
Die Demokratie steht am Abgrund, sagt Sylvie-Sophie Schindler: Lüge, Korruption und Bürgerverachtung sind an der Tagesordnung, während Autokraten weltweit auf ihren Moment warten.
Doch wer sagt, dass wir uns das gefallen lassen müssen? Sie schlägt vor, aus dem Parteiensystem auszusteigen und eigene Wege zu gehen. Ihr Buch ist ein Aufruf zur Freiheit: radikal, klug und zutiefst menschlich. Anarchie ist keine Bedrohung, sondern die konsequenteste Form der Humanität, so Schindler.
Aber wie gelingt der Polit-Exit? Kann man überhaupt austreten? Oder haben wir es mit einer absoluten Zwangsorganisation zu tun? Es sieht ganz danach aus. Wo soll man denn hin? Politik ist nahezu weltumspannend. Wahrscheinlich hat man nur noch bei einigen wenigen abgeschotteten Indigenen seine Ruhe. Sobald einer nur verkünden würde: »Nein, danke, ich will hier raus, ich brauche euch nicht, ich mache mein eigenes Ding«, müsste er einen Ort finden, wo er etwas eigenes aufbauen kann, und das würde schwierig. Als jemand, der den Ausstieg sucht, gerät man ohnehin schnell in den Verdacht, mit Bomben nur so um sich zu werfen, mindestens aber ein Staats- oder Verfassungsfeind zu sein. Für die Regierung ist das bekanntlich dasselbe. Doch Verfassung und Staat respektive Regierung sind keine Synonyme. Zur Erinnerung: Das Grundgesetz sichert uns Abwehrrechte gegen staatliche Eingriffe. Es dient also uns zum Schutz. Die darin ebenso enthaltenen Freiheits- und Gleichheitsrechte sind toll – was sollte man dagegen einwenden?
Dass die Polit-Protagonisten Steine werfen, obwohl sie im Glashaus sitzen, kümmert sie nicht. Denn wahr ist, dass die Verfassungsfeinde, nach denen sie allzu gerne fahnden, längst in den eigenen Reihen sitzen. Im Laufe der Geschichte haben Regierungen immer wieder bewiesen, dass es zu ihren allerliebsten Hobbies gehört, die Verfassung auf ihre Weise zu interpretieren und gegen sie zu verstoßen. Und sie tun es bis heute, Tag für Tag. Besonders beliebt ist die Nichtachtung des Grundsatzes »Die Würde des Menschen ist unantastbar«.
Staatsversagen ist flächendeckend

Denn wer die Menschenwürde achtet, der geht nicht mit Millionen von Bürgern so um, wie er es während der Pandemie-Jahre tat. Politiker überboten sich in der Ächtung und Ausgrenzung maßnahmenkritischer und nichtgeimpfter Menschen. Ein humanitäres Totalversagen, das bis heute ohne ernsthafte Konsequenzen bleibt. Wer die Menschenwürde achtet, benutzt Menschen nicht als Kanonenfutter und verhindert, dass Bürger sich gezwungen sehen, nach Pfandflaschen im Müll zu wühlen. Wer die Menschenwürde achtet, führt keine Handelskriege und beschließt keine Maßnahmen, die zur Folge haben, dass Märkte schrumpfen oder zusammenbrechen, dass Unternehmen schließen müssen, ganze Branchen leiden und Millionen von Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren. Wer die Menschenwürde achtet, mutet Kindern keine steigende Armut und kein desaströses Schulsystem zu und liefert sie dort nicht der Schutzlosigkeit aus. Ende Oktober 2025 berichtete der Cicero, dass seit 2015 die Gewalt an Schulen dramatisch zugenommen hat und der Staat nicht mehr in der Lage sei, die Sicherheit von Schülern zu gewährleisten. Apropos. Auch der erwachsene Bundesbürger wird eher von Außerirdischen besucht werden als sich auf die innere Sicherheit verlassen zu können, gleichwohl der Staat doch das selbst als entscheidendes Argument für seine Berechtigung anführt. Sogar ein Bummel über den Weihnachtsmarkt kann inzwischen zum Überlebenstrip werden. Denn er birgt nicht nur die klassische Gefahr, zu tief in die Glühweintasse zu schauen, sondern wahlweise womöglich abgestochen oder überfahren zu werden.
Noch mehr Beispiele gefällig? Die finden Sie überall, das Staatsversagen ist flächendeckend. Und wuchert weiter wie besonders hartnäckiges Unkraut. Probleme werden nur dann gelöst, wenn gesichert ist, dass einundzwanzig nächste folgen. Politiker sind so etwas wie der Anti-Midas. Alles, was König Midas anfasste, wurde zu Gold. Bei Politikern ist genau das Gegenteil der Fall: Sie machen aus dem, was mal Gold war, schweres Blei.
Es stimmt, es gab blutige Aufstände von Anarchisten
Um die eigene Unfähigkeit nicht sehen zu müssen, werden wir Bürger ins Visier genommen. Uns wird alles Mögliche unterstellt, was die Politik eigentlich sich selbst ankreiden müsste. Was hier stattfindet, kennt man aus der Psychologie: Es handelt sich um Projektion. Wer nicht so gerne bei Sigmund Freud nachfragt, sondern lieber in der Bibel blättert, findet auch dort Zitate, die sich wie eine beliebte Strategie der Polit-Garde lesen. Übertragen wir das mal: Statt den Balken im eigenen Auge zu erkennen, wird nach Splittern im Auge des Bürgers gejagt. Kein guter Stil. Aber wer sich im Überlebensmodus befindet, wer seine Position sichern muss, der legt auf Benehmen nun wirklich keinen Wert. Natürlich will man auch den einzigen Fluchtweg verbarrikadieren, der sich uns Bürgern bietet. Die Anarchie muss des Teufels sein, damit die Politik sich selbst an der Macht und die Bevölkerung im System der Unterdrückung halten kann. Wo kämen wir denn da hin, wenn die Menschen entdeckten, dass sie sich nicht unterordnen müssen.
Um maximal abzuschrecken, wird so getan als wäre die Umsetzung von Anarchie gleichbedeutend mit der Ausrufung einer exorbitanten Gewaltorgie. Man muss nur mal eine spontane Umfrage machen und wird schnell herausfinden, wie sehr diese Vorstellung in den meisten Gehirnen verankert ist. Auch hier hat die Polit-Sekte ganze Propagandaarbeit geleistet.
Es stimmt, es gab blutige Aufstände von Anarchisten, und jeder Mensch, der dabei sterben musste, ist einer zu viel. Da gibt es nichts schönzureden. Doch zur Wahrheit gehört auch, dass die Relationen nicht stimmen, weil es immer so klingt, als würde Gewalt immer erst dann auftauchen, sobald ein Anarchist die Weltbühne betritt. Bleiben wir bei der Realität und setzen das Blut in Vergleich, das in zig politisch angezettelten Kriegen fließen musste – dann steht eine winzige Pfütze einem gigantischen Ozean gegenüber. Das sind keine schönen Bilder, ich weiß. Doch es ist notwendig, sich diese propagandistischen Verzerrungen nicht bieten zu lassen. Zig Korrekturen sind zu machen. Viele davon übernahm Horst Stowasser mit seinem Bestseller Anarchie, das sich übrigens als ergänzende Lektüre empfiehlt. So legt er unter anderem dar, dass die blutigen Attentate aus anarchistischen Reihen, die sich Ende des 19. Jahrhunderts ereigneten, einer Negativfixierung geschuldet gewesen seien, die mit dem Wesen des Anarchismus an sich nichts zu tun hätten. Nicht Zerstörung alter Strukturen sei das Ziel des Anarchismus, sondern der Aufbau neuer Strukturen, die die alten erübrigen.




Boah…ist das ein schwacher Text….mir fehlen auch die Worte.
Ist halt Werbung.
Für ihr Buch, aber nicht für die Anarchie! 😧
👍
Die Leseprobe ist dagegen ganz vielversprechend.
👍
Kann Ihren Unmut verstehen: da steht endlich mal ein Spiel Ihrer Heimmannschaft auf dem Plan, und dann läuft lediglich das B-Team im Stadion ein… wenn überhaupt.
@motonomer
Hier hast du etwas zum runterkommen 😉
🎬 🎤 🎧 🎼
https://m.youtube.com/playlist?list=PLk5HwIHx1Nk5Sa3b8mnXGH9lmN1AH_V-W
Bester Live-Act den ich kenne… feel like I do. ♫
Musikalisch aber ist es wohl diese Version Released 1976
https://youtu.be/hUioud7Qtsw?si=wZG1-EWCZaq4n1z6
Those were the days… seufz 👄
Besser man schaut sich das hier zur Anarchie an: Teil1 https://youtu.be/tDDLFpz7pjE?si=1TOp6GR7GOnL_7sV
Teil 2: https://youtu.be/I0UGM8zeNLw?si=hetbRa709KQVDTBU
Die Entstehung des Anarchismus nur auf Armut zu reduzieren, trifft den Kern der Sache nicht.
Das geht tiefer.
Natürlich gab es auch den kommunistischen Anarchismus
aber man darf den Anarchismus nicht mit einer Ideologie verwechseln,wie Kommunismus oder Kapitalismus,in der einen Form herrscht die Partei ,in der anderen das Geld
Anarchie heisst nur keine Herrschaft,
kein Mensch darf über den anderen herrschen.
Dann ist es doch Kommunismus.
Nein, im Kommunismus spielt der Staat eine tragende Rolle, während beim Anarchismus es gar keinen Staat gibt.
Keine Herren
Keine Sklaven.
Nicht so wirklich richtig.
Dort wo eine Marxistisch-Leninistische Kommunistische Partei die Herrschaft errang oder ihr zugewiesen wurde, ist der Kommunismus immer als Herrschaftsfreies Endziel aller vorherigen Mühen und Anstrengungen einer leider notwendigen Zwischenstufe – der sozialistische Volksstaat – verkauft worden.
selbst bei einigen „Jungen Pionieren“ wurde nicht unernst darüber gestritten.
Die kommunistische Partei China hat diese schöne Motivationshilfe bis heute nicht aus dem Verkehr gezogen, allerdings schon mal angesagt, das es wohl noch ein paar Jahrhunderte Mühsal und Anstrengungen bedarf, bis dann auch mal „die Historie“ endlich dazu bereit sein wird.
Ich bin Pragmatiker, kein Ideologe.
Ich beurteile Dinge, indem ich bewerte was hinten dabei herauskam und das war immer ein autoritäres Staatsgefüge, so wohl im Kommunismus, als auch im sogenannten Sozialismus.
Die Anarchisten wollen einen Staat und das ist auch schon alles, was ich dazu aussagen wollte.
Keinen, keinen….!
@motonomer
Ein Jahr vor 1974, zu hart für Fangfort: Humble Pies Doctor:
https://m.youtube.com/watch?v=-gWqrP30YXQ&list=RD-gWqrP30YXQ&start_radio=1&pp=ygUSaHVtYmxlIHBpZSBpIGRvbnQgoAcB0gcJCaIKAYcqIYzv
Schön n Sonndaaach.
was fehlt denn?
Eine Erwähnung der historisch wichtigen Protagonisten oder wenigstens ein paar bedeutende Beispiele.
Etwas mehr Verve hätte dem Artikel sicher auch gut getan.
Unter anderem, das es so gut wie keine Kriminalität mehr vorkommt.
Oder Korruption sinnlos wäre und soo vieles mehr.
Wie wäre es mit einer Definition des Begriffes?
@motonomer
„Boah…ist das ein schwacher Text….mir fehlen auch die Worte.“
Sie vermissen dort wohl den Gulag und ihre Gewaltfantasien
+++++
Die wollen uns töten, falls Dir das noch nicht aufgefallen ist.
@motonomer
Sie wollen doch auch alle umbringen,. Wo ist da der Unterschied?
Der Unterschied ist, das sie wahrscheinlich mit dabei sind, wenn sie den Herrschenden die Macht überlassen. 😉
@Otto0815
motonomer ist hauptberuflich ein alles verneinender & opponierender Nihilist und nebenberuflich Fischverkäufer*.
(*ich bin noch immer überzeugt, dass hinter dem Alias Käpt’n Iglo steckt)
Anarchisten sind nur ein Marketinggag und Teil des Systems zum Machterhalt.
(sozusagen die Schmuddelkinder, die man den braven vorhält [Bei W. Busch war das der Struwwelpeter])
Der war gut, hab mir den Beitrag rauskopiert und suche gerade nach einem Rahmen dafür.
🐡🐠🐬🐳🐋 🦈🐟
Dann doch lieber als Stickarbeit auf einem Kissen. Hat man mehr von………..୭🧷✧
Touché
Eines der wenigen Dinge, die ich wirklich nicht kann.
Das Monotone nennt sich – sofern es nicht den Computer einer anderen nutzt – im echten Leben „Biggi“ und sie (!?) betreibt Anarchie durch ebenso frequentes wie zwanghaftes Absetzen von gleichlautenden Leser-Kommentaren von einem systemkonformen und datensaugenden Windows-Computer aus.
So geht Anarchie heute.
Laut eigener Aussage ist er mittellos und wohnt bei einer Freundin, vermutlich ist es tatsächlich ihr Computer. Doxxing ist außerdem schlechter Stil, wir sollten das nicht tun…
Was er ist, oder was er nicht ist, beim wem er wohnt, was er isst oder wie seine Verdauung ist spielt absolut keine Geige!
In den allermeisten Fällen bin ich seiner Meinung, in den Ansichten unterscheiden wir uns nur um Nuancen.
Was den Artikel betrifft, sehe ich das ähnlich, auch mir fehlen da die Beispiele.
Was mich am meisten stört, ist, das die Autorin zwar die Situation treffend analysiert, aber die daraus resultierende Kosequenz nicht zieht, oder ziehen will. Mit einfach nicht mehr mitmachen ist es nicht getan. Das ist nicht möglich, weil es nicht zugelassen wird, mindestens für den Einzelnen nicht.
Es gibt nur eine Konsequenz, die die Autorin nicht benennt.
Ich tue es auch nicht, weil justiziabel!
Jedenfalls hege ich hohe Achtung für den motonomen, für alle die, die ihn nicht zumindest für seinen Freimut wenigstens mit Respekt behandeln, auch wenn sie seine Ansichten nicht teilen, hege ich die nicht!
Oh, danke..schau grad Snooker…✌
Kein Ding!
Musste ich mal loswerden, weil mir gewisse Leute langsam auf den Sack gehen!
Was wollen sie eigentlich ad hominem rumstänkern hm…?
Sie werden hier keinen Blumentopf gewinnen, mit ihren falschen Anschuldigungen.
Sie wurden verarscht und sie haben es nicht einmal gemerkt.
Wo sind ihre sachlichen Argumente hm…ham se nich wa…?
Sie sind erbärmlich und das spüren sie auch, das nagt an ihrer Persönlichkeit, weil sie keine Argumente haben, nichts womit sie mir das Wasser reichen können.
Selbst Scheinregen hat da mehr Anstand. als ihre Wenigkeit.
Ich habe an anderer Stelle schon darauf hingewiesen, das ich für meine umfangreichen Recherchen auch ab und zu mal Windows benutze. schon alleine wegen des Vergleichsabgleich und weil bestimmte Programme einfach nicht unter Linux laufen.
So und jetzt kommst du…
Ach und noch eins,….. was hat das eigentlich alles mit der Gegenargumentation zur Anarchie zutun….WAS?
@ notabene
„[Bei W. Busch war das der Struwwelpeter]“
Struwwelpeter ist der Titel eines Werkes des Frankfurter Arztes und Psychiaters Heinrich Hoffmann aus dem Jahr 1844.
Auch den hab ich nie gelesen, bin mit Robert Crumb und der Freakbrothers aufgewachsen.
Ob sich DAS verkauft?
ICh will ja Overton nicht die Verkaufszahlen vermiesen, aber eine Aneinanderreihung von Beispielen, aufgeblasen zu Skandalen, ist noch lange keine politische Erkenntnis, sondern eher nur sehr, sehr dürftiges Niveau, jedenfalls nach dem zu urteilen, was dem Ankündigungstext zu entnehmen ist.
Oder glaubt man, auch bei Buchveröffentlichungen einer Frauenquote gerecht werden zu müssen?
Aber vielleicht ist das mittlerweile das politische Niveau in den intellektuellen Kreisen. In meiner Jugendzeit wäre das höchstens als Schülerzeitung durchgegangen und hätte insofern Wohlwollen gefunden, weil man es als die ersten publizistischen SChritte junger Menschen betrachtete, die noch ihren Weg finden müssen. Heute scheint das schon zu reichen für eine Buchveröffentlichung. O tempora, o mores!
👍
Echt Rüdiger, das ist dein Aufhänger, weil es eine Frau ist? Du schaffst es tatsächlich noch dich selbst zu unterbieten. Also das mal, wegen deiner quasihumoristischen Erwähnung von Niveau. Also ausgerechnet du.
Geht wohl aber eher um deine Torwächterfunktion, da hier zuviel tangiert wird was deinem Herrchen garnicht passt. Falls du Bsp. benötigst lass es mich wissen.
NICHT weil sie eine Frau ist, Das ist die dümmliche Polemik, mit denen Leute wie Sie anderen über den Mund fahren wollen, um nicht inhaltlich diskutieren zu müssen.
Nicht weil sie eine Frau ist, sondern weil es platt ist, was sie sagt, zumindest was den Ankündigungstext angeht. Oder soll man über die inhaltliche Leere hinwegsehen, WEIL sie eine Frau ist. DAs würde aber bedeuten, dass Leute wie SIE eine Frau nicht ernst nehmen und ihr aufgrund ihres Geschlechts Welpenschutz erteilen.
„Geht wohl aber eher um deine Torwächterfunktion, da hier zuviel tangiert wird was deinem Herrchen garnicht passt.“
Was wollen Sie denn mit solchen verkorksten Sätzen sagen. DAs kann nur verstehen, wer in IHREN Hirnwindungen zu Hause ist.
Sry Rüdiger, das grenzt jetzt schon an’s Groteske. Wenn ausgerechnet du noch von dümmlicher Polemik schwatzt. Wann trägst du denn irgendwann mal etwas vor was einem nachvollziehbaren Argument nahe kommt? Deine Methodik ist eine Aneinanderreihung von Diffamierungen in Permanenz, kombiniert mit der zugehörigen Demagogie im Dienst von Herrchen. Du schlägst doch immer dann im Forum mit deinem Mundstuhl auf, wenn jemand sich um tatsächliche Aufklärung bemüht und deine „Artikel“ sind herrschaftliche Agitprop. Zur Erinnerung inklusive der Entlarvung deiner Verlogenheit:
Corona und die Linke | Von Rüdiger Rauls
Ein Standpunkt von Rüdiger Rauls.
Nach der Sommerpause trifft die zweite Welle der Pandemie die westlichen Gesellschaften weitgehend unvorbereitet. Im Streit der Zuständigkeiten und Interessen war wertvolle Zeit verplempert worden. Dennoch sind die Zustimmungswerte der Regierenden nicht gefährdet. Linke Kritik, wenn überhaupt vorhanden, bleibt weitgehend wirkungslos.
(…)
Die politische Ratlosigkeit und Widersprüchlichkeit der Linken wird besonders deutlich an der Kritik gegenüber den deutschen Corona-Maßnahmen, denen alles Mögliche unterstellt wird, nur nicht das ernsthafte Interesse an der Gesundheit der Bevölkerung. So bezweifelt beispielsweise der sich links gebende Wirtschaftsjournalist Ernst Wolf, dass „den Politikern die Gesundheit von uns allen plötzlich so wichtig, dass sie ihr alles andere unterordnen.“(2) Daraus spricht eine Menschenfeindlichkeit, die nicht als eigene wahrgenommen, sondern anderen angelastet wird.
Solche sich antikapitalistisch gebende Kritik ist besonders unter Linken weit verbreitet. Sie ignoriert aber weitgehend die Pandemie als eine weltweite Erscheinung, gegen die nicht nur die deutsche Regierung vorgeht. Diese national beschränkte Sicht übersieht, dass weltweit die Regierungen bemüht sind, das Infektionsgeschehen einzudämmen. Sie ignoriert, dass die Zahlen dort dramatischer sind, wo Regierungen wie die amerikanische und brasilianische das Infektionsgeschehen verharmlosen wie sie selbst.
(…)
Erfolgreiches China
Wenn auch westliche Meinungsmacher in der Regel kein gutes Haar an China lassen, liefern sie dennoch auch immer wieder Berichte, die dem Medienkonsumenten den Unterschied deutlich machen in der Seuchenbekämpfung dort und im Westen. Während in der Welt außerhalb der Volksrepublik täglich neue Höchstwerte erreicht werden, verzeichnet China selbst seit Wochen schon keine oder nur eine geringe Zahl von Neuinfektionen. Dann aber wird konsequent gehandelt.
Als Mitte Oktober in der Millionenstadt Quingdao Corona-Fälle bekannt wurden, hatte man „innerhalb von vier Tagen einen Massentest bei zehn Millionen Menschen durchgeführt. … Getestet wurden auch Menschen aus anderen Städten, die in den letzten Tagen aus Qingdao zurückgekehrt waren.“(3) Ähnlich schnell wurde auch in der Uigurenstadt Kashgar gehandelt, wo innerhalb weniger Tage über fünf Millionen Einwohner getestet wurden.
https://web.archive.org/web/20210730004707/https://kenfm.de/corona-und-die-linke-von-ruediger-rauls/
Rüdiger Rauls sagt:
27. November 2020 um 11:20 Uhr
Werter Herr Lau, auch wenn ich Gefahr laufen, rechthaberisch zu klingen: ICh habe NIE einen Artikel von Häring kommentiert, zerrissen oder ähnliches, denn ich habe mich NIE zu Häring geäußert. Aber das scheint ein gängiges Problem vieler Foristen zu sein: Nicht genau hinzuschauen und das als Wahrheit auszugeben, was man selbst für Wahrheit hält oder halten möchte. Was denen hier vorhalten wird, die anderer Meinung sind als der hiesige Mainstream, sich nicht ausreichend, unabhängig und gewissenhaft zu informieren, trifft oft in erschreckendem Maße auf die Urheber solcher Vorwürfe zu.
Die Bibel und der Volksmund bezeichnen das mit dem Splitter, den man im Auge des anderen erkennt im Gegensatz zu dem Balken im eigenen.
Aber Sie haben Recht: SIE haben nie von den Dummen hinter den Masken gesprochen. Manches muss man nicht aussprechen, um es wirken zu lassen. Ich habe SIE ja auch nicht als solchen bezeichnet und doch fühlen sie sich so angesprochen. Sie sehen es geht auch anders. Von Demut und Selbstkritik, die Sie MIR nahelegen, ist bei IHNEN auch nicht viel zu erkennen.
Peter Lau sagt:
3. Dezember 2020 um 12:45 Uhr
Zum Thema Rauls/Häring helfe ich gerne weiter (“ ICh habe NIE einen Artikel von Häring kommentiert, zerrissen oder ähnliches, denn ich habe mich NIE zu Häring geäußert“)
Rüdiger Rauls sagt:
27. September 2020 at 10:58
„Häring scheint mir – zumindest nach seinem obigen Text zu urteilen – der Prototyp des Intellektuellen zu sein: Viel wissen, wenig verstehen und noch weniger vermitteln können.“
https://kenfm.de/das-wahre-wesen-des-kapitalismus-teil-2-von-norbert-haering/#comment-204436
@ grachus…..
++++
Touché
:-)))
Top Eintrag 👍
Wie ich seit dem 12.4.2020 bekunde.
Trau niemandem, der nicht schon weit vor Corona informiert gewesen war.
Und, Leute die derartige Dinge verbreiten sind halt, genau wie eben dieser Martenstein und mindestens noch 75% der in Deutschland lebenden Zombies nicht zu gebrauchen.
Wieso nicht?
immerhin wird das mal zur Debatte gestellt
und ja, Anarchos waren super Krieger, Machno’s Truppen haben der Roten Armee ständig die heißen Kartoffeln aus dem Feuer geholt, die waren beim Gegber gefürchtet für ihren Kampfesmut und respektiert für ihre Menschlichkeit. sie sprachen mit allen Kriegsgefangen und gaben ihnen die Chance sich ihnen anzuschließen, was auch sehr viele taten. die Anarchisten wurden zur Gefahr gg die Mächtigen, daher ihre Dämonisierung, die haben Angst vor souveränen Leuten die ihrer Menschenverachtung mutig entgegentreten und ihrem parasitären Dasein ein zivilisiertes gg-Modell gg-überstellen.
Gewalt ist keine Lösung, wenn man sie konsequent ausschließt.
Nunja. Die Machnohelden steckten schonmal Pfaffen in Lokomotivkessel, erschossen eigene Leute, die sich besoffen hatten, und Bauern, die die Geschenke aus geplünderten Gutshöfen zurückwiesen. Ok, war eine harte Zeit, und ich moralisieren nicht drüber, breite aber auch keinen Heiligenschein drüber aus.
Die Bauernkommune auf der Saporoshjer Stich lief auseinander mit der Implementierung der NEP, als die Bauern wieder Agrarprodukte in die Städte liefern konnten (und dafür bezahlt wurden), die Tscherwonze eine effektivere Waffe als Flinten und Kanonen. Interesse an den hungernden Städtern hatten sie (trotz ehrenwerten Bemühungen Machnos) eher nicht gezeigt.
Wie eingangs gesagt, keine Verdammung der Leute in einer schwierigen Zeit, aber sagt einiges aus über das „anarchistische Projekt“.
„Die Machnohelden steckten schonmal Pfaffen in Lokomotivkessel, erschossen eigene Leute, die sich besoffen hatten“
War der motonome damals,schon dabei?
Ein anderer Blödsinn fällt die auch nicht ein…gelle???
Du bist armselig nichts weiter!
@ motonomer
lass doch den Depp labern. Manche sind nicht mal wert,dass man sie ignoriert 😉
ich weiß lieber dich hinter mir als diesem Ottonormal-denkenden Untertanengeist –
@Zombination
👍👍👍👍👍
Die, die friedliche Revolutionen verhindern, machen blutige Revolutionen unvermeidlich
John. F. Kennedy.
Heute wieder besonders blutrünstig?
So wird das nichts mit einer menschlichen Gesellschaft!!!
Die Gegenseite bestimmt den Grad der Gewalt.
Rudi Dutschke 1967
Ihr habt immer noch nicht verstanden, das die herrschende Klasse uns loswerden möchte.
20 Millionen Impftote sprechen für mich eine sehr deutliche Sprache!
Gut, dass das mal hier Jemand anspricht.
@motonomer
20 Millionen Impftote sind gerade mal 0,025% der Weltbevölkerung wenn ich mich nicht verrechnet habe, dass hört sich jetzt nicht wie eine flächendeckende Ausrottung an.
Was ich aber ebenfalls glaube, ist, das Covid und die Impfstoffe als Biowaffen entwickelt wurden. Ihre Gefährlich- und Tödlichkeit liegt aber in ihrer langfristigen Wirkung.
Dieses Interview ist in vielerlei Hinsicht der schlimmste Artikel den ich jemals gelesen habe (hab selbst Bio studiert und auch mit GVOs usw. gearbeitet, kann es also ganz gut nachvollziehen). Danach weiss man auch was diese Biowaffe anrichten kann.
„Das ganze Konstrukt ist eine Biowaffe“
Neue peer-reviewte Forschungen, die in diesem Jahr erstmals auch von der WHO diskutiert wurden, zeigen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, dass das Coronavirus menschengemacht ist. Bislang so gut wie unbekannt: Mit mindestens 15 auf den Menschen angepassten Bindungswegen ist es auf maximale Schadwirkung konstruiert. Das Virus – aber auch die Impfstoffe –, sind, so zeigen die Erkenntnisse, tatsächlich „Langzeitbiowaffen“, deren Wirkung sich erst über Jahre entfaltet, da Krankheitsprozesse ausgelöst werden, die oft nicht unmittelbar tödlich sind. Multipolar hat den Rechercheur Dirk Gerhardt interviewt, der die Studienlage kennt. Fazit: Alle müssen umdenken – nicht nur die Impfbefürworter, sondern auch diejenigen, die das Virus bislang für kaum gefährlich hielten…
Und weiter unten dann….
Multipolar: Das Virus hat auch Einfluss auf die menschliche Reproduktionsfähigkeit.
Gerhardt: Es geht auf die Fertilität, die Fruchtbarkeit, und bringt die Hormone durcheinander.
Multipolar: Ein signifikanter Rückgang der Geburtenraten seit 2022 ist in mehreren Ländern dokumentiert.
Gerhardt: Und das wird absolut totgeschwiegen, genauso wie die immer noch anhaltend hohe Mortalität, die man mittels Tricks kleiner aussehen lässt, etwa durch Messung auf Basis der letzten drei Jahre, also inklusive der Pandemiejahre-Übersterblichkeit. Ich hatte mal eine Recherche zu Berichten zu den Fertilitätseinbrüchen weltweit gemacht, beginnend genau 9 Monate nach Start der Impfkampagne, in den großen Medien, aber kaum etwas gefunden. Faktenchecker kommen daher und behaupten, das stimme nicht, aber es existieren Studien, die das sehr wohl besorgniserregend finden und untersuchen wollen.
Multipolar: 2018 wurde in den USA ein Pandemie-Planspiel durchgeführt namens „Clade X“. Organisator war das Center for Health Security an der Johns Hopkins Universität, also die amerikanische Institution, die seit über 20 Jahren Pandemie-Planspiele durchführt und die in der Corona-Zeit das allseits bekannte Dashboard mit den Fallzahlen publizierte, das hunderte Medien weltweit übernahmen. Bei „Clade X“ probte ein kleiner Zirkel von Regierungsexperten und ehemaligen US-Politikern in Washington den Ausbruch einer Pandemie, die laut Szenario von einer Biowaffe ausgelöst wurde. Anders als bei anderen Pandemie-Planspielen war dieses Drehbuch sehr präzise, was die konkreten Hintergründe des Ausbruchs angeht. Es heißt dort, dass die Pandemie mittels einer Biowaffe von einer kleinen Gruppe, nicht mehr als 30 Personen, ausgelöst wurde, um die Weltbevölkerung zu reduzieren, und damit, so wörtlich, „den Reset oder Paradigmenwechsel zu erreichen, der erforderlich wäre, das Gleichgewicht grundlegend zu verändern“. Im Szenario heißt es, die Gruppe habe, wieder Zitat, „ein Labor in der Nähe von Zürich gegründet und sich als kleine Biotech-Start-up-Firma ausgegeben“. Die Führer dieser kleinen elitären Gruppe wären, so wörtlich, „von der Vorstellung einer biblischen Plage als Korrektiv für die Exzesse der Menschheit geleitet worden“. Das klingt erst einmal vollkommen verrückt, ist aber genau das Szenario dieses sehr hochrangigen, öffentlich dokumentierten, keineswegs geheimen Planspiels, das am 15. Mai 2018 in Washington in einem Luxushotel mit namhaften Politikern geprobt worden ist.
Gerhardt: Ja, ich weiß. …
https://multipolar-magazin.de/artikel/corona-biowaffe
Nun, was dieser westliche Eliten-Abschaum von dem wir regiert werden wirklich plant, erfährt man daher auch aus den Epstein-Akten. Das passt zufälligerweise 100% zu den oben genannten Fakten.
Nach Auffassung des Wirtschaftsanalysten Alex Krainer, operierte Jeffrey Epstein als Agent der Familie Rothschild. Die Rotschilds seien Gründer der City of London und eng mit dem britischen Establishment verbunden. Deswegen sind die Enthüllungen der Epstein-Akten für das britische Establishment auch so extrem toxisch. Man kann es ja täglich „bewundern“.
In der Sendung „Dialogue Works“ erklärt Krainer seine These, wonach der verurteilte Sexualstraftäter für den privaten Geheimdienst der Familie Rothschild und die City of London arbeitete. Im Interview (ab Min. 41): https://www.youtube.com/watch?v=15wLmE7_tCo
Er geht davon aus, dass der Rothschild-Geheimdienst mit dem britischen Geheimdienst MI6, dem Mossad und der CIA kooperiere. Seiner Ansicht nach, habe Epstein aber wahrscheinlich in erster Linie Berichte an das Informationsnetzwerk der Rothschilds geschickt.
Er zeigt Belege für die enge Verbindung zwischen Epstein und den Rothschilds. Als ein Beispiel nennt der Autor das „finanzielle Herzstück ihrer Verbindung“. In den Epstein-Akten des Justizministeriums gebe es einen Vertragsentwurf vom 10. September 2015 – registriert unter der Nummer EFTA00310331 (https://www.justice.gov/age-verify?destination=/epstein/files/DataSet%209/EFTA00310331.pdf). Es handele sich um eine Vereinbarung zwischen Epsteins Southern Trust Company und der Edmond de Rothschild Holding S. A., die Ariane de Rothschild unterzeichnet habe.
Der Clou: Krainer nennt bereits enthüllte Akten: So hätten der angebliche Philanthrop Bill Gates und Jeffrey Epstein sich über das Thema De-Population ausgetauscht. Der eine hätte dabei den anderen gefragt: Wie können wir denn die arme Bevölkerung loswerden? Bei dieser Kommunikation seien sie auf die Lösung mit Impfstoffen gekommen. Schließlich hätten sie diesbezüglich Pläne für eine Finanzstruktur entwickelt, mit der man aus Pandemien bis in alle Ewigkeit Profit schlagen könne, indem man dem ganzen Rest der Welt Impfstoffe verkaufe.
Was man wissen sollte: Auch nach dem Ende des dritten Reiches, haben die Rothschilds ihre Euthanasie-Forschungen niemals aufgegeben. Der Buchautor F. Engdahl William – ein klassischer Verschwörungs-Experte nach den Kriterien des westlichen Zensur- und Lügenimperiums – hat darüber viel geschrieben früher.
Meiner Meinung nach war das der eigentliche Zweck der Biowaffe, die direkten Toten sind eher ein „Beriebsunfall“ der billigend in Kauf genommen wurde
Ah ja, die Frage der Fragen also, wer trägt die Schuld an „Covid 19“?
Die Gelben (Dirk Gerhardt) oder die Juden (Alex Krainer)?
Es gibt nur Revolution von unten und Revolution von oben! Friedlich können auch Revolution von oben sein. In Deutschland gibt es seit 1848 nur Revolution von oben. Die Revolution von unten sind meistens blutig. „unsere Demokratie“ ist für die sogenannten „Eliten“ eine Revolutionsprophylaxe.
Also die von 89 war unblutig und erfolgreich, auch wenn viele Linke das eher als konterrevolutionären Putsch betrachten wollen. Der Aufstand vom „17 Juni 1953“ scheiterte damals, ebenso wie der Prager Frühling, beide hatten m.W. aber trotzdem Verbesserungen zur Folge.
Bis heute ist umstritten ob 89 eine echte Revolution stattgefunden hat. Der Begriff friedliche Revolution besagt ja bereits, dass es sich bei diesen Ereignissen nicht um „klassische“ Revolution wie die von 1789 in Frankreich und die von November 1917 in Russland handelte, also um blutige Umwälzungen der politischen und der gesellschaftlichen Verhältnisse, sondern um Revolution eines neuen Typs, nämlich um überwiegend gewaltlos vollzogene Transformationsprozesse, die zwischen“ alten“ und“ neuen“ Kräften ausgehandelt wurden.
Auch der Übergang von der Diktatur zur Demokratie in Spanien im Jahre 1975, also noch gar nicht so lange her, war eine typische Revolution von oben und insofern den Systemwechseln in kommunistischen Staaten wie der UdSSR und Ungarn ähnlicher als dem was sich zwischen der in „Vorrevolution“ in Form der Gründung der Gesellschaft Solidarnosc im Sommer 1980 und der Bildung der ersten nicht kommunistisch dominierten Nachkriegsregierung im Sommer 1989 in Polen ereignete. Nirgendwo spielte der Druck der Massen und damit ein revolutionäres Moment in jedem >Anus mirabilis< eine so entscheidende Rolle wie hier.
Im Falle der DDR, aber auch der anderen Umwälzung von 1989 kam der entscheidende Anstoß zu Erschütterung der bisherigen Gewalten aus der Machtzentrale des" sozialistischen Lagers":
Es war Gorbatschows Abkehr von der Überkommenden Praxis des Marxismus-Leninismus, die Autorität der Partei- und Staatsführung des Ostblocks untergrub, und das besonders stark in den Staaten, die sich gegen Glasnost und Perestroika wehrten.
89 war eindeutig eine Revolution von oben. man brauchte natürlich die Massen keine Frage.
53 war keine Revolution sondern ein Aufstand. Da muss man schon differenzieren. danach gab es in der Tat ein bisschen mehr Mitbestimmung, mehr nicht
Die Macht wechselte, nachdem die alten Machthaber sich in der Defensive befanden und ihre Ideologie allzu offensichtlich gescheitert war. Wirklich „ausgehandelt“ wurde da nichts. Ja, eine Transformation war es.
Blutige „Revolutionen“ sind eher abschreckend, die frz. ist jedenfalls ordentlich nach hinten losgegangen, die russische erst recht, die Kulturrevolution war auch nicht wirklich ein Erfolg. Auch da fanden die größten Verbesserungen erst durch Transformationen statt, in China dürfte man das exemplarisch sehen, da blieb die offizielle Hierarchie sogar bestehen und trotzdem änderte sich in den letzten Jahrzehnten fast alles.
Er entstand aus einer Verwerfung innerhalb der sowjetischen Politik, was zu einem nachlassenden Druck bei den Vasallen führte, geradezu eine klassische Situation, m.W. passieren Revolutionen oft erst, wenn der Druck nachlässt.
Nein, war es nicht, die hätten auch noch 50 Jahre weitergemacht, wenn sie nicht der Unzufriedenheit der Straße gegenüber gestanden hätten. „Revolution von oben“ klingt so, als ob das absichtlich von oben inszeniert worden ist, das ist eine Beleidigung an alle, die die Wende bewirkt haben! Und es ist allenfalls so weit wahr, so weit das alte System marode und moralisch durchmorscht war.
*grmpf* ein Aufstand ist mindestens die Vorstufe von Revolution, wenn man Revolution als gewalttätigen Umsturz von unten definiert (inwieweit das in Russland, China und Frankreich so war, vermag ich nicht zu beurteilen, Lenin war ja z.B. selbst Adliger, die Kulturrevolution ging m.W. von den Universitäten aus), dann stimmt die ursprüngliche Aussage, ich sehe aber keinen Grund, die Definition so eng zu ziehen.
Bei den Verheißungen des Kapitalismus die er im Übrigen niemals einlösen kann, hat ein anderes System gar keine Möglichkeit sich frei zu entfalten.
So lange alles dem kapitalistischen Verwertungsprozess unterworfen ist wird es eben auch genau deshalb immer wieder Krieg geben, weil er nämlich durch falsche Konditionierung immer Begehrlichkeiten bei den Menschen weckt.
Ja danke für deinen Kommentar. Du warst wahrscheinlich 89 dabei und kannst viel genauer Zeugnis geben. es ist auch egal was damals war, nein natürlich nicht. Aber wichtig ist was heute ist. wir stehen im Jahr 2026 vor dem größten Umbruch in der Geschichte unseres Landes.
es mag nicht jeder “ klaviermusik“, aber Hanija Rani ist eine Ausnahme. Ich verabschiede mich und sag gute Nacht.
https://www.youtube.com/watch?v=kFRdoYfZYUY
Hold on!
habe ich dir schon gesagt, dass euer/dein Liedgut absolut der Hammer ist ?
es bleibet dabei, der große bla und natürlich der #1 hit von euch: empört euch – grossartige musi, läuft in meiner Demoplayliste immer ganz oben.
@ Zombienation
„Anarchos waren super Krieger, Machno’s Truppen haben der Roten Armee ständig die heißen Kartoffeln aus dem Feuer geholt, die waren beim Gegber gefürchtet für ihren Kampfesmut …“
Interessant, dass Ihnen zu Anarchie, wie der Systempropaganda auch, nur Attribute einfallen, die Gewalttätigkeit betonen.
es dreht sich doch immer alles um die Gewaltfrage, die die Herrschaft uns als kognitive Selbstbegrenzung gesetzt hat, um ihre Macht bloß nicht auf Augenhöhe in Frage zu stellen. von daher komme ich nicht drum herum, wenn ich über Anarchie rede. – Gewalt ist ein sehr effizientes Mittel, versagen zivilisierte Mittel muß das halt auf diese Weise gelöst werden.
unsere achso heilige Mkratie begann mit Blut auf den Strassen und rollenden Köpfen, das verurteilt man auch nicht, so what ?
@ Zombienation
Nun, das widerspricht dann aber zumindest der Aussage der Autorin. – „Anarchie ist keine Bedrohung, sondern die konsequenteste Form der Humanität“.
„Gewalt ist ein sehr effizientes Mittel, versagen zivilisierte Mittel muß das halt auf diese Weise gelöst werden.“
Klar, und wer stellt das Versagen fest und legitimiert unzivilisierte Mittel? Wer garantiert, dass es nicht zu einem La Grande Terreur kommt, der am Ende die vernichet, die vorgaben, im Sinne der Allgemeinheit zu handeln.
Sie kennen die Schiksale von Maximilien de Robespierre, Louis Antoine de Saint-Just, Augustin Robespierre, Georges Couthon, Georges Danton, Jacques-René Hébert?
Den Vorwurf, dass Sie mit Humanität argumentieren, kann man Ihnen nicht machen.
Das gibt aber die Autorin vor.
Wichtig ist nur, das die herrschende Klasse erst einmal beseitigt wird, um dieses System zu stürzen, Alles Weitere kommt dann später.
Weil, die wollen UNS nämlich töten!
Die konzertierte globale Genmanipulation mit 20 Millionen Toten reicht wohl nicht…hm?
Was nur verdeckt, dass du keine Ahnung hast, was danach kommen soll, aber erstmal alles kaputt machen und alle, die du für Feinde hältst, präventiv umbringen. Was könnte da schon schief gehen?
Ich bin unsagbar dankbar dafür, dass du nichts zu melden hast!
Die wird noch aufgearbeitet werden, genau wie Epstein und diverse andere Schweinereien. Es gibt immer Idioten und Pschopathen, gerade unter Mächtigen, aber man ist nicht automatisch einer, nur weil man wirtschaftlich erfolgreich ist.
wenn ich jz konkret dich davon abhalten will mich zu unterdrücken und auszunuckeln, dann versuche ich mich gütlich mit dir zu einigen. beharrst du weiter auf deiner ungerechtigkeit, qird das anderweitig geklärt werden müssen – wo ist das Problem, niemen stellt sich über den anderen, der andere aber will meine grenze überschreiten – simple
Ich habe den leisen Verdacht, dass diese Autorin, wenn sie von Anarchie spricht, in Wirklichkeit ihren Wunsch nach narzisstischer Bestätigung artikuliert.
👎
dann behalte deine Gedankenpfurz auch gefälligst für dich und belästige hier nicht mit deinem halbgaren Versuch dich als Richter und Henker aufzuspielen. –
Dazu sollte man nie vergessen beim Thema „Anarchie“
Es gab in den 1930er Jahren im Spanischen Bürgerkrieg Anarchie als gesellschaftliches Gegenmodell zu Francos autoritärem Faschismus, den spanisch-autoritären Sozialisten bzw. Kommunisten und anderen politischen Richtungen, sowie Gesellschaftsvorstellungen, im Spanischen Bürgerkrieg gegen Francisco Franco.
Leider hatte der Anarchismus in Spanien nur einen Fehler – er funktionierte so perfekt als gesellschaftliches Gegenmodell, dass er von ALLEN Bürgerkriegsparteien, queerbeet über alle Parteigrenzen sowie Ideologien hinweg, auf das Schärfste ideologisch abgelehnt und bis aufs Blut mit purer Waffengewalt bekämpft wurde. ☹️
Anders war dem nicht beizukommen – aus Sicht sämtlicher ideologischen Gegner des Anarchismus in Spanien wie bereits erwähnt ☹️
„Land and Freedom“ von Ken Loach, einem älteren britischen, sozialkritischen, Regisseur, hat das, zugegeben vor Jahrzehnten schon, Mal sehr gut verfilmt auf die grosse Kinoleinwand gebracht – auch George Orwell, Autor von „1984“, hat darüber ein anderes Buch geschrieben, sowie viele andere auch die sich mit dem Spanischen Bürgerkrieg beschäftigt haben. 😉
Gruß
Bernie
Ergänzung:
Bunoventura Durruti wurde ja aufgrund seiner Popularität im Spanischen Bürgerkrieg ermordet 😓 – einer der Märtyrer der Anarchisten.
Gruß
Bernie
+++ 👌
@Bernis
Ich hoffe es geht Ihnen heute gut und Sie haben keinen Dünnpfiff um solche Groteken hier vom Stapel zu lassen.
Ich würde Ihnen mal ‚Die letzten Tage der Anarchie“ von Enzensbeger empfehlen, dann kämen Sie zu ganz anderen Schlüssen.
@Otto0815
Danke für den Tipp lieber „Otto0815“
Gruß
Bernie
Tatsächlich, von allen, auch und besonders von „Kommunisten“, die mir gar keine, höchstens Stalinisten, waren. Deren Tätigkeit war, hinter den Linien, auch unter „Anarchisten“, Klassenfeinde zu liquidieren. Sie wurden dann in der DDR d i e „Spanienkämpfer“ wie zB Mielke.
Ein Freund meines Vaters kämpfte auf Seiten der Anarchisten in Spanien, hatte danach notgedrungen, um nicht an Deutschland ausgeliefert zu werden, eine Odysse durch die französische und spanische Femdenlegion mit Flucht bewältigt und kam voller Hoffnung in die DDR. Hier wurde er nicht, dank Mielke & Co, als Spanienkämpfer anerkannt und darbte mit lächerlicher Hungerrente, von der er aus Wissensdurst fast nur Bücher kaufte.
Delegationen aus Spanien forderten ihn ständig bei ihren Besuchen an, die Anerkennung mit damit verbundener besseren Berentung blieb ihm versagt.
Er wurde, inzwischen auch ein seelischer Krüppel, Verfolgungswahn, von uns versorgt, um ihn nicht verhungern zu lassen.
Auch seine Beerdigung übernahmen meine Eltern.
@ OberstMeyer
Danke.
*****
Das S.-S. S. – Bashing der alten weißen Männer hier ist wohlfeil und billig. Ja, selbstredend hätte ich kein Problem, es auf meine Weise zu ergänzen. Stattdessen frage ich methodisch in den Raum: Was unterscheidet Silvie-Sophie denn von einem Modell, wie dem vom Spontaneismus der 70er geprägten ehemaligen Overton-Autoren Wolf Wetzel, der sich großen Zuspruchs erfreut hat?
Die Frage ernstlich zu beantworten – dann auf der Grundlage von etwas mehr Text – könnte nahrhaft gemacht werden.
@Qana
Ich kenne Frau Sylvie-Sophie Schindler von „Das Gretchen“ ihrem YouTube-Kanal.
Schaue da manchmal rein – derzeit schon einige Zeit her zugegeben ☺️😉
Sie ist eben überzeugte Anarchistin – hat sie mal in „Das Gretchen“ erwähnt.
Ihre Corona-Aufarbeitung bei „Das Gretchen“ fand ich durchaus sehenswert – sie gab dort Menschen eine Stimme die, als Betroffene von Impfschäden zum Beispiel, in den ÖRR ignoriert werden, und würden.
Man muss nicht alle ihre Positionen teilen,.aber ich fand sie, wie oben erwähnt, sehenswert.
Gruß
Bernie
Schon wieder das Modewort „Bashing“. Geht wohl schon nicht mehr anders, will man eine Äußerung als besonders skandalös abstempeln und damit jede weitere Stellungnahme zum Thema unterdrücken oder moralisch abqualifizieren.
Ist Kritik unangemessen, nur weil sie von alten? weißen? Männern kommt. Oder sollte ich lieber fragen, ob Kritik unangebracht ist, wenn sie von alten? weißen? Männern kommt? Wird das allmählich zum STandardargument, wenn sonst inhaltlich nichts gesagt werden kann? Will man uns den Mund verbieten? Dann sollte man doch so ehrlich sein und es offen sagen, dass alte, weiße Männer das Maul halten sollen.
Bisher hat hier niemand einen Zusammenhang hergestellt zwischen dem Geschlecht von SSS und der Qualität des Buches außer jenen, die glauben, sich schützend vor eine Frau stellen zu müssen, indem SIE mit rassistischen, männerfeindlichen und altersdiskriminierenden Äußerungen inhaltliche Kritik abwürgen wollen. Bisher kennt von uns hier keiner den Inhalt des Buches, nur den Text der Ankündigung. Von daher kann noch keiner von uns, auch SIE nicht sagen, ob und in wie weit es sich von Wolf Wetzel unterscheidet. Ich weiß auch nicht, ob IHRE Gleichsetzung zutreffend ist oder ob sie vielmehr einem Reflex entspringt, die alten? weißen? Männer in den Senkel zu stellen wg eines angeblichen SSS-Bashing.
Ich lese zwar nicht oft die Buchankündigungen des Westend-Verlags hier. Aber der Verriss gegenüber SSS ist bisher nicht der einzige, den ich hier erlebt habe. Es betraf auch schon alte? Weiße? Männer. Oder ist bei IHNEN eher so, dass das nur ins Gewicht fällt wenn eine junge? Weiße Frau betroffen ist?
@ Rüdiger Rauls
„Ist Kritik unangemessen, nur weil sie von alten? weißen? Männern kommt.“
Das ist nur die Erscheinung. Das Wesen ist, dass Kritik generell eine negative Konnotation erfährt. Der Grund liegt im Aufgeben von Leistungsmaßstäben, an dessen Ende die Auffassung steht, irgendwie haben wir doch alle Recht, bis auf die, die das anders sehen. Es ist ein Bildungsproblem in unserer Gesellschaft, der auch kluge Frauen zum Opfer fallen. Und warum kennen wir dann so wenige? Ja, genau, weil sie klug sind.
Alte Männer neigen zum Starrsinn und in der Bundesrepublik sind es fast immer abendländisch sozialisierte Weiße. Auch ich bin ein „alter weißer Mann“, das war meinem Kommentar einbeschlossen. Nach meiner Erfahrung finden sich bei alten weißen Frauen neben einer Neigung zu akzentuierter moralischer Rigidität häufiger, als bei alten weißen Männern, Übergänge zu Milde, Konzilianz bis hin zu Frivolität, vielleicht deshalb, weil Frauen eher bereit sind, altersgemäße Einschränkungen und Verfallserscheinungen zu akzeptieren.
Es ist einfach nicht sachgerecht, wenn „linke“ weiße Männer (und die anderen sprach ich gar nicht an) die Produkte eines deutschen Bürgers aus Schindlers Jg. zum angesprochenen Themenkreis nach den Maßstäben zu beurteilen, die ihrer Biographie entstammen. Als ich es 1995/6 mit einem Genossen vielleicht allzu schwächlich unternahm, aus dem Kreis des örtlichen Restbestandes der MG / Roten Zellen sowas, wie eine „Revolutionäre Zelle“ auszuheben, war mein Leitargument gegenüber den Angehörigen des „Freundeskreises“: „Wir verlieren mindestens zwei Generationen, wenn wir in Gegenstandpunkt-Manier weiter machen“. Das Argument hat nicht getaugt, schon deshalb nicht, weil die Zelle ein Jahr später eine detaillierte Erwähnung im Verfassungsschutzbericht fand, aber es war ja nicht falsch und illustriert meinen Standort in dem Themenkreis.
PS.: Indem ein Teil der „alten weißen Männer“ augenblicklich mit dem auf Schindler losdreschen, was ihnen an Urteilen zum Label „Anarchismus“ bekannt ist und einfällt, illustrieren sie die Grund für meinen Widerstand dagegen bestens.
Alte Männer neigen zum Starrsinn und in der Bundesrepublik sind es fast immer abendländisch sozialisierte Weiße. Auch ich bin ein „alter weißer Mann“, das war meinem Kommentar einbeschlossen. Nach meiner Erfahrung finden sich bei alten weißen Frauen neben einer Neigung zu akzentuierter moralischer Rigidität häufiger, als bei alten weißen Männern, Übergänge zu Milde, Konzilianz bis hin zu Frivolität, vielleicht deshalb, weil Frauen eher bereit sind, altersgemäße Einschränkungen und Verfallserscheinungen zu akzeptieren.
Es ist einfach nicht sachgerecht, wenn „linke“ weiße Männer (und die anderen sprach ich gar nicht an) die Produkte eines deutschen Bürger aus Schindlers Jg. zum angesprochenen Themenkreis nach den Maßstäben beurteilen, die ihrer Biographie entstammen. Als ich es 1995/6 mit einem Genossen vielleicht allzu schwächlich unternahm, aus dem Kreis des örtlichen Restbestandes der MG / Roten Zellen sowas, wie eine „Revolutionäre Zelle“ auszuheben, war mein Leitargument gegenüber den Angehörigen des „Freundeskreises“: „Wir verlieren mindestens zwei Generationen, wenn wir in Gegenstandpunkt-Manier weiter machen“. Das Argument hat nicht getaugt, schon deshalb nicht, weil die Zelle ein Jahr später eine detaillierte Erwähnung im Verfassungsschutzbericht fand, aber es war ja nicht falsch und illustriert meinen Standort in dem Themenkreis.
Und außerdem … ich bekenne mich gern hierzu 😉 (Roger Chapman, „How How How“):
https://youtu.be/cJ6xlX9jbcQ?si=Frt62C-wWsztNpLU
(Weils mir grad einfiel …)
Nach meiner Erinnerung hat Durruti bei einer Parade mit dem Gewehrkolben auf die Erde gestoßen, dabei löste sich ein Schuß, der ihn tödlich verletzte.
Mamon hat in der imperialen Geschichte immer existiert, so weit ich das weiß, und so lange Mamon existiert, wird jedes benutzte oder zukünftige System am Ende scheitern, das ist das Ziel Mamons endlos zu regieren.
„ Anarchie ist keine Bedrohung, sondern die konsequenteste Form der Humanität.”
Das mag sein, nur dass die Herrschaft das natürlich (schon sehr lange erfolgreich) zu verhindern weiß, – und zwar mit Gewalt.
Insofern stimme ich zu, das das propagierte herrschende Bild von Anarchie eine Projektion aus dem Lehrbuch darstellt.
Gegenseitige Achtung der Menschen untereinander machte Herrschaft überflüssig. „Rechte” sind dabei nur ein laues Zugeständnis der Herrschaft an die Beherrschten. Letztere könnten sie angeblich einfordern, aber auch das untermauert nur die Dominanz der Macht, die sich dadurch als naturgegeben zu inszenieren versteht. Der Beherrschte klammert sich also an ein Instrument der eigenen Unterdrückung, im Glauben sich dadurch von der Herrschaft befreien zu können, sie aber letztendlich bestätigt. Der Zustand nach Gewährung von Rechten bleibt für ihn ein idealer, ergo nicht realer, künstlich herbeigeführter und nur geduldeter. Die Abhängigkeit bleibt bestehen, und stößt ihn immer wieder zurück jenseits einer souveränen Existenz.
Folgerichtig ist, dass wer Herrschaft abzuschaffen gedenkt, auf Winkelzüge der Koexistenz mit ihr lieber verzichtet und sich dem entgegen stellt, was sie zu verschleiern sucht, ihre Herkunft durch Drohung und Anwendung roher Gewalt, – Herrschen oder auch Regieren durch Verbreitung von Angst und Terror, nichts also, was sie im humanen Kontext legitimieren könnte.
Danke, sehr griffig durchformuliert.
Die im letzten Absatz beschrieben Konsequenz macht die breite und vollständige Umsetzung allerdings um so schwieriger.
Anarchie funktioniert nicht. Es wird immer Menschen geben, die fragen, was geschehen soll, und es wird immer jemanden geben, der Antworten hat. So werden sich immer Hierarchien bilden.
Aber anarchistische Bewegungen können durchaus progressiven Einfluss haben. Anarchie drückt oft ein tiefes Bedürfnis nach Gleichheit, Gerechtigkeit und Ausgewogenheit aus und bietet auch Konzepte an, bei denen man sich das eine oder andere abschauen kann. Kurz: Die Motive und Ideen sind nachvollziehbar und können nicht ignoriert werden.
@b_s
Ich bin da anderer Meinung als Sie warum Anarchie nicht funktionieren kann – wie schon gesagt wo die Anarchie perfekt funktioniert hat sind sich alle ideologischen Gegner einig, dass das weg muss, am besten samt der Vertreter der Anarchie – nämlich ins Massengrab – siehe Spanischer Bürgerkrieg.
Mit den Hierachien könnten Sie ja recht haben, aber Anarchie hat in Spanien bereits funktioniert – wenn auch nur auf kommunaler unterer Ebene, oder in bestimmten Regionen bzw. Orten.
Für größere Staatsformen, die die Anarchie ja ablehnt, sehe ich es anders, ist zu groß für eine Anarchie (= die ja eigentlich sogar „Herrschaft ohne Staat“ bedeutet, wenn ich mich richtig erinnere).
Gruß
Bernie
Rischtisch 👍💪
Ordnung OHNE Herrschft, an(ti)-achrie ohne Herrschaft
was ist ein Staat ? eine Organisationsstruktur des Menschen für den Menschen – im Idealfall – ich sehe da null Widerspruch mit dem anarchistischen Gedanken. insofern der Staat aus Menschen besteht, die für die Menschen die komplexen Geschäfte eines Volkes verwalten UND direkt den Menschen verantwortlich sind,
Keine Herren
Keine Sklaven
Es müssen doch nicht zwangsläufig Hierarchien werden, versuchen wir es mal mit dem Begriff „Funktionsfelder“: Wenn Anarchie über die kommunale Ebene hinaus geht, also über den Rahmen einer Gemeinschaft, in der jeder jeden kennt und persönlich ansprechen kann, kann doch eine Instanz gebildet werden, die sich darum kümmert, aber in ihrem Handeln und ihrer zugrundeliegenden Argumentation offen gelegt ist („transparent“ kann man irgendwie nicht mehr verwenden…) und vor allem adressierbar, also von allen ansprechbar bleibt?
Jetzt mal so theoretisch gedacht…
Bei einer gelebten Anarchie fällt doch die Intention der Bildung einer Hierarchie weg, weil ja keiner mehr Reich werden kann.
Mir sind Menschen begegnet, die die Hierarchie nicht wegen eines monetären Vorteils liebten, sondern weil sie Sadisten waren.
Bei mir entspringt das Interesse für Anarchie nicht aus der geschichtlichen Ungerechtigkeit von Hierarchien, sondern aus einer natürlichen Ablehnung jeglicher selbst-, also unbegründeter Autorität.
Ja, aber wenn die potentiellen Opfer keine Angst mehr haben müssen in irgendeiner Weise mehr abhängig zu sein, fällt es diesen Leuten viel schwerer ihre Opfer zu finden.
Das ist natürlich richtig.
@ motonomer
offtopic: bin bei Folge 5
Oh, scheint dir ja zu gefallen, freut mich sehr,…
Dann sind sie jetzt auf dem Weg nach Tycho nachdem die Donnager explodiert ist.♫
Jep, bin noch dabei.
Zwischenrezension nach der ersten Staffel an geeigneter Stelle 😉
Eine gelebte Anarchie bedeutet doch ein ‚reiches‘ Leben für Alle und nicht persönlichen Erfolg bei der Reichtumsanhäufung in Gleichgültigkeit gegenüber der Not Anderer, wie es kapitalistischer Standard ist oder zumindest zu sein scheint. Wenn eine Gesellschaft in der Lage ist, allen Menschen ein vernünftiges und gesichertes Leben zu garantieren, erübrigt sich schnell bei Vielen der Zwang, in der gesellschaftlichen Hierarchie aufsteigen zu müssen. Und nicht nur der Zwang, sondern oft auch die Verlockung dazu.
was ist das denn für ein Schwachsinn ? du willst den Menschen vorschreiben wie er zu sein hat, ja nee, klar wa ? wenn einer Reichtümer ansammeln möchte, dann kann er das tun, soviel er schleppen kann. er darf nur eines nicht: es anderesn stehlen bzw. ihnen damit schaden –
sortiere echt mal dein Weltbild, es nervt diese dumme, ewiggleiche gesabbel auf flache-erde-niveau – ein Kaugummie der kein Aroma mehr hat klebt i-wann die gusche zu, genauso wie unterkomplexe falschwahrheiten, die du im dauerakkord wiederkäust.
Ich habe das Bild von einer Gruppe im Kopf, die eine Entscheidung treffen muss. Es wird ewig diskutiert und eine Einigung ist nicht in Sicht. Einige sind einfach nur noch genervt und wünschen sich in der Situation nichts lieber, dass irgendwer ein Machtwort spricht. Dann ist man schon an einem kritischen Punkt angelangt. Wenn dann jemand aufsteht und eben versucht dieses zu tun, ist die Gruppe nicht geschlossen dagegen und es wird zu grundsätzlichen Spannungen kommen. In einer wirklich kleine Gruppe kann man damit vielleicht noch umgehen. Bei größeren Gruppen wird man das nicht immer geregelt bekommen, und es werden sich verschiedene Lager bilden.
Ich denke wenn eine Gruppe so groß ist, dass sich informelle Netzwerke bilden, die nicht mehr für alle zugänglich sind, was wohl zwangsläufig passieren würde, wird die zu schwierig, um dauerhaft Bestand zu haben.
Bei den Mapuche hat es gut funktioniert.
Genau diese „Unzugänglichkeit“ ist ja das Problem. Diese Exklusivität führt einerseits zu Frustration beim Einzelnen („ich kann nix machen und mir hört keiner zu“) und andererseits zur Borniertheit bis Machtmissbrauch („die wissen und verstehen es nicht“).
Die Notwendigkeit eines »Machtwort« sollte durch wenige und einfache Prinzipien abgestellt werden können, an denen sich jedes Wollen und Vorhaben ableiten und abgleichen ließe. Manchmal erscheint die Welt als eine einzige Anhäufung von Ausnahmen und Extrawürsten.
Ansonsten beschreiben Sie sehr gut genau das, was tagtäglich im kleinen passiert und so unendlich ermüdend ist.
Dunbar-Zahl — ja, Menschen haben eine physiologische Grenze von 120-150 Personen, die ihr direktes Umfeld bilden – was haargenau die Grenze für funktionierende Demokratie darstellt. die alten Griechen wußten das, uns verschleiert man das, damit wir bloß nicht auf die Idee kommen, eine Struktur aufzubauen die auf Vertrauen und Fähigkeit denn Geld beruht.
wenn Menschen direkt von den Auswirkungen einer Entscheidung betroffen sind, dann haben die auch ein Interesse an einer Lösung – DAS ist der fundamentale Unterschied ! Verantwortung muss wieder zurück zum Individuum, DAS ist die Grundlage von Souveränität. Der anachist. Gedanke ist gerade der, dass man dem Menschen Entscheidung zu fällen auch zutraut – in der heutigen Gesellschaft hingegen delegieren wir komplett alles, an Leute die es schaffen sich als Experten zu verkaufen.
So ist es! Anarchisten haben idR Probleme damit, anzuerkennen, dass moderne Staaten ein Fortschritt gegenüber Stammes- und Clanwesen waren (in dem Hierarchien entlang Alter und Geschlecht meist vorgegeben waren, einfach weil sie am effizientesten das Überleben sicherten).
Ja, sie können als Ideal angestrebt werden, aber sie werden wahrscheinlich niemals erreicht werden, weil Menschen eigentlich nicht dazu taugen.
Sie schon wieder, immer jung und naiv wie Thilo Jung, die falschen Fragen und demzufolge die falschen Schlussfolgerungen und Lernresistent sind sie auch noch….weil sie es gar nicht wollen.
Ich sag nur die beiden Videos, die ich ihnen nachdrücklich empfohlen habe,
Was wollen sie eigentlich hier…hm?
Was ich hier will? Alten, ungebildeten und logikresistenten Linken, wie dir, widersprechen. Und steck dir deine Videos dahin, wo die Sonne nicht scheint. Wenn du sie nicht plausibel zusammenfassen kannst, taugen sie nichts oder du hast sie nicht verstanden…
Immer dasselbe Gelaber, dann lies halt hier mal etwas mit.
Da gibt es auch ein paar ganz gute Erklärungen, die du ja sehr wahrscheinlich sowieso nicht haben möchtest, weil Du es vorziehst lieber dagegen anzustänkern. Stimmts?
Im Übrigen handele ich meist absolut logisch, weil ich sonst Kopfschmerzen bekomme, wenn etwas nicht geklärt ist, respektive eine Lösung verwirklicht werden kann.
Das bildest du dir vermutlich wirklich ein, während für jeden Außenstehenden die klaffenden Lücken offensichtlich sind und du ja auch nicht beschreiben kannst und willst, was nach dem großen Massenmord an der „herrschenden Klasse“ eigentlich kommen soll, außer dem praktischen Platzhalter „Anarchie“ (die als absolute Herrschaftsfreiheit nicht funktionieren kann).
Das mache ich (abgesehen davon, dass ich noch ein Familienleben habe und auch berufstätig bin), lese aber immer nur den selben hirnlosen Mist von dir.
Ich bin überhaupt nicht am „stänkern“ interessiert, wenn du konkrete Vorstellungen hast, können wir die gerne diskutieren. Auch wenn ich nicht glaube, dass man dich mit sachlich-rationalen Argumenten noch wirklich erreicht.
@Scheinregen
Da muss ich Dir Recht geben.
Ach ja, begründe das mal, das würde mich wirklich interessieren?
Was war eigentlich am 1.4.2020…hm?
@motonomer
„… Sie schon wieder, immer jung und naiv…“
—-
Was soll das?
Weil er sich eben genau so wie Tilo Jung anstellt…und den kenne ich gut.
Auch für diese Autorin gilt Einsteins Charakterisierung:
„Der Horizont vieler Menschen ist wie ein Kreis mit Radius Null. Und das nennen sie dann ihren Standpunkt.“
Viel interessanter ist aber die Frage, warum solche Texte veröffentlich werden. Was will man damit erreichen?
Vielleicht wegen des Einsteinschen Radius?
Vielleicht weil Sie nicht der letzte Mensch sind?
Der zu erreichen ist?
Mal so hypothetisch dahingefragt…
Die ‚Anarchie‘ wird niemals im Westen durchgeführt, die ‚Anarchie‘ wird von den ehemaligen Kolonien gegen die Kolonialisten geführt. Sollten diese Staaten aus dem Kontinent Afrika ein gehör finden, hat die ‚Anarchie’gegen die Demokratien gewonnen.
Der anarchist wird dem demokratischen gepflegten System, sein demokratisches Recht vor Augen führen.
‚I’m a looser baby, so why don’t you kill me‘?
Wer schon tot ist, kann nicht mehr getötet werden…
Leute, wenn euch zukunftsfähige gesellschaftspolitische Ideen interessieren, beschäftigt euch mal mit der Sozialen Dreigliederung.
Kein zentralistischer Nationalstaat, stattdessen ein Neben- und Miteinander von Geistesleben (Bildung, Wissenschaft, Kunst, Kultur, Religion), Rechtsleben (Politik und Recht) sowie Wirtschaftsleben (Produktion, Handel, Konsumption) auf Augenhöhe.
Damit das funktioniert – und ja es erfordert ’ne Menge Initiativkraft und Eigenverantwortung – wird mit den drei Idealen der französischen Revolution ernst gemacht und diese an richtiger Stelle zum Maßstab gesetzt.
Rätsel 1: welches der drei gesellschaftilchen Bereiche braucht wohl welches Ideal, damit das Ding
funktionieren kann?
Rätsel 2 (etwas schwieriger): wie sind diese Ideale (oder besser deren Zerrbilder) gegenwärtig zugeordnet?
Rätsel 3: in welchen Bereichen finden wir diese drei Ideale denn beim Menschen verwirklicht?
Im Bereich der Produktion gelten z.B. folgende Regeln:
> kein Betrieb darf verkauft werden (er bleibt im Besitz der dort arbeitenden).
> Arbeitleistende und Arbeitleitende entscheiden gemeinsam zu welchen Bedingungen gearbeitet und produziert wird
> Konsument, Händler und Produzent bilden eine Assoziation. Es wird nach Bedarf, nachhaltig und fair produziert.
Zieht es euch rein. Eine inzwischen 100-jährige Idee made in Germany. Es gibt dazu inzwischen wirklich viel Ressourcen und praktische Erfahrung in der Umsetzung. Hier auch ein anarchischer Aspekt – es kann sofort damit begonnen werden, der Staat wird es von sich aus nicht anschieben.
Bin gespannt auf der Rätsel Lösungen 🙂
VG
„[…]Ungewollte Schweigephasen und unterdrückte Wut // Antje Pietzsch bei GRETCHEN ENTSCHWÄRZT #85[…]“
Quelle:
https://www.youtube.com/watch?v=QDfqvEHHSXU
Nur mal für jene die sich noch für die anderen Positionen von Frau Sylvie-Sophie Schindler interessieren 😉
Wie bereits zugegeben ich kenne Ihren, durchaus sehenswerten Kanal „Das Gretchen“ schon etwas länger war aber einige Zeit nicht mehr dort. Dennoch verlinke ich mal ein aktuelles YouTube-Interview von ihrem Kanal (ohne es selber gesehen zu haben, da ich ihre Arbeit ja bereits kenne).
Sylvie-Sophie Schindler hat sich, neben der Tatsache, dass Sie dazu steht, dass Sie bekennende Anarchistin ist, eben auch Verdienste der Corona-Aufarbeitung erworben indem Sie Stimmen zu Wort kommen läßt, die im Mainstream eher nicht gehört werden sollen – z.B. Impfopfer der Corona-Impfung usw. usf.
Der Anarchismus ist nur eine Nebenbaustelle von Frau Sylvie-Sophie Schindler – wie bereits erwähnt die Corona Auf- oder Nachbearbeitung ist eine ihrer Kernmotivationen den Kanal „Das Gretchen“ zu betreiben – natürlich macht Frau Sylvie-Sophie Schindler auch dort Werbung für ihr neues Buch über den Anarchismus, aber das mehr am Rande, da ihr Blog ein anderes Thema hat…..sehen Sie selbst dort nach…. 😉
Gruß
Bernie
Als junge Frau hat man das Recht verrückten Ideen anzuhängen, besonders wenn man aus Bayern kommt. Der dortige Staat zwingt zu radikalen Ideen und wurde von einen Anarchisten gegründet. Wohin das führte ist bekannt.
Die spanischen Anarchisten verließen ihre Schützengräben, die sie vollschissen. Wem nutze das?
Die Kommunisten sorgten für Disziplin und Ordnung, die nun mal in einen revolutionären Krieg notwendig ist.
Ansonsten nett, das Buch werde ich nicht lesen
Bayern wurde von einem Anarchisten gegründet?
@Monty Allerdings
Sie meint eventuell die „Münchner Räterepublik“:
https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCnchner_R%C3%A4terepublik
Gruß
Bernie
Aha. Davon handelt auch das Stück „Toller“ von Tankred Dorst.
@Monty Allerdings
Kenne ich nicht. Dennoch danke für den Hinweis von Ihnen.
Gruß
Bernie
@ Monty Allerdings
„Bayern wurde von einem Anarchisten gegründet?“
Gemeint ist wohl Erich Mühsam, der unter anderen die Münchner Räterepublik ausrief.
Kurt Eisner, ein Berliner Journalist, war der erste Ministerpräsident der Bayerischen Räte-Republik.
Und dieser war Anarchist und wurde ermordet, als er auf dem Weg zum Parlament sein Rücktrittsschreiben verlesen wollte.
Die Münchner Räterepublik kam später und wurde (wesentlich) von sozialdemokratischen Bluthunden zusammen geschossen.
@ Luck
Kurt Eisner war Anarchist?
Formal war er Sozialist, später Vertreter der USDP, inhaltlich aber Anarchist wie sein US-amerkianischer Berufskollege John Reed, welcher formal auch Sozialist bzw. Kommunist war.
Beide waren jedenfalls Humanisten, welche weder jedes Mittel billigten, noch irgendwelche persönliche Extravaganzen wie Stalin mit seinem Verfolgungswahn pflegten.
Anarchismus ist für mich ein Überbegriff, in dem sich jede anständige politische Richtung vertreten fühlen kann. Denn kein anständiger und redlicher Mensch braucht Privilegien oder missbrauchende Macht, sondern will im Gegenteil dem Wohl seiner Mitmenschen dienen, ohne dass ein Muss durch ein Herrschaftsverhältnis besteht. Es ist vielmehr ein Herzensanliegen, dass. auch der Verstand teilt, sofern er reif genug dafür ist.
@ Luck
Das ist jetzt so in etwa so wie die Epizykeltheorie.
@Naomi
Bis auf ihr generelles Beschimpfen des Anarchismus, und das gleichzeitige Hochleben der autoritären Kommunisten in Spanien (?), bin ich einer ähnlichen Ansicht wie Sie.
Übrigens Benito Mussolini, der Begründer des italienischen Faschismus, war in seinen jüngeren Jahren ja auch autoritärer Sozialist bzw. Kommunist – insofern hat die generelle These „dunkelrot“ gleich „kackbraun“ bei so manchem/-er Mitmenschen durchaus seine uralte Existenzberechtigung.
Gibt ja auch heute noch so manchen „Linken“ der auf einmal sein vom Saulus zum Paulus Erlebnis hat und von „ganz links aussen“ zum „rechtsextremen/-radikalen Gegenmodell“ wechselt, aber das ist ein Thema, welches ich hier nicht weiter vertiefen will. 😉
Ironische Grüße
Bernie
PS: Auch in der Bandera-Ukraine sowie bei „Antideutschen“ zu beobachten das Phänomen „extrem links“ = „extrem rechts“ und umgekehrt.
Nun, Mussolini wollte sicher von Beginn an, alle dahingehend (rot, braun, schwarz behemdet) sozialisieren, Ihn, das Großmaul und natives Muttersöhnchen, anzubeten, nur hatte er nie einen echten Grund dafür liefern können. Das ist leider viel zu oft für Politiker prototypisch. Und in seinem Fall nahm das Drama seinen bekannten und grauenhaften Lauf.
Ich will hier nichts unterstellen, aber immer wenn mir jemand mit Mussolini (besonders mit seiner „sozialistischen | kommunistischen“ Jugend) kommt, wie und warum auch immer, hat das was von intellektueller Schmierinfektion. Ist so eine Befindlichkeit, nix für ungut…
@El-G
Ihre Ansicht ich bleib dabei – man muss ja nicht extra Mussolini erwähnen – es gibt eine mehr als bedenkliche Nähe zwischen „dunkelrot“ und „dunkelbraun“.
Der Anwalt Horst Mahler noch ein Begriff?
Ex-RAF-Anwalt und auch von ganz links nach ganz rechts gewechselt.
Hier seine Vita (leider aus Wikipedia, aber es soll auch andere Quellen geben die seine Biografie beinhalten):
https://de.wikipedia.org/wiki/Horst_Mahler
….ich könnte zig andere Beispiele aufzählen, die beweisen „dunkelrot“ = „kackbraun“.
Nicht nur Benito Mussolini, und den längst vergangenen italienischen Faschismus.
Wie bereits mehrfach erwähnt es gibt auch heute zig Beweise, dass „autoritäre Kommunisten/Sozialisten“ dasselbe sind wie „Rechtsextremisten/-radikale bzw. Faschisten/Nazis“ – oder sonstige „Rechte“, eben.
„dunkelrot“ (= „Jugendsünde“?) = „dunkelbraun“ (=“ältere Sünde“?)
Was dagegegen?
Egal, ich bleib bei meiner Ansicht, da es mehr als genügend Beispiele auf unserem Planeten gibt, die ich hier nicht alle aufzählen will, die beweisen die These ist goldrichtig.
Zynische Grüße
Bernie
Natürlich sagt mir Horts Mahler was und ich finde die Ähnlichkeit mit Benito frappierend.
Doch das sehe ich auf persönlicher Ebene.
Ansonsten gehe ich mit der Einschätzung, dass das „Extreme“ jeglicher Couleur einen Hang zum Unbedingten also Autoritären hat, d’accord.
(Na, vielleicht liegt meine Aversion auch daran, dass für mich Mussolini ein fürchterlich hässlicher Mann war und es mich erschauert, wenn ich nur an seine Fresse denke…)
+++++
@ Naomi
Das ist sehr großzügig von Ihnen.
Jetzt verraten Sie mir noch, warum ich alten Ideen von alten Frauen oder Männern, oder dazwischen und drumherum, die es in ihrem Leben nicht vermochten, Ihre Vorstellungen durchsetzen oder wenigsten etwas Gestalt in der Wirklichkeit jenseits des Küchen- oder Schreibtisches zu geben, den Vorzug geben sollte?
Wenn die Autorin schreibt:
„Nicht Zerstörung alter Strukturen sei das Ziel des Anarchismus, sondern der Aufbau neuer Strukturen, die die alten erübrigen“,
dann erhebt sich die Frage, wer sichert wie die neuen Strukturen? Das Ziel, Aufbau neuer Strukturen, ist als Begründung für den Anarchismus wenig aussagekräftig.
„Die Anarchie muss des Teufels sein, damit die Politik sich selbst an der Macht und die Bevölkerung im System der Unterdrückung halten kann.“
Hier ist der Aurorin uneingeschränkt zuzustimmen. Andererseits inszenieren sich Anarchsiten oft als Bürgerschreck und machen es der Systempropaganda sehr leicht. Theodore John Kaczynski war hochintelligent und am System, aufgrund seiner Attentate, gescheitert.
„Anarchie ist keine Bedrohung, sondern die konsequenteste Form der Humanität.“
Das erinnert mich an die Losung: „Der Marxismus ist allmächtig, weil er wahr ist“
Mag sein, dass die Autorin das in ihrem Buch überzeugend dargelegt hat. Daran zweifel ich jedoch. Jedenfalls gelang es ihr nicht, im vorliegenden Text, mein Interesse zu wecken.
𝘿𝙞𝙚𝙨𝙚𝙢 𝘼𝙧𝙩𝙞𝙠𝙚𝙡 𝙬𝙪̈𝙧𝙙𝙚 𝙚𝙨 𝙜𝙪𝙩 𝙩𝙪𝙣, 𝙬𝙚𝙣𝙣 𝙢𝙖𝙣 𝙞𝙝𝙢 𝙫𝙤𝙧𝙖𝙣𝙨𝙩𝙚𝙡𝙡𝙚𝙣 𝙬𝙪̈𝙧𝙙𝙚, 𝙬𝙖𝙨 𝘼𝙣𝙖𝙧𝙘𝙝𝙞𝙚 𝙞𝙢 𝘼𝙡𝙡𝙜𝙚𝙢𝙚𝙞𝙣𝙚𝙣 𝙪̈𝙗𝙚𝙧𝙝𝙖𝙪𝙥𝙩 𝙗𝙚𝙙𝙚𝙪𝙩𝙚𝙩:
Anarchie (griech. an-archē = „ohne Herrschaft“)
* „Anarchie“ bezeichnet einen gesellschaftlichen Zustand ohne institutionalisierte Herrschaft, insbesondere ohne Staat mit Gewaltmonopol.
* Sie bedeutet zunächst nur die „Abwesenheit zentraler, hierarchischer Autorität“.
* Als politische Theorie strebt der „Anarchismus“ die Organisation gesellschaftlicher Abläufe ohne dauerhafte Macht- und Befehlsstrukturen an.
* Gesellschaftliche Ordnung soll dabei durch „freiwillige Kooperation, Selbstverwaltung und horizontale Entscheidungsformen“ entstehen.
* Anarchie bezeichnet die Abwesenheit von Herrschaft, während Chaos die Abwesenheit von Ordnung beschreibt – beides hat begrifflich keine Überschneidungen.
+++++
Eine negative Charakterisierung – Bestimmungen sind selbstredend positive Aussagen – hat keine „Bedeutung im Allgemeinen“ – und eben deshalb war das Label „Anarchie“, „anarchisch“ in der bundesrepublikanischen „Szene“ lange Zeit ziemlich populär, taugt es doch schon mal in erster Instanz zur Abgrenzung vom „Sozialistischen Lager“ und folglich dazu, einer Menge antikommunistischer Parolen auszuweichen … oder zu folgen; je nachdem.
Das hängt davon ab, wie man „Ordnung“ definiert:
https://de.wikipedia.org/wiki/System#Ordnung
Anarchie fiele damit in einen Graubereich, eben weil es keine übergeordneten Regeln und Gesetzmäßigkeiten gäbe, sondern:
Ob das praktisch möglich ist, lasse ich mal dahingestellt, ich halte es für extrem unwahrscheinlich und für naheliegender, dass es in einem Chaos endet und (sich selbst strukturierend) als primitive Hierarchie wiedergeboren wird (das legt zumindest die Geschichte nahe).
Da kann ich ihr nur voll zustimmen.
„Die Demokratie steht am Abgrund, sagt Sylvie-Sophie Schindler: Lüge, Korruption und Bürgerverachtung sind an der Tagesordnung, während Autokraten weltweit auf ihren Moment warten.“
„Doch wer sagt, dass wir uns das gefallen lassen müssen? Sie schlägt vor, aus dem Parteiensystem auszusteigen und eigene Wege zu gehen. Ihr Buch ist ein Aufruf zur Freiheit: radikal, klug und zutiefst menschlich. Anarchie ist keine Bedrohung, sondern die konsequenteste Form der Humanität, so Schindler.“
+++++
Kampf dem deutschen Militarismus und Imperialismus.
„Ein Schulstreik darf nicht bei Symbolik stehenbleiben. Er muss der Funke sein, der die Verbindung zur Arbeiterklasse herstellt.“
https://youtu.be/ISm7DPExn-E?si=TQItED1CwaSynA0e
„Es stimmt, es gab blutige Aufstände von Anarchisten, und jeder Mensch, der dabei sterben musste, ist einer zu viel.“
Oh shit. Übler kann kein Reaktionär das Gedenken an Wera Figner, Buonaventura Durutti, Nestor Machno u.v.a. schänden. Jeder Schuss, jede Bombe, jede Granate „eine/r zu viel“. My ass. Hätten sie doch Stuhlkreise gebildet.
Eine sehr gute und würdige Einschätzung anarchistischer Bewegungen findet sich bei Mike Davis In Praise of Barbarians Haymarket Books 2007 ISBN-13- 978-1931859424 Part Five „Old Flames“, Kapitel „Artisans of Terror“ und den Folgeabschnitten, Da gibt es keine spiessige Distanzierung von „blutigen Aufständen“, dass Davis übesrzeugter Humanist ist, steht dabei ausser Frage.
Ich habe auch meine Reserven gegenüber den anarchistischen Bewegungen und ihren überschaubaren Errungenschaften und problematischen Effekten, die kleinbürgerliche, meist antikommunistisch konnotierte Begeisterung dafür ist dabei der widerlichste Aspekt, für den die „richtigen“ Anarchisten nichts können. Grösstenteils, wenigstens.
Einfach nur ein riesengroßes Dankeschön.
Fein 👍
+++++
Ich kenne Frau Schindler nicht, außer ihren Text da oben.
Und in dieser kurzen Vorstellung ihrer Weltanschauung, lässt sie so wie kein bürgerliches Ideal aus, welches sie zum allgemeinen RECHT erhoben und verwirklicht sehen will.
Frau Schindler mag einiges sein, was die bürgerliche Welt so hergibt.
Anarchistin ist sie nicht.
https://www.anarchismus.at/texte-zur-spanischen-revolution-1936/die-mujeres-libres
https://www.youtube.com/watch?v=p3UjdH8hr60&t=5s
„lässt sie so [gut] wie kein bürgerliches Ideal aus“
– welches hätte sie denn (halb) ausgelassen?
„… welches sie zum allgemeinen RECHT erhoben und verwirklicht sehen will.“ –
bezogen auf den vorliegenden Text ist das denunziatorisch komplett erfunden, wie fast alles, was du seit deiner Covid-Infektion zum Besten gibst.
Wenn ich deine Rede gnädig deute, dann bezieht sie sich auf diesen Satz:
Das muß ihr dann wohl jemand überzeugend hinsagen.
Für deine Denunziation mußtest du dies überlesen:
Da steht „Politiker“, nicht „unsrige“, nicht „heutige“ etc.pp, es ist eine allgemeine Aussage über politische Führung.
PS.: Und welche der „Bewegungen“, die sich im Deutschland des letzten Jhd. mehr oder weniger deutlich zu anarchistischen IDEALEN bekannt haben, hätten nicht „so gut wie“ das ganze Spektrum bürgerlicher Ideale da hinein gedeutet, nur anders aggregiert?
Der enthirnte Pandemie Gläubige und Impfidealist will mal wieder nichts verstanden haben.
Wie gewöhnlich.
Nichts außer Projektion und Dummschwatz eines erbärmlichen Wichtigtuers.
FTR für Leute, welche die Vorgeschichte nicht kennen: Pure Denunziation, wie gewöhnlich.
Welche „Vorgeschichte“? Etwa deine panische Hetze hier auf Overton gegen „Gräuelpropaganda“ verbreitende „Querdenker“ wie mich und andere Kritiker während und nach der Fake-Pandemie?
Vollhorst.
Querfürze – Querdenker sind eine andere Gattung, und die Bezeichnung „Gräuelpropaganda“ habe ich sicher nicht hingeschrieben. Ich hoffe, daß jemand, dem du mit deinem inquisitorischen Denunziantentum ernsthaft Schaden zufügst – hier ist das ja nicht der Fall – dir das Maul nachhaltig stopft.
Na dann ausnahmsweise mal Gott sei Dank dafür, dass wenigstens ein lügender Großfurz in dieser Welt, rein gar nichts zu melden hat.
Nämlich deine Nichtigkeit.
Anarchisten unter sich …
Qana ist kein Anarchist!
Rrrrichtig.
Anarchismus wendet sich vor allem gegen den Missbrauch von Herrschaft.
Eigentlich müsste eine Demokratie mit funktionierender Gewalteinteilung dies selbst schaffen -zumindest im großen und ganzen.
Da dies aber anscheinend nicht der Fall ist, muss diese Form von Demokratie hinterfragt werden. Nicht dazu, um diese zu deligitimieren, sondern um sie zu verbessern und optimieren. Eine Demokratie wird vor allem durch die Unfähigkeit und moralische Verkommenheit ihrer Amtsträger deligitimiert, wenn wesentliche Interessen von erheblichen Bevölkerungsteilen nicht berücksichtigt werden. Das nennt man dann Missbrauch von Herrschaft oder schlicht Amtsmissbrauch.
Solange Menschen keine grundsätzliche Rechenschaftspflicht von „oben“ fordern, sondern sich vielmehr gefordert sehen, sich nach oben anzupassen und somit ihren Diederich (Hessling) zum besten geben, wird eine erheblich bessere Gesellschaft nicht zu erreichen sein.
Aber wenn selbst ein autoritäres Gottesbild nicht infrage gestellt wird, obwohl es vielfältige Gründe dafür gibt und es schon in der griechischen Mythologie mit Prometheus einen überzeugenden „Anarchisten“ gibt, dürfte noch viel Vorarbeit notwendig sein, um die „Vorgeschichte der Menschheit“ abzuschließen bzw. „die Maßstäbe des Himmels“ hier auf der Erde zu verwirklichen.
Wenn es heißt, man solle sich „die Erde untertan machen“, heißt dies ja gerade nicht, sich maßlos wie ein Dominator aufzuführen. Denn das sind konkret die Maßstäbe dieser Welt. Es geht aber darum, diese konstruktiv zu überwinden, um das Leben hier angenehmer, bewusster und vor allem „reicher“ und stressfreier für Alle zu gestalten.
Ich Frage mich immer noch, warum man anscheinend nicht einsehen mag, dass der eigentliche Sündenfall in der biblischen Mythologie der Anspruch Adams gegenüber Eva war, dass sich diese ihm unterwirft. Und dessen Motiv war eine eindeutige Besserstellung gegen ihr. Und damit begann die Geschichte der Hierarchie und nicht mit einem Gottesbild eines angeblich herrschenden Gottes,.der seine Willkür grenzenlos ausleben darf und keine Rechenschaft ablegen muss, wie es schon das römische Sprichwort „quod Jovi, non bovi livet“ besagt. Dabei sollte jedes Gottesbild die höchsten Ansprüche an Moral und Anstand stellen.
Dann wird ein solcher „Gott“ als Scheusal bezeichnet werden, welcher um einer abstrakten Sündenvergebung Willen menschliches. bzw. göttliches Blut einfordert.
Aber wie schon Feuerbach indirekt gelehrt hat, findet man im konkreten Gottesbild eines Menschen die charakterlichen Stärken oder Schwächen eines Menschen gut aufgezeigt. Denn nur inkonsequente Schwurbler mit Untertanenmemtalität erschaffen einen „Gott nach ihrem Ebenbild“, welcher derart große charakterliche Defizite aufzuweisen hat.
Deshalb endet die Kritik der Religion auch mit der Lehre, dass der (bedürftige) Mensch das höchste Wesen für den Menschen sei, an dem sich maßgeblich unser Handeln zu bestimmen hat. Und daher sind alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein geknechtetes, ein ….Wesen ist, was Marx als Kategorischen Imperativ bezeichnet hat.
Über das »fordern« können, sind die Demokratien seit langem hinaus. Es müsste – leider – erzwungen werden. Weiter muss konstatiert werden, dass die Menschen sich »…gefordert sehen«, weil sie überfordert sind, und das ist auch nicht vom Himmel gefallen und wird fortwährend weiter konstruiert. Wenn man so will, ist beispielsweise die Legende, „mit Digital wird alles leichter“, eine glatte und absichtliche Lüge. Für den Einzelnen, nicht für die Herrschaft.
Darüber würde ich gerne mal mit einem Papst oder wenigstens Erzbischof sprechen – sehe ich genau so. Doch der alttestamentarische „zürnende und strafende Gott“ ist noch immer populärer als die Bergpredigt, weil er – auch leider – mehr der gegenwärtigen menschlichen Erfahrungswelt entspricht und so für ihn eine verkrüppelnde Hierarchie „beweist“.
Guter Kommentar, danke.
„ …ist beispielsweise die Legende, „mit Digital wird alles leichter“, eine glatte und absichtliche Lüge. Für den Einzelnen, nicht für die Herrschaft.”
Vielleicht in diesem Kontext interessant: Einer der Pioniere der digitalen Technologie (bin mir gerade nicht sicher, ob es J. Weizenbaum war) äußerte sich dahingehend, dass sich diese Technologie gerade rechtzeitig entwickelte, um die riesigen Bürokratien moderner Staaten zu „retten”. Sie wären nämlich, ob der Fülle der zu verarbeitenden Informationen in ihrer vorherigen Form kollabiert und als Instrument der Herrschaft untauglich geworden.
So wäre recht eigentlich die technologische Entwicklung als Mittel zur Ausübung von Herrschaft, die sie ihrerseits entsprechend fördert, zu sehen und nicht, wie immer wieder behauptet, als Mittel der Demokratisierung oder gar der Befreiung. Mithin also eher eine Einschränkung denn eine zusätzliche Möglichkeit der Menschen, sich zum Ideal allgemeiner Humanität hin zu entwickeln.
Sehr richtig und ein Beleg dafür, dass vermeintliche Repräsentativsysteme weder repräsentativ noch demokratisch sind. Das macht Anarchie leider nicht weniger kindisch.
Die Kirchen sind so leer, wie nie zuvor. Und das obwohl (oder weil?) die Kirchen woke sind und geschichtsvergessen sogar den massenhaften Zuzug von Muslimen toll finden.
Ich dachte ich kenne die Geschichte, an welcher Stelle soll das vorkommen?
Der Begriff kommt von Kant, nicht vom Karl.
Das mit dem Sündenfall ist meine Interpretation, welche Herrschaft und dessen Missbrauch grundsätzlich hinterfragt und kritisiert.
Wenn es für Gläubige nur darum geht, blind irgendwelchen „göttlichen“ Anweisungen gehorsamst zu folgen, sind das grundsätzlich falsche Schlüsse, welche das „fürchte dich nicht“ unberücksichtigt lassen und den wesentlichen Unterschied zwischen dem polytheistischen Gehorsams- und Besänftigungsgebot nicht thematisiert, sondern grotesker einebnet. Das ist dann eine Thema-Verfehlung in perfekter Weise.
Zu verdanken ist dieser Umstand aber eindeutig dem Missbrauch von Religion zu unanständigen Herrschaftszwecken und nicht der menschlichen Emanzipation von den Maßstäben dieser Welt.
Der Kategorische Imperativ von Marx (auch als relative Kritik an Kant) ist zwar wenig bekannt, aber gerade deshalb sehr wichtig, um ihn überhaupt zu verstehen
Wenn man dann noch weiter geht in Bezug auf seine Religionskritik, stößt man irgendwann auf den Befreiungstheologen Franz Himmelankert und dessen Gedanken zu Marx, Religion und Emanzipation.
Ja, aber woraus interpretierst du das hier?:
Gibt es dafür irgendeinen Hinweis in der Bibel? „Die Frau sei dem Manne untertan“, kam doch nicht von Adam, oder?
Stimmt, kannte ich nicht:
https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorischer_Imperativ#Karl_Marx
Schöner freudscher Verschreiber „Himmelankert“ 🙂
Ich habe eine Weile gebraucht, um ihn zu finden:
https://www.kirche-und-leben.de/artikel/befreiungstheologe-franz-josef-hinkelammert-ist-tot
Kannte ich nicht, allerdings ist Religion für mich auch nicht wirklich ein Thema, ich war schon von Kindesbeinen an eher ein Freidenker 🙂
Wahrscheinlich hat man mehr davon, wenn man statt dieses dürftigen Werkes gleich ‚Der Einzige und sein Eigentum‘ vornimmt. Zwar angestaubt und von Marx in einer vernichtenden Kritik in die kleinbürgerliche Ecke gestellt, aber immerhin ein Anlass zu kritischer Auseinandersetzung.
++++
Max Stirner, Der Einzige und sein Eigentum…..
http://max-stirner-archiv-leipzig.de/dokumente/1844-Der-Einzige-und-sein-Eigentum-(1845-1893-1991).pdf
hier noch eine online version:
https://anarchistischebibliothek.org/library/max-stirner-der-einzige-und-sein-eigentum
stirner war ein fleissiger schüler von hegel und weiteren bekannten lehrstühlen der damaligen zeit und hat sich intensiv mit ideengeschichte befasst. zum verständnis dieser im ersten teil mag folgendes zusammenfassende zitat der allgemeinen bewegung gegen ende des buches hilfreich sein:
„Da es aber dem Christentum wie dem Altertum ums Göttliche zu tun ist, so kommen sie auf entgegengesetzten Wegen stets wieder darauf hinaus. Am Ende des Heidentums wird das Göttliche zum Außerweltlichen, am Ende des Christentums zum Innerweltlichen. Es ganz außerhalb der Welt zu setzen, gelingt dem Altertum nicht, und als das Christentum diese Aufgabe vollbringt, da sehnt sich augenblicklich das Göttliche in die Welt zurück und will die Welt „erlösen“.“
der zweite teil ist einfacher zu lesen, weil politischer und persönlicher und setzt weniger klassische bildung voraus. ich will aber nochmals anmerken, dass sich stirner durchaus auch den fragen widmet, die hegel in der phänomenologie und der wissenschaft der logik beschäftigt haben, man kann das nicht nur aus seinen referenzen auf hegel ablesen, sondern auch der verwendung von schein, wesen, begriff, substanz und weiteren kategorien. es ist nicht schwierig stirner zu lesen, aber seine einordnung beschäftigt die wissenschaft auch noch bald 200 jahre nach seinem tod.
Omg, wieder mal der Caspar Schmidt-Kult.
Antidot: Ideologie der anonymen Gesellschaft von Hans G. Helms neben der Deutschen Ideologie von Marx.
Übrigens haben die meisten ernsthaften Anarchisten den Caspar nicht als einen der ihren angesehen.
alle drei hast du nicht gelesen.
https://www.marxists.org/deutsch/referenz/stirner/index.htm
https://anarchistischebibliothek.org/search?query=stirner
kannst du ernsthafter natürlich nicht wissen, da du, wie jeder bürgerliche marxismus-moralist, mit exkommunikation von kleinbürgertum beschäftigt bist, während sich die arbeiterklasse für ihren historischen auftrag unter deiner führung bereit macht. georg fülberth sagt von sich er sei der letzte, allerdings reine, gewichtige und tiefe vertreter der deutschen kommunistischen partei auf dem meeresgrund. wenn der wüsste, wieviele sich anonym im internet herumtreibende blockwarte seiner gesinnung es noch gibt, würde er nicht so leichtfertig urteilen.
Das ist doch alles Unsinn. Weil man glaubt eine Gesellschaftstheorie (hier der Anarchismus) für ALLE verwirklichen zu können. Ist das nicht so, dass diese Idealisten einen Anarchismus für eine ganze Gesellschaft fordern? Respektive für Deutschland, für Europa, für die Welt.
Warum ist das Unsinn?
Weil nicht differenziert wird. Weil EIN System für alle eine Monotonie ist. Weil es eben keine Vielfalt beinhaltet. Warum müssen alle das gleiche Kostüm anziehen, auch wenn es ihnen nicht gefällt? das ist doch nur Monotonie in der Südsee.
Wäre es denn nicht besser, wenn wir endlich mal ins experimentieren kommen würden? Sollen doch die Anarchisten ihre Spielwiese bekommen, warum denn nicht? Aber dann auch die Monarchisten, die Sozialisten, und was weiß ich noch was für -Isten.
Der Test erfolgt in kleinen überschaubaren Räumen, z.b auf Gemeinde oder Landkreisebene nach Abstimmung.
In Deutschland und auch in der EU ist das natürlich unvorstellbar, weil die Krankheit der Untertanen-Mentalität, diametral entgegengesetzt zur Phantasie und dem Ausprobieren des Neuen steht. Das wird in den Untergang führen, unzweifelhaft. Aber die Erde ist ja groß, und nichts ist mächtiger als eine Idee deren Zeit gekommen ist.
Das Prinzip des Lebens basiert auf Zellteilung!
Wenn Zellen zu wuchern beginnen, also nicht mehr aufhören zu wachsen spricht man von Krebs.
Es gibt keine Bäume die in den Himmel wachsen. die Natur kennt kein unendliches Wachstum. Sie kennt nur eine unendliche Vielfalt! Alles basierend auf kleinen Einheiten. Vielfalt! Einfältig ist nur der Mensch in seiner grenzenlosen Dummheit und Pleonexie!
du hast den Kern des Anarchismus nicht verstanden. A. ist KEINE Struktur, die wie beim Kapitalismus/Kommunismus auf Regeln basiert und eine Machtapperat vorgibt – A. liefert lediglich die Axiome, dass der Mensch seine Belange SELBST regelt – die Struktur müssen wir erst erschaffen, die anderen Erdbewohner ebenso – aus der Perspektive ergeben sich die Probleme nicht, die du angibts. – jede Kultur darf, wie jeder Mensch auch, nach ihren Vorlieben leben –
Ich denke schon dass ich den Anarchismus verstanden habe. Mein take ist jedoch darauf hinzuweisen, dass dieser ausschließlich in kleinen überschaubaren Strukturen gelingen kann.
Leopold Kohr betrachtet Dezentralisierung als notwendig und hinreichend für Anarchie, weil nur in kleinen, überschaubaren Gemeinschaften eine gewaltfreie, vernunftbasierte Selbstorganisation möglich ist. In solchen Einheiten bleibt die Verantwortung jedes Einzelnen spürbar, Anonymität und Massenwirkung – die Kohr als Ursache von Gewalt, Krieg und Entfremdung ansieht – werden vermieden.
Für Kohr führt Übergröße („Bigness“) zwangsläufig zu Komplexität, Kontrollverlust und Tyrannei, da Entscheidungen dann von zentralen Mächten getroffen werden, die von den Betroffenen entkoppelt sind. Nur durch Dezentralisierung auf menschliches Maß – wie in Stadtstaaten oder lokalen Gemeinwesen – können Menschen frei, verantwortlich und friedlich zusammenleben, sodass der Staat als Zwangsapparat überflüssig wird.
Die Dezentralisierung ist somit der praktische Weg hin zu seinem Ideal des „romantischen Anarchismus“, in dem Freiheit und Kooperation statt Hierarchie und Macht herrschen.
In etwa so?
Der Text ist ziemlich schwach.
Solche Texte sind der Totengräber der Anarchie.
Gewalt wird es auch in der Anarchie geben.
Armut wird es auch in der Anarchie geben.
Anarchie ist keine Ideologie wie Kommunismus,wo die Partei herrscht,noch Kapitalismus,wo das Geld herrscht.
Es heisst einfach :keine Herrschaft
Kein Mensch darf über einen anderen bestimmen,bzw. herrschen.
ziemlich einfach.
Auch die Wissenschaft darf sich nicht als Herrscherin aufspielen,bzw. missbrauchen lassen vom Staat,um gewisse Ziele durchzusetzen,z.B. die Coronaimpfung.
Noch etwas Nietzsche
Staat heisst das kälteste aller kalten Ungeheuer,
kalt lügt es auch und diese Lüge kriecht aus seinem Mund :“Ich ,der Staat ,bin das Volk.“
Und was er auch redet,er lügt und was er auch hat,gestohlen hat er’s
…vor allem ziemlich kindisch, Hierarchien waren und sind dem menschlichen Dasein inhärent, was schon daran liegt, dass man als unfähiger, strampelnder kleiner Hosenscheisser zur Welt kommt und erstmal sehr viel lernen muss, z.B. mit anderen umzugehen und zu überleben.
In einer knappen Welt gibt es auch permanent Konflikte, da Hierarchien effizienter und stärker sind (bzw. sein können) als Einzelgängertum, hat sich das in unser Erbgut eingegraben, herausgemendelt sozusagen. Gefällt mir selbst am allerwenigsten, aber man sollte sich der Tatsache bewusst sein.
Der Anarchie wohnt zu allem Überfluß ein grundlegendes Paradox inne: um Herrschaftsfreiheit dauerhaft zu gewährleisten, bräuchte man… Herrschaft, denn Herrschaftsfreiheit ist eben nicht selbststabil.
Magsein, dass Hierarchien „dem menschlichen Dasein inhärent sind”, wie Sie schreiben.
Im Unterschied zu Hierarchien, die sich durch Anerkennung von Kompetenz gleich welcher Art und einer dementsprechenden zeitlich begrenzten Unterordnung ergeben mögen, ist das Wesen der Herrschaft durch dauerhafte Aufrechterhaltung eines dauerhaften Anspruchs jenseits von Funktion und Nutzen mittels Gewalt gekennzeichnet.
Das kann man so definieren, Fachhierarchie vs Machthierarchie, aber die Übergänge sind fliessend. Auch Fachhierarchien etablieren Abhängigkeitsverhältnisse, die sich ausnutzen lassen und verstetigen können.
Auch das Paradox bleibt bestehen, man kann genau deswegen keine Herrschaftsfreiheit sicherstellen, weil die Menschen automatisch in solchen Abhängigkeiten landen, sie teilweise sogar suchen (eine Frau wird eine Abhängigkeit zu einem starken Mann suchen, sonst ist die Gefahr bei der Niederkunft zu groß, in der sie quasi wehrlos ist, das gilt doppelt, wenn keine staatlichen Hierarchien sie schützen und finanzieren).
Und wie ich schon schrieb:
Hierarchien ermöglichen eine viel effizientere Arbeitsteilung und Spezialisierung und damit eine viel höhere Schlagkraft (egal ob bei Angriff, Verteidigung oder bei wirtschaftlicher Konkurrenz), so dass sie sich evolutionär am Ende immer durchsetzen dürften. Zumal eben schon im Erbgut eingegraben (langsames vs schnelles Denken, also Einzelgängerdenken vs. energiesparendes und einfaches Gruppendenken).
Anarchie (zumindest im Sinne von absoluter Herrschaftsfreiheit) ist praktisch weder umsetzbar noch wäre es absicherbar und stabil.
Das maximal erreichbare Niveau wäre m.E. sowas wie direkte Demokratie, die herrschende Hierarchien (zumindest theoretisch) jederzeit austauschen oder zumindest beschränken kann. Mehr ist (mit dem aktuellen Menschen und seinem Mindset) m.E. nicht realistisch (und vermutlich auch gar nicht wünschenswert, weil sehr anstrengend).
Reaktionäre biologistische Glaubensbekenntnisse nicht, weiter.
Außerdem Lüge durch Auslassung: außer Einzelgängertum und und Hierarchie gab und gibt es noch die nicht-hierarchische Kooperation, über viele Jahrtausende die Lebensgrundlage der Menschen war.
@Scheinregen
Ja natürlich, Anarchismus ist eine kindische Ideologie, ebenso wie der Liberalismus appelliert er an den Egoismus. Spätestens im Kindergarten sollte der kleine Mensch doch lernen, dass es noch andere Interessen als die eigenen gibt, dass man sich kollektiven Interessen unterordnen muss.
Im Westen haben das selbst viele Menschen im Erwachsenen-Alter noch nicht gelernt, dass man sich kollektiven Zwängen unterordnen muss, sie sehen ihre individuelle Freiheit bedroht. So tummeln sich denn auch hier bei Overton viele enttäuschte Liberale, mit einem Hang zum Anarchismus – kollektive Zwänge werden abgelehnt.
deine gegenüberstellung von eigenen und kollektiven interessen ist widersprüchlich, was sind kollektive interessen anderes als zahlreiche gleiche einzelinteressen, dem materiellen gehalt nach? oder doch etwas anderes, nämlich herrschaftsinteressen, „zwänge“? gerade in zeiten wo einem die kollektive mit der atombombe bedrohen, könnte auch ein liberaler wie du mal zur besinnung kommen. aber loyalität ist die erste bürgertugend und ruhe die erst bürgerpflicht. darum sitzt du mit der ein bisschen reaktionäreren variante von dir, scheinregen, im gleichen boot – dem kahn der guten ordnung des nationalstaats, nämlich dem des bürgertums, des liberalismus, dem staat, der die eigentumsinteressen des kollektiven bürgertums schützt, also die kapitalistische ausbeutung zur freiheit des einzelnen erklärt.
Das ist richtig, nur sind die Einzel-Interessen selten alle gleich. Und schon müssen sich abweichende Einzel-Interessen der kollektiven Mehrheit beugen, die als autoritäre Herrschaft wahrgenommen wird. Das ist die Ursache des Wehklagens der Anarchisten. Es sind enttäuschte Liberale, die in der liberalen Demokratie ihre Ideale nach individueller Freiheit verraten sehen.
wenn die einzelinteressen unterlegen sind, dann werden sie von den überlegenen einzelinteressen gestaucht, dafür braucht es keine hierarchie. sind sie überlegen, dann können sie sich zur hierarchie ausrufen, sofern ihnen etwas an hierarchie liegt. EIN interesse ist ein interesse, du verfabelst das wieder zum charakter in deinem vom EINEM interesse getriebenen denken.
Du unterscheidest besser zwischen „Anliegen“ und „Interessen“, zumal das den philosophisch-abstrakten Verweis auf „materiellen Gehalt“ erspart. Anliegen sind in Interessen au f die eine oder andere Weise aufgehoben, der Bezug des „Inter-esse“ (Dabeisein) ist ein sei es vorgefundener, sei es vorgegebener, ggf. aufgezwungener Zusammenhang der Individuen, worin stets schon enthalten und „eingepreist“ ist, was Spontaneisten und Anarchisten gern „Zwänge“ nennen, unter Berufung auf einen abstrakt-freien „Adam“.
Individuelle Anliegen sind selbstredend nicht „gleich“, vielmehr verknüpft. Die „Ordnung“, die Spiessbürger, Fanatiker des abstrakt-freien Willens, stets einverlangen, als handele es sich um einen übergeordneten (=allgemeinen) Zweck eines (jeden) gesellschaftlichen Verbandes, ist in Gestalt der Individuen und ihrer Anliegen stets schon da, die Modelle, die damit hausieren gehen, verlangen die Unterwerfung der lieben „Mitmenschen“ unter ihr Inter-Esse ein, ihre abstrakt – allgemeine Zufriedenheit mit der Interessensbetätigung, die ihnen gewährt ist, wenn da nicht all die bösen Menschen wären, die ihnen das verleiden täten … oder auch nur könnten.
Das dekonstruiert obendrein den „Arschbürger“ zu dem armen Würstchen, das er de facto ist, bei und in aller militanten Anmaßung.
DU unterscheidest das, damit du etwas zu schreiben hast.
Und? Gibs einen Konflikt zwischen solch einem Interesse und deinem Anliegen?
Ich sehe grade, unten gibs ein Paradebeispiel:
. Stimmt das, oder stimmt das nicht. Und falls es nicht stimmt: Was benennt dann das Attribut „bewußt-los“?
was willst du mich lehren? deinem dialektischen geschwurbel nachzusteigen hat sich für mich schon öfter nicht gelohnt und ich werde meine zeit dir nicht aus blosser barmherzigkeit widmen.
Das „dialektische Geschwurbel“ kann von mir aus gern dein Geheimnis bleiben, die Unterscheidung von Anliegen und Interessen wollte ein Mathematiker wohl Präzisierung nennen.
Folglich wäre Präzisierung mein Interesse, aber nicht dein Anliegen.
Case closed, brauch ich dich nicht belästigen.
ja folgere mal schön rum, wenigstens hast du das geschwurbel dieses mal gelassen.
da, ein bisschen geschichtlicher hintergrund über schleimige würmer der herrschaft wie dich, den SPIESSbürgern. in der „freiheitlichen“ schweiz vergleicht man dich grundsätzlich mit dem runderherum ums arschloch und fasst das auch gleich begrifflich so: arschbürger.
https://de.wikipedia.org/wiki/Autorit%C3%A4t
Tor…: „der guten ordnung des nationalstaats, nämlich dem des bürgertums, des liberalismus, dem staat, der die eigentumsinteressen des kollektiven bürgertums schützt, also die kapitalistische ausbeutung zur freiheit des einzelnen erklärt.“
Dein Problem ist, dass du alles in einen Topf wirfst, dass du Staat und Kapitalismus gleichsetzt. Der Staat ist aber nur die Verpackung des Übels namens Kapitalismus. Wenn im Topf das Essen anbrennt, dann werfe ich nicht das Essen mitsamt dem Topf weg, sondern nur das Essen. Insofern sind Anarchisten konsequent, sie werfen alles weg, Staat und Kapitalismus, und haben dann nichts mehr außer ihren Illusionen (genannt Ideale).
im gegensatz zu dir haben sie immerhin kritik und die kann, aber muss nicht, auch ohne ideale auskommen. dass du nichts mehr hast, wenn du den staat wegwirfst, ist genau mein vorwurf.
ich empfehle dir noch das interview von tucker carlson mit dem evangelikalen mike huckabee, damit du mal siehst wie die hierarchie mit kollektiven interessen umgeht: sie nimmt sie zur kenntnis.
Kollektive Interessen müssen aber immer hinterfragbar bleiben und dürfen nicht in Gesetze eingebunden sein.
Kollektive Interessen sollten schon in „Gesetzen“ eingebunden sein, ansonsten sie keine Wirksamkeit entfalten. Eine Gesellschaft ohne Gesetze ist eigentlich keine Gesellschaft, sondern nur eine Ansammlung von Individuen mit jeweils eigenen Interessen. Erst Gesetze führen die Individuen auf eine gemeinsame Basis zusammen, die sich auf Wirtschaft, Kultur, Nation, Religion usw. beziehen.
Juristische und moralische Gesetze sind wesentlicher Bestandteil der Ideologie einer Gesellschaft, die zudem von den Interessen der politischen Macht-Elite bestimmt wird.
Soweit ist es mit ihnen schon gekommen, das sie sich gar kein freies Leben mehr vorstellen können.
In so einer Gesellschaft möchte ich nicht leben.
Sehr schlimm das alles. weil ich mein Leben lang gegen eine solche Gesellschaft gekämpft habe.
Ein „freies Leben“ als Vogelfreier? Von der Gesellschaft Ausgestoßener?
In meiner Jugend war ich Hippie – war nur eine Illusion von Freiheit.
Ja genau, seit Sommer 2020 ist dem tatsächlich so.
Es gibt keine Gesellschaft, das ist eine reine Illusion.
Man sollte aus das Leben was man propagiert, sonst kommt es zu einer kognitiven Verzerrung, wie es damals vielen ergangen ist.
Ich habe nie auf Gesetze geachtet, weil sie das Leben verhindern, aber das verstehen sie nicht, sie brauchen eine hierarchische Struktur, ohne die sie verloren sind.
„eine hierarchische Struktur“ brauche ich eigentlich nicht. Jetzt im Alter ist mir die tägliche Routine wichtig. Ansonsten lebe ich gerne in den Tag hinein, ganz ohne Verpflichtungen. Das empfinde ich als Freiheit.
Margareth Thatcher hat das auch behauptet.
Sieh an, sieh an, der „Anarchist“ motonomer ist ein ganz ordinärer Liberaler a-sozialer Snob. Wahrscheinlich mindestens schon seit 1974™.
Schön auf den Punkt gebracht.
Wie Andere hier schon erwähnten, ist der Artikel schon irgendwie sehr dünn.
Das Thema „Anarchie“ ist bei mir bisher eine Bildungslücke. Ich denke mir seit Jahren: „Irgendwann, wenn ich mal Muße hab, muß ich mich mal damit beschäftigen wie das funktionieren soll.“
Ist bisher halt nicht geschehen. Aber so weiß ich jetzt nach dem Lesen des Artikels auf jeden Fall nicht warum Anarchie jetzt toll sein soll und auch nicht wie ich mir das in der Praxis vorstellen soll.
Enttäuschend.
Am Nahrhaftesten wäre es, wenn du die Label und die darum gesponnenen Ideologien rechts und links liegen läßt, und die internationale Arbeitsteilung studierst. Die läuft nämlich sowohl anarchisch, wie – Überraschung! – planwirtschaftlich.
„Das Thema „Anarchie“ ist bei mir bisher eine Bildungslücke.“
Das dürfte vielen so gehen (mich eingeschlossen),
weil Medien der Macht sich darüber (und über andere Dinge, die zum Hinterfragen anregen könnten)
ausschweigen.
Deshalb finde ich gut, dass das Thema hier angerissen wird.
Ich glaube Du findest auch Hinweise in Artikeln von oder über Rainer Mausfeld.
In einem Artikel lässt sich das auch wohl gar nicht beantworten.
Die vermutlich beste Darstellung dazu ist die von Horst Stowasser, deren Lektüre die Autorin ja auch empfiehlt.
Ja, den Stowasser (früher – zu Schulzeiten – war für mich „der“ Stowasser noch ein Utensil für Latein-Übersetzungen 😄) kann ich auch nur wärmstens empfehlen.
Auszüge :
(Zum Begriff) „Es bedeutet ‚keine Herrschaft‘, also die Abwesenheit von Macht und Hierarchie. Ein provokantes Wort, das in den Köpfen der Menschen augenblicklich schlimme Visionen erzeugt : Chaos, Unordnung, Verwilderung, Zerstörung. So ist die Bedeutung des Wortes heute weitgehend auf die Ängste reduziert, die den Normalbürger bei dieser Vorstellung befallen; sein eigentlicher Wortsinn ging dabei komplett verloren.
Was blieb, waren griffige ‚Übersetzungen‘ wie ‚Gesetzlosigkeit‘, ‚Zügellosigkeit‘, ‚Chaos‘. Das ist etwa genauso korrekt, wie wenn man die Begriffe ‚Zahnarzt‘ mit ‚Folter‘, ‚Liebe‘ mit ‚Sünde‘ oder ‚Ökologie‘ mit ‚Rückschrittlichkeit‘ übersetzen würde.“
(…) „Seit Jahrhunderten wird im offiziösen Sprachgebrauch dieser negative Begriff von Anarchie verwendet, (…) in der offensichtlichen Absicht, den Anarchismus als Philosophie oder politische Bewegung zu diskreditieren.“
„Es handelt sich also schon längst nicht mehr um irgendwelche unterschwelligen Ängste, sondern um ein anschauliches Beispiel, wie subtil Sprache zur Meinungsmache benutzt werden kann.
Denn die Formel Anarchie = Gesetzlosigkeit ist ja nicht bloß sprachlich falsch und inhaltlich schief, sie soll beim Leser etwas bewirken. Die Vorstellung nämlich, daß bei einer Verwirklichung anarchistischer Ideen die Gesellschaft zwangsweise ins Chaos stürzen müsste, und daß umgekehrt Herrschaft die einzig denkbare Form der Ordnung sei.“
„Lebendige Anarchie ist kein neues Regelwerk, sondern eine Idee, das Leben freier zu gestalten. Leben aber ist nicht etwa nur Essen, Schlafen, Wohnen, Arbeit oder soziale Organisation. Leben ist allumfassend, bunt, vielfältig, kreativ, chaotisch. (…) Wenn heutzutage das Leben der meisten Menschen nicht allumfassend, bunt, vielfältig, kreativ und chaotisch ist, so ist das kaum ein Zufall, sondern gewollt.“
„Chaos, Vielfalt und Kreativität können für eine moderne Industriegesellschaft gefährlich sein. Darum werden Menschen in ihr künstlich nivelliert. (…)
Ein kluges System, v.a. deshalb, weil die Nivellierten ihre Nivellierung kaum bemerken. Geschickt wird ihnen die Illusion belassen, sie seien tatsächlich kreativ, wo sie doch in Wirklichkeit vorgefertigte Ware konsumieren. Illusion, die man kaufen kann.“
PS :
Btw., zum Begriff „Industriegesellschaft“. Habe erst vor kurzem erfahren, daß die Übersetzung des englischen Wortes „industrious“ auf „fleißig“ lautet. Gibt einem irgendwie zu denken…🤨😄
PPS :
Letztlich ist für mich der Begriff ‚Anarchie‘ auch nur ein Wort. Allerdings eines, das eine dahinterliegende Lebenseinstellung kennzeichnet. Und eben solche – bereits erwähnte – Dinge wie das Fehlen einer ‚Macht‘ oder Hierarche beinhaltet, Kreativität, Vielfalt, Chaos (auch so ein Begriff, dem man fälschlicherweise eine negative Konnotation aufgedrückt hat), einer grundsätzlichen (respektvollen) Begegnung auf Augenhöhe, dem weitestgehenden Heraushalten eines ‚Staates‘ aus meinem Leben, und noch vieles mehr.
Ähnlich wie beim Begriff des „Querdenkers“ (und noch vielen weiteren) bleibt auch der der Anarchie für mich positiv besetzt. Daran werden auch die üblichen Diffamierungen und plattesten Zuschreibungen nicht das Geringste ändern.
die freie Wahl des Wohnsitzes … (sofern dort Platz ist)
Die Freiheit, Mehrheitsbeschlüsse nicht befolgen zu müssen, ohne dafür irgendeiner Art von Repressalien ausgesetzt zu sein … (z.B: nicht in den Krieg zu ziehen, und auch keinen Ersatzdienst dafür zu leisten und keine Abgaben dafür zahlen zu müssen)
Die Freiheit, seine sozialen Verhältnisse so zu regeln, wie man es möchte …
ich denke, vielmehr braucht es nicht als Voraussetzung, um eine anarchistische Gemeinschaft zu schaffen…..
Das meiste Gerede über Anarchie ist viel Rauch um nichts …
152 Kommentare zum Thema Anarchismus von Frau Sylvie-Sophie Schindler bis jetzt?! 🙂
Für ein Thema, dass angeblich niemand interessiert tummeln sich aber ziemlich viele Kommentierer/innen hier rum 😉
Im übrigen ich finde es mehr als billig von manchen Mitforisten hier über ein Buch zu urteilen, dass diese noch nicht gelesen haben, und auch nicht vor haben zu lesen, denn ein Buch kann man meiner Ansicht nach erst beurteilen wenn Mensch es erst komplett gelesen, und verstanden, hat
Was Frau Sylvie-Sophie Schindler alias ihr YouTube-Kanal „Das Gretchen“ (https://www.youtube.com/@dasgretchen), angeht, da hat noch keiner was dazu kommentiert 🙁
Dabei hat Frau Sylvie-Sophie Schindler hier seit Ende der Corona-Pandemie mal die Menschen zu Wort kommen lassen, die sonst niemand hören will – ich weise daher noch einmal auf ihren YouTube-Kanal „Das Gretchen“ hin.
Meinen Respekt hat Sie denn neben einem solchen umfangreichen YouTube-Kanal noch die Zeit zu haben ein Buch zu schreiben ist viel zu tun. Nehme ich mal einfach so an.
Ich habe den Kanal „Das Gretchen“ schon länger nicht mehr besucht, aber ich habe hier weiter oben in diesem Forum mal auf ein beispielhaftes Gespräch mit einem Impfopfer der Corona-Zeit hingewiesen – sie hat noch mehrere andere Videos zum Thema Corona Nach- und Aufbearbeitung.
Mehr dazu bei:
https://www.youtube.com/@dasgretchen
Alle sehr informativ, und sehenswert, und wie schon gesagt, die Themen bei „Das Gretchen“ haben nix mit dem Buch zum Thema Anarchismus zu tun, dass Sylvie-Sophie Schindler, selber bekennende Anarchistin wie sie mal gesagt hat im YouTubeKanal, nebenher auch noch schreiben konnte.
Egal was manche hier denken meinen Respekt hat Frau Sylvie-Sophie Schindler auf jeden Fall für ihre wertvolle Arbeit, und das Buch, dass ich auch noch nicht gelesen habe, aber über das ich zu urteilen mir nicht anmaße. Parole erst komplett lesen, dann erst urteilen – so geht wahre Seriosität liebe Mitforisten hier.
Gruß
Bernie
Ich habe sie nicht direkt kritisiert, nur, hat sie sich selbst mit dem schwachen Artikel wenn sie ihr Buch damit bewerben wollte, eben keinen Gefallen getan,
Aber als Denkanstoß, hat er wohl anscheinend seine Schuldigkeit getan, worauf ich ihr sogar ein wenig dankbar bin.
👍
Sonneborn schlägt eine „Losdemokratie der alten Griechen [als] bessere Lösung“ vor.
https://www.nachdenkseiten.de/?p=146512
Allerdings muss man auch bedenken, dass es Terrororganisationen wie USA, NATO, Mossad oder CIA gibt.
Kann man eine Demokratie so organisieren, dass sie nicht von diesen Terrororganisationen kontrolliert
werden kann, wie das jetzt der Fall zu sein scheint:
– https://www.nachdenkseiten.de/?p=138874 (Die Unterwanderung der Demokratie: USA – NATO – WEF)
– https://www.nachdenkseiten.de/?p=138786 (Die Vereinnahmung der Eliten und die Selbstzerstörung Europas – Teil 4/4)?
Wäre da Losdemokratie hilfreich?
Wie soll man das ausprobieren, wenn Experimente so behandelt werden wie Kuba?
„Nach jahrelanger WOHLWOLLENDER Analyse dieses komplett irre gewordenen, selbstzerstörerischen, kapitalistischen Systems denken wir, dass die Losdemokratie der alten Griechen eine bessere Lösung wäre.“
sonneborn trollt mal wieder ignoranten. später:
„Die Bürger müssen es tatsächlich selbst richten. Man muss sie immer wieder daran erinnern, dass sie selbst die Träger der demokratischen Macht sind – nicht die HONKS, denen sie nur AUF ZEIT GELIEHEN ist.“
@Torquemada
„Die Bürger müssen es tatsächlich selbst richten. Man muss sie immer wieder daran erinnern, dass sie selbst die Träger der demokratischen Macht sind – nicht die HONKS, denen sie nur AUF ZEIT GELIEHEN ist.“
Volle Zustimmung!
Losdemokratie halte ich für Schwachsinn. Wer macht die Lose? Wer soll in der Lostrommel landen, 80 oder 90 Millionen? Wer zieht die Nieten? Wie oft darf gelost werden, 10 x bis ein genehmer Kandidat gefunden wird?
Das beantwortet sich, wenn man sich das Hauptkontrollinstrument vor Augen führt: die Massenmedien. Selbst direkte Demokratie funktioniert nur so gut, wie die Massenmedien es zulassen, weil sie diejenigen sind, die das Mindset der Menschen formen, egal ob es das von ausgelosten Entscheidungsträgern oder das der Mehrheit im Volk ist. Das ändert sich schleichend, Dank Internet, aber ganz verschwinden wird es wohl nie (auch das Internet ist ja nicht unmanipuliert, sondern letztendlich von Konzernen dominiert).
Hinsichtlich Volksabstimmungen pflichte ich Sonneborn bei (und möchte Volksbegehren ergänzen). Ansonsten halte ich Losverfahren für zu leicht manipulierbar, denn wenn du vollkommen Ahnungslose im Parlament sitzen hast, sind sie ein Spielzeug von Beratern und Medien, zumal es viele Menschen gibt, die ich kognitiv für vollkommen ungeeignet halte, etwa weil sie unfähig sind, logisch und in Kausalzusammenhängen zu denken…
@Scheinregen
„Kann man eine Demokratie so organisieren, dass sie nicht von diesen Terrororganisationen kontrolliert
werden kann“
Ohne das Bewußtsein und das System zu ändern wird es vermutlich nicht funktionieren.
„Hinsichtlich Volksabstimmungen pflichte ich Sonneborn bei (und möchte Volksbegehren ergänzen)“
Die Antwort haben Sie bereits selbst gegeben.
Ohne im Besitz der Massenmedien zu sein wären auch Volksabsimmungen oder Volksbegehren manipulierbar
Anarchie war schon immer die Ideenschmeide Linker (sozialen Anarchismus) Nicht mehr, nicht weniger .
Individuelle Anarchie aber als gesellschaftliche Alternative , da dürfte die Herrschaft der Maschinen für viele attraktiver sein o))
Es ist eben eine Ideologie am Ende, wie andere auch
„ Es ist eben eine Ideologie am Ende, wie andere auch“
Genau!
Wir leben im postideologischen Zeitalter. Die BRD, der gesamte Westen ist im Niedergang. Das merken die Leute zunehmend im Alltag. Die Infrastruktur verfällt, die Hauptstadt ist nicht in der Lage die Straßen ordentlich zu räumen und viele brechen sich die Knochen, das Bahnchaos ist bekannt und zunehmend fällt das Internet aus und Briefe kommen nicht an. Da läuft was schief, das dringend behoben werden muß. Statt hier nach schnellen, pragmatischen Lösungen zu suchen bemühen einige Restlinke alte Theorien, die längst aus der Zeit gefallen sind. Theorien, langes Gerede ist wohl eine deutsche Manie.
Weiter so, dann geht es weiter abwärts
https://www.nzz.ch/international/berlin-du-kannst-so-haesslich-sein-die-hauptstaedter-verzweifeln-langsam-an-ihrer-stadt-ld.1910816?
Restlinke – ja warum disqualifizieren diejenigen, die dem Grundgedanken linken Seins sich verbunden fühlen als Spinner ? – der Anarchismus war schon immer Todfeind der Systemlinken, die so grandios gescheitert sind mit ihrer Dikdatur des Politbüros vor Gottes gnaden – es sind die selben Betonköpfe, die heute Israel beim Völkermorden zujubeln, die Freiheit hassen und geführt werden wollen, halt nur unter anderem, ‚menschlicheren‘ Banner.
als Marx Bakunin umbrachte (ja, ich weiß), das war der Sündenfall der Linken, der bis heute wirkt – Kommunisten aller Länder: fickt euch !
@Naomi
„Die BRD, der gesamte Westen ist im Niedergang.“
Das macht die Lage aber noch gefährlicher, im Niedergang werden sie noch wilder und versuchen alles mit in den Abgrund zu ziehen. An diesem Punkt sind wir bereits angelangt!
Das kann ich unmöglich alles lesen, weder den Text noch die Kommentare.
Also auf die Fakten beschränken.
Anarchie kommt aus dem altgriechischem und bedeutet keine Herrschaft, so wie Monarchie Herrschaft eines Einzelnen, Oligarchie Herrschaft von wenigen bedeutet. Und Demokratie Herrschaft des Volkes.
Der Begriff ist völlig wertneutral wie auch die Begriffe Monarchie, Oligarchie, Demokratie.
Anarchie mit Chaos und Gewalt gleichzusetzen ist eine erfolgreiche Bedeutungsverschiebung der Herrschenden, die genau das befürchten, den Verlust ihrer Macht. Ein Anarchisches System kann ebenfalls sehr organisiert und geordnet sein. Das ist der Fall wenn die Selbstorganisation des Systems funktioniert, wenn bestimmte Regelnund Verhaltensweisen von allen aus sich selbst heraus anerkannt und befolgt werden. Übergeordnete Instanzen wären lediglich zur Koordination erforderlich, wo sich Dinge nicht aus sich selbst heraus ergeben.
Anarchie und Chaos enstehen oft in ursprünglich hoch organisierten Systemen, aus dem irrationalen Handeln der Herrscher. Das hat nichts mit Demokratie, Oligarchie, Monarchie, Diktatur zu tun. Das ist einzig und alleine davon abhängig, welches Weltbild, welche Wertvorstellungen die Herrschenden haben. So kann auch ein Alleinherrscher sehr gute Politik machen. Wir hatten das z.B. an deutsche Fürstenhöfen in der Zeit der Aufklärung.
Und andererseits kann eine Demokratie, wenn das Volk bzw. die von ihm legitimierten oder geduldeten Volksvertreter völlig bekloppte Ziele haben, die mit der Realität kollidieren ins Chaos führen.
Beispiel die die Idee vom Wachstum. An sich auch ein völlig wertneutraler Begriff, dem ein positiver Wert, eine quasiereligiöse Bedeutung unterschoben wird. Eine simple Extremwertanalyse zeigt, dass dieses angestrebte Wachstum ins Chaos führt, und das System per se als instabil und nicht dauerhaft anzusehen ist. Weiter ist die angeblich geordnete Demokratie westlicher Prägung erkennbar ein tendenziell chaotisches System. Den Ordnung setzt eine gewisse zeitliche Stabilität der Regeln voraus. Wenn diese mit den Wahlperioden alle paar Jahre neu gemischt werden, und dann noch fatalerweise nur die idiotischsten Grundsätze stur beibehalten werden, dann ist das tendenziell chaotisch.
Fassen wir also zusammen. Wer Anarchie mit Chaos gleichsetzt beweist seinen Mangel an klassischer Bildung und seine Akzeptanz politisch motivierter manipulativer Bedeutungsverschiebungen .
Ob ein System chaotisch oder geordnet und auch für die Bevölkerung vorteilhaft ist, hängt weniger von der Herrschaftsform ab , sondern davon welche Ziele und damit Maßnahmen maßgeblich sind. Das entscheidende Kriterium ist nicht Anarchie sondern die Dummheit oder Klugheit der Herrschenden, sei es nun ein Diktator oder ein Volk.
Ja, und wenn Menschen alle rein altruistisch und vernünftig wären, lebten wir im Paradies, dem ist aber nicht so.
Wie willst du z.B. einen kriminellen Clan dazu bringen, sich an moralische Regeln zu halten? Und das ohne Gewalt? Jeder der ein bisschen kritisch darauf herumdenkt, muss doch erkennen, dass es sowas wie stabile Anarchie gar nicht geben KANN, einfach weil die Menschen viel zu unterschiedlich und unvernünftig sind!
Jaaa, und deshalb müssen natürlich die VERNÜNFTIGEN herrschen!
Könige, Kaiser, religiöse Führer, Technokraten, Parteibonzen usw.
Das dumme, unvernünftige Volk muss von Entscheidungen, die es selbst betreffen, auf jeden Fall abgehalten werden.
Ich habe das Buch von Sylvie-Sophie Schindler bislang (noch) nicht gelesen, aber angesichts dieses Beitrags hier möchte ich unbedingt etwas hinzusetzen (in Abwandlung eines bekannten Horkheimer-Diktums): Wer aber vom Kommunismus nicht reden will, der soll von Anarchie schweigen.
Weiter: Das gängige, bourgeois-ideologische Framing von Anarchie hebt auf eine Gleichsetzung mit Anomie ab („Chaos und Anarchie!“ – was angesichts der Lautsprecher und Akteure des herrschenden Katastrophen- und Ausnahmezustands-Kapitalismus natürlich mindestens ein schlechter Witz ist). Das funktioniert auch super, bislang. Z.B. auch, weil – wie so oft – Begriffe einfach bewusst-los verwendet werden, auch und gerade von Journalisten, ohne zu hinterfragen, ob diese Begriffe nicht längst gekapert und verwurtstet wurden vom Kapital und seinen „Kultur“-Institutionen.
David Graeber hat seinerzeit viel Erhellendes dazu geschrieben und gesagt. Ob die Autorin in dessen Spuren wandelt oder ob sie lediglich eine weitere, naive „Verfassungspatriotin“ ist, muss sich erst noch zeigen (weshalb ich auch das Buch lesen werde; nein: keine Drohung 🙂 ).
Männer buhlen (und kämpfen*) um Frauen um ihr Erbgut weiterzugeben – ein genetisches Erbe. Wie soll das in der Anarchie ohne Gewalt oä. gelöst werden – durch Gen-Manipulation?
Ur-Kommunismus wäre die Lösung, müsste aber leider mit Gewalt gegen alle verteidigt werden die andere, zB. egomanische, Lebensentwürfe bevorzugen. „Es kann der Friedfertigste nicht in Frieden leben wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt“ (Schiller)
*) ua. durch zur Schau gestellten Reichtum, erworben auf Kosten Anderer, und, und, und
Zur Zeit „verteidigen“ alle, die ihre egomanischen Lebensentwürfe durchsetzen wollen (und die Mittel dazu haben), diese mit Gewalt, wenn Betrug und Manipulation nicht ausreichen.
Man muss ihnen die Mittel entziehen. Egalitäre Gesellschaften tun genau das.
Also, Sie haben das doch, im Gegensatz zu einem Feldhasen, verstanden?
Dann können Sie auch damit umgehen und es ggf. ändern – im Gegnsatz zum erwähnten Feldhasen…
Inzwischen hab ich Marx gelesen, und leider auch verstanden. Das mit dem Anarchismus war so ne schöne Idee, voller Menschenwürde, Hoffnung und Perspektive, skaliert nur leider nicht. Also man kann Anarchismus mit einer gleichgesinnten Gruppe in einer begrenzten Lokalität unter günstigen Umständen für eine begrenzte Zeit realisieren, die ökonomischen Realitäten menschlichen Sozialverhaltens werden sich aber früher oder später mit Macht durchsetzen. Das ist praktisch der gleiche Grund, aus dem der Marxismus-Leninismus gescheitert ist. Ideologie wird sich immer die Zähne an den realen Verhältnissen ausbeissen. Wenn man also etwas an diesen Verhältnissen verändern will, dann muss man zuallererst einmal alle Illusionen loswerden und die Menschheit klar so sehen, wie sie ist, mit all ihrem Potential und all ihren Notwendigkeiten und Beschränkungen. Die Sache ist viel komplizierter, als man sich das noch im 19. oder 20. Jahrhundert vorstellen konnte. Menschen werden nie frei von der menschlichen Gesellschaft sein, selbst in einem ideellen Anarchismus nicht. Und welcher Schwachmat braucht eigentlich einen ChatGPT, um ein A in einem Kreis zu malen? Geht’s noch? Kein Wunder dass das nix wird mit der ökonomischen Emanzipation der Menschheit.
Dass das nicht stimmt, sieht man am Erfolg des Liberalismus, diejenige Ideologie, die sich (z.T. mit Gewalt) durchgesetzt hat.
Wurde auch nicht als Ziel ausgerufen; keine Ahnung wie man auf so eine abstruse Behauptung kommen kann.
Der Liberalismus steckt schon in seiner finalen Krise. Wird wahrscheinlich sehr viele mit in den Untergang reissen. Dauert nicht mehr lange jetzt.
Leute, wenn euch zukunftsfähige gesellschaftspolitische Ideen interessieren, beschäftigt euch mal mit der Sozialen Dreigliederung.
Kein zentralistischer Nationalstaat, stattdessen ein Neben- und Miteinander von Geistesleben (Bildung, Wissenschaft, Kunst, Kultur, Religion), Rechtsleben (Politik und Recht) sowie Wirtschaftsleben (Produktion, Handel, Konsumption) auf Augenhöhe.
Damit das funktioniert – und ja es erfordert ’ne Menge Initiativkraft und Eigenverantwortung – wird mit den drei Idealen der französischen Revolution ernst gemacht und diese an richtiger Stelle zum Maßstab gesetzt.
Rätsel 1: welches der drei gesellschaftilchen Bereiche braucht wohl welches Ideal, damit das Ding
funktionieren kann?
Rätsel 2 (etwas schwieriger): wie sind diese Ideale (oder besser deren Zerrbilder) gegenwärtig zugeordnet?
Rätsel 3: in welchen Bereichen finden wir diese drei Ideale denn beim Menschen verwirklicht?
Im Bereich der Produktion gelten z.B. folgende Regeln:
> kein Betrieb darf verkauft werden (er bleibt im Besitz der dort arbeitenden).
> Arbeitleistende und Arbeitleitende entscheiden gemeinsam zu welchen Bedingungen gearbeitet und produziert wird
> Konsument, Händler und Produzent bilden eine Assoziation. Es wird nach Bedarf, nachhaltig und fair produziert.
Zieht es euch rein. Eine inzwischen 100-jährige Idee made in Germany. Es gibt dazu inzwischen wirklich viel Ressourcen und praktische Erfahrung in der Umsetzung. Hier auch ein anarchischer Aspekt – es kann sofort damit begonnen werden, der Staat wird es von sich aus nicht anschieben.
Bin gespannt auf der Rätsel Lösungen 🙂
VG
„[…]Der störende Normalmensch
Die internationale Ordnung der Staaten wird gerade im Schockverfahren aufgelöst. Die ideologische Begleitmusik dazu heißt: Dunkle Aufklärung.
Foto: hxdbzxy/Shutterstock.com[…]“
Quelle und kompletter Text:
https://www.manova.news/artikel/der-storende-normalmensch
Meine Kommentare dazu:
Wieso vergessen wir beim Thema Anarchismus (griech. an-archē = „ohne Herrschaft“ bzw. „ohne Staat“) eigentlich die andere Seite die sich „Anarchokapitalisten“ nennt, und den Staat in ihrem Sinne, dem der reichen und superreichen „Konzernboss-Anarchoanarchisten“, abschaffen wollen?
Zugegen ich hatte das auch verdrängt, aber schon hier stellt sich doch glatt eine dystopische Existenzfrage der unteren Schichten?
Der Anarchismus den Frau Sylvie-Sophie Schindler meint wird sich wohl nie durchsetzen, aber der Bonzen-Anarchismus der Herrn Milei, Musk, Zuckerberg, Thiel, Trump, Vance, Rubi & Konsorten schon – das ist weitaus gefährlicher, und realer, als die anarchistische „Utopie“ von Frau Sylvie-Sophie Schindler die ich, und meine Mitforisten hier, bereits ausgiebigst besprochen haben.
Das Thema „Anarchismus“ scheint doch einige hier umzutreiben, und wie gesagt – megapeinlich *schäm* – mir ist auch „der Fehler“ unterlaufen den „Anarcho-Anarchismus“ der Neoliberalen bzw. Marktradikalen – Markttaliban glatt unter den Tisch zu kehren, der eine reale dystopische Zukunft für uns alle hier verwirklichen könnte.
Dem verlinkten Text stimme ich nicht in allen Punkten zu, aber ich habe auch schon über die Lektüre so manch kritischer Bücher früher die Gefahr eines „Bonzen-Anarchismus“ realer heraufkommen sehen als der andere hier – ja, mega-peinlich ich hab’s verdrängt, aber dank dem Artikel von Hermann Ploppa hat es bei mir *Klick* gemacht *schäm*
Gruß
Bernie
PS: 238 Kommentare? Ich staune 😉
Na ja, vielleicht ist hier ja auch schon ein anderer auf den Gedanken gekommen, dass der „Bonzen-Anarchismus“ um einiges gefährlicher ist als der alte von „ganz unten“ Anarchismus (griech. an-archē = „ohne Herrschaft“)?
☺️☺️☺️ Sorry, schon wieder Fehler unterlaufen – Der argentinische Präsident Milei bezeichnet sich selbst, und seinesgleichen, als „Anarcho-Kapitalisten“ nicht „Anarcho-Anarchismus“ ☺️☺️☺️☺️
Bei meiner Schlussfolgerung bleibe ich aber die selbst ernannten „Anarcho-Kapitalisten“ sind weitaus gefährlicher als Otto-Normalbürger/-innen die sich als Anarchistin bzw. Anarchist bezeichen. ☺️😉
Peinlich ☺️☺️☺️ Und jetzt bin ich Mal wieder weg 😉☺️
Gruß
Bernie
Kann ja mal passieren… 😉
Stimmt auch wieder ☺️
Dieser „Bonzen-Anarchismus“ oder „Anarchokapitalismus“ ist kein Anarchismus – es ist ein Herrschaftsmodell der Vermögenden, die möglichst wenig oder gar keine Einschränkung durch Staat und Gesellschaft hinnehmen wollen. In der republikanisch / scheindemokratischen Ausprägung ist das schlicht Liberalismus, in der gerade von Thiel, Bezos, Musk & Co angestrebten Form Neoreaktionismus („NRx“).
Kapitalimus und An-Archie sind unvereinbar.
@Bernd Neves
Haben Sie den verlinkten Text auch gelesen?
Ich respektiere Ihre Ansicht bleib aber dabei, dass dies ein „Anarcho-Kapitalismus“ (Zitat Milei, der argentinische Präsident) ist.
Übrigens erstens die kapitalistische Gegenseite pennt auch nicht sie kann auch denken, und zweitens die Inhalte der anarchistischen Idee wurden schon früher von Neoliberalen für deren miese Zwecke missbraucht.
Milei und Bonzen-Konsorten sind nicht die ersten gewesen, die diese Idee des Missbrauches der anarchistischen Idee betreiben.
Leider muss Mensch dazu sagen ☹️👎👎
Traurige Grüße
Bernie