
War Jeffrey Epstein wirklich nur ein exzentrischer Milliardär – oder das sorgfältig inszenierte Produkt eines größeren Machtgefüges? Hinter der Fassade aus Reichtum, Einfluss und Wissenschaftsförderung verbarg sich womöglich kein genialer Finanzier, sondern ein Konstrukt. Die entscheidende Frage ist nicht, was Epstein tat – sondern für wen.
Im Jahr 2002 wird der Mathematiker und Hedgefonds-Manager Eric Weinstein in Epsteins Stadtvilla in New York eingeladen. Eine junge, attraktive Frau öffnet ihm die Tür und führt ihn in einen Vorraum. Er setzt sich auf einen Stuhl und wartet auf Epstein. Sein Blick fällt auf ein auffällig großes mechanisches Kunstobjekt. Neugierig steht er auf, um es näher zu betrachten, und entdeckt dabei eine kleine Fingerkamera, die direkt auf ihn gerichtet ist. Zuerst fühlt sich Weinstein clever, die Kamera entdeckt zu haben, doch dann kommt ihm der Gedanke: Sollte ich vielleicht diese Kamera entdecken? Und will Epstein mich testen, ob ich damit klarkomme, überwacht zu werden?
Unmittelbar nach dieser Entdeckung wird Weinstein in ein riesiges Zimmer geführt, in dem ein absurd langer und schmaler Tisch steht, bedeckt mit einer Tischdecke im Design der amerikanischen Flagge. Jetzt betritt Epstein den Raum, begleitet von einer jungen Frau. Er setzt sich, nimmt die Frau auf sein Knie und beginnt, sie spielerisch zu wippen, während sie kichert. Es wirkt, als wolle Epstein testen, ob Weinstein sich dadurch ablenken lässt. Weinstein muss beim Anblick Epsteins an eine schmierige, mutierte Version von Ralph Lauren [die Ähnlichkeit ist verblüffend] denken. Sein Gesicht hat etwas Ungewöhnliches und Fesselndes. Epstein streift durch verschiedene Finanz- und Wissenschaftsthemen, aber nichts von dem, was er sagt, hat wirklich Hand und Fuß. Er ist unablässig bemüht, Weinstein aus der Fassung zu bringen, was bei diesem innere Wut hervorruft. Er sucht nun eine passende Gelegenheit, das Gespräch zu beenden.
»Er war das Produkt von jemandem«

Weinstein war in diese Situation geraten, weil ihm gesagt wurde: »Epstein ist der einzige Mensch, der dir helfen kann.« Weinstein wird später in Interviews erklären, warum Wissenschaftler besonders anfällig für Epsteins finanzielle Zuwendungen waren. Es gebe einen erheblichen Mangel an Forschungsgeldern und nur wenige große Geldgeber. »Das ist so, als wenn du in einer verlassenen Wüste am Verdursten bist und jemand sagt: ›Oh, ich habe einen Brunnen!‹«, erklärt Weinstein. Epstein habe als eine Art »Trichter« für die Forschungswelt funktioniert, durch den Projekte geleitet wurden, die im Interesse seiner einflussreichen Hintermänner lagen.
Als »zutiefst beunruhigend« beschreibt Weinstein dieses Erlebnis in dem Video-Podcast Modern Wisdom. Er habe sich bei Epstein so gefühlt, als sei in dessen Gegenwart »etwas Unheiliges«. Es seien »verrückte Szenen« gewesen. Alles habe arrangiert gewirkt, mit der Absicht, angsteinflößend zu sein. Obwohl Epstein wohlhabend gewesen sei, »zwar nicht so sehr, wie es nach außen hin schien«, war das hier eher eine »billige Darstellung« von Reichtum »im filmischen Sinne«. Viele reiche Menschen träumten vielleicht davon, eine Insel zu besitzen, meint Weinstein, aber die meisten ließen es bleiben, weil es schwierig sei, eine zu unterhalten. Jemand musste diesen opulenten Lebensstil finanziert haben.
Nachdem Weinstein das Gespräch mit Epstein beendet und die Villa verlassen hat, ruft er völlig irritiert seine Frau an. Er beschreibt ihr Epstein als ein »Konstrukt« und »keinen echten Menschen«. Laut Weinstein habe es nie einen »genialen Finanzier« gegeben, sondern eher einen intelligenten und charismatischen Mann, der »mit einer Geschichte ausgestattet« wurde. Bis heute sei ungeklärt, so Weinstein, wer Epstein finanzierte, aber eines sei sicher: »Er war das Produkt von jemandem«.
Wenn ich darüber nachdenke, wer Epstein zu dem machte, was er wurde, kommt mir der Name einer Person in den Sinn, der nie existiert hat: Robert Wexstein. Dieser fiktive Name steht für die Symbiose aus drei Männern: dem Medienmogul Robert Maxwell, dem Victoria’s-Secret-Gründer Leslie Wexner und ihres gemeinsamen Konstrukts, Jeffrey Epstein.
Epstein und die Iran-Contra-Affäre
In den 1980er-Jahren wird Epstein vom israelischen Militärgeheimdienst rekrutiert. Dadurch lernt er den damaligen Mossad-Agenten Ari Ben-Menashe kennen. Und dieser arbeitet seinerseits mit dem britischen Verleger und Geschäftsmann Robert Maxwell bei einer Operation des israelischen Geheimdienstes zusammen. Wie Ben-Menashe der investigativen Journalistin Whitney Webb in einem Interview für ihre Nachrichtenwebsite MintPress erzählt, beginnt damit auch Epsteins Beziehung zu Maxwell. Ben-Menashe ist oft dabei, wenn Epstein auf Maxwell trifft, insbesondere während dessen Reisen von und nach Israel, aber auch in Maxwells Büro in London. Maxwell ist nicht nur ein mächtiger Medienmogul und ehemaliges Mitglied des britischen Parlaments, sondern nach den Recherchen der investigativen Journalistin auch ein langjähriger Mitarbeiter des israelischen Geheimdienstes. Ein Blick auf seine Lebensgeschichte trägt zu einem tieferen Verständnis des Epstein-Konstrukts bei.
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In den späten 1980er-Jahren wird Epstein auch in Maxwells Kontakte zum israelischen Verteidigungsministerium und zum militärischen Nachrichtendienst Aman eingebunden. Epstein agiert laut Ben-Menashe als »inoffizieller Agent«, der Informationen sammelt und strategisch einsetzt. Maxwell ist damals, ebenso wie Epstein, auch in die Iran-Contra-Affäre verwickelt, die den Verkauf von Waffen an den Iran ermöglicht. Er agiert als Vermittler und Finanzier für dieses geheime Waffengeschäft und unterstützt Israel in einer Schlüsselrolle.
Jahre später gibt Ari Ben-Menashe dem Hollywoodreporter Dylan Howard ein Interview für dessen 2020 erschienenes Buch Dead Man Tell No Tales. Darin beschreibt der israelische Ex-Spion, wie Robert Maxwell Epstein in die Gruppe israelischer Agenten einführen wollte. Ben-Menashe behauptet, dass Epstein und Ghislaine Maxwell bereits in den späten 1980er-Jahren miteinander ausgingen. Laut Ben-Menashe suchte Maxwell damals aktiv nach einem geeigneten Partner für Ghislaine, und Maxwell mochte Epstein und hielt ihn für geeignet. Als auch Ghislaine Interesse an Epstein zeigte, entschied sich Maxwell, ihn in seine Geschäfte einzubinden und ihm auf eine schützende, fast väterliche Weise zu helfen.
Der Befehl, Epstein auch in die laufenden Waffengeschäfte einzubeziehen, soll laut Ben-Menashe direkt von den Führungskräften des israelischen Geheimdienstes gekommen sein. Jahre später hätten Ghislaine und Epstein mit dem israelischen Geheimdienst eine Strategie entwickelt, um ihre Nische zu finden – die Erpressung internationaler Politiker. Diese Verbindung zum Geheimdienst hätte dazu geführt, dass beide eine Rolle in einer vielschichtigen Operation übernahmen.
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Trump versucht in den frühen 1990er-Jahren, Robert Maxwell für die Herausgabe eines Magazins mit dem Namen Trump zu gewinnen. Das Projekt wird jedoch nie umgesetzt, vermutlich aufgrund von Maxwells finanziellen Problemen, die kurz darauf zu seinem geschäftlichen Niedergang führen.
Maxwells ominöser Tod
1991 veröffentlicht der Journalist Seymour Hersh sein Buch The Samson Option, das Israels geheimes Atomwaffenprogramm enthüllt. Hersh beleuchtet, wie Israel mithilfe der USA sein nukleares Arsenal aufbaute und absicherte, ohne dass die internationale Gemeinschaft offiziell davon Kenntnis nahm. Der Titel The Samson Option bezieht sich auf Israels Strategie der nuklearen Abschreckung, die im Extremfall das eigene Land zerstören könnte, um seine Feinde zu vernichten, ähnlich wie die gleichnamige biblische Figur. Hersh behauptet, dass der Medienmogul Robert Maxwell ein Informant des Mossad im Zusammenhang mit dem israelischen Atomprogramm gewesen sei. Maxwell reagiert mit einer Verleumdungsklage.
Die aber wurde nur zwei Wochen später, im Herbst 1991, gegenstandslos.
Maxwells Söhne Kevin und Ian kämpfen in diesen Tagen mit der Bank of England. Sie wollen die Rückforderung eines Kredits von 75 Millionen Dollar verzögern. Währenddessen befindet sich Maxwell auf seiner Jacht Lady Ghislaine vor den Kanarischen Inseln. Dort wird er am Morgen des 5. November, gegen 4:25 Uhr, zum letzten Mal lebend gesehen. Ermittler vermuten später, er sei an Deck gegangen, um ins Meer zu urinieren, und dabei über Bord gefallen.
Zwölf Stunden später finden spanische Fischer seine Leiche im Atlantik. Eine Autopsie zeigt keine Anzeichen für ein Verbrechen. Außer der Schiffscrew ist niemand an Bord. Drei Pathologen, die die Obduktion durchführten, kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen, was die Todesumstände angeht. Einer schließt auf einen Herzinfarkt, der zweite meint, Maxwell habe einen Herzinfarkt erlitten und sei dann umgekippt und ertrunken. Der dritte lehnt den Herzinfarkt als Todesursache ab und erklärt, Maxwell sei einfach so ins Meer gefallen und ertrunken. Viele von Maxwells Gläubigern gehen von einem Selbstmord aus, als Flucht vor den riesigen Schulden und der Schande.
Der Mirror-Reporter John Jackson, der die Maxwell-Familie nach Spanien begleitet, um die Leiche zu identifizieren, wird berichten, dass die Familie zu einer Marina in Teneriffa reiste, wo die Jacht vor Anker liegt. Jackson schreibt: »Ghislaine eilte durch die Lounges und Kabinen der Jacht, durchsuchte Schubladen und Schränke hektisch und zog wahllos Dokumente heraus, die sie auf den Boden warf.« Sie habe der Crew zugerufen: »Ich befehle euch, sofort alles zu schreddern, was ich auf den Boden geworfen habe!« Ghislaine Maxwell weist diese Vorwürfe allerdings zurück. Der Reporter Jackson meint dazu: »Damals dachte ich mir nichts dabei. Wir hatten keine Ahnung von seiner Kriminalität. Für uns war er ein großer Held. Unsere Zeitung beschrieb ihn als ›den Mann, der den Mirror rettete‹.«
Erst nachdem Maxwell gestorben ist, wird bekannt, wie skrupellos und manipulativ seine Geschäftspraktiken waren. Selbst seine eigene Zeitung, der Daily Mirror, wird ihn daraufhin als »betrügerischen Tycoon« oder »Crooked Robert Maxwell« bezeichnen. Es wurde bekannt, dass er angeschlagene Unternehmen für einen Bruchteil ihres Werts aufkaufte und sie durch rigorose Sparmaßnahmen rentabel machte – oder zerschlug. Dabei scherte er sich wenig um die sozialen Folgen. Stellenstreichungen und gekürzte Leistungen waren für ihn Mittel zum Zweck. Auch sein aggressiver Umgang mit Gewerkschaften zeugte von seinem rücksichtslosen Streben nach Profit, ungeachtet der Auswirkungen auf die Belegschaft. Seine Kontrollsucht trieb ihn so weit, dass er sogar seine engsten Vertrauten einschließlich seiner eigenen Söhne heimlich elektronisch überwachte.



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Epstein muss eben auch auf Overton eine Runde drehen, die determiniertheit mit der man versucht uns das ins Gehirn zu drücken spricht Bände.
.Warum soll man sich das alles bis ins kleinste Detail antun?
Perverse Führer, verkommen durch und durch, mehr muss man dazu eigentlich nicht sagen.
https://m.youtube.com/watch?v=1f5VVNLRJNM&list=RD1f5VVNLRJNM&start_radio=1&pp=ygUQUGVydmVyc2UgRsO8aHJlcqAHAQ%3D%3D
Man kann nur hoffen, dass sich dieses hyper-elitäre Gebilde, auch deep state genannt (wobei es mindestens alle Staaten des Wertewestens umfasst, ggf. auch Teile der BRICS) demnächst selbst zerfleischt, wenn deren Geschäftsgrundlage, der Dollar, zusammenbricht. Bis dahin lassen wir uns noch das Demokratie- und Antisemitismusgefasel um die Ohren schwirren. Außer zu zeigen, dass nicht alle Michels ungebildet und inhuman sind, und bekannte sowie vermutete Verbindungen des deep state zu boykottieren, können wir leider nichts tun. Das System muss zusammenbrechen, durch viele marode Bausteine. Dabei dürfen gerne auch einige unserer „demokratischen“ Köpfe einen Nervenzusammenbruch bekommen, wenn sie eventuell dann doch mal wegen ihrer Idiotie nicht mehr schlafen können, auch Koks ist keine Dauerlösung.
Ehrlich gesagt hatte ich von dem Artikel doch etwas mehr erwartet.
Im Grunde erfährt man nur das, was Chaudhry auch schon 2024 in seinem Buch behandelt hat.
Selbst wenn die von Chaudhry angestellten Überlegungen und Spekulationen teilweise stimmen sollten – was ja nicht sicher ist, denn meist ist die Realität komplexer und nicht monokausal zu erklären – so wäre damit das Thema „Epstein“ noch keineswegs ausreichend behandelt.
Danke, für den Artikel.
Was ist daran skrupellos und manipulativ? Eine angeschlagene Firma zu retten, ist nunmal kein Ponyhof. Kann ja sein, dass er Leute betrog etc. aber das geht aus dem Text nicht hervor. Und dass ein Unternehmer Gewerkschaften nicht leiden kann, dürfte auch klar sein, das Gegenteil wäre viel überraschender.
Wikipedia schreibt:
https://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Maxwell
Das ist definitiv illegal und eine Sauerei, aber zumindest erklärbar, wenn seine Unternehmungen kurz vor dem Bankrott standen. Es dürfte nur wenige geben, die da eine komplett saubere Weste behalten, natürlich versuchen die, zu retten was zu retten ist, ergreifen jeden Strohhalm, versuchen die Banken einzuwickeln und potentiellen Kunden Stabilität vorzugaukeln. Ich habe selbst schon die Insolvenz einer meiner Arbeitgeber miterlebt…
Etwas unterbeleuchtet wird oftmals, Epstein war auch Mitglied der Trilateralen Kommission:
https://de.wikipedia.org/wiki/Trilaterale_Kommission
Es wird so einiges seit langem „unterbelichtet“. Jahrelang sogar die Epstein-Geschichte als Ganzes!
Dafür wird jetzt auf einmal ein Suchscheinwerfer nach dem anderen auf „Moskau“ gerichtet. Ich denke, wir können bald mit der „ganz großen Enthüllungsstory“ des „Investigativ-Teams Spiegel, Bellingcat und The Insider“ rechnen!
Die These von Chaudhry ist, Epstein sei ein Mossad-Agent gewesen. Wie auf Amazon viele Rezensierende schreiben, hat er das durch Quellen gut belegt. Dies und das weite Netz des Mossad ist weltbekannt. Israel hat schon immer, mit Hilfe seines Geheimdienstes sein kolonialrassistischen Spiel geführt und ging immer über Leichen. Israel wollte vor allen in der US-Oberschicht Unterstützer rekrutieren, u. a. für sein Atomwaffenprogramm.
Interessant ist in diesen Zusammenhang, daß eine Ikone der Linken weltweit, auch im Epstein-Netz verwickelt ist. Es ist Noam Chomsky. Er soll mit Epstein befreundet gewesen sein und diesen oft in einen seiner Hauser besucht haben. Er soll vom Banker auch Geld erhalten haben.
https://www.wienerzeitung.at/a/wenn-dein-idol-in-den-epstein-files-auftaucht
Auch Moon of Alabama berichtet darüber
https://www.moonofalabama.org/
Wenn es stimmt, das Chomsky Geld von Epstein erhalten hat, dann wäre dies ein Versuch des Mossad eine Ikone der Linken einzuspannen. Ich glaube zuviele Linke auch hier in Deutschland, sind zu sehr mit Israel verbandelt und sind für den globalen Süden unbrauchbar geworden, für uns allerdings auch.
Hat die AfD dazu einen Standpunkt? Oder ist dies der AfD egal, weil diese israelfreundlich ist, was sie mit Teilen der Restlinken teilt?
Ihr solltet Eure Stadtteilbibliothek beauftragen das Buch anzuschaffen als winzigen Beitrag für Pluralismus und Meinungsvielfalt.
Für mich ist der Fall Epstein/Chomsky ein weiterer Beleg für den auch moralischen Niedergang des Westen, für die völlige Desavouierung der liberalen Ideologie. Du kannst im Grunde niemand mehr vertrauen, vor allen den „Ikonen“ nicht!
Sprach Netanjahu neulich nicht vom drohenden „World War Jew“?
Dieser wäre ja gemäß deren Eschatologie nötig, damit „ihr Messias“ auf die Bühne tritt.
Und die Causa Epstein hat durchaus das Zeug dazu, eine enorme antijüdische Welle auszulösen…
Schnallt euch an und vergesst nicht dabei den Aluhut aufzusetzen.
https://youtu.be/o5Xkf8sOR90?si=Sgx5e20GOYrJaodz
Zur Einordnung ein Rorschachtest : https://youtu.be/45oC0Y-8vhw?si=gxZfE9gEm5DHdJpL
🚩 Triggerwarnung
wer an Topsider oder Reptiloide glaubt und den Leibhaftigen für Existent hält.
Bitte bitte, nicht auf den zweiten Link klicken es könnte eurer armen Seele wirklich schwer Schaden 🚩
Im Lichte dieser Geschichte ergibt die Kampagne, die die Springer-Blätter seit ein paar Tagen fahren, auf einmal Sinn. Nachdem sie jahrelang wie alle anderen „Qualitätsmedien“ den Mantel des Schweigens über Epsteins „Selbstmord“ breiteten, und die Merkwürdigkeit, daß er wohl der einzige „Zuhälter ohne Freier“ weltweit gewesen sein müßte, wenn das alles stimmte, verbreiten sie auf einmal offensiv die abstruse Behauptung, Epstein sei ein Konstrukt des KGB! Ein „Honigtopf“.
Das ist dermaßen irre, daß es schon wieder ungewollt Hintergründe aufdeckt, denn ja, es spricht sehr viel dafür, daß Epstein, wenn er schon nicht selbst Agent war, dann doch zumindest mit dem einen oder anderen Geheimdienst zusammenarbeitete. Und da fallen einem aufgrund der Konstellationen (hauptsächlich US-amerikanische Politiker und Wirtschaftsleute unter Epsteins „Kunden“) natürlich zuerst zwei ein: Mossad und MI6. Und genau die haben natürlich ein Interesse daran, das jetzt in Zweifel zu ziehen – mittels Medien, die Israel und britischen Geheimdiensten treu ergeben sind.
Und wie Googlen ergab, springen auch einige der „üblichen Verdächtigen“ inzwischen auf diesen Zug aufs Abstellgleis mit auf: NZZ, Correctiv, Berliner Morgenpost, Stern, Merkur. Da hat es wohl eine Befehlsausgabe gegeben?
Zumindest wenn all die Trump-Hasser-Medien jetzt, statt täglich ihn und Musk zu kolportieren, die ja wirklich in den Akten stehen, und das nicht zu wenig, krampfhaft diese „Spur nach Moskau“ suchen, bzw, auszulegen versuchen, steckt wohl mehr dahinter….
Vielleicht sollte man als Deutscher auch mal die Gemeinsamkeiten von Epstein und den NSU untersuchen. Mossad, Kindesmissbrauch und Erpressung könnten bei beiden vorhanden sein. Wenn auch auf stark unterschiedlichen Niveau.