Frauenrechte mit Balanceakt

We can do it.
National Museum of American History, Public domain, via Wikimedia Commons

In Zeiten, in denen Gendersternchen groß-, aber echte Frauenrechte klein geschrieben werden, etabliert sich eine neue Frauenrechtsbewegung rund um die Gruppe der Frauenheldinnen.

Sie haben sich die schwierige Aufgabe vorgenommen, Frauen der unterschiedlichsten Couleur an einen Tisch und miteinander ins Gespräch zu bringen. Solange sie sich zumindest in einem Punkt einig sind: In ihrem Wunsch, die Würde und Freiheit von Frauen und Mädchen zu stärken. Ein Bericht über eine spannende Konferenz mit großer Vielfalt und streckenweise dünnem Eis.

Die Konferenz für widerständige Frauen nennt sich die „Heroica“, und fand dieses Jahr zum zweiten Mal statt. 170 Frauen trafen sich für drei Tage, um über die wichtigsten Themen der Frauenbewegung zu reden und zu ringen. Das ist ein spannendes Projekt, denn was sie alle eint, ist nicht nur ihre Forderung nach Frauenrechten. Sie sind allesamt streitbare Idealistinnen, die sich engagieren wollen für eine bessere Welt und nicht eine von ihnen ist eine brave Ja-Sagerin. Ausschließlich solche, die gerne selbst denken und diese Ansichten dann auch durchfechten wollen. Mit sehr verschiedenen konkreten Einzelpositionen. Eine interessante Gemengelage also.

Eine junge Alice Schwarzer

Um ein Bild zu schaffen, seien hier die fünf völlig verschiedenen Frauen proträtiert, denen jeweils ein Preis der Frauenheldinnen 2025 verliehen wurde. Denn dieser große Bogen sagt viel über die Gruppierung und ihre Mission aus. Beginnen wir mit Birgit Kelle, die für ihr Buch zu Leihmutterschaft „Ich kauf mir ein Kind“ ausgezeichnet wurde. Sie ist verheiratet, Mutter von vier Kindern, streitbar, konservativ, familienpolitisch ausgerichtet, und kann mit den herkömmlichen Forderungen der Frauenbewegung eher wenig anfangen. Wenn es aber um die Politik der Leihmutterschaft, der Frage der Transgesetzgebung oder der Sicherheit von Frauen und Mädchen im öffentlichen Raum geht, da wird Birgit Kelle leidenschaftlich und das laut und deutlich.

Für ihr Projekt „Was ist eine Frau“ erhielt Rona Duwe den Preis für die beste Kampagne. Sie ist eine Radikalfeministin mit Leidenschaft. Vielleicht tue ich ihr da unrecht, aber ich habe von ihr noch nicht viel Versöhnliches in Richtung Männer gehört. Patriarchale Strukturen erkennen, benennen und bekämpfen, das tut sie kompromisslos und mit viel Expertise. Eine junge Alice Schwarzer. Außer in dem einen Punkt, dass es ihr ziemlich egal zu sein scheint, was andere über sie denken. Wer mit ihr nicht klarkommt, muss halt noch an sich arbeiten. Ihre Texte, ihre Energie und ihr Substack sind für viele Frauen eine Inspiration. Ein Leuchtturm.

Noch bunter wird der Strauß, wenn man Anabel Schunke, die den Preis als beste Journalistin gewonnen hat, dazu nimmt. Mit 600.000 Followern schreibt sie vor allem für sehr konservative Journale, gelegentlich aber auch für die Emma. Sie liebt Chanel, kurze Röcke und perfektes Makeup und sticht da schon ein wenig gegenüber den meisten Frauenbewegten heraus, die hinter Stöckelschuhen tendenziell doch eine Unterwerfung unters Patriarchat vermuten. Ihre Thesen sind sehr klar, vor allem wenn es um Zuwanderung geht. Sie kämpft mit Überzeugung für Meinungsfreiheit, Frauenrechte und gegen Islamismus und ist damit tatsächlich eine wichtige Stimme innerhalb der neuen Frauenbewegung geworden. Egal, was passiert auf der Welt, man kann sich ziemlich sicher sein, dass man Anabel Schunke auf der Seite der Frauen und Mädchen wiederfindet.

Den Preis für das beste Medium haben die beiden Macherinnen des Formats „Die Podcastin“ gewonnen. Isabelle Rohner und Regula Stämpfli sind beide Geisteswissenschaftlerinnen, promoviert, die eine ist Expertin für die Philosophin Hannah Arendt, die andere für die Frauenrechtlerin Hedwig Dohm. Gemeinsam haben sie über 200 Podcasts mit „feministischen Wochenrückblicken“ entwickelt, denen immer erstmal ein literarisches Zitat vorneweg gestellt wird.

Widersprüche aushalten

Alle diese Frauen haben sich ohne Zweifel für die Würde und Freiheit von Frauen eingesetzt und dabei vieles erreicht. Abgesehen davon könnten sie unterschiedlicher kaum sein. Eine Familienmutter, eine Radikalfeministin, eine pointiert politische Journalistin und zwei Wissenschaftlerinnen. Jeder von ihnen wird unter dem Schirm der Heroica die Möglichkeit gegeben, ihre Sichtweise zu vertreten. Das macht die Veranstaltung sehr viel spannender, als wenn immer die Gleichen immer das Gleiche wiederholen. Aber natürlich auch viel zerbrechlicher. Und das betrifft erstmal nur die Frauenthemen. Von Gaza, Russland und dem Klimawandel braucht man gar nicht anzufangen, wenn man schlussendlich auf einen gemeinsamen Nenner kommen will.

In den letzten Jahren haben sich viele Widerstandsbewegungen, die mit großen Idealen angetreten sind, selbst zerlegt. Zu schnell kamen die Egos ins Spiel und damit der Streit. Die Frauenheldinnen versuchen gar nicht erst, die eine Wahrheit festzulegen. Ihr Ziel ist es von vorneherein, Widersprüche auszuhalten. Und vielleicht funktionieren Konzepte ja besser, wenn man gar nicht antritt mit der Idee, alle in allem zu einen. Vielleicht hat man eine bessere Chance, wenn man anerkennt, dass die Ansichten sehr verschieden sind. Und dass es um eine Koalition in nur einen einzigen Punkt geht: Einzutreten für Mädchen und Frauen.

Unter diesem Vorzeichen hat die Vorsitzende Eva Engelken eine große Gruppe an Expertinnen auf die Konferenz bekommen, altgediente wie Alice Schwarzer, ausländische Vertreterinnen aus Spanien und England, viele, viele aktive Frauen zu unterschiedlichen kontroversen Themen, wie Islamismus, Selbstbestimmungsgesetz, Pornographie in Schulen und vielem, vielem mehr. Tagsüber wurde diskutiert, abends gefeiert. Und doch, die Stimmung war gut.

Es wäre zu hoffen, dass dieses Konzept weiter aufgeht. Den Frauenheldinnen, die mit solcher Energie an der Heroica arbeiten. Vor allem aber den Frauen und Mädchen, die in den letzten Jahren viel verloren haben in diesem Land.

Anne Burger

Anne Burger ist Hochschullehrerin für Mathematik und Logik. Sie lebt mit Mann und Kindern in Süddeutschland.
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94 Kommentare

  1. Im Prinzip gehe ich mit dem Radikalfeminismus absolut konform aber leider bin ich männlichen Geschlechtes und zu alt, um mich noch daran zu gewöhnen, von weiblichen Influencer:innen mit Hochschulabschluss durchregiert und in den Staub geworfen zu werden. Insofern scheint es sich eher um ein geschlechtsspezifisches Thema mit Fokussierung auf ein vordefiniertes Zielpublikum zu handeln. Ob ich dabei mitmachen soll, weiß ich noch nicht wirklich.

  2. Vor allem aber den Frauen und Mädchen, die in den letzten Jahren viel verloren haben in diesem Land.

    So? Was denn?

    Und was genau sollen „Frauenrechte“ sein? Ich dachte Gesetze sind geschlechtsunabhängig zu halten, wenn irgendwie möglich (zumindest würde das „Gleichberechtigung“ bedeuten, das hat man leider schon mit der Istanbul-Konvention über Bord geworfen, zu Ungunsten von Männern).

    Immerhin beachtenswert, dass auch einige eher konservative Frauen mit von der Partie sind, nicht dass ich glaube, dass wirklich irgendetwas Sinnvolles dabei rauskommt, Frauen sind längst gleichberechtigt, Deutschland ist auch kein Patriarchat, wie gern lamentiert wird. Frauen und Männer sind nunmal unterschiedlich in Zielen und Leistungsfähigkeiten. Ich halte das für eine weibliche Nabelschau, emotionale Synchronisation, die den meisten Frauen bekanntlich sehr wichtig ist (und ihnen gleichzeitig auch das Leben so schwer macht, von wegen „die Gesellschaft“ will etwas von ihnen, idR machen Frauen sich gegenseitig Druck und leiden unter der weiblichen Hackordnung am meisten).

    1. Nun ja, Frauen sind in gewisser Weise aufgrund ihrer arterhaltenden Funktion schutzbedürftiger und haben teilweise völlig andere Prioritäten als unsere patriarchalisch organisierte Machteltie und wurden in der Ausübung ihrer Menschenrechte traditionell immer stark benachteiligt, bis die Suffragettenbewegung zu Beginn 20. Jahrhunderts erste Erfolge bei der Beseitigung geschlechtsspezifischer Benachteiligungen erzielen konnte. Als Frau hast es wahrscheinlich immer noch doppelt schwer, in die Machtelite aufzurücken, wenn du nicht gerade als Milliardenerbin zur Welt gekommen oder als superintelligente Professorin an der Uni dozierst. Frauen sind nicht die einzigen benachteiligten Wesen dieses Planeten aber ihre Benachteiligung nimmt mit der allgemeinen Benachteiligung benachteiligter Bevölkerungsanteile wieder zu.

      1. Nun ja, Frauen sind in gewisser Weise aufgrund ihrer arterhaltenden Funktion schutzbedürftiger

        Und daher haben sie ja auch Sonderrechte, müssen sich im Krieg z.B. nicht erschiessen lassen.

        und haben teilweise völlig andere Prioritäten als unsere patriarchalisch organisierte Machteltie

        Unsere „Machtelite“ soll patriarchalisch organisiert sein? Wo denn? Auf oberster EU-Ebene hockt eine Frau, bis kürzlich wurden wir von einer regiert.

        und wurden in der Ausübung ihrer Menschenrechte traditionell immer stark benachteiligt

        Behaupten die heutigen Frauen, tatsächlich waren beide Seiten schei*e dran. Man könnte es aber auch so sehen:
        https://youtu.be/YZxMqxVg8aM

        bis die Suffragettenbewegung zu Beginn 20. Jahrhunderts erste Erfolge bei der Beseitigung geschlechtsspezifischer Benachteiligungen erzielen konnte

        Welche? Ich bin nichtmal sicher, ob sie positiv zum Frauenwahlrecht beigetragen haben, denn meines Wissens waren sie militant und gewalttätig.

        Als Frau hast es wahrscheinlich immer noch doppelt schwer, in die Machtelite aufzurücken, wenn du nicht gerade als Milliardenerbin zur Welt gekommen oder als superintelligente Professorin an der Uni dozierst.

        Bezeichnenderweise wollen die meisten Frauen das gar nicht, denn dort wo Frauenquoten herrschen, fehlt dann oft die Auswahl. Siehe die Wahl von Göring Eckhardt, die einfach durchgerutscht ist, während drei Männer um einen Posten zu konkurrieren genötigt waren…

        Frauen sind nicht die einzigen benachteiligten Wesen dieses Planeten aber ihre Benachteiligung nimmt mit der allgemeinen Benachteiligung benachteiligter Bevölkerungsanteile wieder zu.

        Das Gegenteil ist der Fall, Frauen haben in Europa so viele Rechte wie nirgendwo auf der Welt, in der Praxis sogar mehr als ihre Männer. Dass du glaubst, dass sie benachteiligt sind, liegt wahrscheinlich daran, dass radikale Feministinnen im ÖRR von unseren Zwangsgebühren bezahlt herumjammern dürfen (während Forderungen und Beschwerden immer durchgeknallter werden).

        1. Und daher haben sie ja auch Sonderrechte, müssen sich im Krieg z.B. nicht erschiessen lassen.

          Stimmt, im Krieg werden Frauen erwürgt bzw. mit dem Bajonett behandelt, nachdem sie vergewaltigt wurden. Gut, das passiert Männern im Krieg auch, wenn keine Frauen zur Hand sind. Aber es gibt ja immer mehr Frauen in Uniform, die diese naturgemäße Vorzugsbehandlung als Beute erhalten können.

          Ohne Polemik:
          Ist etwas unglücklich, zwischenmenschliches Verhalten innerhalb eines menschlichem Ausnahmezustands (Krieg) zu beschreiben, um ein Verhalten im Nicht-Ausnahmezustand zu bewerten.

          1. Naja, realistischer betrachtet werden Frauen doch auch ohne Krieg und weit abseits der Front bevorzugt mit Messern, wenn auch nicht mit Bajonetten behandelt, vor allem in solchen Ländern, in denen bestimmte Bevölkerungsgruppen stark zugenommen haben in den letzten 20 Jahren….
            Deshalb finde ich auch Anabel Schunke als eine Feministin, die noch den Blick auf Realitäten hat und die ich daher respektiere und unterstütze.

          2. Stimmt, im Krieg werden Frauen erwürgt bzw. mit dem Bajonett behandelt, nachdem sie vergewaltigt wurden.

            Das hängt sehr vom Konflikt ab und wo er geführt wird.

            Ist etwas unglücklich, zwischenmenschliches Verhalten innerhalb eines menschlichem Ausnahmezustands (Krieg) zu beschreiben, um ein Verhalten im Nicht-Ausnahmezustand zu bewerten.

            Da gebe ich dir recht, aber wo in unserer zivilen Welt, wird denn das „besondere Schutzbedürfnis“ von Frauen nicht geachtet?

    2. Ich würde vermuten, dass die Autorin damit meint, dass Frauen sich vor mehr als einem Jahrzehnt einfacher und sicherer im öffentlichen Raum bewegen konnten. Dass junge Frauen in muslimisch dominierten Wohngegenden und in den Schulen längst nicht mehr frei entscheiden können, wie sie sich kleiden und bewegen wollen, wen sie als Partner akzeptieren, ob sie fasten oder Alkohol trinken.
      Ich weiß aber nicht, was „Frauenrechte“ sein sollen. Ich dachte es gibt universelle Menschenrechte. Welche Rechte das sein sollen, die Männern nicht zustehen, bleibt mir verborgen. Vielleicht Schwangerschaftabbruch? Aber in dieser Frage hat die Autoren – jedenfalls glaube ich mich so zu erinnern – eine sehr viel differenziertere Haltung als die Weg-mit-dem-Zellklumpen- Fraktion.
      Immerhin aber interessant, dass mit Kelle und Schunke zwei ohne jeden Zweifel konservative Publizistinnen geehrt wurden. Und zwar zwei, von denen Wokeschisten nur mit Schaum vom Maul sprechen. Nach den medialen Gesetzen der Neuzeit müssen doch jetzt andere Preisträgerinnen die Annahme der Auszeichnung verweigern, die „Zeit“ und die „Süddeutsche“ scharfsinnige und wortreiche Kommentare darüber abgeben, wie schlecht diese Ehrungen sind usw.
      Oder totschweigen. Geht auch.

      1. Ich würde vermuten, dass die Autorin damit meint, dass Frauen sich vor mehr als einem Jahrzehnt einfacher und sicherer im öffentlichen Raum bewegen konnten. Dass junge Frauen in muslimisch dominierten Wohngegenden und in den Schulen längst nicht mehr frei entscheiden können, wie sie sich kleiden und bewegen wollen, wen sie als Partner akzeptieren, ob sie fasten oder Alkohol trinken.

        Ja, so lächerlich das ist, denn wer stand denn am Bahnhof und hat Teddys geworfen? Wer in der Regierung hat die Gesetzgebung ausgehebelt? Wer wählt überwiegend Migrationsparteien (Frauen haben immerhin die Bevölkerungsmehrheit)? Wer wählt nicht AfD und macht bevorzugt Propaganda gegen diese im ÖRR? Gehen Omas oder Opas gegen „rechts“ auf die Straße? Wer sitzt einer linksextremen Zensurorganisation wie der Amadeu Antonia-Stiftung vor?

        Vielleicht sollten die Damen endlich mal lernen, was Kausalität bedeutet und dass man seinem Bauchgefühl und Emotionen nicht immer bedingungslos vertrauen sollte.

      1. Du kannst ja mal versuchen, es mir ja mit gleicher Münze heimzuzahlen. Argumentum ad hominem ist nämlich schlechter Stil und eine Art Rabulistik (ich weiß, da sind Frauen besonders begabt drin, da habe ich sehr unangenehme Erfahrungen gemacht).

        Dass ich gerade hier poste, hängt damit zusammen, dass ich erst jetzt Zeit habe, ich habe nämlich eine Familie, um die ich mich kümmern muss… außerdem kotzt mich die verlogene privilegierte weibliche Jammerei endlos an.

            1. Das ist das Hauptproblem von vielen Frauen, sie sind einfach hemmungslos subjektiv und rabulistisch, echte Argumente haben sie keine, nur emotionale Synchro. Deshalb mobben sie dann alles weg, was ihnen in den Weg kommt, deshalb haben wir ja Gesellschaftsspaltung und Brandmauer..

              Davon abgesehen, ist mir total egal, wo und wie ihr mich verschubladet, dass man Zebraherz nicht ernst nehmen kann, hat sie oft genug unter Beweis gestellt. Aber ich überlasse den Mitlesern gerne das Urteil darüber, wer besser argumentiert…

              Jedenfalls werde ich mich auf dem Niveau nicht mit euch streiten, ihr (du? Zauberfee ist doch sicherlich eine Sockenpuppe von dir?) seid schlicht nicht satisfaktionsfähig (höflich ausgedrückt).

                1. Dieser “ Scheinregen“ (wie kommt man eigentlich auf so einen komischen Namen) scheint wirklich ein Problem mit Frauen zu haben. Ich vermute mal, das Problem sitzt bei ihm zu Hause auf dem Sofa, oder hat ihn evtl. auch verlassen.

            2. Aha. Wenn ich als Mann das Verhalten von Frauen beobachte und dann evidenzbasierte Schlüsse daraus ziehe, ist das „peinlich“ oder „lächerlich“. Da würde mich mal interessieren wie sich ein Mann verhält, der nicht „peinlich“ und „lächerlich“ ist. Muss der ein Leben lang so tun als ob das Verhalten von Frauen völlig mysteriös und unergründlich sei?

              Und wie kommt man auf den Sprung von „Erklären“ zu „Frauenhass“? Findet ihr euch selbst so scheiße dass ihr euch nicht vorstellen könnt Frauen nicht zu hassen??

              1. Also ich für meinen Teil, hasse weder Frauen noch Männer. Ich teile sie nur in „akzeptabel“ oder „nicht akzeptabel“ ein.
                Was unterscheidet eigentlich einen Herrn Wadepudel von einer Frau Blödbock ? Gar nichts, der eine Männlein, die andere Weiblein, aber beide unterirdisch dumm.

                Das Leben kann so einfach sein. 🙂

                1. Die Frage war, wie man auf den Trichter kommt, pauschal Frauenhass zu unterstellen. Kontext war die Feststellung, dass jede Art der Erklärung weiblichen Verhaltens durch Männer „peinlich“ sei.

                  Wir können ja mal verschiedene Disziplinen durchgehen, und du erklärst mir dann, wo jeweils der Frauenhass liegt:
                  Psychoanalyse?
                  Traumaforschung?
                  Behaviorismus?

              2. Evidenzbasiert, soso. Ist Ihre Evidenz anektodisch oder statistisch fundiert. Erhellen Sie uns. Mit Methodenkapitel und Fehlerdiskussion und allem Drum und Dran. Sie wissen aber schon, daß Sie statistisch vollkommen anders sind als eine Frau. Treten Sie jedoch nur einem Exemplar gegenüber, zerbröselt alle Theorie.

                1. Es spielt keine Rolle worauf die Evidenz basiert, denn wenn ein Mann das Verhalten einer Frau erklärt ist das immer „peinlich“.

                  Deine dummen Projektionen entspringen deiner eigenen Fantasie, da brauche ich mich wirklich nicht rechtfertigen. 🙂

                  1. Sie schrieben weiter oben, daß Sie evidenzbasierte Schlüsse ziehen. Wenn Sie dann aber gar keine Evidenz liefern können, einfach etwas bescheidener formulieren. Ich glaube, ich denke oder ich nehme an …

                    1. Für was sollte ich bitte Evidenz liefern? Ich habe nicht mal eine These aufgestellt. Du hast mich auch nicht nach einer These gefragt, sondern gleich die Methodik der nicht vorhandenen Beweisführung angezweifelt. Wie ein gut dressiertes Äffchen, das einen Wissenschaftler mimt. Meine nicht aufgestellte These soll ich jetzt also vorsichtiger formulieren….. Joa. Alles klar. „Ich nehme an“, du solltest dich statt „Mitleser“ vielleicht lieber „Dummschwätzer“ nennen. Da lügst du zumindest nicht.

              1. So ist es @bonnie.
                Mit solchen Figuren zu diskutieren, die einen dann auch noch
                belehren wollen, ist vollkommen sinnlos. Besonders witzig finde ich, wie sie mit Fremdwörtern nur so umsich werfen. Soll wohl den Zweck haben, besonders gebildet zu wirken.

                1. Ich zitiere mal bonnies Argumentation vollständig(!):

                  „blah blah blah“

                  Liegt aber sicher an den anderen Figuren, dass da jetzt keine sinnvolle Diskussion anschloss. Zumindest steht „bonnie“ nicht im Verdacht, gebildet wirken zu wollen.

          1. Falsch.

            Frauenerklärer sind Frauen, wenn sie jammern. Und sie haben in vielem recht.

            Männererklärer sind Männer, die jammern. Und sie haben ebenfalls in vielem recht.

            Ich erkläre Ihnen jetzt mal was:

            -Frauen sind das „schwache Geschlecht“ (eigentlich keine Beleidigung, sondern eine Respektsbekundung, aber das hat den Damen ja nicht gepasst), was ihnen de facto viele gesellschaftliche Privilegien einbringt. Nur ein Beispiel: Über 80% der männlichen Gewalt richtet sich gegen andere Männer. Frauen schlagen ist nämlich in vielen Kulturen ein Tabu. Zumindest dann, wenn andere Männer es sehen könnten. 😉
            Dass man der Dame früher dienerhaft die Türe aufgehalten oder den Stuhl gerückt hat, ist dagegen vernachlässigbar, aber sollte dennoch Erwähnung finden dürfen. Ich mache das bis heute gerne, aus reiner Freundlichkeit. Warum soll man sich gegenseitig nicht etwas verwöhnen dürfen?
            -Männer sterben im Schnitt früher.
            -Männer leben riskanter, wählen gefährlichere Berufe, werden häufiger drogenabhängig und kriminell, sterben häufiger im Verkehr (nicht nur BEIM Verkehr, aber auch da sind sie auf Platz 1!).
            -Männer mussten immer in den Krieg ziehen.
            -Bei der Partnerwahl ist es bis heute so, dass häufiger der Mann die Frau umwirbt, und sie die letztendliche Entscheidung trifft. (Finde ich übrigens völlig in Ordnung!)
            -Männer werden niemals diese intime Verbindung zu ihren Kindern spüren. Ihr Anteil an der Zeugung sind wenige Minuten… Frauen sprechen oft davon, wie wunderbar eine Schwangerschaft ist. Das ist ein Punkt, den eigentlich nie jemand erwähnt, der aber sehr wichtig ist. Stets wird das politisch so transportiert, dass die Frau durch die Schwangerschaft nur Nachteile hätte. Der Mann hat, biologisch bedingt, in jeder Familie eine „Außenseiter-Rolle“, das spürt er sein Leben lang, die Frau war „eins“ mit jedem ihrer Kinder. Ein Band, das nie zerbricht.
            -Männer sind öffentlich in dem Moment (im schlimmsten Fall auf Lebenszeit, selbst ohne Beweis ihrer Schuld) ruiniert, wenn eine Frau Anschuldigungen wegen sexueller Übergriffigkeit formuliert.
            -Männer sind benachteiligt bei Trennung in Bezug auf die Kinder.
            -Männer (genauer: eine bestimmte Altersgruppe) sind im westlichen Schulsystem stark benachteiligt (Testosteron-Flutwellen sind NICHT hilfreich beim Mathe-Pauken!).
            -Männer sind etwas sonderbar.
            usw.

            Diese Dinge sind alle nicht abwertend gegenüber Frauen gemeint, und manches davon finde ich persönlich in Ordnung so. Manches kann man schlicht kaum ändern. Manches könnte man ändern, wenn beide Geschlechter zusammen arbeiten. Es geht auch darum, es sagen zu können. Ein Recht, das von Frauen natürlich eingefordert wird, gilt auch für Männer, oder etwa nicht? Feministinnen haben stets ein Problem damit, wenn Männer sachliche Argumente für die eigene Diskriminierung bringen wollen. Als ob das ein Angriff auf das Recht, weibliche Diskriminierung äußern zu dürfen, wäre. Unsinn! Und das muss aufhören! Meine Frau versteht das übrigens, es gilt also nicht für alle Damen dieser Welt. Manche haben genug Grips und Empathie, sich ein bisschen in einen Mann hinein versetzen zu können. Und das ist einfach die Voraussetzung für eine erfolgversprechende Kommunikation.

            Mir geht es auch gar nicht darum, beide Geschlechter gegeneinander aus zu spielen, denn das ist ja der übliche, höllisch nervige Duktus. Es wird immer ein Kampf draus gemacht, wer überhaupt das Recht haben darf, etwas zu jammern.

            Ich sage: Alle sollen das dürfen, sobald es empirisch belegbar ist!

            Und wenn ihr die Probleme lösen wollt, dann tut das zusammen. Und zwar auf Augenhöhe.

            1. Guter Kommentar, das Narf.
              Besonders auch das hier:

              Manche haben genug Grips und Empathie, sich ein bisschen in einen Mann hinein versetzen zu können. Und das ist einfach die Voraussetzung für eine erfolgversprechende Kommunikation.

              Mir ist in der Tat aufgefallen in den letzten Jahren, dass es oft nur noch manche Frauen sind, die sich ein wenig in einen Mann hinein versetzen können.
              Die Frage bleibt warum das viele nicht (mehr) können (oder wollen)?

              1. Zeitgeist, seit dem Frühjahr 2020, so meine Erfahrung, haben viele Menschen, auch in meinem Umfeld jedes Vertrauen zueinander verloren.
                Ich denke, dass das ein eher unbewußter Vorgang ist.
                Allein durch die Spaltung, die praktisch stattfinden musste und auch weiter von allen vorangetrieben wird, auch von meiner Seite, lässt einfach auch ganz allgemein jegliche Kommunikation auf ein Minimum herunterfahren.
                Ich denke auch, dass da auch keine Besserung in Sicht ist.

                1. Dann hast du ein ganz anderes Umfeld als ich. Hier hat niemand das Vertrauen zueinander verloren (jedenfalls nicht dauerhaft). Das Corona-Gedöns war hier nicht so nachhaltig zerstörerisch.

                  1. der/ein witz ist, daß es gar nicht um „einander vertrauen“ geht, wenn „herde“ durchgesetzt wird…..da wirste von dir völlig unbekannten „der herde“ zugeschlagen und jedes schaf , ob quer oder bioland prügelt sich vertrauensbildend bei dir ein…
                    „jenseits von herden“ durfte nicht und darf nicht sein in krisen- + kriegswirtschaft…. 😉 ….
                    so haben die 99% schafe ihr verhausschweintsein ins herdendasein überführt ….in motonomers fleckchen, das meinem recht identisch 😉 hamse (die schafe) halt nen zaun gezogen oder eher ne mauer, die periodisch abgerissen und wieder aufgebaut wird…..schafsspielchen und dann jammern alle schafe über „vertrauensverlust“, sind sich aber einig darin, daß jedes nichtherdenmitglied irgendwo rein muß, „bei euch oder bei uns – wurscht, aber „frei“ geht ja mal gar nicht!“ -naja, mal so populistisch dahergeschwätzt wie hier üblich 😉 ….

            2. Bei der Partnerwahl ist es bis heute so, dass häufiger der Mann die Frau umwirbt, und sie die letztendliche Entscheidung trifft. (Finde ich übrigens völlig in Ordnung!)

              Finde ich nicht. Genau diese Sichtweise macht sexuell freizügige Frauen zu Flittchen oder Schlampen und wahllose Zwangserotiker zu tollen Hengsten, die Frauen als Trophäe betrachten. Weiterhin werden Frauen in einer passiven Scheinheiligkeit bestärkt und Männer als niederstehende Bittsteller unterworfen.

              Das ist widersprüchlich? Exakt.

              Manche mögen das als Spiel sehen. Und das ist es dann auch: Ein verlogenes Machtspiel. Ohne Augenhöhe. Und so trainieren dann alle spielerisch die Gewöhnung an Herrschaft.

              1. > Bei der Partnerwahl ist es bis heute so, dass häufiger der Mann die Frau umwirbt, und > sie die letztendliche Entscheidung trifft. (Finde ich übrigens völlig in Ordnung!)

                „Finde ich nicht“.

                Das ist das vorherrschende Prinzip im Tierreich. Das Männchen macht sich zum Horst.. und das Weibchen wählt – zumindest in der Natur – dann i.d.R. nicht den Vollhorst.
                Grämen sie sich also nicht.

                1. Das mag im Tierreich so sein und anders herum auch. Doch ich bin da zu sehr Rassist bzw. Speziesist: Mögen die Reflexamöben unter sich bleiben, so wie die Menschen unter sich bleiben sollten.

                  Im Ernst: Meine Argumente habe ich dargelegt und ich bin der Ansicht, dass Mensch sein Verhalten modifizieren kann, wenn er es und die Folgen versteht, auch ohne äußeren Druck.

                  Und seien Sie beruhigt, ich gräme mich nicht, denn ich kommen auch ohne Horstigkeit ganz gut zurecht :-))

              2. Weiterhin werden Frauen in einer passiven Scheinheiligkeit bestärkt und Männer als niederstehende Bittsteller unterworfen.

                Jein. Meine Sichtweise ist ganz ähnlich wie deine, aber ich weiß, dass es in der Praxis eher subtiler ist. Man sagt ja auch „das Weibchen ist die einzige Beute, die ihrem Jäger auflauert“. Frauen sind nicht komplett passiv, aber ein Mann muss oft erst lernen, welche Signale was bedeuten und vor allem: was Frauen attraktiv finden und was nicht.

                Letzteres ist nicht so einfach, weil gerade der herrschende Zeitgeist Frauen vollkommen anders inszeniert, als sie sind. Ich habe eine lange Weile gebraucht, das zu durchschauen. Wenn man bei Frauen erfolgreich sein will, muss man die ganze feministische Propaganda ausblenden und sich darüber klar werden, wie Frauen evolutionär fühlen und denken und was die männlichen Denk- und Verhaltensfehler sind, z.B.
                https://www.pickupforum.de/topic/80196-10-ungew%C3%B6hnliche-regeln/

                Das Ganze ist in gewissem Sinne tatsächlich ein Spiel, an dem Frauen i.d.R. aber viel mehr Spaß haben, als Männer. Es endet normalerweise mit der Familiengründung, zumindest wenn die Frau in der Lage ist, sich festzulegen (Dank Männerüberschuß und Tinder-Gurkenkarrusell, schaffen einige den Absprung nicht mehr rechtzeitig).

                1. das Weibchen ist die einzige Beute

                  Ja, wirklich? Beute? Ist das der Blick auf das Weibchen? Beute?

                  muss oft erst lernen, welche Signale was bedeuten

                  Genau, jedes Mal, bei jeder Frau, bei jeder Annäherung neu. Es gibt kein allgemeingültiges Manual. Das ist anstrengend. Das gilt übrigens auch vice versa.

                  Und Du stellst hier wirklich einen Link zu einem Pickupforum rein?
                  Unter diesem Artikel?
                  Ich bin konsterniert.

            3. Männer werden niemals diese intime Verbindung zu ihren Kindern spüren. Ihr Anteil an der Zeugung sind wenige Minuten…

              Die Dauer des Zeugungsaktes bestimmt die Qualität einer emotionale Verbindung über Jahrzehnte?

              Steile These.

              Selbst wenn die physische und emotionale Erfahrung der Schwangerschaft hinzugenommen wird, weiß ich nicht, ob damit dem einen oder anderen hingebungsvollen Vater, der womöglich sogar seinen Lebenssinn in seinen Kindern sieht, hier so richtig an den Karren uriniert wird?

              Oder ist Intimität hier als eine rein physische Sensation gemeint?

              1. Die Dauer des Zeugungsaktes bestimmt die Qualität einer emotionale Verbindung über Jahrzehnte?

                Nein die Frage, ob man schwanger war oder nicht, er hatte das doch ausgeführt, überspitzt aber m.E. verständlich. Die körperliche Bindung von Frau und Kind führt auch zu einer größeren, na ja, „Verschränkung“ trifft es vielleicht ganz gut.

                Man kann diesen Malus als Mann ein Stück weit heilen, wenn man später aktiv am Leben des Kindes teilnimmt. Das ist vielen Männern, besonders in traditionellen Rollen, aber nicht klar, vor allem wenn sie genötigt und/oder Willens sind, viel zu arbeiten.

                Ich weiß das, weil ich das von meinem Vater kenne und selbst immer anders machen wollte und daher wegen der Kinder von vornherein Teilzeit gearbeitet habe. Wenn man ihren Alltag kaum teilt, weiß man schlicht nicht, was einem entgeht. Meine Frau ist trotzdem noch etwas näher dran, als ich, aber so wie es ist, kann ich damit leben und hatte (denke ich) einen nennenswerten und positiven Einfluß auf die Entwicklung der Kinder.

                Das muss man als Mann aber wollen und anstreben, bei Frauen passiert es organischer, sofern sie die Kinder nicht schon im Kleinkindalter in Fremdbetreuung abgeben (um die bescheuerte Lebensplanung vieler Männern nachzuahmen)…

                1. Was Du also sagen willst (bzw. DasNarf), ist, dass es bei der Mutter ein Prozess des Loslassens ist und beim Vater einer des Annehmens?
                  Das ist soweit nachvollziehbar.

                  1. dass es bei der Mutter ein Prozess des Loslassens ist und beim Vater einer des Annehmens?

                    Du meinst vielleicht das richtige, benutzt aber Worte dafür, die mir nicht so zusagen, weil sie was anderes intendieren.

                    „Annehmen“ klingt so, als ob Väter sonst ihre Kinder ablehnen, was selten der Fall sein dürfte. „Loslassen“ klingt so, als ob die Mutter klammern würde, was auch nicht der Normalfall ist.

                    Was ich vielmehr meine: der Mann muss Alltag mit seinen Kindern erleben, um eine ähnlich enge Beziehung zu ihnen aufbauen zu können, wie sie die Muttter tendentiell von Geburt an hat. Die Mutter muss nichts weiter tun, als dem Mann den entsprechenden Platz dafür einzuräumen (was sie i.d.R. gern tut, spätestens wenn sie merkt, dass es funktioniert, denn Kindererziehung ist enorm anstrangend)

                  2. @Scheinregen:
                    Ich denke, wir meinen das gleiche.

                    Annehmen: Im Sinne von Zuwendung, sich mit beschäftigen, Anteil nehmen nicht nur am Drumherum (Schule, Sportverein, Erfolge…), sondern auch an der emotionalen Entwicklung des Kindes. Und ertragen, dass Kind eben anstrengende Kindersachen bis riesige Fehler macht und trotzdem Zuwendung, Zuspruch und Hilfe braucht.

                    Loslassen: Aus dem Gefühl des Eins-Seins, da das Kind im eigenen Körper herangewachsen ist, unter dem Herz, dann geboren als vollkommen hilfloses und externes (Teil-)Ich, irgendwann erkennen und akzeptieren, dass es ein eigener Mensch ist, der da heranwächst.

            4. Volle Zustimmung.

              Ich halte die meisten Frauen in meinem Umfeld für bodenständig, meine eigene ist sogar ausgesprochen rational (was ein Glücksfall ist).

              Ich bemerke die sich immer verrückter steigernde Hysterie vor allem in den Medien, keine Ahnung woher das kommt, vielleicht ist das ähnlich wie bei den Diskriminungsstellen usw. War vielleicht keine gute Idee, radikale Feministinnen und taz-Volontäre in die Redaktionen zu setzen, die haben ja einen Zielkonflikt, wenn es keine Diskriminierung mehr gibt, sind sie arbeitslos, also (er)findet man halt was oder übertreibt Petitessen ins Lächerliche.

  3. Sich auf einen gemeinsamen Punkt zu konzentrieren und den Rest außen vorzulassen, ist, denke ich, der optimale Ansatz. Zusammenarbeiten bei dem wo man Gemeinsamkeiten sieht. Das bringt am ehesten Erfolg.
    Wenn sie das schaffen, sind sie wirklich gut, das ist, meines Erachtens, einer der größten Stolpersteine für fruchtende Zusammenarbeit. Die Menschen wollen nicht mit dem oder dem zusammenarbeiten, weil der bei anderen Themen grundlegend andere Ansichten vertritt (ich auch).
    Das ist dumm.

  4. „…………….. die Würde und Freiheit von Frauen und Mädchen zu stärken“

    Der Feminismus ist eine fanatisierte und Ideologie

    Das Ziel muss Emanzipation heißen. Miteinander und auf Augenhöhe und gleiche Rechte!

    Alles andere ist zu bekämpfen

  5. Nur am Rande bemerkt:
    Ich bin ganz allgemein – nicht so sehr bei diesem Artikel – immer wieder erstaunt, wie oft es bei Feministinnen nicht bloß darum geht, Benachteiligungen für Frauen abzuschaffen – etwa das vor 1918 fehlende Wahlrecht oder die früher erforderliche Zustimmung des Ehemannes bei eigener Erwerbstätigkeit – sondern wie oft es eigentlich darum geht, sich den Männern anzugleichen. Ebenso aggressiv, ebenso kantig im Gesicht, ebenso kräftig usw.

    Gibt es denn so wenig, was Feministinnen am eigenen weiblichen Geschlecht mögen und was sie entwickeln könnten?
    Ein Feminismus, der bloß auf ein Kopieren der alten Männerrolle zielt, nur ein Nachahmen ist, zeigt im Grunde nur eine recht klägliche Mischung von Neid und Ablehnung der eigenen weiblichen Identität.

    Die Kritik anderer Leser, dass es keine „Frauenrechte“ gibt bzw. geben sollte, sondern nur Menschenrechte im Allgemeinen, ist absolut richtig! Wer von Frauenrechten spricht, setzt sich leicht Missverständnissen aus, die dahin gehen, dass eine Bevorzugung und eine Sonderrolle gewünscht ist.

    1. So ist es!

      Ein Feminismus, der bloß auf ein Kopieren der alten Männerrolle zielt, nur ein Nachahmen ist, zeigt im Grunde nur eine recht klägliche Mischung von Neid und Ablehnung der eigenen weiblichen Identität.

      Das denke ich auch immer. Liegt vermutlich daran, dass Feminismus von lesbischen Butches dominiert wird (Alice Schwartzer, Judith Butler etc.) und die haben die männliche Rolle bzw. haben keinen klassischen weiblichen Lebensentwurf mit Mann und Kindern, sie haben all die körperlichen Nachteile von Frauen, die fürs Kinderkriegen notwendig sind, aber keinen der Vorteile, was vermutlich einige Bitterheit bei ihnen erzeugt und damit vergiften sie dann die Hetero-Ladies, die schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht haben und darauf anspringen oder die das Gefühl haben, irgendwie zu kurz gekommen zu sein.

    2. Wer von Frauenrechten spricht, setzt sich leicht Missverständnissen aus, die dahin gehen, dass eine Bevorzugung und eine Sonderrolle gewünscht ist.

      Es ist ein Miissverständnis, daß es ein Missverständnis sei.
      – Frauen haben nie nach rechtlicher Gleichstellung verlangt, wenn es um Wehrpflicht geht. Steht bis heute so im GG.
      – Frauen haben nie verlangt, auch erst mit 65 in Rente gehen zu dürfen. Kam dann ganz ohne Forderung 1992.
      – Frauen haben nie gefordert, daß sie nicht automatisch die alleinige Sorgeberechtigung für ihre Kinder bekommen. Erst 2013 wurde in D. nach einem bereits 2009 gefällten Urteil des EGMR die entsprechenden Gesetze angepasst, womit der Vater zwar besser dasteht, aber immer noch nicht gleichberechtigt ist.

      Habe bestimmt noch Sachen vergessen.

      Jemand hat hier im Forum mal den Begriff „Partikularemanzen“ geprägt: Nur die Vorteile rauspicken, die Nachteile aber weit von sich weisen.

      1. @ tp83

        Ja, Sie sprechen etwas Wichtiges und Wahres an.
        Schon klar, dass das manche nicht gerne hören bzw. lesen – vermutlich auch die zwei (?) Damen hier im Kommentarstrang.

        Der Feminismus bzw. die Frauenrechtsbewegung hat längst etwas Maßloses an sich. Maßlos i.S. des von Ihnen beschriebenen Vorteilerauspickens und des Spaltens und Verunsicherns der Gesellschaft. Man muss hier übrigens auch noch die Forderung nach einer „Frauenquote“ nennen.

        Der Witz besteht nun allerdings darin, dass viele Frauen – allerdings nicht Frau Burger – dann in irritierender Passivität das Einsickern und Einwandern wirklich frauenfeindlicher Kulturmuster mit dem Werfen von Teddybären gefeiert haben … Nicht wahr, da ist man doch sprachlos gewesen über so viel Naivität.

        Oder.
        Oder gab es da vielleicht auch noch etwas anderes, vielleicht eine unterschwellige und noch nicht einmal sich selbst eingestandene klammheimliche Freude darüber, dass es nun wieder mehr echte Männer im Land gab … nicht jene laschen „neuen Männer“, die Ina Deter in den 1980ern gefordert hatte, sondern Männer, die wissen, was sie wollen und sich das auch teils charmant (Typ „Latinlover“), teils auch etwas gröber nehmen, ohne nächtelange Psychogespäche zu führen … ?
        Oder war das einfach nur ein unglaublich großes Ausmaß von naiver Unwissenheit, worüber so manche jüngere Frau im Nachhinein schamrot werden müsste?
        Und was hätte wohl der gute alte Sigmund Freud dazu gesagt?

        Tja, längst haben die Konsequenzen des Feminismus in so mancherlei Hinsicht zu Verhältnissen geführt, die der Gesellschaft insgesamt nicht gut tun.

        Die Frauenrunde, die Frau Burger im Artikel anspricht, könnte – ich weiß es nicht – angesichts ihrer tatsächlich etwas vielfältigeren Zusammensetzung (hier widerspreche ich @Two Moon) allerdings doch zu etwas mehr Einsicht kommen als andere Frauengruppen … Ich würde es mal so sagen: Eine Frauenbewegung, die nicht fähig und willens ist, etwas spezifisch Weibliches zu erkennen und zu fördern und die Männern mit Respekt begegnet, ist heute sinnlos.

        Man könnte und müsste das vielleicht noch etwas näher ausführen, aber es ist doch noch etwas früh am Morgen und ich möchte meiner Frau jetzt doch auch noch beim Frühstückmachen helfen.

        1. Guten Morgen Herr Wirth

          Die Frauenrunde, die Frau Burger im Artikel anspricht, könnte – ich weiß es nicht – angesichts ihrer tatsächlich etwas vielfältigeren Zusammensetzung (hier widerspreche ich @Two Moon)

          So einen wirklichen Widerspruch zu meiner Äußerung kann ich aber nicht erkennen.
          Anne Burger behauptet, dass die Frauen auf der Konferenz „unterschiedlichster Couleur“ gewesen seien.
          Das fand ich keine gelungene Beschreibung.
          Sie sagen jetzt, dass es eine „etwas vielfältigere Zusammensetzung“ wäre.
          „unterschiedlichster“ und „etwas vielfältigere“ sind doch zwei sehr verschiedene Adjektive, würde ich meinen.
          Vielleicht bin ich da zu kleinlich, aber „etwas vielfältigere“ würde ich auch von meiner Seite schon durchgehen lassen. „unterschiedlichster“ hingegen ist ja quasi schon der Superlativ.

          Aber gehen wir die 5 Frauen mal durch:
          – Birgit Kelle, wird öfter als „konservative Journalistin“ bezeichnet.
          – Anabel Schunke, auch eine Journalistin, lässt sich sehr freundlich lächelnd mit Alice Weidel ablichten. Das sieht schon nach Sympathie aus.
          – Isabelle Rohner und Regula Stämpfli kann man nicht unbedingt als konservativ bezeichnen, das stimmt.
          Die werden auch als Radikalfeministinnen bezeichnet und eher links einsoriert.
          – Rona Duve, die ebenfalls als Radikalfeministin bezeichnet wird, und lt. Anne Burger keine gutes Haar an Männern lässt (vulgo: Männerhasserin), ist weder rechts noch links. Lässt sich dort und will sich dort auch selbst nicht klar einordnen.

          Insofern stimmt meine erste Einschätzung, da war ich etwas zu vorschnell, dass alle 5 Frauen mehr oder weniger dem rechts-konservativem Spektrum zuzuordnen sind eigentlich nicht, ist viel zu grob.
          Was sie aber alle eint ist die Kritik am Mainstream-Feminismus (pseudo-)linker Prägung, der Genderidentität über biologische Geschlechtsmerkmale stellt.
          Jetzt habe ich hier aber quasi die Aufgabe übernommen, die Anne Burger im Artikel hätte machen können und vielleicht auch sollen.

          1. @Two Moon

            Guten Mittag,
            alles okay, kein Widerspruch.

            Nur so viel: Da der bisherige Feminismus (etwa von Frau Schwarzer), der sich selbst irgendwie als „links“ verstand (zumindest habe ich diesen Eindruck), an der heutigen Problemlage (Maßlosigkeit, Rosinen rauspicken, Frontstellung gegen Männer, Spaltung usw.) ja keineswegs unschuldig ist, scheint es mit sehr zweifelhaft, von solchen Leutchen eine Wende zum Besseren zu erhoffen.

            Hinzu kommt, dass diese aktivistischen Frauen mit teils völlig unangebrachtem Alleinvertretungsanspruch behauptet haben oder sogar noch immer behaupten, für die Frauen im Allgemeinen sprechen zu dürfen. Das können sie natürlich nicht!

            Insofern dürfte Frau Burgers Ansatz nicht so unklug sein, es mit teils anders tickenden Frauen zu versuchen. Inwieweit die nun wirklich anders und besser ticken, das kann ich nicht beurteilen. Ich kenne auch Frau Burger nur von zwei oder drei Artikeln hier bei Overton und weiß auch bei ihr ansonsten nichts über ihre Ausrichtung.

            Gruß

            1. @ Wolfgang Wirth

              Also, ich war noch gar nicht so weit eine Wertung zu dieser Feminismusvariante abzugeben. Ich wollte erst mal klar haben wer genau auf dieser Konferenz war und welche Richtung die wirklich vertreten, weils Burgers Artikel das nicht hergab.

              Und werten will ich hier eigentlich gar nicht. Ich kann aber sagen, dass mich bisher in meinem Leben noch keine Feminismus-Variante besonders beeindruckt hätte.
              Ansich glaube ich, dass das Problem, also der Geschlechterkampf seit 120 oder mehr Jahren, viel tiefer liegende Ursachen hat, als die Meisten, Männer wie Frauen, für gewöhnlich annehmen und es wird nicht einfach werden den irgendwann zu beenden. Dennoch wäre das enorm wichtig, weil kaum etwas zerstörerischer wirkt.
              Aber das ist ein weites Feld.

  6. Dass Lettland gerade die Frauenrechte mit Füßen tritt, wird nicht einmal erwähnt???
    Gesetz gegen häusliche Gewalt wird gerade anulliert…

  7. Ich denke, man sollte solche Aktivitäten nicht unnötig kritisieren. In Zeiten, in denen die Kirchen nur Wenigen noch Orientierung und vor allem eine passende Gemeinschaft bieten können, trifft man sich eben stattdessen im Drohnenfilmverein, im Schrauberclub oder eben bei Feministens. Natürlich wollen die Drohnen freien Flug, die Schrauber sind gegen das Tempolimit und die Feministinnen gegen das Patriarchiat. Positiv ist jedenfalls, dass Alle nebenbei untereinander ihre Sozialkompetenz trainieren und nette Leute mit ähnlichen Interessen kennenlernen.
    Das scheint jetzt für uns Außenstehende erstmal kein Vorteil zu sein, aber immerhin haben vernetzte Leute ein gewisses Sozialverhalten und sind dadurch potenziell etwas entspannter.

    In dem Moment, in dem eine der Akteurinnen real irgendwo Einfluss gewinnt, kann man sich die veränderte Situation ja nochmal ansehen.

  8. Als ich den Artikel las, dachte ich zuerst er würde sich um eine Konferenz drehen an der alle Strömungen des Feminismus vertreten wären. Dann habe ich mir aber mal angesehen wer diese 4 Frauen denn sind, die Anne Burger da präsentiert. Die sind mehr oder weniger alle aus dem rechts-konservativem Spektrum. Selbst Rona Duwe, die hier als Radikalfeministin dargestellt wird, ist vor allem nur dadurch bekannt, dass sie sich gegen Transaktivismus und gegen das Selbstbestimmungsgesetz positioniert.
    So sehr „unterschiedlichsten Couleur“, wie der Artikel es darstellt, sind die Teilnehmerinnen dieser Konferenz dann doch nicht. Irgendwelche Vertreterinnen der GRÜNEN waren da sicher nicht dabei. Und von den LINKEN wohl auch eher nicht.
    Das hätte man auch etwas konkreter herausstellen können. Der Artikel verbleibt da aber bei etwas nebulösen und zum Teil unangenehm idealisierenden Formulierungen.

  9. Ich habe Schwierigkeiten beim verstehenden Lesen. Ist „Heroica“ nun ein Debattierklub für „Frauenheldinnen“ (was ist denn eine Frauenheldin?) oder ist das eine mehr oder weniger koordinierte Bewegung als Gegenpol zu FLINTA und ähnlichen männerfeindlichen Ansätzen? Ist vielleicht ein Teil des Artikels abhanden gekommen?

    1. „Heroica“ heißt die Konferenz, „Frauenheldinnen“ ist ein e.V., der diese Konferenz organisiert.
      https://www.heroica.info/
      Hier ist das besser erklärt als im Artikel, der, wie ich auch schon in meinem Post weiter oben erwähnt habe, ziemlich nebulös formuliert ist.

  10. Liebe Leute, wo bleibt bei all der gnadenlosen Rechthaberei und all dem unfruchtbaren Egozentrismus die Romantik? Die echte, die sich aus Zugewandtheit, Empathie und dem Zauber des Moments speist? Nicht die billige, korinthenkackerisch geplante, rechtlich peinlich genau abgezirkelte, beckmesserisch politisch korrekte, sagrotanierte „aus dem Aldi“???
    Verarmte Welt ohne Hoffnung…

    1. Ja, gute Frage, vergaß ich in meinem Beitrag zu erwähnen!
      Ich empfinde das auch als Verlust, gerade die Romantik scheint mir
      in weiten Teilen verloren gegangen zu sein……
      Dennoch lese ich immer noch gerne in Heines „Buch der Lieder“….

    2. Ich würde sagen, die Romantik ist und bleibt da, wo sie jetzt schon ist, in der einzigartigen Situation, in den singulären Momenten, in denen sich Menschen persönlich begegnen.
      Das Thema hier ist doch etwas übergeordnet oder soll die Romantik, der Zauber auch allgemeingültig klassifiziert, quantifiziert und geregelt werden?
      Schlimm genug, dass es Menschen gibt, die das bereits versuchen – und gottseidank scheitern…

      1. „Das Thema hier ist doch etwas übergeordnet oder soll die Romantik, der Zauber auch allgemeingültig klassifiziert, quantifiziert und geregelt werden?“ – Nein, gerade eben nicht. Es würde aber insgesamt dem „übergeordneten Thema“ die Unerbittlichkeit nehmen. Vielleicht ist Empathie der bessere, da neutralere Begriff.

        1. Nein, gerade eben nicht.

          Verzeihung, im Artikel geht es doch um eine Konferenz, die sich mit Frauenrechten befasst, und wie die Autorin die dortigen, ausgepreisten Protagonistinnen einordnet? Ich habe nirgends gelesen, dass „Rona Duwe einen Kavalier mit seinem ihr überreichten Rosenstrauß verprügelt hat“.

          Die Kommentatoren haben sich hauptsächlich dahingehend geäußert, wie schei*** sie Frauenrechte und die Diskussion darüber finden.

          Ich weiß jetzt nicht genau, welchen Begriff Sie durch »Empathie« ersetzen wollen, aber mehr Empathie überall ist auf jeden Fall immer gut – finde ich.

  11. Ich habe mir den Artikel und sämtliche Kommentare durchgelesen, da geht es ja hoch her hier….:-)
    Ein Reizthema, wie mir scheint…..
    Für mich hat sich die Frage bezüglich Frauenrechten gestellt, als ich 10 Jahre alt war, da meine Mutter meinen Vater um Erlaubnis bitten musste, weil sie studieren wollte. ( was sie auch getan hat und ihr Studium als promovierte Soziologin abschloss ).
    Mein Vater gab ihr „die Erlaubnis“ unter der Bedingung, das er keine Einschränkungen in seiner Lebensführung hinnehmen muss; war 1969, klare Rollenverteilung damals, meine Mutter studierte und hatte den ganzen Haushalt am Hals, Kindererziehung fand nur Sonntags beim frühstücken und Mittagessen statt, ansonsten blieben mein jüngerer Bruder und ich uns weitgehend selbst überlassen, wenn wir nicht wie erwartet funktionierten gab es Prügel, von beiden Elternteilen, vom Vater brutaler.
    Ich habe nicht verstanden, das meine Mutter die Erlaubnis meines Vaters einholen musste, wo doch beide schon groß waren, zu fragen traute ich mich nicht, merkte aber, das der Entschluss meiner Mutter in der gesamten Familie auf Unverständnis stieß. Ansonsten hat sich in meinem Leben für mich die Frage nach Frauenrechten nie gestellt; natürlich
    habe ich mich mit der Geschichte der Frau in unser Kultur und Gesellschaft befasst, rein aus Interesse, schon meiner Mutter wegen, aber wirklich verinnerlicht habe ich die Thematik nicht.
    Ich habe mein gesamtes Berufsleben im Pflegeberuf verbracht, Anfang der 80er Krankenpflege, 2006 noch die Altenpflege dazu, Palliativzertifikat, Pflegedienstleitungszertifikat, aber nur als Bereichsleitung gearbeitet, damit ich näher am Menschen bin, habe die letzten acht Jahre ausgebildet an einer Altenpflegeschule.
    Klassischer „Frauenberuf“ also, die ersten Jahre hatte ich überhaupt keine männlichen Kollegen, Männer sind in diesem Beruf nach wie vor eine Minderheit, in den Ausbildungskursen zwischen 10 und 15 %, heute!
    Auffällig ist schon, das, je höher die Hierarchieebene ist, der Männeranteil prozentual steigt, was aber eben nicht (nur) einer Diskriminierung von Frauen geschuldet ist, sondern mit der noch immer existenten, ich möchte sagen „klassischen“, Rollenverteilung zu tun hat, Der Anteil an alleinerziehenden Frauen ist in diesem Beruf überproportional hoch, die Doppelbelastung durch Haushalt und Beruf immer noch sehr stark vorhanden. Beides lässt sich statistisch nachweisen!
    Ich habe mir die Frage nach den Frauenrechten und der Diskriminierung des weiblichen Geschlechts einfach nie gestellt, kam bei mir nicht an, da ich soviel tüchtige Frauen dort erlebt habe und mich in den Teams, in denen ich der einzige Mann war, bzw. wir Männer in der Minderheit, fast immer ausgesprochen wohl fühlte.
    Wenn ich mich in Teams nicht wohlfühlte, dann hat das Gründe gehabt, die mit Geschlechtsspezifischen Problemen nichts zu tun hatten.
    Ich habe auch nie Probleme mit weiblichen Vorgesetzten gehabt. Wenn ich Probleme mit Vorgesetzten hatte, hat das mit mangelnder Kompetenz oder characterlichen Defiziten zu tun gehabt und nicht mit dem Geschlecht.
    Ich selbst wollte irgendwann selbst einen Wohnbereich leiten, weil ich mit wachsender Erfahrung und wachsender Kompetenz von Vorgesetzten, die fachlich weniger qualifiziert waren als ich, nicht mehr sagen lassen konnte und wollte, wie ich meine Arbeit zu tun habe. Bevorzugt habe ich einen horizontalen Führungsstil, eine vertikalen habe ich immer abgelehnt.
    Zwar bin ich auch einige wenige Male sexuell von Frauen belästigt worden (JA, das hat es gegeben ), auch von weiblichen Vorgesetzten, aber das waren Ausnahmen und keinesfalls die Regel, möchte ich betonen.
    In der Schule später, als viele Menschen mit Migrationshintergrund von mir ausgebildet wurden, habe ich oft nicht verstanden, wie muslimische Frauen in ihrem kulturellen Umfeld sich von deren Männerwelt vereinnahmen ließen, recht schnell geheiratet haben, schnell schwanger wurden und starke Abstriche an sich selbst und ihrer beruflichen Selbstverwirklichung gemacht haben; diejenigen, die das nicht mit sich machen ließen, waren die absoluten Ausnahmen.
    Eine inzwischen gute Freundin von mir, eine muslimische Schwarzafrikanische Frau aus Gabun, ist so eine Ausnahme, wird aber von ihrer Community geschnitten und hat da keinen Zugang mehr, das ist der von diesen selbst bestimmten Frauen offensichtlich zu zahlende Preis.
    Mein sozio-kultureller Hintergrund verwehrt mir zwar echtes Verständnis für diese speziellere Problematik, ich möchte aber betonen, das meine muslimischen Kolleginnen in der praktischen Arbeit durch die Bank äußerst tüchtige Frauen waren, mit hohem Respekt vor dem Alter versehen, die alle für den Pflegeberuf hervorragend geeignet waren!
    Privat hatte ich das Glück, zwei tolle Frauen heiraten zu dürfen ( die erste zweimal, meine zweite war bipolar und hat sich erschossen ), die beide hochintelligent, begabt und in jeder Hinsicht auf der selben Ebene befindlich.
    Die Diskussion HIER, hat mich schon entsetzt, vor allem, was der eine oder andere männliche Forent hier von sich gab,
    hat mich schon den Kopf schütteln lassen. Die teilweise festzustellende Polarisierung zwischen den Geschlechtern hier finde schon ziemlich befremdlich, hätte ich so nicht erwartet!
    Falls sich jemand meinen ganzen Sermon hier tatsächlich durchlesen sollte, schönen Dank dafür!

    1. Gute Erzählung zu dem Thema – vor allem mit den familiären Vorzeichen -, die zeigt, dass es eine Sache der Gewohnheit, des alltäglichen Erlebens ist. In Ihrem Beruf ist und war es nicht die Ausnahme, in anderen schon. Solche gesellschaftlichen Veränderungen gehen langsam vor sich (soweit ich weiß, war da die DDR teilweise weiter), wobei viele Männer diese Veränderungen noch als Bedrohung wahrnehmen (was es in Einzelfällen auch sein kann!) und nicht als das, was es ist. Selbstredend sollte umgekehrtem Unrecht entgegengetreten werden, aber es sonst einfach als Entwicklung betrachten.
      Weiter sehe ich es als Schwäche an, die offensichtlichen Pfeifen (hier wurden verschiedene Politikerinnen genannt) als exemplarisch zu bezeichnen. ArmleuchterInnen gibt es überall und viele in der heutigen Politik.

    2. Danke, @Wallenstein.
      „Die Diskussion Hier, hat mich schon entsetzt“
      Mich auch.
      Ich dachte, hier auf Overton versammeln sich größtenteils systemkritische Foristen, stattdessen läuft hier als Antwort auf einen in meinen Augen eher nichtssagenden Artikel zu einem gewiss nicht weltbewegenden Ereignis ein Shitstorm gegen die als maßlos und Männer diskriminierend empfundenen Ansprüche von Frauen.
      Dabei wird ein Frauenbild deutlich, dsss dem 17. Jahrhundert entsprungen scheint.
      Wenn hier mehrheitlich die These vertreten wird, Frauen seien ausschließlich für Emotionen zuständig (was man ihnen dann auch noch vorwirft) weil sie, anders als Männer, zu rationalem Denken nicht fähig seien, stelle ich Ihnen, liebe Herren, die Frage, wie rational denn Ihre hier geäußerten Zuschreibungen sind? Ich kann da keine Argumente finden, sondern nur Beschwerden, auch Jammern genannt, und Beleidigungen.
      Wut ist übrigens auch eine Emotion.
      Wahlrecht, das Recht auf Arbeit und Studium gestehen Sie der Frau ja noch zu, aber nur, wenn sie darüber nicht ihre hausfraulichen, Mutter – und Ehepflichten vernachlässigt und bitte noch wie eine Frau aussieht, nicht wahr? Und übernimmt sich Frau da nicht, wenn sie all das unter einen Hut bringen m u s s? Wie hat eine Frau denn auszusehen? Wer bestimmt das denn? Der Blick auf die Frau ist seit ewigen Zeiten größtenteils ein männlicher Blick – in jeder Werbung zu bestaunen.
      Wer hat in den späten 90er Jahren des letzten Jahrhunderts darüber diskutiert, ob Vergewaltigung in der Ehe endlich eine Straftat werden soll? Und welche Argumente dagegen wurden vorgetragen? Das würde die Ehe doch zerstören, manchmal müsse der Mann eben etwas rabiater vorgehen, um sein Recht (am Körper der Frau?) auf Beischlaf einzufordern.
      Und warum macht sich noch immer die Frau durch einen Schwangerschaftsabbruch strafbar, wo doch an der Zeugung auch der Mann beteiligt ist? Dieser Paragraph betrifft im Übrigen nur die Frau.
      Man kann und muss über die Fehlentwicklungen der Emanzipationsbewegung durchaus streiten. Aber wenn Mann seinen Frust über die Zumutungen, denen er in dieser Gesellschaft ausgesetzt ist an einem Sündenbock, nämlich der Frau, die sich gefälligst mit dem zufriedenzugeben hat, was Mann ihr zugesteht, weil sie doch nichts anderes k a n n als Frau zu sein,
      auslässt, geht es keinem besser.

  12. Man kann nur hoffen das die Frauen zusammen finden , denn von der Männerwelt haben Sie aktuell kaum Hilfe zu erwarten, diese haben mit sich zu tun.
    Übrigens vertreten Sie damit auch die Interessen der Männer mit , auch wenn diese das noch nicht erkennen können o))

  13. Wow, ein erhelllender Bricht…
    Wenn wir heute über Rechte schreiben oder diskutieren, welches Recht hat hier ein Recht auf demokratischer Existenz?
    Das deutsche rechtliche Gebilde, weist extreme unkonforme verfassungsrechtliche Unstimmigkeiten mit dem übergestülpten GG auf!
    Leute, wenn ein angeblicher Staat über etwas entscheidet, sich demokratisch definiert, wo ist diese demokratische Entscheidung?

  14. Dieser „Feminismus“ ist narzisstisch und rechtsradikal, letzendlich ist das ein neuer Rassismus. Die Autorin hat sich ja auch schon durch Hetze gegen „den Islam“ hervorgetan, die selben gewalttätigen Muster der sozial Minderbemittelten wirken auch hier.

    Anders herum sollte die groteske Bevorteilung von Frauen bekämpft werden. Der mit dieser Idiotisierung verbundene gesellschaftliche Verfall ist eines der größten Probleme derzeit.

  15. Man muß anscheinend nur Frau sein, dann bekommen Netzwerke zur Karriereförderung was ausgesprochen moralisches.
    Mit oder mit ohne Chanel und Stöckelschuhen.

  16. Da hat die oberste Frauenheldin U. v. d. L., genau das vorgeführt wofür diese Helden der weiblichen Göttin steht.
    Auch die neue UN Vorsitzende, ist ein Weibsbild von erster Güte….
    Damals als der schreckliche Gaddafi medial live aufgespießt wurde, sahen wir eine Frau Clinton, die hatte wohl einen „Orgasmus“ erlitten…
    Ich möchte nicht die ‚Rechte‘ der Frauen in Frage stellen, aber dieses System hat etliche Frauen wie Männer hervorgebracht, die eher satanische Strukturen besitzen.

    1. Der Aufschlag auf den Boden der Realität ist für einige Menschen hart, sehr hart. Der Irrtum ist zu glauben, dass es bei Wiederholung weicher wird.

      Wenn der Guru-Coach die ultimative Lösung für Beziehungskrisen anzubieten hätte, würde seine Fangemeinschaft rapide bis auf Null sinken. Das ist jedoch nicht der Fall, ergo: Guru-Coach.

      – 12 min habe ich reingehört.

      1. Der Aufschlag auf den Boden der Realität ist für einige Menschen hart, sehr hart. Der Irrtum ist zu glauben, dass es bei Wiederholung weicher wird.

        Keine Ahnung, was du mir mitteilen möchtest. Wer schlägt auf den Boden, ich? Kosubek?, der „Guru-Coach“? Warum? Und wieso zum wiederholten Male? Und inwiefern befindet sich jemand von uns nicht in der Realität? *grübel*

        12 min habe ich reingehört.

        Na dann kannst du dir auf jeden Fall ein fundiertes Urteil leisten…
        Warum hörst du überhaupt rein, wenn das Thema dich eigentlich nicht interessiert? Damit du was hast, um mich zu belehren? Ich bin nicht in allem einer Meinung mit den „Guru-Coach“, andererseits bestätigt er viele meiner Beobachtungen.

        Wenn der Guru-Coach die ultimative Lösung für Beziehungskrisen anzubieten hätte, würde seine Fangemeinschaft rapide bis auf Null sinken.

        Seltsame Herangehensweise, es gibt für zwischenmenschliche Probleme keine „ultimativen Lösungen“, deshalb gibt es auch immer einen gewissen Bedarf an solchen Leuten. Kosubek diskutiert mit interessanten Menschen, weil es spannend ist, zumindest für offene Leute, wie mich. Ich lerne gerne aus den Erfahrungen und Erlebnissen von Praktikern und generell anderer Menschen (z.Z. lese ich z.B. gerade „Memoiren eines Exorzisten“, sollte man allerdings nicht unbedingt vor dem Einschlafen tun 🙂 )

        1. Scheinregen

          „Keine Ahnung, was du mir mitteilen möchtest. Wer schlägt auf den Boden, ich?“

          Nein.

          Was ist denn das Thema? Männer und ihre Männlichkeit. Wobei es hier schon zur ersten Fehlannahme kommt: es geht eben nicht um die Männer.

          „Warum hörst du überhaupt rein, wenn das Thema dich eigentlich nicht interessiert? Damit du was hast, um mich zu belehren?“

          Nein.

          Ich musste nach 12 min abbrechen und hoffte eher darauf, dass du mir die wirklich wichtigen bahnbrechenden Erkenntnisse nachlieferst. Offensichtlich gibt es sie nicht.

          Ich versuche es deutlicher:
          Es gibt Menschen, deren Selbstbild nicht mit der Realität übereinstimmt.

          (Und damit meine ich weder Jasmin Kosubek noch den Guru)

          1. Ich habe die ganze Sendung gehört/gesehen. Und es hat sich gelohnt.
            Wirklich sehr interessant, was der Typ zu sagen hatte, auch wenn ich ihm nicht in allem zustimme.
            Aber er bewegt sich allemal deutlich neben den üblichen, bekannten Stereotypen – und alleine das sagt mir schon, dass an seinen Berichten und Einschätzungen einiges dran sein könnte. Vieles deckt sich auch mit meinen eigenen Beobachtungen.

          2. Ich musste nach 12 min abbrechen und hoffte eher darauf, dass du mir die wirklich wichtigen bahnbrechenden Erkenntnisse nachlieferst. Offensichtlich gibt es sie nicht.

            Warum schreibst du dann nicht, dass du gerade keine Zeit hast und ich das ergänzen soll?

            Mal davon abgesehen, dass ich das auch nur einmal gesehen habe und kaum die Erfahrungen einer anderen Person sauber zusammenfassen kann (und das auch nicht will und als meine Aufgabe ansehe).

            Es gibt Menschen, deren Selbstbild nicht mit der Realität übereinstimmt

            Eine Binse, allerdings weiß ich jetzt immer noch nicht, wen du damit meinst… schreib doch Klartext, ich mag nicht raten.

            Meinst du mein Selbstbild stimmt nicht mit der Realität überein? Ist es das? Dann solltest du auch begründen, wie du zu diesem Schluß kommst, denn weder kennst du mich, noch mein Selbstbild wirklich.

            Ich werde aus deinen Kommentaren einfach nicht schlau.

            1. Ihre Person ist doch gar nicht das Thema. Thema ist Männer bzw. Männlichkeit in Bezug auf Beziehungskomplikationen.

              Ich habe in der 12. Minute abbrechen müssen, weil er die falschen Tipps gibt. Beispielsweise sollte der Mann unbedingt an dem Objekt seiner Begierde festhalten und sich nicht mit der zweiten Wahl zufriedengeben. Partnerwahl ist kein Wettkampf.

              „Es gibt Menschen, deren Selbstbild nicht mit der Realität übereinstimmt.“

              Es gibt Männer (auch Frauen), die sich darüber beklagen, von den von ihnen favorisierten hübschen Frauen (Männer) keinerlei Beachtung zu erfahren. Auf die Idee, dass ihre eigene potthässliche Frontseite der Grund sein könnte, kommen sie nie.

              Es gibt Männer, die sich in einer Mischung aus muskulösem Schwarzenegger, durchsetzungsfähigem Rambo, Mega Einstein, mit dem Aussehen eines Georg Clooney oder Brad Pit, ausgestattet mit hyperintellektuellen und wortgewandten Fähigkeiten eines Harald Schmidt wähnen, natürlich mit der Aura eines Sean Connery.

              Völlige Selbstüberschätzung.

              Als allerletzter Rückzugsort, wenn es sehr augenfällige Widersprüche gibt, die nicht mehr kaschiert werden können, wird eine ominöse Männlichkeit hervorgekramt. Als ob ‚Mann‘ an sich einen Wert hätte.
              Das ist mein Kritikpunkt.

              Die überwiegende Mehrheit der Männer ist davon übrigens nicht betroffen.

              Was ich an solchen Guru-Coachs kritisiere ist folgendes:

              „Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar.“ (N.N.)

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