
Während wir alle weiterhin unserem gewohnten Alltagstrott gemütlich nachgehen, wird hinter unserem Rücken unser Land auf allen Ebenen „kriegstüchtig“, nein: „kampfkräftig“ gemacht. Geht diese Entwicklung ungehindert so weiter, dann werden wir in wenigen Jahren Deutschland – auch ohne Krieg – nicht mehr wiedererkennen.
„Immer häufiger hört man Stimmen, die einen Krieg und die Anwendung von Gewalt für akzeptabel halten. Wieder wird das Loblied auf Atomwaffen gesungen. Es liegt Krieg in der Luft! Um der Macht willen, sind die Falken zu allem bereit. Wenn die Folge der Politik Krieg ist, dann nieder mit dieser Politik! Kommt endlich zur Vernunft. Hört auf! Jede Aktion ist zu stoppen, die uns einer Katastrophe näher bringt – das ist das Gebot für verantwortungsvolle Politiker.“
(Michail Gorbatschow, März 2020)
Die Zielmarken sind gesetzt: Spätestens 2030, am Besten aber schnellstmöglich – am Allerbesten natürlich ab gestern – soll unser Land „kriegstüchtig“, nein: kampfkräftig sein. Und das wird gravierende Konsequenzen für die gesamte Bevölkerung haben. Für uns alle.
Um sich dies im Einzelnen näher auszumalen, bedarf es keiner Glaskugel. Es reicht völlig, eins und eins zusammenzuzählen. Die ersten Ansätze sind bereits überall sichtbar, der Zug fährt längst schon mit Volldampf in die falsche Richtung. Im schlimmsten Falle in den Abgrund.
Wehrpflicht? – „Freiheitsdienst!“
Fangen wir mit dem Naheliegendsten an, der Wehrpflicht. Und machen wir uns nichts vor: Natürlich wird die Wehrpflicht wieder eingeführt werden! (Die „Teilverpflichtung von Teiljahrgängen“, wie unser Kriegsertüchtigungsminister – dessen Namen man am Sinnigsten mit chinesischem Akzent aussprechen sollte – mal bei Caren Miosga radebrechte, ist ja nur Teil der berühmten „Salamitaktik“.) Die junge Generation, Männer und Frauen, hat sich trotz einschlägiger Werbekampagnen und Lockvogelangebote vernünftigerweise bislang als nicht besonders kriegsfreudig erwiesen – erfrecht sich neuerdings sogar „Schulstreiks gegen die Wehrpflicht“ zu organisieren –, so dass offiziellerseits noch ein wenig nachgeholfen werden muss. Anders kommt die künftig „woke und wehrhafte“ Truppe nicht auf die nötige Zahlenstärke der angepeilten 460.000 Soldat-Doppelpunkt-innen: 250.000-260.000 Aktive und 200.000 Reservierende. (Die Frage, ob diese Stärke überhaupt noch mit dem Zwei-plus-Vier-Vertrag vereinbar ist, der im September 1990 die Modalitäten der deutschen Vereinigung regelte und in dem Deutschland sich verpflichtete, die Zahl von insgesamt 370.000 Soldaten nicht zu überschreiten, scheint hier bezeichnenderweise keinen groß zu interessieren. Man darf jetzt schon auf die argumentative Akrobatik gespannt sein, mit der dieser offensichtliche Vertragsverstoß dann propagandistisch überhöht wird!)
Aber dabei wird es nicht bleiben. Da man schon mal dabei ist und der „Operationsplan Deutschland“ nicht nur eine kampfkräftige Bundeswehr, sondern – „Heimatfront und Frontlinie“ sind ja jetzt ein und dasselbe – auch eine resiliente Bevölkerung einfordert, wird man als eleganteste Lösung gleich den ‚postmodernen Arbeitsdienst für die bunt-diverse Gesellschaft‘ einführen. Die GRÜNEN, avantgardistisch wie immer, haben auch schon längst den passenden Namen dafür: „Freiheitsdienst“! Auf diese Weise werden nicht nur unsere Soldaten, sondern gleich die gesamte Gesellschaft – inclusive, sollte es diese Option noch weitergeben, künftige Kriegsdienstverweigerer – kriegstüchtig gemacht. Mit einem Wort: Alle haben dann ihre Aufgabe, alle ihren Platz, Gesamtdeutschland steht wie ein Mann, ääh: Mensch, stramm gegen den (alten und neuen) Feind!
Kriegsbereite Infrastruktur
Parallel dazu wird, 1,5 Prozent des BIP stehen dafür ab jetzt ja jährlich zur Verfügung, die zivile Infrastruktur kriegstauglich gemacht. Straßen, Schienen, Gewässer, Brücken, Häfen, Flugplätze, Energieversorgung, nicht zu vergessen das gesamte Gesundheitssystem – alles wird erbarmungslos unter das Primat des Militärs gestellt.
Denn wenn, wie uns von den Leitmedien im täglichen Dauerstakkato eingehämmert, Putin spätestens 2030 Polen und/oder das Baltikum angreift, wird unser Land als „logistische Drehscheibe für die NATO“ fungieren. Auf Deutsch: Nicht nur die Bundeswehr, sondern auch andere NATO-Soldaten, nicht zuletzt die in Bremerhaven anlandenden GIs, werden samt Gerät quer durch Deutschland gen Osten ziehen, weshalb im Rahmen des Host Nation Support (HNS) zusätzlich zu den obigen Maßnahmen auch sogenannte Convoy Support Center (CSC) – Unterkünfte, Betankungsmöglichkeiten in Bundeswehrkasernen, Helikopterlandeplätze, die Nutzung von Übungsplätzen etc. – garantiert sein müssen.
„Dabei ist die Logistik in zwei Richtungen bedeutsam: Nicht nur, um Truppen und Nachschub wie Munition und Kraftstoffe in einen etwaigen Einsatzraum zu bringen, sondern auch, um etwa Verwundete zu transportieren.“ Für deren Versorgung – man rechnet mit täglich Tausenden – wäre Deutschland aufgrund seiner Lage ebenfalls von zentraler Bedeutung, so Oberstarzt Kai Schmidt. Und dafür wiederum muss, laut „Operationsplan Deutschland“, auch das gesamte Gesundheitssystem auf „Kriegstüchtigkeit“, will sagen: Kriegsmedizin umgekrempelt werden. Zivilpersonen werden dann, wenn überhaupt, nur noch „nachrangig“ behandelt. (Für die zu erwartenden toten Soldaten will die Bundeswehr schon mal 8.400 Body Bags bestellen: Leichensäcke aus Kunststoff – luft-, wasser- und gasdicht – zum einmaligen Gebrauch. Nach dem besten Anbieter wird noch gesucht.)
Zivil-Militärische Zusammenarbeit
Wer sich ein Bild davon machen will, wie dies alles im Einzelnen aussehen könnte, darf als mündiger Bürger zwar nicht den geheimen „Operationsplan Deutschland“ einsehen, er sollte dafür aber unbedingt mal einen Blick in das „Grünbuch Zivil-Militärische Zusammenarbeit 4.0“ werfen, das dankenswerterweise als PDF-File im Netz jederzeit abrufbar ist. Hier wird für das berühmte Frühjahr 2030 in einem Szenario, das, wie es heißt, „sich nach Ablauf und Umfang bewusst nicht am oberen Ende des Möglichen bewegt, sondern einen eher geringen Truppenumfang von unter 100.000 Soldatinnen und Soldaten mit dem entsprechenden Großgerät und Material beschreibt“, alles akribisch und detailgenau durchgespielt: Vom russischen Säbelrasseln in Belarus und Kaliningrad, dem Anheben der nationalen Alarmstufen in Polen, Baltikum und Skandinavien über die Entsendung der 10. deutschen Panzerdivision nach Litauen bis zu Truppenverlegungen von Großbritannien, Frankreich, Kanada und USA in die übrigen baltischen Staaten und Polen – beim Szenario des NATO-Aufmarschs an der Ostflanke mit insgesamt etwa 60.000 Soldaten wird nichts vergessen!
Auch nicht eventuelle Sabotageaktionen von Kriegsgegnern. Konkret: Am 27. Mai 2030 rufen „nach massiven Kampagnen in den Sozialen Medien linke und rechte Gruppierungen zu Demonstrationen und Blockade von Brücken und Grenzübergängen auf, um einen Krieg mit Russland zu verhindern.“ Einen Tag später führen „Brandanschläge von Linksautonomen auf Stromverteilerkästen der Deutschen Bahn zu Unterbrechungen des Güterverkehrs, vor allem um Köln, Berlin und [was den dort lebenden Autor dieses Textes besonders beeindruckt] Oldenburg.“ (Eine Typologie möglicher Täter, von „Anfängern“ bis zu „Profis“, hat das Grünbuch ebenfalls bereits erstellt.)
Die für den reibungslosen Ablauf – Soldaten plus Equipment von West nach Ost, Verwundete und Tote retour – anvisierte enge Kooperation der Streitkräfte mit Verfassungsschutz, Polizei, Behörden, Zivil- und Katastrophenschutz, Rettungsdiensten, Gesundheitssystem und Freiwilligendiensten einer „resilienten Gesellschaft“ nennt sich (großgeschrieben): Zivil-Militärische Zusammenarbeit. Und man braucht kein Prophet sein, um vorauszusagen, dass sich hier bei den Militärs à la longue mächtige und einflussreiche graue Eminenzen etablieren werden. Wetten, den künftigen „Ludendorff“ betreffend, werden noch angenommen.
„Kulturelle Umprogrammierung“ …
Aber auch die stärkste konventionelle Armee Europas, auch die perfekteste kriegsbereite Infrastruktur in Kombination mit optimaler Zivil-Militärischer Zusammenarbeit – all dies bleibt freilich nur Stückwerk, solange die „Kriegstüchtigkeit“ nicht auch in den Köpfen (und Seelen) der mündig-resilienten Bürger angekommen und verankert ist. Die Stichworte lauten: „Gedankenwende“, „Mentalitätswechsel“, „Überschreiben der Pazifismus-DNA“, kurz: „kulturelle Umprogrammierung“. Anders werden Eltern ihre Töchter und Söhne – nein, nicht fürs Vaterland!, aber – für das Gemeinwesen wohl nicht „opfern“. Da trifft es sich gut, dass die NATO vor sechs Jahren die „Kognitive Kriegsführung“, den Kampf um die Köpfe, zum – nach Land, Wasser, Luft, Weltraum, digitale Sphäre – sechsten offiziellen Kriegsschauplatz erklärt hat! Zahllose NATO-gepamperte Start Ups junger Psychologieabsolvent-Sternchen-innen sind bereits dabei, die modernsten Propaganda- und Manipulationstechniken, pardon: Formen „strategischer Kommunikation“, für die nachhaltige Umprogrammierung der Gehirne im Dienste der „Kriegstüchtigkeit“ zu kreieren. Das betreffende Wording wird tagtäglich von Medien und Politik frei Haus geliefert. Damit die Bundeswehr endlich in der Gesellschaft ankommt – und die Söhne und Töchter an der Front. (Wo sie „für das Gemeinwesen“ im Worst Case nicht nur sterben, sondern vorher noch im allerhöchsten Auftrag russische Soldaten töten sollen.)
Dazu gehört es zum Beispiel, der von jeglichem Preußentum entrümpelten Armee ein wokes, TikTok-taugliches, popkulturell-veredeltes Image zu verpassen. Und dazu gehören nicht zuletzt auch weibliche Militärexpert:innen, die bei Lanz, Miosga, Maischberger & Co. endlich genauso ungeniert kriegsgeil schwadronieren, wie es ihre männlichen Kollegen bereits seit Urzeiten tun.
… und gleichgeschaltete Medienlandschaft
Und dazu gehört in allererster Linie eine möglichst wasserdicht gleichgeschaltete Medienlandschaft, die nahezu ausschließlich die offiziell gebotene Perspektive als Einbahnstraße kommuniziert. Die Folterinstrumente bei „Verbreitung russischen Narrativs“, „Delegitimierung des Staates“, „Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung“ und anderen Verbrechen – der EU-Digital Services Act (DSA), das Netzwerkdurchsuchungsgesetz, ein seit Herbst 2022 um die „Leugnung und Verharmlosung von Kriegsverbrechen“ erweiterter § 130 StGB (Volksverhetzung), § 129a StGB (Billigung terroristischer Vereinigungen), § 99 StGB (Geheimdienstliche Agententätigkeit) bis hin zu EU-Sanktionen am Rechtsweg schnurstracks vorbei – all diese Folterinstrumente stehen bereit, erste Exempel wurden bereits statuiert. Kurz: Nachdenkseiten, Overton, Globalbridge, Free21 etc. und deren Autor/inn/en sollten sich jetzt schon mal nach Alternativen im digitalen (und analogen) Exil umsehen!
Denn allerspätestens im Kriegsfalle wird der Staat sich immer mehr von (s)einer repressiven Seite zeigen und die von ihm ergriffenen Maßnahmen zur Zerstörung eben jener Werte – „unsere Freiheit, unsere Sicherheit und unser Wohlstand“ – führen, die sie angeblich verteidigen sollen.
Massenverelendung nie gekannten Ausmaßes
Aber irgendjemand muss ja, selbst wenn es keinen Krieg geben sollte, die billionenschwere waffentechnische, infrastrukturelle und psychologische Aufrüstung – „whatever it takes“ – einmal bezahlen… Zumal die deutsche Wirtschaft aufgrund suizidaler Abstrafungsaktionen in Richtung Kreml so schnell nicht wieder auf die Beine kommen wird.
Auch hier braucht man nicht allzu viel Phantasie: Die Inflation wird früher oder später galoppieren, die Sozialsysteme werden gnadenlos geschleift, alle staatlichen oder staatlich geförderten Institutionen – sofern sie nicht der primären oder sekundären Militarisierung dienen – zu Tode gespart. Die Bevölkerung wird in Form von neuartigen höchst kreativen Steuern oder Zwangsdiensten direkt oder indirekt zur Kasse gebeten. Natürlich werden, wie immer bei solchen „Zeitenwenden“, einige sehr Wenige davon gewaltig profitieren – Superreiche, die noch reicher werden –, aber für das Gros der Bevölkerung, inclusive eines sich heute gerade noch einigermaßen über Wasser haltenden Mittelstands, werden bislang ungekannte Zeiten anbrechen. Und bestimmt keine friedlichen.
Kurz: Wir werden – vorausgesetzt, die aktuelle Entwicklung setzt sich bruchlos fort – in wenigen Jahren unser Land, Deutschland, und große Teile der EU auch ohne Krieg nicht mehr wiedererkennen! Massenverelendung, klammste öffentliche Kassen und eine ramponierte (zivile) Infrastruktur – einschließlich des Gesundheits-, Bildungs- und Rentensystems – die es, sollte es nicht noch schlimmer kommen, gerade noch mit der Großbritanniens und der USA aufzunehmen vermag, werden unseren Alltag künftig bestimmen.
Wer schon mal einen (sanften) Vorgeschmack dessen erleben möchte, was uns allen in sämtlichen Lebensbereichen demnächst in extrem potenzierter Form blühen wird, der sollte sich an die Hamburger Übung Red Storm Bravo 2025 erinnern, öfter mit der Deutschen Bahn AG reisen oder mit offenen Augen und Ohren durch bestimmte Stadtviertel der Hauptstadt schlendern.
Dieser Artikel wurde erstmals bei Globalbridge veröffentlicht.




Sehr geehrter Herr Dr. Ensel,
Sie schreiben Zutreffendes! Allein, was erwarten Sie von einem Land / Volk / Bevölkerung, das sich in 126 offenkundig dreimal in einen totalen Krieg führen lässt? Aller guten Dinge sind drei! Was wir derzeit in Deutschland erleben, hat gute, alte Tradition:
Deutsche Traditionslinien I: Götz Aly, Wie konnte das geschehen?, Vortrag: https://www.youtube.com/watch?v=JYPOntrPHjA . Und auch heute wird alles schuldenbasiert finanziert. Jedoch: Die Armut steigt drastisch!
Traditionslinien II: Von der Hitlerjugend in den Krieg, Anton und die Hitlerjugend (1) | Der Krieg und ich, Doku: https://www.youtube.com/watch?v=nfAdEppG-rY&list=PLrYIHHhKlDoNb9ROZ78K6mISQcGjn58O6 . Jeder wird für sich allein sterben, auch wenn Werbefilme der Bundeswehr anderes vorgaukeln.
Traditionslinien III: Die Banken immer dabei, The Bankers Who Funded Hitler — And Were Never Punished ( WW2 ) https://www.youtube.com/watch?v=gBN-Y4X6L18 — Holocaust gefällig? Kein Problem: https://www.spiegel.de/wirtschaft/us-banken-am-holocaust-verdient-a-112194.html . Exkurs: Die Deutsche Bank war nicht nur damals ein Schurkeninstitut.
Traditionslinien IV: Die Industrie rüstet tüchtig, machte auch damals kriegstüchtig, US-Konzerne: https://filmundgeschichte.com/us-konzerne-verdienten-am-krieg . Exkurs: Rheinmetall und seine widerlichen Geschichtsklitterungen: https://www.rheinmetall.com/de/unternehmen/historie/geschichten-rheinmetall/jahre-1936-1945
Traditionslinien V: Bertha von Suttner ( 1843–1914 ) – Die Waffen nieder! — https://www.friedensdekade.de/bertha-von-suttner/ . Und wer wird heute wieder einmal diffamiert? Pazifisten. Alexander Graf Lambsdorff ganz vorne: »Friedensdemonstrationen: Darf man noch auf Ostermärsche gehen? Seite 2/2: «Die Ostermarschierer sind die fünfte Kolonne Putins»«: — https://www.zeit.de/2022/16/frieden-demonstration-ostermarsch-ukraine-debatte/seite-2 . Eine Strafanzeige meinerseits in 2022 gegen diesen sauberen Herrn wegen Volksverhetzung blieb ohne Erfolg. Im diplomatischen Dienst macht er seitdem Karriere.
P.S.1: Ein politischer Ehrenmann – In den 60er Jahren hat Gustav Heinemann sehr viel Richtiges gesagt: Günter Gaus im Gespräch mit Gustav Heinemann (1968), https://www.youtube.com/watch?v=Sh9wkkSaQ8M . Davon sind wir heute sehr weit entfernt.
Frdl. Grüße sendet Roland Weinert.
P.S.2: Das ist kein „Fülltext“, wie Ihre Software hier frech und dreist fälschlich insinuiert!
BUNDESWEHR-WERBUNG heute (22.09.26) in Hannover zwischen 14:30 h und 15:30 h:
Junge Soldaten in Uniform-Grau und roter Kopfbedeckung gingen demonstrativ in den teuren Einkaufsstraßen „spazieren“, viermal ums Carrée. Werden sie mit amputierten Beinen und Armen im Rollstuhl auch in der Öffentlichkeit ‚paradieren‘? Wenn sie denn überleben sollten trotz Medikamentenknappheit und triagierten OP-Ressourcen. Das war nämlich der massenhafte Anblick nach 1945 in den Kurparks Westdeutschlands, kein Anblick, der Lust auf Familiengründung mit diesen Kriegsversehrten machte.
Ich versuchte das einer jungen Frau zu vermitteln, sie meinte aber, da könne die junge Generation nichts machen.
Ein sehr guter und wichtiger Artikel.
Dieses Thema „Kriegstüchtigkeit“ und dass ein sehr großer Teil unserer Gesellschaft so etwas nicht will, wird komplett aus allen Nach-Wahl-Debatten unserer Medien ausgeblendet. Das zeigt, dass unsere Machthaber jede Diskussion darüber unterdrücken wollen.
Das wichtige Thema, Krieg oder Frieden mit Russland, das über Deutschlands Überleben entscheiden wird, gilt unseren Medien schlicht als Tabu. So weit ist die freiwillige Gleichschaltung und der vorauseilende Gehorsam in unseren großen Medien bereits wieder gediehen.
… indes hierzulande in den Biergärten bis in die späten Abendstunden gelacht und gekichert wird, als ob Dauerkarneval wäre. Wenn man Gesprächen lauscht, wird über absolute Belanglosigkeiten geschäkert.
Es ist, als hätten viele Bürger – zum Glück nicht alle, aber eben viel zu viele – den Verstand verloren und realisieren nicht annähernd die Situation, in der sie gerade stehen.
Am Oktoberfest wird übrigens zwischen Bierzelten und Autodrom feste weiter gegen Covid geimpft, hab ich gehört. Gibt bestimmt noch Manneken, die dort einkehren und sich die Plörre reinziehen. So nach dem Motto: „Komm, wir gehen jetzt den Schwurblern eine reinhauen und lassen uns die Scheizze spritzen, hehe!“
@Staunender Staatsbürger, Zitat 💬 „… indes hierzulande in den Biergärten bis in die späten Abendstunden gelacht und gekichert wird, als ob Dauerkarneval wäre. Wenn man Gesprächen lauscht, wird über absolute Belanglosigkeiten geschäkert.“
Immerhin gibt es noch ein paar Leute in diesem Land, denen das auffällt und die das ebenfalls seltsam finden. Ich frage mich immer, ist das Dummheit, Naivität, die sog. „Ruhe vor dem Sturm“ oder was ist das? War die neoliberale Gehirnwäsche der letzten Jahre und Jahrzehnten tatsächlich so „erfolgreich“? Dann kann man den neoliberalen Lobby-Organisationen wie der INSM nur gratulieren. Herzlichen Glückwunsch! Den Sozialstaat schreddern und für den Krieg aufrüsten, das ist die „Krönung“ 👑 der neoliberalen Marktwirtschaft. Da knallen bei den neoliberalen Think Tanks und Lobbyorganisationen die Champagnerkorken vermutlich im Sekundentakt.
Auch wenn es nicht repräsentativ ist, ich habe auch die Erfahrung gemacht, wenn man sich mit anderen (bekannten wie unbekannten) Menschen unterhält und man lenkt das Gespräch dann auf das Thema Krieg, Aufrüstung und Mobilmachung bzw. „Kriegstüchtigkeit“, dann ist das Thema vielen (nicht allen) sogar unangenehm, sie wollen nicht darüber reden. Von vielen wird das Problem offenkundig ganz einfach verdrängt 🙈 🙉 🙊. Vereinzelne Ausnahmen bestätigen die Regel.
Die derzeitige Misere lässt sich in der Tat nicht mit der Existenz von ein paar kaputten Leithammelköpfen wie Lauterschwachkopf oder Ursula von der Borderleyen erklären. Es ist eine schleichende und zunächst schmerzlose, dafür viel tiefer gehende Schwächung der Persönlichkeitskraft der Menschen, die sich in den letzten Jahren bzw Jahrzehnten vollzogen hat. Nur wenige konnten sich dem entziehen. Und wer an der Infusionsnadel der Schäferhundsmedien hängt, hat sowie kaum eine Chance, dem zu entkommen.
Es wird ein harter Weg wieder raus aus dem Sumpf. Aber er wird uns nicht erspart bleiben. Auch denen nicht, die sich jetzt fallen lassen und den Rückenwind des Wahnsinns genießen.
Wer neoliberale Parteien (CDU/CSU/SPD/Grüne und auch Linke) wählt, die nur Anweisungen aus Washington umsetzen, sollte sich nicht wundern.
Allein die Realität ist nicht so biegsam wie Recht und Moral der deutschen Gesellschaft.
Ohne billige Energie ist die deutsche Wirtschaft nicht konkurrenzfähig. Jetzt haben wir nicht nur keinen offiziellen Zugang zu russischer Energie, sondern sehr wenig bis nichts aus dem Nahen Osten. Bab el Mandeb und die Straße von Hormuz sind zu, die saudische Pipeline für mindestens sechs Wochen zerstört, etliche Anlagen für Jahre außer Funktion.
Kein Öl, kein Gas, kein Dünger und etliches andere.
Über die Kriegsphantasien von Menschen mit beschränktem Verstand, die ungehemmt ausleben und äußern dürfen, weil Medien und Bevölkerung teils unter neoliberaler Kontrolle sind und teils seit Jahrzehnten gehirngewaschen, muss man nicht sehr viel sagen.
Deutschland ist ein dichtbevölkertes (noch) Industrieland. Es ist ein Land, das gegen Bedrohungen aus der Luft schlecht bis gar nicht zu verteidigen ist. Und das war schon der Fall, als es keine Drohnen gab.
Die Bundeswehr hat so gut wie keine Luftabwehr für ihre mobilen Einheiten und keine Luftabwehr zum Schutz der zivilen Infrastruktur. Und wenn das nicht gegeben ist, braucht man nicht weiterzureden.
Es ist ein Land ohne Rohstoffe und das schließt die Rohstoffe, die zur Produktion von Rüstungsgütern notwendig sind, mit ein. Es schließt auch Elektrik und Elektronik mit ein, ohne die vieles, auch Waffen, nicht funktionieren. Das ist alles auf der anderen Seite, denn die Produktion musste zur Erhöhung der Gewinnmarge nach Asien ausgelagert werden.
Auffallen sollte auch, dass die Deutschen bestimmte Rüstungsgüter, die sie technisch herstellen könnten, nicht oder nur in Kooperation mit anderen herstellen. Das liegt daran, dass Deutschland „der Gegner“ der europäischen Staaten war und ist. Niemand traut den Deutschen, auch heute, da sie aus den USA regiert werden. Deshalb haben wir die unfähigste Militärbürokratie, das schlechteste Bestellwesen und eine nicht einsatzfähige Armee. Das ist Absicht und das wird sich auch nicht ändern.
Daran ändern auch die Grünen nichts, die die Wahnvorstellungen ihrer Großeltern umsetzen wollen.
Ob die Objekte der Umvolkung allerdings auch bereit sind, ihnen in einen nicht-islamischen totalitären Staat zu folgen, wage ich zu bezweifeln.
Als ‚pseudo Realist‘, halte ich das ganze Posaune um den möglichen Krieg, für eine Ente die mit ihrem schwanz wedelt.
Der propagierte Krieg gegen einen Feind oder mehreren, besteht darin, daß diese sogenannten „Feinde“ weit vorne sind mit der zukünftigen wirtschaftlichen Modell.
Der Westen bzw. Deutschland explizit, hat als europäischer Meister, alle kriegstüchtigen Infrastrukturarbeiten durch ihre Korruption, den möglichen Krieg entzogen. Wenn ein Staatenbündnis a’la EU ihre Infrastruktur nicht auf einem einen Nenner bringen kann, wie will diese Bündnisse überhaupt einen Krieg gewinnen?
Absurd, was den kranken Gehirne, noch alles eingeschädelt wird.
Die heutige weltliche politische Situation, ist gesamtheitllich auf einem 100% Neoliberalismus eingestellt und das kontrollierende Kapital bestimmt jede Religion, Partei und Ideologien!
Diese Welt besitzt natürliche oder unnatürliche Geschehnisse, wir wissen nicht, was wahr oder falsch ist, aber das wir wissen, wird seit Jahrhunderten offen kommuniziert, eine gelebte Lüge.
Eine Simulation lebt von der Simulation in einer simulierten Welt.
@PRO1, Zitat 💬 „Wenn ein Staatenbündnis a’la EU ihre Infrastruktur nicht auf einem einen Nenner bringen kann, wie will diese Bündnisse überhaupt einen Krieg gewinnen?“ – Das impliziert, dass ein Krieg gegen Russland unvermeidlich ist. Nur Kriege, die es gibt, muss man gewinnen. Kriege, die nicht stattfinden, muss man auch nicht gewinnen.
Die Aktionäre, Manager uhd Lobbyisten der Rüstungsindustrie in Deutschland, Europa und den USA profitieren in jedem Fall, egal ob es einen Krieg gibt, der Krieg gewonnen oder nicht gewonnen wird.
Wer profitiert vom aktuellen Krieg in der Ukraine, der inzwischen fast fünf Jahre andauert? Die einfachen Bürger in der Ukraine? Die Mehrheit der Bürger in Deutschland und Europa? Die Bürger in Russland? Sicherlich nicht. Jeder Politiker und jeder Journalist, der behauptet, dass man mit Putin nicht verhandeln könne, weil Putin angeblich nicht verhandeln will, ist ein Bellizist und Kriegstreiber, der den Krieg und das Sterben in der Ukraine verlängern will. Was der russische Präsident sicherlich nicht will und nach vier Jahren Krieg machen wird, das ist die gesamte Ukraine inkl. Krim, Donbas usw. dem „Wertewesten“ zu überlassen.
Annalena Baerbock von den Grünen 🐸 hat sich bereits aus dem Staub gemacht und in die USA abgesetzt. Falls es in Deutschland/Europa kracht und knallt, dann ist die ehemalige Bundesaußenministerin in Sicherheit. Das ist genau das, was der sogenannte „militärisch-industrielle Komplex“ in den den USA will: Einen Krieg zwischen den europäischen Staaten und Russland, der auf europäischem und russischem Territorium stattfindet. Die „Krönung“ 🎯 besteht darin, dass Deutschland/Europa die Waffen dafür auch noch von den USA kauft.
PS: Für Frau von der Leyen, Herrn Pistorius, Herrn Merz usw. steht wahrscheinlich immer ein Flugzeug bereit, um sie rechtzeitig „in Sicherheit“ zu bringen.
„Man darf jetzt schon auf die argumentative Akrobatik gespannt sein, mit der dieser offensichtliche Vertragsverstoß dann propagandistisch überhöht wird!)“
Das haben Sie doch schon selbst beschrieben. „Reservisten“ werden nicht als aktive Soldaten gezählt. Problem gelöst. Die Russen glauben den Hütchenspielertrick nicht? Um so besser!
Was die Kriegstüchtigkeit, ähm, Kampffähigkeit, Sterbewille und indirekte Tötungsabsicht in der Berichterstattung der MSM betrifft, kann schon „Vollzug“ gemeldet werden. Der Ein oder Andere emotional verwahrloste, verantwortungslose Chefredakteur ist schon in die Reihe, die wenigen Andersdenkenden werden aussortiert werden.
Die stellen das zukünftige Gemetzel als Videospiel dar, schweigen aber dass keine Wiederkehr möglich ist. 🤣So als Drohnenpilot hinter der Front, das kommt doch an, oder?🤦♂️
Lawrow hat es doch klar gesagt:
„Sergei Lawrow hat erklärt, Moskau hege keine aggressiven Absichten gegenüber Europa. Sollte es jedoch zu einem Angriff von EU-Ländern auf Russland kommen, „wäre das eine völlig andere Art von Krieg – und ein sehr kurzer“.
Der Philosoph und Geschichtswissenschaftler Jörg Baberowski sagte schon vor über einem Jahr:
„Baberowski: Offenkundig ist keine Seite in der Lage, den Krieg für sich zu entscheiden, die russische Armee braucht mehrere Monate, um nur fünf Kilometer voranzukommen. Seit zwei Jahren ist das so. Was also will man tun, um diesen mörderischen Krieg zu beenden? Die meisten Politiker raten, noch mehr Waffen in die Ukraine zu schicken: Flugzeuge, Raketen, Panzer. Aber was haben all diese „Gamechanger“ bewirkt? Und wie lange kann man einen Abnutzungskrieg durchhalten, der die Körper und Seelen hunderttausender Menschen verheert? Selbst wenn Russland nicht siegreich sein sollte – das Szenario des Jahres 1945 wird sich nicht wiederholen. Der Krieg würde eingefroren, Russland nicht von der Landkarte verschwinden, mit einem Akt der Revanche wäre täglich zu rechnen. Diese Realität sollte man zur Kenntnis nehmen, wenn man es in der Politik zu etwas bringen will. Bisweilen ist auch zu hören, dass es darum gehe, Europas Demokratien vor russischer Expansion zu schützen. Aber welches Interesse könnte Putin daran haben, Deutschland anzugreifen? Davon abgesehen, hat sich die russische Armee als Papiertiger erwiesen. Sie wäre einem Krieg gegen die Nato überhaupt nicht gewachsen. Der Krieg der Zukunft wird ohnehin ein anderer sein.“
http://www.welt.de/kultur/literarischewelt/plus255467640/Ukraine-Krieg-Ich-finde-Trumps-Initiative-vernuenftig.html
Am schlimmsten sind die, die von unserem Geld übelste Kriegshetze bestreiben:
„Es sind nur 12 Sekunden, die dennoch die ganze Niedertracht des Staatsfunks und seiner Presstituierten zeigen: Caren Miosga will von Joschka Fischer (Kriegsdiensverweigerer) wissen, wie die Deutschen schneller Kriegslust entwickeln: Sie beklagt den „Pazifismus“, der in unserer DNA liege und fragt passenderweise: „Wie können wir diesen Code schneller überschreiben?“ (…)
Und um den Ekel bei den Zuschauern, die sich noch ein Gewissen und Werte bewahrt haben, zusätzlich zu steigern, führt die Dame, die Kritiker auf X inzwischen als „Leni Riefenstahl der Rüstungsindustrie“ bezeichnen, noch Jugendliche vor, die die Wehrpflicht fordern – auch für Mädchen – „weil wir ein solidarisches Land sind, weil wir keinen ausschließen; weil der Staat „Kindergeld“ zahlt und sie „zur Schule gehen darf“.
https://philosophia-perennis.com/2025/04/07/miosga-wie-koennen-wir-den-deutschen-den-pazifismus-aberziehen/
Schönen Faschismus haben wir hier. So ganz ohne die blauen Faschisten.
Da reichen doch glatt die schwarz-gelb-grün-rosa aus.
Das die Russen uns befreit haben werden wir denen nie verzeihen. Stalin wollte nach dem Krieg mit Deutschland kooperieren die Bedingung war ein neutrales Deutschland ohne Pakt mit der Nato .Adenauer und die anderen Alliierten gingen nicht darauf ein Russland sollte der ewige Feind bleiben.
Die Vernichtung Russlands zeugt von einer Zwangshandlung und man erwartet das er morgen vor unserer Tür steht.
Im Rahmen des zu Erwartenden, insbesondere Atomkrieg, würde ich den Text höchstens als weichgespülte Dystopie bezeichnen. Sozialabbau, Zwangsdienste usw. waren sowieso ‚in der Pipeline‘ und viele der jetzt agierenden Politiker passen jetzt schon, ohne Knobelbecher, zu 100% in zukünftige Abhandlungen über Steigbügelhalter und Wegbereiter des Reiches 4.0. Natürlich kann sich sogar hierzulande der Faschismus in nur einer Handvoll Atomschutzbunkern mit kostenbewusst bemessenen Vorräten nicht so entfalten, wie es seinen Nachfolgern im Geiste zustünde.