
Stark in den Städten, schwach auf dem ostdeutschen Land.
Ramon Schack analysiert, weshalb der Wahlerfolg der Linken in Berlin, die eigentliche Gefahr für die Partei überdeckt.
Die Regionalbahn von Berlin nach Neubrandenburg ist überfüllt.
Es ist Freitag, der 18. September, unmittelbar vor den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Ein Großteil der Fahrgäste wirkt urban – oder was man heute darunter versteht – hoch politisiert, Menschen die man auf den Straßen von Berlin-Neukölln, Kreuzberg-Friedrichshain oder Mitte antrifft, ewig jung, bis ins vierzigste Lebensjahr hinein. Die Insignien der Antifa treten hervor, in Form von Stickern, Buttons, mitgeführten Plakaten. Das rote Berlin reicht Neubrandenburg die Hand? Oder-vielleicht eher das woke Establishment, welches sich die Ehre gibt. In zwei Tagen wird in MV gewählt.
Neubrandenburg von Großstädtern überschwemmt
Die gemächliche Kreisstadt Neubrandenburg steht an diesem Freitag im Brennpunkt des Geschehens. Am Bahnhof angekommen werden die Fahrgäste von Vertretern der örtlichen Linkspartei in Empfang genommen. Aus den gereichten Tütchen ragt nicht die rote Fahne der internationalen Arbeiterklasse hervor, sondern – wie könnte es anders sein – die Regenbogenfahne. Dazu Broschüren und Sticker. Die Linke hier im Nordosten ist noch das, was die Partei in Berlin erst werden will, nämlich Regierungspartei.
Der Weg zum Marktplatz, vielleicht sieben bis acht Minuten lang zu Fuß. Dichtes Gedränge in den Straßen. Das beschauliche Neubrandenburg, inmitten eines der dünnbesiedelten Landkreise Deutschlands gelegen, ist an diesem Tag von Besuchern überrannt.
Regenbogenfahnen wehen im Wind, doch kurz vor dem Marktplatz ein Polizeispalier, dann die blauen Fahnen der AfD, stämmige Männer, die T-Shirts tragen, mit der Aufschrift „Heimatliebe ist kein Verbrechen!“ Alice Weidel hat sich angesagt, zusammen mit Tino Chrupalla und dem strahlenden Wahlsieger aus Sachsen-Anhalt, Ulrich Sigmund. Die Gäste der Veranstaltung warten schon in einer langen Schlange, nur durch einen wackeligen Zaun getrennt von der Menschenmenge auf dem Marktplatz. Um 18 Uhr wird die AfD-Politprominenz im Neubrandenburger Haus der Kultur und Bildung (HKB) erwartet, die Veranstaltung ist ausverkauft. Was das Spektakel auf dem Marktplatz angeht, ist im Nordkurier zu lesen: „So ist beispielsweise zwischen 16.30 Uhr und 20 Uhr ein „Markt der Vielen‘ geplant. Mehrere zivilgesellschaftliche Organisationen wollen ein „starkes Zeichen für Demokratie, Vielfalt und ein solidarisches Miteinander“ setzen, heißt es auf der Internetseite von Queer NB. Vereine, Initiativen, Bündnisse und Organisationen aus Neubrandenburg und der Region können zusammenkommen, „um ihr Engagement für eine offene und demokratische Gesellschaft sichtbar zu machen“. In der Tat, der Marktplatz von Menschen und erweckt den Eindruck, als wären queerpolitische Themen auch in diesem Wahlkampf in MV das Thema Nr. 1.
Selbstverständlich sind die SPD und die Grünen anwesend, neben der Linken, die CDU angeblich auch, doch nicht sichtbar. Viele Besucher drängt es zu dem Zaun, hinter dem die Gäste der AfD-Veranstaltung in einer Schlange auf Einlass warten. Giftige Blicke werden ausgetauscht, Beleidigungen, Provokationen. Es sind die beiden Deutschlands, die sich hier 2026 gegenüberstehen, die aufeinander zu rasen, wie zwei Fahrzeuge, nachts auf einer dunklen Landstraße. In der Schlange zur AfD-Veranstaltung, viel Mittelstand, Bewohner der kleinen Städte der Region, ehemalige CDU-Anhänger. So wie diese 74-jährige Dame, die mit Felix Banaszek diskutiert, ja dem Bundesvorsitzenden der Grünen, bekleidet mit blauer Jeans und weißem Hemd, hat sich in die blaue Menge gewagt, sucht das Gespräch, wird dabei von Streamern flankiert, aus den unterschiedlichsten politischen Lagern. Die Dame sagt dem Grünen-Politiker, dass Helmut Kohl noch ein Patriot gewesen sei, Merz aber nicht. Auf dem Marktplatz laufen zugleich die Vorbereitungen für den „Markt der Vielen“.
„Mir ist das alles ein wenig zu bunt!“
Jugendliche sprühen bunte Parolen auf das Pflaster, die Initiative „Zusammen bewegen“ stellt zwei Tischtennisplatten auf. Der Verein Kulturkosmos Müritz – Veranstalter des Fusion-Festivals – ist mit einem Medien-Mobil vor Ort. An Ständen der Linken und Grünen wird um Wählerstimmen geworben. Trotz der hier demonstrierten Einigkeit der „demokratischen“ Kräfte, ist man bei der Linken not amused, angesichts der durch die Campact-Kampagnen bevorzugten Grünen. Dieses stieß bei den Linken auf harsche Kritik, da dadurch die Grünen einseitig begünstigt würden. Trotz dieser Beschwerde sind die früher straffer gezogenen Parteigrenzen fließend, erscheinen hier auf diesem Marktplatz als Osmose zwischen den Parteien der linken Mitte. Eva Schweitzer schreibt in ihrem Buch „Links blinken, rechts abbiegen!“ „All diese Woke-Wellen kommen aus Amerika. Dort sind sie sogar noch verrückter und lauter, weil Amerika das Land des glänzenden Infotainments ist und nicht der grüblerischen Philosophen. Deutschland hingegen lechzt nicht nach Geld, Spaß und Ruhm: Es geht beim Gendern. beim Klimaschützen, beim Buntwerden und beim Vergangenheitsbewältigen ums Besserwissen und Vorschriftenmachen, gründlich, wie Deutsche nun mal sind, bis alles in Scherben fällt.“
„Mir ist das alles ein wenig zu bunt!“, äußert Horst, nach eigenen Angaben Linken-Wähler aus der Umgebung Neubrandenburgs. „Ich bevorzuge Gewerkschaftsarbeit, gegenüber Genderthemen“, fügt der 59-jährige Industriemechaniker hinzu. Die Linke wähle ich nur noch, weil die Partei hier im Osten stabil und volksnah geblieben ist!“ Horst lobt Politiker wie Torsten Koplin oder die amtierende Bildungsministerin Simone Oldenburg, beides Urgesteine der Linken in Mecklenburg-Vorpommern. Koplin hatte noch im Februar analysiert. „Die Tatsache, dass wir uns auf die Kernthemen unserer Partei, nämlich die Friedensfrage und die Fragen der sozialen Gerechtigkeit, fokussieren, was in früheren Zeiten nicht immer der Fall war, scheint bei den Wählern anzukommen. Mit Sicherheit auch die Tatsache, dass wir uns wieder stärker kommunal verankert haben. Damals stand die Partei bei stabilen 11 % in den Umfragen.
Ende 2023, mitten in der Abspaltung des BSW von der Linken, mahnte Simone Oldenburg in einem Interview mit dem Verfasser dieses Beitrages: „Die Linke muss aufhören zu glauben, dass die gesamte Bundesrepublik aus Metropolen besteht.“ Damals rief sie dazu auf, dass sich ihre Partei wieder mehr dem Osten Deutschlands und ländlichen Gegenden zuwenden muss.
Sind diese Warnungen verhallt. An diesem Tag in Neubrandenburg allerdings, ist die Metropole aufs Land gekommen, die urbane Linke mittendrin.
Eine Partei der Metropolen
Zwei Tage später, Wahlsonntag. In Berlin triumphiert die Linke und wird stärkste Partei. Der Jubel über das Rekordergebnis an der Spree überschattet das kümmerliche Ergebnis in Mecklenburg-Vorpommern. Wie auch schon in Sachsen-Anhalt, wo die Linke auf 8,6 % zurückgefallen ist, damit 2,4 % einbüßte, bleibt die Partei auch im Nordosten unter ihren Erwartungen. Lediglich 6,5 % wählten die Partei, immerhin 3,4 % weniger als beim letzten Mal.
Patrick Wieland, Linken-Mitglied aus dem Großraum Neubrandenburg, macht auf Facebook seinem Ärger Luft: „Ich bin wütend der Überheblichkeit, den ländlichen Raum zu vernachlässigen – sich auf den urbanen Raum zu konzentrieren, den wir auch oder trotzdem verloren haben. Der ländliche Raum, in dem Kathleen und ich seit 20 Jahren wohnen – als Städter – die wir doch noch immer im Kopf sind. In meiner Gemeinde haben die Faschisten fast die Hälfte aller Stimmen bekommen. In der Gemeinde, in der ich seit vielen Jahren Gemeindevertreter bin. Am kommenden Montag ist wieder GV-Sitzung. Ich fühle mich äußerst unwohl, schon jetzt. Ein weiter so und jetzt erst recht, kann ich mir auch mit ganz viel Phantasie nicht vorstellen.“
Die Linke, eine Partei der Metropolen, der innerstädtischen Milieus, auf Kosten der Präsenz in den ostdeutschen Flächenländern. Diese Tendenz war schon vor dem phänomenalen Comeback der Partei vor der Bundestagswahl erkennbar, als die Linke, flankiert von medialer Schützenhilfe, als Bollwerk gegen das BSW gebraucht wurde und vom Totenbett aus wieder in Szene gesetzt wurde. Der Sieg in den Städten, verstärkt durch die dort ansässigen Leitmedien und Meinungsmacher, hatte dem Führungspersonal der Linken suggeriert: Wir gehören dazu, wir sitzen auch an den Fleischtrögen der Macht. Jetzt, nachdem die Partei in der Hauptstadt zur stärksten politischen Kraft aufgestiegen ist, wird sie eben von jenen Institutionen, von jenen Machtfaktoren aus Politik, Wirtschaft und Medien, vor allem aus der Symbiose von diesen, mit Kübeln von Dreck übergossen und ist einer Kampagne ausgesetzt. Unabhängig davon, wie gefügig die Parteispitze auf diese konstruierten Vorwürfe reagieren mag, dass sie sich gefügig zeigen wird, ist durch einen Blick in die jüngere Parteigeschichte überdeutlich erkennbar, oder wie sie aus diesen hervorgehen mag. Sicherlich wird die Linke auch in den kommenden Jahren, gerade auch in den westdeutschen Metropolen, herausragende Ergebnisse einfahren. Aber die jüngsten Wahlergebnisse, sowie die Kampagne in Berlin zeigen der Partei ihre Grenzen auf. Sie ist bestenfalls geduldet, als Mehrheitsbeschafferin, ansonsten aber nach dem Motto behandelt: „Die Linke hat ihre Schuldigkeit getan, die Linke kann gehen.“
Sollte man sich aber im Karl-Liebknecht-Haus der Illusion hingeben, dass man sich allzu biegsam in Koalitionsverhandlungen begibt, oder gar politische Strategien in diesem Sinne formuliert, könnte die Partei wieder in jene existenzielle Krise geraten, aus der sie sich gerade wieder herausgekämpft hatte. Nämlich zum Beispiel dadurch, dass sie wieder ihre jungen, migrantischen Wähler verprellt, in den neuen innerstädtischen Hochburgen.





Parteien sind für die Bürger Projektionsflächen ihrer Wünsche und Hoffnungen, für die oligarchischen Kräfte sind sie Spielbälle, mit denen man die Ausübung von Macht verschleiern kann. Bei den ‚Linken‘ könnte man das daran erkennen, dass die mit ‚linken‘ Programmatiken nicht mehr viel zu tun haben.
Diese angeblich linken Politiker zeigen sich gerne bei Fototerminen grinsend und mit Zähne entblößenden Mundöffnungen und in Diskos/Clubs üblichen Bewegungen/Körperhaltungen – hinzu kommt noch das Gekreische der Zuschauer.
Das ist mir äußert suspekt – das haben sich selbst die GRÜNEN nach ihren ersten Wahlerfolgen nicht getraut, kam erst viel später „beim Marsch in die Institutionen“ und die damit verbundene Bereicherung Einzelner durch Übernahme lukrativer Positionen in Politik und Lobbyismus. Befürchte, die LINKEN taumeln auch in diese Richtung der Selbstbereicherung Einzelner im Rahmen der „Repräsentativen Demokratie“.
BeeRDigen ist im Arsch – oder?
“
schreibt u. a. für die Berliner Zeitung, Neues Deutschland
“
Diesen Boomer-Postillen gehört eh nicht die Zukunft.
Die systematische Hetze gegen die, wenn auch Schein-, LINKE ist systematisch für diesen rechten Staat.
Zu den Politeliten könnte man sagen, hört sie brüllen, hört sie schreien, wie gut es uns doch geht und die auch noch so kleine Veränderung ist gar nicht nötig.
Ja, diese Politelite bekommt schon Angstzustände und Panik dass all ihre Pfründe die sie der Bevölkerung stiehlt verloren gehen könnte.
Und immer wieder muss auch die Antisemitismuskeule aus dem Sack geholt werden um die LINKE zu diskreditierenden
Gleichzeitig unterstützt diese rechte Politelite Netanjahu und beliefert ihn mit Waffen und Munition damit er sein Morden fortsetzen kann.
Norbert Blüm würden man heute für seine Aussagen entweder steinigen oder verhaften.
„Das würde kein Mensch ertragen!“ Norbert Blüm 2009
https://m.youtube.com/watch?v=qkREtUPnO2k&pp=ygUtRGFzIHfDvHJkZSBrZWluIE1lbnNjaCBlcnRyYWd3biBOb3JiZXJ0IEJsw7xt0gcJCS8MAYcqIYzv
Die Hetzjagd rechten Parteien, CDU/CSU,SPD,GRÜNE, gemeinsam mit der AFD gegen die Linke in Berlin
Berliner Jüdinnen und Juden sehen das anders!
Berliner Jüdinnen und Juden für eine soziale und sichere Stadt
Rund 150 in Berlin lebende Jüdinnen und Juden, darunter die Schriftstellerinnen Eva Menasse, Irene Dische, Deborah Feldman und Esther Dischereit, Musikerin Merrill Nisker alias Peaches und die Philosophin Susan Neiman, haben am Donnerstag einen offenen Brief veröffentlicht, in dem sie Anschuldigungen gegen die Partei
Die Linke wegen Antisemitismus als politische Instrumentalisierung zurückweisen und eine Linke-Grüne-SPD-Koalition unterstützen:
Wir sind Berliner Jüdinnen und Juden und kommen aus unterschiedlichen Milieus; wir beten in unterschiedlichen Synagogen oder gar nicht; wir wählen unterschiedliche Parteien – und wir schreiben diesen Brief, weil wir in den vergangenen Wochen immer wieder dieselbe Behauptung gehört haben:
Die Linke sei gefährlich für Juden, eine Koalition unter ihrer Beteiligung ein Sicherheitsrisiko für unsere Gemeinden. Wir widersprechen dieser Darstellung – nicht, weil wir die Sorgen kleinreden, sondern weil wir sie ernster nehmen, als es plakative Warnungen tun.
Quelle: https://www.jungewelt.de/artikel/530500.berliner-j%C3%BCdinnen-und-juden-f%C3%BCr-eine-soziale-und-sichere-stadt.html
Wen soll man denn wählen,die Stimme des BSW Wagenknecht sind ja bis heute nicht ausgezählt und all die kriegstreibenden angeblich der bürgerlichen demokratischen Mitte zugehörigen Parteien sind ja zum Wegrennen
Das Verhalten der anderen Parteien mit Antisemitismusvorwürfen gegenüber der Linken sind ein Taktieren der Übelsten Art .
Warum beginnen eigentlich vergleichsweise viele Artikel hier, die sich als Erlebnisbericht tarnen, in Zügen? Ist das ein Hinweis auf das Unterwegs, die Verspätung? „Ich war leider noch nicht fertig, die Idee für einen guten Aufhänger ist noch nicht eingetroffen…“
Ne, das nicht, aber man wird doch wohl noch kotzen dürfen?!
Sorry, aus dieser Gegend (nicht NB) kommt politisch so gut wie gar nichts. Habe eher den Eindruck, das jenes, was früher „Stutzer, Geck, Pomadenhengst, Lackaffe“ hieß, heute „Queer“ ist, eine reine Äußerlichkeit. Sollen sich alle fühlen oder sein, wie sie wollen, geht mich nix an und interessiert auch nicht, aber was hat das mit Demokratie zu tun? „Das Private ist politisch“ hieß es mal. Mag sein, aber sind alle politischen Themen von gleicher Relevanz? Ich meine ja nur, wegen der ganzen Explosionen in TV & SM und so.
Also hier hätte der Autor beim Zug-Motiv bleiben können, dann würde das wenigstens etwas Sinn machen.
Ne, Eintopf oder Kessel buntes ist keine »Osmose«.
Gut, was lernen wir daraus? Niemand muss die Metropole auf’s Land bringen. Wenn die Landbevölkerung funky Urbanität will, fährt sie selbst in die Metropolen, dafür ist sie mobil genug – muss sie auch sein, bei ihnen ist fast alles weiter weg als ein praktikabler Lastenfahrrad-Radius.
Aber das ist „Die Linke“ doch schon lange, dieser Zug ist längst abgefahren. Und wo’s gerade Thema ist, Enzensberger ist inzwischen auch unwahr geworden: »Lies keine Oden, mein Sohn, lies die Fahrpläne: sie sind genauer.« Von wegen…
Wenn man die Clowntruppe im Foto sieht würde eine Verlosung der Sitze im Parlament auf jeden Fall die Korruption und Karrieretypen beseitigen und auf keinen Fall das Niveau senken.
Demokratie sollte statt dessen als Kommunikationsprozess der ausgelosten Parlamente und Gesamtversammlung reguliert werden, ganz klassisch.
Nicht ganz so dramatisch wie neulich die Bilder vom Ende der SPD mit Pistorius beim offen rechtsradikalen Kriegsminister und offensichtlichen Alkoholiker in den USA, aber das sind alles historische Bilder vom nahenden Ende eines Systems. Leider sieht es so aus, dass man in D-Land lieber die selbe Operette immer wieder aufführen möchte.
Es scheint ein nicht ganz neues europäisches Phänomen zu sein, das die Landbevölkerung eher zur rechten Gesinnung neigt. Immer dann um so mehr, wenn sie sich überfordert fühlt und das ist sie konfrontiert mit mit vielen Dingen aus den überdrehten Metropolen leider ziemlich schnell. Strukturell und kulturell konservativ wird dann zu „Heimatliebe”, und „Patriotismus” und schließlich zur Chimäre der nationalen Identität. Man kann es auch Hinterwäldlertum nennen.
Das klingt abwertender als es gemeint ist, denn das sogenannte urbane Publikum, was sich da permanent aus Verzweiflung selbst zu feiern scheint, immer bunt, immer schrill, Hauptsache irgendwie bizarr ist auch keine Lösung, sondern nervt ganz schön mit dieser fadenscheinigen Selbstgerechtigkeit. Links! – Klar welcher halbwegs aufgeklärte Mensch ist nicht „links”, aber es ist schon längst keine politische, sondern eher eine kulturalistische (der Schein bestimmt das Bewusstsein) Position, die Politik gar nicht mehr verhandeln will und also gar nicht mehr wirklich praktiziert. In der Hauptstadt taugt das Linke immerhin noch zum Schreckgespenst der rechts-neoliberalen Ideologen. In deren Furor die vermeintlich Linke anzugreifen , lassen sie diese Linker erscheinen als in Wahrheit nämlich ist.
Zur Erinnerung: wer hat Merz im zweiten Wahlgang zu seinem Posten als Kanzler verholfen, indem die Verkürzung der Frist zur Wahlwiederholung mitgetragen wurde? Den gesetzlichen zeitlichen Mindestabstand zum nächsten Wahlgang hätte Merz als Kanzlerkandidat politisch nicht überlebt. (Es gibt ein schönes, verräterisches Pressefoto: Eine devote Reichinnek gratuliert dem frisch gekürten Kanzler Merz)
Der Eindruck drängte sich auf, man wollte sich den Einzug ins komfortable Abgeordneten-Dasein (über 11.000,00 € pro Monat + Sonderausgaben, ist für Studienabbrecher ein sechster im Lotto) nicht gefährden.
Opportunistisch bis ins Mark, wie die Grünen.
Bei Themen wie Waffenlieferungen, Rüstung und Wehrpflicht hält sich die Linke vornehm zurück – stattdessen Symbolpolitik, „Zeichen setzen”, – wir Leben bereits in einem Wald aus gesetzten Zeichen, schwammige „Vielfalt” in der dann bunte Fähnchen stecken, – Deko halt, aber bei den Jungen verfängt’s.
Und das Land? Das Land ist verloren.
Die Linken sind die bekannterer Partei, welche sich noch am meisten um Bedürftige, BezieherInnen von Bürgergeld usw. kümmert, wohl noch vor den Grünen
So toll ist Ihre Publikation nun auch nicht.
Das immer wieder in keiner Weise nachvollziehbare und völlig intransparente Löschen von Kommentaren, die wirklich formal und inhaltlich weit entfernt sind vom Überschreiten irgendwelcher Grenzen, die das rechtfertigten.
Es nervt!
Ich überlasse ihr darin schrullig gewordenes Fanzine der Klimaleugner und Antisemiten in Zukunft genau jenen. Tschüss!
Interessant, – kaum hatte ich meine Kritik abgesetzt erscheint mein früherer Kommentar plötzlich nach Stunden wieder auf „Freischaltung wartend”. Das ist ziemlich bizarr.
Ihr müsst da dringend was an eurer Filter-Technik ändern.
Der Artikel bringt es auf den Punkt. Der Erfolg der Linken ist fragil, nicht nachhaltig, dem Zeitgeist unterworfen. Dieser ist schnelllebig, erbarmungslos und kalt. Das BSW macht es da besser, auch wenn der Aufstieg langsamer erfolgt.
Zumindest haben Sie alle noch Zähne…
Mein Zeit auf Berlins Strassen, war das schon die Außnahme …
Die Erde ist rund, Wir greifen von hinten an o))
Stringente Logik fehlt diesem Artikel von Schack.
Was die migrantischen Wähler angeht, so gibt es sie auch in MeckPomm! – Ihre massenhafte Zustimmung bei der Europawahl in ganz Deutschland 2024 war ein Standbein seines Wahlerfolgs, seitdem hat das BSW die migrantischen Wähler überall gründlich vergrätzt: Statt einer Migrationskritik ohne Rassismus und statt der Verteidigung des Sozialstaats macht Wagenknecht jetzt die Steigbügelhalterin für Höcke, über alle Köpfe des BSW hinweg. Nicht nur Migranten, sondern insgesamt sehr viele wurden verprellt oder gingen aus Frust.
Schack unterliegt einer weiteren Fehlschaltung: Die ländlichen Wähler wollen nicht grau sein, 24/7 Hausmannskost essen und in Rüschen rumlaufen!
Welches richtige Ziel formuliert Simone Oldenburg von der Linkspartei: Uns auf „die Friedensfrage und die Fragen der sozialen Gerechtigkeit, fokussieren“! – Hat sich das BSW auf Fragen der sozialen Gerechtigkeit fokussiert? Nein, ganz im Gegenteil: Diejenigen, die das wollten, wurden reihenweise weggemobbt. Ich gehöre auch dazu. Seit dem Rechtsruck des BSW verfolgen Sahra und die Vorstände das Ziel, das BSW mit der AfD kompatibel zu machen. Da stört soziale Gerechtigkeit. Guckt euch das Wahlprogramm des BSW für das Land Berlin an, „nicht links, nicht rechts, sondern ziellos und verdruckst“: https://bsw.berlin/wp-content/uploads/Wahlprogramm-BSW-Berlin-AGH-Wahl-2026.pdf
Schack zitiert FALSCH, das Buch von Eva Schweitzer habe ich im Regal: „Links blinken, rechts abbiegen“ IST ein Buch gegen die Antideutschen und ihre unheimliche Allianz mit Neurechten und amerikanischen Neokonservativen. Also gerade NICHT das politische Spektrum, das in Neubrandenburg bunt auftritt und die Friedensfahne schwenkt. Sondern vielmehr gegen die Klimawandelleugner, Atomwaffenbefürworter und Aluhüte, die sich jetzt auch im BSW breitmachen, nachdem sogar die AfD beginnt, sie auf Distanz zu halten.
Mit seiner Kritik an der Linkspartei liegt Schack richtig. Ich formuliere sie noch radikaler:
Die Linkspartei hat jetzt ihre letzte Chance! Nochmals viel reden und NIX für die Wähler erreichen, wie sie das seit ihrer Gründung (2007) stets tat, wäre ihr Untergang.
Die Linkspartei muss ihre luschigen Granden (Gysi und seine Nachtraber) endlich in die Wüste schicken, sich erstmals in ihrer Geschichte eine Riege unbeugsamer, unüberhörbarer Sozialpolitiker zulegen, sich von ihrem Russlandhass verabschieden und zu der Friedenspolitik zurückkehren, die die politische Linke ausmacht.
Nun ja, Herr Schack ist mir noch nie als weitsichtiger Analyst aufgefallen – und es wird auch mit diesem Beitrag nicht besser.
Die gegenwärtige LINKE (Partei) kämpft m.e. mit drei fatalen Fehlorientierungen: a) die Anbiederung an die CDU (die lt. Frau von Angern sogar den haushohen Wahlverlierer von der CDU in Sachsen-Anhalt wieder ins Amt verhelfen würde); b) die verkorkste Haltung in der Friedensfrage, wo Herr van Aken nur zu gern die „Schattenfloote“ attackieren und direkt in einen Krieg mit Russlan eintreten würde und c) die völlig verfehlte Corona-Politik, bei der DIE LINKE am liebsten die Bürgerrechte komplett geschreddert und einen vierwöchigen totalhausarrest für alle verhängt hätte. Der einizige Umstand, der DIE LINKE gerettet hat, war die Abspaltung des BSW, die dazu geführt hat, dass die ewigen Streitereien in der Partei aufgehört haben…
Ich bin sehr dagegen, dass antisemitische, muslimische, islamistische, islamfaschistoide, terroristische, palästinensische und sonstige Istische bzw. Imische Einzelpersonen, familiäre ( Clan-)Verbünde, ( Staats-)Organisationen wie DITIB in unserer tollen Demokratie ( politischen ) Einfluss gewinnen, womöglich noch Staatsknete erhalten, um genau den zu bekämpfen, von dem sie diese Staastknete erhalten. Aber Bullshit-Berlin ist und bleibt Bullshit-Berlin. — In anderen Bundesländern ist es jedoch nicht besser. Beispiel NRW, Wüst ( CDU ). Dem schrieb ich aus gegebenem Anlass: »Wüst, Minderleister in Sachen Demokratie und Schutz des Deutschen Volkes: 1)Nun, sie speichellecken und huldigen wohl gerade einem islamfaschistoiden Despoten. Ganz herzliche Gratulation hierzu. Das hat gute alte NS- und CDU / CSU-Tradition. D A S sind noch Traditionslinien! Das macht der CDU / CSU keiner nach!!! 2)Sie reihen sich durchaus ein in die Phalanx von NRW-CDU-Erdogan-Bewunderern wie EU-Parlament-Typ Elmar Brok, der Mann mit dem kongenialen Trump-Tupet. 3)Stichwort «Inszenierter Putschversuch im Jahre 2016». Ich weiß, dass Sie das nicht interessiert. Menschenrechte haben die CDU / CSU noch nie wirklich interessiert. Mich aber: Was ist aus den seinerzeit zu tausenden verhafteten Menschen geworden??? Item: Auch der Islam à la Erdogan gehört nicht, gar nicht zu Deutschland! Zumindest will ich das nicht. Basta! — Dass auch gegen diesen Ihren Besuch in der Türkei in Idiokratie Deutschland niemand protestiert, nimmt nicht Wunder!“ — Und der Bundespräses goss aktuell, wie so oft, Öl ins Hass-und-Hetze-Feuer.
Für mich gilt ferner: «Ich fürchte mich nicht vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Faschisten, sondern vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der [ Pseudo- ] Demokraten [, Gesinnungsterroristen mit Cancel Culture, LGBTQxyz-ler, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, NGOs, Omas gegen Rechts, Antifa, Die Linke, CDU/CSU, SPD, FDP, Müllmedien wie DIE ZEIT, DER SPIEGEL, ARD, ZDF, DF, aus den intellektuellen Fugen geratenen KünstlerInnen wie Grönemeyer und Kerkeling usw., RW ]» ( Verfasser mir unbekannt )
„Linke“? In Stuttgart haben „Linke“ die Bühne gestürmt als die BSW-Frau sprach: das ist „Links“: spalten, spalten, spalten, JEDE wirkungsvolle (weil breite) Bewegung gegen die Mächtigen sabotieren und verhindern! Die (marxistischen) „Linken“ und Antifa sind die Krypto-Armeen der Superreichen.