herkunft, Geschlecht, Religion/Weltanschauung, Behinderung, Alter und sexueller Identität“ keine dem Recht widersprechende Benachteiligung hervorgeht – die offenbar auch im modernen Kapitalismus und seiner ‚Einwanderungsgesellschaft‘ noch unterwegs ist. Dem kulturellen und wissenschaftlichen Überbau ist es dann überlassen, der rechtlichen Anerkennung sprachliche und verhaltensbezogene Symbole der Würdigung vorzuschießen oder nachzutragen. Und den Zeitgeist mit Diskussionen und Studien über Gender, Diversity, Critical Whiteness oder Postcolonialism anzureichern, die dann anteilig auch in die Schulen einsickern. Ein marginaler Radikalismus tritt schließlich noch hinzu, dem der Sturz von Bismarck-Statuen oder Kriegsdenkmälern ein Anliegen ist.
Die ablehnende Haltung zur deutschen Reichs- und zur abendländischen Kolonialgeschichte sowie zu einem „Rassismus, den es kaum noch gibt“ (s.o.), entlarvt sich in den Augen der AfD als ein gezieltes „Programm zur Zerstörung der europäischen Identität“ und des „Bekennens zum eigenen Land“. Und der Queerness des ‚Regenbogens‘ wird die Absicht unterstellt, „die traditionelle Familie zu zersetzen“. Wie beides überhaupt gehen soll, braucht die Partei nicht weiter zu begründen. Schon gleich nicht kann sie eine kritische Einstellung zur Nationalgeschichte oder zur bürgerlichen Familie den privaten Individuen überlassen. Ganz selbstredend sieht die AfD in der patriotischen Gesinnung wie in der völkischen Reproduktion zwei unverzichtbare Säulen eines deutschen Aufbruchs, dem sie auch an der bildungspolitischen Front zuarbeiten will. So gesehen ist erneut festzustellen, dass auch hier zwischen den neuen Rechten und den etablierten Betreibern der deutschen ‚Zeitenwende‘ und ‚Kriegstüchtigkeit‘ keine Wand steht, die nicht zu überwinden wäre.
P.S.
Ein schulkritischer Nachtrag zu einem kleinen Haken, der dem Bemühen beider Streitparteien um die Implementierung ihrer Variante von Nationalerziehung immanent ist: Beide gehen davon aus, dass die Schule nicht nur Sprachen oder Naturwissenschaften zum Gegenstand der Leistungsunterscheidung macht, sondern in gleicher Weise auch ihren Auftrag zur staatsbürgerlichen Bildung. Deren Inhalte werden in Deutsch, Ethik, Geschichte und anderen gesellschaftskundlichen Fächern unterrichtet und zensiert, wobei sich die Lehrkräfte gewiss sind, dass in den präsentierten Ideologien verbürgtes Wissen vorliegt. So fungieren dieselben tatsächlich als Schulstoff, der in die Lernkonkurrenz der Schüler genauso eingeht wie die Satzreihe des Pythagoras oder die Regeln der englischen If-Clauses. Freilich sorgt der schülerhafte Opportunismus, der mit dieser Konkurrenz einhergeht, für einen berechnenden Umgang mit den Lerninhalten, dem wenig Nachhaltigkeit über die abgeprüfte Leistung hinaus zukommt. Den Ideologien ergeht es in dieser Hinsicht nicht anders als dem sprach- oder naturkundlichen Wissen. Wie gut für den Kanon der Staatsbürgerkunde, dass er seine Plausibilität nicht aus Wahrheiten beziehen muss. Der stumme Zwang der Verhältnisse einer Konkurrenzgesellschaft nötigt auf seine elementare Weise dazu, sich gute Gründe der staatsbürgerlichen Anpassung zurechtzulegen.




Patriotismus ist so ein seltsamer Begriff, von dem alle meinen, ihn mit ihrer eigenen Bedeutung füllen zu müssen (um die Deutungshoheit zu erhalten).
Das ist der Grund dafür, daß ich den Begriff nicht benutze. Es steht jedoch fest, daß die Sprache DAS identitätsstiftende und gruppenzugehörigkeitsbestimmende Medium ist. Das nennen die Schwachmaten dann „Nationalismus“.
Und wenn ich schon den Begriff „Nationalerziehung“ höre, unter den heutigen Umständen, da wird mir einfach nur schlecht. Wohlwollend begleitet vom BRD-Bildungsminister und der GEW, oh Gott.
Ja ja, Gott mit uns. Oder mit Gott und den Faschisten (Karlheinz Deschner). Apropos Schwachmaten, der folgende Autor hat die bei der Arbeit beobachtet und das dokumentiert:
LTI-Lingua Tertii Imperii: Victor Klemperers Analyse der Sprache des Nationalsozialismus und ihrer Wirkunsmacht ist ein Meisterwerk der Geschichtsschreibung. Zugleich ist es ein historisches Dokument ersten Ranges von der Selbstrettung eines Sprach- und Literaturwissenschaftlers in hoffnungsloser Zeit.
»Was jemand willentlich verbergen will, sei es nur vor andern, sei es vor sich selber, auch was er unbewußt in sich trägt: Die Sprache bringt es an den Tag.«
– Victor Klemperer, LTI(die Sprache des Dritten Reiches)
Und da will einer tatsächlich behaupten, daß Führer und Verführte im Einklang, geographisch begrenzt, die gleiche Sprache sprächen:
Wir sind, was volkt!
27. Dezember 2018 Richard Winterstein
Neofaschisten skandieren griffige Parolen und offenbaren darin ihr gestörtes Verhältnis nicht nur zur deutschen Sprache, sondern auch zu deren Bedeutungsinhalten. Aber nicht nur das!
(…)
„Deutschland den Deutschen, Ausländer raus!“
Eine wahrhaft revolutionäre Parole! „Deutschland den Deutschen …!“ Deutschland ins Eigentum der Deutschen, d.h. aller Deutschen überführen – das hat was! So sei das aber gar nicht gemeint? Wie denn dann? Aha, der zweite Teil der Parole darf dabei nicht unterschlagen werden: Die Ausländer müssen natürlich außer Landes geschafft werden, denn darauf kommt’s in erster Linie an. Und wenn die dann alle weg sind, gehört Deutschland endlich wieder den Deutschen allein. Will heißen: Die Anwesenheit von Ausländern im Land ist verantwortlich dafür, dass Deutschland eben nicht den Deutschen gehört. Wenn das so ist: Gehört Deutschland heutzutage dann den Ausländern? Kann man so auch nicht sagen, denn die haben uns Deutschen Deutschland allein aufgrund ihrer Anwesenheit ja eigentlich gar nicht weggenommen. Es ist noch da und gehört überwiegend deutschen Eigentümern. Was also will uns die Parole sagen?
Mit der Eigentumsfrage hat die genau genommen gar nichts zu tun. Es geht dabei auch gar nicht um den Verteilungsmodus deutschen Eigentums, denn das ist bekanntlich selbst unter Deutschen höchst ungleich verteilt: Wenige besitzen sehr viel, viele sehr wenig! Das soll in den Augen derer, die diese Parole skandieren, auch gefälligst so bleiben! Deutschland soll, geht es nach dieser Parole, also gar nicht als Heimat krasser sozialer Ungleichheit denunziert, sondern als nationalistisch einheitlich strukturiertes Gebilde eingefordert werden. Deutschland ist unser Deutschland, wenn alle Ausländer weg sind! Und es hat auch dann immer noch unser Deutschland zu sein, wenn der Mehrheit der Bevölkerung wenig mehr als vielleicht ein Auto und die Wohnungseinrichtung gehört.
Die reale Einkommens- und Eigentumsverteilung hat für das deutsch-nationale Einheitsempfinden überhaupt keine Rolle zu spielen. Das nationale Wir-Gefühl hat es nicht nötig, sich mit lästigen Besitzverhältnissen herumzuschlagen. Als deutscher Landsmann steht uns der größte Mietwucherer noch immer um ein Vielfaches näher, als unser besitzloser Mieternachbar mit ausländischer Herkunft, der unter der gleichen Wuchermiete leidet, wie wir. Soziale Gegensätze, mit denen die Nation reichlich ausgestattet ist, sind dem überzeugten Neofaschisten überhaupt kein hinreichender Grund, seine Identifikation mit dem nationalen Ganzen in Frage zu stellen.
Daraus lässt sich der Schluss ziehen, dass es den Neofaschisten überhaupt nicht um das Wohlergehen der Mehrheit der lohnarbeitenden Bürger geht, deren Beziehung zu den Nutznießern (Kapital) sie lieber nicht zum Thema und schon gar nicht in vertiefter Form machen wollen.
(…)
„Liebe“ zu einem Land ist nur als Fetischismus denkbar: Man vergötzt einen Gegenstand oder irgendein Phantasieobjekt und projiziert darauf seine wie auch immer gearteten – im Falle der Neofaschisten: Gewalt- und Unterwerfungs- – Sehnsüchte! Es geht ihnen um die unbedingte Treue zur Nation auf allen Ebenen der von ihnen angestrebten nationalen Hackordnung, letztlich also um die Erzwingung von Kadavergehorsam! (Anmerkung: “ …das Wort bezieht sich auf die Vorschrift der jesuitischen Ordensregeln, dass die Ordensbrüder den Oberen widerspruchslos, wie ein toter Körper, (…) zu gehorchen hätten.“1)
https://web.archive.org/web/20181227104332/https://www.heise.de/tp/features/Wir-sind-was-volkt-4258505.html
Ihnen scheint der Sinn und Zweck des Nationalstaates nicht bekannt zu sein, stattdessen folgen Sie den Interessen des transnationalen Kapitals. Das natürlich nicht von Staaten oder Nationen gegängelt werden will, sondern seine Freiheit braucht. So kann es den Staaten seine Interessen und Bedingungen aufzwingen.
Wozu braucht es also noch National-Staaten, wo sie dem globalen Kapital doch nur ein Hindernis sind? Auf genau diese Schiene ist die westliche Linke aufgesprungen und so von Kapital-Interessen vereinnahmt worden. Weshalb man heute im Westen auch besser von Links-Liberalen sprechen sollte, das zeigt wo sie herkommen und was sie heute sind.
Nee, schon klar … werter Einflussagent, erst mal die Minderbemittlung unterstellen um klarzustellen, daß es nicht um Dialog sondern um Diskursdominanz geht. Macht nix, kann ich auch, ich brauch dabei nur sowas zu sagen wie, „für deine Leseschwäche kann ich nichts.“
Egal … der Nationalstaat ist ein (neuer) alter Fetisch einiger Rattenfänger des angeblich verteufelten Großkapitals. Glücklicherweise bleibt dabei die Verfasstheit dieses Fetisch immer außen vor. Wer hat eigentlich die Souveränität im Staat und verfügt so über die damit einhergehenden Machtmittel? Hab ja gerade auf Rousseau verwiesen.
Und da ich die gesammelten Werke der Person die mich hier gerade anquatscht habe, finde ich die vorgetragene Heuchelei ganz besonders von Interesse.
Wie kommt es eigentlich, daß die Schattenbank von hauptsächlich US-Oligarchen Anteile an der Schattenbank von hauptsächlich chinesischen Oligarchen hält und damit an der chinesischen Aufrüstung mitverdient.
Und wie kommt es eigentlich, daß die Schattenbank von hauptsächlich chinesischen Oligarchen Anteile an der Schattenbank von hauptsänlich US-Oligarchen hält und damit an der US-amerikanischen Aufrüstung mitverdient?
Kann es damit zusammenhängen, daß der nationale Fetisch nur etwas für die unteren Klassen ist, damit man sie gegeneinander hetzen kann?
Das sollte bei der aufgeklärten Leserschaft von Overton doch bekannt sein, das ist die herrschende Klasse. Und in der kapitalistischen Demokratie entsprechend das Kapital (oder vulgär ausgedrückt die Kapitalistenklasse).
Mit dem „nationalen Fetisch“ sind Sie anscheinend im 20. Jahrhundert stecken geblieben und haben noch nicht mitbekommen, dass der inzwischen durch den transatlantischen Werte-Fetisch ersetzt wurde.
Du meinst also, es sei an der Zeit, den Interessen des nationalen Kapitals zu folgen?
Auf jeden Fall sollte man möglichst viel Kapital im eigenen Land behalten. Ich bin Ossi und weiß bedeutet wie die DDR unter Kapital-Mangel litt. Seit der Zeitenwende verlieren wir in D kontinuierlich Kapital, was eindeutig die Transatlantiker zu verantworten haben.
Nun müssen sie dem entfleuchten Kapital auch noch hinterhereilen und um Kredit betteln um ihre bescheuerte Aufrüstung zu finanzieren, was sie immer tiefer in die Abhängigkeit des internationalen Kapitals bringt.
Natürlich sollte man nicht „den Interessen des nationalen Kapitals folgen“ (das wäre liberal), sondern die Interessen des Volkes dem nationalen Kapital diktieren (das wäre sozialistisch).
@EU? Nein danke!
Man solllte immer aufpassen, denn:
„So glauben heute viele Deutsche, wir hätten die Schoah aufgearbeitet, Antisemitismus sei ein »eingewandertes« Problem und Rassismus gäbe es gar nicht mehr. Das hat alles nichts mit der Realität zu tun, wie die Mitte-Studien verraten. Aber wenn sogar führende Politiker solche Narrative instrumentalisieren, bräuchte man kritische Medien, die das im Sinne einer vierten Gewalt aufdecken – idealtypisch.“
„Ein aktuelles Beispiel ist der herrliche Euphemismus »kapitalgedeckte« Rente, der in Wirklichkeit »Börsenspekulation« bedeutet. “
Quelle: »Wir sind in alle Kriege hineingelogen worden«
Über politische Sprache, Propaganda und mediale Kriegsvorbereitung. Ein Gespräch mit Sabine Schiffer
https://www.jungewelt.de/artikel/528008.notwendig-falsches-bewusstsein-wir-sind-in-alle-kriege-hineingelogen-worden.html
@Auf EU? Nein danke!
Zitat: „Es steht jedoch fest, daß die Sprache DAS identitätsstiftende und gruppenzugehörigkeitsbestimmende Medium ist. Das nennen die Schwachmaten dann „Nationalismus“.“
Man kann mit Sprache Identität stiften und die Merkmale festlegen, die eine bestimmte Gruppe, z. B. eine Nation definieren. Man kann mit Sprache aber auch spalten und ausgrenzen. Man kann mit Sprache sogar morden bzw. die Ermordung sprachlich vorbereiten.
In der Zeit von 1933 bis 1945 = „Vogelschiss in über 1.000 Jahre erfolgreicher deutscher Geschichte“ 🐦💩 (Alexander Gauland, AfD-Mitbegründer und Ehrenvorsitzender der 🔷 AfD) ließ die Regierung des 🟤 deutschen „Vogelschisslandes“ von gehorsamen und opportunistischen deutschen Mitbürgern zwischen 250.000 und 300.000 Kranke und schwerbehinderte Menschen aus Kostengründen ermorden, um den Staat, die Volksgemeinschaft und vor allem die Reichen zu entlasten. Da ging es nicht um Humanität, Mitmenschlichkeit und Sterbehilfe. Da ging es nur darum, Kosten zu sparen und zwar bei dem Allerschwächsten der Gesellschaft.
Viele denken, die „Euthanasie“ wäre 1933 mit den 🟤 Rechtextremen vom Himmel gefallen. Das war mitnichten so. Schon lange vor 1933 in der Zeit der demokratischen Weimarer Republik als es die Partei des Führers noch gar nicht gab, wurden kranke und behinderte Menschen von zwei promovierten Akademikern, Dr. med. Alfred Hoche und Dr. jur. et phil. Karl Binding, unter anderem als
☠️ „lebensunwertes Leben“,
☠️ „Ballastexistenzen“,
☠️ „geistig Tote“ und
☠️ „leere Menschenhülsen“
diffamiert und aus der Gemeinschaft der ordentlichen und anständigen Deutschen ausgegrenzt. (Siehe dazu: „Die Freigabe der Vernichtung lebensunwerten Lebens. Ihr Maß und ihre Form.“ Von den Professoren Alfred Hoche und Karl Binding, Leipzig 1920)
Die selbsterklärten „Aufgeweckten“ führen einen lächerlichen Krieg „gegen die AfD, und merken gar nicht, daß sie längst die Mehrheit der Bevölkerung gegen sich haben. Nicht weil die alle AfD wählen würden, sondern vor allem, weil die Aktionen so irre sind, und letztlich nur die Spaltung der Gesellschaft zum Ziel haben.
Aktuelles Beispiel aus Berlin: Die Volksbühne hat ein „Volksbad“ (darf man den überhaupt noch diesen „völkischen“ Begriff verwenden?) vor ihren Haus errichtet, in dem die Berliner kostenlos plantschen können. Nun hielt man es aber für geboten, einen Schwimm-Nachmittag ausschließlich für schwarze Kinder und Jugendliche auszurufen. Rassentrennung im Stil der Südstaaten nenne ich das. Aber nein, das ist ja nur „gut gemeint“. Und als – erwartbar – Proteste dagegen aufkamen, hat man das Bad einfach ganz dicht gemacht und ein großes „Fickt euch!“ auf die Wand gemalt:
https://ostdeutscheallgemeine.com/article/fickt-euch-volksbuehne-reagiert-mit-banner-auf-die-pool-debatte-10293395
Und die Begründung lautete, „der Schwimmnachmittag für Schwarze Kinder und Jugendliche sei zum Ziel rechter und rassistischer Hetze geworden“.
Intellektueller Kindergarten….
Die „Aufgeweckten“ oder Woken hatten nie die Mehrheit der Bevölkerung hinter sich, sondern nur die herrschende liberale Elite, die das Woke-Sein dann auch zum Inhalt des bürgerlichen Rechtsstaates machte – alles getreu nachgemacht der US-amerikanischen „demokratischen“ Politik, wo es aus deren rassistischer Tradition vielleicht sogar noch einen Sinn ergab.
In Europa haben wir aber eine andere Tradition. Wir sollten nicht alles nachmachen was aus den USA kommt. Und mit dem Trumpismus tut man sich ja auch etwas schwer. Aber ich bin mir ganz sicher, dass wir dank unsere Transatlantiker auch das schaffen – den Trumpismus in unser Recht zu integrieren.
Ja, die merkwürdige Idee der Volksbühne, die – leider – längst kein Aufsehen mehr mit dem erregt, was sie inszeniert, ist wirklich bezeichnend dafür, dass Teile des sich „links“ phantasierenden Bürgertums den Bezug zur Realität vollkommen verloren haben. Dass Menschen in dieser Stadt, die mit ihrer Arbeit die 300.000€ aufbrachten, die die Installation dieses Planschbeckens vor dem Theater kostet, die Idee ablehnten, vermag es nur als rechte Hetze zu begreifen. Ich habe keine Vorstellung davon, wie man da noch eine gemeinsame Diskussionsgrundlage finden soll. Man fragt sich, ob das Bestandteil eines raffinierten Wahlkampfes für die in unserer Stadt bisher doch chancenlose AFD ist.
Was kommst als nächstes ? Monatliches Freibier für Indianer? Täglich eine Freifahrt für Transen? Geldgeschenke für Angehörige von Opfergruppen nach Vorlage eines Zertifikats, ausgestellt von der kommunalen Erfassungststelle für Opfer der heteronormativen weißen Mehrheitsgesellschaft?
Ich weiß nicht, ob sich nicht auch der Autor dieser Texte, dessen zweiten Teil wir hier vorliegen haben, über das Ausmaß und die tatsächlichen Mechanismen der Ablehnung solchen Unfugs Illusionen macht. Es stimmt einfach nicht, dass die AFD und andere rechte und rechtskonservative Kräfte den wachsenden Unmut über die wokeschistischen Zumutungen verursachen und verstärken. Sie nehmen sie auf und nutzen sie zweifellos für ihre eigenen Absichten und Ziele. Dass sie damit so erfolgreich sind, ist Schuld eines vollkommen durchgeknallten wokeschistischen Bürgertums.
Übrigens – selbst wenn Wokeschisten recht hätten, was nicht der Fall ist und die Befreiung der Menschheit von der Erreichung ihrer Ziele abbhinge, wäre es abzulehnen. Zu viel schlechter Geschmack, miese Sprache, quietschbunter greller Müll, die Hybris, Schönheit nach ideologischen Kriterien selbst definieren zu wollen, Sprach- und Verhaltensdiktate…….
Spielt tatsächlich keine Rolle. Laurence Douglas Fink von der allseits bekannten Bank und Interimschef des WEF, meinte so um die Zeit als in USA Wahlen waren, daß er mit beiden Seiten gut kann. Sprich, es ist ihm egal wer ihm die Wünsche seiner Klienten erfüllt. Es werden vor den Wahlen auch stets die vermeintlichen zwei Seiten geschmiert. Es geht nur um’s Stühlerücken um an die Pöstchen zu kommen, um die Klienten zu bedienen, ihren und den eigenen Status quo zu bewahren und möglichst auszubauen, schließlich gehörte man bereits vorher oder spätestens nachher zur „Familie.“
Muss doch ein gutes Gefühl sein, wenn die vor jeder Wahl sicher bist, dass „deine“ Leute gewinnen, weil du beide Seiten bezahlst.
Mit Spannung vor dem Fernseher sitzen und die Ergebnisse irgend welcher Wahlen zu erwarten, ist für die Einfältigen, die glauben, man ließe sie irgendwas mitentscheiden.
Arbeiterpartei ?
Nur die dümmsten Malocher wählen AfD.
Die AfD ist die neoliberalste Partei Deutschlands
https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/afd-wirtschaftspolitik-arbeiter-100.html
Absolut korrekt.
ABER: Die große Mehrheit der Menschen konsumiert immer noch die Mainstream-„Nachrichten“ (egal ob jetzt per Tagesschau & Co, Online.Zeitungen oder Google-News auf dem Handy), und verinnerlicht daher die unterschwellige Botschaft, die AfD sei eine Reinkarnation der NSDAP, also eine „Arbeiterpartei“. Eben weil der zutiefst neoliberale Hintergrund der überwiegenden Mehrheit des Führungspersonals nie thematisiert wird. Das geht ja auch nicht, da man andernfalls auch diesen Neoliberalismus bei den „demokratischen Parteien“ kritisieren müßte.
Ich denke da plakativ immer wieder gern an die „demonstrativen“ Austritte etwa von FDP-Politikern aus neoliberalen Clubs wie der August-von-Hayek-Stiftung, weil da angeblich AfD-Politiker sich „breitmachen“ würden. Nur daß die da mindestens schon genauso lange Mitglieder waren, die diverse FDPler, Unionler etc. Das ist eben deren wirtschaftpolitische Religion.
https://erklaerung-leipzig.de/
„Nur die dümmsten Malocher wählen AfD.“ Genau diese Arroganz ist vermutlich einer der Gründe, warum immer mehr Malocher die AfD wählen.
Erst waren es die „dummen Hauptschüler“, jetzt sind es die „dümmsten Malocher“. Wenn die Wähler nicht das gewünschte Kreuz machen, wird eben kurzerhand ihre Intelligenz abgesprochen. Sehr demokratisch.
Schulabschluss ist übrigens kein Intelligenztest und ein Studium kein Gütesiegel für politische Vernunft. Ein Akademiker kann hochgebildet sein und trotzdem jeden politischen Unsinn nachplappern, während ein Arbeiter ohne Hochschulabschluss Zusammenhänge erkennt, die andere erst bemerken, wenn sie in einer Studie veröffentlicht werden.
Der „dumme Malocher“ arbeitet, zahlt Steuern und Abgaben, bezahlt Miete, Energie und Lebensmittel und erlebt politische Fehlentscheidungen unmittelbar. Vielleicht erkennt er deshalb manches früher als derjenige, der darüber aus sicherer Entfernung kluge Kommentare schreibt.
Und wenn ausgerechnet diejenigen, die ständig von Toleranz, Vielfalt und Respekt reden, einen großen Teil der arbeitenden Bevölkerung als „dümmste Malocher“ beschimpfen, sobald diese politisch anders wählen, dann ist die Ironie eigentlich kaum noch zu überbieten.
Vielleicht sind die Malocher nicht zu dumm, um die Politik zu verstehen. Vielleicht sind sie nur klug genug, sich nicht mehr für dumm verkaufen zu lassen.
Jupp!
Viele Intellektuelle (darunter viele Künstler) haben bspw. in der Coronazeit festgestellt, daß ausgerechnet die „bildungsfernen Schichten“, sprich, ganz normale Leute ein eher entspanntes Verhältnis zur „Pandemie“ hatten, und dementsprechend eine kritische Einstellung zu den völlig überzogenen Maßnahmen.
Diese Menschen erleben die Realität eben anders, direkter als viele „Elfenbeintürmler“. Und es waren ja auch hauptsächlich Menschen dieser Bevölkerungsgruppe, die das öffentliche Leben aufrechterhalten haben, indem sie ganz normal ihrer Arbeit nachgingen, während soviele „Hochqualifizierte“ massenhaft im „Homeoffice“ oder „Urlaub“ geparkt worden waren, ohne daß das groß eine Auswirkung gehabt hätte.
Der Wahlkampf läuft jetzt auch bei Overton auf vollen Touren. Nicht so deutlich wie
im Mainstream, dafür schön verschwurbelt. Dazu noch die stattfindende Zensur von
kritischen Kommentaren und unsere Altparteien sind voll zufrieden. Wer steckt hinter
Georg Schuster, der ehemaligen Lehrkraft. Ein Parteimitglieg der Grünen?
@Inninör: Wer CDU/CSU, FDP, SPD usw. als „Altparteien“ bezeichnet, schwurbelt der nicht selbst?
Historisch gesehen sind die Wurzeln der 🔷 „Alternative“ für Deutschland nämlich noch älter als die aktuellen „Altparteien“.
Geistig, kulturell, ökonomisch und sozial basiert die „Alternative“ vor allem auf dem Sozialdarwinismus und dem Nationalismus. Sozialdarwinismus ist die Ausgrenzung vermeintlich „schwächerer“ Gruppen mit dem Ziel, die besserverdienenden Reichen und vor allem die „Superreichen“ zu entlasten. Nationalismus bezeichnet die Ideologie, die eigene Nation über die anderer Nationen zu stellen und den einzelnen Bürger als Individuum der „Volksgemeinschaft“ unterzuordnen: „Deutschland zuerst“. „Du bist nichts, dein Volk ist alles!“
Das waren auch die geistigen, kulturellen, ökonomischen und sozialen Fundamente der 🟤 Partei, die in Deutschland bei den Reichstagswahlen im März 1933 von 43,9 Prozent der Deutschen gewählt wurde, um dann 1945 zu behaupten, sie hätten vom Holocaust, der Euthanasie, den Konzentrationslagern, den Kriegsverbrechen der Deutschen Wehrmacht und allem anderen nichts gewusst, sie wären alle unschuldig wie kleine Kälber/Lämmer, hätten immer „nur“ Befehle ausgeführt und wären vom großen Führer „verführt“ worden.
Tatsache ist (und dabei messe ich die AfD nicht an den hohlen Phrasen im Parteiprogramm):
🔷 Die AfD hat bisher jede Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohnes um um ein paar Cent pro Stunde abgeleht.
🔷 Die AfD hat 2014 sogar gegen die Einführung des gesetzlichen Mindestlohnes gestimmt.
🔷 Die AfD beantragte 2024 die Abschaffung des „Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes“.
🔷 2022 stimmten die Sozialdarwinisten der AfD geschlossen gegen eine Erhöhung der Sozialhilferegelsatzes aka „Bürgergeld“.
🔷 Die AfD hat aber kein Problem damit, wenn die Alice in ihrer blauen Unterwäsche mit einem US-amerikanischen „superreichen“ Billionär (1 Billion Dollar = 1.000 Milliarden = 1.000.000 Millionen = 1.000.000.000.000) namens Elon Musk kuschelt und ihm kiloweise süßen Honig um den Mund schmiert. (Nur so am Rande: Dafür müsste ein Krankenpfleger in Deutschland rund 20 Millionen Jahr arbeiten.)
🔷 Die AfD hat auch kein Problem damit, wenn die Bundeswehr von den „Altparteien“ auf Kosten der Allgemeinheit und zu Lasten des Sozialstaates zur größten konventiellen Armee Europas auf- und hochgerüstet werden soll.
🔷 Die AfD hat auch kein Problem damit, wenn der AfD-Mitbegründer und Ehrenvorsitzende der AfD das braune deutsche Terror-Regime von 1933 bis 1945 inkl. Holocaust, Euthansie und Zweitem Weltkrieg als 🐦💩 „Vogelschiss in über 1000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte“ beschönigt und verharmlost.
Das Grundprinzip der AfD ist: Nach unten treten, nach oben buckeln und den „superreichen“ Oligarchen hin rein kriechen. Was ist „neu“ daran bzw. „alternativ“? Das machen die sogenannten „Altparteien“ seit Jahren und Jahrzehnten.
Habe ich Recht oder habe ich Recht? Fragen wir dazu Mitbürger wie z. B. Alexander Dobrindt, Alexander Gauland, Alfred Sauter, Alice Weidel, Angela Merkel, Bärbel Bas, Beatrix von Storch, Björn Höcke, Boris Pistorius, Cem Özdemir, Christian Lindner, Frank-Walter Steinmeier, Friedrich Merz, Gerhard Schröder, Jens Spahn, Julia Klöckner, Karl Lauterbach, Karl-Theodor zu Guttenberg, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Markus Lanz, Markus Söder, Philipp Amthor, Philipp Rösler, Olaf Scholz, Tino Chrupalla, Winfried Kretschmann, Wolfgang Kubicki❓
Und die Antwort lautet jedesmal: 📱⛔ Kein Anschluss unter dieser Nummer. The number you’ve called is not available.
Einiges bleibt mir rätselhaft:
1. Was soll die „Aussöhnung“ hier bedeuten?
Der Geschlechtsrassismus hat im Abendland zwei gut identifizierte Quellen.
a) Der Kolonialismus eines „Raubgesindels“, als welchen Bertrand Russel mit guten Gründen die frühantiken Kriegeraristokratien identifiziert hat, die nach heutigem Kenntnisstand aus Reitervölkern aus dem Schwarzmeergebiet losgerissen worden waren, bzw. von ihren Muttergesellschaften ökonomisch abgeworfen worden sind, und die Indigenen des nordöstlichen Mittelmeerraumes versklavt haben, und dabei die matristischen Kulturen der Minoer vernichteten.
b) Eine gleichartige Bewegung mit der doppelten Quelle des Baal-Kultes und des Jahwe-Kultes in der südwestlichen Levante, welche die matristische Kultur der Kanaaniter teils vernichtete, teil auflöste.
Politökonomischer Dreh- und Angelpunkt waren in beiden Fällen die Übernahme ackerbaulich geprägter urbaner Zentren durch Hirtenvölker auf der Grundlage sklavenhalterischen, metallurgischen Bergbaus.
Verdichtet kann man sagen: Die Sklaverei des weiblichen Geschlechts hielt sich als gesonderter Bestandteil der verschiedenen Formen räuberischer Sklavenhaltung bis ins 20. Jhd. Bestens überliefert und untersucht ist das für die Vorgeschichte bürgerlich – kapitalistischer Lohnsklaverei in der sog. „Ursprünglichen Akkumulation“, aber ich will das nicht auswalzen. Den „Witz“ dieser Spätgeschichte hat Friedrich Engels unter dem Schlagwort vom „Weib als Reproduktionsgehilfin des Mannes“ begrifflich bestens erfasst. Die Geschichte der Auflösung dieser Geschlechtssklaverei ist identisch mit der Kapitalisierung der Reproduktionsarbeit in den kommunalen und Familien- bzw. Sippenverbänden. Das Eigentum der Weiber und Kerle am jeweils anderen Geschlecht, herrschaftlich kodiert in den abrahamitischen Sittenkodices und von den säkularen / militärischen Herrschaften in dieser Gestalt übernommen, ist successive in National- und Staatseigentum überführt worden.
Die „Aussöhnung“ kommt mir wie die unkenntliche Spur eines Bemühens vor, den Begriff „Patriarchat“ aus der politischen Ökonomie zu streichen. Das Patriarchat ist und bleibt ein Basisbestandteil der Politischen Ökonomie des Kapitalismus, weil sein abstrakter Begriff schlicht das Primat der Reproduktion von Ausbeutungsverhältnissen der Arbeitskraft vor und über den biologischen Reproduktionsbedingungen ist. Die „Frauenrechte“ sind patriarchal, weil sie dieses Primat vom biologischen und sozialen Geschlecht der Individuen zu emanzipieren trachten, und in den Motiven dieser Bewegung fließen herrschaftliche Zwecke mit unterwürfigen / sklavischen Bedürfnissen zusammen.
2. Vollends schleierhaft bleibt mir die Herkunft dieser Formulierung:
„Anerkennung [der Willensfreiheit] des bürgerlichen Individuums – auch dann, wenn diese auf die Kultivierung einer höchstpersönlichen Identität hinausläuft.“ Was soll das für ein Gegensatz sein, auf den mit „auch dann“ angespielt ist? Hier will ich nicht spekulieren, nur deklarieren: Die Identitätskulte mögen Staatsorganen hier und da störend vorkommen und „Störfälle“ in der Reproduktionskultur verursachen, aber das liegt halt in der Hauptsache in dem o. zit. Fortbestand des Patriarchates inmitten der „Emanzipation“ der Individuen von überlieferten Sittenkodices, die keine strafrechtliche Relevanz (mehr) erhalten.
Dann ist da die Schlusswendung:
Da ist erstens fest zu halten, daß die Rede von „Nötigung“ der Aussage des ersten Zitates über die Anerkennung des bürgerlichen Subjekts durch seine Herrschaft (de facto ist das die Anerkennung seiner zweiten und gedoppelten („Natur“ als „Erwerbs-“ und „Staats-„Bürger und der daraus erwachsenden Konflikte) unmittelbar widerspricht. Wie kommt es dazu, wenn ich an dieser Stelle die Fehlstelle des Patriarchatsbegriffes kurz außer Acht lasse?
Nun weiß ich aus früheren Schuster-Artikeln, daß der Mann ein mehr oder minder militanter Gegner des rezenten Gender-Begriffes ist, den er schlicht nicht verstanden hat und deshalb in die Denunziation einstimmt, es handele sich um eine ideelle Auflösung des biologischen Geschlechtes in das soziale Geschlecht. Ich hatte ihn schon mal aufgefordert, Butler gefälligst zu lesen, statt die Denunziationen der Postfaschisten nachzuplappern. Und ja, wenn einer der Auffassung ist, die spätbürgerliche Gender-Kultur „vergewaltige“ in gewisser Weise und Umfang eine „menschliche Natur“, dann kann er natürlich auf die Idee kommen, ihre Annahme sei den Individuen als eine Anpassungsleistung „aufgenötigt“. Allerdings bleibt er dann die Auskunft schuldig, was der herrschaftliche Zweck solcher Nötigung sein soll.
Das ist bitter. Die Postfaschisten werden Schusters Zeug gern akklamieren und zitieren – im Sinne ihrer Agenden, mit denen Schuster offenkundig nix am Hut und zu tun haben will.
Eines kann man heute schon feststellen: die Reproduktionsquote in Deutschland sinkt kontinuierlich, jene von Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit noch deutlich mehr. Und man muss nur eins und eins zusammenzählen, um zu erkennen, dass der Genderismus in Wirklichkeit einen technokratischen und totalitären Transhumanismus vorbereitet. Er steht in keinem Fall in der Tradition emanzipativer Freiheitsbewegungen. Da kann noch so sehr mit der Regenbogenfahne zu bestimmten Anlässen gewedelt werden. Denn auch die Reproduktion lässt sich komplett kapitalisieren und kontrollieren. Am Ende stehen graue abgeschliffene und ununterscheidbare Kieselsteine, die den Mund halten. Perfekt für eine faschistische „Elite“, die für sich und die ihren genau das Gegenteil vorsieht. Oder hat Gender etwa eine Heimat bei den oberen Zehntausend und bei denen, die sich (irrigerweise) auch dazuzählen?? Habe ich bisher nirgends erkennen können, außer natürlich in wohlfeilen Sonn- und Feiertagsreden und zur demonstrativen Show moralischer „Überlegenheit“.
@AeaP
Das Gegendere etc. erinnert mich stark an die Operation Mockiing Bird. Damals wurden ca. 400 führende Journalisten auf der Gehaltliste der CIA gestanden haben. Heute sollen es beriets 27000 plus NGO´s sein.
Reporters Committee For Freedom Of The Press
CIA director personally intervenes in long-forgotten press wiretapping matter (in a good way)
https://www.rcfp.org/cia-paul-scott-project-mockingbird/
Bis sich die Menschen in Deutschland heute im Klaren sind, ob sie „Männlein“, Weiblein“ oder
doch eines der anderen 70 Geschlechter sind, haben sie das gebärfähige Alter hinter sich.
Unsere Facharbeiter sehen das nicht so verbissen. Wie Frau Thurn und Taxis einmal in einer
Talkshow formulierte: Die schnakseln gerne……
Vorab 1: Gegen Null strebende Geburtenraten sind das buchstäblich das Einzige, was ich am Spät- bis beginnenden Postkapitalismus begrüße.
Vorab 2: Wenn von „Genderismus“ die Rede ist, weiß ich wenig bis gar nichts darüber, was „gemeint“ ist. Ich habe die Probleme nicht, die scheinbar Zeitgenossen in Massen damit haben – „scheinbar“, weil ich den Verdacht hege, eine reichlich hohe, wenn nicht überwiegende Quote davon ist so symbolpolitisch, wie das, was damit „kritisiert“ sein soll. In dem Punkt gehe ich mit Schuster mit.
Ein Rätsel ist für mich auch, wie du, AeaP, auf das Bild von „grauen abgeschliffenen und ununterscheidbaren Kieselsteinen“ kommst. Die m.W. uramerikanische Metapher vom „rolling stone“ wird da ja kaum Pate gestanden haben? Und mit der Ausnahme von Basaltkies erscheinen mir bürgerliche Psychen drastisch gleich- und einförmiger, als Kieselsteine …
Vielleicht steht ja die „bunte“ Erscheinungsform der kulturrevolutionären Jugendbewegungen der 50er bis frühen 70er Pate für deine Bildwelten, AeaP, aber just die sind das beste Beispiel für die Irrtümer und den Blindfug, der mit dem Begriff „Emanzipation“ getrieben worden ist und weiter wird, zumal die Leute, die damals „dabei gewesen sind“, überwiegend keinen blassen Schimmer davon hatten, daß dasselbe nach dem WK1 schon einmal los gegangen war, teilweise mit Erscheinungsformen – insbesondere die „sexuelle Emanzipation“ betreffend – die nur marginal von den späteren Kulten zu unterscheiden waren.
Gegenstand einer „Emanzipation“ ist seit rd. 500 Jahren stets und ständig nur das obrigkeitsstaatlich und klerikal gebundene bis geknechtete Subjekt, das nach Anschluss an ein Gemeinwesen des Geldes strebt und Erwerbsbürger werden soll, statt Sasse und Standesgeselle. Das intrinsische Ziel solcher Emanzipation ist die biologische Monade mit den zwei Fenstern „Empfindsamkeit“ und „Berechnung“, die überhaupt rein gar nix mehr besitzt, vielmehr nur noch über diverse Accessoires des Gemeinwesens des Geldes persönlich verfügt – je nach Inhalt der Geldbörse.
Daß diese Emanzipation so verdammt lange andauert, bzw. nie an einen „Abschluss“ kommt, hat eine Haupt- und eine Nebenquelle.
Die Hauptquelle ist der Antagonismus des Patriarchates, so, wie ich es in meinem EP abstrakt gefaßt habe. Die biologische Reproduktion, und damit die elementare Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern und deren überlieferten familiären Gestaltungen und Bande, ist halt unmöglich in vollem Umfange der Reproduktion der (Lohn-)Sklaverei zu unterwerfen. Sie hat und verursacht Kosten, die nicht kapitalisierbar sind. Das betrifft ja ganz schlagend den gesamten bürgerlichen Bildungs- und Ausbildungsbetrieb. Seine Finanzquellen sind ausgezahlter wie verstaatlichter Lohn, also Kapital, variables nämlich, aber sein Gebrauchszweck ist überwiegend nicht die Bereitstellung von Arbeitskraft für umschlagendes Kapital, sondern für antizipiertes Arbeitskraftpotential und damit eine Kreditierung von Staatsrevenue.
Ich nehme an, Schuster hat das in Vorgängerartikeln, die er verlinkt, ich aber nicht gelesen habe, zureichend vor- und dargestellt, deshalb belasse ich es bei dieser Bemerkung.
Eine Nebenquelle ist die Heterogenität des Weltmarktes, die ja auf die nationalen Territorien durchschlägt. Ein Musterbeispiel ist der heterogene Verfall der sog. „fordistischen Produktionsweise“, die einerseits gewaltige urbane Zentren dem Verfall preis gibt, andererseits in anderen Regionen mit neuer Technologie Renaissancen erfährt.
Eine Bemerkung noch zu „Gender“.
Das Verwirrspiel um diesen Begriff hat seine Wurzel im reformatorisch-christlichen und bürgerlichen „Volksvorurteil menschlicher Gleichheit“ (Marx). Die „Gleichheit“ biologischer Gattungswesen ist vollständig erschöpft in ihrer Artgenossenschaft, darin, daß sie Nachkommen miteinander zeugen, ansonsten sind sie höchst verschieden. Ihre geschlechtliche Verschiedenheit ist sowohl biologisch, wie sozial Basis individueller Verschiedenheit, und in der Besonderheit aller Individuen einer Population sind beide Quellen, die biologische und die soziale, verschränkt. Das ist schon im Tierrreich so, wird aber zumeist nicht so auffällig, weil die Evolution Leute aus dem Säugetier- und Vogelreich überwiegend mit Fortpflanzungskulturen austattet, welche den tendenziellen Zweck haben, Populationen zu scheiden und in unterschiedliche biotopische Nischen abzusortieren.
Kurzform: Nicht nur Menschen, aber Menschen in besonderer und besonders durchgreifender Weise, sind stets Männlein und Weiblein zugleich – obgleich die überwiegende Mehrzahl von ihnen genetisch eineindeutig Männlein und Weiblein sind. Phänotypisch / physiologisch ist das allerdings dann bei weitem nicht so eindeutig, hier ein Weiblein, das ich besonders gern gehabt hab – ihrer Rückhand und generellen Schnellkraft halber.
Amelie Mauresmo 🙂
Ein Exemplar von ähnlichem „Bau“ habe ich geheiratet, aber von der gibs hier kein Bild!
„Vorab 1: Gegen Null strebende Geburtenraten sind das buchstäblich das Einzige, was ich am Spät- bis beginnenden Postkapitalismus begrüße.“
Dünnes Eis Qana und knacks, ganz die übliche Heuchelei wie bei der übrigen Bande der eugenisch faschistischen Praktikanten des großen Neustarts. Alle außer mir sind zuviele, nicht wahr:
Sterbeüberschuss in Deutschland seit drei Jahren auf Rekordhöhe
2024: Zum dritten Mal in Folge starben in einem Jahr über 300.000 Menschen mehr als geboren wurden / Forscher verweisen auf demografische Entwicklung / Studien: Geburtenrückgang und hohe Sterberate könnten mit Corona-Impfungen zusammenhängen
1. Juli 2025
https://multipolar-magazin.de/meldungen/0284
Geburtenrückgang, Totgeburten und Impfung: Offene Fragen
Während die Zahl der Geburten seit 2022 eingebrochen ist, steigt die Zahl der Totgeburten und der Schwangerschaftsabbrüche. Der Verdacht eines Zusammenhangs mit den Corona-Impfungen steht im Raum. Wissenschaftler und Institutionen wiegeln ab. Ihre Untersuchungen und Argumente überzeugen jedoch nicht alle Ärzte, Hebammen und Forscher. Der Appell, dem Verdacht ernsthaft nachzugehen, wird lauter.
JANA KERAC, 23. September 2024
https://multipolar-magazin.de/artikel/geburtenrueckgang-impfung
Ein Jammer, Faschisten sind mir nunmal zuwider, egal ob sie sich dabei ein rotes Mäntelchen umhängen.
Mir sind selbstbewußte Idioten zuwider, egal, welches Idioten-Mäntelchen sie sich opportunistisch umhängen.
Ein weiblicher Tennisprofi hat während eines Spiels immer mal 1-2 Tennisbälle in den Hosentaschen ihrer Shorts. Das muss man wissen, damit es nicht zu Fehlinterpretationen kommt.
Wenn der Text argumentiert, dass Frauenrechte dazu dienen, die weibliche Arbeitskraft für den Markt zu erschließen (Kapitalisierung der Reproduktionsarbeit), dann folgen diese Rechte der Logik des Kapitals (Wertverwertung, Ausbeutung), nicht der Logik des Patriarchats (Herrschaft von Männern über Frauen).
Der Widerspruch: Der Verfasser versucht, das Patriarchat zu einem rein ökonomischen Rädchen im Getriebe des Kapitalismus umzudefinieren („Primat der Ausbeutung“). Wenn Patriarchat aber nur noch ein anderes Wort für „Kapitalinteresse“ ist, verliert der Begriff seine eigenständige Bedeutung.
Die Konsequenz: Frauenrechte als „patriarchal“ zu bezeichnen, obwohl sie die Frau aus der privaten Abhängigkeit des Ehemannes befreien und sie „nur“ dem Arbeitsmarkt unterwerfen, ist begrifflich unsauber. Es kollidiert mit der gängigen Definition von Patriarchat als geschlechtsspezifisches Herrschaftsverhältnis
Das Patriarchat als historisches Chamäleon
Wenn es keine eigenständige, transhistorische Herrschaftsform ist, dann ist „Patriarchat“ kein Ding, sondern ein Verhältnis, das sich jedes Mal fundamental wandelt, wenn sich die ökonomische Basis ändert:
Im Feudalismus / Agrarwesen: Hier war die Familie die Produktionseinheit. Die Herrschaft des Hausvaters (Patriarchs) über Frau, Kinder und Knechte war direkt ökonomisch und rechtlich verankert, weil das Überleben des Hofes daran hing.
Im frühen Kapitalismus: Die Produktion wandert in die Fabrik. Die Familie wird zur reinen Konsum- und Reproduktionseinheit. Das „Patriarchat“ wandelt sich zum bürgerlichen Familienideal (der Mann als Ernährer, die Frau als unbezahlte Care-Arbeiterin). Es ist nicht mehr dieselbe Herrschaft wie im Feudalismus – es ist die kapitalistisch funktionalisierte Form.
Im modernen Spätkapitalismus: Da der Markt nun auch die weibliche Arbeitskraft als Konsumentin und Produzentin braucht, schleift er die alten rechtlichen und familiären Abhängigkeiten im Eiltempo schlechthin ab.
2. Die logische Konsequenz dieser These: Wenn sich die Geschlechterverhältnisse immer an die aktuelle Ökonomie anpassen, dann passiert heute genau das: Der Kapitalismus stellt fest, dass ein starres, biologistisches Patriarchat für die moderne Dienstleistungs- und Wissensökonomie dysfunktional geworden ist. Ein moderner Markt braucht flexible, mobile Individuen – unabhängig von ihrem Geschlecht oder ihrer Identität. Deshalb ist die rechtliche Gleichstellung und die Anerkennung von Identitäten keine „patriarchale List“, wie der Textautor behauptet, sondern das Resultat davon, dass das alte Geschlechtermodell für die heutige Verwertungslogik ausgedient hat. Der Kapitalismus emanzipiert das Individuum von der traditionellen Sippe, um es direkt dem Markt zu unterwerfen.
Ja, die teile ich nicht, halte sie für ein ideologisches Produkt des Bürgertums. Ein wenig habe ich das im Zusatzposting ja begründet. Wenn es unbedingt ein Schlagwort braucht, würde ich für vorkapitalistische Verhältnisse von „geschlechtlicher Subalternität“ reden – eingebettet in die jeweiligen ständischen Herrschaftsverhältnisse.
Im Zusatzposting denke ich auch weiterhin begründet zu haben, warum ich dies für daneben halte:
Patriarchale Subalternitäts- resp. Dominanzverhältnisse bleiben außerhalb des Kapitalverhältnisses in Domänen des gesellschaftlichen Verkehrs, die das Kapital einerseits als Voraussetzung der Ausbeutung der Arbeitskraft aufnimmt und aneignet, andererseits vernichtend von sich absondert und so der politischen Sphäre als Ordnungsaufgabe zuweist.
Aber weiter möchte ich nicht darauf eingehen, weil ich denke, ein Streit zwischen dir, Vrits, und mir über „Feinheiten“ (kein gutes Wort, ich weiß) ist an diesem Ort fehl am Platze. Es sei denn, du belehrst mich eines Bessren 😉
„Der Arbeiter reproduziert sich ja nicht aus purem Jux und Tollerei im luftleeren Raum, sondern er reproduziert sich als Arbeiter, um seine Existenz im kapitalistischen System zu sichern. Die Sphäre der Reproduktion ist zwar räumlich außerhalb der Fabrik, aber strukturell komplett vom Takt und den Zwängen des Kapitals durchdrungen.
Es bleibt ein logischer Widerspruch, von ‚patriarchalen Verhältnissen‘ zu sprechen, wenn dieses Unterordnungsverhältnis als Funktion des Kapitalverhältnisses organisiert wird. Ich teile daher die Ansicht nicht, dass diese Dominanzverhältnisse ‚außerhalb des Kapitalverhältnisses‘ bleiben – sie sind dessen direkte Bedingung und Ausfluss.“
Ich habe in meinem EP Fehler gemacht, die ich rasch korrigieren möchte – so gut das hier möglich erscheint.
Diesen Satz hätte ich erklären müssen, statt mich, Schuster folgend, in einer Anspielung zu ergehen:
Mit dem Wort „Aussöhnung“ hat Schuster dem Anschein nach auf ein Theorem der „Staatsbürgerkunde“ zugegriffen:
Vorbürgerliche Despotien sind Volksfeinde gewesen. Der Grund ist simpel: Ihre Herrschaft beruhte nach dem Zerfall des römischen Reiches auf dem militärisch durchgesetzten Grundeigentum von Kriegeraristokratien, die sich darob zum „Hochadel“ aufwarfen und zwecks Sicherung des Territoriums zu territorialen (König-)Reichen zusammen geschlossen haben. Ihr Verhältnis zu den Sassen ist in erster Instanz negativ davon geprägt gewesen, daß es sich nicht um Sklaven gehandelt hat und handeln konnte. Die Leute wirtschafteten teils nach herkömmlich tribalen, teils auf römischen Recht basierenden Gewohnheiten und Überlieferungen mit den Resten der römischen Arbeitsteilung auf dem Kontinent bzw. schufen kleinteilig neue, kommunale Verkehrsbeziehungen auf deren Basis. Vom Standpunkt der neuen Herren war das zu großen Teilen ein Mißbrauch ihres (Grund-)eigentums.
Zugleich aber waren sie auf diesen Mißbrauch angewiesen, beruhten doch die Überschüsse der Produzenten auf ihren Territorien, die sie für ihre Bedürfnisse zu requirieren trachteten, auf dieser kommunalen Wirtschaftsweise.
Die Lösung dieses Konundrums hat der neue germanisch-fränkisch-gotische Kriegeradel im Kerngebiet des ehemaligen römischen Reiches schon fertig vorgefunden: Er teilte sich auf, in die säkulare Hoheit der militärischen Gefolgschaft gegen das Königtum, und die spirituelle Hoheit einer vatikanischen Gefolgschaft. Nach der säkularen Seite blieb der Kriegeradel der Volksfeind, als der er formiert wurde, nach der spirituellen Seite wurde er Christenfreund und versöhnte sich dem Grundsatz nach mit den zum Christentum konvertierten Familien-, Sippen- und kommunalen Vorständen – sofern und so lange die sich ihrem „Christentum“ würdig verhielten.
Diese Würdigkeit hat im Grundsatz darin bestanden, daß die christlichen Patriarchen die Vorteile, die ihnen der Kriegeradel gewährten, nämlich erstens am Leben gelassen zu werden, zweitens mit Gefolgschaft und Dienstbarkeit zwar keine Lehen, aber Vermögen erwerben zu können, die ihnen erlaubt haben, die lokale Wirtschaftsweise gegen die Ansprüche des Adels viabel zu halten. Die Regelungsinstanz für Auseinandersetzungen um diese Gefolgschaftsverhältnisse wurde der vatikanische Klerus, der in dieser Funktion selbst Rechte auf Teile der ruralen und handwerklichen Überschüsse erwarb und deshalb ein vitales Interesse hatte, das Gefüge zwischen Schlächtern, spirituellen Autoritäten und Patriarchen iwie funktionell zu halten, ohne darüber die Landbevölkerung vernichtend auszubluten.
Die Volksfeindschaft des Grund- und Kriegeradels bekam so die Verlaufsform eines patriarchalen Unterwerfungsverhältnisses, das vor dem Königtum nicht halt gemacht hat! Die Könige waren gegen den römischen Klerus auch nichts weiter, als patriarchale Gefolgsleute, es sei denn, sie schlossen sich auf höherer Ebene zusammen, zu Kaiserreichen, welche die militärische Macht aufzubieten hatten, gegen einen vatikanischen Gefolgschaftsverband bestehen zu können. Auseinandersetzungen, die freilich am gemeinsamen Interesse aller Patriarchen und des Vatikans am Fortbestand und Ausbau der römisch geschaffenen Verkehrsverhältnisse auf den Reichsgebieten eine Schranke hatten.
Die feodale, patriarchale Volksfeindschaft wurde allerdings schon jahrhunderte vor dem Schliff der Adelsherrschaften ausgehöhlt und teilweise aufgehoben, einesteils in den Reformationskriegen und den evangelisierten Reichsgebieten, die sie hinterließen, andererseits durch den jesuitischen „Seitenwechsel“ eines Teils des Klerus, der zu säkularen Gefolgsleuten mutierte.
Gleichwohl beginnt erst mit dem Schliff der Adelsherrschaften die Zeit volksfreundlicher bürgerlicher Herrschaft, deren Basis Geld wurde, welches sukzessive den Goldreichtum erst zu dominieren, dann abzulösen begonnen hat. Und Geld ist zu dieser Zeit zunehmend zu geronnener Arbeitskraft geworden. Die Patriarchen wurden zu Freunden aus ständischen Verhältnissen frei gesetzter Arbeitskraft, und darüber schließlich zu Volksfreunden.
Das ist – grundsätzlich gesprochen – die „Versöhnung“ von der Schuster vermutlich geredet haben will, eine Versöhnung, die viele Generationen Zeit benötigt hat, die „Eierschalen“ der Verhältnisse abzuwerfen, in denen sie entstanden war. Das Sexualstrafrecht ist bis in die 70er Jahre des letzten Jhd. so eine „Eierschale“ geblieben, ein Rest der unversöhnlichen feodalen Volksfeindschaft.
Der zweite Fehler ist ein Fingerfehler gewesen, der zwar irreführend sein kann – aber das ist mir jetzt nicht mehr wichtig. Habe für Obiges zu viel Zeit gebraucht, bin schon spät für die Küchenarbeit.
In Berlin wird schon lange nicht mehr die Regenbogenflagge gehisst – die wäre mir, insbesondere mit einem Pace oder einer Taube bedruckt – sogar hier und da noch sympathisch, zumal sie letztlich auf eine grundlegende Erzählung des christlichen Abendlands (Arche Noah) verweist. Nein, heutzutage erledigt diesen Job selbstverständlich die schreiend bunte „Progress Pride Flag“. Zuletzt wehte sie, so kann ich als Augenzeuge berichten, von: Der SPD-Zentrale, einem zentralen evangelischen Kirchenbau in Kreuzberg, der Amerika-Gedenkbibliothek oder auch vor dem Prinzenbad, einer öffentlichen Badeanstalt.
Somit wird ganz klar der Eindruck vermittelt, dass diese Fahne symbolisch die sozialistische Internationale fortführen möchte, nach dem Motto: Minderheiten, Unterdrückte, vom Staat und seinen Leistungen profitierende oder gar abhängige Menschen, sprich, eine heutige Arbeiterklasse im übertragenen Sinne – vereinigt euch lieber unterm internationalen, globalen Banner, denn nur das schützt euch wirklich. Der Nationalstaat (also in diesem Fall Schwarz-Rot-Gold) hingegen sowie die traditionellen Kirchen kümmern sich nicht mehr, sie werden euch im Zweifelsfall hängen lassen.
Gleichzeitig, etwa wenn die Progress Pride Flag von einem Kreuzberger Freibad winkt, kann einem schon der Gedanke kommen, dass sie als eine Art apollinisches Sedativum verwendet werden soll, wobei sowohl die dionysische Energie der Libido – die bekanntlich kriminelle Züge annehmen kann – als auch die Aggressivität muslimisch geprägter junger Männer, eingeschläfert werden soll.
Wenn man nun beides verknüpft, die neue Internationale mit dem Sedativum – erscheint hinter den bunten Symbolen wieder einmal ein Denken, dass den Menschen in erster Linie als sündiges, triebgesteuertes, armes, faules und ungebildetes Mängelwesen begreift, dass man in irgendeiner Weise erziehen muss. Preussen, ick hör dir trapsen.
@ AeaP
(1) „die Reproduktionsquote in Deutschland sinkt kontinuierlich, jene von Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit noch deutlich mehr.“ – Das gilt aber nicht nur für Deutschland. Das ist in fast allen „wertewestlichen“ Industriestaaten so.
(2) „Perfekt für eine faschistische „Elite“, die für sich und die ihren genau das Gegenteil vorsieht.“ –
Ein extrem reicher und bekannter Tesla-Verkäufer, Vorname Elon, und gern gesehener Interview-Partner der blauen Alice Weidel hat bislang insgesamt 13 lebende Kinder❗Die Evolution nennt das: „Survival of the richest“. Wenn diese Nachkömmlinge allerdings dieselben sozialdarwinistischen, narzisstischen, asozialen und demokratiefeindlichen Gene wie ihr Papa haben, dann ciao ciao kleiner blauer Planet. 🌍
Der Mensch aka „Homo sapiens“ ist nicht die „Krönung der Schöpfung“, der Homo sapiens ist ein Irrläufer der Evolution. Schon 1978 schrieb Arthur Koestler: „Der Mensch – Irrläufer der Evolution. Die Kluft zwischen unserem Denken und Handeln – eine Anatomie der menschlichen Vernunft und Unvernunft.“ Das lesenswerte Buch ist aber nichts für die Fans von X, TikTok, WhatsApp, Bild, FAZ, RTL, Focus und Tagesschau. Der Autor schreibt manchmal Sätze, die mehr als zwei Seiten lang sind.
Der Artikel gab noch weniger her als der erste Teil.
Das Lesen lohnte nicht, denn der Autor schrieb Erwartbares und erweiterte zumindest für mich nicht den Wissensstand.
ENTSCHEIDEND ist doch, dass es sich bei dem divers-multikulturellen Kulturkonzept des rotgrünen Lagers und dem nationalkonservativen und patriotischen Kulturkonzept der AfD um GLEICHERMASSEN legitime und berechtigte Ansätze handelt.
Soll die Mehrheit (ohne vorangegangene Pressekampagne) entscheiden. Und wer diese Entscheidung fürchtet, der ist kein Demokrat!
—
Herr Schuster hat geschrieben:
“ Dazu übertreibt sie [die AfD] völlig den Einfluss dieser – gar nicht näher bestimmten – ‚Regenbogendiktatur‘ auf die tatsächliche Schullandschaft, der über ein ‚wokes‘ Deutsch bei Schülern und manchen Lehrern, über lackierte Nägel bei ein paar Jungs der Oberstufe und über die Teilnahme am Christopher Street Day nicht groß hinausreicht. Wie sich das ‚queere Imperium‘ schließlich im Schulstoff niederschlagen soll, bleibt gänzlich schleierhaft.“
Der letzte Satz ist schlichtweg falsch!
Schleierhaft ist das allenfalls dem, der nicht die FÄCHERÜBERGREIFENDEN Lernziele für sein Kind gelesen hat und nichts von den Unterrichtsbesuchen dubioser schulfremder Gäste weiß, die den Kindern dann ihr Weltbild verklickern.
@Wolfgang Wirth „Soll die Mehrheit (ohne vorangegangene Pressekampagne) entscheiden. Und wer diese Entscheidung fürchtet, der ist kein Demokrat!“
Einspruch Herr Wirth. Das, was Sie beschreiben/fordern, ist keine Demokratie, das ist die DIKTATUR DER MEHRHEIT. Ein Demokratie ohne Minderheitenschutz ist keine Demokratie, was nicht heißen soll, dass Minderheiten Privilegien bekommen, die über den Rechten der Mehrheit stehen und das gilt auch für die Regenbogenfarbenen.
Was wäre, wenn 50,1 Prozent beschließen würden, die anderen 49,9 Prozent einen Kopf kürzer zu machen. Aufgrund der Erfahrungen mit dem Dritten Reich, das von konservativen AfD-Politikern aus dem Gauland gerne als „Vogelschiss in über 1.000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte“ 🐦💩 bezeichnet wird, gibt es im Nachkriegs-Deutschland keine Todestrafe. Umfragen zufolge gibt es nämlich regelmäßig eine Mehrheit im konservativen Deutschland, die nichts gegen die Todesstrafe haben, wenn es um z.B. um Kindermörder geht.
Nur so am Rande: Wussten Sie übrigens, dass es Konservative und nicht die Kommunisten waren, die den kleinen Brauen aus Braunau am Inn zum großen braunen Diktator 😠 und bislang größten Terroristen 💀 der Geschichte gemacht haben?
Sie gehören also auch zu jenen rotgrünen und politisch-korrekten“ Umdeutern des Begriffs „Demokratie“.
Sie irren!
Minderheitenschutz ist doch durch die Bestimmungen des Grundgesetzes ohnehin stets ausreichend gewährleistet!!
Ihr Beispiel – Kopf-kürzer-machen – ist daher völlig abwegig, weil so ein Vorhaben ohnehin gesetzwidrig wäre.
Was Sie als „Schutz“ von Minderheiten verstehen, das ist in Wahrheit eben doch eine Privilegierung(!!) und bedeutet die Aushöhlung, ja Aushebelung der Demokratie und des Rechts der Mehrheit.
—
Zu Ihrem letzten Satz:
1. Die Konservativen von 1933 wollten keine NS-Diktatur, sondern sie wollten Hitler benutzen, um selbst wieder an die Macht zu kommen. Zitat v. Papen (sinngemäß):
„In ein paar Monaten haben wir ihn [d.h. Hitler]in der Ecke dass er quietscht!“
Von daher ist es historisch falsch zu behaupten, dass Hitlers deutschnationale Förderer von 1933 die spätere NS-Diktatur gewollt hätten. Was sie wollten, war nicht gut, aber es war nicht das, was Sie unterstellen.
2. Hätte es keine kommunistische Revolutionsdrohung der KPD gegeben bzw. keine vorangegangene bolschewistische Revolution in Russland, so wäre Adolf ein bedeutungsloser politischer Extremist und Stammtischspinner geblieben und wäre nie und nimmer Regierungschef geworden. Oder er hätte wieder Postkarten gemalt.
Dieser Artikel ist weniger eine Analyse der AfD als ein weiteres Beispiel dafür, wie die AfD mit politischen Kampfbegriffen zum Schreckgespenst gemacht wird.
Die Methode ist inzwischen bekannt. Die eigene politische Werteordnung wird als aufgeklärte Normalität dargestellt, während konservative und patriotische Positionen als „Nationalerziehung“, „völkische Reproduktion“ oder gefährliche Ideologie bezeichnet werden.
Dabei wird eine entscheidende Frage ausgeblendet: Wer entscheidet eigentlich, welche politischen und gesellschaftlichen Vorstellungen in unseren Schulen vermittelt werden?
Gender, Diversity, Wokeness, Identitätspolitik und Antidiskriminierungsprojekte werden teilweise durch externe Organisationen in Schulen getragen. Dafür fließen auch öffentliche Gelder. Dann muss man selbstverständlich fragen dürfen, wer diese Organisationen finanziert, welche Interessen dahinterstehen, welche Inhalte vermittelt werden und warum dafür Steuergeld eingesetzt wird.
Eine NGO, die ihre Arbeit aus eigenen Leistungen oder freiwilligen Spenden finanziert, kann selbstverständlich für ihre Vorstellungen werben. Das gehört zur Freiheit. Aber Steuergeld ist etwas anderes. Dieses Geld wurde Bürgern zuvor zwangsweise abgenommen. Deshalb sollte sehr genau begründet werden, warum damit politische und weltanschauliche Projekte finanziert werden.
Genau diese Debatte versucht der Artikel umzudrehen. Die AfD kritisiert politische Einflussnahme auf Schulen und fordert eine andere Schwerpunktsetzung. Daraus wird kurzerhand eine eigene Form der „Nationalerziehung“ konstruiert. Das überzeugt nicht.
Wenn die Schule Wissen vermitteln, Leistung fördern und selbstständiges Denken ermöglichen soll, dann sollte sie kein Umschlagplatz für politische Weltanschauungen sein. Das gilt für linke ebenso wie für rechte Ideologien.
Die AfD stellt genau diese Entwicklung infrage. Sie fordert mehr Patriotismus, eine stärkere Orientierung an Leistung und Wissen, die Anerkennung der traditionellen Familie und eine kritischere Betrachtung von Gender und Identitätspolitik. Das sind politische Positionen, über die man demokratisch streiten kann. Sie deshalb als Bedrohung oder „Gesinnungsdiktatur“ darzustellen, ersetzt keine sachliche Auseinandersetzung.
Der eigentliche Machtkampf besteht meiner Ansicht nach darin, ob die bisherigen politischen und institutionellen Strukturen unangetastet bleiben oder ob sie endlich einer offenen Prüfung unterzogen werden.
Dazu gehört auch die Frage, welche NGOs staatlich finanziert werden, welche Projekte sie durchführen und welchen Einfluss sie auf Schulen und andere öffentliche Einrichtungen erhalten.
Wer Transparenz und demokratische Kontrolle fordert, betreibt keine „Nationalerziehung“. Er stellt schlicht die Frage, wem der Staat eigentlich dient und wofür er das Geld der Bürger ausgibt.
@Frank
Sie haben da einen ausgezeichneten Kommentar geschrieben!
„Der eigentliche Machtkampf besteht meiner Ansicht nach darin, ob die bisherigen politischen und institutionellen Strukturen unangetastet bleiben oder ob sie endlich einer offenen Prüfung unterzogen werden.“
Exakt so ist es!
Das Problem besteht nun leider daran, dass sich gewisse Kräfte unseres politischen Spektrums inzwischen schon so sehr daran gewöhnt haben, die staatlichen und gesellschaftlichen Einrichtungen zu dominieren und mit ihrem Gedankengut zu sättigen, dass es unwahrscheinlich ist, dass sie nach einer für sie selbst ungünstigen Wahlentscheidung so einfach freiwillig und demokratiekonform zuvor besetztes „Gelände“ räumen werden. Wer den politischen Betrieb in den letzten 15 Jahren im Sinne von „unsere Demokratie“ zu nutzen gelernt hat, der wird „seine Demokratie“ danach ungern mit anderen teilen wollen. Genau das ist ja auch der Sinn der sog. „Brandmauer“.
Nun ist aber der zivilisierte und reibungslose Regierungswechsel auf Grund demokratischer Mehrheitsentscheidung DAS ABSOLUT ENTSCHEIDENDE Charakteristikum einer zumindest formal noch funktionierenden parlamentarischen Demokratie!