
Impressionen vom Wahlkampf in dem ostdeutschen Bundesland.
Erster Teil. Ein zweiter Teil dieser Reportage erfolgt in Kürze.
Merseburg, an einem heißen Wochentag im August. In Sachsen-Anhalt tobt der Wahlkampf, was auch hier in der alten Dom- und Universitätsstadt – in unmittelbarer Nachbarschaft zu Halle an der Saale – nicht zu übersehen ist. Wahlplakate versperren den Blick auf die Architektur der frühen DDR-Zeit, welche die Straße, rund um den Hauptbahnhof zu prägen scheint.
„Hier in der Region kann man überhaupt nicht in irgendeiner Blase leben“
In einem indischen Bistro, unweit des Bahnhofgebäudes, herrscht Hochbetrieb. Arbeiter im Blaumann gönnen sich ein Feierabend-Bier, scherzen mit dem Inhaber, der vor über 20 Jahren aus dem Punjab nach Merseburg kam. Herr Singh schaut ehrlich amüsiert, als ihm die Frage nach fremdenfeindlichen Erlebnissen gestellt wird. „Singh heißt auf Deutsch Löwe!“, antwortet er lächelnd. „Ich weiß mich also zu verteidigen. Aber um ehrlich zu sein, ich habe keine Probleme. Schauen Sie doch selbst. Der Inder serviert eine neue Runde Bier an seine Stammkunden, derbe Männer in Arbeitskleidung, die nicht unbedingt eine linksliberale Lebenswelt repräsentieren.
„So Männer, noch ne Runde von Eurem kulturfremden Invasoren“, ruft Singh, um damit eine AfD-Parole zu persiflieren.
Ronko, 28, ist in Merseburg aufgewachsen. Der Fliesenleger berichtet von der politischen Stimmung auf dem Bau, während er sich eine Zigarette dreht. „Die meisten wählen Blau, stimmt schon, auch die Migranten mit deutschem Pass. Die AfD ist zur Arbeiterpartei geworden, ohne es zu sein“, gibt er zu bedenken. Sein Kollege Udo, ein bulliger Endvierziger, der früher einmal ein richtiges „Nazischwein“ war, wie er unumwunden zugibt, ergänzt. „Ich hatte vor 15 Jahren einen schweren Arbeitsunfall. Die ausländischen Kollegen, Kurden, Türken, Bosnier, haste nicht gesehen, kamen zu mir ins Krankenhaus und haben mich anschließend zu Hause besucht, meiner Frau die Arbeit abgenommen. Von den Deutschen, keine Spur. Glaub mir, danach war ich kein Nazi mehr. Trotzdem wähl ich AfD, eben weil das keine Nazis sind. Was denn sonst. Da gibt es auch genug Arschlöcher, dieser Rumäne zum Beispiel, wie heißt der noch genau? Tillschneider, den kannste in der Pfeife rauchen, aber Sigmund muss jetzt mal ran, bevor uns die anderen in den Krieg treiben!“
Aus dem örtlichen Büro der Grünen, gleich um die Ecke, sind zwei Mitarbeiter eingetroffen und bestellen vegane Gerichte. Der junge Mann hat lackierte Fingernägel, während die Frau ein grünes T-Shirt trägt mit der in Gelb gehaltenen Aufschrift „Zukunft wird aus Mut gemacht!“
„Hier in der Region kann man überhaupt nicht in irgendeiner Blase leben“, berichtet Diana, die sich als Grünen-Wählerin zu erkennen gibt. „Das macht die Chancen und Risiken für Grüne-Themen hier in Sachsen-Anhalt aus.“ Die Logopädin – Mitte 50 – ist in Berlin-Charlottenburg aufgewachsen, zog vor einem Jahrzehnt mit ihrem Lebensgefährten an den Geiseltalsee, einen der größten künstlichen Seen Deutschlands, rund eine halbe Autostunde von Merseburg entfernt. „Grünes Denken ist hier weit weniger vertreten als in westdeutschen Ballungsgebieten“, räumt sie ein. „Umso mehr freut es mich, hier Basisarbeit leisten zu können, auch um Vorurteile aus dem Weg zu räumen, von denen es hier nur so wimmelt!“
Ausgestorbene Innenstadt
Auf dem Weg in die Innenstadt begegnen dem Besucher viele Menschen mit einem sichtbaren Migrationshintergrund, wie man es früher in der angelsächsischen Politikwissenschaft auszudrücken pflegte. Die Region Halle scheint sich in dieser Hinsicht nicht mehr groß von den westdeutschen Ballungsgebieten zu unterscheiden, wo Multiethnizität schon seit Jahrzehnten zum Alltag gehört. Zwei ältere Damen schauen einer Gruppe von Afrikanern hinterher, eher interessiert als missbilligend, die lachend und plaudernd durch die Straßen flanieren. „Mir sind die Fremden lieb“, sagt Elke, Jahrgang 1949. „Ich bin im gleichen Jahr wie die DDR geboren worden. Damals gab es keinen Fremdenhass“, ergänzt die Rentnerin. „Bist Du sicher?“ fragt ihre Bekannte Rita, 3 Jahre jünger als sie. „Also ich habe da andere Erinnerungen!“
Was die Landtagswahlen angeht, da sind sich die beiden Merseburgerinnen allerdings einig. „Sicherlich gehen wir wählen, wie immer die Linke“, erklärt Elke und äußert ihren Abscheu über die AfD.
Die AfD ist seit der letzten Kommunalwahl, im Sommer 2024, mit Abstand die stärkste Kraft im Stadtrat. 34,4 % fielen auf die Partei, während die CDU bei 28,4 % landete. Danach folgten abgeschlagen die SPD mit 14,4 %, die Linke mit 10,6 %, die FDP mit 5,1 und dann erst die Grünen, mit 3,8 %. Ein Rechtsruck vollzieht sich in dieser Stadt schon seit Jahren, wie in sehr vielen anderen Kommunen Sachsen-Anhalts auch. Die Innenstadt wirkt ausgestorben, was sowohl an den hochsommerlichen Temperaturen, wie auch an der Ferienzeit liegen mag.
Trotzdem wurde auch Merseburg von jenem demographischen Aderlass heimgesucht, von dem die meisten ostdeutschen Kommunen in den letzten 35 Jahren erfasst wurden sind. Betrug die Einwohnerzahl der Stadt 1990 noch etwas über 42.000, liegt diese heute bei 34.500, obschon die Stadt in Nachbarschaft der Metropolen Halle und Leipzig liegt und ein Universitätsstandort ist. Sachsen-Anhalt ist das Bundesland mit der ältesten Bevölkerung, flankiert von einer extrem niedrigen Geburtenrate, wie überall aktuell in Deutschland.
„Ist das BSW eigentlich noch eine linke Partei?“

Auf dem Marktplatz hat das BSW einen Stand errichtet. Neben einigen anderen sind die beiden Spitzenkandidaten der Partei, Claudia Wittig und Thomas Schulze, sowie auch der Parteivorsitzende John Lucas Dittrich vor Ort. Dittrich, ein 22-jähriger Lehramtsstudent aus Magdeburg. betrachtet Sachsen-Anhalt als ein Bundesland der politischen Superlative. “ Die AfD ist extrem stark, die SPD ist schwach, die Linke stabil, während die CDU sich auf dem zweiten Platz einzurichten scheint. FDP und Grüne, als die Parteien der alten Bonner und Berliner Republik, liegen am Boden. Die Aufgabe des BSW besteht darin, sich angesichts dieser Gemengelage angemessen zu positionieren“, analysiert der angehende Akademiker.
Wie dieses gelingen soll, darüber ist sich der Politiker einig. Vor allem durch unseren friedenspolitischen Ansatz, der ja ein Alleinstellungsmerkmal des BSW darstellt. Diesbezüglich versagt die AfD ja, was man auf Bundesebene beobachten kann, wo sich führende Politiker stramm hinter Trump scharen beziehungsweise dem aggressiven und völkerrechtswidrigen außenpolitischen Kurs Washingtons. Diese Stimmen werden übrigens auch innerhalb der Ost-AfD lauter, weshalb man sich keiner Illusionen hingeben darf.
Eine junge Frau hat sich an den Stand gesellt, hört interessiert den Ausführungen von Dittrich zu. „Darf ich Sie etwas fragen. Ist das BSW eigentlich noch eine linke Partei?“, möchte die Frau wissen, die sich als kritische Wählerin der Wagenknecht-Partei outet.
Dittrich denkt nicht lange nach: „Wenn ich zugrunde lege, was ich unter dem Begriff „links“ verstehe, dann bin ich noch ein Linker und das BSW ist eine linke Partei. Als Kind einer alleinerziehenden Mutter war und ist die Frage der sozialen Gerechtigkeit von besonderer Bedeutung. Bei den Linken verspürte ich zuletzt eine starke Ignoranz, sich mit sozialpolitischen Fragen ernsthaft zu beschäftigen, dafür eher mit identitätspolitischen. Das war für mich der Bruchpunkt mit den Linken.
Thomas Schulze ergänzt: „Unsere Hauptaufgabe im Wahlkampf wird also sein, die Wähler darauf hinzuweisen, dass wir als BSW friedenspolitisch authentischer sind als die transatlantische AfD, ohne uns dabei aber im Kartell der Altparteien einzureihen. Sahra Wagenknecht hatte diese Ausgangslage kürzlich wie folgt kommentiert: „Das BSW würde nach der Landtagswahl im September weder Sven Schulze (CDU) noch Ulrich Siegmund (AfD) zum Ministerpräsidenten mitwählen!“ Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Unser Platz ist zwischen allen Stühlen.
Die junge Frau scheint zufrieden, steckt einige Flyer und Broschüren ein, verabschiedet sich dann.





Wenn man die ganze Situation um die besonders in ostdeutschen Ländern aufstrebende AfD und die Anti-AfD-Politik der etablierten Kräfte herum einmal ganz nüchtern und mit etwas Abstand betrachtet, dann muss man eigentlich sehr erstaunt sein über die massiven Fehler, die hier nach wie vor begangen werden. Es ist ja so, dass sich die etablierten Kräfte mit ihren fortdauernden Fehlbeurteilungen und ihrer bockig-sturen Fixierung auf eine längst als wirkungslos erwiesene Methode („Brandmauer“) selbst in Schwierigkeiten bringen. Dass sie nebenher auch noch eine regelrechte Demokratie- und Staatskrise als Kollateralschaden ihrer Strategie hinnehmen, kommt noch hinzu. Nun ist es allerdings sehr schwer zuzugeben, sich geirrt zu haben. Und je länger man groß getönt hat, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben, desto schwerer fällt das.
Inzwischen sind diese Schäden für sich selbst sogar schon so groß und sichtbar, dass es sich nicht mehr verheimlichen lässt. Auch die Zeitung „Die Welt“ schreibt nun schon: „Die ´Brandmauer´ sollte die AfD kleinkriegen. Jetzt könnte sie die CDU zerstören.“
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Es gibt den geheimnisvollen Zusammenhang, nach dem sich im Leben nicht korrigierte Fehleinschätzungen und Falschbehauptungen mit der Zeit (oft auch schon recht bald) immer mehr rächen. Das gilt für sehr viele Dinge: beim nicht operierten kleinen Hautkrebsfleck ebenso wie beim Ruderboot, das man trotz leckendem Boden noch zur Ausfahrt benutzt oder bei einem Unternehmen, das nicht erkennt, dass die eigenen Produkte nicht mehr nachgefragt werden und deshalb hätte umstrukturieren müssen.
Weil man einen anfangs noch leicht zu korrigierenden Fehler nicht behoben hat, ihn noch nicht mal sehen wollte und die Lösung immer mehr verschleppt bzw. verhindert hat, beginnt das Problem immer mehr anzuwachsen – bis es einem schließlich über den Kopf wächst und auch Nachbarbereiche in Mitleidenschaft zieht.
Der Kern des Problems ist die anfängliche falsche Erkenntnis, die Fehleinschätzung einer neuen Entwicklung.
Natürlich gibt es sowohl Gründe für eine dumme Fehleinschätzung als auch für die sture Bockigkeit, dabei zu bleiben. Das ändert aber nichts an den Schadfolgen … ! Weder beim Hautkrebs noch bei der Brandmauer.
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Und mit den Fehlern wird ja munter weitergemacht:
Beim Anti-Spiegel ist am 30. 8. 2026 ein sehr interessanter Artikel über die NGO „Campact“ und deren Anti-AfD-Wahlkampf in Sachsen-Anhalt erschienen.
Röper kommt zu der starken Vermutung, dass „Campact“ auch aus staatlichen Geldern, also aus Steuermitteln, mitfinanziert wird und formuliert daher bissig:
„Stellen wir uns mal folgendes vor: In einem Land wie Georgien, dessen aktuelle Regierung der EU und der Bundesregierung nicht gefällt, würde die Regierung NGOs mit Millionen finanzieren und diese NGOs würden dann bei Wahlen über mit ihnen verbundene Organisationen eine teure Kampagne mit Wahlaufrufen zugunsten der Regierungsparteien finanzieren. Und die Regierung würde auf Nachfragen von Journalisten zu diesem offensichtlichen Missbrauch von Steuergeldern antworten, es gebe ja klare Regeln für Parteispenden, deren Überprüfung bei den zuständigen Behörden liege (die natürlich von der Regierung kontrolliert werden), es sei also alles in bester Ordnung.
Wie würden die EU und die Bundesregierung auf solche Zustände in Georgien reagieren? Natürlich würden Politiker und Medien in Deutschland und der EU gegen solche Zustände protestieren, Sanktionen androhen und so weiter.
Aber wenn so etwas in Deutschland passiert, dann ist das für sie vollkommen in Ordnung.“
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Auch die laut Rundfunkstaatsvertrag zu politischer Neutralität verpflichteten öffentlich-rechtlichen Sender werden in ihren Beeinflussungsversuchen immer ungenierter:
#https://www.berliner-zeitung.de/article/mdr-ndr-wahlkampf-rundfunkreform-10343490
Trotz dieser Skandale – und es kommen noch mehr hinzu – ist es aber offensichtlich, dass all das die Wähler in Sachsen-Anhalt nicht groß beeindruckt.
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Ich würde mich überhaupt nicht wundern, wenn spätere Historiker – vielleicht in 30 oder 50 Jahren – viele Bücher über die heutige Situation schreiben werden und die heutigen politischen Fehlentscheidungen dann von den Studenten in ihren Seminararbeiten lang und breit behandelt werden. Also wenn die künftigen Studenten dann überhaupt noch die Kompetenz besitzen sollten, eigenständig eine Seminararbeit zu schreiben – was ja nicht sicher ist.
Genau so ist es! Hinzu kommt die Angst der Amtierenden von den „Trögen“ verdrängt zu werden. Und wenn dann es dann noch funktioniert, siehe Landrat in Sonneberg in Thüringen, dann wird es eng.
Alle Prophezeiungen der Etablierten Parteien 6nd Organisationen wurden nicht wahr.
Das ist möglicherweise kein Bug sondern ein Feature dieser Politik: eine rechte Regierung und eine entkernte Demokratur.
@Gilbert und @Dirk Böttge
Soweit wie Sie, @Gilbert, würde nicht gehen, jedenfalls nicht im Sinne eines von vornherein, also ab 2013, wirksamen Plans. Nun ist es allerdings so, dass sich die Lage ja permanent verändert und das, was Sie angedeutet haben, mag dann zumindest bei einigen Protagonisten später schon als brauchbare Methode eingeschätzt worden sein.
Ich bin auch sicher, dass unsere Mächtigen ohne die nach 2013 einsetzende Herausforderung durch sog. „rechtspopulistische“ Kräfte – das fing ja schon mit PEGIDA an – nicht die heutige Härte und Schärfe gegen politisch Andersdenkende sowie ihre ausgeprägte Abgehobenheit und Volksferne kultiviertheit hätten. Es wäre manches doch unterschwelliger geblieben.
Andererseits wurde so aber in erfreulich klarer Weise deutlich, wie absolut fehlend und unterentwickelt bei unseren Mächtigen inzwischen der Wille entwickelt war, die Macht noch einmal zu teilen und die eigene Agenda auf den Prüfstand zu stellen. Es wurde deutlich, dass sie diese Agenda auf jeden Fall durchsetzen wollen.
Diese entlarvende und aufschlussreiche Demaskierung haben wir zweifellos den rechtspopulistischen Kräften zu verdanken.
Ich denke, dass das, was @Dirk Böttge schrieb – Sorge um den Platz an Fleischtöpfen – es im Allgemeinen aber eher trifft. Für die Anfangszeit trifft es auf jeden Fall zu und heute (neben anderem) auch noch.
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Es wird hier auch ein Effekt wirksam, den man das „Abbrechen der Brücken hinter sich“ nennen kann. Wenn man erstmal angefangen hat, geltendes Gewohnheitsrecht zu missachten (z.B. bei der Wahl der Bundestagsvizepräsidenten), wenn man erstmal angefangen hat, geltendes Recht nicht anzuwenden (Beispiel: Grenzöffnung von 2015, Abschiebungen), wenn man erstmal angefangen hat, Feindschaftserklärungen und moralische Verdammungsurteile gegen neue gesellschaftliche Kräfte zu verkünden und diese Kräfte dann auch wie Feinde zu behandeln, wenn man also die gebotene Fairness längst hinter sich gelassen hat – dann hat man eben die Brücken hinter sich ein Stück weit abgebrochen.
Zurück kommt man dann gar nicht mehr oder nur unter großem Gesichtsverlust! Exakt das will unser politisch-medialer Komplex aber um schon beinahe jeden Preis vermeiden, denn ihm schwant ganz richtig, dass er bei den dann anstehenden politischen Erschütterungen nicht nur die eigenen geliebten politischen Steckenpferde/Agenda wird vergessen können, sondern auch die eigene Machtstellung.
Ein solches Verhalten ist natürlich unklug und kurzsichtig, weil es nur die aktuelle Stellung und den eigenen Vorteil berücksichtigt und erst später erkennbar werdende Kollateralschäden ausblendet.
Aber so ist das in der Welt eben sehr oft.
Ich kann’s nicht oft genug wiederholen, die AfD (deren Freund ich aus etlichen Gründen nicht bin) wird die Wahl in Sachsen-Anhalt wohl gewinnen.
Der Grund ist einfach der/die Normalwählerin ist auch nicht doof, und erkennt die Doppel- oder sogar Nichtmoral unserer „Eliten“ glasklar – in der Außenpolitik z.B. wo man eine russische Regierung mal als faschistisch tituliert, aber den realen Faschismus in der Ukraine, den sogar Israels Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem und die polnische Regierung erkennen, einfach ignoriert, oder noch schlimmer weglügt.
In Syrien stürzt man einen säkularen Diktator namens Assad ersetzt in durch einen vorher mit millionenhaftem Kopfgeld gesuchten El-Kaida-Top-Terroristen, der nun international auf Wolf macht, der Kreide gefressen hat, während seine Kopfabschneider-Banden in Syrien weiter Kriegsverbrechen, und Massaker an der Zivilbevölkerung begehen, und natürlich Israel, dass in Gaza „einen Völkermord“ (eher massenhafte Kriegsverbrechen) begeht.
In der Innenpolitik erkennt sogar die Taz neuerdings „brünningsche Wirtschaftspolitik“ des BK Friedrich Merz, wie heute die Nachdenkseiten berichtet haben. Brüning machte genauso eine eiskalte Sozialabbaupolitik in wirtschaftlichen Krisenzeiten, die Hitler ebenso die Wähler zutritt wie nun Friedrich Merz mit seiner geschichtsvergessenen Wirtschaftspolitik der („rechtsextremen“) AfD die Wähler zutreibt, die in der Wirtschaftspolitik jedoch, dass steht sogar im AfD Wahlprogramm, keinen Deut besser ist als die NLEP Deutschlands im Berliner Reichstag („Neoliberale Einheitspartei Deutschlands“ – man sollte den Begriff massenhaft verbreiten, damit auch der letzte Michel/die Michelin es kapiert wir werden von wirtschaftspolitischen neoliberal-marktradikalen Fanatikern regiert).
Nein, wie gesagt man kann es nicht oft genug wiederholen, so wird der Kampf gegen eine „angeblich rechtsextreme“ AfD nix – Der eiskalte Sozialdarwinist Elon Musk darf sich wohl demnächst auf eine AfD-Kanzlerin Weidel in Deutschland freuen, die – wie bereits erwähnt man kann es nicht oft genug wiederholen – keinen Deut besser ist als der neoliberale Rest queerbeet durch alle Parteien in Deutschland 🙁
Traurige Grüße
Bernie
Nicht übel, die Analyse.
Es gibt da vom Satiremagazin Titanic einen netten Joke so von wegen „Unvereinbarkeitsbeschluss der CDU“ https://www.facebook.com/TitanicMagazin/posts/1299282588910319
Dass die vier Punkte eigentlich nur zwei sind (indem nämlich drei zu einem zusammengefasst werden können), ist nicht falsch beobachtet. Man wirft dem Verein, dessen Initialen ich nicht mehr sehen kann, eigentlich primär Außenpolitisches vor (das wirtschaftlich-(un)soziale „Noch mehr Brachial-Neoliberalismus wagen“ geht halt noch weiter, stößt aber kaum auf Kritik).
Auch Ihr Verweis auf Syrien ist treffend, wobei das auf Landesebene nicht die ganz große Rolle spielen dürfte.
Bernie: Nachdem heute morgen schon drei mal eine SMS der Telekom aufgeploppt ist,
in der sie auf mögliche Alarmmeldungen per Handy hinweist, bin ich mir nicht mehr
sicher, ob die Wahl am kommenden Sonntag überhaupt statt findet. Merz zieht sich
penetrant an dem angeblich russischen Drohnenangriff auf dem Leipziger Flughafen
hoch. Was, wenn Merz jetzt aus dieser pillepalle Aktion, die entweder von der Ukraine
oder vielleicht sogar vom deutschen Geheimdienst initiiert wurde, wirklich einen
Angriff der Russen zurecht bastelt und den Spannungsfall ausruft? So wie er sich jetzt
da in Meck-Pom und Sachsen-Anhalt verhält, sind ihm die Menschen in Deutschland
wirklich völlig wurscht. Ob er schon glaubt, dass die CDU Granden jetzt auch sogar
die AFD wählen, dass er seinen Wahlkampf auf die eigenen Leute konzentriert? Ich glaube
erst daran, dass die Wahl in Sachsen-Anhalt tatsächlich statt gefunden hat, wenn das
amtliche Endergebnis verkündet wird.
Die Realität holt meinen Kommentar schon ein. Wie RT schreibt, soll der „Anschlag“
mit den Drohnen in Leipzig jetzt tatsächlich den Russen angehängt werden. Der
Artikel 4 soll allerdings noch nicht bemüht werden. Kommt noch……abwarten !
@Inninör
Danke für Ihre Antwort.
So eben hörte ich von einem „neuen Anschlagsversuch“ über die Mainstream-Medien.
Seltsam? Die häufen sich ja jetzt anscheinend vor der Wahl in Sachsen-Anhalt?
Wer da wohl wirklich dahintersteckt?
Soweit ich weis haben die deutschen Geheimdienste ja neue Befugnisse erhalten…..
Mensch muss nur 2 und 2 zusammenzählen, um drauf zu kommen wer wirklich von „diesen Anschlagsversuchen“ profitiert…..Russland ist es nicht, die Ukraine auch weniger, da es ja um deutsche „innere Sicherheit“ geht…..aber Merz und Klingbeil…… 😉 🙁
Ich beziehe mich übrigens auf diese aktuelle Meldung:
https://www.gmx.net/magazine/panorama/verbrechen-vermisste/sprengvorrichtung-umspannwerk-brandenburg-gefunden-42675730
Mal sehen wieviel „Anschlagsversuche“ es noch auf dem Gebiet der ehemaligen DDR geben wird 😉
Dürfte spannend werden bis zur Wahl.
Sarkastische Grüße
Bernie
Eines fällt bei dieser Affäre ganz unter den Tisch: Es wurden in die Antonnows
auf dem Leipziger Flughafen sicherlich keine Windeln oder Klopapier geladen.
Es waren mit ziemlicher Sicherheit millitärische Güter aus Natobeständen. Gemäß
dem 2+4 Vertrag dürfen aber keine Natoaktivitäten auf dem Gebiet der ehem. DDR
statt finden. Wenn es sich tatsächlich um Kriegsgerät der Nato gehandelt hat, was
dort in Richtung Ukraine geflogen wurde, hat Deutschland zum wiederholten Male
gegen den 2+4 Vertrag verstoßen. Damit hätte Russland als Vertragsnachfolger der
Sowjetunion das Recht die Kriegshandlungen des II. Weltkrieges wieder aufzunehmen.
Unsere Gehinrakrobaten in der Regierung scheinen damit kein Problem zu haben.
Sie versuchen mit allen Mitteln einen Krieg mit Russland zu provozieren, den Deutschland
nie überleben kann. Warum machen die das?????
Ich glaube weiterhin nicht, dass die AFD die Mehrheit der Sitze im Landtag erreichen wird. Wissen kann ich das natürlich nicht, vermute aber, dass das Lager der Gegner zuletzt so viele Wähler mobilisieren kann, um das zu verhindern. Dann wurde ein neues 33 verhindert, Sachsen-Anhalt, Deutschland und die Welt können aufatmen und wer dann sehr starke Nerven hat, kann sich im TV die Sendungen nach der Wahl anschauen, die nur ein Thema haben werden: wir, die ganz Großartigen, die Hyperanständigen, die Einzigwahrendemokraten haben triumphiert und die Welt gerettet. Ich gehöre nach wie vor nicht zu denen, die sich eine AFD-Regierung wünschen. Ich will die nicht haben. Aber in Erwartung dessen, wie die Einheitspartei der Versager im Siegestaumel die eigene Großartigkeit feiert und seitenweise aus dem Großen Lexikon der gedroschenen Phrasen zitiert, befallen mich auch jede Menge unguter Gefühle. Ich werde in jedem Fall – egal ob es so kommt oder ich mich irre – zu den sicheren Verlierern des Abends gehören.
Vielleicht, was ich auch dem Autoren wünsche, kann das BSW einen Achtungserfolg erzielen. Ist zwar nicht sehr wahrscheinlich, aber wer weiß.
Also dann mal los und “ Völker der Welt schaut auf dieses Land „.
Oder so..
Zitat: „Ein Rechtsruck vollzieht sich in dieser Stadt schon seit Jahren, wie in sehr vielen anderen Kommunen Sachsen-Anhalts auch.“
Diesen Rechtsruck ➡️ gibt es aber nicht nur in dieser Stadt bzw. vielen anderen Kommunen Sachsen-Anhalt und nicht erst seit Jahren. Diesen Rechtsruck ➡️ gibt nahezu im gesamten Deutschland 🇩🇪 und bereits seit der „geistig-moralischen Wende“ eines gewissen Helmut Kohl von der „christlich-demokratischen“ Union.
Das war in den 1980er Jahren der West-BRD und vor der „Wende“ aka „Kehre“ 1989. Diesen „geistig-moralischen Wendehälsen“ war die Politik von Helmut Schmidt (SPD) und vor allem Willy Brandt (SPD, „mehr Demokratie wagen“) nämlich zu „sozial“ und nicht neoliberal und kapitalistisch genug.
2013 wurde dann die „Alternative“ für Deutschland“ gegründet. Gegründet wurde die 🔷 AfD von Neoliberalen und Konservativen, denen die Politik von CDU/CSU und FDP zu „sozial“ war. Diese Neoliberalen und Konservativen haben die 🔷 AfD inzwischen wieder verlassen. Geblieben ist noch der Ex-CDU-Politiker Alexander Gauland, der das Terror-Regime des Dritten Reiches von 1933 bis 1945 als „Vogelschiss in über 1.000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte“ inkl. Holocaust, Zweitem Weltkrieg und Euthanasie relativiert, beschönigt und verharmlost.
Auch die 🔷 Alice Weidel ist immer noch bei der blauen „Alternative“. Sie ist zwar kein Gründungsmitglied, aber seit dem Gründungsjahr 2013 dabei. Diese Amateur-Historikern bezeichnet den Rassisten, Antisemiten, Nationalisten, Militaristen und sozialdarwinistischen Rechtsextremen Adolf Hitler wahrheitswidrig als „Linken“ und „Kommunisten“.
@Opi
Du lobst ja die SPD ganz schön. „Sozialdemokraten“… Brandt? Schmidt? Bahr? Was steckt bei dir dahinter?
Hinschauen sollte man auch, wie Zelenski in der Ukraine mit seinen Kritikern verfährt:
https://youtu.be/-ZaRCAfsrJQ?si=KhBlL7XTeTO1pNa2
Nur noch einmal für die hier hausenden und in die Tasten schlagenden prima AfD-Anbeter:
Die AfD ist nichts weiter als eine neoliberale, sozialdarwinistische, antidemokratische, kapitalistisch-transatlantische Partei der Kapitaleliten mit seinem starken, deutsch-faschistischen Flügel.
Für die Wahl in Sachsen-Anhalt, wo ich mehrere Jahre selbst gewohnt und gearbeitet habe, hoffe ich, es sich genügend Menschen finden, die eine Alleinherrschaft der AfD unmöglich machen.
Sonst wanderst du aus?
BTW: Welche Parteien sollen denn in Sachsen-Anhalt „herrschen“? Die bisherigen?
Guck nicht so viel Fernsehen.
Ungesund für das eigene Urteilsvermögen ist auch Radio den ganzen Tag, auch im Auto.
„Die AfD ist nichts weiter als eine neoliberale, sozialdarwinistische, antidemokratische, kapitalistisch-transatlantische Partei der Kapitaleliten mit seinem starken, deutsch-faschistischen Flügel.“
Aha … und was sind die agierenden cducsuspdfdpgrünelinke?
„Ist das BSW eigentlich noch eine linke Partei?“
Was ist das für eine Frage?
Das BSW ist die einzige Partei, die noch klassische linke Werte vertritt:
– Friedenspolitik statt Kriegstreiberei
– Soziale Gerechtigkeit statt Plünderung des Sozialstaats
– Linker Internationalismus:
Unterstützung von sozialen Bewegungen in Schwellenländern mit dem Ziel der Verbesserung der dortigen
Lebens- und Arbeitsbedingungen, statt große Teile der Mittelschicht dieser Länder als billige Arbeitskräfte nach Deutschland zu holen, wo sie dann hierzulande die Löhne auf dem Arbeitsmarkt drücken und unser Sozialsystem belasten.
Die Tatsache, dass die BSW-Stimmzettel der letzten Wahl bis heute nicht nochmals ausgezählt wurden, trotz der Tatsache, dass Hochrechnungen der wenigen nochmals ausgezählten Wahlbezirke das BSW bundesweit auf deutlich über 5 % bringen, zeigt, dass für die hierzulande herrschende kollektive Macht von Regierung, Parlament, Justiz und Medien die weitere ungestörte Herrschaft der Regierung Merz/Klingbeil wichtiger ist, als eine korrekte Ermittlung des Wählerwillens.
Inzwischen setze ich meine Hoffnungen auf die Wähler in den neuen Bundesländern. Nur von dort ist eine Änderung unserer festgefahrenen und unser Land zerstörenden Politik zu erwarten, Die Menschen dort haben es bereits einmal geschafft, ein System zu stürzen, von dem sie genug hatten.
In meinem alten Westberliner Bekanntenkreis ist hingegen Hopfen und Malz verloren.
Menschen, die früher aktiv in der Friedensbewegung waren, glauben heute der diffamatorischen Angst-Propaganda von der Gleichsetzung von AfD und NSDAP. Ebenso unterstützen sie die massive Aufrüstung, um uns vor einem angeblichen Angriff Russlands zu schützen, den sie für 2029/30 erwarten.
Diese ehemaligen Friedensaktivisten wählen eine grüne Partei, die 1999 als sie in Regierunngsverantwortung war, den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen Jugoslawien mitgemacht hat. Heute, wo Russland das Gleiche in der Ukraine tut, mit ganz ähnlichen „Argumenten“ wie damals der Grüne Fischer („nie wieder Auschwitz“), ist diese Partei plötzlich erstmals gegen einen Angriffskrieg und will nicht etwa Frieden, sondern weiteren Kampf bis zur völligen Vertreibung des russischen Militärs aus der Ukraine. Mehrere Hunderttausend Soldatn sind für dafür schon auf beiden Seite gestorben. Wie viele sollen noch hinzukommen?
Brandgefährlich: Merz macht mit seiner „strategischen Partnerschaft“ mit der Ukraine, wobei er Langstreckenwaffen mit deutscher Kiegstechnik für die Ukrain in Deutschland fertigen lässt und diese dann aus der Ukraine ins russische Hinterland geflogen werden, wo sie u.a. auch russsische Zvilisten töten, Deutschland zum Ziel früher russischer Vergeltungsschläge, die früher oder später kommen werden, wenn Deutschland weiterhin die Angriffe auf Russalnd entscheidend unterstütz .
Solch einen Politik muss umgehend gestoppt werden!
Sie gefährdet Leib und Leben der Bevölkerung hierzulande.
Der Spruch, „es braucht ein Dorf, ein Kind groß zu ziehen“, bleibt wahr, auch wenn ein Modell wie Killary Clinton ihm zu Bekanntheit verholfen hat. Die Bezeichnung „Dorf“ sollte nicht wörtlich genommen werden, auch wenn der Spruch angeblich „aus dem afrikanischen Kulturkreis“ stammt. Das Wort „Kiez“ ist zu eng, besser passt das amerikanische Wort „hood“, aus dem der allzu oft unliebsame bis gehaßte „neighbor“ entfernt wurde. Auch ein archaischer tribe kennt solche Nachbarn und Angehörigen, für’s „soziale Lernen“ sind sie unabdingbar, so, wie die Eltern von „Heinzi“, dem Tunichtgut aus meinem Dorfe, die den Groll ihrer Eltern über den Verlust ihrer ostpreußischen Heimat und Besitzungen ererbt hatten. Oder die kinderlose Kapitänswitwe von angeblich mysteriöser Herkunft, der eine zweifelhafte Vergangenheit und sexuelle Freizügigkeit nachgesagt wurde.
Welche „hoods“ gibt es in Sachsen-Anhalt?
Ich weiß es nicht, aber eine Ahnung habe ich schon – nicht zuletzt dank einiger Dorfbekanntschaften in den 90ern und neueren Bekanntschaften aus dem „tiefsten“ MeckPomm. Sie haben mich an „The Misfits – Nicht Gesellschaftsfähig“ gemahnt, dem Film nach einem Buch von Arthur Miller, der sehr weitläufig ähnliche Szenerien aus der ruralen amerikanischen Nachkriegsgesellschaft gestaltet hat.
Götz Eisenberg hat gestern den Artikel „Heimatverlust: Die Wut trifft die Falschen“ auf TP veröffentlicht, den ich weitläufig gut heiße. Warum „weitläufig“?
Zum Beispiel deshalb, weil die Migranten, bzw. deren Abkömmlinge, die ganz unheimlich zum Thema des kleinen Essay zählen, in ihm nicht vorkommen!
Ich leihe mal spekulativ einem von ihnen meine Stimme:
„Ahh – du Opfer! Alle seid ihr SCHEISS-Opfer!“
Damit könnte der Migrantenabkömmling m/w auf die Kategorisierung reagieren, die Eisenberg dem Soziologen Zygmunt Bauman entlehnt: „Mixophilie“ und „Mixophobie“.
Das klingt wie eine „unschuldige“, phänomenologische Sortierung, ist es aber nicht! Es ist eine moralische Glyphe, die soziologisch standesgemäß zum theoretischen Polizeistandpunkt bestimmt ist. Die Kategorien taugen bruchlos zu Maßstäben einer Verwaltung, die dann logischerweis „Mixokratie“ geheißen zu werden verdient. In und unter ihr sind alle Subjekte, ausnahmslos, zu Opfern bestimmt.
Und eben das generiert die Logik der Eisenberg’schen Apologie eines Heimatempfindens, das es so, wie der Götz das aus der einschlägigen belletristischen und sozialpsychologischen Literatur klaubt, einfach nicht gibt. Auf keinem Schiff!
Das sage ich mit der Autorität eines Menschen, der von 1976 bis 2010 – wenngleich mit einigen längeren Unterbrechungen – seine tribes in zwei Berliner Kiezen nicht allein gefunden, vielmehr mitgestaltet hat.
„Tut doch mal was!“
Ja, das haben wir getan. Und auch einige Leute aus dem Dorf in MeckPomm, in dem es zwar m.W. keine einzige Migrantenfamilie, dafür aber etliche Exilierte, „Vertriebene“ bis opportunistische Neuansiedler aus dem Berliner Raum gibt, tun etwas – Unternehmungen, die der Bildung von AFD-hoods zwar entgegen stehen, aber nicht nachbarschaftlich entgegen gesetzt werden.
Warum habe ich Eisenbergs Artikel oben „gut“ geheißen – nur, um ihn anschließend zu zerreißen?
Nö. Der Götz spielt einfach auf einer anderen Ebene. Seinen tribe umreißt er ja hinreichend in dem Artikel.
Es ist die platforme selbsternannter und aktuell überwiegend und zunehmend eingebildeter Vorzugsmenschen, genannt „Intellektuelle“. Er schreibt nicht über Heimat, sondern über den gleichnamigen belletristischen, soziolgischen, sozialpsychologischen und am Ende bürokratischen Titel, und diesen Titel ordnet er „als ein Linker“ historiographisch auf eine Weise ein, über die ich sagen kann: Sie ist nicht verkehrt. Wenngleich auch nicht richtig.
Der spätkapitalistische Bürger hat in Deutschland seit pi mal Daumen 1945 genau eine Heimat, das ist er selbst, seine mit lauter Insignien seiner Tugenden, Erfolge und Niederlagen aufgeschmückte, zerbrochene Monade, in die er sich mit den Fenstern Empfindsamkeit und Berechnung einhaust.
Das begründe ich hier nicht zum x-ten Male.
Warum so viel Schönfärberei und Kreidefresserei?
Werden wieder Nachbarn an Hitler, Pardon Höcke, schreiben, dass „das mit den Ausländern“ schon richtig sei, aber die Nachbarn nebenan, die seien doch gar nicht so, und zu verschonen?
In seinem Regierungs-Sofortprogramm kündigt der oberste AfD-Kreidefresser an, dass er 4800 Menschen sofort abschieben und dafür in Lager, umgebaute Landeserstaufnahmeeinrichtungen (LAE), einsperren will. Auch weitere Grausamkeiten des Remigrations-Politikers blendet der Autor komplett aus.
Schöne heile Welt… auch das BSW soll NOCH LINKS sein. Liegt die Betonung auf noch? In meinem Umfeld gibt’s mehrere Linke, die wurden bereits rausgeekelt oder sind ausgetreten.
Wird die BSW noch einmal als Hebel eingesetzt um die AfD zu verhindern? Interessant wäre eine Presseschau darüber, wie BSW die letzten Tage im Gehirnmassierfunk präsent war und dargestellt wurde.
Haben die es nicht sogar mal geschafft, die „Linke“ aus der 5%-Versenkung auf 10% zu hiefen. Das können die auch mit BSW wenn es dem Ziel des Machterhalts der Altparteien (und deren Herren) dient.
Leider gibt es bei AfD, BSW oder auch bei DieBasis schon allzuviele Schläfer und U-Boote.
Es wäre wirklich mal an der Zeit, dass bewiesen wird, dass Wahlen ETWAS ÄNDERN KÖNNEN!
Und mit ÄNDERN ist natürlich nicht nur ein Farben- und Fahnenwechsel und andere Schminke gemeint – sondern dass die BRD aus dem seit Jahrzehnten ständigen Niedergang und der wirtschaftlichen und sozialen Ausbeinung und primitven Hörigkeit herauskommt. Und vor allem, dass das Kriegsgeschrei gegen Russland aufhört.
Mal sehen in welcher Form die Wahl eine Überraschung ist: entweder mit einem überraschenden Ergebnis – oder mit einer überraschend krassen Wahlfälschung?
Wriklich ein Phänomen:
man kann hier jedem einzelnen Kommentar ansehen, ob er von bezahlten PR-Agenten oder von Normalbürgern geschrieben sind.
Traurig das Ganze. So viele, die bei der Größtenverarscheallerzeiten mitspielen. Billige Schranzen.
Lackierte Landschaften sind keine „blühenden Landschaften“, die der ehemalige Bundeskanzler Kohl einst so großspurig versprochen hatte. Statt blühender Landschaften kam Deindustrialisierung Ost, aber immerhin mit frischen Fassaden, neuen und reparierten Straßen und manch überdimensioniertem Klärwerk. Nach gründlicher Desillusionierung über den von oben nach unten durchregierenden SED-Staat, der das als „Volksdemokratie“ verkauft hatte, wartete auf die „Ossis“ die nächste bittere Lektion in Sachen Vertrauensverlust, diesmal in die Demokratie westlichen Stils. Ich vermute, die Schadenfreude über die Mandatsverluste der „Altparteien“ dank Mandatsgewinnen der AfD wird auch nicht so lange anhalten und einer Ernüchterung weichen …, warten wir ab, wie lange dieser Prozess dauern mag.
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