
Wir leben in einer Ära der Digitalisierung, die nicht länger Technik beschreibt, sondern eine Machtverschiebung. Sie ist nicht neutral, nicht nur Werkzeug, sie ist Struktur, Kontrolle, Vorentscheidung. Die politische Debatte aber bleibt weit hinter dem Tempo der Entwicklungen zurück.
Dabei geht es längst um mehr als Technik: Es geht um Macht, Freiheit und die Zukunft einer offenen Gesellschaft. Es ist an der Zeit, dass sich die Politik konkret mit dem Thema KI und Digitalisierung beschäftigt. Das heiß nicht nur irgendwelche Lippenbekenntnisse formulieren, sondern die Bürger aufklären.
Die Rhetorik des Fortschritts klingt zunächst harmlos. „Digitale Teilhabe für alle“, „effiziente Verwaltung“, „moderne Kommunikation“, doch hinter diesen Schlagworten baut sich ein Überwachungsapparat auf, wie ihn sich selbst Orwell kaum ausmalen konnte. Jeder Klick, jede Bewegung, jede Zahlung: registriert, gespeichert, bewertet. Ohne richterlichen Beschluss, ohne politische Kontrolle, oft ohne Bewusstsein der Betroffenen. Und genau das ist das Problem.
Reputationsrisiko
Noch immer wiegt sich ein Großteil der Bevölkerung in Sicherheit. Der Satz „Ich habe doch nichts zu verbergen“ ist zur Lebenslüge einer Gesellschaft geworden, die ihre Freiheit gegen Bequemlichkeit eintauscht. Doch wer so denkt, versteht nicht, wie Macht heute funktioniert. Nicht der einzelne Akt ist entscheidend, sondern das Muster. Nicht der Inhalt, sondern die Verbindung. Wer wann mit wem spricht, wer welche Websites besucht, welche Krankheiten recherchiert, wem er folgt, wem er vertraut: All das ergibt ein Bild. Und dieses Bild wird gewertet, gespeichert, weiterverkauft, oder im schlimmsten Fall: missbraucht.
Ein Mann in der Provinz trifft eine Frau in einem politischen Forum. Sie diskutieren über die Bundeswehr, über Waffenlieferungen. Was er nicht weiß: Sie stand einst auf einer internen Liste, weil sie Kontakte zu einer als „linksextrem“ eingestuften Gruppe hatte. Jahre später fällt sein Name in einem digitalen Raster auf. Kein Verbrechen, kein Verdacht, nur eine Verbindung. Es kommt zur Hausdurchsuchung. Der Grund? „Hinweise auf sicherheitsrelevante Kontakte“. Die Presse schweigt.
Eine Journalistin schreibt kritisch über die europäische Rüstungspolitik. Wochen später wird ihr Konto bei einer Online-Bank gekündigt. Ohne Angabe von Gründen. Sie fragt nach, erhält nur vage Formulierungen: „Wir behalten uns das Recht vor…“ Intern heißt es: Reputationsrisiko. Keine Straftat, keine Lüge, kein Extremismus. Nur eine Meinung, die nicht passt. Auch das ist heute Realität.
Ein Rentner googelt Medikamente gegen Demenz. Zwei Tage später wird seine Krankenkasse aktiv. „Frühintervention“, heißt es. Ein KI-gestützter Algorithmus habe einen Risikohinweis generiert. Beratungsgespräch, verpflichtend. Die Versicherung verweist auf Datenschutzkonformität. Der Mann versteht die Welt nicht mehr. Niemand hat ihn gefragt.
Wie aus Technik ein Dogma wird
All das sind keine Zukunftsvisionen. Es sind reale Entwicklungen, die sich vor unseren Augen abspielen. Die EU arbeitet an einem Gesetz zur Durchsuchung privater Kommunikation, angeblich um Kindesmissbrauch zu bekämpfen. Tatsächlich würde dieses Gesetz das Ende der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bedeuten. Ein Dammbruch, wie ihn selbst China bislang nicht vollzogen hat.
Gleichzeitig plant die Europäische Zentralbank ein digitales Zentralbankgeld. „Digital Euro“ nennt sich das Projekt. Offiziell freiwillig, aber mit einer Infrastruktur, die eine umfassende Überwachung aller Transaktionen ermöglicht. Die Bundesdatenschutzbeauftragte warnt vor einer „totalen Öffnung des finanziellen Lebens“. Und wieder bleibt die öffentliche Debatte aus. Die Tagesschau spricht von „Innovation“. Kritik? Fehlanzeige.
Und während wir gläserner werden, bleiben jene, die uns durchleuchten, im Dunkeln. Facebook, Google, Amazon, sie entscheiden, was wir sehen, was wir glauben, was wir kaufen. Ihre Algorithmen sind Betriebsgeheimnis, ihre Verantwortung verschleiert. Whistleblower wie Frances Haugen riskieren ihre Existenz, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. Sie zeigen, dass Hass, Lüge und Spaltung nicht Ausrutscher sind, sondern Kalkül. Dass Transparenz ein Marketingbegriff ist. Und dass es keine demokratische Kontrolle mehr gibt.
Die Politik reagiert träge. Zu komplex, zu technisch, zu weit weg. Und vielleicht auch: zu bequem. Denn diese neue Form der Macht erlaubt es, Verantwortung abzugeben. Wer sich auf „Daten“ beruft, muss nicht mehr argumentieren. Wer einen Algorithmus befragt, braucht keinen Diskurs. So entsteht eine Technokratie, die vorgibt, objektiv zu sein und doch täglich politische Entscheidungen trifft.
Die Medien tragen ihren Teil dazu bei. Statt zu hinterfragen, wird bestätigt. Statt aufzuklären, wird verharmlost. Der Journalismus hat sich von der Macht distanziert, aber nicht von der Machtlogik. Kritik an Überwachung gilt schnell als „schwurblerisch“. Zweifel an Digitalgesetzen als „reaktionär“. Und so wird aus Technik ein Dogma. Wer nicht mitmacht, ist verdächtig.
Freiheit stirbt nicht durch Verbote, sondern durch Zustimmung
Doch wer die Augen öffnet, sieht die Linie. Von der Vorratsdatenspeicherung über biometrische Videoüberwachung bis hin zur digitalen Identität. Alles ist bereits da. Alles ist bereits beschlossen. Es fehlt nur noch die flächendeckende Anwendung. Und die Zustimmung der Bürger.
Diese Zustimmung basiert auf Unwissen. Auf Angst. Auf Bequemlichkeit. Und auf einer politischen Klasse, die entweder unfähig oder unwillig ist, das zu ändern. Die Folge ist ein schleichender Kontrollverlust, nicht des Staates, sondern der Gesellschaft. Wir geben das Recht auf Anonymität auf. Auf freien Diskurs. Auf Fehler. Auf Vergessen. Auf Menschlichkeit.
Was tun? Wir müssen fordern, was selbstverständlich sein sollte: Ein Recht auf analoges Leben. Auf Offline-Sein. Auf Bargeld. Auf Verschlüsselung. Auf Datenschutz, der nicht nur auf dem Papier steht. Wir brauchen Medien, die wieder fragen. Politiker, die wieder denken. Und Bürger, die verstehen, dass Freiheit nicht darin besteht, keine Geheimnisse zu haben, sondern das Recht, welche zu besitzen.
Diese Debatte muss jetzt geführt werden. Nicht morgen, nicht nächstes Jahr, nicht nach dem nächsten Gesetz. Denn was einmal eingeführt ist, wird nicht mehr zurückgenommen. Kein Staat hat je auf Kontrolle verzichtet, wenn er sie einmal besaß.
Freiheit stirbt nicht durch Verbot. Sie stirbt durch Zustimmung. Durch Schweigen. Durch Gleichgültigkeit. Und durch das Vertrauen in Systeme, die keine Rechenschaft mehr kennen.
Wer heute nichts zu verbergen hat, hat morgen vielleicht nichts mehr zu verteidigen.
Quellen
EU-Chat-Control / Chat-Scan:
- Electronic Frontier Foundation (EFF)
„Now the EU Council should finally understand: No One Wants Chat Control“
https://www.eff.org/deeplinks/2024/06/now-eu-council-should-finally-understand-no-one-wants-chat-control - TechCrunch
„Chat Control: The EU’s controversial CSAM-scanning legal proposal, explained“
https://techcrunch.com/2024/10/12/chat-control-the-eus-controversial-csam-scanning-legal-proposal-explained - TechRadar
„Chat Control 2.0? Experts urge the EU not to undermine encryption…“
https://www.techradar.com/computing/cyber-security/chat-control-2-0-experts-urge-the-eu-not-to-undermine-encryption-with-new-protecteu-plan - Mullvad VPN
„The chat control proposal does not belong in democratic societies“
https://mullvad.net/en/chatcontrol - EDRi – European Digital Rights
„2023: A good year for privacy, a bad year for chat control“
https://edri.org/our-work/2023-a-good-year-for-privacy-a-bad-year-for-chat-control - Wikipedia (Regulation to Prevent and Combat Child Sexual Abuse)
https://en.wikipedia.org/wiki/Regulation_to_Prevent_and_Combat_Child_Sexual_Abuse
CBDC / Digitaler Euro:
- Bundesbeauftragter für den Datenschutz (BfDI) / Berlin Group
„Working Paper on Central Bank Digital Currency“
https://www.bfdi.bund.de/SharedDocs/Downloads/EN/Berlin-Group/20240613_WP-Cental-Bank-Digital-Currency-EN.pdf - Deutsche Bundesbank
„The digital euro and the protection of privacy“
https://www.bundesbank.de/en/press/speeches/the-digital-euro-and-the-protection-of-privacy-935192 - Europäische Zentralbank (EZB)
„PROFUSE – Privacy Options for the Digital Euro“ (technisches Diskussionspapier)
https://www.ecb.europa.eu/euro/digital_euro/timeline/profuse/shared/pdf/ecb.deexp211011_2.en.pdf - Wikipedia (Digital Euro)
https://en.wikipedia.org/wiki/Digital_euro
Macht & Intransparenz von Big Tech:
- Wired Magazine
„Facebook’s Deceptive Math When It Comes to Hate Speech“
https://www.wired.com/story/facebooks-deceptive-math-when-it-comes-to-hate-speech - Time Magazine
„Why Some People See More Disturbing Content on Facebook Than Others“
https://time.com/6111310/facebook-papers-disturbing-content - The Guardian
„Meta has ‚heard the message‘ from Trump, says whistleblower Frances Haugen“
https://www.theguardian.com/technology/2025/jan/09/meta-has-heard-the-message-from-trump-says-whistleblower-frances-haugen - TechPolicy Press
„Facebook’s Convoluted History Providing Data Access Proves Necessity of Regulation“
https://techpolicy.press/facebooks-convoluted-history-providing-data-access-proves-necessity-of-regulation - Wikipedia (Frances Haugen)
https://en.wikipedia.org/wiki/Frances_Haugen
Praxisbeispiele & Vertiefung:
- Deepak Gupta (Policy Analysis)
„EU’s Chat Control Proposal: Balancing Child Protection and Digital Rights“
https://guptadeepak.com/eus-chat-control-proposal-balancing-child-protection-and-digital-rights - Context.News / Thomson Reuters Foundation
„Meta struggles to curb hate speech before US vote – researchers“
https://www.context.news/big-tech/meta-struggles-to-curb-hate-speech-before-us-vote-researchers





„Es ist an der Zeit, dass sich die Politik konkret mit dem Thema KI und Digitalisierung beschäftigt.“
Ganz ehrlich, ich möchte mittlerweile das sich diese Politiker mit gar nichts mehr beschäftigen was mich betrifft.
Die sollen auf ihren Handys rumspielen und SNAKE zocken oder ihre Diäten zählen und sich beklatschen was für schneidige Kerlchen die doch alle sind, aber Hauptsache von denen arbeitet keiner mehr.
Habt ihr mitbekommen das unsere beste Regierung aller Zeiten (genauer die Bundespolizei) schon seit geraumer Zeit Russischen Seemännern den Landgang verwehrt? Das ist doch lächerlich. So verhält sich eine Regierung kurz vor dem Kollaps.
https://www.nachdenkseiten.de/?p=135798
Volle Zustimmung, nur der Bezug auf die Politik in Deutschland irritiert: Wer aus der deutschen Politik wäre denn dazu in der Lage, sich geistig, ausgestattet mit einem entsprechenden sturmfesten Wertegerüst, gegen die globale, US-dominierte IT-Industrie zu stellen?
Ja, wie kann man so naiv hoffen, dass die „Politik“ etwas ändern wollte und könnte?
Es ist doch gerade „die Politik“, die die zunehmende Überwachung betreibt.
Der Artikel erscheint in einem Magazin, das mit seinen Videos ausschliesslich und eng mit Google im Bett liegt. Das unterstreicht die kindliche Naivität des Wunsches nach irgendeiner „Debatte“.
Bei dieser Thematik ist alles nochmals hoffnungsloser als beim Thema Bratwurstimpfung und anderen Volksverdummungen.
Der Grossteil macht mit und versteht nichts. Und die Politik? Ein Witz.
Pardon, aber ich kann mit dieser Intonation, die Politik müsste endlich… usw., nichts mehr anfangen.
Denn, wenn das noch nicht verstanden wurde, dass auch diese negative Digitalisierung politisch gewollt, befördert und unterstützt wird, sehe ich keine ernst zunehmende Gesprächsbasis.
Dieses Denken, dass der Autor hier zeigt, konnte in den 1990ern noch durchaus etwas bewirken. Aber im Jahre 2025, wo nun wirklich unübersehbar von der Politik bewusst und gewollt der Totalitarismus eingeführt wird, muss die Diskussion und vor allem die Handlungen ganz anders laufen.
Ob man nun Google oder eine andere Suchmaschine benutzt, macht ja nun wirklich keinen Unterschied in Sachen Datenschutz und Privatsphäre. Die gibt es einfach nicht.
Wir konnten schon bei Corona und jetzt beim Thema Krieg und Frieden erleben wie gegen die große Mehrheit der Gesellschaft entschieden wird. Und jeder der dagegen Öffentlichkeit organisiert wird diffamiert und in seiner Existenz bedroht. Auch scheint völlig egal zu sein, wie gut die Argumente sind oder wie viele Menschen dagegen auf die Straße gehen.
Das wir kurz vor der totalen Dystrophie stehen ist vielen klar.
Aber wie organisiert man sich dagegen?
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++++ Mal wieder großartig.
Das einzige was man bei Ihnen bemängeln könnte ist das wirklich kein Platz mehr für irgendwelche Ergänzungen in Ihren Machwerken übrig bleibt.
Wirklich großartig und die reinste Wonne diese zu lesen.
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@Altlandrebell
„Warum die Politik jetzt aufwachen muss“
Allein dieser Teil des Titels setzt voraus als wäre der Staat unschuldig in die digitale Welt hineingerauscht und erwartet von diesem Staat er möge aufwachen? Wie irre ist das denn???
Ein Staat der die Digitalisierung vorantreibt oder vorantreiben lässt, der wird den Teufel tun um aufzuwachen denn er tut es ganz wach um alle und alles zu überwachen. Angefangen vom digitalen Euro bis ….
Erinnert mich alles irgendiwe ans Drtitte Reich als die Leuts immer sagten: „Wenn das der Führer wüßte“
Oh herjemine, wie naiv muss man sein zu glauben der Staat würde es zum Besseren wenden?
„Erinnert mich alles irgendiwe ans Drtitte Reich als die Leuts immer sagten: „Wenn das der Führer wüßte“
Hatt Andreas Eschbach anscheinend auch schon Mal irgendwie ans dritte Reich erinnert so daß er sich veranlaßt sah ein Buch darüber zu schreiben.
NSA – Nationales Sicherheits-Amt
http://www.andreaseschbach.de/werke/romane/nsa/nsa.html
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„Dafür braucht es keine Gewalt, sondern bloß einen eigenen Willen.“
Und genau daran hapert’s.
Auch wenn ich Ihnen – wieder einmal – grundsätzlich in den meisten Dingen zustimme, so merke ich doch immer wieder, daß sich ein erheblicher Teil der Bevölkerung in seiner FKS offensichtlich recht wohl fühlt und deshalb einen Teufel tun wird, daran etwas zu ändern.
Es ist offenbar viel zu bequem, weitreichende Entscheidungen für sein Leben von anderen bestimmen zu lassen. Und die warme Dusche der Konformität tut ihr Übriges…
Und genau das ist es auch, was mich an meinen sogenannten Mitmenschen immer wieder so anekelt :
Es ist einfach nichts Eigenes mehr zu erkennen, es wird nur kopiert, nachgeplappert und geheuchelt; bloß keine Ecken und Kanten zeigen. Oder mit anderen Worten (nämlich denen von Herrn Wehner – geringfügig abgeändert) : diese Gesellschaft badet gerne lau.
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Eben, wie ich es heute schon anderswo bekundet hatte, nämlich das diese Gesellschaft es gar nicht mehr verdient. gerettet zu werden, zumal mindestens 75% gespritzt sind und somit je nach Charge, gar keine echten Menschen mehr sind.
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“ Aber man hat jedem ein Angebot gemacht.“
Wo bleibt eigentlich Don Corleone, wenn man ihn mal braucht ?! Der hatte ja auch ein gewisses Faible für Pferde.
Besonders, was den oberen Teil anbelangt… 😉
Aus diesem Grund habe ich mir letztens statt einer „Dicke-Tal-Uhr“ auch eine analoge „Schmale-Berguhr“ gekauft: 🙂
War jetzt ein Scherz
Ich habe schon seit Jahren keine Armbanduhr mehr und bin zeitlos glücklich.
Da Lügengebilde bricht doch zusammen wenn sie bez. Überwachung China dissen aber ganau das selbst vorhaben.
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@Altlandrebell
„Goodies (Herrscherklasse bindet Untertanen durch Gewährung von „Privilegien“, Steuererleichterung, Pokémon Go… an sich; Günstlinge und Wasserträger bekommen noch mehr)“
Merz seine Luftnummer mit der angeblichen Steuererleichterung für Arbeiter zeigt doch deutlich dass es sich nur um laue Luft handelt die keinen Pfifferling wert ist.
Ausgeklammert werden z. B. die „Corona-Helden“ in Krankenhäusern und Pflegeheimen sowie andere , die Sonn- und Feiertags Tag und Nacht arbeiten. Für diese Arbeit gibt es keine Steuererleichterung auf die Zuschläge.
Klatschen als Lohn muss reichen.
Gerhard Schröder es damals bei der Einführung von Hartz IV schon gesagt:
„Hauptsache Arbeit“ von Lohn hat er nicht gesprochen
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„Klatschen als Lohn muss reichen.“
Das ist jetzt eindeutig mehrdeutig. Und ausgesprochen zutreffend.
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@ALR
Gerade was Punkt 5 betrifft : es ist ja nicht nur fehlende Selbstreflexion, sondern auch Abstumpfung im großen Stil. Abstumpfung der Sinne (viele Menschen nehmen den ganzen Lärm und Gestank – zumindest in der Stadt – um sie herum offenbar schon gar nicht mehr wahr), der Empathie uvm.
Und sie nehmen ihre eigene Entfremdung i.d.R. auch nicht mehr wahr (Hr. Maaz hat zu diesem Thema ja auch ein paar gute und zutreffende Beiträge geliefert).
Ein Vertreter meines Berufsstandes hat in einem seiner Bücher m.M.n. ein paar bemerkenswerte Gedanken geäußert. So zitiert er u.a. einen Dirigenten, „der sagt : ‚Wer in ein Konzert geht, muss etwas riskieren. Der muss riskieren, daß er etwas erlebt, daß mit ihm etwas passiert, und nicht, daß er gut unterhalten wird.‘ (…)
Aber damit dieses gewisse Etwas passieren kann, muss der Zuhörer auch bereit sein, sich zu öffnen für diese Impulse, die so tiefe Veränderungen bewirken können. (…)
Ohne diese Öffnung im Subjektiven gibt es (…) keine wesentliche Veränderung. Es steht jedem frei, diesen Weg zu gehen oder auch nicht.“
Ich denke, es ist relativ offensichtlich, wie wenig Menschen (zumindest in großen Teilen des sogenannten ‚Werte-Westens‘ – allein der Begriff eine einzige Lachnummer) bereit sind, diesen Weg zu gehen. Insofern ist die zunehmende Infantilisierung der Gesellschaft in den letzten Jahren wohl auch keine so wirklich große Überraschung.
Und dieses Ausblenden der Subjektivität hat dann auch regelmäßig zur Folge, daß sich gewisse Einstellungen und (vermeintliche) Ansprüche herausbilden. So wird dann vieles von außen erwartet, wofür man selber die Verantwortung tragen müsste. Durfte ich in meinem Berufsleben wiederholt erfahren. Nicht selten kamen die Menschen zur Behandlung mit der sinngemäßen Einstellung : „Hier bin ich. Mach mich gesund !“. Das könnte man jetzt noch weiter ausführen, aber das würde den Rahmen mehr als sprengen…
Sehr schön geschrieben. Bleibt nur noch zu erwähnen das Bärbel Bohley es schon vorausgesagt hat.
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„Ein System, das intrinsisch keine „Rechenschaft“ und sonstigen moralischen Schmu kennt. Dafür aber jede Menge Interessen. Interessen, die es gegen euch durchsetzt – wenn ihr nicht einschreitet.“
rufen sie hier eigentlich zur gewalt auf und wollen alle beherrschen oder darf nur ich das nicht?? sapperlot, vorgestern wurde ich dafür von ihnen noch ans kreuz genagelt.
p.s. ah nein hatte den schmu vorher nicht gelesen von wegen kritischer humanist werden, overtonianer wäre wahrscheinlich der begriff – oder idealist. verweigern muss sich die klasse der arbeiter ihrem benutzt werden durch die kapitalisten und deren staat. dafür müssen sie denen ihr privateigentum wegnehmen. alle anderen „lösungen“, bzw. gut gemeinte idiotien zur symptombekämpfung, wenn überhaupt, sind nur luftblasen, die im winde verwehen und platzen.
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wenn sie nicht so viel labern würden, würde ich das auch aufmerksamer lesen. wie sollen sie denn sonst einschreiten, mit einer bitte auf velos zu verzichten? sie sind doch der grösste druidentee-verschenker von allen, velos boykottieren, sich für bargeld einsetzen? wie soll man da keinen lachkrampf bekommen? ich sage immer die arbeiterklasse muss sich weltweit vereinigen, dann kann gar niemand mehr etwas mit einer bazooka entscheiden weil die kapitalisten und ihre staatsdiener vor vollendeten tatsachen stehen: einer völlig überwältigenden macht vereinigter gleicher interessen, vor der sie nur noch niederknien oder niedergemäht werden können. allerdings ihre weltfremden asketen ratschläge helfen dabei eher wenig, wenn überhaupt, eher im gegenteil – sind halt purer idealismus, oder auch: moral. sie wollen den leuten sagen sie sollen sich anders verhalten im gleichen system, sich besser benehmen, das ist doch dumm! entweder das privateigentum/staatseigentum gilt, oder nicht! wie wollen sie das mit ihren ratschlägen ändern? die taugen dafür nicht!
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„… nicht nur irgendwelche Lippenbekenntnisse formulieren, sondern die Bürger aufklären.“
Wer soll denn die Bürger aufklären, wenn die Experten unterschiedlicher Meinung sind? In erster Linie sollte es darum gehen die IT-Oligarchen zu entmachten und die Technik demokratischer Kontrolle zuzuführen.
Die Politik soll aufwachen und sich einmischen?
Wieso? Das alles ist doch in deren Interesse!
Außerdem, Deutschland und Digital = Entwicklungsland.
Andere Länder in Europa sind da schon etwas zur -Besinnung- gekommen und haben als aller erstes Mal den Euro in Bar festgeschrieben nachdem ja auch die EZB das Geld „wegdigidalisieren“ möchte. Und da wird es doch schon äußerst kritisch wenn man in Deutschland nicht einmal sehen will, bzw. eben weil man es so haben will, dieses auch noch gezielt vorran treibt.
Entweder verstehen die „Poltidarsteller“ nicht von was Sie da reden, oder diese Politik ist so abgehoben und nicht mehr von dieser Welt das Sie es ohne „mit der Wimper“ zu zucken in Kauf nehmen.
Da setzt schon der Verlust der Souveränität ein und die Steuerung durch den schöden Mammon.
Das Geldsystem ist kaputt wenn eine ZENTRALBANK entscheidet was ich bezahlen darf und was nicht.
Und das ist kein Hirngespinst sondern geistert die ganze Zeit mit in den Kopfen rum, es geht um mehr als nur das Geld zu digitalsieren, es geht um MACHTPHANTASIEN um Menschen zu steuern.
Die -Better Than Cash Alliance- nimmt irgendwie keiner wirklich wahr, dreht aber schon seit einiger seit mit einigen Banken an der verunglimpfung des Bargeldes.
Da sind andere Länder schon viel weiter, unter anderem der ehemalige Musterschüler der „unbaren“ Zahlung, Schweden.
KI wird in Deutschland nur Arbeitsplätze ersetzen, eine vernüftige digitale Verwaltung wird nicht entstehen, das hat man in Berlin schon begutachten dürfen, wen denn Frau Giffey zum Mann für Digitalisierung gemacht hat. Erst mit Familienministerium, dann Beratungsunternehmen, und schneller als gedacht einen schönen ruhigen Posten in der berliner Verwaltung. Bis jetzt eine Lachnummer.
Amazon macht es mit seinen Robotern vor, überall dort wo einfache Tätigkeiten durch den Faktor Mensch nicht mehr gesenkt werden können, werden KI und Roboter diese Arbeit an 24 Stunden, an sieben Tagen in der Woche, und an 365 Tagen in Jahr stumpf verrichten. Dabei vergessen die vollgefressenen und wohlstandsverwahrlosten Geldbesitzer aber eines was schon Henry Ford irgendwann bemekt hat: Autos kaufen keine Autos. Komsumgüter kaufen auch keine Konsumgüter.
Aus diesem Gedanken entstanden denn auch mal die Werkssiedlungen in Deutschland, das war keine Wohltat in dem Sinne sondern eine Notwendigkeit für gesunde Arbeitskräfte, die „eigenen vier Wände und ein Herd“. Denn Stahl kauft auch keinen Stahl, und Autos kaufen auch keine Autos.
Aber da wo in Berlin mal ganz dringend endlich Digitalisierung und KI Einzug halten sollten ist Meilenweit davon nichts zu sehen und das Unternehmen wird auch noch durch den Senat kaputt gespart: Die BVG und deren U Bahnsystem welches so was von an Überalterung leidet und das nicht nur beim Fuhrpark sondern auch in der Lenkung und Steuerung des Systems, man bekommt in Berlin nicht eine U-Bahn auch nur einen Millimeter über eine LZB bewegt, geht nicht denn gibt es nicht und LISY kann es nicht. Aber da wo man es einsetzen sollte da wird es nicht eingesetzt denn es dient nicht der PERSÖNLICHEN BEQUEMLICHKEIT sondern den Menschen die jeden Tag den ÖPNV nutzen und dafür hat die Politik mal so gar kein Geld, nein, man streicht auch noch in der Krise und raubt dem landeseigenen Unternehmen die Subtanz.
Die Politdarsteller können doch nur noch das nachpapgeien was man ihnen eingetrichtert hat und das ist einfach nur Schwachsinn der zur UNMÜNDIGKEIT der Bürger führt, aber es ist wie mit dem Frosch im Kochtopf der nicht bemekt das daß Wasser heiß wird.
Nur, brauchen die uns nicht mehr als Konsumenten.
Die wollen jetzt deindustriealisieren.
Die wollen die Ressoucen schone , sie nicht mehr in Zukunft mit uns teilen.
Die wollen und dezimieren, krank machen und versklaven, diese Zeit ist engültig vorbei.
Zu Zeiten von Henry Ford gab es noch keine Roboter und die Tätigkeit am Fließband war so mononton das sich trotz Rekordgehältern keine Leute fanden.
Charlie Chaplin Modern Times Fließbandarbeit 1936 Satire
https://www.youtube.com/watch?v=KjAKDLWu7LA
Zudem schrieb der alte Ford seinen Arbeitern auch ihr Leben vor, kein Alkohl, kein Sex, leben in einer Bruchbude und Gewerkschaften und Streiks sind Teufelswerk. Um das alles durchzusetzen hatte Ford einen Werkschutz geschaffen der der SS als Vorlage diente und unbotmäßige Arbeiter bei Gelegenheit auch mal zusammenschlug oder verschwinden ließ. Deshalb fanden sich trotz der 5000 Dollar für ein Thin Lizy Model T nie genug Arbeiter, aber auch dafür hatte Henry eine Lösung: Die Juden sind schuld! Die „Protokolle“ sind die reinste Wahrheit. Und den verhinderten Kunstmaler aus Tschörmany muß man unterstützen ….
https://www.hintergrund.de/politik/welt/hitlers-krieg-gegen-die-sowjetunion-zugleich-ein-us-stellvertreter-krieg/
Ich gebe zu bedenken, dass Technik nur Werkzeug ist und immer positive und negative Seiten hat.
Computer und Internet fielen ja auch schon in diese Kategorie, einerseits hat es Datenerhebungen in riesigem Ausmaß ermöglicht, andererseits auch Austausch, Organisation und Alternativmedien, nicht vorstellbar, dass overton-magazin über den Kiosk nennenswert Leute erreicht oder in Flugblattform.
Tatsache ist auch: die Politik hinkt immer hinterher und wir sollten froh darüber sein. Würde die über Technik und Co entscheiden, würde sie es versauen. Sie versaut es ja sogar, wenn sie sich nicht kümmert, warum wohl ist Deutschland in der Informatik so abgehängt?
Dem Hamsterrad des Kapitalismus sollte man eben Sand ins Getriebe werfen, anstatt seiner Selbstbeschleunigung nachzulaufen versuchen. Der entscheidende Vorteil der Demokratie liegt demnach in ihre Schwerfälligkeit. Als Misserfolg sollte das nicht sehen, wer nicht über die eigenen Füße stolpern will.
„Abschaffen“, solange der kapitalistische Verwertungsprozess herrscht, kann und wird sich nichts ändern, geschweige denn bessern.
Das Tempo kann man schon noch weitgehend selbst bestimmen und besonders Gelassene kommen nirgendwo an. Wozu auch?
Du bist so ein realitätsfremder Schwätzer, wenn ich könnte, würde ich dich 100 Jahre in die Vergangenheit schicken, damit du mal siehst, was der „kapitalistische Verwertungsprozess“ alles zum Positiven verändert hat (ohne würdest du jetzt zumindest nicht allen mit deinem Anarchismus-Kommunismus-Quark auf die Eier gehen, du hättest weder einen Computer, noch Internet, noch gäbe es das overton-magazin)…
Du hast ja so´n Schatten.
Wer immer noch glaubt das der Kapitalismus auch noch innovationen bring hat nun wirklichn gar nichts verstanden.
Der Kapitalismus bringt zyklisch Kriege tod und Siechtum nichts weiter.
Der Mensch ist mit kooperation groß geworden und eben nicht durch Wachstum Profit und Konkurrenz.
Gut, extra für dich, du spinnerter Glaubenskrieger: Elektronik, Computer, TV, Internet, Automatisierung der Landwirtschaft, private Mobilität, bezahlbare Kleidung, sinkende Wochenarbeitszeit bei trotzdem steigendem Wohlstand, soziale Absicherung jenseits von Armenhaus und Männerwohnheim, die extreme Vereinfachung der Hausarbeit, Flugzeuge, Eisenbahnen etc. pp. DAS SIND ALLES ERRUNGENSCHAFTEN!
Da muss man überhaupt nichts glauben, es hilft aber ungemein, wenn man nicht so penetrant ignorant ist, wie DU! Lass dich mal behandeln, Mann! Du hast eine Neurose oder sowas und zwar in weit fortgeschrittenem Stadium… eine linksextreme Gehirnerweichung, ausgelöst vom vielen Klassengeschwätz, wahrscheinlich unheilbar.
Nein, sowohl als auch, schonmal was von Evolution gehört? Oder Genoziden, Frauenraub, Sklaverei, vorkapitalistischen Kriegen und Konflikten (ja, das gab es!1!!) Das steckt auch alles in uns und es ist nur durch eine dünne Schicht Wohlstand und Zivilisiertheit verdeckt!
Nein, kein Sand, man sollte versuchen, es in eine konstruktive Richtung zu lenken. Gerade bei neuer Technik ist das durchaus möglich. Sich nicht ständig als Opfer zu sehen, hilft dabei aber ungemein, die richtige Einstellung macht viel aus.
Abgesehen davon, dass ich unser System nicht nennenswert demokratisch finde: ja.
Man muss das aber differenzieren:
Deutschland/EU: unfähige und korrupte Politiker, oft mit juristischem Hintergrund und linksgrüner technikfeindlicher Imprägnierung, die versuchen jeden Kleinschei** zu regulieren und den Status Quo zu fixieren, natürlich über Gesetze und ohne die Technik verstanden zu haben, die Folge: sie würgen unsere Entwicklungen ab und lassen uns hinterherhinken, am Ende kaufen wir den Schei**dreck dann wieder im Ausland und jammern herum, dass wir abhängig sind und kaum Einfluss darauf haben (siehe „social media“, Betriebssysteme, Handys etc. pp.)
USA: nicht weniger korrupt, aber viel technikgläubiger und mit einer massiven Förderinfrastruktur (auch um ihren MIK zu füttern und ihren Weltmachtstatus zu erhalten), neue Erfindungen laufen bei der „DARPA“ (im Verteidigungsministerium angesiedelt, wo sonst?) ein, werden untersucht und gefördert und landen letztendlich auf dem Finanzmarkt, wo sie mit Milliarden zugeschissen werden, wenn der Privatmarkt nicht liefert, liefern die geheimdienstnahen Konzerne. Keine der US-Dominanztechnologien, von google bis Facebook, von Musks Satelliten-Netz bis zum Tesla gäbe es, ohne diesen Mechanismus. Auch KI funktioniert vermutlich nach diesem Prinzip, bei den Chinesen wird es ähnlich sein.
Wir haben die Wahl: selbst was machen (mit einer zumindest rudimentären Richtungskontrolle) oder auf typisch linke Art über Kapitalismus und die böse Welt jammern und uns zu Opfern des Imperialismus erklären (ich weiß jetzt schon was passieren wird, wir sind halt einfach unfähige Lappen).
Die Alternative wäre, alles was uns nicht gefällt, einfach komplett zu verbieten, das wäre so der realsozialistische Weg (wobei die oft sogar versucht haben, mitzukommen, aber gescheitert sind) man lässt sich immer weiter abhängen, bis die Leute abhauen, weil sie sehen, dass die Lebensqualität anderswo mittlerweile viel höher ist…
Ist nicht Konstruktivität gerade die Falle, in die Alle tappen? Man bekommt den gemeinschaftlichen Nutzen verkauft im Tausch für den individuellen Aufwand bzw. für die Ehre. Wäre das Verlust machen generell verboten, vielleicht sogar strafbar, würde sich möglicherweise ein ganz anderes Denken in puncto Wertschöpfung einstellen.
Ich verstehe nicht, was du meinst, kannst du ein Beispiel anführen?
Selbes Problem, was meinst du mit „Verlust machen, generell verbieten“?
Eine komplett neue Technologie zu entwickeln, ist unglaublich teuer und riskant. Man hat die Wahl, dafür privates Kapital zu verheizen (Finanzmarkt) oder (in den USA läuft das meist über Strohmann-Firmen) staatliches Geld (Schulden oder Steuern). Als Investor (egal ob privat oder staatlich) kannst du sagen „nee das machen wir nicht“ (z.B. militärische Verwendung von KI, in den USA z.B. Erwachsenencontent und Durchsetzung von political correctness bei KI etc.), in jedem Fall sollte man aber versuchen, die Sache in den profitablen Bereich zu bringen, allein um seine Investitionsgelder wieder zurück zu bekommen und sich nicht zu vergaloppieren (ein Produkt, welches niemand kaufen will, ist wert- und nutzlos).
Jede Vorgehensweise hat spezifische Vor- und Nachteile, finanziert der Privatmarkt, bist du das Risiko los, verlierst aber auch an direktem Einfluß. Dadurch, dass mehrere Firmen konkurrieren, schießen die Preise für Experten durch die Decke (kann man bei KI gut beobachten), es kommt u.U. zu Spekulationsblasen (siehe z.B. Eisenbahnaktien-Hausse in Deutschland 1842-1848) und einige der Firmen werden nicht überleben, dafür hast du am Ende dieser Evolution normalerweise etwas, was funktioniert und sich am (weltweiten) Markt behaupten kann.
Wenn du Verluste verbieten würdest, würden die entsprechenden Firmen einfach Deutschland verlassen, weil sie dann entweder extrem langsam entwickeln müssten (sprich abgehängt werden, während das Ausland längst seine Platzhirsche an den Trog bringt, erinnere dich an die Dominanz der google-Suche, was man zuerst kennt, benutzt man) oder weil sie eine umfangreiche Entwicklung dann gar nicht mehr finanzieren könnten.
Entwickelt der Staat direkt selbst (bzw. beauftragt), kommt i.d.R. nichts (siehe DE-Mail) oder nichts ausreichend Attraktives (moralisch überladen, dafür unpraktisch, zu teuer usw.) dabei raus. Staatliches Geld wird in der Wirtschaft auch „dummes Geld“ genannt, weil staatliche Akteure halt bürokratisch, nicht wirtschaftlich denken, harte Entscheidungen scheuen und an Fehlentscheidungen festhalten, sinnlose Prestigeprojekte starten u.ä. (deshalb haben die in den USA bei solchen Entwicklungen private Firmen zwischengeschalten).
Last but not least, darf man auch den Geldschöpfungsfaktor nicht vernachlässigen: Schulden heißt, dass mehr Geld in Umlauf kommt, da die umlaufende Geldmenge, Dank Wirtschaftswachstum, ständig steigen muss, ist das erstmal eine gute Sache. Das allzu wirkungsvoll zu untersagen, würde in die Rezession führen, bzw. müsste der Staat den Ausfall dann mit Staatsschulden ausgleichen…
Beim gesellschaftlichen Nutzen wird gern ein Bild gezeichnet, auf dem man selbst als Gewinner dasteht, indem man sich einbringt. Allerdings werden zum Einen keine Alternativen angeboten, auf welchem Bild man denn erscheinen möchte. Zum Anderen wird der persönliche Aufwand nicht gegen den anteiligen Gewinn abgewogen.
Zwischen Investitionen und Verlusten ist durchaus zu trennen, wobei Letzteres gern sozialisiert wird. Vor allem bei der Umverteilung von Steuern und Sozialbeiträgen werden gezielt Verluste in Kauf genommen, um an anderer Stelle Gewinne zum Zwecke der Steuerprogression oder zur Begünstigung einer Klientel aufzukonzentrieren. Das hat wiederum zur Folge, dass in Summe lediglich ein höherer Geldumlauf, aber keine Wertschöpfung stattfinden muss.
Steigende Geldmenge kann sogar einen summarischen Wertverlust kaschieren, wie man gerade beim aktuellen Rüstungswahn sieht, und trotzdem meint man, dass Alle gewinnen. Den Untergang natürlicher Ressourcen oder die Verschwendung von Arbeitskraft zulasten Sinnvollerem noch nicht mal einbezogen.
Wenn man jedoch Schaden anrichtet, nur um nicht im Geld zu ersticken, ist eine Rezession im Vergleich dazu Wertschöpfung.
Leider ist das kein Beispiel, aus meiner Perspektive beschreibst du die „Tragik der Allmende“, wie sie in sozialistischen Gesellschaften entsteht.
Ähm, ja, jeder versucht für sich das Maximale rauszuholen. Ich denke ich habe den Mechanismus für Innovationen (in kapitalistischen Systemen) ausreichend klar dargestellt, dass er noch eine Unmenge Details, Nebenaspekte und spezifische Schwächen hat, mag schon sein, aber willst du das wirklich ausdiskutieren? Falls ja, bin ich der Falsche, Steuergesetzgebung ist für mich ein Buch mit sieben Siegeln.
Wenn du eine bessere Alternative hast, kannst du diese ja mal skizzieren. Bisher setzen alle (erfolgreichen) Staaten m.W. mehr oder weniger auf diesen Mechanismus, weil alles andere einfach schwächer, langsamer und ineffizienter ist.
Ich meine das nicht, dass Waffen (egal ob im Lager oder im Einsatz) ein hundertprozentiger Verlust an Arbeitsleistung und Rohstoffen sind, ist ziemlich offensichtlich.
Die Aussage macht für mich logisch keinen Sinn. Wir ersticken nicht im Geld, wenn wir keinen Krieg machen (eher weil wir welchen machen, denn Krieg ist inflationstreibend).
Es gibt einige, die behaupten, ein Krieg sei notwendig, um die Schuldverhältnisse zu nullen. Ich bin nicht dieser Meinung und halte so eine Einstellung für asozial und blöde.
Der Westen steckt meiner Meinung nach in einer Überproduktionskrise. Stichwort: Tendenzieller Fall der Profitrate. Niedrige Profitraten wirken sich auf die Lohnquote aus. Die meisten Märkte sind inzwischen breitflächig erschlossen, echte Innovationen sind rar geworden. „KI“ wird diese Entwicklung langfristig sehr wahrscheinlich noch weiter beschleunigen.
Krieg ist da tatsächlich ein funktionales Mittel, um neue Wachstumsmöglichkeiten zu schaffen.
Sollte man nicht endlich über das System als solches nachdenken?
Du willst allen Ernstes behaupten, alle Menschen hätten schon alles, was hergestellt werden kann?
Wenn nämlich nicht, kann es keine Überproduktionskrise sein, sondern es wäre viel eher eine keynesianische Liquiditätskrise…
Der Überproduktionsunsinn wurde schon während der ersten Weltwirtschaftskrise behauptet… währen draußen die Menschen hungerten und die Bauern ihre unverkäuflichen Güter vernichteten.
Von Wachstum zu sprechen, wenn man vorher alles kaputt gemacht hat, widerstrebt mir. Ich halte den „tendentiellen Verfall der Profitrate“ auch für so ein marxistisches Hirngespinst oder wurde der irgendwo mal schlüssig nachgewiesen?
Ich habe vor Jahren mal nach einem glaubhaften Beleg oder einer unleugbaren Logik gesucht und beides nicht gefunden… mit derselben Plausibilität kann man auch an Kondratieff-Zyklen glauben (die richten wenigstens nicht soviel Schaden an).
Jeder der Krieg für ein probates Mittel hält, um ein ökonomisches Ziel zu erreichen, hat m.E. nicht alle Tassen im Schrank und nicht verstanden, wie Volkswirtschaften und Geldsystem funktionieren.
Nachdenken sollte man immer, nur nicht immer voreilige Schlüsse ziehen und sie dann anderen aufnötigen. Stabile Schritte sind i.d.R. eher klein, während ein „großer Sprung nach vorn“ (pun intended) schnell auch mal mit gebrochenen Haxen endet…
Sie verwechseln da was:
Wenn etwas produziert wurde, heißt das noch lange nicht, dass es auch jemand kaufen kann oder will.
Was sie meinen, ist eine „Überversorgungskrise“. Das ist natürlich Quatsch, denn um zu konsumieren benötigt man Geld.
Jedem, der sich ansatzweise mit VWl beschäftigt, müsste das eigentlich einleuchten. Dazu muss man nichtmal Marx bemühen.
Lohn ist ein Kostenfaktor, der den Profit schmälert (bei Marx das „variable Kapital“). Unternehmer haben Interesse daran, diesen Faktor möglichst auf 0 zu reduzieren. Dies gelingt nur durch Automatisierung („konstantes Kapital“ bei Marx). Deshalb ist KI gerade der letzte Schrei, weil man damit den tendenziellen Fall der Profitrate aufhalten kann, auf Kosten der Lohnabhängigen, denn:
Gleichzeitig ist der Lohn aber auch die Voraussetzung dafür, dass der Lohnabhängige sich reproduzieren kann. Eben der berühmte Interessensgegensatz im Kapitalistischen System.
Das klappt inzwischen schon lange nicht mehr, in Deutschland arbeiten etwa 20% der Beschäftigten im Niedriglohnsektor! Das Mediangehalt reicht gerade so für Miete und die notwendigen Güter, die man zum Leben braucht. Die Inflation ist inzwischen so hoch, dass viele Produkte doppelt oder dreimal so teuer sind wie vor 20 Jahren. Die Mediangehälter sind aber nicht doppelt oder dreimal so hoch wie damals.
Warum hat man denn die Agenda 2010 umgesetzt? Richtig, um „wettbewerbsfähig“ zu werden. Wie wird man wettbewerbsfähig? Indem man die Profitrate erhöht, denn Wachstum entsteht nur durch Investitionen, und ohne Profit bleiben die aus. Verstanden?
Kurzum: Überproduktionskrise durch schwindende Kaufkraft auf der einen und Marktsättigung auf der anderen Seite.
Bislang konnten wir das noch mit günstigen Exporten kompensieren, das fällt durch die enorm hohen Energiepreise inzwischen auch weg.
Schauen Sie doch mal, wieviele Produkte wir allein in Deutschland wegwerfen, da sie nicht gekauft werden! Das Zeug wird dann zum Teil in Entwicklungsländern verramscht oder landet, wenn selbst das keine Profite mehr einbringt, direkt auf dem Müll.
Dazu kommt, dass andere Länder uns technologisch den Rang ablaufen. Hier haben wir wieder den Fall der Profitrate, denn nur mit hochmodernen innovativen Produkten kann man diesem entgehen!
Ich könnte noch sehr viel mehr schreiben, aber das würden den Rahmen eines Forenpostings sprengen.
Du weißt schon, was eine keynesianische Liquiditätskrise ist, wie sie zu Stande kommt und wie man sie beheben kann?
Den du offenbar auch nur behauptest, weil du Marx für bare Münze nimmst.
KI steigert die Produktivität, das war in der Vergangenheit immer ein Garant für massive Wohlstandsgewinne.
Sollte sie menschliche Arbeitskraft komplett überflüssig machen (sehe ich noch nicht und wird zeitigstens mit AGI und fortgeschrittener Robotik kommen), DANN müssen wir ernsthaft überlegen, wie wir unsere Gesellschaften anders organisieren.
Aber auf Basis der dann existierenden Gesellschaft, die sehr wahrscheinlich komplett anders aussehen wird, als jetzt…
Das Fass will ich jetzt nicht aufmachen, es führt zu weit weg.
An Deutschlands Wirtschaftsstruktur und Wirtschaftspolitik, sowie europäischer Währungspolitik ist dermaßen viel schräg und versaut, da könnten wir Tage drüber diskutieren.
Und es sind alles keine Argumente dafür, das Kind mit dem Bade auszuschütten. Politiker werden nicht automatisch weise, wenn du irgendwie „das System“ austauschst oder „die Eigentumsfrage stellst“. Das kannst du dir abschminken, es bleiben ganz die selben Trottel, die dann halt in einem anderen System Schei**e bauen.
Indem man im europäischen Währungsraum seine Nachbarn unterbietet?
Lass uns das anderswann mal diskutieren, hier wird irgendwie der Platz knapp. Ich halte es zudem nicht für sinnvoll, Währungs-, Zins und Investitionsfragen zu Gunsten von marxschem Gehirnfasching hinten runterfallen zu lassen…
Ich bin für heute raus, lass uns die Diskussion unter einem anderem Artikel bei Gelegenheit vertiefen, Danke!
Von Unten nach Oben:
Ich halte Krieg nicht für notwendig, um Schuldverhältnisse zu nullen. Man kann aber durchaus am Geld ersticken. Wenn mehr Geld im Umlauf ist, als die Nachfrage verlangt, entsteht ein Verwertungszwang. Es wird dann nicht gekauft, was gebraucht wird, sondern was zu haben ist – angebotsorientierte Marktwirtschaft.
Solange diese Anschaffungen keinen Aufwand zur Besitzstandswahrung fordern, ist das kein Problem. Anderenfalls wird man zu ihrem Knecht. Dann hätte man das Geld dafür besser gar nicht erst erarbeitet.
Zugegeben: Kriegswaffen sind kein 100%iger Verlust. Sie haben zumindest ihren Wert als Schrott, wenn der Krieg ausfallen sollte. Dann war der Aufwand zu deren Herstellung zumindest Rohstoffgewinnung. Anderenfalls hätte man die Waffenschmiede fürs Nichtstun bezahlen müssen, was meist weniger schädlich ist.
Zwischen Effizienz und Wirtschaftswachstum liegen m. E. Welten. Man kann noch so intensiv dem Geld nachlaufen und trotzdem entsteht in Summe mehr Schaden als Nutzen. Das Maximale für sich herauszuholen, bedeutet noch lange nicht, dabei Gewinn zu machen. Schließlich betreibt man dafür Aufwand, der von den Einnahmen erstmal gedeckt sein will.
Die Aufkonzentration von Gewinnen durch Förderung oder Lenkung schafft an anderer Stelle Verlierer, die vom Staat und Sozialsystem abhängig werden. Es geht daher weniger um Effizienz und Schnelligkeit, sondern um die Sicherung der Abhängigkeitsverhältnisse und der daraus resultierenden Vormachtstellung des Staates, die wiederum zu oft blödsinnigen Innovationen gezwungen ist, um sich selbst erhalten zu können.
Und schließlich: Krassestes Beispiel der Diskrepanz sozialen Nutzens zum individuellen Aufwand sind m. E. die Ehrenämter. In deren Rahmen werden viele gemeinnützig wertvolle Leistungen erbracht, ohne angemessen vergütet zu werden, wogegen der Staat an anderer Stelle Unmengen Geld für Nichts ausgibt.
Auch hier zeigt sich, dass es nicht um den Wert der Arbeit geht, sondern um die Sicherung des Machtgefälles zwischen Staat und Gesellschaft.
Puhh, das muss ich erstmal sortieren, um es zu verstehen. Meinst du mit „Nachfrage“ die Nachfrage nach Geld oder nach Produkten?
Normalerweise meint man damit die nach Produkten. Du meinst also wahrscheinlich eine Situation, in der jeder genug Geld hat und schon alles besitzt (siehe „Überproduktionskrise“ auf die ich im obigen Kommentar auf User „dasNarf“ eingegangen bin)?
Im Ernst: kaufst du Sachen, die du nicht brauchst, nur weil sie jemand anbietet? Also ich nicht! Natürlich sind Unternehmen in der Lage, ihr Angebot entsprechend schmackhaft zu machen und Vorteile zu suggerieren, die dann vielleicht nicht so groß sind, wie behauptet, aber das hat alles sein Grenzen und Gegenstrategien.
Wenn ich dich richtig verstehe, willst du damit ausdrücken, dass Besitz einen auch belasten kann? Gut, da gehe ich mit, je mehr Dinge man hat, desto mehr muss man auch erhalten. Eine wichtige Lektion im Leben, aber sehr individuell und nicht m.E. nicht so einfach aufzulösen, weil jedem was anderes wichtig ist.
Steht ja jedem frei, ich arbeite auch Teilzeit und lebe trotzdem gut, auch ohne dicken Benz und drei Urlaubsflügen im Jahr.
Grmblhmpf, fangen wir besser nicht an, die Rohstoffvernichtung durch Waffen gegenzurechnen…
Ich bin sicher, die sind nicht genetisch auf Waffenproduktion festgelegt, sondern könnten auch was Sinnvolles herstellen…
Deine Gedanken sind für mich eine schwer nachvollziehbare Mischung aus Philosophie, Volkswirtschaftslehre und Ideologie, und sie verzetteln sich schnell im Kleinklein. Irgendwie denkst du ganz anders als ich. Es würde mir wirklich helfen, du würdest mehr mit Beispielen arbeiten…
Ja und was soll die Konsequenz daraus sein? Politiker und Staaten sind meist ineffizient. Ehrenamt heißt auch: drauf geschi**sen, ich mache das, was ich für wichtig halte und ziehe daraus emotionalen Gewinn (ansonsten sollte ich es lassen).
Seltsame Interpretation. Man kann nicht jedes Ehrenamt bezahlen, weil sie dann erstens nicht mehr zur Ehre gereichen, sondern ganz einfach staatlich bezahlten Ämter wären (und in Masse aus dem Boden schössen, wenn sich damit einfach Geld machen ließe). Zum anderen was hat das mit Machtgefälle zu tun?
Gemeint waren allgemein Anschaffungen, weil man dem Wertverlust des Geldes entgehen will, davon letztlich aber vereinnahmt wird.
Die Überprodutionskrise sehe ich übrigens auch. Einerseits muss man nicht alles haben, nur weil es das gibt und andererseits ist Überfluss etwas für Überflüssige.
Bei den Abhängigkeitsverhältnissen wären vor allem die Aufstocker zu nennen. Wie kann es sein, dass der Lohn nicht zum Leben reicht, während die Arbeitgeber Gewinne machen? Das ist staatlich gewolltes Lohndumping, um irgendwie die Beschäftigung zu retten, wo keine Nachfrage besteht. Das ist dann Sozial-, aber keine Wirtschaftspolitik.
Und wie sollten sich die Arbeitnehmer dagegen verwehren, wenn die Messlatte bis zu den Ehrenämtern reicht, wo selbst für wertvolle Arbeit keine Bezahlung erfolgt, weil man es sich leisten kann?
Der Wert der Arbeit resultiert also nicht aus der erbrachten Leistung, sondern aus der Stellung des Arbeitenden im Sozialgefüge.
Neue Technik wird immer zuerst zur Beschleunigung der Akkumulation von Kapital eingesetzt.
Oder eben für irgendwelche militärischen Zwecke,
Oft sogar intendiert und jahrelang gesponsert vom militärisch industriellen Komplex, siehe Corona und die Spritzen.
Erst dann werden bestimmte Techniken für die zivile Nutzung überhaupt erst freigegeben, oder sie bleiben im Schrank, weil die Nutzung, zu vielen Leuten auf die Füße tritt, oder eben einfach nicht genug Profit abwirft.
Dinge wie Digitalisierung oder gar KI werden demnach unser Ende sein.
Weil damit die totale Kontrolle der menschen möglich gemacht wird.
Das ist das ZIEL, ZUERST wird massenweise Geld verbrannt, Multimilliarden! Investoren können daran pleite gehen, getrieben von der diffusen Hoffnung, irgendwann mit zu denen zu gehören, die ordentlich daran verdienen. Eine falsche Entscheidung und der Spaß ist zu Ende, das ist der Teil, den deinesgleichen immer unterschlagen.
Die Beschränkung darauf, würde von Steuergeldern abhängig machen. Alle größeren Entwicklungen (zumindest die, von denen wir erfahren) richten sich m.E. zuerst auf den privaten Massenmarkt bzw. dessen Zulieferer, militärischer Nutzen ist dann nämlich eine wesentlich günstiger zu habende Nebenentwicklung (deshalb macht man das ja so, wie man es macht). Außerdem ist zivile Dominanz auch ein „militärisches“ Ziel. Wenn alle deine Suchmaschine benutzen, kannst du bestimmen, was die Leute finden, wenn alle ihre Kontakte bei Facebook und Co verwalten, brauchst du keine teure Überwachung mehr, sondern deine Kunden liefern sie dir frei Haus und vollkommen freiwillig…
Es gibt natürlich Ausnahmen, Atomforschung hat man m.W. auch in den USA primär staatlich getrieben, schon aus Kontrollgründen. Ähnlich ist es bei der UAP-Forschung, viele vermuten den Grund für das aktuelle „disclosure“ genau darin: die USA könnten von China und Russland überholt worden sein, WEIL sie vom bewährten Weg abgewichen sind und das alles geheimgehalten haben.
Die „Digitalisierung“ läuft seit 35 Jahren und ist einer der Gründe, weshalb du hier deinen Senf absondern kannst. Wie sich der KI-Bereich entwickelt und was für Blüten er hervorbringt, ist noch vollkommen unabsehbar, er hat mind. genauso viel positives wie negatives Potential.
Möglich ist die immer, das heißt nicht, dass sie auch stattfindet. Noch haben wir keine Weltregierung (und der Trend geht eher zurück zum Nationalen), d.h. auch, dass man z.Z. noch ausweichen kann, wenn es einem zu bunt wird.
Außerdem liefert die KI auch wieder Abwehrmittel. Wenn du von KI überwacht wirst, kannst du auch KI einsetzen, um der Überwachung ein Schnippchen zu schlagen, ihr z.B. vorzugaukeln, du würdest gerade im Internet surfen, während du in Wirklichkeit (mal wieder) die große Revolution mit deinen Alt-68iger-Kollegen durchdiskutierst 😉
Man muß sich doch nur neues Auto kaufen, und schon weiß der Hersteller, wenn der Fahrer sexuell erregt ist. o(
Der Preis ist heiß o)))
Ich denke nicht das man diese Entwicklung aufhalten kann, denn egal ob Raumfahrt oder auch Medikament, es brauch die meisten Daten dazu wenn man Gefahren erkennen möchte,und diese Gefahren sind völlig neue Dimensionen zum teil.
Jegliche Technik hat Ihre guten Seiten und weniger guten.
Die geschilderten Gefahren sind real, aber dafür ist nicht die Technik verantwortlich, sondern einzig und alleine die Politik die dem keine Grenzen setzten kann innerhalb derer sich diese Entwicklung bewegen darf.
Microsoft hat auf die Schnelle erst einmal 15 000 Leute vor die Türe gesetzt, KI übernimmt nun Ihren Job .
Und da stehen Wir am Anfang noch dieser Entwicklung. Und irgendein so wichtiger Mensch meinte daraufhin noch “ Sie können sich ja von KI Seelsorgern trösten lassen wenn Sie den Verlust ihres Jobs nicht überwinden können“ …
Was da auf Uns zurollt, ich denke das wird zun brechen von Gesellschaften führen , so Wie Wir Sie kennen. Die ausufernde Überwachung Privater Bereiche von Menschen ist nur 1 teil des Ganzen !
Ich denke das Theodore Kaczynski Recht hatte: https://www.psychiatrie-erfahrene-schweiz.org/wp-content/uploads/2017/07/Das%20UNA-Bomber%20Manifest%20deutsch.pdf
Die Staatsmacht kriegt jedenfalls schon feuchte sabbernde Lefzen wenn die so was bei Ihnen unterm Kopfkissen finden.
Wahrscheinlich macht man sich bei diesen Vögeln sogar schon unbeliebt wenn man solche Links auch nur schief ankuckt.
Was nicht bedeutet das Sie völlig unrecht haben.
„einer offenen Gesellschaft.“
Was soll das sein? Ein Klingelwort in das alles mögliche hineininterpretiert wird – jeder nach Gusto und Gefallen.
Ein Artikel der mit so etwas anfängt ….
Zustimmung, das denke ich bei „offene Gesellschaft“ auch immer, spätestens seit Soros „Open Society Foundations“ hat das einen erheblich bitteren Nachgeschmack.
Meines Wissens stammt die Phrase von Karl Popper:
https://de.wikipedia.org/wiki/Die_offene_Gesellschaft_und_ihre_Feinde
der damit andere Kollegen angreift (Marx sieht er z.B. als Feind derselben).
Ich glaube man muss viel Zeit und Interesse daran haben, dahinterzusteigen, was Popper damit meinte. Meine Meinung von Philosophen ist (nach einigen schlechten Erfahrungen) mittlerweile auf einem Tiefpunkt angelangt. Man wird halt doch nicht weise, wenn man seine Nase nur in Bücher versenkt und im Saft Gleichgesinnter schmort, statt zu leben. Worte sind ungenau und werden ziemlich schnell falsch ausgelegt…
Solche Klingelworte (engl. etwa „Buzzword“) haben genau einen kommunikations-kognitiv-technischen Sinn: Vernebeln, Verunklaren, Täuschen, Verdummen.
Solche Worte werden verwendet um ein Stoppschild zu setzten: „dahinter nicht weiterdenken!“. Denn es wird nie eindeutig geklärt werden können, was der Autor mit dem Begriff genau meinte, bezweckte.
Egal wie irgendwer das definiert hat. Es kommt einzig darauf an WIE ES BEI EINER MEHRHEIT IM KOPF WIRKT!
„Freiheit oder digitale Vorherrschaft? Warum die Politik jetzt aufwachen muss“
Ich möchte mich vorangegangenen Kommentaren anschließen.
Den „Politikern“ passieren keine Debakel im halbwachen bis komatösen Zustand. Die versemmeln alles
mit Absicht, hellwach, bei vollem Bewusstsein.
Das abgedroschene Schlafschaf
bleibt an dieser Stelle im Stall.
ergänzend:
Zum Zustand der parlamentarischen Demokratie
in Deutschland weise ich auf den
Essay von Johannes Agnoli,
„Die Transformation der Demokratie“ von 1967 hin.
Noch immer aktuell und als .pdf
überall erhältlich.
Zum Zustand der parlamentarischen Demokratie
in Deutschland weise ich auf den
Essay von Johannes Agnoli,
„Die Transformation der Demokratie“ von 1967 hin.
Noch immer aktuell und als .pdf
überall erhältlich.