Der Westen muss noch viel lernen

Berliner Maier, 1989
Lear 21 in der Wikipedia auf Englisch, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Deutschland wurde 1990 vereinigt. Aber es wurde nicht neu gegründet. Der Westen blieb, was er war – und der Osten sollte werden wie dieser Westen: Ein Geburtsfehler, der das Land bis heute spaltet.

Gestern war Einheitstag. Zum 36. Mal jährte er sich. Letztes Jahr war die mediale Begeisterung für dieses Ereignis größer. So ein rundes 35. Jubiläum ist einfach viel attraktiver, um per Agenda Setting zurückzublicken. Wobei Rückschau in diesem Kontext meint: Medien, die explizit in westdeutscher Hand sind, schauen auf den 3. Oktober 1990 – und die Zeit davor – zurück und erklären der gesamten Republik, natürlich auch dem Osten, wie das damals war und wie es einzuordnen ist. Selten Thema in dieser westlichen Retrospektive: Was nicht geschehen ist, was unterlassen wurde – und was außerdem hätte geschehen können und müssen, um die Einheit versöhnlicher zu gestalten.

Einen kurzen Moment war die Einheit, als sie zu fassen kam, ein offener Raum. Es hätte eine wirkliche Vereinigung zweier deutscher Länder werden können. Ein Neuanfang für beide. Aber das bundesrepublikanische Erfolgsmodell dachte gar nicht daran, die Einheit auf eine solche Weise herzustellen – nur wenige trauten sich in die Stimmung jener Tage hineinzuplatzen mit ihren Bedenken. Willy Brandt sprach zunächst noch von einer Konföderation beider Länder, die einige Jahre andauern und eine Einheit vorbereiten sollte – Günter Grass notierte 1990 dazu in seinem Buch »Unterwegs nach Deutschland«, dass der Ex-Bundeskanzler zu einer Absegnung der »populistischen Wiedervereinigung« getrieben wurde. Ähnlich erging es – so erzählt der Literat ebenda – auch dem damaligen sozialdemokratischen Kanzlerkandidaten Oskar Lafontaine. Er wollte diesen überstürzten Zusammenschluss nicht, der sich schon recht bald nach dem Mauerfall ankündigte. Aber er musste ihn nolens volens proklamieren, wenn er überhaupt eine Chance haben wollte, die Bundestagswahl im Dezember 1990 zu gewinnen. Er tat es nicht.

Westdeutsch werden – aber schnell!

Lafontaine hätte diese Wahl womöglich gewonnen, wenn der Mauerfall nicht dazwischengekommen wäre – denn Helmut Kohl war in jenem Herbst 1990 politisch am Ende. Im Mai des Jahres sahen die Beliebtheitswerte wie folgt aus: 42 Prozent für Lafontaine zu 29 Prozent für Kohl. Doch die Geschichte erwies dem Rheinland-Pfälzer die Gunst, und er griff mit vollen Händen zu. Der Oggersheimer zögerte keine Sekunde. Lafontaine sprach hingegen mit vernunftbasierten Argumenten, er hielt zum Beispiel Steuererhöhungen im Zuge des Einheitsprozesses für unausweichlich und thematisierte das auch öffentlich – die Union erklärte im Gegenzug, man könne diesen Schritt stemmen, ohne die Steuern erhöhen zu müssen. Am Ende rettete der Mauerfall Kohl die Kanzlerschaft. Ohne diese historische Zufälligkeit, würde man sich an jenen Kanzler, der von 1982 bis 1990 die Bundesrepublik regiert hatte, nicht mehr sonderlich intensiv erinnern. Man kann also festhalten, dass der 11. November 1989 die Amtszeit des Helmut Kohl verdoppelte.

Ein neues Deutschland entstand in jenen Tagen allerdings nicht. Sicher, das neue Staatsgebiert vergrößerte sich um knapp 110.000 Quadratkilometer und es kamen über 16 Millionen Bürger hinzu – Neubürger, wie man sie seinerzeit etwas despektierlich bezeichnete. Die niedersächsische Peripherie war plötzlich Kernland, Teil von Mitteldeutschland – und die BRD grenzte von einem Tag auf den anderen an Polen. Aber das sind nur äußere Indikatoren, die nicht darüber hinwegtäuschen dürfen, dass der Begriff der Einheit gar nicht angebracht war, wenngleich er immer wieder verwendet wurde. Die Deutsche Demokratische Republik trat am 3. Oktober 1990 offiziell dem Geltungsbereich des Grundgesetzes ein. Artikel 23 des Grundgesetzes ermöglichte eine solche Aufnahme. Die DDR tat es dem kleinen Saarland nach, das am 1. Januar 1957 auf dieselbe Weise zur Bundesrepublik stieß. Die Bundesrepublik wurde also größer. Fast möchte man hinzufügen: Mehr ereignete sich eigentlich nicht.

Der Osten trat ihr bei, übernahm ihre westdeutschen Institutionen, ihre Wirtschaftsordnung, ihre Parteienlandschaft, ihre Rechtsordnung, ihre politischen Rituale und schließlich drängte man die Menschen aus der ehemaligen DDR auch noch, die Erzählungen zu übernehmen, die der Westen über sich, seine Großzügigkeit, seine Verlässlichkeit und seine Weltläufigkeit in Umlauf brachte – und bis heute noch immer vorbringt. Der Westen konnte bleiben, was er war, der Osten sollte nach westlichem Muster integriert werden und seine Eigenheiten Schritt für Schritt – besser aber recht schnell – ablegen.

Ganz selbstverständlich nahm man an, dass nur eine Seite etwas zu lernen habe. Die Lebensleistung der Bürger aus dem Osten wurde von Anfang an nicht gewürdigt, ihre Erfahrungen spielten keine nennenswerte Rolle – deren altbekanntes Leben wurde ihnen nun als fundamentale Fehlleistung ausgelegt, sie hätten in einer Lebenslüge gelebt und sollten das nun schnellstmöglich einsehen und ihre Herkunft so gut es geht vergessen. Die neue Zeit versprach Wohlstand durch Marktwirtschaft, verhieß endlich freien Konsum – als Preis für die neue gesegnete Versorgungssituation galt es wohl, die westlichen Erzählungen zu akzeptieren und die östliche Identität möglichst abzustreifen. Der Westen trat bewusst – oder nur unbewusst? – als Kolonialmacht auf, als kulturimperialistischer Hegemon, der brechen wollte mit dem, was vorher im Osten war. Der Ostdeutsche, den man nur zu gerne verächtlich als Jammerossi bezeichnete, sollte im westdeutschen Kollektiv aufgehen. Er tat es jedoch nicht, denn im Sozialismus hat er – anders als westliche Fachleute gerne behaupten – eine gewisse Standhaftigkeit gelernt.

Lebenslügen im Osten und im Westen

Im Umgang mit der DDR entstand fast zwangsläufig eine skeptische Haltung gegenüber Obrigkeiten, die einem den Lebensweg vorzeichnen wollten – und auch die Möglichkeiten hatten, diesen Weg nach ihren Vorstellungen zu steuern. In solchen Systemen lernt man eben nicht nur, sich anzupassen. Fast automatisch entsteht das Gefühl einer notwendigen Distanz zum Staat und seiner Büttel. Auf diese Weise entwickelte sich im östlichen Deutschland ein feines Gespür für das, was als offizielle Wahrheit fungierte und der Diskrepanz, die entsteht, wenn man der eigenen Wahrnehmung folgt. Der übergriffige Staat schuf sich auf diese Weise einen Typus von Bürger, der staatlicher Autorität gegenüber besonders misstrauisch ist. Die ostdeutsche Widerborstigkeit, die dieser Tage wieder überheblich aus dem Westen heraus moniert wird, lässt sich mit der DDR-Erfahrung erklären – westdeutsches Expertentum erzählte einige Jahre lang, dass die DDR als sozialistischer Staat eine Form von zwangsläufiger Rechtsradikalität heranzüchtete, die den Wahlerfolg der AfD erklärbar machen sollte. Man sollte die Wahl von Parteien, die nicht vollkommen in den Parteienstaat integriert sind und von den etablierten Parteien geächtet werden, immer auch als Ausdruck politischer Selbstbehauptung verstehen. In Ostdeutschland gab es seit den Neunzigerjahren mehrere Parteien, die aus diesem Grund gewählt wurden – zunächst einige rechtsextremistische Exponenten, dann die Linkspartei – nun die AfD und in abgeschwächter Form auch das BSW. Sollte die AfD früher oder später in Land und Bund die Regierung stellen, dort endgültig den üblichen Anpassungsmechanismen unterworfen werden, dürften es die Ostdeutschen sein, die dann aufmüpfig zur Wahlurne laufen, um eine andere – heute vielleicht noch nicht existente – Partei zu stärken, während die Westdeutschen vermutlich im Flow ihrer anerzogenen und gratismutigen Anpassungsbereitschaft mehrheitlich für die AfD stimmen werden.

Was aber bleibt ist die Arroganz des Westens. Die Großspurigkeit desjenigen, der sich als Sieger fühlte – und das nun über drei Jahrzehnte schon. Dämmert es langsam, dass Westdeutschland kein Siegertyp ist? Ist die Überheblichkeit je gerechtfertigt gewesen? Die Schriftstellerin Monika Maron, die die ostdeutsche Wirklichkeit nie verklärt hat, fragt sich in ihrem Essay »Ich war ein antifaschistisches Kind«, weshalb die Westdeutschen ihr »eigenes Wohlergehen nur noch als eine gerechte Folge ihrer ehrlichen Arbeit ansahen, nicht aber auch als einen geographischen Glücksfall. Läge Schwaben an der Oder, läge Leipzig am Rhein … Dann hießen die Schlagzeilen in den Zeitungen heute vielleicht: Wieder hunderttausend Demonstranten in Stuttgart.« Wenn Leipzig diesen direkten Weg nach Rotterdam, einen Zugang zur Welt gehabt hätte: Was für Optionen hätten sich da für die DDR ergeben! Hätte der Osten dann den Westen geschluckt, der unter Umständen nicht überlebensfähig gewesen wäre?

Lebenslüge: Das war es, was der Westen den Ostdeutschen begreiflich machen wollte. Sie hätten eine solche Lüge gelebt und sollte von ihr abrücken, die westdeutschen Exponenten wüssten nun schon, was richtig für sie wäre. 40 Jahre lang habe man kein richtiges Leben im Falschen gehabt – der Zusammenbruch musste erfolgen, weil Lügengebäude schließlich immer in sich zusammenfallen. Das sei gewissermaßen das Gesetz der Wahrheit. Systeme allerdings, die sich der Wahrheit verpflichtet fühlen, die hätten Bestand, die seien widerstandsfähig – eine solche Einschätzung ist mindestens historisch nicht haltbar, nichts hatte je für alle Ewigkeiten Bestand. Außerdem strotzt sie nur so vor Arroganz, denn woraus soll diese Wahrheit bestehen, von der zuweilen die Rede ist, wenn sich der Westen – der globale wie der deutsche – mal wieder seiner Werte brüstet? Dass Westdeutschland auf einer Lebenslüge gebaut haben könnte, spürt man erst seit einigen Jahren – aber nun mit voller Wucht.

Denn die amtierende Bundesrepublik ist ein westdeutscher Staat, der sich ein ostdeutsches Anhängsel erlaubt, das aber möglichst nicht zu melden haben sollte – einige Funktionäre, die in der Vergangenheit hohe Ämter des Staates bekleideten – Merkel, Gauck! –, sollten darüber nicht hinwegtäuschen. Und in diesen Zeiten zeigt sich, dass das Westdeutsche eine Qualität nicht aufbringt, die im Osten jedoch viel häufiger zu finden ist: Die Selbstbehauptung gegenüber einem Staat, der seine Fühler immer weiter ausstreckt, um in die privaten Leben seiner Bürger vorzudringen, der sie erziehen und anleiten will – und der sie final auch um ihre Grundrechte bringt, wenn ihm im Anflug von selbstauferlegtem Notstand danach ist. Im Westen hat sich über Jahrzehnte eine Lebenslüge eingeschlichen, die ungefähr so nachzuzeichnen ist: Man hat sich eingerichtet in ein Modell unkritischer Arbeitsteilung, jeder übernimmt seine Aufgabe in der Gesellschaft. Ärzte behandeln, Rechtsanwälte verteidigen, Arbeiter produzieren – und Politiker machen eben Politik. Man traut ihnen zwar nicht, verließ sich aber dennoch über Dekaden darauf, dass sie ihre Arbeit verrichten, nach bestem Wissen und Gewissen und zuletzt wohl doch zum Wohle des Volkes; schwarze Schafe gab es freilich überall als bedauernswerte Einzelfälle. Aber das System sei an sich narrensicher, die Parteien könnten sich nicht alles erlauben, der politische Anstand sei systematisch eingebaut, Deutschland sei ein Land, das auf dem Boden des Grundgesetzes steht.

Ein menschlicher Zugewinn

Diese Naivität mag man auf der einen Seite als putzig erachten – aber sie hat dieses Land in den letzten zehn Jahren tief in einen Abgrund gerissen. Die westdeutsche Lebenslüge, dass Politik das Fach einer Klasse von Spezialisten sein soll, deren Arbeit man mit kühler westdeutscher Distanz begegnet, gegen die man auch nicht aufmuckt, will man sich nicht unbeliebt machen, hat die Bundesrepublik in einen Abwärtsstrudel manövriert. Besonders im Westen der Republik ließ man sich eine Agenda überstülpen, die so ausgelegt war, kritische Haltung lediglich zu simulieren – als Aufgewecktheit, während man bei existenziellen Themen dahindämmert –, sie aber niemals gegen politische Machthaber zu richten. Auf diese Weise begleitete der Westen die Grenzöffnung vom September 2015 nicht einfach nur mit Gleichgültigkeit, sondern mit einem Furor, hier das einzig Richtige zu tun – jede Kritik daran, oftmals übrigens aus dem Osten des Landes stammend, wurde unmittelbar als rechte Parole abgetan. Der Westen suhlte sich in dieser Phase in dem wohligen Gefühl, moralisch auf der richtigen Seite zu stehen – der Kampf um das Asylrecht und um offene Grenzen für alle, war in dieser Zeit auch ein Kampf gegen die ostdeutsche Störrigkeit, nicht jede politische Agenda zu tolerieren wollen.

Dann kam Corona und die ostdeutsche Impfverdrossenheit – dann der Krieg gegen Russland und die vor allem in Ostdeutschland etablierte Skepsis gegenüber dem westlichen Militärbündnis und seinen Absichten. Dieses Ostdeutschland ist freilich keine geschlossene Einheit, aber im Großen und Ganzen fallen dort jene »Gewissheiten«, die im Westen recht fest etabliert scheinen, nicht auf fruchtbaren Boden. Der Westen erklärt das, gewohnt großkotzig, mit einer ostdeutschen Reaktanz, die gewissermaßen immer dann an den Tag tritt, wenn der Westen die Agenda vorgibt – dann muss der Ossi, vereinfacht erklärt, grundsätzlich dagegen sein. Dass der Westen jedoch tief in seinen Lebenslügen stecjt, die ihm nun peu a peu auf die Füße fallen, verdrängt er – er will sich nicht eingestehen, dass seine Deutungshoheit schwindet; sein weichgespültes fakeliberales Credo – bei Forderung autoritärer Maßnahmen – soll weiterhin der Soundtrack einer Republik sein, die er an die Wand gefahren hat mit seiner transatlantischen Unterwürfigkeit und seinem neuen großdeutschen Selbstbewusstsein und seiner überbordenden Selbstherrlichkeit.

Die Ostdeutschen muss man einfach als Zugewinn für dieses Land betrachten – und zwar als menschlichen Zugewinn. Mit ihnen kam eine Erfahrung in die Bundesrepublik, die dem saturierten Westen weitgehend abhandengekommen war: dass man nicht alles glauben muss, was von oben als alternativlos verkündet wird. Sie sind die Stimme eines gesunden Menschenverstandes, der begriffen hat, dass staatlichen Vorgaben immer – oder jedenfalls oft – mit der Skepsis des Souveräns zu begegnen sind. Die etwas aus der Mode geratene Volksvernunft zeigt sich im Osten und deutlich weniger im Westen dieses Landes. Eine Vernunft, die freilich nicht grundsätzlich dem Schönen, Guten, Wahren zustrebt, aber zumindest mit der Selbstzufriedenheit des bundesrepublikanischen Getriebes bricht. Eine Gesellschaft braucht Menschen, die nicht bei jeder neu von PR-Agenturen geschriebenen und von Politikern verkündeten Losung strammstehen. Ohne diesen Osten: Wären wir vielleicht schon im Krieg?

Der Westen hat diesen Zugewinn an skeptischen Staatsbürgern nie recht begriffen, ihn eher als Bürde betrachtet, weil sein kolonialer Anspruch seit 1990 auf einer anderen Prämisse beruhte: Der Westen haben demnach die Geschichte gewonnen, das System habe sich durchgesetzt, das dazugehörige Denken sollten den Osten erobern – er musste nur lernbegierig sein. Unter der Kanzlerschaft des Westdeutschen Friedrich Merz erlebt die westdeutsch geprägte Bundesrepublik, dass ihr Geschäftsmodell keineswegs unantastbar ist. Es hängt an politischen und wirtschaftlichen Glaubenssätzen, an geopolitischen Bindungen und ideologischen Gewissheiten, deren Fortführung nicht zwangsläufig den Fortbestand des Erfolgsmodells garantiert, sondern dessen Niedergang im Keim bereits angelegt war. Ausgerechnet jener Westen, der dem Osten jahrzehntelang erklärte, sein System sei an seinen eigenen Lebenslügen zugrunde gegangen, könnte nun erfahren, wie es sich anfühlt, wenn die eigenen Gewissheiten nicht mehr tragen.

Roberto De Lapuente

Roberto J. De Lapuente, Jahrgang 1978, ist gelernter Industriemechaniker und betrieb acht Jahre lang den Blog »ad sinistram«. Von 2017 bis 2024 war er Mitherausgeber des Blogs »neulandrebellen«. Er war Kolumnist beim »Neuen Deutschland« und schrieb regelmäßig für »Makroskop«. Seit 2022 ist er Redakteur bei »Overton Magazin«. De Lapuente hat eine erwachsene Tochter und wohnt in Frankfurt am Main.
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6 Kommentare

  1. 3. Oktober : Tag der Deutschen Einheit.
    4. Oktober: Der Deutsche Kanzler trifft
    zu einem Solidaritätsbesuch in Kiew ein.

    Kanzler, wie wäre es mit Solidarität mit Deutschland !?!?

    1. Das lässt sich vermutlich ganz einfach erklären: diese Art von Kanzler hat in der Ukraine ordentliche Umfragewerte. In Deutschland gibt es kaum noch Nachfrage nach dieser Art von Kanzler.
      In der „Stellenausschreibung“ wurde das Anforderungsprofil für den Bundeskanzler deutlich kommuniziert:
      „Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben.“
      In der „normalen Arbeitswelt“ (also dort, wo gearbeitet wird) gehen einer Kündigung in der Regel Abmahnungen voraus. In wie weit die aktuellsten Landtagswahl-Ergebnisse solche Abmahnungen darstellen, darüber lohnt sich nachzudenken…

    2. Das Lustige ist ja, dass Merz, um heute in Kiew zu sein, bereits gestern im Zug sitzen musste und laut Google angesichts der Reisezeiten bereits zwischen 16:30 und 17:00 aus Deutschland ausgereist ist.

    3. Auf Grund seiner exzellenten Umfragewerte dort, wo die (BlackRock-)werte verteidigt werden, ware es dem Fritze doch wärmstens zu empfehlen, gleich dort zu bleiben und das Ruder vom bisherigen, immer kriegsmüder werdenden Machthaber zu übernehmen.

    4. Vielleicht bringt er ein paar Geldkoffer mit. So knapp wie die Kohle dort gerade ist (30 Mrd Loch im Ver….Kriegshaushalt und für 2027 ein eingeplantes Defizit von 100 Mrd.) kann man wohl auch bald nicht mehr die Schmiergelder abzweigen, die das System Selenski am Leben halten….

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