
Krieg verlangt Gefolgschaft. Wer widerspricht, gilt schnell als innerer Feind. Stefan Lufts Artikel fragt, ob Freiheit und Rechtsstaat im Namen der Kriegstüchtigkeit geopfert werden – und warnt vor einer Logik, die selbst inhuman wird.
Mit dem Krieg als Massenphänomen, besonders dem Zweiten Weltkrieg, wurde die Bedeutung der Heimatfront als Teil der Kriegsfront unübersehbar. Die politisch-psychologische Unterstützung des Krieges und seiner Folgen durch die Bevölkerung gewann immer größere Relevanz für die Regierungen. So mussten männliche Arbeitskräfte, die zum Kriegsdienst eingezogen wurden, in den kriegswichtigen Industrien ersetzt werden. Ungewohnte und belastende Arbeitseinsätze für die Zivilbevölkerung waren eine Konsequenz. Die Herrschenden beanspruchen in Zeiten des Krieges eine unbedingte Folgebereitschaft für eine Politik, der es um Leben und Tod geht. Gegebenenfalls wird sie erzwungen.
Mächte des Lichts und der Dunkelheit

Die Bereitschaft muss möglichst groß sein, selbst Kriegsdienst zu leisten, oder Väter, Ehemänner, Söhne, Brüder in den Krieg ziehen zu lassen sowie die wirtschaftlichen und sozialen Kosten von Kriegen mitzutragen. In der Beurteilung des Feindes und der Bedrohung, die er darstellt, muss ebenfalls weitgehende Einigkeit bestehen. Für die Entschlossenheit, der politischen und militärischen Obrigkeit auf dem Weg in den Krieg und im Krieg Folge zu leisten, gilt Ähnliches. Sollten Widerspruch oder abweichende Auffassungen laut werden, droht der Kriegskonsens Risse zu bekommen. Treten dann die unvermeidlichen Folgen des Krieges stärker ins Bewusstsein, könnte die Kriegsmoral sinken, „Kriegsmüdigkeit“ droht[1]. Die Schwächung der Heimatfront hilft, so die herrschende Lehre, aber immer nur einem, nämlich dem äußeren Feind. Der Zusammenhalt der Heimatfront findet in der Loyalität zu den Herrschenden Ausdruck. Wer an ihren Narrativen zweifelt, wer gar der Kriegspolitik der Herrschenden die Unterstützung verweigert, sie für unbegründet oder für verwerflich hält, wird zum „inneren Feind“. Er kann, so die Interpretation, nur einer Sache dienen – der des äußeren Feindes. Mit liberalen Gesellschaften, denen Deutschland sich nach wie vor erklärtermaßen zurechnet, sind derart autoritäre Anwandlungen unvereinbar.
Grundfreiheiten (wie Meinungs- oder Versammlungsfreiheit) stehen konträr zu den angeblichen Erfordernissen, die sich aus dem vermeintlich unverzichtbaren Zusammenhalt der Heimatfront zwingend ergeben. Wer Grundrechte für sich in Anspruch nimmt, um Militarisierung und Erzeugung von Kriegstüchtigkeit zu kritisieren, steht demnach im anderen (feindlichen) Lager.
Der Manichäismus, der die Welt aufgeteilt sieht zwischen den Mächten des Lichts und der Dunkelheit, prägt die Außenpolitik in gleicher Weise wie die Innenpolitik. Die Dämonisierung und Entmenschlichung des Feindes gehört zu den wesentlichen Botschaften der Kriegspropaganda – auch im Westen. Der Fürst der Finsternis (der gegenwärtige russische Präsident), ein „Raubtier“ und „Ungeheuer“ (so der französische Präsident Macron im August 2025)[2], und die gegenwärtige russische Politik, die für alles Böse, Anti-Zivilisatorische stehe, habe auch ihre Handlanger im Reich des Lichts. Dieser innere Feind wird folgerichtig ebenso dämonisiert. Religiöse Metaphorik erweist sich dann selbst in einer religiös unmusikalischen Öffentlichkeit als dienlich. „Wer als Friedenstaube umherläuft, ist ein gefallener Engel, der aus der Hölle kommt“, ließ Bundeskanzler Scholz im Wahlkampf im August 2023 wissen.[3] Aus „Regierungskritikern“ oder „Oppositionellen“ werden in dieser Perspektive „Staatsfeinde“[4], abgeleitet von ihren fälschlicherweise unterstellten Auftraggebern gelten sie als die Negation jedweder Humanität. Von ihnen, so die Logik, ist nichts anderes als „Hass und Hetze“ und „Desinformation“ zu erwarten. „Wir werden unsere demokratische Widerstandsfähigkeit stärken, unter anderem durch (…) die Bekämpfung ausländischer Einmischung und die Abwehr von Destabilisierungsversuchen, einschließlich durch Desinformation und Hassreden“, erklärt der Europäische Rat 2024 in seiner „Strategic Agenda“.[5] Das Ziel des inneren Feindes: Schwächung, Zerstörung von innen heraus – mit einem Wort: „Zersetzung“. Dass sich ausgerechnet dieser Begriff aus dem Wortschatz der Totalitarismen des 20. Jahrhunderts neuer Beliebtheit erfreut – von SPD-Politikern[6] bis zu taz-Redakteuren[7] – kann deshalb nicht wirklich überraschen. Sprachsensibilität wird nur selektiv eingefordert.
Widerspruch von Innen wäre Bereicherung
Je länger ein Krieg andauert, desto dramatischer werden Inhalt und Tonart. Es reicht nicht mehr, die Positionen der Regierenden und der sie unterstützenden Parteien zu popularisieren. Der Staat zieht seine Samthandschuhe aus. „Feindsender“ werden verboten. Uneinigkeit darf nicht in die eigenen Reihen getragen werden. „In dieser Kriegszeit sind Worte wichtig. Wir sind massiver Propaganda und Desinformation über diesen verabscheuungswürdigen Angriff auf ein freies und unabhängiges Land ausgesetzt. Wir werden diesen Sprachrohren des Kreml nicht länger gestatten, ihre toxischen Lügen zu verbreiten, um Putins Krieg zu rechtfertigen und zu versuchen, unsere Union zu spalten“, ließ Ursula von der Leyen im März 2022 erklären.[8] Müssen oder können Demokratie und Rechtsstaat die Sender eines kriegführenden Nachbarstaates nicht aushalten? Muss die Bevölkerung vor „Feindsendern“ geschützt werden? Wird man auf diesem Weg den autoritären Staaten, zu denen eine größtmögliche Distanz gepflegt wird, nicht ähnlicher? Das Vereinigte Königreich verbot deutsche Feindsender im Zweiten Weltkrieg nicht, klärte die Bevölkerung aber über deren Charakter auf.[9]
Politische Auseinandersetzungen werden kriminalisiert.[10] Das Strafgesetzbuch mutiert zum Instrument gegen die Kritik an den Herrschenden.[11] Die Europäische Union verhängte bis Januar 2026 Sanktionen gegen 4.270 Personen. [12] Sie treffen inzwischen auch Unionsbürger wie den in Berlin lebenden Journalisten Hüseyin Doğru.[13] In seinem Fall sind auch seine Ehefrau und die Kinder betroffen.[14] Auch für den pensionierten Oberst der Schweizer Armee und Militäranalysten Jacques Baud bedeutet die Aufnahme in die Sanktionsliste eine in Rechtsstaaten bisher undenkbare Entrechtung. Wenn man sich als Regierungskritiker öffentlich zu erkennen gibt, „muss man damit rechnen, dass man eines Morgens aufwacht und feststellt, dass einem alle Konten und Vermögenswerte eingefroren wurden, dass man in die EU nicht mehr einreisen oder nicht mehr ausreisen darf, dass man Berufs- und Betätigungsverbot hat und einem niemand mehr für irgend etwas Geld geben darf. Sich dazu äußern darf man sich hinterher, aber eine Rolle spielt das nicht“, stellt Norbert Haering fest.[15]
Diese Entwicklung stellt die Gewaltenteilung in Frage und beseitigt die Meinungsfreiheit. Einschüchterung durch Hass und Hetze gegen Dissidenten, Angst vor lebensbedrohlichen Sanktionen der Europäischen Union und ihrer Mitgliedsstaaten – all das zeichnet sich seit Längerem ab. Jetzt ist es unübersehbar geworden. Die Inhumanität liegt in der Logik der Politik gegen den äußeren und den angeblichen inneren Feind. Überrascht sein kann niemand.
Für die Europäische Union und ihre Mitgliedsstaaten stellen sich gleichwohl grundlegende Fragen: Wollen sie sich wirklich zur Kriegspartei machen und nicht zuletzt für die eigene wirtschaftliche Zukunft zentrale Möglichkeiten des diplomatischen Ausgleichs und der globalen Zusammenarbeit preisgeben? Sollen Rechtsstaatlichkeit und über Jahrhunderte erkämpfte Werte wie die Meinungs- bzw. Zensurfreiheit wirklich aufgegeben werden? Sind sich die Verantwortlichen der daraus resultierenden Gefahren wirklich bewusst: der Gefahr, totalitäre Züge zu entwickeln, und letztlich zu dem zu werden, was man zu bekämpfen vorgibt? Wäre es nicht viel klüger, den Widerspruch im Innern als Bereicherung zu sehen, nämlich als unerlässliche Hilfe auf dem Weg zu bestmöglichen Lösungen?
Stefan Luft ist Mitautor (gemeinsam mit Jürgen Wendler und Jan Opielka) des Buches: „Mit Russland. Für einen Politikwechsel“. Neu-Isenburg 2025, Westend Verlag. Er Privatdozent am Institut für Politikwissenschaft der Universität Bremen.
Fußnoten
[1] https://www.deutschlandfunk.de/kriegsmuedigkeit-nachrichtenmuedigkeit-100.html
[2] https://www.n-tv.de/politik/Moskau-wettert-gegen-Macrons-Putin-Beleidigung-article25998084.html
[3] https://www.rundschau-online.de/politik/olaf-scholz-kriegsgegner-ukraine-gefallene-engel-aus-der-hoelle-muenchen-wuppertal-querdenker-spd-631482
[4] https://norberthaering.de/propaganda-zensur/eu-sanktionen-nato-giplel/
[5] https://docs.reclaimthenet.org/2024-557-new-strategic-agenda.pdf
[6] https://x.com/AndreasBovensc1/status/2009613757367062697
[7] https://www.butenunbinnen.de/videos/sendungen/butenunbinnen-9334.html
[8] https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/ip_22_1490
[9] https://www.dhm.de/lemo/kapitel/zweiter-weltkrieg/kriegsverlauf/rundfunkpropaganda-fuer-das-ausland-im-zweiten-weltkrieg
[10] https://www.cicero.de/innenpolitik/verharmlosung-von-kriegsverbrechen-volksverhetzung-meinungsfreiheit
[11] https://www.cicero.de/innenpolitik/ausweitung-von-188-stgb-deutsche-politiker-machtkritik
[12] https://data.europa.eu/apps/eusanctionstracker/
[13] https://overton-magazin.de/hintergrund/politik/der-fall-dogru-kafka-lebt/
[14] https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10261
[15] https://norberthaering.de/propaganda-zensur/sloat-baud-moreau/




Das Wort Zersetzung hat Implikationen. Es verweist auf Bakterien und Säure.
Dem Autor ist absolut zuzustimmen.
Hoffentlich hat er einen Bademantel.
Der äußerer Feind war schon immer eine Chimäre, eine Erfindung nationaler Bourgeoisien im internationalen Hauen und Stechen um verwertbare Ressourcen. Die Zurichtung der Insassen solch künstlicher Konstrukte wie „Nation” bestand deshalb auch immer schon aus einer Mischung von Appellen an niedrigste Instinkte und an ein Zugehörigkeitsgefühl vermittelnde Identitäten. Stolz zu sein auf Nationalität, Hautfarbe, Geschlecht, Herkunft und dergleichen – kurzum alles „Eigenschaften” für die niemand etwas kann, ist typisch für willfähriges Kanonenfutter, auf dass die eingeredete Superiorität die tatsächlich empfundene Inferiorität überdecke. Das Fehlen von Begründungen scheint den Wahnsinn nur umso natürlicher erscheinen zu lassen und damit erfolgreicher zu machen. Auch die Mittel der Massensuggestion sind die gleichen und unterscheiden sich im Laufe der Geschichte nur in der Zunahme an Effizienz.
Bin ebenso überrascht, dass dies überhaupt noch möglich ist. Die Szenerie, die auftretenden Charaktermasken erscheinen mir als ein aus der Zeit gefallenes Panoptikum von Irren. Dachte, dass wir schon mal weiter waren.
++++
——–!
Der Dr. Klöbner übt sich, mal wieder in Realitätsverweigerung die🦆bleibt draußen!
@Klöbner
Worauf bezieht sich eigentlich der „Dr.“ in deinem Pseudonym ⁉️
Die Doktoren, die ich bisher kennenlernte, lassen jedenfalls in privaten Äusserungen den Titel weg, weil sie sich eben nicht blasiert aufspielen wollen…
lol
Dr. med. vet. plast. für Kleintiere. (Preis 3000,-)
@Rob
+++++
Klasse Kommentar. Dass es nach wie vor so gut funktioniert, hat mehrere Ursachen…. In der Schule hat man mir nur beigebracht, DASS Hitler das Volk verführt habe, nicht wie konkret genau. Und weit verbreitete Armut und Nöte seien ein wichtiger Faktor gewesen, warum sie ihm alle gefolgt seien.
Der kurze Mitschnitt eines Gesprächs Hitlers mit einer Journalistin, wo er ihr erzählt, dass er den Menschen gegenüber soviel von Frieden geredet habe, dass er schon Angst hatte, dass sie ihm nicht in den Krieg folgen würden, seine Friedensabsichten also ernst, ja zu ernst nehmen würden, wurde vor einiger Zeit auf YouTube gelöscht und ist auch nicht mehr auffindbar, weil…. daran hätte man ja erkennen können, dass uns die Eliten heute nach exakt dem gleichen Muster zum Krieg „verführen“ wollen. Sie haben nicht einmal das Vokabular geändert. Sie reden heute immer noch von Frieden, während sie Krieg meinen.
Die sogenannte Aufklärung ist reine Verarsche. Die Eliten wissen sehr genau, was sie bei einer echten Aufklärung weglassen müssen, damit das Spiel beim nächsten Mal wieder komplett genauso funktioniert.
Und das „Witzigste“ sind z.B. Leute, die auf die Geschichte, auf die Zeiten des Nationalsozialismus verächtlich hinab schauen, arrogant und abgehoben behaupten, dass ihnen so etwas heute nicht passieren könnte, weil sie ja (angeblich) aufgeklärt seien, während sie gleichzeitig den gleichen Parolen zujubeln und insgesamt auf die gleichen Mechanismen hereinfallen. Bei solchen Leuten funktioniert es dann auch exakt die gleichen Verbrechen damit zu begründen, dass man die Vergangenheit angeblich verurteilt. Der Genozid in Gaza, der in Deutschland Staatsreligion pardon Staatsräson ist, ist so ein Beispiel. Völkermord mit Völkermord begründen, das musst Du erstmal hinkriegen… Kannste Dir nicht ausdenken, als normaler Mensch.
Diese Leute legen vor allem Wert darauf sich als etwas Besseres zu fühlen, nicht auf echtes kritisches Denken. Das – sich als was Besseres fühlen – ist ihr Lebenselixier.
Wokismus und Feminismus, aber auch „westliche Werte“ und „Demokratie und Menschenrechte“ sind aktuelle Identitätsstiftende Instrumente zur Manipulation der Massen, um eine Abgrenzung und Unterteilung in Gruppen, in – letzten Endes – wertvolle und wertlose Menschen zu erreichen.
Fazit: wer die Menschen mit diesen Methoden manipulieren und lenken will, der muss einerseits die Geschichte angepasst deuten und andererseits sich an Themen des Zeitgeists bedienen, um neue, aktuelle Identifikationspunkte und Abgrenzungen zu kreieren.
@Rob und @Richard
Sehr gut das sind Erkenntnisse und nicht irgendein aufgegabelter ideologischer müll.
@Richard
Volle Zustimmung!
„[…]Wird man auf diesem Weg den autoritären Staaten, zu denen eine größtmögliche Distanz gepflegt wird, nicht ähnlicher? […]“
Als historisch sich auskennender Mensch denke ich gerade folgendes:
Ist das nicht eigentlich in jedem Krieg so – jenseits von „autoritär“ oder „nicht-autoritär“?
Je länger der Krieg dauert um so ähnlicher werden sich die jeweils ausgesuchten „Feinde“ bzw. „Kriegsgegner“?
Gruß
Bernie
Und man wird ja nur DEM Bild ähnlicher, welches man ÜBER seine Feinde verbreitet. Das heißt ja noch lange nicht, dass der Feind tatsächlich so ist.
Stimmt auch wieder 😉
Gruß
Bernie
Ich nehme mal an dass die allermeisten Politiker, die diese momentane Schiene hier fahren, das auch alles wissen was in diesem Artikel steht (hoffe ich). Ich persoenlich nehme mal an, das sie diese Schiene fahren moechten, weil sie ihnen ein aehnliches Gefuehl gibt, das ein normaler Mensch hat wenn er am Computer ein Strategiespiel spiellt, wie z.B. „Die Siedler“, „Command & Conquer“ oder Vergleichbares. Bei so einem Spiel kann sich Otto Normalverbracher oder Lieschen Mueller als maechtiger Herrscher fuehlen. Rational betrachtet bringt es ihnen keinen Nutzen, sondern sie spielen es, weil sie dabei Freude am rumkommandieren haben. Und hier koennten sich die Spieler mal fragen, WARUM es ihnen grosse Freude macht, solche Sachen zu spielen. Meine Vermutung ist, dass sie dadurch eventuell Minderwertigkeitgefuele kompensieren koennten. Ich bin mir da nicht sicher. Bei manchen Politikern koennte es vielleicht sein, dass sie suechtig sind. Machtsuechtig. Jeder Suechtige ist bestrebt, sich immerfort diejenige Droge zuzufuehren, die ihm den Suchtdruck nimmt. Und ich nehme mal an, bei Machtsuechtigen es eben die Droge ‚Macht‘ ist. Wenn sie sie erlagt haben, sind sie in so etwas wie einem Rausch. Machtrausch. Nun ist aber eben auch bekannt, dass jede Sucht eine psychische Stoerung ist. Ohne vernuenftige Suchtterapie schafft man es oft ueberhaupt nicht, jemals von seiner Sucht loszukommen. Die nachhaltigste Therapieform bei Suchtverhalen ist geeignete Psychotherapie. Aber um in deren Genuss zu kommen muesste man zunaechst einmal sich seiner Sucht bewusst sein. Und zusaetzlich muesste sich so ein Suechtiger auch dazu entschliessen, seine Sucht als Problem anzusehen und sich infolge rationaler Einsicht dazu entschliessen, sich davon therapieren zu lassen. Ich vermute aber, dass sogut wie alle Machtsuechtigen ihre eigene Sucht nicht als Problem ansehen. Vermutlich, weil sie der Meinung sind, ihr destruktives Verhalten haette fuer sie niemals persoenliche negative Konsequenzen.
Ja, guter Punkt. Sehr ich auch so.
Das kann man auch weiter führen: Der Eine spielt eine Wirtschaftssimulation, der Andere führt ein Unternehmen.
Alles Fragen, welche in den 60er, 70er und 80er Jahren gestellt und beantwortet wurden.
Und heute drehen wir – nicht ich – alles wieder auf Null.
Wie dumm ist der Mensch?
Nicht der Mensch ist dumm, sondern die Gesellschaft in der er lebt, macht die Menschen dumm.
Jeder erwachsene Mensch trägt auch Selbstverantwortung, kann Fragewn stellen wie ein Kind. Da braucht es noch nicht einmal ein Abitur!!! 🙂
Die Herrschaftsideologie mit ihren Narrativen muss natürlich ständig angepasst werden entsprechend den gesellschaftlichen Umständen und dem Herrschaftserhalt.
Geschichte wird vergessen, möglicherweise manchmal auch absichtlich.
Deshalb sagt man ja auch Geschichte wiederholt sich.
Wer hat die Macht über die Schulbücher?
Kann man sich bei der Gelegenheit mal fragen.
Vermutlich sind es sehr sehr viele Menschen, die das ganze Schauspiel erkannt haben. Vielleicht sogar Bevoelkerungsmehrheit. Ich vermute einfach mal, dass von denen fast alle Angst haben, Widerstand zu zu leisten, , ja sie werden sich voielleicht kaum trauen, ihre Meinung mit Anderen zu telien. Besonders schwierig ist es fue Jene, in die Apparatmuehle hier eingebunden sind. Die sind faktisch dazu gezungen, das ganze Spiel gegen ihren Willen mit voranzutreiben. Einfach aus Angst, bei Widerstandsversuch ihre Existenzgrundlage zu verlieren.
@ Roland Weinert
„Alles Fragen, welche in den 60er, 70er und 80er Jahren gestellt und beantwortet wurden.“
Mag sein, dass diese Fragen gestellt wurden, aber sie wurden keineswegs beantwortet.
Das politische Gebilde „DDR“ war synthetisch und von äußeren Einflüssen so abhängig wie bedroht. Das politische Gebilde „BRD“ war die größte PR-Aktion in der Menschheitsgeschichte.
Unter diesen Umständen waren keine vernünftigen Antworten möglich.
Die DDR war kein „politisches Gebilde“, sondern ein sozialistischer Staat. Und „synthetisch“? Was soll dieses Wort hier bedeuten? Die DDR hatte eine Verfassung, etwas, was man in dieser BRD vergeblich sucht. Wenistens hier sind wir uns ja anscheinend einig.
Es ist wie eine niemals endende Krankheit, dass „der Wessi“ ( der überwiegende Teil) immer, wenn es brenzlig wird, mit nacktem Finger auf die DDR zeigen muss, überzeugt von dem Glauben, dadurch sich (und sein menschenfeindliches Staatssystem) irgendwie aufwerten zu können. Das zieht nicht mehr! Lasst es!
Quelle [7] verweist nicht auf taz, sondern auf ‚butenunbinnen‘. Quelle taz fehlt.
Selbst die totalistische DDR hat Feindsender nicht verboten, sondern klärte auf mit Carl Eduard von Schnitzlers „Schwarzen Kanal“.
Ja, verboten wohl tatsächlich nicht, außer für Staatsorgane:
https://de.wikipedia.org/wiki/Westfernsehen#Verbote
Was wir, als Nichtjuristen, aber nicht wussten (ich zumindest nicht). In totalitären obrigkeitsgeführten Gesellschaften, schwingt die Drohung ja immer unterschwellig mit und was gewollt war und was nicht, wusste jeder.
Ist m.E. auch jetzt nicht viel anders, man geht ja nicht den Rechtsweg, sondern schikaniert die Leute, kündigt ihnen die Kontos, spioniert sie aus, verleumdet und übervorteilt sie usw. es ähnelt sich doch sehr, die Uschi hätte sich super mit Margot und Mielke verstanden.
Es gab auch keine Probleme in der DDR die Praline, Bunte, St. Pauli-Nachrichten etc. zu lesen. Gab es in unserer Bibliothek, die Omas haben die regelmäßig von der CDU Bonn mitgebracht. Ausleihen ging aber nur mit einer Leistung für die Omas (Beispiel Garten umgraben usw.).
Diese Barbarisierung von Sprache und Gesellschaft die von Regierungen und den MSM betrieben wird, ist typisch für eine Gesellschaft im Vorkrieg, das ist die psychologische Mobilmachung, die der militärischen vorausgeht. Das lässt sich literarisch heute noch bei Karl Kraus „Die letzten Tage der Menschheit“ und bei Victor Klemperer im „LTI“ nachlesen. Das ist die ideologische Zurichtung der Deutschen auf eine neue Runde bei Mord und Totschlag. Wir rennen darauf zu, die konvertierten PazifistInnen vorneweg. Wir können sie aber noch aufhalten. Die Mittel hierzu fallen aber überwiegend unters Strafrecht oder sind sowieso illegal, das gilt z.B. für den Generalstreik. Wenn nicht heute, dann morgen. Sofern sie wirksam sind.
@“Krieg verlangt Gefolgschaft. Wer widerspricht, gilt schnell als innerer Feind.“
Ein Mann, der die Wahrheit spricht, braucht ein schnelles Pferd – Ein armenisches Sprichwort
Die Verbrechen der EU
https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/nach-eu-sanktionen-bank-verlaengert-kontosperrung-von-berliner-journalisten-li.10015081
SAGT NEIN!!! zu diesem Kriegsirrsinn (ist doch wohl wirklich nicht schwer dieses Wort mit vier Buchstaben auszusprechen, gelle)
https://www.sagtnein.de/
> Politische Auseinandersetzungen werden kriminalisiert.[10] Das Strafgesetzbuch mutiert zum Instrument gegen die Kritik an den Herrschenden
Eins ist klar, im Kriegsfall wird das was bei Corona noch im Raum stand, ausgeführt.
@Patient 0
Es geht auch ohne Strafgesetzbuch und vollständig illegitim bis zum Existenzentzug
https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/nach-eu-sanktionen-bank-verlaengert-kontosperrung-von-berliner-journalisten-li.10015081
Steht alles schon im Lissabon-Vertrag gegen den aber die Masse nichtmal protestiert ,geschweige versucht hat ihn zu verhindern. Den hätte auch jeder lesen können um zu wissen was auf uns zukommt.
https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/ALL/?uri=OJ%3AC%3A2007%3A306%3ATOC
Genauso träge ist die Masse jetzt auch um gegen Kriegstüchtigkeit und Aufrüstung zu protetieren (bis auf wenige Ausnahmen)
Wer „1984“ aufmerksam gelesen hat, weiß, dass die aufgezählten negativen Mechanismen nicht INFOLGE eines Krieges eingesetzt werden, sondern der Krieg, bzw drohender Krieg dem ZWECK DIENT ebendiese Mechanismen aus der Kiste zu holen. Krieg ansich ist ja lediglich das Aufbauen eines Feindbildes, des absolut Bösen, welches unter allen Umständen bekämpft werden muß. Und nichts eint eine Menschenmasse mehr, als gemeinsam gelebter Haß. Und nichts läßt eine kleine Schicht von Parasiten besser verdienen als ein Krieg. In keinem anderen Zustand lassen sich Menschen leichter u. williger ausbeuten bis auf´s Blut. Insofern ist der Krieg die Kirsche auf der Torte des Kapitalismus
Ein vernünftiger Mensch würde sich fragen ob er unter der Regierung von xy besser oder schlechter lebt als unter seiner derzeitigen Regierung. In 99% der Fälle gäbe es keinen Unterschied. Die Masse der Bevölkerung hätte einen ähnlichen Lebensstandard und ähnliche Lebensumstände, bzw. Freiheiten. Die Gesetzgebung würde sich nicht allzusehr unterscheiden – es sei denn der IS würde einmarschieren. (frag mal die Syrer!). Aber ob ein x-beliebiger Ukrainer einen Präsident Selensky oder einen Präsident Putin hätte, er würde den Unterschied wahrscheinlich nicht bemerken, außer, dass er noch Arme u. Beine hätte, Arbeit hätte oder wenigstens Rente bekäme.
Für Selensky und seine Bagage sähe das allerdings anders aus…..Was die Europäischen Machthaber betrifft: Ihnen würden die Pilgerfahrten nach Kiew sicherlich fehlen, sie sollen ja recht einträglich sein, wie es gerüchtet…
Ein Forent schrieb von Sucht. Nein, die sind nicht süchtig, sondern bringen einfach ihr Schärflein ins Trockene, auch wenn es hunderttausende Menschenleben kostet. Aber ja das ist krank! Da lobe ich mir doch den Trump´schen Stil, der unnötiges Blutvergießen vermeidet und gleich den Kopf entführt. Ob gerechtfertigt oder nicht, ist dabei Interpretationssache. Vielleicht darf man hoffen – ähhem – da wären noch so einige Köpfe in der EU, allen voran eine Betonfrisur, die evtl, vielleicht…………
Bereits Clausewitz schrieb „Der Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln.“ 1830..
Der Westen und sein ‚unipolares System der Lieferketten im MIK, hat doch selbst vorgeführt, was ihre Lieferketten können, NICHTS.
Was soll der Jahre andauernde Nihilismus, über Stärke?
Alle begonnen Kriege durch den Westen, hatten keinen Erfolg für ihre demonstrierten Werte, das Kapital, hatte Erfolg.
Heute steht das westliche Kapital vor einem Problem, wie sie ihre aufgebaute Blase weiterhin produktiv erhalten können. Diese Blase ist im Endspurt zur Selbstdemontage unterwegs.
Die Frage zum Kapital besteht darin, wie man diesen Absturz gemein verträglich reguliert.