
Die Debatte um eine mögliche Rückkehr der Wehrpflicht wird lauter – doch was bedeutet es, wenn ein Staat das Leben seiner Bürger beansprucht?
Moderne Staaten beruhen auf einem Gefüge von Rechten und Pflichten, die das Zusammenleben ordnen: unter anderem Steuerpflicht, Schulpflicht, die Einhaltung der Gesetze. Diese Pflichten sind sinnvoll und begründbar, weil sie das Funktionieren einer politischen Gemeinschaft sichern, die wiederum den Einzelnen schützt. Doch nicht jede staatliche Forderung lässt sich in diese Logik einfügen. Es gibt Grenzen, jenseits derer der Staat nicht mehr Garant individueller Freiheit ist, sondern zu deren potenziellem Gefährder werden kann. Die Wehrpflicht markiert eine solche Grenze besonders klar.
Die Wehrpflicht als unzulässiger Zugriff auf das Leben des Einzelnen
Die Wehrpflicht fordert etwas, das kein Staat moralisch verlangen darf: die Bereitschaft, das eigene Leben für staatliche Zwecke zu riskieren. Eine Befolgung dieser Pflicht wie auch die Akzeptanz ihrer zugrunde liegenden Logik erscheinen kaum gerechtfertigt. Ihre Idee wirkt nicht nur anachronistisch, sondern auch deshalb absurd, weil sie den historischen Erkenntnisgewinn über die zerstörerischen Folgen des Krieges fortlaufend ignoriert und damit versucht, ein überholtes Prinzip künstlich funktionsfähig zu halten. Indem sie die Weiterentwicklung gesellschaftlicher Einsichten ausblendet, trägt sie dazu bei, dass Menschen ihre eigene Geschichte immer wieder ignorieren. Die Ablehnung der Wehrpflicht bedarf daher keiner gesonderten Begründung; sie entspringt dem menschlichen Bedürfnis, Leben zu bewahren und aus erlittenen Erfahrungen Fortschritte abzuleiten. Dennoch wird die Auseinandersetzung mit ihr erneut notwendig.
Die Vorstellung, ein Mensch schulde einem Staat militärische Opferbereitschaft, hat historisch unermessliches Leid zwischen Staaten hervorgebracht. Sie hat Generationen geopfert, politische Fehlentscheidungen legitimiert und Konflikte verlängert, die ohne die Verfügbarkeit von Menschen als Ressource kaum denkbar gewesen wären. Dass diese Idee heute wiederkehrt, wirkt weniger wie politische Notwendigkeit als wie die Wiederbelebung eines Denkens, das längst überwunden schien – und dessen Folgen hinreichend bekannt sind.
Philosophische Perspektive: Die Unverfügbarkeit des Lebens
Philosophisch betrachtet berührt die Wehrpflicht einen Kernpunkt moderner Ethik: die Unverfügbarkeit des menschlichen Lebens. In der Tradition Kants ist der Mensch niemals Mittel, sondern stets Zweck an sich. Eine Pflicht, das eigene Leben zu riskieren, widerspricht diesem Grundsatz fundamental. Sie verwandelt den Bürger in ein Instrument staatlicher Interessen – und genau darin liegt die moralische Grenzüberschreitung. Rhetorische Bemäntelung – ob als „Dienst am Vaterland“ oder „Verantwortung für die Gemeinschaft“ – ändert nichts an dieser Struktur. Sie bleibt übergriffig und anmaßend – und damit unethisch.
Politische Realität: Die Interessen hinter der Fassade
Die offizielle Begründung der Wehrpflicht – die Verteidigung des Staates – hält einer nüchternen Analyse selten stand. In der Realität werden nicht die Bürger geschützt, sondern die Interessen politischer und wirtschaftlicher Eliten. Nationale Appelle, Pathos und Pflichtrhetorik dienen als Fassade, um Entscheidungen zu legitimieren, deren Konsequenzen nicht diejenigen tragen, die sie treffen.
Diejenigen, die am lautesten Opferbereitschaft einfordern, sind erfahrungsgemäß die letzten, die ihr eigenes Leben dafür einsetzen. Diese Asymmetrie ist kein Zufall, sondern strukturell: Macht schützt sich selbst, nicht die Menschen, die sie tragen sollen.
Diese Dynamik ist im Übrigen kein nationales Phänomen, sondern ein wiederkehrendes Muster politischer Macht in unterschiedlichen Staaten und Epochen.
Freiwilligkeit als Problem, nicht als Lösung
Die Ablehnung der Wehrpflicht bedeutet jedoch nicht, dass Menschen „freiwillig“ ihr Leben in bewaffneten Konflikten verlieren sollten. Auch die Freiwilligkeit entlastet das Prinzip Krieg nicht. Sie verschiebt lediglich die Verantwortung vom Staat auf das Individuum, ohne die Logik des Krieges selbst zu hinterfragen.
Wenn Krieg als politisches Mittel eingedämmt werden soll, beginnt dies nicht erst auf der Ebene staatlicher Institutionen, sondern auf der Ebene individueller Entscheidung. Eine bestenfalls globale, menschliche Verweigerung, sich für politische oder ökonomische Interessen zu opfern, wäre der konsequenteste Schritt, um das Prinzip Krieg selbst zu delegitimieren – nicht aus naiver Friedenssehnsucht, sondern aus der Einsicht, dass aktuelle Konflikte selten von jenen verursacht werden, die sie austragen müssen.
In diesem Sinne ist Verweigerung kein privater Akt, sondern ein politischer: Sie entzieht dem Krieg seine elementare Ressource – den Menschen, der bereit ist, für ihn zu sterben.
Appell an die Verantwortung des Einzelnen
Eine ablehnende Haltung gegenüber der Wehrpflicht – und gegenüber dem Prinzip Krieg selbst – bleibt unvollständig, wenn sie sich auf Analyse beschränkt. Erkenntnis allein verändert nichts. Politische und gesellschaftliche Strukturen bestehen fort, solange Menschen sie durch Gewohnheit, Schweigen oder Resignation mittragen. Verantwortung wahrzunehmen, beginnt dort, wo Einsicht in Konsequenz übergeht.
In einer Zeit, in der komplexe Zusammenhänge oft vorschnell als „Verschwörung“ abgetan werden, ist es umso wichtiger, die Fähigkeit zur Unterscheidung nicht zu verlieren. Nicht jede unbequeme Wahrheit ist eine Verzerrung, und nicht jeder strukturelle Zusammenhang ist ein Hirngespinst. Die großen politischen und ökonomischen Mechanismen unserer Gegenwart bestehen aus vielen einzelnen „Puzzleteilen“ – jedes für sich unscheinbar, aber in ihrer Gesamtheit kaum noch als Zusammenhang zu übersehen.
Mut ist dabei kein heroischer Akt, sondern die Bereitschaft, intellektuelle Redlichkeit über Bequemlichkeit zu stellen. Mut bedeutet, sich nicht von der Lautstärke offizieller Narrative einschüchtern zu lassen, sondern die eigene Urteilskraft zu verteidigen. Mut bedeutet, sich nicht in die Rolle des bloßen Zuschauers zu fügen, sondern die eigene Stimme als Teil des politischen Raums zu begreifen. Viele, die sprechen könnten, schweigen. Gerade angesichts politischer Bestrebungen hin zu mehr Kriegstüchtigkeit stellt sich die Frage, warum nicht mehr Menschen widersprechen. Eine lebendige Demokratie braucht Beteiligung.
Eine Gesellschaft, die Krieg als politisches Mittel überwinden will, braucht nicht nur Institutionen, die Frieden verwalten, sondern Menschen, die ihn einfordern. Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen – nicht im Sinne staatlich verordneter Pflichten, sondern im Sinne einer selbstbewussten, aufgeklärten Bürgerschaft. Menschen, die verstehen, dass politische Macht nicht im Abstrakten existiert, sondern aus der Summe individueller Entscheidungen entsteht.
Die Verweigerung, sich für Interessen zu opfern, die nicht die eigenen sind, ist kein Ausdruck von Schwäche, sondern von Mündigkeit. Sie ist ein notwendiger Schritt, um jene Strukturen infrage zu stellen, die Krieg immer wieder möglich machen. Und sie ist ein Beitrag zu einer politischen Kultur, die den Menschen nicht als Mittel behandelt, sondern als Zweck.
Die Wehrpflicht als Relikt ohne Zukunft
Die Wehrpflicht ist ein Relikt aus einer politischen Kultur, die den Menschen als Material verstand. In einer freiheitlichen Gesellschaft hat sie keinen legitimen Platz. Ein Staat, der seine Bürger respektiert, fordert nicht ihr Leben ein. Und eine Gesellschaft, die ihre eigenen Werte ernst nimmt, darf nicht erwarten, dass Individuen – ob gezwungen oder „freiwillig“ – ihr Leben für Interessen opfern, die nicht die ihren sind.
Die klare Absage an die Wehrpflicht ist daher mehr als eine politische Position: Sie ist ein notwendiger Schritt, um das Prinzip Krieg selbst zu hinterfragen und perspektivisch zu überwinden.





Dem Artikel kann man nur vollumfänglich zustimmen. Ich wurde seinerzeit bei meiner Musterung als untauglich (T5) befunden, habe aber dennoch klargemacht, dass ich einer Wehrpflicht niemals nachkommen würde. Ich habe sie auch schon damals für klar grundgesetzwidrig (Artikel1) gehalten.
Ich hatte lustigerweise T1, habe aber auch schon bei der Musterung angekündigt, zu verweigern.
Und im Nachhinein natürlich bitterlich bereut. Ich war ja so verblendet. Heute würde ich mich natürlich gaaaanz anders entscheiden. Und mir meiner staatsbürgerlichen Pflicht bewußt sein. Ich würde, ohne zu zögern, ein Liedchen trällernd zur „Ostflanke“ reisen und mithelfen, dort mal richtig aufzuräumen. Auf daß „mein“ Land und meine Polit- und Medienhanseln stolz auf mich sind. Denn das ist das Höchste, wonach ein Staatsbürger streben kann.
Mist…man sollte, glaube ich, nicht unbedingt 3 Tafeln Panzerschokolade verdrücken, in Stahlgewittern baden und im Hintergrund die Tages-Sau laufen lassen. Das kann schon mal den ein oder anderen synaptischen Kurzschluß generieren…
Das ist nicht das einzige Problem mit unserer Verfassung. Ich habe mich schon immer gefragt, wie z.B. Artikel 3 und Artikel 12a zusammen passen. Für mich ist das ein klarer Widerspruch und nach meinem Verständnis sollten vorangehende Artikel eigentlich auch einen höheren Stellenwert haben:
(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.
(1) Männer können vom vollendeten achtzehnten Lebensjahr an zum Dienst in den Streitkräften, im Bundesgrenzschutz oder in einem Zivilschutzverband verpflichtet werden.
Es sollte absolut unstrittig sein, dass ein Staat das Leben von wem auch immer beanspruchen darf!
Kein deutscher Staatsbürger sollte sich für diesen Staat oder die sog. ‚Westliche Un-Wertegemeinschaft‘, den die ÖRR propagandistisch unterstützen ( u. a. durch Propaganda-Formate wie https://www.ardmediathek.de/sendung/die-100-was-deutschland-bewegt/Y3JpZDovL25kci5kZS80OTU0 ), auch durch tätiges Nichttun / Verschweigen ( NATO-Osterweiterung als eine Kriegsursache ), Verdrehen von ( vermeintlichen ) Tatsachen, in welchem Pazifistinnen und Pazifisten u. a. Gruppen systematisch straffrei diffamiert werden, zu welchem Dienst auch immer zur Verfügung stellen – womöglich noch sein Leben riskieren, welches deutsche Politik mit Hilfe der Medien / ÖRR leichtfertigst aufs Spiel setzt seit dem Jahre 2001 bzw. dem 24.02.2022.
Angesichts der Schuld Deutschlands für Krieg und Leid und Genozid im 20. Jahrhundert, sollte es die Neutralität nach Schweizer Modell anstreben. ASAP!
Typen wie Röttgen / Kiesewetter ( beide CDU / Atlantik-Brücke e. V. ) u. a. ( wie z. B. Friedrich BlackRock Merz ) sollten nicht mehr im Fernsehen auftreten dürfen, um ihr unverantwortliches, völkerverhetzendes Denken zu verbreiten, das den Tod von Millionen Menschen billigend inkauf nimmt. Auch dieses Denken ist Ursache für den gegenwärtigen Stellvertreterkrieg in der Ukraine.
https://europeanleadershipnetwork.org/person/roderich-kiesewetter/
https://www.atlantik-bruecke.org/fuer-die-europaeer-sind-die-us-positionen-zu-russland-mit-den-eigenen-sicherheitsinteressen-nicht-vereinbar/
https://www.atlantik-bruecke.org/die-atlantik-bruecke/vorstand/vorsitzende-der-atlantik-bruecke-seit-1952/
https://www.lobbycontrol.de/aus-der-lobbywelt/friedrich-merz-kanzlerkandidat-mit-lobbykontakten-118722/
https://www.blaetter.de/ausgabe/2016/oktober/blackrock-kapitalismus
„Die schnellstmögliche Herbeiführung eines größtmöglichen Allgemein- / Weltwohles muss das oberste Ziel allen Denkens und Handelns in ziviler Bürgergesellschaft, Politik, Staat, Wirtschaft und Wissenschaft sein.“ ( RW ) – Davon sind wir jedoch sehr weit entfernt!
Das stimmt alles was der Autor sagt. Dennoch muss man annehmen, dass bei allgemeiner Wehrpflicht das Militär nicht zu einem Bürgerkrieg verwendet werden kann oder zumindest ein großer Teil der Soldaten meutern würde, während ein Söldnerheer zum Bürgerkrieg geschaffen ist, besonders wenn es aus Migranten besteht.
Das einzige, was da sicher ist, ist der Spruch „Reichswehr schießt nicht auf Reichswehr“.
Der Rest ist Motivationssache.
Torwächter
Ganz genau so, wie ein großer Teil der Polizisten gemeutert hat, als die Jagd auf rodelnde Kinder, lesenden Rentnern auf Parkbänken und Maskenverweigerern beim Einkaufen zur Coronazeit befohlen wurde? Oder doch ganz anders?
❓
Wenn das Heer ersteinmal steht, dann wird es auch genutzt. Bei unseren jetzigen Regierenden
halte ich alles für möglich. Bei der Überwachung unserer Kommentare wird es nicht bleiben.
Demnächst steht dann morgens nicht das SEK oder Mek vor der Tür, sondern ein Sturmtrupp
der Bundeswehr.
Dein Argument taugt nicht, der Torwächter sprach ja gerade von allgemeiner Wehrpflicht. Die Pozilei ist in diesem Sinn eher sowas wie eine Berufsarmee mit langjährig dienenden Vollzugsmitarbeitern. Dem Polizisten ist irgendwann im Leben, selbst wenn er nicht aufgrund seines Psychogramms als Arschloch ausgesucht wurde, sein Einkommen und ggf. seine Pension wichtig, weil er eine Familie zu versorgen und ein Haus abzuzahlen hat. Das soll keine Entschuldigung sein, nur eine Erklärung. Diese o.g. Druckmittel hat die Regierung gegenüber einem Grundwehrdienstler mit 6 .. 36 Monaten gesetzlich geregelter Pflichtdienstzeit nicht.
Das Druckmittel gegen Wehrdienstverweigerer ist auch nicht ohne:
bis zu 5 Jahre Knast.
Ob das milder ist als der Verlust einer Luxuspension bei Pozileiern, die nicht auf ihre Brüder und Schwestern schießen wollen?
@arth_
Ok
Überraschend ist das nicht, wenn einem AfDler Kieler Matrosenaufstand, Spartakusaufstand, Novemberrevolution oder die Machtergreifung der Nazis nicht einfallen. 48er Revolution könnte man auch nehmen oder gar 30jähriger Krieg. Gab es damals allgemeine Wehrpflicht oder waren immer nur die Migranten schuld?
Schon vergessen?
Wir impfen euch alle!
Sicher, aber die Nazifa sind Überzeugungstäter. Das würde ich jetzt von der durchschnittlichen jungen männlichen Bevölkerung (17-27 Jahre, so grob als Zeitrahmen für Grundwehrdienst) so nicht behaupten.
„Wir impfen euch alle“
Ja, Krieg gehört ebenso wie die Coronapandemie zu den größten und lukrativsten Geschäften auf dieser Erde, angefeuert von einer renditesüchtigen Kaste.
Wer hierbei die Geschäftspartner sind, braucht man sicher nicht erwähnen.
„Moderne Staaten beruhen auf einem Gefüge von Rechten und Pflichten“
Hier verhält es sich aber wie bei HartzIV, nicht fördern und fordern sondern fordern und fordern!
Vielleicht gibt es noch ein paar Glasperlen dazu oder einen Blechorden billigster Art um für ein paar Reiche sein Leben zu opfern während die den Profit einstecken und in weichen Federbetten schlafen.
Wer Menschen dazu drängelt für sie in den Krieg zu ziehen, sollte zunächst selbst in den Krieg ziehen, frei nach dem Prinzip: Drängelmann geh Du voran!
Die Soldaten auf der USS-G-FORD wollten nach einem Jahr auf See zurück zu ihren Familien und nicht gegen den Iran in den Krieg ziehen.
Tödliche Krise auf der USS Ford, Iran-Krieg rächt sich an Trump | Larry Johnson & Patrick Henningsen
https://www.youtube.com/watch?v=XFxU_LH8_AI
Die Rechte sind irgendwie verloren gegangen und nur Pflichten sind übrig geblieben. Weshalb diese Pflichten auch nur noch als „hätten sie gern“ gesehen werden sollten. Für diesen Staat sollte niemand der seinen Verstand noch hat auch nur daran denken eine Waffe in die Hand zu nehmen, außer für eine Revolution. Ist aber was, was Deutsche noch nie konnten, also eher hoffnungslos.
„Moderne Staaten beruhen auf einem Gefüge von Rechten und Pflichten, die das Zusammenleben ordnen*: ….Diese Pflichten sind sinnvoll und begründbar, weil sie das Funktionieren einer politischen Gemeinschaft sichern, die wiederum den Einzelnen schützt.“
Was ist im Kontext mit •POLITISCHER Gemeinschaft• gemeint?
Die EU ist z.B. als solche konzipiert.
Aber die Summe der Individuen eines/r Staates/Nation ist entweder eine Gesellschaft und/oder eine (Schicksals)Gemeinschaft (mit stets offenem, aber selten positivem Ausgang für das immer träger werdende Gros).
*Dies ist im Übrigen kein Novum, welches von „Modernen“ Staaten erfunden wurde.
Die Absurdität einer Wehrpflicht kann man mit folgendem Beispiel sehr schön illustrieren (vorab: Ich bin übrigens selbst eine Frau):
Männer sind wehrpflichtig, Frauen nicht, weil sie im Prinzip schwanger und damit Mütter werden können. So das Narrativ.
Wenn nun Männer ihr Leben geben müssen, dann müssen Frauen gebären, das wäre die logische Folge.
Ergo: Das Pendant zur Wehrpflicht wäre also eine Gebärpflicht.
So und jetzt wüsste ich gerne mal, wie leicht man der Bevölkerung eine Gebärpflicht für Frauen verklickern könnte. Insbesondere in den angeblich so progressiven Kreisen, die zwar Gleichstellung in jeder Hinsicht verlangen, aber nicht in Sachen Militärdienst. Im Gegenteil, das sind Kreise, die häufig die Abtreibung komplett ins Ermessen der jeweiligen Frau stellen wollen.
Wie passt das zusammen?
Antwort: Gar nicht.
Und dass, obwohl frau bei einer Gebärpflicht ja nichtmal ihren Tod oder schwerste Verletzungen in Kauf nehmen müsste.
Das heißt übrigens nicht, dass ich eine Gebärpflicht fordern würde (das wäre absurd). Es geht mir nur darum, die Absurdität aufzuzeigen, mit der ein Staat selbstverständlich über das Leben seiner männlichen Staatsbürger verfügen will, als hätten wir uns nicht weiterentwickelt.
Und nein, es ist keine „Lösung“, stattdessen auch über das Leben von Frauen zu verfügen. Man verfügt nicht über anderer Leute Leben! In keinem anderen Bereich könnte man das heute noch von Bürgern verlangen. Wie kommt man auf die Idee, das wäre im Militärbereich anders? Plötzlich gilt keine Menschenwürde mehr (z.B. auch die Würde, keinen anderen Menschen töten oder schwer verletzen zu müssen), keine körperliche Unversehrtheit, nichts? Den Kriegsdienst kann man übrigens nicht verweigern, nur (wenn überhaupt) den Dienst an der Waffe.
Frage: Wo wollen die die ganzen Gefängnisse herzaubern, in die sie Menschen wie mich, die sich aus Gewissensgründen TOTALVERWEIGERN werden, einsperren wollt?
Liebe Kriegstreiber und Kriegsbefürworter: Vielleicht nehmt Ihr mal zur Kenntnis, dass wir im 21. Jahrhundert leben und das nicht nur, wenn es um Frauenrechte geht!
Liebe Grüße,
Eine Frau, der es massiv auf den nicht vorhandenen Sack geht, dass Emanzipations-Narrative nie auf Männer angewandt werden. Das ist sowas von 19. Jahrhundert! Und nein, es ist keine Lösung, wenn Ihr uns Frauen auch ins 19. Jahrhundert zurückkatapultiert, von wegen „Gleichberechtigung“. Es ist keine Gleichberechtigung, von einem Staat gezwungen zu werden, sein Leben oder mindestens seine körperliche Unversehrtheit (mindestens psychisch bleibt nämlich ein Knacks fürs ganze Leben) für einen Staat zu opfern. Der Staat ist für uns da, nicht wir für den Staat und wenn das nicht so ist, dann habe ich erst recht keinen Grund, einen solchen Staat zu „verteidigen“.
Du sprichst mir als Mann aus der Seele, der das Thema Emanzipation auch für Männer sieht und Vieles an der sog. Emanzipation wie wir sie kennen ziemlich schräg findet. Ich sehe Vieles davon in Wahrheit sogar als Benachteiligung von Männern.
Bumsen fürs Vaterland! Dann muss man aber noch ein paar Wehrpflichtige, die auf
beste Potens und einen prallen Sack voll Spermien getestet wurden, zu diesem Zweck
abstellen. Unter diesen Voraussetzungen melden sich bestimmt einige sogar freiwillig
zum „Dienst an der Waffe“.
Wie eklig ist das denn? Alles was vorne eine Loch und zwei Beine hat und gebärfähig ist bumsen zu müssen? Also ich melde mich da nicht freiwillig. Sogar Prostituierte können letztlich wählen, mit wem sie was machen. Das käme bei einer B-Pflicht ja nicht vor. Igitt.
@Bettina-di-Monaco
https://www.youtube.com/shorts/RUHBV-nT9l8
Hier spricht der Inbegriff der modernen Frau und Feministin
„Hey no…“
Psycho chicken – Qu’est-ce que c’est?!
Better run run run run run run run away
Ooh oh oh oh
A psycho chicken – what the fuck?!
Better run run run run run run run away
Oh oh oh oh aye aye aye aye aye
The Fools
@Bettina:
Du hast Ideen!
Wer bist du denn?
Werd‘ erstmal Oligarchin, dann ist auch der Staat für Dich da!
@Bettina-di-Monaco
Vollste Zustimmung!
Sehr wichtige Ergänzung ! Und schön, das es mal von einer Frau kommt. Die meisten schweigen da lieber oder jammern über Frauenunterdrückung während sie still ihre Privilegien genießen.
Das fehlt in dem Artikel bezeichnenderweise völlig, dabei ist es die sofort offen ins Auge springende Frage aber halt absolutes Tabu-Thema. Wie tabu sieht man daran, dass selbst so ein engagierter Artikel es nicht wagt, dass offensichtliche anzusprechen: „Sie hat Generationen geopfert“ Nein hat sie doch ganz offensichtlich nicht. Immer nur maximal die Hälfte, die männliche Hälfte.
Dass die ganze Gesellschaft und Kultur, so wie sie aktuell funktioniert nur funktioniert, dass Männer praktisch den rechtlichen Status von Nutzvieh haben und sich das nicht mal trauen dürfen anzusprechen, weil gleich in die Weichei-Ecke gestellt.
Deshalb ist hoher Status für Männer auch so erstrebenswert. Wenn erst mal auf der Position eins Kiesewetter, Röttgen oder ähnlicher Figuren, dann hat man es geschafft und kann weibliche Privilegien genießen, wie eben den Schutz des eigenen Lebens, andere für sich sterben lassen können oder nicht mehr seinen Lebensunterhalt selbst verdienen müssen. Seltsamerweise finden ja viele Frauen solche Hampelmänner auch noch attraktiv.
Das ganze lässt sich aus dem Sexual- und Partnerwahlverhalten der Spezies Mensch, also der Art und Weise der sexuellen Selektion erklären, aber das würde jetzt zu weit führen.
Ich will weiter nicht rummeckern an sich ist der Artikel sehr gut.
Ich denke, dass Frauen nicht an der Front verheizt werden, hat mehrere Gründe. Erst einmal sollen sie natürlich für neues Kanonenfutter sorgen, sprich Kinder in die Welt setzen (ab und zu ist der Partner ja mal auf Fronturlaub, wenn er noch lebt…). Dann muss der Laden/das zivile Leben auch weiter irgendwie am laufen gehalten werden. Nur Alte und Kinder reichen dafür nicht aus.
Und bestimmte Dinge müssen einfach weiter produziert werden: Lebensmittel, Kleidung/Uniformen; und was macht z.B. die Rüstungsindustrie, wenn sie nur noch auf alte Menschen zurückgreifen kann? Der Krieg soll doch weitergehen, damit unsere herrschende Klasse ihre Ziele erreichen kann. Es werden also Arbeitskräfte benötigt, die effizient sind und nach 12 Stunden Fabrikarbeit nicht gleich zusammenbrechen.
Alles in Allem ist diese Geschlechterdiskussion in meinen Augen ohnehin abzulehnen. Sie spaltet die Gesellschaft und lenkt vom eigentlichen Problem ab, das sich uns hier stellt: Die herrschende Klasse in unserem Land bereitet ganz offensichtlich einen Krieg vor. Eines der Symptome ist die Wiedereinführung der Wehrpflicht.
Dieser Krieg wird Männer u n d Frauen gleichermaßen betreffen, wenn er nicht irgendwie noch verhindert werden kann.
Prinzipiell schon OK, aber in einer verfassungsmäßigen Oligarchie muss es jedem klar sein, dass der „Staat“ nur eine notdürftige Fassade für die Partikularinteressen des Großkapitals ist.
……..es wird sie immer geben, die paranoiden Betonköppe, die sich vor einer herbeischwadonierten Bedrohung scheißen oder maßlos am Menschen zerhacken verdienen – solche kulturunfähigen Nichtmenschen sterben eben nicht aus. Gerade deshalb ist es unausweichlich, den Kampf gegen diese Figuren auf ewig weiterzuführen. Solche Klappspaten wie Kriegsminister Pissoirius verschwinden eben nicht einfach, solche …………er muss man entblößen in ihrer schändlichen Ungeistigkeit.
Staatsbürgerliche Pflichten gibt es nur, wenn der Staat seinen Pflichten gegenüber den Staatsbürgern nachkommt.
Da ist die erste und oberste Pflicht, nicht zu schaden und dann die Wohlfahrt des Landes zu befördern sowie die Freiheitsrechte der Staatsbürger zu schützen.
Nichts davon wird erfüllt.
Im ersten Teil des Artikels ist mir zu oft vom „Staat“ die Rede. Später kommt ja angedeutet die Aufklärung, dass nicht der Staat die Forderung zur Kriegspflicht stellt, sondern eine kleine Macht- und Geldgeile Elite.
Da muss man unterscheiden, was überhaupt der Staat ist. Das Ideal, welches mit ihm verbunden wird, war nie die Intention, die die Erfinder im Sinn hatten. Der Staat – wie wir ihn heute kennen – ist ein reines Machtinstrument, um die breite Masse unten zu halten, zu kontrollieren, Macht und Vermögen zu konzentrieren, auch um Kriege überhaupt erst führbar zu machen.
Viel sinnvoller ist das Konzept der Anarchie, wie es in Spanien 1936 einen Bürgerkrieg provoziert hat, weil es die ganz grundsätzliche Frage, ob es Menschen geben sollte, die über das Leben anderer Menschen bestimmen dürfen, ganz klar mit nein beantwortet. Daa war (und ist) die größte Angst der Eliten: dass die künstlich geschaffenen Hierarchien und die sich daraus ergebenden Privilegien aufgelöst werden, die Menschen ein selbstbestimmtes Leben führen.
In unserem System wird den Menschen schon von Kindesbeinen an (im Artikel genannte Schulpflicht) erzählt, dass sie eine Schuld hätten, die sie abzuarbeiten hätten. Für reiche Erben etc gilt das nicht bzw denen sind die anderen Menschen – das wird ihnen eingeredet – verpflichtet gegenüber.
Welche „Schuld“ gibt es? Ein Mensch muss seit immer schon für seine Nahrung sorgen. Also in erster Linie trägt er die „Schuld“ für sich selbst. Dann gab es auch immer schon, dass der Mensch – der es kann – eine „Schuld“ bzw Verantwortung gegenüber zumindest jenen Menschen hat, die das nicht können: Kleinkinder, Alte und Gebrechliche etc. In dem Sinne mal als das Gemeinwohl übersetzt. Dazu gehört in modernen System auch die Finanzierung gewisser Strukturen, die dem Zusammenleben dienen, es vielleicht auch einfacher machen oder es verbessern.
Der grundsätzliche Fehler im System war aber IMMER die Frage WEM genau „schulde“ ich denn was? Bzw… es gab immer Menschen, die sich dachten „ich will nicht arbeiten, das sollen Andere für mich erledigen und außerdem möchte ich in Reichtum leben“, Könige zB früher mal, heute Unternehmer bzw – schlimmer noch – Aktionäre. Vorsicht: nicht jeder Unternehmer ist böse und verfolgt diese Absichten. Was ich jedenfalls sagen will: aus einer grundsätzlich nachvollziehbaren Erzählung – „du musst arbeiten um zu essen und ein Dach über dem Kopf zu haben etc“ – wird sehr schnell „wieviel Prozent meines Daseins opfere ich eigentlich nur, damit jemand Anderes reich ist und bisweilen auf mir herumtrampeln kann“.
Kurz: solange ein System sich in Unterdrücker und Unterdrückte aufteilt – diese Hierarchie garantiert der Staat, wie wir ihn heute kennen – ist es kein gerechtes System.
Der Machtapparat versucht die Menschen zu täuschen und zu manipulieren. Die Menschen tragen eine Verantwortung, ja, aber keine Schuld, die sie bei irgendwem, der sich für was Besseres hält, abzutragen hätten.
Das Einfordern des Lebens eines Menschen selbst, damit das Aussetzen des grundsätzlichen Prinzips „Menschenrechte“ (Menschen als eigenständige Wesen zu begreifen), ist die Spitze des Eisbergs. Noch mehr kann man die Gelüste der Mächtigen die Menschen zu versklaven und zu unterjochen nicht auf die Spitze treiben.
@Richard
„ Da muss man unterscheiden, was überhaupt der Staat ist.“
—-
Endlich! Zumindest reißt Du es an.
Viele reden zu viel von den Pflichten des Staates. Das ist insofern Unsinn, weil der Staat
ein abstraktes Gebilde ist, ein Konstrukt. In Wirklichkeit gibt es ihn gar nicht. Er bleibt anonym.
Deshalb kann man ihm auch keine Pflichten auferlegen.
Hmmm … wenn eine Anzahl Menschen sich als Gemeinschaft
begreift und sich gemeinsam einem Ziel verpflichtet, dann hat
diese Gemeinschaft freilich eine „Pflicht“.
Dass die Praxis „Staat“ so nicht aussieht, steht auf einem anderen Blatt.
@scm
Bei Demonstrationen gegen Polizeigewalt in den USA,
knieten Polizisten vor den Demonstranten nieder, um wohl ihre Solidarität zu bekunden.
Frage: Was ist an dieser Geste falsch und was macht sie zu einem PR-Trick?
Antwort: Die Polizei ist nicht dem Bürger gegenüber verpflichtet, sondern einzig und alleine dem Gesetz. Ein Kniefall der Polizisten dem Bürger, den Demonstranten oder dem Einzelnen gegenüber ist demnach widersinnig (also falsch).
Die Polizisten mussten das wissen. Dennoch haben sie es gemacht und senden damit ein falsches Signal.
Diese vorgetäuschte Unterwerfungs-und Entschuldigungsgeste, soll implizieren, dass die Polizei fortan und zukünftig und überhaupt immer schon dem Bürger dient. Das macht es zu einer Farce und besagtem PR-Trick.
Ist ein einziger Polizist aus moralischen Gründen aus dem Verein ausgestiegen, weil etliche Kollegen sich eben nicht an das Gesetz halten? Das wäre eine glaubwürdige Geste gewesen.
Man lässt sich allzuoft täuschen.
Wenn wir von Staat reden, wen meinen wir denn konkret damit? Der Staat ist ein Regelwerk. Ein Konstrukt.
Als solches nicht ansprechbar. Deshalb anonym. Und wenn wir so leichtfertig mit diesem Begriff umgehen, zum Beispiel „der Staat hat die Pflicht“, dann ist das nicht nur falsch, sondern ermöglicht denjenigen, denen man eine solche Pflicht abverlangen darf und muss, sich ebenfalls weitestgehend in die
Anonymität zu verdrücken.
Ein Gesetz fragt nicht nach (moralisch) richtig oder falsch. Es fragt lediglich danach, ob Du es einhältst oder nicht. Hälst Du es ein, passiert nichts. Oder hast Du schon einmal ein Dankesschreiben dafür bekommen, dass Du gesetzestreu Deine Steuern bezahlst? Hälst Du es aber nicht ein, dann folgt die Strafe auf dem Fuße.
Es geht mir einfach um die begriffliche Unterscheidung.
Wenn wir mit Begriffen hantieren, dann müssen wir sie auch ihrer Bedeutung entsprechend anwenden. Ich kann auch nicht Auto sagen und meine damit in Wirklichkeit ein Fahrrad.
Dein Beispiel hinkt (ein wenig). Der Vergleich Gemeinschaft und Staat ist nicht zulässig. Dennoch gebe ich Dir in allem, was Du sagst recht, weil ich weiß, was Du damit meinst.
Und darauf kommt es letztlich an. Im Grunde sind wir einer Meinung.
@1.4-20:
Danke für die Antwort! Ich hab‘ jetzt leider nicht soviel Zeit wie ich gern hätte, deshalb hier nur ganz kurz:
Das ist zumindest dann ein mieser PR-Trick, wenn Du die knieenden Akteure nicht als Individuen, sondern als Repräsentanten einer Entität „Gewaltapparat“ verstehst.
Haben da Menschen gekniet oder robocops?
Choice is your’s!
Viele Grüße
Pirx
@scm
Haben die Demonstranten vor den Polizisten gekniet, oder umgekehrt?
Warum wohl?
Haben da Menschen gemordet oder Robocops?
„Im ersten Teil des Artikels ist mir zu oft vom „Staat“ die Rede. Später kommt ja angedeutet die Aufklärung, dass nicht der Staat die Forderung zur Kriegspflicht stellt, sondern eine kleine Macht- und Geldgeile Elite.“
Der Staat ist das Machtinstrument der herrschenden Klasse – Karl Marx
Herrschende Klasse aktuell = eine kleine Macht- und Geldgeile Elite
„… Erkenntnis allein verändert nichts…“
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Eine interessante Erkenntnis.
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„… Politische und gesellschaftliche Strukturen bestehen fort, solange Menschen sie durch Gewohnheit, Schweigen oder Resignation mittragen…“
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Um diese politischen und gesellschaftlichen Strukturen aufzubrechen, bedarf es der Aufklärung, soll heißen, dass ich die „Erkenntnis“ weitervermitteln kann,
soll sie denn Früchte tragen.
Wenn ich mir alleine die Dösbaddel
anschaue, denen ich in meinem Leben schon begegnet bin, komme ich schnell zu dem Schluss, dass gegen Dummheit kein Kraut gewachsen ist. (Ähnlich würde wohl auch ein Lemaitre über mich urteilen, mit aller Berechtigung, bei meinem Verständnis für Physik.)
Ich scheiterte also an der Dummheit des/der Anderen. Es bliebe noch die Möglichkeit, den Dummen dazu zu bringen, dass er sich dennoch intelligent verhält, ohne weitere Einsicht in sein Tun.
Also das tut, was er bisher auch getan hat, nur halt mit Richtungsänderung. Die Kuh auf eine andere Wiese stellen.
Um eine solche Richtungsänderung zu erreichen, bedarf es bei den Dummen also der nötigen Propaganda. Und damit wären wir wieder bei der Politik und den (gleichen) Mitteln, derer sie sich bedient.
Ach, wären nur alle einsichtig, oder zumindest immer der überwiegende
Teil. Leider sind die Dummen stets in der Mehrheit.
Erkenntnis scheint doch alles zu sein.
Den Artikel finde ich trotzdem sehr gut. Regt er uns doch an, uns mehr ins Zeug zu legen.
Ein Dilemma!
Wobei ich aus Erfahrung weiß, dass viele meiner
Mitmenschen Anarchie für durchaus erstrebenswert halten –
„wann’s an starken Anarchen hod!“
@scm
„ „wann’s an starken Anarchen hod!“
—-
Es hat ein bisschen gedauert, bis der Groschen gefallen ist. 😂😂😂 👍
Ein Dilemma! Ja, so ist es.
Ein schöner Kommentar.
In einem Krieg geht es nicht um Freiheit, Menschenrechte, Demokratie und anderen schönen Klimbim, sondern um Herrschaft und Machtausübung. Es geht darum, welche Eliten das Sagen haben und ob sie anderen Eliten Vorschriften machen können. Für den Erhalt und oder die Ausweitung ihrer Machtbereiche lassen die Eliten dann ihre Unterschichten gegen einander antreten. Die Staatspflichten gelten also nicht gegenüber dem Staat, sondern gegenüber seinen Eliten.
Erstaunlicherweise sind es jedoch die Eliten und ihre Angehörigen, die sich nicht aktiv am Krieg beteiligen. Darum würde ich vorschlagen, dass alle Politiker, Beamten und Medienschaffenden samt ihren Angehörigen zuerst eingezogen werden. Dieses Vorgehen sollte ihre Machtgier ein wenig bremsen.
PS. Am Donnerstag, den 5. März findet der zweite bundesweite Schulstreik gegen die Wehrpflicht statt.
@ Simon: Ich bin 67, muß ich mich jetzt bei der Volkshochule einschreiben um Streiken zu dürfen?
Was sollen denn diese im Dutzend naiven Appelle an die eigene Blase (neudeutsch für Echokammer, Meinungsfilterblase, ideologisches Umfeld) bewirken? Die Interessen der Reichen werden den Bürgern solange eingetrichtert, bis diese völlig davon überzeugt sind, ihre – angeblichen – Interessen wären deckungsgleich der elitären.
„Lieber tot als rot“
steht exemplarisch für ‚der Russe ist im Anmarsch/Keller‘ und ‚Barbarenstürme abwehren‘.
Das ist kein „Relikt“ aus der Vergangenheit.
/
Übrigens: die Moralphilosophie ist während des WK I im Schützengraben endgültig verreckt.
Wehrpflicht ist nichts anderes Leibeigenschaft und Sklaverei.
Um es nochmal zu betonen.
Nicht die „Wehrpflicht“ ist das Problem, sondern der „Staat“ der sie fordert.
Ihr arbeitet euch wie immer wieder nur an den Symptomen ab.
@Motonomer
Zumindest setzt Du Staat in Anführungszeichen.
Was ist die Ursache für dieses Symptom (die Anführungszeichen)?
Versteh ich nicht, wie man das nicht verstehen kann? 😧
@Motomoner
Warum hast Du in Deinem
Kommentar den Begriff Staat in Gänsefüßchen Gänsefüßchen gesetzt?
Diese Frage verstehst Du doch?
Wieso wurde denn die DDR in Gänsefüßchen gesetzt: „DDR“?
Ich wollte damit die Bedeutung von „Staat“ und „Wehrpflicht“ signifikant hervorheben.
Ich glaub‘ in kursiv wäre das klarer rübergekommen!
OMG!
Sie alle haben (sofern deutscher Staatsbürger) einen PERSONALausweis!!!
Personal ist an die Weisungspflicht seines Arbeitgebers (Dem deutschen Staat und aktuell seinem CEO Merz und dem restlichen Vorstand) gebunden!
Jegliche Weigerung ist Arbeitsverweigerung und wird mit Cancel Culture (Auslöschung der sozialen Identität) geahndet!
Hinzu kommen
– Sanktionen auf allen wirtschaftlichen und weiteren sozialen Ebenen
– Entzug der Staatsbürgerschaft
– Betroffene werden zu Vogelfreien und Unpersonen
Ansonsten haben Sie die Pflicht, Besitz und Vermögen der Leistungsträger (die oberen 30%) zu verteidigen und deren Standesrechte durchzusetzen.
„Personal ist an die Weisungspflicht seines Arbeitgebers (Dem deutschen Staat und aktuell seinem CEO Merz und dem restlichen Vorstand) gebunden!“
Der Bürger hat das Weisungsrecht und Merz müsste das umsetzen. In unserer DemokratieNIe wird es jedoch auf den Kopf gestellt.
@Otto0815
Ich verstehe die Irritation.
Es heißt richtig = D e m o k r a t u r !*
(*vormals Feudalismus)
Die Wehrpflicht sollte wie im alten Rom nur für die Besitzenden gelten. Bei denen trifft es mit „Mein Land verteidigen“ wenigstens zu. All die vielen, gerade jungen Leute denen hier nichts gehört, haben hier auch nichts zu verteidigen, wenn der Besitzer des Landes wechselt, kann es ihnen am Arsch vorbegehen.
Insbesondere unsere Oligarchen und ihre Sippen sollten den Kriegsdienst leisten, die haben sowohl zu gewinnen als auch zu verlieren. Die ganzen Habenichtse haben Glück wenn sie lebendig und mit heilen Knochen einen Krieg überleben, wer da gewinnt oder verliert kann ihnen komplett egal sein, sie haben von beidem nichts.
Eine Polemik
Der Staat ist ein gefrässig Ding…..
Er hat Aufgaben, die der Allgemeinheit zugute kommen soll und dafür habe ich einen Beitrag zu leisten!
So weit, so gut!
Der Staat soll die Infrastruktur aufrechterhalten, die Energieversorgung sicherstellen, die Bildung, Schulen und Universitäten finanzieren und hoheitliche Aufgaben wahrnehmen, die für die Allgemeinheit wichtig sind.
Er soll die Versorgung der Alten, Kinder, Kranken gewährleisten.
Dafür zahle ich meine Steuern, theoretisch, würde ich auch machen, gerne sogar! Doch nun kommt das Aber:
-Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel, mhm…..
-Umsatzsteuer für JEDEN Geschäftsvorgang, mhm…..
-Vernachlässigung, jahrzehntelang der Infrastruktur….mhm
-Privatisierung des Gesundheitssektors
-Privatisierung der Pflege
-Privatisierung der Post
-Privatisierung der Bahn
-Privatisierung des Wohnraums
Reicht erst mal, oder? Liste unvollständig.
Steuern und Abgaben erreichen bald 50% der Einkünfte, sonstige Abgaben wie Mehrwertsteuer und Grundbesitzabgaben bspw. nicht eingerechnet.
Was bekommen wir dafür?
Jedenfalls nicht das, s.o., wofür der Staat Sorge zu tragen hätte!
Dafür bekommen wir die Aufrechterhaltung des Gewaltmonopols und die militärische Aufrüstung, inbegriffen eine Grundgesetzwidrige Aussenpolitik( Friedensgebot), Grundgesetzwidrige Sozialpolitik ( Sozialstaatsgebot), die Finanzierung von Parteien, die Politik gegen die Interessen der Bevölkerung macht und sich den Staat zur Beute macht.
Obendrein finanzieren wir 17 Parlamente, 17 Regierungen mit allen Posten, die dazugehörigen und Vertretern der Parteien den Hintern wärmen.
Die unzähligen Behörden, die von Parteimitgliedern geleitet werden, lasse ich mal aussen vor, ebenso die Kirchen!
Dafür zahlen wir Steuern!
Wir sind Zwangsabonnenten eines Systems, das viel für das System tut und wenig für die Abonnenten!
Wie lange noch?
Sehr schön auf den Punkt gebracht!
Es ist hier immer die Rede vom „der Staat“ und was dem erlaubt sein soll oder nicht.
Es ist dabei immer schön, von dem „Staat“ zu sprechen, einem anonymen Wesen, um davon abzulenken, dass es doch
immer bestimmte Personen sind, die hier entscheiden und etwas machen.
Der „Staat“ macht hier nämlich gar nichts.
Und die Leute, die hier entscheiden und mit ihren Erfüllungsgehilfen bei den Behörden dafür sorgen, dass das umgesetzt wird, was sie wollen, machen ausschließlich das, was sie selber wollen und nicht das, was die Bürger wollen.
Da nützten auch Demos gegen die Einführung der Wehrpflicht nichts.
Und wir werden bei den nächsten Wahlen erleben, dass selbst die Gegner der Wehrpflicht mehrheitlich die Parteien wählen, die die Wehrpflicht einführen wollen.
Die Gelegenheit war noch nie so günstig – NEIN ZUR WEHRPFLICHT in. Schlandiland !!!
Schliesslich gibt es in diesem unseren Lande – grundgesetzlich die Menschenrechte und wie es auch heißt das Völkerrecht und die alternative regelbasierte Ordnung beachtend und schätzend, die Würde des Menschen – nicht nur des deutschen Michels – als unantastbar wahrend – na dann!
Schon von weit vor der FiZeWeaZ – der finalen Zeitenwende also, die mit den Wummsen und, dem Billiönchen Sondervermögen für den ‚Klingelbeutel von RM et al und selbst noch vor dem Aufruf an die Jugend der Nation, dafür zu sorgen, alsbald nicht nur dem Krieg – welchem auch immer – huldigen zu können sondern auch tüchtig zu werden, seinen Start und die erfolgreiche Durchführung zumindest nicht zu verhindern,
Und zu allem Überfluss gibt es schon des Längeren noch eine Staatsräsonggg – einst von unserer einstigen de-facto-Kaiserin direkt auch noch im Hohen Hause – einer gewissen Knesset – vollmundigst und gütigst verkündet. Bis zum Ende aller Tage – so wurde voller Stolz verkündet – „Deutschland und Israel verbinden besondere, einzigartige Beziehungen“. Nun, ich muß ja jetzt nicht die ganze Rede von Frau Merkel – der ex-Kanzlerin – wiederholen, jeder kann sie ja hier nachlesen: https://www.bundesregierung.de/breg-de/service/newsletter-und-abos/bulletin/rede-von-bundeskanzlerin-dr-angela-merkel-796170.
Es sei mir aber dann doch erlaubt ein paar Feststellungen daraus aufzugreifen. Anno 2008 also hieß es „Denn während wir beraten haben, ist Israel bedroht. Während wir hier sprechen, leben Tausende von Menschen in Angst und Schrecken vor Raketenangriffen und Terror der Hamas.“ Und nicht viel weiter wurde dann verlautbart „Ich habe wiederholt zum Ausdruck gebracht und sage es auch hier: Deutschland tritt entschieden für die Vision von zwei Staaten in sicheren Grenzen und in Frieden ein – für das jüdische Volk in Israel und das palästinensische in Palästina.“
Achtzehn Jahre später ist es bei der Vision geblieben, allerdings weit in die Ferne – eher wohl ins Nirwana – entrückt. Ein staatsfähiges Palästina – beispielsweise – in sicheren Grenzen und in Frieden, wo soll’s denn sowas noch geben können? Teilstaat Gaza? Nach 900 Tagen Selbstverteidigungs- und Racheoperationen des Besatzers nur noch ein Trümmerfeld, die Kollateralschäden zwar üppig, aber sonst? Teilstaat Westjordanland? Nun, da ist man schon einen Schritt weiter. Siedlerscharen aus dem Mainland schwappen schon rüber in Gebiete, die jüngst noch von Al-Kaida Nachf. von anderen Bösewichten befreit werden konnten. Sei’s drum.
Komme zur Rede zurück: „Gerade an dieser Stelle sage ich ausdrücklich: Jede Bundesregierung und jeder Bundeskanzler vor mir waren der besonderen historischen Verantwortung Deutschlands für die Sicherheit Israels verpflichtet. Diese historische Verantwortung Deutschlands ist Teil der Staatsräson meines Landes. Das heißt, die Sicherheit Israels ist für mich als deutsche Bundeskanzlerin niemals verhandelbar.“ Nun, wie gesagt – nach 900 Tagen Selbstverteidung, danch Sicherstellung nicht ganz so friedvoller Sicherheit in Gaza, in Westjordanland, in (Ex-) Syrien, im Libanon und sogar vor einem Jahr im Iran für ein paar Tage – wird doch hoffentlich die Sicherheit Israels endlich bis ans Ende aller Tage gewährleistet sein, oder nicht? Mitnichten!
Im Gegenteil, auch ihr übernächster Nachfolger – wie auch der direkte – sehen sich an dievorgenannte Staatsräsonggg gebunden, nun aber ist man doch wohl einige Schritte weiter, nicht nur einen. Was da so allein die letzten Tage, Monate, selbst Jahre so abging wurde ja eindrücklich als Drecksarbeit definiert. Ob es jetzt die im Freizeitpark Gaza-al-Mare waren, die verrichtet wurden oder jene ein paar Meilen weiter beim ewigen Erzfeind vom herrschenden Kriegsfürsten B.N. ist doch egal. Wo wir doch hoffen können, dass sich – wohl insbesondere auf vielfachen Wunsch des Vorgenannten – das Thema mit den Mullah-Schurken bald erledigt haben dürfte.
Man bedenke, was sich allein bis dato an Militärpotential des Weltenherrschers aufgetürmt hat, direkt vor der doch etwas längeren Küste, die die Machthaber zu Teheran frecherweise für sich beanspruchen, nebst dem Oel, dass …. Egal. Wird Zeit, dass ich zum Thema zurück komme, der Wehrpflicht! Was überhaupt soll mein dummes Geschwätz überhaupt damit zu tun haben? Wie war das nochmal in der ‚Ge-chichte‘ von Helmut dem Zweiten und von Geeerd, bei Angela und Olaf? Ja, war da was? Und ob! Die ganzen Feldzüge vergessen aus dem letzten Drittel-Jahrhundert? Dumm nur, dass der jetzt anstehende und kaum noch zu verhindernde nicht mehr mit Dollares, Sesterzen oder Scheckel vom deutschen Leibe zu halten ist, bei den letzten war es ja auch nicht mehr so. Zwanzig Jahre am Hindukusch vergisst man doch nicht, die in Mali, im Irak/Erbil, wenn nicht mutmaßlich und schön verdeckt in Wolfschanzen bei der Rettung der Krim oder dem Donbass?
Sollte das Gemetzel in Persien – u.a. zur Inthronisation des Schah-Sohnemannes – tatsächlich starten – und es spricht eigentlich kaum noch was dagegen – wird es gar lustig werden, wenn man das als lustig bezeichnen kann. Wie war das mit dem ersten Versuch, den Mullahs – genau Khomeini – an den Zwickel zu fahren. ‚Proxy wars‘ auch da, den Sadam H. hatte man beauftragt, ging nicht so tolle aus, was man ihm dann auch nie mehr verziehen hat. Seit die Buben vom Ayatollah zuvor in Teheran die US-Botschaft für eine Weile lahmgelegt hatten hatte man sowieso einen Rochus auf die Herrschaften dort. Auch der Erdnussfarmer und POTUS vor Ronald hatte ja die Befreiung versucht. Aber der Versuch ging ja mehr als in die Hose, fast so wie Jahre vorher in der Schweinebucht. Da muss man ja kirre werden. Ob Donald deswegen glaubt, die zwei gordischen Knoten deswegen kaputt hauen zu müssen, wie einst Alexander aus Mazedonien. Schließlich kann man sowas nicht auf sich sitzen lassen. Was sonst soll denn MAGA auch bedeuten?
Ach ja, die Wehrpflicht! Steht es nicht zu befürchten an, dass das bevorstehende Gemetzel nicht doch wieder in einem langandauernden, mehrjährigen Massaker landen wird? Auch da hat man ja Erfahrung, anno vierevierz’ge, am 6. Juni! Da ging ja die Landung der US-Boys auch erst einmal so ziemlich schief, wenn da nicht auf der anderen Frontseite nicht der Russe für Entlastung gesorgt hätte. Der dürfte dieses Mal ja kaum zur Hilfe kommen. Von Küstenlandungen hatte man dann ja die Schnauze voll, auch wenn einem bei den Japsen auch fürs Erste nichts anderes übervblieb. Dann aber konnte man ja den großen Hammer auspacken – und das gleich zwei mal.
Eine Zwickmühle ist es ja schon für uns. Entweder man lässt den großen Eroberer – in Erfüllung seiner vermeintlichen Pflichten – seine gut gehüteten A-Bömbchen zum Einsatz bringen lassen. Oder aber man wird ihm – eher früh denn spät – mit Boots on the ground unterstützen müssen. Mit den paar Nasen wie dereinst am Hindukusch wird es dann aber nicht abgehen. Da heißt es dann ‚Budder bei fiche‘ zu liefern. Und? Noch Fragen warum Wehrpflicht! Wie heißt es in jedem Vertriebstraining? Vorbereitung sind 80% des Erfolgs!
P.S. Nochmal was zur Staatsräsonggg! Heute frisch aus.der virtuellen Presse! Habe schon gestaunt, dass jetzt auch schon der Nten.kanal sich aufraffen kann und darf, sowas zu vermelden!
Man höre und staune, Selbstverteidigung pur!
„Vorfall im Westjordanland
Bericht: Israelische Soldaten schießen auf 14-Jährigen und lassen ihn verbluten
Im besetzten Westjordanland wird ein Junge von israelischen Soldaten mit mindestens einem Schuss niedergestreckt. Sanitätern zufolge verhindern die Bewaffneten, dass Krankenwagen zum Schwerverletzten gelangen, wenig später ist der 14-Jährige tot. Das Militär wirft dem Jungen einen Steinwurf vor – platzierten die Soldaten nachträglich Beweise?“
With no further comment!
„Schliesslich gibt es ……. auch das Völkerrecht“
Völkerrecht? Ist das nicht ein Märchen, welches man allenfalls den Kindern in der Grundschule erzählen kann?
Was bedeutet es, wenn ein Staat das Leben seiner Bürger beansprucht? Ich denke, Herr Merz hat es mit dem Wort ‚Barbarei‘ treffend auf den Punkt gebracht, denn das ist praktisch irgendwas zwischen Leibeigenschaft und Sklaverei!
Ich wäre ja mehr für die Pflicht zur Nein-Wehr…