Für immer im Krieg

KI-generiertes Bild, Soldat mit Maske in Angst.
Quelle: Dieses Bild wurde mittels KI entwickelt.

Aus Kuwait kamen einst Bundeswehr-Soldaten zurück, für die der Krieg auch nach ihrer Rückkehr noch weiterging. Soll der unvergängliche Krieg zum Modell für eine ganze Generation werden?

Der Krieg geht weiter – so lautete ein Artikel aus NEON, den Tobias Zick und Birthe Dannenberg vor vielen Jahren verfasst hatten. Er befasst sich mit Christian Bernhardt, einem ehemaligen Soldaten der Bundeswehr, der 2003 Einsatzzeiten in Kuwait hatte. Er beschreibt den Alltag eines Soldaten im Kriegseinsatz – ohne in unmittelbare Gefechte verwickelt gewesen zu sein. Immer wieder musste er seine Gasmaske aufsetzen, um sich gegen etwaige Giftgasraketeneinschläge zu wappnen. Bernhardt war voller Angst und nahm diese Angst mit zurück nach Hause.

NEON war ein Ableger des Stern, eine monatliche Zeitschrift für junge Erwachsene – von 2003 bis 2018 erschien es. Der oben kurz angerissene Artikel erschien im Jahr 2018 – in der August-Ausgabe. Auf sechs Seiten wird das Schicksal von Kriegsrückkehrern beschrieben. Für sie geht der Krieg – und so lautet ja auch der Titel des Artikels – immer weiter. Bernhardt erlaubt tiefe Einblicke in seinen Alltag: Zu einem normalen Alltagsleben war er damals, fünf Jahre nach seinen Erfahrungen, immer noch nicht so ohne weiteres fähig. Beziehungen zu anderen Menschen fallen ihm schwer. Nach Angstattacken schmerzen ihm »die Muskeln am ganzen Körper«, wie er selbst es beschreibt.

Wider den Geist der Bundesregierung

Seine Dienstzeit war nach dem Einsatz beendet. Damit war auch für die Bundeswehr das Schicksal des Christian Bernhardt irrelevant geworden. Er beantragte, dass die Bundeswehr die Folgen des Auslandseinsatzes als Wehrdienstbeschädigung anerkennt – aber Fehlanzeige. Die Antragsphase, so erklärt der ehemalige Soldat, sei schlimmer gewesen, als die Zeit in Kuwait. Denn immer wieder sollte er Beweise erbringen, die darlegen, dass seine psychischen Beeinträchtigungen aus dem Einsatz stammten und nicht schon vorher angelegt waren. Ein Psychiater, bei dem der Antragsteller nie persönlich war, attestierte nach Aktenlage, dass es sich bei dem Erscheinungsbild der Angstattacken »vielmehr um eine Anpassungsstörung, die durch eine zuvor gegebene schwere neurotische Disposition induziert ist« handle.

Vorher gab es bei Christian Bernhardt aber keine Auffälligkeiten. Immer wieder fühlt er sich in das damalige Szenario zurückgeworfen. Bilder aus irakischen Folterkellern lassen ihn überdies kalt: So sei halt mal der Krieg, denkt er für sich. Mit Mitgefühl tut er sich schwer. Der Artikel beschreibt, wie die posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) Herrin über seinen Alltag und seine Gefühle wurde. Amokläufe von Betroffenen, so sagte er damals in dem Bericht, würden ihn nicht weiter wundern.

Aufhänger für NEON war damals, dass neue deutsche Kontingente nach Afghanistan geschickt werden sollten. Die Zeitschrift schien es für eine gute Idee gehalten zu haben, über die Erfahrungen von Soldaten zu berichten, die schon einen Auslandseinsatz hinter sich hatten. Antizyklisch quasi: Wenn die Bundesregierung diesen Schritt erwägt, so dachte man sich in der Redaktion dieses Mainstreammediums womöglich, müsse man diese Absichten kritisch begleiten und auch mal aufzeigen, was so eine Entscheidung für die Betroffenen bedeutet. Damals war längst nicht alles in Ordnung in der deutschen Medienlandschaft, Kampagnen gab es in jenen Tagen auch reichlich – man denke nur an die Agenda-Politik und wie der Medienbetrieb sie begrüßte und stützte – und natürlich unterwarfen sich gewissen Medien auch dem Geist der jeweils amtierenden Bundesregierung. Aber in diesem Falle, in dem mit dem Leben junger Männer gespielt wurde, gebot das Berufsethos durchaus, über die Folgen und Konsequenzen aufzuklären.

PTBS und andere Versehrtheiten

Man darf diesen Bericht von 2008 mit dem vergleichen, was 15 Jahre später den knappen Debattenraum, diese beengte Debattenbesenkammer, bestimmt: Das Leben junger Männer (und Frauen) bemüßigt den journalistischen Berufsstand nicht sonderlich, über die bitteren Anschlussfolgen eines Waffenganges zu berichten oder wenigstens zu recherchieren. Man könnte getrost von Verrohung der Branche sprechen, von fehlender Empathie und zunehmender Ignoranz. Heute auf die Folgen hinzuweisen, ohne allzu pathetisch auf die Notwendigkeit der Kriegsführung zu pochen, wird eher als liebesdienerische Arbeit für den Kreml eingeordnet, denn als journalistische Sorgfalt. Soldaten zu Wort kommen zu lassen, die an den Folgen eines Kriegseinsatzes leiden: Ein Stück weit gilt das heute schon als Defätismus und Schwarzmalerei – und als aufmüpfiger Akt, den man bestenfalls ahnden sollte.

Dabei zeigt der Bericht von damals noch nicht mal die volle Härte eines Krieges wieder, der noch viel brutaler wüten kann. Sicher, was Christian Bernhardt widerfuhr, ist kein Klacks. Aber malen wir uns nur mal kurz einen Waffengang gegen Russland aus – einer Armee, die aus regulären Einheiten besteht und deren Waffenarsenal durchaus beeindrucken kann, wenn es auch weitaus »übersichtlicher« ist, als das Arsenal der NATO-Verbündeten. Das unterscheidet sich schon drastisch von den Erlebnissen, die Soldaten der Bundeswehr in Afghanistan, im Irak oder in Kuwait hatten. PTBS ist als Diagnose schon niederschmetternd, denn der Krieg endet nie – er bleibt treuer Begleiter, Zick und Dannenberg arbeiteten das in ihrem Stück sehr bildlich heraus. Übrigens ohne auch nur an einer Stelle über die Alternativlosigkeit solcher Einsätze zu sprechen zu kommen. Ihr Bericht bleibt neutral, lässt dem Leid des Soldaten Raum und beleuchtet die Rolle von Gesellschaft und Bundeswehr. Pathos ist jedoch keiner zu finden.

PTBS ist also, wie bereits angerissen, eine niederschmetternde Diagnose. Aber vielleicht im Angesicht eines regulären Krieges, der heute mehr denn je gewollt scheint – von den Europäern gewollt scheint wohlgemerkt! –, ist PTBS noch die am wenigsten schädliche Folgeerscheinung, die sich ein Soldat wünschen kann. Für Zivilisten gilt dasselbe – die Einsätze im Mittleren Osten tangierten die Zivilbevölkerung so gut wie gar nicht. Das Geschehen ließ sich leicht ausblenden. Das wird aber bei dem, was dräut, anders aussehen. Das Leid wird mitten in der Gesellschaft ankommen. Auch die Verwundungen werden sich dramatischer erweisen als damals. Der Krieg wird für viele nicht mehr aufhören – nie wieder. Auch noch Jahre danach wird er ihnen präsent sein, bei Angstattacken oder wenn sie auf den Stumpf äugen, der mal Bein war. Und wenn sie Anträge stellen, die ihre Verwundung als Kriegsbeschädigung anerkennen soll – wie Helden werden Opfer des Krieges nie gefeiert, eher wie lästige Verfügungsmasse, die Geld kostet und keines mehr einspielt. Dann wird ihnen erst so richtig gewahr, wie schrecklich ihnen das Leben mitspielte – und sie werden sich empören, dass da einst niemand war, der über das berichtete, was Menschen im Kriegseinsatz geschieht und wie einem solche Erlebnisse nachhängen.

Roberto De Lapuente

Roberto J. De Lapuente, Jahrgang 1978, ist gelernter Industriemechaniker und betrieb acht Jahre lang den Blog »ad sinistram«. Von 2017 bis 2024 war er Mitherausgeber des Blogs »neulandrebellen«. Er war Kolumnist beim »Neuen Deutschland« und schrieb regelmäßig für »Makroskop«. Seit 2022 ist er Redakteur bei »Overton Magazin«. De Lapuente hat eine erwachsene Tochter und wohnt in Frankfurt am Main.
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86 Kommentare

  1. Wie man an anderer Stelle erfährt haben unsere Eliten Frieden so was von satt
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=138881
    In einer funktionierenden geistig gesunden humanen Gesellschaft wäre, wenn so was in einer öffentlichen Rede gesagt würde wohl mindest einer aufgestanden und hätte ihm den Bierseidel in die Fresse gedroschen.
    Hier stellt sich die Frage, die sich schon vor über 200 Jahren de Sade gestellt hatte. Was ist das für eine kranke Gesellschaft die so einen Mord als schlimmstes Verbrechen ahnden würde aber gleichzeitig Kriegsakademien hat wo effizientes Morden gelehrt wird, wo Orden für das massenhafte Töten Unschuldiger* verliehen werden.

    *wenn man, wie er, nach vorfeministischer Rechtsauffassung davon ausgeht, dass als Mann geboren zu sein und daher zum Kriegsdienst gezwungen werden zu können keine persönliche Schuld darstellt.

      1. Ja, auch das hoch aufschlussreich und lesenswert.
        Der Irrglaube der enttäuschten Volksmassen ist immer wieder ein Trump, ein Milei (genauer dessen Schwester, die ja die eigentliche Machthaberin ist, ist aber meist so, hinter jedem starken Mann steht eine starke Frau, da hat der Feminismus mal recht aber ganz anders als er sich denkt ) die die nationalistische Karte spielen seien wirklich irgendwie für das Volk oder die Nation.
        Nein alle Eliten sind grundsätzlich kosmopolitisch. Auch das Verhältnis von Trump zu den US-Bürgern unterscheidet sich nicht von dem eines Merz oder so. Es ist immer das Verhältnis das Schachspieler zu ihren Figuren haben. Auch untereinander. Schachspieler gehen selten selbst aufeinander los, sondern nutzen dafür ihre Schachfiguren.

        1. Papier ist geduldig, und die gelebte Praxis weicht von der Vorlage im Gesetzbuch geringfügig ab. Daß der Generalbundesanwalt effektiv ein politischer Beamter ist, ist sicher auch nur Zufall. Die Parteibücher von Richtern sind auch nur deren Privatvergnügen natürlich.

      1. Es gibt nirgendwo eine „funktionierende Justiz“.

        Justiz exekutiert immer die aktuellen Machtverhältnisse, die im Grundsatz auf Papier aufgeschrieben sind und im Einzelfall immer interpretiert werden müssen.

        Wenn man dazu Gesetze so interpretieren muss, dass das Gegenteil des Wortlautes rauskommt, ist das auch ok.
        Es gibt nämlich keine Macht, die das korrigieren kann…

    1. mmer und immer wieder vor Augen halten :Diese Irren wurden vom teutschen Volk an die Macht gewählt !
      Die „Frieden gibts auf jedem Friedhof“-Rede hat Merz VOR der BT-Wahl gehalten !

      Es stehlt sich mehr und mehr die Frage : Bist du bereit, gegen die Mehrheit deines eigenen Volkes für den Frieden zu kämpfen ? , ich muß leider zugeben, dass mir hierzu Kraft und Wille fehlt.

        1. Sehr geehrter Herr Otto0815 ,

          ich suche kein Mitleid sondern Rat !
          Es gibt nun mal Menschen, die mit Gewalt nichts an der Mütze haben.
          Wem würde es nützen Menschen wie Kiesewetter und Merz zu beseitigen ?,
          das sind ja keine außergewöhnlichen, unersetzbaren Charaktere, sondern letztlich nur prominente, russenhassende Durchschnitts-Kampfspießer, von denen es in der CXU nur so wimmelt.
          Es geht darum, wie sich Kriegsunwillge organisieren könnten, um im „Ernstfall“ ein Netzwerk zu haben, auf das sie zurückgreifen könnten wenn es darum geht unterzutauchen / zu flüchten / Bummelsabotage zu betreiben usw. .

          1. @B.Hohl
            „Wem würde es nützen Menschen wie Kiesewetter und Merz zu beseitigen ?,“

            Habe ich davon geredet?
            NEIN!!!
            was wollen Sie mir also unterstellen?

            Ich bin grundsätzlich gegen jede Art von Gewalt, merken Sie sich das!!!

            1. Sehr geehrter Herr Otto0815

              ich habe Sie leider mißverstanden; ich dachte Sie wollten mich schelten, weil ich keinen militanten Widerstand gegen die hiesigen Kriegstreiber leisten kann.
              Wenn ich Sie gekränkt haben sollte, dann tut mir das sehr leid.

  2. Das wird ja gern vergessen: Die Regierung Schröder hat sich damals zwar nach außen hin gegen den Irakkrieg der „Koalition der Willigen“ (nicht wahr?) gestellt, wurde dafür von Merkel beschimpft und für den Krieg mitverantwortlich gemacht, weil er die schöne „Drohkulisse“ Dabbeljus zerstört hätte, und so weiter. Aber tatsächlich hat sich Deutschland ja an dem Krieg aktiv beteiligt!

    Man stellte nicht nur die BRD als Operationsbasis zur Verfügung (Österreich sperrte den Luftraum für Kriegsflugzeuge!) und übernahm die Bewachung der US-Kasernen hier. Nein man schickte auch Unterstützungstruppen nach Kuweit. Angeblich „zum Schutz der Zivilbevölkerung“. Nö, die haben die Invasoren abgesichert, die von da aus ins Land einfielen! Eine offizielle Kriegsbeteiligung unter Merkel wäre wohl kaum größer ausgefallen, als die „Nichtbeteiligung“ Schröders.

    1. Na Schröder hat sich zumindest öffentlich und als Politiker gegen den Krieg gestellt. Da er aber dank Vasallenstatus gezwungen war, etwas beizutragen, hat er mit angezogener Handbremse an etwas entfernterer Stelle unterstützt.
      Letztendlich wurde er deshalb, von den Amis als Kanzler abgesägt.

      1. Ähm… Jein…
        Ich gebe zu, die merkwürdige „Abdankung“ Schröders 2005 gibt bis heute Rätsel auf. Er hatte trotz der Agenda-Politik (leider) gute Chancen, 2006 im Rausch des Fußballfestes wiedergewählt zu werden. Um ein Haar wäre er ja sogar 2005 nochmal gewählt worden. Merkel gewann ja nur knapp mit gerade mal einem Prozentpunkt Vorsprung vor der SPD.

        Aber im Zweifelsfall ist einer, der so tut, als sei er dagegen, und dennoch mitmacht, der nützlichere Vasall.
        Nach außen sah es so aus, als hätten Schröder & Fischer ihre Lektion aus dem Kosovokrieg gelernt, und stellten sich deshalb gegen den Irakkrieg. Ich habe Zweifel, daß das so war. Die „Amtsübergabe“ an Merkel empfand ich dennoch als manipuliert. Ich vermute aber einen anderen Grund dahinter: Die Finanzkrise warf ihre Schatten voraus und spätestens seit dem Bankertreffen im Kanzleramt 2003 wußte man dort bescheid, daß sie kommen würde. Vielleicht wollten er und die SPD das Merkel aufhalsen, um später leichter wiedergewählt zu werden.

  3. Verlorene Beine und PTBS sich keine wirklichen Argumente gegen Krieg, denn nach den Narrativen westlicher Politik und Medien hat Russland den Krieg begonnen und bedroht unser aller Leben.

    1. „Verlorene Beine und PTBS sich keine wirklichen Argumente gegen Krieg, denn nach den Narrativen westlicher Politik und Medien hat Russland den Krieg begonnen und bedroht unser aller Leben.“

      Nun, mit Putin anstatt Blockflöten ( =UnsereDemokratie TM) wird sich nicht allzuviel an den „Freiheiten“ des Durchschnittsmichels ändern. Außer, daß er weniger für Energie, Heizung, Strom,Benzin zahlen wird und zusätzlich noch seine Arme, Beine und sogar sein Leben behält. Wofür sollte der Durchschnittsmichel sich also im Schützengraben massakrieren lassen?

      Die Ukrainer waren halt zu dumm um das zu begreifen. Inzwischen haben viele dazugelernt…..

  4. Nachbar war Bundeswehrsoldate Afrika. Er hat das wohl nie richtig verarbeitet, wurde dann fett und mit 40 starb Er im Stillen für sich alleine . Wir haben Uns oft unterhalten, Er war geistig ein ganzes Stück durch den Wind. Schade, feiner Kerl sonst .
    DIe Christen in diesem Land haben wirklich gar nichts aus der Geschichte gelernt, und die nächste Lehrstunde dieser Art könnte durchaus auch für das Ende Deutschlands stehen ..
    Noch eine Chance nach einem Krieg mit Russland wird dieses Land wohl nicht bekommen ..
    Aber was einige Politiker im Bundestag verbal absondern , ist ab Abscheu nicht mehr zu überbieten..
    Im Frieden beerdigen Söhne Ihre Väter, im Krieg Väter Ihre Söhne..

      1. Hubschrauberpilot , war mein Traum, aber NVA wollte mich nicht, hätten mir niemals eine Waffe anvertraut und Spatentruppe galt nur für Wehrdienstverweigerer .. o)
        So bliebt mir Armee verwehrt oder auch erspart o-o
        Aber Krieg ist etwas ganz anderes, mit jedem getöteten, tötet man auch immer ein Stück von sich selber .
        DDR habe ich die dunkelsten Löcher durch, aber nur einmal hatte ich Angst um mein Leben, was Dir in jedem Land passieren kann . Sonst niemals .
        Neurose habe ich da auch mitgenommen, Familienleben ist da nicht mehr möglich, das überlastet einfach jeden Partner. Leider erkennt man solche Dinge immer erst hinterher .
        Krieg ist Scheiße, immer und überall …
        Hoffe Du hast das alles heute ein wenig im Griff, ist schwer, aber machbar..

          1. Ich bin mir nicht sicher.. Gerade diese Erfahrung hat es mir aber ermöglicht das Leben an sich auch aus einem anderen Blickwinkel betrachten und auch geistig verarbeiten zu können ..
            Ich habe mit 1,82 46 Kg noch gewogen und eine junge Ärztin sagte “ Ich kann hier nichts tun für Ihn, Er muss ins Krankenhaus“ und Staatsanwälte aber sagten “ Der bleibt in U Haft“ …
            Dann kam es noch schlimmer, aber dann kam ich Haft Krankenhaus und lernte Ärzte kennen an die ich heute noch mit Achtung und Respekt zurückdenke ..
            Glaube mir, ich sah da “ Psychiatrische Abteilung“ viel schlimmeres. Junge Leute, jeden Morgen über 20 Tabletten, einen ganz Alten der sein drittes delirium (Alkoholenzug) überstand , einen Offizier der Volksarmee den ich das Essen ersteinmal wieder beibringen musste, und und und..
            An solchen Dinge nicht zu zerbrechen, sondern Kraft aus Ihnen schöpfen zu können für seinen weiteren Lebensweg, das nenne ich LEBEN.
            Das war die alte Kriegsgeneration die damals in den Behörden zu finden war, und wer da einmal der Feind war für Sie , der hatte nichts mehr zu lachen.
            Und da habe ich begriffen, das die meisten völlig falsch liegen die da sagen “ Der Krieg ist zu Ende , nun geht es wieder aufwärts“ …
            Traumas von Kriegen erzeugt gehen über 7 Generationen , spricht 7 Generationen Kinder haben immer noch die Folges eines Krieges auszubaden, oft bekommen Sie selber dann Traumas dadurch …

      1. Es kommt darauf an wie sich die Lage weiterentwickelt. Auch nach 1945 waren die Sowjets nicht zum Spaß hier sondern da hier quer durch Deutschland und Berlin die Systemgrenze lief. Das war deren Brückenkopf. In die Lage könnte Deutschland wiederkommen wenn die Einflußsphären wieder neu aufgeteilt werden, in dem Fall könnte es dazu kommen das russische Truppen in Ostdeutschland, einem politisch selbstständigen Ostdeutschland, wieder Position beziehen. Klingt erst einmal unwahrscheinlich, andererseits bei dem Irrsinn der täglich durch das Dorf getrieben wird ist praktisch nichts unvorstellbar.

  5. Eigentlich uralte Erkenntnisse – Karl Liebknecht: Kapitalismus ist Krieg, Sozialismus ist Frieden.

    https://sascha313.wordpress.com/2023/06/02/sind-kriege-unvermeidlich
    Sind Kriege unvermeidlich?
    Marx und Engels lehrten, daß der Krieg als gesellschaftliche Erscheinung weder durch das biologische Gesetz des Kampfes ums Dasein noch durch die Übervölkerung, sondern einzig und allein durch das Wirken objektiver ökonomischer Gesetze, durch den Charakter der Produktivkräfte [1] und Produktionsverhältnisse der Klassen-gesellschaft erklärt werden kann. Sie brachten den Krieg direkt mit den Bedingungen des materiellen Lebens der Gesellschaft in Zusammenhang und zeigten, daß er eine historisch vergängliche Erscheinung ist.

    Der Krieg als ein Gewerbe der Ausbeuterklasse
    Der Marxismus lehrt, daß der Krieg keine ewige Erscheinung des gesellschaftlichen Lebens ist. Die Kriege entstanden auf einer bestimmten Stufe der gesellschaftlichen Entwicklung, das heißt, als das Privateigentum an Produktionsmitteln und -instrumenten und damit die Teilung der Gesellschaft in antagonistische Klassen und die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen entstanden. Mit der Spaltung der Gesellschaft in Klassen und dem Entstehen des Ausbeuterstaates wurde der Krieg zu einem ständigen Gewerbe der herrschenden Klasse, zu einem Mittel ihrer Bereicherung und der Verstärkung ihrer ökonomischen und politischen Herrschaft. Nur mit der Beseitigung des Privateigentums an den Produktionsmitteln und folglich der Ausbeuterklassen verschwinden auch die ökonomischen Grundlagen für die Entstehung von Kriegen.

  6. im Westen nichts neues
    Der Krieg ist ein besseres Geschäft als der Friede. Ich habe noch niemanden gekannt, der sich zur Stillung seiner Geldgier auf Erhaltung und Förderung des Friedens geworfen hätte. Die beutegierige Canaille hat von eh und je auf Krieg spekuliert.
    Carl von Ossietzky (1889 – 1938), deutscher pazifistischer Chefredakteur der „Weltbühne“, Schriftsteller und Symbolfigur des Widerstands gegen das NS-Regime, Friedensnobelpreis 1935

  7. Die Ukraine benötigt 2026 mindestens 120 Milliarden Dollar für ihre Verteidigung, sollte der Krieg mit Russland in sein viertes Jahr gehen. Also seid nicht feige, macht eure Geldbörsen auf, spendet die Rente und stecht ein weiteres Loch in den Gürtel damit ihr ihn enger schnallen könnt.

  8. Dank Selenskyj durfte sich der Vater nicht mal von seiner Tochter verabschieden

    Der Vater von Irina Zarutska, die in den USA brutal ermordet wurde, durfte zur Beerdigung seiner Tochter nicht aus der Ukraine ausreisen! – Daily Mail.

    Diese Tragödie wurde seitens der ukrainischen Regierung völlig ignoriert. Erst als Trump wiederholt über diesen Mord gesprochen hatte, bemühte sich der ukrainische Premierminister Swiridenko sowie der hauptberufliche Officemanager Jermak zumindest einige Worte herauszupressen; hinterher reagierte auch Selenskyj: mit einem Ausreiseverbot für den trauernden Vater, der sich von seiner Tochter verabschieden wollte.

    UND MIT SOLCHEN DRECK ARBEITET DER WERTEWESTEN ZUSAMMEN !!

    1. Gibt’s es für die Geschichte auch eine zuverlässige Quelle (Link)❓

      Oder vielleicht können ja auch GBU-Ottono’s erklären warum der Vater nicht seine Irina Zarutska Tochter in der Ukraine bestatten lässt.

  9. Bei dem Artikel musste ich auch an die Kriegsliteratur denken. In der wird oft der schmerzhafte Erfahrungsprozess und die Desillusionierung der Haupthelden beschrieben, siehe „Im Westen nichts Neues“ oder „Heeresbericht“.
    Es gibt eine bemerkenswerte Ausnahme. Das ist Schweijk. Aus kleinen Verhältnissen kommend, eher Außenseiter, ohne jede Illusion über den Staat und die Gesellschaft kann ihn nicht viel traumatisieren oder muss er auch keinen großen Lernprozess durchmachen, da er die Gesellschaft schon vorher durchschaut hat und daher eher Zuschauer als Mitspieler in dieser Farce namens humanistische bürgerliche Gesellschaft ist. Diese ist gerade dabei wieder mal zu zeigen wie schwach ihr Fundament ist, bzw. das sie an sich gar kein Fundament hat, nur eine Fassade.

    1. @ Grottenolm
      US-Vietnamkrieg: Michael Herr (Kriegsberichterstatter daselbst): An die Hölle verraten. Der war bei Apocalypse Now filmischer Berater.
      Aus deutschen Landen: Der Simplicius Simplicissimus von Grimmelshausen immer des lesens wert.

  10. Das Umverteilungskonzept funktioniert wunderbar, man füttere Idioten mit Lügen, Ideologien oder sonstigen Müll und die Herden laufen alle mit.
    Aber passiert etwas gravierendes, dann werden verdiente Mitbürger am verrichteten ‚Lügenkonzept‘, als Deppen dargestellt…
    Aus meiner eigenen privaten Erfahrungen, kann ich diesem Deutschland eines attestieren, die politische Landschaft ist nicht erst seit heute eine unvorstellbare Lüge, sondern das ist gelebte deutsche ‚Kultur’seit Jahrhunderten.
    Ich mag das deutsche, ich mag die Esskultur, die Landschaft uswusf.
    Aber diese deutsche Politik gehört geändert, diese ausufernde Bürokratie abgeschafft…, das kann nicht die KI ändern, sondern nur der Mensch lebend in der „Demokratie“!

  11. Kriegsindustrie in Deutschland einziger Wachstumsmarkt – Immer mehr zuvor zivile Unternehmen steigen um

    Jeder, der für die Rüstungsindustrie oder in der Rüstungsindustrie arbeitet, sollte sich schämen!

    Dass gilt auch für Investoren der Rüstungsindustrie!

    Es sollte auch niemand mehr einen neuen Job in dieser Todesindustrie annehmen! Geht nicht dort hin! Welche Moral hat jemand, der am Tod anderer Menschen Geld verdienen will?

    Das gilt insbesondere für diejenigen, die sich auch noch Christen nennen!

    Jesus hatte sie einst aufgefordert Schwerter zu Pflugscharen umzuwandeln und nicht Pflugscharen zu Schwertern!

  12. Die EU auf dem Weg in den wirtschaftlichen Untergang, wenn der Wähler nicht bald die derzeit Regierenden in die Wüste schickt.

    Und die Ukraine auf dem Express-Way zur bedingungslosen Kapitulation zwingt !!

  13. “Der ukrainische Präsident fordert…” …Dessen Präsidentschaft ist längst abgelaufen.

    Nur Idioten unterstützen dessen Hochstapelei und perverse Ideen !.

    Der muss endlich weg, dann kommt man dem Frieden näher !!

  14. Trump vergisst das Russland eine friedliche Nachtbar der EU ist.

    Jahrzehntelang Energie und Waren geliefert hat, ohne dass es Probleme gab, ohne Strafzölle und ohne jeglichen Druck wurde Gas und Öl zu anständigen Preisen geliefert.

    Erst als die Ukraine angefangen hat Russen in der Ostukraine grundlos zu töten, begann der Wahnsinn im Westen um sich zu greifen!

  15. Christian war nun im Irak, das lässt sich nicht mehr ändern. Sein Zustand ließe sich mit psychologischer Behandlung verbessern. Die aber wird ihm von einem Bürokraten verweigert, der nach Vorerkrankungen sucht. DAS ist der Skandal. Das ist noch schlechter als in den USA, wo man die höchst auffälligen Vietnam-Veteranen dann doch am Ende behandelte. Das geht, das hat Erfolg, wenn es gemacht wird.
    Eva Schweizer hat neulich behauptet, Ronald Reagan habe alle Psychiatrien schließen lassen. Habe recherchiert, es stimmt weitestgehend. Auf allen Ebenen hat Reagan die Anstalten geschlossen oder aber auslaufen lassen. Am Ende auf Bundesebene. Das sollten die Kommunen übernehmen. Was ein Witz ist, denn die unterfinanzierten Kommunen sind natürlich nicht in der Lage, die Forschung zu finanzieren. Das ist eine Wissenschaft, die man entwickeln muss.
    Das heißt, dass alle potentiellen Gewalttäter keine Behandlung bekommen. Auch wenn das nur bei 80 Prozent hilft, sollte man diese 80 Prozent mitnehmen. Wenn man es nicht tut – tja schaut nach USA.
    Dass sich in dem neuen Mittelalter unter Trump etwas bessert, ist in keiner Weise zu erwarten.

  16. MERZ MUSS WEG !!

    Ich schwöre, dass ich meine ganze Kraft dem ukrainischen Präsidenten widmen, seinen Reichtum mehren und den deutsche Sozialstaat ruinieren werde, egal was ich meinen deutschen Wählern zuvor versprochen habe.

    SO WAHR MIR BLACKROCK HELFE !

  17. Was erwartet der Mann, den Dank des Vaterlandes?
    Wie naiv muss man eigentlich sein solche Verträge freiwillig zu unterschreiben und dann zu hoffen es würde einem gedankt werden.

    In Israel verweigern derzeit viele Reservisten den Dienst, in den USA gibt es Veteranenverbände die gegen den Krieg demonstrieren und sich für den Frieden einsetzen …und in Deutschland? Pumpe!

    Tut mir wirklich leid für den Bengel aber er hätte erst nachdenken und sich einen ordentlichen Job suchen sollen statt zur BW zu gehen.

    Setzt der Mann sich heute für Friedenspolitik ein um anderen ein ähnlches Schicksal zu ersparen, geht er auf Friedensdemos?
    Vermutlich nicht!
    Bedauern könnte ich ihn nur wenn er zum Wehrdienst gezwungen worden wäre oder wenigstens heute für den Frieden eintreten würde.

    1. In den meisten Fällen gehe ich ja mit Ihrer Meinung mit, aber was Sie sich heute leisten geht mir über die Hutschnur:

      „Vergewaltigung, Mobbing und Missbrauch durch Frauen zum Beispiel; ein Thema von dem uns die Feminist*innen wie *außen freilich sagen, dass es nicht existiere. Vielmehr gelte ja die Frage hier zu antworten: „Wie kann man angesichts solcher Abgründe noch mit Männern leben?“ Nun, am besten verheizen „wir“ sie im nächsten Krieg, dann kann die post-männliche Gesellschaft ja kommen.

      Am besten züchten wir auch Männer nur noch als Klonkrieger in Inkubatoren. Einen Jungen auszutragen ist einer modernen Frau schließlich nicht mehr zuzumuten – besser abtreiben oder gleich vorselektieren. Jungen sind ja toxisch, gewaltbereit und jeder Mann ein potentieller Vergewaltiger. Männer sind nur dann gut, wenn sie ihren Kopf hinhalten und ihre Knarre auf pöse Migranten, pöse Russen, pösen Kinäs richten. Männer sind Schweine, Schweine wühlen im Dreck, also sind Männer im verdreckten, verschlammten Schützengraben schon am richtigen Ort. Womit sich der Kreis zum Kriegsheimkehrer wieder schließt.“

      Ihr erbärmliches „Mimimi-Opfergejammere des armen vergewaltigten Mannes“ können Sie sich wirklich dahin stecken, wo die Sonne nicht scheint! Was, zur Hölle, hatten Männer denn zu erleiden, oder haben es noch zu erleiden? Die größten bzw. mächtigsten Arschlöcher der Geschichte waren definitiv Männer, allerdings wurde ihr Geschlecht niemals in Zusammenhang mit ihren Taten gebracht. Wer wurde denn jahrhunderte lang in finanzieller und sozialer totaler Abhängigkeit von männlichen Vätern, Brüdern und Ehemännern gehalten? Soll ich Ihnen die Geschichte meiner Großmutter mütterlicherseits erzählen? Über ihre gebrochenen Knochen? Ihren saufenden aber gesetzlich vorgesetzten Göttergatten? Der nicht nur sie, sondern auch ihre Kinder u.a. meine Mutter verprügelte und seine ganze Kraft als Schmied dabei einsetzte? Den sie nicht verlassen konnte, weil das Gesetz ihr keinerlei Möglichkeit zu finanzieller Unabhängigkeit ließ, die sie gebraucht hätte? Womit sie übrigens nicht alleine war, sondern einfach nur die Erfahrungen einer durchschnittlichen Ehefrau und Mutter der damaligen Zeit teilte.

      Ihr dümmliches, selbstgerechtes Selbstmitleid kotzt mich sowas von an! Sie beklagen sich über die heutigen Politiker – zu Recht, JA – aber während Sie und ihre erbärmlichen Männchen triefend vor Selbstmitleid einer Baerbock oder Strack-Zimmermann ihr weibliches Geschlecht vorwerfen und selbsgerecht feststellen, daß Frauen völlig ungeeignet für Entscheidungen sind, würde Ihnen dies bei einem Kiesewetter, Scholz, Merz oder sonstigem MÄNNLICHEM Monstrum NIEMALS in den Sinn kommen. Warum beklagen Sie sich denn nicht darüber, daß es Männer (Schwanzträger) sind, die bevorzugt ihre Geschlechtsgenossen in einen Schützengraben treiben, in welchem sie selbst sich niemals wiederfinden wollen.

      Ich kann gar nicht ausdrücken, wie wütend und enttäuscht ich von Ihnen bin. Ich hatte Ihnen bisher wahrhaftig ein wenig Hirn und Rückgrat zugetraut ….

        1. Wow, wunderbar aufgeführt, abr bei solchen Komentatoren völlig für die Katz.
          Solche Leute kann man nicht belehren nur bekämpfen, wie wir es spätestens seit dem Frühjahr 2020 gelernt haben.

        2. @Altlandrebell
          1.) Beschämung zieht bei mir nicht.

          2.) Ihr beleidigender, Gewalt gegen Männer negierender Diskursstil und das Lächerlichmachen von Opfern werden weder die feministische Sache noch die kümmerlichen linken Reste in diesem Land auch nur einen Zentimeter voranbringen. Sie werden beiden bloß schaden.
          ————————————————————————–

          Ich stimme Ihnen da voll zu.

        3. @ Altlandrebell
          Vielen Dank für die gelungene Replik.
          Äusserst informativ. Es gäbe nichtsdestotrotz zur Rolle der modernen, westlichen Frau, der Wechselwirkung der Geschlechter, sowie ihrer Beteiligung an den gesellschaftlichen Umbrüchen gewiss noch eine Menge zu erörtern/entdecken. Mir schwirrt diesbezüglich im Kopf herum (Zitat, da nicht auf meinem Mist gewachsen), dass man, um eine Religion o. ä. einzuführen und durchzusetzen, die mehr oder weniger holde Weiblichkeit dazu bekehren sollte.

          1. Veit_Tanzt sagt:
            „…dass man, um eine Religion o. ä. einzuführen und durchzusetzen, die mehr oder weniger holde Weiblichkeit dazu bekehren sollte.“

            Die Mütter (!) bekehren, da diese ihre Kinder zum nächsten Gottesdienst mitbringen. Es geht hierbei ausschließlich um die Kinder, die der toxischen Gehirnwäsche von Religionen wehrlos ausgesetzt sind.

              1. Altlandrebell sagt:
                „Und da gibt es inzwischen so viel toxische Gehirnwäsche, dass Inquisition und Hardcore-Sekten dagegen wie liberales Ponyreiten erscheinen.“

                Ihnen erscheinen.

                Die rkK ist eine Hardcore-Sekte.

                Und im Übrigen stufe ich die Gender- und Identitätspolitik als Verbrechen gegen die Menschlichkeit ein.

                  1. „… ein fortwährender Anschlag auf Vernunft und Aufklärung.“

                    Wenn es nur das wäre; leider fabriziert diese Ideologie psychische Wracks in erheblicher Größenordnung.

                    Zum Rest: ok, hab‘ ich verstanden. 🙂

                    1. @ Altlandrebell

                      Ich bin der Meinung, dass diese menschenverachtende Genderideologie nicht einer „krankhaften Gesellschaft“ entspringt (aber durchaus auf fruchtbaren Boden fällt, weil die Gesellschaften seit Jahrhunderten „krank“ gehalten werden), sondern gezielt platziert und verbreitet wird; ähnlich den ‚Revolutionen‘ in Farbe.
                      Ziel: Spaltung, Verunsicherung und Ablenkung.

                      Dies in aller Kürze.

            1. @ Altlandrebell
              Das o.ä. bezog sich auf die Ähnlichkeit von Religionen und neu definierten sektriererischen Weltanschauungen, als Ersatzreligionen, entsprechend der neu (teils fremdbestimmten) definierten Normalitäten. Weiter lehn ich mich mal nicht aus dem Fenster. Wg. Interpretationsspielraum oder so.

    2. Erstmal Danke für diesen tollen Kommentar.
      Wäre mir beinahe entgangen, bei der Übersicht der vielen (oft überflüssigen) Redaktionsbeiträge.
      Auch deine Replik auf Luisas Kommentar kann ich nur zustimmen und hat mich auch ein wenig berührt.
      Nicht nur weil ich selber psychische und physische Gewalt als 7jähriger Junge durch Frauen erleiden musste (in einem postfaschistischen sog. „Verschickungsheim“ des Roten Kreuzes in den 60ern). Sondern auch deswegen, was dieser reaktionäre, „woke“ und destruktive Elitenfeminismus in den Köpfen vieler und nicht nur dummer Menschen anrichten kann.
      Einfach nur traurig.
      Alles Gute.

        1. Danke für die umfangreiche Antwort. Naja, wenigstens ist an mir der Kelch des unmittelbaren sexuellen Missbrauchs vorbei gegangen.
          Trotzdem hats mir das halbe Leben lang destruktive Nachwirkungen eingebracht.
          An dem Wolf Wetzel Beitrag erinnere ich mich, hatte da auch einen Kurzkommentar abgelassen. Leider ist der Wetzel hier ja vor einiger Zeiten gegangen worden. Naja, dafür haben wir aber jetzt, mind. 10 gefühlte (und bunte) Neubeiträge pro Tag.
          Verweisen möchte aber gerne nochmal (auch hier schon irgendwo mehrmals v. Forenten vermerkt worden) auf das SPK und ihren für mich heute immer noch richtigen Ansatz, „Aus der Krankheit eine Waffe machen“ zu wollen. Und zwar eine Waffe gegen die krank machende Herrschaft.
          In diesem Sinne
          Beste Grüße

    3. Lieber Altlandrebell,
      jetzt habe ich doch glatt das Bedürfnis, dir zu sagen, dass „ich als Frau“ mit deinen Einlassungen komplett einverstanden bin.
      (Außerdem, dass ich bei uns die Kohle ranhole. Dass mein Mann weinen kann und es oft genug tut, dass ich das als eine seiner Stärken empfinde. Dass ich ihn sofort auf dem Rücken aus der Burg tragen würde. Dass ich gerne einen Jungen gekriegt hätte. Dass ich noch nie gegendert habe. Dass ich die Vorstellung, „als Frau“ hätte man sich so und so zu fühlen, schon immer hanebüchen fand … Ich könnte mir ewig Luft machen.)
      Gleichzeitig ist mir diese „ich als x“-Denke zuwider. Oder was habe ich als Schuhgröße-40-Träger dazu zu sagen?
      In diesem Sinne … Mein Bedürfnis zu dieser Replik, dieses „schau, WIR sind nicht alle so!!1“ ist mir peinlich, weil es so idiotisch ist. Ich gebe ihm trotzdem statt. Oder gerade deswegen.

        1. Nun danke wiederum ich für die freundliche Reaktion.
          Abschließend: Ich finde, Idiotie (vor allem die eigene) darf einem nicht nur peinlich sein, sie sollte es sogar. Leute, denen nichts peinlich ist und die zugleich ständig beleidigt sind, gibt es genug.

  18. Ich habe mit solchen Leuten kein Mitgefühl. Niemand wurde gegen seinen Willen als bundeswehrsoldat ins Ausland geschickt. Man kann aber bei auslandseinsätzen deutlich mehr Geld verdienen, als wenn man in Deutschland in der Kaserne Dienst schiebt und darauf wartet dass der Russe kommt.

    Ich erinnere mich noch an ein Essay von Gabriel Garcia marques indem er thematisierte, dass viele der kolumbianischen Korea Kämpfer nach ihrer Rückkehr die Füße nicht mehr auf den Boden bekamen.

    Was ist eigentlich mit den vielen Millionen sowjetischen Soldaten, die nach dem Krieg in die Heimat zurückkehrten, und die vermutlich noch ganz anders traumatisiert waren?

    In Deutschland hört man immer wieder, dass die im Krieg erfahrenen Traumata (es geht hier in der Regel um Deutsche) über Generationen hinweg weitergegeben werden. Gilt das nur für die deutschen oder auch für untermenschen?

    1. Traumata sind oft eine Begleiterscheinung der Ausübung von körperlicher Gewalt bzw. der Folgen der Ausübung von Gewalt auf den eigenen Körper – nicht allein Folge ungerechtfertigter Kriege. In allen Kriegen werden nicht allein Angehörige der Soldateska traumatisiert, sondern auch Mütter und Kinder in Luftschutzbunkern und diejenigen, die z. B. Geräusche der Anflüge auf Nürnberg, Dresden, Hamburg und die Folgen erlebt haben.. Es grenzt an Idotie anzunehmen, gerechte – meint moralisch gerechtfertigte – Kriege würden nicht traumatisieren.
      Gewalterfahrungen müssen verarbeitet werden – ganz gleich, ob prügelnde Ehemänner, Soldaten, Mütter oder Polizisten, Gefängnis- oder KZ-Aufseher … Verursacher waren.
      Auch Unfälle mit schweren körperlichen Folgen können fortwirken, insbesondere bei Betroffenen schwerer Bahn- oder Busunfälle mit einer großen Anzahl von Verletzten und umherliegenden Toten, denen niemand mehr helfen kann. Das gilt gleichermaßen für mögliche Verursacher, Opfer, Beteiligte und Helfer. Bestmögliche Therapie wird diese Traumata nicht beseitigen, sondern im günstigsten Fall Grundlagen schaffen für ein erträgliches zukünftiges individuellen Lebens der Betroffenen. Mehr ist nicht möglich. Therapeuten, die dieses schaffen sind selten. Auch für die helfenden Polizei- und Rettungskräfte, die in solchen Fällen Hilfe leisten und evt. betreut werden müss(t)en gibt es zu wenig Unterstützung.
      Es gibt Menschen, die noch Jahre nach dem traumatisierenden Erlebnis einer schweren Schnittwunde anlässlich des unkonzentrierten oder ungaübten Schnippelns der Zutaten einer Gemüseuppe nur Tütensuppe essen. Den „physisch und psychisch gesunden Menschen“ gibt es real nicht, sondern nur statistisch oder als Idealvorstellung. Er ist bestenfalls ein theoretisches Konstrukt. Nicht immer reichen bei nachweislichen Störungen die Selbstheilungskräfte alles Lebendigen aus. Mit legitimierender Moral hat das nichts zu tun, sondern damit, dass Menschen Lebewesen sind.
      MUSS oder KANN ihnen im Vergleich zu gewaltbetroffeneen Rebhühnern, Wildschweinen, Hustenbazillen, Disteln. Kartoffeln … ein privilegiertes Überleben garantiert werden? Warum? Wie?

    2. .@OttoMotto
      „Man kann aber bei auslandseinsätzen deutlich mehr Geld verdienen“
      Wie hoch ist denn das Buschgeld, lohnt sich dafür sein Leben zu verlieren oder aks Krüppel heim zu kommen und als Dank des Vaterlandes einen Tritt in den A…. zu bekommen???

      1. Gibt genügend Prekarisierte in DE, die in so großer Not leben, daß sie das eigene Leben verkaufen MÜSSEN. Immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, „es muss ja nicht mich treffen, vielleicht ist diesmal mein Nebenmann dran“

        Und die wenigsten davon sind echte Psychopathen.

  19. Viele sind schon sehr naiv! Vor einiger Zeit hatte ich eine Konversation mit dem Bruder eines jungen Mannes der sich vor kurzem für 15 Jahre verpflichtet hat und gerade seine Grundausbildung absolviert. Auf die Frage hin ob seinem Bruder klar sei, was eine Soldatenexistenz im Endeffekt bedeutet und ob er sich die geopolitische Situation unserer Tage mal vor Augen geführt hat, meinte dieser junge Mann nur zu mir: also bei dem Job den sein Bruder anstrebt, nähme der an Kriegshandlungen im Fall aller Fälle gar nicht teil….
    Die tumbe Naivität ist frappierend!
    Naja für‘s Militär sind solche jungen Leute natürlich super!

  20. „Für immer Krieg“, ja das angeführte Exemplar hat wohl immer diesen Krieg.
    Dieser Krieg findet ununterbrochen seit dem ‚Ende von WWII‘ bis heute statt, aber meistens ausserhalb vom Garten Eden.
    Es führt sogar dazu, das nun „IS Söldner“ sich in einer Regierung befinden und niemand schreit auf.
    Also der immer geführte Krieg, ist nicht nur beim Soldaten vorhanden, nein, er ist fest verankert in sehr vielen Gesellschaften. Das ist das schreckliche am heute Dasein namens Mensch.
    Wartet ab wenn die Generation Z und vorherige, dastehen werden als das zu was diese geführt wurden, Null Empathie für irgendwas.
    Die KI oder AI, je nach Sprachgebrauch, verstärkt die Desillusion. Der korrupte Haufen in Albanien, geführt vom Westen, hat ihren ersten KI Minister, weil diese angebliche Korruption bekämpfen möchte. Irrsin PUR!
    Der Krieg findet weiterhin statt, halt eben im Netz der angeblichen künstlichen Intelligenz

  21. Interessante statistische Interpretation aus dem Internet:

    Für einen jungen deutschen Mann unter 45 Jahren ist die Wahrscheinlichkeit, in einem blutigen Konflikt zu sterben, in Deutschland 100x höher als in den USA und 20-30x höher als in Großbritannien.

    Diese schockierende Zahl ist keine Spekulation. Sie ist das Ergebnis aus 500 Jahren Geschichte, in denen 15 bis 19 Millionen Deutsche (Zivilisten und Soldaten) in bewaffneten Konflikten starben. Vom Dreißigjährigen Krieg, der bis zu 40% der Bevölkerung auslöschte, bis zu den Weltkriegen – Deutschland war und ist das Schlachtfeld Europas.

    Setzen wir das in Relation: Im gleichen Zeitraum starben auf britischem Boden nur 0,3 Millionen Zivilisten in solchen Konflikten und in den USA (seit Gründung) sogar nur 0,1 Millionen. Auch in Frankreich, Italien und Spanien starben in den letzten 500 Jahren deutlich weniger Zivilisten als in Deutschland in blutigen Konflikten auf heimischem Boden.

    Das ist keine Meinung. Das ist Mathematik.

    Die letzten 80 Jahre des Friedens waren eine historische Anomalie. Und diese Anomalie geht jetzt zu Ende.

    Die Wiedereinführung der Wehrpflicht ist beschlossen. Der Ruf nach einer Verdopplung der Bundeswehr wird laut. Der Krieg in der Ukraine schwappt mit Angriffen auf Polen bereits nach Westeuropa über. Wir gewöhnen uns an die Eskalation wie der Frosch im langsam kochenden Wasser

    via bachheimer.com/deutschland

    Kriegstüchtig sein heißt, Lebensmüde zu sein. Wir Deutschen haben nach obiger Einschätzung allen Grund Kriegsmüde, d.h. Lebenstüchtig zu sein.

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