
Scheinbar ein ganzes Land wurde durch eine Geschichte mobilisiert, die es so gar nicht gab. Das hat nun ein Gericht endgültig bestätigt. Aber wen interessiert das noch?
Am 23. November 2023 traf sich in Potsdam eine Gruppe, um dort über Remigration – Abschiebungen – zu sprechen. Anfang 2024 berichtete die sogenannte Rechercheplattform Correctiv von dem Treffen. Schnell entstand aus dem Bericht, den auch große Medien aufgriffen, eine gesellschaftliche Mobilisierung. Wenige Tage danach gehen daraufhin in ganz Deutschland Menschen auf die Straße, um gegen rechts zu demonstrieren. Im Laufe der folgenden Wochen wird jenes Treffen immer wieder behandelt. Es wird als Beleg dafür genommen, dass die Übernahme der Rechten kurz bevorstehe. Die damalige Bundesregierung unterstützt die Proteste – Proteste, die der in einer tiefen Krise steckenden Ampelkoalition wohltun, denn sie verlagern die Schwerpunkte in der öffentlichen Debatte.
Immer wieder rufen Nichtregierungsorganisationen zu Protesten auf, die auch die noch im Amt befindliche Regierung stützen sollen und die wiederum Gelder auf die Konten »der Zivilgesellschaft« überweisen lässt. Einige Teilnehmer des Treffens, das in der Öffentlichkeit geschichtsvergessen als Wannsee-Konferenz 2.0 kursiert, klagen daraufhin auf Unterlassung. Mit Teilerfolgen. Gestern nun der vorerst letzte Akt: Das Landgericht Berlin II hat dem Recherche-Netzwerk Correctiv in einem presserechtlichen Verfahren teilweise untersagt, bestimmte Aussagen über jenes Treffen in Potsdam zu verbreiten. Zwar ist nun nicht die ganze Geschichte hinfällig, könnte man nun schlussfolgern: aber das Herzstück der damaligen Recherche wurde kassiert, was nahelegt, dass die Story in der Tat völlig verbrannt ist.
Ein Ausflug zum Wannsee
Geklagt hatte die AfD-Bundestagsabgeordnete Gerrit Huy. Im Mittelpunkt des Verfahrens standen mehrere Passagen aus einer Correctiv-Recherche, die Inhalt und Zielsetzung des Treffens beschrieben. Das Gericht untersagte insgesamt drei Aussagen. Dazu gehört erstens die Darstellung, bei dem Treffen sei ein »Masterplan zur Ausweisung [auch] deutscher Staatsbürger« besprochen worden. Zweitens wurden Formulierungen beanstandet, die den Eindruck erwecken, bei dem Treffen seien konkrete, bereits ausgearbeitete politische Maßnahmen oder Programme zur Umsetzung solcher Vorhaben beschlossen oder auch nur geplant worden. Drittens untersagte das Gericht verallgemeinernde oder zugespitzte Darstellungen, die die Inhalte des Treffens als eindeutig feststehende Tatsachen mit weitreichenden gesellschaftlichen Folgen darstellen. Diese seien nach Auffassung des Gerichts nicht hinreichend belegt. Correctiv hat angekündigt, dagegen Berufung einzulegen.
Insgesamt stellt die Entscheidung aus Berlin einen Teilerfolg für die Klägerseite dar. Sie betrifft jedoch nur einzelne Aussagen und nicht die gesamte Recherche, deren grundlegender Inhalt damit rechtlich zunächst unberührt bleibt. Gleichwohl entriss man Correctiv, das immer wieder betonte, dass die grundsätzliche Story stimme, die Deutungshoheit über die damaligen Geschehnisse. Natürlich kann es weiterhin zutreffen, dass in Potsdam derlei Dinge besprochen wurden – beweisen lässt es sich indes nicht. Correctiv hatte die Geschichte jedoch im einem Ton der Wahrhaftigkeit vorgetragen, der jeden Zweifel ausschloss. Andere Medien unterstrichen den vermeintlichen Wahrheitsgehalt, indem sie die Recherche nicht kritisch beäugten, sondern gewissermaßen ungeprüft übernahmen.
Von Anfang an gab es jedoch Zweifel am Recherchebericht, der zunächst nicht direkt deutlich machte, dass Correctiv in den Räumlichkeiten zugegen war, in denen sich die Akteure zum Treffen versammelten. Die Rechercheplattform behauptete allerdings, dass es Insider gegeben habe, die später als Quellen fungierten. Belegen lässt sich das freilich – Quellenschutz – nicht. Alles in allem blieb die damalige Recherche sehr oberflächlich, sie wucherte mit Tatsachen, die zumindest stark hinterfragbar waren – das Landgericht Berlin II sah es offenbar ganz ähnlich.
Eine vage Geschichte als Mobilisierungshelfer
Zumindest an den Formulierungen stieß sich das Gericht. Man könnte nun also berechtigterweise festhalten, dass die Story niemals auf diese Weise hätte veröffentlicht werden dürfen – nicht im Brustton der Überzeugung, die quasi eine Unfehlbarkeit der damals erhobenen Behauptungen stark nahelegten. Der Recherche hätte ein großer Schuss Demut gutgetan, mehr spekulative Elemente – ob sie dann dem Publikum etwas nähergebracht hätte, was sich so oder ähnlich zutrug, sei mal dahingestellt. Die vermeintliche Überzeugungskraft, die in dem tatsächlichen Bericht aus dem Januar 2024 steckte, hätte es jedoch sehr erschwert, das ganze Land – den Ausschnitt, den die veröffentlichte Meinung zeigt – zu mobilisieren.
Die Dynamik wäre wohl gar nicht auf diese Weise entstanden. Doch die zugespitzte Erzählung kam zur richtigen Zeit und entfaltete eine Stimmungslage, die den öffentlichen Diskurs hysterisierte und sich sofort zur moralischen Gewissheit auswuchs, die freilich nicht mehr hinterfragt werden durfte. Wer doch Zweifel äußerte, sah sich schnell dem Verdacht ausgesetzt – wir kennen das bereits –, die falsche Seite zu unterstützen. Hat sich die Öffentlichkeit also durch einen Bericht verführen lassen, der durch unsaubere journalistische Arbeit manipulierte? Ist es nicht das, was man »den Rechten«, also Menschen aus unserer Mitte, die eine eher konservative Sicht auf die Dinge pflegen, unterstellt? Sich leicht manipulieren und verführen zu lassen? Unausgegorenen Geschichten auf dem Leim zu gehen?
Das gestrige Urteil ist insofern auch für jene peinlich, die damals mit Inbrunst verkündeten, dass spätestens mit diesem angeblichen Remigrationsplan ein Ende ihrer Zurückhaltung gekommen sei, die Schilder malten und hochhielten, zu Demonstrationen liefen und davon erzählten, ein 1933-Erlebnis zu haben. Diese Bürger, die für sich in Anspruch nehmen, besonders kritische Zeitgenossen zu sein, haben dem Bericht unhinterfragt Glauben geschenkt, obgleich sich schon anfangs Fragen aufdrängten, auch weil der Recherchebericht, den Correctiv online stellte, recht konfus geschrieben war – man spürte dem Text den Schwerpunkt der Skandalisierung an, ihm fehlt – um es nochmals zu sagen – die notwendige sachliche Gelassenheit. Obgleich sich das Potsdam-Treffen im November 2023 ereignete, benötigte Correctiv noch anderthalb Monate bis zur Veröffentlichung: Warum kam am Ende ein Bericht heraus, der wie mit der heißen Nadel gestrickt schien? Was das Konfuse des Berichtes, der an den notwendigen Stellen der Frage ausweicht, wie man so genau wissen konnte, was da drinnen besprochen wurde, etwa kalkulierte Absicht?
Kampf für rechts
Im Grunde wäre die Entscheidung des Gerichts auch ein Schlag ins Gesicht derer, die gegen rechts kämpfen, die das weitere Wachstum der Alternative für Deutschland (AfD) verhindern wollen. Die Frage ist jetzt nur, ob sie überhaupt davon erfahren. Denn so total die Medienlandschaft im Januar 2024 sich des Correctiv-Berichtes annahm, so zurückhaltend ist sie nun, da man durch richterliche Einschätzung zu der Einsicht gelangte, dass das Herzstück der Recherche gar nicht mehr auf diese Weise sagbar ist. Die Geschichte, die nicht zulässig formuliert wurde, hat sich ins Kollektivgedächtnis der Gesellschaft gegraben. Ob man das überhaupt nochmal einfangen kann – altbekanntes Motto: Calumnia, audacter semper aliquid haeret, wie schon der alte Mittelitaliener wusste –, ist fraglich. Unmöglich ist es jedoch, wenn keiner die überlebte Story von einst berichtigt und geraderücken möchte.
Interessiert es überhaupt noch jemanden in Politik, Medien und Vorfeldorganisationen? Kümmert es den willfährigen und verführbaren Bürger? Ganz offenbar scheint Deutschland ein Ort zu sein, an dem man Geschichten schätzt, weniger den Wahrheitsbezug und die Verifizierbarkeit von Behauptungen. Hier lebt man narrativ, orientiert sich an Erzählungen – wenn die sich morgen schon als unzutreffend erweisen, dann winkt man ab: denn Geschichten müssen offenbar in erster Linie Dynamiken entfalten, Lebenslügen stützen und einem bestimmten Lifestyle dienen. Ob sie im Kern wahr sind oder zumindest Zweifel offenhalten, ist scheinbar nicht von Belang. Die Welt als Wille und Vorstellung – nicht als Wahrheit und Realitätssinn. Journalistische Standards sind daher als zweit- oder drittrangig zu betrachten. Man schätzt den guten Erzähler: Claas Relotius war eben kein Zufall, denn der Mann erzählte genau die Geschichten, die sich ein breites Publikum und auch seine Berufskollegen wünschten.
Gleichwohl sind es aber auch Peinlichkeiten wie jene, die den Kampf gegen rechts, eher zu einer Werbekampagne für rechts werden lassen. Die Bürger spüren in den letzten Monaten wohl immer mehr, dass mit Speichel vor dem Mund Kampagnen gefahren werden, die am Ende dann auch noch so schlecht geplant wurden, dass sie peinlicherweise durchschaut werden – man denke nur, wie vor einigen Wochen der Bericht des Verfassungsschutzes, der in den letzten Tagen der Innenministerin Nancy Faeser veröffentlicht wurde, vom Bundesverfassungsgericht für relativ nichtig erklärt wurde. Während Verführer und noch immer leicht zu Verführende also alles ausblenden, was ihrem Weltbild nicht entspricht, formiert sich eine immer stärker werdende Phalanx, die die fehlende Demut des Medienbetriebes und seiner Zuträger spürt und die am Ende dort landet, wo man sie ja um Gottes willen nicht haben will: in der Nähe der AfD.
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Die AFD und dessen Saalschutz hat aber trotzdem hyperventiliert und von gefälschten Fotos schwadroniert.
Die geleakten Chats der Faschos sind ja kein Stück besser.
Wer einen vernünftigen Bericht, der ohne Lapuentisieren auskommt, lesen will:
https://www.berliner-zeitung.de/news/correctiv-hat-vor-dem-landgericht-berlin-verloren-li.10025220
Oh ja wichtig wichtig!
Übrigens als Ergänzung eine Zunahme der („rechtsextremen“) AfD könnte auch mit der Doppelmoral, Heuchelei, unserer „Eliten“ in der Spitzenpolitik, der Wirtschaft und den Mainstream-Medien zusammenhängen.
Einerseits im Inland gegen die („rechtsextreme“) AfD zu sein, aber andererseits in der globalen Außenpolitik mit jedem neo-faschistischen, oder auch nur rechtsextremen/-radikalen, Staat zu paktieren, dass merkt der/die Bürger/-in auch, und zieht daraus jeweils seine Konsequenzen.
Die Mehrheitsbevölkerung (= alle Bürger/innen Deutschland, auch die mit ausländischen Wurzeln sind gemeint) ist auch nicht dämlich, und sieht die Heuchelei im Umgang mit der Bandera-Ukraine, der neo-faschistischen Milei-Regierung in Argentinien, das kuschen vor dem rechten US-Präsidenten Donald Trump sowie das vor der rechtsextremen-israelischen Regierung von Netanjahu….
Ich für meinen Teil bin eher für einen internationalen Widerstand gegen sämtliche Formen des Neo-Faschismus/Rechtsradikalismus bzw. -extremismus, wo der wieder sein ekliges Haupt emporhebt.
„Kein Fußbreit den Faschisten!“
Aber wer bin ich schon?!
Kein Spitzenpolitiker im Kanzleramt, oder einem Ministerium in Berlin, der lieber die Doppelmoral sowie Heuchelei betreibt, die ich weiter oben beschreibe, und von der AfD & Konsorten letztendlich mit steigenden Zustimmungswerten bei Wahlen profitieren.
Gruß
Bernie
Und das ist also eine Begründung um Faschos an die Macht zu bringen?
Insbesondere da die AFD voll steil auf die Faschos in den Regierungen von Russland, Israel, USA, etc. abgeht.
Das Getöse zwischen der Pseudo-Opposition und dem Rest ist in etwa so Sinn stiftend wie über dem Teich zwischen Dems und Reps:
“Es gibt nur eine Partei in den Vereinigten Staaten, die Partei der Besitzenden. Und diese Partei hat zwei rechte Flügel. Die Republikaner und die Demokraten.”
―Gore Vidal
Der hat das auch gut rübergebracht:
George Carlin ~ Der amerikanische Traum (Transkript)
Aber es gibt einen Grund. Es gibt einen Grund. Es gibt einen Grund dafür, es gibt einen Grund, warum die Bildung so schlecht ist, und aus demselben Grund wird sich das auch niemals ändern.
Es wird nie besser werden, such nicht danach, sei zufrieden mit dem, was du hast.
Denn die wahren Machthaber dieses Landes wollen das nicht. Ich spreche von den wirklichen Machthabern, den Mächtigen! Den Reichen… den wahren Machthabern! Den großen, wohlhabenden Wirtschaftsinteressen, die die Fäden in der Hand halten und alle wichtigen Entscheidungen treffen.
Vergiss die Politiker. Sie sind irrelevant. Politiker sollen dir nur vorgaukeln, du hättest Wahlfreiheit. Die hast du aber nicht. Du hast keine Wahl! Du hast Besitzer! Sie besitzen dich. Ihnen gehört alles. Ihnen gehört das gesamte wichtige Land. Sie besitzen und kontrollieren die Konzerne. Sie haben längst den Senat, den Kongress, die Landtage und die Rathäuser gekauft und bezahlt. Sie haben die Richter in der Tasche und besitzen alle großen Medienkonzerne. Sie kontrollieren also praktisch alle Nachrichten und Informationen, die du zu hören bekommst. Sie haben dich fest im Griff.
Sie geben jedes Jahr Milliarden von Dollar für Lobbyarbeit aus, um ihre Ziele zu erreichen. Wir wissen ja, was sie wollen: mehr für sich selbst und weniger für alle anderen. Aber ich sage Ihnen, was sie nicht wollen:
Sie wollen keine Bevölkerung mit kritischem Denkvermögen. Sie wollen keine gut informierten, gebildeten Menschen, die kritisch denken können. Daran sind sie nicht interessiert. Das nützt ihnen nichts. Das widerspricht ihren Interessen.
Ganz genau. Die wollen keine Leute, die intelligent genug sind, um am Küchentisch zu sitzen und darüber nachzudenken, wie sehr sie von einem System verarscht werden, das sie vor 30 Jahren im Stich gelassen hat. Das wollen die nicht!
Wisst ihr, was die wollen? Gehorsame Arbeiter. Gehorsame Arbeiter, Leute, die gerade schlau genug sind, um die Maschinen zu bedienen und den Papierkram zu erledigen. Und gerade dumm genug, um all diese immer beschisseneren Jobs mit dem niedrigeren Lohn, den längeren Arbeitszeiten, den reduzierten Sozialleistungen, dem Wegfall der Überstunden und der verschwindenden Rente, die im selben Moment verschwindet, in dem man sie abholen will, passiv hinzunehmen. Und jetzt wollen sie auch noch eure Sozialversicherung. Sie wollen euer Rentengeld. Sie wollen es zurück, um es ihren kriminellen Freunden an der Wall Street zu geben. Und wisst ihr was? Sie werden es kriegen. Sie werden euch alles früher oder später wegnehmen, denn ihnen gehört dieser verdammte Laden! Es ist ein exklusiver Club, und ihr seid nicht drin! Ihr und ich gehören nicht dazu.
Übrigens, es ist derselbe große Knüppel, mit dem sie auf dich den ganzen Tag lang einhämmern, wenn sie dir vorschreiben, was du glauben sollst. Den ganzen Tag lang hämmern ihre Medien auf dich ein und sagen dir, was du glauben, denken und kaufen sollst. Die Karten sind nicht mehr gedeckt, Leute. Das Spiel ist manipuliert, und niemand scheint es zu merken. Es scheint niemanden zu kümmern! Anständige, hart arbeitende Menschen – ob Angestellte oder Arbeiter, egal welche Farbe ihr Hemd hat. Anständige, hart arbeitende Menschen, Menschen mit bescheidenen Mitteln, wählen weiterhin diese reichen Arschlöcher, denen ihr scheißegal seid… denen seid ihr scheißegal… denen seid ihr ein Drecksding.
Sie scheren sich überhaupt nicht um dich… überhaupt nicht… GAR NICHT. Und niemand scheint es zu merken. Niemanden scheint es zu kümmern. Genau darauf spekulieren die Machthaber. Darauf, dass die Amerikaner wohl weiterhin bewusst die Augen vor dem großen rot-weiß-blauen Schwanz verschließen, der ihnen täglich in den Arsch geschoben wird, weil die Machthaber dieses Landes die Wahrheit kennen.
Man nennt es den amerikanischen Traum, weil man schlafen muss, um daran zu glauben.
https://www.icomedytv.com/content/george-carlin-the-american-dream-transcript
Die Illusion der Wahl, fasziniernd nicht? Das Stück ist bereits in so vielen Ländern so lange auf Tour und zieht immer noch.
Ich hatte kein gutes Gefühl, schon damals. Es würde damit enden, dass die AfD wieder ein Jammerticket bekommt. Hat nun etwas gedauert, ist nun aber eingetreten.
Und sie jammert sogar zurecht. Die Sachlage ist ziemlich eindeutig.
Insofern bin ich mit Roberto einig. Nur häuft sich das in einer Weise, dass ein gewisser Verdacht aufkommt. Der Tiefe Staat liefert der AfD wissentlich Jammertickets. Denn das ist für sie die Hartwährung.
Sicher, die herrschende Klasse ist schwer daran in interessiert, das Law and Order Parteien das Ruder übernehmen.
Wo muss ich als nächstes mein Kreuz machen damit du es in der nächsten Legislatur besser machst?
Nirgendwo, weil Parteien uns nicht helfen werden und auch nicht wollen.
Aha?! *grins*
Die Jugend hört voller Begeisterung im Bundestag der Regierungserklärung von BK Friedrich Merz (CDU) zu (schönes Foto):
https://www.jungewelt.de/artikel/519433.merz-im-bundestag-ohne-kommentar.html
Ironische Grüße
Bernie (selten so gelacht 😉 )
Es wird dennoch nichts passieren.
Man denke allein nur mal an die von staatlich (!!!) finanzierten Gruppen organisierten Demos gegen die „drohende Machtübernahme“ seitens der Merz-CDU, in denen diese Lügen von der „Wannsee-Konferenz 2.0“ wieder aufgewärmt wurden, obwohl an der Darstellung längst Zweifel bestanden. Die Union stellte daraufhin medienwirksam über 500 „kleine Anfragen“ zur Finanzierung dieser Gruppen durch den Staat an die Regierung Scholz. Das wäre mal eine Chance gewesen, diesen Sumpf mit seinen in ihrer Vielzahl kaum noch zu überblickenden modrigen Quellen und im Chor quakenden „NGO“-Fröschen trockenzulegen.
Vor allem weil an diesem Beispiel für jeden Dummen offensichtlich wurde, daß hier ganz gezielt Wahlen zugunsten der aktuellen Regierungsparteien und zulasten der damaligen Opposition von CDU und CSU (sowie natürlich der AfD) mit Steuergeldern aus den SPD/Grünen-geführten Ministerien beeinflußt wurden (werden sollten). Was ganz klar illegal war und ist.
Was passierte stattdessen? Die Union ließ die ganze Sache nach der Wahl fallen, ging eine Koalition mit der SPD ein, beschloß aber noch fix vor der (von Grünen und Linken unterstützten) Wahl von Merz zum Kanzler die größte Verschuldung in der Geschichte der Bundesrepublik mit dem alten, abgewählten Bundestag. Und alles ging weiter wie gehabt…. inklusive der staatlich finanzierten Propaganda- und Denunziationsmaschinerie der „Zivilgesellschaft“….
Der gesamte Vorgang von damals hat ein Gutes: Er wird nicht wiederholt werden. Diese verbrannte Karte sticht nie wieder.
Ich würde einen Schritt weiter gehen als der Autor mit der These, dass selbst wenn man in der Tagesschau richtigerweise gesagt hätte, dass es sich bei Potsdam 2.0 um ein reines Medienereignis handelt, hätten die Leute dennoch „gegen Rechts“ demonstriert.
Es ist mittlerweile empirisch belegt, die meisten Menschen interessieren sich nicht dafür, ob Dinge, über die sie sich aufregen, empirisch belegbar sind.