
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk verliert zunehmend an Sachlichkeit. Statt Einordnung und Fakten dominieren Emotionen und Betroffenheitsrhetorik.
Eines schon mal vorweg, auch wenn es dieser Tage nicht besonders populär ist: wir sind begeisterte Anhänger öffentlich-rechtlicher Medien! Sicher auch, weil uns Werbung auf den Senkel geht, aber das bemerkenswert flache Niveau verfügbarer Alternativen spielt schon die wichtigste Rolle. Somit liegt uns besonders viel am Niveau des ÖRR. Und genau darüber machen wir uns große Sorgen.
Gefühle, Gefühle, und nochmal Gefühle
Die größte unserer Sorgen betrifft eine ganz ausgewachsene Pandemie der Gefühle. Kein Bericht über die Ukraine, bei der nicht eine weinende Mutter im Zentrum steht. Der Russe hat wieder mal die ukrainische Infrastruktur bombardiert (was sonst sollte er tun, wo doch der herkömmliche Einmarsch gescheitert ist?) und schon regnet es Berichte nicht nur über das Faktum als solches. Sondern vor allem darüber, wie die Ukrainer das denn finden. Das intellektuelle Niveau der Fragen hat sich mittlerweile den Berichten von Fußballspielen angepasst, wo der Torwart, der gerade mit 0:7 untergegangenen Mannschaft als erstes gefragt wird, wie er sich denn dabei fühle. Ihre Wohnung wurde gerade von einer Drohne in die Luft gejagt, was macht das mit Ihnen? Brauchen wir wirklich ausgebildete Journalisten, um uns über derlei Fragen Einsichten zu verschaffen? Für wie dumm hält man eigentlich ein Publikum, wenn man glaubt, dass es sich die Antworten auf diese Fragen nicht selbst denken kann?
Wie Bernhard in seinem Buch „Wir Triggern uns zu Tode“ näher untersucht hat, nimmt die Emotionalisierung der Berichterstattung unaufhörlich und seit vielen Jahren zu. Studien aus verschiedenen Ländern haben das gezeigt und interessanterweise finden sich die meisten Veränderungen über die Jahre in den sogenannten Qualitätsmedien. Während sich die Art der Berichterstattung in der Regenbogenpresse kaum verändert hat, hat sich der Ton in der Qualitätspresse dieser Art der Berichterstattung zunehmend angepasst. Fakten werden durch Authentizität ersetzt. Während zum Beispiel im italienischen ÖRR bei der Kriegsberichterstattung vornehmlich Militärs und Verteidigungspolitik zu Wort kommen, wird in Deutschland immer mehr gemenschelt. In den 15 Minuten bester Sendezeit wird in der Tagesschau minutenlang berichtet, wie Ukrainer unter Kriegsbedingungen Weihnachten feiern, wie sie das denn finden, was es mit ihnen macht, wie sehr sie dabei frieren und über die Opfer trauern (während übrigens blutigste Konflikte im Sudan, in Äthiopien oder in Myanmar trotz vielfach höherer Opferzahlen nicht der Rede wert sind).
Überhitzung allenthalben
Nun mag man das als den Lauf der Zeit betrachten, die immer größere Ausrichtung der Berichterstattung auf die Anzahl der Klicks, wie von Precht und Welzer diskutiert, als unausweichliche Folge der Ökonomisierung unserer Presse sehen. Allerdings fordert diese Emotionalisierung auch Opfer. Viele Opfer: emotionale Störungen nehmen seit vielen Jahren systematisch zu, erreichen stets neue Höhen und bilden mittlerweile die wichtigsten Gründe von Fehltagen und Krankenhausaufenthalten in einigen Altersgruppen, vor allem in jungen Menschen. Nun wäre es verwegen, dies alles der Berichterstattung im ÖRR zuzuschreiben, denn Emotionalisierung findet auch anderswo zunehmend statt—die sogenannten sozialen Medien und ihre Algorithmen basieren ja vornehmlich auf Gefühlen, vor allem negativen, und „Rage Bait“ (also die Technik, Internetgebrauch durch die Initiierung von Empörung zu multiplizieren) ist nicht umsonst zum Oxford-Wort des Jahres 2025 gewählt worden. Aber das extreme Ausmaß der Emotionalisierung auch im ÖRR zeigt an, dass dort genau dieselben Mechanismen aus geschäftlichen Gründen bedient werden.
Erst kürzlich sind wir in der ARD-App auf einen ganz neuen, und einen besonders zynischen Gipfel diese Entwicklung gestoßen. Wenn wir in China sind, können wir wegen des Zeitunterschiedes immer nur die Tagesschau des vergangenen Tages abrufen, weswegen wir uns gern und häufig durch die Tagesschau-App informieren lassen. Und was finden wir nun am Ende eines jeden Berichtes? Die Aufforderung an die Leser, ihre emotionale Betroffenheit durch die Auswahl von bis zu 35 Emotionen kundzutun: „diese Meldung macht mich…“. Die Bedeutung dieser Aufforderung erläutert die ARD wie folgt: man möchte möglichst differenzierte Stimmungsbilder zu jeder Meldung erstellen, um herauszufinden, wie jede einzelne Meldung auf die Betroffenen wirkt. Dies alles um dem Phänomen der „Nachrichtenmüdigkeit“ nachzugehen, also dem Befund, dass „viele der aktuellen Nachrichten negative Folgen bei Nutzenden haben können“, bis zu Zeichen von Stress, Erschöpfung oder Depression.
Der Überforderung auf der Spur
Das klingt gut, und zur Sorge um die psychische Gesundheit von Mediennutzern gibt es ja durchaus auch Anlass. Aber die Idee der ARD, es könne an den Nachrichten selbst, und nicht etwa an ihrer übertrieben emotionalen Aufbereitung liegen, ist, sagen wir mal: intellektuell enttäuschend. Denn Konflikte gab es schon immer, und auch im Fernsehen waren die zu sehen. Bernhard wuchs mit täglichen Bildern aus Vietnam auf, mit Berichten über politische Morde an den Kennedys und anderen, und mit der harten Rhetorik des Kalten Krieges. Das alles macht einen nicht fröhlich, aber die Art der Berichterstattung war um ein Vielfaches sachlicher. Was man schon daran erkennen konnte, dass die dramatischsten emotionalen Exzesse zu Zeiten von Werner Höfers Internationalem Frühschoppen nichts mit den diskutierten Inhalten zu tun hatte, sondern mit den (sehr unterhaltsamen) verbalen Entgleisungen des damaligen Stern-Herausgebers Henri Nannen. Es ist also unwahrscheinlich, dass wir heutzutage einfach mehr Konflikte haben, über die berichtet wird – zumal ja, wie erwähnt, viele Konflikte medial gar nicht stattfinden.
Entweder mangelt es also der ARD an der nötigen Selbst-Reflexion und man ist dort nicht in der Lage zu erkennen, welchen Beitrag der eigene Stil, der eigene Ton zur emotionalen Überforderung der Medienkonsumenten geliefert haben könnte. Trotz einschlägiger Studien und einer breiten Diskussion der mentalen Gefahren emotionalisierter Berichterstattung. Oder man ist dort zynisch und versucht, die eigene Verantwortung an diesen Gefahren und den eigenen Beitrag zur emotionalen Überforderung herunterzuspielen. Naivität oder Zynismus: beide Optionen müssen uns gleichermaßen Sorgen machen.
Gefühl und Aufmerksamkeit
Ironischerweise ist gerade die Art und Weise, in der sich die ARD an ihre Kunden wendet, hervorragend geeignet, das adressierte Problem zu verstärken. Denn der menschliche Umgang mit Ereignissen, Berichten und anderen Informationen hängt von der individuellen Aufmerksamkeit ab. Es sind unsere persönlichen Interessen und Ziele, die nicht nur die Auswahl von Informationen bestimmen, mit denen wir uns beschäftigen, sondern auch die Art und Weise, in der wir ihre Inhalte verarbeiten. Die finanziellen Schwierigkeiten eines Fußballvereins bedeuten für Fan und Aktionär etwas anderes, weil beide unterschiedliche Aspekte der Information beachten und vornehmlich verarbeiten. Genauso verhält es sich mit emotionalen Inhalten.
In den 1960er-Jahren wurden dazu interessante Untersuchungen mithilfe von Filmen über Beschneidungsrituale angestellt. Wie man sich vorstellen kann, macht das Betrachten solcher Filme etwas mit den Versuchspersonen. Um das zu quantifizieren, hat man deren Schweißproduktion kontinuierlich gemessen, und es war unschwer zu sehen, dass man beim Anschauen solcher Filme ins Schwitzen gerät. Die Forscher haben sich nun dafür interessiert, wie man den Grad der emotionalen Erregung verringern kann. Besonders gut geeignet waren Techniken der Versachlichung und Intellektualisierung. Wenn man zum Beispiel den Versuchspersonen riet, sich damit zu beschäftigen, welche sozialen Funktionen und Vorteile das gemeinsame Durchleben von solchen Ritualen haben könnte, wie es die Gemeinschaft verstärkt und die Gruppe festigt, nahm die Schweißproduktion signifikant ab.
Wie kann man sich das erklären? Jede Information besteht aus verschiedenen Aspekten oder Merkmalen, und einige davon haben ein größeres emotionales Erregungspotenzial als andere. Unsere selektive Aufmerksamkeit kann nun zwar dieser Merkmale nicht verändern, aber sie kann dafür sorgen, dass wir uns vornehmlich auf die Merkmale richten, die wenig oder gar nichts „mit uns machen“ – die also emotional neutral sind. Je mehr uns das gelingt, desto weniger werden wir uns aufregen. Und je mehr wir uns auf die emotionalen Merkmale konzentrieren, desto mehr werden wir uns aufregen.
Emotionale Abrüstung tut not
Was also bewirkt die ARD also mit ihrer Aufforderung, unsere emotionale Betroffenheit möglichst differenziert kundzutun? Sie ermutigt uns, unsere selektive Aufmerksamkeit vor allem auf die emotionalen Merkmale zu richten. Sie ist also vor allem an unserer Schweißproduktion interessiert und an all den emotionalen Prozessen, die damit einhergehen. Und dies aus Sorge um unsere mentale Gesundheit! Absurder kann man sich das kaum vorstellen. Genau das Gegenteil wäre nötig, um Nachrichten zwar weiter aufzunehmen und zu verarbeiten, aber gleichzeitig geistig gesund zu bleiben. Es ist mehr Sachlichkeit, die wir brauchen, und nicht mehr Konzentration auf unsere Gefühle! Denn Gestressten, Neurotikern und Depressiven hilft man nicht, indem man sich ständig nach ihrem Gefühlsleben erkundigt.
Wie man auch Sender, die entweder zu naiv oder zu zynisch sind, um diese Zusammenhänge zu erkennen, zu einer Versachlichung der Berichterstattung zwingen kann, hat Bernhard übrigens in seinem Buch vorgeschlagen: Künstliche Intelligenz ist außerordentlich gut dazu in der Lage, den Emotionalisierungsgrad eines Berichtes systematisch zu bestimmen und zu quantifizieren. Wie wäre es, wenn wir diese Möglichkeit dazu benutzen, eine Art Ampel für den Grad der Sachlichkeit von Texten oder Bildberichten einzurichten: grün für die Fakten, rot für deren Überhitzung. Dasselbe würden wir uns übrigens auch manchmal für die Kommentarforen wünschen, wobei wir auf persönliche Beleidigungen gegebenenfalls auch ganz verzichten könnten.
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Medien sind generell manipulatoren, es existiert keine Wahrheit, da die Wahrheit, schon immer manipuliert wurde.
Wahrheiten, wie kann man diese heute definieren?
Diese Wahrheit kann nicht erzeugt oder errungen werden, da wir heute +-8MRD Bürger besitzen.
Politik ist ein Subjekt, Politik steht für bankrott, der Mensch muss diese Politik erkennen und seine für sich beste Entscheidung treffen.
„es existiert keine Wahrheit“, doch: Die Ukraine ist flächenmäßig kleiner als Russland.
Die Größe eines Landes, hängt vom DATUM ab, wann dieser Staat seine Größe erreichte. Das Datum wiederum, hängt davon ab, welches Imperium Zeit definiert. Zeit ist ein Begriff der aus dem Universum abgeleitet wurde, weil angeblich sich alles um die Sonne und Mond dreht…
Doch Wahrheit existiert (auch wenn es schwer ist, sich ihr anzunähern), die selbe postfaktische Einstellung, die du hier zeigst, ist unter aktuellen Journalisten weit verbreitet und hat zu diesem unseligen „was wir sagen, wird wahr“-Einstellung geführt, mit der sie uns täglich hinters Licht zu führen versuchen.
Wahrheit ist das, was in der Realität passiert ist, lediglich das Wissen um die Details und die Interpretationen dürfen voneinander abweichen.
Wenn ich sehe wieviel Geld die Drecksäcke verheizen kommen mir auch immer die Tränen. Aber zum Glück bin ich nicht gezwungen das Abwasser zu konsumieren was da erstellt wird.
„Kein Bericht über die Ukraine, bei der nicht eine weinende Mutter im Zentrum steht. Der Russe hat wieder mal die ukrainische Infrastruktur bombardiert (…) und schon regnet es Berichte nicht nur über das Faktum als solches. Sondern vor allem darüber, wie die Ukrainer das denn finden. (…) Ihre Wohnung wurde gerade von einer Drohne in die Luft gejagt, was macht das mit Ihnen?“ Krieg ist fürchterlich, aber nur für die „gute Seite“, die wir unterstützen.
Weinende Mütter, brennde Häuser, wie soll Krieg sonst aussehen? Wo ist der Nachrichtenwert? Im russischen Staatsfernsehen ist es genau umgekehrt. Da werden von der Ukraine zerstörte Häuser im Donbass gezeigt. Oder Szenen von Drohnenopfern in Russland. – In NS-Deutschland wurden in der Wochenschau von anglo-amerikanischen Flugzeugen bombardierte Wohngegenden gezeigt.
Strapazierte Sprachregelungen: Seit 4 Jahren heißt es bei ARD und ZDF nicht, dass ein „Krieg in der Ukraine“ stattfindet, sondern es geht die Rede vom „russischen ANGRIFFSkrieg“, in jeder Meldung, für die Super-Doofen, die das noch nicht mit bekommen haben. Es kann ja sein, dass die Russen angegriffen haben, aber AgitProp-mässig wird es den Zuschauern in täglicher Routine noch nach Jahren, per Textbaustein eingehämmert. (Bei anderen Kriegen wird das selbstverständlich nicht bis zum Erbrechen wiederholt.)
Erwartest du etwa von diesen Propaganda Facharbeitern intellektuelle Höchstleistungen? Die arbeiten 1:1 das Buch der Propaganda ab, zu mehr reicht es bei dem Personal doch gar nicht.
Nepotismus, Vetternwirtschaft und Parteisoldaten Potpourri sind eben nicht wirklich als Sammelplätze für Spitzenpersonal bekannt.
Neuerdings ist der Angriffskrieg ja. nur noch eine „Vollinvasion“, war immer das auch sein soll!
Nicht das Wecken von Emotionen sind das Problem. Im Gegenteil. Emotionen zum Zwecke der Instrumentalisierung? Warum nicht? Das Bild des „Napalm Girls“ war ein höchst wirksames Instrument den Vietnam-Krieg zu beenden. Das Problem besteht zum einen darin, dass die Emotionen nur selektiv angesprochen werden. Die israelischen Opfer kommen in die Medien, die palästinensischen Opfer nicht. Ukrainische zivile Opfer werden gezeigt, die Opfer unter den ukrainischen Soldaen nicht – obwohl das Verhältnis 1:100 beträgt. Russische Opfer werden wenn überhaupt nur gehässig kommentiert. Und natürlich – da haben die Autoren völlig recht – fehlt jegliche Hintergrundinformation. Ich erinnere mich, wie mir ein guter Freund ein Buch über Wladimir Putin in die Hand gedrückt hat. „Das ist fundiert. Da steht alles drin. Wenn du das liest weißt du Bescheid.“ Autor war der ZEIT-Journalist Michael Thumann. Ich tat das, was ich in solchen Fällen immer tue. Ich warf einen Blick in das Literaturverzeichnis. Am liebsten zitierte der Autor sich selbst oder Kollegen von der Zeit. Originalquellen von Putin waren spärlich – obwohl der Mann für einen Staatschef außerordentlich viel geschrieben hat und viele Interviews gegeben hat. Aber das ja hätte ein völlig anderes Bild ergeben. Putins Interview mit der Financial Times aus dem Jahre 2019 gibt in 90 Minuten mehr Information, als der ganze Propaganda-Mül, den unserer Medien pausenlos verbreiten. Hier der Link:
https://www.youtube.com/watch?v=FbY0VpyjtuI
Der letzte Journalist des Mainstreams, der kritische Fragen gestellt hat, war der damalige Herausgeber der FAZ, Frank Schirrmacher. Sein Beitrag in der FAZ „Dr. Seltsam ist heute online“ ist eine gnadenlose Abrechnung mit Hetz-„Journalisten“ wie Claus Kleber.
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/echtzeitjournalismus-dr-seltsam-ist-heute-online-12867571.html
Keine 3 Monate später war Schirrmacher tot – und niemand hat gefragt, ob es nicht ein politischer Mord gewesen sein könnte. Um im Stile des westlichen Mainstreams zu argumentieren: „Die CIA hatte die Mittel, das Motiv und die Möglichkeiten“ – und auch die Zeitschiene passt. Aber bei uns wird ja jede Hypothese, die nicht ins herrschende Narrativ passt, zur Verschwörungstheorie.
Sehe ich auch so.
Keine 3 Monate später war Schirrmacher tot – und niemand hat gefragt, ob es nicht ein politischer Mord gewesen sein könnte
Das mag auch ich mir nicht vorstellen. Nicht, dass ich den 3-Buchstaben-Diensten solche Taten nicht zutrauen würde, aber Schirrmacher war m.E. nicht wichtig und einflussreich genug für solch eine riskante Operation (riskant wegen des Entdeckungs-Risikos).
Na ja, als er sich im Feuilleton ausgetobt hat, hat das niemanden interessiert. Aber dann gab es eine ganze Reihe von Artikeln, in denen er die großen US-Tech-Konzerne scharf angegangen ist und dann kam der Artikel „Dr. Seltsam ist heute online.“ So etwas in einem deutschen Leitmedium, das durfte nicht sein. Ich halte es für sehr gut möglich, dass da ein Exempel statuiert werden sollte. Danach gab es im Mainstream keine kritischen Artikel mehr. Zu Möglichkeit, Motiv und Mitteln kommen die beiden wichtigsten Punkte hinzu Erstens: Der Effekt: Es hat funktioniert und zweitens: Niemand hat dumme Fragen gestellt, denn Herzinfarkt mit Mitte 50, das klingt absolut plausibel. Er kann tatsächlich eines natürlichen Todes gestorben sein, ich schätze die Wahrscheinlichkeit dafür auf 50%, nicht mehr.
Wow.
Wenn jemand, den ich als „sehr bodenständigen Idealisten“ einschätze, unter seinem Klarnamen so etwas äussert, hat es Gewicht. Das muss ich erst mal sacken lassen 😉
„Bodenständiger Idealist“ – Das ist ein sehr schönes Kompliment. Vielen Dank!
Was ich betonen möchte: Ich sage nicht, dass Schirrmacher ermordet worden ist. Es ist eine plausible Spur, die man in Betracht ziehen sollte. Nicht mehr – aber auch nicht weniger!
Aber jeder, der es wagt, eine Hypothese zu äußern, die fürs herrschende Narrativ unangenehm ist, wird sofort als „Verschwörungserzähler“ an den Pranger gestellt. How dare you? Wie können sie es wagen? So lassen wir unsere Gedanken über die Politik in ein von außen vorgegebenes Korsett zwängen. Wenn Kriminalisten so arbeiteten, fänden sie nie den Mörder, die Relativitätstheorie wäre nie erdacht worden und elektrisches Licht hätten wir auch noch nicht. Wir merken gar nicht, wie unfrei wir politisch geworden sind – das ist das perfide an der ganzen Sache.
lieber herr nold –
danke für ihren klartext –
zum untergegangenen niveau der faz resp. ihrer chefredaktion empfehle ich diesen kommentar von markus klöckner auf den nachdenkseiten:
26.2. – klöckner: „Würden wir Deutschen so tapfer kämpfen wie die Ukrainer?“ Die FAZ ist ein Medium, vor dem man Deutschland warnen muss.
https://www.nachdenkseiten.de/?p=146848 –
fragende gedanken zur todesursache habe ich im übrigen auch bei thomas oppermann und mario ohoven…
willfährige propaganda quillt mir seit ausrufung des krieges gegen ein virus (im wechsel mit dem klima, den russen, einem virus etc.pp.) aus fast jedem publizisten-horn entgegen – die damit wieder erwachte blockwart-mentalität hatte ich in dem ausmaß nicht erwartet und ich gestehe, daß selbst diese paar zeilen mir ein mulmiges gefühl machen, denn ich habe keinen bademantel und kontenkündigungen und die fast klammheimliche eu-ächtung von jaques beaud machen mich sprachlos …
Die beiden Autoren verstehen da etwas falsch, was unsere Medien betrifft. Nicht nur der ÖRR wird als minderwertige Propagandamachinerie wahrgenommen, sondern der gesamte Mainstream, incl. RTL, Sat1 & Co. Und was die Emotionen betrifft, erkennt jeder mit IQ über Zimmertemperatur, dass die Emotionen nur einem ausgewählten Klientel zukommen sollen und nicht etwa den Palästinensern oder dem zu Unrecht sanktioniertem Herrn Baud, der nur noch von Geldspenden leben kann und eingesperrt ist, obwohl er gegen keinerlei Recht verstoßen hat. Damit ist für jeden, der sich etwas kümmert oder auch ein Gedächtnis hat, was wenigstens auch etwas vor der Zeitenwende greift, klar, dass hier Krokodilstränen erzeugt werden. Und wenn so etwas dann auch noch per Zwangsabgabe geschieht und Gehälter der Verantwortlichen des ÖRR durchdringen (bei denen jeder Arzt oder Ingenieur vor Neid erblassen müsste), dann ist Kritik nicht nur berechtigt, sondern Bürgerpflicht, der allerdings nur leider sehr wenige Zahler nachkommen.
Die Propaganda Anstalten des vielfach und penetrant gebrochenen öffentlichen Rechts gehören Abgewickelt und sonst gar nichts. Dieser Milliardenverschlingende Propagandaapparat bietet doch außer Vetternwirtschaft und Nepotismus, Pfründe für Parteisoldaten und lügen wie gedruckt, absolut nichts für die Propaganda Zwangsabgabe.
Weg damit und auch mit den fürstlichen Gehältern der Wasserkopfverwaltung.
Sport, verblödende Talkshows und so Zeugs wie Musikantenstadel, können sich interessierte per Pay TV antun, aber nicht die Leute dazu nötigen die Finanzierung dieser Scheiße durch Zwangsgebühren zu tragen.
Inzwischen hat ja die Tagesschau von der Glaubwürdigkeit die Aktuelle Kamera der DDR getoppt.
Damit wäre nix gewonnen. Sehen Sie sich mal die privaten Nachrichtensender an. Da wird genau so psychologisch ausgefeilt manipuliert. Nehmen sie doch nur mal welt, der sich, warum auch immer, Nachrichtensender nennt.
Da können sie nahezu permanent als Bericht aufgemachte Werbung für westliche Superwaffen sehen.
Als Unbedarfter fragt man sich natürlich wo denn nun die tollen Einsatz- und Erfolgsberichte dieser ganzen mit viel Vorschusslorbeer angepriesenen „game-changer“ bleiben.
Ok, da bezahlt man nicht mit Zwangsgebühren, wohl aber indirekt, denn die Werbekosten werden ja an den Endverbraucher weitergegeben. Und viel schlimmer, man bezahlt genau wie beim ÖR mit Lebenszeit, wenn man sich das ansieht, mit sinnlos vertaner Zeit.
……….. die verlogene Räuberbande, die sich euphemistisch ÖRR nennt, klammert sich an ihre gut gefüllten Fleischtröge und
Bürosessel bis zum letzten, die werden ihre Pfründe nicht freiwillig aufgeben. Die müssen wir aus dem Amt jagen!!!!!!!!!
WIE ???…….. durch massenhafte Beitragsverweigerung !!!!!!!!!!!! ANDERS WIRD DAS NIX !!!!!!!!!!!!
AfD wählen, dürfte helfen, der ÖRR hat nicht umsonst eine Schei**angst davor. Es reicht vermutlich, wenn ein Bundesland den Rundfunkstaatsvertrag kündigt, damit es zu einem Dominoeffekt kommt und das bösartige-korrupte Aussauge-Propaganda-Netzwerk zusammenklappt.
Solange die Beitragsverweigerung jede Menge Schikane und Rechtsschritte nach sich ziehen kann, werden viele diesen Weg nicht gehen, ich zum Beispiel, ich hab für sowas einfach keine Nerven.
Sofern Du zahlungsfähig und nicht am Hungertuch nagend bist, aber halt, ausweislich Deines Beitrags sehr wenig zahlungswillig bist kannst Du dennoch etwas tun.
1. Einzugsermächtigung kündigen, falls existent.
2. Nicht zahlen bis sich ein Gerichtsvollzieher meldet, der eine eidesstattliche Versicherung haben oder pfänden will.
Dann zahlen.
Das kostet Mahngebühren beim Ranzfunk (EUR 8 pro Bescheid, denen man widersprechen kann, aber wenn Du möglichst wenig Arbeit haben willst kann man das auch sein lassen) und einen kleinen zweistelligen Betrag für den GV. Ich hab gerade wieder so einen Brief auf dem Schreibtisch, da gehts um ca. 230 EUR, also einen Jahresbeitrag. Vorher geschieht das nicht.
Warum ist das sinnvoll? Wenn genug Leute ein Jahr lang nicht zahlen ist der Laden am Ende. Ohne daß jemand eingesperrt wird.
Und, ja, die blaue Alternative wählen ist für dieses Problem zweifellos eine Lösung. Aber halt auch nur wenns genug Leute gibt die mitmachen.
ja, man hält das Publikum für strohdumm und deshalb werden auch die Nachrichten in einfacher Sprache ausgestrahlt…
die ÖRechtlichen sind eine Zumutung…
Mir ist noch kein Fall untergekommen, bei dem die Opfer der westlichen Gewaltmaschinerie mit besonderen Emotionen bedacht worden wären.
Die müssen noch froh sein, am Ende nicht als „Terroristen“ denunziert zu werden.
diese Nachrichten für einfach Strukturierte sind aufgrund der super-intfantilen Sprache frei von geschickter Manipulaition und sorgt bei mir für wesentlich weniger Frust beim Schauen – teilweise wird sogar das Framing direkt sichtbar – und es spiegelt das heutige Niveau der Readkteure wieder
Dann wünsche ich viel Spass bei Artikeln
der ehemals renommierten FAZ:
Eine üble und einseitige Hetzschrift
für den Krieg. Bald werden auch Begriffe
wie Wehrkraftzersetzung dort Einzug halten.. Inhaltlich ist man seit Lobos
Lumpenpazifisten ja schon einiges gewohnt…
Soll heißen: Das Problem ist nicht nur ÖRR. Das Problem ist ubiquitär..
Ich habe mir am 24.2.26, also 4 Jahre „völkerrechtswidriger barbarischer russischer Angriffskrieg“, die ARD-Berichterstattung genauer angeschaut. Diesen Tag haben die ARD-Propagandafacharbeiter länger vorbereitet, besonders das WDR-Studio Kiew war praktisch komplett involviert. Der Studioleiter Vassili Golod, gebürtig in Charkiw und mE noch eine offene Rechnung mit Putin zu begleichen hat, mit seinem Beitrag:
https://www.tagesschau.de/ausland/europa/ukraine-flucht-front-familie-100.html
weiter:
Susanne Petersohn, WDR Kiew:
https://www.tagesschau.de/ausland/europa/ukraine-front-donbass-102.html
Christina Nagel, WDR:
https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/ukraine-krieg-deutschland-102.html
Rebecca Barth, WDR Kiew, paar Tage vorher:
https://www.tagesschau.de/ausland/europa/kinder-militarisierung-ukraine-russland-100.html
Florian Kellermann, WDR Kiew:
https://www.tagesschau.de/kommentar/ukraine-im-fuenften-kriegsjahr-100.html
Diese Leute werden in strategischer Kommunikation geschult, aber die nötigen Voraussetzungen bringen sie schon mit.
„Die strategische Kommunikation der NATO (engl. Strategic Communications, kurz StratCom) bezeichnet den koordinierten Einsatz von Kommunikation, um die politischen und militärischen Ziele des Bündnisses zu unterstützen. Dabei geht es nicht nur um klassische Pressearbeit, sondern um ein abgestimmtes Zusammenspiel verschiedener Kommunikationsbereiche.“
https://stratcomcoe.org/
https://de.wikipedia.org/wiki/Strategic_Communication_Center_of_Excellence_(NATO)
Ulrich Tilgner, den ich so gut fand wie P. Scholl-Latour, ging 2008 vom ZDF zum SRF. Zuletzt berichtete er aus Afghanistan. In den Interviews die er vor seinem Wechsel gab, und die nachlesbar sind, sagte er als Begründung, dass er sich weigert Nato-konforme Berichterstattung zu machen und keinen Bock hat, seine Beiträge nach BND-Gutdünken auszurichten. Und nein, der Laden ist leider nicht mehr reformierbar, wobei die Grundidee an sich nicht schlecht war.
ARD lebt noch ?
Nu guck an …
Nun ja, Sie müssen die Pensionen verdienen der Alten aus Ihren Reihen, und dafür sorgen damit das Volk immer schön im Gleichschritt marschiert.. o)
Deutschland hat heute so viel Sender, das man 500 Jahre alt werden müsste um das alles konsumieren zu können , was man den Menschen als „Freiheit“ verkauft …
Und da habe ich Internet&Co noch gar nicht mit einbezogen..
„Grundversorgung “ , nur noch Irre das alles…
Um Emotionen geht es Ihnen nicht, die sind nur Alibi zum Umsetzten eigener Interessen..
Harzler ohne Strom kann maximal zum Fenster rausgucken, Grundversorgung…
Oh schon wieder einer der das Problem nur in der faklschen Art der Kommunikation verortet, anstatt das Grundproblem erkennen zu wollen. Na das hatten wir schon klange nicht mehr…
Medienhuren, habt ihr Lügen für mich
Medienhuren, führt mich hinters Licht
Medienhuren, ihr seid Schreibtischtäter
Medienhuren, Volksverräter
Ich schenk dir mein Vertrauen, ich schenk dir Aufmerksamkeit
spar ich’s mir, für mich selbst zu denken, ich schenk dir meine Zeit.
Für mich bist du die Wahrheit, die uns Stummen Stimme gibt
Ohne dich sind wir zu Blöde, was ein Glück, dass es Dich gibt.
Medienhure, lügt mir ins Gesicht
Medienhure, dein Chef feuert Dich
Medienhure, komm schon nimm das Geld
ein glücklicher Sklave, verkauft seine Welt
Und wenn ich mal was finde, was deiner Wahrheit widerspricht
brauchst du nur zu diffarmieren oder zerr mich vors Gericht.
ich brauch überhaupt nichts zu wissen, denn ich bin ein dummer Mensch
Mein ganzes Leben habt ihr mich versarscht, mir ins Gehirn
geschissen.
https://jumpshare.com/s/zjtD8y06K9WPfpeRtc2S
txt by Jesus, gesungen von Serj
anarchistisches Liedgut, public
Der Niedergang der öffentlich-rechtlichen Medien in den letzten rund 30 Jahren ist ein Fakt.
ARD/ZDF haben sich zu Propaganda- und Fakenewsschleuder entwickelt, die vor nichts Halt machen und faktisch den ihnen auferlegte Bildungs- und Informationsauftrag nicht mehr erfüllen.
In Teilen der politischen Berichterstattung würde sogar Goebbels oder Streicher neidisch werden.
Die hier angesprochene „Emotionalisierung“ hingegen ist ein importiertes Problem. Der eigentliche Übeltäter war Rupert Murdoch, der Anfang der ´90 bei Nachrichten drauf gedrängt hat, diese sollten nicht so trocken sein, sondern ebenfalls unterhalten. (Infotainment)
Das Problem steckt so tief drin, dass eine Erneuerung nur dann funktionieren kann, wenn man das vorhandene platt macht und nochmal von vorne anfängt (aber ohne die jetzigen Akteure)
„Eines schon mal vorweg, auch wenn es dieser Tage nicht besonders populär ist: wir sind begeisterte Anhänger öffentlich-rechtlicher Medien! Sicher auch, weil uns Werbung auf den Senkel geht, aber das bemerkenswert flache Niveau verfügbarer Alternativen spielt schon die wichtigste Rolle. Somit liegt uns besonders viel am Niveau des ÖRR. Und genau darüber machen wir uns große Sorgen.“
Mehr habe ich nicht gelesen. Wobei mir besonders das „Niveau des ÖRR“ ein sardonisches Grinsen abnötigte. Meinten die Verfasser vielleicht „die Nivea des ÖRR“ ???
Ich habe das so verstanden, dass die beiden die Idee eines ÖRR IM PRINZIP nicht schlecht finden. Dem kann ich mich durchaus anschliessen.
Aber das, was uns inzwischen vorgesetzt wird, hat mit der ursprünglichen Idee nichts mehr zu tun. Der „ÖRR-Laden“ wurde unterwandert und enkernt.
Ähnlich wie die Blockflöten-Einheits-Partei, deren Flügel uns bei Wahlen präsentiert werden. Ist egal, wen man wählt, es kommt immer die selbe Politik dabei raus (ich mache mir aber den Spass, da brav anzutanzen und Sonneborns „PARTEI“ zu wählen).
Ich bin kein Fan von Sonneborns Partei, aber den Rest Deines Beitrags würde ich genau so unterschreiben.
Die Emotionalisierung, wir wissen es Alle, ist natürlich beabsichtigt und dient der psychologischen Kriegsvorbereitung, der Bereitstellung negativer Gefühle, die eine Steuerung der Emotionen und Gedanken und das Ausführen mörderischer Befehle vorbereitet.
Das wollen die Autoren aber nicht wissen und sich lieber endlos am Thema vorbeibewegen.
Soviel ungeheuerliche Manipulativität wie sie augenblicklich real ist, will man in den lieben Kollegen, auch im Hinblick auf die eigene Reputation, wohl nicht gerne erkennen…
Ja, aber auch die privaten. Es ist eine beeindruckende Maschinerie der psychologischen Kriegsvorbereitung. Das Publikum saugt es dankbar auf wie ein Schwamm…..
Man fühlt sich mehr und mehr wie der Herr mit der gelben Brille in der gleichnamigen Erzählung von Lemm (Lehmann)
Wollte einen Link angeben habe aber nur das gefunden,
https://www.hagalil.com/2023/11/der-herr-mit-der-gelben-brille/
Ich könnte mich immer wieder beömmeln, wenn Politik-, Mediendarstellern und sonstigen obskuren Wesen aus der Anderswelt „Naivität“, „Versagen“, „Inkompetenz“ u.ä.m. unterstellt wird. Das mag für einzelne Vertreter dieser Spezies vielleicht zutreffen; dem weit überwiegenden Teil dürfte sehr wohl bewußt sein, was sie da tun.
Und man entscheidet sich dafür, „Karriere“ im Polit- oder Medienzirkus zu machen. Man entscheidet sich dafür, Einseitigkeit zu fördern, dümmlichste und platteste Propaganda zu verbreiten, wiederholt kritische Meinungen zu unterdrücken und jeglichen echten und ehrlichen Diskurs abzuwürgen.
„Es ist mehr Sachlichkeit, die wir brauchen, und nicht mehr Konzentration auf unsere Gefühle! “
Warum muss man eigentlich das eine immer gegen das andere ausspielen ? Schon mal auf die Idee gekommen, daß beides gleich wichtig sein und nebeneinander Bestand haben kann ? Daß eben Gefühle einen ganz wesentlichen Punkt dessen ausmachen, was wir als Menschen sind ? Und daß diese sogenannte „Sachlichkeit“, wenn sie nicht mit einem Mindestmaß an Einfühlungsvermögen einhergeht, nicht selten in einer (a)sozialen Kälte und völligem Verkopft-sein endet ?
„Denn Gestressten, Neurotikern und Depressiven hilft man nicht, indem man sich ständig nach ihrem Gefühlsleben erkundigt.“
Mal abgesehen davon, daß erstmal zu eruieren wäre, was die Autoren denn unter „Gestressten, Neurotikern und Depressiven“ verstehen, geht meine Erfahrung in eine ganz andere Richtung. Ein echtes und ernsthaftes Interesse am Gegenüber und seinem Gefühlsleben ist schon seit vielen Jahren immer weniger zu erkennen; die Floskeln überwiegen.
Nur mal so am Rande : Menschen, die in (auch und gerade seelischer) Not sind, hilft man am besten, indem man für sie da ist. Und das kann sich in Zuhören, in den Arm nehmen, einfach da sein uvm. äußern. Eher weniger hilfreich sind Beleerungen aller Art, (ungebetenen) Ratschlägen zum Ernährungs- und Bewegungsverhalten oder dem Hinweis auf irgendeine Psychotherapie (was ja auch immer so hübsch einfach ist; dann braucht man sich selbst nicht damit zu beschäftigen; soll sich doch ein anderer mit den Schwierigkeiten rumquälen, ich möchte bitte nur eine Schönwetter-Beziehung).
“ Künstliche Intelligenz ist außerordentlich gut dazu in der Lage, den Emotionalisierungsgrad eines Berichtes systematisch zu bestimmen und zu quantifizieren.“
Seufz…wenn man zum Menschsein eine Maschine braucht…das nennt sich, glaube ich, Technokratie…
„Wie wäre es, wenn wir diese Möglichkeit dazu benutzen, eine Art Ampel für den Grad der Sachlichkeit von Texten oder Bildberichten einzurichten: grün für die Fakten, rot für deren Überhitzung. Dasselbe würden wir uns übrigens auch manchmal für die Kommentarforen wünschen“
Ah ok, jetzt habe ich es verstanden, das Ganze war als Satire gedacht. Sowas muss man mir doch sagen…
Leute, macht euch nichts vor. Der ÖRR ist Werkzeug der Machthaber zur Manipulation der Bevölkerung.
Und diejenigen, die dort fest angestellt sind, sind Überzeugungstäter. Bevor jemand dort fest angestellt wird, muss er jahrelang seine „Eignung“ als Propaganda-Fachkraft in einem „ freien“ Arbeitsverhältnis nachweisen. Nur die absolut Systemtreuen haben eine Chance. ARD und ZDF manipulieren und lügen doch nicht erst seit heute. Das geht schon wesentlich länger. Es fällt nur jetzt auf, weil in Zeiten der Krise die Lügen und die Manipulation immer hemmungsloser unters blöde Volk gestreut werden.
Früher hatte ich die Ilussion, der Laden ÖRR könne reformiert werden. Das geht nicht mehr! Komplett abwickeln!
Die Emotionalisierung ist der große Fluch seit Jahren.
CxU und AfD bewirtschaften Ressentiment und emotionalisieren mittels Sündenböcken. Fakten sind da ebenso sch…egal.
Der ÖRR und andere Medien spielen leider auf ähnliche Klaviatur.
In der Tat nervt das, aber die beschissen Social-Media-Kultur des Clickbaits und der kurzen Aufmerksamkeit laden zu diesem allgemeinen Dreck ein. Sachlichkeit ist halt uninteressant. Für alle, die Sichtbarkeit haben wollen. Auch hier @Lapuente.
Fassen wir uns mal selber an unsere Nasen, was wir so goutieren.
Vielleicht sollte man da auch von „emotionalisierter Berichterstattung“ sprechen – Gefühle/Emotionen allein sind ja hoffentlich etwas, was jeden Menschen bekannt ist, gefühlsmäßig authentisch zu sein ist nicht das Schlechteste.
Was stattdessen leider oft passiert, ist das Entfachen von Empörungen, was insbesondere in einer Partei geradezu der Markenkern zu sein scheint. Da wird ganz im Betroffenheitskult der Vorfahren aus den 80er-Jahren die eigene – oft hochgekochte – Gefühligkeit zum Argument. Wer da nicht mitschwingt, wird schnell zum Unmenschen erklärt, durchaus auch etwas erpresserisch. So bekommen Feelings sehr ungerechter Weise u.U. einen doofen Touch bzw. gleich `nen schlechten Ruf. Nit schön.
…..Der ÖRR verliert an Sachlichkeit statt Einordnen und Fakten dominieren Emo-tionen und Betroffenheit. “
Der ÖRR verliert auch an Objektivität und Äquidistanz = Neutralität.
Einzuordnen [ = dies und das sollen wir glauben] hat ein ÖRR gar nichts, nichts.
Es geht doch nur mit Emotionen!
Das ist doch gerade das, worauf es ankommt. Ratio und Ausgewogenheit sind völlig fehl am Platze, wenn man die Masse, auf deren Zustimmung und Ruhigstellung abgestellt wird, erreichen will. Nicht nur will, sondern muss.
LeBon und seine „Psychologie der Masse“ hat das als Vorreiter schon beschrieben und die Techniken vorgestellt. Wiederholungen, Wiederholungen, Wiederholungen, das Körnchen Wahrheit zur Scheinauthentizität, Weglassungen, umdefinieren von Begriffen, Wiederholungen, Wiederholungen, Wiederholungen. Das alles möglichst emotional verpackt, da Masse nur über Gefühle erreichbar ist und eine gegenseitige Selbstbestätigung erzielt wird.
Ich habe die Goebbelstagebücher in meinen Regalen und diese mit Unterbrechungen sukzessive gelesen ( Anders geht das nicht, in einem Zug hält man das nicht aus).
Er beschreibt dort genau das Gleiche von der Technik her, beruft sich sogar auf LeBon. Interessant war auch, das er Wert legte, mit der Propaganda Menschen mit verschiedenen Bildungsgraden zu erreichen. Der Punkt war, das natürlich ausschließlich Propaganda auf Stürmerniveau bei einem großen Teil der Masse nicht verfangen hätte. Darum haben die Nazis gar nicht jede Zeitung verboten, sondern im Gegenteil die meisten bürgerlichen Zeitungen beibehalten, es wurde lediglich eine gewisse Sprachregelung vorgegeben.
Die Tagebücher der Ursula von Kardorff, die Journalistin bei der DAZ ( Deutsche Allgemeine Zeitung), der ZEIT ähnlich beschreiben das recht anschaulich.
Es wurde ja nicht alles zensiert, nur das politisch und ideologisch relevante. Andere Dinge wie Sport oder Mode oder auch medizinische Ratschläge, Gartentipps etc. blieben so gut wie unbeeinflusst, was der Glaubwürdigkeit zugute kam. Das kann man beim ÖRR ja durchaus auch beobachten, nicht alle Dokus sind ja falsch oder schlecht, Astronomie oder Erdgeschichte und Archäologie bspw., also das, was politisch keine Relevanz hat.
Der geringe Prozentsatz, der sich von der Propaganda nicht hat einwickeln lassen, und Goebbels war klar das es den gibt, war eine zu vernachlässigende Größe, sofern nicht versucht wurde, den öffentlichen Raum zu besetzen oder Reichweite zu erzielen. Dann schlug das Regime unbarmherzig zu!
Deswegen sind die Sanktionen gegen Einzelpersonen auch kein Zufall, sondern Teil der Propaganda, die mangelnde Rechtsstaatlichkeit und die Existenzvernichtende, Kafkaeske Situation, in der die Betroffenen sich befinden, dienen der Abschreckung ebenso, wie damals die Drohung mit dem
Konzentrationslager, die Möglichkeit dagegen rechtsstaatlich vorzugehen ist heute genauso wenig vorhanden wie damals. Angst wird erzeugt, und Angst ist auch eine Emotion, vielmehr Furcht.
Eine zentrale Lenkung wie damals existiert heute schon auch, aber subtiler, da werden Winke gegeben und vorauseilender Gehorsam, den es damals wie heute gab, ist dabei immer hilfreich.
Goebbels war ein Zyniker, ein Teil der Journaille wird das auch sein, der sein diabolisches Vergnügen an der Dummheit der Menschen fand. Seine Reaktion nach seiner berüchtigten Sportpalastrede ist ein bekanntes Beispiel, aber bei weitem nicht das einzige.
Ich habe auch die SD-Berichte aus dem Reich, was die Menschen sagten und wie die Propaganda wirkte, kann man da ganz gut nachlesen. Dort wird auch beschrieben, wo die Propaganda an ihre Grenzen stößt!
Nämlich die Realität konterkariert sie!
Das ist der Punkt, die Realität des Krieges, v.a. als das Ende näher rückte, ließ die Propaganda immer wirkungsloser werden, von einem geringen Prozentsatz an Fanatikern abgesehen.
Die Realität, die auch unsere Politiker zwangsläufig einholen wird, lässt die Wirkung der Propaganda irgendwann zerbrechen. Vermutlich wird es dann zu spät sein.
Also, Emotionalität in der Berichterstattung zur Lenkung der Masse ist nachgrade der Schlüssel!
Zum Abschluss ein Witz aus dem Buch „Flüsterwitze im dritten Reich“ von Hans Jochen Gamm:
Ein Obsthändler wurde verhaftet und zu Gefängnis verurteilt, weil er mit dem Slogan geworben hat:
„Deutsche Birnen sind die weichsten“
Zitat:
Wie kann man sich das erklären? Jede Information besteht aus verschiedenen Aspekten oder Merkmalen, und einige davon haben ein größeres emotionales Erregungspotenzial als andere. Unsere selektive Aufmerksamkeit kann nun zwar dieser Merkmale nicht verändern, aber sie kann dafür sorgen, dass wir uns vornehmlich auf die Merkmale richten, die wenig oder gar nichts „mit uns machen“ – die also emotional neutral sind. Je mehr uns das gelingt, desto weniger werden wir uns aufregen. Und je mehr wir uns auf die emotionalen Merkmale konzentrieren, desto mehr werden wir uns aufregen.
Darum zahle ich die Staatsfunk-Propaganda-Steuer zwar noch, um Ärger zu vermeiden, aber habe schon seit vielen Jahren keine „Glotze“ mehr. Die dürfen mich zwar abkassieren, aber können mich nicht zwingen, den Dreck zu konsumieren.
Die Tagesshow-Website lese ich nur noch zur Belustigung. Ich habe mit einem Werbeblocker-Plugin die Bilder und Videos deaktiviert. Sehe also nur noch puren Text. Es liegt in der menschlichen Natur (als Techniker nenne ich das „unsere 100.000 Jahre alte Firmware“), Bildern und Videos mehr zu vertrauen als Sachinformationen. Aber wenn man sich die puren Texte reinzieht, sieht man fast nur noch Realsatire.
Ich bin alt und mir selbst kann’s relativ egal sein, was aus dem „Laden“ wird, aber ich bedaure die Jungen. Die werden nicht so viel Glück haben wie ich…
Unsere Öffentlich-Rechtlichen Qualitätsmedien haben in der Hauptsache die Aufgabe, eng abgestimmt Regierungspropaganda zu verbreiten. Der Rest ist Beiwerk, die Moral offenbar am Boden und die Qualität in einem beispiellosen Sinkflug begriffen. Da laufen praktisch nur noch nationalverträgliche Seifenopern und Küchensoaps in Dauerschleife. Wer dafür noch Zwangsabgaben zahlt, ist entweder nicht bei Trost oder hat die Reinkarnation des Volksempfänger verpasst.
Mitt der Emotionalität der Beiträge haben die Autoren ein Problem, aber mit den Inhalten selbst nicht…? Dass der ÖRR, und hier leider insbesondere die ARD, seit Jahren nur noch schäbigste Propaganda und verdrehte und verkürzte Fakten, um deren ‚Einordnung‘ man sich gar nicht erst bemühen sollte, raushaut ist ihnen vielleicht noch gar nicht aufgefallen?
Na ja, die beiden haben sich EINEN Aspekt rausgepickt und den näher beleuchtet. Finde ich OK, auch wenn man den Text stellenweise als naiv empfinden mag. Ich sehe das Werk als Mosaiksteinchen; das Gesamtbild darf sich der Leser selbst machen.
Was „Abweichlern“ droht, die noch nicht in Rente und somit relativ unabhängig sind, konnte man ja auch auf Overton zu Genüge verfolgen. Ist also denkbar, dass die beiden sich dümmer stellen, als sie sind.
> Eines schon mal vorweg, auch wenn es dieser Tage nicht besonders populär ist: wir sind begeisterte Anhänger öffentlich-rechtlicher Medien!
Das ist auch schon wieder ein Narrativ was von den Qualitätsmedien produziert wird „wir wissen ja das die viele uns nicht mögen“ – falsch. Es geht nicht um das Prinzip der ÖRR.
Tatsächlich kenn ich auch unter AfD Wählern keinen der die ÖRR aus Prinzip ablehnt. Es geht rein um den Inhalt mit Schlagseite und die Kosten, Stichwort Selbstbereicherung. Wobei man da unterscheiden muss zwischen der Elite mit teils fürstlichen Zusatz Pensionen und der Masse an Fußvolk die mit Zeitverträgen abgespeist wird.
Was aber auch wegkann sind die Kosten für überbezahlte Sportverantstaltungen.
Die Emotionalität der Beiträge kann man sicher auch kritisieren, aber das Hauptproblem sehe ich eher in dem zuvor gesagtem.
Für mich ist die Berichterstattung politischer Themen – und dazu gehört auch das Thema „Klimawandel, Erderhitzung, Klimakatastrophe“ – in den ÖRR seit Jahren nur noch Spatzenhirn-Journalismus und von Spatzenhirnen lasse ich mir nichts berichten und verschwende keine Zeit dafür. Daher sehe ich mir dieses allabendliche Geschwurbel und Gewinsele über den ach so pösen Putin, den Russen, die Erderhitzung, die pöse AfD und BSW, die pösen Nazis überall in Deutschland (oder wahlweise in F, Italien, Ungarn), aber nur nicht in der Ukraine schon seit langem nicht mehr an, denn für blöd verkaufen lasse ich mich nicht von Spatzenhirnen.
Aber vielen Dank für den sehr zutreffenden Artikel, denn er bestätigt und belegt das, was dem deutschen Konsumenten von ehemaligen „Qualitätsmedien“ im besten Propaganda-Staat aller Zeiten mittlerweile zugemutet wird.
Mir tun nur die leid, die auf diesen dazu noch völlig einseitigen Emotionsschwachsinn noch hereinfallen, denn die gibt es.
Man könnte ja glauben, die Emotionsberichterstattung mit garantierter Tränendrüse wird deshalb aufgeführt, weil man „Klickzahlen“ und Zuschauerquoten haben will wegen den Sponsoren. Das ist aber bei den ÖRR nicht der Fall, bei denen lautet der Grund Erziehungsauftrag!