
Die jüngeren Generationen werden oft als faul und hypersensibel betrachtet – doch sie machen nur das Leid im System offenkundig.
Generation Z — oder Gen Z, wie sie abgekürzt wird — und ihre Nachfolgegenerationen haben es schwer. Die jungen Menschen werden oft abfällig betrachtet. Die älteren Generationen bezeichnen sie als faul oder als übertrieben sensibel. Sie würden sich allzu oft anstellen und könnten mit der Unbill des Lebens nicht mehr umgehen. Sie seien wohlstandsverwahrlost und verwöhnt, was dazu führe, dass sie das wahre Leben nicht mehr kennen. Doch die behaupteten Merkmale sagen nicht nur viel über die sich so Äußernden aus, sie sind auch Ausdruck des Leids, das dieses System verursacht. Die jungen Menschen können also kaum anders.
Immer wieder ist von der Generation Z und der Nachfolgegeneration, Generation Alpha, die Rede. Dabei kommen die ab 1995 geborenen jungen Menschen in der Regel nicht gut weg. Sie hätten eine schlechte Arbeitsmoral, seien überbehütet und unfähig, Risiken einzugehen. Gen Z gilt als verwöhnt und faul. Sie seien als „Digital Natives“ im westlichen Wohlstand aufgewachsen und daher an diesen gewöhnt. Zudem, so das Zeugnis der Älteren, hängen sie fast ausschließlich an digitalen Endgeräten herum, flüchten sich in digitale Welten und fliehen vor der Wirklichkeit. Dabei kreisten sie nur um sich selbst, investierten viel Zeit in eine Darstellung ihrer selbst, von der sie sich kurzfristigen Ruhm erhoffen, anstatt ihre Zeit in die Entwicklung echter Fähigkeiten zu investieren. Zudem seien sie dekadent und rein konsumorientiert, trügen jedoch nichts zur Produktion bei und damit nichts zum Wirtschaftsleben.
75 Prozent der Unternehmen unzufrieden
Für den Arbeitsmarkt sehen daher viele Beobachter schwarz. Denn die faulen jungen Menschen könnten normale Arbeit gar nicht mehr ertragen. Sie seien unselbstständig, nicht gewöhnt, mehrere Stunden am Tag dieselbe Tätigkeit zu verrichten, und ertrügen es nicht, in ihrer Freiheit durch klare Vorgaben, etwa Arbeitszeiten, eingeschränkt zu werden. In ihrem ganzen Auftreten seien sie unfähig, sich in die gegebenen Strukturen einzufügen, fielen daher überall auf und eckten auch bei Arbeitgebern an. Gleichzeitig hätten sie zwar eine formal gute Ausbildung, jedoch überhaupt keine praktischen Fähigkeiten, die im alltäglichen Leben von Nutzen wären. Sie übernähmen keine Verantwortung für ihr Leben, sondern schöben die Schuld für ihr eigenes Versagen stets auf andere ab, etwa die Lehrer, ihre Eltern oder „die Gesellschaft“. Daraus rekrutiert sich dann auch ein links-grün-woker Mob, der lieber an der eigenen Identität herumbastelt, sich in pseudointellektuellen Blasen verliert und über die Ungerechtigkeit der Welt nörgelt, anstatt sich praktisch in diese einzubringen.
Die digitale Welt habe ihnen ein vollkommen falsches Bild von der Wirklichkeit vermittelt und sie daher überhaupt nicht auf diese vorbereitet, was nicht nur mangelhafte soziale Fähigkeiten einschließt, sondern ein generell vollkommen falsches Bild von der Art und Weise, wie die Welt ist und wie die Menschen sind — vermittelt auch durch geschönte Instagram- und YouTube-Stars, die ein vollkommen idealisiertes Bild abgeben. Wozu das im schlimmsten Fall führen kann, zeigt der Falle reines 18-jährigen Briten, der mit einer durch Videospiele vermittelten, falschen Vorstellung von Krieg und Ruhm im Kopf in die Ukraine ging, um dort an der Seite der ukrainischen Armee zu kämpfen — und binnen Minuten nach Beginn seines ersten Einsatzes getötet wurde.
Infolgedessen beschweren sich Arbeitgeber über diese Generation. 75 Prozent der Unternehmen, die Angestellte aus der Gen Z rekrutiert haben, sind mit dieser Auswahl unzufrieden, und 60 Prozent feuern sie innerhalb des ersten Jahres bereits wieder. Sie seien schlecht vorbereitet auf das Arbeitsleben und von diesem oft überfordert, so die generelle Aussage. Zudem hätten sie keine ausgeprägte Arbeitsmoral, sondern seien mehr an ihrer Freizeit interessiert. Das geht so weit, dass sie sogar für den Fachkräftemangel verantwortlich gemacht werden.
Unfähig zu leben?
Das alles stellt ein vernichtendes Urteil über diese noch junge Generation dar. Und dieses Urteil scheint sich oftmals zu bestätigen: So kann man im Internet Vertretern der Gen Z dabei zusehen, wie sie sich über einen regulären 9-to-5-Job beschweren, ja geradezu in Tränen ausbrechen, weil sie die lange Arbeit und das Pendeln nicht ertragen und ihnen neben all dem keinerlei Zeit für andere Dinge mehr bleibt; sie leben praktisch für die Arbeit.
Auch das Verhalten der jungen Menschen in der Öffentlichkeit spricht Bände: Sie hängen an ihrem digitalen Endgerät, drehen alberne TikTok-Videos oder versuchen, sich als Influencer einen Namen zu machen, indem sie Videos über Belanglosigkeiten drehen. Die Woke-Ideologie ebenso wie die Klimaideologie verfangen vor allem bei der Gen Z, die diese Ideologien mit Vehemenz und religiösen Eifer vertreten – und, wenn es sein muss, auch mit Gewalt.
Dieses Verhalten der Gen Z provoziert gerade bei der älteren Generation, den Boomern (Menschen, die zwischen 1946 und 1964 geboren wurden) oder auch „alten weißen Männern“, Spott und Häme. Sie betrachten die jungen Menschen im Grunde als verloren, als unfähig zu leben und sehen daher schwarz für die Zukunft. So nachvollziehbar diese Sichtweise ist, so wohlfeil ist sie auch. Denn dabei wird so getan, als sei es die Gen Z selbst, die sich in diese Sackgasse, diesen Zustand der Hilf- und Nutzlosigkeit begeben hätte. Nichts könnte jedoch weiter von der Wahrheit entfernt sein. Denn keine Generation entwickelt sich von sich aus in irgendeine Richtung. Sie ist stets beeinflusst von der Gesellschaft, in die sie hineingeboren wird, und genau so ist es auch mit Gen Z. Diese Generation verrät uns also eigentlich viel mehr über die Gesellschaft, in der wir leben, und das Leid, das sie erzeugt.
Influencer und Gen Z
Denn es war nicht Gen Z, welche beispielsweise das Internet mit all seinen Netzwerken und Plattformen erfunden hat. Das war die Boomer-Generation. Dann hat sie diese Technologie, gefolgt von Spielkonsolen, Smartphones und all den digitalen Spielzeugen, ohne Vorbereitung auf die junge Generation losgelassen und sie deren Verlockungen ausgesetzt. Die jungen Menschen wurden und werden in eine Abhängigkeit von diesen Technologien hinein manipuliert, indem auf das Belohnungssystem der Menschen gezielt wird und dabei schon das sich noch entwickelnde Gehirn der Jüngeren gezielt und nachhaltig beeinflusst wird.
Auch die Welt der Influencer ist eine durch Boomer kreierte Sphäre. Denn die von Boomern geleiteten Unternehmen investieren in junge Menschen als Werbeträger, um andere junge Menschen zum Konsum der eigenen Produkte zu manipulieren. Die Influencer der Gen Z bedienen damit ein Geschäftsmodell, das es schon lange vor ihnen gegeben hat und das vor allem die Boomer reich macht. Auf diese Weise entstehen geschönte Ideale der Wirklichkeit, die zu unrealistischen Erwartungen führen.
Durch den unnötigen Lockdown während der inszenierten Coronapandemie wurden zudem gerade die jungen Menschen zu Hause eingesperrt und dazu verleitet, noch mehr Zeit online zu verbringen, dies auch durch Online-Unterricht. Statt Freunde treffen und draußen unterwegs sein zu dürfen, wurden sie in die digitalen Wüsten verbannt. So ist es kein Wunder, dass sie niemals soziale Kompetenzen ausprägen konnten, sondern stattdessen noch stärkere Abhängigkeiten von digitalen Medien entwickelt haben. Auch die Identitätskrise der Jugend wurde auf diese Weise verschärft und ihnen wurde die woke Ideologie als vermeintliche Lösung präsentiert. Viele vermeintlich queere LGTBQ-Menschen erklären, dass sie diese „Identität“ während des Lockdowns für sich entdeckt hätten – und zwar beim Scrollen durch soziale Netzwerke wie TikTok. Auch der öffentlich-rechtliche Rundfunk, dessen Inhalte ebenfalls nicht von Gen Z festgelegt werden, spielt hierbei eine Rolle.
Das Zeitalter der Dauerkrisen und die Gen Z
Zudem findet sich Gen Z in einer ganz anderen, ökonomischen und gesellschaftlichen Situation wieder als diejenigen, die sich über sie beschweren. Denn im Gegensatz zu ihren Eltern erlebt Gen Z keine Erfüllung in Arbeit und ökonomischem Pseudowohlstand. Im Gegenteil, die jungen Menschen erleben vielfach, dass ebendiese Dinge ihre Eltern nicht glücklich gemacht, sondern sie vielmehr von sich selbst, und damit auch von ihren Kindern, weggeführt und in einem Hamsterrad gefangen gehalten haben. Sie mühten sich ab, waren dabei für ihre Kinder oftmals abwesend, emotional nicht zugänglich, nur um irgendwie ökonomisch überleben zu können. Die Abwesenheit der Eltern hat auch die Gen Z geprägt, die damit emotional vernachlässigt und in ihrer Beziehungsfähigkeit traumatisiert wurde. Oftmals auch in ihrer Identität, weswegen neue Pseudoidentitäten gesucht werden müssen– etwa in der woken Ideologie.
Zudem erlebt Gen Z, dass der gesellschaftliche Aufstieg, den ihre Eltern sich noch irgendwie erarbeiten konnten, für sie nicht mehr möglich ist. Gen Z ist schon jetzt die ärmste Generation, der es größtenteils nicht mehr gelingen wird, beispielsweise ein Haus zu besitzen, regelmäßig in den Urlaub zu fahren und einen gewissen ökonomischen Wohlstand zu erlangen. Stattdessen wird an ihnen wahr, was Klaus Schwab und seine Meute schon vor Jahren propagierten: Sie werden nichts besitzen. Glücklich sein werden sie dabei allerdings wohl nicht. Gen Z lebt zudem in einem Zeitalter der Dauerkrise: Finanzkrise 2008, Flüchtlingskrise 2015, Coronakrise 2020, Krieg 2022 und 2023 und über all dem eine propagierte Klimakrise. Sie werden durch ein Bombardement an Krisen immer wieder neu aus ihrem Leben, ihrer Mitte gerissen, und ihre Hoffnungen auf eine lebenswerte Zukunft werden fortlaufend zerstört.
Wozu also sich noch groß bemühen, die Karriereleiter zu erklimmen? Es gibt keine erstrebenswerten Karrieren mehr zu erreichen. Zudem ist Gen Z die erste Generation, die in der Breite keinen Sinn darin sieht, sich in dieses System einzuordnen. Und warum auch sich in verkrustete Strukturen mit starren und überflüssigen, ja albernen Vorschriften, etwa was die Kleidung angeht, einfügen? Das ganze ökonomische System, das nicht den Menschen dient, sondern einer Schar anonymer Investoren, ist ein einziges überkommenes Konstrukt, ein Sklavensystem, das die Menschen zur Unterwerfung zwingt — etwa in einen 8-Stunden-Arbeitstag, von dem ohnehin in der Regel nur zwei bis drei Stunden effektiv genutzt werden – und ihnen im Gegenzug überhaupt nichts bringt. Gen Z hat erkannt, was ihre Vorfahren noch verbissen ignorierten: Dieses System zwingt die Menschen dazu, für die Ökonomie zu leben, anstatt die Ökonomie dem Leben der Menschen unterzuordnen. Es ist kein Wunder, dass Gen Z keine Lust hat, daran zu partizipieren.
Überlebensstrategie?
Während die Nachkriegsgenerationen noch von der Zerstörung des Krieges traumatisiert waren und sich in die Überlebensstrategie des Wohlstands, des Wettbewerbs und des Aufstiegs flüchteten, funktionieren diese Überlebensstrategien mit dem Neoliberalismus und dem derzeitigen Abriss des ökonomischen Systems für Gen Z einfach nicht mehr. Sie funktionieren übrigens auch für alle anderen Generationen nicht mehr, nur dass die Boomer dies noch nicht erkannt haben und auch gar nicht können, weil sie dann ihre einzige Trauma-Überlebensstrategie aufgeben müssten. Und das würde sie in die pure Verzweiflung schleudern.
Zudem haben die Bildungseinrichtungen nichts dazu beigetragen, Gen Z auf das Leben vorzubereiten. Im Gegenteil wurden die Inhalte immer weiter aufgeweicht, die Ansprüche heruntergefahren und den jungen Menschen keinerlei praktische Fähigkeiten, aber auch keine intellektuelle Kompetenz mehr vermittelt. In dem Bestreben, das Bildungssystem an die Ansprüche der internationalen Kapitals anzupassen, vollzog sich ein Verfall der Bildung, der dazu führte, dass nun zwar mehr als 50 Prozent jedes Jahrgangs studieren, am Ende aber nur unselbstständige Menschen dabei herauskommen, die keinerlei Fähigkeit zum eigenständigen Denken haben. Durchaus gewollt übrigens, da man nur fleißige Ja-Sager und Untertanen produzieren will, damit aber den Menschen — und damit langfristig einer ganzen Gesellschaft — die Fähigkeit nimmt, eigenständig auf unvorhergesehen Probleme zu reagieren. Stattdessen zieht man obrigkeitshörige Menschen heran, die ohne Anweisung von oben überhaupt nicht mehr zu handeln in der Lage sind. Darin allerdings unterscheidet sich Gen Z kaum von den Vorgängergenerationen — Corona lässt grüßen.
Die Rettung des unrettbar verlorenen Wohlstands
In dem Leiden von Gen Z drückt sich also ein tieferer Schmerz aus, der von diesem System produziert wird, und zwar nicht nur bei Gen Z. Das Leid der Unterwerfung, der eigenen Versklavung wird an Gen Z nur besonders deutlich, während es den Vorgängergenerationen noch durch ein Wohlstandsversprechen schmackhaft gemacht werden konnte. Das hat diese Generationen jedoch ins Unglück gestürzt und langfristige Unzufriedenheit hervorgerufen, die auf die Gen Z abgefärbt hat. Gen Z musste daraufhin einen Umgang damit entwickeln, und das geschah in Form der totalen Ablehnung. Diese Ablehnung ist vollkommen nachvollziehbar und eine gesunde Reaktion der jungen, durch das System traumatisierten Psyche.
Gen Z verrät uns damit sehr viel über das menschenverachtende System, in dem wir leben: Es stellt den Profit über das Glück der Menschen, degradiert diese zu Arbeits- und Konsumsklaven, um sich an ihnen zu bereichern, wobei es sie im Zweifelsfall auch massenhaft unterdrückt, einsperrt und mit Genspritzen traktiert. Damit deckt Gen Z auf radikale und für viele Boomer ungemütliche Art und Weise die Destruktivität des Systems auf, dem diese Boomer lange Jahre treu gedient haben, weil sie sich von seinen Versprechungen haben verlocken lassen. Gen Z bietet uns damit die Gelegenheit, die Missstände zu beheben und eine menschlichere Gesellschaft einzurichten. Dafür müssen aber insbesondere die Älteren, die sich so über Gen Z echauffieren, hinschauen wollen, auch ihr eigenes Leid unter diesem System anerkennen und sich ihrer Traumata bewusstwerden. Das jedoch ist in einer Zeit, in der gerade diese Menschen sich den neuen Heilsversprechungen von Trump, AfD und CDU zuwenden und die Rettung eines unrettbar verlorenen „Wohlstands“ durch diese Akteure erhoffen, nicht in erkennbarer Nähe.
Dieser Artikel erschien bereits bei Manova.
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Dieser Artikel ist nur eine sehr oberflächliche Betrachtung der heutigen Jugend. Denn, wie in jeder Generation, so muss man auch die heutige junge Generation differenzieren. Auch die heutige junge Generation ist, wie schon alle vorherigen Generationen, keine homogene Gruppe, in der alle dasselbe denken und alle das Gleiche machen.
Ich möchte ein Beispiel nennen:
Ich war mittlerweile auf mehreren Veranstaltungen von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmidt, weil ich wissen wollte, was für Leute dort hingehen und was dort diskutiert wird?
Diese Veranstaltungen waren überfüllt! Mehrheitlich waren die Leute in den Zwanzigern, eine Minderheit in den Dreißigern, und ich war der Einzige, der über 40 war.
Die dortigen Diskussionen liefen auf einem sehr hohen intellektuellen Niveau, das wesentlich höher war als das, das in vielen Diskussionssendungen der sog. „Freien Medien“ präsentiert wird.
Auf diesen Veranstaltungen wurde vor allem die Systemfrage diskutiert, und das auf einem inhaltlich äußerst fundierten Niveau. Zudem haben sich auf diesen Veranstaltungen die jungen Leute im Politisch-Inhaltlichen sowie in der Systemfrage konsensuiert.
Ich habe u.a. denen im Zusammenhang mit ihrem Wegbleiben von der aktuellen Friedensbewegung die Fragen gestellt, warum sie wegbleiben, ob ihnen diese Thematik egal ist?
Ich fasse die Antworten paraphrasierend zusammen: „Natürlich sind wir alle gegen Krieg, gegen irgendeine „Kriegstüchtigkeit“, und für den Frieden und eine Friedenspolitik. Wir bleiben deswegen fern, weil in der aktuellen Friedensbewegung die Systemfrage nicht gestellt wird! Dabei sind die westlichen Kriege systembedingt! Für eine nachhaltige Friedensordnung braucht es als Grundvoraussetzung neue gesamtsystemische Rahmenbedingungen!“
Findet sich z.B. dieses Verständnis auch in den älteren Generationen oder gar in der heutigen Friedensbewegung?
Und wenn ja, warum wird dann die Systemfrage von der heutigen Friedensbewegung nicht konsequent gestellt? Warum zeigen sich dann nicht die entsprechenden Handlungsnotwendigkeiten?
Wie hart das existierende System verteidgt wird, kann man zur Zeit u.a. an einen gewissen orangen Ding von der anderen Seite des Atlantiks sehen, plus an dessen devoten Glaubensbrüder und Schwesten diesseits des Teiches.
Wer von bestehenden Verhältnissen profitiert, wird alles tun damit sich nichts ändert. Auch mit Gewalt und Krieg.
JFK sagte mal (sinngemäß), wer eine friedliche Revolution nicht zuläßt, zwingt die Menschen zu einer gewaltsamen Revolution.
This is it.
Die, die friedliche Revolutionen verhindern, machen blutige Revolutionen unvermeidlich
John.F. Kennedy.
„Findet sich z.B. dieses Verständnis auch in den älteren Generationen […]?“
Meiner Erfahrung nach so gut wie gar nicht. Wer im Wirtschaftswunder mit dem Credo „Schaffe, schaffe, Häusle baue“ aufgewachsen ist, hat keinen Schimmer, wie das heute ist.
Die Boomergeneration ist meines Erachtens der größte Bremsklotz für sozioökonomische Veränderungen, den wir in Deutschland haben. Sie werden und wurden fürstlich alimentiert und sind der Meinung, das alles nur aus eigener Kraft geschafft zu haben, worin dann auch der Vorwurf an die jüngeren Generationen steckt.
> Sie werden und wurden fürstlich alimentiert und sind der Meinung, das alles nur aus eigener Kraft geschafft zu haben
Wer soll es denn sonst geschafft haben?
Die Boomer machten den Arbeitsmarkt dicht, weil sie so viele sind. Drum waren sie zu unbezahlten Überstunden und sonstiger Rackei gezwungen, wenn der Chef sie nicht durch einen Leistungsbereiteren ersetzen sollte.
An dem Punkt ist auch der Artikel ein bisschen schwach, weil er nicht sieht, dass der luftigere Arbeitsmarkt heute dafür sorgt, dass die Einsteiger mit Ausbildung sich ihre Stelle praktisch aussuchen können. Die Kids sind nicht durch das Internet verwöhnt, sondern der Arbeitsmarkt ist heute keine Käufermarkt mehr wie zu Boomerzeiten, sondern ein Verkäufermarkt.
Die Erklärung mit dem Internet, das die Kids verdirbt, ist aber natürlich sehr catchy. Bei den Boomern war das sie Rockmusik.
+++
Was Sie da sagen, ergibt wenig Sinn.
In den 70ern gab es Vollbeschäftigung, da stand keine industrielle Reservearmee bereit, um Löhne zu drücken und Arbeitstätige unter permanenten Leistungsdruck zu setzen. Als Lehrer wurde man nach kürzester Zeit zu 100% verbeamtet, Zeitarbeitsfirmen gab es nicht, ebensowenig Menschen, die sich von einem befristeten Vertrag zum nächsten hangelten oder nach dem Studium jahrelang als HiWi missbraucht wurden, die meisten Menschen konnten bis zur Rente im selben Job bleiben und so weiter. Die Rente war sicher, die Zinsen hoch, es gab Wachstum, man konnte für die Zukunft planen und Wohneigentum bauen. Wirtschaftswunder eben.
Verglichen mit heute waren das paradiesische Zustände. Wunderland ist abgebrannt, und Schuld soll die Generation X/Y/Z sein? Ja klar…
Gerade die Generation Z kann überhaupt nichts dafür, was hier seit der „geistig-moralischen Wende“ abgeht. Die armen Schweine sollen jetzt die Wirtschaft aus dem Dreck ziehen, das Klima retten, fünfmal soviele Kinder in die Welt setzen, kriegstauglich werden, mit knapp 3 Mrd. aufstrebenden Asiaten/Indern konkurrieren und all das während sie von Social Media und co. mit allerlei Schwachsinn bombardiert werden und der Aussicht auf Altersarmut im Nacken.
> 70er…Wirtschaftswunder eben.
Ein großer Teil der Erklärung. Auf diese Zeit nimmt der Artikel aber keinen Bezug. Die Wohltaten waren noch die Nachwirkungen der Zeit des Arbeitskräftemangels aus der Wirtschaftswunderzeit. Zum Arbeitskräftemangel – mein Argument – zeigt der heutige Verkäufermarkt auch wieder hin. Aber die heutigen „Gastarbeiter“ werden von Politik und Arbeitgebern nich mit offenen Armen aufgenommen, sondern erst mal mit Arbeitsverbot beaufschlagt und über Jahre und Jahrzehnte als Kostenfaktor im Sozialgefüge integriert. Da ist der Arbeitsethos der Neuen dann dem langsamen Siechtum überantwortet. Mit der Wirtschaftswunderzeit hat das nichts mehr gemein.
Diese Zeiger, hauptsächlich den Verkäufermarkt, verwechselt der Autor meiner Meinung nach mit Internet-Einwirkung.
Zu Boomern:
Mit dem Ölpreisschock ’73 kam die erste große kalte Dusche. Die Automatisierung schritt voran, aber die Gewerkschaften waren noch standfest. Anfang der 80er sprang die Arbeitslosenzahl über die 1 Million. Die Streichkonzerte bei Sozialem begannen und der Käufer-Arbeitsmarkt machten die Boomer immer gefügiger, die hartnäckig an Wohlstand durch Arbeit glaubten – siehe soziale Marktwirtschaft -, aber im Laufe der Jahrzehnte immer weniger erreichten. Hartz IV war der Einstieg Deutschlands in die Konkurrenz mit Billiglohnländern und der Ausstieg vom über ein Jahrhundert dauernden Dasein als Land der Ingenieure. Der wachsende Billiglohnsektor war der Lohn. Die Außenhandelsdaten ließen Deutschlands Industrielle und Arbeitgeber frohlocken.
https://www.boeckler.de/de/boeckler-impuls-was-gegen-ungleichgewichte-hilft-3671.htm
Die Technologieführerschaft wanderte bei immer mehr Sparten von Deutschland nach Asien. Die Technoligie wurde verkauft – Transrapid -, abgerungen – Solarzellen – und im Export-Opiumrausch verschlafen – Automobilantriebstechnik.
Dieselgate war die international anerkannte offizielle Urkunde der intellektuellen Degeneration Deutschland.
Wir werden sehen, ob die „formal gute Ausbildung“ der Jungen ausreicht, um das rohstoffarme Deutschland wieder auf einen gedeihlichen Weg mit guten Nachbarn zurückzuführen oder ob die in der Wirtschaftswunderzeit wurzelnde Hybris und das gute alte Herrenmenschendenken in die nächste ganz große Katastrophe führt.
(OK, das Erste glaube ich kaum und das Zweite aus verschiedenen Gründen gar nicht, aber die Theatralik bot sich jetzt einfach an.)
Obacht, den 68ern die i.d.R. zu den Bommern gehören, haben wir überhaupt das Aufbegehren zu verdanken.
Auch, wenn mir immer wieder von den damaligen Koryphäen gesagt wurde, das wir eigentlich nur sehr wenige waren.
Das bestreite ich nicht, und der Beitrag der 68er war gewiss wertvoll.
Aber wie schnell haben die all ihre Überzeugungen über Bord geworfen und sich dem System angedient, das sie bekämpfen wollten? Die meisten wahrscheinlich direkt nach dem Studium. Der berühmte „Marsch durch die Institutionen“.
Ist auch bei den späteren Generationen nicht anders gewesen. Ich bin in den Neunzigern erwachsen geworden und hatte viele Freunde, die man als Technohippies bezeichnen könnte: Raver, Haschdealer, Wagenburgler. Die haben (fast) alle irgendwann ihren Uni-Abschluss gemacht, und plötzlich war es Essig mit der Revolution. Ein Freund hat’s mir mal direkt in’s Gesicht gesagt: „Jetzt will ich endlich richtig Geld verdienen!“
Das System korrumpiert sie alle.
„Das System korrumpiert sie alle.“
Ja, das stimmt wohl. Man kann das den Menschen auch kaum vorwerfen…
Jaja, „die Systemfrage“.
Ole Nymoen und sein Lob auf die braven jungen Leute von heute und sich selbst:
„…blablablubber…ich finde das absurd…die jungen Leute wurden in den letzten Jahren ja schon einige Lasten auferlegt, ja gerade in den Zeiten von Corona. Das fand ich nicht falsch, ich habe mich selbst brav an alles gehalten. Es war richtig in dieser Form das so zu organisieren. Nun gibt es auch Einiges, was Vieles im Einzelnen trotzdem falsch gelaufen ist…blablablubber…“
https://www.youtube.com/watch?v=kRYJTX8xYRM
Ungefähr Min.: 34:00 – 34:40
Faszinierend, dabei wurde er noch nicht einmal nach einem Bekenntnis gefragt.
Ole Nymoen veröffentlicht ja gerne beim Jacobin, die haben ja eine große Nähe zur sog. Partei „Die Linke“ und sind mit die schärfsten Beförderer der Maßnahmen des Great Reset. Schon irgendwie Schizo, „Die Linke“ ermöglicht die Aufrüstung, Ole will aber nicht mitspielen. Der mitgelieferte pharmakologische Massenmord ist aber wieder sympathisch.
Und Wolfgang M. Schmidt trägt oft und gerne neue Garderobe, bespricht mal mehr mal weniger zutreffend Filme und hatte in dieser Reihe auch mal eine Sonderausgabe über Verschwörungstheorien, zwecks Diffamierung des so bezeichneten.
Ich weiß nicht, ich weiß nicht, schaut aus wie ein Kontrollmechanismus.
„Faszinierend, dabei wurde er noch nicht einmal nach einem Bekenntnis gefragt“
Absolut! Dieses eifrige und gehetzt bemühte Bekenntnis, war wohl Eintrittskarte und eigentliche Botschaft für diese Produktion.
Da macht einer seinen Job.
Das fand ich nicht falsch = völkerrechtswidriger Angriffskrieg = i condem Hamas !
> Für eine nachhaltige Friedensordnung braucht es als Grundvoraussetzung neue gesamtsystemische Rahmenbedingungen!
Das klingt ja sehr fluffig.
Hat einer von den 20-Jährigen auf „sehr hohen intellektuellen Niveau“ mal angedeutet, was damit gemeint ist und wo die Arbeitskreise stattfinden, die die Demos dazu vorbereiten?
Kann der Frieden wirklich so lange warten? Und – wie auch schon hier gefragt – was unternehmen diese Leute konkret zur Schaffung dieser Bedingungen?
Ich denke schon, dass sich dieses Verständnis auch in einem großen Teil der älteren Generationen findet. Sie wurde und wird aber deshalb nicht gleich mit gestellt, weil man sonst nie die Massen zustande gebracht hätte, die es braucht, um einen Unterschied zu machen. Zwar bleibt die Friedensfrage so immer prekär und vorläufig, aber manchmal drängt die Zeit…
Ole Nymonen, entspricht genau dieser stereotypen Generation, gegen die mit Recht gewettert wird.
Wie weiter unten schon von „Phineas“ im Videolink verdeutlicht wird, kann ich mir kaum einen anderen so angepassten Typen vorstellen, wie dieser „Ole Nymonen“ einer ist.
@Georg
„Auch die heutige junge Generation ist, wie schon alle vorherigen Generationen, keine homogene Gruppe, in der alle dasselbe denken und alle das Gleiche machen.“
Da stimme ich Ihnen voll zu. Es wäre auch schlimm wenn alle das Gleiche machen würden und es kene unterschiedlichen Interessen gäbe.
„Natürlich sind wir alle gegen Krieg, gegen irgendeine „Kriegstüchtigkeit“, und für den Frieden und eine Friedenspolitik. Wir bleiben deswegen fern, weil in der aktuellen Friedensbewegung die Systemfrage nicht gestellt wird! Dabei sind die westlichen Kriege systembedingt! Für eine nachhaltige Friedensordnung braucht es als Grundvoraussetzung neue gesamtsystemische Rahmenbedingungen!“
Das ist ja nicht grundlegend verkehrt und wir sollten ihnen mehr zuhören.
Andererseits könnten sie eine eigene oder neue Friedensinitiative mit Berücksichtigung der Systemfrage gründen.
Die Frage warum sie das nicht tun wurde vermutlich nicht gestellt.
Die heutige Jugend soll bis 70 arbeiten. Da sucht man sich doch einen Job der körperlich nicht anstrengend ist.
Deshalb!
Immer nur halbe Schippe, ein guter Bauhelfer hält sonst, nur drei Jahre durch.
Sehe ich auch so. Generation Schneeflocke. Total verweichlicht und zu nichts zu gebrauchen. Verwöhnt, weinerlich, nicht belastbar, hohes Anspruchsdenken, aber wenn sie selber Leistung erbringen sollen. Fehlanzeige.
So spricht die Generation Ignoranz. Lassen Sie mich raten, Sie sind noch in den 50ern aufgewachsen und hatten immer schön brav die Hände über der Bettdecke? 😉
In der Schule ordentlich auf die Fresse bekommen und die Überzeugung eingedroschen bekommen, so muss das sein! Immer schön nach unten treten. Wenn Gewalt nicht hilft, braucht es noch mehr Gewalt.
Danke, kann weg.
TexMex
ist Ottono’s neue Sockenpuppe, und er selber wohnt noch Zuhause bei seinen Eltern mit 45 Jahren.
Diese Leier haben sich schon alle Vorgängergenerationen anhören müssen.
Außer in der schönen Zeit wo die jungen Luschen alle flink wie die Wiesel, hart wie Kruppstahl und zäh wie Leder waren.
@Phineas
+++++
@TexMex
Offensichtlich kennen Sie keine jungen Leute, vermutlich haben Sie weder Kinder noch Enkel.
Anders kann ich mir Ihr dummes Geschwätz nicht vorstellen.
Wie qäre es Mal mit Anthropologie und Darwinismus mall völlig NEU gedacht?
Wir MÜSSEN! die genetische Vielfalt als Kulturschatz begreifen lernen!
Jeder verlorene DNA Strang, könnte eine größere Massenwnvernichtungswaffe bedeuten als wir uns eingestehen möchten, weil viele Menschen sich Mathematik als etwas unreizvolles vorstellen.
Dabei ist Sie die einzige Möglichkeit zu beschreiben in welcher Realität wir überhaupt existieren.
Und da wird es LEIDER sehr schnell nicht mehr NACHVOLLZIEHBAR! Mit den genauen Zahlen und der Vermittelbarkeit mit anderen Trockennasenaffen.
[ die Generation Z] trüge nichts zur Produktion bei und damit nichts zum Wirt schaftsleben. – Das trifft auf weite Teile der popkulturellen, polit-medialen und wissenschaftlichen Blödmaschine zu .
Jupp. Bulkshitjobwasserkopf hat sich da aufgeblasen und hält auch noch für etwas besseres. Man ist ja so gut ausgebildet. Man war ja an der Universität.
Der Begriff „Generation“ ist m. E. überbewertet bzw. bewusst irreführend.
Er wirft einfach alle Menschen einer gewissen Geburtenjahrgangsspanne in einen Topf, rührt kräftig durch, schreibt ihnen irgendwelche Eigenschaften zu und fertig ist eine „Generation“, z.B. „Gen Z“.
Man kann vielleicht im Rückblick auf Jahrzehnte so etwas wie Generationen voneinander abgrenzen und dadurch geschichtliche Epochen deutlich machen, aber keinesfalls kann man das schon in der Jetztzeit auf seriöse Art und Weise bestimmen.
Deshalb ist dieser künstliche und zeitgeistige Begriff „Gen Z“ auch vernachlässigbar. Er ist ja mehr oder weniger eine journalistisch-mediale Schöpfung, die eher der Stimmungsmache dient und zwar in negativer Art und Weise, denn es gilt, sich über „die heutige Jugend“ zu beschweren bzw. lustig zu machen.
Die obige Zeichnung vermittelt sicher einen guten Eindruck der äußeren Erscheinung von „jungen Leuten“ (jedenfalls in großstädtischer Hinsicht), aber sie täuscht doch über die wirklichen Zustände hinweg. Und um die geht es doch.
Was man doch objektiv feststellen kann, ist der Rückzug ins eigene Ich, ob nun aus Egoismus oder aus Angst vor anderen Menschen bzw. der Realität, lasse ich jetzt mal dahingestellt.
Diese ganze Generationen Zurodnung kommt aus der VS-amerikanischen Marktforschung. Die versuchen damit sich ein Bild zu machen, was diese Gruppen von Leuten so wünschen und wie man es ihnen verkaufen kann.
Das Jammern über die Jugend ist eine – wahrscheinlich- „sichere“ Konstante der Menschheitsgeschichte und wird seit 5000 Jahren schriftlich dokumentiert.
Der Ansatz, den Grund für die vermurkste Jugend bei den älteren Generationen zu suchen, ist zumindest legitim, kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Gejammer über die Jugend Ausgangspunkt bleibt.
*Boomer
–
Eine Frage habe ich dann doch noch:
Welche Traumata?
…erster weltkrieg … zweiter weltkrieg – schon vergessen??? oder nie wahrgenommen, welche verwüstungen, welches leid kriege generationenübergreifend IMMER im rucksack haben?
mir gefallen felix feistels überlegungen sehr und es erschreckt mich, daß schon wieder so viele mitläufer bereitwillig ihren arm ausstrecken und hinterher von nix was wissen oder, wie dan, unterkomplexe fragen stellen…
„Generationsübergreifende“ Traumata?
Was sie glauben, ist mir egal. Doch für ererbte Traumata gibt es keinerlei Belege, nur Behauptungen. Wenn Psychotherapeuten ihre Traumata-Behandlungen kostenlos anbieten, werde ich Umdenken müssen. Die Kirchen verkaufen das Heil im Himmel, der psychoanalytische Traumatherapeut das Heil im Kopf; bei beiden klingelts ordentlich in der Kasse.
Wann klingelts bei Ihnen?
,,für ererbte Traumata gibt es keinerlei Belege“
Belege dafür kann es auch nicht geben – Traumata werden nicht vererbt, sondern sozialisiert.
Ob du es glaubst oder nicht ist btw völlig egal… 😉
Man kann auch ohne Kenntnisse einen Kommentar schreiben.
Sowohl als auch:
Transgenerationale Traumata
„Ererbte Traumata, auch transgenerationale Traumata genannt, beziehen sich auf die Weitergabe von traumatischen Erfahrungen von einer Generation an die nächste, oft unbewusst und ohne dass die Nachkommen das Trauma selbst erlebt haben. Diese Erfahrungen können sich sowohl auf individueller als auch auf kollektiver Ebene manifestieren und zu psychischen Belastungen bei den Nachkommen führen.“
Psychogenetik
„Die psychogenetische Analyse ist die individuelle Betrachtung der persönlich emotionalen Veranlagungen eines Menschen.
Genau so, wie es genetisch vorprogrammiert war, von unseren Eltern und Großeltern Veranlagungen körperlicher Art, Talente oder Erkrankungen zu bekommen. Außerhalb unserer Macht, ob wir sie nun wollten oder auch nicht. Geerbt ist geerbt und das bleibt auch erst einmal so.“
https://psychogenetik.com/
„Vererbtes Trauma: Wie man es loswerden kann“
https://www.psychologie-heute.de/gesundheit/artikel-detailansicht/42721-vererbtes-trauma-wie-man-es-loswerden-kann.html
Übrigens:
Erna P sagt:
„Belege dafür kann es auch nicht geben –„
Nichts anderes habe ich behauptet…
,,Man kann auch ohne Kenntnisse einen Kommentar schreiben.“
comment geht auch gänzlich ohne etwas zu Verstehen…das belegst du recht eindrücklich 😉
Auch wenn du „schicke“ (Text-)Bausteinchen hast: lassen wir das, ist blanke Zeitverschwendung.
Meine Textbausteine belegen, dass diese Behauptung existiert. Mehr nicht.
Ich habe mir das nicht ausgedacht.
Mittlerweile wird die bisher nicht belegbare genetische in eine noch mysteriösere Sphäre der epigenetischen, gerne auch kollektiven verlagert. Auch das ist nicht meine Behauptung.
Bei der ganzen Diskussion um transgenerationale Traumata wird von psychoanalytischer Seite ignoriert, dass primär ein individuell geprägtes Trauma
vorhanden sein muss, bevor es überhaupt zu einem möglicherweise wie auch immer vererbten Trauma kommen kann. Die Behauptung der Weitergabe von Traumata entbehrt somit jeglicher Grundlage.
Im Gegensatz zu ihnen halte ich eine Diskussion darüber nicht für Zeitverschwendung.
Eine Diskussion bedarf gewisser Grundvoraussetzungen – dein inhalts- und verständnisloses Aneinanderreihen von Textbausteinen gehört eben nicht dazu bzw steht dem antagonistisch Gegenüber.
Für Jemand wie sie, der sich hier Systemimmanent gibt, existieren natürlich auch keine wie auch immer gearteten Traumata. 😉
Traumata existieren. Das war nicht die Frage. Die Frage war welche.
„Dafür müssen aber insbesondere die Älteren, die sich so über Gen Z echauffieren, hinschauen wollen, auch ihr eigenes Leid unter diesem System anerkennen und sich ihrer Traumata bewusstwerden.
Falls sie (gerne auch sie) lesen können, wäre ihnen eventuell aufgefallen, dass dies eine pure Unterstellung ist.
PS: solange ich mich lediglich systemimmanent gebe, bin ich ja beruhigt.
PSS: gibt es schon bezüglich der 12 Mondbesucher eine Antwort?
Anscheinend wissen sie nix über Psychologie. Sie wissen schon das der Mensch ursprünglich mal so etwas wie ein soziales Wesen gewesen ist oder? Auch DU!
10-20 Stammesbewohner. DAS WAR DIR GANZE DAMALIGE WELT. Und 200.000 Jahre Evolution kriegst du nicht mal eben durch „Smart“-Phone weggezüchtet.
Naja, aber genau diese Grundstruktur unseres Empfindens hat sich doch bis heute gehalten.
Die Empathiefähigkeit des Menschen beschränkt sich auf den so genannten „Inner Circle“: Eben genau die 10-20 Stammesbewohner, heute ist das die engere Familie und ein paar Auserwählte Nichtfamilienmitglieder/Freunde. Schon bei Cousins/Cousinen wird es unter Umständen knapp mit dem Mitgefühl/Interesse. Und wer aus diesem Kreis verstoßen wurde, ist auch komplett draußen. Da kenne ich genug Beispiele aus meinem Umfeld. Manche dieser Fehden endeten mehr als tragisch.
Und ob irgendwo „am Arsch der Welt“ Leute verrecken, wen juckt’s? Die meisten betrifft das nicht. Es fällt schwer, für anonyme Statistiken Empathie zu entwickeln.
Ich bin abgeschweift, das ursprüngliche Thema war doch Traumata, also eines kann ich Euch Allen jedenfalls garantieren, Traumata werden NICHT vererbt OK?
Und mehr wollte ich eigentlich gar nicht beisteuern zu dieser Diskussion. Aber wenn sich etwas ergibt ( Diskussion) wäre ich nicht abgeneigt.
Es gibt zwar so etwas wie eine „Prädisposition“ aber das ist eine völlig andere Geschichte.
Vererbung bitte nicht nur auf die mendelsche beziehen.
Schließlich kann man auch Häuser vererben. 😉
Da fällt mir der Apfel ein der nicht weit vom „Appel-Baum“ fällt.
BTW, Stimmt das überhaupt? Mit dem Stamm??
@Tommy
Sorry, ich habe keine Ahnung, wie ich weiterhelfen könnte!?
In Bezug der Begrifflichkeiten zw. Horde, Sippe und Stämmen kann ich folgendes beisteuern: Unter Stamm werden die Mitgliederzahlen mehrerer hundert Menschen bis zu tausenden bezeichnet, die sich an festen Orten bildeten. Unter einer Sippe wird der Zusammenschluss mehrerer Familien verstanden. 10 – 20 Hordenmitglieder dürften alleine nicht überlebensfähig gewesen sein. Die Schätzungen gehen daher eher von rund 50 – 90 Mitglieder aus (25 min. – 150 max.). Mal kurz nachdenken: wieviel von insgesamt 10 Mitgliedern waren jeweils Frauen, Männer, Kinder, Greise, Kranke?
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Horde_(Wildbeuter)
Nachtrag: unter Vorbehalt gibt m. E. auch die sogenannte Dunbarzahl einen Rahmen vor:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Dunbar-Zahl
Ehm Danke, ich wollte gar nicht so weit ausholen, alles was ich sagen wollte war das Traumata nix mit Genetik zu tun hat.
Das war es eigentlich schon.
Zitat von mir:
Ist Ihnen aufgefallen, das es keine der genannten Zivilisationen noch gibt, sie also tatsächlich untergegangen sind?
Der Zeitliche Zusammenhang ist insbesondere bei Sokrates deutlich. 404 v.u.Z. war die athenische Demokratie am Ende.
Der von Ihnen verwendete Argumentationsstrang wurde übrigens viel und gerne auch in der Spätphase der DDR verwendet.
Das zu den jeweiligen Zeitpunkten die Jugend „vermurkst“ war, kann durchaus der Wahrheit entsprochen haben.
Allerdings dürfte das der Ausdruck von Epochenbrüchen und tiefen zivilisatiorische Krisen sein, also weder die „Schuld“ der Jugend, als auch nicht die der Masse der älteren Generationen (von den Herrschenden mal abgesehen).
@Harry
Epochenbruch ist ein gutes Stichwort.
Bekannt ist auch, dass es keine durchgängigen antiken Dokumentationen gibt. Der Anspruch auf Vollständigkeit wird nicht erhoben.
Mit ging es nur darum aufzuzeigen, dass es sehr, sehr guter Belege bedarf, um aus dem Gejammer an der vermurksten Jugend fundierte Kritik werden zu lassen.
Die „formal gute Ausbildung“ kann ich nicht glauben.
Aus zwei Bereichen, Medien und Maschinenbau/ Mechatronik kenne ich die Testarbeiten von Bewerbern – im ersten Fall war der Großteil dieser nicht fähig einfache Abläufe und Beobachtungen beschreibend zusammenzufassen, hatten erhebliche Schwierigkeiten Inhalte literarischer Texte wiederzugeben, viele lasen dermaßen im Zeitlupentempo, dass sie kaum mehr Zeit für die Ausführung der Testarbeiten hatten, weil sie in den Vorgaben festhingen.
Was dann kam war zu mehr als 2/3 grammatikalisch und orthografisches Waterloo.
Nicht viel besser der zweite Bereich.
Simpelvorgaben wie aus mehreren 2 D Ansichten die 3D zu entwickeln, Unterstufenmathe, erstellen von Statistik und Statistikinterpretation, ein paar Fragen aus der Bionik und Nachrichtentechnik, kennmanicht, wissmanicht, hamma noch nie gehört..
Lichtblicke gab es aber auch; einige wenige die im Verhältnis zu den anderen wie Genies erschienen..
„Formal“ halt, über die Bedeutung dieses Begriffs sind wir uns doch wohl einig…oder?
Formal, heißt nämlich, das jeder dahergelaufenen Minderbemittelte heutzutage Recstswissenschaften oder Medizin studieren kann. 😉
Und das gilt auch für Europa, nicht nur für Deutschland.
Verallgemeinerungen bringen gar nichts. Es gibt in jeder Generation die einen und die ganz anderen.
Und das Lästern über die faule, ungeeignete, lebensunfähige junge Generation gab es in allen vorherigen Generationen auch. Demnach müsste, wenn das stimmt, die Menschheit schon seit Generationen auf dem absteigenden Ast sein.
„Demnach müsste, wenn das stimmt, die Menschheit schon seit Generationen auf dem absteigenden Ast sein.“
Den anstehenden Weltkrieg verpasst was? Keine Sorge, er kommt zu dir.
Wir befinden uns auf einem kulturellen und technologischen Plateau. Kulturell gesehen gibt es für die junge Generation nichts mehr, was „ihr gehört“. Alles ist schon einmal ausprobiert worden, im Zweifelsfall von den eigenen Eltern oder sogar Großeltern.
Technologisch gesehen ist der Aufbau der IT-Infrastruktur nun abgeschlossen – durchaus vergleichbar mit dem Ende des Aufbaus der globalen Transport-Infrastrukturen vor vielen Jahrzehnten. Es gibt keine weitere Westexpansion, keine New Frontier, im übertragenen Sinne. (BTW, das Fehlen einer solchen „Frontier“ ist der Grund für den aktuellen, allgegenwärtigen Techno-Kitsch, siehe etwa Musks Mars-Besiedelung.)
Was soll man also tun, was arbeiten? Ich denke, in der materiellen Ökonomie (also nicht in den sozialen Berufen) geht es heutzutage vor allem um Wartungsarbeiten – also die Instandhaltung bereits bestehender materielle Strukturen, auf denen der kulturelle Überbau nun einmal beruht.
Und wer macht diese Wartungsarbeiten? Deutsche Gymnasiasten, die aus bildungsnahen Familien stammen, wohl eher nicht. Somit bildet sich auf dieser „unteren“ Ebene ein bestimmtes Milieu heraus, welches sensiblere Gemüter geradezu abschreckt. Viele junge Menschen, die kognitiv etwas auf die Reihe bringen könnten, werden deshalb geradezu in „höhere“ Bullshit-Jobs (etwa Medien, Verwaltung) gezwungen.
Wenn viele Mitglieder der GenZ verweichlicht sind und zu harter Arbeit nicht zu gebrauchen, dann wird das mit Wehrpflicht und Kriegstüchtigkeit so schnell nichts. Das ist doch durchaus positiv.
Die Ansichten von jungen Leuten wie Ole Nymoen sind dann auch noch geeignet zur Wehrkraftzersetzung. Alles in allem ein Hoffnungsschimmer, dass die grassierende Kriegsbesoffenheit der europäischen Eliten mangels Masse an Kanonenfutter ins Leere läuft.
Der Autor hat in fast allen recht,
drückt dies aber sehr langatmig und umständlich aus!
Werfen wir doch einen Blick auf die ökonomische Situation der Jugend so kann man sagen, im Gegensatz zu uns Älteren hat sie keine Zukunft mehr. Die akademische Jugend bekommt keine Festanstellung mehr, muß sich von Zeitvertrag zu Zeitvertrag durchhangeln. Die Arbeiterjugend leidet unter der zunehmenden Arbeitslosigkeit, denn es gibt Fachkräftemangel nur in der Pflege und einigen anderen sozialen Berufen. Hier ist aber die Bezahlung sehr schlecht. Die Agenda 2010 – von der SPD verbrochen – schuf mit Leiharbeit und Zeitverträgen die Grundlage für die schlechte Lage der Jugend. Wenn die Industrie einbricht, bleiben für die Arbeiterjugend keine gutbezahlten Jobs in der Industrie.
Ständig erzählt man dieser Jugend ihre Rente sei nicht sicher, weil die alten faulen Säcke alle (erzwungen durch Abfindungen bei Jobverlust) alle frühverrentet werden wollen.
Für diese Zukunft soll die Jugend mit der Waffe gegen eingebildete Feinde kämpfen?
Nein danke!
Der junge Anwalt sollte letzteres viel lauter hinausschreien!
Eine faule Jugend? Klar doch, waren wir doch auch, verschrien als Hippies, ,(G)Jammler, Kommunisten, Anarchisten, usw..
Also im Westen nix Neues, Alte gegen Junge- Junge gegen Alte, es lebe das Sytem der Spaltung denn davon profitiert es.
Nur kein solidarisches Handeln aufkommen lassen und die Gruppen aufeinander hetzen.
Also mal ehrlich, die heutige Jugend ist auch nicht schlechter als wir damals, halt nur anders und das ist ganz normal und sollte auch so sein!
Ach was…
Das „sollte so sein“???
Na dann gute Nacht.
Rien a ajouter.
Du wirfst wieder eine Matheaufgabe nur mit einem Endergebnis in den Raum. wie du auf das Endergebnis kommst, lässt du außen vor… Ob das auch Richtig ist, mal ganz egal… Ich würde auf jeden Fall gerne wissen, was dich dazu bewegt hat, diese recht abwertenden Zeilen absondern zu müssen…
Ich kann da eigentlich nur herauslesen: „Seit ihr alle blind? Seht ihr es nicht?“
Ja lasse uns Unwissende doch mal auch daran teilnehmen!
Die Borniertheit und Naivität der Boomer-Generation in vielen politischen Dingen überrascht mich, Baujahr Ende 70er, dann doch. Ich erinnere mich, meine Alterskohorte rund um die Generation X hat früher mit Wohlwollen auf die 68er geschaut, insbesondere wenn es um Popkultur oder hedonistisches Linkssein (Recht auf Faulheit etwa, hehe) ging. Tja, die Zeiten sind wohl vorbei.
Ich beschwörew heute noch, überall, „Das Recht auf Müßiggang“! 😉
Der Schlenker zu den „neuen Heilsversprechungen von Trump, AfD und CDU“ am Ende des Artikels irritiert, hätte der 1992 geborene Autor doch die Möglichkeit, sich von einer der zahlreichen Gesslerhüten der Boomer-Generation (etwa dem „Kampf gegen Rechts“) selbstbewusst zu emanzipieren und zu sagen, was ist: Trump steht in erster Linie für eine Boulevardisierung der Politik. Viele ältere Menschen schaffen es nicht, das Theater zu erkennen, sie nehmen etwa das Links-Rechts-Schema nach wie vor viel zu ernst. Die Jüngeren könnten über diese Dinge cool und aufgeklärt hinwegsehen. Das war in Teilen auch schon bei der Vorgänger-Generation X der Fall.
Ich gehe ja im Großen und Ganzen bei den meisten Aussagen im Artikel noch mit, aber der Schlusssatz
„Das jedoch ist in einer Zeit, in der gerade diese Menschen sich den neuen Heilsversprechungen von Trump, AfD und CDU zuwenden und die Rettung eines unrettbar verlorenen „Wohlstands“ durch diese Akteure erhoffen, nicht in erkennbarer Nähe.“
müsste doch der Wahrheit halber noch ein bisschen modifiziert werden: Trump, AfD und CDU, sowie die „Grünen“, die „Linke“, die SPD, die ÖR, die „Klimapäpste“…….
Tatsächlich liegt der Haken daran, dass Obrigkeitshörigkeit, egal zu welcher Partei oder Institution die Menschen daran hindert, ein besseres Leben zu leben. Nur wer sich nichts befehlen, sich nicht kontrollieren und unterdrücken lässt, hat eine Chance dem Hamsterrad zu entkommen. Selbst denken und sein handeln danach orientieren. Die „Mächtigen“ sind nur so lange mächtig, so lange man sie gewähren lässt.
Nahezu jede politische Partei fordert Chancengleichheit. Wie obiger Beitrag dies richtig behauptet, gibt es diese jedoch nicht. Vielmehr wird der gesellschaftliche Aufstieg mit der Zeit immer schwieriger.
Was ist aber der Grund?
Für eine freie Fahrt ins Kanzleramt hatte Friedrich Merz (CDU) als erstes Deutschlands Schuldenbremse gelöst.
Daher stellten zahlreiche Medien vor fünf Monaten die Frage: Kann sich Deutschland das wirklich leisten?
Selbst Heiner Flassbeck befürwortete in folgendem Video der Mission Money sogar MEGA-Schulden:
Warum wir MEGA-Schulden brauchen – und Trump Recht hat
…er sagt: „sonst geht alles den Bach runter“
https://youtu.be/3APlkm9x_cE
Gleichzeitig findet man in seinem Online-Magazin Makroskop aber auch Beiträge wie:
Geld ohne Schulden. Geht das?
Wessen Schulden?
Dirk Müller erklärt in folgendem Video die Ursachen des immer schnelleren Schuldenanstiegs:
Dirk Müller – Ursachen der Verschuldung und des Wachstumswahns
https://www.youtube.com/watch?v=HtMTVvMIzEE
Friedrich Merz will den Schuldenanstieg mit staatlichem Sparen abbremsen. Er will etwa beim Bürgergeld sparen, weil wir doch sonst vermutlich gar nicht arbeiten.
Ähnlich behauptet Carsten Linnemann etwa bei Caren Miosga: Zu wenige Rentner arbeiten
Kann der Kapitalismus es aber wissen, welche Art von Arbeit wir benötigen?
Schließlich sorgt die immer weiter ansteigende Verschuldung im gesamten System dafür, dass wir immer öfter völlig sinnlose Bullshit-Jobs verrichten müssen.
Arbeit kann man derzeit eben auch nur dann bekommen, wenn sich jemand anderes mit seinen Ausgaben verschuldet. Wegen der immer schneller zunehmenden Unternehmenskonzentration wird es aber mit der Zeit immer schwieriger überhaupt noch einen Wirtschaftsakteur zu finden, der sich mit seinen Ausgaben verschulden kann.
Warum ändert sich nichts?
Etwa Dieter Hallervorden platzt der Kragen: Die da oben kleben fest!
Er sagt: das ist keine Demokratie, sondern Selbsthypnose.
Obwohl die Themenarbeit unserer Kartellparteien verkehrter kaum sein könnte, präsentieren sich eben diese jetzt für die anstehende NRW-Kommunalwahl mit besonders großflächigen Plakaten:
Die FDP sagt etwa:
Die Kraft zur umfassenden Modernisierung Deutschlands steckt in den Kräften der freien Wissenschaft und der Sozialen Marktwirtschaft.
Hierzu:
Die Abgeordnetenentschädigung beträgt seit dem 1. Juli 2025 monatlich 11.833,47 Euro
Wo nehmen unsere Abgeordneten ihre Bezüge überhaupt her?
Staatsverschuldung von Deutschland von 1950 bis 2024
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/154798/umfrage/deutsche-staatsverschuldung-seit-2003/
Was aber leistet die FDP?
Alexander Graf Lambsdorff
Angebot von FDP-Vorstand an alleinerziehende Frauen: Kauft Euch doch ’ne Immobilie
Fahr – Doch – Porsche
„[Eine] äußerst peinliche Tatsache … geht mit allen Versuchen, den Markt als die höchste Form menschlicher Freiheit darzustellen einher: dass historisch gesehen unpersönliche kommerzielle Märkte aus Diebstahl entstehen.“
― David Graeber, Schulden: Die ersten 5.000 Jahre
„Nahezu jede politische Partei fordert Chancengleichheit.“
Das ist halt leider nahezu unmöglich umzusetzen. Dazu müsste jeder neu geborene Mensch die selben sozioökonomischen Startbedingungen vorfinden, was im Kapitalismus niemals der Fall sein wird. Sobald jemand erbt, ist er oder sie im Vorteil. Kinder aus akademischen Haushalten haben eine um den Faktor 10 (!) höhere Chance, den höchsten Bildungsabschluss zu erreichen und haben auch in anderen Bereichen (z.B. Gesundheitsversorgung, kulturelles Kapital usw.) die Nase vorn. Dann gibt es in jedem Land strukturell sehr unterschiedliche Gegenden. Es macht einen Unterschied, ob man in Baden-Württemberg oder im Ruhrpott geboren wird.
Da stellt sich doch die Frage, wie man Chancengleichheit auch nur annähernd erreichen will.
Es geht nicht darum nur eine Chance zu haben.
Das ist viel zu kurz gegriffen.
Denk mal darüber nach….
Nochmal für alle
Der Kapitalismus, also unser derzeitiges Wirschaftssystem, baut sich auf „Schulden“ auf.
Wer das noch nicht gerafft hat, sollte einfach die Fresse halten!
@Motonomer:
Okay… Ist ja richtig. Ich verstehe dich in sofern dass du den richtigen Schuldigen benennst. Im Prinzip reden wir hier von Technokratie, Imperialismus, Transhumanismus… Und da sind wir bei komplett irren Milliardären die die halbe Welt inzwischen ihr eigen nennen, uns geschickt gegenseitig ausspielen und den Kapitalismus und auch verschiedene Urinstinke als Waffe gegen uns benutzen. Ich habe sicherlich noch ein paar weitere Angriffsvektoren vergessen… Hilf mir da weiter, wenn du möchtest.
Nur die Frage wie man es herüberbringt, dass es auch jeder versteht. Du verkürzt zu sehr und vergisst dabei einfach die genauen Gründe zu nennen.
Einfach zu sagen Kapitalismus ist das Grundübel und dann sagen: „Versteht das endlich, ansonsten haltet ist Fresse“, ist kontraproduktiv. Erklären und warum. Es reicht nicht dass du in deinen Kopf die Schlüsse gezogen hast. Quasi als „Vordenker“. Erkläre bitte warum… Es wirkt auch irgendwie von oben, gar arrogant…
Das ist jedenfalls mein ganz persönlicher Eindruck…
Die extremst reichen Milliardäre die die Regierungen in den USA verkürzt gesagt „kaufen“ und die eigentlichen Mächtigen auf der Welt sind… Ich werfe mal Peter Thiel, Elon Musk, Bill Gates in den Raum um nur ein paar zu nennen… Alles absolut größenwahnsinnige Psychopathen, die die Welt gottgleich nach ihren Gutdünken formen wollen. Mache von denen sich sich gegenseitig Spinne feind, andere verstehen sich recht gut miteinander und arbeiten zusammen.
Klar ist dass der Kapitalismus das Werkzeug ist, dass diese erst diese Macht aufbauen konnten.
Nun geht die Phase weiter: Kapitalismus heißt ja nicht einmal Marktwirtschaft, sondern einfach reicher werden um jeden Preis. Ein Kapitalist hat kein Problem damit, dass es Monopole gibt, solange er selbst dieses ist…
In einer Volkswirtschaft (weltweit gesehen) sind alle Schulden und Guthaben gegengerechnet = null… Vollkommen egal ob im Kapitalismus oder wo sonst. Nun ist dem so, dass der Kapitalist Guthaben anhäufen will. Ergo müssen die Schulden bei den anderen Steigen. Somit hat dieser auch zwei klappen auf einmal geschlagen. Je mehr Guthaben, desto mehr Macht hat dieser über den Schuldner… Natürlich nur so lange dieser Schuldner bleibt. Wenn es eigentlich nötig wäre Schgulden zu streichen, als den nötigen Reset in einer Marktwirtschaft, wird sich der mit viel Guthaben natürlich mit Händen und Füßen gegen wehren und damit ist dieser in letzter Zeit immer erfolgreicher…
Ich halte das ganze als Webfehler des Systems überhaupt. Ein Guthaben zu beschränken durch bspw. Schwundgeld nach den Anarchisten Silvio Gesell, wäre eine Möglichkeit. Durch den Schwund des Nennwerts kann niemand ein Geldvermögen anhäufen. Und damit wird es auch keine Schulden geben… Nur Marktteilnehmer die Geld als Tauschmittel sehen, niemand der sich ein Vermögen ansparen kann. Gleichzeitig entfällt damit aber auch die Möglichkeit genügend Mittel zu sparen um Grund und Boden zu erwerben… Naja, dass kann man ohne Privateigentum des Grunds regeln, damit jeder genügend Platz zum Wohnen und auch Waren zu produzieren, usw hat… Da wird die eine Hälfte nun insgesamt schreien „Utopie“, oder meinetwegen auch „Träumer“, oder Naivität vorwerfen… Die andere Hälfte wird vielleicht sagen: Da ist was dran, aber die Natur des Menschen spricht dagegen! Haben beide Parteien, es gibt sicher noch ein paar andere, irgendwie recht…
Jetzt genug gefaselt. Meine Quintessenz des Textes ist: Ich würde gerne wissen, warum du zu diesen Schluss kommst, der für mich zweifelsfrei richtig ist, deine Gedanken dahinter…
Weil der Kapitalismus auf unbegrenztem Wachstum und Profit basiert.
Weil die kapitalistischen Strukturen, Reichtum bei ein paar Wenigen akkumuliert.
Weil der Kapitalismus auf Konkurrenz, anstelle von Kooperation baut
Ohne Kapitalismus gäbe es keine Kapitalverbrechen, keine Drogenhändler, keine Banker, keine Börse kein Blackrock, State street, Vanguard und Konsorten, keine Versicherungsfuzzies, keine Steuerberater, keine Werbung, keine Armut und keine Exklusion und das Wichtigste keinen Krieg.
Uns wir hätten, bei echt nachhaltigem Wirtschaften eine 10 Stunden Woche.
Der Umwelt und den Ressourcen würde Genüge getan.
Aber, solange die Leute glauben, mit Geld mehr Geld machen zu können, oder denken, dass Konsum glücklich macht, wird das alles wohl niemals passieren.
Nochmal für unsere kommentargewordene Zwangsstörung :
Wer hier „die Fresse zu halten“ hat, haben Sie nicht zu bestimmen. Ihr permanentes, völlig sinnfreies Gebrabbel wird ja schließlich auch toleriert. M.E. handelt es sich bei Ihnen sowieso um ein nicht besonders kreatives U-Bo(o)t.
Sie können zwar gerne mit Ihrem völlig infantilem Bullshit fortfahren, ernst nehmen wird Sie deswegen trotzdem niemand.
Jemand, der über ein echtes Bewußtsein verfügt, weiß, wann es Zeit ist, sich zurückzuziehen. Bei Ihnen ist das schon einmal ein sehr deutlicher Hinweis darauf, daß Sie über ein solches nicht verfügen.
Als ausgebildeter Lehrer in verschiedenen Sportdisziplinen, muss ich leider feststellen, das die überwiegende Mehrheit der heutigen Jugend (bis 35) nicht einmal in der Lage ist einfachste praktische Fähigkeiten umzusetzen.
Die können kein Dreisatz, sind oft nicht einmal befähigt an der Tankstelle Luft auf die Reifen zu bekommen, oder auch eine analoge Uhr richtig abzulesen.
Geschweige denn, ein Fahrradreifen selbst zu flicken, oder solche einfache Wartungsarbeiten wie Öl nachfüllen bei einem Auto durchzuführen.
Manche wissen nicht einmal, das man ab und zu mal nach dem Öl schauen sollte.
Es gibt Jugendliche, die nicht einmal in der Lage sind sich selbst die Schuhe zuzubinden.
Das wurde mir von Lehrerinnen meines Vertrauens immer wieder erzählt.
Was die Bildung betrifft sieht es eben nicht besser aus, also, wundern tut mich das nicht.
Das Einzige, was fast allen geläufig zu sein scheint, ist der Umgang mit den Smartphones und natürlich, Datteln, sprich Videospiele spielen.
Der mir auf Nachfrage am häufigsten entgegnete Spruch ist, was ich nicht weiss, kann ich ja „bei „Google“ nachschauen.
Dann bis zum nächsten Stromausfall… 😉
P.S. Viele der Jugendlichen sind ängstlich, können komplexere verschachtelte Säte nicht richtig interpretieren und haben auch verschiedenste Probleme in der direkten Kommunikation, auch mit gleichaltrigen Genossen.
„Daddeln“ heißt das. Datteln sind was zum Essen.
Die können „keinen“ Dreisatz. Man flickt einen Fahrradreifen, und nicht „ein Fahrradreifen“. Und es heißt immer noch, „dass“ man ab und zu mal nach dem Öl schauen sollte. Wie Kommata funktionieren verstehen Sie wohl auch nicht, so zufällig wie Sie die in Ihre Sät(z)e hinein würfeln.
Sorry, aber das konnte ich mir jetzt nicht verkneifen. Wer über die Bildung anderer herzieht, und selbst so schauderhaft schreibt, muss sich Kritik gefallen lassen. 😉
@ DasNarf— Machst du jetzt einen auf Klugscheisser oder wie darf ich das verstehen?
Mit meinem Beitrag ging es mir nicht um „Bildung“, sondern um elementare Kenntnisse, adäquat am echten Leben teilzunehmen.
Bildung, kommt auch nicht mit und über gute Rechgtschreibkenntnisse. 😉
Außerdem, war meine schulische Laufbahn eher prägend im Ausland beheimatet.
Ich spreche aber 3-5 Sprachen und verstehe noch ein paar andere mehr.
In meinem bewegtem Leben, hatte ich nie Zeit, mich um richtige Rechtschreibung zu kümmern, da ich sowieso immer eher praktisch orientiert war.
Meine Fähigkeiten, bezüglich der allgemeinen Lebensbewältigung sind dank meiner hervorragenden Ausbildung, anfangs als Andersdenkender über den Quertreiber hin zum subversiven Element „summa cum laude“, erlauben es mir, mich jederzeit mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln, dieser Gesellschaft zu widersetzen.
Deswegen zeichne ich mich einfach dadurch aus, dass ich die meisten Dinge, die viele Leute als elementar wichtig erachten, als komplett überflüssig ansehe.
Ich habe Sozialwissenschaften in Montpellier studiert…nur mal so nebenbei. 😉
Eine gute Rechtschreibung und damit verbunden eine klare Ausdrucksweise ist Teil der Bildung und ein wichtiges Fundament gesellschaftlicher Kommunikation, oder wollen Sie das etwa bestreiten?
Sie möchten doch auch, dass man Ihre Texte liest, oder? Ich für meinen Teil habe wenig Lust, einen Text zu lesen, den ich erst dechiffrieren muss. Da kann man sich doch etwas Mühe geben. Vielleicht lege ich bei Ihnen auch etwas strengere Maßstäbe an, weil Sie sich hier immer so hochintelligent und allwissend geben. 😉
Als wenn meine Texte unlesbar seien?
Ich drücke mich doch in der Regel sehr dezidiert aus.
Seien Sie nicht so empfindlich, das war alles nur halb ernst gemeint.
Ich necke Sie einfach gerne. Sie fordern es eben ein kleines bisschen heraus. 😉
Im Prinzip stehen wir beide auf der selben Seite. Nur nicht beim Thema Gewalt, das müssen wir noch aushandeln. 😀
Eine kleine Satire also. 😉
@DasNarf
Deshalb heißt es ja auch so treffend :
Nur wer eine klare Sprache beherrscht, ist in der Lage, dem Gegenüber Ravioli zu bieten.
Vielleicht ist er auch einfach nur beim Trampolinchen in die Lehre gegangen…
@Motonomer
Ganz offensichtliich haben Sie dann wohl als Lehrer versagt, denn wo sollen die jungen Leute denn lernen wenn nicht in der Schule.
Er war doch wenn überhaupt nur Sportlehrer. Und wenn man seine Beispiele liest, so wird nichts davon im Sportunterricht gelehrt, ansonsten von den genannten Fähigkeiten wird das Schuhe zubinden meist im Kindergarten, das Uhr ablesen meist in der Grundschule und der Dreisatz in Mathe gelehrt und die anderen „Fähigkeiten“ eigentlich gar nicht. Er wäre dann also – falls er jemals als Lehrer unterrichtet haben sollte – maximal für eine etwaige nachlassende Fitness (und Bewegungsfähigkeit) der jüngeren Generation mitverantwortlich, wobei er dieses aber sicherlich auf das ganze Videospiel zocken und vor der Glotze sitzen schieben würde.
Zu allererst durch ihr nächstes Umfeld.
Die Schule sollte dazu da sein, einmal erworbenes Interesse adäquat zu vertiefen.
Ich war nie an einer normalen Schule beschäftigt.
Meine Tätigkeiten beziehen sich mehr auf meine Eigenschaften als Tennis und Endurolehrer.
Wenn man kein eigenes Auto hat, muss man auch kein Luftdruck bei Autoreifen messen (und ggf. die Autoreifen an einer Tanke aufpumpen) oder Öl nachfüllen. Sofern man es einmal gemacht hat, sollte man dieses können (sofern man dieses nicht bei einem anderen Auto-Typ anschließend nochmal machen muss 😉 ), und beim ersten Mal kann man auch freundlich nachfragen. Schuhe zubinden muss man auch nicht bei allen Schuhen und bei vielen Turnschuhen (mit Schnürsenkeln) reicht auch einmal die Schuhe ordentlich zuzubinden (um anschließend dann mehrere Monate die Schuhe auch an-/ausziehen zu können). Ein Fahrradreifen muss man auch maximal dann flicken, wenn man ein Fahrrad hat, ansonsten ist dieses unnötig.
Somit bleibt von den Beispielen vor allem das Nichtkönnen des Dreisatz übrig, wobei durchaus auch ältere Generationen da ihre Schwierigkeiten hatten, vor allem diejenigen (von der älteren Generation), die mit ihren schlechten Mathe-Zensuren (und Leistungen) in der Schule im späteren Leben geprahlt haben. Ob die Schwierigkeiten nun bei weniger verbreitet ist oder bei mehr – im Vergleich zu gewissen vorherigen Generationen – ist offen, in jedem Falle gibt es heutzutage eben doch mehr Möglichkeiten auch ohne Kenntnisse des Dreisatzes zu recht zu kommen ;-).
In Bezug dazu, dass die heutige Jugend mutmaßlich häufig keine Analoguhren mehr richtig lesen kann, frage ich mich, ob es nicht früher hieß, dass die heutige Jugend (bzw. besser – aus heutiger Sicht – die damalige Jugend) keine Analoguhren mehr richtig lesen kann, sofern die Uhr nun mit römischen Zahlen beschriftet ist (bzw. besser war), also die Jugend in vielen Fällen nur Analoguhren mit arabischen Ziffern richtig lesen konnte ;-). In jedem Falle wird wohl mit Generation zu Generation das Lesen von Sonnenuhren schlechter ;-).
Ansonsten ändern sich von Generation zu Generation die „praktischen Fähigkeiten“, welche man haben sollte (oder auch als relevant angesehen werden).
ps. Also wenn ich von der jüngeren Generation (also < 35) wäre, so würde ich bzgl. ihres Kommentars "Dann bis zum nächsten Stromausfall…" mit folgendem Antworten: "Beim Smartphone ist ein Stromausfall irrelevant, sofern das Smartphone noch geladen ist, und eben nicht bei allen Rechenzentren von "Google" ein Stromausfall herrscht.".
pps. Wenn ich an manche Beiträge, welche Antworten auf andere Beiträge (in den Artikel-Kommentaren) waren, von Ihnen denke, dann könnte man auf die Idee kommen, dass auch Sie vielleicht in manchen Fällen Schwierigkeiten haben könnten, nun Sätze, welche nicht unbedingt zu komplex oder zu verschachtelt sein müssen, und Textpassagen richtig zu interpretieren, wobei richtig interpretieren nicht unbedingt bedeutet, dass Sie die Sätze (und Textpassagen) so interpretieren, wie diese vom Autor der Sätze (oder Textpassagen) gemeint waren, sondern die verschiedenen Bedeutungen, die die Sätze oder Textpassagen haben können, zu verstehen, wobei hier jeweils die Gesamtheit der verschiedenen (und möglichen) Bedeutungen gemeint ist, und eben nicht nur die Bedeutung, welche Sie jeweils gerne hätten, bzw. Sie gerade in den Satz (oder die Textpassage) hineininterpretieren (bzw. hineininterpretieren möchten), wobei ich hier offen lasse, ob die jeweilige Interpretation von Ihnen jeweils auch wirklich eine mögliche Interpretation des Satzes bzw. der Textpassage ist.
Nein, nein, das muss man alles heuzutage nicht mehr können, wozu hat man Google und einen Taschenrechner.
Wenn der Begriiff „Schwurbler“ nicht schon neuerdings anderweitig besetzt wäre, könnte er treffender für ihren Sermon nicht sein.
Zu den „Laberfächern“, welche man auch Schwurbelfächer nennen könnte, wird häufig auch Sozialwissenschaften gezählt. Und ich will Ihnen Mal hier nicht widersprechen, da Sie sich ja damit auskennen sollten, was „Schwurbelei“ ist und ich auch einfach Mal annehme, dass Sie wirklich Sozialwissenschaften studiert haben – obwohl natürlich auch häufig Etwas als Schwurbelei bezeichnet wird, um sich dann nicht weiter mit Etwas inhaltlich auseinander zu setzen.
Dummerweise habe ich Recht, auch, wenn sie immer versuchen alles zu relativieren.
Das wir ihnen aber nicht gelingen.
q.e.d. bzgl. meines „pps“ (von 8:51).
Lesen sie selbst doch mal ihren Schwachsinn.
Sie relativieren und schwurbeln was das Zeug hält
Ich weiß nicht einmal warum sie das machen, weil es nicht einmal einen tieferen Sinn ergibt.
Sie machen das nur mit ihrer verqueren Ausdrucksweise nur noch komplizierter.
Hochbegabt. Eindeutig hochbegabt. 😄
Ich bin ja soo sensibel.. mon Pote.
„ps. Also wenn ich von der jüngeren Generation (also < 35) wäre, so würde ich bzgl. ihres Kommentars "Dann bis zum nächsten Stromausfall…" mit folgendem Antworten: "Beim Smartphone ist ein Stromausfall irrelevant, sofern das Smartphone noch geladen ist, und eben nicht bei allen Rechenzentren von "Google" ein Stromausfall herrscht.".
Na dann können Sie mit Ihren über 35 Jahren beruhigt sein. Denn schließlich wissen Sie zweifelsohne, dass das Funknetz von Strom abhängig ist – ergo bei einem Stromausfall oder Blackout ebenso wenig wie alles andere funktioniert.
Aber eines stimmt – wenn das Smartphone komplett geladen ist, kann man dieses noch immer als kurzzeitige Taschenlampe (zum Erhellen) nutzen! 🤭
Grins. Ja, bei einem flächendeckenden Stromausfall – so wie vor einiger Zeit in Spanien (und Portugal), gibt es dieses Problem.
Sie scheinen doch weit unter 35 zu sein – macht aber auch nix.
Selbstverständlich nur bei („flächendeckendem“) nationalem oder kontinentalem oder globalem Ausfall.🤣
Basst scho.👍
Ähm, ihnen ist klar, dass man mit Mobiltelefon durchaus auch direkt eine Verbindung mit dem Internet (ohne Funknetz) aufbauen kann. Nur dafür braucht man – im Falle einer Sattelitenverbindung – dann eine operationelle Relaisstation für die Sattelitenverbindung (da das Smartphone dafür nicht ausreichend sein wird) oder ein noch operatives Wlan-Netz (bei dem man sich einloggen kann und die Zugangsdaten für die Authentifizierung hat, wobei allerdings dann das Wlan-Netz selbst eine Sattelitenverbindung haben muss). Im ersten Fall braucht die Relaisstation mindestens eine autonome (notfall) Stromversorgung (unabhängig vom Stromnetz). Und auch im zweiten Falle muss zumindest ein Teil des Wlan-Netzes eine autonome (notfall) Stromversorgung haben.
Im Falle des Funknetz selber muss noch zwischen dem Ausfall einzelner Sendemasten, wobei durchaus die Möglichkeit besteht, dass einige Sendemasten eine Notfallstromversorgung (unabhängig vom restlichen Stromnetz) haben können, und dem Totalausfall des Funknetzes unterschieden werden (bei dem z.B. die Rechenzentren, welche das Netz betreiben, selber vom Stromausfall betroffen sind und es dafür keine Notfall-Stromversorgung gibt).
Bei einem Ausfall des Stroms in einem Häuserblock (oder auch mehreren) kann durchaus aus Teilen des, vom Stromausfall betroffenen, Gebiets noch eine Funkverbindung zu einem (funktioniernden) Sendemast bestehen (z.B. weil dieser eben außerhalb des vom Stromausfall betroffenen Gebiets liegt).
Glaube ich dir, dass ein Teil der Jugendlichen wirklich so sind… Nur wer hat es so weit kommen lassen? Wer hat es ihnen vorgelebt? Lag es vielleicht an den Lehrern, die teils vollkommen überfordert mit allem sind? An den Eltern? Beides, oder kommen noch andere ins Spiel?
Irgendwo muss es herkommen.
Btw.: ich kenne genug 16-30 jährige die nicht so sind. Handwerklich begabt, ja die können sich im Schadensfall sehr gut um ihre Rennräder und Gravelbikes kümmern, sehr sportlich, und auch nicht dem Smartphone verfallen.
Gut, die sind meist auch besser gebildet und deren Eltern hatten sich gut in ihrer Jugend um diese gekümmert…
Eines sind die aber leider auch: Absolut Unpolitisch… Denen geht das vollkommen auf den Sack, weil die sich absolut ohnmächtig diesbezüglich fühlen.
Zu dieser Gelegenheit zitiert man in der Regel Sokrates sowie einen gewissen Indianerhäuptling mit der Klage, daß die seinerzeit heutige Jugend selbst kurze Strecken lieber zu Pferde zurücklege als zu laufen.
Etwas Anderes ist eventuell die Bildung, die wie der Sozialstaat dem Neoliberalismus geopfert wurde. Die Technik selbst wird sowohl positive wie auch negative Auswirkungen auf die Bildung haben.
Ansonsten ist die Generation Z in interessante Zeiten geboren.
Ich fahre auch immer mit meinem GTI zum Briefkasten… lächel 😉
Der ist mittlerweile aber auch schon so weit weg, das man sich schon überlegt, ob man diesen Weg noch zu Fuß machen möchte.
Das Pferd wäre doch auch eine Überlegung wert, nur dauert es immer so lange bis die gesattelt sind. 😉
Ersatzweise, fahre ich mit meiner Enduro auch mal schnell ohne Helm…einfach, weil es Spass macht.
Der Indianer braucht keinen Sattel, er tritt aus dem Wigwam, pfeift sein Pferd herbei, schwingt sich auf dessen Rücken und läßt sich zum Wigwam der Lehrerin seines Vertrauens tragen…
Ja, da ist was dran…. 😉
Nachtrag
Apropos Winnetou.
Da hab ich was für Dich: https://youtu.be/NOXdj7OnuKU?feature=shared
@Motonomer
Ja, ja, die alten Säcke Sie behaupten immer die Jugend sei schlecht.
Meine Fresse, wie kann man nur so krank im Meisenstübchen sein.
Vermutlich haben die jungen Leute einfach auch keinen Bock auf solche Tütenbläser und Aufschneider wie Sie es zu sein scheinen.
Da muss ja zwangsläufig Ihre gekränkte Eitelkeit durchschlagen und behaupten die Jugend sei unfähig.
Ich gebe nur die Wahrheiten wieder…nichts weiter, einfach weil mich das interessiert.
Weil ich immer wissen wollte, weshalb, wieso, warum.
Das ist eben meine Natur, den Dingen immer auf den Grund zu gehen.
Ich bin überhaupt nicht gekränkt oder fühle mich in meiner „Eitelkeit“ verletzt kicher….
Ich gebe nur ganz analytisch meine Erfahrungen auf diesem Gebiet wieder.
Mir ist die Jugend doch scheissegal, ich mache noch ein paar Jahre, bis die ersten Haselnüsse fliegen, oder es eben so unerträglich wird, das ich vielleicht irgendeine Dummheit begehe.
Im Übrigen waren meine Tätigkeiten bis ins Frühjahr 2020 sehr gefragt, vor allem bei den Jugendlichen.
Einfach weil ich alles was ich in die Hand nehme, eben auch fundiert durchziehe und was den Lehrbetrieb angeht, eben auch sogar mehrsprachig vermitteln kann. .
@Gilbert
Mir scheint der „Sportleherer ist eingerostet und schafft es nicht aufs Pferd 🙂
Das Leben ist eben kein Ponyhof.
Motorräder sind mir im allgemeinen auch lieber. 😉
Ja ja, die Faule deutsche Jugend mal wieder. Die wollen sich partout keine Mühe geben und eine Ausbildung machen um zum Mindestlohn bis zur Altersarmut und zum Tod für unsere Göttlichen Oligarchen und ihre Diener, zu schuften.
Dabei sind doch Arbeitssklaven so wichtig für das Wohlergehen dieses Oligarchischen Paradieses. Sollen etwa die denen alles gehört Arbeiten gehen? Das geht doch nun wirklich nicht, die Sklaven sollen gefälligst Arbeiten, mit Geld können die sowieso nicht umgehen, deshalb brauchen sie auch am besten gar keines.
Umso mehr können sich die Göttlichen Oligarchen und ihre Kreaturen einstecken. Deshalb muss das Faule Pack motiviert werden, Armut und Propaganda, dazu noch viel Zwang und wo nötig etwas Gewalt, dann wird das schon werden.
Das ist ungefähr die Denke der Oligarchen und des größten Teils der Politik. Was besagt, das die Gesellschaft, bevor sie sich nicht von diesem Ballast getrennt hat, zum Untergang verdammt ist.
++++
Danke.
Natürlich geht es nie um die verlogenen Heuchler in Politik und Medien. Um die bewußte Spaltung und das Treten nach unten. Um das völlig selbstverständliche und permanente Selbstbereichern unserer sogenannten ‚Eliten‘.
Ich kann mich da nur wiederholen : wie geistesgestört muss man sein, um nicht zu erkennen, daß man immer und immer wieder und in jeglichen Bereichen von unseren sogenannten ‚Volksvertretern‘ in höchstem Maße verarscht und in einer nicht mehr zu übersehenden Größenordnung abgezockt wird ?
Wie unaussprechlich dumm muss man sein, um sich einreden zu lassen, daß ein sogenanntes ‚Sondervermögen‘ zur angeblichen Selbstverteidigung „unserer“ „wehrhaften“ „Demokratie“ (allein diese Benutzung völlig leerer und vorhersehbarer Phrasen spricht für sich) legitim sei, währenddessen man den Sozialbereich kürzt und kürzt und natürlich die Rentner auch noch mit einbeziehen möchte ? Es ist zwar herbe, aber wer dem nichts – in welcher Form auch immer – entgegensetzt, darf sich über die entsprechenden Konsequenzen nicht wundern. Und, ehrlich geasgt, der kotzt mich auch einfach nur an.
Ist der Artikel mehr als eine verquere
Mischung von Vulgär-Psychologie, Vulgär
Soziologie und Pseudo Polit-Analyse ?
Die Höcke-Jugend in Thüringen ist überhaupt nicht faul und bringt diesen verlotterten, westdeutschen Boomer-Saftladen endlich wieder auf Vordermann!
(Das war nur Satire, ein Späßle, nicht ernst gemeint, Ironie war in den 90ern noch vollkommen normal, okay, bitte nicht canceln…)
5000 Jahre Generationenkonflikt aus historischer Sicht von Philosophen:
https://bildungswissenschaftler.de/5000-jahre-kritik-an-jugendlichen-eine-sichere-konstante-in-der-gesellschaft-und-arbeitswelt/
Das wird wohl die nächsten 5000 Jahre so sein. Tiere haben das Problem nicht, dort müssen oft Kinder die Eltern nachahmen, nur vum zu überleben. Sarkasmus ein: Hätten die Menschen die blöde Zivilisation, Sprache, Technik und das ganze moderne verweichlichende Zeugs nicht erfunden, hätten sie dieses eine Problem der undankbaren Jugend nicht. Dann wären alle weltweit (Zahl ist frei erfunden) 2 000 000 Elternpaare (und -innen) auf der Welt froh, dass ihnen die Kinder (und -innen?) zuschauen und eifrig lernen, wie man einen Faustkeil schnitzt und sich gegen einen wilden Bären mit einem Holzprügel wehrt. Früher war die Welt eben noch in Ordnung.
Ich liebe meine Kinder trotzdem, das Leben ist eben eines der härtesten und ohne Kinder für mich weniger als halb so schön. Eine Frage ist auch, ob sich Leute mit Kindern mehr oder eher weniger Gedanken über die verdorbenen Jugendlichen machen als Leute ohne eigene Kinder (oder aus zeitlichen und nervlichen Gründen machen können?)
Ich bin mit Baujahr Ende 1982 ein älterer „Millenial“ (Gen Y) und habe gerade noch so die Kurve bekommen ein eigenes Haus bauen zu können. Im Jahr 2020/21 gebaut und gerade noch so dem Materialmangel und dem Preisanstieg entkommen.
Erst kürzlich hat mir ein Kunde (Großkonzern) erzählt daß bei Ihnen Berufseinsteiger zu wesentlich schlechteren Konditionen eingestellt werden, also noch vor z.B. 20 Jahren.
Auch alles kein Wunder. Der Kapitalismus ist in seiner Endphase angelangt und der Reichtum der Allerreichsten kann nur noch steigen indem die unteren Schichten verarmt werden.
Zusätzlich scheint mir eine Wertevermittlung an die ganz junge Generation mittlerweile fast komplett zum Erliegen gekommen zu sein. Mehr als Materialismus ist da scheinbar nicht mehr. Das war selbst in meinen jungen Jahren noch etwas anders – wobei da vieles eher über die Großeltern lief.
Und hier kommt ein – m.E. sehr wahres – Zitat Winston Churchills ins Spiel:
„“One of the signs of a great society is the diligence with which it passes culture from one generation to the next. This culture is the embodiment of everything the people of that society hold dear: its religious faith, its heroes…..when one generation no longer esteems it’s own heritage and fails to pass the torch to its children, it is saying in essence that the very foundational principles and experiences that make the society what it is are no longer valid. This leaves that generation without any sense of definition or direction, making them the fulfillment of Karl Marx’s dictum, ‚A people without a heritage are easily persuaded.'“
Kein Wunder daß die junge Generation keinen Bock auf gar nichts mehr hat. Der letzte Satz des obigen Zitats scheint mir aber das beabsichtigte Resultat zu sein.
Während die „Alten“ bei Kündigungswellen in Großbetrieben dank gewerkschaftlicher Tarifverträge weitgehend Kündigungsschutz genießen, werden grundsätzlich die Auszubildenden nicht übernommen. Sie sind auch Opfer bei Thyssen-Krupp, wo aktuell bis zu 11000 Mitarbeiter auf der Entlassungliste stehen. Dann landen sie irgendwo bei dubiosen Sklaventreibern. Lehnen sie das ab, droht die Hungerkeule von der Arbeitslosenverwaltung. Die Herrschenden verstehen es glänzend, Jung gegen Alt auszuspielen. Wenn die Jungen und die Alten dieses perfide Spielchen durchschauen würden, wüßten sie, das nicht jung und alt, sondern ARM und REICH die Probleme sind.
„Der Unternehmer heißt Unternehmer, weil er etwas unternimmt und der Arbeiter heißt Arbeiter, weil er arbeitet. Würden jetzt die Arbeiter mal was unternehmen, müßte der Unternehmer arbeiten!“
Auch hier ist Kapitalismus das eigentliche Problem.
Auf X ist eine Karikatur aufgetaucht, die Weidel und von Storch mit Plakaten zeigt, auf denen „Das Ende ist nah“ steht. Gut getroffen, die klingen wirklich langsam wie die Zeugen Jehowas. Ganz besonders zielen sie dabei auf die Jugend. Wie schwer die es habe und wie sie betrogen werde.
In diesen Kontext kann man diesen Beitrag stellen. Ein Apolut und Manova-Rdakteur. Da überrascht das ja nicht.
Vielleicht hat die Weidel gar nicht mal so Unrecht. 😉
Es ist nicht fair, der Jugend irgendeine Schuld zu geben. Die Jugend kann ja auch nur mit dem leben, was ihre Altvorderen geschaffen haben. Wenn man einer Generation „die Schuld“ geben kann, sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht, dann ist es die Generation der sog. Boomer. Die heutige Jugend wird bitter bezahlen, was die Boomer zu verantworten und an kurzfristigen Profiten eingestrichen haben, sie wird vor allem eines: Arbeiten, arbeiten, arbeiten. Arbeiten für Fremde. Man wird sie nicht vom Haken lassen.
Ich nehm mich mal ganz raus, denn ich war von Anfang an im Widerstand.
Außerdem, habe ich auch genau aus diesem Grund keine Kinder.
Weil ich mich nämlich genau nicht in diese Situation, wie wir sie heute haben bringen wollte, nämlich meinen Kinder erklären müsste, warum denn alles so scheisse ist. 😉
„Die Jugend kann ja auch nur mit dem leben, was ihre Altvorderen geschaffen haben“
Tja, nach Deiner Logik konnten die „Boomer“ ( in Zukunft werde ich die Jugend als Rotzlöffel betiteln!) eben auch nur mit dem leben was vorher geschaffen wurde, undsoweiter usw…..Wie wäre es denn, mal selbst etwas zu schaffen anstatt das Alte zu zerstören und anschließend zu jammern und zu greinen weil nix mehr da ist?? Wir Boomer und unsere Eltern haben etwas geschaffen, was nicht perfekt war, aber Welten besser als das, was die heutigen verwöhnten Rotzlöffel zu bieten haben!
„in Zukunft werde ich die Jugend als Rotzlöffel betiteln!“
Liebe Luisa mach das bitte nicht. Mit wie vielen Jugendlichen hast du es denn im Alltag zu tun? Sollte man die allesamt unter einem diffamierendem Begriff subsumieren? Ich habe sehr viel mit Jugendlichen zu tun und ich versichere dir, die sind genauso gleichförmig und unterschiedlich wie die übrige Bevölkerung. An Kategorisierungen mangelte es die letzten Jahre wahrlich nicht, seien es Klimaleugner, Coronaleugner, Russland-und Putinversteher usw. Diese Kategorien haben allesamt eines gemeinsam: Sie dienen dazu sich mit einem bestehenden Problem nicht auseinander setzen zu müssen. Ich verweise gerne noch einmal auf den Beitrag von Dan:
Jugend
* Die Jugend achtet das Alter nicht mehr, zeigt bewusst ein ungepflegtes Aussehen, sinnt auf Umsturz, zeigt keine Lernbereitschaft und ist ablehnend gegen übernommene Werte“ (Keller, 1989, ca. 3000 v. Chr., Tontafel der Sumerer).
* „Unsere Jugend ist heruntergekommen und zuchtlos. Die jungen Leute hören nicht mehr auf ihre Eltern. Das Ende der Welt ist nahe“ (Keilschrifttext, Chaldäa, um 2000 v. Chr.)
* „Die heutige Jugend ist von Grund auf verdorben, sie ist böse, gottlos und faul. Sie wird niemals so sein wie die Jugend vorher, und es wird ihr niemals gelingen, unsere Kultur zu erhalten“ (Watzlawick, 1992, ca. 1000 v. Chr., Babylonische Tontafel).
* „Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer. (Sokrates, 470-399 v.Chr.)
* „Ich habe überhaupt keine Hoffnung mehr in die Zukunft unseres Landes, wenn einmal unsere Jugend die Männer von morgen stellt. Unsere Jugend ist unerträglich, unverantwortlich und entsetzlich anzusehen“ (Aristoteles, 384-322 v. Chr.)
Ich wollte eigentlich etwas ähnliches schreiben, aber Dan hat das so schön recherchiert und zusammengefasst, dass dem nichts mehr hinzuzufügen ist.
@Two Moons
Hallo!
Ich versuche mal eine vermittelnde Sichtweise, die einen Kompromiss zwischen der von Ihnen und auch @Dan präsentierten Relativierung der Kritik an den jungen Leuten und den nicht aus der Luft gegriffenen Beschwerden über Gen Z versucht.
Der eigentliche Punkt scheint mir der, dass vermutlich zu fast allen Zeiten die junge Generation etwas andere Maßstäbe und vielleicht auch Fähigkeiten hatte als die vorangegangene Generation. So ist der Lauf der Welt, so war es in Babylon und im Alten Griechenland, so war es auch um 1970 und so ist es auch heute noch.
Naturgemäß beklagen sich dann Vertreter der jeweils älteren Generation, die etwas erwarten, was von der nachwachsenden Generation nicht wie erwartet „geliefert“ wird.
Andererseits sind es aber i.d.R. nicht diese älteren Menschen, deren kritische Einschätzung der jungen Generation in die Geschichtsbücher eingeht. Analog zum Spruch, dass die Sieger die Geschichte schreiben, sind es m.E. mehrheitlich die Vertreter der jungen Generation, die sich selbst später „verewigen“ und die ihr (positives) Selbstbild in den Medien und Geschichtsbüchern hinterlassen, denn sie sind sozusagern altersbedingt schon in nicht so langer Zeit die „Sieger“ – während die Alten im Rentenalter sind …
Daraus folgt nun aber nicht(!), dass die junge Generation in bestimmten operationalisierbaren Kompentenzen (z.B. Leseverständnis, Lesetempo, handwerkliche Fertigkeiten, Pünktlichkeit) keinen Rückschritt aufweist!
Die Kompetenzverluste dürften auch wirklich nachweisbar sein.
Diese objektiv gegebenen Rückschritte werden allerdings schon etwas später nicht mehr problematisiert und treten in den Schatten von Erfolgen und neuen Kompetenzen, bei denen diese junge Generation dann wiederum glänzen kann (z.B. irgendwas bei bei Tik Tok oder Youtube machen).
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Die entscheidende Frage ist dann allerdings die, ob die neuen Kompetenzen den Verlust bei den alten Kompetenzen ausgleichen können oder ob die Kompetenzverluste insgesamt doch so erheblich sind, dass sie die Stabilität des Wirtschafts- und Gesellschaftsmodells gefährden … ?
„Die entscheidende Frage ist dann allerdings die, ob die neuen Kompetenzen den Verlust bei den alten Kompetenzen ausgleichen können oder ob die Kompetenzverluste insgesamt doch so erheblich sind, dass sie die Stabilität des Wirtschafts- und Gesellschaftsmodells gefährden“
Leider hat sich die frage berits beabtwortet – ja die „neuen Kompetenzen“ müsst eman eher als Kompetenzverlust bezeichnen.
Immerhin ist es ja so, dass der allgemeine IQ je Kohorte hierzulande sinkt – seit über 20 Jahren. Ergo sum: die leute werden dümmer.
Wobei dumm und faul ja nicht zwingend zusammengehört, dann schon eher gebildet und faul – das passt wie die Faust aufs Auge, wobei ich da vor allem die sogenannten Geisteswissenshaften anpeile.
Die produzieren schon viel zu lange viel zu viel intellektuellen Dünnpfiff, auf Kosten der real Arbeitenden (vulgo: Arbeiter).
Irgendein ein anderer Leser schrieb weiter oben, dass man auch bei der Gen Z natürlich differenzieren müsse: nicht alle sind so, wie von Herrn Feistel u.a. skizziert.
Das ist nun aber in der Tat fast die wichtigste Frage, ob bei der Gen Z die angesprochenen negativen Merkmale ganz allgemein auftreten – wenn auch in mehr oder weniger starker Ausprägung – oder ob es womöglich zusätzlich auch einen Zusammenhang mit bestimmten sozialen und regionalen Milieus gibt.
So könnte man die Hypothese aufstellen, dass womöglich die junge Generatiuon, die in den Großstädten und in behütenden Familien der Mittelschicht („Helikoptereltern“) aufwächst, in etwas stärkerem Maße betroffen ist als die junge Generation im ländlichen Raum, die etwas mehr Kontakt zu praktischen und handwerklichen Tätigkeiten und Berufen sowie vermutlich auch zur Arbeit auf dem eigenen Grundstück hat. Nicht, dass bei der Gen Z im ländlichen Raum absolut heile Welt sei, vielleicht aber doch eine geringere Ausprägung der Defizite.
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Mir persönlich scheint die von Herrn Feistel vorgenommene Begründung der Defizite mit Corona und den diversen Krisen etwas zu wohlwollend.
Damit möchte ich den Angehörigen der jungen Generation aber keinen Schuldvorwurf machen, denn sie sind das Produkt ihrer Umwelt. Von daher ist zwar das Klagen über diese Generation berechtigt, aber man sollte sie nicht zu sehr mit Vorwürfen i.S. von persönlichem Versagen überziehen. Andererseits ist es aber wichtig und richtig, ihnen zu spiegeln, wie man ihre Art und ihre Schwächen erlebt.
Dass die sog. Boomer-Generation bestimmte Sachen erfunden und eingeführt hat, finde ich hingegen völlig bedeutungslos.
Ich persönlich sehe als Ursache der Probleme in stärkerem Maße als Herr Feistel einerseits die Auswirkungen der Digitalisierung (-> Smartphones, digitale soziale Netzwerke usw.) und andererseits die Folgen einer übertriebenen Verwöhnung durch Eltern und Lehrer, die ihren Kindern/Schülern oft keine Ansagen mehr machen, zu wenig klare Grenzen setzen und ggf. eben nicht mehr konsequent sanktionieren – und stattdessen von ihnen geliebt werden wollen. Auch die Schule ist nicht mehr fordernd genug.
Was der heutzutage jungen Generation fehlt, sind ihre Eltern, weil die sich auch nur noch für Geld interessieren und nicht für ihre Kinder. Ihre Kinder werden dann so ignorant wie sie selbst.
@Grubenhund
9. August 2025 um 20:34 Uhr
Ja, vieles liegt an den Eltern – sei es durch deren Überbehütung, sei es durch emotionale Verwahrlosung oder auch durch symbiotische Konstellationen. Ein weites Feld.
Ich fürchte, dass die aktuelle (Fehl-)entwicklung angesichts der Rahmenbedingungen gewissermaßen unvermeidbar ist.
Das, was wir heute haben, wurde doch schon vor zehn, 15 Jahren von Kinder- und Jugendpsychiatern prophezeit … !
Es befinden sich viele Grobmotoriker und Bewegungsidioten unter den jungen Leuten. Selten sowas von handwerklich ungeschickten Menschen gesehen.
Positive Ausnahmen bilden manche Mädchen, die sich fürs Handwerk interessieren.
Der Rest hat sich Entfremdungsprozessen und Konsumismus hilflos ausgeliefert und damit abgefunden. Autodidakten ? Fehlanzeige, obwohl das Internet voller Anleitungen ist. Die erwarten, dass ihnen jeder den Arsch nachträgt.
Leute…..“ Geht nicht..“, geht nicht !
Wenn was nicht geht, macht man so lange bis es geht !
Wie gut, dass es nach dem nächsten Krieg garantiert nichts mehr aufzubauen gibt.
>>Autodidakten ?<<
Als glühender Autodidakt hattest du schon vor 20 Jahren die absolute A-karte, wenn du nicht außerdem einen lückenlosen, akademischen Streberlebenslauf vorzuweisen hattest. Sonst hattest du auch damals schon nur eine Chance auf einen mies bezahlten Job in einer Entsorgungsfirma für gescheiterte Existenzen, in der du für jeden Dreck angepöbelt wurdest, für den du überhaupt nichts konntest.
„…während der inszenierten Coronapandemie“, „…propagierte Klimakrise“, „…Klimaideologie“
Ernsthaft? Leugnung der Coronapandemie und der menschengemachten Klimakrise in einem ansonsten lesenswerten Artikel über die heutige Jugend. Diese Art Leserschaft wollt ihr ansprechen? Ich finde es gut, wie euer Magazin sich für Frieden und gegen die derzeitige Kriegspolitik einsetzt. Aber mit Artikeln, die solche „alternativen Fakten“ einstreuen, werdet ihr mich nicht zu einem zahlenden Leser machen.
Das Problem ist die zunehmende Perspektivlosigkeit der Gesamtgesellschaft in Anbetracht von Verlustängsten, existenzbedrohender globaler Umweltzerstörung, immer neuen ausbrechenden und eskalierenden Kriegen (Verteilungskämpfen größeren Maßstabs), ausufernder Korruption, gnadenloser Umverteilung eines völlig aus dem Ruder gelaufenen Raubtierkapitalismus, grassierendem Sado-Populismus und wohlfeiler Unfähigkeit in Politik und Medien, völligem Werteverfall – die Liste ist so lang, dass sie jeden Rahmen sprengt.
Woher sollen gerade junge Menschen ihre Motivation und Leistungsbereitschaft nehmen, wenn ihnen die Gestaltungsmöglichkeiten für ihre eigene Zukunft systemisch vorenthalten werden und sie nur als Rädchen in einem selbst inzwischen weitgehend dysfunktionalen Getriebe funktionieren sollen, von der Vernichtung ihrer Lebenszeit in digitalen Scheinwelten nicht zu reden. Die innere Kündigung findet da vielleicht schon vor dem Eintritt ins Berufsleben statt. Die übliche Mobberei hatte indessen noch nie irgendeinen Nutzen oder sittlichen Nährwert aber hier ist sie besonders kontraproduktiv.
@Grubenhund
Glauben Sie wirklich, dass sich so viele junge Leute für diese Dinge interessieren … ?
Ich bezweifle es.
Welchen Horizont hat denn ein durchschnittlicher 20- Jähriger oder 25-Jähriger?
Das bezweifle ich ebenfalls aber das ist kein Grund für mich, mich nicht dahingehend zu äußern, die meiner Ansicht nach bestehenden, gesamtgesellschaftliche Missstände wenigstens oberflächlich zu benennen.
Das ist zwar so, als würde in Peking ein Schmetterling husten aber wer weiß, wozu es noch gut ist.
Danke für Ihr Interesse!
👍
Die Jugend von heute war schon immer schlecht. Wir uebrigens auch. Ich bin mit einem gewissensgeprueften Ehemann verheiratet, der seinerzeit als Zivi von Politik und Medien gern als Drueckeberger beschimpft wurde, weil er lieber 3 Monate laenger als ein Soldat Zivildienst im Altenheim geschoben hat, als eine Waffe in die Hand zu nehmen. Die Boomer waren damals schon die Last der Gesellschaft, Klassen mit ueber 40 Kindern, die Wirtschaft war nicht vorbereitet, es gab nicht genuegend Ausbildungsplaetze , die Jugendarbeitslosigkeit war hoch. Die langen Haare der Maenner outeten sie als Gammler und auf die 68-er wird heute noch geschimpft, obwohl es ohne sie nie eine Aufarbeitung der Nazizeit gegeben haette. Bafoeg gab es nur fuer sehr wenige, weil die Einkommensgrenzen der Eltern sehr niedrig angesetzt wurden. Studienkredite gab es gar nicht. Die Friedensbewegung brauchte lange, bis sie ernst genommen wurde. Die Umweltschutzbemuehungen (Jute statt Plastik) wurde belaechelt, die Nordsee stand vor dem Kippen und die Fluesse waren verseucht. Aber wen interessiert’s?
„Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.“ – Sokrates
Die Jugend als homogene Gruppe gibt es nicht, von daher sind solche Zuschreibungen eher unpassend.
Ich, auf dem Lande lebend, erlebe die „Land-Jugend“ nach wie vor als Leistungs- und Ziel-orientiert – sie wollen etwas erreichen, und arbeiten dafür.
Wo ich aber den Titel – „die faule Jugend“ – als passend emfinde, ist bei den städtischen und studentischen Jungen.
Diese Gruppe würde ich als arbeitsfaul, hysterisch, egozentrisch und komplett faktenbehindert bezeichnen.
Ich mache das an folgenden Beobachtungen fest:
– Die Landjugend lernt von Montag bis Freitag, mehr oder weniger intensiv, am Wochende wir die Sau rausgelassen, und am Montag stehen sie wieder auf der Matte. Müde vielleicht, aber sie sind da.
– Die Stadtjugend klebt sich auf den Asphalt, und wenn sie nicht kleben, dann gehen dieselben Idioten mit dem Flieger nach Thailand in die Ferien (siehe Tatsachenberichte in den Zeitungen!!!) – und wenn sich diese dämlichen Flitzpiepen nicht auf den Asphalt kleben wegen dem Klima oder in Thailand drumdüsen, dann haben sie Angst, dass die Welt in wenigen Jahren vor Hitze verbrennt.
Meine Güte: daran zeigt sich exemplarisch, dass die univsitäre Bildung nur mehr Idioten produziert – und mehr Bildungs-Geld nochmehr vom gleichen idiotischen Gesoxe.
Ja und wenn diese Flitzpiepen dann weder auf dem Asphalt kleben noch in Thailand rumdüsen noch in die Hosen machen wegen Hitze: ja dann verhindern diese komplett durchgeknallten Idioten, dass in der Universtität kontroverse Vorträge gehalten werden können (welche vielleicht sogar ihren beschränkten Intellekt etwas öffnen könnten), es sei denn mit massivstem Polizeischutz.
Wer da denkt, diese komplett versifften Studenten seinen die zukünftige Elite: der denkt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten!
Ja, Elite – aber am Arsch – das sind sie!
Für die finanzierende Gesellschaft eine komplette Fehlinvestition!
Also kurz zusammengefasst: die städtische und universitäre Jugend: ja die sind dummm, faul und dämlich!
Aber das ist nur ein Teil der Jugend – leider ein viel zu grosser – aber das wird unsere Gesellschaft auch erst merken, wenn sie rausfindet, dass diese studierten Idioten keine Schraube gerade reinkriegen – egal ob in Holz oder in Metall – sondern nichts als Luftnummern sind – und solche, welche noch wissen, wie das geht – dh. wie man unsere Infrastruktur vom Grossen bis ins Kleine am Laufen halten kann, kaum mehr zu finden sind.
Das wären dann Fachleute – nein, keine Fachkräfte: Fachkräfte, das sind die aus Syrien etc eingewanderten Ingenieure, Chirurgen, Raketenwissenschaftler und Physiker, also die Goldstücke – hmm – wo sind die denn alle eigentlich hin ? Ahja, der Fachkräftemangel: Synonym für Illusionen und Lügen, welche sich in Luft aufgelöst haben. Aber das ist ja OT – linke Lügen und Märchen müssen in einem anderen Kommentar verarbeiten werden.
Bei Fachleuten spricht man dann vom Fachleute-Mangel – wobei man durchaus auch Fachmänner-Mangel sagen dürfte, denn Fachfrauen findet man ja beim physischen eher nicht, die frauen findet man dafür zur Genüge in den Bullshit-Fakultäten und Nonsens-Geistes-Richtungen. Ohje – auch wieder OT.