Es ist eine Hysterie!

Kontaktschuld, Symbolbild, KI-generiert - KI generiert
Quelle: Dieses Bild wurde mittels ChatGPT entwickelt.

Der Kampf gegen rechts ist längst mehr als nur eine politische Auseinandersetzung. Er reicht bis in den Alltag hinein, befördert Kontaktschuld und Gesinnungsprüfungen – kurz: Er hat längst die Metamorphose zur gesellschaftlichen Hysterie vollzogen.

Dalton Trumbo war ein gefragter Mann in Hollywood. Der Drehbuchautor hatte für die großen Studios geschrieben. Doch 1947 wurde er vor den Ausschuss für unamerikanische Umtriebe geladen. Dieser wollte in Erfahrung bringen, ob die Gerüchte zutreffen, wonach Trumbo Kommunist sei. Der Vorgeladene verweigerte alle Auskünfte und wurde wegen Missachtung des Kongresses verurteilt – er verbrachte mehrere Monate im Gefängnis. Anschließend war sein Name in Hollywood praktisch tabu, er musste heimlich – unter Pseudonym – Drehbücher verfassen. 1957 gewann eine seine Arbeiten einen Oscar, offiziell gewann eine Person namens Robert Rich, die der Zeremonie fernblieb, ja fernbleiben musste: Denn hinter diesen Namen steckte der Geächtete.

Den Schauspieler Philip Loeb traf es ungleich härter. Er war Hauptdarsteller der erfolgreichen Fernsehserie The Goldbergs. Nachdem Sponsoren Druck ausgeübt haben, weil Loeb mit dem Kommunismus in Verbindung gebracht wurde, verlor er seine Rolle und landete auf Hollywoods schwarzer Liste, auf der (vermeintlich) kommunistische Filmschaffende landeten. 1955 nahm sich Loeb das Leben. John Garfield, auch Schauspieler, weigerte sich, ehemalige politische Weggefährten vor dem Ausschuss zu denunzieren, worauf seine Karriere ins Stocken geriet. Er starb früh an einen Herzinfarkt. Der französische Regisseur Jules Dassin musste die Traumfabrik verlassen, weil auch er in den Ruch kommunistischer Umtrieb geriet – einige Jahre später zeichnete in Cannes aus. Später sagte er der amerikanischen Presse, dass er ein besserer Regisseur geworden wäre, wenn man ihn nicht aus Hollywood vertrieben hätte.

Ein hysterisches Land

Andere Filmschaffende wählten einen deutlich leichteren Weg. Allen voran Elia Kazan, Erfolgsregisseur vieler bekannter Filme, die heute als Klassiker gelten – unter anderem drehte er Die Faust im Nacken und Jenseits von Eden. Kazan war vormals selbst Kommunist gewesen. Als ihn 1952 der Untersuchungsausschuss vorlud, nannte er die Namen früherer politischer Weggefährten, deren Karrieren ab diesem Moment vor dem Ende standen – Kazans Karriere florierte jedoch seither. Ähnlich verfuhr Regisseur Edward Dmytryk, einer der sogenannten Hollywood Ten – das waren zehn Filmschaffende, die dem Kongress die Aussage verweigerten; Trumbo war einer von ihnen –, der ins Gefängnis ging. Später änderte er seine Haltung, kooperierte mit dem Ausschuss und auch er nannte Namen. Ab diesem Moment durfte er wieder für die großen Studios arbeiten.

Hollywood war in diesen Jahren – wie viele Bereiche der US-Gesellschaft – in eine tiefe Hysterie verfallen. Überall witterte man kommunistische Umtriebe. Aber es war keineswegs so, dass nur Politiker diese Verhältnisse schufen. Die Studiobosse der Traumfabrik beteiligten sich selbst sehr emsig daran. Im November 1947 trafen sich führende Vertreter der Filmindustrie im New Yorker Waldorf-Astoria-Hotel. Sie beschlossen, die wegen Missachtung des Kongresses belangten Filmschaffenden vorauseilend zu entlassen oder zu suspendieren und Kommunisten künftig nicht mehr wissentlich zu beschäftigen. Wenn jemand in Los Angeles politische Säuberungen durchführte, dann die Branche selbst – auf Politiker wollte man sich nicht verlassen. Das entfesselte eine Eigendynamik und Synergien, die in ein ungesundes Klima mündeten. Die politische Gesinnung wurde zur Gretchenfrage der beruflichen Existenz, künstlerische Ansprüche galten noch weniger als ohnehin schon. Später ging diese Zeit als McCarthyismus in die Geschichte ein – sie dauerte von etwa 1947 bis Ende der Fünfzigerjahre. Namensgeber dieser Epoche war der republikanische Senator Joseph McCarthy, der ab 1950 mit öffentlichen Anschuldigungen über eine angebliche kommunistische Unterwanderung des amerikanischen Staatsapparates eine politische Verfolgungswelle anheizte, bis ihn der Senat 1954 wegen seines Verhaltens offiziell rügte. Fortan galt er als politisch entmachtet – die Hexenjagd aber ging auch ohne sein Zutun weiter.

Längst hatte die Hysterie die Klassenzimmer, Amtsstuben und Bibliotheken der Vereinigten Staaten erreicht. In New York wurden während der Fünfzigerjahre mehr als tausend Lehrer wegen mutmaßlicher kommunistischer Verbindungen befragt. Über 200 mussten ihren Dienst quittieren, 33 wurden entlassen. Die Betroffenen waren nicht nur angehalten, über ihre eigene politische Vergangenheit Auskunft zu geben, sondern sollten auch ehemalige Weggefährten denunzieren. Bereits 1947 hatte Präsident Harry S. Truman ein Programm zur Überprüfung der politischen Loyalität von Bundesbediensteten eingeführt. Bis 1956 wurden mehr als fünf Millionen Beschäftigte überprüft. Geschätzt 2.700 verloren ihre Arbeit, weitere 12.000 verließen den Staatsdienst. Schon eine frühere Mitgliedschaft oder politisch verdächtige Kontakte konnten genügen, um ins Visier zu geraten.

Moralische Panik

Der politische Verdacht machte nicht einmal vor der eigenen Familie halt. 1953 sollte der Reserveoffizier Milo Radulovich aus der US-Luftwaffe ausgeschlossen werden, weil sein Vater und seine Schwester als politisch unzuverlässig galten. Erst der Fernsehjournalist Edward R. Murrow machte diesen Fall von Sippenhaftung landesweit bekannt. Die Bibliothekarin Mary Knowles wiederum verlor ihre Anstellung, nachdem sie sich geweigert hatte, vor einem Untersuchungsausschuss über frühere politische Verbindungen Auskunft zu geben. Als sie andernorts eine neue Stelle fand, löste ihre Weigerung, einen Loyalitätseid abzulegen, erneut einen politischen Streit aus. Auch Bücher gerieten unter Verdacht: 1953 wurden Werke kommunistischer Autoren aus amerikanischen Auslandsbibliotheken entfernt. Unter anderem waren die Werke des Schriftstellers Stefan Heym davon betroffen. Der Kampf gegen den Kommunismus war zu einer Angelegenheit geworden, die bis in die privaten Lebensverhältnisse hineinreichte. Man musste darauf Acht geben, mit wem man sich abgab – Kontaktschuld zu konstruieren oder sich vor ihr zu fürchten, gehörte damals zu Lebenswirklichkeit der Amerikaner.

Gesellschaftliche Hysterien entstehen niemals aus dem Nichts. Sie benötigen zuweilen einen Anlass, der durchaus real sein kann – und sie brauchen gesellschaftliche Bedingungen, unter denen sich eine Bedrohungswahrnehmung verselbstständigt. Der Soziologe Stanley Cohen beschrieb Anfang der Siebzigerjahre das Phänomen der moral panic: Bestimmte Personen oder Gruppen werden als Gefahr für die gesellschaftliche Ordnung wahrgenommen, ihre Bedeutung wird durch öffentliche Aufmerksamkeit und politische Reaktionen vergrößert, bis sich die Reaktion zunehmend von der tatsächlichen Dimension der Bedrohung lösen kann. Ob eine Gefahr überhaupt – oder in dem Maße – existiert, ist dabei nicht weiter relevant. Hinzu kommt ein sozialpsychologischer Mechanismus, den Henri Tajfel und John Turner mit ihrer Theorie der sozialen Identität beschrieben haben: Menschen definieren sich nicht nur über individuelle Eigenschaften, sondern auch über die Zugehörigkeit zu Gruppen. Die Abgrenzung gegenüber einer als bedrohlich empfundenen Fremdgruppe kann dabei die eigene Identität stabilisieren. Der politische Gegner wird so unter bestimmten Bedingungen vom Träger abweichender Überzeugungen zu einer Figur, an der man seine eigene moralische Zugehörigkeit – per Ablehnung des vermeintlichen Trägers – demonstrieren kann.

Die Verstetigung solcher Prozesse ergibt sich nicht nur aus Propaganda, sondern auch aus dem Zusammenwirken institutioneller Interessen, medialer Selektionsmechanismen und individueller Anpassungsbereitschaften. So gewinnen Politiker Aufmerksamkeit, indem sie sich besonders sensibel für Gefahren präsentieren. Und für die Medien liegt naturgemäß ein großer Reiz in Konflikten und Ausnahmesituationen. Organisationen haben sich zuletzt finanziell an der Etablierung der Kollektivhysterie schadlos gehalten – schwindet sie, so könnten auch die Mittel alsbald nicht mehr genehmigt werden, die sie am Leben halten. Auf diese Weise wird die öffentliche Thematisierung einer Bedrohung synchron zum Beleg für deren Dringlichkeit.

Hysterie verstetigt alltägliche Loyalitätsprüfungen

Der Politikwissenschaftler Timur Kuran hat mit dem Konzept der sogenannten Präferenzfalsifikation beschrieben, weshalb öffentlich geäußerte Überzeugungen nicht immer mit privaten Einstellungen übereinstimmen. Menschen würden demnach gar nicht so selten Positionen vertreten oder sie zumindest unwidersprochen lassen, die sie persönlich gar nicht teilen. Sie handhaben es auf diese Weise, weil sie soziale Nachteile befürchten. Eine solche Diskrepanz kann den Eindruck gesellschaftlicher Einmütigkeit verstärken und geradezu hysterische Züge entwickeln. Ein zentral gesteuerter Propagandaapparat ist also gar nicht notwendig. Die Beteiligten reproduzieren gewissermaßen ein Deutungsmuster, weil die Kosten des Widerspruchs höher erscheinen als die der Zustimmung. Heute nennt man das salopp auch Gratismut.

Vor diesem Hintergrund lässt sich auch die gegenwärtige Auseinandersetzung mit der AfD und dem Rechtsextremismus betrachten, die in vielen Facetten eine frappierende Ähnlichkeit mit der Hexenjagd des McCarthyismus aufzeigt – bis hin zu dem Umstand, dass auch seinerzeit sogenannte Kulturschaffende Teil der Hysteriereproduktion waren, nicht ganz unähnlich jenen Künstlern, die in der heutigen Bundesrepublik »das Leuchtfeuer des Anstandes hochhalten«. Dieser historische Vergleich betrifft die sozialen Mechanismen, mit denen man versucht, das Feindbild zu bekämpfen. Die damalige Hysterie produzierte Auswüchse, die aus heutiger Sicht geradezu grotesk anmuten – oder anmuteten, denn auch wir kennen mittlerweile hysterische Exzesse, die wir uns vor einiger Zeit noch nicht vorstellen konnten. So geriet 1953 im Bundesstaat Indiana ausgerechnet Robin Hood unter den Verdacht, kommunistisch zu sein. Ein Mitglied der dortigen Schulbuchkommission störte sich daran, dass der englische Volksheld den Reichen nahm und den Armen gab. Darin vermutete man eine kommunistische Botschaft, die gezielt in amerikanische Klassenzimmer getragen werde.

Im selben Jahr glaubte selbst die traditionsreiche Baseballmannschaft Cincinnati Reds, ihren Namen ändern zu müssen. Fortan nannte sie sich Cincinnati Redlegs. Erst 1959 kehrte der Verein zu seinem ursprünglichen Namen zurück. Schon im August 1949 sollte der afroamerikanische Sänger und Bürgerrechtler Paul Robeson bei Peekskill im Bundesstaat New York auftreten. Antikommunistische Organisationen und lokale Medien hatten zuvor gegen die Veranstaltung mobilisiert. Ein aufgebrachter Mob griff die Konzertbesucher mit Steinen und Schlagwaffen an. Die Veranstaltung musste abgesagt werden. Eine Woche später wollte der Künstler erneut auftreten, dabei wiederholten sich die Ausschreitungen. Besucher wurden auf dem Heimweg überfallen und zahlreiche Autos beschädigt. An solchen Beispielen zeigt sich eine wesentliche Eigenschaft aller gesellschaftlichen Hysterien: Sie erschöpfen sich nicht in der bloßen Ablehnung, sondern verlangen zunehmend gut sichtbare Zeichen der Zugehörigkeit zum vermeintlich richtigen Lager. Wer sich nicht klar und deutlich distanziert, kann unter Verdacht geraten, die Gegenseite stillschweigend zu unterstützen. Die Hysterie verstetigt alltägliche Loyalitätsprüfungen. Der Umgang mit bestimmten Menschen, die Lektüre bestimmter Bücher oder die Unterstützung bestimmter Veranstaltungen werden so zu einem Politikum, das am Ende darüber befindet, wer noch akzeptabel ist und wer nicht.

Szenen einer zeitgenössischen Hysterie

Die hysterischen Reflexe in der zeitgenössischen Bundesrepublik gründen auf dexiophobischen Anwandlungen. Dexiophobie ist die krankhafte und übersteigerte Angst Dingen, Gegenständen oder gar Personen gegenüber, die sich entweder auf der rechten Seite befinden oder sich einem von dort annähern – ursprünglich wurde dieser Begriff in der Psychologie nur räumlich verwendet, aber er scheint sich zu einer German Angst verdichtet zu haben, die es nun nahelegt, diese Begrifflichkeit durchaus auch politisch zu verwenden. Die Auswüchse dieser psychotischen Hysterie lassen sich tagtäglich beobachten. Der Bekenntnisdruck ist vollkommen übersteigert, Gastronomen oder Apotheker treten vor Handykameras und erklären, dass sie AfD-Wähler oder irgendwie rechtsgelagerte Zeitgenossen in ihren Geschäftsräumen nicht antreffen wollen – man tritt freiwillig geschäftsschädigend auf, macht aus neutralen Orten wie einem Café plötzlich regelrechte Tendenzbetriebe. Man könnte sagen, dass dies alles ohne Not geschieht – und objektiv betrachtet trifft das sicher zu. Aber der Leidensdruck derer, die in einer hysterischen Episode feststecken, ist wohl vielschichtiger, als man in aller Nüchternheit erfassen könnte.

Im Laufe der letzten Monate hat man sich hierzulande in den Gedanken verrannt, dass die heutigen Zustände ein bildgenauer Abgleich des Jahres 1933 seien. Die AfD wird in die Nähe der NSDAP gerückt, ja wird gar zum zeitgenössischen Synonym jener nicht mehr existenten Partei erklärt. Bisweilen ist sogar von Konzentrationslagern die Rede. So behauptete ein Publizist in Maischberger Sendung, die Thüringer AfD wolle auf dem Flughafen Erfurt ein Konzentrationslager einrichten. Tatsächlich hatte der Landesverband eine Kombination aus Erstaufnahmezentrum und Abschiebegewahrsam gefordert – aber muss man deshalb geschichtsvergessen von einem Konzentrationslager sprechen? Vergleiche mit der nationalsozialistischen Vergangenheit sind nicht grundsätzlich unzulässig – sie haben aber in den letzten Monaten eine ungesunde Inflation erfahren, die in vielen Fällen noch nicht mal zutreffend sind. Kulturschaffende spielen durch, was einst Hollywood schon erlebte – nur eben unter anderen Gesichtspunkten, denn die Angst vor dem Kommunismus ist es ja gerade nicht, die die heutigen Hysteriker antreibt, offenbar gilt der historische Kommunismus bei vielen jener Kulturschaffender – denken wir an Hans-Peter Kerkeling – als ausgesprochener Hoffnungsträger in Sachen Demokratierettung. Die Kollektivhysterie hat groteske Formen und Vorstellungen angenommen – für Sachlichkeit ist sie nicht zu gewinnen, ganz im Gegenteil, wer nüchtern beäugt, der übt gewissermaßen eine »repressive Toleranz« aus, die bekämpft werden muss. Daher gilt es, möglichst vorauseilend Bekenntnisse abzulegen.

Irgendwann wird auch diese Hysterie abklingen – keine bleibt auf ewig bestehen. Dann wird man rückblickend verstohlen die Frage stellen, wie es dazu kommen konnte, dass Menschen ihre politische Gesinnung beim Ausschenken von Kaffee, beim Verkauf von Medikamenten oder bei der Auswahl ihrer Gesprächspartner für derart bedeutsam hielten. Die moralische Verpflichtung von heute ist womöglich die peinliche Verirrung von gestern – jeder, der dieser Hysterie verfiel, wird sich fragen müssen, inwieweit er zur gesellschaftlichen Spaltung beigetragen hat. Und vielleicht stellt sich Scham ein, weil die eigene Hysterie dazu beitrug, dass politische Kräfte gestärkt wurden, die es ohne diese überbordende Emotionalität nicht so weit geschafft hätten. Und am Ende tut man das, was in deutschen Landen traditionell eintritt, nachdem man fanatisch seine Weltanschauung vertreten hat: Die Scham wird vom Selbstbild abgespalten, man verdrängt und projiziert auf andere. Den Irrtum beteuern: Das werden die Anständigen tun – die anderen schweigen, vergessen und haben doch nichts gewusst. Sie werden jede Verantwortung dafür abstreiten, politischen Kräften die Steigbügel gehalten zu haben, die sie eigentlich verhindern wollten. Ob sie dann begreifen werden, dass es ihre Hysterie war, die viele, ja immer mehr Menschen zur AfD trieb?

Roberto De Lapuente

Roberto J. De Lapuente, Jahrgang 1978, ist gelernter Industriemechaniker und betrieb acht Jahre lang den Blog »ad sinistram«. Von 2017 bis 2024 war er Mitherausgeber des Blogs »neulandrebellen«. Er war Kolumnist beim »Neuen Deutschland« und schrieb regelmäßig für »Makroskop«. Seit 2022 ist er Redakteur bei »Overton Magazin«. De Lapuente hat eine erwachsene Tochter und wohnt in Frankfurt am Main.
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9 Kommentare

  1. Wo haben es den Rechte & Faschos bisher nicht verkackt?
    Oder glorreiche Zeiten geschaffen?
    Warum sollte man also solche Idioten gut finden und ihnen Macht geben?

    1. Von Zeit zu Zeit ergattern die Linken die Macht, um dann einige Jahrzehnte die von den verhaßten Rechten geschaffenen Werte gleichmäßig zu verteilen. (Daß dabei manche gleicher sind – geschenkt.)

    2. „Warum sollte man also solche Idioten gut finden und ihnen Macht geben?“

      Ein (un-) schönes Beispiel für das, was der Autor beschreibt. Da kann man auch die Antwort von @EU? Nein danke! gleich einbeziehen. Ein Argument hat keiner, es wird nur diffamiert, genau wie „von oben“ vorgegeben. Man braucht sich nicht zu wundern, wie das Land heute aussieht, hier erkennt man die Ursache ganz deutlich.

    3. „Wo haben es den Rechte & Faschos bisher nicht verkackt?“ Oh, glückliche Jugend, die sich bedenkenlos an so einfachen Weltbildern klammern kann.

      Was ist denn „rechts“? Das ist doch die allererste Frage an der Stelle. Oder sollte es sein.

      „Rechts“ wäre einmal alles, was nicht „links“ ist. Und dann wäre „rechts“ noch alles, was die Großmedien als „rechts“ deklarieren. Und hier finden wir schon einen interessanten Punkt: dass nämlich „Linke“ diese massenmediale Zuweisung grundsätzlich übernehmen. Da passt kein Blatt zwischen Massenmedien und „Linke“.

      Wie kann das sein?

      Beispiele? Danach könnte nur jemand fragen der mind 10 Jahre im Tiefschlaf war. Der Coronamaßnahmenwiderstand war angeblich rechts. Die Partei „dieBasis“ war angeblich rechts. Kritik am Klimawahn ist angeblich „rechts“, wegen Klimagerechtigkeit und so. Jede „Verschwörungstheorie“ von 911 bis Weltherrschaft der Finanzoligarchie sei „rechts“ angesiedelt. Und jegliche Kritik an Israel gilt Vielen als „rechts“. (Einzig an der Stelle findet man eine Diskrepanz zwischen Teilen der „Linken“ und dem Mainstream). BSW ist jetzt „rechts“. Etc.

      Was komischer Weise nicht „rechts“ ist in den Augen der „Linken“ (und im Mainstream natürlich sowieso) ist die kriegstreiberische und Sozialabbau betreibende Regierung, sind die Altparteien die diese Politik im Wesentlichen unterstützen und höchstens eigene Nuance geltend machen, sind die Wirtschaftsverbände (BDA) die Migration fördern und betreiben, ist das WEF dessen Agenda von „Linken“ weitgehend getragen wird, …

      Wer mit den uns in die Hirne infiltrierten Begrifflichkeiten „links“ und „rechts“ weiter hantiert, ist Teil des Problems, nicht der Lösung. Denn diese Begriffe sind nichts anderes als Spaltungshebel, mit denen wir hilf- und machtlos gehalten werden.

      Und dieses verblödende Weltbild – was nicht „links“ sei, sei „rechts“, und umgekehrt, und was „rechts“ sei definieren verbindlich die Massenmedien zusammen mit der amtierenden Politik – macht uns zu einer formbaren Masse. Wie leicht ist es für Staat nd Geheimdiensten oder geldmächtigen Kreisen, der eine Bewegung ein „linkes“ Mäntelchen umzuhängen und der anderen Bewegung irgendwelche finstere Gestalten unterzuschieben oder einfach nur als „rechts“ zu deklarieren.

      Das Ganze ist ein für uns inszeniertes Affentheater – mit Publikumsbeteiligung für gesteigerten Spielspass.

  2. „Der Kampf gegen rechts ist längst mehr als nur eine politische Auseinandersetzung.“

    Aber was ist denn „rechts“? Das ist doch die allererste Frage an der Stelle. Oder sollte es sein.

    „Rechts“ wäre einmal alles, was nicht „links“ ist. Und dann wäre „rechts“ noch alles, was die Großmedien als „rechts“ deklarieren. Und hier finden wir schon einen interessanten Punkt: dass nämlich „Linke“ diese massenmediale Zuweisung grundsätzlich übernehmen. Da passt kein Blatt zwischen Massenmedien und „Linke“.

    Wie kann das sein?

    Beispiele? Danach könnte nur jemand fragen der mind 10 Jahre im Tiefschlaf war. Der Coronamaßnahmenwiderstand war angeblich rechts. Die Partei „dieBasis“ war angeblich rechts. Kritik am Klimawahn ist angeblich „rechts“, wegen Klimagerechtigkeit und so. Jede „Verschwörungstheorie“ von 911 bis Weltherrschaft der Finanzoligarchie sei „rechts“ angesiedelt. Und jegliche Kritik an Israel gilt Vielen als „rechts“. (Einzig an der Stelle findet man eine Diskrepanz zwischen Teilen der „Linken“ und dem Mainstream). BSW ist jetzt „rechts“. Etc.

    Was komischer Weise nicht „rechts“ ist in den Augen der „Linken“ (und im Mainstream natürlich sowieso) ist die kriegstreiberische und Sozialabbau betreibende Regierung, sind die Altparteien die diese Politik im Wesentlichen unterstützen und höchstens eigene Nuance geltend machen, sind die Wirtschaftsverbände (BDA) die Migration fördern und betreiben, ist das WEF dessen Agenda von „Linken“ weitgehend getragen wird, …

    Wer mit den uns in die Hirne infiltrierten Begrifflichkeiten „links“ und „rechts“ weiter hantiert, ist Teil des Problems, nicht der Lösung. Denn diese Begriffe sind nichts anderes als Spaltungshebel, mit denen wir hilf- und machtlos gehalten werden.

    Und dieses verblödende Weltbild – was nicht „links“ sei, sei „rechts“, und umgekehrt, und was „rechts“ sei definieren verbindlich die Massenmedien zusammen mit der amtierenden Politik und ein paar „linken“ Lautsprechern – macht uns zu einer formbaren Masse. Wie leicht ist es für Staat, Geheimdiensten oder geldmächtigen Kreisen, der einen Bewegung ein „linkes“ Mäntelchen umzuhängen und der anderen Bewegung irgendwelche finstere Gestalten unterzuschieben oder einfach nur als „rechts“ zu deklarieren.

    1. Aber was ist denn „rechts“?

      „Rechts“ hat hier in einem simplen Gut-Böse-Denken lediglich die Funktion von „böse“. Und da die Menschen moralisch zu den Guten gehören wollen, versucht man sie so auf die Seite der herrschenden Macht zu lenken, die so das „Gute“ repräsentiert.

  3. Heute Nacht hat nach langer Zeit ein mir freundlich gesinnter Alien aus einer anderen Galaxie seit langem wieder einen Besuch abgestattet. Nach einer kurzen und herzlichen Begrüßung hat er mich als erstes gefragt, ob wir auf der Erde und insbesondere in Deutschland keine anderen Probleme hätten als die AfD zu b-a-s-h-e-n.

    Carpe diem.

  4. Was für ein Artikel. Es wird eine rein emotionale Auseinandersetzung mit den rechten Bewegungen herbeiphantasiert, geflissentlich jede inhaltliche Ebene vernebelnd, und dann dieser Strohmann umständlich zerlegt. Ich kann nicht begreifen, warum Herr Rötzer, den ich für absolut integer halte, sich mit derartiger Steigbügelhalterei gemein macht.

  5. Den McCarthyismus als nur „Hysterie“ zu qualifizieren verkennt, dass er eine gesellschaftliche Funktion hatte, nämlich die Bevölkerung der USA auf Anti-Kommunismus einzuschwören. Erst als das gelungen war, konnte man ihn als hysterische Verirrung abqualifizieren, er wurde ja nun nicht mehr benötigt. Damit bescheinigt man sich auch einer geläuterten und besseren Gesellschaft und die kapitalistische Macht wurde gefestigt.

    Der Vergleich mit „Kampf gegen rechts“ passt aber in der Hinsicht, dass auch er (mehrere) gesellschaftliche Funktionen* hat. Entsprechend wird man ihn auch, wenn diese gesellschaftlichen Funktionen nicht mehr bestehen, als „hysterisch“ abtun können.
    *Dazu vielleicht später ein separater Kommentar.

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