
Eine Aufforderung zum Mitdenken.
Weltweit wird atomar aufgerüstet. In Europa und Deutschland wird der „nukleare Schutzschirm“ wieder als Garantie der Sicherheit diskutiert. Dabei zeigen schlagende Argumente, wie atomare Abschreckung ebenso gut in die Katastrophe führen kann. In gebotener Kürze habe ich neun Hauptargumente zusammengestellt. Frage an die Leserinnen und Leser: Gibt es Einwände oder Verbesserungsvorschläge? Schreibt es in die Kommentare!
Erstes Argument: Atomare Abschreckung ist ohne wissenschaftliche Basis
Der Glaube an den „atomaren Schutzschirm“ ist ein haltloses Konzept. Es fehlen die empirischen Grundlagen, um zu beweisen, dass es verlässlich ist. Im Laufe des Kalten Kriegs stand die Abschreckung mehrfach vor dem Zusammenbruch. Während der Kubakrise 1962 oder 1983, als ein sowjetischer Offizier den Atomkrieg gerade noch verhindern konnte. Es gab noch weitere Fast-Atomkriege. Dagegen basieren Aussagen über die Schutzwirkung von Atomwaffen auf wackeligen Füßen. Es handelt sich um ausgedachte Hypothesen, die unüberprüfbar sind. Es gibt Experten, die an sie glauben und Experten, die sie bestreiten.
Der Atomwaffenexperte der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik, Peter Rudolf, einer der wenigen ausgesprochenen Spezialisten der atomaren Abschreckung in Deutschland, sieht es so: „Bei der nuklearen Abschreckung handelt es sich um ein Konstrukt, ein System von nicht verifizierbaren Annahmen, das geradezu ideologischen Charakter hat. Abschreckungspolitik beruht auf Axiomen, für die es keine empirische Evidenz im wissenschaftlichen Sinne gibt, sondern allenfalls anekdotische Evidenz, deren Interpretation also glaubensgeleitet ist. Der Glaube an die nukleare Abschreckung ist ebendies – ein Glaube.“1
Sollen wir unser Überleben von Hypothesen anhängig machen, die nicht streng überprüfbar sind oder gar einem Glauben? Brauchen wir nicht mehr Gewissheit, wenn es um Leben und Tod so vieler Menschen geht?
Zweites Argument: Kollabiert Abschreckung, vollzieht sich die historisch größte jemals erlebte Katastrophe
Zahlreiche wissenschaftlich Studien machen es hoch wahrscheinlich: Selbst ein kleiner und begrenzter Atomkrieg wird die Zivilisation rund um den Globus zerstören. Der Einsatz von Atomwaffen könnte zu einer absolut einmaligen, ja der größten nur denkbaren Katastrophe der gesamten menschlichen Geschichte führen. Das liegt vor allem am „nuklearen Winter“, der monatelangen Verdunkelung der Atmosphäre. Die dadurch erzeugte Abkühlung wird Ernten vernichten und zu katastrophalen Hungersnöten führen. Anschließend brauchen wir auch keinen Klimaschutz mehr, da das Weltklima zerstört wäre.2 Im Atomkrieg gibt es deshalb weder Sieger noch Besiegte. Für die Menschheit begänne ein unvorstellbarer Leidensweg und möglicherweise ihr Untergang.
Was ist das für eine „Sicherheit“, die mit der Möglichkeit des historisch größtmöglichen Infernos erkauft wird? Niemand, der für atomare Abschreckung eintritt, kann versichern, dass ein solches Desaster verbindlich und garantiert niemals eintreten wird. Weil also die Frage der atomaren Abschreckung mit der unabweisbaren Möglichkeit des Zivilisations- oder Weltendes verbunden ist, handelt es sich um die wichtigste aller Fragen überhaupt. Das ist früher einmal erkannt worden, gegenwärtig wird es ignoriert.3
Drittes Argument: Im Hinblick auf Atomwaffen sollten Warnungen stärker gewichtet werden als optimistische Behauptungen
Dieses Argument stammt von dem prominenten Philosophen Hans Jonas. Er bezog es auf Umweltfragen, etwa die Klimaerwärmung. Das Argument gilt unabhängig von der jeweiligen Positionierung für oder gegen die atomare Abschreckung und erzwingt bereits eine Entscheidung noch bevor endgültig klar ist, welche Überzeugung hier die zutreffende ist.
Es lautet so: Wenn wir nicht sicher wissen, ob sich eher die positive Voraussage (Atomwaffen bieten einen sicheren Schutzschirm) oder die negative bewahrheiten wird (Abschreckung mit Atomwaffen wird eines Tages kollabieren), gilt das Prinzip Vorsicht. Dann sollte der schlechten Prognose vor der guten der Vorzug gegeben werden.4
Denn die unterschiedliche Sichtweise ist auch Ausdruck der Tatsache, dass die Wahrheit strittig ist und – unabhängig von der eigenen Position – Fragezeichen anzubringen sind. Der Streit unter Experten zeigt deutlich: Was im Hinblick auf die Abschreckungsfrage richtig und was falsch ist, wissen wir nicht so sicher, dass wir jeden davon überzeugen könnten. Steht eine Schulklasse bei einer Wanderung vor einer Brücke, deren Sicherheit verschieden beurteilt wird, so entscheidet der verantwortungsbewusste Lehrer, diese Brücke besser nicht zu überqueren. Und das auch dann, wenn er selbst die Brücke für eher stabil halten sollte.
Unabhängig von eigenen Überzeugungen ist die Brücke über den Abgrund der atomaren Vernichtung also entweder eine sichere Brücke oder sie ist unsicher und wackelig. Berücksichtigt man, was Experten bislang dazu vorbrachten, ist beides möglich. Daher ist es unverantwortlich so zu tun, als existiere hier ein wissenschaftlicher Konsens und als gebe es keine ernsthaften Einwände gegen die Abschreckung. Das aber ist leider die Position der Entscheider.
Viertes Argument: Atomare Abschreckung ist ein Glücksspiel
Was in den Augen vieler unsere Sicherheit erhöht, gleicht nach anderer Lesart einer riskanten Wette oder einem Glücksspiel. Die Begründung für Letzteres hat der Journalist Leon Wieseltier so auf den Punkt gebracht: Nukleare Abschreckung sei „das einzige politische Konzept, das total versagt, wenn es nur zu 99,9 Prozent erfolgreich ist.“5
Wie viel Glück gehört dazu, wenn politisches (oder militärisches) Handeln stets total erfolgreich sein muss? Immer: das heißt während sämtlicher politischer Krisen und auf unbegrenzte Zeit! Gab es jemals ein menschliches Konzept, das völlig fehlerfrei war? Kann auf unabsehbare Zeit garantiert werden, dass niemals ein Irrtum unterläuft? Oder ist die „Sicherheit“ der atomaren Abschreckung nicht eher ein faules Versprechen, das wichtige Erfahrungen in den Wind schlägt?
Fünftes Argument: Atomare Abschreckung widerspricht der Demokratie und dem Rechtsstaatsprinzip
Atomare Abschreckung hat es mit dem Leben und Sterben unzähliger Menschen zu tun. Was möglicherweise so folgenreich, auf jeden Fall aber so fragwürdig ist, muss öffentlich verhandelt, es muss ein demokratischer Konsens hergestellt werden. Dieser aber fehlt. In höchstem Maße undemokratisch ist die Tatsache, dass weltweit weniger als zehn Personen über den Einsatz von Nuklearwaffen entscheiden und das ohne die Zustimmung demokratisch gewählter Gremien.6
Ähnlich sieht es im Hinblick auf die Rechtsstaatlichkeit der atomaren Abschreckung aus. Zu den grundlegenden Rechtsstaatsprinzipien gehört die Auffassung, dass Grund- und Menschenrechte „vorstaatlicher“ Natur sind und daher – so die Formulierung des Deutschen Grundgesetzes – in ihrem Wesensgehalt niemals angetastet werden dürfen. Atomare Abschreckung impliziert jedoch Situationen, in denen selbst das Recht auf Leben nicht mehr gilt, also abgeschafft ist. Bezeichnenderweise auch für die Menschen in anderen Ländern oder Erdteilen.
Denn: Kollabiert die atomare Abschreckung, kommt es zu einem Massensterben weltweit.
Die meisten der Betroffenen hätten nichts mit den auslösenden Konflikten zu tun. Billigend würden die atomaren Konfliktparteien deren Leiden und ihren Tod in Kauf nehmen, da die Wirkung von Atomwaffen nun einmal nicht zu begrenzen ist. Atomkrieg ist daher nichts anders als Massen- und Völkermord. Das ist im Übrigen der Grund, weshalb Gegner der Abschreckung Atomwaffen für zutiefst unmoralisch halten.
Sechstes Argument: Das Funktionieren der Abschreckung basiert auf einem realitätsfremden Axiom
Dieses Axiom lautet, dass Abschreckung nur sicher ist, sofern alle Beteiligten rational handeln.
„Rationalität“ bedeutet hier, dass jeder Akteur stets im Sinne seines eigenen objektiven Vorteils agiert. Unvorteilhaft wäre es aber, sich durch die Verwendung von Atomwaffen selbst zu schädigen. Daher werde es zu keiner atomaren Auseinandersetzung kommen.
Diese unbeweisbare Voraussetzung ist auffallend widersprüchlich. Denn würden alle stets einsehen, dass der Einsatz von Atomwaffen unvorteilhaft ist, könnte man auf diese Art der Bewaffnung verzichten. Rational gesehen läge niemals ein Grund vor, von Atomwaffen Gebrauch zu machen. Sie zu bauen oder aufzustellen wäre Geldverschwendung. Wer atomar abschreckt, unterstellt aber, andere könnten dennoch zu Atomwaffen greifen und zwar, weil rationales Verhalten im definierten Sinn nicht garantiert werden kann. Das ist zugleich die Negierung des Axioms und ein Eingeständnis, dass Atomkriege möglich sind.
Implizit geht die Abschreckungstheorie also davon aus, dass in unser Welt auch Irrationalität eine bedeutende Rolle spielt. Das heißt: Niemand weiß wirklich, unter welchen Umständen ein atomar bewaffneter Akteur von dieser Technologie Gebrauch machen wird. Völlig realitätsfremd ist die Vorstellung, Machthaber, Diktatoren, aber auch demokratisch bestellte Staatenlenker würden ausschließlich umsichtig, weise und human handeln. Ein Konzept, dass auf so realitätsfernen Prämissen basiert, kann auf Dauer nicht funktionieren.
Siebtes Argument: Abschreckung muss glaubhaft sein und tendiert daher in Richtung Kollaps
Atomare Abschreckung basiert auf der glaubhaften Zusicherung, dem Gegner notfalls einen gewaltigen Schaden zuzufügen. Unglaubhaft sind Atomwaffen, wenn man garantiert, sie unter keinen Umständen einzusetzen. Wer Atomwaffen niemals einsetzen will, wird sich keine anschaffen. Denn: Atomwaffen zu besitzen oder über sie zu verfügen, ohne sie jemals verwenden zu wollen, ist ein Widerspruch. Um den zu kaschieren, wird der eigenen Bevölkerung vorgemacht, der Atomkrieg werde durch diese Waffen verhindert, während man dem Gegner das Gegenteil suggeriert oder sogar den Ersteinsatz androht. Nur Indien und China haben deutlich auf den Ersteinsatz verzichtet. Aber auch Indien und China müssen versichern, dass sie unter Umständen zum Atomkrieg bereit sind. Andernfalls entfiele die Abschreckungswirkung ihrer Nuklearwaffen.
Die glaubhafte Signalisierung, notfalls Atomwaffen zu verwenden, nutzt verschiedene Wege. Einer davon ist die Aufrüstung mit Atomwaffen. Diese braucht keinen Kommentar, denn wer sich Atomwaffen anschafft, würde sie auch nutzen und der Gegner weiß das. Der Besitz solcher Waffen kann auch mit expliziten Drohungen verbunden werden. Man deutet auf seine Waffen und warnt den Gegner. Säbelrasseln also. In Krisensituationen wird Glaubhaftigkeit aber am häufigsten durch demonstrativ bedrohliches Verhalten angezeigt. Dann signalisieren Atommächte deutlich, dass sie jederzeit zum Nuklearkrieg bereit sind. Diese „Politik am Abgrund“ ist als Nervenkrieg gedacht. Wer knickt zuerst ein? Knickt keiner ein, wird atomar zugeschlagen, denn der demonstrativen Drohung müssen Taten folgen, wenn Atomwaffen ihre einschüchternde Wirkung behalten sollen.
Die Kuba-Krise war eines von mehreren Beispielen für dieses Vorgehen. Wie Historiker wissen, rechneten die Akteure damals ganz bewusst mit dem Weltuntergang, denn ein atomarer Konflikt wäre damals sofort in den interkontinentalen Schlagabtausch übergegangen. Dass die Kuba-Krise dennoch gut endete, war reines Glück.
Achtes Argument: Je perfekter die militärische Technik, desto fragiler wird die Abschreckung
Militärtechnischen Innovationen zielen darauf, die Wirkung der eigenen Abschreckung zu erhöhen und die des Gegners zu unterlaufen. Schon von daher macht das den Atomkrieg wahrscheinlicher. Technologische Vorteile können also zugleich Nachteile für die Sicherheit sein. Am deutlichsten wird das im Hinblick auf die Konstruktion immer schnellerer Raketen. Sie erreichen unterdessen zwanzigfache Schallgeschwindigkeit. Zudem werden sie gerne möglichst nahe am Gegner positioniert. Wenn gegenseitige Abschreckung auch darauf beruht, dass der Gegner zweitschlagsfähig bleibt („wer zuerst schießt, stirbt als zweiter“), spielen Geschwindigkeit und Entfernung eine große Rolle.
Deshalb versuchen sich Atommächte durch Frühwarnsysteme zu schützen. Je rascher aber Raketen zielgenau anfliegen, desto kürzer werden die Vorwarnzeiten. Oft betragen sie nur wenige Minuten. Was technisch gesehen ein Fortschritt ist, ist im Hinblick auf die Sicherheit ein Nachteil. Denn die Technik unterläuft jedes menschliche Maß. In wenigen Minuten kann niemand entscheiden, ob Meldungen der Frühwarnsysteme zutreffen.
Daher wird die Entscheidung über Krieg und Frieden automatisiert. Sie wird an Computertechnologie und Künstliche Intelligenz delegiert. Mehrfach schon haben Informatiker und KI-Spezialisten gewarnt: Diese Automatisierung funktioniert nicht! Sie macht den Atomkrieg aus Versehen und gegen unseren Willen hoch wahrscheinlich.7
Neuntes Argument: Abschreckung ist keine Sicherheitsgarantie, sondern die Garantie des Untergangs
Dass der Atomkrieg nicht nur wahrscheinlich, sondern unvermeidlich ist, beruht auf einem statistischen Argument. Existiert dauerhaft die Möglichkeit, dass etwas geschieht, wird es im Laufe der Zeit tatsächlich geschehen. Der Volksmund hat das in einem Sprichwort ausgedrückt: Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht. Im Hinblick auf das Thema Abschreckung sagt es der Mathematiker, Philosoph und Nobelpreisträger Bertrand Russell so: „Was die nukleare Konfrontation angeht, so so kann man unter Umständen annehmen, dass zwei Seiltänzer zehn Minuten balancieren können, ohne abzustürzen. Aber nicht zweihundert Jahre.“8
Etwas konkreter der ehemalige Direktor der kardiologischen Abteilung der Harvard School of Public Health Bernhard Lown, der Mitbegründer der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs (IPPNW): „Man hat uns durch Experten versichern lassen, der Atomkrieg werde nie stattfinden. Aber die elementaren Gesetze der Wahrscheinlichkeit lehren uns, dass selbst ein so geringfügiges jährliches Risiko von nur 1 % zu einer Wahrscheinlichkeit von 40 % kumuliert, wenn man es für die zu erwartende Lebenszeit der heutigen Jugend hochrechnet. Es ist eine statistische Gewissheit, dass eine ständige Schussbereitschaft nicht als Dauerzustand fortbestehen kann. (…) Bislang ist der Welt die Katastrophe erspart geblieben, aber unser Glück ist zerbrechlich. Der Atomkrieg ist ein Schicksal, das darauf wartet, sich zu ereignen.“9
Wegen der großen Bedeutung dieses Arguments noch eine dritte Formulierung (von Horst Afheldt auf Grund von Aussagen von Carl Friedrich von Weizsäcker): „Soll die Abschreckung über lange Zeit glaubwürdig bleiben, muss die Wahrscheinlichkeit des Einsatzes dieser Waffen über lange Zeit größer als Null sein. Ist diese Wahrscheinlich aber konstant größer als Null, so wird sie über sehr lange Zeiträume gleich 1, der Krieg also sicher.“10
Schlussfolgerung
Das Konzept der atomaren Abschreckung ist verantwortungslos und unmoralisch. Es nimmt in Kauf, dass das größtmögliche historische Inferno irgendwann unvermeidlich eintritt und dabei ein Massen- und Völkermord stattfindet. Selbst das Ende der Menschheit kann nicht ausgeschlossen werden. Daraus resultiert eine einfache Logik: Entweder wir schützen das Leben auf diesem Planeten, indem wir auf diese Waffen verzichten, oder wir Tanzen auf dem Vulkan, bis es zur sicheren Endkatastrophe kommt.
Weil es Menschen gibt, denen dieses bewusst ist, wurde 2021 der UNO-Atomwaffenverbotsvertrag beschlossen (AVV). Bis zum September 2024 sind ihm 94 Staaten beigetreten, Deutschland nicht. Wer möchte, dass auch unserer Kinder und Kindeskinder menschlich leben können, sollte sich dafür einsetzen. Etwa indem er nur Abgeordnete wählt, die sich hier engagieren.
Quelle
1 Peter Rudolf: Welt im Alarmzustand. Die Wiederkehr der nuklearen Abschreckung, Bonn 2022, S. 128.
2 s03021_gp_auswirkungen_atomwaffen_d_studie_07_2020_fly_fin_neu.pdf (greenpeace.de) (2.2.2025) – www.atomwaffena-z.info | Atomwaffen A-Z (20.03.2025) – An India-Pakistan nuclear war could kill millions, threaten global starvation | CU Boulder Today | University of Colorado Boulder (25.7.2024) – Ehrlich, Paul R., Sagan, Carl: Die nukleare Nacht, Die langfristigen klimatischen und biologischen Auswirkungen von Atomkriegen, Köln 1983 – Bach, Wilfried: Der nukleare Winter, Der sicherste Weg zum kollektiven Selbstmord, in: Bastian, Till (Hg.): Wir warnen vor dem Atomkrieg. Dokumentation zum 5. Medizinischen Kongreß zur Verhinderung des Atomkrieges in Mainz, Neckarsulm 1986. – Stehen wir vor der Superkatastrophe? | Overton Magazin
3 Hans-Peter Waldrich: Philosophen gegen die Bombe. Wie wir der herrschenden Apokalypse-Blindheit trotzen, in: Blätter für deutsche und internationale Politik, 7/2020.
4 Hans Jonas: Das Prinzip Verantwortung. Versuch einer Ethik für die technische Zivilisation, Frankfurt am Main 1984, S. 63ff.
5 Zit. nach: Ines-Jacqueline Werkner: Friedens- und Konfliktforschung. Eine Einführung, München 2020, S. 218f.
6 Ohne Kontrolle: Wer entscheidet über Atomwaffeneinsätze? | Overton Magazin
7 Atomkrieg aus Versehen – www.atomkrieg-aus-versehen.de
8 Zit. nach: Arthur Kaufmann : Gerechtigkeit, der vergessene Weg zum Frieden, München 1986, S. 60f.
9 Bernhard Lown: Zur Dringlichkeit moralischer Empörung, in: Gemeinsam leben – nicht gemeinsam sterben! Dokumentation des 6. Weltkongresses der IPPNW in Köln, hrsg. v. Till Bastian, Karl Bonhoeffer, Nick Bramley, München 1987, S. 119 – 121, zit. S. 119.
10 Zit. nach: Ernst Tugendhat: Nachdenken über die Atomkriegsgefahr und weshalb man sie nicht sieht, Berlin 1986, S. 55f.





Das siebte Argument negiert alle anderen und erklärt die Logik hinter der atomaren Abschreckung: Die Drohung, dass die gesamte menschliche Zivilisation ausgelöscht werden könnte, ist doch gerade der Wirkmechanismus der Abschreckung. Damit sind alle diesbezüglichen Gegenargumente und Warnungen hinfällig: Die unglaubliche Gefahr durch unvorstellbare Waffengewalt ist genau der Grund für atomare Aufrüstung.
Dazu zählt auch die Frage, ob die gewünschte Wirkung überhaupt existiert. Wenn man diese Frage beantworten könnte, hätte atomare Abschreckung gar nicht erst ihre postulierte Wirkung.
Ob es das Risiko wert ist? Das muss die Gesellschaft entscheiden. Egal, wie man sich entscheidet: Für viele Jahre wird man sich für die richtige Entscheidung beglückwünschen können, bis man sehr schlagartig zweifelt, ob die andere Option nicht doch besser gewesen wäre. Und selbst dann – hinterher – ist man nicht schlauer.
> Das siebte Argument negiert alle anderen und erklärt die Logik hinter der atomaren Abschreckung
Ich finde, dass eigentlich alle Argumente eher weich sind.
Man kann nicht als erstes Argument formulieren, dass es keine wissenschaftliche Basis für die Wirkung der atomaren Abschreckung geht und 80 Jahre Atomwaffenexistenz ignorieren. In der Wissenschaft nennt sich das Evidenz.
Google-KI: Evidenz bezeichnet im wissenschaftlichen und medizinischen Kontext die Gesamtheit der besten verfügbaren Erkenntnisse und Daten, die als Beleg für die Wirksamkeit oder Richtigkeit einer Aussage oder Maßnahme dienen.
Gleich Argument zwei beschäftigt sich mit Studien, die sich mit einem Abschreckungskollaps also einem beschränkten Atomkrieg beschäftigen. Das sind nun aber tatsächlich wissenschaftliche Arbeiten, die ohne Evidenz arbeiten. Es scheint, dass bei den Studien der radioaktive Winter gemeint ist.
Wenn man aber von einem beschränkten Atomkrieg spricht, kann man sich Hiroshima und Nagasaki anschauen. Fragt man (aus reiner Bequemlichkeit 😉 wieder die KI, welche Hinweise es danach auf einen atomaren Winter oder Ähnliches gab, berichtet sie von
1) großen Feuerstürmen. Die gab es auch in bsw. Dresden und Hamburg.
2) Lokale Verdunkelung. Nun ja, schlimmes Gewitter.
3) Schwarzen Regen, giftig, vgl. Vulkanausbrüche.
4) Lokale Abkühlung, aber in Verbindung mit der starken, auch konventionellen Bombardierung von insgesamt 69 japanischen Städten.
Das dritte Argument dann: Vorsicht.
Ich weiß, ehrlich gesagt nicht, was ich mit diesem Argument anfangen soll. So funktioniert der Mensch nicht.
Usw.
Bitte nicht falsch verstehen. Ich bin sehr an Frieden interessiert aber sehe, nachdem Atomwaffen in der Welt sind, keinen Hinweis, dass sie bisher besonders schädlich gewirkt haben. Nimmt man Hiroshima und Nagasaki als kalt kalkulierten Machbarkeitsproof, haben diese Einsätze und der vieltausendfache Mord die Ikonifizierung der Atombomben als bisher stärkste Abschreckungswaffen geschaffen.
Heute ist auf den Nachdenkseiten wieder die Lancet-Studie erwähnt, die besagt, dass jährlich eine halbe Million Menschen wegen Sanktionen sterben. Aber haben Sanktionen wirklich ein Abschreckungspotential, das nur annäherungsweise mit dem von Atombomben vergleichbar wäre und verursachen sie nicht viel mehr Tote und für noch viel mehr Menschen Armut, Elend und Krankheit?
Sollte man sich an der Front publizistisch/aktivistisch engagieren?
Ich denke, dass die atomare Bewaffnung zur Zeit in einem einigermaßen verträglichen Zustand schwebt. Bei den Großmächten kann man selbst mit Trump diesbezüglich imperiale Vernunft beobachten. Bei den kleineren und mittleren Atomstaaten kostet die Pflege des atomaren Inventars so viel Geld, dass für konventionelles wenig übrig bleibt, was die Kriegsbereitschaft sehr schwächt. Letztlich ist derzeit nur Israel ein unsicherer Kandidat, wo ich denke, dass genug ausländische Unterstützung (USA, EU) und fundamentalistische Radikalität (Fokussierung auf Iran) vorhanden ist, dass eine Einsatz bei einer Eskalationsentwicklung eine gewisse Wahrscheinlichkeit hat.
Ich denke deswegen z.B., dass die USA nach der iranischen Ankündigung, jeden Angriff mit einem breiten Gegenangriff zu beantworten, nicht doppelt, sondern zig-fach starke Wirkung hatte. Eben weil auch die USA wissen, dass in Israel Endzeit-Fantasten nahe den Hebeln bzw. Knöpfen der Zerstörung sitzen.
Atomare Abschreckung, aber mal anders.
Viele Leute in Deutschland leiden doch vor einer Paranoia bezüglich Russen und Klimaerwärmung. Sie nehmen gerne das Risiko eines Atomkriegs in Kauf, damit die Russen nicht kommen. Nun steht hier ein Atomkrieg bewirke auch den „„nuklearen Winter“, der monatelangen Verdunkelung der Atmosphäre. Die dadurch erzeugte Abkühlung wird Ernten vernichten und zu katastrophalen Hungersnöten führen. Anschließend brauchen wir auch keinen Klimaschutz mehr“. Das ist doch Musik in den Ohren der Klimaparanoiker, und eine Chance, die Erde vor dem Hitzetod zu bewahren.
„vor einer Paranoia bezüglich Russen und Klimaerwärmung“
Das hat hat ja nicht lange gedauert bis die Physik-Deppen hier aufkreuzen.
@ Ceeh
Aha, also der Oberdepp ist ist auch schon da. Sonst noch irgendwelche weltbewegende Erkenntnisse mit denen du uns den Tag versüßen möchtest.
@guazu: Bezüglich der Klimaerwärmung hat er allerdings mal ausnahmsweise recht, ob‘s Ihnen passt oder nicht.
Man muß sich das so vorstellen wie damals bei den Dinos. Da solls ja auch – vor 66.000 Jahren in etwa – nach dem Reinplotzen eines Felsbrockens aus dem vorderen Universum ja ähnliche Folgen gegewben gaben. Selbst der Tyrannosaurus Rex war einfach nur wech. Nur kleine Säuger sollen überlebt haben, behaupten die Experten und andere kleinere Spezies wie bspw. Kakerlaken. Und das auf dem ganzen Planeten. Es besteht also durchaus Hoffnung, wenn demnächst auf vielfachen Wunsch einiger Weniger (nein, ich nenne jetzt keine Namen) – warum auch immer, vielleicht auch und gerade wegen der Aktienkurspflege von Rheinmetall, Renk et al – dann der finale Erstschlag nuklearer Art erfolgt. Wissen wir doch schliesslich – dank dem erfüllten Bildungasauftrag von zdfInfo&Co. – dass zwar weltweit die große Ausführung des Säugers ‚homo sapiens sapiens‘ nicht mehr überlebt haben wird. Weil ihm dank des nuklearen Winters daa ‚Grünzeug‘ abhanden gekommen ist, das ihm doch sowieso wegen des Klimawandels alsbald vertrocknet wäre. Nur die kleinen Säuger, so wie einst die Mäuse, die Ratten, können sich noch retten oder aus den einst furchteinflössenden Flugdinos die Vögel mutierten. Soll ergo heißen, die heutigen Pygmäen werden durchaus noch eine Zukunft haben. Und aus der einst elitären Jetset-Elite dürfte maximal sowas wie jene Krähen von Hitchcock werden, die sich bestimmt wieder gegenseitig keine Augen raus hacken.(unser Motonome wird also wieder recht behalten).
Mischa
66.000 Jahre? Ist das eine Neu-Berechnung aus der bibelfesten Fraktion?
Nee, nur ein Test ob einer hier merkt, dass da drei Nullen mehr ganz gut gepasst hätten. Aus guten Gründen werdeb facts von mir nicht ungeprüft beigezogen. Man weiß ja sonst nicht, was einem angehängt wird.
Vor diesem Post fand ich den ersten Post amüsant.
Jetzt frage ich mich, ob der Solitude-Bio-Bot sich wirklich fragt, ob andere Bots noch botiger sein können?
Und übrigens, genau betrachtet bedeutet das ja „Vorteil Wärmepumpenindustrie vs. der von Klimaanlagen“. Schauen wir mal, wer bei diesem Spielchen die Arschkarte ziehen wird.
@Torwächter: „Das ist doch Musik in den Ohren der Klimaparanoiker und eine Chance, die Erde vor dem Hitzetod zu bewahren.“
Bei dem Thema kann man sich 100%ig drauf verlassen, dass von Ihnen nur hirnverbrannter Stuss kommt.
MAD gab es auch nach 1990, allerdings hat Putin 2014 den Kontext verändert und jetzt setzt der Donald noch einen drauf. In Folge wird es jetzt eine Änderung der MAD-Architektur geben.
https://video.twimg.com/amplify_video/1896218732407500800/vid/avc1/880×576/rTNehdC__b9lwQvM.mp4
MAD wird auch nie mehr verschwinden solange es eine Zivilisation mit nuklearen Fähigkeiten gibt. Die Architektur die es bis 2014 gab war schon eine Verbesserung gegenüber dem kalten Krieg.
Und wer bei dem Krim-Putsch nicht als erstes an das Budapester Memorandum gedacht hat, hat MAD nicht verstanden.
Das ist jetzt alles sehr technisch und rational, aber ohne ein technisches und rationales Verständnis von MAD wird man keine wie auch immer geartete Moral oder Ethik dort drüber ziehen können. Und selbst wenn sich Pakistan und Indien gegenseitig ihre Städte nuklear weg nuken könnte das für einen globalen nuklearen Winter reichen.
Und Berater von Putin heizen das Thema zusätzlich weiter an:
https://globalaffairs-ru.translate.goog/articles/tyazhkoe-no-neobhodimoe-reshenie/?_x_tr_sl=auto&_x_tr_tl=de&_x_tr_hl=de&_x_tr_pto=wapp
Naja, der Strippenzieher der Sockenpuppe „Ceeh“ hat mal den Incel, der bisher nur dement rumprollte, weggeschickt und versucht es mit was es für ihn wie Argumente aussehen lässt. So richtig kommt es aber nicht hin.
Die Rede von Rubio fälscht mal wieder die Geschichte vom „Budapester Memorandum“, das weniger explizit war als z.B. Bakers Zusicherung, dass die NATO „keinen Schritt nach Osten“ expandieren werde.
Die Nuklearwaffen auf dem Gebiet der Ukraine waren unter Kontrolle der Roten Armee, die Einsatzschlüssel lagen in Moskau bzw. in den Einsatzzentren der nuklearen Triade in Sibirien und wo immer. Es war eine Forderung der USA, unter keinen Umständen eine Proliferation an postsowjetische Regime ausserhalb Russlands zuzulassen. Einen Deal Atomwaffen gegen Ewigkeitsgarantie des Grenzverlaufs hat es zu keiner Zeit gegeben. Mal abgesehen davon, dass die NATO mit den Aggressionskriegen gegen Jugoslawien 1991-99 die Steilvorlage zur gewaltsamen Veränderung von Grenzen gegeben hat.
Was Karaganow angeht, ist es albern, jeden Politologen, der irgendwelche Kraftsprüche ablässt, zum „Berater Putins“ zu erheben. Karaganows Hobby ist: „schmeissen wir ein paar Atombomben, um die Chochols und die Westler einzuschüchtern“, in der russischen Öffentlichkeit wird dem heftig widersprochen, und es war Simonyan oder Sacharowa, die meinte, das wäre wie ein ungezogenes Kind disziplinieren, indem man ihm den Kopf abschlägt.
Der gegenwärtige Sockenpuppenspieler von „Ceeh“ versetzt dann gleich den in Russland eher als Exoten geltenden Karaganow in den Plural. Durchsichtige Manipulation.
@ceeh
erklären Sie doch mal den Maidan-Putsch
wer hat den inszeniert und organisiert, weit weg von den eigenen Grenzen?
Und welches Land hat die ersten Atombomben abgeworfen, Japan war schon besiegt, der Abwurf war ein Verbrechen aber wie heisst es heute so schön: „Motiv, Mittel und Gelegenheit“
die Bomben zu testen war zu verlockend.
Vielleicht wäre es generell mal angebracht, wenn unser Fritzespitzewicht mal bei seinem Compagnon anfragen würde, ob sich nicht doch noch ein Reisebericht von anno 1812 im .Archiv finden lässt. Von deinerzeit müßte ja Ähnliches zu vermelden sein. Da war man ja auch mit beschaulichen paar hundertausend bunt Bedressten losgezogen, hatte sogar alsbald ein GröBaqaz (Größtes Barbeque aller Zeiten) zu Moskau geboten bekommen. Unter den paar Zerquetschten (eine erkleckliche fünfstellige Zahl) die dann doch tatsächich irgendwann – manche sogar über den Umweg via Sibirien – wieder nachhause kommen durften waren nicht mehr allzu viele von der damaligen NATO-Reserve aus Baden, Schwaben, Bayern wenn nicht sogar Preuße (war zu faul um bei Wiki zu kucken). Allein Bonapartes Schutzstaffel (um nicht Bodyguards zu sagen) war reiichlich dezimiert von 10hochdrei auf 10hoch1. So ab Beresina hatten sie ja auch nichts Großes mehr zu tun, der Schutzbefohlene pflegte ja in einem Zweispänner-Schlitten sich abzusetzen. Wie war das mit der Geschichte, die sich nie wiederholft, es sei denn beim zweiten Mal als Komödie? Doch das würde passen!
Muß ich nachreichen: Bonapartes Schutzstaffel waren ‚Gelbfüssler‘ – anfangs so an die tausend an der Zahl wenn nicht mehr. Zurück kamen – glaube ich mich erinnern zu können an die papierne Heldensaga der badischen Truppe – so an die siebz’ge eher minus denn plus, Kriegstüchtigkeit lohnt sich also nicht so besonders, egal für wen man sie investiert. Zurück schaffte es übrigens auch ihr oberster Fähnleinführer. Einfach nur blöd, war das doch der – so mutmaße ich mal – der ein Drittel-Jahrhundert später – in neuer Erbfunktion – die ‚Rädelsführer‘ der Badischen Rewollsjuschn niederkartätschen ließ.
Netter Versuch. Aber solange es diesen Schulhofschläger gibt, der Atomwaffen unnötigerweise schon mal eingesetzt hat, macht es für Staaten, die sich nicht unterwerfen wollen, tatsächlich Sinn, sich atomar zu bewaffnen.
Ohne die USA macht ihre Argumentation Sinn, aber ohne die Weltherrschaftsansprüche der US-Oligarchie wären Atomwaffen möglicherweise gar nicht so verbreitet. Sind ja schließlich ziemlich teuer.
„Sind ja schließlich ziemlich teuer.“
Was Putin nicht daran gehindert hat die meisten Atomwaffen der Welt zu besitzen und diese weiter westlich zu stationieren.
Und die theokratischen Ansätze von Karaganow (s. oben) nimmt Putin zusätzlich auf, vom Satan quatscht die russische Propaganda ja schon länger.
https://www.t-online.de/nachrichten/ukraine/id_101132786/ukraine-krieg-russland-ruft-zum-heiligen-krieg-auf.html
wenn in EUropa Debatten über Atombomben geführt werden, hören und schauen Sie gerade weg oder sitzen auf dem Klo oder haben gerade was im Garten zu tun oder oder.
Wenn die USA Atomwaffen in GB, Italien, Belgien, Niederlande, Türkei UND in Deutschland stationieren, dann hat Russland jedes Recht seine Waffen auch da zu positionieren wo das Militär es für notwendig hält, auch in Kaliningrad schon mal was von Sicherheitsinteressen gehört?
Die USA verteidigen ihre rund um den Globus.
@Ceeh
„Was Putin nicht daran gehindert hat die meisten Atomwaffen der Welt zu besitzen und diese weiter westlich zu stationieren.“
Wann wurden die letzten Atomwaffen deiner Meinung nach fertiggestellt und seit wann regiert Putin? Was sollte Putin abhalten, sein Erbe zu besitzen? Welche Nation war als erste in deren Besitz? Wer hat diese bislang als einziger eingesetzt? Was ist Aktion und was ist Reaktion? Was spricht also dagegen, dich als ausgemachte Dumpfbacke zu titulieren?
Das größte Verbrechen, welches durch die Atombombe bereits verübt wird…
Der größte „Nutzen“ der „atomaren Abschreckung“ ist nicht (nur) das, was im Vordergrund sichtbar ist bzw. erzählt wird. Im Wesentlichen dient die Atombombe dazu, dass der Westen, allen voran die USA ungehindert kleinere Länder überfallen, genozidieren können und sich diese kleineren Länder dagegen nicht wirkungsvoll zur Wehr setzen können, sowie auch größere Länger nicht in diese Kriege eingreifen, auch wenn sie selber über Atomwaffen verfügen. Letzteres funktioniert nur begrenzt, wie die diversen Stellvertreterkriege zeigen.
Was meine ich damit, dass sich kleinere Länder nicht wirkungsvoll zur Wehr setzen können? Brauchen Länder, wie der Iran die Atombombe? Defacto ja. ABER… Sich wirkungsvoll zur Wehr setzen kann auch noch etwas Anderes bedeuten. Ich will es so formulieren: die USA können immer sagen „wenn ihr uns ernsthafte Schmerzen zufügt, dann werden wir die Atombombe auf Euch werfen“, sprich… wenn die Verluste der USA zu groß werden auch rein mit sog. konventionellen Waffen, dann könnten sie gewillt sein die Atombombe einzusetzen. Also werden von den USA angegriffene Länder auch darauf achten, um eine noch größere Katastrophe zu verhindern. Das heißt die USA können ungehindert einen Genozid verüben (wie sie es unzählige Male bewiesen haben… Irak, Syrien, Iran, Jugoslawien, Korea, Japan, Indonesien, Ukraine uvm), weil sie wissen, dass sowohl der Ozean als auch die Atombombe (plus eine insgesamt übermächtige Militärmacht und eine Presse und Staatsapparat, welche die Deutung im Sinne der Völkermörder USA innehaben) sie davor bewahren ernsthafte Konsequenzen für ihre Gräueltaten tragen zu müssen.
Deswegen sollten wir uns dafür einsetzen, dass Atombomben generell verboten werden.
Was die Debatte für Deutschland angeht: auf gar keinen Fall darf ein so aggressives Land die Atombombe bekommen. Allein zwei Weltkriege (und heutige Akteure, die denselben Geist an den Tag legen) verbieten es, dass Deutschland die Atombombe bekommt.
Solange die Atommächte glaubhaft von sich behaupten konnten, dass sie das Völkerrecht und die UN-Charta zumindest im Grundsatz respektieren, konnten die Mittelmächte halbwegs davon abgehalten werden, sich „die Bombe“ zuzulegen.
Dieser Damm dürfte in dem Augenblick gebrochen sein, als ein Trump verkündete, dass nichts ihn einschränke, bis auf sein eigenes Gewissen.
Und ich sage nicht, dass mir diese Entwicklung gefallen würde; das tut sie nicht.
Der Damm ist 2014 gebrochen, siehe oben.
Wenn, dann ist der Damm in Jugoslawien gebrochen. Eine selbständige ukrainische nukleare Abschreckung gab es nie, so wenig wie eine kirgisische, georgische, kasachische.
Fälsch nicht so durchsichtig rum.
Sehr geehrter @aquadraht,
danke für Ihre Einlassung zu meinen Gunsten, aber:
Don’t feed the Troll.
Ist es nicht wert, kostet nur Kraft.
@Alex_R
Overton feeds the Troll; zumindest aber lässt man ihn hier trollen!
Ich würde hier seine IP oder besser noch: seine ID veröffentlichen…
Das fänd ich verkehrt.
Wir müssen es ertragen; das aber so kraftschonend wie irgend möglich.
Ignorieren ist in meinen Augen das Sinnvollste.
Der Damm war – was meine dargelegte Theorie angeht – nie vorhanden. Oder haben sich die USA jemals an das Völkerrecht gehalten? Der in meinem Kommentar genannte Koreakrieg z.B. liegt schon eine ganze Weile zurück. Vor 1945 sah es nicht besser aus. Da gab es jedoch noch keine Atombombe und das Völkerrecht wurde auch erst in etwa dieser Zeit genauer definiert…
Sehr geehrter @Richard,
auch Ihnen möchte ich danken für Ihre Einlassung zu meinen Gunsten, aber:
Don’t feed the Troll.
Begründung: s.o.
Oops, sehe gerade, Ihre Antwort ging nicht an Ceeh, sondern an mich.
—-
Ich beziehe mich auf die Zeit nach dem 2. WK; genauer: der Verabschiedung der UN-Charta (1945).
Ihrem Einwand mit Korea habe ich letztlich nichts entgegenzusetzen, das muss ich eingestehen.
Es mag also sein, dass das Völkerrecht faktisch keinerlei Bedeutung hatte; wollte der Westen einen Krieg führen, dann wurde ein „Zwischenfall“ herbei gelogen, der das rechtfertigte.
Zumindest aber wurde gewissermaßen der Schein gewahrt, dass die UN-Charta zählen würde.
https://www.berliner-zeitung.de/news/putin-erklaert-ausbau-der-atomstreitkraefte-zur-absoluten-prioritaet-li.10020458
Ich sehe mich nicht in der Lage, auch nur einem einzigen Argument des Autors widersprechen zu können.
Alle geschilderten Gefahren sind real und greifbar.
Dennoch fürchte ich: der Gedanke, etablierte Atommächte könnten freiwillig auf den Besitz ihrer mächtigsten Waffe verzichten, ist illusorisch.
Der Besitz der Bombe, in Verbindung mit geeigneten Trägersystemen, macht einen Staat buchstäblich unangreifbar.
Daran anlehnend, möchte ich einen früheren Post von mir zitieren:
———–
These 3.: Atomwaffen sind nun da, und das Wissen um ihre Herstellung kann nur um den Preis des Todes des größten Teiles der Menschheit verschwinden.
These 4.: Die atomar bewaffneten Staaten werden niemals freiwillig auf dieses Privileg verzichten.
Und wenn doch:
These 5.: Der weltweite Verzicht auf Atomwaffen würde die Vernichtung der gesamten Welt unterbinden; gleichzeitig würde er aber die Rückkehr der Kriege des 19. Jh. einläuten, welches Kriege als alltägliche und sinnvolle Selbstverständlichkeit betrachtete, nun aber mit den Technologien (autark agierende Drohnenschwärme) des 21. Jahrhunderts. Und wer weiß, was da noch so kommt.
Das führt mich zur noch unschöneren letzten These.
These 6.: Die permanente Existenz von Kernwaffen muss bei jedem Lösungsansatz mitgedacht werden.
(…)
Anhand der Thesen, die ich hier (…) notiert habe, möchte ich quasi als Arbeitshypothese erste unvollständige Lösungsansätze zur Diskussion stellen, (…):
(…)
Die UNO (oder aber die BRICS) wäre weiterzuentwickeln zu einem echten System der kollektiven Sicherheit mit entsprechenden auszuführenden Protokollen.
Diese Protokolle könnten vorsehen, dass das Kollektiv über eine kleine atomar bestückte U-Boot-Flotte verfügt, welche mit qualifizierter Mehrheit den Abschuss genau einer Kernwaffe auf das Heimatland eines Angreifers verfügen kann.
(Da es einen konkreten auslösenden einzelnen Staat nicht gäbe, wäre das Risiko eines massiven Vergeltungsschlages vergleichsweise gering.)
[Diese Vorschläge bauen auf, auf der Idee eines „Systems der kollektiven Sicherheit“, in Verbindung mit der Strategie der „flexible Response“.]
———-
Einfach die Uhr zurückdrehen zu wollen, ist leider keine realistische Option.
„Der Besitz der Bombe, in Verbindung mit geeigneten Trägersystemen, macht einen Staat buchstäblich unangreifbar.“
Kannst du diesen Satz bitte mal näher erleutern!
Danke
@Werner
Meine These ist weder zwingend, noch muss sie für lange Zeiträume gültig sein. Aber: seit Nordkorea die Bombe hat (sowie Raketen, die jeden Winkel der USA erreichen können), hat der Druck seitens der USA erheblich nachgelassen.
Teheran kann daraus eigentlich nur einen einzigen Schluss ziehen, nämlich: „Wenn wir wollen, dass die regelmäßigen Angriffe aus Israel & USA aufhören, dann brauchen wir sie auch.“
Formal mag es mit Pakistan/Indien ein Gegenbeispiel geben, wo es immer wieder zu Gefechten zumindest in Grenznähe kommt.
Und doch kam es bislang noch in keinem atomar bewaffneten Staat dazu, dass gegnerische Truppen dessen Grenze überschritten hätten, Pakistan & Indien inklusive.
Wieder einmal soll am deutschen ( Moral- )Wesen die Welt gesesen. Nicht in meinem Namen!
Kriege können aus verschiedensten Gründen provoziert und geführt werden: aus rassistischen / imperialistischen / ideologischen ( ab 1870 / 1871, 1914 und 1939 etwa ), aus umwelt- / NATO-expansionsidiologischen und vielen anderen mehr. Mich schaudert seit geraumer Zeit: geboren wurde ich im Jahre 1960, politisch-grün-friedenssozialisiert in den 70er / 80er Jahren ( Demos in Bonner Hofwiesen usw. ). Die Jahre 1989 ff. inkl. Gorbatschows Perestroika-Politik stimmten mich so friedensfroh, ja glücklich. Ich dachte: Endlich ist dieser Ost-West-West-Ost Antagonismus zu Ende! — Sprachlos, schockiert, entsetzt, deprimiert sehen Sie mich, weil Europa nicht 40 Jahre später – und nicht 100 Jahre nach dem Ende des verheerenden Zweiten Weltkrieges wieder vor einem gesamteuropäischen Flächenkrieg steht, welcher das Zeug zum militärischen Weltkrieg hat. Und wieder ist Europa der Ausgangspunkt.
https://www.manova.news/artikel/die-welt-unglucksquelle
Fassen kann ich das alles nicht, so gar nicht, auch wenn ich Historiker bin qua Studien. — Ferner nehme ich seit 2022 eine zunehmende Verherrlichung des Kriegs als ‚normalste Sache der Welt‘ wahr … Das alles erinnert sehr an die Kriegsbegeisterung zu Beginn des 20. Jahrhunderts. — Auch sehe ich seit dem Jahre 2000 ( verstärkt seit den Jahren 2015 / 2022 ), wie die Hirne der Menschen vor allem auch durch die Medien ( ÖRR insbesondere ) vollkommen vergiftet werden. Begrifflichkeiten, Maßstäbe usw. werden strategisch umgedeutet, Kriegsmahner / Pazifisten übelst ausgegrenzt … Tja, mir fällt nichts mehr ein als schiere Verzweifelung.
P.S.1: Am deutschen Wesen wird die Welt nicht genesen. Wieder einmal und Gott sei Dank nicht, Herren Merz, Röttgen und Kiesewetter ( von der NAZI-Adenauer-Nachkriegsdeutschland-CDU ).
P.S.2:
Ferner bin ich der Auffassung, dass Deutschland angesichts seiner Geschichte alles unternehmen muss, um friedenstüchtig zu werden bzw. eine Friedensbewegung zu etablieren. Beginnen sollte D unverzüglich mit dem Stopp deutscher Waffenexporte ( direkt und indirekt ), Rüstungsfinanzierungen im Ausland usw. – https://aufschrei-waffenhandel.de/ .
Ferner bin ich der Auffassung: Kein deutscher Staatsbürger sollte sich für diesen Staat oder die sog. ‚Westliche Un-Wertegemeinschaft‘, den die ÖRR propagandistisch unterstützen ( u. a. durch Propaganda-Formate wie https://www.ardmediathek.de/sendung/die-100-was-deutschland-bewegt/Y3JpZDovL25kci5kZS80OTU0 ) und für den diese wie auch Sie stehen, auch durch tätiges Nichttun / Verschweigen ( NATO-Osterweiterung als eine Kriegsursache ), Verdrehen von ( vermeintlichen ) Tatsachen, in welchem Pazifistinnen und Pazifisten u. a. Gruppen systematisch straffrei diffamiert werden, zu welchem Dienst auch immer zur Verfügung stellen – womöglich noch sein Leben riskieren, welches deutsche Politik leichtfertigst aufs Spiel setzt seit dem Jahre 2001 bzw. dem 24.02.2022.
Angesichts der Schuld Deutschlands für Krieg und Leid und Genozid im 20. Jahrhundert, sollte es die Neutralität nach Schweizer Modell anstreben. ASAP!
„Die schnellstmögliche Herbeiführung eines größtmöglichen Allgemein- / Weltwohles muss das oberste Ziel allen Denkens und Handelns in ziviler Bürgergesellschaft, Politik, Staat, Wirtschaft und Wissenschaft sein.“ ( RW ) – Davon sind wir jedoch sehr weit entfernt! Auch daran wirkten und wirken die meisten Parteien im „Deutschen Reichstag“ mit.
Ich bin nicht ganz so alt, doch auch für mich sind die Entwicklungen ein Schock. Man kann es vielleicht so umschreiben: man mag sich in vielen Dingen nicht einig sein, ja Differenzen haben, aber ich bin immer davon ausgegangen, dass zumindest das Fundament annähernd dasselbe ist, auf das sich ALLE einigen können: Nie wieder Krieg. Das soll nun zu Grabe getragen werden. Die größten Extremisten sitzen in Politik, Staatsapparat (ua sog. „Justiz“, die die Verbrechen deckt) und Medien. Weite Teile der Bevölkerung sind ebenfalls angesteckt, von diesem Virus, aufgrund der staatlich betriebenen Indoktrination. Eigentlich mag man nur das Weite suchen. Ich kann und will mich mit diesem Land, dieser Gesellschaft, diesem System nicht mehr identifizieren. Dennoch ist es nicht leicht, weil es Menschen gibt, die einem etwas bedeuten, die den Rattenfängern aus dem System aber leider auf den Leim gehen.
„Ich kann und will mich mit diesem Land, dieser Gesellschaft, diesem System nicht mehr identifizieren. Dennoch ist es nicht leicht, weil es Menschen gibt, die einem etwas bedeuten, die den Rattenfängern aus dem System aber leider auf den Leim gehen.“ — Me too!
Ich bin in Zeiten des „Kalten Krieges“ aufgewachsen und war schon Mitte der 70er und Anfang der 80er aktivistisch unterwegs. Die Argumentation des Autors ist mir daher bekannt und insofern nicht neu, aber gerade in diesen Zeiten von hoher Aktualität.
Was neu gegenüber damals ist, ist zum einen die Verbesserung der Waffentechnik, z.b. Hyperschallwaffen und die Einbindung von KI in Entscheifungsprozesse.
Ich halte die Argumentation des Autors für zwingend und das es seid den 70er/80er Jahren noch nicht zum großen Knall gekommen ist, spricht nicht dagegen.
Durch die verantwortungslose Politik, die gerade von amerikanischer Seite aus mit der Kündigung sämtlicher Verträge, die die Möglichkeit eines Atomkrieges verringern sollten, hat sich die Situation gegenüber damals verschärft.
Das unsere Regierenden dieses Jahr das amerikanische Dreckzeug hier aufstellen werden, die glasklar Erstschlagwaffen sind, erhöht die Wahrscheinlichkeit weiter.
Aus der Spirale ist kein Entkommen, das sollte völlig klar sein. Kein Staat, der diese „Waffen“, die keine Waffen im herkömmlichen Sinne sind, besitzt, wird diese abschaffen.
Als Gorbatschow das in Reykjavik ernsthaft vorschlug, war Reagen dagegen.
Ganz im Gegenteil wird sich die Anzahl der Staaten, welche diese „Waffen“ haben, noch weiter erhöhen.
Die Türkei äußert entsprechende Absichten, hier haben wir inzwischen auch die Diskussion, der Iran wird sich Nordkorea als Beispiel nehmen und im Hinblick auf Israel alleine schon, sich atomar bewaffnen wollen und dies über kurz oder lang tun, da bin ich mir sicher!
Hat der Iran dieses Zeug, werden die Saudis nachziehen, Japan und Südkorea halte ich ebenfalls für mögliche Kandidaten.
Ich sehe nicht, wie das zu verhindern ist!
Ich lebe seid ich denken kann mit diesem Damoklesschwert und mit der Gewissheit, dass das irgendwann, früher oder später passieren WIRD!
Bekannt ist ja mittlerweile, das im Pentagon über die Führbarkeit eines Atomkrieges diskutiert wird.
In den NDS war vor nicht langer Zeit ein Artikel eines amerikanischen Physikers der für die US-Navy tätig war und seinem Entsetzen Ausdruck gab, das die hohen Militärs keinerlei Vorstellungen über die Wirkung und Kosequenzen von Kernexplosionen haben.
Wie gesagt, ich halte einen atomaren Krieg für unvermeidlich.
Der Argumentation des Autors habe ich mich als junger Mann angeschlossen und seitdem jedes Lebensjahr als Geschenk betrachtet.
KI verschlimmert das ganze weiter, weil es weitere Szenarien generiert, die die Wahrscheinlichkeit noch erhöht.
Nun habe ich als begeisterter Cineast,der ich früher gewesen bin, den Film „Terminator“ zig mal gesehen. Ich fand die Story logisch aufgebaut und hatte meinen Spaß an Arnies Darstellung.
Nie hätte ich gedacht, das diese düstere Dystopie jemals Realität werden könnte!
KI allerdings, deren weitere Entwicklung massiv betrieben wird, rückt diese Dystopie langsam aber sicher in den Bereich des Möglichen.
Ich war und bin bezüglich des Ausbruchs eines Atomkrieges immer schon von der Unvermeidbarkeit ausgegangen.
Ich habe mich vor Jahrzehnten schon mit den Folgen, die ja lange schon bekannt sind, befasst und habe daher auch keine Vorräte oder sonstige „Überlebenspräperationen“ angeschafft, weil das vollkommen sinnlos ist.
Wenn es losgeht, was früher oder später passieren wird, ist es vorbei!
Mir Fatalismus zu unterstellen, ist durchaus richtig, was ich aber nicht als Vorwurf werten kann.
Ich habe gelernt, damit zu leben und nicht ständig daran zu denken.
Ich sehe das für mich als ein Stück Lebensleistung an.
Der Autor hat recht!
Hoffnung habe ich keine!
@ Wallenstein: Kaum einer hat 1983 gemerkt wie haarscharf wir am Weltuntergang
vorbeigeschlittert sind. Man muß es sich einmal wirklich gaaanz langsam durch den
Kopf gehen lassen: Ein Mann, nur ein Offizier, nicht einmal im hohem Rang der Sowjetischen
Armee, hat die totale Vernichtung dieses Planeten verhindert. Keiner der Oberhäupter der
damals Atomwaffen besitzenden Länder hätte es verhindern können. Anstatt damals diese
heroische Tat zu würdigen, bekam, der Mann dann auch noch ein Diziplinarverfahren an den Hals.
Kein Friedendnobelpreis, den dieser Mann wohl als einziger in den ges. Jahren dieser Verleihungs-
farce, verdient hätte. Wahrscheinlich hatte die Menscheit diesen Mann gar nicht verdient und es
wäre für diesen Planeten besser gewesen, er hätte nach einem totalen Kahlschlag wieder von
vorn beginnen können. In einer Fernen Galaxie hätte man, nachdem sich die Bilder dieses Spektakles
ersteinmal 1000 Jahre durchs All gequält hätten, nur kurz die großen Köpfe geschüttelt und den
Start einer Expedition zur Erde abgebrochen.
Ja, die Geschichte von Oberst Petrow ist mir bekannt.
Mit KI wird sich das kaum wiederholen!
Ich muss mich, leider, anschließen. Ich bin 55 Jahre alt und war mit 12 auch in Bonn gegen Pershing II & Co. Natürlich durch meine Eltern entschieden, aber es prägte. Plus eigene Beurteilungen jenseits meiner 20 Jahre.
Es wird knallen, weil es gerade im Westen inkl. Japan etc zu viele Psychopathen gibt. Die lieben in der richtigen Situation ALLE auszulöschen.
Die werden uns alles nehmen, so oder so!
„Aber wenn wir abtreten, wird der Erdkreis erzittern!“
Joseph Goebbels, April 1945
Ja, ich wollte auch immer ein paar mitnehmen, denn das würde mich schon sehr befriedigen.
@Dr. Hans-Peter Waldrich
Einen atomaren „Schutzschirm“ gibt es nicht!
Man kann sich lange darüber unterhalten ob Dinge die es nicht gibt, dann eine magische Wirkung entfalten, wenn man ihnen durch Wortschöpfung einen symbolischen Charakter verleiht. Aber einen effektiven Schutz vor Atombomben und Radioaktivität wird es auch dann nicht geben können. Ein „atomarer Schutzschirm“ ist reine Illusion.
Tatsache jedoch ist, dass es gegen Drohungen mit einem Knüppel verdroschen zu werden, bisweilen helfen mag, sich einen dickeren Knüppel zurecht zu legen. Auch hier sind die vorhandenen Erst- und Zweitschlagskapazitäten entscheidend für die Möglichkeit der Abschreckung. Aber eine Garantie für eine abschreckende Wirkung kann es natürlich niemals geben.
Im Fall von Atombomben, wird es wohl kaum gelingen sie wieder aus der Welt zu schaffen. Über 1000 Stück davon wurden schon zur Freude von Militärs zur Explosion gebracht. Wie viele davon gleichzeitig explodieren müssen um einen atomaren Winter auszulösen wäre mal eine interessante Frage. Das Hauptrisiko bei den Atombomben dürfte jedoch darin liegen, dass sie so ungleich verteilt sind. Für den Iran wäre es jedenfalls dieser Tage bei weitem sicherer, man hätte den Atombomben Israels und der USA etwas ähnlich vernichtendes entgegen zu setzen.
@Trux
„… Das Hauptrisiko bei den Atombomben dürfte jedoch darin liegen, dass sie so ungleich verteilt sind. Für den Iran wäre es jedenfalls dieser Tage bei weitem sicherer, man hätte den Atombomben Israels und der USA etwas ähnlich vernichtendes entgegen zu setzen.“
—-
Das ist ein fataler Trugschluss.
Wieso bringt der Besitz einer A-Bombe dem Iran mehr Sicherheit?
Gegenwärtig, so scheint mir, ist doch schon jede Regierung auf der Welt daran interessiert, eine A-Bombe zu besitzen. Weil sie Sicherheit verspricht, aber ein Scheitern jeglicher Diplomatie offenbart. Dies verrät eine latente Aggression, ein erhöhtes Mißtrauen, dem Bedürfnis nach Macht.
Je mehr Länder eine A-Bombe dann tatsächlich besitzen, umso höher die Wahrscheinlichkeit, dass sie auch eingesetzt wird. Denn es ist nicht die Bevölkerung, die die Bombe will und die Hand über die sie hält. Es sind ihre Politiker. Und das macht mir Angst.
Zuerst mal muss man sagen das der Author die Begriffe verwechselt.
Atomarer Schutzschirm und Atomare Abschreckung sind 2 komplett verschiedene Konzepte.
Anscheinend gehts im Artikel um Atomare Abschreckung.
> Sollen wir unser Überleben von Hypothesen anhängig machen, die nicht streng überprüfbar sind oder gar einem Glauben?
Wir müssen nichts glauben, wir haben den Fakt das das seit 1945 funktioniert hat.
Ich verstehe zwar den Ansatz das zu demontieren, weil man keine Atomwaffen will. Möchte ich auch nicht. Es wäre aber ein fataler Fehler, das ganze System deswegen in Abrede zu stellen. Ein Fehler der endgültig wäre, wir können hierbei nicht experimentieren!, das übersieht der Author.
Was der „Atomwaffenexperte der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik, Peter Rudolf “ nicht sagt, das er für das Gegenteil auch keine Wissenschaft hat.
Ich kann dem Author absolut nicht Recht geben. Es gibt ein Land was bereits Atomwaffen eingesetzt hat und mehrfach in Planung für weitere Einsätze war, damit sind nicht nur Planspiele auf dem Papier gemeint. Erst mit dem Gleichgewicht war das vorerst vorbei.
Die Lösung ist eine andere, wir müssen die Anzahl der Atomwaffen immer weiter reduzieren, durch Verträge die die Gleichheit aufrechterhält. Wenn wir Glück haben kommen wir irgendwann auf ein Minimum oder 0. Die USA haben Verträge einseitig aufgekündigt. Wir müssen da zurück an den Verhandlungstisch.
Da haben sie völlig recht.
@ Patient O
Ich gebe Ihnen Recht. Bleibt die Frage, wenn es gelänge alle Kernwaffen zu vernichten, würde nicht die Gefahr steigen, dass viele Mächte ihre Hemmungen verlieren, Kriege vom Zaun zu brechen?
@Häretiker: Als Erstes werden die USA dann Nord Korea zerschießen, wenn alle
Atomwaffen eingestampft sind. Allerdings werden so etwa 350 Sprengköpfe übrig
bleiben, weil sich Israel allen Ergebnissen von Verhandlungen wiedersetzt. Und Israel
wird sie dann auch einsetzen um alle potentiellen Feinde dann ohne Widerstand zu
eleminieren und endlich das Groß Israel zu verwirklichen. Wehrlose Opfer zu ermorden
ist den Israelis ja schon ins Blut übergegangen.
Halte ich für möglich, aber konventionelle Kriege können nicht zur Vernichtung der Menschheit führen.
Nunja, MacArthur ist über seinen Irrsinn in Korea gestolpert.
fange von hinten an und schließe mich B Russel an
8.je fragiler:.. hält niemanden ab, es trotzdem zu versuchen.
7. braucht’s nicht mehr…
6.:basiert auf Realitätsbaden. Axiom: warum?, wenn das Ganze irre ist.
5.: widerspricht Demokratie..: sowieso, also wozu
4. Glücksspiel: da sind Mathematiker gefragt mit der Wahrscheinlichkeit
3.Im Hinblick…: stets ist die Verantwortung gefragt
2.kollsbiert….: kann immer passieren, mit und ohne Abschreckung
1.ist ohne wissenschaftliche Basis:
glaube ich nicht, Wissenschaftler haben dieses Werkzeug entwickelt
Abschließend kann man sagen, das es nicht funktioniert, da Verträge ebensowenig nützen, wie eine Hochrüstung. Das Gegenüber ist selten erschreckt, sondern meint, auch mit mischen zu müssen.
Wer fordert gegenüber den Politikern Menschlichkeit in solchem Umfang, dass diese Politiker nicht umhin können, darauf einzugehen? Machen dies die Medien, das Volk? Niemand macht das. Im Gegenteil die Forderung Kriegstüchtig zu werden wird bejubelt. Jetzt zeigen uns die Epstein- Veröffentlichungen, dass die Mächtigen straffrei machen können was sie wollen. Die Kinderschänder sind auf dem Titelseiten unserer Medien, in den Talkshows usw. Niemand belangt sie. Sie zeigen uns so ihre Macht. Wenn dies so bleibt wird die Menschheit untergehen, ob in einem Atomkrieg oder anders.
Google KI sagt:
Arthur C. Clarke betrachtete nukleare Waffen als „Krücken impotenter Nationen“ und forderte deren Verbot. Er erkannte früh, dass im Atomzeitalter die Verteidigung eines Landes militärisch nicht mehr möglich ist, da die maximale Verteidigung nur die gegenseitige Vernichtung bedeuten kann.
.. dazu passt seine Kurzgeschichte
„The Last Command“ (Das letzte Kommando): Diese Geschichte beschreibt die Ereignisse auf einer Weltraumstation nach einem verheerenden Atomkrieg auf der Erde.
Ich verzichte mal die Pointe vorwegzunehmen. – nicht dass mir noch die Konten gesperrt werden..
„Das Konzept der atomaren Abschreckung ist verantwortungslos und unmoralisch.“
Dieses Konzept hat nur als defensive Verteidigung sinnvoll. Greifst du mich an und zerstörst mich, wirst du es selbst nicht überleben, weil ich dich dann auch mit Atomwaffen angreife. Die Russen sollen eine Maschine gebaut haben, die von selbst los geht, auch wenn Moskau längst enthauptet ist. Ich schätze derartiges haben andere Atommächte auch schon gebastelt.
Aktuell wird der Atomschutzschirm in Europa aber diskutiert, weil man davon träumt, einen konventionell geführten Krieg gegen Russland per Atomwaffen absichern zu können, d.h. der Einsatz von Atomwaffen ist Teil eines offensiven Konzepts. Führt man sich aber vor Augen, was heute, im Informationszeitalter in der Ukraine passiert, sieht man, dass sich der Krieg der ballistischen und der Lenkwaffen weit von der Kontaktlinie entfernt hat. Kriegs-und Zielgebiet ist die gesamte Ukraine und ein großer Teil Russlands.
Sollten die Europäer meinen einen konventionellen Krieg gegen die Russen führen zu können, werden sie sehr schnell lernen, dass auch unsere Infrastruktur (Internetknoten, Brücken, Tunnel, Umspannwerke, Flugplätze, Rangierbahnhöfe, Waffenfabriken) und unsere Truppen hier vor Ort erreicht werden können. Die Zerstörungskraft dieser modernen Raketen soll nicht unerheblich sein. Wir werden es womöglich vor Ort überprüfen können.
Und wenn irgendeine Partei im konventionellen Krieg auf die Verliererstrasse gerät und eine Niederlage droht, warum sollte sie dann nicht zu Atomwaffen greifen – ein Enthauptungsschlag könnte schließlich klappen und für einen Sieg sorgen? Aber wehe nicht!
Es gibt übrigens schon heute im kleinen Format genau diese Prognose für einen USA/Irankrieg. Nur wenn eine Überrumpelung a la Venezuela gelingt, können die Amerikaner auf einen Sieg hoffen. Falls nicht, wird ihnen und ihrem Präsidenten das geringe Produktionsniveau von Verteidigungsraketen zum Verhängnis werden.
Die Europäer führen doch schon einen konventionellen Krieg gegen die Russen. Zum Beispiel den „ukrainischen“ Abgriff gegen Kursk, den die Russen mithilfe der Koreaner zurückgeschlagen haben. Oder die zunehmende Piraterie gegen die „Schattenflotte“, die als Kriegsgrund ausreichen würde. Die Russen erleben doch gerade, daß die atomare Abschreckung nicht hilft, wenn der Gegner dreist genug ist.
Ein Krieg per Proxy ist was anderes als eine verdeckte Kriegsbeteiligung, aber in gewisser Weise hast du recht.
Politik spielt ganz bewusst mit solchen existenziellen Ängsten, um ihre kapitalistischen Agenden – geopolitscher Machtpolitik im Kontext unbegrenztem Wachstums bei begrenzten Ressourcen – durchzusetzen.
Angst lähmt, hemmt rationale Entscheidungen des degenerierten Wahlviehs, welches seit jeher gegen eigene Interessen seine Schlächter wählt.
Das Atombombenszenario ist als die Mutter aller Ängste DAS politische Mittel schlechthin – und ist daher als eine solche Waffe viel effektiver als eine tatsächlich militärisch eingesetzte.
Das Abschreckungspotenzial würde ich eher von dieser Warte her betrachten.
In in einem kriselnden westlichen Kapitalismus lassen sich zugunsten der Militarisierung problemlos Sozialabbau und Umverteilungen von unten nach oben bzw. zu dessen Rettung direkt in sein imperiales Zentrum, des US-Hegemons, rechtfertigen.
Die Klimaangst erfüllt mit Steuern und Zöllen auf Co2 sowie der Verlagerung des letztlich unrentablen Energieimports (und damit Auslagerung der Wirtschaft) den gleichen Zweck, wie auch die dadurch geschaffene Inflation als Anschlag auf die existenziellen Lebensbedingungen der Menschen.
Beim Warten auf den militärischen Krieg – und der dabei herrschenden lähmenden Angst – registriert man nicht, dass der Krieg der Politik (der Staaten) gegen seine Bevölkerungen bereits im vollen Gange ist.
Ein „nuklearer Schutzschirm“ ist nichts weiter als ein bürgerlich-liberaler Widerspruch, welcher im o. g. Kontext zu kritisieren und aufzuklären wäre.
Nehmen wir jenen Stanislaw Petrow, der im Jahr 1983 den Weltuntergang verhindert hat. Seine Geräte zeigten an, dass die Amerikaner mit ihrem gesamten Arsenal angriffen. Worauf er hätte die sowjetischen Raketen losschicken müssen. Und zwar nicht nur ein paar, sondern ebenfalls das ganze Arsenal. Denn die amerikanischen Raketen zielen auf deren Silos und ihre Zerstörung konnte nur durch Abschuss verhindert werden. Hätte er das getan, dann hätten die Amerikaner symmetrisch reagiert. Alles raus. Nun ja, Friedrich Merz wäre uns dann erspart geblieben.
Ein begrenzter Atomkrieg ist auf Basis der Interkontinentalraketen absolut unmöglich. Aber was, wenn eine Seite nur eine kleine taktische Atombombe wirft? Das bedeutet eine Eskalation, die nicht mehr einzufangen ist. Ab da haben nur noch Militärs das Sagen, die Politik ist draußen. Dass das dann deeskalierend wirkt, kann man vergessen. Die machen weiter.
In den 70-ern und 80-ern war die Politik noch in der Lage, diesen Wahnsinn durch Abrüstung wenigstens einzudämmen. Jetzt nicht mehr.
Die Russen sehr wohl. Seit Herbst 2021 liegt das Angebot eines atomwaffenfreien Europas auf dem Tisch. Unsere sind nicht in der Lage, es auch nur zur Kenntnis zu nehmen.
1. Noch irrer als der glaube, Abschreckung werde einen Atomkrieg verhindern, ist die Annahme, ein ebensolcher ließe sich begrenzen. Dann müssten die Akteure gleichzeitig verrückt und vernünftig sein.
2. Ebenso irre ist die Annahme, dass mehr Waffen mit mehr Zerstörunswirkung zu mehr Sicherheit führen. Das werden wir bald erfahren, wenn die NATO Hochrüstung den Krieg herbeiführen wird, den sie
angeblich verhindern soll.
Wieso?
Nehmen wir an, die NATO eskaliert weiter gegen die Russen. Die Russen würden dann taktische Atomwaffen im Osten Polens und Rumäniens einsetzen, um die Angreifer und Ukrainer vom Nachschub abzuschneiden. Wenn die NATO dann eskaliert …
Vielleicht setzt dann beim NATO-Militär wieder der Verstand ein?
@ H.L.: Sie müßten dem Rutte vorher aber erst einmal ein Gehirn spendieren.
Verstand setzt ja eine gewisse Anzahl von Synapsen voraus. Nein Sie können nicht die
Gehirne von Barbock, Lang oder gar Habeck nehmen, nur weil die die ja eh nicht mehr
gebrauchen. Der Athmosphärische Sauerstoff würde bei der Transplantation die noch
tauglichen Synapsen zerstören. Also sollte es doch ein Gehirn mit etwas vorhandener
Inteligenz sein. Ratte, Schwein oder Delphin kämen da schon in die engere Wahl.
Sechstes und siebentes Argument schließen sich aus. Wenn man davon ausgeht, dass ein Akteur irrational handelt (realitätsfernes Axiom), dann wird Abschreckung nie glaubhaft sein.
Ein einziger Satz.
Umso mehr Atomwaffen es gibt, desto eher muss man damit rechnen das sie auch zum Einsatz kommen!
Nichts weiter!
Warum sind die Grünen die schlimmsten Kriegshetzer und plädieren energisch für atomare Aufrüstung und das Risiko eines Atomkriegs? Hier die Antwort. Ein Mensch atmet im Durchschnitt pro Tag 1 Kilogramm CO2 aus. Bei Vegetariern ist das nicht schlimm, weil sie das CO2 durch Verbrennung aus ihrer Nahrung entnehmen, und die Pflanzen es wieder durchh Photosynthese in Nahrung umwandeln. (SCI-FACT Anastasia Michailova 27. Jan. 2023) Aber was ist, wenn ein Mensch Fleisch isst? Ganz abgesehen von den übrigen Methoden der CO2 Erzeugung. Durch den atomaren Winter würde nicht nur der Klimawandel gestoppt, sondern auch die Zahl der klimaschädlichen Menschen durch Verhungern reduziert.
Dann ist es doch gebongt.
Erfüllung der Klimaziele durch nuklearen Winter mittels Atomkrieg, bei gleichzeitiger Reduzierung der Überpopulation.
Das ist also der Plan!
Auf geht´s
Yes we can…hab Obama immer dafür geliebt… 😉
@Torwächter
„Aber was ist, wenn ein Mensch Fleisch isst?“
… dann werden die Tiere wohl durch ihre vegetarische Ernährung hoffentlich für den CO² Ausgleich gesorgt haben? Das Verzehren von Löwen, Tigern und Krokdilen solltest dann aber wirklich unterlassen! Nicht, das daran der ‚Schutz‘ unseres Klimas scheitert… 😉
Die Argumente 1-9 sind richtig. Der Schluss ist falsch. 1. Unmoralisch – verantwortungslos, beides negative Bestimmungen. positive Bestimmung wäre barbarisch, aber warum? Weil Nationen Gewaltsubjekte sind, die ihre Durchsetzung über alles stellen, selbst über das Überleben der Menschheit. Atomare Abschreckung ist barbarisch, weil diese Gewaltsubjekte barbarische Monster sind. Nicht nur die Atomare Abschreckung ist abzuschaffen, sondern die Subjekte, die sie für ein Mittel halten sich gegen andere durchzusetzen.
2. „Etwa indem er nur Abgeordnete wählt, die sich hier engagieren.“ Im Ernst? Stimme abgeben als Mittel gegen Atomwaffen? Also die eigene Stimme jemandem zu übertragen, der sich gar nicht an den Wählerauftrag halten muss, sondern der nach seinem Gewissen für den Erfolg des Gewaltsubjekts entscheidet, das sich Atomwaffen anschafft. -Hölle – sind Sie von allen guten Geistern verlassen?
Ja und ja. Danke, vor allem für 2.
Die atomare Abschreckung mit dem „Big-Bang-Szenario“, wie man es aus dem Kalten Krieg kennt, beruht auf der Drohung, den Verstand zu verlieren und auf den Knopf zu drücken, um die ganze Welt in den Abgrund zu reißen. Mit dem Leben in den Gebieten der Konfliktparteien wäre es dann wohl sehr schnell vorbei.
Mehr Sorgen machen mir heute aber Mini-Nukes. Damit kann man viel mehr Elend im gegnerischen Land verbreiten. Außerdem erscheint mir die Hemmschwelle für ihren Einsatz niedriger, auch wenn eine weitere Eskalation kaum kontrollierbar wäre.
Wir dürfen auch nicht vergessen, das für große Teile des amerikanischen Volkes durch ihren religiösen Überbau, die Apokalypse quasi die Erlösung schlechthin ist.
Weil bspw. für alle Evangelikaner und auch bei den Juden der Heiland erst wiedergeboren werden kann wenn die apokalyptischen Reiter ihre Arbeit getan haben.
Na ja, auch bei den US-Evangelikalen wird die letzte, alles entscheidende Schlacht eher als lokales Ereignis in Israel verstanden. Wenn ein Atomkrieg mit der Apokalypse assoziiert wird, dann meist als mögliches Vorzeichen oder Begleiterscheinung.
Jedes Land, das über keine keine glabhafte nukleare Abschreckung verfügt, ist dem Risiko eines militärischen Angriffs ausgesetzt. Ich mache mir da nichts vor. Bevor nukleare Abschrecküng überhaupt möglich war, War die Welt im Dauerzustand ununterbrochener militärisch ausgetragenen Konflikte zwischen Grußmächten. Ein Dauerzustand von real erlebten Grauens der dazu benötigten Soldaten und auch der Zivilbevölkerung.
Ich persönlich sehe eher eine Gefahr in funktionierenden nuklearen Schutzschirmen, da so ein Schutzschirm es einer Macht wieder ermöglichen würde, Konflikte in goßem Stil militärisch, aufkosten der Zivilbevölkerung auszutragen.
Und übrigens, Ich gehe davon aus, dass jegliche Atommacht sich der Gefahr eines irrtümlich detektieren atomaren Angriffs bewusst ist und deshalb geeignete Maßnahmen getroffen hat, dass das mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auzuscließen ist. Zumindest hoffe ich das.
Und, jeder vernünftig denkender Mensch weiss, dass ein atomarer Angriff nicht automatisch bedeutet, dass der Angegriffene zwangsweise einen Gegenschlag ausführen müsse. Es reicht schon, wenn ein potentiieller Angreifer einen möglichen Gegenschlag nicht mit Sicherheit ausschließen kann.
Du bist ein schönes Beispiel für die Adressaten des Artikels: Nichts zu entscheiden, extrem unvollkommenes Bild von der Realität, aber sehr zufrieden mit dem eigenen „Ich gehe davon aus“ und „Ich hoffe“.
Einmal kundig machen?
de.wikipedia.org/wiki/Proud_Prophet
tl;dr: Du irrst.
Ich kann keinen Irrtum erkennen. Auch nicht, nachdem ich den WP Artikel las. Im Gegenteil. Ich sehe Proud Prophet als Forschungsprojekt hin zu mehr Sicherheit an. Ich bin immer noch der Meinung, dass ohne glaubhafte nukleare Abschreckung die Grossmächte nicht davor zurückschrecken würden, permanent ihre Kerngebiete militärisch zu attackieren.
Auch, wenn man nicht dieser Auffassung ist, könnte man der Meinung sein, dass es unrealistisch ist, anzunehmen, dass es gelingen wird, jede Macht auf ewig vom Kernwaffenbesitz abzuhalten.
Sorry, ich bin kein Idealist, sondern denke lieber pragmatisch.
Und davon abgesehen ist es herzlich egal, ob die Gesamtmenge an Kernwaffen nun 1x oder 10x die Menschheit auslöschen könnte. Rüstungsprofiteure natürlich ausgenommen.
Nur mal ein Beispiel für übliche Sicherheitsvorkehrungen:
Ich habe mal gelesen, dass es in Frankreich so ist, dass der letztendliche Raketenstart nur dann erfolgt, wenn drei Entscheider gleichzeitig je einen persönlichen physischen Schlüssel zum Starten benutzen. Die dafür vorgesehenen Einrichtungen sind außerdem gebietlich weit voneinander getrennt. Somit reichte es aus, wenn schon mindestens einer von den drei Verantwortlichen aus ethischen Gründen einen Gegenschlag verweigert.
… den falschen Baum hoch.
Herr Waldrich, Sie wenden sich an die letzten ohnmächtigen Kettenglieder ohne die geringste Befugnis, Atomwaffen an- oder abzuschaffen, mit der Aufforderung, dass diese sich noch weiter selbst ent- und andere ermächtigen, welche dann wie üblich nach eigenem Gutdünken verfahren.
Es wäre schön, wenn dies mal als das Problem erkannt würde, das es ist, anstatt als Quasi-Naturgesetz geadelt.
Seltsame Diskussion über ein Verbot von Dingen, die eh nicht demokratisch entschieden werden.
Die Bevölkerungen sind wie auch in allen anderen existenziellen Belangen vollständig entmündigt und die einzige Partei mit einem Funken friedenspolitischen Minimalverstand krebst derzeit bei 3%..Ansonsten sind wir ein Land voller Dumpfbacken (siehe Corona).
Man fühlt sich wie in „Zombiland“.
Danke an den Autor für das Thema und seine ambitionierte Nachfrage nach Meinungen, deren Notwendigkeit bedauerlicher Weise weiterhin gegeben ist. Leider ist es völlig vergeblich.
Die Annahme, Nuklearwaffen würden als Erstschlagswaffe eingesetzt, halte ich für abwegig, wobei immer kleinere Nukes die (Denk-) Hemmschwelle herabsetzten. Aber auch hier wäre ein „Echo“, wenn auch klein doch unüberhörbar.
Die ganzen Planspiele bezüglich eines begrenzten oder unbegrenzten Nuklearkrieges kommen von Militärs, die schon immer eine „spezielle“ Haltung gegenüber dem eigenen und dem Leben anderer hatten – wenn sie es nicht von Anfang an haben, wird es ihnen „ausgebildet, eingebildet, eingetrichtert“: »Es ist ehrenhaft, für [scheiß die Wand an] zu sterben.«
Ja, danke, bitte weiter gehen…
Btw. greifen „große Länder“ keine „kleinen Länder“ an, weil sie Nuklearwaffen besitzen, sondern weil sie es einfach können. Bleibt als greifbare reale Gefahr der GAU, hier der militärische Nuklearunfall mit den entsprechenden Reaktionen, an dem bereits öfter knapp vorbei geschlittert wurde. Ein weiteres, banales Argument gegen Nukes.
Was bisher kaum Berücksichtigung findet, ist die Frage, warum es nicht möglich war, nach 1990 sich der Nuklearwaffen zu entledigen? Weil es Interessen gibt, die rein gar nichts mit „Schutz, Abschreckung“ oder sonstigen strategischen Erwägungen zu tun haben. Es sind rein monetäre Interessen, denn Nuklearwaffen sind ein enormes Geschäft bezüglich Forschung, Entwicklung, Erhalt und Entsorgung.
Dadurch, dass sich dieses Geschäft im Bereich der Geheimhaltung befindet, gibt es auch keine Kontrolle über die Kosten, d.h. es wird gezahlt, was verlangt wird, kein Markt, keine Konkurrenz und als Sahnehäubchen muss der ganze Krempel letztendlich nicht einmal funktionieren.
Das ist es, wovor Eisenhower warnte, als er den Begriff MIK einführte. Und solange dieser existiert, seine Handlungen klandestin sind, ist es völlig nutzlos und vergeblich, Diskussionen wie diese hier zu führen. Es sind Gespenster kollektiver Selbstermächtigung, geduldet und genährt, denn sie sollen von den tatsächlichen Gründen für Nuklearwaffen ablenken: Selektive Bereicherung.
@motonomer
https://m.vk.com/video-26874634_456239255?from=video
https://m.vk.com/video-230008891_456239088?from=video
Mich stört alleine die Verwendung des Begriffes „nuklearer Schutzschirm“, suggeriert er doch, als handele es sich tatsächlich um einen Schutz, den man wie eine unsichtbare Glocke über ein Land stülpt an dem sämtliche Bomben einfach so abprallen. Der Gebrauch dieses Begriffes verschleiert also die Wirklichkeit. Dass wir damit hantieren, zeigt nur, wie leichtfertig wir mit dem Thema umgehen.
—
„… Existiert dauerhaft die Möglichkeit, dass etwas geschieht, wird es im Laufe der Zeit tatsächlich geschehen…“
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Das erinnert mich an Murphys Gesetzt (nicht der geniale Schachspieler Murphy):
„Alles was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen.“
Und wir sind gegenwärtig dabei, sicherzustellen, dass es auch wirklich schiefgeht.
Faselt man nicht von „Mini Nukes“, also begrenzten Anschlägen. Der erste Schritt in eine atomare Eskalation.
Ist nicht die irrsinnige Aufrüstung
ein Zeichen gegenseitigen Misstrauens und das Scheitern der Diplomatie? Es fehlt an Vernunft und gegenseitigem Vertrauen.
Welche Dummköpfe fühlen sich von anderen Dummköpfen irgendwann dermaßen bedroht, das sie einen Erstschlag riskieren? Oder gibt es etwa nicht Pläne darüber, wie man einen atomaren Krieg überlebt, ausgeheckt von irgendwelchen Idioten? Die haben dabei aber nur sich selbst im Sinn. Die Auslöschung des Restes der Erdbevölkerung ist reine Statistik.
Je lauter der Ruf nach noch mehr A-Bomben wird, wie @motomoner schon anmerkte, je komplexer das Geflecht aus Bedrohung und Abschreckung wird, umso wahrscheinlicher kommt es zu einer Eskalation.
„Eine Aufforderung zum Mitdenken.“
War das als Späßle gemeint?!
WEIL: Bisher war unumstößliche Tatsache (bei Denkenden), DASS bereits die (gewollte und allseits/allgemein geduldete) Existenz derartigen Materials potenziell irreversible und allumfassend vernichtende Folgen haben kann und (bei Einsatz definitiv) wird.
Wie kann man daher zu der Überzeugung gelangen, dass es sonstiger Argumente dagegen bedarf?!
Bedarf es derartiger Platzhalter, welche die (zu erweiternde) Vorratshaltung thematisieren, ohne das originären Problem zu thematisieren bzw. zu benennen?
(Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.)
OM macht’s möglich.
Denn; wo käme man hin, wenn man sich denkenderweise und prinzipiell mit dem Kern einer Frage (gleich welcher Couleur) befasste, WAS gesichert und unumkehrbar Realität wird, WENN „ES“ (über kurz oder lang, uuuups, dumm gelaufen) passiert.
Der Beitrag passt aber perfekt zum (hier mittlerweile und üblicherweise generierten) ChatGPT-bait-Bild, welches die Realität zwar NIE ansatzweise und/oder nur schräg darstellt, aber wohl ein „alternativ aufklärendes“ Gefühl erzeugen soll.
Ich bin der Meinung, dass eine Aufforderung zum Denken immer eine löbliche Idee ist.
Ernsthaftes Nachdenken scheint leider bei den meisten Menschen eher Unwohlgefühle auszulösen. – anstatt Freude zu bereiten.
Ich möchte das Denken gerne mal für Sie übenehmen.
Ich vermute mal, Sie haben Angst.
Ich vermute desweiteren, dass Ihnen Angdtgefühle bei Anderen insofern egal ist, solange die Angst der Anderen Sie nicht persönlich betrifft.
Außerdem vermute ich, dass Sie nicht damit rechnen, dass Grossmächte sich gegenseitig an die Gurgel gehen würden, wenn es keine glaubhafte Abschreckung zwischen denen gäbe. Und selbst wenn Sie dieses alternative Szenario für wahrscheinlich halten würden, dann nehme ich an, dass sie davon ausgehen würden, dass dies für Sie persönlich keine negativen Konsequenzen hätte. Davon abgesehen halte ich es für möglich, dass es ihnen egal ist, ob ein Soldat mit zerfetztem Unterleib irgendwo verrecken würde – solange Sie nur nicht damit rechnen müssten, dass Ihnen eine Nuke aufs Haupt fallen könnte.
Aber egal Niemand ist zum Denken verpflichtet, nicht mal Sie.
Ich lache. Du hast dir noch nicht mal die Mühe gemacht, deinen Vorposter zu verstehen, ehe du mit deiner dümmlichen Herablassung, deinem albernen „ich vermute mal“ und deinen widerlichen Unterstellungen begonnen hast. Dein Kommentar ist kein Denken, sondern eine Peinlichkeit, die du dir und der Welt besser erspart hättest.
@foehre
Jesses!
Man muss nicht rational argumentieren. Niemand ist dazu gezwungen. Und wenn man schon von vorneherein keine rationalen, auf Logik und Kenntnis beruhende Gegenargumente vorbringen kann, bleibt einem auch nichts weiter übrig, gemäß ihrem Stil zu antworten.
Ach, gehen Sie doch in die Politik. Dann könnten Sie wenigstens so tun, als wären Sie wichtig.
„Ernsthaftes Nachdenken scheint leider bei den meisten Menschen eher Unwohlgefühle auszulösen. – anstatt Freude zu bereiten.“
Nach-/Denken ist bei einem gut entwickelten/geformten Geist ein unbeeinflussbarer Automatismus. Wenn’s bei Ihnen aber einer immer wieder erneuten Initialzündung bedarf (Denken=Belohnungssystems=Freude) dann wäre das zwar pathologisch, aber warum nicht – jedem Tierchen sein Pläsierchen.
Situationskomisch bzw. vielmehr tragisch wird es allerdings dann, wenn eklatante Selbstüberschätzung („Ich möchte das Denken gerne mal für Sie übenehmen“) bereits am simplen Textverständnis scheitert und in Annahmen(=Denken?) gipfelt.
Nur gut, dass Sie für andere keine Freude=Denken übernehmen können – puuuh, Glück gehabt!
@Ach so
„… Nach-/Denken ist bei einem gut entwickelten/geformten Geist ein unbeeinflussbarer Automatismus.“
—-
Meinst Du damit Dich selbst?
Ah, ich sehe, dass Sie mit den Erkenntnissen aus Hirnforschung und Verhaltensvorschung vertraut sind.
Denn ansonsten müsste ich vermuten, dass Ihre Postulate hinsichtlich ihrer Vermutung über mich Ihrem Bauchgefühl heraus entspringen.
Egal. betrachten Sie meine Kommentare als persönliche Angriffe. Ich erwarte nicht, dass Sie dazu in der Lage sind, eine mögliche alternative Erklärung für meinen Kommunikationsstil zu finden.
@Ach So
Ich möchte mich bei dir entschuldigen.
Liege ich mit folgender Annahme falsch, dass ich gedacht habe:
1) Dass du der Meinung bist, der OT Artikel wäre mit der Absicht veröffentlicht worden, um die allgemeine Angst in der Bevölkerung absichtlich anzuschüren.
2) Dass du vermutest, dass die Verantwortlichen keine Maßnamren ergriffen haben, um das Risiko eines echten nuklearen Schlagabtauschs auf eine vernaclässigbar minimales Wahrscheinlichkeit zu reduzieren?
Ich gehe mal davon aus, dass meisten Menschen glauben, dass es für einen Raketenstart ausreicht, dass da einfach jemand auf einen Knopf – etwa ein Präsident oder sonst irgend ein Terrorist/Psychopath – drückt.
Sorry. Ich persönlich gehe davon aus, dass der Autor des Artikels diesen einfach nur wegen persönlicher Angst hier rein stellte. Welt er keine Ahnung von Absicherungstechniken hat. Das ist etwa so ähnlich, als wenn jemand annähme, dass Steuersoftware eines Kraftwerkes irgendeine mögliche physische Verbindung zum Internet habe..
Solange Machthaber gewillt sind, ihre Interessen mittels massiver physischer Gewalt durchzusetzen, ist glaubhafte nukleare Abschreckung enes von mehreren Werkzeugen, sie darin etwas einzuschränken.
Oder anders ausgedrückt:
Wenn mit Straßenräubern zu rechnen ist, dann ist es nicht die schlechteste Idee, diese wissen zu lassen, dass sie mit negativen Konsequenzen für ihr Handeln rechnen müssen.
Es gibt Leute, die versuchen einen glauben zu machen, dass es ohne Atomwaffen mehr konventionelle Kriege gäbe. Ich glaube nicht an diese Theorie. Dafür gibt es zu viele Konflikte, in die Länder, die Atomwaffen haben verwickelt sind. Und was die Straßenräuber betrifft: Wenn man eine Waffe hat, mindert das unter Umständen die Wahrscheinlichkeit, dass man angegriffen wird. Aber wenn man angegriffen wird, obwohl man eine Waffe hat, erhöht das die Wahrscheinlichkeit, dass man dabei zu Tode kommt deutlich.
…ich glaube…
Ich glaube, z.B , dass ich den Unterschied zwischen These und Theorie kenne.
Wenn nicht, dann würde ich sagen, dass ich das einfach nicht weiss.
Ich könnte in die Kirche gehen. Da ist einfaches glauben ausreichend.
Sorry, ist nicht böse von mir gemeint.
.
Thema UN / Völkerrecht
1) Das Völkerrecht wurde und wird seit 1949 insbesondere von den Großmächten wie den USA nach imperialistischer Tageslaune ( Gutsherrenart ) ausgelegt und an-verwendet.
2) Analoges gilt für die UNO und ihre Institutionen.
3) Die USA waren / sind immer auf ihre geostrategischen Ziele fokussiert. Die scherten und scheren sich einen feuchten Kericht um die Kulturen und Gesetze anderer Länder. Mehr als dumme Vasallenstaaten wie Deutschland glaubten und glauben – glauben im Sinne eines „sola fide“ / „simplicitas“ -, dass sie unterm Strich durch die USA ‚geachtet‘ würden. Aber Fehlanzeige.
Literaturtipps hierzu:
1) Peter Scholl-Latour
2) Michael Lüders
3) Werner Rügemer
4) Gabriele Krone-Schmalz
5) Jürgen Grässlin
6) Hannah Arendt
7) Eugen Drewermann
8) Rainer Mausfeld
9) Wolfgang Reinhard
10) Hans Herbert von Arnim
11) Noam Chomsky
12) Daniele Ganser
…
Ich denke, das weitaus größere Gefahren von den Biolaboren (Gain of Function) ausgehen, als durch einen potentiellen Atomkrieg.
Die herrschende Klasse arbeitet mit Hochdruck an der Vernichtung der Menschheit durch einen Virus.
Wie schon erwähnt ist der Gegner die Überpopulation und nicht unbedingt die Chinesen oder die Russen.
Nur wäre es für die meisten Protagonisten schöner wenn es eine andere ethnische Gruppe treffen würde, aber unterm Strich geht es nur um die Überpopulation.
Das ist Fakt und recht wahrscheinlich.
Vorausgeschickt – ich bin ohne wenn und aber für den völligen Bann atomarer Waffen, die Verschrottung aller heute existenten Sprengsätze.
Ohne im Detail drauf einzugehen – mir kommen einige der Gründe redundant vor. Einige der neun Punkte lassen sich zusammenfassen ohne das etwas verloren geht. Die Überzeugungskraft der Argumentation hängt nicht von der Anzahl Punkte ab.
Zu Punkt 9 – in dieser Argumentation steckt ein logischer Fehler. Wenn ich 100 Mal würfle, ist bei jedem einzelnen Wurf die Wahrscheinlichkeit einer bestimmten Augenzahl identisch. Die Wahrscheinlichkeit beim einzelnen Wurf zu summieren kommt der Annahme gleich, nach 6 Würfen sei zwingend 1 Mal eine 6 darunter. Ich würde diesen Punkt daher streichen.
Andererseits bleiben andere Aspekte unerwähnt. Etwa die Anzahl Staaten mit atomarer Bewaffnung. Deren Zunahme hat einen Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit eines Einsatzes. Das geht noch weiter. Nicht nur die reine Anzahl, auch die Grösse eines Staates hat Einfluss. Kleine / arme atomar bewaffnete Staaten, heute etwa Israel / Nordkorea, werden eher Atomwaffen einsetzen, weil die Gefahr einer nahezu vollständigen Vernichtung durch sogenannt konventionelle Waffen bei ihnen höher ist, bzw. ihnen die industriellen und ökonomischen Mittel zum stetigen wieder Äufnen der konventionellen Arsenale abgeht.
Mir ist das Ganze allgemein zu formal bzw. abstrakt, ich bin überzeugt, dass ausser dem von mir genannten Aspekt, noch weitere auf die Wahrscheinlichkeit eines Atomwaffen-Einsatzen Einfluss haben. Andererseits kann auf keine Weise logisch bewiesen werden, dass sie jemals wieder eingesetzt werden. Es handelt sich nicht um ein mathematisches Problem.
„Die Wahrscheinlichkeit beim einzelnen Wurf zu summieren kommt der Annahme gleich, nach 6 Würfen sei zwingend 1 Mal eine 6 darunter. “ Nein eigentlich nicht. Es kann auch beim 1 Wurf oder beim 24 Wurf eine 6 kommen. Bei 1 Million Würfen ist aber 1/6 eine 6, wenn die Würfel nicht gezinkt sind. Richtig ist, dass hier keine Wahrscheinlichkeiten wirken.
„Die Wahrscheinlichkeit beim einzelnen Wurf zu summieren…“
Man „summiert“ nicht, sondern man multipliziert die Wahrscheinlichkeiten, dass es pro Wurf keine 6 wird und zieht sie von 1 (100%) ab, also 1 – 5/6 x 5/6 x 5/6 x 5/6 x 5/6 x 5/6 = 1 – 0,3349 = 0,6651. Die Wahrscheinlichkeit, dass bei 6 Würfen mindestens eine 6 dabei ist, ist also 66,51 %.
Und wenn Sie lange genug weiter mit 5/6 multiplizieren, dann nähern Sie sich dem Grenzwert 1, beziehungsweise 100 %, dass mindestens eine 6 dabei ist. Wobei Sie die 1 beziehungsweise 100 % nie ganz erreichen werden, sondern nur (auf)gerundet, selbst wenn Sie den Rest Ihres Lebens nichts anderes mehr tun als weiter mit 5/6 zu multiplizieren.
Entsprechend hat Punkt 9 keinen logischen Fehler, sondern er streicht berechtigterweise heraus, dass je länger der Zeitraum in der Zukunft ist, den wir betrachten, desto näher nähern wir uns der Wahrscheinlichkeit von 100 % an, dass es zu einem Atomkrieg kommen wird, ohne jedoch die 100 % dabei jemals erreichen zu können.
Unseriös wäre es allerdings die vergangenen atomkriegsfreien Jahre in diese Berechnung mit einbeziehen zu wollen…
Der bevorstehende Angriff auf den Iran ist der reale Gegenbeweis all dieser Thesen: Auch nur eine einzige öffentlich getestete Bombe hätte tausende Menschenleben erspart und einen heraufziehenden Krieg im mittleren Osten erfolgreich verhindert.
Aber das ist den Filzlausbärten zu „unislamisch“.
Sie lassen sich lieber abschlachten um als Märtyrer ins Paradies zu gelangen.