
Die Frauen-Basketballliga WNBA versteht sich als inklusiv gegenüber Transfrauen. Nun will ein Kritiker diese Haltung auf die Probe stellen – mit einem Frauenteam, das ausschließlich aus biologischen Männern bestehen soll.
„One Love, two balls“ (1) ist das Motto der neuen Frauen-Basketballmannschaft „Nashville Balls“ – und man kann die beiden Bälle auf dem Logo gut im Netz baumeln sehen. Das „inklusivste Team“ der ganzen USA soll es werden. Die Mannschaft soll ausschließlich aus Transfrauen bestehen. Transfrauen, das sind biologische Männer, die sich weiblich identifizieren. Im Frauen-Basketballverband WNBA gilt schließlich offiziell jeder als weiblich, der sich so identifiziert. Hier zeigt sich, was passiert, wenn Ideologie auf Realität trifft.
Männer im Frauensport, das wirkt wie ein No-Brainer. Jeder seine Sinne beisammen und vier Jahrzehnte auf dem Buckel hat, der weiß, dass Männer stärker sind und im Sport nicht gegen Frauen antreten sollten. Dafür gibt es die Frauenliga, eben weil Frauen bei den Männern strukturell nicht mithalten können. Trotzdem ist das Gebiet mittlerweile sehr umstritten. Auf der einen Seite finden sich die Geschlechtsrealisten, die sehen können, was ist.
Auf der anderen Seite: Ideologen und Transaktivisten, die behaupten, Frausein finde nur im Kopf statt und wer weiblich identifizierten Männern den Zugang zu was auch immer verweigere, wolle, dass sie aufhörten zu existieren. Transfrauen, das sei die vulnerabelste und mehrfachmarginalisierteste Gruppe überhaupt – und nur Monster würden Transfrauen ausschließen. Inklusion sei daher der einzig gangbare Weg.
Männer und Frauen sind nicht gleich stark
Der Kampf findet auf vielen Gebieten statt. Männer, die in Stillgruppen drängen, weil sie ihren Nippel-Fetischismus mit hormonell erzeugter „Milch“ offen ausleben wollen, Männer in Umkleiden, in Frauenhäusern, in Frauengefängnissen und eben auch im Sport. Der Kampf um den Sport wird von den Transverbänden in aller Härte geführt, denn wenn man auf einem Gebiet zugibt, dass Männer keine Frauen sind, egal wie sehr sie sich das wünschen mögen, dann öffnet sich das Tor für viele weitere Fragen.
Andersrum gilt das Gleiche: Wenn man es schafft, klarzumachen, dass es einen Unterschied gibt zwischen Männern und Frauen, dann werden Diskussionen möglich, die bislang tabu sind. Dies ist vor allem wichtig für die junge Generation. Umfragen zeigen deutlich, dass viele junge Menschen nicht mehr wissen (oder nicht mehr wissen wollen oder zumindest so tun wollen, als würden sie nicht wissen), dass Männer und Frauen unterschiedlich stark sind. Ihnen wird von Kindergartenalter an eingebläut, dass Mädchen nicht schwächer sind als Jungen. Zuschlagen und Kämpfen sind aus dem Kinderalltag weitgehend verschwunden und werden streng bestraft. Wer ausspricht, dass Jungen stärker sind, wird als sexistisch gebrandmarkt. Die Gen Z und vor allem die Generation Alpha scheint folglich ein deutliches Realitätsdefizit zu haben. Sie verstehen nicht mehr genau, warum es gefährlich ist, als Frau einen Mann in der Umkleide zu haben.
Der Sport also. In den USA fliegt gerade im Basketball der Deckel hoch. Es gibt Sportlerinnen wie Sophie Cunningham, die sich gegen Männer im Frauenbasketball aussprechen und dafür regelmäßig mit Drohungen und Buh-Rufen überzogen werden. Es gibt männliche Spieler wie Enes Kanter Freedom, der aus dem Zuschauerraum der Frauen-Liga verwiesen wurde, nur weil er ein T-Shirt trug, auf dem die Definition des Wortes Frau zu finden war: „Frau. Erwachsener Mensch weiblichen Geschlechts“.
Und es gibt Clay Travis. Er ist eine Größe im US-Sport, nicht als Sportler, sondern ursprünglich als Sportanwalt und Kolumnist. Mittlerweise betreibt er eine Sport- und Medienplattform. Travis hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Absurdität von Männern im Frauensport öffentlich zu machen.
Anfang August machte er dem besten US-Frauenteam im Basketball ein nur scheinbar verlockendes Angebot. (2) Wenn die Las Vegas Aces gegen ein männliches Highschool-Basketballteam seiner Wahl antreten und gewinnen würden, dann würde er ihnen 10 Millionen Dollar bezahlen. Die Asse sind nicht angetreten, denn es ist klar: Das beste Frauenteam der Welt hat keine Chance gegen männliche Schuljungen. Das wurde so aber nicht ausgesprochen. Der Kommentar von Trainerin Reeve „Das Wichtigste: Wir müssen Transkinder schützen. Jedes Kind – für mich ist das eine Frage der Menschenrechte. Jedes Kind hat ein Recht, Sport zu treiben, egal ob es gender-divers oder transgender ist“. (3) Die Trainerin Stephanie White ließ verlauten, ein Ausschluss könne nie die Antwort sein. Außerdem habe sie als Jugendliche dauernd gegen Jungs gespielt. Übersetzt heißt das: Männer dürfen im Frauensport antreten und Frauen müssen so tun, als gäbe es da kein Problem. Soweit die Ideologie. Den Realitätscheck aber haben sie aber verweigert.
Anfang August haben dann zwei ehemalige NBA-Spieler nachgelegt. Sie erklärten, sie identifizierten sich jetzt als Frauen und wollten in der Frauenliga WNBA spielen. (4) Ein Problem für die WNBA, denn nach ihren Regeln müsste das eigentlich möglich sein. Anderseits: Kanter Freedom ist 2,11 Meter, wiegt 112 Kilogramm und lässt Frauen vermutlich auch stehen, wenn er auf einem Bein hüpft. Die WNBA lehnte ab, was sie in eine Bredouille brachte. Warum darf die eine männliche „Frau“ spielen und die andere nicht? Aber kurzum, die WNBA erklärte, sie würden es nicht zulassen, dass sich jemand über Frauen-Basketball lustig mache und dabei andere marginalisiere. Basta!
Jetzt geht Clay Travis in die nächste Runde. Er möchte das aller-inklusivste Frauenteam in der Geschichte des Basketballs gründen. Sein Team soll ausschließlich mit Transfrauen besetzt werden. Auch die Trainer sollen weiblich ausschließlich in der Identität sein – sonst gilt das Motto der Mannschaft: Two Balls. Insgesamt will Travis sich den Aufbau nun 10 Millionen Dollar kosten lassen, eben die, die die Vegas Asse nicht haben wollten.
Er hat auch schon Angebote an Spieler gemacht, eines davon ging sogar nach Europa. Transfrau Julie Tetart spielt in Frankreich Basketball. Obwohl nur 1,94m und für einen männlichen Basketballer somit fast ein Zwerg, überragt Tetart Frauen doch deutlich, nicht nur körperlich, sondern auch muskulär. Tetart ließ tatsächlich verlauten, sehr gerne in der WBNA spielen zu wollen.
Trans ist jeder, der dem Bundesverband Trans passt
Jetzt ist der Frauenbasketballverband in Zugzwang. Travis ist Anwalt und wird sich nicht mit irgendeinem Basta abspeisen lassen, wenn das gegen die Statuten der WNBA verstößt. Bislang bezeichnet der Verband jeden, der Männer in der Frauenliga ablehnt, als transphob und bigott. Nun sind sie also dran, ein ganzes Männerteam abzulehnen. Denn eines ist sicher: sie werden die „weiblich identifizierten“ Männer nicht spielen lassen, weil dann würde jeder sehen können, wie Realität ausschaut. Kantersiege in jedem Spiel.
Auch Transverbände kommen jetzt massiv ins Rudern. Sie, die immer von Inklusion reden, haben ein großes Interesse daran, dass nicht sichtbar wird, was Männer im Frauensport bedeuten. Wie sie aussieht, die Mehrfachmarginalisierung, wenn Männer Frauen zur Seite stoßen, und ihre Chancen, ihren Sport und ihre Liga ruinieren. Transverbände, es ist absehbar, werden lauthals schimpfen über die falschen Transfrauen, was interessant sein wird, da sie sonst immer argumentieren, dass jeder die Geschlechtsidentität hat, die er behauptet zu haben. Das konnte man schon bei „Marla Svenja Liebich“ und seinem Wunsch auf einen Platz im Frauengefängnis sehen. „Transfrauen sind Frauen“ war da plötzlich kein passender Spruch mehr. Trans ist jeder, der dem Bundesverband Trans passt, sonst niemand und basta.
Es wird Spaß machen, zuzuschauen, wie die WNBA das Unvertretbare vertritt. Und es ist in unserer post-literarischen Zeit wichtig, Bilder zu erschaffen, die wirken. Wer junge Menschen erreichen will, tut das mit Aufsätzen wie diesem hier weitaus schlechter, als mit einem TikTok-Video, wo Kanter Freedom mit blonder Langhaarperücke einen Korb legt, während die Frauen von 40 Zentimeter weiter unten zuschauen. Sport ist einer der Bereiche, wo man ganz klar in 20 Sekunden erkennen kann, was Transinklusion für Frauen bedeutet.
Die Memes auf X und TikTok sind witzig. Es lässt sich hoffen, dass die Geschichte damit Wellen schlagen wird. Realität gegen Team Ideologie: 2 zu 0.
Fußnoten
- Auf Englisch ein Wortspiel. Eine Liebe, zwei Bälle, oder: eine Liebe, zwei Hoden
- https://sports.yahoo.com/articles/clay-travis-makes-10-million-150953820.html
- „Number one, we need to protect trans kids. Every kid — to me, it’s a human rights issue. Every kid has a right to sports regardless of (being) gender diverse, transgender.” Quelle 2
- https://sports.yahoo.com/articles/enes-kanter-freedom-royce-white-not-eligible-to-play-in-wnba-182300012.html
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„Aber kurzum, die WNBA erklärte, sie würden es nicht zulassen, dass sich jemand über Frauen-Basketball lustig mache und dabei andere marginalisiere. Basta!“
Niemand, der bei Sinnen ist, macht sich über Frauen-Basketball lustig! Aber es sollten schon Frauen auf dem Platz stehen, nicht?
So wie beim deutschen Olympiasiegerteam im 3×3-Basketball. Das war packend, wie die Damen (aller Mannschaften – oder heißt es dann „Frauschaften“?) in diesem extrem schnellen Wettbewerb (10 Minuten Netto-Spielzeit) da agierten! Wirklich großartiger Sport! Aber keine von denen hätte gegen ein auch nur durchschnittliches Männer-3×3-Team bestanden.
https://youtu.be/VQqZcehYulI
Neudeutsch heißt es: „Team, Plural ~ s“. Eine der wenigen Gegebenheiten, wo ein sog. Anglizismus tatsächlich brauchbar ist. Sie können natürlich auch „Riege“ verwenden, und wenn Sie Sport weniger als Spiel sondern als Wettkampf betrachten, ist Ihnen der Begriff „Truppe“ sicherlich kommod.
Lange Rede kurze Sinn. Es gibt nur zwei Geschlechter. Man und Frau. Der Man hat Penis,die Frau hat Vagina. Punkt.
Linksgrüne versuchten mir neulich zu erklären,dass es 75 Geschlechter gibt 🤭…Ihr könnt euch gar nicht vorstellen…was für wirre Zeug die erzählen und wie die das argumentieren…Mal ehrlich bei solche Gespräche besuche ich eigentlich Entschädigung 😅….
Liebe Grüße Neli Heiliger ( fortsetzeriin von Torwächter ✝️ )
Hallo kleiner Schutzengel und liebe Grüße von einem großen Fan der queeren Elke vom Niederrhein. Du hast hier noch gefehlt!😇🤪
Hey! Ich habe auch eine Vagina, früher mal war ich ein kleiner niedlicher Junge, daß ist mehr als viele Jahre her.
Nur ich hatte nie die Wechseljahre!
Vielleicht auch ein Glück. Smileys
könnte aber auch sein, dass die leut von frauen-Basketballliga WNBA einfach weiter sind, ideologisch perfekter, sie glauben, dass jede(r) sein x,y,z-privilege zum wohle aller einebnet.
alle gleiche chancen und die priviligierten halten sich zurück aus moralischen und gerechtigkeitsfüllenden gründen, perfekte welt eben. da fällt mir auf, wie man demnächst x,y,z-privilege nennen wird in dieser perf. welt -> parasiten
da gabs mal einen professor, der sah bei führenden frauen in der politik den starken hang zum moralisieren, auch wenns ihnen selbst schaden würde (männer allg. oben moralisieren ja auch, aber taktisch-populistisch – sehe kohls geistig-moralische wende).
suizidale empathie wirds bezeichnet, ich find den begriff nicht so überzeugend, hab aber kein besseres kennengelernt,
moralisierende eiferer als pr-pre$$titudes lassen sich auch immer anheuern, jetzt haben wir ihre welt als sprachgefängnis.
Das Verrückte ist ja, daß derselben Ideologie einerseits verpflichtende Frauenquoten und andererseits Männer als „gefühlte Frauen“ im Frauensport entspringen. Einmal ist das (echte!!) Geschlecht etwa bei der Postenvergabe so wichtig, daß selbst besser qualifizierte Männer abgelehnt werden müssen, andererseits aber läßt m,an es zu, daß echte Frauendomänen von Männern, die diese irren Regeln mißbrauchen, zerstört werden.
Aber wehe, du sagst was dagegen!
hmmm – ist es denn echt verrückt, wenns – folgerichtig – der logik ihrer ideologie entspricht?
eher nicht, verrückts ists, weil meritokratie abgeleht wird.
weitergedacht – stellt euch vor, als nicht herausgeforderte tritt ihr in special olimpics auf – warum ist hier keiner auf diese einkommensidee gekommen?
Die spinnen, die Amis.
Obelix brauchte keine 100 Zeichen um etwas auf den Punkt zu bringen (noch 7 mehr).
Spinnen ging ja noch ,aber immer diese Queerschüsse!
Na ja, was soll man von einem Land erwarten das schon ein Problem mit Neurodiversität hat. Eton und Gent und …..? über die Botschaft klar macht ,wo es lang geht! Ob wir wohl noch etwas über J.Arday erfahren?
Was lässt man sich wohl als nächstes einfallen?
Der Zenit ist längst überschritten.
Das Pendel wird, auch in der USA, bald wieder ganz hart in die andere Richtung ausschlagen.
Ich finde die Idee einfach nur köstlich.
Perfekter kann man den schwachsinnigen Ideologen keinen Spiegel vor die Visage halten und ihre Ideologie entlarven.
Ich hoffe, das findet auch in anderen Sportarten und Bereichen Nachahmer 😉
Biologische Normalität beim Menschen
ist ein Dimorphismus. Männlein, Weiblein.
Punkt. Normalität heißt nichts mehr und weniger als dass genau das der Durchschnitt
ist. Davon gibt es ofgensichtlich Abweichungen, weder gut noch schlecht. Das lässt sich nicht normativ kategorisieren. Hat aber auch wenig mit Sport zu tun…
Logischerweise gehören in Frauenmannschaften
(ja, so heißt das in Deutsch) biologische Frauen,
in Männermannschaften Männer.
Ob sich da jemand anders identifiziert, ist dabei ohne Belang, es geht um Sport und Physis und Sportlichkeit und Fairness. Das ist vernunftbegabten Transmenschen wahrscheinlich auch klar, also wahrscheinlich deren Mehrheit..
Allen anderen wie auch immer ausgestatteten
Menschenkindern wird man IMHO am
besten gerecht durch echte gemischte
Mannschaften. Kein Gezänk und Fairness.
Ende und gut. Meine Meinung.