
Jugendschutz oder Anonymität im Netz sind falsche Widersprüche. Man kann sowohl Kinder vor Social Media schützen als auch die Meinungsfreiheit aufrechterhalten. Beides ist wichtig.
Social Media für Kinder ist zum neuen Zankapfel geworden. Kein Wunder, denn dass Instagram und Co. bei Jugendlichen großen Schaden anrichtet, wissen wohl die meisten. Doch bei dem, was die Politiker und Mainstream-Journalisten fordern, geht es nicht darum, Kinder zu schützen. Sie wollen sich selbst schützen, vor unliebsamer freier Meinungsäußerung. Niemand soll mehr ungestraft die schönen Narrative in ZDF und Konsorten stören können. Wie praktisch wäre es für Politiker, wenn alle Menschen sich mit einem Personalausweis identifizieren müssen, bevor sie Social Media nutzen können! Und plötzlich findet sich die Vernunft in einer schwierigen Ecke: Will man Kinder schützen, soll man der Registrierung aller Internetnutzer mit Ausweis zustimmen. Will man das nicht, will man die armen Kinder den (a)sozialen Medien zum Fraß vorwerfen.
Dabei sind das einfach falsche Alternativen. Man könnte problemlos den Verkauf oder die Überlassung von Smartphones an unter Sechzehnjährige verbieten, fertig. Tastentelefone oder Jugend-Phones wie in Südkorea einführen, wo man zwar ein Navi draufhat und ein paar Lern-Apps, aber keinen freien Internetzugang. Nur: dem werden unsere Politiker niemals zustimmen, denn sie wollen Überwachung und nicht Kinderschutz. Die Kinder sollen die iPhones in die Hände bekommen, allein damit sich künftig alle Erwachsenen registrieren müssen.
Mädchen werden selbst zur Ware
Kinder von Handys wegzubekommen, wäre eine großartige Sache. Das Wissen darüber, wie sie Jungs schaden, ist weiterverbreitet. Killersiele und Pornos eignen sich nicht für Zwölfjährige (eigentlich eignen sie sich für niemanden), da herrscht weitgehend Konsens.
Welch fatale Auswirkungen Social Media auf Mädchen hat, wird seltener diskutiert. Dabei sind diese massiv, wie gerade wieder eine Studie der DAK in Rheinland-Pfalz gezeigt hat.(1) Insbesondere Mädchen sind von Depressionen, Ängsten und Essstörungen betroffen. In den letzten fünf Jahren nahmen die Depressionen um 27 Prozent zu, die Essstörungen um 56 Prozent. Besonders besorgniserregend sei aber die Zunahme sozialer Ängste bei Mädchen, die Angst vor Bewertungen auf Social Media haben. Daher auch die Überschrift der Pressemeldung: „Panik und Ängste … Mädchen besonders betroffen“.
Die Soziologin Freya India berichtet in ihrem Buch „Girls“(2) beeindruckend davon, wie sich die Situation für Mädchen in der Pubertät während der letzten beiden Jahrzehnte massiv verändert hat. Schon immer hat die Werbeindustrie versucht, Teenagern Produkte zur angeblichen Selbstverbesserung anzudrehen, schon immer wurden Mädchen als Sexualobjekte betrachtet, kaum dass der Busen zu knospen begann. Jetzt aber werden Mädchen keine Produkte mehr verkauft: sie werden selbst zum Produkt gemacht.
Spätestens mit zwölf Jahren haben die meisten einen Instagram-Account, auf dem sie sich zur Beurteilung präsentieren. Jede Erfahrung wird zur sozialen Währung. Besuch in der Eisdiele, klick, neues Outfit, klick, Urlaub, klick. Die Akzeptanz des Umfelds ist in dieser Zeit ungemein wichtig und die kommt über „Likes“. Mädchen tragen sich und ihr Leben zu Markte, ihre Leistung wird permanent über Views und Likes gemessen. Wenn diese ausbleiben, reagieren Mädchen extrem verunsichert und empfindlich. Dort stößt die Industrie hinein.
Mädchenaggressionen
India berichtet, die Algorithmen würden auf die kleinste Äußerung der Mädchen reagieren – löscht eine ein Selfie bekommt sie umgehend ein Beauty-Produkt angeboten. Schreibt sie die Worte „unsicher“ oder „Angst“ reagieren sie sofort mit einer Werbeanzeige und versuchen, diese Angst zu vergrößern.
Mädchen in der Pubertät sind sehr unsicher, das Selbstbewusstsein der Kinderzeit ist dahin. Der Körper schaut täglich anders aus, alles ändert sich, das Umfeld reagiert ungewohnt und das Mädchen weiß nicht mehr genau, wer sie ist. Das ist an sich nichts neues und Pubertät war noch nie ein Zuckerschlecken, jetzt aber gibt es keinen Feierabend nach einem Schultag mehr. Das Handy kommt mit nach Hause.
Allgemein werden Mädchen als weniger aggressiv gesehen als Jungen. Doch das liegt auch daran, dass weibliches Aggressionsverhalten meist nicht über körperliche Gewalt läuft, sondern über soziale Gemeinheiten, die weniger greifbar sind als eine Schlägerei. Andere ausschließen, schlecht über sie reden, Witze auf ihre Kosten machen, das sind typische Dinge, zu denen pubertierende Mädchen neigen. Sie bilden eine Freundinnengruppe, indem sie andere ausschließen.
Instagram ist dafür wie geschaffen. Man muss dem Opfer nicht in die Augen schauen, wenn man sich scheinheilig fragt, warum sie in diesem Outfit so fett aussieht. Man hält Likes zurück, man kommentiert ein Bild unfreundlich. Doch jetzt bekommt die Aggressorin dafür Likes, das Ganze verbreitert sich – und es wird nie gelöscht. Ein brutales System, dem keine wirklich entkommen kann. Und trotzdem am nächsten Tag wieder zur Schule gehen muss, auch wenn sie gerade schlimme Abwertungen aushalten musste.
Schluss machen, sofort Schluss machen
Viele Mädchen empfinden es als essenziell, auf Insta gut dazustehen. Da kommt dann die Facetune-App genau richtig. Mittlerweile sind die Schönheitsfilter sehr professionell, es gibt einen „freundlichen AI-Assistenten“, dem man sagt, wie das Foto ausschauen soll und zack, schon wiegt man optisch zehn Kilo weniger bei doppelt so vielen und glänzenden Haaren und gelifteten Wangenknochen. Oder man fragt, den „freundlichen“ Assistenten, was man ändern soll. Der hat dann viele Vorschläge, was an dem Mädchen alles verbessert gehört: Der Hals, das Kinn, die Wangen, die Lippen, die Augen, die Haare, kurzum alles. Und ganz besonders natürlich die Figur. Man braucht ein solides Selbstbewusstsein, um nach solch einer Vorschlagsliste nicht direkt zur Schokoladentafel zu greifen. Kaum ein Mädchen lädt noch echte Fotos von sich hoch. Wenn man sich an sein schönes AI-Bild gewöhnt hat, wird der Blick in den Spiegel natürlich zum Horror. Es entwickelt sich eine Dysphorie, eine permanente Angst, jemand könnte den Schein stören – mit einem echten Foto oder mit gemeinen Kommentaren zu den starken Filtern.
Gleichzeitig sind die Internetforen voll von schädlichen Ratschlägen für Mädchen. In einer Zeit, in der die Ängste von Mädchen explodieren und sie immer mehr vereinsamen, ist der Hauptratschlag nicht „Freunde finden und wird schon“, sondern: Risiken vermeiden. Sicherheit über alles. Die Welt von TikTok ist voll von „red flags“ – angeblichen klaren Warnzeichen. Fragt er dich nach der Uhrzeit – lauf weg, das ist gefährlich. Dies ist gefährlich, das ist gefährlich, nichts soll man mehr machen, weil es einfach zu riskant ist. Man könnte enttäuscht werden, man könnte verletzt werden. Wer aber immer mit dem Handy zu Hause sitzt, der wird sicher enttäuscht und unglücklich.
Mädchen werden überall und in allen Bereichen vor Jungs und der Liebe gewarnt. Keinesfalls soll man sich von einem Jungen abhängig machen. Auf TikTok bekommt man Filmchen: „Warum er ein Narzisst ist“; „Warum er dich betrügen wird“. Das alles ist auf junge Mädchen von zwölf, dreizehn Jahren ausgerichtet, die über keinerlei Kontext verfügen. Ihnen wird von leidenschaftlichen Influencerinnen erklärt, warum Jungs solche Schweine sind. Woher sollen sie wissen, dass das eine Meinung ist, die sich halt gut verkauft?
Freundliche Ratschläge sind sehr viel seltener. Jonathan Haidt hat eine Studie in Reddit-Foren durchgeführt.(3) Wenn es um Schwierigkeiten in Beziehungen geht, war der häufigste Rat: Schluss machen, sofort Schluss machen. Der seltenste Ratschlag war es, einen Kompromiss finden.
„Therapie ist für jeden“
Da hilft es natürlich auch nicht, dass Kinder ab sehr frühen Jahren mit harten Pornos konfrontiert werden. Jungen lernen es, Frauen als wertlose Objekte zu betrachten, die zur freien Triebbefriedigung zur Verfügung stehen. Mädchen sehen, wie abwertend, brutal und verachtend Männer mit Frauen umgehen. Sie sehen Jungen als gefährlich, böse und unersättlich an. Soll man sich mit solch einem Monster wirklich einlassen?
Eltern geben gleichzeitig immer seltener Ratschläge. Wenn, dann neigen sie dazu, die physischen Gefahren zu minimieren, also zum Beispiel den dunklen Heimweg zu vermeiden. Die Gefahren im Netz scheinen ihnen weniger bewusst zu sein. India sieht einen Trend, dass Eltern sich neutral verhalten wollen, um den Teenagern ihre Freiheit zu lassen. In diese Lücke stoßen dann Medienunternehmen vor, die voll von Ratschlägen, aber alles andere als neutral sind. Porn Hub ersetzt dann Beziehungsratschläge und Instagram übernimmt das Thema Selbstwertgefühl. Und wenn Probleme auftreten (und bei welchem Teenager treten keine Probleme auf?), dann gibt es genügend online Therapie-Anbieter, die gerne weiterhelfen.
In England und USA ist es fast schon normal für Mädchen, ihren Lebensberater online zu haben. BetterHelp und Talkspace sind die größten Anbieter. Sie schalten ihre Anzeigen immer dann, wenn die Mädchen irgendwelche Selbstzweifel äußern. Auch Prüfungsangst und ähnliches sind für sie ein Grund für eine Online-„Therapie“. Auch in Deutschland bieten sie an – offiziell erst für Erwachsene, aber man kann sich auch mit „Spitznamen“ anmelden. Dass die Unternehmen „Schulprobleme“ als einen Therapiegrund für Erwachsene bewerben oder „Probleme mit den Eltern“, macht jedenfalls keinen Sinn.
Das, was Jugendliche unter einer Therapie verstehen, ist heute aber etwas ganz anderes als das, was die ältere Generation darunter versteht. Man geht nicht mehr zu einem Therapeuten, hinterfragt seine Gefühle und setzt sich mit seinen blinden Flecken auseinander. Nein, jetzt lädt man eine App herunter und kann 24/7 dieser App texten und sie textet immer zurück. Theoretisch kann man auch echte Menschen buchen. Mittlerweile kann man Betterhelp-Werbung auch auf Deutsch lesen: „Deine mentale Gesundheit zählt“ und „Therapie ist für jeden“.
Freunde? Familie? Nein, Therapie-App!
Die britischen Werbefilme sind ziemlich grenzwertig: In einem fragt ein Freund ein Mädchen, ob sie über ihre Mathe-Schulaufgabe reden will. Nein, will sie nicht. „Dann solltest du stattdessen vielleicht deiner Therapie- App texten“, meint der Freund dann. In einer anderen versucht ein Vater, seiner Tochter das gute Wetter draußen schmackhaft zu machen. „Not helpful“ kommt darauf als Kommentar eingeblendet. Und dann die Werbung für die tolle Therapie-App – ganz bequem von zu Hause aus.
Die Botschaft ist klar. Du brauchst gar keine Freunde. Du brauchst keine Familie. Du brauchst eine Therapie-App.
Unterstützt wird der Trend zur „Therapie“ von der Pathologisierung ganz normalen Verhaltens in den sozialen Medien. Kein Mensch hat mehr normale Charaktereigenschaften. Wenn du dir häufig viele Gedanken machst, hast du eine Angststörung. Wenn du es nicht magst, wenn dein Partner Pornos guckt, bist du ein Kontroll-Freak. Wenn du eifersüchtig bist, hast du ein Problem mit deinem Selbstwertgefühl. Wenn du freundlich zu anderen bist, hast du ein Helfersyndrom. Bist du romantisch, hast du eine ambivalente Unsicherheits-Bindungsstörung. Und so weiter und so fort. Nichts ist mehr normal und für alles gibt es die Therapie-Apps und Psycho-Pharmaka. Die Cerebral Inc. suggeriert Teenagern, sie hätten möglicherweise ADHS, wenn sie „chatty“ (gesprächig) sind. Da kann man Therapie buchen und die verschreiben einem online Medikamente, die dann mit der Post nach Hause kommen. Ach ja und falls man nicht sehr gesprächig ist, findet man auf TikTok anderen Rat: „Fünf Zeichen, dass du Autismus hast.“
Was man im Netz laut Freya India eher selten findet, ist der Ratschlag, seine Gefühle zu hinterfragen. Seinen Ängsten zu begegnen. Dinge auszuprobieren. Kein Influencer erzählt dir, dass es ganz normal ist, unsicher zu sein, dass das ein Teil der Pubertät ist. Und wenn, dann spült der Algorithmus dieses Video nicht hoch.
Panik, Drama, Gefahren sind die Dinge, die Klicks generieren. Wer würde schon einer Influencerin zuschauen, die einfach baden geht oder in Ruhe ein Buch liest?
Social Media ist ohne Zweifel eine Katastrophe für junge Mädchen. Instagram ersetzt echte Freundesgruppen durch eine Online-„Community“, die keine Gemeinschaft ist, sondern ein Haifischbecken. Heute bekommen Kinder ihre Ratschläge von TikTok-Videos statt von ihren Eltern. Ängste werden verstärkt, normales Verhalten pathologisiert.
Die Politik will überwachen, nicht schützen
Wie sollen Mädchen stabile Beziehungen eingehen, wenn sie von klein auf lernen, nur ihre eigenen Gefühle wichtig zu nehmen und vor allem Angst zu haben? Keine Kompromisse einzugehen, sich niemals in Abhängigkeit zu begeben, nicht verletzbar zu sein? Im Internet lernt man nichts darüber, freundlich zu sein, sich zu kümmern, Opfer zu bringen. Wie sollen junge Leute erfüllte Beziehungen leben, wenn sie von Porn Hub sozialisiert werden?
Gerade jetzt ist es wichtig, zwei Dinge zu trennen. Die Überwachung im Netz, die Politikern und Mainstream-Medien so gelegen kämen und der Schutz von Kindern vor Social Media. Es gibt keinen Grund, warum Teenager Smartphones haben sollten. Sie sind nur schädlich. Tastentelefon – kein Problem. Wenn noch eine Kamera drinnen ist, die nach vorne schaut, kein Thema. Aber kein Kind braucht ein Smartphone.
Wenn Politiker mit tränenbenetzen Augen den Schutz von Jugendlichen vor Social Media propagieren, sollte man sie beim Wort nehmen. Sie fragen, ob sie den Verkauf von Smartphones an Minderjährige verbieten wollen, oder ob es ihnen nur darum geht, sich selbst vor Kritik zu schützen. Ob sie Erwachsene überwachen oder Kinder schützen wollen. Dann wird man sehen, wo des Pudels Kern liegt.
Und für die Vertreter der freien Meinungsäußerung ist es auch wichtig, jetzt nicht zu behaupten, das mit den Jugendlichen und dem Internet sei ja nicht so schlimm. Man kann und sollte Kinder vor Social Media schützen, ohne die Anonymität im Netz aufzugeben.
Kein Entweder-Oder. Und!
Quellen
- https://www.dak.de/presse/landesthemen/rheinland-pfalz/kinder-und-jugendgesundheit/panik-und-aengste-maedchen-in-rheinland-pfalz-besonders-betroffen_162880
- Freya India, Girls: Gen Z and the commodification of everything, 2026
- Jonathan Haidt, Generation Angst: Wie wir unsere Kinder an die virtuelle Welt verlieren und ihre psychische Gesundheit aufs Spiel setzen, 2025





Da muss ich Frau Burger wirklich einmal recht geben.
Hier soll der Schutz von Kindern politisch dazu missbraucht werden um den Überwachungsstaat für Gesinnung einzuführen.
Wenn es tatsächlich um die Kinder geht dann wäre ein Jugendschutzgesetz für Smartphones angebracht. Beim Alkohol macht die Altersbeschränkung ja auch keine Probleme.
Ging mir ähnlich!
Frau Burgers Artikel fanden bislang noch nie so recht meine Zustimmung, aber diesmal muss ich ihr schlicht Recht geben.
https://story.ndr.de/missbrauch-ohne-ende/
Nicht nur das, die schauen zu, und UNTERLASSEN DAS LÖSCHEN !!! In der ganzen Pädo-Abteilung der Polizei waren 2015 gerade mal 10 Leute beschäftigt, jetzt sind es ca. 30 oder so.
Das hat System.
Europe hostet (auf europäischen Servern !!!!!) die GRÖSSTE KINDERFICKERBIBLIOTHEK DER WELT!!!!
https://www.iwf.org.uk/news-media/news/eu-still-hosts-the-most-child-sexual-abuse-material-in-the-world/
Ja, man sollte Frau Burger Recht geben. Aber auch die Jungen und jungen Männer sind Opfer eines Systems, das unter der Oberfläche Männlein und Weiblein gegeneinander ausspielt. Jungen von heute werden wahrscheinlich weit weniger in der eigenen Familie zur Misogynie erzogen als durch ihre Onlineblasen. Selbst wenn das am Ende an Mädchen ausgelassen wird, sind die Jungen in der Kette die ersten Opfer. Der kurze Zufriedenheitsmoment beim Ausleben an Mädchen sollte darüber nicht hinwegtäuschen. Insofern ist es durchaus eine Katastrophe: für alle.
Danke. Und eigentlich ist das auch ganz klar, sobald man das Ganze einmal systemisch betrachtet, dass nicht nur ein Geschlecht dabei das Oper sein kann.
Habt ihr Kinder? Ich lese sowas und schüttele nur den Kopf, lebe ich in einer heile-Welt-Blase oder sowas? Allein die Behauptung unsere Jungen wären misogyn, ist geradezu absurd, ich kann dafür nicht die geringsten Anzeichen erkennen…
Tja, ein großes Problem ist, daß die meisten Eltern die Konflikte, die Verbote mit sich bringen, nicht mehr aushalten können. Sie knicken ein und sind nicht in der Lage ihren Kurs zu halten sobald die Tochter oder der Sohn nur mal quäkt.
Die Stärke mal ein zwei Tage damit zu leben extrem unbeliebt bzw die blödeste Mutter oder der blödeste Vater auf dem Planeten zu sein, haben sehr viele nicht.
Ich erlebe das oft in allen möglichen Variationen. Eltern sagen, das Kind habe dieses und jenes unbedingt gewollt und sie hätten dem nichts entgegen setzen können…….
Wenn man dann fragt warum nicht einfach ein Nein oder ein Verbot erfolgt ist, findet man schnell heraus, daß die Eltern Angst haben gegen den Zeitgeist zu schwimmen und als autoritär zu gelten oder noch schlimmer ihrem Kind „Chancen“ vorzuenthalten. Es läge ja in allererster Linie bei den Eltern die Nutzung dieser Schwachsinnsplattformen wie Instagram und Co zu unterbinden.
„daß die meisten Eltern die Konflikte, die Verbote mit sich bringen, nicht mehr aushalten können.“
Das erlebe ich auch immer wieder so. Was m.M.n. auch regelmäßig dazu führt, daß viele Grenzen (gerade auch die von anderen Menschen) nicht mehr beachtet werden. Diese Konfliktunfähigkeit bzw. -willigkeit erlebe ich allerdings nicht nur bei Eltern, sondern eigentlich quer durch die ganze Gesellschaft.
Wobei die Verhaltensweisen nicht selten ausgesprochen paradox sind. Einerseits baut man häufig eine (regelmäßig völlig unnatürliche) Fassade der Freundlichkeit auf; um dann, wenn es mal Widerspruch gibt oder nicht so läuft, wie man sich das vorstellt, ganz schnell rumzupampen. Und daß man selbst immer recht hat, versteht sich von selbst.
„daß die Eltern Angst haben gegen den Zeitgeist zu schwimmen und als autoritär zu gelten “
Ja, es ist immer wieder das Gleiche. Die Angst, auszuscheren, die Erwartungen anderer nicht zu erfüllen und ausgeschlossen zu werden. Hinzu kommt dann regelmäßig auch die Unfähigkeit oder Unwilligkeit, richtig zuzuhören, hinzugucken und auch mal konsequent zu sein.
Es ist ja nicht so, daß diese Vorgehensweise nie nachvollziehbar wäre, nur leider verfestigen bzw. verstetigen sich dann die entsprechenden Probleme.
> „daß die meisten Eltern die Konflikte, die Verbote mit sich bringen, nicht mehr aushalten können.“
> Das erlebe ich auch immer wieder so.
Das ist auch schön im Facebook-Film gezeigt, dass alleine die Möglichkeit andere Menschen zu bewerten, die durchbrechende Erfolgsfunktion war.
Letztlich – und auch das zeigt der Film – eine ziemlich unverhohlene Aufforderung zum Mobbing. Ein großer Quell der „asozialen“ Medien ist genau in dieser Klick-Funktion begründet.
Das trifft dann nicht nur Kinder, sondern eigentlich alle, die im Internet von anonymen Klickern als Nicht-Anonymer „besprochen“ werden. Das führt dann zur Idee, dass alle nicht mehr anonym sein sollen, was keine gute Idee ist.
Ein besserer Hebel wäre, – wie langweilig – die Bewertungsfunktionen per Klick abzuschaffen. Die Leute sollen wenigstens minimal formulieren müssen, wenn sie zustimmen oder ablehnen.
Warum der Staat die Altersbeschränkung will, ist ja klar. Damit die Leute den Ausweis hochladen müssen. So können sie noch mehr personenbezogene Daten abgreifen.
Daß diese kriminellen Subjekte Kinder schützen wollen, ist ausgeschlossen.
eigentlich müsste für alle Politiker ein psychologisches Gutachten über die Tauglichkeit vorliegen…
wenn ich denke was für Stümper es bis in die Ministerien schaffen, da graust mich…
@Jasmina
👍
Naja, ich habe mir und hätte mir noch nie Gedanken darüber gemacht, mich auf Insta oder FB zu „präsentieren“ – sprich, Fotos meineseiners einzustellen, die mich in neuen Outfits, oder in „fishing for compliments“- Posen darstellen.
Von daher sehe ich das Problem eher da, dass man es entweder einfach bleiben lässt, wenn man sich seiner äußeren Erscheinung nicht sicher ist und die „Bewertung“ anderen überlässt, oder man ist sich sicher, wie „heiß“ man aussieht und dann können auch missgünstige, neidische „Gemeinheiten“ nicht jucken – was stört es die deutsche Eiche…..
Auch wird von der Autorin richtigerweise erwähnt, dass diese Social-Media-Aggressionen fast ausschließlich ein Faible von gleichaltrigen Geschlechtsgenossinnen sind. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel….
Ohne Insta, TikTok und Co würden sich die jungen Damen halt im realen Leben präsentieren, statt anonyme „Follower“ als Maßstab der eigenen Attraktivität anlocken zu wollen und da wäre das Feedback mit Sicherheit auch sozial verträglicher, denn von Angesicht zu Angesicht wird zwar gerade in der Schule auch gerne mal beleidigt und herabgesetzt – war schon immer so – aber die Hasskommentare bleiben da meist aus.
„Nur: dem werden unsere Politiker niemals zustimmen, denn sie wollen Überwachung und nicht Kinderschutz. Die Kinder sollen die iPhones in die Hände bekommen, allein damit sich künftig alle Erwachsenen registrieren müssen.“
So siehts aus. Darum geht es in Wirklichkeit. Und außerdem natürlich ums Big Business mit Smartphone-Nutzerdaten, auch von Jugendlichen, denn die sind ja auch eine kommerzialisierte Zielgruppe und dann noch die Bewegungsdaten usw. usf……
Ja es gibt Probleme, das betrifft auch nicht nur Mädchen.
Finde die Darstellung aber absichtlich übertrieben.
> Das alles ist auf junge Mädchen von zwölf, dreizehn Jahren ausgerichtet, die über keinerlei Kontext verfügen.
Mit 12/13 noch kein Kontext, noch komplett naiv?
Die Beauty V(ideo)Logs werden doch selbst gemacht. Die TicTocs usw.
Das war noch nichtmal vor 50 Jahren richtig.
„Jungs sind solche Schweine“ hies es auch vor 50 Jahren schon.
Wir sollten unterscheiden was ist normal und was ist tatsächlich neu.
Ein paar Jahre gibts das ganze ja schon.
Da müsste die Generation 20+ Jahre ja komplett gestört sein, das kann ich nicht feststellen.
Mehr Medienkompetenz, und das als Schulfach von mir aus. Handyverbot an Schulen.
Das wäre mal ein sinnvoller Anfang.
> Man kann und sollte Kinder vor Social Media schützen, ohne die Anonymität im Netz aufzugeben.
Dafür gibts aber keine saubere technische Lösung. Weshalb es am Ende um Aufgabe der Anonymität für alle geht. Da kommt dann das Argument, das muss es einem doch wert sein. So stimmen dann die Leute „wir wollen aber nicht die Anonymität untergraben“ am Ende doch dafür.
Ansonsten Vorschläge benennen, da kann man drüber diskutieren. Alles andere erscheint mir scheinheilig.
Und das was problemlos machbar, ist siehe oben, erstmal umsetzen. Danach kann man immer noch weiter reden.
Was die dahinter stehende Intention anbetrifft, sollte jedem leidlich Begabten das Ziel verständlich sein.
Aber folgende Tatbestände, die so oder ähnlich schon seit 20+ Jahren zu beobachten sind, bedürfen einer näheren Beleuchtung:
„Eltern geben gleichzeitig immer seltener Ratschläge. [.]Die Gefahren im Netz scheinen ihnen weniger bewusst zu sein. [.]…dass Eltern sich neutral verhalten wollen, um den Teenagern ihre Freiheit zu lassen.“
Fakt ist:
NICHT Staat, noch Kindergarten, Schule oder Medien usw. sind für Erziehung, die umfassende/gesunde Vorbereitung auf das Leben, Liebe, Aufzeigen von Grenzen, Förderung und Schutz/Behütung etc. zuständig, sondern es sind unverhandelbare und (eigentlich) selbstverständliche PFLICHTEN! von ELTERN.
Eine ab Kleinkindalter freiwillig durch „Erzeuger“ geförderte Rundumbetreuung via Tablet oder Smartphone, die unkontrollierte Nutzbarkeit derselben spätestens ab Grundschulalter und die daraus resultierende – meist auch gern und oft vorgelebte – Abhängigkeit von Virtualität gehören definitiv nicht zu diesen.
Also bitte nicht – wie oft, gerne und exzessiv (auch themenfremd) praktiziert – das Ergebnis einer Entwicklung bemängeln, die, freiwillig oder desinteressiert, unterstützt wurde, ohne die Ursachen, ergo das eigene Zutun bzw. Unterlassen, zu hinterfragen.
Ich gebe Ihnen zum Teil recht, bei meinen Kids ist die Internetzeit begrenzt, ich habe über Internethygiene und Privatsphäre sowie Perverse auf Roblox aufgeklärt. (beides Jungs, aber auch nicht ungefährlich)
ABER: Wir Eltern arbeiten 8h, da sind die Kinder in der Schule und die Erziehung findet dort statt, und davor im Kindergarten, ist nun mal so, Geld fällt nicht vom Himmel.
Plus Fahrzeit (2-2,5h) sind die Kinder dann 10-11 Stunden ohne elterliche Aufsicht und Erziehung.
Dann kommt nach den Hausaufgaben noch Hausarbeit etc. dazu.
Kindergarten und Schule sind sehr wohl für die Erziehung zuständig, denn die andere Option wäre keine Kinder zu haben, oder Hartzen zu gehen, dann ist auch Zeit für 24 Stunden Betreuung und Erziehung.
Unterschätzen Sie nicht, welchen Scheiß Erzieher und Lehrer den kleinen beibringen können, dass wird dann den Eltern in die Schuhe geschoben, die das wieder geradebiegen müsse.
Mein jüngster war das absolute LIEBLINGSKIND der Kindergärtner, ständig bevorzugt, immer alle Extras. immer Sonderbehandlung…..das ist Jahre her, aber wir arbeiten immer noch an der Wiederaufarbeitung, sozusagen, denn die 8-10 Stunden im Kindergarten 5 mal die Woche erziehen eben mehr als die „Abendbrot und Wochenend Eltern“.
Wir werden gewiss nicht auf einen Nenner kommen, aber dennoch die ein oder andere Anmerkung:
„…bei meinen Kids ist die Internetzeit begrenzt, ich habe über Internethygiene..“
Sehr löblich, aber doch eher die Ausnahme.
„Wir Eltern arbeiten 8h, da sind die Kinder in der Schule und die Erziehung findet dort statt, und davor im Kindergarten,…“
Entwicklung, Erziehung und Prägung beginnen ab Tag der Geburt. Die Grundlagen werden bereits im Elternhaus geschaffen oder halt vernachlässigt.
Je nach Wahl der Methode und Hingabe „kreiert“ man entweder einen kleinen, geistig geförderten, selbstbewussten Menschen oder überlässt diese Aufgabe anderen.
Auch wenn Kinder keine kleinen Erwachsenen sind, so sind sie zumindest zu Beginn auch keine tumben Wesen, die jedem alles glauben.
„Dann kommt nach den Hausaufgaben noch Hausarbeit etc. dazu…“
Wenn wir zeitlich einige Jahrzehnte zurück gehen, dann waren die Aufgaben damals nicht anders gelagert.
ABER: es wurde tatsächlich länger als heute gearbeitet (ja, auch Frauen arbeiteten früher schon), für die Hausarbeit (kann ja nun keine täglich wiederkehrende Mammutaufgabe sein) gab es noch keine so tollen Erfindungen wie programmierbare Waschvollautomaten+Trockner, Saugroboter, Kühl/Gefrierschränke, „vollwertiges“ Essen aus der Mikrowelle oder vom Lieferdienst, Klamotten/Möbel/Elektronik (ach, die gab’s ja noch gar nicht) etc. frei Haus.
„Kindergarten und Schule sind sehr wohl für die Erziehung zuständig, ..“
Nein, sind sie nicht. Deren Aufgabe ist Betreuung oder Vermittlung von Wissen. Das Thema Qualität ist ein völlig anderes.
„Unterschätzen Sie nicht, welchen Scheiß Erzieher und Lehrer den kleinen beibringen können..“
Man mag’s kaum glauben, aber auch ich war einmal Kind. Und da es noch nicht soooo lange her ist, kann ich mich lebhaft erinnern. Der Unterschied ist nur, dass wir offenbar von Haus aus gefestigter waren und als Kinder und/oder Jugendliche sehr wohl unterscheiden konnten, von was für Pferden uns erzählt wurde. Ausnahmen bestätigten die Regel.
„..denn die 8-10 Stunden im Kindergarten 5 mal die Woche erziehen eben mehr als die „Abendbrot und Wochenend Eltern“.
Nun ja, was soll ich darauf antworten?
Jedes einzelne Kind wird ungefragt, aber prinzipiell aus egoistischen Gründen* in die Welt geworfen.
Die Pflicht liegt ausschließlich bei seinen Erzeugern, die beste Vor/Sorge, Betreuung, Hingabe, Liebe und auch Zeit (etc…..) zu garantieren.
Lebewesen sind keine Umsonstzeitungen, mit denen man sich beschäftigen kann oder auch nicht, wenn’s grad passt!
Und was nun die Qualität in Kindergärten, Schulen oder Bildung betrifft:
JEDER beschwert sich vollmundig über den Niedergang, aber ist im Laufe vieler Jahre auch nur ein Stürmchen im Wasserglas unter Eltern ausgebrochen?
DAS muss ich verpasst haben; verdammt.
Aktuelles Beispiel; der zwingend erforderliche A&fwuchs: gelegentlich beschweren sich ein paar Jugendliche, dafür sind bereits eine steigende Zahl Minderjähriger dabei.
Und wo sind die verantwortlichen, interessierten und beschützenden Eltern?
ICH höre wie immer: absolut NIX.
Tja – liegt vermutlich an der beruflichen Überlastung. 😉 (Die Karte wird als „Argument“ übrigens immer gezogen.
*Verhütung?
irgendetwas tickt
andere haben schließlich auch
gehört halt dazu
sind schon lange zusammen
sind verheiratet
brauchen Stammhalter
Beziehung retten
wollte schon immer auch mal
sind so süß zum Anziehen
Unfall
Geld
.
etc
Wünsche ein schönes Wochenende.
Na ja, klar. Ich rate jedem davon ab, irgendwo mit Klarnamen im Internet aufzutauchen, ich hatte mich sogar mit meiner Frau gestritten, weil sie ein Tanzvideo unserer Tochter auf Whatsapp teilte, weil „so lustig“. Sowas ist schei**e! Man macht das einfach nicht, aus dem Internet bekommt man nichts wieder vollkommen weg und Irre gab es schon in den 90igern genug, ich habe sogar bei Telepolis gelegentlich Drohungen bekommen, wenn ich bei manchen Themen anderer Meinung war, als andere Kommentatoren.
Das ist auch der Grund, weshalb ich hier kommentiere, nicht bei „Insta“, Facebook oder was es mittlerweile alles gibt. Meine Kinder sind (soweit ich das mitbekomme) ebenfalls nicht in social networks unterwegs, ohne dass ich denen das verbieten müsste, wahrscheinlich ein gerütteltes Maß an geerbter Introvertiertheit und die Art, wie wir Eltern das vorleben. Außerdem bekommen sie erst mit 14 ein Smartphone (wer es bis dahin ohne ausgehalten hat, lässt sich weniger wahrscheinlich da reinziehen bzw. hat andere Hobbies und Vorlieben entwickelt).
Typisch feministische Sicht auf die Dinge. Pornos werden einem i.d.R. nicht aufgedrängt und dass Männer „abwertend, brutal und verachtend“ mit Frauen umgehen, dürfte die absolute Ausnahme sein (auch in Pornos), zumindest in den kleinbürgerlichen Kreisen, in denen ich verkehre, findet sowas nicht statt, im Gegenteil, Frauen lässt man in fast jeder Hinsicht mehr durchgehen, als Männern (dafür disziplinieren die sich ziemlich hart untereinander, siehe intrasexuelle Konkurrenz und Gruppendynamiken bei Frauen, das ist aber nichts Neues und nicht die „Schuld der Gesellschaft“ oder eines imaginierten „Patriarchats“ oder gar die aller Männer, die davon meist kaum was mitbekommen).
Und dass Frauen wertlose Objekte seien, lernen Jungen nicht aus Pornos, weil es vollkommen der Realität widerspricht. Es sind immer noch die Männer, die bei den Frauen um Aufmerksamkeit buhlen müssen, die bei der weiblichen Tinder-Aussortierorgie immer wieder gnadenlos im Abseits landen, wenn sie nicht gerade wie Adonis aussehen oder wenn sie sich mal ungeschickt äußern. Fruchtbare junge Frauen sind ziemlich wertvoll und jeder der sich um eine bemüht, bemerkt das normalerweise sehr schnell, die Konkurrenz ist nämlich hammerhart und gnadenlos (Bewegungen wie MGTOW und Incels gibt es nicht umsonst). Das weibliche Gejammere finde ich befremdlich, es ist zu einer feministischen Marotte geworden.
Bin gestern an einer Buchhandlung vorbeigekommen, in der mit großen Lettern der „Internationale feministische Kampftag“ angekündigt wurde. Hieß früher wohl mal „Internationaler Frauentag“. Sachen gibt’s…
Muss ja heutzutage alles eine kriegerische Note beinhalten. Damit man hübsch alles und jeden (in diesem Fall halt Mann gegen Frau) gegeneinander ausspielen kann. Und Hauptsache, man kann jedem Kalendertag irgendetwas völlig Nichtssagendes zuordnen. Sooo wichtig. Macht allein durch verlogene und geheuchelte Symbolik die Welt so viel besser.
„denn dass Instagram und Co. bei Jugendlichen großen Schaden anrichtet, wissen wohl die meisten“
Genau – so wie die meisten auch „wissen“, dass Ausländer kriminell sind, die Gen Z faul ist und rothaarige Frauen Hexenkräfte haben.
Wissenschaftlich ist allerdings keine zusätzliche schädigende Wirkung von Social Media bei Jugendlichen bewiesen.
Ich vermag über Social-Media nichts zu sagen, da bin ich nicht dabei, kein Whats-app, nichts!
Daher weiß ich auch nicht, welche Auswirkungen das auf junge Menschen hat.
Aber ich frage mich, ob es nicht auch Auswirkungen hat, mit welcher Politik hier regiert wird.
Diese Generation wird es definitiv nicht besser als die ihrer Eltern haben, die jungen Menschen wissen nicht, ob und was für eine Zukunft sie haben.
Das, was sie sehen können, ist Massenarbeitslosigkeit, Unsicherheit fürs Alter, Kriegsgefahr, eine sich wegduckende Elterngeneration, steigende Preise, Mieten und die Ungewißheit für eine eigene Lebensplanung.
Da frage ich mich schon, was das mit den jungen Menschen macht!
Wie gesagt, von Social Media habe ich keine Ahnung……die Gnade der frühen Geburt 😉
Die fluide Intelligenz – also die Fähigkeit, schnell zu denken, Probleme zu lösen und neue Informationen zu verarbeiten – nimmt ab etwa 16 Jahren langsam ab. Beim Intelligenztest wird deshalb ein Rohwert ermittelt, dem mit zunehmenden Alter mehr Punkte zugerechnet werden, damit ältere Menschen nicht als dümmer erscheinen, als jüngere. Aber sie sind halt trotzdem dümmer als die jüngeren. Das ist ein Faktum, das den meisten Menschen nicht bekannt ist und niemals berücksichtigt wird. Ich schlage deshalb vor, älteren Menschen den Zugang zu den sozialen Medien einzuschränken, damit sie durch den ständigen Konsum von MSM nicht noch mehr indoktriniert und verblödet werden,
War das jetzt Satire?
Falls nicht – bitte erst mal schlau machen was man unter Intelligenz denn alles so verstehen kann, und wie sich die Parameter mit zunehmendem Alter verschieben. Mit „Dümmer“ hat das eher nix zu tun, es sei denn, der Forent wäre zu dumm zum recherchieren…..
Also Sie müssen ja schon ziemlich alt sein, um noch einen akzeptablen IQ zu erzielen. Ich habe doch angegeben, um welche Fähigkeiten es geht. Emotionale und soziale Intelligenz lassen sich nicht standardisieren und können deshalb nicht gemessen werden. Aber so, wie in dem Artikel das Verhalten von Teens beschrieben wird, scheint es damit nicht weit her zu sein.
Ganz richtig: Kinder gehen heute in ihren Hand-Computern verloren, ohne sich selbst und ihren Möglichkeiten wirklich begegnet zu sein.
Das viel weiter verbreitete Gaming ist da übrigens fast schlimmer, wie social media. Selbst Eltern, die Games verfallen sind – heute völlig normal.
Die Gesellschaft hat mal wieder ein komplettes Thema vergeigt und diskutiert sich gerade den Wolf auf nachhaltig verbrannter Erde: Die Kinder werden sich die Smartphones nicht wieder weg nehmen lassen, sobald sie mal eins hatten…
Was sie damit treiben, entzieht sich Erwachsenen, weil sie keine Zeit für die Überwachung haben.
KI-Betriebssysteme werden demnächst Kinder sicher identifizieren, ob das dann jedoch zum schützenden Vorteil wird, ist bei unseren politischen Strukturen mit ihrer fehlenden Expertise höchst unwahrscheinlich.