
Totalitäre Systeme des 20. Jahrhunderts strebten nach totaler Kontrolle über jeden Aspekt der Gesellschaft und nach der Beseitigung oder Neutralisierung aller erdenklichen Formen von Opposition.
In der deutschen Version diente dies dem allumfassenden Zweck, Krieg zu führen und über etablierte Grenzen hinaus zu expandieren. In der Praxis wurde die Kontrolle über das Familienleben und die Reproduktion, die Erziehung, die Wirtschaft, sämtliche Formen kulturellen Ausdrucks, die Gerichte, die Bürokratie und das Militär ausgeweitet. Durch die Oktroyierung einer einheitlichen Ideologie schufen die Nazis ein sich selbst rechtfertigendes Regime. Die vollständige Neuordnung der deutschen Gesellschaft war die Vorstufe zur Neuordnung der Welt durch die Nazis, indem sie andere Länder eroberten und verwalteten, ihre Bevölkerungen als Sklavenarbeiter einsetzten, einige Völker umsiedelten und andere vernichteten. Für unsere Zwecke ist die entscheidende Frage: Wie konnten sowohl der Nationalsozialismus und der Faschismus als auch der Sowjetkommunismus Machtsysteme erfinden, die – gemessen an den Standards des letzten Jahrhunderts – ungeheuerlich und beispiellos waren und – gemessen an jedem erdenklichen Standard – tödlich?
Kein Umsturz nötig
Die Antwort lautet: durch erzwungene Organisation, Koordination der Machtzentren und aufgezwungene Mobilisierung und Disziplinierung der breiten Bevölkerung, nicht zuletzt durch die Herbeiführung eines gewissen Maßes an wirtschaftlicher Verbesserung und die Schaffung einer Atmosphäre der Angst. In Deutschland wurden diese Techniken von einer offiziellen Ideologie begleitet, die den Deutschen einen überlegenen Platz in einer neuen Ordnung versprach; in Sowjetrussland wurde den Bürgern vermittelt, dass sie eine zukünftige Gesellschaft des Überflusses und der Gleichheit zu erwarten hätten. Aus heutiger Sicht, geprägt durch postmoderne Sensibilitäten, haben diese älteren Ideologien den heutigen Generationen sowohl schwere Opfer abverlangt und zugemutet. Was die Frage aufwirft, wie derartige Ideologien aufgeschobener und nebulöser Belohnungen eine Eigendynamik erzeugen konnten statt weitverbreiteten aktiven oder passiven Widerstand zu provozieren. Eine bündige Antwort könnte die Wirkung wohldosierter Angst anführen, gepaart mit der Begeisterung, Teil eines großen Unterfangens zu sein, und der Aussicht auf Chancen in der Gegenwart. Einer Gegenwart, die trotz ihrer Gefahren und Unzulänglichkeiten größere Hoffnungen auf ein Weiterkommen bot als die triste Existenz in der gedrückten wirtschaftlichen Situation der Weimarer Zeit oder die vormoderne starre Klassengesellschaft des zaristischen Russlands.
Anders als die Bolschewiki, die Nationalsozialisten und die italienischen Faschisten verlangt der umgekehrte Totalitarismus als Bedingung für seinen Erfolg keinen Umsturz des etablierten Systems. Er verfolgt keinen konkreten Plan, jegliche Opposition zu unterdrücken, ideologische Einförmigkeit oder rassische Reinheit durchzusetzen oder die traditionelle Form eines Imperiums anzustreben. Er gestattet die freie Meinungsäußerung, achtet die Verfassung und operiert innerhalb eines Zweiparteiensystems, das theoretisch eine Rolle für eine Oppositionspartei vorsieht. Statt gegen ein bestehendes System zu rebellieren, behauptet er, es zu verteidigen. Dies deutet darauf hin, dass hier eine andere Art von Dynamik am Werk ist, eine Dynamik, die wesentlich nicht von Ressentiments gegen die vorherrschende Regierungsform oder das soziale System getragen ist.
Innerstaatliche Ruhe
Der umgekehrte Totalitarismus hat es verstanden, vermeintlich unüberwindliche politische und rechtliche Hürden auszunutzen, indem er sie auf eine Weise verwendet, die ihren ursprünglichen Zweck unterspült, ohne sie jedoch zu demontieren oder offen anzugreifen. Eine Strategie besteht darin, Institutionen dahingehend zu missbrauchen, bestimmte gewünschte Formen der Macht zu begünstigen und gleichzeitig rivalisierende Formen zu blockieren. So wird sie eine Reform der Wahlkampffinanzierung akzeptieren, die Spenden von Gewerkschaften und Unternehmen verbietet, wohl wissend, dass es für Unternehmen in der Praxis relativ einfach ist, derartige Verbote zu umgehen. Außerdem erhalten dieselben Interessenvertreter, die in die politischen Kampagnen von Senatoren mit Sitz im Justizausschuss investiert haben, »Renditen« für ihre Investitionen, wenn die politisierten Gerichte entscheiden, dass Kampagnenreformen das Recht auf freie Meinungsäußerung, das den Unternehmen garantiert wird, verletzen. Was ein weiterer Anwendungsfall der Doktrin ist, dass Unternehmen zu juristischen Zwecken als Personen anzusehen sind – außer in den Fällen, in denen die »Personen« einem »Vergleich« zustimmen, durch den die Straftäter Gefängnisstrafen vermeiden, indem sie eine große Summe an den Staat zahlen, während sie, so die Formulierung, »kein Fehlverhalten zugeben«. Wie zahlreiche Unternehmens- und Politikskandale offenbart haben, ist Korruption im umgekehrten Totalitarismus ebenso systemimmanent wie zuvor im klassischen Totalitarismus.
Gleichwohl hat unser totalisierendes System seine eigenen Methoden und Strategien entfaltet. Seine Genialität liegt darin, totale Macht auszuüben – ohne dabei den Anschein zu erwecken, dies zu tun, ohne Konzentrationslager einzurichten, ohne ideologische Einheitlichkeit zu erzwingen oder Andersdenkende gewaltsam zu unterdrücken, solange sie wirkungslos bleiben.18 Mitunter jedoch überschneiden sich die parallelen Linien des klassischen Totalitarismus und des umgekehrten Totalitarismus. Zwar wurden Ausländer und sogar einige Bürger, die verdächtigt wurden, »Verbindungen« zu Terroristen zu haben, verschleppt, in Isolationshaft gehalten und sogar ins Ausland in Länder mit kostengünstigeren, weniger zimperlichen Verhörmethoden gebracht, doch sind solche Praktiken eher als Lehrbeispiele denn als Standardverfahren gedacht. Entsprechend haben die USA auch nur wenige Sondergerichte (z. B. sogenannte Militärtribunale) eingerichtet und verfügen nicht über Konzentrationslager, sondern nur über einige »Gefangenenlager« und »Militärknäste«, in denen Gefangene unter erschwerten Bedingungen festgehalten werden können, ohne dass ihnen ein konkretes Verbrechen zur Last gelegt wird. Dabei geht es um die Erhaltung einer Ökonomie der Angst und nicht um die Sättigung des »Marktes«. Denn was totalitäre Tendenzen in unserem umgekehrten Regime am ehesten offenbart, sind nicht die publik gewordenen Verweigerungen ordentlicher Verfahren für feindliche Staatsangehörige oder für irregeleitete »Freiheitskämpfer«. Wichtiger ist es, für innerstaatliche Ruhe zu sorgen. Aber mit Blick auf wen eigentlich?
Im weltweiten Vergleich haben die Vereinigten Staaten die höchste Inhaftierungsrate und ein Gefängnissystem mit brutalen Bedingungen, das in erheblichem Maße privatisiert wurde. Ebenso auffällig ist, dass ein unverhältnismäßig hoher Prozentsatz der Inhaftierten Afroamerikaner sind. Unter der Annahme, dass die meisten der inhaftierten Afroamerikaner irgendein Verbrechen begangen haben, scheint ihre Inhaftierung sich deutlich von der Politik der Nazis abzuheben, die Millionen von Juden, Sinti und Roma, Homosexuellen, politischen Gegnern und Slawen allein aus dem Grund in Sklavenarbeitslager trieben, um irrationale ideologische Überzeugungen (»Rassenreinheit«) zu befriedigen und »kostenlose« Arbeitsleistungen zu erhalten. Oder spiegeln die hohen Inhaftierungsraten unter Schwarzen vielleicht nicht nur einen altmodischen Rassismus wider, sondern auch die Angst des umgekehrten Totalitarismus vor politischer Dissidenz?
Die Einheitsmeinung
Die afroamerikanische Gefangenenpopulation hat eine politische Bedeutung. Was an der afroamerikanischen Bevölkerung allgemein bemerkenswert ist, ist der Umstand, dass sie politisch hochentwickelt und bei Weitem die einzige Gruppe ist, die das gesamte 20. Jahrhundert hindurch einen Geist des Widerstands und der Rebellion am Leben erhalten hat. In diesem Zusammenhang ist die Strafjustiz gleichermaßen eine Strategie der politischen Neutralisierung wie ein Instrument des unwillkürlichen Rassismus.
Unsere Regierung muss keine Politik der Unterdrückung Andersdenkender betreiben – die von den »privaten« Medienkonglomeraten vorgegebene Einheitsmeinung erfüllt diese Aufgabe bereits sehr effizient. Diese vermeintliche »Zurückhaltung« verweist auf einen entscheidenden Unterschied zwischen dem klassischen und dem umgekehrten Totalitarismus: In Ersterem war die Wirtschaft der Politik untergeordnet. Im umgekehrten Totalitarismus ist das Gegenteil der Fall: Die Wirtschaft bestimmt die Politik – und mit dieser Herrschaft gehen auch unterschiedliche Formen der Skrupellosigkeit einher. Die Regierung kann sanktionieren, etwa indem sie zugewiesene Mittel zurückhält, Ansprüche nicht erfüllt oder absichtlich zulässt, dass Vorschriften (z. B. Umweltschutzmaßnahmen, Mindestlohnstandards) nicht durchgesetzt oder aufgehoben werden. Was wie eine Verringerung staatlicher Macht aussieht, ist in Wirklichkeit eine Zunahme. Das Zurückhalten bewilligter Gelder ist ein Ausdruck von Macht, der den Geschädigten nicht gleichgültig ist; der Verzicht auf Mindestlohnstandards ist ein Akt der Macht, der den Nutznießern und den Leidtragenden nicht gleichgültig ist. Derartige Strategien spielen bei der Einbringung von Staats- und Unternehmensmacht eine große Rolle. Für eine solche Einbringung ist es nicht unbedingt erforderlich, dass etwa Unternehmensvertreter in Prüfungskommissionen sitzen, die neue Medikamente beurteilen, oder sich im Büro des Vizepräsidenten versammeln, um über die Energiepolitik zu beraten. In der Regel wird Macht in einem Kontext ausgeübt, in dem die Betroffenen ihre Signale kennen. Kürzlich zog ein großer Fernsehsender eine Sendung über Ronald Reagan zurück, nachdem das Republican National Committee gegen eine Szene protestiert hatte, in welcher der ehemalige Präsident als wenig tolerant gegenüber Homosexuellen dargestellt wurde. Diese Kapitulation fand genau zu dem Zeitpunkt statt, als die von den Republikanern dominierte Federal Communications Commission eine noch größere Konzentration des Medienbesitzes vorantrieb und dabei einen beispiellosen Aufschrei tausender Bürger ignorierte.




Umgekehrter Totilitarismus, durchaus treffende Formulierung. Und hier werden in vorauseilendem Gehorsam die Kommentarspalten geschlossen.
Quo vadis, Overton?
Telepolis 2.0
Morgen dann von R.d.L. wieder ein Lamento über Beschneidungen der Meinungsfreiheit
(und darüber, dass man nicht einmal mehr in Ruhe „rechts“ sein kann, weil jetzt plötzlich alles „rechts“ ist, was, selbst die Rechten, stört).
Hat sich schon mal jemand hier überlegt, warum die Mainstreammedien so gnadenlos gegen Trump hetzen, ständig Falschinformationen über ihn verbreiten und primitive Instinkte aktivieren, denen besonders linke Systemkritiker erliegen? Es findet in Deutschland sozusagen ein Dauerwahlkampf gegen Trump statt, obwohl die Deutschen in Amerika ja gar nicht wählen können.
Die Wahl von Trump ist eine Folge der direktdemokratischen Wahl des Präsidenten, die einen populistischen Revolutionär gegen alle Widerstände, einschließlich in der eigenen Partei, an die Macht bringen kann. Trump ist ein Globalisierungsgegner, der die Macht der Globokonzerne brechen will, indem er durch Zölle ihre Unterordnung unter nationale Interessen erzwingen will, und der seiner Abneigung gegen die Nato immer wieder Ausdruck verleiht. Er kämpft gegen ungezügelte Einwanderung und queere Kulturvernichtung, die nichts mit Toleranz zu tun hat, um multikulti Bevölkerungszersetzung zu verhindern, die eine unumschränkte Herrschaft der kleinen Gruppe der Globokonzerne über eine unsolidarische Masse ermöglichen würde.
Deutschland ist die einzige westliche „Demokratie“ die keinerlei direktdemokratische Elemente besitzt, nicht mal Präsidentschaftswahlen, und deshalb von einer Oligarchie beherrscht werden kann.
Hier eine Rangliste der EU-Staaten bezüglich der Zahl der nationaler Referenden. Überraschung, in Gesamteuropa liegt nur die Schweiz vor Italien.
1 Italien: 70
2 Irland: ~30 (Viele Verfassungsreferenden)
3 Dänemark: 20 (Häufige EU- und Verfassungsreferenden)
4 Frankreich: 10
5 Niederlande: 3
6 Griechenland: 2
7 Bulgarien: 2
8 Estland: 1 (Obligatorisches Verfassungsreferendum)
Ein Verfassungsreferendum wäre nach Artikel 146 GG auch in Deutschland erforderlich, wird aber einfach nicht durchgeführt. Nach Artikel 20 (2) GG müssten auch Volksabstimmungen stattfinden, was auch trickreich umgangen wird.
Au Backe, das gibt Ärger mit den Komsomolzen hier im Forum…
ich glaube in artikel 20/2 steht wahlen und Abstimmungen. leider steht da nicht Wer wählt und wer abstimmen darf.
interessiert eh keine Sau.
und nachdem Schäuble drin Rum gepfuscht hat ist auch der 146er verwässert.
p. s. es gibt keine direktdemokratische Wahl. wahlen sind indirekte bzw. keine Machtausübung.
“ Volksabstimmungen“
Sie wählen doch schon Ihre AfD @Torwächter. Ihre Taugenichtse-Partebonzen sitzen schon im Parlament -wozu brauchen Leute wie Sie noch Volksabstimmungen…? Eine Volksabstimmung über ein AfD-Parteiverbotsverfahren dürfte doch gar nicht in Ihrem Sinne sein. Also worüber möchten Sie als AfD-ler noch volks- abstimmen lassen? Über eine noch engere Zusammenarbeit mit Ihrem geliebten Israel…? Über eine Vertiefung der transatlantischen Beziehungen mit Ihrer geliebten Trump-Administration…? Und auf nationaler Ebene: über die endgültige Zerschredderung Ihres verhassten Sozialstaates, obwohl sie selber nur vom Staat leben? Über die 200 Mrd, für Rüstung als Forderung von Weidel…? Über KZ-Lager für LGBTQIA+…?
Nett, dass Sie sich immer wieder deutlich als Anhängsel des grün-alternaivlinken Sumpfes outen, die vor allem eines fürchten: Das Volk und die direkte Demokratie.
Ihr Nickname Attlee- desjenigen, der das britische Empire in das der USA überführte, des britischen Gründervaters der NATO, spricht Bände.
Über ein AfD Verbotsverfahren kann nicht abgestimmt werden, sie Neonazi !
Das passt hier gut rein:
Trump Quotes
March 3: “We won the war.”
March 7: “We defeated Iran.”
March 9: “We must attack Iran.” “The war is very complete, pretty much… almost over and in a beautiful way.”
March 12: “We won for real, but we haven’t completely won yet.”
March 13: “We won the war.”
March 14: “Please help us.”
March 15: “If you don’t help us, I will definitely remember it.”
March 16: “Actually, we don’t need any help at all.” “I was just checking who was listening to me.” “If NATO doesn’t help, they will suffer something terrible.”
March 17: “We neither need nor want NATO’s help.” “I don’t need Congress’s approval to pull the US out of NATO.”
March 18: “Our allies must contribute to the reopening of the Strait of Hormuz.”
March 19: “US allies need to step up and help open the Strait of Hormuz.”
March 20: “NATO are cowards.”
March 21: “We don’t use it, we don’t need to open it [Hormuz].”
March 22: “This is the last time. I’m giving Iran 48 hours.” “Iran is Dead.”
March 23: “We’re giving them more time.”
March 24: “The war is nearing its end.”
March 25: “We are negotiating.”
March 26: “Iran is begging for peace. They gave us a gift. We’ll give them more time.”
March 27: “The talks with Iran are going very well.”
March 28: “The war is almost over.”
March 29: “Maybe we take Kharg Island, maybe not.”
March 30: “Open Hormuz or we will obliterate all your energy infrastructure and all your oil sources.”
March 31: “We don’t need the strait, we have enough oil. The British can take the oil themselves.”
April 1: “Iran wanted a ceasefire” / “We are seriously considering pulling out of NATO” / “There is no deal with Iran.”
April 2: “We bombed your bridge. Iran must give up now.”
Ich wollte gerne nochmal hierauf verweisen:
https://overton-magazin.de/hintergrund/politik/umgekehrter-totalitarismus-mythenbildung-ruhm-sheldon-wolin/
Es ist durchaus interessant, die Kommentare im Vergleich zum Gegenwärtigen zu lesen….
Hierarchien halt, ist doch nicht so schwer zu verstehen…oder????
Keine Herren
Keine Sklaven
So handeln die Zeugen Jehovas schon seit langem. Wohl dem, der nicht wandelt im Rate der Gottlosen, noch tritt in die Spuren der Sünder! Das gilt auch für Sie, merken Sie sich das gefälligst mal…
Mein Gewissen ist rein, denn ich bin nur der Wahrheit verpflichtet.
Die Zeugen haben gar nicht so Unrecht, nur wollen die die eine Scheiße durch eine andere ersetzen.
Damals Hans-Dietrich Genscher: „Wir sind zu Ihnen gekommen, um Ihnen mitzuteilen, dass heute Ihre Ausreise…..“
Heute Wehrpflichtgesetz § 3: Männliche Personen haben nach Vollendung des 17. Lebensjahres eine Genehmigung des zuständigen Karrierecenters der Bundeswehr einzuholen, wenn sie die Bundesrepublik Deutschland länger als drei Monate verlassen wollen.
Gilt das Fernbleiben ohne gültige Genehmigung dann als Republikflucht?
Ja, habe ich auch schon mehrfach auf anderen Plattformen gelesen. Selten so gelacht…
Ich habe ja auch nichts Besseres zu tun, als mir von irgendwelchen Hohlraumgeschossen eine „Genehmigung“ für was auch immer zu besorgen. Aber Humor scheinen sie zu haben…
Nein, wie in einem anderen Artikel erwähnt, geht es wohl eher um zukünftige „Reisebeschränkungen“.
Meine Herren, was den Grad der Idiotie betrifft, sind die Damen und Herren ja echt kreativ.
Nö. Der oben zitierte §3 WPflG galt bis Januar 2026 nur im „Spannungs – und Verteidigungsfall“. Dann wurde aber laut Wikipedia §2 geändert, der die Anwendung des Gesetzes regelt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Wehrpflichtgesetz
Und in §2 Abs. 3 steht nunmehr eindeutig: „Außerhalb des Spannungs- oder Verteidigungsfalls gelten die §§ 3, 8a bis 20b, 25, 32 bis 35, 44 und 45.“
https://www.gesetze-im-internet.de/wehrpflg/__3.html
Männliche Bundesbürger zwischen 18 und 45 Jahren müssen sich also laut Gesetz anscheinend tatsächlich stets (!) eine Genehmigung des „Karrierecenters der Bundeswehr“ einholen, wenn sie für mehr als 3 Monate die BRD verlassen wollen.
Nö.
Sie scheinen meinen Kommentar entweder nicht oder mißverstanden zu haben.
Das, was Sie als Link eingestellt haben, war u.a. Grundlage meines Kommentars.
kann man sich heutzutage nicht als Frau umfirmieren? sollten alle tun. dann sind wir Armee und auch diesen Geschlechterquatsch los. dann sind alle die guten.
In diesem Fall zählen Sie dann trotzdem zum männlichen Geschlecht. Das ist ja das kuriose.
M.W. nur, wenn mann es zu spät macht, d.h. wenn der Spannungsfall etc ausgerufen wrd, ist es zu spät.
Und um lästige Namenswechsel zu vermeiden, sollte nicht auf Frau, sondern „Divers“ oder „Ohne“ gewechselt werden.
Das ist zwar alles eine Überlegung Wert um das System mit ihrem eignen Werkzeug zu schlagen.
Aber leider wird es UNS trotzdem erwischen, weil der Krieg ja schließlich und letztendlich gegen UNS geführt wird.
„Das bei Geburt festgestellte Geschlecht ist bei einer Mobilmachung maßgebend. Da nützt es nichts, sich plötzlich „Anders“ zu fühlen.
Diese Annahme ist, entschuldigen Sie bitte, mehr als naiv.
Oder glauben Sie, dass die Herrschaften solch einen Passus vergessen, und Sie der Einzige sind, der es „geblickt“ hat.
Dies wurde wohlwissend und vorausschauend bedacht.“
(So gefunden in einem Kommentar zu einem ähnlichen Artikel in Focus Online)
https://www.gesetze-im-internet.de/sbgg/__9.html
Klingt ein klitzekleines bisschen anders als das von Dir verbreitete Hörensagen eines (Leser-?)Kommentars auf irgend einer Webseite
P.S. Das mit den zwei Monaten…. haltet euch ran, die Zeit läuft!
Zu dem was in Gaza passiert:
Die Menschen dürfen nicht ausreisen, jeden Tag sterben Kranke.
Es mangelt an Nahrungsmitteln. Monatelang gibt es keine Fleischwaren und dann werden vierzig Tonnen abgelaufenes Huhn reingefahren. Die Toten liegen auf den Strassen und verwesen.
Über eintausend Tote in der West-Bank erwähnen weil diese Menschen sich nicht vertreiben lassen wollen.
Mitmachen bei der Einforderung der Menschenrechte für Palästina.
Eine Unterschriftenaktion auf EU-Ebene bei der jede Stimme zählt.
https://eci.ec.europa.eu/055/public/?lg=de
Nein
Warum tun Sie die Antwort auf @Dr.Klöbner löschen?
Der umgekehrte Totalitarismus ist synonym mit dem Neoliberalismus.
Neoliberalismus und Faschismus zielen beide auf die Vereinigung von Staat und Kapital. Sie unterscheiden sich im äußeren Erscheinungsbild aber nicht in ihren Zielen.
Ob man es KZ nennt oder Haftanstalt ist nur ein äußerer Unterschied.
Die privat betriebenen Knäste in USA finanzieren sich durch Sklavenarbeit der Gefangenen und machen damit das Einsperren zum lohnenden Geschäft von dem ganze Industriezweige profitieren.
Das „Land der Freien“ hat den größten Gefangenenteil weltweit.
@ Trux
„Neoliberalismus und Faschismus zielen beide auf die Vereinigung von Staat und Kapital.“
Ich würde weitergehen: Das Kapital hat sich den Staat zur Beute gemacht. Wie man das denn nennt ist egal.
Früher hieß das Faschismus.
Dies ist ein brillanter hochaktueller Beitrag eines leider bereits verstorbenen Teilnehmers aus den U.S., dem Kontinent der Guten und Schönen. Auf der anderen Seite könnte er froh sein, dass er die kriegswichtige Borniertheit und die Gewaltverbrechen rezenter plutokratischer Systeme im Gegensatz zu uns nicht mehr erleben muss. Da er aber schon verstorben ist, kann ihn niemand mehr danach fragen.
„Wie konnten sowohl der Nationalsozialismus und der Faschismus als auch der Sowjetkommunismus Machtsysteme erfinden “
Einmal aus der Notwendigkeit geboren , der Sklaverei entkommen zu können, einmal aus der Notwendigkeit das Finanzkapital sich globalisieren kann ..
Und zwischen beiden liegen einfach Welten, denn nur das eine war ein Fehler ..
Die hohe Anzahl von schwarzafrikanischen Gefängnisinsassen dürfte daran liegen, dass ihnen mW aufgrund dessen das Wahlrecht entzogen wird. Ja…und warum ihnen das Wahlrecht überhaupt entzogen werden soll, dürfte einerseits schnöde rassistische Motive haben, andererseits ist vermutlich genau das – nämlich ihre Rebellion – ein Grund.
Es geht nicht um das Wahlrecht.
Denn, die, die man wählen kann haben nicht das Sagen und die, die das sagen haben kann man nicht wählen.
Es geht nur darum die Leute einzuhegen, in dem sie konform bleiben, weil ansonsten ihre Illusion verlieren würden, das Wahlen etwas andern könnten.
Deswegen wird ihnen bei schon geringen Vergehen das Wahlrecht entzogen, damit beim Volk die Illusion weiterhin vorherrscht, das Wahlen etwas bewirken.
»Wie konnten sowohl der Nationalsozialismus und der Faschismus als auch der Sowjetkommunismus Machtsysteme erfinden, die – gemessen an den Standards des letzten Jahrhunderts – ungeheuerlich und beispiellos waren und – gemessen an jedem erdenklichen Standard – tödlich?«
Der Sowjetkommunismus unterschied sich nicht nur ideologisch grundsätzlich vom Nationalsozialismus, auch in der Realität waren die beiden Systeme grundverschieden, auch wenn westliche Propagandisten es den Leuten immer wieder, leider erfolgreich, einzureden versuchen.
Und mit dieser Gleichstellung wird nicht nur der Sowjetkommunismus auf die gleiche Stufe wie der Nationalsozialismus gestellt, sondern damit wird die Einmaligkeit des Nationalsozialismus relativiert.
Richtige und wichtige Anmerkung. Wenn etwas dem Nationalsozialismus, Shoah und Vernichtungskrieg eingeschlossen, nahe- wenn nicht gleichkommt, ist es der westliche Kolonialismus. An Menschenopfern, wenn auch über etwas längere Zeiträume, übertrifft er den um gut eine Grössenordnung. Und die Vernichtungsideologie bei Malthus nimmt die des NS vorweg (der sich auch explizit auf ihn bezog).
„Totalitäre Systeme des 20. Jahrhunderts strebten nach totaler Kontrolle über jeden Aspekt der Gesellschaft und nach der Beseitigung oder Neutralisierung aller erdenklichen Formen von Opposition.“
Na, besser und kürzer kann man unsere heutige Situation in Deutschland fast nicht zusammenfassen.
Der beste Totalitarismus ist doch wenn die Kontrollierten es nicht einmal wahrnehmen und sogar selbst aktiv mitmachen (man denke nur an die Corona-Zeit).
PR ist das A und O. Mache die Sklaven glauben, sie wären frei und aller Unbill, Unfreiheit und Einschränkungen, denen sie ausgesetzt sind käme nur von außen, nur durch fremde Mächte, politische Einflüsse, quasi-naturgesetzliche Entwicklungen.
Es wäre „Höhere Gewalt“ und ein paar Bösewichte gegen die man aber soweit es geht ankämpfen würde, was die ständig zu beobachten Verschlechterungen der eh schon schlechten Lebensumstände bewirken würde – aber keinesfalls die offensichtlich unfähigen oder sogar unübersehbar gegen unsere Interessen agierenden „eigenen“ Politiker und Mächtige.
Ich bin immer wieder begeistert wie die Leute, die eine Einheitsmeinung u d Totslitarismus beklagen, dies durch ihre Meinungsäußerung selbst widerlegen.
Klar gibt es Tendenzen, denM3nnu gskorridor zu verengen, aber solche Artikel bezeugen das Scheitern derselben,
Leute, Eure Jammerei ist schlichtweg erbärmlich. o
Organisiert Euch und tut was, statat AfD-Geschwurbek zu reproduzieren.
jjkoeln: „Klar gibt es Tendenzen, denM3nnu gskorridor zu verengen, aber solche Artikel bezeugen das Scheitern derselben,
Leute, Eure Jammerei ist schlichtweg erbärmlich. o
Organisiert Euch und tut was, statat AfD-Geschwurbek zu reproduzieren.“
Sie sollten Ihre Kommentare besser schreiben, wenn Sie noch nüchtern sind.
„Was an der afroamerikanischen Bevölkerung allgemein bemerkenswert ist, ist der Umstand, dass sie politisch hochentwickelt und bei Weitem die einzige Gruppe ist, die das gesamte 20. Jahrhundert hindurch einen Geist des Widerstands und der Rebellion am Leben erhalten hat. “
Das, mit Verlaub, ist falsch. Die schwarze Community hat sich, wie fast alle politischen Kräfte, dem faschistoiden Zeitgeist untergeordnet seit den 90er-Jahren. Seitdem demonstrieren sie gerne wenn es Berufsverbrecher mit der Polizei zu tun bekommen, sagen aber kaum ein Wort über die im Artikel richtigerweise erwähnte Kommerzialisierung der Gefängnisindustrie, bei der auch Rassismus eine große Rolle spielt.
Sie spielen sich auf wegen sprachlicher Korrektheit, geben aber nichts auf Menschen in den vielen sozialen Brennpunkten.
Auch in der „schwarzen“ Musik spiegelt sich das wieder, früher waren da Stile im Vordergrund wie Blues, Soul, Swing oder RocknRoll, nicht alles politisch, aber wenn, dann bottom-up in seinem ganzen Geist.
Heute haben wir primär diesen primitiven und großmäuligen HipHop, der, Ausnahmen abgesehen, sowas ist wie der Soundtrack zum Neoliberalismus und zu seiner zunehmenden Verwerfung ins Kriminelle.
Die schwarze Communitiy ist nicht schlechter, aber auch nicht besser aufgestellt als andere Gruppierungen.
Sonst guter Artikel.
Warum tun Sie die Antwort auf @Dr.Klöbner löschen?