
Das Southern Poverty Law Center (SPLC) ist eine bekannte und bislang in linken Kreisen hochgeschätzte Lobbygruppe: Es kämpft gegen Rassismus und Transfeindlichkeit – bislang glaubte man das jedenfalls. Jetzt wurde bekannt, dass sie über mindestens zehn Jahre ihre angeblichen Gegner finanziert haben – bis hin zum Ku-Klux-Klan und rechtsradikalen Terrororganisationen.
Offenbar gab es zu wenig Rassismus und Transfeindlichkeit in den USA, da haben sie nachgeholfen, um ihre Existenz, ihre Spendengelder und Ansehen weiter sichern zu können. Eine totale moralische Bankrotterklärung.
Das FBI hat am 22. April 2026 bekanntgegeben, dass es auf Bundesebene Anklage gegen die Aktivistengruppe erheben wird.(1) Die Presseerklärung liest sich abenteuerlich. Offiziell war es das erklärte Ziel der Lobbygruppe aus den Südstaaten, gegen rassistische Übergriffe vorzugehen. Zu diesem Zweck haben sie jedenfalls Spendengelder eingeworben.
Drei Millionen Dollar für ultrarechte Gruppen
Da es aber in ihren Augen leider nicht genug von diesen rassistischen Übergriffen gab, um ihre Existenz zu rechtfertigen und weitere Gelder einzuwerben, haben sie die Sache selbst in die Hand genommen: Laut FBI gibt es wasserdichte Beweise, dass die Gruppe Schattenfirmen gegründet hat, die Gelder an rechtsextreme, gewalttätige Organisationen gespendet haben, die dann wiederum die gewünschten Aufreger produzierten, wodurch sie wiederum mehr Spendengelder einwerben konnten.
Das Spendengeld kommt – anders als in Deutschland – nicht hauptsächlich aus Steuermitteln, sondern aus Stiftungen. Der Open Society Fund von George Soros ist einer der großen Geldgeber, aber auch die Investmentbank JPMorgan, George Clooney, Tim Cook (der Chef von Apple) oder OpenAI sind große Spender.(2) Laut der letzten veröffentlichten Steuererklärung 2024 hat die Organisation 129 Millionen US-Dollar im Jahr eingenommen.
Drei Millionen Dollar davon flossen angeblich an ultrarechte, rassistische und auch terroristische Gruppen. Hass, Hetze und Übergriffe, die von einer Lobbygruppe finanziert wird, die angeblich genau dagegen ankämpft. Drei Millionen Dollar, um Rassismus in den USA zu fördern!
Das hat Auswirkungen. Natürlich erstmal auf die direkten Opfer dieser mit reichen Geldern bedachten rechtsextremen Organisationen. Aber nicht nur das. Ein weiterer Arm der SPLC ist dazu da, alle Menschen, die vom woken Glauben abweichen, als rechtsradikal zu framen und deren Meinungsäußerungen gleichzusetzen mit „Genozid“. Jedes Jahr veröffentlichen sie einen Report über Hass und Rechtsextremismus.(3) Darin beklagen sie mit großen Krokodilstränen die Übergriffe gegenüber „marginalisierten“ Gruppen, die sie selbst finanziert haben.
Dann geht es weiter gegen jede Organisation, die sich ihren Zielen entgegenstellt. Nehmen wir Trans als Beispiel: Gleich zu Beginn wird erklärt, man müsse Anti-LGBTQ als einen Arm der weißen Vorherrschaftsideologie verstehen. Was das eine mit dem anderen zu tun hat, wird nicht erklärt, nach dem Schlagwort der weißen Vorherrschaft verurteilen sie im gleichen Satz alles, was Transideologie in Frage stellt als „Pseudo-Wissenschaft“. Dann kommt die Verbindung zu Eugenik, alles ohne jeden Nachweis, ohne Begründung.
Das SPLC mag keine evidenzbasierten Untersuchungen
Eine dieser im Report gegen Hass und Rechtsextremismus schwer beschimpften Gruppen ist die SEGM (Gesellschaft für evidenzbasierte Gendermedizin – Society for Evidence based Gender Medicine). Diese sehr hoch angesehene Gesellschaft wird in einem 150-seitigen „Bericht“ als Anti-LGBTQ-Hassgruppe und eine Vertreterin von Pseudo-Wissenschaft diffamiert – ohne dass diese Vorwürfe auch nur im Ansatz belegt würden.
Die Definition dieses Hasses lautet: Anti-LGBTQ-Hass beinhalte „plumpe Beschimpfungen sowie die Verbreitung herabwürdigender Propaganda und Falschbehauptungen“ sowie „Überzeugungen oder Praktiken, die eine ganze Bevölkerungsgruppe angreifen oder verunglimpfen, typischerweise aufgrund unveränderlicher Merkmale“.(4) Nichts davon wurde der SEGM konkret vorgeworfen, nur pauschal. Keine plumpe Beschimpfung, keine herabwürdigende Propaganda, keine Falschbehauptung, die genannt wird. Es gibt keinerlei Beispiele für solch ein Verhalten seitens der Gesellschaft, die genau zu dem Zweck gegründet wurde, wissenschaftlich an das Transthema heranzugehen.
SEGM ist zweifelsohne eine Organisation, die dem Southern Poverty Law Center gegen den Strich geht. Sie fordert evidenzbasierte Untersuchungen statt Ideologien, wenn es um Transmedizin geht, vor allem wenn Minderjährige betroffen sind. Drei dieser Untersuchungen haben sie selbst in Auftrag gegeben: eine Studie zu Pubertätsblockern, eine zu gegengeschlechtlichen Hormonbehandlungen und eine zu Brustamputationen, die alle in peer-reviewten angesehenen Journalen veröffentlicht wurden. Sie kommen zu den gleichen Ergebnissen, wie alle anderen internationalen wissenschaftlichen Studien zu diesem Thema auch: man sollte Minderjährige nicht mit Pubertätsblockern oder Gegenhormonen behandeln und dadurch sterilisieren sowie Mädchen nicht ihre Brüste abschneiden. Das reicht offenbar, um im Hass-Atlas der Organisation aufzutauchen.
Das Southern Poverty Law Center zieht gegen die einzelnen Mitglieder von SEGM zu Felde. Sie bezichtigen sie der Christlichkeit (Verzeihung: der fundamentalen Christlichkeit) oder Bigotterie, der Transphobie, des Rechtsradikalismus und einigem anderen mehr. Wer für oder mit SEGM arbeitet, wird persönlich diffamiert.
Wir haben also eine Gruppe, die über False Flag Operationen selbst Gelder einwirbt und damit Andersdenkende abwertet. Das ist eine moralische Bankrotterklärung, kein Zweifel. Doch es bleibt die Frage: Was sehen wir hier eigentlich genau?
Ist es ein rein wirtschaftliches Kalkül? Setzt sich der Vorstand hin und überlegt, wie viele Millionen Dollar man für sich selbst behalten kann und wie viele man optimal einsetzen sollte, um durch Hass, Hetze und Übergriffe mehr Spendengelder zu erhalten? Und kam Trans als Thema hinzu, weil da die Dollar lockerer sitzen? Geht es hier wirklich nur darum, möglichst hohe Einkommen und Swimmingpools für die Law Center-Angestellten zu finanzieren?
Das SEGM wird auf eine Stufe mit finanzierten Rechtsradikalen gestellt
Das könnte dann plausibel sein, wenn die meisten Spendengelder von lokalen Schwarzen kämen, die sich bedroht fühlen müssen, um einen Scheck zu schreiben. Aber glaubt man wirklich, Soros spendet nur dann, wenn genügend Kreuze an den Straßen Alabamas brennen?
Interessant ist, dass diese weitgehend künstlich fabrizierte ultra-rechte Bedrohung dazu herangezogen wird, vollkommen legitime und sauber arbeitende Organisationen zu diffamieren. Man stellt SEGM auf eine Stufe mit den Rechtsradikalen, die man selbst finanziert hat.
Hier kommen wir zu interessanten Bezügen in Deutschland. Denn wer kennt das nicht? Wer vom gängigen Narrativ abweicht, wird des Rechtsradikalismus bezichtigt. Also, wenn man Glück hat, wird einem nur unterstellt, man sei zu doof, um zu merken, wie man ultra-rechten Kreisen in die Hände spielt. Aber man kann ja nicht immer nur Glück haben. Diese Hetze funktioniert aber nur, wenn Rechtsradikale wenigstens irgendeine Rolle spielen.
In den USA war die Rolle offensichtlich nicht mehr groß genug. Das künstlich finanzierte Gespenst der Rassisten schlägt nicht nur die realen Opfer. Es erklärt auch Thesen als undenkbar und nicht debattierbar, weil: legitimiert Rechtsradikale.
In Deutschland finanziert Gott sei Dank niemand Übergriffe auf Transmenschen. Das, was hier als Hass und Hetze gegen Trans verkauft wird, ist unglaublich weit weg von echten Bedrohungen. Die häufigste „Gewalt“ gegen Transpersonen besteht darin, sie mit ihrem biologisch richtigen Geschlecht anzusprechen. Das Psychotherapeutenjournal nennt auch noch „ausschließlich heteronormativ gestaltete Räume ohne Hinweis auf geschlechtliche Vielfalt“ als eine echt üble Aggression.(5) Also jeder Raum ohne Transflagge ist eine Aggression gegen Transmenschen. Doch nicht nur Gewalt, auch das, was bei uns als Hetze verkauft wird, ist – äh – lächerlich.
Menschen überfallen lassen, um Spendengelder einzuwerben
Rona Duwe wurde zum Beispiel kürzlich durch den Kakao gezogen. Sie hatte ein Video geteilt, in dem Sabine Maur, die Vorsitzende der rheinland-pfälzischen Psychotherapeutenkammer, auf einer offiziellen Fortbildung die Teilnehmer darüber informiert, wie man Krankenkassenregeln umgehen kann, um mehr Transoperationen finanziert zu bekommen. Auf dieses Teilen hin wird sie abgemahnt und bietet daraufhin an, den Tweet zu löschen. Die Klägerin will aber unbedingt einen Prozess. Nach dem Urteil (Duwe gewann) trat Sabine Maur als Präsidentin zurück. Es kommt nicht gut, wenn die Kammerpräsidentin als Aufseherin über korrektes Handeln das Umgehen der Regeln nahelegt. Das ist jetzt aber angeblich eine unerträgliche Hetzkampagne seitens Duwe gewesen. Sie hat aber lediglich ein Video geteilt. Sie hat angeboten, den Tweet zu löschen. Sie ist vor Gericht erschienen, weil sie verklagt wurde. Sie hat gewonnen, weil sie im Recht war. Dies ist leider ein typisches Beispiel, wie eine abweichende Meinung zu Hetze umgedeutet wird. Gäbe es bessere Beispiele für abwertendes Verhalten, der Bundesverband Trans würde sicher ausführlich darüber berichten.
In Deutschland werden NGOs großzügig mit Steuermitteln eingedeckt. Diese propagieren dann eine Politik, die von der Regierung gutgeheißen wird. Statt Geldwäsche eine Art „Politik-Wäsche“. Also die Bäckereifachangestellte finanziert mit ihren Steuerzahlungen Translobbygruppen, die grüne Thesen untermauern und jeden Kritiker dieser Thesen als rechtsradikalen Hetzer diffamieren. No debate!
Wenn man „no debate“ als Hauptziel der Southern Poverty Law Centers sehen würde, dann bekämen die finanzierten Übergriffe noch eine weitere Bedeutung. Neben der unglaublich zynischen, Menschen überfallen zu lassen, um Spendengelder einzuwerben. Dann gäbe es noch die weitere Komponente damit wissenschaftliche Diskussionen unterdrücken zu können, weil man selbst die schlechteren Argumente hat.
In ihrer Erklärung zu den Vorwürfen schreibt die Gesellschaft für evidenzbasierte Medizin (SEGM): „Wir möchten diejenigen, die anderer Meinung sind, nicht dämonisieren … Diese Kritiker sind wichtige Stimmen und verdienen ebenfalls Respekt. Wissenschaft klärt Meinungsverschiedenheiten durch gründliche Forschung und lebhafte Debatten. Es liegt jedoch in der Verantwortung aller Beteiligten, sich in gutem Glauben an diesen Diskussionen zu beteiligen, Meinungsverschiedenheiten auszutragen, ohne falsche Narrative zu verbreiten, und stets die langfristige Gesundheit und das Wohlergehen besonders schutzbedürftiger Jugendlicher an erste Stelle zu setzen.“(6)
Es ist Zeit, Debatten einzufordern. Mit Argumenten, nicht mit ideologischen Keulen.
Fußnoten
- https://www.youtube.com/watch?v=z762c8Dlqus
- https://nypost.com/2026/04/23/us-news/splcs-donors-like-clooney-soros-stay-mum-after-its-indicted-over-alleged-3m-hate-group-informant-scheme/?utm_source=chatgpt.com
- https://www.splcenter.org/resources/reports/year-hate-extremism-2024/
- https://segm.org/SPLC-SEGM-Response-2025
- Bedarfsgerechte Gesundheitsversorgung für trans- und nicht binäre Menschen, in: Psychotherapeutenjournal, 1/26
- https://segm.org/SPLC-SEGM-Response-2025





Das ist konsequent die Sektenlogik weiter gedacht. Die USA sind hier Vorreiter. Aber auch in Deutschland ist es nicht ganz anders, siehe den Bericht von Jens Zimmer auf Infrarot, Titel «Der „Zivilgesellschaft“ widersprechen».
@ Volker Birk : bitte um genaue Quellen-
angabe zu „Der Zivilgesellschaft wider –
sprechen“ oder entsprechenden Link.
Das heißt, Sie sind nicht Willens oder in der Lage, auf Youtube, das Wort „Infrarot“
einzugeben. Das lässt tief blicken.
Ich vermute jedoch, da steckt etwas anderes dahinter.
Ich bin zwar nicht Volker Birk, aber nimm diesen Link: https://www.youtube.com/watch?v=Qefjf9OWzDQ
Es fehlten noch 2 Zeichen 😉
Wenn der Geisterjäger keine Geister findet, macht er den Spuk selber. Wenn der Hexenjäger keine Hexen findet, wird einfach irgendwer auf den Scheiterhaufen geworfen. Der Nazijäger sieht heutzutage überall Nazis, obwohl die letzten Nazis schlicht aussterben wegen ihres hohen Alters. Kann man beliebig Fortsetzen. Wäre geschäftsschädigend, wenn man nichts findet.
Ähnliches Verhalten findet man auch bei vielen Stiftungen, die mehr mit dem Einwerben von Spendengeldern beschäftigt sind und wenig bis nichts tun um die Missstände zu beseitigen gegen die angeblich tätig sind. Dann müsste man sich ja auflöen und einer ehrlichen Arbeit nachgehen.
Danke für die Veröffentlichung dieses wertvollen Artikels!
—
@Alfred Nonym hat es gut auf den Punkt gebracht:
„Der Nazijäger sieht heutzutage überall Nazis, obwohl die letzten Nazis schlicht aussterben wegen ihres hohen Alters.“
Dass das im Falle von Southern Poverty Law Center (SPLC) in den USA ein absolut erbärmliches Treiben von durch und durch korrupten und unanständigen Personen ist – die sich selbst bzw. durch ihre Geldgeber als sog. „Zivilgesellschaft“ verherrlichen – das wird unübersehbar.
Ob es die einzige derartige NGO ist, die auf diese Weise handelt?
Es gibt ja aus Deutschland schon Belege, dass Hakenkreuze bei Bedarf auch von manchen ablenkungswilligen Migranten und von nach Staatsknete gierenden Antifanten gemalt werden.
Was die angeblich „sehr hoch angesehene Gesellschaft“ SEGM betrifft, sollte man zu deren Beurteilung auch mal nur einen Blick auf den entsprechenden Wikipedia-Artikel und die angegebenen kritischen Quellen werfen (https://en.wikipedia.org/wiki/Society_for_Evidence-Based_Gender_Medicine). Und ob man der Trump-Administration ohne kritisches Hinterfragen Glauben schenken und die Behauptungen noch verstärken? Man kann das Vorgehen gegen SPLC auch anders sehen: https://www.justsecurity.org/137171/indictment-southern-poverty-law-center-splc/
Im Artikel heißt es: „Das, was hier als Hass und Hetze gegen Trans verkauft wird, ist unglaublich weit weg von echten Bedrohungen. Die häufigste „Gewalt“ gegen Transpersonen besteht darin, sie mit ihrem biologisch richtigen Geschlecht anzusprechen.“
Wenn man vorbehaltlos dem FBI unter Trump Glauben schenkt, sollte man dies auch dem BKA gegenüber tun. Im „Lagebericht zur Sicherheit von LSBTIQ*“ wird die Situation etwas anders dargestellt: „Die polizeilichen Fallzahlen zeigen einen besorgniserregenden Anstieg queerfeindlicher Straftaten über die vergangenen Jahre:
Im Jahr 2023 wurden insgesamt 17.007 Fälle von Hasskriminalität im Kriminalpolizeilichen Meldedienst in Fällen Politisch motivierter Kriminalität (KPMD-PMK) erfasst.
Davon richteten sich 1.785 Straftaten gegen LSBTIQ* (im Jahr 2022: 1.188). Dies wird einerseits mit der LSBTIQ*-feindlichen Gegenreaktion auf die wachsende Sichtbarkeit von LSBTIQ* in Verbindung gebracht. Andererseits wird auch davon ausgegangen, dass die Anzeigenbereitschaft unter LSBTIQ* langsam zunimmt.
Zu den häufigsten gegen LSBTIQ* gerichteten Straftaten gehörten im Jahr 2023 Beleidigungen, Gewalttaten, Volksverhetzungen sowie Nötigungen und Bedrohungen.
Bei den Gewalttaten wurden 212 Opfer (im Jahr 2022: 197) festgestellt.“
https://www.bka.de/DE/AktuelleInformationen/StatistikenLagebilder/Lagebilder/SicherheitLSBTIQ/SicherheitLSBTIQ_node.html
Ich hatte mal – in einem anderen Zusammenhang, weil mir die Zahlen, die mir um die Ohren gehauen wurden, phantastisch vorkamen – versucht rauszubekommen, wie viele Minderjährige Opfer von Gewalt durch Migranten oder Ausländern oder so wurden. Es ist mir nicht gelungen. Ich hatte dann mal zwei KI Assistenten suchen lassen, die beide meldeten, das die nichts finden können.
Das heißt natürlich nicht, dass es die Zahlen nicht gibt und dass sie nicht zu finden wären.
Was aber offensichtlich ist, ist, dass eine Form von Gewaltkriminalit, die sehr viel alltäglicher sein sollte, offenkundig nicht gesondert erfasst und propagiert wird während die vom geschätzten Chefredakteur genannten Zahlen bei fast 6 Millionen Straftaten im Jahr, fast eine Viertelmillion davon Gewaltverbrechen, vollkommen marginal sind.
Wie heißt es dazu beim großen niedersächsischen Philosophen und Trinker Wilhelm Busch: „Man merkt die Absicht und man ist verstimmt“
Um es auf den Punkt zu bringen: Es gibt kein kriminologisches Problem, das gesonderter Statistik und Propaganda bedarf. Das bringen die Zahlen des Autoren mehr als deutlich zum Ausdruck. Das ist zu verfolgen, wie alle anderen Straftaten auch. Der Rest ist Ideologie. So wie es auch Ideologie ist, wenn in Berlin Vergewaltigungen und sexueller Übergriffe durch Migranten vertuscht werden und die durch und durch kritikwürdige Berliner Staatsanwaltschaft mal wieder nichts wissen und schon gar nichts machen will.
Ich schreibe es hier nicht zum ersten Mal: Ich werde nie so tief sinken, einer rechten oder rechtsextremen Partei zu folgen. Aber ich habe auch immer weniger mit diesem Unfug zu tun, der als „links“ phantasiert wird. Immer mehr Menschen auf der Welt und bei uns in der BRD treffen andere Entscheidungen als ich.
Eine Glaskugel habe ich nicht, aber Vermutungen, was kommen könnte. Und wenn die eintreffen, und nein das wird nicht besser und ich freue mich überhaupt nicht darauf, dann geht das auf die Rechnung eines übergeschappten Bürgertums. Und dieser Vielbuchstabenunfug steht sehr wohl dafür.
Wow. Jetzt hab ich gerade ein echtes deja-vu.
Als es im TP-Forum plötzlich losging, dass von Seiten der Foren-Moderation im Forum Stimmung gegen unliebsame TP-Artikel gemacht wurde.
Scheint das Overton langsam auch diesen Weg geht.
Mal eine kleine Nachfrage zu dem „besorgniserregenden Anstieg queerfeindlicher Straftaten“:
1. Sind diese Zahlen Strafanzeigen, Ermittlungen (die zwangsläufig auf eine Anzeigen folgen) oder echte rechtsgültige Verurteilung?
2. Es ist eine gerne verwendete Methode der ideologischen Instrumentalisierung des Strafrechts einfach wild verschiedenste Delikte in einen Topf zu schmeissen, eher harmlosere Alltagsdelikte wie Beleidigungen und schwerwiegende Gewaltverbrechen, um die Opferzahlen zu dramatisieren.
Wie ist also ist die genaue prozentuale Aufteilung bei den „Beleidigungen, Gewalttaten, Volksverhetzungen sowie Nötigungen und Bedrohungen“?
Was will Frau Burger jenseits des – zugegeben – spektakulären Falls erzählen? Es gibt keine echten »Ultrarechten«? Physische Gewalt gegen LGBTQ+ Angehörigen ist frei erfunden und nur Befindlichkeit einer räumliche Regenbogenfarbenarmut? In den US dürfen nur Schwarze spenden, die gerade noch das Glück hatten, vom Baum abgehangen worden zu sein? Sogenannte „linke Lobbygruppen“ können auch Marktwirtschaft, denn wenn es keinen Markt für ihre Sache(n) gibt, schaffen sie sich einen?
Viele Fragen, aber im Angebot wäre folgende Antwort: Eine NGO, die vorzugsweise oder hauptsächlich durch Steuergelder finanziert wird, ist keine NGO. (NGO = non governmental, nicht Regierungs-Organisation.) Von daher ist der Twist vom widerlichen Agieren einer US Lobbygruppe zu deutschen Lautsprechern staatlicher Provenienz eine 360° Pirouette (aka. „ein Lenchen tanzen“), bzw. weit hergeholt.
Das wird abschließend deutlich, wenn Frau Burgers angebliches Anliegen »Es ist Zeit, Debatten einzufordern. Mit Argumenten, nicht mit ideologischen Keulen.« mit der letzten Zwischenüberschrift »Menschen überfallen lassen, um Spendengelder einzuwerben« eingeleitet wird, was mit dem Hammer einen Generalverdacht formuliert. So wird der Beginn einer tatsächlich notwendigen Debatte (sowohl, dass es ein Problem gibt, als auch, dass das Problem nicht so weit verbreitet ist, wie bedürftige Lobbys es glauben machen wollen) zwangsläufig zum Fehlstart.
Und ganz Pfiffige werden sich einfach fragen, wovon das alles ablenken soll.
Nachtrag:
Frau Burgers Kritik an der inflationären Transmedizin, vor allem alle Eingriffe und Behandlungen bei Minderjährigen, ist in Gänze zu unterstützen. Hier sollte nachdrücklich, wie bei sämtlichen transhumanistischen Auswüchsen, aufgeklärt und scharfe Grenzen gesetzt werden. Der Impfirrsinn bei Kindern in der C-Zeit war bizarr genug.
Ist nix Neues.
Auch jüdische Lobby-Organisationen erfinden ja gerne antisemitische Übergriffe. Etwa wenn irgendwo jemand rote Dreiecke hinkritzelt, wird sofort der Staatsschutz gerufen. Und Bettlaken mit „GägänjädänAntäsämätäsmäs“ werden doof rumgeschwenkt.
Die Opferolympiade eben…
Frau Burger beginnt ihren Artikel mit einer sehr ernsthaften, im Text wiederholten Beschuldigung:
„NGO lässt für Einwerbung von Spendengeldern Menschen überfallen“
Wenn wir den entsprechenden Artikel von NPR hinzuziehen, finden wir folgende Ausführung:
„The Justice Department alleges the civil rights group defrauded donors by using their money to fund the very extremism it claimed to be fighting, with more than $3 million paid to informants through a now-defunct program to infiltrate white supremacist and other extremist groups. Prosecutors allege some of the money was used by extremists to carry out other crimes, but court papers did not include specific examples.“
Das entscheidende Wort ist „allege“, behaupten. Und behaupten kann man viel,
In der offiziellen Anklageschrift findet sich eine Liste von „V-Leuten“, die von der Organisation bezahlt wurden und entsprechende extremistische Organisationen unterwanderten. Die Nutzung von V-Leuten impliziert immer die Möglichkeit, dass diese auch gezwungen sein könnten, selbst Straftaten zu begehen und ihre Scheinidentität zu bewahren und die Ermittlung schwerer Straftaten zu ermöglichen. Das ist ein Graubereich der Ermittlungsbehörden, das wird auch offen zugegeben.
Dies war und ist ein Vorgehen, das sowohl in den USA als auch in Deutschland von den Behörden praktiziert wird.
Bei ABC findet sich Folgendes: „The Department of Justice is well aware that the SPLC provided helpful information, through the use of its confidential informants, to law enforcement“, the group said in its filing. “The Department of Justice also knows that these confidential informants helped law enforcement put violent extremists in jail.”
Deshalb findet sich auch kein Vorwurf, dass das SPLC das Überfallen von Menschen organisiert habe, in der Anklageschrift.
Stattdessen finden wir „Wire Fraud“, „False Statements to a Federally Insured Bank“ und „Conspiracy to Commit Concealment Money Laundering“ in diesem Dokument.
Laut ABC weist das SPLC diese Beschuldigungen zurück.
Die Seriosität der Aussagen in Bezug auf SEGM und den „Transgender-Kontext“ wurde schon von Florian Rötzer richtiggestellt.
Für uns bleibt, dass die Behauptung von Frau Burger nicht durch die Fakten gedeckt ist.
Es sollte klar sein, dass man mit derartigen Aussagen eigentlich schon in dem Bereich des § 187 StGB ist.
Auch das Führen eines Privatkreuzuges rechtfertigt nicht, bestimmte Grenzen nicht zu überschreiten.
Was für die Kommentatoren gilt, muss auch für die Autoren gelten.
https://www.npr.org/2026/04/21/g-s1-118275/southern-poverty-law-center-fraud-charges-paid-informants
https://abcnews.com/US/wireStory/southern-poverty-law-center-informant-program-secret-law-132451261
Das ist ein PDF des Department of Justice.
https://www.justice.gov/opa/media/1437146/dl
https://www.justice.gov/opa/media/1437146/dl
Frau Burger hätte sich vor dem Verfassen des Artikels vielleicht mal die Anklageschrift des FBI zu Gemüte ziehen sollen.
https://www.justice.gov/opa/media/1437146/dl
Das SPLC hat anscheinend mit „Maulwürfen“ bzw. (bezahlten?) Informaten in/aus den Reihen ihrer rassistischen Gegner operiert. Zitat: „The SPLC’s paid informants („field sources“) engaged in active promotion of racist groups …“ Und dann führt das FBI ein „field source“ des SPLC an, der 2017 beim Rechtentreffen in Charlottesville dabei geholfen hat, andere Leute hinzufahren.
Das ist nicht mal ein Sturm im Wasserglas, geschweige denn – wie Frau Burger sich ausdrückt – der Versuch, bei den rassistischen Gruppierungen nachzuhelfen, um die eigene Existenz zu sichern.
Reisserische Überschrift, um dann nach einem Teil des Artikels auf ein anderes Thema umzuschweifen. (Kann man machen, muss man aber nicht unbedingt.)
Ansonsten auch vom deutschen Staat wurde in der Vergangenheit nun rechtsradikale Gruppierungen (unter anderem die NPD) finanziert, wobei man damit mutmaßlich nicht die eigentlichen anliegen der rechtsradikalen Gruppen unterstützen wollte, sondern damit mutmaßlich eben nur Informationen über die Machenschaften der Gruppierungen (über V-Leute) bekommen wollte. Man könnte überlegen, ob nun mutmaßlich das gleiche Ansinnen beim SPLC bestand (und man deshalb nun Schattenfirmen genutzt hatte, damit die unterstützen Gruppierungen nicht Wind davon bekommen, dass man hier vor allem Informationen absaugen wollte).
Die Sache ist damit ähnlich zu beurteilen wie die frühere Finanzierung der NPD durch den Bundesverfassungsschutz (etc.), wobei allerdings die Frage wäre, welchen Anteil nun die Spendengelder, welche an rechtsradikale Gruppierungen vom SPLC geflossen sind, an dem jeweiligen gesamt Etat waren (also z.B. ob die „Haupteinnahmen“ dieser Gruppierungen nun vom SPLC waren oder ob die Gruppierungen auch ohne diese Gelder hätten gut auskommen können)…
Mal ganz sachlich – jemand stellt Behauptungen auf, die dieser jemand nichtmal anstazweise belegen kann. Overton bleibt sich treu – gibt div. Rechtsextremisten und ihre Propagandamärchen eine Bühne. Kann man machen, trägt aber nicht dazu bei, overton als seriöses Medium zu profilieren.
Mal ganz sachlich – schön dass du hier Haltung und die Fähigkeit zu undifferenzierten Pauschalurteilen zeigst.
Lieber Andreas, du bist spät dran, die Ente wurde bereits von anderen Forenten , unter anderem dem Chefredakteur, identifiziert, geschossen, sie wurde gegart und ist verspeist.