
Krieg wird als Normalität verkauft, Pazifismus als Schwäche. Doch was, wenn nicht der Mensch kriegerisch ist, sondern das System, das ihn beherrscht? Eine Betrachtung über Angst, Herrschaft und den vergessenen Naturzustand des Friedens.
In Deutschland wird seit Jahren unverhohlen für den Krieg getrommelt. Es wird die Bedrohung durch ein militaristisches Russland, geführt von einem eroberungswahnsinnigen Putin, an die Wand gemalt, derer man sich erwehren müsse. Zu diesem Zweck wird kräftig in Rüstung investiert — mehr als eine Billion Euro an Schulden wurden von einem abgewählten Bundestag beschlossen. Doch was nützen all die Waffen, wenn sie auf eine Bevölkerung treffen, die an Krieg kein Interesse hat? Aus diesem Grund wird immer wieder über eine erneute Wehrpflicht debattiert, den Zwang zur Waffe und zum Krieg, dem die Bürger unterworfen werden sollen. Dabei wollen die Herrschenden noch grundlegender werden. So fragte Caren Miosga schon vor Monaten in ihrer Talkshow Joschka Fischer ganz unverhohlen, wie man denn „diesen Pazifismus aus der DNA der Menschen“ bekäme.
An den Frieden, so die oftmals vorgebrachte Botschaft, hätten wir uns zu sehr gewöhnt. Dabei seien Krieg und Chaos nun die Neue Normalität, an die wir uns gewöhnen müssten. Ohnehin hätten wir zu lange in einer Illusion des Friedens gelebt, zumindest hier in Europa. Denn Krieg, das sei der Normalzustand, erklärte Kardinal Heiner Wilmer, und das ist auch oftmals die unterschwellige Botschaft in Medienberichten. Die Europäer und Deutschen jedoch hätten sich in die Illusion eines Ideals geflüchtet, das nie verwirklicht werden kann.
Kein Krieg aller gegen alle?
Die Propaganda knüpft dabei an eine Vorstellung an, die bereits sehr alt ist. So sei laut Heraklit der Krieg „der Vater aller Dinge“. Ihm zufolge bestimmt der Krieg die Stellung des Menschen in der Welt. Und seine Betrachtung mag auch schlüssig sein, denn immerhin sind die großen griechischen Zivilisationen, das Römische Reich und andere Reiche im Mittelmeerraum aus Kriegen hervorgegangen. Kriege haben diese Zivilisationen gebildet und geformt, sie erweitert und letztlich auch zu ihrem Untergang beigetragen. Unzählige Mythen und Legenden berichten vom Krieg; etwa die Sage um die schöne Helena, deretwegen der Trojanische Krieg begonnen wurde. Der Krieg musste Heraklit also tatsächlich als „Vater aller Dinge“ — nämlich aller Städte, Armeen und Königshäuser — und als strenger Regent der Menschen erscheinen, die ihm und seiner Gewalt unterworfen sind.
Der Krieg scheint eine Art Urzustand des Menschen zu sein. Diese Vorstellung wurde vor allem vom Staatstheoretiker Thomas Hobbes in seinem Werk „Leviathan“ popularisiert. Ihm zufolge habe der Mensch in den Zeiten vor dem Staat in einem Zustand der Gesetzlosigkeit gelebt, der bestimmt war vom Krieg aller gegen alle. Erst die harte Hand eines Regenten beendete diesen Krieg und überführte die Menschen in ein friedliches Staatssystem.
Die Menschen, so der Tenor, müssen von einem Anführer, einem König, geführt und zum Frieden gezwungen werden. Diese Überzeugung hat sich seit Hobbes in weiten Teilen der akademischen Schichten und der politischen Eliten verbreitet. Sie ist ja auch sehr bequem, da sie eine Legitimation für Machtausübung und Herrschaft schafft.
Und genau das war auch das Anliegen von Hobbes, der sich mit diesem Werk seinem König und der Kirche angedient hat, die nach seiner Ansicht diejenigen waren, die eine Gesellschaft zusammenhielten.
Doch bei genauerer Betrachtung geht sein Werk an der Realität vollkommen vorbei. Denn niemand hat in der Geschichte so viele und zerstörerische Kriege angerichtet wie Staatenlenker, Fürsten und Kaiser. Die größten Kriege der Menschheit — über die Eroberungsfeldzuge Roms, Alexanders des Großen, Kreuzzüge, bis hin zu den beiden Weltkriegen des vergangenen Jahrhunderts, den Irakkriegen und dem Krieg in der Ukraine — wurden von Staatsgebilden und ihren Anführern vom Zaun gebrochen und konnten nur durch die Organisation in Staatsapparaten ein solches Ausmaß erreichen. Kein einzelner Mensch hätte ohne den staatlichen Unterbau ein solches Maß an Zerstörung anrichten können. Dass Fürsten und Staaten also Frieden garantieren, ist eine aberwitzige Behauptung.
Der friedlichste Affe
Das Werk beinhaltet aber auch eine zweite, sehr irrige Annahme, nämlich die eines kriegerischen Naturzustandes. Diese Vorstellung ist heute so weit verbreitet, dass die meisten die Notwendigkeit von staatlicher Gewalt mit ihr rechtfertigen. Gäbe es keinen Staat, so die Begründung, würden die Menschen aufeinander losgehen, sich gegenseitig umbringen, rauben, stehlen, plündern und brandschatzen. Und auch wenn beinahe ein jeder dieses Verhalten von sich selbst nicht erwarten würde, so wird stets der „andere“ als potenzieller Quell dieses Verhaltens betrachtet. Doch dieser Naturzustand, dieser Krieg aller gegen alle, er hat nie existiert.
Tatsächlich deutet die Archäologie in eine ganz andere Richtung. Wie Harald Meller, Kai Michel und Carel van Schaik in ihrem Buch „Die Evolution der Gewalt“ schreiben, war der Mensch während 99 Prozent seiner Existenz in der Geschichte ein eher friedliches Wesen, der „friedlichste Affe“ überhaupt. Jäger und Sammler wichen bei Konflikten eher einander aus, begegneten sich aber grundsätzlich mit Neugier. Sie tauschten und handelten, auch Mitglieder in der Gemeinschaft, und gingen zusammen zur Jagd. Natürlich gab es einzelne Konflikte unter ihnen, auch Morde kamen vor; doch der organisierte Krieg, so halten die Autoren fest, ist eine Erscheinung, die erst mit der Sesshaftwerdung vor etwa 12.000 Jahren begann — erst im letzten einen Prozent der Geschichte der Menschheit.
Zentral bei der Entwicklung von Kriegen war allerdings nicht die Sesshaftwerdung an sich. Denn es gibt archäologische Nachweise über Zivilisationen, die trotz ihrer Sesshaftigkeit nicht nur keine Kriege führten, sondern auch große Städte errichteten, in denen die Menschen friedlich zusammenlebten, sich organisierten und ihr Leben miteinander auf eine Art bewerkstelligten, die selbst sozialen Wohnungsbau von für damalige Verhältnisse hoher Qualität ermöglichte.
So beschreiben es auch David Graeber und David Wengrow in ihrem Buch „Anfänge. Eine neue Geschichte der Menschheit“. Beispiele dafür gibt es in Südamerika ebenso wie in der heutigen Türkei. Die vorgenommenen Ausgrabungen zeigen, dass diese Kulturen keine Darstellungen von Gewalt kannten. Es gab keine Skelettfunde, die auf Gewalteinwirkung hinwiesen, und auch Waffen wurden nicht entdeckt.
Nicht allein die Bildung von Zivilisationen brachte also den Krieg. Entscheidend war ein anderer Faktor, nämlich die Herausbildung von Hierarchien. Denn Anzeichen für solche hatte man an den Ausgrabungsstätten nicht gefunden: keine Königshäuser, keine Tempel oder sonstige Hinweise auf hierarchische Verhältnisse. Auch in „Die Evolution der Gewalt“ werden Hierarchien als zentraler Faktor angegeben, der Kriege hervorbringt.
Krieg ist keine Normalität
Erst seit der Mensch Herrschaft und Macht, Besitz — insbesondere in ungleicher Verteilung — und elitäre Kasten hervorgebracht hat, gibt es überhaupt Kriege. Diese bestimmen die Geschichtsbücher allein deswegen, weil die geschriebene Geschichte jünger ist als der Beginn der Kriege, und weil die Herrscher einer jeden Zivilisation die Geschichte schreiben — und hier wiederum natürlich die Sieger dieser Kriege.
Es ist kein Wunder, dass die Geschichtsbücher von den heldenhaften Erzählungen der siegreichen Herrscher dominiert sind. Denn diese haben auf diese Weise ein bestimmtes Bild von sich zu erzeugen versucht.
Krieg ist kein Normalzustand, wie auch der Psychologe und Hypnotherapeut Oliver Ruppel ausführt. Denn der Mensch ist in seinem Urzustand ein friedliches Wesen. Der Frieden steckt uns in der DNA — das hat auch Caren Miosga erkannt. Und das zu überschreiben, genügt keine Propaganda, genügen nicht einmal tausende Jahre des Krieges. So wurde der Krieg immer als Geißel der Menschheit empfunden. Lange Zeit war er zwar alltäglich, wurde aber nie als normal oder wünschenswert erlebt. Doch warum führen die Menschen dann ständig Krieg? Oliver Ruppel beschreibt, dass der Krieg im Wesentlichen ein Produkt der Angst der Menschen ist. Nur wer permanent in Angst lebt, kann dazu gebracht werden, in den Krieg zu ziehen, andere Menschen zu bekämpfen und zu töten. Die Menschheit lebt heute in einer kollektiven Angst, die längst chronisch geworden ist. Das ist der Grund dafür, dass wir sie überhaupt nicht mehr wahrnehmen: Sie ist längst zur Normalität geworden, und mit ihr der Krieg und die Gewalt, die daraus resultieren.
Irgendwo in der Geschichte muss dem Menschen ein Ur-Trauma zugefügt worden sein, das Gewalt und Krieg als Überlebensstrategie legitimiert und im Laufe der Generationen normalisiert hat. Es ist naheliegend, dass dieses Trauma etwas mit der Herrschaft Einzelner über andere zu tun hat.
Diese Herrschaft mag ihrerseits eine Trauma-Überlebensstrategie gewesen sein, die sich längst verselbstständigt hat. Dabei ist Herrschaft für die ihr Unterworfenen ihrerseits traumatisierend. Denn sie zwingt sie zur Verleugnung des eigenen Selbst, um das eigene Verhalten in Einklang mit den Interessen des fremden Herrschers zu bringen. Unterordnung und Anpassung werden auf diese Weise erzwungen — oder aber Ungehorsam und Revolution, die jedoch von den Herrschern bekämpft, unterdrückt und auf diese Weise ausgelöscht wird, was wiederum zu neuen Traumatisierungen führt, die zumindest teilweise im Außerhalb der Herrschaftssphäre — etwa in Form von Kriegen gegen andere Herrscher — sublimiert werden kann.
Traumatisierung erzeugt Angst
Eine wichtige Rolle für die Möglichkeit Krieg zu führen spielt dabei, dem chinesischen Lehrer Prof. Jiang zufolge, die Erfindung der Schule. Dieses von den antiken Griechen erfundene Konzept erzwingt die Trennung junger Kinder in ihrer prägenden Phase von ihren Eltern — was zu Isolation, Verlassenheit und Bindungslosigkeit führt. Es entsteht ein Trauma, das durch zusätzliche Traumata — die Unterwerfung, den Missbrauch und die Gewalt — ergänzt wird um die Kinder auf diese Weise steuerbar und gewaltbereit zu machen. Das ist die zwingende Voraussetzung um Soldaten zu erschaffen, die bereitwillig in den Krieg ziehen. Heutzutage haben sich zwar die Methoden verfeinert, die grundsätzliche Funktion der Traumatisierung von Kindern durch staatliche Gewalt in Schulen besteht aber fort.
Unsere gesamte heutige Gesellschaft basiert also auf einer seit Jahrtausenden fortgesetzten Traumatisierung, die sich über die Generationen vererbt und durch die fortgesetzte Unterdrückung durch Staaten und Regierungen mit jeder Generation zunimmt.
Diese Traumatisierung erzeugt Angst; und Angst ist es auch, die das Herrschaftssystem aufrechterhält. Diese Angst wiederum kann von den Herrschenden in ihrem Interesse kanalisiert werden — etwa zu Gehorsam gegenüber der Obrigkeit und damit auch zum Krieg gegen andere Herrscher oder Staaten.
Auch im Industriekapitalismus lässt sich diese Angst gut für das System nutzen. Denn sie treibt die Menschen nicht nur in ein egoistisches Konkurrenzdenken, welches das eigene Vorankommen und den eigenen materiellen Hedonismus über das Wohl anderer und über die Kooperation mit anderen stellt, sondern führt auch zu vermehrtem Konsum. Der Kapitalismus bringt auf diese Weise seine eigenen Traumata hervor. Die Angst vor dem materiellen Untergang zwingt die Menschen zu Verhaltensweisen, die ihnen eigentlich widerstreben: Sie müssen sich selbst abspalten und unterdrücken, um einem größeren, abstrakten System zu dienen und in diesem nicht unterzugehen. Diese Traumata wiederum führen zu seelischem Schmerz, der durch Konsum zu überdecken versucht wird. Da das nicht dauerhaft funktioniert, muss dieser Konsum immer wieder erneuert werden — und so dreht sich die ewige Maschine von Produktion und Konsum.
Im Grunde gut
Diese Angst ist es, die sich in der Furcht vor dem Verlust der Staatsgewalt ausdrückt. Weil Egoismus und Konkurrenz uns heute normal erscheinen, glauben viele, dass die Menschheit diese Verhaltensweisen auch auf extremere, rücksichtslose Weise fortsetzen würde, fiele der Staat als ordnende Kraft weg. Doch dem widersprach schon der niederländische Philosoph Rudger Bregman: In seinem Buch „Im Grunde gut“ beschreibt er, dass Menschen, die in eine Situation geraten, in denen die staatliche Macht wegfällt – etwa bei der Katastrophe des Hurrikans Katrina in den USA im Jahr 2005 — ganz und gar nicht übereinander herfallen und in einen Urzustand des Krieges aller gegen alle verfallen.
Im Gegenteil: In echten Krisen helfen die Menschen einander, unterstützen sich und zeigen — trotz ihrer Prägung durch Herrschaft, Krieg und Kapitalismus — kooperative Verhaltensweisen. Nur bei scheinbaren Krisen und unechten Katastrophen — etwa der gefälschten Pandemie — wenden sich die Menschen gegeneinander.
Hier wurde zudem mit großem staatlichem Aufwand starke Angst in den Menschen geschürt, um sie gegeneinander zu wenden. Dieser immense propagandistische Aufwand, verbunden mit staatlicher Gewalt, ist notwendig, um Menschen in den Kampf aller gegen alle und in den Krieg zu treiben. Von sich aus würden nur die wenigsten solche Verhaltensweisen an den Tag legen. Umso tragischer, dass es gerade diese sind —Psychopathen und Soziopathen —, die sich vornehmlich in Führungspositionen befinden. Denn die Strukturen sind so gestaltet, dass solche Menschen an die Spitze gelangen — was einiges über die Entstehungs- und Funktionsweise von Staat, Konzernen, und Institutionen aussagt.
Doch der Mensch an sich ist ein friedliches Wesen. Der Naturzustand des Menschen ist der Frieden. Bedauernswert, wie weit wir uns von unserer menschlichen Natur entfernt haben. Zeit, dorthin zurückzukehren.
Dieser Artikel erschien bereits im letzten Jahr bei Manova.





Der Krieg heißt seit Jahrhunderten: „Reich gegen Arm“!
An den sollten wir uns gewöhnen und den in die Villen der Reichen tragen.
Keine Herren
Keine Sklaven
So wie Ihre Kumpels in Berlin, die Tausende ganz normale Menschen bei Eisestemperaturen ohne Wärme und Licht lassen, neben den paar Villen, deren Bewohner schnell in die Hotels zogen?
Nein, mit denen hab ich nichts zu tun.
Die Gewalt sollte sich immer gegen die Verantwortlichen richten, nicht gegen eine zivile Infrastruktur.
Es kann doch nicht sein, das nur weil ein paar Spinner ein Kabel abfackeln, keine schnelle Abhilfe geschaffen werden kann!
Das ist die Hauptstadt!
Wofür zahlen wir eigentlich Steuern?
Für ein derartig eklatantes Staatsversagen?
Möglicherweise sind es gar keine Spinner. Man kann so auch einen Staat zeigen wozu man fähig ist wenn keine neuen Gelder fließen. Gab es ja schon mehrmals, auch mit vielen Toden. Aufklärung hat niemanden interessiert, man hat bezahlt.
@ A.F. 9Uhr 56 : Da war doch ein Rentner aus einem Altenheim im Fernsehen zu hören: “ Ich ziehe einen dicken Pullover an und knuddel mich in eine warme Decke ein ….und passt schon“
Zweifellos ein schwieriges Thema und ein sehr weites Feld.
Ohne mich hier jetzt in dieses Thema all zu tief reinzuknien, möchte ich lediglich daran erinnern, dass Kriege zwischen unterschiedlichen menschlichen Gruppierungen – seien es Klans, Stämme, Stadtstaaten oder Staaten – nun wirklich unabhängig von Zeit und Raum leider ziemlich normal waren und gewesen sind.
Egal ob nun Indianerstämme in Amerika, Eingeborene auf Neuguinea, Beduinenstämme im Orient, zentralasiatische Reitervölker, griechische Stadtstaaten, altorientalische, fernöstliche und antike Königreiche, die Fürstentümer des Mittelalters, die Staaten der Neuzeit usw. usf. Überall und zu aller Zeit.
Und in Widerspruch zu @Motonomer: Nein, es handelte sich keineswegs in erster Linie um Kriege nach dem Schema „Reiche gegen Arme“. Dieser von Ihnen genannte Konflikt kommt hinzu und steht daneben, erreicht aber eben gerade nicht die Dimension dessen, was man gemeinhin mit dem Wort „Krieg“ bezeichnet.
—
Man muss sich auch einmal bewusst machen, dass das Wort „Krieg“ vom Verb „kriegen“ kommen. Kriegen im Sinne von „etwas haben wollen“. Wer Krieg anfängt, der will etwas haben, was er anders nicht oder nicht so leicht kriegen würde – egal ob auf kleiner Ebene ein erlegtes Wild, eine gute Viehweide, eine Wasserstelle oder auf größerer Ebene die Beute aus einer eroberten Stadt, eine ganze Provinz oder Bodenschätze.
Wann wäre je eine Welt vorstellbar, in der manche Leute nicht noch mehr kriegen wollen … ?
Gewiss – es sind nicht alle, die den Hals nicht voll genug kriegen, es sind gewöhnlich nur einige, aber das reicht. Leider!
Es geht u.a. um Hierarchien und die folgen immer dem Exklusionsprinzip.
Ein Staat ist eine davon, der eigens dazu konzipiert wurde, bestimmte Teile der Bevölkerung auszuschließen und bei dieser Bevölkerungsdichte ist das natürlich auch kein Wunder.
Deswegen, möchte die herrschende Klasse uns ja auch loswerden, weil sie sich gewahr wurden, das die Ressourcen zu Ende gehen.
Das ist doch mal ein Kommentar der ohne großes Schubladendenken, Dogmen und Religiöse Verklärung auskommt, gut so.
Jubelperser
Es ist nicht gerade hilfreich, solche, die den Hals nicht voll genug kriegen können, durch einen deterministischen Konservatismus, vor allem von den Kirchen gepredigt, auch noch zu decken. Das müsste gesellschaftlich geächtet werden. Danach sieht es nicht aus, sondern dass der „Verscheiss-muss“ wieder die Oberhand gewinnt. Hinterher will man es wieder nicht gewusst haben und nicht dabei gewesen sein…
@AeaP
„solche, die den Hals nicht voll genug kriegen können, durch einen deterministischen Konservatismus, vor allem von den Kirchen gepredigt, auch noch zu decken.“
Das müssten Sie mal genauer erläutern, wie Sie das meinen!
Ich denke, dass Sie da die Kirchen irrtümlich angreifen.
In der katholischen Kirche wird ein solches Verhalten keineswegs gedeckt oder entschuldigt. Vielleicht kennen Sie das Konzept der sieben Todsünden und da zählen nicht nur Neid und Gier dazu sondern auch Zorn. Und das sind ja nun ziemlich genau die psychischen Antriebe für Krieg.
https://de.wikipedia.org/wiki/Tods%C3%BCnde
Gewiss hat die Kirche selbst leider oftmals dem zuwider gehandelt, aber trotzdem hatte dieses Konzept der Todsünden Bestand, und dass die heutigen Päpste für Gewalt und Krieg predigen, das kann man nun wirklich nicht behaupten!
Etwas anders ist es bei den reforemierten Kirchgen, die sich auf debn Calvinismus zurückführen.
Letztlich gibt es bei den Konfessionen hier keinen großen Unterschied. Die einen rechtfertigen (decken) Krieg und Gewalt mit einem – eben deterministischen – irgendwie herbei argumentierten „Willen Gottes“, kann man machen nix, die anderen sehen sich von einem kapitalistischen „Gott“ prädestiniert und ebenso winkelzüglerisch für ihr Tun und (Unter-)Lassen gerechtfertigt, also auch im Hinblick auf die Anwendung bzw. Duldung von Krieg und Gewalt für das angeblich „Gute“.
So lange es Religionen gibt, wird es auch immer Krieg geben.
Das verhält sich ganz genau so exkludierend wie mit dem Kapitalismus.
Ich bin praktizierende Katholikin und in den Sommermonaten aufgrund von Wochenendausflügen häufiger mal in verschiedensten Gemeinden zur Samstagabend-Messe und ich kann nur bestätigen, dass ich noch nie erlebt habe, dass Kriegshandlungen auch nur als normal angesehen wurden. In den Fürbitten wird sehr regelmäßig für Frieden gebetet, dafür, dass die Herrschenden sich ihrer Verantwortung bewusst werden, für die Armen, Kranken und Schwachen und übrigens auch für eine gerechte Verteilung der Güter dieser Erde.
Das im Artikel erwähnte Zitat des katholischen Bischofs Heiner Wilmer (das mich zuerst entsetzt hatte) vom Krieg als „Normalzustand“ ist übrigens völlig aus dem Zusammenhang gerissen: Es ist keineswegs so, dass die Katholische Kirche Krieg damit legitimieren würde, im Gegenteil: Es ging darum, einen internationalen Friedensbund von Katholiken ins Leben zu rufen.
Auch die katholische Kirche hat mit den Nazis zusammengearbeitet, also lügen sie hier nicht so unverschämt rum…ja… ▬|██████| ▬
Und was gerade diese katholische Kirche in ganz Südamerika angestellt hat möchte ich hier und jetzt gar nicht erst ausführen.
So lange es diese Pfaffen gibt, wird sich diese Welt nicht bessern.
Es gibt aber auch die katholische Befreiungstheologie muss man sagen. Aber die große Organisation römische Kirche hat sich tendenziell aber eher auf Seite der Mächtigen geachlagen statt ihre Schäfchen zu schützen und konsequent Jesu Botschaft umzusetzen. Das stimmt leider auch.
Also, von dieser Heucheltruppe, die über 2 Jahrtausende die Menschen gequält, geknechtet und in Angst gehalten hat, die mit ihrer Sexualmoral und ihren Ohrenbeichten die Menschen in geistiger Knechtschaft gehalten
haben und selber bis heute die Missbrauchsgeschichte nicht adäquat aufgearbeitet hat, mit ihrem Erbsündenblödsinn die Frau als zweitklassiges menschliches Wesen bis heute etabliert hat, will ich überhaupt nichts hören!
Dies alles wiegt mehr als auf, was die Kirche Gutes getan haben mag!
Da sollen die praktizierenden Knierutscher wie Sie, die einen Mittler und im Heidentum wurzelnden Mummenschanz brauchen, um mit ihrem Gott zu sprechen, doch endlich mal, nach zwei Jahrtausenden den Mund halten und andere Menschen nicht mit ihrem Fürbittenmist belästigen!
Irgendwann reicht es mal!
@Wallenstein
Ich kann ja nachvollziehen, dass manche Menschen mit der Kirche nichts zu tun haben wollen.
Was Sie hier schreiben, ist aber in dieser aggressiv-ausgrenzenden, schon beinahe fanatischen und völlig undifferenzierten Maßlosigkeit sowie angesichts der Begrenztheit/Enge des Blickwinkels einfach nur noch traurig.
Bitte keine Antwort!
Dazu passend Werner Rügemers interessanten Beitrag zum „Werdegang“ des „christlichen Lügners“ Adenauer. https://www.nachdenkseiten.de/?p=144278
@Bettina-di-Monaco:
Bitte auseinander halten: Religiösität und Religions-Institutionen.
Auch ein „internationaler Friedensbund v. Katholiken“ wird wenig bewirken, wenn nicht verstanden wird, dass es systemischer Veränderungen bedarf im Sinne von „wirklicher Demokratie“:
„Politik – Wir BürgerInnen sind der Boss“ https://www.youtube.com/watch?v=UdMbksk1R58
@ Wolfgang Wirth : 9Uhr 48. Ihre Bei spiele haben alle einen langen Bart, alle aus der Vergangenheit. Kriege sind doch
heute längst aus der Zeit gefallen. Wer
führt denn heute Kriege? Die Herrschen-den. Das Volk will keinen Krieg !
@lichtenberg
Ach, Sie scheinen mir ein junger Mensch zu sein, denn sonst würden Sie nicht etwas so Undurchdachtes schreiben.
Glauben Sie denn allen ernstes, dass die Völker, dass die einfachen Menschen, vor 2000 Jahren oder vor 1000 Jahren oder vor 200 Jahren gerne in den Krieg gezogen wären??
Ich meine jetzt nicht die Offiziere, sondern die Mannschaften!
Sie schreiben – Ihrer bloßen Meinung und Hoffnung Ausdruck gebend:
„Kriege sind doch heute längst aus der Zeit gefallen.“
Ach ja? Na, dann gucken Sie sich mal auf der Welt um!
Mein Vater kannte noch Leute aus Australien, die den weiten Weg nach England auf sich genommen hatten um sich ganz freiwillig zum 1. Weltkrieg rekrutieren zu lassen.
@Motonomer
Ja, diese Leute gab es. Gab es und gibt es immer.
Haben Sie damals den Film „Gallipoli“ gesehen?!?
Da geht es um diese Australier und wie sie dann 1915 in den Schützengräben bei „Gallipoli“ in der Türkei verbluteten.
https://de.wikipedia.org/wiki/Gallipoli_(Film)
Zur Natur des Menschen gehört „das“ eben auch – nicht bei allen Individuen, aber bei so einigen. Leider!
Im Deutschen, ja. Im Englischen, Französischen und Spanischen beispielsweise aber nicht. Mal davonabgesehen, dass Wiktionary die Begriffe genau umgekehrt herleitet.
Damit ist diese Art der „Ursachenfindung“ hinfällig.
Eine klassische Fehlübersetzung. Was der Mann wirklich meinte ist vielmehr, dass alles aus Gegensätzen entspringt – hell und Dunkel, Tag und Nacht etc. Man könnte ihn als einen der ersten Dialektiker betrachten.
> So fragte Caren Miosga schon vor Monaten in ihrer Talkshow Joschka Fischer ganz unverhohlen, wie man denn „diesen Pazifismus aus der DNA der Menschen“ bekäme.
Das ist schon richtig bitter was der ÖRR da veranstaltet.
(danke fürs finden)
Zeigt aber auch was aus den Grünen geworden ist.
https://www.demokratie-geschichte.de/koepfe/2186
„Grüne Politik basiert auf direkter Demokratie – wir versuchen, Macht so umzudefinieren und umzugestalten, dass sie von unten nach oben fließt. Wir versuchen, Macht zu dezentralisieren und die Freiheit und Selbstbestimmung des Einzelnen, von Gemeinschaften und Gesellschaften zu maximieren.“
„Petra Kelly: Thinking green! Essays on Environmentalism, Feminism, and Nonviolence, Berkeley 1994. “
30 Jahre her.
Mit den beiden sind leider diese Gedanken mit gestorben.
Es geht halt nur nicht ohne Gewalt.
Regime und/oder Regierungen sind der Gewalt inhärent und können auch nur durch blutige Revolutionen überwunden werden, auch, weil sie so groß sind, das sie sich immer bis zum Schluss wehren müssen, so, das man sie mit Mann und Maus niederringen muss um sie letztendlich zu beseitigen.
Wichtig ist natürlich auch, das sämtliche Strukturen mit beseitigt werden, sonst kommen die immer wieder hoch.
Das heißt, die Funktionselite muss in jedem Fall vollständig mit entfernt werden.
Der Krieg heißt schon seit Jahrhunderten „Reich gegen Arm“!
Und vergesst nicht, die wollen UNS töten!
Auch den Kurdirektor von Bad Wörishofen wollen die töten, das weiß ich aus erster Hand!
Die derzeitige Kurdirektorin von Bad Wörishofen ist Cathrin Herd. Sie leitet den Geschäftsbereich Kur und Tourismus und ist Ansprechpartnerin für die Organisation und Vermarktung des Kurortes.
Die ist natürlich gleich als Erstes dran, da haben sie sicher Recht.
Ich frag mich dann immer in welchem Fach diese Leute promoviert haben, das erscheint mir meine adlige Herkunft dann doch irgendwie sicherer. ♫
Die arme Frau, hoffentlich ahnt sie nichts von ihrem Schicksal, Allah sei ihr gnädig.
Für eine adelige Abstammung muss man nichts können oder getan haben. Nur in die richtige Familie geboren werden. Darauf sind wohl die ganzen Doktorschwindler neidisch und besorgen sich so einen klingenden Titel.
Eine bürgerlich-liberale Sicht, die auf das Individuum mit seiner Angst abzielt. Angst die von den herrschenden „Psychopathen und Soziopathen“ gezielt erzeugt wird um die Menschen aggressionsfähig zu machen. Denn „der Mensch an sich ist ein friedliches Wesen. Der Naturzustand des Menschen ist der Frieden.“ Was ich für zu idealistisch halte.
Es fehlt die entwicklungsgeschichtliche Dimension von Krieg als kollektive Aggression. Schon eine Gruppe von Jägern und Sammlern war oft gezwungen ihre Sammel- und Jagd-Gründe gewaltsam zu verteidigen bzw. ein Nachbargebiet gewaltsam zu erobern um ihre Existenz zu sichern, denn Nahrung im Überfluss war selten vorhanden, sodass man brüderlich teilen konnte. Aggressives Verhalten war also zum Fortbestand einer Gruppe (und somit der Menschheit) zwingend notwendig, hing also ab von äußeren Umständen. Beides, Frieden und Krieg, sind somit bereits im „Naturzustand des Menschen“ angelegt.
Das dumme ist, das wir heute alle ganz prima leben könnten, gäbe es nicht den Kapitalismus der herrschenden Klasse.
Verkürzt lässt sich sagen, dass eher aggressives Verhalten gegen Fremde da ist und friedvolles Verhalten zu näheren Bekannten. Beides in der Natur des Menschen bereits angelegt ist. Was sich auch nicht mit links-moralischen Ansprüchen aus der Welt schaffen lässt, sondern nur mit materieller „Bestecheung“.
Nö, glaub ich nicht. Schau dir doch mal in Malle den Ballermann an. Da gibt es Schlägereien zwischen den Deutschen, aber Deutsche und Mallorquiner gehen sich meist aus dem Weg, aber streiten tun sie sich nicht.
Aber im Ernst: noch nie davon gehört, dass die meisten zivilen Gewalttaten im Familienkreis passieren? Und Aggression gegen Fremde? Da kommt es doch darauf an, um welche Fremde es sich handelt, und welche Einstellung der Nicht-Fremde zu dem jeweils hat. Bekannt ist auch, dass gerade in ärmeren Ländern Gastfreundschaft sehr hochgehalten wird. Mit einer wie auch immer gearteten „Natur“ des Menschen hat das alles nichts zu tun.
„Der Naturzustand des Menschen ist der Frieden“ war ein Satz von Autor Feistel, den hab ich in seiner Absolutheit infrage gestellt: Der Mensch kann sowohl aggressiv als auch friedlich sein, immer abhängig von den Umständen. In der „Natur“ des Menschen sind beide Merkmale angelegt.
In einer friedvollen Gesellschaft ohne Mangel wird man auch Fremden gegenüber friedfertig sein. In einer Mangelgesellschaft, die zudem das Ego in den Vordergrund rückt, dürfte das etwas anders aussehen.
Eine längst widerlegte Fehlannahme. Die vor-zivilisatorischen Kulturen waren, was Nahrungsmittel angeht, Überfluss-gesellschaften.
Nötig ist eine öko-konservative Politik gemäß Herbert Gruhl.
Bitte klicke auf „Lebensreformer“.
Fick dich doch einfach ins Knie! 🐟
Nein, Parteien gehören überflüssig gemacht.
Das hat in paradoxer Weise eine Losdemokratiepartei im Sinn:
https://losdemokratie.de/docs
Putin ist ein Lügner und es war in Europa abzurüsten während Russland seinen Scheiß lediglich hinter dem Ural geparkt hat:
https://video.twimg.com/amplify_video/1991950845483626496/vid/avc1/1280×720/ov2K_seWqFBtH1cE.mp4
Und du gleich mit…🐟
Die Nato hat nicht abgerüstet, sondern auch ihren „Scheiß“ geparkt. Womit lügt denn Putin?
2 x 3 macht 4
Widdewiddewitt
und Drei macht Neune !!
Ich mach‘ mir die Welt
Widdewidde wie sie mir gefällt ….
Hier, dein 🐟
Alter,
was ist denn dieser garno für ein Vogel?
Meinten Sie Roola?
passt gut…
https://www.welt.de/geschichte/article119295047/In-diesen-Laendern-ging-die-CIA-ueber-Leichen.html
und es hört nicht auf
https://www.youtube.com/watch?v=FNt7s_Wed_4
”There’s class warfare, all right, […] but it’s my class, the rich class, that’s making war, and we’re winning.” – Warren Buffet im Interview mit Ben Stein in New York Times, 26. Novemberr 2006
(„Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen“)
Ogottogottogott!
Was ist denn mit der britischen Nummer geworden, die müßten T54 reaktivieren und in die Ukraine schicken, weil sie nichts mehr haben? Von den aus Kühlschränken (!!! keine Ahnung von Technik?) und Waschmaschinen geklauten Chips mal ganz zu schweigen.
„die müßten T54 reaktivieren“
Die Javelins haben ihre Aufgabe erfüllt.
….im Gazastreifen… wo die Dinger aus der Ukraine nämlich aufgeschlagen sind…
Was ist eigentlich mit den deutschen Wunderwaffen Leo1 und Leo2? Wie man hört, sind die 2er praktisch nicht im Einsatz, weil sie alle Naselang nach Polen zur Wartung müssen, und der LEe1 ist ein rollender Sarg, der deshalb nur weit weg von der Front als Kanone eingesetzt wird.
Da biste wohl wegen heute morgen falsch genommener Pillen etwas durcheinander.
Was du meinst, ist Stalin und das war schon 1941, als man seine Rüstung hinter den Ural verlegte.
Also ruhig Brauner, es wird schon wieder mit den richtigen kleinen Pillchen….
Nein. Als die ganzen Abrüstungsverträge gemacht wurden ging es nur um Waffen in Europa. Also haben die USA und die UdSSR Waffen aus Europa entfernt um die Verträge zu erfüllen. Damit waren offenbar beide Seiten einverstanden.
@Roola – Ihr moralische Empörung wird ausser Entlastung für die eigene Psyche nichts bewirken.
Systemisches Denken ist angesagt:
„Das wahre GRÖSSTE Problem der Menschheit“
https://www.youtube.com/watch?v=97KZh7KnZc4
warum geht es den Schweizern besser als den deutschen.
weil sie sich aus kriegen herausgehalten haben.
entsprechend geht es mit der jüngsten kriegshatz bergab mit der dt Wirtschaft.
Das klappt aber auch nur temporär, wie man ja schon bei Corona gut erkennen konnte.
Die Schweiz war der herrschenden Klasse ja immer schon sehr zu diensten.
ich verstehe deinen einwandt nicht.
Das die Schweiz dem herrschenden System als Steuerparadies immer gut zugearbeitet hat und deshalb auch in Ruhe gelassen wurde.
als ob das ihre einzige Einnahmequelle wäre. Es existiert neben dem Bankgeheimnis, eine starke Chemie-, Pharma-, Uhren-, Nahrungsmittel-, Maschinen-Industrie, sowie Tourismus.
so eine einsilbige Kritik ist nicht überzeugend .
Das mit dem Bankgeheimnis gehört mittlerweile auch zu den großen Mythen der Vergangenheit. Leider.
Die Schweiz hat spätestens mit dem Ukrainekrieg ihre Neutralität aufgegeben. So hat sie sich bspw. als Gastgeber“ für eine Show von EU und Selenski namens „Friedensgipfel im Selenski-Format“ hergegeben, an der nicht mal mehr China teilnehmen wollte, weil solche Veranstaltungen unter Ausschluß Russlands zwecklos seien.
Und spätestens nachdem die Ukraine Anfang 2025 ihr den (russischen) Gashahn zugedreht hat, müssen die wohl auch vor den USA und der EU kuschen, weil es dort sonst ar…gesäßkalt wird. Binnenland, you noh?
Gegen die „EU-Sanktionen“ gegen Schweizer Staatsbürger (nicht nur Baud!) hat die Schweiz auch nichts unternommen. Noch nicht mal offiziell protestiert hat man!
war das jetzt eine erwiederung auf meine These Krieg = schlechte Wirtschaft oder willst du dich nur zur Schweiz auskotzen.
„Der Mensch ist gut“ meinte vor mehr als 100 Jahren der parteilose Gefühlssozialist Leonhard Frank in seinen damaligen Bestseller
https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Mensch_ist_gut
Leonhard Frank erhielt Nationalpreise von BRD und DDR, wurde aber in der DDR mehr geschätzt als in der BRD.
Doctore Ernesto Guevara wollte einen neuen Menschen schaffen, der gut ist.
https://www.buch-sammler.de/ausgabe/der-neue-mensch.7317
Wir wissen heute das dies nicht funktioniert hat, leider! Die Frage nach den Gründen ist mehr als berechtigt. Der Autor, ein junger Mann in einen Alter wo man noch Idealist sein darf, macht die Angst für Kriege verantwortlich, was auf eine herrschendsfreie anarchistische Gesellschaft hinausläuft. Der Marxismus glaubt Kriege entstünden durch Klassen, die entstanden als durch die Entwicklung der Produktivkräfte die Menschen ein Mehrprodukt erzeugen konnten, das sich einzelne aneigneten. Da ist was dran, aber das erklärt nicht alle Kriege. Konservative glauben Kriege lägen in der Natur des Menschen, seien Kriege verschiedener Kulturen (Samuel P. Huntington, Kampf der Kulturen).
Welche Theorie stimmt weiß ich nicht, denn was ich wirklich weiß ist das ich nichts weiß!
Am Kampf um die Futtertröge ist was dran. Deshalb kämpften in der klassenlosen Urgesellschaft Stämme gegeneinander.
Die Angst, finde ich, kann Kriege verhindern, wenn man zuviele Kriege erlebt hat. Das ist z. B. im chinesischen Kulturkreis der Fall. China, das Reich der Mitte, hat so viele Kriege verloren das es keine Lust auf neue Kriege hat. In den letzten 800 Jahren ging barbarische Gewalt von der Weltzivilisation aus, die man den Westen nennt. Diese kolonialistisch-rassistische Gewalt hat Traumata und Gegengewalt erzeugt. Zum Glück ist der Westen heute dekadent und kriegsmüde geworden. Aber arrogant sind die „Westler“ geblieben, glauben sie doch ihre Kulturgeschichte sei für die gesamte Menschheit vorbildlich, sozusagen die idealtypische Konstellation.
Ich selbst glaube, das wird die „Westler“ nerven, das der Weltfriede aus den Osten, aus den chinesischen Kulturkreis kommt. Der Grund ist einfach: wie schon gesagt, das Reich der Mitte hat in seiner 5000jährigen Zivilisationsgeschichte so viel Gewalt und Elend erlebt, das es schlicht die Lust auf neue Gewalt und Kriege verloren hat. Wenn die westliche Zivilisation „reift und altert“, aus den Flegeljahren herauswächst, dann könnte sie auch friedfertig werden.. .
China hat viele Kriege verloren und ist trotzdem das größte Land der Welt. Die Mongolen brachten das Papiergeld und viele Gelehrte aus ihrem ganzen Reich.
Wie ein Panzer aussieht, muß die Künstliche Unintelligenz (KU) wohl noch lernen. Der Turm ist ein langer runder Schlauch und die Ketten des Laufwerkes gehen ansatzlos in die Wanne über….
Ich weiß auch nicht, warum gerade so gute Leute wie Felix Feistel es nötig haben KI generierte Bilder zu nutzen.
Ich denke, das macht die Redaktion zentral. Mit KI können sie mögliche Kosten umschiffen. Gebühren an Agenturen, Urheberrechtsklagen… Aber zielführend ist das eben nicht.
Ja, das kann sicher so sein.👍
Da haben sie Recht… vielen Dank. ✌
Das nervt mich auch ein bisschen. Aber ich kann die finanzielle und rechtliche Problematik verstehen. Immerhin bekommen wir Overton ohne Bezahlschranke auf das Display…
An Felix Feistel und alle anderen Autor/innen: bitte bitte bitte prüft Euere Texte auf versteckten Dilettantismus! Und verweist nicht immer auf irgendwelche Floskeln, die Ihr nicht versteht und die Ihr auf bloße Semantik reduziert, die ihrerseits als verkürzte Übersetzung vorliegt. Heraklit schrieb: πόλεμος πάντων μὲν πατήρ ἐστι, πάντων δὲ βασιλεύς, καὶ τοὺς μὲν θεοὺς ἔδειξε τοὺς δὲ ἀνθρώπους, τοὺς μὲν δούλους ἐποίησε τοὺς δὲ ἐλευθέρους. das bezog sich metaphorisch – offensichtlich sind viele für eine solche Sprachverwendung mittlerweile schlicht zu dumm – auf das Prinzip des ‚Widerstreits‘, der alles ‚Leben‘ in Bewegung hält. Hegel hat daraus die Dialektik abgeleitet. Verkürzt könnte man auch reibungsvoller Prozess dazu sagen. Sowas ist eigentlich Grundwissen, aber offenbar nicht für Juristen und Traumapsychologen?!
Das ist doch mit vielen Zitaten so.
Auch das berühmte „In einem gesunden Körper steckt auch ein gesunder Geist“ war im Original meines Wissens eher umgekehrt zu verstehen, als Kritik am Körperkult, denn der Dichter formulierte es so, daß er hoffe, „daß in einem gesunden Körper auch ein gesunder Geist stecken möge„
Ja, drum kann es wohl nicht schaden, das immer konkret anzusprechen, dann nimmt die unreflektierte Übernahme von Phrasen vielleicht auch etwas ab.
Dazu müßte man ja wissen, daß es Phrasen/inkorrekte Zitate sind! Aber das ist mittlerweile abhandengekommen.
Ich hab das so gelesen: Als Wunsch sowohl einen gesunden Körper als auch einen gesunden Geist zu haben. Und die Hoffnung, dass ein gesunder Körper auch eine gute Voraussetzung für einen gesunden Geist sein könnte, aber nicht unbedingt sein muss.
Guter Hinweis 👍
Deswegen, verwende ich, wenn überhaupt, auch nur Sprüche, von Personen, die im zeitlichen Kontext auch halbwegs verständlich rüberkommen.
Alter Kannibalenwitz:
„Der Mensch ist gut – koste mal …“
@garno schreibt:
„Schon eine Gruppe von Jägern und Sammlern war oft gezwungen ihre Sammel- und Jagd-Gründe gewaltsam zu verteidigen bzw. ein Nachbargebiet gewaltsam zu erobern um ihre Existenz zu sichern, denn Nahrung im Überfluss war selten vorhanden, sodass man brüderlich teilen konnte.“
Nun ja – aufgrund riesiger Territorien, die nur sehr überschaubar bevölkert waren, lag der Drang nach Expansion wohl eher an der Qualität/Quantität der Habitate, welche man selbst gern sein eigen nennen wollte.
Ist im Privaten nicht anders: bereits ab Kindesalter bevorzugt Mensch die größten, schönsten, begehrtesten Stücke (vom „Kuchen“) für sich. Kratzen, Beißen, Spucken, Schlagen, Treten, Brüllen sind nur Vorstufen für zukünftige/s Lügen, Betrügen, Taktieren, Übervorteilen etc. = latenter Egoismus (Ausnahmen bestätigen die Regel.)
Sind ebenfalls Kriege – gegen andere, die nicht zwangsläufig fremd sein müssen -; nur im Taschenformat.
Auch wenn er es bei einem Mindestmaß an Selbsterkenntnis* sein KÖNNTE, IST der Homo sapiens NICHT edel, hilfreich und gut.
*genetisch nicht codiert
Trotzdem ist der Mensch nur mit Kooperation und nicht durch Konkurrenz erst großgeworden.
Und wenn der kapitalistische Rahmen wegfällt, kann er das dann auch wieder ganz uneingeschränkt tun.
Die Grundannahme ist bereits falsch.
Es war unabdingbar, sich in Ausnahmesituationen, bedrohlichen äußeren Umständen, Mangel etc. zusammen zu schließen, als Gruppe zu agieren, sich zu integrieren, um das (eigene) Überleben zu sichern – auch Abhängigkeiten genannt, die in zwangsläufiger Kooperation münden musste.
Dieses Prinzip blieb bis heute erhalten; besonders, so lange es Vorteil/Nutzen verspricht!
Um es auf den Punkt zu bringen: Krieg, Not, Elend etc. sind keine Subjekte, die ungefragt vor der Tür stehen, sondern fassen lediglich das klägliche und lange Versagen, Desinteresse und damit Zulassen sowie Fördern durch Menschen zusammen – der „kapitalistische Rahmen“ ist nur vorläufiges Ergebnis von Handlungen bzw. Unterlassungen Vieler.
„Ist im Privaten nicht anders: bereits ab Kindesalter bevorzugt Mensch die größten, schönsten, begehrtesten Stücke (vom „Kuchen“) für sich“
Stimmt doch gar nicht. „Der Soundso hat aber ein größeres Stück Kuchen bekommen“ hört man bei Kindern immer wieder. Aber ich habe noch nie gehört: „Ich will aber ein größeres Stück als die anderen“
Bei Zuteilung/Rationierung ist „Der Soundso hat aber ein größeres Stück Kuchen bekommen“ eine zwangsläufige Reaktion, die „viel zu wenig für mich“ ausdrückt.
ABER: die Aussage lautete, wie korrekt zitiert, „..bevorzugt Mensch die größten, schönsten, begehrtesten Stücke (vom „Kuchen“) für sich“.
Nur äußerst selten bis nie dürfte sich zugetragen haben, dass sich 2 oder mehr gegenseitig den Vortritt bei Vorteilen ließen:
…darfst du haben, nein du, nein nimm du es, nein du ….
Und schlussendlich bleibt’s mangels Interesses übrig, statt als erstes (mit mehr oder weniger Drama, Tragödie für den langsamen Rest) „erbeutet“ zu werden. Gewiss doch. 😂😉
Lösung: der „Erbeuter“ gibt dem „Zukurzgekommenen“ etwas ab.
Ja, wie allgemein üblich und etabliert.
Schön, wenn man noch Träume hat. 😉
ich hatte gerade ne fahradpanne in spanien.der Typ vom eigentlich geschlossenem laden half mir trotzdem. ich fragte wieviel, er meinte 5€. doch ich war so froh dass ich 20 sagte. er wies das rigeros ab. wir konnten uns auf 10 einigen.
Ernsthaft?
Radfahren in Spanien und parallel Overton?? 😬
Aber gut: beim nächsten Mal in Deutschland nochmals der identische Versuchsaufbau.
Kostet vermutlich, während der Öffnungszeiten, min. 50€ plus Arbeitszeit. 😉
P.S. Gelegentlich gibt es verbindliche, freundliche, hilfsbereite Menschen – keine Frage. Aber Verallgemeinerungen helfen nicht weiter, da die Realität in der Regel anders ausschaut. 🤷🏼♂️
naja nacheinander.
anderes Beispiel. als ich ankam radebrechte ich beim Bezahlen im Supermarkt wo der nächste Taxistand wäre. sofort ließ sich die Kassiererin ein Telefon von ihrer Kollegin geben und bevor ich alles eingepackt hatte stand die Taxe vor der Tür. passt jetzt nicht ganz.
aber ich bin der Meinung, daß Ungerechtigkeit mehr aufstößt als die Gier nach mehr. die Gier wird erzogen, Gerechtigkeitssinn liegt uns im Blut.
Steffen
Richtig
Hmmmm…. „Gerechtigkeitssinn“…
Das war immer mein Leitmotiv, aber ob das generell so zutrifft, wage ich zu bezweifeln.
Aber, das die „Gier“ einer entsprechenden kapitalistischen Konditionierung unterliegt, entspricht meinen Erfahrungswerten.
es gibt ne Studie an Kindern darüber.
hab ich im Fernsehen gesehen. ich weiß, ich weiß. es gibt solche und solche. aber von dieser Studie weiß ich nunmal.
@ motonomer
Drei Kinder. Das eine bekommt ohne weitere Begründung einen Bonbon, das zweite 3 Bonbons und das dritte Kind bekommt 5 Bonbons.
Ein Sturm frühkindlicher Rebellion bricht los. (Das dritte Kind hält sich dabei dezent zurück)
Drei Personen erben zusammen 30.000 €. Wieviel bekommt jeder?
Drei Teenies finden 300 €. Wieviel bekommt jeder?
„die Gier wird erzogen, Gerechtigkeitssinn liegt uns im Blut.“
Und genau in diesem Punkt gibt es gegensätzliche Meinungen.
Dem Menschen mag eventuell ein rudimentäres Gespür für Ungerechtigkeiten angeboren sein, aber das grundlegende ICH und um-jeden-Preis-haben und -durchsetzen-wollen, bereits ab zartem Kleinkindalter, kann nun wirklich niemand ernsthaft bestreiten.
Ob wir es Gier oder Opportunismus nennen, ist unerheblich.
Soziales Verhalten, Empathie, Interesse, Freundlichkeit, eigenständiges Denken und Handeln, Wertschätzung, Wertesysteme, Umgang etc. müssen anerzogen/geprägt/unterstützt werden, um bestenfalls für eine überschaubare Zeitspanne in einer Gesellschaft/Welt zu leben, in der das Mit- nicht Gegeneinander Priorität hat.
Macht aber leider Mühe, kostet Zeit und bedarf eines perspektivischen Weitblicks.
So aber kann jede Generation nur das weiter geben, was sie (nicht) erlernte.
Aber das ist ein undankbares Thema, welches weiter zu vertiefen nicht lohnt.
P.S. Nun ist’s aber auch gut, die (alle) Spanier als Mass der Menschheit zu betrachten.😉
Sollten Sie in D mit dem Rad/oder aus Spaß an der Freude stürzen – keine Sorge. Käme ich zufällig vorbei, helfe ich, auch wenn zuvor die meisten absichtlich vorbei fahren oder laufen.
Obwohl: wenn’s zusätzlich Tote/viel Blut zu sehen gibt, dann halten auch unzählige Spanner, ups, sorry, geburtsgute Menschen an. 👍
Erst : „Und genau in diesem Punkt gibt es gegensätzliche Meinungen.“
Und dann : „aber das grundlegende ICH und um-jeden-Preis-haben und -durchsetzen-wollen, bereits ab zartem Kleinkindalter, kann nun wirklich niemand ernsthaft bestreiten.“
Ein bißchen widersprüchlich, finden Sie nicht ?
„Soziales Verhalten, Empathie, Interesse, Freundlichkeit, eigenständiges Denken und Handeln, Wertschätzung, Wertesysteme, Umgang etc. müssen anerzogen/geprägt/unterstützt werden“
Das sehe ich definitiv anders. Da kenne ich genügend Gegenbeispiele, die sogar trotz (oder vielleicht gerade wegen ?) mannigfaltiger schlechter Erfahrungen ihre Integrität und die von Ihnen zitierten Eigenschaften bewahrt haben.
Ich denke nach wie vor, daß sowohl die entsprechenden Umstände, als auch das Individuelle jedes einzelnen Menschen seinen Teil zum Ganzen beiträgt.
Viele allgemein gehaltene Aussagen, wie der Mensch grundsätzlich sei oder was seine Natur beinhalte, halte ich dementsprechend für viel zu eindimensional und kurz gegriffen. Es wirkt auf mich nicht selten so, daß solche Aussagen genau deswegen getroffen werden, um ein gewisses Maß an ‚Sicherheit‘ zu bekommen, um etwas einschätzen zu können (relativ unabhängig davon, ob dies wirklich zutrifft oder nicht). Das kann man m.E. auch daran erkennen, wieviele Schnellschüsse hier (und anderswo) bei den verschiedenen Artikeln bezüglich irgendwelcher (tagesaktuellen) Ereignisse auf der Welt getätigt werden. Man hat sofort diverse Interpretationen parat, statt sich vielleicht erstmal ein umfassenderes Bild zu machen. Ich halte eine solche Vorgehensweise zwar für durchaus nachvollziehbar;
ich bezweifle allerdings, daß man damit sehr weit kommt.
Und mit grundsätzlichen Pauschalisierungen konnte ich eh noch nie etwas anfangen. Die sind den Menschen aber auch ausgesprochen schwer auszutreiben…😉
„Ein bißchen widersprüchlich, finden Sie nicht ?“
Nein. Denn eine Meinung, besonders eine gute von sich selbst, haben fast alle.
Wer aber Kinder hat oder mehr als eines z.B. auf Spielplätzen (oder Handlungen Erwachsener) beobachten konnte, müsste theoretisch Interaktionen und Motivationen erkennen können.
Aber wie ich bereits schrieb ist das ein Thema, über das zu diskutieren zu keinem Ergebnis führen wird.
„Da kenne ich genügend Gegenbeispiele, die sogar …ihre Integrität und die von Ihnen zitierten Eigenschaften bewahrt haben.“
Und ich lernte genügend kennen, die von Haus aus derartiges nie erlernten, weil sie z.B. einfach Töchter/ Söhne sind und derartigen „Schnickschnack“ im Leben nicht benötigen.
Aber:
Wenn es denn ausschließlich die schicksalhaften, äußeren, fixen Umstände sein sollen, dann kann Mensch halt nix machen.
😉
Inhaltlich hübsch um eine Antwort herumdrücken, Aussagen verdrehen, vermeintlich witzig sein und sich lebenserfahren geben.
Danke, kenne ich bereits zur Genüge. Kein weiterer Bedarf vorhanden.
Homer Simpson hätte da auch eine Antwort parat…
@Brian
Na Sie sind vielleicht ein Lustiger.
Texten andere, die nicht Ihrer fundierten Meinung sind, zu und treten direkt im Doppelpack mit Ihrem Alter Ego Homer Simpson auf.
Macht aber nichts – von Ihrer Sorte gibt es hier einige; befinden sich also in guter Gesellschaft.
👋
„Obwohl: wenn’s zusätzlich Tote/viel Blut zu sehen gibt, dann halten auch unzählige Spanner, ups, sorry, geburtsgute Menschen an. 👍“
wer für diese Aussage einen Daumen hoch hält, dem nehme ich nicht ab, daß er einem gestrandeten helfen wird. eher ein: richtig so, diese verdammten Radfahrer habens nicht anders verdient.
Wer Sarkasmus bzw. Zynismus NICHT erkennen kann, obwohl er einen anspringt mit beispielsweise „..dann halten auch unzählige Spanner, ups, sorry, geburtsgute Menschen an“, dem kann leider nicht geholfen werden.
Aber daraus noch die Annahme „..dem nehme ich nicht ab, daß er einem gestrandeten helfen wird. eher ein: richtig so, diese verdammten Radfahrer habens nicht anders verdient.“ zu kreieren, passt thematisch hervorragend!
Im nur das Beste im Menschen sehen und vermuten.
Diesmal gleich 👍👍 👍(Sarkasmus)
ich hab das sehr wohl gesehen. ich nehme dir nur icht ab ein“guter“ mensch zu sein und helfen zu wollen. Selbstdarstellungen trau ich nicht.
Hilfeleistung und Spannen sind nicht vergleichbar, da beim 2. schon Hilfe eingetroffen ist.
wie ich die beiden Spanier als positive Beispiele für eine positive Diskussion eingeleitet hatte, nicht als Verallgemeinerung, so erkenne ich deinen hass, den du hinter zynismus versteckst, ohne die Menschheit zu verurteilen. obwohl zynismus ist gar kein verstecken, sondern ausdruck von hass.
@Steffen
„Hilfeleistung und Spannen sind nicht vergleichbar, da beim 2. schon Hilfe eingetroffen ist.“
Wieder, offenbar aus Mangel an Erfahrungen, völlig unreflektiert.
Selbst Zeuge eines schwersten Unfalls gewesen. Während ich einem Unfallbeteiligten Erste Hilfe leistete, standen bereits Spanner auf den Leitplanken (Stau-Gegenrichtung) und filmten lediglich. Erst die nach mir Eintreffenden halfen den anderen Verunfallten.
Ergo: die 2. waren die Ersten!
„..so erkenne ich deinen hass, den du hinter zynismus versteckst,..“
Hui – ein selbstüberzeugter Alleserkenner und Menschenleser –
beneidenswert!
Weiter so und viel Glück beim Raten, äh…natürlich Wissen. 👋
ich dachte du waerst der erste gewesen.
Der Artikel bezieht sich auf die Quintessenz des Buchs „Evolution der Gewalt“, wonach es Krieg nur im letzten 1 Prozent der Zeitspanne, in welcher die Gattung Homo existiert, gegeben hat. Genauer gesagt, erst ab Beginn der Sesshaftigkeit.
Zuvor gab es einfach nichts, um was man sich in organisierten Gruppen streiten konnte. Auch nicht Jagdgebiete,
denn wie sollte man damals ein „erobertes“ Gebiet als dauerhaften Besitz ausweisen? Einen Zaun darum machen?
Grenzpatrouillen? – da hätte man nicht mehr genug Zeit zum Jagen.
Soweit so richtig. Falsch wird der Artikel allerdings, sobald die Angst als Grund genannt wird. Klar, eine kriegerische
Welt ist beängstigend. Aber das ist doch die Wirkung, nicht der Grund. Oder würde es irgendwem einleuchten,
wenn gesagt wird: Du hat Angst? Dann zieh‘ doch in den Krieg!
Krieg kann nicht geführt werden, ohne dass genug Leute mitmachen. Deshalb gibt es bei jedem Krieg zu dessen Vorbereitung die entsprechenden ideologischen Rechtfertigungen. Im gegenwärtigen Fall: Putin! Der wird bis ins Absurde dämonisiert. Mag schon sein, dass da Viele tatsächlich Angst vor Putin bekommen. Aber das Entscheidende ist die Dämonisierung. Erst das kann dazu motivieren, trotz der Angst gegen das „Reich des Bösen“ in den Krieg zu ziehen.
Der Grund für die Kriege liegt in den gesellschaftlichen Verhältnissen und den daraus resultierenden Machtansprüchen der Herrschenden. Und was ist der Grund für die Beherrschten, da mitzumachen? Dass sie sich mit ihrer Herrschaft identifizieren. Also der Nationalismus. Das Kriegs-Narrativ lautet: Der böse Russe will unsere gute Nation kaputt machen.
„Das Kriegs-Narrativ lautet: Der böse Russe will unsere gute Nation kaputt machen.“
Irgendwie scheintst du die Veränderungen der letzten 80 Jahre nicht mitbekommen zu haben. Es geht nicht mehr um Nationalismus, es geht um unsere „Freiheit und Demokratie“, die der „böse Russe“ kaputt machen will – ist zwar auch eine Ideologie, aber eine andere, eine von den Angelsachsen aufgezwungene. Man sollte schon wissen wer der Gegner ist, es ist nicht die Nation, es ist der neoliberale Kapitalismus, dessen Rechtfertigung „Freiheit und Demokratie“ ist.
Freiheit und Demokratie sind das, was der gängigen Ideologie nach unsere Nation so liebens- und verteidigenswert macht. Aber das, womit sich die Leute identifizieren, ist dann doch die Nation. Ginge es wirklich seit 80 Jahren nur um Demokratie und Freiheit, wäre gar nicht zu verstehen, weshalb die EU nicht schon lange ein Bundesstaat (statt ein Staatenbund) ist. Ersteres mag zwar manchen vorgeschwebt haben, aber wegen dem Nationalismus der beteiligten Staaten ist es eben nur zu dieser widersprüchlichen Konstruktion gekommen, die wir jetzt haben.
P.S.: um es nicht falsch zu verstehen: ich plädiere nicht für einen europäischen Bundesstaat, denn da hätten wir bloß einen neuen, erweiterten Nationalismus.
Außerdem gilt die Migration nicht deswegen als Problem, weil die Ausländer angeblich Freiheit und Demokratie bedrohen würden, sondern weil sie dem verbreiteten nationalistischen Gefühl zufolge nicht zur Nation dazu gehören.
Es geht heute um die „westliche Wertegemeinschaft“ und nicht mehr um deutschen Nationalismus, das ist 80 Jahre vorbei. Bei Hitler und beim Kaiser hieß es noch: Am deutschen Wesen soll die Welt genesen. Heute geht es in der ideologischen Propaganda doch nicht mehr um das deutsche Wesen sondern um westliche Werte, die die Herrschenden in Gefahr sehen.
Und natürlich versucht das EU-Kapital die EU als zentrales Herrschaftsinstrument zu etablieren, nur gerät sie damit in Gegnerschaft zu den US-Oligarchen. Die imperialistischen Ambitionen der europäischen Vasallen sind halt beschränkt. Der deutsche Nationalismus ist heute nur ein sehr schwaches Zugpferd, aber vielleicht wird die AfD das ja ändern. Ich glaube allerdings nicht richtig daran, denn die Vasallen-Rolle werden sie nicht los. EU-Kapital wird sich den US-Interessen unterordnen müssen.
Die Schlag-Worte „Freiheit und Demokratie“ und der Wokeismus sind nur die äußere Hülle der Matrjoschka😉. Darunter sind auch heute noch Nationalismus, Chauvinismus und Rassismus zu finden. Da darf man sich nicht täuschen. Und das alles wird auch wieder stärker und offensichtlicher hervorbrechen, sollte die Gelegenheit dazu günstig sein. Außerdem hat der deutsche Nationalismus sich mit dem angelsächsischen (germanischen) Anspruch auf Suprematie „ausgesöhnt“. Daher auch das kulturelle Kuschen vor JuEsEi.
Natürlich ist „Nationalismus, Chauvinismus und Rassismus“ in der Bevölkerung vorhanden, aber die Herrschenden nutzen ihn nicht für ihre ideologische Propaganda. Was ja auch keinen Sinn macht, denn die Herrschenden vertreten die Interessen des Großkapitals, und da ist innerhalb einer europäischen Nation kein Blumentopf zu gewinnen. Und eine Nation Europa ist auch nicht in Sicht, deshalb benutzen die Herrschenden die Propaganda-Krücke „westliche Wertegemeinschaft“ als kollektives Macht-Mittel.
Wieso gibt es dann diese deutsche „Staatsräson“? Wenn es nur um D&F ginge, wäre doch gar nicht einzusehen, wieso man diesen Völkermord nicht als solchen benennen darf. Die Logik dahinter ist doch: Wir als dt. Nation wollen uns deutlich von der Vergangenheit abheben und reinwaschen. (Was natürlich erstens sachlich Unsinn ist und sich zweitens ganz anderen dahinterstehenden Interessen verdankt). Aber so wie es daherkommt, ist es ein Appell an den Nationalismus und wird auch so aufgefasst und gutgeheißen.
👍 Deckt sich mit meiner Einschätzung.
Die deutsche „Staatsräson“ bedeutet schlicht Israel alles durchgehen zu lassen. Das ist allerdings kein nationales deutsches Phänomen, sondern ist ebenso in den USA zu finden wie in vielen weiteren westlichen Ländern, wenn auch nicht ausdrücklich so benannt. Erstmalig so benannt wurde dieser Israel-Freibrief meines Wissens von Merkel.
Vom Prinzip her ist die deutsche Staatsräson (Verantwortung für Israel) nicht schlecht und auch nachvollziehbar. Nur wird diese Verantwortung von offizieller Seite nicht oder falsch wahrgenommen. Verantwortlich wäre es Israel zu kritisieren, zu boykottieren und die Waffenhilfe einzustellen.
Was für ein guter Artikel! Bravo!
Dieser Artikel und Grundgedanke müsste nicht nur eine Doku zur besten Sendezeit in den ÖRR haben, er müsste auch ein Lehrfach in den Schulen werden!
Das werden unsere „Eliten“ aber zu verhindern wissen…
Was wir zur Zeit vor allem hier in Deutschland erleben, ist die Militarisierung der Gesellschaft, d.h. die Militarisierung des Denkens, Fühlens, Erlebens, Reagierens.
Das kriegerische Denken frisst sich wie Säure überall hinein.
Es ist auch ein Ausdruck der rasant vorangeschrittenen Entfremdung und Anonymisierung und Entsolidarisierung untereinander.
Das hat Folgen und Auswirkungen auf alle.
Man schaue sich Leute wie Merz, Spahn, Weidel an: Es sind Psychopathen, die Krieg wollen.
Diese Leute sehen ihre (ideologische) Welt zusammenbrechen und in ihrer Angst und Verzweiflung sehen sie nur noch Krieg als Ausweg.
Die Quintessenz des Artikels wurde 1516 von Thomas Morus unter den Namen Utopia veröffentlicht. Sie ist bis heute eine Utopie.
Richtig zugeordnete Zitate:
„Der Krieg ist der Vater aller Dinge.“
[_] Boris Pistorius
[_] Donald J. Trump
[_] Wladimir Putin
[_] Annaena C. A. B. Baerbock
[_] Joseph Goebbels
[_] Wolodimir Selenski
[_] Saddam Hussein
[_] Gerd Schröder
[_] Slobodan Milošević
[_] Recep Tayyip Erdoğan
[_] Heinz Erhardt
…
Vgl. Weltgeschichte, Entstehung der Staaten.
Nun fehlt abr das Hauptmotiv zum Krigführen. Nämlich das Beute machen. Also dem Gegner seinen Besitz abnehmen, den er anders nicht hergeben will. Wenn ich mich richtig erinnere, macht Friedrich Engels das Aufkommen des Privateigentums für die Entstehung des Krieges verantwortlich. Eine teilweise Betätigung fand das in einer neuen Studie, die immerhin 16.000 Jahre zurück geht. Der Anteil der an Gewalttaten Verstorbenen ist proportional zur Ungleichheit der Gesellschaft.
Oder aber es wurden Frauen geraubt, wie in Griechenland die Sabinerinnen. Das endete in einem klassischen Friedensschluss. Denn die Sabiner brauchten zwei Jahre, um die aufzurüsten, damit die Frauen zurück geholt werden können. Jetzt standen auf einer Seite die Väter und Brüder der Sabinerinnen, auf der anderen Seite die Väter ihrer Kinder. Die Sabinerinnen traten zwischen die Heere und machten die Sinnlosigkeit des Vorhabens deutlich. Worauf beide Heere abzogen. Ein klassischer Sieg der Vernunft!
Dass der Krieg der Vater aller Dinge sei, wurde in diesem Wortsinn geglaubt, auch wenn es auf einer Fehlübersetzung beruht. Es stimmt halt nicht. Der Webstuhl, die Eisenbahn, das Flugzeug und der Computer wurden nicht vom Militär erfunden und nicht zum militärischen Einsatz.
Nur eine sachliche Frage: du schreibst:
„Wenn ich mich richtig erinnere, macht Friedrich Engels das Aufkommen des Privateigentums für die Entstehung des Krieges verantwortlich“
An welche Stelle bei Engels erinnerst du dich da?
In „Der Ursprung der Familie…“ lese ich etwas anderes. Auf S. 95/96 (in MEW 21) ist von den Irokesen die Rede, bei welchen mehrere Familien in gemeinsamen Haushalten lebten und Grund und Boden Gemeinschaftseigentum war. Dennoch kannten auch die Irokesen schon Krieg, was auch Engels an der genannten Stelle erwähnt.
Der Raub der Sabinerinnen fand aber auf der italischen Halbinsel statt, werter Arthur_C.
Der Autor lehnt sich sehr weit aus dem Fenster.
Lange vor dem Krieg gab es die Kopfjagd, wobei es nicht um Eroberung, sondern um Trophäen und Aberglauben ging, und m. E. um die Lust an der Jagd und am Töten, wie bei den heutigen Jägern, die ihr Tun mit Kontrolle der Populationen begründen und dabei manchmal zu weit gehen.
Auch Affen führen Krieg. Zwischen 1974 und 1978 kam es im Gombe-Nationalpark in Tansania zu einem Konflikt zwischen zwei Schimpansengruppen. Die Gruppen führten koordiniert Angriffe durch, töteten Rivalen und übernahmen Territorium. Jane Goodall dokumentierte diese Ereignisse und beschrieb sie als erschreckend menschenähnlich.
Es muss ja nicht immer Krieg sein. Nahrungskette genügt schon und benennt den brutalen Krieg der Tiere gegeneinander.
Nach Freud resultiert der Krieg aus dem Unbehagen an der Kultur. Damit meint er eigentlich die Disposition des Menschen, auf Kriegshetzer zu hören und ihnen zu folgen und an Kriegen teilzunehmen. Und an alle, die diese Schrift nicht gelesen haben, es ist ganz offensichtlich, dass Krieg eine kulturlose Angelegenheit ist, auch wenn er technisch mit Drohnen geführt wird, die den Erfolg ja genau darstellen. Im im TV wurde ein durch Starlink gelenkter Einsatz ukrainischer Soldaten gegen kampfunfähige Russen gezeigt. Zitat: „Hinter dir bewegt sich noch eine Schwuchtel“
Kriegsspiele sind ein jämmerlicher Ersatz für den Krieg, zum Beispiel Fußball. Der Krieg findet deshalb in den Rängen statt.
Kardinal Wilmer betet für Frieden in der Ukraine und Nahost meint aber: „Aus unserer christlichen Tradition gehört die Selbstverteidigung zum natürlichen Recht eines Menschen. Wenn der Einzelne angegriffen wird, wird ein Gemeinwesen angegriffen oder ein Volk.“
Na eben.
Hallo Torwächter, sehe ich ähnlich – übrigens in Papua-Neuguinea gab, und gibt es, noch Stämme die steinzeitliche Kriege ausführen – wer das nicht glaubt dem empfehle ich mal die Bücher „Dschungelkind“ etc. von Sabine Kuegler.
Gut, die Frau ist mittlerweile schon etwas älter, und sie schildert ihre Kindheit bei „Ex“-Kannibalen in Papua-Neuguinea, aber leider soll es auch heute noch Stämme geben, die so leben wie Frau Kuegler dies in ihrem Buch „Dschungelkind“ beschreibt, und damit zugleich, wie das von mir hier verlinkte Video – aus einer anderen Quelle – das das idyllische Leben sogenannter „Naturvölker“ und unserer Ahnen, Urahnen…..und Ur….ur…Ahnen alles andere als idyllisch und friedlich war.
Ganz ohne Hobbes „Leviathan“ zu kennen sind diese Völker im Naturzustand manches, friedlich, kooperativ und kriegerisch zugleich, wie jede In-Group/Out-Group auf diesem Planeten…..
Soll heißen – zur eigenen Gruppe durchaus friedlich zugewand, aber jeder anderen Gruppe gegenüber mißtrauisch, unfriedlich und aggressiv wo vonnöten….. 😉
Gruß
Bernie
PS: Der Artikel-Autor ist ja auch noch nicht so alt – kann also durchaus noch dazulernen was seine Ansichten vom „friedlichen Menschen“ angeht – die zunehmende Lebenserfahrung seinerseits wird es dann zeigen, ob er immer noch bei seinen Ansichten bleibt 😉
Interessanter Artikel, aber hier mal eine Gegenposition zu den „achäologischen Erkenntnissen“ die Felix Feistel beschreibt:
„[…]Die gruseligsten archäologischen Funde aller Zeiten[…]
Link:
https://www.youtube.com/watch?v=pq2g32c8hVU
Das interessante, und gruselige Video, bezieht sich auf unsere menschlichen Ahnen, und Urahnen, denen weder Mord noch Kannibalismus (sogar von Kleinkindern und Babys, die in Urzeiten geschlachtet, wie Wildtiere zerlegt und gegessen wurden – kein schwarzer Humor, sondern leider realer Urzeitalltag bei z.B. Neandertalern im Video) noch regelrechte (Ausrottungs-)Kriege fremd waren.
Ich wünschte selber es wäre anders, aber der Youtube-Kanal schildert das, anhand von archäologischen Beweisen, ohne ohne Hilfe von KI, sehr überzeugend – gruselig eben.
Wer zartbesaited ist sollte das von mir oben erwähnte Video lieber nicht ansehen, wie schon gesagt es basiert auf gruselige archäologische Funde über Home Sapiens Sapiens, Neandertaler und andere menschliche bzw. menschenähnliche Vorfahren und zerstört so manche Illusion über die Friedfertigkeit der Gattung Homo Sapiens & Co.
Gruß
Bernie
Tja, die Neandertaler! Es ist immer wieder erstaunlich, was die schon alles konnten. Z.B. wie hier zu erfahren, Youtube-Videos über ihren Alltag drehen.
Statt hier über etwaige (angebliche) Fehler meinerseits zu berichten:
Haben Sie sich das YouTube-Video auch wirklich angesehen?
Hier werden archäologische Beweise über das Alltagsleben unserer Ahnen (nicht nur der Neandertaler, auch jungsteinzeitliche Funde regelrechter „Völkermorde“ bzw. „Massaker“ z.B.) ausgeführt, die einfach nur bizarr und gruselig sind, d.h. die berichten nicht von sich selber sondern Archäologen berichten über diese neueren, und älteren, archäologischen Funde 😉
Gruß
Bernie
PS: Wer den früheren rein fiktiven französischen Urzeitfilm „Am Anfang war das Feuer“ kennt wird wohl doch einen Realitätsschock bekommen denn neueste archäologische Funde aus Spanien lassen nur den Schluß zu, dass die Neandertaler, zumindest in dieser Region, regelrechte Kannibalen waren, die weder vor Babys noch vor Kleinkindern halt machten – mehr dazu im oben erwähnten Video. Stichwort „Archäologie“.
Wenn hundert halbverdurstete Menschen in der Wüste auf ein Glas Wasser stoßen, gibt es Mord- und Totschlag.
Aber Danke fürs Video
Wir leben aber in einer Zeit des Überflusses und sind dabei die ganze Welt zu vernichten.
@Monotoner
🤔
@Dan
Gerne geschehen 😉
Aha, da haben wir’s. Es geht nicht um Neandertaler, sondern um die Jungsteinzeit. So hat sich mein Kommentar gelohnt, weil ich mir die Zeit erspart habe, das Video anzusehen.
Die Jungsteinzeit: Da waren die Leute bereits sesshafte Ackerbauern und Viehzüchter. Dass es in dieser Zeit – erstmalig (!) – zu Massakern gekommen ist, steht auch in dem im Artikel angeführte Buch „Evolution der Gewalt“, und zwar mit einer ausführlichen Darstellung, der archäologischen Belege (die wohl dieselben sein dürften, die auch in deinem Video gezeigt werden)
Die These lautet aber, dass es in der Altsteinzeit noch keine organisierte Gewalt gegeben hat.
Na ja da Sie sich dass sehr interessante, und aufklärerische, Video eh nicht ansehen wollen ist es müßig mit Ihnen weiter darüber zu diskutieren😉
Gruß Bernie
Der Einwand ist berechtigt. Es wird von einem Fall aus der jüngeren Altsteinzeit (33.000) eines durch Gewalt ums Leben gekommenen Menschen berichtet, die anderen Massenfälle sind aus dem Neolithikum (rund 10.000 Jahre).
Mittendrin weist der Sprecher daraufhin, dass die Jungsteinzeit durch das Aufkommen der dichteren Besiedelung durch Ackerbau und Sesshaftigkeit der Grund für die massiven Gewaltanwendungen sind. Also bestätigt er die Annahme von Meller und Co.
Das Beispiel aus der Hyksos-Dynastie (zweite
Zwischenzeit) ist ‚nur‘ 3500 Jahre alt.
@ Dan
Ich fand das Video auch sehr interessant zumal für was für gruselige Taten unsere menschlichen – oder frühmenschlichen – Ahnen fähig waren 🧟🧟🧟🧟
Gruß
Bernie
„dass sehr interessante, und aufklärerische, Video“
Ah fein, endlich wieder einer, der „DIE WAHRHEIT“ verkündet.
Hatte ich irgendwie schon vermisst…
Als bekennender Atheist sind Sie schon ziemlich missionarisch unterwegs. Wenn man Ihre Überzeugung nicht teilt, muss man sich mit diesem nicht weiter auseinanderzusetzen, richtig ?
Kommt mir irgendwie bekannt vor…
@Brian
Zu Ihren unqualifzierten Bemerkungen nur soviel ziehen Sie sich zurück in Ihre Höhle in Norwegen, oder unter die Brücke, wo Wesen ihresgleichen gerne in skandinavischen Gefilden hausen, wenn Sie sich nicht gerade als Provot…e im Netz herumtreiben….. *grins*
Amüsierte Grüße
Bernie
Da entlarvt sich einer selbst.
Ad hominem und „unqualifizierte Bemerkungen“. Zu mehr reicht es nicht ?
Hach ja, war doch nur als Witz gemeint, haben Sie denn keinen Humor…
Ihre ‚Antworten‘ machen dem Monotonen große Konkurrenz. Wiederholungstaste gedrückt und völlige Vorhersehbarkeit. Dazu regelmäßiges Abblocken von Inhalten, denn schließlich hat man Ihnen zuzuhören und beizupflichten.
Ihre ‚Kommentare‘ schenke ich mir in Zukunft, denn irgendetwas Substanzielles, Neues oder weniger Belangloses haben Sie offensichtlich nicht zu bieten.
Sie werden sich wahrscheinlich nicht davon abhalten lassen, erneut eine völlig oberflächliche und vorhersehbare ‚Antwort‘ zu verfassen, Ich würde dann als Schreibfläche den posterioren Aurikel-Bereich vorschlagen. Narzisstische Peinlichkeiten interessieren mich einfach nicht.
dito lieber.“Brian“🧌🧌🧌🧌🧌 oder Provo 🧌🧌🧌🧌🧌 Amüsierte Grüße Bernie 😆😅🤣🤣🤣🤣
Diese völlig unmotivierte und sinnbefreite Hetze gegen das schulische Konzept ist garantiert das Ur-Trauma des Artikelschreibers, dessen Artikel durch einen Bruch in zwei Hälften splittert, wobei das eine mit dem anderen nichts zu tun hat. Wenn der
AutorSchmierfink mal sein persönliches Trauma überwunden hat, ist er eventuell fähig, anderen etwas beibringen zu können. Aber nur eventuell. Wer anderen den Wissenserwerb vermiesen will, gehört grundsätzlich in therapeutische Behandlung.Die Schule wurde nicht „erfunden“, Schule fand immer dann statt, wenn Opa den Enkelkindern erklärte, wie man das so macht mit dem Bogen und dem Pfeil, dem Fährtenlesen und dem Fischen.
Für Nixmerker: das schulische Konzept kann man an jeder Musik- und Volkshochschule im Kern bewundern.
Kein Mensch ist in der Lage, grundlegende und ausreichende Wissensvermittlung in allen Fächern – Deutsch, Mathematik, Physik, Biologie, Chemie, Fremdsprache, Geografie, Musik, Kunst, Gemeinschafts- oder Heimatkunde, Religion/Ethik und Geschichte – zu erteilen. Ob darüber hinaus die Schüler und Schülerinnen ideologisch manipuliert werden, ist davon unabhängig und muss selbstverständlich kritisiert werden. Die aberwitzige Hetze gegen Schulen spielt den Leuten in die Hände, die sich als angebliche Bildungsexperten aufspielen Biologie, Chemie und Physik könnte man gemeinsam in einem Fach unterrichten“.
Wenn Kinder in Gruppen gemeinsam lernen, führt das nicht „zu Isolation, Verlassenheit und Bindungslosigkeit“; wer so etwas behauptet, hat nicht eine einzige Tasse im Schrank.
Die rigorose Umsetzung der Schulpflicht verhindert Kinderarbeit und damit verbundene schwerste körperliche und geistige – echte traumatische – Schäden. Wer zu blöde ist das zu erkennen, möge zukünftig schweigen.
https://www.geo.de/geolino/mensch/6366-rtkl-bolivien-kinderarbeit-im-bergwerk
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@Dan
Ich kenne den Autor von anderen Texten (bei „Manova“) und möchte ihn doch etwas vor Ihrer Philippika in Schutz nehmen. Ich denke schon, dass er das Herz auf dem rechten Fleck hat und guten Willens ist.
Andererseits haben Sie mit Ihrem Loblied auf Bildung und Schule als Ort der organisierten Bildungsvermittlung natürlich vollkommen recht.
Man darf nicht das Kind mit dem Bade ausschütten, bloß, weil man vielleicht zufällig einen oder mehrere schlechte Lehrer hatte.
Die Alternative zur Schulpflicht wäre womöglich eine Rückkehr zu spätmittelalterlichen Verhältnissen mit einer analphabetischen und bildungslosen Volksmasse sowie Privatschulen und Privatlehrer für die Wohlhabenden und Reichen. Und ja, auf dem Weg dorthin sind wir ja schon.
mit dem blödsein ist das so eine sache … drei finger der hand, mit der man auf andere zeigt, weisen auf einen selbst zurück –
nach allem, was die akademisch top gebildeten mit ausrufung der corona-pandemie absonderten, sind mir sinn, zweck und inhalt unseres schulsystems als mittäter durchaus in den sinn gekommen …
auch der 2. weltkrieg gelang unserem land der dichter und denker in seiner perfidie ja besonders gut mithilfe von medizinern und juristen – und aktuell sind es auch nicht unbedingt krankenschwestern, müllmänner und putzfrauen, die russland für den dritten weltkrieg verantwortlich machen wollen
Bisschen Marx könnte helfen, die scheinbaren Widersprüche aufzulösen. Die ökonomischen Verhältnisse sind wohl in der Regel der Schlüssel dafür, wie friedlich eine menschliche Gesellschaft auf ihrer Entwicklungsstufe ist. Jedenfalls macht das für mich mehr Sinn als das Herumstolpern in naiven Konstrukten wie Hobbes angeblichem Naturzustand. Jäger und Sammler bei relativ dünner Besiedelung haben es eher nicht notwendig, kriegerische Akte zu begehen, die bringen denen keinerlei Vorteile, aber ein hohes Risiko. Die ökonomischen Sachzwänge des krisenbehafteten Lohnsystems – mal fehlen die Ressourcen, mal fehlen die Absatzmärkte, mal stört die Konkurrenz – machen für die Profiteure dieses Systems Krieg zu einer Einrichtung, die sich meistens rechnet, wenn man gegen die richtigen Gegner Krieg führt. Die menschliche Natur ermöglicht es, die durchaus vorhandene Aggressivität, die ja ein wichtiger Überlebensmechanismus unter vielen ist, staatlich sanktioniert in lukrative Bahnen zu lenken.
„[…] Jäger und Sammler bei relativ dünner Besiedelung haben es eher nicht notwendig, kriegerische Akte zu begehen, die bringen denen keinerlei Vorteile, aber ein hohes Risiko[…]“
Das sagen Sie mal den letzten noch ursprünglich Lebenden Jägern um Sammlern, z.B. auf den Andamanen und Nikobaren.
Vor denen übrigens die indische Regierung als „äußerst aggressiv“ warnt – mit Betretungsverbot der Andamanen-Inseln.
Wer sich nicht dran hielt, z.B. in missionarischer Absicht, der konnte früher sehr schnell als Leiche enden:
https://de.wikipedia.org/wiki/John_Allen_Chau
Nicht für ungut, aber is leider so…..
Gruß
Bernie
Ist wohl so. Reiht sich ein in das Bild das frühe Ethnologen von Australiern oder aus Südamerika abgaben.
Ich denke, Krieg ist zum Teil ein „Überschuss“ Phänomen.
Hier werden überschüssige Fähigkeiten eingesetzt.
Für Evolutionär sinnvoll halte ich das nicht, da sich der Genpool dadurch praktisch nicht verändert.
Strauss-Kahn berichtet sogar von einem Stamm, in dem die Oberschicht den Nachwuchs raubte und zwangsadoptierte.
Eigene Kinder zu haben war verpönt.
Ein reines Kulturphänomen das gar keine genetische ( aber kulturelk) Information vererbt.
Bernie
Ist denn der Grund für diese „äußerst aggressive“ Haltung der Sentinelesen bekannt? Nein?
Vielleicht haben diese Menschen einen handfesten Grund dafür. Vielleicht sogar diesen:
„Nach Ankunft der Europäer in Amerika starben große Teile der Urbevölkerung durch eingeschleppte Infektionskrankheiten wie Pocken, Masern, Mumps oder Grippe. Mancherorts kamen bis zu 95 Prozent der Menschen an solchen Krankheiten um, die bis dahin auf dem Kontinent unbekannt waren.“
https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/mexiko-welche-seuche-dezimierte-die-urbevoelkerung-a-1187998.html
Nachtrag: Bei diesem speziellen Fall sollte man unbedingt erwähnen, dass die Regierung m. M. n. die richtige Entscheidung getroffen hat und das Kontaktverbot der Sentinelesen in vollem Umfang respektiert. Das ausgesprochene Verbot, sich der Insel zu nähern oder zu betreten, wird auch von der Regierung im nötigen Fall mit Gewalt durchgesetzt.
@Dan
Vielen Dank für Ihre Überlegungen und Spekulationen 😉
Vielleicht ist da was dran, aber wie erklären Sie sich dann, dass z.B. auch heute noch in Papua-Neuguinea durchaus kriegerische Jäger und Sammlerkulturen existieren, die nie Kontakt mit der Außenwelt hatten und wo, dank Missionaren oder anderen westlichen bzw. asiatisch-modernen Einflüssen, ein solcher Kontakt stattfand sich nichts an der kriegerischen Natur der einstigen Jäger und Sammlerkulturen geändert hat.
Sah mal vor einiger Zeit eine Doku über Gangs in Papua-Neuguinea die mir die Haare zu Berge stehen ließ – sind teils die brutalsten Gangs unseres Planeten, die eben aus einst (angeblich) friedlichen, und nun „zivilisierten“ Jäger- und Sammlerkulturen (steinzeitlicher…) stammen.
Traurig, aber wie alles menschliche muss man wohl die Schwarz-Weiß-Sicht, hier die friedlichen Urahnen und die späteren kriegerischen Nachfahren aufgeben, und die Sache wohl etwas „bunter“ ansehen…..
Übrigens auch des US-Philosoph Steven Pinker schreibt in seiner „Gewalt: Eine neue Geschichte der Menschheit“, dass wir heute auf eine lange Evolution der Entwicklung zu Friedlichkeit hin zurückblicken dürften – anders ausgedrückt trotz aller Gewalt und Kriege leben wir, rein statistisch gesehen, in einer der friedlichsten Epochen der Menschheitsgeschichte…..
Man bedenke so Pinker in einer Beispiel seines Werkes, dass im späten Mittelalter ein Streit beim Abendessen, oder am Esstisch, oft in tödliche Gewalt mündete – ein Messer zwischen den Rippen…..um nur eines von etlichen Beispielen zu nennen, die Pinker in seinem epochalen Werk „Gewalt: Eine neue Geschichte der Menschheit“ beschreibt.
Gruß
Bernie
Nein Krieg rechnet sich nicht, außer für wenige. Aber Krieg gibt es nicht, weil er sich rechnet.
Aber ansonst sind sie auf dem richtigen Weg. „Der Mensch“ macht vieles von Natur aus, essen, koten, atmen, schlafen, vögeln, trinken… – aber Frieden und Krieg ist nicht in der Natur verankert. Beides ist Rassismus oder Biologismus. Ein Fehler, den auch der Autor macht.