Arday und die absurden Rassismus-Vorwürfe

Blumen für den toten Jason Arday
Southdevonian, CC0, via Wikimedia Commons

In London formierten sich 15.000 Menschen zu einer Mahnwache, organisiert von der NGO „Stand up against racism“. Der Vorwurf: Jason Arday, der jüngste schwarze Professor Cambridges, sei durch eine boshafte rassistische Medienkampagne in den Selbstmord gehetzt worden.

Diese Aussage ist völlig unhaltbar. Was wir bei Arday sehen, hat viele Parallelen mit dem Stern, der einst die Hitler-Tagebücher kaufte und das Ganze mit großem Pomp und Party inszenierte. Es ist die Geschichte einer ehrwürdigen Institution, die der Öffentlichkeit guten Grund gibt, lauthals über deren Idiotie zu lachen.

Jason Arday war ein Mensch. Sein Tod hat viele Menschen berührt. Nun bleibt die Nachlese. War es richtig, über seine Verfehlungen zu berichten? War es ein Zeichen von Rassismus, die Universität Cambridge und auch ihn bloßzustellen? War das, was er erlebte, eine „böse und bittere Hetzkampagne“, wie die schwarze Parlamentsabgeordnete Diane Abbott öffentlich sagte. Oder, wie sie weiter ausführte, eine Attacke „against all of us“, womit sie alle Schwarzen meinte?(1)

Die Geschichte von Jason Arday ist die eines Fabulisten und Plagiators, der von einer der angesehensten Universitäten der Welt unkritisch nach oben gejubelt wurde. Der Grund seiner Ernennung waren definitiv nicht seine akademischen Erfolge, die selbst für einen durchschnittlichen Studenten ungenügend waren. Cambridge hat Arday offensichtlich deshalb berufen, weil er charmant war und schwarz und neurodivers (er hat sich selbst als Autisten bezeichnet – ob er das wirklich war, steht in den Sternen). Cambridge, die alte ehrwürdige Institution, ist auf groteske Weise auf einen Hochstapler hereingefallen, weil er ihren Wunsch nach Diversität so wunderbar bediente. Recherche und gesunden Menschenverstand haben sie dabei über Bord geworfen. Hauptsache woke!

Ein Charmeur mit aggressiven Anwälten

Dass das eine gute Story ist, keine Frage. Denn Arday hat nicht nur seine Dissertation mehr oder weniger Wort für Wort von einer anderen Soziologin gestohlen. Das wäre wohl kaum mehr als ein mediales Schulterzucken wert gewesen, Plagiate interessieren keinen Menschen. Nein, er hat wieder und wieder komplett unglaubwürdige und fantastische Geschichten zusammenfabuliert und keiner der woken Professoren oder Interviewer hat auch nur einmal nachgefragt oder nachgedacht. Das hat das Ganze so interessant und ja – auch lustig gemacht.

Es gibt wohl einige Menschen, die von sich behaupten, Einstein zu sein. Das ist traurig. Jason Arday hat von sich Sachen behauptet, die ähnlich absurd sind und nur dadurch interessant wurden, dass sie von Universitäten, Think Tanks, Medien und NGOs widerspruchslos geschluckt wurden.

30 Marathons in 35 Tagen, einige davon mit einem gebrochenen Bein? Epilepsie (nachdem er brutal zusammengeschlagen worden war – keine Beweise), Hirntumor (keine Beweise), Hodenkrebs (keine Beweise), mehrere Monate im Koma (nachdem er von einem Auto erfasst worden war – keine Beweise), semi-professioneller Fußballer (keine Beweise), und vieles, vieles mehr. Die Geschichten wurden über die letzten Wochen genüsslich in der Presse ausgebreitet. Keine seiner Behauptungen ließ sich bestätigen.

Als Kind angeblich mit Autismus diagnostiziert, stumm bis zum Alter von 11 Jahren, Analphabet bis 18 (seine ehemaligen Klassenkameraden bestreiten das). Überhaupt: Das, was jeder bestätigt, der Jason Arday jemals begegnet ist, ist sein unglaublicher Charme. Seine Fähigkeit, Komplimente zu machen, sich zu vernetzen, im Drittmittelantrag den richtigen Ton zu treffen. Das sind keine Attribute, die einem zum Thema „Autismus“ einfallen. Schon die Vorstellung, ein Autist könne ein guter semi-professioneller Mannschaftssportler sein, ist absurd. Doch wie viel mehr Blick für sich öffnende Räume, für Feldverschiebungen und falsche Füße, auf denen Menschen stehen braucht es, um in Cambridge Karriere zu machen, verglichen mit einem Fußballfeld? Nur schwarz zu sein reicht aber nicht aus, für einen Ruf nach Cambridge. Da musste noch mehr her aus dem Diversitäts-Koffer. Neurodiversität zum Beispiel.

Jason Arday war nicht zufrieden damit, durch eine gefälschte Doktorarbeit einen Ruf an eine ehrwürdige Universität erhalten zu haben. Er hat danach nicht begonnen, hart zu arbeiten. Seine Studenten berichten von katastrophalen Vorlesungen, zufälliger Benotung und schlechter Betreuung. Wer sich beschwerte, wurde des Rassismus bezichtigt. Als Kollegen die ersten Zweifel an der Echtheit seiner Veröffentlichung benannten, hat er sie der Hasskampagne bezichtig und angezeigt. Sie sahen sich mit polizeilichen Ermittlungen konfrontiert. Er engagierte eine aggressive Rechtsanwaltskanzlei und ging gegen jeden vor, der ihm Fragen stellen wollte.

Jason Arday hat nicht einfach nur in Ruhe seine Arbeit gemacht. Er hat das Rampenlicht gesucht. Er wollte ein Star sein, er wollte leuchten. Der gerade mal Vierzigjährige hat einen Millionenvertrag für seine Memoiren ausgehandelt. Darin stellt er Behauptungen auf, die einem Baron Münchhausen die Schamesröte ins Gesicht getrieben hätten. Als ein Journalist vom Guardian nachfragte, warum er nach einer angeblichen Messerattacke durch einen maskierten Mann mitten auf dem Campus niemanden verständigt habe und warum dieser Vorfall nirgendwo auf den CCTV-Kameras auftauche, antwortete er: „Um ehrlich zu sein, ich dachte, Sie würden mir das einfach glauben.“(2)

Ist die Arday-Geschichte farbenblind?

Solch eine Geschichte gehört berichtet. Ist sie deshalb komplett farbenblind? Natürlich nicht. Arday wäre als weißer Mann mit Charme und einer behaupteten Autismus-Diagnose niemals auf einen der renommiertesten Soziologie-Lehrstühle des Landes gekommen. Die Geschichte von Arday ist nicht zufällig die eines schwarzen Mannes. Sie ist die Geschichte eines Schwarzen, weil sie einem Weißen nie hätte passieren können. Cambridge hat die Verpackung gekauft und nicht den Inhalt.

Die Story ist eine einzige Peinlichkeit für die Woken, für Cambridge und ja – auch für die schwarze Community. Und es ist ein Fest für solche, die sich als Rassen-Realisten bezeichnen. Diese ziehen jetzt den Umkehrschluss, was ein Fehler ist: Alle Katzen haben vier Beine, mein Hund hat vier Beine, also ist mein Hund eine Katze. Im Falle von Arday geht der Umkehrschluss so: Arday wurde trotz Unfähigkeit für das Amt berufen, nur weil er schwarz ist. Also ist jeder, der schwarz ist, unfähig für eine Professur in Cambridge.

Dieser Schluss ist völliger Unsinn. Das Problem beginnt dort, wo Cambridge nicht nur Qualität, sondern zusätzlich noch Glitzer wollte. Charme, Zöpfchen bis zum Po, strahlend, angeblich autistisch, aus einem Sozialviertel kommend, von oben bis unten woke und mit der Fähigkeit, sich selbst zu inszenieren. Will man solch ein Potpourri, wird es schwierig, präzise Denker zu finden.

Wenn man zum Beispiel Andrew Wiles nimmt, den weißen Mathematik Professor aus Cambridge, der Fermats letzten Satz bewiesen hat (große Geschichte!), der könnte auf keinem dieser Gebiete punkten. Er kann ausschließlich Mathematik.

Die Frage ist mittlerweile, ob so einer wie Wiles überhaupt noch an einer Eliteuniversität zugelassen würde. Denn ihm fehlen all die schicken Attribute, die es heute braucht. Einer der erschreckendsten Artikel dazu beschreibt das Aufnahmeverfahren zum Ingenieursstudium an der Eliteuniversität Berkeley.(3) Die Uni hat ihre ursprünglichen Testverfahren aufgegeben, um mehr Diversität zu erreichen. Mittlerweile hat die Mathematik-Fakultät (inklusive fünf Nobelpreisträgern) in einem offenen Brief auf die unhaltbaren Zustände und den Niedergang der Mathematik in Berkley hingewiesen. Wer einen Studienplatz bekommt, hängt von den sozialen Hintergründen ab und tatsächlich nicht mehr von den Fähigkeiten in Mathematik. Die Autorin muss in Eingangsklassen nach eigenen Angaben Geradengleichungen wiederholen, ein Stoffgebiet, das bei uns im Qualifizierenden Hauptschulabschluss abgeprüft wird. Diese Studierenden sind Leute, die später neuartige Flugzeuge, Hochhäuser und Brücken entwickeln sollen! Berkley geht dabei einen ähnlichen Weg wie Cambridge. Sie schauen nur noch auf die Fassaden, nicht mehr auf die Fähigkeiten.

So kommen wir nicht weiter

Ob das rechten Aktivisten hilft? Natürlich. Wer unfähige Menschen aus weltanschaulichen Gründen befördert, der macht sich angreifbar. Im Falle von Cambridge macht er sich sogar lächerlich. Stimmt der Umkehrschluss? Mitnichten. Eine Geschichte ist nicht automatisch falsch, nur weil sie rechten Kreisen Wasser auf die Mühlen schickt.

Diejenigen, denen Arday unter anderem am schlimmsten mitgespielt hat, das sind schwarze Studenten und Akademiker, die hart arbeiten und Leistungen erbringen. Sie kommen unter den Generalverdacht, nur deshalb gute Noten zu bekommen, weil sie schwarz sind. Das hat nicht die Medienlandschaft zu verantworten, das geht direkt auf das Konto von Cambridge und seinen unverantwortlichen Umgang mit Exzellenz.

Arday war auch für die woke Linke eine unglaubliche Peinlichkeit, weil sie alle herkömmlichen Diversitätsprogramme schwer in Frage stellt. Hätte Arday weitergelebt, wäre eine Distanzierung von ihm wohl unvermeidlich gewesen. Jetzt aber wird es leichter: Er taugt plötzlich dazu, als Opfer des Rassismus gefeiert zu werden. Seine Verfehlungen kehrt man dazu unter den Teppich. Die Causa Arday wird umgedeutet in einen Kampf gegen Schwarze.

Das hat selbst in Deutschland schon begonnen. So behauptet zum Beispiel Peter Nowak im Overton Magazin, Arday sei ein Opfer einer rassistischen Hetzkampagne geworden. Er schreibt tatsächlich, es sei falsch, dass sich die linksliberalen Antirassisten von ihm distanziert hätten. Und er zieht die üblichen Register: weiße Hegemonie, Affirmation der alten kolonialistischen Weltordnung, rechter Kulturkampf. Er findet es falsch, Ardays angebliche 30 Marathons in 35 Tagen zu skandalisieren, nur weil er ein paar Pausentage eingelegt habe. (Wir alle sind in unserem Leben schon 30 Marathons gelaufen, wenn man all die Pausen dazuzählt, die wir zwischendrin auf dem Sofa, in der U-Bahn und im Bett vorgenommen haben.)

Dieser Reflex, ihn aufgrund seiner Hautfarbe heilig zu sprechen, ist so bedauerlich wie falsch. Arday war vorwiegend ein Täter – kein Opfer. Der Automatismus, Schwarze über jede Kritik erhaben zu sehen, ist letztendlich zutiefst rassistisch. Novak macht das ganz ähnlich wie die sogenannten „Rassen-Realisten“, nur mit umgedrehten Vorzeichen. Er unterscheidet Menschen nicht nach ihren Taten, sondern nach ihren Hautfarben. So kommen wir nicht weiter.

Ich bereue nicht, über Jason Arday geschrieben zu haben. Er tut mir als Mensch leid. Im Fokus eines Mediensturms zu stehen, ist sicher furchtbar, auch wenn man selbst vieles dazu getan hat – und selbst nicht gerade zimperlich mit seinen Kritikern umgegangen ist. Es tut mir leid, dass er durch den woken Zeitgeist in eine Position gehoben wurde, in der man geradezu über ihn schreiben musste. Wären seine Plagiate rechtzeitig untersucht worden oder hätte man bei der ersten abstrusen Geschichte nachgefragt, bevor er als Star ins Rampenlicht getreten war, wäre es für ihn sehr viel leichter gewesen, mit dem Ganzen umzugehen.

Doch die Geschichte von Arday ist keine Geschichte von Rassismus. Wenn überhaupt, wurde Arday Opfer des Anti-Rassismus. Es waren die wohlwollenden Woken, die Arday die Möglichkeit gaben, sich zum Super-Man hochzufantasieren.

Cambridge hat einen riesigen Schaden angerichtet. Nicht, weil es rassistisch war, sondern weil es das woke Status-Spiel gespielt hat. Weil sie nicht nach Inhalten geschaut, sondern in unglaublicher Idiotie ihre Weltanschauung über ihr Hirn gestellt haben. Der Stern hat damals auch einiges einstecken müssen – zu Recht. Aus Gier nach der tollen Story haben sie sogar über die gefälschten altdeutschen Initialen auf den Tagebüchern hinweggeschaut und der Öffentlichkeit stolz die mit „FH“ versehenen Bände präsentiert, die dem neudeutschen „AH“ so ähnlichsehen.

Was im Falle von Cambridge aber noch deutlich dramatischer ist, ist das Umfeld. Wer schon mal mit Diversitätsprogrammen zu tun hatte, wird befürchten, dass Arday nicht das einzige Beispiel ist, wenn auch ein sehr krasses. Obwohl der Stern als linkes Magazin galt, sind damals keine Mahnwachen wegen „rechter Hegemonie“ gehalten worden. Niemand wäre auf die Idee gekommen, eine so eindeutige Geschichte von Inkompetenz umzudichten in einen Kampf zwischen Gut und Böse. Und den Stern als gerechtfertigt zu sehen, nur weil er auf der einem selbst genehmen Seite steht. Das, was wir auf der Mahnwache in London gehört haben, ist Spaltung in weiß und schwarz. Wer wirklich gegen Rassismus steht, sollte einen Menschen nach seinen Taten beurteilen, nicht nach seiner Hautfarbe.

Rest in Peace, Jason Arday. Und an die Universitäten: Macht es besser!

 

Fußnoten
  1. https://www.bbc.com/news/articles/clyxklg3xypo
  2. https://sarahditum.substack.com/p/the-most-unfortunate-thing?utm_source=direct&utm_campaign=post-expanded-share&utm_medium=web
  3. https://sfstandard.com/opinion/2026/08/15/uc-berkeley-sat-test-blind-admissions-math-scores/
Anne Burger

Anne Burger ist Hochschullehrerin für Mathematik und Logik. Sie lebt mit Mann und Kindern in Süddeutschland.
Mehr Beiträge von Anne Burger →

Ähnliche Beiträge:

79 Kommentare

  1. Ich habe bis „Woke“ gelesen, dann bin ich ausgestiegen. Schon zuvor tat die Frau so, als spiele eine Tatsache keine Rolle: Rassismus. Natürlich war Arday ein Hochstapler, das zu benennen ist kein Problem und darauf ist die Uni reingefallen. Soweit OK. Aber nicht zu benennen, dass da dann doch in einer extremen Weise aus eine bestimmten Ecke die Sau durchs Dorf getrieben wurde, was bei anderen Fällen eben nicht so passiert, ist auch eine Tatsache. Dass die Frau dann noch das rechte Schlachtwort Woke einwirft, damit stellt sie sich dann eben auch in diese Ecke. Schade. Solche undifferenzierten Beiträge wollte ich hier eigentlich nicht lesen.

    1. Man kann sehr links und zugleich doch nicht woke sein. Ich begrüße Vielfalt, aber sie ist allein nicht bereits Befähigung zu irgendwas.

    2. „Dass die Frau dann noch das rechte Schlachtwort Woke einwirft, …“.

      Seit wann ist „woke“ ein rechtes Schlachtwort? „Woke“ ist doch der Begriff, der von den sog. Allies der Minderheiten selbst geprägt wurde. Sie bezeichnen sich selbst doch als woke.

    3. Welche Benennung der betreffenden gesellschaftlichen Strömung wäre dir denn genehm?
      „Woke“ war einige Jahre (international) eine Selbstbezeichnung der Vertreter der entsprechenden Ideologie, deren Namen man nicht aussprechen darf. Mittlerweile nennen sie sich im englischen Sprachraum meist social-justice-movement oder (etwas pathetischer) social-justice-warrior. Hierzulande nunmehr offenbar eine Bewegung ohne Namen und Begriff.
      Müssen wir als Antifaschisten nun auch aufhören uns als Antifa zu bezeichnen, weil auch dies ein rechter „Kampfbegriff“ geworden ist?
      Mir scheint die Dämonisierung des Wortes „woke“ doch eher der leicht durchschaubare Versuch zu sein, eine bestimmte Ideologie der Kritik zu entziehen.
      Wie wir diese benennen ist mir letztlich egal. Schlag einfach etwas vor!
      Wie wäre es mit postmodern-identitäre Bewegung?

        1. Sie haben leider unrecht. Der Begriff „woke“ (stay woke – Bleib wachsam (Misstrauisch gegenüber Diskriminierung)) hat seinen Ursprung in der afroamerikanischen Community und hat wahrlich nicht das Geringste mit „Rechts“ zu tun.

    4. Wieso wurde meine absolut den Nutzungsbedingungen entsprechende Antwort automatisch gelöscht???

      Schaltet endlich diese dumme KU ab, die sich hier in die feie Meinungsäußerung einklinkt um sie zu verhindern!

    1. „Statt der vor Hass geifernden rechtsextremen Autorin zu folgen….“
      Wo um Himmels Willen hat er denn eine solche Person ausgemacht? Er meint doch nicht die Autorin dieses Artikels?
      Oder ist er selbst ein potentieller Abschusskandidat, der nach dem Motto handelt: Vorbeugen ist besser als heilen, Angriff ist die beste Verteidigung, haltet den Dieb?

    2. „Statt der vor Hass geifernden rechtsextremen Autorin…“ – Sie sind mit der Meinung der Autorin nicht einverstanden. Dann sollten sie ihre Argumente vorbringen. Aber da sie vermutlich keine haben, greifen sie zur Diffamierung. Schade…Dabei hat Frau Burger ähnlich wie in dem von ihnen verlinkten Beitrag explizit Kritik an den Zulassungskriterien zum „Studium“ geübt. Wenn eine Gesellschaft mehr als die statistisch 16-18% eines Geburtsjahrganges Geeigneten zum Hochschulstudium bringen will, dann muss das Niveau sinken. Laut der links- woken Ideologie soll aber jeder Mensch studieren… selbst der Analphabet. Und auf dieser ideologischen Welle ist der Betrüger/ Hochstabler Jason Arday gesurft.
      Er war nicht der Erfinder dieses ideologischen Mülls. Aber er hat diese Ideologie ausgenutzt….
      Wenn sie schon Kritik üben wollen, dann an dieser links- woken Ideologie und deren geistigen Väter und willigen Gläubigen.

    3. Das Video ist alles andere, als „ausgewogen“, stattdessen bietet es verständige Urteile an, was man mit sehr wenigen Ausnahmen von keinem Debattenbeitrag auf Overton sagen kann, ohne zu lügen.
      Das schreibe ich ggf im Vorgriff bzw. zum Ersatz eines Postings, an dessen Erscheinen ich zweifle.

  2. Die ganze Geschichte ist ein Musterbeispiel für eine völlig fehlgeleitete Bildungspolitik bis in die letzten Winkel der sogenannten „Elite Universitäten“ hinein.
    Sie zeigt auf, das wir auf dem besten Wege sind, all das wofür ambitionierte und wirklich intelligente Leute in den letzten 150 Jahren gekämpft haben in die Tonne getreten wird um ein woke, bornierte Kultur durch Genderstudies, Gleichstellung und Diversity zu schaffen um jedes echten Bildungsansinnen im Keim durch eine Identitätskultur zu ersticken.

    1. Ich vermute das zu einem guten Teil Rudeltrieb die Leute zur Gleichschaltung bringt. Die wollen alles um sich herum im Gleichklang haben in einer verdrehten Version von Gruppenkohäsion. Ist auch einfacher einfach der vorgegebenen Linie zu folgen, als selbst nachzudenken, und sich dann mit anderen Meinungen der Anderen auseinanderzusetzen. Obwohl letzteres die Basis für Forschung und neue Erkenntnisse ist. Wenn alle im Gleichschritt denken, kann ja nichts Neues entstehen.

      Und genau dieses Rudelverhalten wird von den Puppenspielern zur Machtausübung benutzt um die Herde zu dirigieren. Für den eigenen Machterhalt haben diese natürlich kein Interesse an unabhängigen Denkern.

    2. Ich fürchte, es ist keine Fehlentwicklung, sondern strategisch gewollt und durchgezogen.
      Seit Pisa/Bologna ist offenkundig, dass die Entstehung einer kritischen Intelligenz unerwünscht ist und deshalb das sinkende Niveau in Kauf genommen wird.

  3. Ich stimme dem Beitrag voll zu. Man muss doch noch zwischen Sein und Schein unterscheiden dürfen. Zudem stört mich diese kriminelle Energie, die aufgewandt wird, um sich ins „rechte“ Licht zu setzen. Das ist keine Sache der Rasse, sondern des Charakters.

  4. Ja, okay, sehe ich ähnlich.

    Arday war vorwiegend ein Täter – kein Opfer.

    Sicher, man könnten ihn einen Hochstapler nennen und läge damit nicht falsch. In gewisser Hinsicht sehe ich ihn dennoch auch als Opfer. Er ist Opfer des „Wokismus“, im Wissen, dass ich diesen Begriff genauer bestimmen müsste. Opfer dieser schönen blumigen neuen Welt aus Narrativen, Wunschträumen und Luftschlössern, wo nichts mehr gegen die Realität geprüft wird, sondern das wahr wird, was man sich erträumt. Wo alles erlaubt ist, wenn es sich nur gut anfühlt. Wo Einhörner auf lila Wiesen grasen, wo das Leben ein Ponyhof ist.

    Wir erleben den Zusammenbruch der Aufklärung und eine heraufziehende intellektuelle Realitätskrise. Diese fordert Opfer wie Arday, und in dieser Hinsicht verstehe ich ihn als ein solches: Pathologischen Lügnern, instabilen Persönlichkeiten, möglicherweise psychisch kranken Menschen, wird ein unwidersprochenes Leben in deren Märchenwelten erlaubt, sie werden sogar dazu ermuntert. Das verstärkt noch das Leben im Märchen, die Phantasiewelt wird zur real gefühlten Heimat. Wenn diese dann zerstört wird, weil jemand das Licht anmacht, die Wiese plötzlich grün ist und das Einhorn geflohen, dann bricht nicht nur die Scheinwelt zusammen, sondern mit ihr auch die Person, die keine anderen Standbeine mehr hatte.

    Hätte man es Herrn Arday nicht so leicht gemacht, hätte er sich vielleicht irgendwann selbst korrigiert, andere alternative Standbeine finden und festigen können, wäre nie so hoch gestiegen, hätte nicht so tief fallen können. Er ist Täter, aber eben auch Opfer einer Alles-Ist-Möglich-Welt, die überhaupt erst solche Fallhöhen ermöglicht, welche im Extremfall suizidal enden können.

    1. Nein, Arday ist kein Opfer. Er hat bewusst die Möglichkeiten genutzt, die ihm die vorherrschenden Ideologien des Antirassismus, DEI, usw geboten haben. Er hat das gespielt , was die Leute sehen wollten und er hat Kritik an seinen akademischen Leistungen mit der Rassismus-Karte abgewehrt.

      Er hätte sich ja auch nach seinen Talenten betätigen können und sich mit einem einfacheren Leben bescheiden können, statt den jüngsten schwarzen Professor zu spielen und immer höher zu steigen auf seinen Berg aus Lügen. Aber es musste die akademische Karriere sein obwohl er offenbar nicht die Eignung dafür hatte.

    2. So ist es, du hast recht. Zum Betrügen gehören immer zwei, einer, der betrügt und ein zweiter, der sich betrügen lässt. Wobei manchmal unklar bleibt, wer der Haupttäter beim zustandekommen des Betrugs war. Ich glaube, dass es hier die Universität war, die unbedingt betrogen werden wollte.

      Man sollte sich aber auch fragen, was Arday mit dem uns allen bekannten Betrüger und Geschichtenerzähler Relotius gemeinsam hat. Oder auch, was beide vom ebenso bekannten Betrüger und Geschichtenerzähler Donald Trump unterscheidet.

      Das Gemeinsame ist allerdings noch verblüffender. Alle drei Hochstapler, die es in ihren Disziplinen weit gebracht haben, gehören zum angeblich stets den Fakten und Regeln unterworfenen westlichen Kulturkreis.

  5. Da es an der Stelle im Text unmittelbar um die nachlassende Qualität an Hochschulen geht, kann ich mir nicht verkneifen, auf diesen Fehler aufmerksam machen, dass die Universität nämlich nicht Berkley sondern Berkely geschrieben wird.

    1. Hä?
      Muss ich jetzt wirklich noch mehr fragen, um das Soll zu erfüllen? Berkeley, Berkley oder Berkely: Das ist die Frage. Oder doch Birkel 7 Hühnchen?

  6. Andere weden deutsche Aussenminister und Aussenministernde, bevor sie eine wohldotierte Professur bekommen.

    Sie brechen dann noch Kriege vom Zaun. Da ist mir der Faxenmacher Arday lieber.

    1. Besprich das mal mit den ehemaligen Studenten – tschuldigung – „Studierenden*innen“, die jetzt vor den Trümmern ihrer Ausbildung stehen, weil sie nichts gelernt haben, bzw. weil keiner ihren Abschluß bei „Professor Arday“ ernstnehmen wird.

    2. Einen „Faxenmacher“ als Außenminister haben wir doch schon. Mir scheint, der Arday gehört eher in die Kategorie Trump, nur hatte er nicht dessen Nerven.

      1. Nein, er sieht nun wirklich nicht wie eine fette Kröte aus. Was Donald für Nerven hat, weiss man auch nicht so genau, er scheint sie leicht zu verlieren, wenn ihm jemand widerspricht.

  7. Nun bleibt die Nachlese.

    »Die Nachlese«?!? Was von der Ernte des Freitods Jason Ardays übrig blieb etwa? Auch wenn Anne Burger „nur“ Hochschullehrerin für Mathematik und Logik ist, sollte sie sich nicht jeglichen Sprachgefühls entäußern, auch nicht ihrem ehemaligen und besiegten Lieblingsfeindes gegenüber.

  8. 1. Ich möcht das Video, das @emil weiter oben verlinkt hat, ausdrücklich empfehlen, obgleich es alles andere, als „ausgewogen“ ist – Leute, hört doch einfach mal auf, euch und euren Lesern gemäß den be…euerten Idealen pluralistischer Diskurs-Unkultur in die Tasche zu lügen, das nutzt niemandem!
    Was nach min9 kommt, kann man sich sparen, meine ich.
    „BadEmpanda“ (so heißt der Kanal) verortet die Frontlinie in dieser Affäre maßgeblich zwischen

    white supremacist but also Jewish supremacist, race scientists in the worst way possible [and] the liberal
    identity politics

    Das trifft offenbar nicht die Szene in Deutschland, nicht die Szene bei Overton, aber für die britische Szenerie mag es mehr oder minder treffend sein, das kann ich nicht beurteilen. Ansonsten entsprechen Aussagen und vorgestellte Fakten dem, was ich unterm Nowak-Artikel hingeschrieben habe, mit Ausnahme der Ardays Statur betreffenden Bemerkungen.

    2. Wer hier seine „Weltanschauung über [sein] Hirn“ (Burger) stellt, ist mit mathematischer Exaktheit zu ermitteln, das habe ich an anderer Stelle bereits getan, zitiere:
    Die schiere Masse der Kommentatoren, die Anne Burgers Polemiken nicht nur folgen, sondern sie für bare Münze nehmen, obwohl es sich doch um offenherzige Polemik gehandelt hat, macht folgende Bemerkung angezeigt:
    Wenn jemand den analytischen, deskriptiven und ganz allgemein wissenschaftlichen Belang, einschließlich einer faktischen Gegenständlichkeit, nicht nur einzelner Fakultäten, sondern eines ganzen Zweiges bürgerlicher Sozialwissenschaft nicht nur herab setzt, sondern abstreitet, dann aber darauf besteht, die formale Korrektheit einer Diss in diesem Bereich zum „Goldstandard“ eines abstrakten Lehrbefähigungsausweises zu erklären, ist diese Person nicht nur maximal verheuchelt, sie hat ihren Verstand buchstäblich abgegeben – an vorsätzliche ideologische Verblendung in Verbindung mit politischem UND persönlichen Vernichtungswillen.
    Das ist die Münchner Hofbräuhauskultur aus 1920ff, die da Urständ feiert.

    Zu den Verdiensten „BadEmpadas“ zählt, diesen absurden Fehler, diese geistige Bestialität ausdrücklich und wortreich abgeräumt zu haben.

  9. Die Geschichte um Arday ist zweifellos eine Tragödie.

    Das Menschenbild hinter der Idee, jede Person könne die Weihen höherer Bildung erreichen, es sei alles nur eine Frage der Ausbildung, fasziniert dennoch auf mehreren Ebenen:

    Die Lebenserfahrung sagt etwas anderes, somit ist ein solches Denken vor allem für junge Menschen attraktiv – und wer weiß, vielleicht schlummert echtes intellektuelles Potential ja doch noch in dem ein oder anderen? Ältere Menschen hingegen müssen die Dinge akzeptieren, wie sie sind. Somit hängt wohl jede neue Generation dieser Utopie für einige Zeit nach, nur eben in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen, derzeit ist es die „woke“.

    Ideengeschichtlich schwingt so vieles mit, vom Neuen Menschen über den Protestantismus, den Calvinismus (oder hier besser Anti-Calvinismus?), meritokratischen versus wettbewerbsverzerrenden, den Status erhaltenden Bestrebungen, der zunehmenden Anwendung technokratischer Methoden bis hin zu preussischen Tugenden, Desillusionierungen und Brutalitäten.

    Wenn die calvinistisch geprägte Suche nach der wahren, geistigen Aristokratie den alten, wettbewerbsverzerrenden Feudalismus in Europa überwunden hat, was dem Westen insgesamt zugute kam, dann ist die Quote aus Gründen der Moral die Rückabwicklung dieser einstigen Erfolgsgeschichte. Umso verblüffender also, das Universitäten wie Cambridge diese Denkmuster übernommen haben.

  10. Nachdem in meinem näheren Umfeld mehrere mutmaßlich schwarze Kids ihren Master gemacht hatten,
    brach ein Provinz-Shitstorm los, sie wären nur genommen worden an den Unis, weil die woke Quote erfüllt werden sollte.
    Kein Gedanke, dass die es mit ehrlichen Arbeiten auch geschafft haben könnten.
    Immerhin stand ein Bildungsweg mit Abi und Bachelor davor,
    mit diszipliniertem Lernen, Musikschule, Chorsingen, Sport auf Leistungsklassenniveau,
    wo sie sich beweisen konnten und mussten.
    Diese ganze Diskussion wie sie um diesen Fall in GB geführt wird, kann man auch hier hören,
    bzw. erleben, wo eine Grundschullehrerin meinte, bei der Vergabe der Gymnasialempfehlungen sei sie von übergeordneter Behörde angehalten worden, einen Blick auf’s Elternhaus zu werfen:
    ob dieses überhaupt fähig sei das Kind bis zu erfolgreichen Abitur zu bringen UND auch eine Garantie für einen erfolgreichen Studienabschluss zu liefern (also: elterliche Minderleister fielen da schon mal raus, ebenso Alleinerziehende, PoC etc.), auch wenn die Kinder den erforderlichen Leistungsdurchschnitt aufwiesen.
    Also: ehrlich erworbenen Wissensnachweisen und Qualifikationen fallen hinten runter, sobald das Wort ‚Woke‘ in Anschlag gebracht wird.
    Da fragt an sich: sind die in Abrede Stellenden noch nie gereist?
    Flugzeuge in Afrika (und weltweit) werden von Personen geflogen, die dazu ausgebildet wurden. Das gesamte Flughafenmanagement liegt in den Händen von Leuten, die da wohnen, egal welcher Hautfarbe.
    Krankenhäuser, Baufirmen, die gesamte Infrastruktur werden überwiegend nicht durch einzelne weißer Bosse betrieben.
    Mir fällt nur auf, dass es im Wirtschafts- und Finanzwesen einen Überhang an weißen Männern zu geben scheint.
    Ich bringe jetzt mal nicht das auf den inzwischen verschrienen Begriff der Elite.

    1. Auch wenn man den „Überhang an weißen Männern“ durch Frauen und Farbige ersetzt, so ändert das absolut gar nichts am Klassen-Charakter der Gesellschaft.

    2. Das Problem benennt Anne Burger doch ausdrücklich auch! Viele erkennbar (etwa wegen der Hautfarbe) Angehörige der von den „Woken“ als „Opfergruppen“ definierten Menschen stehen jetzt vor dem Problem, daß ihre Qualifikation allein wegen dieser Äußerlichkeiten in Zweifel gezogen wird. Und der Grund sind belegbare Fälle wie der von Arday in besonders krasser Weise. Der hatte ja auch die nötigen Abschlüsse. FORMELL erfüllte er also die von dir genannten Qualifikationen. Und das spielend! Aber nichts davon war offenbar echt und durch harte Arbeit erworben. Und der Grund dafür war eben diese Bevorzugung anhand der „woken“ DEI-Kriterien. Da wurden offenkundig alle Augen fest geschlossen, um sich mit dem „Superbenachteiligten“ als Lehrkraft schmücken zu können.

      Wir wissen schlicht nicht, wieviele da mit „durchgerutscht“ sind. Auch Weiße, die Abschlüsse erhielten, die sie „früher“ mangels Kompetenzen nie geschafft hätten, einfach weil mittlerweile die Anforderungen im Sinne der „DEI“ abgesenkt wurden. Und zwar alles übergreifend!

      Handwerkerfirmen finden keine Lehrlinge mehr, weil alle studieren. Auch die, die dafür gar nicht das Zeug haben! Und was übrig bleibt, sind Analphabeten, die nicht rechnen können. Die, die für einen Handwerksberuf geeignet gewesen wären, haben dann Jahre später einen BWL-Abschluß oder – noch schlimmer – irgendwas „sozialwissenschaftliches“ studiert und sagen dann denen unter ihen, was sie zu tun haben, haben davon aber auch keine Ahnung. Und was an Unis gelehrt wird, deren „Hauptproblem“ die Diversität und das Gendern sind, und wo deshalb Lehrkräfte wie Arday befördert werden, unbequeme Denker aber nicht, will ich mir lieber nicht ausmalen.

      1. Ja, Ahnung haben.
        Darauf kommt es an.
        Möglichst gut ausgebildet sein.
        Aber es ist ja nun nicht so, dass die von Dir geschmähten Sozialwissenschaften nur Sesselpubser hervorbringen würden. Nehmen wir mal einen Sozialarbeiter: was muss der wissen und können?
        Und wo erfolgt der Einsatz? Keinesfalls nur an sozialen Brennpunkten.
        Wir werden zunehmend älter im Land. Wer kümmert sich?
        Was ist mit Kindern und Jugendlichen? Sollen die ohne Betreuung und Schule aufwachsen?
        Wer gestaltet was? Nur Leute mit eine Hammer in der Hand- da kommt an auch nicht weiter.
        Klar, die braucht es auch. Aber es wäre besser, manche von denen hätten schon mal was über Kommunikation gelesen.
        Btw, gerade im von Dir ins Feld geführten Handwerk ist das Rassismuslevel ziemlich hoch,
        das behaupte ich aufgrund eigner Beobachtungen.
        Ist eine Milieufrage.
        Oft geht es um einen ziemlich engen Zirkel dessen, was als gut und richtig erachtet wird, garniert mit altbackner ‚Heimatliebe‘, Hausmannskost, Automarken, Schützenverein, Heim und Herd.
        Nicht jedermanns Ding.
        Wenn da einer nicht punkten kann, ist er raus.
        Per Mobbing.

        1. Vor 20 Jahren mögen die Sozialwissenschaften noch einen gewissen Stand gehabt haben,. Heute ist grob geschätzt die Hälfte davon Gender- Trans- Rassismus und sonstwas -verseucht. So sehr, daß die sich mittlerweile in echte Naturwissenschaften einmischen, hauptsächlich natürlich die Biologie, wo ja immer noch von eim paar verstockten Leuten die Desinformation verbreitet wird, daß es nur zwei Geschlechter gäbe. statt daß das alles rein emotional ist und jeder sein könne, was ersiees wolle. Aber sogar in Mathematik wird jetzt gegendert! Das geht soweit., daß man Sonderregeln für Schwarze einfordert, weil die aufgrund ihrer Hautfarbe (!!) angeblich benachteiligt seien und nicht so schere Rechenaufgaben lösen könnten. Das sagen wohlgemerkt keine „bösen weißen Rassisten“, sondern „liebe Antirassisten“ und Gleichschaltungsberaufragte. Deren Aufgaben müssen also leichter werden,. Die Standards werden soweit abgesenkt, bis jeder nicht nur eine Abschluß bekommen , sondern sogar Professor werden kann, ohne was zu können, außer Geschichten zu erzählen.

          Darum geht es!

          Und was machen diese Leute dann im Leben? Nun, sie werden „Gleichstellungsbeauftragte“ oder „GEn dertbauftragte“, kümmern sich um 10 verschiedenne Toiletten im Schulbetrieb, statt die zwei völlig zugesch….enen mal auf Vordermann zu bringen, organisieren die Vorführung von Schwulenpornos im Rahmen der Sexualaufklärung, richten „Masturbationsräume“ in Kindergärten ein, und so weiter….

          Willst du das abstreiten?
          Die echten Sozialarbeiter/innen dagegen kommen mit der Arbeit nicht mehr hinterher, weil ein Gutteil ihrer Stellen für solche verlorenen Seelen draufgeht, die sich um alles kümmern, nur nicht um das, was nötig wäre.

        2. Wieso wird dieser Text gelöscht?
          Was fällt euch ein?

          Vor 20 Jahren mögen die Sozialwissenschaften noch einen gewissen Stand gehabt haben,. Heute ist grob geschätzt die Hälfte davon Gender- Trans- Rassismus und sonstwas -verseucht. So sehr, daß die sich mittlerweile in echte Naturwissenschaften einmischen, hauptsächlich natürlich die Biologie, wo ja immer noch von eim paar verstockten Leuten die Desinformation verbreitet wird, daß es nur zwei Geschlechter gäbe. statt daß das alles rein emotional ist und jeder sein könne, was ersiees wolle. Aber sogar in Mathematik wird jetzt gegendert! Das geht soweit., daß man Sonderregeln für Schwarze einfordert, weil die aufgrund ihrer Hautfarbe (!!) angeblich benachteiligt seien und nicht so schere Rechenaufgaben lösen könnten. Das sagen wohlgemerkt keine „bösen weißen Rassisten“, sondern „liebe Antirassisten“ und Gleichschaltungsberaufragte. Deren Aufgaben müssen also leichter werden,. Die Standards werden soweit abgesenkt, bis jeder nicht nur eine Abschluß bekommen , sondern sogar Professor werden kann, ohne was zu können, außer Geschichten zu erzählen.

          Darum geht es!

          Und was machen diese Leute dann im Leben? Nun, sie werden „Gleichstellungsbeauftragte“ oder „GEn dertbauftragte“, kümmern sich um 10 verschiedenne Toiletten im Schulbetrieb, statt die zwei völlig zugesch….enen mal auf Vordermann zu bringen, organisieren die Vorführung von Schwulenpornos im Rahmen der Sexualaufklärung, richten „Masturbationsräume“ in Kindergärten ein, und so weiter….

          Willst du das abstreiten?
          Die echten Sozialarbeiter/innen dagegen kommen mit der Arbeit nicht mehr hinterher, weil ein Gutteil ihrer Stellen für solche verlorenen Seelen draufgeht, die sich um alles kümmern, nur nicht um das, was nötig wäre.

        3. Packt diese Seite in und werft sie weg!

          Ganz ehrlich!

          Wenn Ihr sachliche, kritische Diskussionen derart abwürgt, ist das hier Neuber-Telepolis 2.0.

  11. Als Außenstehender, als nicht Nicht-Involvierter sehe ich das grundsätzlicher:
    Es ist ein Kampf um die Meinungshoheit, was man da in der neo-liberalen britischen Gesellschaft sieht. Kultur-Kämpfer aus dem progressiven linken Lager und dem konservativen rechten Lager gehen aufeinander los. Etwas, was sich auch in Deutschland ankündigt. Zunächst wohl in Sachsen-Anhalt und dann folgend in ganz Deutschland. Noch hat die „progressive“ Seite die Meinungshoheit, die repräsentiert wird von Grünen, Linken, Sozialdemokraten und den Resten der Merkel-CDU, aber die konservative und rechts-populistische Seite holt beständig auf.

    Es mutet mittelalterlich an, vor-aufklärerisch, ein Kampf um den richtigen Glauben, um das richtige Welt- und Menschen-Bild (bzw. die richtige Ideologie).

    In den USA tobt dieser Kampf schon länger. Da kann man sehen, was uns noch bevorsteht, wohin die kapitalistische Demokratie führt.

    Global und geopolitisch äußert sich dieser Kampf als brutal imperialistisch, entweder mit vorgesetzter liberaler Fassade oder eben ohne als Trumpismus. Woran man aber auch gut sehen kann, wem das dient. Den reichsten der Reichen ist es egal wer die USA regiert, es ist dafür gesorgt, dass ihre Interessen vorrangig bedient werden. Der Kulturkampf berührt sie nicht im Geringsten – der ist für die Fassade von Demokratie.

    1. Du verblüffst mich, garno.

      Kampf um den richtigen Glauben, um das richtige Welt- und Menschen-Bild (bzw. die richtige Ideologie).

      Da stehst du bei anderen Themen (namentlich Staatsideologie) doch in vorderster Front. Und die Seite, die du gewählt hast, bezeichnest du auch noch hinreichend:

      Noch hat die „progressive“ Seite die Meinungshoheit, die repräsentiert wird von Grünen, Linken, Sozialdemokraten und den Resten der Merkel-CDU, aber die konservative und rechts-populistische Seite holt beständig auf.

      Ich hege keine Sympathie für einen Menschen, der allem Anschein nach die „Querfront“ – Rolle buchstäblich gefressen und unverdaut in sein Selbstverständnis eingebaut hat, aber gäb es die zitierten Sätz nicht, wollte ich dir ziemlich umstandslos beistimmen.

      Inquisitionszeitalter is‘ halt, das erzähle ich seit 2010. Insofern verspätet, als mir die Ansätze dazu bereits Mitte der 90er aufgefallen sind, als „New Age“ der „Postmoderne“ verlobt wurde.

  12. An dieser angeblichen Gleichstellungsideologie ist im Wortsinn nichts links und im Wortsinn auch nichts woke (aufgewacht). Im Gegenteil, sie ist in vielerlei Hinsicht rassistisch und nichts weiter als ein Sonderrechts- und darüber ein Ablenk- und Verblödungsmanöver, zum Zweck der Stabilisierung des Status quo der Herren. Dies im Zusammenspiel mit den eher klassischen konservativen Kräften. Im Schatten dieses künstlich generierten Zwists, wie bei so vielen anderen Konflikten auch, kann man munter weiter schalten und walten wie man möchte.

    Schon grotesk, aber auch passend zu einer Welt die größtenteils nur noch aus Illusionärem besteht. Faschismus praktiziert von Faschisten und vermeintlichen Antifaschisten. Rassismus praktiziert von Rassisten und vermeintlichen Antirassisten. Zwischendurch reicht man sich den Staffelstab.

    Um vlt. mal etwas mehr Kontext hinzuzufügen:

    Rainer Mausfeld – Warum schweigen die Lämmer? – Vortrag – DAI Heidelberg
    (ab ca. min. 29)

    (Rechtfertigung von Herrschaft – Rassismus, Kulturrassismus, Klassenrassismus)

    Angst führt immer zu einer Status quo Neigung, die wir sowieso haben. Wir neigen von Natur aus, Teil der Beschaffenheit unseres Geistes, neigen wir dazu den Status quo allen anderen Zuständen vorzuziehen, auch wenn sie objektiv besser sind. Wir lieben den Status quo, hat einen ganz einfachen Grund, wir sind an den Status quo gewöhnt. Der ist für uns berechenbar. Der hat für uns eine gewisse Übersicht, eine gewisse Vertrautheit. Wir wissen was im Status quo passieren kann. Alles Andere, selbst wenn es objektiv vielleicht besser ist, führt immer zu einer Verunsicherung. Wenn sie Ängste erhöhen, wird in der Bevölkerung massiv die Status quo Neigung erhöht.

    Gesellschaftliche Apathie war von Anfang an in der Demokratietheorie der Machteliten eines der wichtigsten Ziele. Demokratie sagen wichtige Politologen und politische Philosophen, Demokratie kann nur funktionieren wenn wir es schaffen den Großteil der Bevölkerung in die politische Apathie zu kriegen.

    Korrespondierend geht das Interesse am Anderen runter. Empathie, Solidarität werden reduziert unter Angst. Autoritäre Neigung und Sehnsüchte auf einen mächtigen schützenden Führer steigen.

    Eine Dämonisierung der Anderen. Die Neigung den Anderen zu dämonisieren. Wir suchen in unserer Not der psychischen Verarbeitung dieser inneren Energie, möglichst in Personalkategorien, einen Verantwortlichen.
    Und der einfachste Trick, kennen sie aus dem Leben, verantwortlich ist, da neigen wir immer dazu, ist immer der Andere. Unter großer Angst neigen wir dazu den Anderen zu dämonisieren. Den Fremden, den äußeren Feind. Und deswegen ist eine der Konsequenzen von großer Binnenangst, eine Erhöhung der Neigung zum Rassismus.

    Das hat für die Machtausübenden den Vorteil, daß sie nun die Angst doppelt nutzen können. Die erste Nutzung war, Angst durch die Erzeugung von Binnenangst, psychische Energie von den eigentlichen Zentren der Macht abzulenken.
    Der zweite Nutzen den man hat, wenn man durch die Erzeugung von Binnenangst die Neigung zum Rassismus erhöht, daß man jetzt den Rassismus nutzen kann, um ihn wieder als Drohgebilde an die Wand zu malen. Und sagen kann, wenn ihr uns nicht wählt oder wenn ihr uns nicht folgt, dann entsteht ja Rassismus.
    Das ist wieder ein infamer Trick weil der Rassismus genau auf diese Weise erst erzeugt worden ist. Und jetzt als zweites Mal, als Drohmittel genutzt wird.
    Also da ist eine ziemlich komplexe Funktionslogik dieser Dinge.

    Diese Sachen erzeugen dann auch gleichzeitig in uns natürlich Deutungsmuster für gesellschaftliche Konflikte die den jeweils Machtausübenden willkommen sind, weil sie wieder den Blick von den Zentren der Macht weg richten, auf Andere.
    Wir kriegen Deutungsmuster; ach so die gesellschaftliche Krise die wir gerade durchleben sind die Anderen.
    Also es werden bestimmte Deutungsmuster induziert indem man vorher entsprechende Ängste aufgebaut hat.

    Schauen wir uns ein paar Bsp. an:
    Angst hat die Deutschen gepackt, Angst vor dem Fremden, Angst um den Arbeitsplatz und vor hohen Mieten, Angst vor Inflation und Rezession, Angst auch vor … usw.
    Das liest sich eigentlich wie ein Bsp., aktuelles Bsp. aus der Tagespresse. Es stammt de facto aber von 1992 (Der Spiegel 15/1992), wo wir diesen Zyklus bereits schon einmal hatten.

    Und interessant ist heute, daß uns die Auseinandersetzung mit dem was damals passiert ist, eigentlich schon wieder aus dem gesellschaftlichen kollektiven Gedächtnis entflutscht ist. Sonst hätten wir heute mehr Möglichkeiten uns mit dem was aktuell passiert auseinander zu setzen. Wir sind bereits durch diese Zyklen durchgelaufen.

    Wenn wir über Rassismus sprechen, als Konsequenz der Angsterzeugung, da muß man sich auch klar machen, das ist ein ganz wichtiger grundsätzlicher Punkt, daß die Funktion von Rassismus nie die Abwehr von Fremden war.
    Sondern die Funktion von Rassismus ist die Kategorie des Fremden als kategoriale Gruppe überhaupt erst zu konstituieren. Der Rassismus erzeugt erst die Kategorie des Anderen.

    (Die Funktion des Rassismus besteht nicht in der Abwehr von „Fremden,“ sondern in deren Hervorbringung > dadurch stiftet der Rassismus Gemeinschaft)
    (…)
    Damit wir auch das richtig einordnen können was da passiert mit dieser Angsterzeugung.
    Gründe: Erzeugung von Rassismus über Angsterzeugung. Ist ein weiterer grundsätzlicher Punkt ganz wichtig. Die permanente Erzeugung von Rassismus ist historisch ganz tief in unserer Gesellschaft verankert.
    Der Kolonialismus war natürlich ein zutiefst rassistisches Programm. Der westliche Kapitalismus erzeugt strukturell rassistische Mechanismen von Ausgrenzung. Ein konstanter bezüglich der Grenzziehung, aber einigermaßen flexibler Rassismus. Der ist sehr subtil, der hat nicht immer einen Aufkleber, „ich bin Rassismus.“

    (Die permanente Erzeugung von Rassismus ist historisch tief in unserer Gesellschaft angelegt.

    Der westliche Kapitalismus erzeugt strukturell rassistische Mechanismen von Ausgrenzung, sei es kulturell oder Klassenrassismus – ein konstanter, bezüglich der Grenzziehungen aber einigermaßen flexibler Rassismus“ (Wallerstein).

    Die mit jeder Form von Rassismus einhergehende Zuschreibung unveränderlicher Eigenschaften zu Gruppen dient der Verfestigung und Stabilisierung von Ausbeutungsverhältnissen.

    > Der globalisierte Kapitalismus kann nur rassistisch sein, weil er extreme Ungleichheit rechtfertigen muß.

    Lit.: Immanuel Wallerstein und Étienne Balibar (1988/2017 Rasse – Klasse – Nation.))

    https://www.youtube.com/watch?v=-kLzmatet8w

    1. Man kann es nicht oft genug wiederholen, was wir erleben, ist bewusste Ablenkung und Irreführung.
      „Gender“, Diversity, Equity, and Inclusion (DEI), Migration, Klima-xxx sind im Kern nicht anders als Ablenkung von den relevanten Zuständen und Vorgängen, und das ist die Bewahrung und Ausdehnung von Besitzverhältnissen.

      Ich verweise auf die Texte von Walter Lippmann, der sehr genau beschreibt, wie die Funktionselite für die notwendige Ablenkung der unteren Schichten sorgt, während sie gleichzeitig die Herrschaft der Oberschicht sichert.

      Links wäre es, darüber zu sprechen, wem die bewusste Ablenkung nützt. Wer besitzt was und warum, wer verdient an diesen Zuständen, wer profitiert von der gewollten Unfähigkeit der Gesellschaft?

  13. Ich frage mich immer wieder, was das overton-Magazin so druckenswert an den Beiträgen der anonymen Anne Burger, wenn es diese überhaupt gibt, findet.

  14. Das hier noch niemand an eine manisch-depressive Erkrankung gedacht hat. Wäre auch peinlich für Cambridge. Aber man hätte dem armen Kerl helfen können.

  15. Ich habe Gestern von Jason Arday zum ersten mal etwas gehört und es mag sein, dass er ein Hochstapler war, der alle Privilegien schamlos ausnutze um Karriere zu machen, dafür hat er mit seinem Selbstmord bezahlt, und ich denke, dass das Strafe genug ist.

    Frau Anne Burger zeigt ein ungewöhnliches Interesse daran, alle Register zu ziehen, um ihren Abscheu vor Jason Arday zum Ausdruck zu bringen, hoffentlich fühlt sie sich dadurch jetzt besser.

    1. Nein. Frau Burger hat den ersten Artikel verfaßt, bevor Arday tot war. Der zweite war eine – leider notwendige – Antwort auf einen unsäglich dummen, haßerfüllten Artikel von Peter Nowak, in dem er sie ganz direkt und grundlos runterputzte, und – wie unter „Woke-Blinden“ üblich – des Rassismusses beschuldigte, um ihre überwiegend sachlichen (!!!!) Argumente einfach wegzuwischen..

      Ohne den hätte es Artikel 2 wohl gar nicht erst gegeben.

      Und ja, ich teile die Abscheu vor dem überführten Hochstapler und Geschichtenerzähler Arday. Nicht weil er schwarz war, sondern wegen seiner Taten. Damit hat er unermeßlich viel Schaden angerichtet. Gerade in Bezug auf die Rassimusdebatte.
      Wohlgemerkt: Er hat nicht gelogen und betrogen, weil er Schwarzer war (und andere größtenteils erfundene erzeugte „Opfer“-Merkmale aufwies), er kam damit durch, WEIL er Angehöriger einer „Opfer-Gruppe“ war, und selbst umgehend, kaum daß zarte Kritik an ihm aufkam, eben diese „Rassismus-Karte“ zog. Gegen akademische Kritiker wie Professor Harris von der Plymout-University, gegen Studenten, und so weiter. Bis sich kaum einer mehr traute, sein Lügengebäude anzukratzen.

      Das MUSS man kritisieren! Und zwar so hart es geht! Sonst fahren wir weiter in den gesellschaftlichen Abgrund.

    2. Frau Burger kritisiert zu Recht das ganze System, dass sich inzwischen an vielen Unis breit gemacht hat, und solche Fälle wie hier erst möglich gemacht hat.
      und sie liefert viel Informationen dazu. Ich kannte die Sache nur oberflächlich , aber was hier aufgeführt wird ist richtig krass. Und dass so eine Elite-Uni wie Cambridge das mitmacht.
      Es wäre wichtig dass hieraus die Lehren gezogen würden, und die Unis sich auf ihren wissenschaftlichen Auftrag besinnen würden, und nicht auf „Haltung“.
      Aber , wenn man sieht wie vielerorts wieder „Rassismus“ geschrien wird, zeigt sich das da partout kein Einsehen besteht.
      Das Verhalten der Uni und Ardays haben den Schwarzen massiv geschadet.

  16. Dort in Cambridge leben ja die hellsten Köpfe des Landes. Und die haben nicht bemerkt, dass sich die Balken biegen ob Ardays Geschichten? Doch, haben sie. Aber sie trauten sich nicht, etwas zu sagen, denn das hätte das jähe Karriereende bedeutet. Der Wokismus war nie eine Graswurzel, der kam immer von oben.
    Schon klar, dass ich jetzt eine Verschwörungstheorie bringen muss, um diese Machtstruktur zu erklären. Da ist zum einen der Staat, der die Woken „gegen Putin“ mobilisieren will. Denn der ist nicht woke. Was ja großartig klappt.
    Konkurrierend, oder auch ergänzend sind da die wahnsinnigen Summen, die von Katar an die amerikanischen Universitäten gehen. Übrigens ganz andere Beträge als die vielzitierte AIPAC aufzubringen in der Lage ist.
    https://x.com/KrisztinaMaria/status/2090415433425780944

    Und warum? Werbung für den trostlosen Wahabismus wäre wohl nicht erfolgreich gewesen. Stattdessen Invest in die Judith Butler Fraktion. Wokismus plus manischer Israelhass. Letzterer war das, was Katar wollte. Queers for Palestine sind keine Randgruppe, sondern der Kern der Bewegung.

    Wie gesagt eine VT. Aber Motiv und erkennbares Ergebnis stimmen.

  17. Der „Fall“ Jason Arday scheint mir ein recht treffendes Beispiel abzugeben für die Strategie, gesellschaftliche Missstände a) zu verkleistern und natürlich b) zu personalisieren. Man wird sich um Herrn Arday noch lange herumschlagen können und wird ihm dabei ganz sicher nicht gerecht werden. Was man dabei aber ausklammert – und ich behaupte, dass es durchaus bewusst verkleistert wird – sind die realen gesellschaftlichen Missstände. Das ist zum einen der alltägliche Rassismus der unsere Gesellschaft durchzieht und den man sehr leicht übersehen kann, wenn man nicht davon betroffen ist. (Ich bin nicht betroffen, aber ich habe reale Beispiele erlebt.) Und das ist zum anderen der gesellschaftlich tief verankerte Rassismus der europäischen und anglo-amerikanischen Kultur, der sich darin äußert, was Kwame Nkrumah als Neokolonialismus bezeichnet hat.
    Die Propaganda für angebliche Gleichstellung ist nicht zum geringsten Teil ein Propagandainstrument, um von diesen gesellschaftlichen und kulturellen Missständen abzulenken.
    Ich würde dafür plädieren, Jason Arday in Ruhe zu lassen, und sich lieber den realen gesellschaftlichen Missständen zuzuwenden.

    1. Was ist denn der alltägliche Rassismus der unsere Gesellschaft durchzieht ? Woran äußert sich der ?

      Vor ein paar Jahren war mal in der Zeit eine Serie über Alltagsrassismus. Jede Kleinigkeit aus dem Alltag , jedes Wörtchen wurde analysiert, zerpflückt und herausgearbeitet was alles dran rassistisch ist.
      Quinteszenz war mehr oder weniger : wir sind alle kleine Rassisten.

      Wenn man wirklich was für die Nicht-weissen tun will, ist sowas sehr kontraproduktiv.
      Es führt dazu dass die Leut sich denken . dann ist es halt so, bin ich halt Rassist.
      Außerdem führt das zu Banalisierung des Rassismus. Wenn mal wirklich schwerwiegender Rassismus vorkommt,
      stumpfen die Leute ab.

      1. Alltagsrassismus zeigt sich z.B., wenn dunkelhäutige Menschen als „N…“ beschimpft werden (es dürfte kaum einen geben, der das nicht schon erlebt hat), wenn sie mit Bildern von Affen oder Kokosnüssen in Beziehung gebracht werden. Wenn ihnen Witze zugetragen werden, die von der sexuellen Pozenz von „N…“ handeln, wenn sie nicht als Deutsche anerkannt werden, obwohl sie einen deutschen Pass haben, hier geboren sind und so gut deutsch sprechen wie andere Deutsche, wenn man ihnen nicht abnimmt, dass sie solche Erlebnisse haben, weil man es sich z.B. schlicht nicht vorstellen kann, und ihnen stattdessen Überempfindlichkeit und Aggressivität unterstellt.

      2. @Moklitz

        Und das ist zum anderen der gesellschaftlich tief verankerte Rassismus der europäischen und anglo-amerikanischen Kultur, der sich darin äußert, was Kwame Nkrumah als Neokolonialismus bezeichnet hat.

        Das ist schlicht und ergreifend falsch. Nkrumah war kein Kultur-Kämpfer, er war Sozialist der alten Art, ihm ging es vorrangig um die Ökonomie und weniger um kulturelle Sachen. Rassismus war für ihn eine Ideologie um Kolonialismus und Sklaverei zu rechtfertigen. Mit der politischen Unabhängigkeit Ghanas blieb die wirtschaftliche Abhängigkeit vom westlichen Kapital erhalten, das nannte er Neokolonialismus – als eine Form des Imperialismus.

        Sein Buch „Neocolonialism. The Last Stage of Imperialism“ (1965) war eine deutliche Darstellung der wirtschaftlichen Ausbeutung der afrikanischen Rohstoffe durch transnationale Konzerne. In diesem Werk betonte er, dass sich auch mit der formellen Unabhängigkeit der afrikanischen Länder an den ökonomischen Ausbeutungsstrukturen der Kolonialzeit nichts geändert hat. Im Rahmen des nun praktizierten Neokolonialismus würden sich Macht und Einfluss von internationalen Öl- und Bergbaukonzernen, wie der Anglo-American Corporation oder der American Metal Climax, in Afrika weiter manifestieren. https://de.wikipedia.org/wiki/Kwame_Nkrumah

        Man sollte sich davor hüten einfach die Narrative des „woken“ Amerika zu übernehmen. Denn wendet man sich gegen Rassismus als Rechtfertigungsideologie, dann sucht man vielleicht nur andere Ideologien oder andere Narrative zur Rechtfertigung von Ausbeutung und wirtschaftlicher Abhängigkeit. Und davon hält der liberale Zeitgeist eine Menge parat. Standard-Narrativ der liberalen Medien ist heute: Die Korruption ist Schuld an der wirtschaftlichen Unterentwicklung im globalen Süden. Damit wird der Neokolonialismus ausgeblendet.

        Im Übrigen wurde der sozialistische Weg Nkrumahs wie üblich vom CIA mit Hilfe des Militärs 1966 beendet.

    2. Und genau dieses neokoloniale System verhält sich spiegelbildlich zu Rassismus als dessen Rechtfertigungsideologie. „Wir bringen den dummen N… und Arabern Kultur, z.B. Frauenrechte und Demokratie, das war natürlich auch schon der Tenor des alten Kolonialismus, aber man schaue sich die Darstellung eines Patrice Lumumba in westlichen Medien der Zeit an. Der neuere Tenor knüpft an das Alte an, versieht es aber mit einem neuen Spin, wenn die Benachteiligten nun bei uns ganz besonders gefördert werden, während die rohstoffreichen Länder in alter Manier in Abhängigkeit und Ausbeutung gehalten werden. Das gleichzeitige Schüren des Rassismus im Inland ist ein willkommener Beifang nach dem altrömischen Motto „Teile und herrsche“. Und darum ist es falsch, auf diese Ablenkungsnarrative einzusteigen und sich auf einen Mann wie Arday einzuschießen.

  18. Schwarze dürfen selbstverständlich auch Hochstapler sein.
    Die müssen aber auch genau so behandelt werden wie weisse Hochstapler ,wenn die Sache aufgedeckt wird.

    1. Das sollte man meinen. Insbesondere alle jene, welche es mit Gleichberechtigung ernst meinen. Jedoch zeigen viele der Kommentare hier, daß der Misstand, Benachteiligung zu belassen und durch Übervorteilung an anderer Stelle zu beantworten – anstelle die Ursache der Benachteiligung zu adressieren und sie danach zu eliminieren – ein weit verbreiteter Misstand ist.

  19. 30 Marathons in 35 Tagen, einige davon mit einem gebrochenen Bein?

    Arday hatte keinen „Beinbruch“, sondern einen _Haarriss_ im Bein bzw. Fuß.
    „The college lecturer, from Clapham, completed the gruelling challenge on Sunday at Piccadilly Circus after enduring daily ice baths and _a hairline fracture_ to his leg …“ (Richmond & Twickenham Times vom 25.8.2010)
    > https://www.richmondandtwickenhamtimes.co.uk/news/8350040.clapham-based-jason-arday-completes-30-marathons-in-35-days-for-shelter-and-the-shooting-star-childrens-hospice/

    Und wie entsteht wohl ein Haarriss im Bein? Findet man auf jeder Läufer-Webseite: Durch Überlastung! Beispielsweise, wenn man ständig Langstrecken läuft.

    Frau Burger – oder Herr Meier oder welche Ressentimentgeladene Einheizerin auch immer hinter dem Pseudonym stecken mag – behauptet von sich „über seine [Ardays] Verfehlungen berichtet“ zu haben. Wenn dem so wäre, so hätte „Burger“ bei ihren „Recherchen“ beispielsweise auf den Artikel in der Richmond & Twickenham Times stoßen müssen. Ich hab’s ja schließlich auch in nullkommanichts gefunden.
    Tatsächlich hat „Burger“ das gemacht, was sie ohne Beweise zu liefern Arday vorwirft, nämlich „mehr oder weniger Wort für Wort“ abgeschrieben – bei der britischen Hetzpresse, versteht sich.

    Die britische Medienbeobachter-Webseite NewsCord teilte am 15. August mit:
    „UK media mentioned Peter Mandelson 119 times in the weeks after the Epstein files were released.
    In 2023, a white Cambridge professor named William O’Reilly was found guilty of plagiarism, and only the Financial Times covered it.
    But the media hounded Jason Arday, publishing 249 articles in 22 days.“
    https://x.com/newscord_org/status/2088449042283909206

    Allein 42 Artikel steuerte der Springer-Ableger „Daily Telegraph“ bei.
    https://newscord.org/action/jason-arday-pile-on

    Frau „Burger“ publiziert auf Overton schwerpunktmäßig zum Thema „Gewalt gegen Frauen“. Dass sie zu den Epstein-Files schwieg bestätigt den Verdacht, dass die Frauenmißbraucher farbig sein müssen, um auf „Burgers“ Radar aufzutauchen.
    Dasselbe gilt auch für angebliche oder tatsächliche Plagiatoren.

  20. Das einzige, was mich an dieser wahren Geschichte wirklich traurig macht ist, das er sich das Leben genommen hat.
    Aber eins belegt der Lebensweg Ardays, der ihn schon in jungen Jahren bis an die Spitzen einer fürchterlichen und erbarmungslosen Konkurrenz- und Leistungsgesellschaft katapultierte.
    Der hatte nicht nur die Eier, sondern und vor allem auch „das Zeugs“ dazu (und wie er das hatte!), welches ihm die unterwürfigen Mucker, Saubermänner, Moralapostel und Leistungsrassisten jeglicher Coleur, nicht nur hier absprechen wollen.
    Ein Denkmal für ihn tät mir sehr gefallen.

    1. Danke sehr.
      Ich habe ein neues Wort gelernt: Leistungsrassist
      Das scheint wohl jemand zu sein, der ungeachtet von Rasse(???), Geschlecht, sexueller Orientierung oder Religion die gleiche Leistung einfordert?

      Den Saubermann, unterwürfigen Mucker und Moralapostel vermute ich allerdings auf der anderen Seite. Das hohe Podest auf dem er steht hat er sich schon selbst gebastelt.

      1. Dann widerhole ich noch mal etwas präziser, was ich unterm Nowack-Artikel zum selben Thema schon mal gesagt habe.

        Weil sich hier die bürgerlich-demokratischen Macher und Nutznießer unserer schönen „Leistungsgesellschaft“, wie SELBSTVERSTÄNDLICH derselben LOGIK(!!) rassistischer Sortierung und Diskriminierung einer klassischen Sklavenhaltergesellschaft bedienen (Beispiel: US-Südstaaten vor dem Bürgerkrieg im vorletzten Jahrhundert), sollte das zugunsten einer sauberen Beurteilung, nicht unerwähnt bleiben.

        Während damalige Menschen Sortierung NATÜRLICHE ÄUSSERE MERKMALE (Hautfarbe, Körperbau, Ethnie…) zum entscheidenden Maß erhoben, wer auf jeden Fall in der Pflücker Kolonne (Unten) landete, und wer nicht,
        bedient sich der bürgerlich-demokratische Rassismus einer ganz speziellen Organisation seines Bildungssystems, welcher ganz demokratisch und gleich, ALLEN jungen Gesellschaftsmitgliedern die CHANCE offeriert, seine Bildungslaufbahn bis zur erfolgreichen Krönung zu bestehen.
        Ob dies gelingt (oder mehrheitlich leider, leider nicht), soll dann an den individuell unterschiedlich verteilten geistigen Weiterungen und/oder Grenzen ihrer LEISTUNGSFÄHIGKEIT liegen, das angeblich so unterschiedlich verteilte Leistungs-POTENTIAL, Stichwort: BEGABUNG u. ANLAGE, die angeblich NATÜRLICHEN INNEREN MERKMALE einer unbestechlichen NATUR.

        Diese „Anlagen und Potentiale“ hat zwar noch niemand entdecken und dingfest machen können, aber das brauchen deterministische Ideologen und Pädagogen auch gar nicht.
        Denn allein die so unterschiedlich ausfallenden Bildungserfolge, sind ihren deterministischen Weltbild schon Beweis genug. Denn diese unterschiedlichen Bildungserfolge gäbe es ja nur, aufgrund der von ihnen behaupteten unterschiedlichen Verteilung angeblicher „Begabungen und Anlagen“.
        Ein praktischer Zirkelschluss und Universalrassismus der Sonderklasse, an dem jeder ganz gerecht, und ohne vorherigen rassischen und/oder geschlechtlichen Ausschluss, teilnehmen darf und soll.

        Und „merkwürdigerweise“, was die Verteilung der so pädagogisch durchgemusterten Generationen angeht, wird auch fast immer das nötig brauchbare Verhältnis an Menschen für eine kapitalistische Klassengesellschaft produziert, seien es die Wenigen für die lukrativen Oberen Jobs, oder die Vielen für Unten und Ganz Unten“

        Und da ich nicht weiß, ob mein Geschreibe hier überhaupt gelesen werden kann, hör ich jetzt auf, und erspare mir auch die Korrektur.

  21. Angenommen Arday hat sich wissenschaftlichem Fehlverhalten schuldig gemacht (d.h. plagiiert) – wobei egal ist, ob dieses nun aus Vorsatz oder nur aus unsorgfältigem Arbeiten (d.h. grob fahrlässig, da jemand spätestens dann, wenn er/sie/es eine Master oder sogar Doktorarbeit schreibt, nun wissen sollte, dass man nun sorgfältig zu arbeiten hat und auch sorgfältig mit den Quellen umzugehen hat) passiert ist – dann wäre wohl die Sache anders verlaufen, falls:
    a) man direkt von Seiten der Universität den Vorwürfen ernsthaft nachgegangen wäre (aber ungeachtet der Hautfarbe und anderer Merkmale sehen Universitäten es meist als ihre Aufgabe an nun Vorwürfe, ohne eine ernsthafte Prüfung, erstmal zurückzuweisen, jedenfalls dann, falls die Person gegen die sich die Vorwürfe richten nicht aus anderen Gründen vorher „unbeliebt“ gemacht hat),
    b) der Professor von Einigen nicht als Idol verklärt worden wäre (sondern als ganz normaler Professor angesehen worden wäre).

    Ansonsten manche Leute bringen sich um, da diese mit Ruhm nicht zurecht kommen (Curt Kobain), andere eben, falls rauskommt, dass manches dann doch mehr Schein als Sein ist (also Lug und Trug vorliegt), und man dann eben nicht mit den Konsequenzen leben will. Falls also beim Herrn Arday mehr Schein als Sein war, so wird nicht nur eine Rassistische Hetzekampange ihn zu dem Schritt gebracht haben, sondern eben auch zuerst das auf das Podest heben von Herrn Arday durch einige andere. Abgesehen davon, dass es in manchen Fällen, falls zuerst (begründete) Vorwürfe, ohne Prüfung der Vorwürfe zurückgewiesen werden, man dann meist nur durch öffentliche Berichterstattung (und viel Presse) – falls überhaupt – dafür sorgen kann, dass die Vorwürfe dann später auch wirklich geprüft werden (und es Konsequenzen gibt).

    ps. Falls Vorwürfe (im Falle von Arday des plagiierens) sich als unbegründet rausstellen, dann kann man dann immer noch die „Rassismuskeule“ schwingen (d.h. denjenigen vorwerfen, welche die Vorwürfe gemacht haben, dass diese dies nur aus rassistischen Motiven getan hätten). Nur hier hat man die Rassismuskeule wohl vor dem Prüfen der Vorwürfe geschwungen. (Wobei es aus einer Perspektive nun auch Rassismus ist, wenn man Leute aufgrund ihrer Hautfarbe oder ethnischen Zugehörigkeit etc. nicht mehr kritisieren darf…)

  22. Ich finde die Leichenfledderei in diesem Fall ein wenig abstoßend.
    Offenbar hat die eine Seite Arday zu sehr idealisiert und die andere ihn zum Super-Scharlatan aufgeblasen.
    In welchem Maße jede Seite sich vergriffen hat, weiß ich nicht genau – es gibt schließlich Wichtigeres.
    Mir reicht es zu wissen, dass hier wohl beide Seiten diesem Mann nicht gerecht geworden sind, sondern ihn für ihre kulturkämpferischen Aktivitäten missbraucht haben – und er sich hat missbrauchen lassen.

    Und Anne Burger scheint ein wenig vorurteilsbelastet.

  23. „Frau Lehrerin, der Arvay hat schon wieder abgeschrieben.“
    „Das geht ja gar nicht! Ich bin mein ganzes Leben ehrlich gewesen und habe immer Leistung gebracht, sogar mehr als von mir verlangt wurde. Der Arvey muss jetzt bekennen und Abbitte leisten, sofort!“
    „Frau Lehrerin, der Arvey ist tot.“
    „Unverschämtheit! So ein Drückeberger!“

  24. Es ist bedauerlich, dass er sterben musste. Hätte er es wie Postelt oder Schneider gemacht, zumal er, anders als die Beiden, nicht fürchten musste, ins Gefängnis zu kommen, wäre ihm eine zweite Laufbahn möglich gewesen. Er hätte, ähnlich erfolgreich wie dereinst der Schuhmacher Voigt – der Hauptmann von Köpenick – den preußisch_ deutschen Obrigkeitsstaat blamierte, die akademische wokeschistische Gilde vorführen können und dabei noch Geld verdient. Postelt hat das auch gemacht.
    Was leider tragisch endete, wäre sonst der Stoff für eine glänzende Komödie geworden.

  25. Wiener Stadtzeitung Falter: „Rassistische Fressorgie gegen schwarzen Professor mit Todesfolge [ © Tessa Szyszkowitz] Noch Fragen ?

  26. Prof. Ardey war der perfekte Kandidat, um bei der woken Gönnerschaft noch die eine oder andere Spende einzusammeln. Ein Perfekter Lebenslauf mit allen Attributen, die das woke Herz höher schlagen lassen: behindert, schwarz, autistisch, genial. Dass seine wissenschaftlichen Arbeiten formale handwerkliche Fehler beinhalteten war doch nur der Beweis seiner Außergewöhnlichkeit. Beethoven und Bach hielten sich schließlich auch nicht immer an die Regeln der Kompositionslehre. Und wo konnten Studenten schon bei einem solch außergewöhnlichen Professor studieren.
    Alles Wissenswerte zum Thema Gender Studies in dem Bonmont „Männer sind…und Frauen auch…denk mal darüber nach“ zwar abschließend zusammengefasst, aber vielleicht hatte Prof.Ardey doch noch einiges beizutragen.
    Aber warum konnte es man die diesem Arrangement nicht belassen. Durch die Mehreinnahmen von Spenden wäre doch die ein oder andere Stelle gesichert gewesen. Vielleicht wäre es auch für Studenten eine Reputation gewesen, bei diesem Professor das ein oder andere Semester belegt zu haben.
    Diejenigen, die Prof. Ardey auf den Professoren-Stuhl gesetzt haben, tragen die Verantwortung für sein Schicksal. Sie müssen gewusst haben, auf welches Spiel sie sich da einlassen. Jemandem mit solch einem Lebenslauf und psychischen Problemen eine Professur zu übertragen. Und nun ist Prof. Ardey tot. Eine mit Rücksicht und Empathie vermeidbare Tragödie.

    1. Es ist immer wieder schön, einem Loriot-Fan zu begegnen. Gerade sein letzter Film „Pappa ante Portas“ ist so voller Bonmots gesellschaftlicher und vor allem geschlechterspezifischer Verhaltensweisen von uns Menschen…

      „Ich wohne hier!“
      „Aber doch nicht jetzt, um diese Zeit….!“

  27. Nun, ja, das mag alles so sein wie geschildert. Daran hege ich kaum Zweifel.

    Aber war er nicht ein Produkt seiner Zeit, wie Jimi Hendrix, Janis Joplin, Jim Morrison und so viele andere, die daran zerbrochen sind? War es seine Schuld, dass diese Welt genau jene Attribute gefördert hat, die ihn letztendlich in den Tod trieben? War er nicht eher ein Spiegel seiner Zeit, eine Art Eulenspiegel-Tragödie ohne den lustigen Teil?

    Sollten wir nicht innehalten und fragen was diese Welt mit uns macht? Wozu sie uns macht? Statt nachzutreten?

    Ich bedauere seinen Tod, nicht aus irgendwelchen herbeifabulierten Gründen, einfach nur aus dem Grund, das jeder Tod eines Wesens, ob als Kind in Gaza oder als Eulenspiegel unserer Zeit, zu bedauern ist. Man möge mir verzeihen, dass ich in Zeiten wie diesen noch Mitgefühl empfinde. Alt und dumm, lern es wahrscheinlich nicht mehr.

    Lieber Gruss

  28. @Phineas hat oben das Wort vom „Leistungsrassismus“ geprägt. Das ist ein notwendig unverständlicher Begriff, denn „Leistung“ ist ein Maß, kein Maßstab, und die gewöhnliche – und grundfalsche, wie ich zu begründen beabsichtige – Auffassung von „Rassismus“ lautet, ‚da werden unterschiedliche Maßstäbe angelegt, zum Beispiel an Männer und Frauen, an „Weiße“ und „Farbige“.

    Schon im Auftakt kann man erkennen, daß die gewöhnliche Auffassung, was Rassismus sei, ein Fehler sein muß, weil sie zirkulär ist und deshalb nichts erklärt. Denn warum und wie werden denn „unterschiedliche Maßstäbe“ angelegt? Die gewöhnliche, unausgesprochene Antwort: Weil auf diese und jene Weise gegen die Vorgabe verstoßen werde, daß „Weiße“ und „Farbige“, „Männer“ und „Frauen“ „gleich“ sein sollen. Unterschiedliche (doppelte) Maßstäbe werden zum Verstoß erklärt, weil sie einen Verstoß gegen ein Gleichheitsprinzipe seien.

    Nun sind aber Weiße und Farbige, Männer und Frauen, und Angehörige der Gattung erectus sapiens immer und überall verschieden, und das nicht nur iwie „von Geburt an“, sondern in den Voraussetzungen und der Weise, wie sie aufwachsen, was sie für Eltern und Lehrer haben, wieviel Geld „im Hause“ zur Verfügung ist, und weiter, weiter, immer weiter …
    Diese grundgütige Verschiedenheit wird nun sowohl in einem Wettbewerb – einem sportlichen z.B. – wie in einem weiteren und verzweigten gesellschaftlichen Zusammenhang, der abstrakt „Konkurrenz“ heißt, und mit dem Kinder nicht erst in der Schule befaßt werden, sondern weit vorher (aber das wäre ein anderes Thema), zu etwas, das Leistungsvoraussetzung(en) heißt. Und spätestens an der Stelle, meine ich, sollte ich euch mal ein wenig mit Phyik befassen, weshalb ich jetzt einen Schlenker zu einem prominenten Leistungsträger mache:
    Erling Haaland.

    Erling Haaland has been recorded reaching a top match speed of 36.9 km/h (22.9 mph). Given his large 1.94m (6’4″) and ~90–95 kg frame, his ability to rapidly accelerate and sustain high speeds makes him exceptionally fast for a player of his size. Analysts note that his acceleration over the first 10 meters is where he gains an immediate edge on defenders, requiring only a few powerful strides to hit his peak velocity.

    Da haben wir zwei Maßstäbe.
    a) Die Spitzengeschwindigkeit bzw. das Vermögen, sie über eine gewisse Zeit zu halten, beschreibt man physikalisch mit „Masse mal Geschwindigkeit“, das ist der aufrecht erhaltene Impuls der Körpermasse Haalands, wofür Erling Energie aufwenden muß, deren Beschreibung wie folgt lautet: E(kin) = 1/2 mal m mal Geschwindigkeit zum Quadrat. Die aufgewendete Energie ist also sowohl der Masse, wie der Geschwindigkeit proportional. Erling Haaland muß mehr Energie aufwenden, als ein leichterer Kerl, eine einmal erreichte Geschwindigkeit zu halten.
    b) Um aber diese Geschwindigkeit überhaupt zu erreichen, muß Haaland etwas in Erscheinung treten lassen, was „Kraft“ heißt, nach dem zweiten Newtonsch’en Gesetz ist das „Masse mal Beschleunigung“. Je größer seine Körpermasse, je größer die Kraft, die er aufwenden muß, um so schnell, oder gar noch schneller zu beschleunigen, als ein leichterer Kerl, um so mehr, als bei der Beschleunigung aus dem Stand auch noch die Hebel seines hochgewachsenen Leibes hinderlich werden.

    Erling Haaland ist also einer der kräftigsten Kerle, die derzeit auf dem Fußballrasen herum toben, und diese Kraft hat noch eine zusätzliche Besonderheit in der Schnellkraft, die er zeigt, wenn er beschleunigt.

    FT-Fasern (Fast-Twitch-Fasern) sind schnell zuckende, helle beziehungsweise weiße Muskelfasern des Skelettmuskels. Sie arbeiten vorwiegend anaerob (ohne Sauerstoff), erzeugen sehr schnell große Kraft, ermüden jedoch im Vergleich zu langsamen ST-Fasern (Slow-Twitch-Fasern) rasch.

    Hoch gewachsene und schwere Kerle fallen üblicherweise nicht mit exzeptioneller Schnellkraft auf, weil sie relativ mehr ST-Fasern für alltägliche Halte- und Bewegungsarbeit benötigen, als kleinere und leichtere Kerle.

    Ist Erling Haaland also ein „Wikinger“, ein Exemplar jener legendären Modelle aus einem legendären Menschenstamm mit exzeptionellen Voraussetzungen für körperliche Leistungen?
    Mit Nichten und Neffen!
    Er hat seine hervorstechenden Eigenschaften mit immenser Arbeit erworben, das ist dokumentiert und ihr könnt es nachlesen, wenn ihr wollt.

    Aber der Mensch kann ja klauben, newoar, und so kann er an einen Zweifel glauben, daß in all der gezielt aufgewandten Trainingsarbeit des Erling doch ein „Rest Natur“ hocke, anatomische und physiologische Voraussetzungen, die ihn zu den gezeigten Leistungen bevorzugten, ja, tatsächlich für sie prädestinierten, im Unterschied zu anderen Individuen, seien sie Fußballer, oder nicht.

    Ja und? wirst Du einwenden, willst Du etwa leugnen, daß es solche unterschiedlichen anatomischen, physiologischen, vielleicht mehr noch biochemischen (stoffwechselbezogenen), daher genetischen Voraussetzungen gebe, wo du doch selbst sagst, alle menschlichen Affen seien verschieden?
    Nö. Natürlich leugne ich das nicht.
    Aber ich bestreite, daß diese unterschiedlichen Voraussetzungen in den Laufleistungen, die Erling Haaland auf dem Fußballfeld mobilisiert, ein Maß haben, sodaß solche Performanz MASSStÄBE für eine „Vorzugsnatur“ liefern könnten
    Und jeden, der das anders sieht, nenne ich einen Rassisten und darüber hinaus einen Gläubigen. Er glaubt an göttliche Prädestination, und es ist völlig wurscht, daß er seinen Gott „Natur“ nennt, statt „Allmächtigen“, hoast mi !?

    Falls nicht – ich muß das an anderer Stelle fortsetzen, dies ist schon mein 5. Streich.

  29. Anne Burger existiert nicht.
    Da versteckt sich jemand hinter einem Pseudonym und behauptet unverifzierbar Hochschullehrerin zu sein.
    Diese Person mit Pseudonym hat ohne Gesicht jedenfalls keine glaubwürdigen Credits. Weniger noch als Arday.

    Das kann irgendjemand sein. Ein Müllmann?

  30. Ein furchtbarer Artikel. Es ist wohl so,daß einiges in der Biografie nicht stimmte von Jason Arday.

    Ich empfehle den sachlichen Artikel im Freitag von Marlen Hobrack. Frau Burger oder wie sie auch immer heissen mag vergisst geflissentlich zu erwähnen ,daß die die Kampagne gegen Arday von Nathan Canfas losgetreten wurde einem weissen Suprematisten ,der seit jahren verbreitet,daß Schwarze minder intelligent seien.
    Des halb wurde er in Cambridge entlassen und jetzt auch in der UNi von Gent suspendiert, Und das ist richtig so.
    denn derartiges rassistische Gequatsche hat an der Universität nichts zu suchen.
    Es mag ja sein ,daß manchmal als reaktion auf viele jahre von ungehindertem rassismus es zu übersteigerten Good Will massnahmen kommt.
    Wie die rechte Pest darauf reagiert kannman beispielhaft bei der Volksbühne und dem Schwimmbad für Schwarze dort beobachten( nur für einen tag,ansonsten konnte jeder dort baden)
    Sofort zog eine rechte Kampagne von Ulf poschardt ,AfD und den üblichen gestalten über den Intendanten der Volksbühne hinweg.
    Leider ist das Internet ein Multiplikator dieser rechten Hetze und führt zum jetzigen Erfolg einer rechtsradikalen partei,in der auch viele rassisten und ausländerfeinde sitzen.

    1. „Nathan Canfas losgetreten wurde einem weissen Suprematisten ,der seit jahren verbreitet,daß Schwarze minder intelligent seien.“
      Das ist ein ad hominem, mehr nicht.
      Denn auch wenn Nathan Cofnas ein Rassist wäre, würde es die Zweifel an der akademischen Redlichkeit von Jason Ardey nicht aufheben. Der Plagiatsvorwurf bliebe bestehen.
      Aber ist diese Behauptung überhaupt gerechtfertigt? Worauf beruht sie?

      Im Folgenden gibt es drei Links, einmal zu einem Interview auf YT, das in der erweiterten Version auch das Plagiat zum Thema hat. Dann den direkten Blogpost von Cofnas, der zu seiner Entlassung führte. Und schließlich den Artikel, der sich mit den rechtlichen Fragen der Zulassungspolitik an US-Hochschulen beschäftigt.
      In diesem Artikel findet sich eine Erläuterung der Zulassungspolitik Harvards mit einigen statistischen Daten.

      Hier erläutert Cofnas die Gründe im Interview.
      https://www.youtube.com/watch?v=bVUwYeCVLDg
      Hier ist der Blogpost, auf den er sich bezieht.
      „I’m afraid this strategy is hopeless. Under a colorblind system that judged applicants only by academic qualifications, blacks would make up 0.7% of Harvard students. (Even that might be an overestimate, since high-school credentials are sometimes given a boost by affirmative action.) In a meritocracy, Harvard faculty would be recruited from the best of the best students, which means the number of black professors would approach 0%. Blacks would disappear from almost all high-profile positions outside of sports and entertainment“
      https://ncofnas.com/p/a-guide-for-the-hereditarian-revolution

      Und hier der zugrunde liegende Artikel.
      Ein recht interessanter Ausschnitt:
      „Harvard, for example, rates its applicants academically on a six-point scale. An academic rating of one indicates summa cum laude potential, as Harvard put it, a “genuine scholar,” and near-perfect scores and grades “combined with unusual creativity and possible evidence of original scholarship.” An academic rating of two indicates magna cum laude potential, superb grades, and mid- to high-700 sat scores. More than 60 percent of Asian applicants to Harvard for the classes of 2014 to 2019 were rated 1 or 2, compared to 46 percent of whites, 17 percent of Hispanics, and 9 percent of blacks. An academic rating of four indicates adequate preparation, respectable grades, and low- to mid-600 sat scores. Over 50 percent of black applicants were rated 4 or less, compared to 8 percent of Asians, 10 percent of whites, and 35 percent of Hispanics. If Harvard admitted students based on their academic qualifications alone, Harvard would be 43 percent Asian, 38.4 percent white, 0.7 percent black, and 2.4 percent Hispanic, according to a 2013 study by Harvard’s Office of Institutional Research. Instead, Harvard’s undergraduates in 2013 were 43.2 percent white, 18.7 percent Asian, 10.5 percent black, and 9.5 percent Hispanic.

      Asians’ extracurricular accomplishments were just as lop-sided, and they receive better recommendations from alumni interviewers than other groups. Yet whites are admitted at higher rates than Asians in every academic tier, and blacks and Hispanics are admitted at much higher rates than Asians. According to sffa’s expert witness, Duke economist Peter Arcidiacono, an Asian male applicant from a middle-class family with a 25 percent chance of admission would have a 36 percent chance of admission if he were white, a 77 percent chance if he were Hispanic, and a 95 percent chance if he were African-American.

      Students for Fair Admissions attributed these imbalances to Harvard’s monkeying with the most subjective, opaque element of its admissions criteria: the personal rating. Besides the academic rating, Harvard scores its applicants on a six-point personal rating, a six-point athletics rating, and a six-point extracurricular one. Harvard’s admissions officers testified at trial that the personal rating entails such judgments as an applicant’s “likability,” “integrity,” “helpfulness,” “courage,” and “kindness.” An admissions officer may ask himself if an applicant is “a good person” or has strong “human qualities.” Harvard’s website uses even more condescending language towards its desperate seventeen-year-old supplicants. “What choices have you made for yourself?” the admissions committee will ask about student suitors. “What about your maturity, character, leadership, self-confidence, warmth of personality, sense of humor, energy, concern for others, and grace under pressure?” How Harvard’s administrators and faculty would measure up under these probing questions was left unexplored.“
      https://newcriterion.com/article/harvard-admits-its-preferences/

      Wem wollen Sie die Rassismuskarte zuschieben, einem akademischen oder pseudo-akademischen Establishment, das sich in religiösem Eifer vor lauter Schuld nicht weiß, wohin, und sich in paternalistischen Wohltaten auf Kosten anderer entsühnt.
      Oder der übereifrigen Opposition, die bereit ist, als Märtyrer für die gute Sache erst die Karriere und dann alles andere aufzugeben.

      Sie könnten natürlich auch nach der Wahrheit suchen, nach Erklärungen, warum die Gesellschaft so ist, wie sie ist. Aber kann man nicht mit religiös-moralischen Kategorien arbeiten.
      Die Wahrheit wird irgendwann zutage treten. Wenn wir Glück haben, früh genug, um etwas zu ändern.

  31. Ein furchtbarer Artikel. Es ist wohl so,daß einiges in der Biografie nicht stimmte von Jason Arday.

    Ich empfehle den sachlichen Artikel im Freitag von Marlen Hobrack. Frau Burger oder wie sie auch immer heissen mag vergisst geflissentlich zu erwähnen ,daß die die Kampagne gegen Arday von Nathan Canfas losgetreten wurde einem weissen Suprematisten ,der seit jahren verbreitet,daß Schwarze minder intelligent seien.
    Des halb wurde er in Cambridge entlassen und jetzt auch in der UNi von Gent suspendiert, Und das ist richtig so.
    denn derartiges rassistische Gequatsche hat an der Universität nichts zu suchen.
    Es mag ja sein ,daß manchmal als reaktion auf viele jahre von ungehindertem rassismus es zu übersteigerten Good Will massnahmen kommt.
    Wie die rechte Pest darauf reagiert kannman beispielhaft bei der Volksbühne und dem Schwimmbad für Schwarze dort beobachten( nur für einen tag,ansonsten konnte jeder dort baden)
    Sofort zog eine rechte Kampagne von Ulf poschardt ,AfD und den üblichen gestalten über den Intendanten der Volksbühne hinweg.
    Leider ist das Internet ein Multiplikator dieser rechten Hetze und führt zum jetzigen Erfolg einer rechtsradikalen partei,in der auch viele rassisten und ausländerfeinde sitzen.

  32. Das größte Manko von Jason Arday wird garnicht diskutiert:
    ER ist ein MANN.
    Die Tragödie wäre noch tragischer, wenn es eine Frau (zweite Wahl) oder eine Transperson gewesen wäre.

  33. Der VS-Ökonom Roland Fryer hat festgestellt, daß die Polizisten zwar häufiger Gewalt gegenüber Schwarzen als bei Blanken anwenden, daß sie bei ihnen aber nicht häufiger zur Waffe greifen. Fryer ist übrigens schwarz. Er meint, egal welche Hautfarbe, er würde immer der Polizei aus dem Weg gehen. Er hatte bei Harvard auch Probleme wg. der me too Folklore. Ach so, er ist ein Mann. – Interessanter Typ.

    1. Spoiler: Laut ninefornews.nl „UGent-affaire….“ 21.08.26 intrigierte Peter de Sutter schon seit Mai gegen Cofnas und forderte Kollegen zum Bespitzeln auf. Er propagiert auch die Eugenik. – Die Geschichte mit dem Selbstmord kam mir ein wenig zu schnell. Ein richtiger Hochstapler macht immer weiter – und verdient am Ende mit seinen Memoiren richtiges Geld.

  34. Schon erstaunlich, welche Züge der Kulturkampf um einen farbigen Schwindler im „altehrwürdigen Cambridge“ so annimmt. Eigentlich ein kleiner Fisch im großen Pool der erfolgreichen Blender, Lügner und Betrüger, wenn man so an die letzten Affären von Trump, Mathe-Genie Jeffrey E., KI-Genie Altman, Mars-Visionär Musk und den vielen illustren und gefeierten anderen Persönlichkeiten denkt …

    Ganz persönliche Erfolgsbilanzen und der Schwindel damit gehören in der bürgerlichen Konkurrenz (eigentlich) dazu wie das Amen in der Kirche (nur bei woken Aufsteigern offenbar nicht).

    Wunderkinder und Shooting Stars sind besonders in den Medien sehr beliebt, weil sie gut für die Ideologie der freiheitlichen Chancen zu gebrauchen sind, dass es jeder mit harter Arbeit, Leistungswillen und Ellenbogen zu Anerkennung und Reichtum bringen kann. Im führenden Land der Freien sind viele mit solchem Erfolgs-Schwindel durchgekommen, manche Stars aber auch im Knast gelandet, wie z.B. Elizabeth Holmes mit ihrer Krebs-Zauberfirma.
    Auch die Trump-Universität, die Bildungs-Materialien und -Abschlüsse verkaufen wollte, kam bei einigen wohlhabenden Eltern letztlich nicht ganz so gut an, weil ein Yale oder Harvard-Zertifikat für karrierebewusste Absolventen eben doch noch einen „besseren Ruf“ genießt als ein Deko-Papier mit Donalds Namen – egal welches profunde „Wissen“ wirklich vermittelt wird.
    Mit ihrer Anti-DEI-Politik macht die US-Administration jedenfalls ihre politischen Leitlinien dafür deutlich, was sie an den wissenschaftlichen Lehrinhalten in Geschichte, Biologie, Physik, Politik, etc. noch förderungswürdig findet und was nicht. Nach neueren Berichten werden neben Kürzungen aus einigen Unis sogar Millionen an Strafgeldern (settlements) herausgepresst, wenn sie sich nach „Schein-Untersuchungen“ (sham investigations) nicht an die trumpschen Vorgaben zu angeblichem „Antisemitismus“, Säuberung von Gaza-Protesten und Anti-DEI gehalten haben. Nur Whistleblower, die sich an frühere Anwälte des Department of Justice gewendet haben und emeritierte Professorinnen wie Marianne Hirsch (Columbia Uni. bei „Democracy Now“, https://www.youtube.com/watch?v=LTa5Tqq6CyU ) trauen sich öffentlich über ein Ende der „akademischen Freiheit“ und ein „Klima der Angst“ an den Universitäten zu reden. Was sicherlich auch zu den Absichten der Trump-Regierung gehört. Laut JD Vance sind die („woken“) Universitäten schließlich „der Feind“.

    In Deutschland wurden begehrte Doktor-Titel früher einfach mal verkauft. In der Konkurrenz um die besseren Jobs hat sich irgendwann eingebürgert bei Zeugnissen manche schlechten Noten aufzuhübschen und auch beim Lebenslauf ein paar Verschönerungen vorzunehmen. Manche bringen es damit sogar zum Arzt im Krankenhaus oder zur Lehrerin, ohne dass es in 20 Jahren auffällt, wenn die Leute sachkundig und anstandlos ihren Job gemacht haben. Das schützt aber niemandem vor einem Betrugsverfahren, wenn das gefälschte Abi-Zeugnis dann doch mal auffliegt.
    Zur häufigen Praxis sind Rechtsklagen von ehrgeizigen Eltern geworden, gegen Abi-Abschlussnoten, die dem Nachwuchs knapp den Zugang zur ersehnten englischen Uni versperren. Die Schulen knicken wegen des erhöhten Rechts- und Nach-Prüfungsaufwands manchmal ein und winken den Notenwunsch dann auch gegen das nachträgliche Gutachten durch, wenn es „nur um 1 bis 2 Punkte“ geht.
    Auf die Schummeleien von Prominenten und Politikern braucht man hier nicht weiter einzugehen, um zu belegen, dass solcher Schwindel in allen Bereichen der beruflichen und akademischen Konkurrenz dazugehört.

    Manche beklagen zwar ständig eine Senkung des Leistungsniveaus und der Bildungsqualität, auf „links-wokeistische“ Bestrebungen zur Herstellung von farbiger Chancengleichheit führen das im Allgemeinen aber eher die rechten Kulturkämpfer zurück, die das zur Gefahr für die elitäre Bildungshierarchie, die Leistungsideologie und überhaupt zur Bedrohung der abendländischen Kultur aufbauschen.

    Bei Arday und der „woken Uni“ stand ja nach Frau Burger mit der sehr „logischen“ Frage, wieviel wokeistischen Schwindel es im „altehrwürdigen“ Cambridge denn noch geben könnte, und dann vielleicht auch in Oxford!, viel mehr auf dem Spiel. Als Anzeichen für den akademischen Untergang des altehrwürdigen, elitären und angeblich „leistungsbezogenen“ Bildungswesens durch „Diversity, Equality und Inclusion“ sollte man die Arday-Story verstehen. Als ob der ehrenwerte Bildungsbetrieb völlig schwindel-frei wäre, wenn nur solche farbigen „Minderbegabten“ genau unter die Lupe genommen und von ihm ferngehalten werden. Was sie nach Cofnas „genetischer“ Analysen und Rasse-Rechtfertigungen auch verdient haben.

    Bereits im ersten Artikel drückte Frau Burger aus, was sie unter wissenschaftlicher Qualifikation versteht.

    „Die Universität Cambridge ist eine Institution, die einen großen Namen führt. Sie verspricht Qualität, Exzellenz, die besten Köpfe. Das Städtchen Cambridge ist hübsch und hat nette mittelalterliche Bauwerke, aber es lebt von seinem Ruf. Nur dafür bewerben sich die besten Studenten der Welt, nur dafür folgen begabte Wissenschaftler dem Ruf auf einen Lehrstuhl.“

    Es geht also um den „guten Ruf “ der „Exzellenz“, den „großen Namen“ und das Versprechen von „Qualität“ für „die Besten der Besten“. Und gegen das, was sich wie aus einem Pilcher-Roman anhört, hat Cambridge mit seiner Beschäftigung eines schwarzen Professoren als „wokem Poster Boy“ schwer verstoßen.

    „In 2023, at the age of 37, he became the University of Cambridge’s youngest Black professor and a Fellow of Jesus College.
    At the time, they proudly declared that he was the 800-year-old institution’s “youngest Black person ever appointed to a professorship”, joining only five other Black professors at Cambridge.
    Bhaskar Vira, the university’s pro-vice-chancellor for education, called Arday „an exceptional scholar of race, inequality and education“, adding that he would „contribute significantly to Cambridge’s research in this area and to addressing the under-representation of people from socioeconomically disadvantaged backgrounds, especially those from Black, Asian, and other minority ethnic communities…“
    Vira added at the time: „His experiences highlight the barriers faced by many under-represented groups across higher education and especially at leading universities. Cambridge has a responsibility to do everything it can to address this by creating academic spaces where everyone feels they belong.“

    (The Jason Arday controversy_ Explaining the University of Cambridge scandal rocking British academia _ Euronews (22.8.2026 02_39_29)

    Der Uni-Vize sagt offen, dass es bei Arday darum ging, den 800-jährigen Muff des weissen, elitären Cambridge mit etwas mehr „Repräsentanz“ für die kolonial-bedingten Bevölkerungsanteile des britischen Empire aufzupeppen. Von denen gehören schließlich auch einige zur heutigen, wohlhabenden Oberschicht, die ihren Nachwuchs gerne auf Unis mit „gutem Ruf“ unterbringen und sicher keine Professoren mögen, die die Lehre verbreiten, dass Farbige zu blöd für einen Professorenjob sind.
    Ardays persönliche „Erfahrungen“ als Benachteiligter, sein später Bildungs-Aufstieg und seine sonstigen Aktivitäten als Musterknabe waren für die Uni ebenfalls ein Qualifikationskriterium. – Keine so ungewöhnliche oder dubiose Geschichte, außer vielleicht beim Ausmaß der Täuschungen, die Arday meinte als „benachteiligter“ Erfolgstyp von sich präsentieren zu müssen. Zur Last gelegt wurde ihm dann das Gesamtpaket an geschönten Unstimmigkeiten, weil er „Pausentage“ zwischen seinen sportlichen Läufen nicht korrekt angegeben hätte und ähnlicher Kinderkram, der mit seiner professoralen Qualifikation gar nichts mehr zu tun hatte. Oder sind Professoren, die bei ihrer Steuererklärung falsche Angaben machen auch alle Betrüger, die sich damit für ihre Stelle disqualifizieren?

    Die Uni legte es also gar nicht darauf an einen zweiten „Einstein“ oder geweihten Nobelpreisträger anzustellen, wie es offenbar zur Erwartungshaltung der empörten „Leistungs“heuchler wurde, nachdem der Plagiatsverdacht vom „Real-Rassismus“-Forscher Cofnas aufgebracht war, der sich (nach dem ersten Burger-Artikel) selbst als Weisser durch DEI-Politik in Cambridge diskriminiert fühlte. Als rassistische Überempfindlichkeit wurde Cofnas das nicht ausgelegt, aber wenigstens ist er nun mit seinem Intelligenz-Geschwurbel ins Rampenlicht aufgestiegen und der Kulturkampf um woke oder konservative demokratische Freiheitsvorstellungen, Gleichheits-Werte und Gerechtigkeit wabert weiter bis auch im kapitalisierten Bildungswesen endlich wieder das „Recht des Stärkeren“ und der „wirklich“ erfolgreichen Leistungserbringer durchgesetzt wird.

Schreibe einen Kommentar

Bitte beachten Sie unsere Kommentarregeln : Bleiben Sie sachlich, respektvoll und beim Thema. Wir behalten uns vor, insbesondere Kommentare zu entfernen, die Beleidigungen, Spam oder persönliche Angriffe enthalten.

Pro Beitrag sind maximal 5 Kommentare (inklusive Antworten auf andere Kommentare) zulässig.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Bitte schreiben Sie mindestens 100 und höchstens 10000 Zeichen.

0 / 10000 Zeichen