
Die Deutsche Bahn ist nicht nur eine demokratiegefährdende Einrichtung. Sie erzeugt auch immensen volkswirtschaftlichen Schaden.
Asche auf mein Haupt. Ich habe einen Fehler gemacht. Und zwar in meinem Text von letztem Sonntag. Darin erklärte ich, dass Fahrten bis 14 Minuten noch von der Bahn als pünktlich erachtet werden – erst nach einer Viertelstunde würde man von Verspätung sprechen. Diese Aussage ist unzutreffend. Die magische Grenze liegt nicht bei 15 Minuten – sie beginnt schon bei sechs Minuten. So recht viel besser sieht es nach dieser Berichtigung für den Mobilitätskonzern allerdings nicht aus. Die Tendenz bleibt bestehen. Wobei Tendenz sehr passiv ausgedrückt ist. Denn das Leistungsbild, das die Deutsche Bahn abgibt, ist alles andere als tendenziös – es ist ein Statement.
Die deutsche Lebenswirklichkeit scheint sich im Laufe der letzten Jahrzehnte in einen verstetigten Wartesaal entwickelt zu haben. Patienten warten so lange wie nie zuvor auf Facharzttermine – selbst Hausarztbesuche sind mit vollen Wartezimmern verbunden, die demnächst wegen einiger Reformen noch voller werden könnten. Man wartet auf Handwerker, deren Dienstleistung mittlerweile ein rares Gut ist. Und wem das nicht reicht, der wartet auf seinen Steuerbescheid, dessen Bearbeitung sich zieht wie Kaugummi. Die deutsche Lebensart besteht aus Warterei: auf einen Pflegeplatz für Oma, auf einen Kindergartenplatz für den Nachwuchs, auf Baugenehmigungen und Gerichtsprozesse. Aber niemand versteht es so gewieft Zeit zu stehlen, so wie es der Deutschen Bahn eigentümlich ist.
Patienten in Deutschlands Fernzügen
Viele Menschen glauben ja, dass dies das Wesen des Bahnverkehrs sei. Es gäbe nun mal viele Reisende, knapp 136 Millionen waren es letztes Jahr – und dazu kämen noch Güterzüge, immer mehr sollen es werden, denn wir wissen ja: alles was geht soll vom Asphalt auf Stahl, von der Straße auf Gleise gehoben werden. Für die Umwelt – oder das »Klima«, wie man heute ein wenig gottlos zur Wahrung der Schöpfung sagt. Für die Nerven und die psychische Gesundheit sind die so übervollen Gleise jedoch eine Bürde – und volkswirtschaftlich betrachtet ist der Raub von Lebens- und Arbeitszeit eine mittlere bis dramatische Katastrophe, die allerdings selten rückhaltlos aufgeklärt wird. Es ist fraglich, ob je ein deutsches Unternehmen so rücksichtlos und gleichgültig mit dem Gut der Zeit der Kundschaft umgesprungen ist, wie eben jenes. Sicher, auch Patienten warten oft sehr lange in Deutschlands Gesundheitsschmieden – aber die Bezeichnung eines Kranken als Patient zeigt letztlich schon an, was ihn auf seinem Weg zur Genesung begleiten sollte: Geduld – patientia im Lateinischen. Der Bahnreisende gilt als Reise- oder Fahrgast, nicht als Patient. Man darf aber nüchtern einwenden, dass er genau das ist: ein Bahnpatient. Einer, der Geduld haben sollte. Viel davon.
Doch nochmal ganz kurz zurück zu der Auffassung, dass das System einer Bahn, die quasi nur noch reagieren, nicht mehr agieren kann, als alternativlos betrachtet werden muss. Das ist es nicht. Man kann selbstverständlich nach Großbritannien blicken und sich in der Tatsache sonnen, dass die Deutsche Bahn wenigstens noch ein halbwegs geschlossenes System anbietet. Aber das wäre Realitätsflucht – ein durchaus beliebter Sport sanftmütiger Bückbürger, von dem dieses Land nun wirklich genug haben sollte. Die Wahrheit ist, dass viele unserer Nachbarländer ihren Bürgern leistungsfähigere Schienennetze zur Verfügung stellen. Selbst die Ferrovie dello Stato Italiane, die italienische Bahn, viele Jahre verlacht für ihre notorische Unpünktlichkeit und ihre bananenrepublikanische Bummelei, gilt heute als zuverlässige Alternative zum Auto. 86 Prozent der Fernzüge kamen 2025 pünktlich an – in einem Zeitfenster von zehn Minuten. Zum Vergleich: Deutsche Fernzüge kamen im letzten Juni auf sagenhafte 52,6 Prozent, wenngleich dort mit dem schon erwähnten Zeitfenster von sechs Minuten operiert wird. Es gibt Tage, da schneiden Deutschlands Fernzüge noch schlechter ab: wie am 12. Juli dieses Jahres mit 44,7 Prozent. Wie in vielen Ländern Europas teilt sich der italienische Fernverkehr die Schienen nicht mit Regional- und Güterverkehrszügen, sondern kann auf eigenständige Strukturen zurückgreifen. Außerdem hat der italienische Staat schon vor Jahren begonnen, in das Netz zu investieren – er brauchte kein Sondervermögen, um hier und da ein wenig tätig zu werden, wie das im zeitgenössischen Deutschland der Fall ist. Gemunkelt – und mehr als das – wird, dass dieser Investitionsschub der Angst vor den Russen geschuldet ist. Gäbe es Putin nicht, würde womöglich gar nichts passieren.
Eine wichtige Information habe ich letzte Woche überdies unterschlagen: Die Bahn generiert mit einer durchschnittlichen Verspätung von 15 Minuten um die 1.330 Jahre Verspätung, umgerechnet auf 47 Millionen Bahnpatienten, die im letzten Jahr in verspäteten Zügen saßen. Dabei hätte ich noch hinzufügen sollen, dass ausgefallene Züge noch nicht mal in der Statistik zu finden sind, denn was ausfällt kann per definitionem schließlich nicht zu spät sein. Niemand käme auf die Idee, die notorisch verspätete Tante zu kritisieren, wenn die Geburtstagsparty vorher abgesagt wurde. Die Folgen solcher Ausfälle fließen also nur zum Teil in die Statistik, indem die Bahnreisenden andere Züge nehmen, die dann heillos überfüllt sind und den Betrieb beim Zustieg verschleppen – schlechter Reisekomfort ist für die Deutsche Bahn jedoch eher kein Indikator, auf den sie in ihrer Krise schielt. Sie nähert sich in dieser Frage erstaunlich dem indischen Modell an, bei dem manchmal auch Reisende auf den Dächern sitzen. Nun gut, wenn das unser Standard sein soll, dann gute Fahrt. Eine Sache sollte noch angemerkt werden: Wie hoch die tatsächliche durchschnittliche Verspätungszeit wirklich ist, kann niemand angeben, denn öffentlich wird eine solche Zahl nirgends genannt. Ob die Bahn intern über einen solchen Indikator verfügt, ist außerdem nicht bekannt.
Mit der Bahn ins ganz alte Rom
Bitte nehmen Sie an dieser Stelle außerdem zur Kenntnis, dass es sich um eine Hochrechnung, eine Schätzung meinerseits handelt. Vielleicht steht es um die Deutsche Bahn ja in Nuancen besser. Eventuell ist aber alles noch viel schlimmer. Wie sich die Jahre an Zeitverlust potenzieren, wenn diese 15 Minuten angehoben werden, bedarf keiner Rechenkünste: Bei einer halben Stunde landen wir bei fast 2.700 Jahren. Könnte man die auf ein Konto einzahlen und für eine Zeitreise einreichen – Bahn-Punkte mal anders –, könnte man damit in jene Ära zurückreisen, in der Rom noch ein kleines von Königen regiertes Shithole war. Oder man bucht einen Aufenthalt bei den Thermopylen und schaut dabei zu, wie Leonidas und seine Spartaner den Ansturm persischer Horden aufhalten. Aber auch das wäre mit etwas Wartezeit verbunden, denn selbst diese epische Schlacht der Antike fände erst etwa 100 Jahre nach Ihrer Ankunft statt. Man sollte weniger in Kategorien der Zeitreise rechnen, es hat sich in unserer so pekuniären Zeit durchgesetzt, die Dinge zu Geld umzuwandeln, um sie beziffern zu können. Geht man von einer durchschnittlichen Verspätung von einer halben Stunde bei dem derzeit durchschnittlichen Stundenlohn von ungefähr 26 Euro aus, ergeben sich stolze 610 Millionen Euro, die die Deutsche Bahn pro Jahr akkumuliert – auf Kosten von Reisenden und Unternehmen. Anzumerken ist freilich, dass nicht alle Verspäteten ungenutzte Zeit vor sich herschieben, einige arbeiten in ihrem verspäteten Zug – so gut sie es können jedenfalls.
Eine Größe ist ganz wesentlich, sie wird aber so gut wie nie thematisiert: der stille Puffer – so nenne ich das mal. Die Zeit, die jeder, der die Bahn kennt und fürchtet, in seine Kalkulation aufnimmt. Wer in Berlin einen wichtigen Geschäftstermin hat, reist unter Umständen schon am Vortag aus Frankfurt an, weil er davon ausgehen muss, dass ihn die Bahn nicht zeitig ans Ziel bringt. Andere reisen mit drei Stunden Vorlauf an, sitzen dann lieber noch eine Weile am Zielort herum: Angenommen nur zehn Prozent aller Bahnreisender des Vorjahres sind mit zwei Stunden Puffer gereist, so hätte der unzuverlässige Betrieb der Bahn weitere 3.100 Jahre Zeitvergeudung angehäuft. Umgerechnet in Euro: rund 710 Millionen Euro. Stellen Sie sich nur kurz vor, es hätten gar 20 Prozent aller Reisender »vorausschauend« einen Fernzug gebucht! Ein anderes Szenario ist die Anreise am Vortag. Wenn auch nur ein Prozent aller Bahnreisenden sich dafür entschieden haben sollte, erzeugte auch das phantastische Zahlen. Gehen wir von zwölf Stunden Vorlauf aus: 16,3 Millionen Stunden oder monetär: 425 Millionen Euro. Die Hotellerie und die Gastronomie freut es im Gegenzug, womit man volkswirtschaftlich auch einen positiven Aspekt vorbringen und der Bahn zugutehalten kann.
Reist man doch am selben Tag an, kommt zu spät zu einem Geschäftstreffen, so addiert sich die Wartezeit beträchtlich, schließlich warten dann auch jene vor Ort auf den Teilnehmer, die sich mit ihm zusammensetzen wollten. Wenn auch nur fünf Prozent aller Verspäteten des Vorjahres eine halbe Stunde zu spät zu einem Meeting mit zwei weiteren Teilnehmern gekommen sind, so hat die Deutsche Bahn gleich noch 2,3 Millionen Fremdwarteminuten erzeugt. Eine vorsichtige Modellrechnung zeigt den Produktivitätsverlust in Unternehmen an: Geht man davon aus, dass von den rund 47 Millionen verspäteten Fernverkehrsreisen lediglich 20 Prozent beruflich veranlasst sind, die durchschnittliche Verspätung nur 30 Minuten beträgt und davon wiederum lediglich die Hälfte tatsächlich als unproduktive Arbeitszeit verloren geht, summiert sich der Ausfall dennoch auf rund 2,3 Millionen Arbeitsstunden. Bewertet man diese mit Arbeitskosten von durchschnittlich 26 Euro je Stunde, ergibt sich bereits ein volkswirtschaftlicher Schaden von etwa 61 Millionen Euro. Man darf jedoch davon ausgehen, dass der durchschnittliche Arbeitslohn nicht tauglich ist für so eine Berechnung, da untere Lohnsegmente eher selten dadurch geprägt sind, dienstlich Reisen antreten zu müssen.
Abstraktionen mit Zahlen und Demokratien
Dabei handelt es sich lediglich um die unmittelbaren Produktivitätsverluste. Nicht eingerechnet sind verpasste Besprechungen, zusätzliche Hotelübernachtungen, Taxifahrten, Ersatzflüge, Vertragsstrafen oder die Arbeitszeit von Kollegen und Kunden, die auf verspätete Reisende warten müssen. Stichwort hier: Kettenreaktionen. Erscheint beispielsweise ein Vortragsreisender wegen einer Zugverspätung erst eine Stunde später zu einem Termin mit zehn Teilnehmern, geht nicht nur eine Arbeitsstunde verloren. Im ungünstigsten Fall werden daraus elf verlorene Personenstunden – eine Stunde des Referenten und zehn Stunden der Wartenden. Im Jahr 2025 zahlte die Deutsche Bahn hingegen nur 156 Millionen Euro an Entschädigungen aus. Das sind etwa drei Euro pro verspäteten Bahnkunden – in Hochrechnung. Aber tatsächlich liegen der Bahn für diesen Zeitraum nur 6,2 Millionen Entschädigungsformulare vor. Viele Reisenden ist die Meldung zu kompliziert, sie gilt als der nächste Zeitfresser. Veranschlagt man für die Meldung nur 10 Minuten, addiert sich das bei rund sechs Millionen Antragsteller auf etwa 120 Jahre Zeit, die die Menschen in die Erstattung ihres Fahrpreises investieren würden. Entschädigt wird aber natürlich erst ab einer Stunde Verspätung – mit 25 Prozent des Fahrpreises. Ab zwei Stunden Verspätung darf man mit 50 Prozent rechnen.
Die meisten Verspätungen sind lang genug, um Lebenszeiten zu kosten, ja, ganze historische Epochen zu umfassen – aber sie sind dann offenbar doch zu kurz, um ersetzt zu werden. Und das Zeitkontingent, das die Verspätungen umfasst, lässt sich ja auch nicht von Reise zu Reise füllen, bei jedem Fahrtantritt tickt die Uhr neu – für Vielfahrer bedeutet das, dass sich die Stunden das Wartens und Harrens, die der Eile vorausgeht, die nach Verlassen des verspäteten Zuges fast automatisch eintritt, um doch noch einigermaßen zeitnah am Zielort zu erscheinen, läppern und addieren. Mancher mag da ein oder zwei Tage nur mit Verspätungen zugebracht haben – insbesondere das Personal der Deutschen Bahn. Diese Kosten müssten nochmal gesondert erfasst werden. Ausfallende Züge wegen fehlendem Personal sind jedenfalls keine Seltenheit. Sie dürften auf die Zeiterfassung zurückzuführen sein, die manchen Angestellten satte Überstunden ausweisen, die auch irgendwann abgebaut werden müssen.
Nicht alles lässt sich freilich in Geld ausweisen. Das heißt, Statistiker machen es – ich finde es unschicklich, wenn man zum Beispiel berechnete, was es einer Fernbeziehung kostet, auf die Dienstleistung der Deutschen Bahn zurückgeworfen zu werden – ohnehin fehlt es hier an Zahlen. Aber die Bahn dürfte auch hier eine Belastungsprobe sein. Und ein Liebesbeweis. Ob die Bahn an vielen Brüchen und Beziehungsenden mitgewirkt hat, kann man nur ahnen, aber nicht verifizieren. Und wie viele Familien bleiben so oft unbesucht, weil schon die Anreise anwidert? Das sind Ebenen, die unsichtbar bleiben. Die Deutsche Bahn ist kein vertrauenswürdiger Partner im Alltag der Menschen. Daher ein demokratiegefährdender Betrieb, wie ich neulich andernorts schrieb. Wenn man überhaupt von einer solchen sprechen kann an diesem Ort und in diesen Zeiten. Aber man muss diese Einordnung auch ein Stück weit abstrakt verstehen. Man jongliert mit Zahlen, die man hochrechnet und die es in der Wirklichkeit nicht gibt – und man bemüht nebenher Demokratien, die sich längst abgewickelt haben. Insofern ist die Bahn das natürliche Reisemittel einer Zeit, in der Partizipation nicht mehr großgeschrieben wird. Sie ist unberechenbar wie ein Despot, kaltschnäuzig wie ein Diktator und man kann ihr ungefähr so sehr vertrauen, wie einem Wegelagerer, dem es nach den Habseligkeiten derer dürstet, die ihm über den Weg laufen. Dabei besonders beliebtes Diebesgut: Ihre, meine, unsere Zeit.
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Es wird doch immer nach Inhalten für die „Deutsche Leitkultur“ gesucht, was das überhaupt sei.
Nun, ich schlage da mal die Bahn vor als deutsches Alleinstellungsmerkmal in Europa.
Da wäre der Begriff der „Deutschen Leitkultur“ endlich mal inhaltlich gefüllt!
Meine Frau und ich reisen viel herum, so lange wir noch können.
Ich würde gerne die Bahn nehmen, aber nach unseren letzten Erfahrungen fahren wir dann doch mit dem Auto-
Das strengt zwar an, aber längst nicht so, wie eine Reise mit der Bahn.
Schade!.
Bahnfahren aus Jux und Dollerei? Na da sei doch F Merz vor! Sowas muss wieder harte Arbeit werden! wird dann auch steuerlich absetzbar… die Bahn arbeitet schon dran!
Da ist ein Tippfehler: Es heisst korrekt „Leidkultur“.
100-Zeichen-Glückskeks:
„Ich glaube jedenfalls nicht an die Freundschaft des Satten mit dem Hungrigen.“
―Maxim Gorki
Der Hauptzweck der Deutschen Bahn ist nunmehr, Panzer gen Osten zu transportieren und dabei redundant genug zu bleiben, um jedwede Ausfälle möglichst zu kompensieren…
Das Gute an diesem „Hauptzweck“ ist, dass dann wenn die Bahn es geschafft hat,
die Panzer zu verladen und kurz vor der nächsten Grenze zum Osten steht, der
Ukraine Krieg schon 5 Jehre vorbei ist. Wahrscheinlich hat dann auch Europa schon
längst vor Russland kapituliert und die reparierte Nordstream Pipeline steht kurz
vor ihrer Wiedereröffnung. Zu aller Feude in der Nation, feiren dann schon Herr Spahn
und sein Gattein den ersten Schultag ihres Nachwuchses.
Stichwort „Wutachtal-Bahn“. Im Volksmund wegen der schier endlosen engen Kehren auch „Sauschwänzlebahn“ genannt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Wutachtalbahn
https://de.wikipedia.org/wiki/Strategische_Bahn
Noch mehr als andere „Kanonenbahnen“ im deutschen Reich diente sie in Friedenszeiten keinem nennenswerten Zweck, da der Transport von Gütern über das Gleisnetz der benachbarten Schweiz viel einfacher und billiger war. Ihr eigentlicher Zweck offenbarte sich neben der Gleisführung allein auf deutschem Boden auch durch überdimensionale Bahnhofsbauten mit langen Gleisfeldern und einem markanten Detail, das vielleicht nicht jedem gleich ins Auge fällt: Die Tunnel und Brücken dieser eingleisigen Nebenbahn sind bereits für die Nachrüstung eines zweiten Gleises ausgebaut worden, das in Kriegszeiten umgehend dazu gebaut werden sollte. Es sieht so aus, als sei die Strecke mal zweigleisig gewesen, und dann hätte man sie auf ein Gleis zurückgebaut. Aber es ist genau umgekehrt.
Zusatzinformation zur Sauschwänzlebahn: sie war auch einmal Drehort für einen Film.
https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Transport
Das die Kosten, die dem Bürger durch das Verhalten von Behörden entstehen, irrelevant sind, kann man auch an Staus an stillstehenden Autobahnbaustellen beobachten.
Es ginge erwiesenermaßen schneller, wäre aber wohl teurer. Und das wiederum sind Kosten, die aufs Budget der Behörde gehen.
In Afrika fahren Bus und Bahn erst los,
wenn sie voll sind. Die angegebenen
Abfahrtzeiten sind In-Etwa-Angaben bis
zu plus zwei Stunden.
Wer die Deindustrialisierung des Landes
und die Entlassung hunderttausender
Arbeitnehmer in den Schlüsselindustrien
normal findet, muss sich über Bahnverspätungen wie in Uganda nicht beschweren.
Werde Hackbauer, dann hast du Zeit !
Oh wie schön; klappt doch mit den „Recherchen“.
Und ja, gerade jetzt muss man am wilden Puls der Zeit bleiben und gewichten bzw. berichten, was für die Meisten die brennendsten/drängendsten Probleme sind und sein werden.
Reformpaket33=34, ungebremst steigende Lebenshaltungskosten, weiter zunehmende Verarmung, Arbeits- und Obdachlosigkeit, neue Steuern, eudiWallet ab 2.1.27 und und und – lächerlich.
„..selbst Hausarztbesuche sind mit vollen Wartezimmern verbunden, die demnächst wegen einiger Reformen noch voller werden könnten…“
Demnächst einige Reformen? Wie, wo – sag bloß.
Aber Genaues weiß man halt nicht, und über „ungelegte“ Eier gibt es auch nichts zu schreiben, wenn man Eier konsequent meidet.
So tragisch-komisch-absurd das erneut bediente Thema auch sein mag, muss die Frage gestattet sein:
„..ist der Raub von Lebens- und Arbeitszeit…“
Werden Verspätungen seit Neuestem mit der Arbeitszeit verrechnet, oder sollte idealerweise mit Pünktlichkeit MEHR Arbeitszeit generiert bzw. verpflichtend zur Verfügung gestellt werden?
„…dass das System einer Bahn, die quasi nur noch reagieren, nicht mehr agieren kann, als alternativlos betrachtet werden muss…“
Im Meiden aller Themen bzgl. existentieller Sicherheit (sämtliche Bereichen des Lebens/Daseins) sowie der Zukunft kann „Alternativlosigkeit“ selbstverständlich unthematisiert und hinnehmbar sein; aber beim Bahnfahren, wenn man selber davon betroffen ist, hört’s aber wirklich auf!
„Die Zeit, die jeder, der die Bahn kennt und fürchtet [..] reist unter Umständen schon am Vortag aus Frankfurt an, weil er davon ausgehen muss, dass ihn die Bahn nicht zeitig ans Ziel bringt…“
Jeder „Reisende“ im Individualverkehr handhabt dies ebenso, da mehr oder weniger belebte Baustellen, nur unterbrochen durch Autobahnabschnitte, kein Garant für pünktliches Eintreffen sind.
Ist also keineswegs als hervorzuhebendes Alleinstellungsmerkmal geeignet, sondern wirkt eher bemüht.
Hallo RdL,
also wieder ein Artikel über die Bahn, Wartezeit = Zeitloch = Sommerloch, warum nicht. Bedauerlich ist, dass Sie Poschardts »Bückbürger« offensichtlich als Sprachfigur im Denken und Schreiben übernommen haben – wobei die allgegenwärtige deutsche Duldungshaltung der Untertanen durchaus zu bekritteln ist, in einem Staat, bei dem das größtes Wachstum in der sozialen, politischen, kulturellen und intellektuellen Dysfunktionalität zu verzeichnen ist. Aber ist das nicht auch ein Zeichen des Bückbürgers: Wenn mäkeln, dann nur dort, wo es nicht weh tut? Mit zweckloser Addition und Multiplikation von Zeitverlust und Produktionspotenzialvernichtung? Sorry, sind das nicht Sichtweisen eines Handlangers des Kapitals, eines traurigen Buchhalters? Ich denke, Sie können einen eigenen und besseren Begriff finden als »Bückbürger«.
Die Bahn wurde über Jahrzehnte kaputt gespart (Absicht oder Managementfehler oder beides?), strukturell, personell und systemisch, ein alter Hut. Die Absicht, Infrastruktur so lange vergammeln zu lassen, dass der Staat für die dringende Instandsetzung aufkommen muss, ist da nur ein Subplot des Abjekten. Dazu kommt diese veraltete, deutsche Großmannssucht, mit überteuerten Hochgeschwindigkeitsstrecken prahlen zu müssen und vom technologiefreundlichen Wirtschaftsstandort Deutschland zu fantasieren.
Das zu korrigieren und zu beheben wird Jahre brauchen, wenn es denn überhaupt projiziert wird, und anzunehmen, ein Level von Japan oder auch nur der Schweiz in einer Dekade zu erreichen, ist zweifellos halluzinatorisch, allein die Bürokratie hierzulande gibt das nicht her, selbst bei bestem Willen und genügen Geld.
Btw.: Wenn Sie schon das Bahnfahren in Indien thematisieren, sollten Sie auch erwähnen, dass dort täglich sechs Menschen sterben, weil sie von, aus oder in den Zügen fallen. Da weiß man doch, worauf sich gefreut werden kann: „Bahnfahren, ein existenzielles Erlebnis!“ Vielleicht wird dazu in der Bahn-App noch ein Wett-Feature implementiert. (Zur Info: Diese App versucht ca. 300 Mal wöchentlich nach hause zu telefonieren und Metriken zu übermitteln, auch wenn sie nicht aktiv ist. Huch. Dafür ist der Versuch, mittels der App ein Ticket zu kaufen und zu bezahlen, ein Staffellauf des anti-intuitiven Irrsinns. Glückwunsch DB!)
Die Bahn-App verwende ich, wenn überhaupt, nur noch als Anzeigetafel der Verspätungen, Ausweichzüge und alternative Strecken kenne ich inklusive Abfahrtsgleis und -zeiten seit Jahren auswendig, auch welche Fernzüge obligatorisch Verspätung haben und somit die Nahverkehrszüge einbremsen (aber ich habe noch nicht herausgefunden, warum Köln oder Hamburg da ursächliche Spitzenreiter sind).
Was mich als Berufspendler täglich begeistert, ist das Verhalten der Reisenden auf den Bahnsteigen und in den Zügen. Seit wann ist es eigentlich Usus geworden, sich an neuralgischen Wegmarken, wie Treppen, zusammen zu rotten und diese Flaschenhälse zu erdrosseln? Ich kenne das von Kulturcafés mit Mittelmeer-Provenienz, da stehen die Männer auch sehr gerne auf dem ganzen Gehweg, ich glaube, das ist etwas territoriales. Vielleicht ist es auch nur Kontaktfreude, Begegnung durch im Weg stehen, da kommt man zwangsläufig ins Gespräch.
Gerade der Sommer ist eine einzige Satire, wenn Aktiv-Reisende mit ihren 25 kg E-mofas (elektrisch motorisierte Fahrräder) und mindestens 30 kg Satteltaschengepäck in Gruppen versuchen, das Mehrzweckabteil zu finden und den Zug wie bepackte Scherpas zu besteigen, dazu Leute mit Kinderwagen anpöbeln, weil sie ihre überladenen Gold-Wings festzurren wollen, freilich ohne die Taschen abzunehmen und so mit 4 Bikes jeglichen Durchgang unterbinden – die Kinderwagen können dann auch in der Tür stehen. Für solche Erlebnisreisenden ist dann auch jeder defekte Fahrstuhl eine persönliche Beleidigung. Und vielleicht kann mir jemand aushelfen, warum machen gerade Ü40 immer so einen desorientierten Eindruck, als würden sie das erste mal in ihrem Leben Zug fahren oder befänden sich auf einem futuristischen Weltraumbahnhof?
Abschließend vielleicht folgendes zum Artikel: Kann etwas überhaupt »demokratiegefährdend« sein, wenn eine Demokratie nur aus »Bückbürgern« besteht? Oder wäre es für „UnsereDemorkratie“ nicht besonders gefährlich, wenn den Menschen nicht durch Irrsinn wie bei der Deutschen Bahn oder der Deutschen Steuererklärung oder Deutschen Wartezimmern Zeit genommen würde, die sie sonst mit Denken und so der Bildung eines gerechten Zorns verbringen könnten, der sich zu einem Marsch auf (nicht durch) Deutsche Institutionen entwickeln könnte?
PS: Als Antidot gegen den Schmerz des Zeitverlustes bleibt da als Empfehlung, neben der von Ihnen erwähnten Geduld, das dicke Buch. Immer eine lohnenswerte Investition.
„Seit wann ist es eigentlich Usus geworden ….diese Flaschenhälse zu erdrosseln?“
Nicht nur Flaschenhälse (auch im übertragenen Sinne), sondern auch ausreichend vorhandener Raum (überall) wird vereinnahmt.
Ist tatsächlich territorial begründet und ähnelt dem Markieren – MEINS.
Es gibt in diesem „gesellschaftsfähigen“ und gewollten Verhalten aber keine nennenswerte Unterschiede zwischen den Geschlechtern oder Altersgruppen.
Ausschlaggebend ist eher, wie viele Angehörige einer Gruppe, an einem Ort, zu einer bestimmten Zeit verfügbar sind und über die gleichen Defizite im Verhalten verfügen.
Destruktiver, desinteressierter oder egoman geprägter Umgang nimmt seit vielen Jahren im gleichen Maße zu, wie soziale Kompetenz, Empathie, Bildung, Intellekt usw. abnehmen.
Daher ist es kein neueres Phänomen, sondern die Zahl der Hinzukommenden nimmt lediglich massiv zu, sodass sie nicht mehr zu ignorieren sind.
Wenn es nur die Bahn wäre..
In Berlin haben wir zur Zeit eine Leerstandsquote bei den Wohnungen von 0,3% (Das ist die zeitniedrigste Quote weltweit), zum Vergleich ein „gesunder“ Markt bewegt sich so im Bereich von 6-7% Leerstandsquote. Das ist der Bereich in dem die Mieten Stabil bleiben und der Markt floriert. Da die Mieten in Berlin innerhalb der letzten Jahre aber enorm angestiegen sind wäre sogar eine Leerstandsquote um die 10% erstrebenswert damit die Mieten sich wieder etwas einpendeln. Alles in Allem fehlen ca 195.000 Wohnungen und das in einem Land mit einer der höchsten Bevölkerungsdichte der Welt. Die hohen Mietpreise wirken natürlich auch als extremer Dämpfer auf die Wirtschaft im Allgemeinen, denn um Leben zu können muss natürlich auch der Lohn ausreichen um die Miete zu zahlen. Da aber die meisten Löhne in den Letzten Jahrzehnten stark hinter der Inflation zurück geblieben sind leben mehr und mehr Menschen bereits am Existenzminnimum.
Das lässt sich schon nicht mehr mit Unfähigkeit der Regierungen erklären, das ist schon eine kriminelle Vernachlässigung der Regierungsaufgaben! Anstatt aber endlich den Wohnungsmarkt anzukurbeln und damit auch die Bau und Immobilienwirtschaft verschleudert man das Geld um den sinnlosen Krieg eines ein Nazi Regimes in der Ukraine weiter zu finanzieren was natürlich dann auch zu mehr Flüchtlingen und somit auch zu mehr Druck auf dem Wohnungsmarkt führt.
Diese Politik ist absolut untragbar und kann wirklich nur noch als kriminell bezeichnet werden. Man fragt sich wirklich wofür die Herren und Damen in den Parlamenten ihr fürstliches Gehalt bekommen wenn sie es nicht mal auf die Reihe bekommen sich um die elementarsten Probleme in diesem Land zu kümmern. Durch die hohen Mietpreise leidet natürlich auch die Gesamtwirtschaft denn wer kein Geld hat kann sich natürlich auch keine Waren leisten und somit liegt auch der Binnenmarkt flach.
Durch die verfehlte Energiepolitik brechen auch andere traditionellen Wirschaftszweige wie Automobilherstellung und Chemieindustrie ein aber anstatt die Werke aufzukaufen und somit das Wissen und die Kapazitäten zu erhalten werden sie jetzt von ausländischen Konzernen aufgekauft womit weitere Einnahmen für Deutschland von nun an ins Ausland fließen. Wir bewegen uns somit immer weiter in eine wirtschftliche Abwärtsspirale hinein die zwar teilweise auch durch die globalen Finanzmärkte verursacht wird aber im Moment vor allem auch durch den anhaltenden globalen Versorgungs Schock durch die Corona Pandemie noch mal extrem verschärft worden ist. Trumps Iran Wahnsinn potenziert die Problem jetzt noch mal ins Hundertfache.
Aber anstatt jetzt endlich zu reagieren und Geld in Deutschland zu investieren oder die Stillgelegten Werke staatlich zu betreiben damit wenigstens die Kapazitäten erhalten bleiben lügt man sich in die eigene Tasche und verbreitet propaganda Märchen vom „bösen Russen“. Das wirkt besonders lächerlich wenn man bedenkt, dass bei der russichen Wirtschaftsleistung den Ressourcen und den niedrigen Steuern in Russland eine Übernahme Deutschlands durch die russische Föderation für uns alle vermutlich einen wahren Segen wäre..
Diese Regierung ist einfach unfähig und verblendet und je länger wir uns das noch gefallen lassen desto schlimmer wird es für den überwiegenden Teil der Bevölkerung. Was wir also dringend Brauchen sind massive Investitionen in den Wohnungsbau und die Binnenwirtschaft und ja auch massive Erhöhungen der Löhne und Gehälter vor allen bei den Geringverdienern um das auszugleichen was man im Laufe der letzten Jahrzehnte versäumt hat. Damit es dabei nicht zur so gefürchteten „Lohn Preis Spirale“ kommt müsste man die grundlegenen Ausgaben für die Bürgerinnen und Bürger wieder extrem Senken und das bedeutet nun mal Subventionierung von Nahrung und Eigenheimen sowie massives Investment in Wohnungen. Denn wenn die Leute wieder mehr Geld zur Verfügung haben dann floriert auch der Binnenmarkt und es geht wieder aufwärts für die Menschen.
Statt dessen aber nur blöde Phrasen von Bedrohung und weitere Investitionen in einen eh schon völlig Überbewerteten Aktienmarkt der nur die Reichsten noch reicher macht und sich grade zu einer gigantischen Wohlstandsvernichtungsmaschinerie für alle anderen entwickelt.
Rüstungsausgaben sind auch keine Lösung weil im Endeffekt nicht genug Jobs dabei rauskommen und man auch in der Geschichte gesehen hat das Rüstung als Wirtschaftsmotor nicht geeignet ist weil die Produkte einerseits völlig überteuert sind und auch keinen Wohlstand oder Nutzen in der Bevölkerung bringen, im Gegenteil durch die fehlallokation der Resourcen wird der wirtschaftlich Abschwung nur weiter verschlimmert so lange bis alles kollabiert und alles mal wieder in einem Trümmerhaufen endet. Rüstunsausgaben eignen sich aber hervorragend dazu Gelder und Provisionen einzusacken und zu veruntreuen (siehe Wiederbewaffnung der Bundeswehr unter Strauß) und damit den „erlauchten“ Kreis der europäischen Eliten weiter zu mästen.
Mfg Makrovir
Das mit der klitzekleinen Leerstandsquote ist auch so ein Schlagwort, das mal hinterfragt werden muss. Es handelt sich dabei um die Leerstandsquote der zur Miete *angebotenen* oder besser *anbietbaren* Wohnungen, nicht um die Leerstandsquote des bewohnbaren Wohnraums. Letztere liegt deutlich höher und ist vor allem durch Leerstand von hochpreisigen Wohnungen zu Spekulationszwecken dominiert, Mieterorganisationen reden von einigen zehntausend solchen Wohnungen. Genauere Informationen oder Zählungen sind kaum verfügbar, ein Wohnungskataster könnte die liefern und wird deswegen seit langem von den Senatsparteien verhindert. Das wäre aber auch nur ein kleiner Tropfen auf den überhitzten Mietmarkt.
Man könnte durchaus mit einiger Berechtigung die etwa 2 Mio qm leerstehende Büroraumfläche dazu zählen. Würde man die kostengünstig zu 20 qm großen Appartements (für Studenten, Alleinstehende, WG’s, Rentner,…) umwidmen und umbauen, wären da 100 000 Wohnungen verfügbar (wer es gern größer hätte, rechne um). So aber steht er leer, weil die Besitzer für die geforderten Gewerbemieten von bis zu 45 €/qm einfach keine Mieter finden – also lässt man leerstehen und spekuliert auf späteren Bedarf.
Klar, für 45 €/qm könnte man auch keine Wohnung in Berlin vermieten.
oder doch?….
Die Leestandsquote ist die „offizielle“ Zahl für Berlin von 2026. Das sind die Wohnungen die im Moment auf dem Markt verfügbar sind, wie hoch da der Anteil des „spekulativen Leerstands“ ist, das weiß Ich nicht, aber da könnte man sicherlich auch noch etwas herausholen.
Den Büroraum zu Wohnungen umzubauen wäre sicherlich eine gute, kurzfristige Lösung aber selbst 100.000 Wohnungen würden das Problem nur abmildern und nicht gänzlich beseitigen..
Leider kann Ich da aber auch keinen politischen Willen/Perspektive erkennen das auch zu tun (von keiner Partei). Und in dem Bereich hat die Politik definitiv „geschlampt“. (Bei der Bahn natürlich auch..)
Aber das Problem ist definitiv zu wichtig und zu fundamental um es einfach zu ignorieren. Denn an den Mietpreisen hängt halt auch die gesamte Binnenwirtschaft mit dran (Von der generellen Lebensqualität mal abgesehen).
Mfg Makrovir
„Man könnte durchaus mit einiger Berechtigung die etwa 2 Mio qm leerstehende Büroraumfläche dazu zählen. Würde man die kostengünstig zu 20 qm großen Appartements (für Studenten, Alleinstehende, WG’s, Rentner,…) umwidmen und umbauen, wären da 100 000 Wohnungen verfügbar.“
Endlich mal ein konstruktiver Vorschlag!
Allerdings sind 5x4m (für Leben/Schlafen/
Wohnen/Sanitär/Kochen usw.) sehr/zu großzügig bemessen.
Die Alten/Rentner haben ohnehin keine (sinnvolle) Zukunft und Alleinstehende sind zum Zusammenleben einfach zu inkompatibel, zu anspruchsvoll oder unsozial.
Dem muss endlich gebührend Rechnung getragen werden.
Statt 20m2 überproportionierter Apartments, böten sich pro Büroetage doppel- bis dreistöckige Aufbettungen mit Gemeinschaftslatrine (1 pro 40 Ablagemöglichkeiten) und wöchentlichem Happening (Gemeinschaftsduschen, selbstverständlich kalt wegen der Gesundheit) auf dem Hof an.
(Spart zusätzlich und bereits vorab Geld sowie Folgekosten, da nichts repariert werden müsste, das nicht vorhanden ist.)
Welche punktgenauen Vorschläge zum „Schöner Wohnen“ haben Sie eigentlich für den Rest erarbeitet – also Geringverdiener, Arme, Kranke, Arbeitslose?!
Nur Mut; es bedarf dringend jeder Art von Reform.
Ja nun, ein weiterer Versuch,Nachrichten in den Orkus zu senden. Bitte, bitte Oberboss,mach‘, dass es ohne Umwege gelingt.
„Man könnte durchaus mit einiger Berechtigung die etwa 2 Mio qm leerstehende Büroraumfläche dazu zählen. Würde man die kostengünstig zu 20 qm großen Appartements (für Studenten, Alleinstehende, WG’s, Rentner,…) umwidmen und umbauen, wären da 100 000 Wohnungen verfügbar.“
Endlich mal ein konstruktiver Vorschlag!
Allerdings sind 5x4m (für Leben/Schlafen/
Wohnen/Sanitär/Kochen usw.) sehr/zu großzügig bemessen.
Die Alten/Rentner haben ohnehin keine (sinnvolle) Zukunft und Alleinstehende sind zum Zusammenleben einfach zu inkompatibel, zu anspruchsvoll oder unsozial.
Dem muss endlich gebührend Rechnung getragen werden.
Statt 20m2 überproportionierter Apartments, böten sich pro Büroetage doppel- bis dreistöckige Aufbettungen mit Gemeinschaftslatrine (1 pro 40 Ablagemöglichkeiten) und wöchentlichem Happening(Gemeinschaftsabduschen, selbstverständlich kalt wegen der Gesundheit) auf dem Hof an.
(Spart zusätzlich und bereits vorab Geld sowie Folgekosten, da nichts repariert werden müsste, das nicht vorhanden ist.)
Welche punktgenauen Vorschläge zum „Schöner Wohnen“ haben Sie eigentlich für den Rest erarbeitet – also Geringverdiener,Arme,Kranke,Arbeitslose?!
Nur Mut; es bedarf dringend jeder Art von Reform.
Sehr geehrter Herr Lapuente,
für die Lösung dieses Problems, da gibt’s doch was von Reich&Superreich und die heißt „Helikopter“ oder „Privatflugzeug“. Manche besitzen sogar zwei davon. Nur der Plebs fährt mit der Deutschen Bahn. Über den Köpfen und Häusern der gewöhnlichen Menschen ist die Freiheit immer noch grenzenlos und auch pünktlich.
Mit schönen Grüßen
Friedrich M. aus dem Cockpit der RR 2000 von Messerschmitt-Dornier.
Die Deutsche Bahn war einmal ein Staatskonzern, oder anders ausgedrückt ein volkseigener Betrieb. Muffig, langweilig, teuer, zuverlässig, pünktlich. Dann fingen im Rahmen der neoliberalen Wende Anfang der 80er lauter neunmalkluge Intellektuelle und „Wirtschaftsexperten“ an, herumzuheulen, dass die Bahn Verluste machen würde und dass das alles als Privateigentum viel besser gehen würde, mit der magischen Kraft der Konkurrenz. Unter Thatcher wurde dieses Konzept in Reinkultur umgesetzt, in Deutschland eher etwas verschämt und langatmig, mit einer Begeisterung für filigrane bürokratische Epizyklen. Im Endeffekt auch nicht viel besser. Gegen die Kohle, die derzeit dem ukrainischen Diktator in den Arsch geblasen wird um es den Russen noch mal zu zeigen, war das öffentliches Bahndefizit allerdings eher Kleingeld.
Also was machen wir denn nun mit der Bahn, Herr De Lapuente? Abschaffen, weil total undemokratisch? Oder vielleicht doch lieber wieder verstaatlichen und unter einem koordinierten Betrieb zusammenführen? Vielleicht wird das ja was nach dem nächsten verlorenen Krieg gegen Russland. Beim dann nötigen Wiederaufbau fällt bestimmt auch ein bisschen für eine Erneuerung der Eisenbahnbrücken und Bahnhöfe zwischen den noch bewohnbaren Gebieten ab.
Ich möchte nur den unsäglichen Hernn Mehdorn erwähnen, der ja unbedingt die Bahn an die Börser bringen. Hat der nicht auch Stuttgart 21 angestoßen und später dann auch noch am Flughafen Schönefeld herum gefuhrwerkt?
Eigentlich hat @EL-G schon alles Wesentliche zu diesem wohlfeilen und länglichen Lamento über die Bahn von RdL gesagt. Daher nur ein paar Ergänzungen.
Natürlich, Bahnfahren ist in D heutzutage wirklich kein Spaß mehr, es kann ganz schön nerven und frustieren. Wissen wir aber alles seit Jahren. Es ist ebenso vertane Zeit darauf herumzuhacken, wie es verlorene Zeit ist in einem verspäteten Zug zu sitzen.
Tja, man könnte ja das Auto nehmen. Aber OH! die Staus werden doch auch immer mehr. Wenn man bei einer Fahrt von Köln nach Berlin oder von München nach Hamburg auf der Autobahn mit weniger Wartezeit als im Zug rechnen könnte, wäre das sehr schön, ist aber leider auch vollkommen unrealistisch.
Überhaupt scheinen Deutsche eine wahnsinns Angst vor Zeitverlust zu haben. Bei meinem ersten Job als junger Mann war das Lieblingswort meiner Kollegen ZAGGA! Also so viel wie: „Mach schnell, mach vorran“. Den ganzen Tag ging es ZAGGA hier, ZAGGA da. Die wohlbekannte deutsche Effizienz um die man uns nicht nur beneidet.
Wenn ich mal in Belgien im Aldi an der Kasse stehe, bin ich erst mal völlig irritiert, weil ich hier nicht mit meinen gekauften Sachen quasi herum- und herausgeschubst werde, wenn ich diese nicht innerhalb von Millisekunden verstaut habe.
Und auf den Autobahnen westlich von D kann man auch wesentlich entspannter fahren als im notorisch hektischen Deutschland.
Hier ist alles hektisch, alles muss immer schnell gehen, immer Stress dabei. Es gibt einen enormen Druck alles schnell machen zu müssen, da wundert es dann nicht, wenn die Leute nervös werden, wenn es mal nicht so schnell geht.
Dabei ist Warten heutzutage wegen der Möglichkeit zum Smartphone-Gedaddel nicht mehr ganz so langweilig, wobei dieses Gedaddel natürlich selber wieder zum Problem wird. Aber immerhin sind die Leute dann ruhig gestellt und stressen die Anderen nicht mit ihrer Angst vor Zeitverlust.
In anderen Länder funktioniert auch vieles nicht, selbst wenn deren Schienenfahrzeuge vielleicht pünktlicher sind. Blos ist man in anderen Ländern meist wesentlich entspannter, wenn es um Wartezeiten geht. Man weiß, die Dinge funktionieren eben nicht immer alle so wie sie sollen. Und das ist nicht gleich eine Katastrophe,
Bahnfahren in Deutschland ist mehr als nervig und frustrierend. Ich fahre seit geraumer Zeit nicht mehr mit der Bahn habe aber davor mehrere Katastrophenfahrten erlebt, die wirklich als gesundheitsgefährdend eingestuft werden mussten. Für klaustrophobische Menschen ist eine Bahnfahrt derzeit nicht empfehlenswert. Lange Autofahrten allerdings auch nicht.
4h oder mehr Vollsperrung. Das ist nicht tragbar. Es geht hier nicht mehr um das deutsche „schnell schnell.“
Ich habe vor kurzem 6 Monate in Paris zugebracht. Ich mußte regelmäßig mit dem RER A über La Defense in die Stadt fahren. Da gab’s auch Störungen, aber die waren in der Regel innerhalb von 10 min behoben.
Kein Land in Sicht! Die Bahn müßte aus meiner Sicht komplett zerschlagen und von Grund auf saniert werden. Neue Züge, neue Schienen, neue Weichen und Umleitungsstrecken. Aber dafür haben die (Regierenden) kein Geld, da sie die Steuergelder der Steuerzahler für Lockdowns, Herrn S, Israel, Waffen, Freedom Gas, Erneuerbare, diverse Gongos und Co aus dem Fenster werfen.
Na klar, die Subventionen für die „Erneuerbaren“ sind natürlich auf demselben Niveau wie für Rüstung, Ukraine etc. Abgesehen davon, dass die Unterstützung der „Erneuerbaren“ für mich kein aus dem Fenster geworfenes Geld ist, machen Sie sich doch mal schlau, wie hoch die Subventionen in Deutschland allein für die fossilen Energieträger sind, bevor Sie permanent diese ahnungslosen Statements von sich geben.