
Der westliche Bevormundungsstaat widmet sich künftig dem Teufelszeug namens Alkohol – die ersten Anzeichen verdichten sich. Die neuen Temperenzler sind dabei so vorausschauend wie jene vor dem Jahr 1920.
Neulich berichtete der geschätzte Stephan Schleim über die Empfehlungen des niederländischen Gesundheitsrates, Alkohol schwerer zugänglich zu machen. Im Wesentlichen geht es darum, Anreize zu schaffen, Wasser oder eine Fanta statt Bier oder Schnaps zu kaufen – eine Verteuerung gilt dabei als das probateste Mittel. Vorbild sind dabei die skandinavischen Länder, in denen der Konsum von Reinalkohol pro Jahr und Person niedriger liegt als in Deutschland. Zum Vergleich: Für eine Flasche mit einem halben Liter Bier zahlt man in deutschen Supermärkten zwischen 80 Cent und 1,50 Euro. In Schweden berappt man dafür mindestens 2,50 Euro – mancherorts sogar 4 Euro. In Norwegen kann es passieren, dass man 5 Euro hinlegen muss. Reinalkohol pro Kopf in Deutschland: zwischen 10 und 11 Liter pro Jahr – Tendenz fallend. In Skandinavien pendelte man sich bei 7 bis 9 Liter pro Kopf ein. Tendenz übrigens in einigen dieser Länder steigend.
Interessant daran: Die Niederlande muss den Vergleich mit Schweden und Finnland nicht scheuen – beim jährlichen Reinalkoholkonsum liegt man gleichauf. Tendenz fallend. Gleichwohl ist der dortige Gesundheitsrat besorgt. Freilich auch, weil die die Weltgesundheitsorganisation – ein globales Public Private Partnership – schon vor drei Jahren deutlich machte, dass ihre 194 Mitgliedsstaaten doch bitte wesentlich zurückhaltender bei der Empfehlung von Alkoholika sein sollten. Demnach sollte man alkoholische Getränke auch nicht mehr »in kleinen Mengen« als unbedenklich einordnen – ein Arzt also, der seinem Patienten empfiehlt, ein Glas Rotwein zum Abendessen zu genießen, würde nach dieser Lesart fahrlässig handeln. Das steht den Erfahrungen der mediterranen Küche entgegen, in der man durchaus regelmäßig Wein zu den Speisen reicht. Die Italiener und Franzosen trinken im Jahr um die 40 Liter Wein, die Deutschen nur 25 Liter – dennoch liegt die allgemeine Lebenserwartung in den beiden erstgenannten Ländern um etwa zwei bis drei Jahre höher.
Der Rausch: zu menschlich für das Shit- und Bückbürgertum?
Aber genug der Zahlenjonglage: Der Konsum – oder das Verschmähen – von alkoholischen Getränken gehört nicht in die Hand von Gesundheitsräten oder Ärzten, sondern ist ein Individualrecht, das jedem Menschen zusteht. Er trägt die Verantwortung für seinen Körper und muss wissen – oder nicht – was er ihm in seinem Leben zumuten will. Aufklärungskampagnen gibt es zur Genüge, es dürfte wenig Menschen in Europa geben, die die Gefahren überhöhten Alkoholkonsums – übrigens wie jene des passionierten Kettenrauchens – nicht kennen dürften. Manche Dinge gehen an einem einfach nicht vorbei. Wenn sie später behaupten, sie hätten nicht geahnt, was sie sich und ihrer Leber angetan haben, muss man das immer auch als ein Festhalten an einer Lebenslüge deuten. Aber die Entscheidung kann nicht von Dritten abgenommen werden – das ist zu einem kontraproduktiv, man darf nie die Reaktanz – ein nicht ganz ungesundes Entgegentreten – ignorieren, die Bevormundung fast zwangsläufig produziert. Und zum anderen zeugt es von einem Menschen- und Gesellschaftsbild totalitärer Prägung.
Natürlich sind Rauschmittel irrational. Aber wer sagt denn, dass der Mensch in seinem Dasein hienieden ein rationales Lebewesen sein soll? Die menschliche Existenz ist von vielen Irrationalitäten getrieben, die schönste ist die Liebe, aber man kann gut – manche Zyniker sagen: besser – ohne sie leben. Rationalität ist essen: Nicht speisen freilich, sondern sich Nährstoffe zuzuführen – sich etwas aus Gründen des bewussten Körperumganges, der Selbstoptimierung, würde man heute sagen, einzuverleiben. So gesehen ist veganes Essen (oft aus der Industrie kommend, zwar mit ekelhaften Zusatzstoffen versehen, aber aufgeladen mit einer durch gezielte PR verinnerlichten Mär der Selbstpflege) nicht irrational, sondern die auf Gabeln aufgespießte Rationalität. Daher schmeckt es auch fade und ist jedes Mahl in einer Runde von Industrieveganern so betrüblich. Und was heißt da »Mahl«? Ein Mahl ist Irrationalität, sich den Tisch zu decken, eine Kerze anzuzünden, schön das Essbesteck anzulegen, ein Tellerchen mit Oliven hier, ein bisschen Käse dort, dazu ein Korb mit geschnittenem Brot, schön hergerichtet: All das braucht der Mensch physisch nicht. Er kann sich auf eine Handvoll Gras reinstopfen und damit seinen leeren Magen besänftigen. Aber psychisch benötigt er dann oftmals doch mehr: daher speisen Menschen so gerne in allen Kulturen – aus diesem Grund sitzt man an einer Tafel zusammen, man könnte schließlich auch irgendwo alleine in einer Ecke etwas schnell und effizient fressen.
Was ich eigentlich mit diesem gastronomischen Exkurs sagen will: viele Versatzstücke der zeitgenössischen Esskultur – die ich hier exemplarisch gebrauchte – sind ein Rationalitätsangriff auf ein Menschengeschlecht, dass von Hause oft zu Irrationalitäten neigt und diese kultiviert und zelebriert hat. Man darf getrost davon ausgehen, dass der Rausch – wie auch immer man ihn sich herbeiführt –, der den Menschen in allen Phasen seiner historischen Existenz in dieser oder jener Form begleitete, so eine Art Endgegner der shitbürgerlichen Rationalisierungsoffensive ist – also das, was man uns als rational verkaufen möchte. In deren Weltbild – in weiten Teilen ein Weltbild, das aus Wokismus, überbordender Frontalempathie und dem Antrieb zur Etablierung eines neuen Menschengeschlechtes zusammensetzt – soll die Zukunft ein Ort sein, in dem die Vernunft herrscht. Die Wissenschaft im Singular hat dabei eine Funktionärsrolle, sie gilt als das geheiligte Wort, anstelle von Gott hat man einen moralisch aufgeladenen Rationalismus gestellt. Ihn zu hinterfragen gilt als Frevel, denn das Rationale ist unantastbar – jeder, der sich dem widersetzt, muss faktisch ein Mensch von gestern sein, denn gestern galt den Menschen die Irrationalität zwar manchmal als lästig im Umgang mit ihren Nächsten, aber letztlich auch als unabänderbar.
Hier kommt das Menschenbild einer eher konservativen, eher katholischen Prägung zur Geltung. Der Mensch als Sünder, als fehlbares Wesen, der sich qua seiner Ebenbildlichkeit bewusst machen kann, dass er im Alltag Verfehlungen begeht, eklatante Schwächen hat, die er vielleicht auch abstellen will, aber nicht kann. Ihm ist bewusst, dass er ein irrationales Wesen ist, dass nach Gewissheiten sucht und manchmal auch irrationale Wege zur Befriedigung oder Erleuchtung betritt. Er kann sich also selbst vorspiegeln, dass er etwas trinkt, was seinem Körper unter Umständen schädigt, was ihm Kopfschmerzen bereitet, den Magen reizt und auf lange Sicht abhängig macht, weiß aber auch, dass er diesen Akt der »getrunkenen Irrationalität« als etwas hinnehmen muss, was offenbar Teil seiner Existenz ist. Nicht jeder, der Alkohol trinkt ist oder wird zum Alkoholiker – dass diese Irrationalität eine schlimme Bürde für Betroffene wie Angehörige ist, steht ganz außer Frage. Dennoch ist dem eher konservativen Menschenbild klar, dass das die Nebenwirkungen des Daseins sind, die man nicht durch die starke Hand einer übergeordneten Instanz einhegen kann. Dass ausgerechnet das Bürgertum, Ulf Poschardt nennt es aktuell und mit guter Begründung »Bückbürgertum« auf diese Rationalitätskapriolen des Shitbürgertums – auch ein Begriff des Journalisten – hereinfällt und sich all dieser paternalistischen Fürsorgeverstaatlichungsabsichten unterordnet, zeigt auch, wie sehr es dieser Klasse an einem Weltbild und damit an einer Erdung mangelt.
1920 bis 1933: Szenen des reinen Lebens
Vorhin wurde bereits der Einwand des Kontraproduktiven durch Reaktanz angerissen. Wie Reaktanz entsteht, konnten wir in den letzten Jahren sehr gut erkennen. All die Impfunwilligen, die Corona-Kritiker, die Zweifler an der fröhlichen Willkommenskultur und der plötzlich thematisierten No-Borders-Phantasterei, die wachsende Schar der AfD-Wähler, der Russlandfreundlichen usw.: Sie sind ja nicht nur und nicht ausschließlich das Produkt einer wie auch immer gearteten oder sich selbst eingeredeten politischen Vernunft, sondern auch Ausdruck des Gegenhaltens gegen eine aufgepflanzte Weltdeutung, die bitte sehr nicht mehr zu hinterfragen sei und stillschweigend gefressen und akzeptiert werden soll. Die Reaktanz ist nicht mal das Nebenprodukt einer Politik, die an den Wünschen und Nöten der Mehrheit vorbeigeht, sondern das was zwangsläufig folgen muss. Die Geschichte der Menschheit ist vielleicht weniger eine der Klassenkämpfe als eine der Reaktanz als Rohstoff für eben jene Klassenkämpfe oder für Bewegungen. Reaktionen erzeugen Gegenreaktionen – das Reaktionäre, ein Begriff der links gerne negativ konnotiert wird, weil es freilich die Gegenreaktion gegen linke Konzepte oder Machtallüren ausmachte, ist an und für sich ein ganz nachvollziehbarer, ein höchst menschlicher Impuls.
Selbst der Kampf gegen den Suff, um den es den neuen Rationalitätsasketen geht, auch wenn sie es noch zögerlich formulieren, hat schon seine deutlichen Spuren in der Historie hinterlassen – die Reaktanz darauf noch deutlichere. 1917 beschlossen die Vereinigten Staaten den sogenannten Volstead-Act, nach dem damaligen Vorsitzenden des Rechtsausschusses des US-Repräsentantenhauses. Auf dem beruhte der 18. Verfassungszusatz, der 1919 ratifiziert wurde. Ab 1920 sollte der Alkoholkonsum im ganzen Land verboten werden – Ausnahmen gab es für Mediziner, sie konnten Alkohol zu Behandlungszwecken bestellen, mussten aber die Nutzung dokumentieren. Vorangegangen waren diesem Akt lange Jahre eines Kulturkampfes. Sich selbst progressiv betrachtende Gruppen riefen zur Abstinenz auf – in der Mehrzahl Frauen, die häufig Opfer alkoholsüchtiger Männer waren und mit dieser Unsitte brechen wollten. Der Christliche Frauenbund für Abstinenz (Woman’s Christian Temperance Union), der sich bereits in den Siebzigerjahren des 19. Jahrhunderts formierte, gewann im Laufe der Jahrzehnte an politischen Einfluss und gewann Gönner in Washington. Die sogenannten Temperenzler, benannt nach dem Bund, standen mit der Prohibition – vom Lateinischen prohibere, was verbieten oder verhindern meint – vor ihrem größten Sieg. Es sollte ein Pyrrhussieg sein.
Denn das allgemeine Alkoholverbot formte nicht, wie der fromme Frauenbund und all ihre vermeintliche progressiven Anhänger meinten – zur Ehrenrettung muss man erwähnen, dass die amerikanische Socialist Party das Verbot bekämpfte –, eine bessere Gesellschaft. Ganz im Gegenteil, das Verbot generierte einen Umfang von Reaktanz, der selten so anschaulich dokumentiert wurde. Die Gegenreaktion ging vom heimlichen Trinken von Alkohol, dem Besuch eines Speakeasys – versteckte Bars, manchmal durch den Hintereingang eines Bestattungsinstituts – bis hin zu Mord und Totschlag. Al Capone, dieser ikonische Mob aus Chicago, Scarface wie man ihn auch nannte, war ein Kind der Reaktanz der damaligen Zeit. Mit seinem irischen Gegenspieler Dean O‘Bannion lieferte er sich Straßenschlachten – dabei im Anschlag: der neueste Schrei der Waffenindustrie, Maschinengewehre. Chicago wurde zum Sinnbild der US-amerikanischen Verfalls der Sitten. Die Staatsmacht verlor an Legitimation, speziell wenn sie Fässer mit alkoholischen Getränken vor aller Augen auskippte – die Bürger hatten diesen Willkürakt schnell satt. Das Gesetz bzw. der Verfassungszusatz war schon in den ersten Jahren gescheitert, konnte aber aus Gründen der Gesichtswahrung – auch das kommt uns heutigen Zeitgenossen bekannt vor – nicht so schnell zurückgenommen werden. Als es 1933 verschwand, war längst klar, dass in den Vereinigten Staaten mehr denn je gesoffen wurde. Tragischerweise tranken die Menschen nun auch Blindmacher, billigsten Fusel, der nicht auf Reinheit überwacht wurde – wer hätte das auch leisten sollen? Al Capone?
Die Prohibitionisten verstanden sich als Kämpfer für die Rationalität. Keiner musste schließlich trinken, betrunken zu sein ist keine menschliche Notwendigkeit wie essen, schlafen und die Notdurft. Sie ist eher ein menschliches Bedürfnis wie die Sexualität, genauer gesagt die körperliche Vereinigung mit einem anderen menschlichen Wesen. Auch ohne sie kann man leben, viele tun es – wenn man glauben möchte, was man über die Gen-Z, die vermeintliche Rationalitätsgeneration so liest, ist auch dort die körperliche Vereinigung zunächst per se verdächtig. Rationalität, so könnte man an dieser Stelle festhalten, ist häufig auch ein anderer Ausdruck für fehlende Lebensfreude – und damit ein Indikator für den Drang der Lebensverneinung, die aber nicht philosophisch und für einen selbst ausgearbeitet wird, sondern in einer Art von »Gesellschaftstherapie« allen aufgenötigt werden soll – vor allem jenen, die am Leben noch gewisse Freuden empfinden.
Askese: der kleine Bruder transhumanistischer Ego-Verwertung
Die Prohibition ist fatal gescheitert. Sie hat aus einem Land, in dem sicher viel getrunken wurde, in dem viele Menschen – oft vermutlich Frauen – unter den Eskapaden ihres Liebsten litten, ein Land werden lassen, in dem schlecht produzierter und damit noch ungesünderer Alkohol getrunken und vermutlich mehr Frauen verprügelt wurden. 10.000 Menschen sollen an den Folgen von verunreinigtem Alkohol gestorben sein. In den ersten Jahren sank die Zahl derer, die an den Folgen des Alkoholkonsums gestorben sind, aber das pendelte sich im Laufe der Jahre wieder ein. Ende der Zwanzigerjahre lag der Pro-Kopf-Verbrauch pro Jahr höher, als noch unmittelbar vor der Einführung der Prohibition. Was die Todeszahlen betrifft, ist es schwierig seriöse Vergleiche zu ziehen. Tatsache ist aber, dass auch während der Prohibition Zehntausende an den Folgen des Alkoholismus starben. Das Land wurde nebenher zu einem Ausbund an Gesetzlosigkeit, Gewalt dominierte die Straßen der Metropolen, die Unterwelt schuf sich mit der Produktion und dem Verkauf des Alkohols ein lukratives Standbein. Der Staat ging dem Moralismus des Temperenzler-Kulturkampfes und seiner falsch gesetzten Empathie für das vermeintlich Gute auf den Leim. Das Land war nach dieser Episode nicht mehr dasselbe, es hat ganze Generationen in einen Zustand versetzt, in dem sie den Staat verachteten und als etwas begriffen, dass man bescheißen muss, so man selbstbestimmt leben will.
Man darf befürchten, dass die Neotemperenzler, die einen Kulturkampf gegen Alkohol wie Zigaretten, gegen fettes Essen und traditionelle Essgewohnheiten führen, von der Prohibition so wenig Ahnung haben, wie vom menschlichen Gemüt, dass sich von Verboten und Anreizpolitiken solcher Machart zuweilen nicht beeindrucken lässt. Der Drang nach dem Irrationalen lässt sich nicht mit rigiden Mitteln aberziehen – er ist in uns, gehört zu uns und macht uns aus. Es ist Menschsein in nuce. Menschen tun dauernd Irrationales. Der halbe Tag besteht aus solchen Handlungen – am Ende stellt sich aber heraus, dass das Irrationale eine Basis für soziales Leben ist. Raucher stehen zusammen und unterhalten sich. Man trinkt, stößt gemeinsam an und tauscht sich aus. Beim Mahl spricht man miteinander, wer sein Tofuwürstchen auf die Hand inhaliert, bleibt ein einsamer Wolf – ein alter zahnloser Wolf, dem fleischliche Begierden aus welchen Gründen auch immer abgehen. Es ist aus diplomatischen Gründen von jeher ratsam gewesen, sich in einer dieser irrationalen Momente zu treffen: beim Wein, bei Tisch, bei einer Zigarre. Dort verhandelt es sich leichter, weil das Menschsein hervorkehrt. Wer gerne fettreich schlemmt, es genießt, die Kunst guter Küche schätzt und teilen kann, der zeigt, dass er eine menschliche Kreatur ist, die im Grunde dieselben Schwächen aufweist wie die andere menschliche Kreatur, mit der man zusammensitzt und hoffentlich eine Lösung finden will. Wer einen Asketen zum Diplomaten macht, kann auch gleich einen Meuchelmörder schicken. Verhandelt man steril, auf zwei Stühlen, zieht sich zum Speisen in jeweilige Separees zurück, kommt schnell das Gefühl auf, mit einem Apparat zu kommunizieren, mit einem Wesen, dass vielleicht ja doch zu einer anderen Gattung zu zählen ist.
Das ist ein Stichwort, das man nie ausblenden darf, wenn es um den Kampf gegen die Genüsse der alten Welt geht, die uns verlorengehen sollen: Der Drang, das Menschliche in etwas Neues zu verwandeln – geradezu in eine neu, nie dagewesene Gattung. Der Mensch als biologisches Wesen, das sich technologisch aufrüstet, sich mit Hightech ausstaffiert – und ganz wichtig: sich überwacht, alle Körperfunktionen im Blick hat, sich optimiert, dem Alter den Kampf ansagt und damit das Menschliche überwindet. Der Transhumanismus hasst das Fehleranfällige, er will dem unzureichenden menschlichen Wesen an den Pelz. Die Fehlerhaftigkeit menschlicher Existenz, die sich im eher konservativen Kontext als Zustand einer Normalität abzeichnet, dem man mit einer gewissen Demut begegnen sollte, ist der Hauptfeind transhumanistischer Temperenzler. Sie betrachten den Körper des Menschen als unzureichend, aber gleichzeitig als ein potenzielles Heiligtum. Anders als manche religiöse Bewegung, die den Körper als Geschenk eines göttlichen Wesens begreifen, vor dem man Respekt haben sollte – was man aber nicht immer hat, weil man eben fehlbar ist. Der Transhumanist sieht die Möglichkeit einer Heiligkeit, sie muss allerdings aufgewertet durch eine Technik, die das Fehlerhafte ausmerzt. Was sich dort rein körperlich formiert, ist dem Wokismus und dem zeitgenössischen Moralismus auf einer emotionalen Ebene gegeben. Sie wollen den Menschen »im Kopf« optimieren, seine Sprache, seine Haltung, seine Schwächen ausmerzen – man könnte auch sagen, dass der Wokismus eine Brückenideologie zum Transhumanismus darstellt. Die Askese reiht sich dort als Bewusstseinshaltung ein.
Es geht ihnen um Unversehrtheit, um sichere Schutzräume, um Meinungen, die sie nicht mehr ertragen wollen und vor denen sie glauben, ein Anrecht auf Schutzbedürftigkeit zu besitzen. Die Kollegen von der körperlichen Fakultät, die den so optimierten Menschen dann auch noch technisch aufzubitchen trachten, vollenden das Werk der Überwindung des alten Menschen – jedenfalls in ihrer Fantasie, noch holpert die Überarbeitung des Menschengeschlechtes. Es muss so nicht kommen, noch gibt es die Magie der Reaktanz, man kann sich wehren, den Staat und seine Ambitionen unterlaufen – mit dem Blick auf ein höheres Recht, das sich »große Räuberbanden«, vulgär auch Staaten genannt, nicht anmaßen dürfen zu sprechen, steht es dem Bürger zu, sich eben doch zu betrinken. Und je mehr es eingehegt werden soll, desto drastischer das Konterbier. Ist das vernünftig? Nicht für jeden, das steht fest. Aber sich nicht unterbuttern zu lassen von anderen, die einem erklären wollen, wie Erwachsene ihr Leben zu führen haben, das ist auch eine Komponente menschlicher Existenz – zumindest jener menschlichen Kreaturen, die ihrer Spezies gemäß mit durchgedrücktem Rückgrat aufrecht durch die Welt laufen. Ich saufe, also bin ich. So dumm dieses Credo auch klingen mag: Es ist menschlich. Und der Autor dieser Zeilen ist ein Mensch, nichts Menschliches ist ihm fremd. Er wünscht sich eine Welt, in der die Jungen das auch mal sagen können – unverstellt und ungekünstelt, ganz anders also, als es die Tiktokokratie ihnen vorbestimmt, in der sie Duckface zeigen und ein falsches Lächeln präsentieren müssen, weil sie glauben, dass sie nur damit zum Ausdruck bringen, wer sie wirklich sein. Mein Gott, warum hast du diese Leute nur verlassen? Profaner ausgedrückt: Die können einem leidtun.
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Alles muss verboten werden, Alkohol, Tabak und gesunde Ernährung, dafür gibt es veganen Fraß aus der Chemiefabrik.
Man muss dem kleinen Mann jegliche Freude am Leben verderben. Ziel, die Lebenserwartung weiter zu senken, die ist in DE bereits weit geringer als in anderen EU-Ländern. Daher müssen auch Lebensarbeitszeit erhöht und die Löhne auf ein Minimum gesenkt werden.
Des kleinen Mannes Sonnenschein ist vögeln und besoffen sein🥳
Profitmaximierung über alles, das wußte auch Ayn Rand und dementsprechend wird gehandelt.
Mit dem digitalen Euro wurd die Überwachung noch perfekter um Frau und Herrn Meier zu dressieren.
.Der Staat als solcher wird nur als Simulation existieren.
Mit Einführung von Palantir und CO werden Peter Thiel und seine Kumpane nicht nur den Bürger sondern auch die vermeintlich demokratischen Schein-Regierungen kontrollieren und steuern.
Prost Mahlzeit
„Es geht ihnen um Unversehrtheit, um sichere Schutzräume, um Meinungen, die sie nicht mehr ertragen wollen und vor denen sie glauben, ein Anrecht auf Schutzbedürftigkeit zu besitzen. “
Das dürfte längst widerlegt sein.
Gore Vidal, aus einer der herrschenden Familien stammend, erlebte die Kampagne hautnah, die die aufkommende Tea-Party anschob, um große Massen hinter, besser unter sich zu bringen, ähnlich der Anti-Spatzen-Kampagne Maos, deren Ergebnis in Mio Hungertoten zu messen war.
Das Wohlergehen der Menschen ist diesen Herrschaften schietegal. Inzwischen hat ja auch die Gegenseite diese Politiklinie für sich reklamiert.
Der vermutlich existierenden Gemeinde einen Gruß des Pfeifenrauchers!
Die „Erzieher“ zum Nichtrauchen sind wesentlich dafür verantwortlich, dass ich immer noch und vermutlich bis zum Ende über meinem Schreibtisch die Einstein zugeschriebenen Worte stehen habe: „Pfeifenrauchen trägt zu einem einigermaßen objektiven und gelassenen Urteil über menschliche Angelegenheiten bei.“
Die KI listet eine recht lange Reihe von Gelegenheiten auf, wie es zu Dopaminausschüttungen kommt. Das meiste davon ist klar evolutionär geprägt auf Überleben durch Aufnahme von besonders nährstoffreichen Lebensmitteln oder auch erleben von angenehmen soziale Kontakte und unerwarteten Gewinnen.
Nikotin ist die kalorienfreie Ein-Mann-Abkürzung.
Wie Allen Carr in seinem Buch nicht aufhört zu erklären, ist der Nebeneffekt, dass Raucherhirne, sobald sie ins Nikotinloch gleiten, nervös und unzufrieden werden.
Zum Alkohol: Neulich wollte ich sehen, ob ältere Trockenhefe noch zum Leben zu erwecken ist und habe eine Zucker-Mehl-Nährlösung im Glas angesetzt und warmgestellt. Als ich wieder daran dachte, waren etliche Tage vergangen und beim Öffnen des Schraubdeckels flutete mir ein starker Alkoholgeruch entgegen, der deutlich schon in Richtung Weinbrand ging. Weiß jemand Anekdoten von Skandinaviern, die selber brauen und sich womöglich Cocktails mit Säften und einem Schuss Mehlbier zubereiten … die dann nicht blind wurden?
Mir ist schon mal grundsätzlich alles verdächtig, was mir „den Hut gerade aufsetzen will“, so von Tucholski formuliert.
Ich war beruflich erfolgreich, habe einen Sohn groß gezogen und 50 Jahre auf die Legalisierung von THC gewartet.
Ich habe mal einfach für mich ein Recht auf Rausch in Anspruch genommen. In meinem Beruf habe ich gelernt, das nicht die Lebensdauer das Relevante ist, sondern die Lebensqualität, Stichwort „Ganzheitlichkeit“.
Dieses Erkenntnis darf ich dann auch für mich in Anspruch nehmen!
In dem Comic-Album vom „Kleinen Arschloch“ über „Sex, Drogen, Alkohol“ ist der Satz zu finden, das Marihuana einer Verleumdungskampagne zum Opfer gefallen sei.
Das habe ich immer so empfunden und mich zeitlebens über die Kriminalisierung geärgert.
Ich habe mir noch nie in meinem Leben meine Lebensführung von irgendwem oder irgendwas vorschreiben lassen, außer ich hatte Pflichten, den ich Genüge tun musste.
Ich koche gern und kann noch Ommas Sonntagsbraten, volles Haus dann.
Ich rauche gerne Zigaretten und mehr noch Tüten.
Ich bin jetzt 66 und werde mein Leben nicht ändern, nur weil irgendwelche ideologisierten Knalltüten der Ansicht sind, zu meinem vermeintlich Besten mir ihre Lebensweise aufstülpen zu wollen.
Und sollten da Gesetze kommen, die mir gewisse Dinge, die für mich Lebensqualität bedeuten, verbieten wollen, bitte!
Mit der Kifferei bin ich den Großteil meines Lebens eh schon kriminalisiert worden, an solche Gesetze mich zu halten sehe ich keine Veranlassung, das ist übergriffig!
Die können mich mal!
„Alkohol schwerer zugänglich zu machen…. Anreize zu schaffen, Wasser oder eine Fanta statt Bier oder Schnaps zu kaufen – eine Verteuerung gilt dabei als das probateste Mittel.“
Wie bereits zum Beitrag des „geschätzten Stephan Schleim“ geschrieben, wird die Steuer auf Alkohol massiv erhöht. Diese Information ist hier wie in NL allgemein zugänglich; genügt ein Blick in die MSM.
Daher bedarf es in D keiner Aufklärung über z.B. die Niederlande und deren Statistiken zu Alkoholkonsum – erst recht nicht, wenn sich die Themen, über die zu berichten notwendig und dringlich wäre, gegenseitig erdrücken, aber tunlichst ignoriert werden.
Darüber hinaus kann Fanta kein Ersatz sein, da, wie eigentlich bekannt, mit Zucker versetzt ist und zu Fettleibigkeit führt – daher auch der Wunsch nach einer Steuererhöhung.
„Individualrecht, das jedem Menschen zusteht. Er trägt die Verantwortung für seinen Körper und muss wissen – oder nicht – was er ihm in seinem Leben zumuten will.“
Korrekt – in Zeiten zunehmender Verarmung, des alltäglichen K(r)ampfes, steigender Wohnungslosigkeit etc.(die sich viele nicht selbst zumuten) ist es unabdingbar, zumindest nach dem unumkehrbar tiefen Fall wenigstens dies individuelle Recht zu behalten. Wenn man es sich dann noch leisten kann.
„Aber psychisch benötigt er dann oftmals doch mehr: daher speisen Menschen so gerne in allen Kulturen – aus diesem Grund sitzt man an einer Tafel zusammen, man könnte schließlich auch irgendwo alleine in einer Ecke etwas schnell und effizient fressen.“
Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah. In der Mehrzahl wird NICHT (außer zu Hoch- und Festtagen) getafelt, sondern unterwegs „konsumiert“, geliefert oder durch ‚Chef de Cuisine named Mikrowelle‘ gezaubert.
Wobei die Zahl derer, die über die Verwendung, Verarbeitung und Zubereitung von Nahrungsmitteln ein minimales Grundverständnis haben, ohnehin, mangels Erlernens, überschaubar geworden ist und tendenziell weiter abnimmt.
Aber es ist erfreulich und dankenswert, dass es an „tatsächlich“ Berichtenswertem nie mangeln und konsequent aufgegriffen wird.
@Ach so
„Wie bereits zum Beitrag des „geschätzten Stephan Schleim“ geschrieben, wird die Steuer auf Alkohol massiv erhöht.“
Selbstverständlich muss die Steuer erhöht werden aber nicht damit die Leute gesünder leben können sondern um abzuzocken. Bei immer weniger Geld in den Taschen der ärmeren Schichten müssen die auf immer schlechtere Lebensmittel zurückgreifen. Zudem wird bei der Gesundheitsversorgung massiv gekürzt, da erscheint der Hinweis die Alkoholsteuer wie auch die Tabaksteuer diene nur zum Wohl der Volksgesundheit doch mehr als lächerlich!
Merz und Klingbeil wissen doch nicht mehr wo sie das viele Geld für Aufrüstung, ukrainische Oligarchen und Krieg gegen Russland herholen sollen.
Man kann diese Steuererhöhungen durchaus als KRIEGSSTEUER betrachten.
Bereits der Kaiser führte die Sektsteuer zur Finanzierung von Kriegsgütern ein.
„Knallen die Korken, freut sich der Finanzminister“
„Sekt für die Flotte: Kaiser Wilhelm II. hat eine Schaumweinsteuer eingeführt, um Aufrüstung zu finanzieren. Die Flotte ist versenkt, die Steuer aber geblieben. “
https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/steuer-relikt-aus-kaiserzeit-die-schaumweinsteuer-auf-sekt-und-champagner-podcast-a-b0c25dc5-40ae-4aab-a332-a04b7f8e51ec
Lasst Euch also kein X vor dem U machen !
Dass die Leute nicht mehr ohne Anleitung kochen können hat man bei den Lockdowns gesehen, ausverkauft war nicht nur Klopapier sondern auch Spaghetti und Fertigsauce. Andere Nudelformen standen dabei oft weiter unberührt im Regal.
Kenne das auch aus dem Bekanntenkreis, dass mit Ende 30, 40 angefangen wurde zu kochen, strikt nach Rezept, wenn da steht 5 Minuten anbraten dann wurde exakt mit Uhr 5 Minuten 0 Sekunden abgemessen wie im Hochsicherheitschemielabor.
Messerspitze Salz? O Gott was ist denn eine Messerspitze, ist das jetzt zuviel Salz oder zu wenig?.. usw.
Der Artikel beginnt mit „Der westliche Bevormundungsstaat …“
Mir wurde schon Angst und Bange, „Bevormundung“ so etwas sagt man doch nicht in der „besten Demokratie, die wir in Deutschland jemals hatten“, wie das ein hoher Politiker dieser Demokratie vor einigen Jahren formulierte.
In einem demokratischen und sozialen Bundesstaat wie es im Art. 20 der Verfassung von 1949 aka „Grundgesetz“ heißt, ist BEVORMUNDUNG ein böses Wort. Bevormundung bedeutet Entmündigung, Unfreiheit, betreutes Wohnen, betreutes Arbeiten und betreutes Leben. Ein Vormund ist der Bevollmächtigte, der Vertreter und Verwalter betreuter Bürgerinnen und betreuter Bürger, die, wie der Begriff VOR-Mund (!) sagt, dem mündigen Bürger VOR (!) dem Mund gesetzt werden, damit dieser Mund die richtigen Worte sagt.
Aber dann kriegt der Autor doch noch die Kurve, wenn er schreibt: „Es geht ihnen um Unversehrtheit, um sichere Schutzräume, um Meinungen, die sie nicht mehr ertragen wollen und vor denen sie glauben, ein Anrecht auf Schutzbedürftigkeit zu besitzen.“
Richtig, es geht hier um SCHUTZ und FÜRSORGE. Schutz, das ist ein positiv konotiertes Wort. Das ist ein gutes Wort. Aber es geht nicht nur um den Schutz der besten Regierung, die wir in Deutschland seit dem Ende des Zweiten Welkrieges jemals hatten. Auch der kleine Bürger und die kleine Bürgerin müssen in einem demokratischen Land geschützt werden vor Leuten, die anderer Meinung sind als die Regierung, Katherina Reiche, Boris Pistorius, Robert Habeck, Markus Söder, Ursula von der Leyen, Friedrich Merz und wie sie alle heißen.
So wie dereinst im dunklen und finsteren Mittelalter die Bauern und Handwerker vom Adel und dem Klerus vor dem bösen Teufel und bösen Hexen geschützt werden mussten und die anständigen, aufrechten, ehrlichen, fleißigen und ordentlichen Deutschen von 1933 bis 1945 vor den bösen und faulen Russen (formerly known as „Bolschewisten“) und dem bösen Judenmann geschützt werden mussten. Es geht hier um GUT und BÖSE und nur die Regierung weiß, was gut für alle Bürgerinnen und Bürger ist.
Auch Fürsorge ist ein gutes Wort. Fürsorge bedeutet, das man hilfsbedürftigen Menschen hilft. Hilfsbedürftige Menschen sind orientierungslos und geistig verwirrt und wissen nicht, was sie denken sollen und was sie nicht denken sollen, denn das Denken bestimmt das Handeln. Hilfsbedürftige Menschen müssen geschützt werden vor Querdenkern, damit die Bürger immer geradeaus denken bzw. dorthin laufen, wohin die Regierung will, dass sie hinlaufen.
Ein sozialer Bundesstaat (Art. 20 GG) hilft auch Obdachlosen und Menschen mit wenig Geld und baut viele bezahlbare Wohnungen, damit auch diese Menschen ruhig schlafen können, denn Obdachlosigkeit bedeutet Stress. Obdachlose sterben früher als hohe Beamte und Minister, die auf Kosten aller Steuerzahler 25.000 Euro netto oder noch viel mehr im Monat kassieren. So ein einfacher „Volksvertreter“ im Deutschen Bundestag, davon gibt es derzeit 630, kassiert immerhin noch rund 100.000 Euro netto im Jahr. Die steuerfreie Aufwandsentschädigung ist da noch gar nicht dabei und auf 4.000 oder 5.000 Euro mehr oder weniger kommt es da auch nicht an. Aber da schläft man ruhiger als die alleinerziehende Putzfrau mit ihren 14,50 Euro brutto pro Stunde, die in diesem mehrheitlich „christlichen“ Deutschland schon wieder eine Mieterhöhung von Friedrich Mai bekommen hat. Der nimmersatte Friedrich Mai bekommt einfach den Hals nicht voll. Friedrich Mai ist schlimmer als ein Hai, der schon satt ist und trotzdem andere Fische tötet, weil er Spaß daran hat.
Abschließend noch ein schönes Lied von einem Haifisch und einem Mann mit einem Messer:
Und der Haifisch, der hat Zähne und die trägt er im Gesicht
Und Macheath, der hat ein Messer, doch das Messer sieht man nicht
An ′nem schönen blauen Sonntag liegt ein toter Mann am Trent
Und ein Mensch geht um die Ecke, den man Mackie Messer nennt
Und Schmul Meier bleibt verschwunden und so mancher reiche Mann
Und sein Geld hat Mackie Messer, dem man nichts beweisen kann
Jenny Towler ward gefunden mit ’nem Messer in der Brust
Und am Kai geht Mackie Messer, der von allem nichts gewusst
Und das große Feuer in Soho, sieben Kinder und ein Greis
In der Menge Mackie Messer, den man nicht fragt und der nichts weiß
Und die minderjährige Witwe, deren Namen jeder weiß
Wachte auf und war geschändet. Mackie, welches war dein Preis?
Doppelplusguter Beitrag aber das so sarkastisch hier auszuführen, ist das nicht ein Gedankenverbrechen? Wir sollen natürlich nicht wissen, wie die Propagandawurst gemacht wird.
Ich trinke keinen Alkohol, sondern sehr gerne Wein. Wer geht schon in eine Kneipe und bestellt dort ein Glas Alkohol? Ich glaube nicht, dass irgendjemand es schafft, ein Glas Alkohol zu trinken. (Sagt man wenn man eine Schnitzel ißt: „Ich esse Fett oder sagt man ich esse ein Stück Fleisch“?)
Wein trinke ich fast täglich, seit ca. 60 Jahren. Trinke selbstverständlich Wein – wie die meisten Weintrinker- nicht weil wg. dem Alkohol, sondern wegen dem Weingenusserlebnis.
Bin nun 77 Jahre alt und bin körperlich und geistig voll fit, benötige mit diesem Alter noch keinerlei Medikamente und auch keine Nahrungsergänzungsmittel.
Mein Leberwerte sind immer noch allerbestens.
Bei dem Negativhype bzgl. Verzehr von alkolischen Getränken geht es nur darum, Menschen an der Leine zu führen.
Und die Mehrheit macht dieses Spiel mit, weil sie offensichtlich nicht mehr selber denken können oder nicht mehr selber denken wollen. Das erleben wir ja tagtäglich in vielen Lebensbereichen. Eigentlich sollte man diese Menschen bedauern.
Sicher gibt es Leute, die Probleme mit alkoholischen Getränken haben. Die Ursache hierfür ist aber doch nicht der Alkohol.
Aber es gibt auch viele Menschen, die nicht mit einem Auto richtig umgehen und eine große Gefahr für ihre Mitmenschen darstellen. In den letzten 50 Jahre sind sicher schon 150.000 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen – und trotzdem wird das Autofahren (z.B. außerberuflich) nicht verboten.
Lieber Herr Krautner,
das sind wesentlich mehr als 150.000 Tote, die in den letzten 50 Jahren in Deutschland (bis 1990 ohne die Brüderinnen und Brüder aus dem Osten). Vor 50 Jahren waren das jedes Jahr rund 10.000 Verkehrstote. Heute sind es noch um die 5.000. Das macht grob gerechnet mindestens 400.000 Verkehrstote. (Die Schwerverletzten, die den Unfall überleben, sind da selbstverständlich noch nicht dabei.) Seit 1950 sind sicherlich mehr als ein halbe Million Verkehrsteilnehmer im deutschen Straßenverkehr ums Leben gekommen.
Aber auch im Straßenverkehr wird die Freiheit durch die Regierung immer mehr eingeschränkt. Ich habe selbstverständlich nichts dagegen, dass Raser aus dem Verkehr gezogen werden und dass an gefährlichen Stellen geblitzt wird. Geblitzt wird allerdings meistens an Stellen, an denen nichts passiert und viele Autofahrer 90 km/h fahren, obwohl man nur 80 km/h fahren darf, weil es da lukrativ ist. Ich habe noch nie einen Blitzer in einer Kurve gesehen, die man mit 100 km/h durchfahren darf. Wenn man die Kurve allerdings mit 100 km/h durchfahren würde, dann würde man aus der Kurve fliegen, weil die Physik sagt: Durch diese Kurve fährt auch der beste Rennfahrer nur mit 80 km/h.
Im Österreich gab es mal einen Fall, da hat ein Raser eine junge Radfahrerin totgefahren. Das Risiko kann man nicht grundsätzlich ausschließen. Aber dann hat mal ein Journalist das getan, was er tun sollte und recherchiert und herauskam, dass der Typ in den letzten 10 Jahren schon 100x beim Rasen erwischt worden ist und sogar einmal beim Fahren ohne Führerschein erwischt worden war. Da hat der fürsorgliche Staat aber vorher nichts unternommen und gesagt: Jetzt ist Schluss! Wenn du noch einmal einen Kilometer zu schnell fährtst, dann ab in den Knast und das für mindestens fünf Jahre. Da musste erst eine junge Radfahrerin sterben.
Auch im Krieg sterben viele Menschen. Im letzten großen Weltkrieg von 1939 bis 1945 waren es 64 oder auch 65 oder 66 Millionen. Damit hat die derzeitige „kriegstüchtige“ Regierung aber offenkundig keinerlei Probleme oder sehe ich das falsch? Vielleicht liegt es auch daran, dass man an der Front keine alkoholisierten Soldaten brauchen kann?
Wünsche weiterhin beste Gesundheit und ein langes Leben, damit sie Ihren Rotwein noch lange genießen können. Apropos Rotwein: Weiß jemand, warum Rotwein beliebter ist als Weißwein? Liegt das nur an der Farbe oder liegt das auch am Geschmackt?
„Weiß jemand, warum Rotwein beliebter ist als Weißwein?“
Ursache hierfür ist die ehemals sehr erfolgreiche Werbung der Weinerzeuger aus dem Bordeaux, das Rotwein angeblich viel gesünder sei, als Weißwein, das so pauschal nicht stimmt. Sie hatten es damals geschafft, dass sämtliche Medien – und sogenannte Experten – diese Werbung verbreitet haben. Das führte in den 90iger Jahren zu einem starken Nachfrageboom bei Rotwein zu Lasten des Weißweines. In der Folge haben weltweit viele Winzer Weißweinreben abgehackt und stattdessen auf diese Rebflächen Rotwein-Rebsorten gepflanzt.
Aktuell sieht es jedoch anders aus: Seit ein paar Jahren ist der Rotwein nicht mehr beliebt bei den Weintrinkern.
Verzehr wird – so wie vieles andere auch – von modebedingten Schwankungen beeinflusst.
Die Winzer haben insbesondere beim Rotwein sehr starke Absatzrückgänge.
Im französischen Weinanbaugebiet Bordeux sind die Weinerzeuger deshalb schon dabei Weinberge stillzulegen.
Ich habe bereits unter dem Artikel von S.Schleim zum Thema „Alkohol und die WHO“ zum Einfluss der Guttempler mitsamt den Mechanismen, wie kontrafaktische Meinungen zu wissenschaftllichen Lehrsätzen umgewidmet werden, ausführlich geschrieben.
Das wurde von eurer KI kommentarlos gelöscht.
Da ich mir die Arbeit nicht nochmal mache, bleibt es halt unveröffentlicht.
Die skandinavischen Länder taugen nicht gerade als Beispiel für die Zurückhaltung
beim Alkohol. Da ich mich schnell mit den „Einheimischen“ verstehe und auch gleich
Kontakt zu ihnen bekommen habe, bekam ich auch einen Einblick in die „private“
Alkoholproduktion. Die leckersten Schnäpse habe ich immer in Norwegen bekommen.
Da ich mich früher auch mit dem Brauen von Bier (selbstverstäbdlich in den erlaubten Mengen)
beschäftigt hatte, konnte ich dieses Wissen auch in Schweden, Norwegen und Dänemark
los werden. Die Dänen mußten immer am meisten aufpassen, dass nicht ein Polizeispitzel
das Brauen und Brennen verriet. Die Norweger hatten die geringsten Probleme. Leider macht
meine Gesundheit mir schon länger das Reisen unmöglich und ein ordentlicher schöner „Snaps“
könnte mich in die Kiste bringen. Aber Träumen und in Erinnerungen schwelgen darf man ja noch.
Wenn der Alkohol in Deutschland noch teuerer wird, vermute ich, dass auch hier schwarz gebrannt
wird. Wenn die Leute mitbekommen, dass der Rauch und der starke Geruch beim Räuchern, die
Gerüche des Brennens gut übertüncht, werden Räucheröfen bald der Verkaufsrenner werden.
Warnhinweis: Schwarzbrennen ist strafbar……..
Politiker wollen die Alkoholsteuer erhöhen.
Weshalb wohl?
Weil sie damit den Verzehr von alkoholhaltigen Getränken reduzieren wollen oder weil sie damit zusätzliches Geld von den Bürgern kassieren wollen?
Die Antwort hierzu liegt wohl auf der Hand.
Wann der Mensch als Gattung ein Bewusstsein seiner Existenz entwickelt hat, ist wohl nicht bekannt. Aber sobald er sich bewusst werden konnte, dass diese Existenz andauernd gefährdet und letztlich in ihrer Endlichkeit absurd ist, hat er drei „R“ entwickelt, die ihn vor dieser Absurdität retten sollen: den Rausch als Betäubung der Absurditäts-Erkenntnis, die Religion als irrationale Hoffnung gegen die Absurdität und die Raserei (religiöse, ideologische, kriegerische usw.) als Aufbgehren gegen die Absurdität. Dabei mischen sich die drei in allen Kulturen beliebig oder stehen gegeneinander. Jede Kultur hat ihre Rauschdrogen in verschiedenen Stärken entwickelt, Religionen bekämpfen den (künstlichen) Rausch als Konkurrenz, kultivieren ihn aber in Form der religiösen Ekstase, Religiöse oder/und politisch-ideologische Raserei bekämpft den individuellen Rausch, weil er das Individuum unkontrollierbar macht, und ersetzt ihn durch den Rausch der Masse mittels gemeinsamer „Werte“ oder Feindbilder etc.
Der individuelle Rausch ist insofern die anarchistische Form der Absurditätsabwehr. Soviel zum philosophisch-soziologischen Aspekt des Rausches.
Aber was die Pläne der Regierung zur Alkoholsteuer angeht: Es geht doch dem Finanz(!)minister nicht um unsere Gesundheit! Klingbeil selbst scheint nach Figur und Masskrug-Bildern vom Oktoberfest kein Kostverächter zu sein😆
Es geht um nicht mehr und nicht weniger als um die Beschaffung von Steuern für die Irrsinnsmilliarden an Rüstungsausgaben der kommenden Jahre.
Zur Erinnerung: Die Einführung der „Schaumweinsteuer“ 1902 war schließlich auch eine Erfindung zur Finanzierung der „Kaiserlichen Kriegsflotte“, die dann 12 Jahre später – hurra! – in den Untergang des 2. Deutschen Kaiserreichs auslaufen durfte, bis dahin aber der Schwerindustrie und den Werften fette Gewinne einbrachte.
Ich bin überzeugt, das alle Drogen legal sein sollten; prinzipiell! Nur Masslosigkeit und deren gesundheitliche Folgen sollten die Konsumenten selbst tragen. Daher: Zahlung in der Apotheke, denn nur hier gehört die legale Abgabe von Drogen inkl. jener von Alkohol hin, sollten nur noch über die eCard (so heist die SV-Karte in 🇦🇹) erfolgen.
In Coffee Shops für Gras und Restaurants für Alkohol sollte gleiches gelten. Etwaigige gesundheitliche Folgen und vor allem deren Folgekosten sollten nicht der Allgemeinheit aufgebürdet werden, da individuell selbst verursacht.