Frieden lernen

Friedensdemo, Dresden
Bybbisch94, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Anregungen zur Förderung kriegskritischen Denkens.

Die aktuelle Debatte über Kriegsertüchtigung in Schulen macht deutlich, dass die mentale und emotionale Kriegsvorbereitung in der Republik hoch im Kurs steht. Die kursierenden Bedrohungsszenarien werden durch gebetsmühlenartige Wiederholungen und Dramatisierungen in Medien, Politik und Zivilgesellschaft derart in die Köpfe der Bevölkerung „gehämmert“, dass die gigantischen Aufrüstungsmaßnahmen unserer Tage gleichsam alternativlos erscheinen. Sollen die Schulen diese erklärte „Zeitenwende“ tatsächlich mitmachen und der Werbung für Bundeswehr und Kriegsdienst willfährig ihre Türen öffnen? Vieles spricht dafür, dass in diesen aufgeheizten Zeiten eher das Gegenteil vonnöten ist: nämlich das Entwickeln fundierter Kriegsskepsis, Friedensfantasie und Versöhnungsbereitschaft.  Das gilt für den Bildungsbereich wie für die Gesellschaft insgesamt.

Kriege sind nie alternativlos!

Das Fatale an der aktuellen Kriegsertüchtigungs-Option ist, dass dem kritischen Nachdenken über Kriegsrhetorik, Kriegsbegründungen und Kriegsfolgen kaum noch Raum gegeben wird. Gleiches gilt für das ernsthafte Sondieren probater Möglichkeiten zur Kriegsprävention bzw. zur raschen Beendigung bereits laufender Kriege. Verhandlungen, Vertrauensbildung, Abrüstung und Entspannungspolitik werden unter diesen Vorzeichen schnell als unrealistisch, feindbegünstigend oder kriegsverlängernd abgetan. Das militärische Haudrauf scheint alternativlos. „Siegfrieden“ heißt die neue Losung.  Diese eindimensionale Sichtweise begünstigt naturgemäß die vordergründige Kriegsbejahung, Feindbeschwörung und Überschätzung des militärischen Treibens. Dieser Mentalität muss eine auf Kriegsvermeidung zielende Friedensbildung unbedingt entgegenwirken.

Wie das gehen kann, liegt auf der Hand: Friedensuche statt Kriegsertüchtigung; Entspannungs- und Versöhnungsdenken statt Konfrontationskult und Feindbildpflege. Das Entscheidende dabei ist, dass (a) die kritisch-konstruktive Auseinandersetzung mit laufenden oder drohenden Kriegen ins Zentrum der schulischen Friedensbildung gerückt und (b) dem Verstehen fremder Kulturen und Mentalitäten verstärkt Nachdruck gegeben wird. Dementsprechend müssen kursierende Kriegsmythen hinterfragt, Vorurteile bzw. Klischees abgebaut, interkulturelle Lernerfahrungen ermöglicht, Kriegsrisiken und Kriegsfolgen beleuchtet, Pro-und-kontra-Debatten geführt, Konfliktlösungsmöglichkeiten sondiert, Friedensinitiativen gewürdigt sowie die gängigen Schwarz-Weiß-Malereien in Politik und Medien begründet gekontert werden.  Das ist Friedensbildung und Kriegsprävention im besten Sinne des Wortes.

Interkulturelles Lernen als Basis

Friedensbildung umfasst freilich nicht nur den intellektuellen Aufbau kriegskritischer Erkenntnisse und Argumentationskompetenzen, sondern zehrt auch und nicht zuletzt davon, dass die Schüler/innen im kleinen Kosmos ihrer Klasse bzw. Gemeinde angeregt werden, ihre interkulturelle und soziale Sensibilität zu steigern, persönliche Vorurteile abzubauen, mit Migranten oder anderen „Fremden“  ganz praktisch zusammenzuarbeiten, aktiv zuzuhören, miteinander zu spielen, zu reden und etwaige Konflikte zu lösen, konstruktiv zu kommunizieren und zu argumentieren,  Perspektivenwechsel zu versuchen sowie etwaige Meinungsverschiedenheiten friedlich zum Ausgleich zu bringen. Hierbei können spielerische Elemente betont, kompetenzsteigernde Kommunikations- und Kooperationsübungen durchgeführt oder auch gemeinsame Projekte, Erkundungen oder sonstige Kooperationsaktivitäten mit „Andersdenkenden“ angestoßen und realisiert werden.

Zu dieser Form des sozialen und interkulturellen Lernens finden sich in meinen Büchern zahlreiche Anregungen (vgl. u.a. Klippert 2018 und 2019).  Der Grundgedanke dabei ist der: Je besser die Schüler/innen ihre sozialen und interkulturellen Grundkompetenzen und Sensoren entwickeln, desto eher sind sie bereit und in der Lage, sich in akute Konflikte/Kriege auf der politischen Makroebene hineinzudenken, deren Genese zu sondieren, die unterschiedlichen Sichtweisen der Konfliktbeteiligten zu beleuchten und potenzielle Deeskalationsmöglichkeiten zu überlegen, zu begründen und zu diskutieren. Das alles stützt und stärkt ihre Einsicht, dass Kriege nie alternativlos sind und in der Regel mindestens zwei Verursacher haben.

So gesehen ist der Aufbau grundlegender sozialer und interkultureller Kompetenzen in Schulen und sonstigen Bildungsstätten eine nicht zu unterschätzende Möglichkeit, dem archaischen Gewaltreflex der Menschen entgegenzuwirken und einem sensibleren Umgang mit nationalen wie internationalen Konflikten den Boden zu bereiten. Die erschreckende Lockerheit, mit der derzeit viele Politiker, Journalisten, Militärs und Normalbürger dem „militärischen Haudrauf“ das Wort reden, macht unmissverständlich deutlich, wie wichtig eine friedenszentrierte Blick- und Kompetenzerweiterung wäre. Zwar bietet das skizzierte soziale und interkulturelle Lernen noch längst keine Gewähr dafür, dass in unserer Gesellschaft tatsächlich pazifistische Denkweisen Platz greifen, wohl aber dürfte dadurch die Zahl der konflikterfahrenen Grübler, Kriegsskeptiker und Verhandlungsbefürworter zunehmen.

Vieles muss hinterfragt werden

Zur Eindämmung des erwähnten „archaischen Gewaltreflexes“ (vgl. Klippert 2024, S. 80 ff.) müssen die Schüler/innen freilich nicht nur sozial und interkulturell sensibilisiert werden, sondern auch und zugleich die kognitive Einsicht entwickeln, dass Kriege in aller Regel verheerend sind und mit allen Mitteln verhindert werden müssen, bevor sie sich entzünden können. Diese Sensibilisierung für die Notwendigkeit nachdrücklicher Kriegsprävention und Diplomatie ist das A und O zeitgemäßer Friedensbildung, wie sie hier befürwortet wird. Der darin aufgehobene Primat der konsequenten Deeskalation und Versöhnung gilt selbstverständlich auch für den Fall, dass ein Krieg bereits läuft – nur mit dem Unterschied, dass dann die oberste Maxime lautet, diesen Krieg schnellstmöglich zu beenden, da es nach aller Erfahrung mit wachsender Kriegsdauer und zunehmenden Opferzahlen und Zerstörungen immer schwieriger wird, zu konstruktiven Friedensverhandlungen und annehmbaren Friedensschlüssen zu kommen. Die aktuellen Kriegsverläufe in der Ukraine, in Gaza, im Sudan, im Jemen und anderswo lassen diese destruktive Eigendynamik langanhaltender Kriege erkennen.

Diesen menschenverachtenden Irrsinn kritisch zu hinterfragen und gangbare Wege aus der meist ruinösen Gewaltspirale zu suchen und zu diskutieren, ist der Kern der intendierten „intellektuellen Friedensbildung“. Das schließt u.a. mit ein, dass im Unterricht besonders die Kriegsfolgen beleuchtet, fragwürdige Feindbilder problematisiert, Vorurteile und Klischees offengelegt, Perspektivenwechsel vorgenommen, die Chancen der Diplomatie herausgearbeitet, aufrüstungsbejahende Medienberichte kommentiert, Werbeprospekte bzw. Werbevideos der Bundeswehr kritisch gesichtet, scheinheilige Kriegsbegründungen gekontert, die aktuellen Auf- rüstungsmaßnahmen hinterfragt, Propagandastrategien entlarvt, geopolitische Handlungsmotive untersucht sowie pazifistische Denk- und Handlungsweisen gewürdigt werden. Das alles trägt zur Entwicklung differenzierter Meinungsbilder, Haltungen und Handlungsoptionen der Jugendlichen bei.

Entsprechende Bildungsmaximen

Abbildung 1

Welche didaktischen Maximen diese Art der Friedensbildung prägen und leiten, lässt sich aus Abbildung 1 ersehen. Sie alle zielen darauf, in den Köpfen der Schüler/innen ein Mehr an Kriegsskepsis, Friedensphantasie und sicherheitspolitischer Mündigkeit und Argumentationsfähigkeit anzubahnen und auf diese Weise die Grundlagen für eine möglichst versierte Auseinandersetzung mit dem Thema „Krieg und Frieden“ zu schaffen. Wird dieses eindringliche Hinterfragen der propagierten Bedrohungsszenarien, Feindbilder und Kriegsertüchtigungs-Pläne dagegen unterlassen, so besteht unweigerlich die Gefahr, dass vorschnell die militärische Karte gezogen und dem vielzitierten „Sieg-Frieden“ das Wort geredet wird. Ernsthafter Diplomatie und Völkerverständigung wird damit der Boden entzogen.

Zugegeben, die unterrichtspraktische Umsetzung der genannten Maximen ist alles andere als leicht und lässt sich noch am ehesten in höheren Schulklassen, in Universitäten oder in der Erwachsenenbildung  realisieren. Gleichwohl führt de facto kein Weg daran vorbei, dass im Bildungsbereich verstärkte Bemühungen vonnöten sind, dieser kriegskritischen Meinungsbildung den nötigen Nachdruck zu verleihen. Andernfalls bleibt der vielbeschworene „mündige Staatsbürger“ ein leeres Versprechen. Das schließt zuvorderst mit ein, dass die oft behauptete Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit der aktuellen Aufrüstungs- und Kriegsertüchtigungs-Strategie ernsthaft hinterfragt und auf ihre empirische Plausibilität hin geprüft wird. Denn diesbezüglich präsentieren uns Medien, Militärs und Politiker/innen nur zu oft ein sehr einseitiges Bild, das gewaltfreie Wege der Friedensicherung vorschnell ins Reich der Utopie verweist. Dieser mentalen und emotionalen Aufrüstung der Menschen muss eine seriöse Friedensbildung entschieden entgegenwirken.

Bewährte Lehr-/Lernmethoden

Abbildung 2

Wie diese „intellektuelle Friedensbildung“ konkret angelegt und angestoßen werden kann, zeigt die nachfolgende Abbildung 2, in der einige bewährte Lernanlässe aufgelistet werden, die ein Mehr an Kriegsskepsis und pazifistischem Denken anbahnen helfen. Egal, ob die Schüler/innen  nun fragwürdige Thesen/Behauptungen zum Problemfeld „Krieg und Frieden“ reflektieren (vgl. Abb. 3), korrespondierende Recherchen anstellen, Kriegsliteratur lesen, kriegsbezogene Assoziationsskizzen anfertigen, Anti-Kriegsgedichte schreiben, kriegskritische Kommentare bzw. Leserbriefe verfassen, fragwürdige TV-Sendungen unter die Lupe nehmen,  die schrecklichen Folgen konkreter Kriege beleuchten, einen „Friedensbaum“ entwerfen und aufbauen, Argumente für Kriegsdienstverweigerer zusammenstellen, Plakate/Transparente wider den Krieg gestalten, Waffenexporte in Krisengebiete problematisieren, pazifistische Denkweisen würdigen oder aber die im unteren Teil der Abbildung angesprochenen interkulturellen Begegnungen, Fallstudien, Kooperationsprojekte, Interaktionsspiele oder Streitschlichtungsversuche ins Zentrum ihrer Lernarbeit rücken – stets geht es darum, ihnen zu einer möglichst differenzierten, reflektierten und gewaltverneinenden Haltung und Argumentationslinie in Sachen „Krieg und Frieden“ zu verhelfen.

Dabei geht es also nicht nur um das Einbringen kriegskritischer Informationen, Erlebnisberichte oder sonstiger Denkanstöße, sondern auch und zugleich um das möglichst aktive und produktive Arbeiten an und mit diesen Inputs (vgl. Klippert 2024, S. 200 ff).  Dieses aktiv-produktive Lernen ist eine entscheidende Voraussetzung dafür, dass die Schüler/innen die nötige Tiefe, Motivation und Betroffenheit in punkto Kriegsvermeidung und Friedensvorbereitung entwickeln. Fakt ist nämlich, dass das Gros der Schüler/innen und jungen Erwachsenen Kriege weder aus eigenem Erleben noch aus authentischen Berichten ihrer Vorfahren kennt. Von daher mangelt es vielen von ihnen an mahnenden Erinnerungen und persönlicher Betroffenheit.

Und weil das so ist, muss diesem Betroffenheits-Mangel durch möglichst inspirierende und einprägsame Recherche-, Produktions-, Diskussions- und Exkursionsaktivitäten der Lernenden nachgeholfen werden (vgl. Abb. 2). Dieses methodische Vorgehen fördert nicht nur den Aufbau relevanten Wissens, sondern auch und besonders das kreative und emotionale Eintauchen in die ganze Ambivalenz, Verlogenheit und Destruktivität von Kriegen und/oder internationalen Kriegstreibereien (vgl. dazu die 24 Reflexionsbausteine in Klippert 2024, S.  203 ff). Diese Eindringlichkeit der Lernarbeit bietet zwar keine Gewähr für nachhaltige Kriegsskepsis, Betroffenheitsgefühle, Friedensphantasie und/oder Versöhnungsbereitschaft, wohl aber begünstigt dieses Vorgehen den Aufbau friedensethischer Sensibilität, Urteilskraft und Widerspruchsbereitschaft bei den jungen Leuten.

Ein Praxisbeispiel zur Abrundung

Abbildung 3

Zu den zentralen Herausforderungen für Friedensucher/innen gehören die in öffentlichen Diskursen oft recht apodiktisch vorgetragenen Feindbeschwörungen bzw. Kriegsbegründungen. Abbildung 3 zeigt einige dieser fragwürdigen Behauptungen, die derzeit im Lande kursieren. Diese zu hinterfragen, Faktenchecks zu unterziehen und kontrovers diskutieren zu lassen,  ist eine der vordringlichen Aufgaben der Friedensbildung. Ausgehend vom vorliegenden Thesenblatt kann das z.B. heißen: Im ersten Schritt bewertet jeder Lerner die angeführten sechs Statements auf einer Skala von +3 (volle Zustimmung) bis – 3 (entschiedene Ablehnung) und notiert sich korrespondierende Begründungen. Im zweiten Schritt werden Zufallstandems gebildet, die ihre Voten zu den einzelnen Statements wechselseitig offenlegen, vergleichen, diskutieren und auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen versuchen.

Im dritten Schritt gehen dann je zwei bis drei dieser Paare zu größeren Gruppen zusammen, in denen sie ihre Übereinkünfte reihum vorstellen, abgleichen und diskutieren. Im vierten Schritt losen die gleichen Gruppen je eines der sechs Statements zur intensiveren Bearbeitung und entwickeln dazu möglichst fundierte Argumentationslinien. Im fünften Schritt schließlich werden die so herausgearbeiteten Argumentationslinien nach und nach durch ausgeloste Gruppensprecher/innen präsentiert und im Frage-Antwort-Modus vertieft und gewürdigt. Dabei kommt selbstverständlich auch die Lehrperson zu Wort. Abgeschlossen werden kann das Ganze mit einer übergreifenden Plenar-Aussprache.

Derartige spiralförmige Reflexions-, Argumentations- und Klärungsprozesse sind das Markenzeichen der hier in Rede stehenden „intellektuellen Friedensbildung“ (zum Lernspiral-Konzept vgl. Klippert 2016, S. 16 ff. sowie Klippert 2015).  Das gilt auch und nicht minder für die anderen in Abbildung 2 aufgeführten Produktions- und Reflexionsanlässe zur Friedensproblematik. Nähere Konkretisierungen und Ergänzungen dazu finden sich im erwähnten Friedens-Buch des Verfassers (vgl. Klippert 2024, S. 203 ff).

 

Literaturhinweise

Klippert, H.:  Frieden sichern?! Anleitung zur Belebung pazifistischen Denkens. Neu-Isenburg 2024.

Klippert, H.:  Kommunikations-Training. Bausteine zur Förderung grundlegender Sozialkompetenzen. 14. komplett überarbeitete Neuauflage. Weinheim und Basel 2018.

Klippert, H.:  Team-Entwicklung im Klassenraum. Bausteine zur Förderung grundlegender Sozialkompetenzen. 11. komplett überarbeitete Neuauflage. Weinheim und Basel 2019.

Klippert, H.: Lernförderung im Fachunterricht: Leitfaden zum Arbeiten mit Lernspiralen.
2. Auflage. Donauwörth 2016.

Klippert, H.:  Unterrichtsvorbereitung leicht gemacht. 80 Bausteine zur Förderung selbstständigen Lernens. 3. Auflage. Weinheim und Basel 2015.

Heinz Klippert

Dr. Heinz Klippert, (1948) Diplom-Ökonom; Studium der Wirtschaftswissenschaften und der Soziologie in Gießen; ausgebildeter Gymnasiallehrer; Dozent, Trainer und Berater am EFWI in Landau mit den Schwerpunkten Wirtschaftsethik, politische Bildung, Neue Lernmethoden, Schul- und Unterrichtsentwicklung. Verfasser zahlreicher Bücher zu aktuellen Bildungsfragen.
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65 Kommentare

  1. Friedensbildung, Friedenserziehung usw. ist gut und wichtig!

    Aber was nutzt das, wenn man in einen Staat, in einen Staatenbund (EU) lebt, der durch Krieg und Gewalt den eigenen Zusammenbruch verzögern möchte? Wir stehen in Deutschland vor der größten Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit und wollen dies nicht wahrhaben, verdrängen die Realität. Die EU unterstützt weiter die Ukraine, will Siegfrieden, obwohl klar ist, diesen Krieg kann die Ukraine nicht gewinnen.

    In Sachen Völkermord in Gaza hat die Regierung jetzt einen optischen Rückzieher gemacht., will „gazafähige“ Waffen nicht mehr liefern. Selbst bürgerliche Medien bezeichnen dies als Symbolpolitik. Aber immerhin, ein verbaler „Rückzug“ wurde erzwungen. Aber das genügt doch nicht, oder?

    Was tun? Was ganz konkret tun?

        1. Das geht nur mit einer Revolution.
          Die Elite wird nicht freiwillig auf ihren Besitzstand verzichten.
          Es geht hier spätestens seit dem 12.4.2020 ums Überleben.
          Die herrschende Klasse hat uns durch Bill Gates eine Kriegserklärung zukommen lassen.
          Der Krieg heißt „Reich gegen Arm“, wie schon seit tausenden von Jahren.
          Neu daran ist, das er jetzt ganz offen geführt wird, da die Reichen gar keinen Hehl mehr daraus machen, dass sie uns krank machen, krank halten, töten und einen kleinen Rest versklaven wollen.
          Wir sollten uns auch endlich von diesem Anspruch trennen, dass wir (wer auch immer neuzeitlich damit gemeint ist) moralisch besser als die Imperialisten sind.
          Denn, wenn die herrschende Klasse und der Kapitalismus in voller Gänze mit all seinen barbarischen Strukturen beseitigt ist, wäre überhaupt erst die Möglichkeit geschaffen für einen echten Neuanfang.
          Die werden uns alles nehmen, den Individualverkehr, also unsere Autos, die Reisemöglichkeiten, unsere Behausungen, ja, sogar unser Essen wollen sie durch künstliche Fleischfabriken ersetzen.
          Schauen sie sich mal an, wo die Oligarchen jetzt ihr Geld investieren, in künstliche Fleisch und Impfstofffabriken.
          Im Kriegsfall und der wurde für mich am 12.4.2020 ausgerufen, ist für mich jeder der Feind, der da mitmacht.
          Wenn sie glauben, dass man auf parlamentarischer Ebene gegen die gewinnen könnte, dann sind sie schief gewickelt.
          Die Oligarchen würden eher alles in die Luft jagen, als sich von ihrem Besitzstand zu trennen, ganz im Gegenteil, die haben nicht vor, zukünftig mit uns die noch verbliebenen Ressourcen zu teilen.
          Zudem gerade in der USA für so einige der Imperialisten das Ganze auch religiös konnotiert ist, es quasi für sie eine Erlösung darstellt, wenn es zur Apokalypse kommen sollte.
          Wie schon erwähnt, kenne, oder besser kannte ich einige von denen, weil ich selbst adliger Herkunft bin.
          Das ist auch der Grund, warum die sich auch immer als die Guten wähnen, um mit diesem religiösen Überbau die Welt zu beherrschen.

      1. Die Herrschende Klasse will profitieren, will ausbeuten. Vernichtung ist höchstens da angesagt, wo Menschen dem im Wege stehen.

        Wer glaubt, dass angesichts des militärisch, geheimdienstlich und polizeilich hochgerüsteten Staatsapparates irgendwelche militanten Aktionen a la den Krieg zu den Reichen tragen, irgendwie erfolgreich sein könnte, der hat aus der Geschichte der RAF und des militanten Widerstandes in der Bundesrepublik nichts gelernt, ausser wie der militant-patriachalen Pose.

        Wer der Ausbeutung Sand ins Getriebe streuen will, der muss gegen Ausbeutung kämpfen, die dafür notwendigen sozialen Kämpfe führen. Erst die Einsicht das Arbeiters, dass er nichts anderes als eine Ware ist, führt zum Kampf gegen Ausbeutung.

        Bis dahin heisst es sich den Mühen der Ebene stellen. Militante Aktionen kürzen den Gang der Geschichte nicht ab. Bei aller Ungeduld führen sie nur in eine Sckgasse

        1. Die werden uns töten.
          Das ist der Plan der herrschenden Klasse.
          Die brauchen uns nicht mehr.
          Die Zeit der Konsumenten ist vorbei.
          Es müsste eigentlich schon aufgefallen sein, das hier deindustrialisiert wird.
          Wir brauchen keine RAF.
          Wir brauchen eine wachechte Revolution.
          Die RAF war nur eine Guerillaeinheit.

    1. Mit Anderen darüber sprechen. Wie man an den Produkten der Presse sieht wird doch einiges an Kompetenz dafür verwendet die Hungersnot zu verschweigen. Jeden Tag sterben Menschen und keiner macht das zum Tagesthema. Das sind Kriegsverbrechen zu deren Ausführung man sich entschieden haben. Aber auf die Juden als solche will dann keiner mit dem Finger zeigen. Obwohl über zweihundert Menschen verhungert sind. Die Palästinenser sind nicht “selbst daran Schuld” dass Kriegsverbrechen gegen sie begangen werden. Das sind die Juden und die Amerikaner die Bomben auf die Menschen abwerfen und der Bevölkerung seit Monaten die Hilfslieferungen der Vereinten Nationen vorenthalten.

      Der Besuch von Demonstrationen. Eine Demonstration ist eine öffentliche Versammlung und Kundgebung und ein Mittel der Meinungsäusserung und vielleicht auch der Meinungsbildung. Sie sehen an dem Vorgehen gegen Demonstrationen wie wenig erwünscht ist dass solche Veranstaltungen stattfinden und aufgesucht werden.

      Das Schreiben eines Briefes an einen Politiker. Amnesty International bietet online die Möglichkeit ein bereits erstelltes Schreiben zu unterzeichnen. Es kann auch ein Brief in Papierform versendet werden.

      In den Niederlanden haben grosse Menschenmengen an Demonstrationen gegen die Haltung der Regierung und den Gaza-Krieg teilgenommen. Die grössten Demonstrationen seit zwanzig Jahren. Dort, so heisst es, haben sich in den Gemeinden die Bürgermeister gegen diesen Krieg geäussert.

      Ebenfalls kann man den Kontakt zu Juden ablehnen weil diese jahrelang die Menschenrechtsverletzungen in ihrem Land verschwiegen haben.

    2. Ganz einfach:

      Wolfgang Borchert
      Dann gibt es nur eins!
      Du. Mann an der Maschine und Mann in der Werkstatt. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst keine Wasserrohre und keine Kochtöpfe mehr machen – sondern Stahlhelme und Maschinengewehre. dann gibt es nur eins:
      Sag NEIN!
      Du. Mädchen hinterm Ladentisch und Mädchen im Büro. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst Granaten füllen und Zielfernrohre für Scharfschützengewehre montieren, dann gibt es nur eins:
      Sag NEIN! Du. Besitzer der Fabrik. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst
      statt Puder und Kakao Schießpulver verkaufen, dann gibt es nur eins:
      Sag NEIN!
      Du. Forscher im Laboratorium. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst einen neuen Tod erfinden gegen das alte Leben, dann gibt es nur eins:
      Sag NEIN!
      Du. Dichter in deiner Stube. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst keine Liebeslieder, du sollst Haßlieder singen, dann gibt es nur eins:
      Sag NEIN!
      Du. Arzt am Krankenbett. Wenn sie dir morgen befehlen, du
      sollst die Männer kriegstauglich schreiben, dann gibt es nur eins:
      Sag NEIN!
      Du. Pfarrer auf der Kanzel. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst den Mord segnen und den Krieg heilig sprechen, dann gibt es nur eins:
      Sag NEIN!
      Du. Kapitän auf dem Dampfer. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst keinen Weizen mehr fahren – sondern Kanonen und Panzer, dann gibt es nur eins:
      Sag NEIN!
      Du. Pilot auf dem Flugfeld. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst Bomben und Phosphor über die Städte tragen, dann gibt es nur eins:
      Sag NEIN!
      Du. Schneider auf deinem Brett. Wenn sie dir morgen befehlen,
      du sollst Uniformen zuschneiden, dann gibt es nur eins:
      Sag NEIN!
      Du. Richter im Talar. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst zum Kriegsgericht gehen, dann gibt es nur eins:
      Sag NEIN!
      Du. Mann auf dem Bahnhof. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst das Signal zur Abfahrt geben für den Munitionszug und für den Truppentransport, dann gibt es nur eins:
      Sag NEIN!
      Du. Mann auf dem Dorf und Mann in der Stadt. Wenn sie morgen kommen und dir den Gestellungsbefehl bringen, dann gibt es nur eins:
      Sag NEIN!
      Du. Mutter in der Normandie und Mutter in der Ukraine, du, Mutter in Frisko und London, du, am Hoangho und am Mississippi, du, Mutter in Neapel und Hamburg und Kairo und Oslo – Mütter in allen Erdteilen, Mütter in der Welt, wenn sie morgen befehlen, ihr sollt Kinder gebären, Krankenschwestern für Kriegslazarette und neue Soldaten für neue Schlachten, Mütter in der Welt, dann gibt es nur eins:
      Sagt NEIN! Mütter, sagt NEIN!
      Denn wenn ihr nicht NEIN sagt, wenn IHR nicht nein sagt, Mütter, dann:
      dann:
      In den lärmenden dampfdunstigen Hafenstädten werden die großen Schiffe stöhnend verstummen und wie titanische Mammutkadaver wasserleichig träge gegen die toten vereinsamten Kaimauern schwanken, algen-, tang- und muschelüberwest den früher so schimmernden dröhnenden Leib, friedhöflich fischfaulig duftend, mürbe, siech, gestorben –
      die Straßenbahnen werden wie sinnlose glanzlose glasäugige Käfige blöde verbeult und abgeblättert neben den verwirrten Stahlskeletten der Drähte und Gleise liegen, hinter morschen dachdurchlöcherten Schuppen, in verlorenen kraterzerrissenen Straßen –
      eine schlammgraue dickbreiige bleierne Stille wird sich heranwälzen, gefräßig, wachsend, wird anwachsen in den Schulen und Universitäten und Schauspielhäusern, auf Sport- und Kinderspielplätzen, grausig und gierig, unaufhaltsam – der sonnige saftige Wein wird an den verfallenen Hängen verfaulen, der Reis wird in der verdorrten Erde vertrocknen, die Kartoffel wird auf den brachliegenden Äckern erfrieren und die Kühe werden ihre totsteifen Beine wie umgekippte Melkschemel in den Himmel strecken –
      in den Instituten werden die genialen Erfindungen der großen Ärzte sauer werden, verrotten, pilzig verschimmeln –
      in den Küchen, Kammern und Kellern, in den Kühlhäusern und Speichern werden die letzten Säcke Mehl, die letzten Gläser Erdbeeren, Kürbis und Kirschsaft verkommen – das Brot unter den umgestürzten Tischen und auf zersplitterten Tellern wird grün werden und die ausgelaufene Butter wird stinken wie Schmierseife, das Korn auf den Feldern wird neben verrosteten Pflügen hingesunken sein wie ein erschlagenes Heer und die qualmenden Ziegelschornsteine, die Essen und die Schlote der stampfenden Fabriken werden, vom ewigen Gras zugedeckt, zerbröckeln — zerbröckeln — zerbröckeln —
      dann wird der letzte Mensch, mit zerfetzten Gedärmen und verpesteter Lunge, antwortlos und einsam unter der giftig glühenden Sonne und unter wankenden Gestirnen umherirren, einsam zwischen den unübersehbaren Massengräbern und den kalten Götzen der gigantischen betonklotzigen verödeten Städte, der letzte Mensch, dürr, wahnsinnig, lästernd, klagend – und seine furchtbare Klage: WARUM? wird ungehört in der Steppe verrinnen, durch die geborstenen Ruinen wehen, versickern im Schutt der Kirchen, gegen Hochbunker klatschen, in Blutlachen fallen, ungehört, antwortlos, letzter Tierschrei des letzten Tieres Mensch – all dieses wird eintreffen, morgen, morgen vielleicht, vielleicht heute nacht schon, vielleicht heute nacht, wenn – wenn – wenn ihr nicht NEIN sagt.

      zitiert aus: Wolfgang Borchert, Das Gesamtwerk, Rowohlt 1986, Seite 318 ff

      1. Die herrschende Klasse möchte uns dezimieren und einen kleinen Rest versklaven.
        Petitionen, Gedichte und Lieder werden uns nicht mehr helfen.
        Die Elite ist nun einfach zu gut aufgestellt.
        Nur eine Revolution mit der restlosen Beseitigung der herrschenden Klasse und allen kapitalistischen Strukturen, kann uns vor der Vernichtung bewahren.

    1. Gegenüber der Kriegswerbung durch junge Offiziere in unseren Schulen braucht es dringend ein Gegenprogramm:
      Es sollten Bilder der zerfetzten Körper toter Soldaten in unseren Schulen gezeigt werden. Das ist nämlich die Realität des Krieges.

      Unsere Gesellschaft ist an einem gefährlichen Punkt angekommen.
      Wir brauchen unbedingt und umgehend den ABBAU ALLER FEINDBILDER!

      Im Inneren führt das Feindbild AfD mit dem angedrohten Verbotsverfahren nämlich zum Ende der Demokratie.

      Außenpolitisch führt das Feindbild und die Hetze gegen Russland geradewegs in einen Krieg mit Russland, der den Untergang Deutschlands bedeuten wird.
      Soviel sollten wir aus dem letzten verlorenen Krieg gegen Russland gelernt haben.

      Friedfertigkeit ist inzwischen für Deutschland eine Frage des Überlebens geworden.
      Die großkotzigen Äusserungen unseres Kanzlers und Nazi Enkels Merz sind unerträglich und werden, falls der seine Drohungen gegen Russland jemals zu realisieren versuchte, uns alle in den Untergang führen.

      1. Gewiss coroner, die nicht vorhandene Demokratie wird durch den weiteren Sommerlochstöpsel eines wohl eher nicht stattfindenden Verbotes der antidemokratischen Oligarchenpartei AfD, durch andere antidemokratische Oligarchenparteien, beendet.

        Bilder zerfetzter und toter Körper bekommt man permanent popkulturell kredenzt.

        Nebenbei erwähnt, dein Herrchen war der Erste der die Hälfte vom Haushalt für Rüstung gefordert hat. Wahnsinnig friedfertig. Warum ist dabei wohl irgendwie hinten herunter gefallen.

        Und nebenbei gefragt, geht es um Frieden oder um Befriedung bzw. Umleitung. Denn nach den Ursachen von Gewalt, inklusive Formen von struktureller Gewalt, wird ja eher nicht gefragt.

      2. Ich halte die vorgeschlagenen Schockbilder nur für ein nachrangig hilfreiches Element. Das offensichtliche Gegenargument wird sein, daß es eben Ziele gibt die es wert sind, Risiken einzugehen.
        Spiegelbildlich: Der wertewestliche Proxy, die Banderajünger in UA, haben mit den Russen, wenn man sie offen reden läßt, die gleichen Ziele wie die deutschen Nationalsozialisten seinerzeit: Unterjochung, weitgehende Ausrottung, Ausbeutung der Ressourcen und ggf. Versklavung von eventuell vorhandener Restbevölkerung.
        „Wenn man nicht hingeht kommt der Krieg zu einem“ ist daher leider nicht ganz falsch. Wichtiger ist daher, herauszufinden, wann man mit den mit Risiken behafteten Zielen seinen eigenen Interessen dient und wann nicht.

        1. Die deutschen Nationalsozialisten ist gleich doppeltes Neusprech. Es waren nämlich die deutschen Faschisten die sich zur Tarnung und Fehlsteuerung als Nationalsozialisten bezeichneten. Die Methodik ist überall die Gleiche, die Faschisten sind die Bluthunde des Kapitals und stets darum bemüht die Hackordnung zu bewahren und ein tatsächlich soziales Gemeinwesen zu verhindern. Dazu kann man sich gerne jedes beliebige Mäntelchen überstreifen.

          1. Sorry, aber das ist jetzt ein übler Bullshit den Du da in der ersten Hälfte Deines Beitrags absonderst. „Faschisten“ ist kein Widerspruch zu „Nationalsozialisten“, allenfalls eine (sowohl für Bandera als auch für Dolfls Haufen durchaus zutreffende) weitere Beschreibung.

            „Nationalsozialismus“ ist nun in 100% aller Literatur der gängige Oberbegriff für die betreffende Ideologie. Ich hab auch absichtlich nicht „Nazi“ gesagt, weil der inflationäre Gebrauch dieses Begriffs als Synonym für „Regierungskritiker“ Mißverständnisse hätte hervorrufen können.

            1. Beeindruckend nur 100%, nicht 150%?

              Herzchen, übelster Masterbullshiter, Sockenpuppe oder Compadre von Scheinregen oder sonst einem der Blaumiesen, nur damit hier nicht der Eindruck entsteht du würdest auch nur ansatzweise etwas anderes als herrschaftliche Agitprop absondern. „Mißverständnisse“ zu erzeugen scheint deine Hauptaufgabe zu sein. Einerlei,wer lesen kann, ist klar im Vorteil.

              An keiner Stelle habe ich behauptet, daß Faschisten im Widerspruch zu, zu Täuschungsszwecken so selbstbezeichneten sog. Nationalsozialisten stehen.

              Die korrekte Bezeichnung für die Nazis ist deutsche Faschisten. Die Benutzung der Begriffe deutsche Nationalsozialisten, wohlwissend daß allein die deutschen Faschisten diesen Tarnbegriff benutzten, dient der Vermeidung sie als Faschisten zu bezeichnen und der Diffamierung sozialistischer Ideen. Ein Usus der gerne von den bürgerlichen Streitern internationalisiert wurde. Welche Literatur du konsumierst kann ich mir schon denken. Ist wohl die Gleiche wie im ÖR und großen und diversen kleinen Privatmedien. Und die sind auch wahnsinnig glaubwürdig.

              Wie bereits erwähnt, ihr könntet eine GroKo über alle Parteien bilden. Ihr klingt sowieso recht ähnlich und wo ihr punktuell anders klingt, handelt ihr gleich. Ist wohl irgendwie der gleiche Oberboss. Der steht allerdings nicht zur Wahl, denn sonst könnt man ihn ja abwählen.

              1. Du bist ein Referenzbeispiel für die Ursachen, warum die sogenannte Linke trotz ursprünglich wahrscheinlich guter Absichten völlig auf den Hund gekommen ist. Schade eigentlich.

                Paranoia („Sockenpuppe von Scheinregen“ – die Vorstellung daß Leute andere Meinungen haben könnten ist euch völlig fremd).

                Das mit den wenig unterscheidbaren Parteien sehe ich auch so, nur die Protagonisten sind andere. Die sogenannte PdL passt prima zur ganz großen Groko, mindestens seit Corona, spätestens seit sie mit FznFrz einer Meinung ist beim Kampf bis zum letzten Ukrainer. Die Abweichler sind vielleicht BSW und vielleicht AfD, auch wenn letztere entweder aus Überzeugung oder aufgrund der Diffamierung als Dolfls Wiedergänger keine Silbe gegen Israels „Innenpolitik“ sagen kann und darf.

                Daß Nationalsozialisten und Internationalsozialisten viel mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede haben ist eher die Ursache für das Kunstwort „Nazi“ als Schmähung, damit die Gemeinsamkeiten wenigstens begrifflich übertüncht werden.

                Nachdem ich Dir schon mal schrieb daß ich „deutsche Nationalsozialisten“ und „deutsche Faschisten“ mit Bezug auf 1933 bis 1945 für personengleich halte ist das hochgradig albern, durch Wiederholung statt Argumenten irgendwas neues aussagen zu wollen.

      3. Abschaffung von Feindbildern bedeutet nicht das Ende inhaltlicher Auseinandersetzung. Im Gegenteil. Feindbilder sind es, die den „Gegner“ vernichten wollen und damit ein Ende inhaltlicher Auseinandersetzung herbeiführen.

        Wer zB die AfD verbieten will, der will ca 25 % der Bevölkerung von der Repräsentanz im Parlament ausschließen. Das wäre das Ende der Demokratie, ganz unabhängig davon, ob unsere derzeitigen gewählten Repräsentanten eine Politik im Sinne der Bevölkerung machen, oder gegen sie.
        Ein Verbot der AfD würde doch hierzulande nichts besser machen, sondern wäre Ausdruck einer totalitären Haltung: „Was nicht auf meiner Linie liegt, muss weg.“
        Solche totalitäre Haltung ist weit verbreitet in unserer Gesellschaft und sie ist bei den Anhängern unserer Regierungsparteien sowie den Grünen und der FDP zu finden. Also in der sog. Mitte der Gesellschaft.

        Wir hatten mal einen Kanzler, diesen Motto war: „Mehr Demokratie wagen.“ Der war aber auch kein Nazi Enkel, sondern ehemals im Widerstand gegen Nazi Deutschland.

        Im Falle des Kriegs in der Ukraine zeigt sich die totalitäre Gleichschaltung unserer Gesellschaft ganz deutlich. Und sie geht bei diesem Thema, Mobilisierung für das Feindbild Russland, eindeutig von unserer Regierung aus.
        Konfliktlösung will man nicht. Unsere politischen „Eliten“ hängen noch dem einstigen Motto des damaligen EU Aussensprechers Borell an, dieser Konflikt solle auf dem Schlachtfeld entschieden werden. Nur weigern sie sich zu erkennen, dass sie auf dem Schlachtfeld in der Ukraine längst verloren haben. Stattdessen unterstützen sie mit viel Geld und Waffen die Ukraine darin, in ohnmächtiger Wut Angriffe und Anschläge im Inneren Russlands durchzuführen, auch gegen Zivilbevölkerung.
        Sie werden das noch so weit treiben, bis wir auch hierzulande russische Vergeltungsschläge zu spüren bekommen.

        Diplomatie sucht man bei unseren europäischen „Eliten“ vergebens.
        Es ist doch für diese ein intellektuelles wie auch moralisches Armutszeugnis, dass ausgerechnet ein Typ wie Trump mit Russland redet und sie es aufgrund ihrer Verbortheit nicht hin bekommen, diesen Brandherd in Europa mit diplomatischen Mitteln auszulöschen.

        Ein weiterer Punkt:
        Mit der zunehmenden totaltären Haltung ging die humanitäre verloren.
        Die weit über 500.000 toten, sowie zusätzlich hunderttausende verstümmelte ukrainische Soldaten werden komplett ausgeblendet. Keiner und keine unserer Kriegsbefürworter sieht dafür eine Mitverantwortung. Sie haben ja nur den Ukrainern geholfen, die, so wird unterstellt, alle diesen Krieg gegen das russische Militär führen wollen.
        Die Realität in der Ukraine sieht anders aus: Dort werden Männer auf der Strasse von eigenen Rekrutierungstrupps überfallen und gegen ihren Willen an die Front gekarrt.
        Das wird alles hübsch ausgeblendet, da nicht sein kann, was nicht sein darf.

  2. Die zentrale Frage die ich mir stelle lautet: wie konnte es trotz sog. Aufklärung passieren dass im sog. Westen der Intelligenz der Intellekt abhanden gekommen ist!? Ist es kein Fakt dass es keinen Verstand ohne Vernunft geben kann!?

    1. Weil die sogenannte Aufklärung eben nur ganz Wenige wirklich erreicht hat.
      Die Entnazifizierung war ja auch alles andere als erfolgreich und schon gar nicht so intendiert.

    2. Aufklärung, was genau würdest Du darunter verstehen?

      Beschreibt Aufklärung etwa die Entfesselung der Produktivkräfte durch eine ebenso entfesselte, technizistische Wissenschaft? In diesem Fall ist klar: Wissenschaft, die sich verwerten lässt, ist immer „gute“ Wissenschaft. Die Qualität dieser Wissenschaft mißt sich an ihrer Genauigkeit und Tiefe, wodurch sie immer neue Verwertungsmöglichkeiten erschließt.

      Oder ist es eher ein gesellschaftswissenschaftliches, philosophisches Konzept? Ein Konzept in dem der religiöse Mythos durch vorgebliches Wissen ersetzt wird? Was aber passiert, wenn dieses Wissen in Konflikt mit den Herrschaftsinteressen gerät?
      Die bürgerliche Philosophie hat dieses Problem zwar nicht gelöst, aber doch umgangen. Hinter der Freiheit der Theoriebildung versteckt sich im Kern deren Beliebigkeit. Die Realität als Kriterium wird für obsolet erklärt. Übrig bleibt, was den Herrschenden nützt (und schon dadurch die Beliebigkeit einschränkt) Auch hier landen wir bei der Verwertung, der Nützlichkeit als impliziten, allerdings alles anderem als exaktem Wahrheitskriterium.

      Was aber passiert, wenn wissenschaftliche Erkenntnis den Herrschaftsinteressen selbst widerspricht, die Herrschaft selbst in Frage stellt?
      Selbst wenn diese, wie beim wissenschaftlichen Marx, die Realität besser als alles andere abbildet? Dann wird diese zur Nichtwissenschaft, wie es Popper u.a. es umständlich formulierten. Und in der heutigen Realität der Hochschullandschaft somit als irrelevant ignoriert. Wer könnte heute was Marxschen Erkenntnissen anfangen? Etwa Merz, Stoiber, Klingbeil, Frau Quandt oder Frau Klatten?

      Nach ihrem politischem Erkenntnisinteresse unterschied sich so auch die Vergangenheitsbewältigung in Ost und West. Im Westen werden hinter Einzelschicksalen gernecdie gesellschaftlichen Zusammenhänge und Interessen von Krieg versteckt. Da braucht man sich nur den hiesigen Artikel zur Friedenserziehung anschauen, der völlig ohne solche Zusammenhänge auskommt.

      Im Osten mit dem Ziel der Überwindung von Kriegen lag der Fokus dagegen auf dem gesellschaftlichen Hintergrund von Krieg. Und dessen noch heute aktiven, wenn auch personell mittlerweile erneuerten, Drahtziehern.

      Aufklärung schwebte nie über der Gesellschaft, sie bildete sie in ihren Ansichten ab.

      Von welcher Aufklärung redest Du also?

    3. Die zentrale Frage die ich mir stelle lautet: wie konnte es trotz sog. Aufklärung passieren dass im sog. Westen der Intelligenz der Intellekt abhanden gekommen ist!?

      Weil sie zwar als historische Epoche stattgefunden hat und als überzeugendes Ideengebäude existiert, aber als Vorgang (mit dem Ergebnis einer nach den Prinzipien der Aufklärung gestalteten Gesellschaft) natürlich nicht stattgefunden hat. Um Herrschaft und das dafür erforderliche Mindestmaß an Zustimmung zu erlangen war es nötig, sich pro forma zu ihren Ideen zu bekennen (argumentativ hätte man sie schwerlich widerlegen können), aber dass das bestenfalls ein Lippenbekenntnis war, sollte angesichts der grotesken Rechtfertigungsversuche himmelschreiender Widersprüche seitens der Herrschenden klar sein.

      1. Die Aufklärung ein überzeugendes Ideengebäude, Ernsthaft? Als Epochenbezeichnung gehe ich gerne mit, aber darum ging es ja im Eingangsstatement nicht.

        Dann versuch bitte schon mal mir das Ideengebäude, jenseits von ein paar breit interpretierbaren Allgemeinplätzen nahe zu bringen. Ich bezweifle das es ein solches gibt, dass es mehr als ein Sammelbegriff für die dominierenden Strömungen einer Zeit ist, um nicht konkret von den Verhältnissen reden zu müssen.

  3. So langsam muss man aufpassen mit dem Frieden. Immer mehr Propaganda Facharbeiter und ihr Anhang, machen den Krieg zum Frieden. Gut sichtbar am Kriegspreis des deutschen Buchhandels und ähnlicher Preise die gerade an Kriegstreiber und Faschisten verteilt werden und unter dem irreführenden Begriff „Friedenspreis“ dem Krieg huldigen.
    Ob es die Preisträgerin für Antihumanismus Flak-Zimmermann ist, oder der Kriegsbesoffene für den Buchhandel Kriegspreis, der dieses Jahr immerhin nicht wie im letzten Jahr an einen Nationalsozialisten gegangen ist, sondern nur an einen Kriegsprediger und Rassisten.
    Diese Kriegspreise und die Kriegstreiber die diese Verteilen und bekommen, sollten einmal im Leben keine Erbärmlichen Feiglinge sein, was sie ansonsten immer sind und waren und sich Freiwillig zu ihren Faschofreunden von Asow und Co begeben und an die Front gehen. Sie brauchen es ganz dringend.

    1. Dieses niederträchtige Preisegeschachere ist spätestens seit Kissinger den Friedensnobelpreis kriegte ausschließlich manipulative Propaganda. Abscheulich das Ganze!

  4. Sorry, so endet das Ganze dann doch im Gelaber. Es sollte schon erlaubt sein, die Grundzüge der Konflikte festzustellen.
    Russland ist eine Atommacht und um die Gefahr abzumildern gibt es das Mittel der Abrüstungsverhandlungen. In einem Atomkrieg braucht der Angreifer eine Überlegenheit, um zu gewinnen. Zumindest das kann man verhindern durch ein „Gleichgewicht des Schreckens“, wie seinerzeit von der Sowjetunion vorgeschlagen. Dieses Angebot liegt seitens Russlnds vor, es sieht ein atomwaffenfreies Europa und entmilitarisirerte Grenzen vor. Es sind Unsere, die diesen Vorschlag verweigern. Aber das hat nie eine Chance, in den Unterricht zu gelangen. Das ist das Problem.

    Israel mit 14 Millionren Einwohnern wird vom Iran bedroht, der sein ganzes BIP in die Vernichtung Israels steckt und dafür 80 Millionen einspannt. Völlig offensichtlich von unverdünnter Naziideologie getrieben. Das sollte hier die Grundlage sein. Hat aber in D ebenso keine Chance.

    1. Hihihi, der Artur lernt es nie… 😉
      Die Amis machen es nicht unter einer Billion.
      Der Iran hat ja auch Recht.
      Israel gehört dort auch nicht hin.
      Wenn ich dort wohnen würde, würde ich mein ganzes Leben dafür kämpfen das Israel vernichtet würde,
      Ich hatte aber im Vergleich, ja nur mit jüdischen Spekulanten zutun, die einfache Bürger entmieten um noch reicher zu werden als sie eh schon waren.

      1. wir täten gut daran, die Worte von Moshe Dayan, einem der Gründerväter Israels, zu berücksichtigen, der 1956 sagte:
        „Welchen Grund haben wir, uns über ihren heftigen Hass uns gegenüber zu beschweren? Seit acht Jahren sitzen sie in ihren Flüchtlingslagern in Gaza, und vor ihren Augen verwandeln wir das Land und die Dörfer, in denen sie und ihre Vorfahren gelebt haben, in unser Zuhause.“ … Wir sind eine Generation von Siedlern, und ohne Stahlhelm und Gewehrlauf werden wir nicht in der Lage sein, einen Baum zu pflanzen oder ein Haus zu bauen. …

      2. Hallo @autonomer,

        die Gleichungen, die der gelangweilte Westrentner @Artur hier andauernd präsentiert, sind doch ganz simpel:

        Israel = Westdemokratie

        Iran = „unverdünnter“ Nazi-Staat

        Warum begreifen Sie es nicht? 🙂

        Ach Ja, und immer daran denken: nur Westdemokratien haben ein Existenzrecht. Was ja nicht heissen soll, dass Iran durch einen gut organisierten Regime-Change in Teheran (in unserem Sinne) dieses Existenzrecht nicht erwerben könnte (bei uns).

    2. Der letzte Absatz ist mal wieder ein pure Fieberfanatasie des Rechtsextremisten, Rassisten und glühenden Anhänger/Fanboy von Massen- und Kindermördern -> Arthur C.

    3. Na sicher doch!

      Hilf mir: Wer hat gerade beschlossen, das ganze Land auszulöschen – Iran für Irsael oder Israel für Palästina?

      Und daß das „Gleichgewicht des Schreckens“ ein „Vorschlag der SU“ war, dafür hast sicher auch einen Beleg? Nein? Wundert mich auch nicht… Wer so neben der Spur ist, wie du, der zieht sich die Kneifzange mit der Hose an…

    4. Die zionistisch-faschistische Regierung Israels bedroht ihr eigenes Land mit ihrem Verhalten. Zeit die Zionisten dorthin zu schicken wo sie hingehören. Nach Den Haag vor Gericht….
      Ich würde jubeln wenn Bibi Netanjahu heulend vor dem Gericht steht und sein gerechtes Urteil bekommt.

      1. Das wird, so lange es den Kapitalismus gibt, eben nicht passieren.
        „Den Haag“ist reine Illusion!
        „Druidentee“ würde der Altlandrebell jetzt schreiben… 😉
        Wieso könnt ihr das eigentlich nicht endlich mal begreifen?
        Die Reichen bestimmen wer führt!

    5. … Das sollte hier die Grundlage sein.

      Seh‘ ich anders.
      Dass Angehörige einer obskuren Sekte ein ewiges und unveräußerliches Recht auf Errichtung eines klerikalfaschistischen Großreichs für sich in Anspruch nehmen, und
      bei der damit verbundenen Vertreibung/Vernichtung der dortigen Bevölkerung von
      Ihresgleichen, die ähnliche Unterfangen schon erfolgreich durchgeführt haben, nach
      Kräften unterstützt werden, DAS sollte hier die Grundlage sein!

  5. „In einem Atomkrieg braucht der Angreifer eine Überlegenheit, um zu gewinnen.“

    „Israel mit 14 Millionren Einwohnern wird vom Iran bedroht, der sein ganzes BIP in die Vernichtung Israels steckt und dafür 80 Millionen einspannt….“

    schämst Du Dich gar nicht solchen kriegspropagandistischen Schwachsinn zu schreiben?

  6. Ein Bld sagt bekanntlich mehr als 1000 Worte …
    Also Bilder von im Krieg blutigen, zerfetzten Körpern, verblutenden Soldaten, Invaliden ohne Arme und/oder Beine, …
    oder kurz: Kriegsrealität und Kriegsalltag.
    Im Zweifelsfall darf das im Gegensatz zur Kriegspropagande alles an Schulen nicht gezeigt werden, als grausam, verstörend und dem Vorwand „Würde der Opfer“. Selbstverständlich ohne die Opfer gefragt zu haben.
    Die Kriegspropagandamaschinerie will sich halt die Propagande vom „sauberen“ Abenteuerurlaub nicht kaputtmachen lassen.
    Der Krieg muss „schön“ bleiben.
    Also darf höchstens ein bisschen geredet werden.

  7. ”There’s class warfare, all right, […] but it’s my class, the rich class, that’s making war, and we’re winning.” – Warren Buffet im Interview mit Ben Stein in New York Times, 26. Novemberr 2006
    („Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen“)

  8. Der Film „Threads“ muss Pflichtprogramm in den Schulen werden, um den Schülern klar zu machen, wie Europa, oder die gesamte nördliche Erdhalbkugel nach einem eskalierten nuklearen Schlagabtausch aussehen wird.
    Man kann ihn sogar frei auf YT ansehen, ist allerdings nur in englisch – was aber auch wieder gut für Schulen wäre, um die Englischkenntnisse zu vertiefen.
    Im Vergleich zu „Threads“ ist „The day after“ ein Kinderfilmchen und das war so weit ich weiß sogar mal in den Schulen in den 80er Jahren im Unterricht.
    Aber selbst das wird ja interessanterweise nicht mehr als Wiederholung in unseren „Qualitätsmedien“ ausgestrahlt, stattdessen die lächerliche, völlig unrealistische Kommödie „The day after tomorrow“ – alle paar Monate 😉

  9. Das Pendant zur Kriegshetze ist der gerechte Frieden nach dem Völkerrecht, der auf jeden Fall erkämpft werden muss, gegebenenfalls bis zur Selbstopferung. Frieden lernen bedeutet Verlieren lernen, d.h. eine Niederlage anzuerkennen und aufzugeben, bevor es zu unsinnigen und unnötigen Opfern kommt. Dass das Vorhaben der Ukraine seit 2014 darin besteht, Russland und Nato in einen Krieg zu treiben, zeigt, dass hier von Anfang an der Wahnsinn am Werk war. Schluss mit dem Wahnsinn bedeutet Kapitulieren ohne Wenn und Aber.

  10. Deswegen seit ALLE brave „Konsumenten“ ( in diesem Fall NICHT) und hört auf den Mann von der Werbung:

    KAUFT GOLD

    SO viel, Ihr in eure Finger kriegen könnt!

      1. „Kann man „Gold“ denn essen? 😉“

        Gegen Essen und was du sonst noch so brauchst (wie zum Beispiel „Anschluss“) eintauschen.

        Kapische?

        „Mir ist egal wer die Gesetze macht“ ? Da war doch was! Wenn ich mit den Brics Geschäfte machen will, KANN ICH DAS!

        1. Wenn es nichts mehr gibt, macht es eben auch keinen Sinn
          Gold ist eben einfach nur blöd, selbst, wenn es etwas glänzt.
          Außerdem macht es alles kaputt, aber das versteht ihr wohl nicht, weil ihr total entfremdet seid.

    1. Gold ist auch keine Lösung. Die Einzige, die ich kenne heißt Pentobarbital und die kriegstde auch nicht in deine Griffel. Könnten schließlioch unter den Nutzern Kriegstüchtige dabei sein.
      Und wenn es nichts mehr zum (fr)essen gibt, hilft dir auch kein Goldklumpen, wie groß er auch immer sein möge, Und wenn es doch noch was geben sollte, hilft dir nicht einmal eine Muskatnuss-Reibe um dem Barren ein paar Flocken wegzuschaben, wenn der … und auf welcher Rampe auch immer soll nicht einmal der größte Klumpen geholfen haben.
      Ergo? Pentobarbital! Die Anlagemenge kann nicht groß genug sein. Für die ein, zwei Tablettchen im Tausch krieg’ste alles, wahrscheinlich sogar alles Gold der Welt.

      1. Stimmt, auf der Rampe brauchste kein Pento, da kommt es gleich mal aus der Brause.
        Mein Ratschlag in Güte. immer alles vom Ende her denken!

        1. Sollte es nicht ganz so schlimm kommen, kannst du dein gold ( dank Inflation) aber ohne Wertverlust (meistens mit einem Papiergewinn) wieder veräußern, sollte die Apokalypse ausbleiben.

          Ist doch auch was, ich meine den Inflationsschutz, oder ist dir das egal?

  11. Frieden lernen, Frieden sichern? Noch einer, der die Gelegenheit nutzen will und uns dafür allzu gerne ‚sein Buch‘ dafür verkaufen möchte. Warum auch nicht, einen Versuch ist es ja immer wert.

    „…noch längst keine Gewähr dafür, dass in unserer Gesellschaft tatsächlich pazifistische Denkweisen Platz greifen, wohl aber dürfte dadurch die Zahl der konflikterfahrenen Grübler, Kriegsskeptiker und Verhandlungsbefürworter zunehmen.“

    Besonders einfallsreich scheint der mir ansonsten noch unbekannte Autor erst einmal nicht zu sein, aber so manches kommt mir dann doch irgendwie bekannt vor. Direkt noch den vorgenannten Zeilen – so ziemlich von Beginn des Artikels an – gibt es dann eine Überschrift und zwar die hier: „Vieles muss hinterfragt werden“! Die ersten beiden Untertitel haben mich wahrlich nicht vom Hocker gerissen. Um vielleicht dann doch – wie im vielversprechenden Haupttitel „Anregungen zur Förderung kriegskritischen Denkens“ angekündigt – die erste Hälfte der AIDA-Formel einzusetzen.

    Donnerlütt, jetzt auch noch das! Das mit dem „Hinterfragen“, das kenn’ste doch. Wie heißt es so schön auf dem Einband der kleinen, der roten Müller-Bibel? Genau, „Glaube wenig, Hinterfrage alles, Denke selbst“. Frage, hat jetzt Herr Klippert von Herrn Müller abgekupfert mit seiner ‚Maxime 1‘ oder war es umgekehrt. Egal, weiterlesen hätte ich ja nicht müssen, dass ich ein ‚Grübler‘ bin, werden Mitforenten ja vielleicht gerade noch bestätigen können, ein Kriegsskeptiker evtl. auch noch, weiß ich schon selber. Und wann je hätte ein ‚Verhandlungsbefürworter‘ etwas bewirkt, bewirken können?

    Dass ‚alte Säcke‘ wie ein Müller (87), ein Rötzer (71) wie auch meine Wenigkeit (ohne, dass ich mich mit ihnen jetzt gleichsetzen wollte) genau in der Mitten, der Klippert ist altersmäßig auch nicht besonders weit von mir entfernt, nicht mehr besonders wohlgesonnen auf- und angenommen werden heutzutage. Schon gar nicht bei denen der Whatsapp-Generatiion, bei denen zwei Kommentar-Zeilen schon meist anderthalb zu viel sind, habe ich zwischenzeitlich doch tatsächlich schon begriffen. Sind wir doch alle Ruheständler, die sich alle nichts mehr beweisen müß(t)en.

    Nein, an Klipperts Traktat kann und will ich nicht herumkritteln. Allein schon seine Maximen 1 bis 8, seine Auflistung mehr als fragwürdiger Kriegsbegründungen wie insbesondere auch seine ‚konkreten Vorschläge zur Friedensbildung‘ sind in der heutigen Zeit von nicht zu unterschätzender Bedeutung. Wertvoll, überlebenswichtig? Damit die nächste Zeit nicht zur Endzeit ausarten muß. Friedens-Bildung, wichtiger denn je. Sie zu fördern, das können die vier oben Genannten. Und ich verrate wohl nicht allzuviel, mit meinen meist etwas längeren Elaboraten hier, wollte nicht ‚fishing for Compliments‘ betreiben, der erhobene Vorwurf mal hier – lächerlich. Sondern – ganz einfach – etwas weitergeben, solange mir, unsereins das noch möglich ist.

    Weiß sehr wohl, sowas ist heute nicht mehr unbedingt erwünscht, nun – dafür gibt es schließlich einen Rollbalken oder entsprechend Funktionierendes. Wegklicken? Aber bitte, ab sofort immer an Klippert denken und an seine ‚Empfehlungen zur Friedensförderung’. Will sie nicht alle hier wiederholen, aber so manch eine der Benannten – müssen ja nicht al´le sein – sollten absolut zur Pflicht werden. Enttäuschungen sind zwangsläufig mit eingepreist. Foren sind bekanntlich nicht mehr ganz so in, entweder längst abgeschafft oder so moderiert, dass nur noch Goethes Gedicht durchzukommem vermag, das vom ‚Über allen Wipfeln ist Ruh‘ … Hie und da wird gar ein ‚Leserbrief‘ mal veröffentlicht, dazu fällt mir ein Spruch ein: „Pfarrers Kinder, Müllers Vieh gedeihen selten oder nie!“.

    Weiß nicht (mehr), wieviele Mails von mir irgendwo in Datenfriedhöfen gelandet sind. Ob ohne Ablehnebestätigung widerrufen oder gleich mit Account-Sperre verscheucht, ob durch Intätigwerden ‚innerer Schere‘ putativ vorauseilend verworfen, wenigstens (oder hoffentlich) konnte ich mit ihren zwischenzeitlich Gigabytes in der ‚cloud‘ für reichlich Arbeit sorgen, in Fort Meade, in Köln-Chorweiler oder Berlin-Treptow, wie auch bei denen, die früher in Pullach logierten, wenn nicht gar zu Tel Aviv. Nur Sudokus lösen werden die Genannten hinter den endlosen verspiegelten Fensterfronten ja bestimmt nicht wollen. Auch diesbezüglich gibt es ein gutes altes deutsches Sprichtwort, das da lautet: „Der Lauscher an der Wand hört seine eigene Schand!“

    Grundgesetzlich verbürgte Meinungsfreiheit, wo ist sie nur verblieben. Klar, die Möglichkeit irgendwo nächtens – am Besten bei Neumond – fernab jeglicher Behausung auf einsamer Lichtung in dunklem Tann Selbstverfasstes zu rezitieren hat man mutmaßlich immer (noch). Aber da hört es fast schon auf. „Man“ nehme nur mal die von Klippert gelieferten Vorschläge zur Friedensbildung. Könnte es sein, dass von denen der ein oder andere nicht längst justiziabel wenn nicht gar strafbewehrt ist, in diesem unseren, ach so demokratischen Land? Am Besten wohl, „man“ hält es mit dem (einstigen) Titanen: „Weiter machen, einfach weitermachen“! ‚Man‘ wird es schon früh genug erfahren, ob man – so ebenfalls der Titan – man „Eier, Eier“ dazu hätte gebrauchen sollen.

    Immer nur maulen ist nicht so mein Ding, versuche – wenn ich mich denn überhaupt glaube zu einem ‚Leserbrief‘ aufraffen zu müssen – meist etwas Alternatives im Beipack mit zu liefern. So wie in diesem hier von Ende Julei:

    Betr.: „Russland ist der Feind“: Karl Schlögel erhält „Friedenspreis“ des deutschen Buchhandels

    Werter Herr …,

    möchte Ihnen für Ihren heutigen Artikel zum „Friedenspreis“ danken, auch wenn er wenig erquicklich ausfällt. Nein, ich brauche Ihren allzu treffenden Ausführungen nichts hinzuzufügen. Die ‚causa ‚Friedenspreis 2025‘ ist wieder einmal widerlich genug. Bezweifle dann aber doch so allmählich, ob es überhaupt noch einen Sinn hat, sich mit dieser absolut unmoralischen ‚Parallelwelt‘ – weder mit Agitprop-Revivals aller Art noch hinsichtlich solcher spezfischer Propaganda-Attacken – auseinanderzusetzen. Es lohnt einfach nicht. Was sollten solche Artikel denn schon bewirken bei uns ***-Lesern, außer unsere Laune und womöglich auch noch den Appetit zu verderben für den restlichen Tag.

    Hätte jedoch ‚eigentlich’ einen Gegenvorschlag. Es gäbe da ein kleines rotes Büchlein, dass es mehr als verdient hätte, bei einem Gegen-Friedenspreis verliehen zu werden. Viel mehr als den Titel verrate ich nicht: „One Day, Everyone Will Have Always Been Against This“! Ja, nicht auf deutsch. Nein, der Autor ein Omar El Akkad, gebürtiger Ägypter, aufgewachsen in Quatar, heute US-Bürger. Kurzer Auszug aus dem Einband sei erlaubt „…and watching the unmitigated slaughter in Gaza, El Akkad has come to the conclusion that much of what the West promises is a lie.“

    Muss ich mehr sagen, brauchen Sie wirklich mehr ‚Budder bei Fiche‘? In dieser Zeit, bei diesen ‚Nachrichten‘ seit Tagen, Monaten, Jahren – entweder ‚pure shit of‘ Lug, Trug und Niedertracht oder – wenn frecherweise anderweitig zum Nachdenken oder so beschafft – nur meist reif werden lassend für allerlei böse Gedanken.

    Hallo? Noch da?

    Ende der Nauk

    Nein, auch fast zwei Wochen nach Versand ist der Leserbrief noch nicht wieder aufgetaucht, einen Aufprall habe ich natürlich (?) auch nicht gehört. Für was auch!. Muß ich mir wieder einen neuen Mail-Account zulegen? Ob mit dem heute versandten Leserbrief – zu einem neuerlichen brisanten Themenartikel „Auf dem Portal „Der Westen“ der Funke-Mediengruppe ist von einem „Blitz-Angriff“ Russlands die Rede – eine Propagandaanalyse“ ebenso verfahren werden wird? Es steht zu vermuten an. Was schließen wir daraus? Genau!

    1. Ach was, warum denn warten. Denen, denen mein Mist zu lange ausfällt und/oder sowieso auf den Geist geht, sind sowieso weg. Also hier die Mail von heute …

      An: Leserbriefe@nachdenkseiten.de
      Betr.: Klöckners Blitzangriff

      Die vermeintliche Propagandaanalyse von Herrn Klöckner verursacht bei mir – was in letzter Zeit immer öfters beim ‚Nachdenken‘ vorkommt – erhebliches Stirnrunzeln. Was genau beabsichtigt er denn mit seinem „Erguss“? Zumal ja auch andernorts derzeit Ähnliches zu aufzufinden ist. Was ein Peter Hänseler – ein üblicher Verdächtiger in solchen Angelegenheiten – heute auf Seniora verlautbart, ist da schon etwas ‚vielsagender‘. Drei Überschriften daraus dürften es wohl verdeutlichen:

      Die Situation ähnelt derjenigen von August 1914
      Social Media Hick-Hack mit ernstem Hintergrund
      Weitere Eskalationsschritte der USA auf europäischem Boden

      Aber sicher doch, die wollen alle nur spielen. Runterspielen bestimmt nicht! Hochpuschen wohl eher – notgedrungen – „man“ nennt es auch provozieren. Und später mal heißt es dann wieder, alles ‚unprovoked‘. Ist es denn so schwierig zu verstehen, was die Funke-Tröte „Der Westen“ mit ihrem niedlichen Traktat „Blitz-Angriff“ bezweckt oder besser gesagt ankündigen will. Ist man doch von der Friedensfürsten-Seite in einer – pardon – ‚verdammt beschissenen Lage‘. Der feucht erträumte ’Siegfrieden’ in allzu weiter Ferne, die Kapitulation nebst folgender Filettierung des Kremlschurken alles andere als zu erwarten. Dazu kommt noch ein implodierender Investorenschutz, Milliarden und Billiönchen (für die von overseas ja ’trillions‘) schwimmen den Dnjepr (und wohl auch Rhein, Seine und Themse) runter – gefühlter (?), mutwilligst eingehandelter absoluter Substanzverlust bis ins nächste, wenn nicht übernächste Jahrhundert. Wenn unsere Nachkommen es überhaupt erleben sollten, dann gewiss ohne jegliches Sondervermögen. Und Vermögen, Wohlstand – war da mal was? Tja, die Lage ist zwar hoffnungslos aber – so sorry – einfach nicht mehr ernst zu nehmen.

      Ja, Herrschaftszeiten! Herr Klöckner stellt die Frage aller Fragen ganz zum Schluss „Warum Russland überhaupt einen Krieg mit der NATO anfangen sollte?“ ‚Sollte‘, hä? Sollte sich nicht langsam – auch dahin, wo immer Herr Klöckner seine Tasten bedienen möge – herumgesprochen haben, dass das schon längst und zwar von Anfang an nur ein Krieg ‚NATO vs. Russland‘ wenn nicht gegen sämtliche Widerspenstigen aus dem Rest der Welt darstellt? Turnen nicht schon längst ganze NATO-Stäbe im Dunstkreis einer nur noch lachhaften Marionette herum? Darf der Inspekteur des Heeres der deutschen Bundeswehr – sowas wie der heutige Hindenburg, von dem vom WK2 will ich besser mal nicht reden – nicht in Kiew ins ÖRR-Wuschelmikro seine Weltenrettungsphantasien rülpsen, als ‚Leiter des Lagezentrums Ukraine und des Planungs- und Führungsstabs des Bundesministers der Verteidigung (Wiki). Und hat nicht der eigentlich nur mit dem Plazet und guten Willen eines abgewählten Bundestages ins Amt gekommene ‚neue‘ Bundeskanzler – gleich zu Anfang – davon geraunt, er werde keinesfalls cora publico verlautbaren, ob und wann er die ‚Marschflugkörper‘ – Raketen die nur mit bzw. per Einsatz von (deutschen) ‚Experten‘ abschuss- und vorallem zielankunftsfähig gemacht werden können – bereitstellen will und wird. Sollte es schon so weit sein? Warum auch sonst sollte er gerade die andere – mehr als unappetitliche – Front bis auf weiteres für sich gecancelled haben. An zwei Fronten gleichzeitig unter Beschuss zu kommen, das muß ja schließlich nicht sein.

      Und so durfte eben jetzt Mal die Funke-Medientruppe die ‚Drecksarbeit‘ für ihn und damit natürlich auch für uns ‚erledigen‘, die Hose runterlassen nämlich. Schön verklausuliert, damit selbst ein Herr Klöckner sich eine eigene Mär daraus zu stricken vermag. Aber welch anderen Schluss soll denn die ‚Verlautbarung‘ hinsichtlich dem ‚Russen-Blitz-Angriff‘ denn haben, als uns – dem Putin muß ‚man‘ das nicht, der weiß es sowieso – mitzuteilen, es ist so weit oder – besser noch – ‚Jetzt geht’s lohos!“. Ja, aber, was soll das nur mit dem ‚Russen-Blitz‘? Sollte Herr Klöckner wirklich nicht 1 und 1 zusammenzählen können? Was genau am Wörtchen „Hyperschallwaffen“ widerspricht denn so den Eigenschaften eines Blitzes? Na? Und warum übrigens hat der Kreml-Machthaber gerade diese vergangene Woche – mit aufgeblasener Backe – verkündet, dass jetzt gerade auch in Belarus Produktionslinien für die Oreschniks zusammen geklöppelt werden. Na, sowas?

      Na klar! Zu prüfen, ob der Russe, ob deren Machthaber blufft, zu bluffen vermag, kann ‚man‘ ja mal antesten. Parallel zum ‚Bluff‘ des ‚commander in chief‘ mit seinen zwei Atom-U-Booten – erst- wie auch zweitschlagsfähig (wer weiß schon was das bedeutet), na dann – vor Russlands Küsten dümpelnd – so wie gerade angekündigt (siehe hierzu wenn es unbedingt sein muß auch den eingangs erwähnten Artikel). Wollen wir doch hoffen, dass Donald T. nicht mal seinen Lieblingsspruch mal anders verwenden will. Nicht ‚You’re‘ sondern ’They are fired’. Wo er nächste Woche doch den vermeintlichen Lehrling bei sich in Alaska vor der Nase haben wird. Oben steht es ja: Die Situation ähnelt derjenigen von August 1914! Und wie die ausging, wissen oder ahnen wir zwar, sollten sie aber nicht unbedingt erleben müssen. Denn dieses Mal … aber man kann sich ja mal dumm stellen (lassen).

      Mit freundlicher Empfehlung

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