
Kriegsbereite und Friedensbefürworter: Das ist die nächste Spaltung der Gesellschaft. Anstanden scheint diese, wie alle anderen Spaltthemen, durch Fehlen einer Fähigkeit: Empathie.
Der neue britische Premierminister Keir Starmer besuchte letzte Woche das Weiße Haus. Nicht einfach nur so, um sich vorzustellen. Nein, er wollte dem scheidenden US-Präsidenten Joe Biden noch etwas abringen: die Erlaubnis, den Ukrainern den Einsatz britischer Langstreckenraketen auf russischem Boden erlauben zu dürfen. Man sieht an dieser Geschichte ohne viel Fachwissen recht deutlich, wie die Hierarchie im NATO-Westen aufgestellt ist: Die Briten fragen die Amerikaner, die Ukrainer die Briten. Starmers Betreiben wurde in den Medien als Marginalie vorgestellt – häufig fand es nicht mal Erwähnung. Dabei wäre ein Einsatz westlicher Langstreckenraketen in diesem noch beschränkten Krieg der endgültige Kriegseintritt des Westens. Der russische Präsident hat das bereits so formuliert – und in Aussicht gestellt, seine Atomdoktrin zu lockern.
Die Gespräche in Washington wären eigentlich eine Topmeldung wert gewesen. Aber in Deutschland kamen sie nur als Meldung unter vielen vor. Ist denn der Versuch, einem dritten Weltkrieg endgültig in die Knobelbecher zu helfen, nicht gar eine Jahrhundertnachricht? Offenbar nicht. Nicht in Deutschland – denn der Frieden bewegt die Menschen ja nicht, wie wir seit dem letzten Wahlabend in Sachsen und Thüringen wissen, als ARD und ZDF unisono behaupteten, dass die Sorgen vor einem sich auswachsenden Krieg das Wahlergebnis auf keinen Fall bestimmt haben. Das wiederholte man so zwanghaft, dass einem schnell dämmerte: Hier wird was kleingeredet, was recht groß im Raum steht.
Krieg: Mehr als ein Wort
Während der Bundeskanzler plötzlich für einen Moment wie ein Friedensbringer spricht und Verhandlungen für möglich erklärt, machte sein Verteidigungsminister vor einigen Tagen klar, dass westliche Waffen, die in Moskau einschlagen, völkerrechtlich unbedenklich seien. Über Krieg und die Bereitschaft, endlich auch kriegstüchtig zu sein, sprechen in diesem Lande etliche so, als handle es sich um die profane Frage, ob man nun am kommenden Samstag der Einladung der Nachbarn zum Grillabend folgen soll oder man doch lieber fernbleibt. Das Wort »Krieg« nehmen viele in den Mund, wie andere das Wort »Sonnenschein«. Zwischen Tür und Angel wird die Kriegsbereitschaft beschworen – ganz lapidar und nebenbei. Als sei es die normalste Sache der Welt.
Der Krieg wird angeführt wie ein steriler Topos, ein Ort, der einer gewissen Kontrolle unterliegt – den man zwar aufgezwungen bekommt, der aber auch wieder vorbeigeht: Dann kämpft man eben. Wenn es sein muss, dann muss es halt sein! Dieser Fatalismus blendet aus, was Krieg im Kern seines Wesens ist. Klar, man kann sich sicher vorstellen, dass man in einem Krieg einige Tote sehen wird. Vielleicht wird jemand, der an meiner Seite kämpft, auch vor meinen eigenen Augen erschossen. Ausschließen kann man das natürlich nicht. Selbst diese Vorstellung ist noch zu steril, zu sauber und hygienisch – wie ein Krimi aus den Fünfzigern, in denen gemeuchelte Leichen seltsam lebendig und frei von Blut drapiert wurden.
Krieg muss man sich in den drastischsten Bildern vorstellen. Wenn es nicht gerade ein Atomschlag ist, sondern konventioneller Krieg, dann sprechen wir nicht einfach von Toten, die vor unser aller Augen zu sehen sein werden. Nein, wir werden Zeuge von bestialischen Brutalitäten sein. Schädeldecken werden von unserem angeschossenen Nebenmann wegplatzen, Hirnmasse wird verspritzt. Man watet in Blut, hält seinem Kameraden die hervorquellenden Innereien im Torso, während er nach seiner Mutter schreit und seine Ausscheidungen nicht mehr bei sich halten kann. Der Gestank verwesender Menschen wird zum steten Begleiter. Manchmal stinkt auch nur das vergessene Bein eines unbekannten Soldaten vor sich hin, irgendwo unter eingestürzten Gemäuern. Der Tod, der auf diese zerfleischende Weise über die kommt, die den Krieg erleben, macht keinen Unterschied zwischen Soldaten, Frauen, Kindern und Greisen.
Wer heute ungeniert davon spricht, er sei bereit für den Krieg, der denke daran. Und der frage sich bitte, wie er glaubt, das je vergessen zu können. Die Wahrheit ist: Er wird es nicht vergessen. Wer den Krieg auf diese Weise erlebte, wird den Krieg nie verlassen. Sein Leben wird, auch später im tiefsten Frieden, ein fortwährender Krieg sein. Ein Blick auf Kriegsveteranen genügt, um das zu erkennen. Viele berichteten davon, dass sie immer noch im Kriegseinsatz sind. Nacht für Nacht. Manchmal auch tagsüber. Sie halten sich vom Barbecue fern, weil es dort nach verbranntem Fleisch riecht und das Erinnerungen wachrüttelt. Jene Ehemänner und Väter, die aus dem Zweiten Weltkrieg heimkamen und das neue Westdeutschland aufbauten: Wie viele hatten ein Alkoholproblem? Unzählige neigten der Gewalt zu. Oder blieben schlicht verschlossen und unlösbare Geheimnisse für ihre Söhne und Töchter – und ihre Ehefrauen. Sie waren ewige Fremde und Störenfriede in Familien.
Mittendrin statt nur vorbei
Spricht man heute so lapidar von der Bereitschaft, einen Krieg in Kauf zu nehmen, wäre all das zu bedenken. Der Krieg hat die Neigung, außer Kontrolle zu geraten und das Antlitz der Erde zu einer Hölle zu verwandeln. Brutalität ist da zwangsläufig. Nicht wenige Soldaten bedienen sich der Rauschmittel, derer sie habhaft werden können. Pervertin war das Mittel, das die deutsche Wehrmacht im letzten Krieg einsetzte – Amphetamine, eine Form von dem, was heute viele als Crystal Meth konsumieren. Die Wehrmacht hatte das Mittel gezielt bei der Pharmaindustrie geordert; sie wusste, dass das Berauschen der eigenen Truppe notwendig wird, damit die die Belastungen erträgt. Norman Ohler gibt in seinem Buch »Der totale Rausch. Drogen im Dritten Reich« beredt darüber Auskunft. Wer unbedarft Ja zum Krieg sagt, der sollte auch eine Drogenabhängigkeit für sich einplanen. Der Rausch, der die Zustände erträglich macht – er ist der Fährmann auf einem Ozean aus Blut.
Warum kommt all das nicht denen in den Sinn, die so lax von Krieg und ihrer Bereitschaft dazu sprechen? Glauben sie ernsthaft, dass dann halt Krieg ist, man beendet ihn nach einer Weile, und dann geht es so weiter, wie es zuvor gewesen ist? Woher kommt nur diese grandiose Naivität, so zu tun, als könne man einen solchen Einschnitt einfach abschütteln? Wir leben heute in einer Gesellschaft, die keine falschen geschlechtlichen Anreden ertragen kann, in der Menschen aufgrund dessen in eine Lebenskrise stürzen und dringend einen Schutzraum von der Politik fordern. Wenn sie das schon als grob, als brutal empfinden: Wie unsäglich traumatisch muss dann erst der Moment für viele in dieser Gesellschaft sein, wenn auf den Straßen die ersten Toten liegen, und zwar entstellt und zu blutigem Brei gesprengt?
Die Generationen, die den letzten Weltkrieg erlebten, wussten das. Sie sprachen nicht darüber. Unsere Großeltern haben uns vielleicht etwas vom Fliegeralarm erzählt, von eingestürzten Häusern, bombardierten Straßen. Sie haben die Details im Regelfall aber ausgeblendet. Für uns – und für sich selbst. Wer erinnert sich schon gerne daran, wie entmenschlicht so ein Kriegstoter zuweilen sein kann? Das verdrängt man lieber, beschwört man nicht. Zu hart war es, dem Trauma zu entkommen. Die 68er haben das ihrer Elterngeneration zum Vorwurf gemacht. Die sollte endlich aufarbeiten, rausrücken mit der Sprache – das Begehren war natürlich das Recht der Jugend, das man für sich in Anspruch nimmt, ohne das Leben zu kennen. Selbstverständlich schwiegen viele der Alten, weil sie die Verbrechen nicht benennen wollten und konnten – aber ein Stück weit schwieg man eben auch, weil die Hölle kein Ort ist, an den man sich gerne zurückerinnert.
Nun festzustellen, dass man den Krieg gesehen haben muss, um ihn sich bildhaft vor Augen zu führen, würde diesen Artikel ad absurdum führen. Der Autor hat keinen Krieg gesehen. Nicht in Wirklichkeit. Lediglich im Film: Mein erster Kinofilm war »Stalingrad« von Joseph Vilsmaier. Ich habe das Kino spät entdeckt, war 15 Jahre alt, als jener Film 1993 ins Kino kam. Wo andere von »Bernard und Bianca« als erster Kinoerfahrung berichten, war es bei mir dieser deutsche Film mit Bildern von vor die Hunde gehenden Wehrmachtssoldaten. »Stalingrad« ist ein Antikriegsfilm, daher ungezügelt schonungslos und grausam. Vieler solcher Antikriegsfilme folgten. Sie zeigten mir den Horror ohne falsche Filter. Für eine echte Kriegserfahrung reichte es bei mir nicht – zum großen Glück! Haben die, die mit dem Krieg hausieren gehen, nie auch nur Filme über das Leid des Krieges gesehen?
Das Soziopathän
Was es ganz sicher benötigt, um die Gefahr zu begreifen: Vorstellungsgabe und Einfühlungsvermögen. Die Empathie kommt in dieser Gesellschaft aber immer wieder zu kurz. Nicht nur bei der Frage von Krieg oder Frieden. Man denke nur an die Coronazeit zurück. Es gab einen Teil der Gesellschaft, der nachfühlen konnte, wie es wohl für die Großmutter sein muss, wenn sie unbesucht und isoliert in einem Altenheim ihr Dasein fristen muss – und es gab jene, die sich darüber ganz offenbar gar keine Gedanken machten. Die einen spürten förmlich am eigenen Leib – aber ohne selbst betroffen zu sein –, wie es für Kinder sein musste, die gesagt bekamen, sie gefährdeten das Leben der Großeltern. Die anderen konnten partout nicht nachvollziehen, was das für das Gemüt eines Kindes bedeutete.
Häufig ist von Spaltung die Rede und davon, wie die Spaltungsmuster der pandemischen Jahre einfach in den Themenkomplex des Ukrainekriegs übergingen. Wenn man in nuce zusammenfassen will, was es ist, das uns spaltet, dann ließe sich feststellen: die Empathie beziehungsweise ihr Fehlen. Die einen haben sie nämlich und versetzen sich in die Lage anderer – die anderen besitzen diese Fähigkeit aber nicht, spüren nur sich selbst und betrachten damit alles, was geschieht, einzig von ihrer Warte aus.
Fehlende Empathie wird medizinisch als dissoziale Persönlichkeitsstörung eingeordnet. Gemeinhin geht diese einher mit einem überbordenden Selbstgefühl und damit einer Überbetonung der eigenen Wichtigkeit, bei gleichzeitigem Mangel an Gefühlstiefe. In etlichen politischen Debatten werden diese Verhaltensmuster bei vielen augenfällig. Diese Verhaltensstörung weist dabei nicht selten narzisstische Züge auf. Es ist erstaunlich, dass einerseits ein gesellschaftlicher Trend zur starken Emotionalisierung gewisser Themen stattfindet – zum Beispiel bei identitätspolitischen Aspekten –, andererseits aber die emotionale Fähigkeit darbt, sich in andere hineinversetzen zu können. Aber das ist auch erklärbar: Denn nicht selten sind es dieselben Zeitgenossen, denen es an Empathie mangelt, die aber gleichzeitig hochemotional auf Randthemen reagieren. Für sie scheint es eine Art Übersprungshandlung zu sein, ein Empathiesurrogat, das den Empfindungsunfähigen das Gefühl simuliert, doch noch empfinden zu können.
Die Kriegsbegeisterten der Stunde, ob nun in prominenter Position als Politiker oder Medienschaffender oder im privaten Umfeld, als sich mutig gebender Mitbürger, hat wohl in vielen Fällen eine an sich ganz banale Verhaltensstörung als Voraussetzung. Es sind Menschen, die andere Menschen nicht mehr spüren können – und denen es daher an einer gewissen Vorstellungsgabe mangelt. Wer den Krieg mit Freude angeht, seine Gefahren nicht imaginieren kann, der lebt vor aller Augen eine Verhaltungsstörung aus. Und obwohl dieses Krankheitsbild nicht ansteckend ist, scheint es nun gesellschaftlich unbedingt geboten, sich davon nicht anstecken zu lassen.
Dieser Artikel erschien erstmals bei Manova.
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Tom Segev in der FR.
„Folgen des 7. Oktobers: „Nichts von dem, was dort geschehen ist, rechtfertigt die Zerstörung in Gaza“
weiter unter
https://www.fr.de/kultur/gesellschaft/israel-krieg-nahost-siebter-oktober-hamas-iran-libanon-segev-interview-93337717.html
Danke für diese Information.
Wen interessiert dieser „Tom Segev“ denn, und was der in der FR absondert?
Wichtig ist, das sich endlich die Musels zusammentun und Israel von der Landkarte tilgen.
Ob Du’s wahrhaben willst oder nicht, aber das sind astreine antisemitische Faschosprüche.
Kannst stolz auf Dich sein!
Die Soziopathen sind nicht naiv, die gehen nur davon aus dass der Krieg nicht zu ihnen kommt. Ist ja bloss der Pöbel, der irgendwo in Afghanistan, Irak oder Ukraine verreckt, die feinen Damen und Herren sichern sich währenddessen bei einem Cüpli das nächste Vorstandspöstchen oder Vortragshonorar.
Auch die Menschen in den teilweise radioaktiv kontaminierten Kriegsgebieten gehen ihnen, auch aus rassistisch motivierten Gründen, komplett am Arsch vorbei. Erst wenn die in genug grosser Masse hierherkommen und, wegen sozioökonomischen Gründen, anderen Parteien einen Schub geben, tangiert es sie.
Dann organisieren Faschisten Demos gegen Rechts, meinen damit aber nicht ihre eigene Politik, sondern die nationalistischen Tendenzen die durch eben diese Politik verursacht wurden. Nicht weil sie sich daran stören, sondern weil die Konsequenzen ihres eigenen Handelns Wähler kostet. Gleichzeitig beschwören sie ihre Tyrannei als Ersatzreligion namens Demokratie und lassen sich von den Hofschranzen in den Qualitätsmedien als Gutmenschen in den Himmel loben und jeden niederschreien der auch nur warnend den Zeigefinger erhebt.
Der erwähnte Kid Starver als Paradebeispiel (um nicht immer die Mettwurst im Kanzleramt zu bemühen), die machen nicht nur was Krieg anbelangt einfach dort weiter wo die tories aufhören mussten. Dasselbe wird auch mit Merz passieren, oder Trump/Harris (doh). Im Grunde fehlt eigentlich nur noch der bronzene/sizilianische Bulle.
Macht korrumpiert vermutlich jeden. Aber vielleicht hat es auch damit zu tun dass sie Charakterlumpen anzieht wie das Licht die Motten. Die wirklich Mächtigen gehen sogar noch einen Schritt weiter und saugen die Gesellschaft aus wie ein Vampir sein Opfer, notabene fast ununterbrochen seit mindestens 2500 Jahren.
/rant off
Sehr treffender Kommentar, dem nichts hinzuzufügen ist! 👍
Vielen Dank für diesen Kommentar, spricht mir aus der Seele.
Kriegstüchtiger?
Hier bekommen die nicht mal die Innere Sicherheit in den Griff noch gibt’s irgendwelche Pläne für eine Robuste Daseins-Vorsorge. Statt dessen wird die Gesundheitsversorgung zurück gefahren und jeder bleibt sich selbst überlassen, wo die Beiträge der Gesetzlichen Krankenversicherung sicher erhöht werden. Das einzige was wirklich gut läuft ist die Kognitive Kriegsführung im Hypermoralischen-Wertewesten.
Herr De Lapuente, leider kann ich Ihnen nur zustimmen. Unsere ganze Gesellschaft unterliegt einer Verhaltensstörung. Eine ungesunde Selbstbezogenheit kombiniert mit einem obzönen Exhibitionismus werden als normal verstanden. Die Suche nach Bestätigung der eigenen Existenz im Netz, nicht selten durch fremde Menschen, hat geradezu einen suchthaften Charakter. Der Zwang unseres Wirtschaftssystems immer mehr Materie in oft nutzlose Waren zu verwandeln, führt nicht nur zur Verwüstung unseres Planeten. Sinnloser Konsum von Wegwerfartikeln dient als Ersatzbefriedigung, mit der in wachsender Verzweiflung entleerte Persönlichkeiten versuchen ein eigenes Ich zu simulieren. Unser Wirtschafts- und Gesellschaftssystem hinterlässt neben sichtbaren Löchern und Narben in der Oberfläche unserer Erde, auch Verletzungen und Vernarbungen an den Herzen und Seelen der Menschheit. Jetzt soll wieder ein Krieg das Überleben des kapitalistischen Wirtschaftssystems sichern. Empathie und Gewissen stören bei den Kriegsvorbereitungen. Es braucht keine Monster aus dem All, die Psychopathen sind bereits unter uns, oft in leitender Funktion in der Wirtschaft, Staat und Gesellschaft.
wie soll man auch erwarten, dass leute, die nie eine uniform trugen, nie schossen, nie einen befehl annahmen, ihn annehmen mussten, egal was sie davon hielten, da ihn nicht anzunehmen als befehlsverweigerung automatisch gewertet wurde und bestrafung nach sich zog. wie kann man von diesen leuten erwarten, die phantasie aufzubringen, was KRIEG wirklich ist, wenn sie sich nicht einmal einen befehl vorstellen können. in dem zusammenhang immer wieder – die verantwortlichen der medien bis hinunter zum einfachen redakteur- sind keine kommentatoren oder berichterstatter im bereich der „qualitäts oder leitmedien“. sie sind täter! täter, die mit aller härte bestraft werden müssen! leute, die zugriff auf medien haben, den sumpf ihrer intriganten und pathologischen gestörtheit ausleben können, müssen genauso behandelt werden, wie die, die das bajonett in den körper des gegners rammen? nein, noch konsequenter muss der journalist zur verantwortung gezogen werden, der ihn dazu aufhetzt! sie, die journalisten, sind die ersttäter! im journalisten kommen alle finsteren charaktereigenschaften nicht nur zum vorschein, nein er lebt sie aus, muss sie ausleben, denn sonst ist er weg nicht nur vom fenster der karriere, sondern auch vom möglichen der eigenen ernährung. so kann sich ungehemmt unbildung, fehlende empathie, karrierismus, vorauseilender gehorsam, intrigantentum, denunziation, verleumdung und lüge in aller prächtigkeit ausbreiten. das perfide system der abhängigkeiten in dem system der freiberufler und die jahrzehntelange auswahl der „richtigen“ für diesen job hat eine fast hundertprozentige ideologische sicherheit in diesen häusern erzeugt.
Schwierig zu lesen, aber ja, die Massenmedien regieren uns und diese sind längst gleichgeschalten (nicht nur beim Krieg, sondern bei so gut wie allen Themen: Feminismus, Klimawandel, Kampf gegen rechts, Corona, Ukraine…)!
Es ist wichtig, dass sich das jeder bewusst macht (vor allem diejenigen, die immer aufs „verblödete Volk“ schimpfen, welches eigentlich das Opfer ist), denn diese Manipulateure schaffen es immer wieder, sich selbst aus der Schusslinie zu bringen (und kassieren auch noch fürstliche Honorare dafür, wahrscheinlich eine Art Bestechungsgeld)!
Der Westen wird regiert von verblödeten Fatzken, die sich nur für eines interessieren: ihre Wirkung in den Medien. Looking good is more important than looking where you are going.
Das ist aber kein Problem, weil sich das ebenfalls verblödete Volk nur noch für Kohle, Partys, Smartphones und Online-Shopping interessiert.
Atomkrieg? Du, nee, ist jetzt ungünstig, bin gerade mit Selfie beschäftigt!
Die herrschende Klasse ist alles andere als verblödet.
Die wollen uns umbringen, falls du das noch nicht kapiert hast!
Das ALLES glaubt erst, wer’s selbst erlebt hat. Ich weiß nicht, wie das zu ändern sein soll als eben durch Selbst-Erfahren.
„Ich weiß nicht, wie das zu ändern sein soll“
Durch neutral und ehrlich berichtende Medien. Eigentlich sollte das mal der ÖRR leisten… wir alle wissen, dass er selbst zum Propagandainstrument geworden ist und damit sogar das Gegenteil seines eigentlichen Auftrages macht!
Wir sollten das im Hinterkopf behalten, damit wir das nächste Mal nicht die selben Fehler wieder machen.
Ansonsten gilt der deprimierende Grundsatz: diejenigen, die aus der Geschichte gelernt haben… stehen verzweifelt und hilflos daneben, wenn Idioten sie wiederholen. Aber vielleicht bin ich auch zu pessimistisch, noch ist nicht alles entschieden…
Dem muss ich vehement widersprechen. Man muss das nicht selbst erleben, es braucht nicht einmal Fotos um sich vorzustellen zu können wie es sich anfühlen muss.
Einfach mal überlegen wie es wäre, wenn das eigene Kind von einer Mine zerfetzt wird, nackt und panisch vor einer Bombardierung flüchtet oder missgebildet geboren wird. Keine direkten Kampfhandlungen nötig, ja man muss man sich nicht mal in andere Menschen hineinversetzen.
Tja, lieber Roberta De Lapuente, zur Ergänzung und als persönliche Haltung.
Bücher:
Edlef Koppen „Heeresbericht“
Erich Maria Remarque „Im Westen nichts neues“, „Zeit zu leben, Zeit zu sterben“
Theodor Plievier „Stalingrad“
Filme (Auswahl) „Die Grauzone“, „Hasenjagd“, Abrahams Gold“, „Sommer 1943, Ende der Unschuld“
und aufbauend auf meinen Großvater, der am 13. Februar 1945 in Dresden Leute aus den Häusern holte und Hans Fischer aus Großröhrsdorf, welcher Stalingrad überlebte, deren bittere Erfahrungen sie mir versuchten zu vermitteln, ist „Krieg der Gipfel der Gemeinheit“ – Seit Mai 1945, 79 Jahre ! , gab es hier in Mitteleuropa keine ernsthafte militärische Auseinandersetzung, das gab es wohl für Mitteleuropa noch nie, Aber das steht jetzt auf dem Spiel !
Am heutigen 7. Oktober, dem Tag der Republik und Nationalfeiertag unserer Deutschen Demokratischen Republik sollten wir dem einzigen Friedensstaat in der deutschen Geschichte gedenken.
Nachfolgend im link sind Abbildungen aus Schulbüchern der DDR. UNVORSTELLBAR im Unrechtsstaat Brd wo alles wieder kriegstüchtig werden muß. https://t.me/marxengelsleninstalin/13349
Der „Friedensstaat“, der mit den anderen Vasallen des Warschauer Pakts die 1968 die Abweichler der CSSR überfiel…
Vielleicht hat die deutsche Gesellschaft insgesamt zu wenig Angst vor Krieg, weil sie im wesentlichen eine kinderlose Gesellschaft ist. Und weil sie begreift, daß ihr Land ohnehin für das eigene Volk verloren ist (Geburtenjihad & Flutung mit Zuchthengsten).
Jedem, der zu wenig Angst vor Krieg hat, empfehle ich das Anschauen der aktuellen einschlägigen Videos aus der untergehenden Ukreine, z. B. auf voenhronika.ru
https://voenhronika.ru/publ/vojna_na_ukraine/60
Vielleicht hat die deutsche Gesellschaft insgesamt zu wenig Angst vor Krieg, weil sie im wesentlichen eine kinderlose Gesellschaft ist. Und weil sie begreift, daß ihr Land ohnehin für das eigene Volk verloren ist (Geburtenjihad & Flutung mit Zuchthengsten).
Jedem, der zu wenig Angst vor Krieg hat, empfehle ich das Anschauen der aktuellen einschlägigen Videos aus der untergehenden Ukreine, z. B. auf voenhronika
Ob wohl diejenigen, die dafür sind, den Krieg nach Russland zu tragen, denn auch bereit sind, so etwas auch in Deutschland erblicken zu müssen? Oder meinen sie allen ernstes das bliebe ihnen wegen Völkerrecht erspart?
Achtung! Extrem schreckliche Bilder! Nichts für schwache Nerven!
Anstanden scheint diese, wie alle anderen Spaltthemen….
Gelegentlich mal korrigieren!
Das schreibt einer, der, mit einem sündteuren Bahnticket in der Tasche, im Zug zwischen Berlin und Frankfurt gern, ergriffen von seiner geistigen Vortrefflichkeit, über die Sprach- und Verständigungsregelungen seiner Mitreisenden sinniert ,nachdem er sich blicklos abgehärtet durch das Elend geschlängelt hat, das die Bahnhöfe umgibt.
Ja und nein.
Ich stimme zu, das es Soziopathen gibt, denen Empathie fehlt. Das ist aber eine überschaubare Zahl von Personen (die nichtdestotrotz oder sogar deswegen einen hohen Einfluß erreichen können).
Das Problem der Spaltung ist ein anderes, nämlich der Konsum unterschiedlicher Propaganda und die Unfähigkeit davon zu abstrahieren.
Machen wir ein Beispiel, ein Mainstreamkonsument der dem Ukrainekrieg folgt, ist i.d.R. der Meinung, dass Russland vollkommen grundlos und aus reiner Machtgier des Diktators Putin, ein unabhängiges friedliches Land überfallen hat, welches jetzt heldenhaft Widerstand leistet, um endlich „frei“ sein und westlichen Wohlstand geniessen zu können… Das Grundsetting ist also: Ungerechtigkeit, wir müssen alle zusammenstehen usw. Das Grundsetting ist wichtig, weil daraus folgernd auch die Einseitigkeit aller weiteren Aktionen folgt!
Jemand der das Grundsetting geschluckt hat (i.d.R. sind das „schnelle Denker“, man könnte auch sagen Rudeldenker, die dem Rudelboss, in unserem Fall also den massenmedialen Aussagen, bedingungslos vertrauen), wird sich von jeder „Feindpropaganda“ fernhalten, weil die ja sowieso lügt und nur versucht, uns zu spalten. Solche Leute sind normalerweise rational nicht mehr zu erreichen. In der Folge konsumieren sie auch weiterhin einseitig und sehen nur die eigene Gräuelpropaganda. Diese Art von brutaler Propaganda spricht den tierischen Teil im Gehirn an, der nur noch zwischen Flucht und Angriff unterscheiden kann (wobei ein Angriff immer die Totalvernichtung eines tödlichen Feindes anstrebt, da wird nicht mehr differenziert). Was enthält diese Propaganda? Richtig, möglichst brutale, massiv Mitleid erregende Szenen, Interviews, Behauptungen, was „der Feind“ alles unserer Seite angetan hat.
Es ist also nicht so, dass diese Leute keine Empathie haben, sie haben sie aber nur einseitig (denn von den Gräuel der eigenen Seite erfahren sie gar nichts)!
Da es Rudeldenker sind, die der eigenen Propaganda trauen, kommt ihnen auch gar nicht in den Sinn, dass sie verlieren könnten, einfach weil das gar kein Thema ist, es kommt in ihrer Welt zwar als abstrakte Bedrohung vor (wir müssen vorbeugen, mehr Waffen, mehr Zensur usw.) aber die Lagebeurteilung sieht die eigene Seite bekanntlich immer kurz vor dem Sieg, kurz vor der Trendwende usw. und spielt alle Risiken herunter (sonst würde ja niemand mehr kämpfen wollen). Hilfreich ist dabei die Dominanz des Normality-Bias (mein Leben wird sich nicht ändern, das hat alles nichts mit mir zu tun) und der Gewöhnung (wir kennen die „chirugischen“ Konflikte aus dem TV, um alle unappetitlichen Stellen bereinigt).
Die meisten Menschen leiden eben nicht an Empathielosigkeit, sondern an oberflächlichem Denken (=“schnelle Denker“, was übrigens auch im „Kampf gegen rechts“ ausgenutzt wird, ebenso wie bei Corona) und mangelnder Abstraktionsfähigkeit.
Bingo!
Gut beschrieben, vor allem das mit dem „Grundsetting“.
Tucholsky hat es so ausgedrückt: „Die Grausamkeit der meisten Leute ist Phantasielosigkeit und ihre Brutalität Ignoranz.“
Guter Artikel für die Leute, die den Gedanken an Krieg, seine Folgen und seine Profiteure zur Seite schieben, um besser schlafen zu können.
Bloß – die lesen ihn nicht.
Sollte man vielleicht der Berliner Zeitung unter OS anbieten.
Jeffrey D. Sachs zu USA/Ukraine & Russland …
Viel Spaß beim verzweifeln!
KB
https://www.youtube.com/watch?v=zMSK1ei3Tl0
Ich habe in jungen Jahren die ganze Sowjetliteratur mir reingezogen, Simonow, Shukow, Pojepl usw. Vater als Funktionär hatte ganze Schränke voller Bücher dieser Art, und Fernseher kaufte Er keinen, weil Wir Kinder dann gar nichts mehr machen würden in der Wohnung. Sagte Er jedenfalls. Und diese Bücher waren richtig spannend auch geschrieben. o))
Vater hat diese Bücher selber nicht gelesen, ich war der einzige von Uns 5 Kindern der sich dafür interessierte.
Nachts Taschenlampe unter der Bettdecke, und in der Schule am nächsten Tag bin ich dann immer eingeschlafen, was mir schlechte Noten dann einbrachte o)))
Und wenn Vater erzählte aus diesen Zeiten, Er ist damals im W2K immer aufs Feld, Kartoffeln stehlen für die Familie, Sie hatten Hunger. Nur heute findet man auf Feldern meist Lebensmittel dieser Art nicht mehr . o(
Der Handel heute lebt von “ der Hand in den Mund“ LKWs zb als „Warenlager“ im Einsatz um Kosten senken zu können für diese Konzerne. Ich gehe davon aus, heute in solch einem Fall würden wesentlich mehr Menschen in einem militärischen Konflikt durch Hunger und Krankheiten sterben, als durch direkte Folgen von Waffeneinwirkungen. Dann, viele Gebiete bei Uns, keine Krankenhäuser mehr, die es damals aber gab. Also auch hier wäre Deutschland viel schlechter aufgestellt, als letztes Jahrundert.
Keine Ahnung wie solche Spinner hier von Krieg mit Russland träumen als Bestandteils eines politischen Konzeptes, ohne nicht auch den Untergang der Deutschen Nation als solches mit zu erwähnen als durchaus reale Möglichkeit in solch einem Fall. Fortschritt und konzepte moderner Gesellschaften haben immer Ihren Preis, und einer davon ist, das diese in Gewaltszenarien von solchen Dimensionen, kaum überlebensfähig sind.
Zeitalter der „Dienstleistungsgesellschaften“ !! Der Name sagt doch schon alles ..
Was die Angelsachsen angeht, Gott und König/in werden Sie beschützten in solch einem Szenario, alles anderes könnte ihnen bei einer militärischen Konfrontation mit Russland kaum noch helfen. Die Zeiten haben sich geändert o)
Übrigens was die Russen in der Ukraine militärisch umsetzten haben nicht Sie erfunden, sondern die Nato, und zwar im Krieg gegen Jugoslawien o((
Wenn das russische Militär sich in der Ukraine so verhalten würden wie die Nato in Jugoslawien, dann gäbe es wesentlich mehr Opfer bei der ukr. Zivilbevölkerung. Der gefühlte Durchschnitt in unseren Nachrichten liegt bei etwa „1 Toter, 3 Verletzte“ pro Tag durch den ach so brutalen russ. Angriffskrieg. Davon hätten die Jugoslawen damals nur träumen können – und wenn man noch etwas weiter in der Geschichte zurückschaut, dann sind da z.B. der Hamburger Feuersturm 1943 oder die Bombardierung Dresdens 1945, wo jeweils in einer einzigen Nacht Zehntausende Zivilisten ums Leben kamen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Gomorrha
https://de.wikipedia.org/wiki/Luftangriffe_auf_Dresden
Nach rund 80 Jahren Weiterentwicklung zu immer effizienteren und immer tödlicheren Waffensystemen wäre das russische Militär sicher auch dazu in der Lage, aber im Gegensatz zu unserem „Wertewesten“ besitzen die Russen zum Glück noch so etwas wie Anstand und Moral.
Und noch eine Bemerkung zum Thema Krankenhäuser:
Nicht nur, dass es immer weniger werden, die verbliebenen werden zunehmend in Fachkliniken umgewandelt, die sich nur noch auf bestimmte Krankheiten / Operationen spezialisiert haben, und immer mehr davon Schönheitskliniken und sonstige Lifestyle-Medizin. Da können Sie sich im Ernstfall gerade noch die hässlichen Falten an Ihrem Beinstumpf mit Hyaluron unterspritzen lassen; zu etwas anderem sind die dortigen Fachidioten gar nicht mehr in der Lage.
das war auf die Strategie bezogen … Sorry..
Ich habe viele Videos sehen können Donbass, die heute nicht mehr zu finden sind bei Google was due Brutalität der Ukras angeht gegenüber Russen.
Das konzept die Energieversorgung zu zerstören, was Russland in der Ukraine umsetzt, das hat die Nato so vorgemacht in Jugoslawien…
„Nein, wir werden Zeuge von bestialischen Brutalitäten sein.“ Mit diesem Satz gegen Krieg zu argumentieren, funktioniert nicht. Genau so was wollen die Leute nämlich sehen. Das kann man bei jedem Unfall auf der Autobahn feststellen. Ich wäre mal fast schwer verunglückt, weil ich auf die dritte Spur ausscherte, um an den Gaffern vorbeizufahren. Vor mir scherte nämlich auch einer aus, aber aus einem ganz anderen Grund. Er hatte den Unfall übersehen und macht direkt vor mir eine Vollbremsung, als er merkte, dass es was zu gaffen gab. Viele filmen auch, egal ob sie dadurch Ärger bekommen können. Blutrünstigkeit kennt keine Vorsicht. Deshalb verursachen Gaffer oft Folgeunfälle. Man sagt, sie stellen sich vor, die Leber der Unfallopfer zu essen. Ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich ein Witz ist. Sigmund Freud behauptet, dass in jeden Traum eine oft unbewusste Wunscherfüllung steckt. Das mag auch der Grund für die Träume von Kriegsveteranen sein. „Viele berichteten davon, dass sie immer noch im Kriegseinsatz sind. Nacht für Nacht.“ Nicht nur Soziopathen sind so. Diese zeigen es nur offen.
Ich würde diese Art Sensationsgier als evolutionär bedingt ansehen: man lernt etwas dabei (z.B. was gefährlich ist, wie man sich dann verhält oder auch nicht usw.), deshalb schauen viele hin, andere wissen: das kann unappetitlich sein, manchmal auch gefährlich und außerdem störe ich, diese Leute gehen halt weiter. Die einen folgen ihren Trieben, die anderen dem Verstand (oder wenigstens ihrer Lebenserfahrung), man findet diese zwei Typen Menschen überall (oft changiert man selber zwischen den Zuständen hin- und her, je nach Thema).
In unserer Gesellschaft ist auch der Gefahren-Reflex verkümmert, viele können sich gar nicht vorstellen, dass etwas gefährlich sein könnte, weil ihnen die Erfahrung davon fehlt (wir leben in einer Risiko-Minimierungsgesellschaft), die rennen dann halt direkt in den Konfliktherd oder machen noch ein Selfie mit dem ausgebüchsten Bären und qualifizieren sich damit für den Darwin-Award…
„Man sagt, sie stellen sich vor, die Leber der Unfallopfer zu essen.“
Natürlich ist das möglich, wenn zufällig ein geisteskranker Armin Meiwes vorbei fährt.
Ich befürchte aber in 99,99% der Fälle eher die Leute hoffen so einen Internethit zu landen, und zücken deswegen ihr Smartphone. Ist wirklich wie oben beschrieben, Null Empathie und entleerte Persönlichkeiten die versuchen irgendwie die Leere mit irgendwas aufzufüllen.
Und wenn schon verdammt noch mal nicht die leere, dann doch wenigstens seinen Geldbeutel wenn das Video „trendet“
Ein sehr guter Artikel,
leider wird er die Menschen die ihn lesen sollten nicht erreichen.
Ausserdem gibt es ein Grunddilemma das mir immer wieder auffällt.
Die armen Deutschen Soldaten die traumatisiert sind.
Wer hat 3.000.000 Sowjetische Soldaten bewacht als man sie verhungern ließ?
Wer hat 10.000.000 Sowjetische Zivilisten getötet?
über 10.000 Ortschaften mit Zivilisten dem Erdboden gleich gemacht?
Vergewaltigt, gefolltert, gemordet!
Das da der eine oder andere nicht schlafen kann oder ein Drogenproblem bekommt ist erklärlich.
Ich bin 61 Jahre alt und mein Großvater hatte vier Brüder. Der Jüngste ist gleich in Polen als Held in seinem Panzer verbrannt. Der Großvater hat in Frankreich seinen Heimatschuss bekommen, von dem er sich nie erholt hat und an dem er mit 56 Jahren jämmerlich verreckt ist. Einer war Sanitäter und rechtzeitig bei den Britten in Gefangenschaft. Der Moralist hat verweigert und ist durch viel Glück dreimal dem Fallbeil entkommen.
Der älteste war ein Schwein, ich darf das sagen, er war mit den Wlassow Leuten unterwegs.
Der hatte ein Alkohol- und Gewaltproblem und hat Nachts immer geschrien.
Also eine ganz normale Deutsche Familie.
Ich empfehle den Film: Komm und sieh (russisch Иди и смотри / Idi i smotri), in der DDR Geh und sieh, ist ein sowjetischer Antikriegsfilm des Regisseurs Elem Klimow aus dem Jahr 1985.
wow … Ambivalenz in seiner Extremsten Form .. o))
So viel Gegensätzte so eng beieiander, habe Ich echt noch nicht lesen können ..
Mein Großvater ( Mütterlicherseits) war Frankreich Adjudant eines Generals , und was Er so erzählte klang wenig nach Krieg, bis auf Gefechte zwischen SA und SS , die es da öfters mal gab.
Ich hier auf meiner Straße 2 Frauen , eine ist leider gestorben, (99 Jahre) und eine bei mir im Haus, 94 Jahre , wenn Sie erzählen, und das obwohl Sie nicht an der Front waren, klingt richtig nach fürchterlichen Krieg ..
Warum immer in die Ferne schweifen oder sind die meisten zu jung hier?
In der vierten Klasse, 1971, gab’s in der Schule „Die Brücke“ (1958) von Berhard Wicki zu sehen… das hat mich auf jeden Fall nachhaltig beeindruckt. Vor allem auch die Mechanismen zu sehen, wie die Menschen damals beeinflusst wurden und Hitlerjungen begeistert in den Krieg zogen. Ich machte dann als Twen, als ich mich näher mit dem 1000 Jährigen Reich befasste auch die Feststellung, das man den Menschen dieser Zeit ihre „Nachläufigkeit“ des NS-Systems übel nehmen konnte. Ich fragte mich einfach wie ich mich damals verhalten hätte…
„Fehlende Empathie wird medizinisch als dissoziale Persönlichkeitsstörung eingeordnet. Gemeinhin geht diese einher mit einem überbordenden Selbstgefühl und damit einer Überbetonung der eigenen Wichtigkeit, bei gleichzeitigem Mangel an Gefühlstiefe.“
wer ordnet das ein und wozu. könnte „Einordnung“ nicht genau das sein, was oben beschrieben wird: eine „dissoziative Persönlichkeitsstörung“. „Einordnung“ ist doch eine bewusste Distanzierung, oder nicht?
„In etlichen politischen Debatten werden diese Verhaltensmuster bei vielen augenfällig. Diese Verhaltensstörung weist dabei nicht selten narzisstische Züge auf.“
wie will ich denn heute, wo Sozialkontakte vorwiegend über Geräte hergestellt und aufrechterhalten werden, ohne „Narzissmus“ auskommen, wenn ich nicht vereinsamen und verarmen möchte?
“ Es ist erstaunlich, dass einerseits ein gesellschaftlicher Trend zur starken Emotionalisierung gewisser Themen stattfindet – zum Beispiel bei identitätspolitischen Aspekten –, andererseits aber die emotionale Fähigkeit darbt, sich in andere hineinversetzen zu können.“
ist das denn nicht unabdingbar, auszusuchen, was bewältigbar ist?
„Aber das ist auch erklärbar: Denn nicht selten sind es dieselben Zeitgenossen, denen es an Empathie mangelt, die aber gleichzeitig hochemotional auf Randthemen reagieren. Für sie scheint es eine Art Übersprungshandlung zu sein, ein Empathiesurrogat, das den Empfindungsunfähigen das Gefühl simuliert, doch noch empfinden zu können.“
gehen Sie, Herr De Lapuente nicht auch selektiv vor? beschreiben Sie nicht eigentlich in dem Artikel Ihr eigenes Verhalten nur mit von Ihnen gewählten Beispielen, also einer Negativselektion?
das ist so ein Tanz mit dem Elefanten im Raum, der da heisst: vermeintliche Zentralperspektive.
das Notengeben bringt mich nicht weiter im Verständnis für mich und andere. „erklären“ ist ein Prinzip, das eine Zentralperspektive voraussetzt. wenn ich mich hilflos fühle, erscheint es mir besser, das zu formulieren. wenn ich jemanden nicht verstehe, frage ich ihn oder sie nach seinem oder ihrem Selbstverständnis etc.
hier lässt sich gut grübeln und Einordnungen bedenken:
https://www.suhrkamp.de/buch/fritz-breithaupt-die-dunklen-seiten-der-empathie-t-9783518297964
Mit Empathie können sie keine Staaten und Wirtschafts-Imperien leiten. Das funktioniert nicht. Deshalb brauchen wir diese Typen. Wir dürfen sie nur nicht als leuchtende Beispiele sehen.
Auch das Verdrängen ist für den Menschen notwendig. Sonst gäbe es keinen Verkehr und andere Gefährlichkeiten.
Selbst Waffen, die zum Töten sind, können in manchem Fall helfen.
Das gehört alles dazu. Wir müssen nur lernen, es human zu steuern.
ja.
Genau, deswegen müssen die Staaten und großen Firmen ja auch verschwinden!
Ja, was?
Human steuern, das ist genau im Sinne des WEF.
Die wollen nur das Beste für uns…. meine Fresse???
ich verstehe unter human steuern, dass wir Menschen steuern, nicht eine sog. Elite.
Steuern wird wohl immer eine Elite. Die Gesellschaft muss ihnen aber die Werte vorgeben und sie kontrollieren.
Nicht in einer Anarchie!
Plapperlapap
Es gibt gar keinen Krieg.
Die RF ist in einer Spezialoperation und die NATO unterstützt die Ukraine.
„Über Krieg und die Bereitschaft, endlich auch kriegstüchtig zu sein, sprechen in diesem Lande etliche so, als handle es sich um die profane Frage, ob man nun am kommenden Samstag der Einladung der Nachbarn zum Grillabend folgen soll oder man doch lieber fernbleibt. Das Wort »Krieg« nehmen viele in den Mund, wie andere das Wort »Sonnenschein«. Zwischen Tür und Angel wird die Kriegsbereitschaft beschworen – ganz lapidar und nebenbei. Als sei es die normalste Sache der Welt.“
Wie soll man dann solchen Leuten auch einen Vorwurf machen ?
Die leben meistens dermaßen abgeschottet von schnöden Realitäten wie früher nur der Adel.
Und falls doch auf einmal Krieg sein sollte dann schickt man halt auch Jugendliche und Kinder für den Siegfrieden und das Kindergeld an die Front.
Die FDP-Oma hat da auch schon eindringlich geguckt und geduzt.
Wirtschaft braucht Freiheit so wie du !
Man könnte auch schreiben sowieso.
Es muss sich nicht um eine Persönlichkeitsstörung handeln. Ich habe vor vielen Jahren gelesen, dass die Kriegswahrscheinlichkeit steigt sobald es keine Menschen mehr gibt, die den Krieg bewusst erlebt haben. Dieser These konnte ich bis vor einiger Zeit nicht viel abgewinnen. Allerdings scheint sie nicht ganz falsch zu sein. Das aber allem Anschein nach noch nicht einmal Bildung hilft, lässt mich ratlos zurück.
Weil es mittlerweile auch kaum noch Menschen gibt, die eine Echte Bildung genossen.
Es ist eine Gesellschaftsstörung. Als Gebildeter hat man sich mit Fromm beschäftigt. 🙂
Autsch 😀
Ich meinte die Bildung über die prinzipiell jeder verfügt und die man daher voraussetzen kann.
Die Schulbildung.
Der erste Weltkrieg wird/wurde recht ausgiebig in der Schule behandelt. Bei der Berichterstattung hätte jeder eine Verbindung zum ersten Weltkrieg ziehen müssen. Auch wenn die Bilder fehlten, wurden die Worte genutzt.
Es sollte sich doch langsam mal herumgesprochen haben, wieso die Briten in Washington „um Erlaubnis fragen“, ob sie ihre Storm Shadow auch in Russland einsetzen „dürfen“, oder?
Die Antwort ist simpel: sie verfügen nicht über die nötigen Bodenkarten für Russland, um die Dinger zu programmieren! Und GPS funktioniert in Russland nicht mehr, weil das Signal gestört wird! Washington hat die Karten, gibt sie aber nicht heraus, weil das dann eine direkte Kriegsbeteiligung wäre, und Moskau bereits mit entsprechenden Konsequenzen gedroht hat, sollte es dazu kommen.
OK, die Anklage teile ich. Als vollständige Erklärung dafür, warum die Herrschenden bereit sind, in den Krieg zu ziehen, reicht es mir noch nicht.
Mir fehlt folgender Aspekt: Kriege werden von Gemeinschaften geführt, die dabei ihre eigene Existenz riskieren, nicht nur buchstäblich, sondern auch, wie der Autor richtig ausführt, im Sinne ihrer inneren Verfasstheit, die nach einem Krieg nicht mehr dieselbe ist.
Zur Kriegsmentalität gehört deshalb neben all dem Soziopathischen, was hier gut beschrieben ist, die Einstellung, dass den Menschen – den Eliten und den meisten Bürgern – die eigene Gesellschaft, so wie sie ist, nichts mehr wert ist. Wenn sie es wäre, wäre das auch ein Grund, innezuhalten und vorsichtig zu sein, um dieses kostbare Gut nicht zu gefährden.
Es gibt viele Aspekte, die zu so einer gemeinsamen Grundeinstellung von einer Gesellschaft, die sich selbst nichts mehr wert ist, zusammenfließen:
– bis vor rund 20 Jahren vielleicht dürfte die Mehrheit der Erwachsenen noch die von ihren Eltern und Großeltern übernommene Lebenseinstellung gehabt haben, dass ihre Kinder es einmal besser haben sollen. Das war Antrieb für ganz Vieles, was im Kleinen die Gesellschaft zusammenhält: den Kindern eine bessere Zukunft aufbauen. Dieser Grundsatz ist von mehreren Seiten torpediert worden: vor Allem die Verarmung der Mittelschicht, die für die Mehrheitsgesellschaft das Erreichen des Ziels einer besseren Zukunft der Kinder utopisch werden ließ; flankiert von der ganzen Öko- und Klima-Apokalypse, die so ein Ziel auch noch moralisierend als verwerflich darstellt. Was nützt der gesellschaftliche Zusammenhalt, wenn er den gemeinsamen Gang in eine bessere Zukunft nicht mehr sichern kann? Und wie reagieren die Menschen darauf?
– Corona hat einfach alles, was die Gesellschaft zusammenhält, unter Vorbehalt gestellt. Nichts war dem Corona-Regime heilig. Gemeinschaftlichkeit überhaupt galt auf einmal als negativ und gefährlich. Davon hat sich die Gesellschaft noch lange nicht erholt. Gesellschaft basiert auf Vertrauen. Das „richtige Verhalten“ der Corona-Zeit basierte auf Misstrauen
– Eine Pandemie ist vergänglich, ein weit entfernter tödlicher Feind lässt sich in alle Ewigkeit rhetorisch aufrecht erhalten, und so ist in der Erzählung der Eliten relativ bruchlos Russland an die Stelle des Virus getreten. Und damit, wieder in der Erzählung der Eliten, die Zeitenwende, die auf den gleichen Punkt hinausläuft: Alles gehört auf den Prüfstand. Die Gesellschaft muss neu ausgerichtet werden. Nichts aus der Vergangenheit ist wertvoll genug, um nicht unter dem Vorbehalt der Kriegsertüchtigung zu stehen. Das ist die Botschaft, die gleiche wie vorher: vergesst alles, was war
– die Klima-Geschichte, die schon länger läuft, macht genau das Gleiche: auch hier gilt, dass Alles, was in der Vergangenheit war, unter Vorbehalt steht
Kurz gesagt: die ganze Gesellschaft ist von der Leitidee erfasst, dass das, was man sich in der Vergangenheit gemeinsam erarbeitet hat, nichts mehr wert ist. Auch hier im Forum sind Untergangserzählungen ja verbreitet, beispielsweise vom dem Untergang geweihten Westen – obwohl es genau genommen nur um bestimmte Politikkonzeptionen und Prioritäten der politischen Eliten geht. Unser Kontinent wird weiter bestehen und die Menschen, die drauf leben, werden auch weiter dort leben
Die Leerstelle ist die Zukunft, die sich auf diese Weise nicht gestalten, nicht mal beschreiben lässt. Denn Zukunft ist notwendigerweise ein Fortschreiben der Vergangenheit. Will man sich die Zukunft vorstellen, muss man also in der Gegenwart und der Vergangenheit ansetzen. Da Letztere tabuisiert wird, wird es deshalb auch für die Politik unmöglich, eine Erzählung von der Zukunft vorzubringen, oder wenigstens eine, die auch nur einen Funken Hoffnung macht.
Die heutigen Eliten und die gesellschaftliche Mehrheit, die sie trägt, verdrängen all das. Die Destruktivität, die sich daraus ergibt, ist im Artikel gut beschrieben. Wir sollten von den politischen Eliten einfordern, in einen Modus des Konstruktiv-Seins einzuschwenken, und eine Erzählung von einer für Alle lebenswerten Zukunft zu entwickeln. Von da aus ergäbe sich eigentlich ganz leicht, auch für Soziopathen, was zu tun ist, und was man lieber nicht machen sollte.
Das wird nicht passieren, die herrschende Agenda ist eine völlig andere.
Nur die Beseitigung der herrschenden Klasse mag das vollbringen.