
Die Erinnerungen an Flucht und Verlust prägen ein Leben bis heute – lange nachdem die Waffen schwiegen. Eine bewegende autobiografische Geschichte über Heimat, Angst und Überleben.
Am 8. und 9. Mai 1945 kapitulierte die deutsche Wehrmacht bedingungslos, Deutschland wurde besetzt und in vier Besatzungszonen aufgeteilt; Schlesien, Ostpreußen sowie Teile von Pommern und Brandenburg wurden unter polnische Verwaltung gestellt. Für Millionen Menschen, die mit dem Leben davongekommen waren, bedeutete das Vertreibung, Hunger und Not. Gehe ich in die Zeit um 1945 zurück, lassen sich meine Erinnerungen in Anlehnung an eine Gedichtzeile von Heinrich Heine in dem Satz zusammenfassen: Denk ich an Schlesien in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht.
Noch während des Zweiten Weltkriegs geboren, wuchs ich bis zur Vertreibung im Oktober 1945 in Gleiwitz auf, das heute Gliwice heißt und in Polen liegt. Schon als Kind im Alter von vier Jahren nahm ich intuitiv wahr, dass das Leben endlich ist, also auch mein Leben. Als Jugendlicher wurde mir dann bewusst, dass ich meine Zukunft planen musste, wollte ich nicht in der Enge meiner damaligen neuen Umgebung verkümmern.
Dann begannen die Plünderungen
Meine frühesten Erinnerungen setzten bruchstückhaft im Herbst 1944 ein. Jedes Mal, wenn ich heute Sirenen höre, rieselt es mir kalt über den Rücken. In meiner Erinnerung bröckelt Kalk von der Kellerdecke, an der sich Risse zeigen, die Wände beben und der Boden bäumt sich auf unter meinen Füßen. Die Angst der Erwachsenen. Meine Mutter weint, die Großmutter betet. Im Hinterhaus ist eine Bombe eingeschlagen. Der Großvater wird zum Volkssturm, dem letzten Aufgebot, eingezogen. Die Front rückte immer näher.
In der Nacht zum 24. Januar 1945 kamen die Russen. Das Grollen der Front war immer heftiger geworden. Wir saßen im Keller. Die unteren Fenster waren zugenagelt, die Türen verbarrikadiert und das Hoftor mit einer dicken Kette und einem Vorhängeschloss zugesperrt. Artilleriefeuer, das Rattern von Panzerketten, peitschende Schüsse, manchmal vibrierte der Boden. Das Schloss am Hoftor wurde aufgeschossen, im Seitenhaus und Hinterhaus schrien die Frauen, die vor ihren Kindern vergewaltigt wurden. Aber wir hatten Glück, die Haustüren hielten den Kolbenstößen stand.
Am nächsten Tag begannen die Plünderungen. Soldaten drangen in unser Haus ein und nahmen alles mit, was ihnen gefiel. Auf dem Fußboden lagen Hausrat, Kleidungsstücke und der Inhalt von Schränken und Schubladen; unser Klavier zerschellte bei dem Versuch es aus dem Fenster abzuseilen, auf dem Hof. Wir sollten erschossen werden, weil meine Mutter ihren Schmuck versteckt hatte und das Versteck nicht verraten wollte. Zwei Soldaten zerrten an ihr und meiner Tante herum, aber die Großmutter, die Polnisch und auch ein bisschen Russisch sprach, vermochte die Gefahr in letzter Sekunde noch abzuwenden. Tagelang ging das so weiter, der Krieg war zu uns gekommen. Ich verstand das alles nicht.
Hatten kaum zu essen
Wenige Tage später pochte es an der Tür: Russische Militärpolizei und ein Kommissar in Zivil. Jemand hatte meinen Großvater, der in der NSDAP gewesen war, denunziert. Er wurde „abgeholt“, so nannte man das. „Ziehen Sie lieber einen Mantel an“, riet ihm der Kommissar, obwohl das Wetter mild war und die Sonne schien. Die Frauen weinten, und der Großvater ging mit den Männern, die ihn in die Mitte genommen hatten, fort. Das sehe ich noch wie heute. Wir haben nie wieder etwas von ihm gehört.
Im April 1945 wurde in Gleiwitz eine polnische Verwaltung eingesetzt, und erneut fanden tagelang Plünderungen statt. Diesmal drangen Männer mit rotweißen Armbinden ein, die mit Pistolen herumfuchtelten und das mitnahmen, was die Russen übriggelassen hatten. Meine Mutter musste sich morgens um sechs zur Arbeit melden: In den Fabriken, wo demontiert wurde, beim Straßenbau, auf dem Rangierbahnhof. Abends wurden von den Betrunkenen Frauen gejagt. So vergingen die Tage und Wochen. Wir hatten kaum zu essen, obwohl die Großmutter alles, was uns geblieben war, auf dem Schwarzen Markt gegen Nahrungsmittel einzutauschen versuchte.
Ende August hieß es schließlich, dass alle, die nicht für Polen optieren, die besetzten Gebiete bis zum 1. Oktober zu verlassen haben. Zwanzig Kilo Gepäck durfte man mitnehmen, so war auf den Aushängen zu lesen. Meine Mutter wollte nicht polnisch werden, also mussten wir fort und alles, was uns gehörte, zurücklassen.
Anfang Oktober gingen wir zum Bahnhof, meine Mutter mit mir und den Großeltern aus Beuthen, deren Wohnung von einem polnischen Ehepaar besetzt worden war. Die Gleiwitzer Großmutter wollte bleiben, um auf den Großvater zu warten; sie hoffte immer noch auf seine Rückkehr, obwohl ein Nachbar berichtet hatte, er sei totgeschlagen worden. Der Zug war völlig überfüllt, aber wollten wir nicht in ein Lager gebracht werden, mussten wir Gleiwitz verlassen. Über diese Lager, die zum Beispiel in Lamsdorf, Zgoda, Myslowitz und Jaworzno eingerichtet worden waren, gab es grauenvolle Berichte.
Großvater verlor viel Blut
Wir fanden nur noch etwas Platz auf dem Dach des Zuges, mit dem es zunächst nach Forst an der Neiße ging. Eine schreckliche Fahrt. Wenn Brücken oder Tunnel kamen, mussten wir uns flach hinlegen. Ich fror die ganze Zeit und hatte Angst, die Dachschräge hinunterzufallen. Unterwegs hielt der Zug plötzlich auf freier Strecke an, Männer mit Pistolen und Messern kletterten herauf. Sie schlugen auf die Menschen ein, rissen Koffer und Taschen auf, raubten alle Wertgegenstände und warfen jeden, der sich wehrte, hinunter.
Als der Großvater nicht schnell genug seine goldene Taschenuhr herausgab, stach ein Halbwüchsiger mit dem Messer auf ihn ein. Der Großvater, der viel Blut verloren hatte, wurde an der nächsten Station vom Roten Kreuz versorgt, so dass er am Leben blieb. Über Forst, kurz hinter der bereits streng bewachten Oder-Neiße-Grenze gelegen, ging es nach einem wochenlangen Aufenthalt in der Uckermark schließlich weiter nach Westen.
Helmstedt, so hieß der erste Ort hinter der so genannten Demarkationslinie (zwischen der russischen und der britischen Zone), wo wir in einem Sammellager notdürftig untergebracht wurden. Ich bekam nach den Entbehrungen der vergangen Tage eine schwere Erkältung, der Lagerarzt vermutete Keuchhusten. Daraufhin erhielten wir die Genehmigung, weiter zu meinem Vater nach Ostfriesland zu reisen. Er lag dort nach einer schweren Verwundung in einem Lazarett, und meine Mutter hatte ihn über den inzwischen eingerichteten Suchdienst ausfindig gemacht.
Ich erinnere mich noch genau an die Übernachtung in einem verwanzten Bunker in Braunschweig, an die Fahrt auf einem Lastwagen nach Hannover, an schrecklich kalte Bahnhöfe in Bremen und Oldenburg. Dort bekamen wir einen Zug an die Küste. Am 12. Januar 1946 erreichten wir endlich, halb verhungert, abends gegen neun Uhr Wittmund, eine Kleinstadt in Ostfriesland, damals am Rande der Welt.
Wir waren Eindringlinge
Die Stadt, die vielleicht 4.000 Einwohner zählte, dazu etwa 2.000 Flüchtlinge und Vertriebene, lag auf einem Geestrücken am Rande der Marsch; bis zur Nordseeküste waren es nur zehn Kilometer. 1933 hatten die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei und die Deutschnationale Volkspartei zusammen einen Stimmenanteil von 85,6 Prozent erhalten. Die damals wirtschaftlich und kulturell unterentwickelte Region hatte Tausende von heimatlosen Menschen aufzunehmen, was natürlich zu Lasten der einheimischen Bevölkerung ging, die ihren Unmut nicht zurückhielt.
Die Atmosphäre war feindlich, wir waren Eindringlinge, Störenfriede, für viele Einheimische „Polacken“ und „Rucksackgesindel“. Als meine Mutter im Herbst 1946 einen Bauern nach Falläpfeln fragte – der Garten lag voll davon –, wurden wir mit der Mistgabel vom Hof gejagt. Der folgende Winter war sehr kalt, wir hatten kaum zu essen und zu heizen.
Zuerst erhielten wir vom Wohnungsamt zwei Mansardenzimmer in einem Einfamilienhaus, später zogen wir dann ins Flüchtlingslager am Stadtrand, wo wir zehn Jahre blieben, bis es uns allmählich wieder besser ging. Ich verließ die Stadt, in der ich aufgewachsen bin, endgültig 1966, nachdem ich das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg nachgeholt hatte, um an der Universität in Göttingen zu studieren. Wenn ich es mir rückblickend überlege, ging für mich der Krieg eigentlich erst damals zu Ende. Aber das Gefühl von Heimatlosigkeit blieb bis heute.
Wenn ich jetzt einige der meinungsführenden Politiker und Journalisten höre und sehe oder ihre Verlautbarungen lese, sträuben sich mir die Haare. Sie sagen, Deutschland müsse aufrüsten und wieder „kriegstüchtig“ werden, und die Bevölkerung müsse sich deswegen einschränken. Mir dreht sich dabei der Magen um. Gut, dass immer mehr Menschen begreifen, dass sie belogen und betrogen werden.
Der erste erschien erstmals bei den NachDenkSeiten.
Der Schriftsteller Wolfgang Bittner lebt in Göttingen. 2019 erschien sein Roman „Die Heimat, der Krieg und der Goldene Westen“, 2014 das Buch „Die Eroberung Europas durch die USA – Eine Strategie der Destabilisierung, Eskalation und Militarisierung“.




Bei uns lag in der Küchenschublade auch noch lange eine Gabel mit Bundesadler drauf aus dem Lager Friedland herum, und ich erinnere mich noch an die Ruinen, die noch Anfang der 70er Jahre verstreut herumstanden. Meine Tante erzählte mir mal, wie sie in Berlin bei einem Bombenangriff im Keller verschüttet wurden. Das nächste Mal wird wohl kaum was übrigbleiben. Wer noch einen Krieg will, hat nicht alle Tassen im Schrank.
Stepancich Diego
ES hat in der Geschichte schon immer grandezza mit große macht Ausübung gegeben ,dass was die USA heute tun,
21 Jahrhunderts , ist schamlos unabhängig welcher Person regiert.
Deutsc6ehland ist mit USA nach oben gekommen ,aber beim soweiter – folgen auch zu grunde kommen!!
Ich Bin jahrgang 1940 und lebe seit 1964 hier in Deutschland als Gastarbeiter nun als mit Burger deutscher Frau 2 Töchtern und 4 Enkelkinder !
Mein Großvater ist in Mauthaen 1945 gestorben! Als 5 Jährige habe gesehen wie die Deutschen ihm abgeholt haben.
Die haben ihm verbrannt sagte immer wieder die Oma.
Ja,ja….in italienl sagt man, la volpe perde il pelo ma non il vizio, die fuchs verliert sein Fell aber nicht sein Laster
Und der blöde Putin hat natürlich nichts besseres zu tun als wieder zu eine Scheiße zu veranstalten.
Und zu allem Überfluss veranstaltet der das in einen Land was bereits von den im Artikel beschrieben Ereignissen stark betroffen war.
Also so nach dem Motto: Wir müssen kriegstüchtig werden, weil wir uns WIEDER gegen die Russen wehren müssen? Also so wie Merz neulich sagte: »Wir werden uns WIEDER verteidigen müssen!« ? Ohne die Übeltaten der Russen rechtfertigen zu wollen, von denen mir in meiner Familie auch berichtet wurde, wollen wir wirklich vergessen und verdrängen und aus unseren Geschichtsbüchern tilgen, wer der Aggressor im zweiten Weltkrieg war?
Ja, ich glaube, viele denken so: Wir müssen uns abermals verteidigen, so wie damals, gegen die Russen. Gute Nacht, Deutschland, geschichtsvergessen willst du unbedingt WIEDER auf die Fresse bekommen. Produktion bricht ein, Geld wird knapp, aber stärkste militärische Macht Europas werden. Okay.
Hier der Merz im Original (9:40): https://youtu.be/CAjmQDLk7x0?t=575
Kein Wunder, dass der eine oder Lesende so reagiert. In Bittners Text kommt ja nur deutsches Leid vor. Dazu die Russen wie üblich als Plünderer und Vergewaltiger – schreibt Bittner so, als habe er es als Vierjähriger so mitbekommen, woran ich doch sehr zweifle.
„Also so nach dem Motto: Wir müssen kriegstüchtig werden, weil wir uns WIEDER gegen die Russen wehren müssen? “
Das hat allein Putin verbockt, er hat ja so einiges an Vereinbarungen gebrochen:, hier ein paar Beispiel bzgl. der Ukraine:
Budapester Memorandum
Russisch-ukrainischer Freundschaftsvertrag
Russisch-ukrainischer Grenzvertrag
Interessant ist auch diese Statistik: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1285135/umfrage/getoetete-zivilisten-im-russland-ukraine-konflikt/
Der Penner Putin bricht genau dann einen Krieg vom Zaun nachdem sich der „Konflikt“ in der Ostukraine beruhigte, besonders viel scheint im ja nicht an dem Leben der Russen in der Russki Mir zu liegen.
Sehen Sie, die Kriegspropaganda wirktbereits.
Welches Interessen hinter dem blutigen Konflikt in der Ukraine stehen? Fehlanzeige in deutschen Medien. Ein Wiederaufleben der Russlandfeindschaft der Nazis bei den transatlantisch orientierten Parteien zu thematisieren? Fehlanzeige, stattdessen mit der AfD „haltet den Dieb“ spielen.
Und Göring hatte leider recht:
„Natürlich, das einfache Volk will keinen Krieg; weder in Russland, noch in England, noch in Amerika, und ebenso wenig in Deutschland. Das ist klar. Aber schließlich sind es die Führer eines Landes, die die Politik bestimmen, und es ist immer leicht, das Volk zum Mitmachen zu bringen, ob es sich nun um eine Demokratie, eine faschistische Diktatur, um ein Parlament oder eine kommunistische Diktatur handelt. […] [D]as Volk kann mit oder ohne Stimmrecht immer dazu gebracht werden, den Befehlen der Führer zu folgen. Das ist ganz einfach. Man braucht nichts zu tun, als dem Volk zu sagen, es würde angegriffen, und den Pazifisten ihren Mangel an Patriotismus vorzuwerfen und zu behaupten, sie brächten das Land in Gefahr. Diese Methode funktioniert in jedem Land.“ – Interview in seiner Nürnberger Gefängniszelle mit dem Psychologen Gustave Mark Gilbert, 18. April 1946, in: Gustave Mark Gilbert: Nürnberger Tagebuch, Aus dem Amerikanischen übertragen von Margaret Carroux, Karin Krauskopf und Lis Leonard, Fischer Bücherei, Frankfurt am Main 1962, S. 270 books.google/
„Welches Interessen hinter dem blutigen Konflikt in der Ukraine stehen? Fehlanzeige in deutschen Medien. Ein Wiederaufleben der Russlandfeindschaft der Nazis bei den transatlantisch orientierten Parteien zu thematisieren? Fehlanzeige, stattdessen mit der AfD „haltet den Dieb“ spielen.“
Putin verkackt die Innenpolitik (Trotz riesiger Einnahmen aus Rohstoffen bringt die russische Wirtschaft nichts anständiges zustande), und Putin regiert das Land seit über 25 Jahren da gibt es nichts zu diskutieren wer das verkackt hat.
Dann muss halt ein äußerer Feind her ( https://de.wikipedia.org/wiki/Wag_the_Dog_%E2%80%93_Wenn_der_Schwanz_mit_dem_Hund_wedelt ) damit die Kohle aus den Rohstoffen weiter da landet wo die bisher gelandet ist.
Vielleicht ordnen Sie das mal in die Kriegsführung (Wirtschaftskrieg ist auch Krieg) der USA seit Anfang der 2000-er gegen Russland mal zeitlich ein. Beispiele: Unterbindung von South Stream, Druck auf Energiemärkte der USA (in Verbindung mit der bis dahin notleidenden Frackingindustrie), gleichzeitige Errichtung von LNG-Terminals in Europa, Sabotage von Energieinfrastruktur usw. Und gern dürfen Sie das in Verbindung mit der Ostausdehnung der NATO, der Errichtung eines nuklear bestückbaren „Raketenabwehrschildes“ in Osteuropa (natürlich gegen den Iran) und der einseitigen Aufkündigung aller Rüstungsbegrenzungs- und -kontrollabkommen sehen. Wie wir wissen, sind das alles freundliche Maßnahmen, die die Sicherheit in Europa erhöhen, nicht wahr?
Und dabei immer schön singen: Der Russe ist schuld! Der Russe ist schuld!
Mir scheint, Sie haben die Entwicklung von den 90-er Jahre des vorigen Jahrhunderts zu heute unter Putin nicht verfolgt.
Es gibt genügend Quellen erster Hand, die die heutigen Verhältnisse in Russland schildern. Sie zeigen übereinstimmend ein Land, das sich von der Katastrophe der 90-er erholt hat und sowohl technisch, wirtschaftlich ganz vorn mitspielt und militärtechnisch erste Liga ist. Sehr zum Ärger westlicher Strippenzieher. Es ist kein Zufall, dass Putin eine Zustimmung um die 80% hat (Levada, in Russland als ausländischer Agent eingestuft).
Übrigens haben die Sanktionen des Westens dabei durchaus hilfreich gewirkt. Haben sie doch die russischen Oligarchen gezwungen, ihre Profite in Russland anzulegen statt sie wie vordem im Westen in Immobilien, Jachten und Sportclubs.
So so, mit der am 16.02.2022 beginnenden Kanonade durch die ukrainische Armee im Donbass hat sich der „Konflikt“ in der Ukraine gerade beruhigt?
Haben Sie da vielleicht etwas verpennt? Nachlesbar in den OSZE-Veröffentlichungen, bei J. Baud (weshalb er wohl durch die „demokratische“ EU sanktioniert wurde) und vielen anderen Quellen.
Man sollte andere nicht als Penner bezeichnen, wenn man Gefahr läuft, sich wegen fehlenden Wissens so unglaubwürdig zu machen.
Andererseits ist Doppelmoral ja heutzutage wieder eine herausragende „deutsch-europäische Tugend“.
Seit wann steht der Sender Gleiwitz in der Ostukraine und seit wann grenzt der Golf von Tonkin an der Ostukraine?
Und überhaupt, warum stehen da überhaupt Massen an russischen Panzern rum?
Man muss doch den Nazi in sich selber verstehen wollen,
um die Unausweichlichkeit des Niedergangs von Homo sapiens
zu erahnen und nur wer nach viel Grübeln und Selbstpeinigung
sich entschließt alles unnütze Leben auszuradieren, hat plötzlich
alle Hände voll zu tun und wird glücklich erfüllt existieren können,
was aber den schon erwähnten Untergang nicht verhindern kann.
Eine glückliche Kindheit wäre eine Alternative gewesen, aber wo
gibts die denn heute?
Danke, daß Sie meine Frage nach dem Unterschied zwischen dem Artikel, als er vor Tagen erstmals erschien, und dem aktuellen erst stehen ließen und dann plötzlich verschwinden ließen.
und welche Kommentare der Ersterscheinung sind mitgelöscht worden ?
– Gelöscht werden erzeugt beengenden Groll bei betroffenen Foristen, daß
einfaches Abstellen der Kommetarfunktion eine menschlichere Variante
der eingeführten Zensur wäre.
Durften die Deutschen nach 4 Jahren Vernichtungskrieg auf eine humane Behandlung auch nur hoffen ?:
Nazideutschland hatte einen Orkan gesät, und einen Sturm geerntet.
Die heutige BRD wird einem gewissen Staat immer ähnlicher. Die Rhetorik lässt sich bereits 1:1 übertragen. Sogar Goebbels-Reden konnten schamlos auf der ARD-Seite veröffentlicht werden, man musste hierzu nur die Worte „Juden“ und „Bolschewisten“ durch „Russen“ ersetzen.
Und die Begründung des letzten Fünf-Jahres-Wirtschaftsplanes der EU las sich wie die Begründung eines ehemaligen Diktators Deutschlands vor dem Russlandfeldzug.
Aber bestimmt sind diese Ähnlichkeiten reiner Zufall… genauso, dass man heute wieder ganz zwang- und schamlos wieder Schlachtrufe von Holocausttätern skandieren kann.
Ich verstehe nicht warum immer von den Russen geschrieben oder gesprochen wird. Es war doch damals die SU. Wer weiß denn aus welchen Ländern der SU die einzelnen Soldaten kamen.
Na das ist recht einfach:
Die Rote Armee im Zweiten Weltkrieg bestand aus Soldaten aller 15 Unionsrepubliken der UdSSR, wobei Russen (ca. 48%), Ukrainer (ca. 28%) und Weißrussen (ca. 7,5%) die größten ethnischen Gruppen stellten. Weitere Soldaten stammten aus den zentralasiatischen (Usbeken, Kasachen), kaukasischen (Georgier, Armenier, Aserbaidschaner) und baltischen Sowjetrepubliken.
Ich weiß nicht, woher Sie Ihre Zahlen zur ethnischen Zusammensetzung der Roten Armee herhaben, aber sie stimmen nicht.
Die ethnische Zusammensetzung variierte im Krieg nicht unerheblich, aber der Anteil der Russen betrug stets über 60% (Höhepunkt 69% im Frühjahr 1943, TIefpunkt 58,5% gegen Kriegsende) und der Anteil der Ukrainer betrug maximal 20% (Tiefpunkt ebenfalls im Frühjahr 1943 mit knapp 10%, Höhepunkt gegen Kriegsende mit 21%).
Das lässt sich relativ leicht verstehen: Die Ukraine war während des Krieges über 2 Jahre lang besetzt. Da konnte also keiner eingezogen werden um diejenigen Ukrainer ersetzen, die weiter östlich im Kampf fielen.
(Quelle: Bezugolnyi, A. – „Nationale Zusammensetzung der Roten Armee 1918-1945“, Moskau 2021)