15.000 für den Frieden – einige Handvoll bestimmen die Bilder

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codepinkphoenix, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Was ich auf der Stuttgarter Friedensdemonstration beobachtet habe – und was der Zwischenfall über die Bündnisfähigkeit der Friedensbewegung sagt.

Es hätte ein guter Tag für die Friedensbewegung werden können. 15.000 Menschen waren nach Angaben der Veranstalter am 3. Oktober in Stuttgart auf die Straße gegangen. Über 300 Organisationen und Initiativen hatten die Demonstrationen in Stuttgart und Berlin unterstützt: Friedensinitiativen, Gewerkschafter, Parteien, kirchliche Gruppen, Palästina-Solidarität und Gegner der Wehrpflicht.

So unterschiedlich ihre politischen Positionen im Einzelnen waren, an diesem Tag verband sie einiges: Schluss mit Hochrüstung und „Kriegstüchtigkeit“, keine Wehrpflicht, ein Ende des Krieges und des Sterbens in Gaza – und im Ukrainekrieg endlich Verhandlungen mit Russland statt immer weiterer militärischer Eskalation.

Ich war in Stuttgart dabei. Die Stimmung war gut, die Demonstration durch die Innenstadt bunt und lebendig. Vor allem fielen mir die vielen jungen Menschen auf. Auch die Friedensvernetzung Südwest spricht von einem „sehr starken Jugendblock“.

Das ist nicht nebensächlich. Wer seit Jahrzehnten Friedensdemonstrationen besucht, kennt das Problem einer Bewegung, deren Teilnehmer gemeinsam mit ihr älter geworden sind. In Stuttgart hatte ich den Eindruck, dass sich daran etwas ändern könnte. Es hätte also ein Schritt nach vorn werden können.

Doch von diesem 3. Oktober blieben am Ende ganz andere Bilder.

Wenige Minuten verändern einen ganzen Demonstrationstag

Ich saß auf dem Schlossplatz in der Nähe der Bühne, als Sevim Dağdelen ans Mikrofon trat. Kaum hatte ihre Rede begonnen, setzte ein ohrenbetäubender Lärm ein. Sprechchöre, dazu ausdauerndes Trommeln. Offensichtlich ging es nicht darum, Dağdelens Argumenten eine Gegenposition entgegenzusetzen. Sie sollte nicht zu hören sein.

Man kann Sevim Dağdelen kritisieren und ihre Positionen zum BSW, zur Migration oder zu anderen politischen Fragen ablehnen. Aber sie gehört seit vielen Jahren zur deutschen Friedensbewegung. Lange vor dem Ukrainekrieg sprach sie auf Ostermärschen gegen Auslandseinsätze der Bundeswehr, wandte sich gegen den Afghanistan-Krieg, gegen Aufrüstung und die nukleare Teilhabe Deutschlands. Dass eine solche Rednerin auf einer Friedensdemonstration zu Wort kommt, sollte eigentlich selbstverständlich sein.

Doch es blieb nicht beim Lärm. Nach meiner Wahrnehmung waren es einige Handvoll, die Dağdelen mit Sprechchören und Trommeln zu übertönen versuchten. Nur sehr viel weniger versuchten tatsächlich, zur Bühne vorzudringen. Ordner versuchten sie aufzuhalten. Schließlich gelangte ein Mann auf die Bühne und bedrohte die Rednerin. Jetzt griff die Polizei ein.

Nach Angaben des Polizeipräsidiums Stuttgart wurden weitere Personen zurückgedrängt; dabei kamen kurzzeitig Pfefferspray und Schlagstöcke zum Einsatz. Insgesamt wurden drei Personen festgenommen.

Nach dem Eingreifen der Polizei sah ich einen der Beteiligten aus unmittelbarer Nähe auf der Flucht durch die für uns ältere Teilnehmer aufgestellten Bankreihen sprinten. So entzog er sich dem Zugriff. Ich gestehe: Ich war nicht geistesgegenwärtig genug, ihm ein Bein zu stellen.  Inzwischen hatten sich auch die Bankreihen mit den älteren Menschen gelichtet, viele von ihnen hatten Sorge, in die Tumulte hineingezogen zu werden.

Der Polizeieinsatz traf allerdings auch Menschen, die zur Demonstrationsleitung gehörten. Der gekennzeichnete Versammlungsleiter wurde nach eigenen Angaben verletzt; er sagte dies anschließend selbst auf der Bühne. Die Polizei blieb längere Zeit im Bühnenbereich, obwohl die Versammlungsleitung sie zum Rückzug aufforderte.

Danach konnte die Kundgebung fortgesetzt werden. Gemessen an einem langen Demonstrationstag hatte der ganze Vorgang nur wenige Minuten gedauert. Aber genau diese Minuten hatten die Bilder von einer großen Truppe Polizisten in schwarzen Kampfanzügen, manche hoch zu Ross, und gewaltsamen Rangeleien produziert.

Was ich vorher gesehen hatte

Erst im Nachhinein bekamen Beobachtungen für mich Bedeutung, die ich zunächst kaum beachtet hatte. Bei der Aufstellung zum Demonstrationszug hatte sich in meiner unmittelbaren Nähe eine kleine Gruppe von Menschen in schwarzen T-Shirts mit der Aufschrift „Antifa“ versammelt. Zu ihnen gesellten sich zwei junge Frauen, die sichtbar Insignien der Linkspartei trugen – Tasche, Anstecker und Ähnliches. Ich stand so nahe, dass ich zwangsläufig Teile des Gesprächs mitbekam. Die beiden verabredeten sich mit Angehörigen dieser Gruppe.

Ich maß dem zunächst keine besondere Bedeutung bei. Warum auch? Die Linke hatte zur Demonstration mobilisiert, ihre Europaabgeordnete Özlem Alev Demirel gehörte zu den Rednerinnen. Menschen mit Linke-Symbolen waren dort nichts Besonderes.

Bei Beginn der Abschlusskundgebung sah ich die beiden Frauen erneut. Ich stand zunächst hinter den Sitzreihen für die älteren Teilnehmer und fand dort später – meinem Alter entsprechend – selbst einen Platz. Die beiden drängten sich durch diese Reihen nach vorne zur Bühne und bewegten sich anschließend nach rechts zu jener Gruppe, aus der wenig später die Störungen kamen.

Mehr kann ich darüber nicht sagen. Ich weiß nicht, wer die beiden Frauen waren und ob sie Mitglieder der Linkspartei waren. Auch folgt aus meiner Beobachtung nicht, dass die Partei die spätere Aktion organisiert oder vorher von ihr gewusst hätte. Aber ich habe gesehen, dass Personen mit deutlich sichtbaren Linke-Symbolen vor dem Demonstrationszug Kontakt zu dieser Gruppe hatten und sich später in ihrem Umfeld bewegten. Das ist eine Beobachtung, keine Behauptung über eine organisatorische Verantwortung der Partei.

Inzwischen wissen wir, wer hinter der Aktion stand

Nach der Demonstration bekannte sich das „Offene Treffen gegen Krieg und Militarisierung Stuttgart“ (OTKM) selbst zu der Aktion. Die Organisation bezeichnete sie als „antifaschistische Intervention“ und bestätigte, dass einige ihrer „Genoss:innen“ während der Rede Dağdelens versucht hatten, auf die Bühne zu gelangen, um dort eine „kurze politische Einordnung“ abzugeben. Über den Bühnenvorstoß selbst muss also nicht spekuliert werden.

OTKM begründet sein Vorgehen damit, dass das BSW eine Brücke in rechte Milieus schlage. In seiner Stellungnahme heißt es: „Wer mit den Rechten paktiert hat mit Widerstand zu rechnen.“

Über die Reaktion von Mersedeh Ghazaei hat Rüdiger Göbel inzwischen ausführlich in Overton berichtet. Ghazaei ist Mitglied des Bundesvorstands der Linken und war eine der drei Spitzenkandidatinnen der Partei bei der baden-württembergischen Landtagswahl. Sie war in Stuttgart und sprach anschließend in einem Video von „ein bisschen Eskalation“. Was man denn erwarte, fragte sie sinngemäß, wenn man die von ihr so bezeichneten „Steigbügelhalter des Faschismus“ auf eine Friedensbühne einlade.

Man könnte das als Äußerung einer einzelnen Politikerin abhaken. Damit wäre die Sache für mich aber nicht erledigt.

Und die Linkspartei?

Seit dem 3. Oktober fällt nicht nur auf, was gesagt wurde, sondern auch, was nicht gesagt wurde. Bis zum Abschluss meiner Recherche am 7. Oktober konnte ich weder von der Bundesspitze der Linken noch von Özlem Alev Demirel, stellvertretende Bundesvorsitzende der Linken und selbst Rednerin auf der Stuttgarter Kundgebung, eine öffentliche Distanzierung von Ghazaeis Rechtfertigung oder vom Bühnenvorstoß finden. Schweigen beweist keine Zustimmung. Aber wenn ein Mitglied des Bundesvorstands einen solchen Vorgang politisch rechtfertigt, ist die Frage nach der Haltung der Parteiführung legitim. Und sie führt zu einer zweiten Frage: Wie bündnisfähig ist Die Linke in der Friedensbewegung?

Niemand verlangt von ihr, Positionen des BSW zu übernehmen. Ebenso wenig muss Özlem Alev Demirel Sevim Dağdelen in der Migrationspolitik oder irgendeinem anderen Politikfeld zustimmen. Für ein gemeinsames Bündnis müsste aber ein Minimum gelten: Wer als eingeladener Redner auf einer gemeinsamen Demonstration spricht, darf seine Position vortragen – auch dann, wenn andere Teilnehmer sie für grundfalsch halten.

Eine Klarstellung der Parteiführung wäre deshalb weder schwierig noch eine Annäherung an das BSW gewesen: Wir streiten mit dem BSW, wo wir es für notwendig halten. Aber wir akzeptieren nicht, dass ein eingeladener Redner niedergebrüllt oder durch einen Vorstoß auf die Bühne am Reden gehindert wird. Eine solche öffentliche Distanzierung ist bislang nicht auffindbar.

Vor diesem Hintergrund bekommen auch meine Beobachtungen vor der Demonstration Gewicht: Personen mit Linke-Symbolen im Umfeld der späteren Störer; eine Bundesvorständlerin, die das Geschehen anschließend politisch rechtfertigt; bislang keine erkennbare Distanzierung der Parteispitze. Das sind drei unterschiedliche Sachverhalte, und keiner beweist eine organisatorische Beteiligung der Partei. Für die Frage ihrer Bündnisfähigkeit sind sie dennoch relevant.

Was hat die Aktion bewirkt?

Die für mich entscheidende Frage ist inzwischen nicht mehr, wie sich die Beteiligten selbst etikettieren, sondern was ihre Aktion politisch bewirkt hat. An Aufrüstung, Wehrpflicht oder Waffenlieferungen hat sie nichts geändert. Dafür genügten nach meiner Wahrnehmung einige Handvoll Menschen und wenige Minuten, um aus einer Demonstration von Tausenden Bilder von Vermummten, Rangeleien, Pfefferspray, Schlagstöcken und Polizei zu machen.

Das Bittere daran: Dafür kann man nicht einfach „die Medien“ verantwortlich machen. Der Zwischenfall hatte stattgefunden. Wer versucht, während einer Rede auf eine Bühne zu gelangen, muss damit rechnen, dass genau dieser Vorgang zur Nachricht wird.

Die Bilder einer friedlichen Demonstration sind schnell erzählt: Menschen ziehen mit Transparenten durch eine Stadt, auf einer Bühne wird geredet, alles bleibt ruhig. Ein Vermummte auf dem Weg zur Bühne, Rangeleien und ein Polizeieinsatz sind dagegen Bilder, die sich von selbst aufdrängen.

So wurde aus einer Demonstration gegen Aufrüstung und Kriegstüchtigkeit in Teilen der Berichterstattung eine Geschichte über Gewalt, Vermummte und Polizei. Einige Handvoll Menschen konnten für kurze Zeit das öffentliche Bild von Tausenden bestimmen.

Provokateure brauchen keinen staatlichen Auftrag

Wer lange genug an politischen Demonstrationen teilgenommen hat, kennt den Begriff des Agent Provocateur. Ob in Stuttgart irgendjemand in fremdem Auftrag handelte, weiß ich nicht – und dafür gibt es bislang keinen Beleg. Für die politische Wirkung der Aktion ist das auch nicht wesentlich. Man kann einer Bewegung schließlich auch aus voller eigener Überzeugung einen verheerenden Dienst erweisen.

Auch jemand, der überzeugt ist, im Interesse der eigenen Sache zu handeln, kann ihr mit seiner Aktion objektiv schaden. Genau das ist in Stuttgart geschehen: Einige Handvoll störten die Kundgebung, nur wenige versuchten auf die Bühne zu gelangen, es folgten Rangeleien, Polizeieinsatz und Festnahmen – und diese Bilder überlagerten einen großen Teil dessen, wofür Tausende gekommen waren.

Manche nennen solche Akteure schlicht „nützliche Idioten“. Mir ist das Etikett weniger wichtig als das Ergebnis. Wer die weitere Aufrüstung Deutschlands befürwortet und die gesellschaftliche Opposition dagegen lieber klein sähe, musste über diese Bilder jedenfalls nicht unglücklich sein.

Eine Frage an die Polizei bleibt

Eine Beobachtung lässt mich trotzdem nicht los.

Ich habe in meinem politischen Leben viele Demonstrationen erlebt: gegen die Notstandsgesetze, gegen Berufsverbote, gegen Atomkraftwerke, gegen die Volkszählung und gegen die sogenannte Nachrüstung. In Stuttgart fiel mir auf, wie schnell die Polizei beim Versuch, auf die Bühne zu gelangen, präsent war – und wie lange sie anschließend im Bereich der Bühne blieb.

Auch aus der Friedensbewegung wurde inzwischen gefragt, ob der Polizei möglicherweise schon vorher Erkenntnisse über die betreffende Gruppe oder eine geplante Aktion vorlagen. Einen belastbaren Beleg dafür gibt es bislang nicht.

Die Frage kann man trotzdem stellen: Falls es solche Erkenntnisse gab, wurde die Versammlungsleitung informiert? Und falls nicht, warum nicht?

Unabhängig von der Antwort sollte die Friedensbewegung eine praktische Konsequenz ziehen. Wenn einige wenige Personen ausreichen, eine Großdemonstration medial zu überschatten, muss der eigene Ordnerdienst auf solche Situationen besser vorbereitet sein.

Eine Bewegung oder eine Gesinnungsgemeinschaft?

Das eigentliche Problem reicht allerdings über Stuttgart hinaus. Auf derselben Bühne sprachen Sevim Dağdelen vom BSW, Özlem Alev Demirel von der Linken und der Gewerkschafter Mark Ellmann von der DKP. Zwischen ihren Parteien und politischen Traditionen liegen erhebliche Unterschiede. Trotzdem konnten sie an diesem Tag gegen Aufrüstung und Krieg sprechen. Ich halte genau das für eine Stärke.

Wer Anfang der achtziger Jahre gegen die Stationierung der Mittelstreckenraketen demonstrierte, musste nicht Kommunist werden, weil neben ihm ein DKP-Mitglied lief. Er musste auch nicht Christ sein, weil Pfarrer und kirchliche Friedensgruppen mitdemonstrierten. Sozialdemokraten, Gewerkschafter, Grüne, Kommunisten, Christen und Parteilose stritten über vieles – und konnten trotzdem gemeinsam gegen neue Atomraketen auf die Straße gehen.

Gerade darin lag die politische Kraft dieser Bewegung.

Wenn heute erst geprüft wird, ob jemand bei Migration, Klima, Corona, der AfD oder einem halben Dutzend anderer Fragen die jeweils richtige Position vertritt, bevor er gegen Krieg und Aufrüstung demonstrieren darf, wird aus einem Bündnis eine Gesinnungsgemeinschaft. Übrig bleiben politisch reine Gruppen, die einander für untragbar halten.

Eine Friedensbewegung, die wieder gesellschaftliche Breite gewinnen will, muss politische Widersprüche aushalten können. Sonst wird sie klein bleiben.

Vielleicht war Stuttgart trotzdem ein guter Tag

Deshalb möchte ich den 3. Oktober nicht mit den Bildern von Vermummten und Polizei enden lassen.

Ich erinnere mich an Tausende Menschen auf dem Schlossplatz, an den langen Demonstrationszug durch Stuttgart und an die überraschend vielen jungen Teilnehmer. Und ich erinnere mich daran, dass auf derselben Bühne Menschen unterschiedlicher politischer Herkunft gegen Aufrüstung und Krieg sprachen.

Vielleicht ist das die wichtigere Lehre aus Stuttgart. Eine neue Friedensbewegung wird nur Bedeutung gewinnen, wenn sie größer ist als jedes ihrer politischen Lager. Sie muss streiten können, ohne dem anderen das Recht auf das Wort abzusprechen.

Einige Handvoll Menschen dürfen nicht darüber entscheiden, wer für den Frieden sprechen darf – und auch nicht darüber, welches Bild von Tausenden Demonstranten am Ende übrig bleibt.

Quellen und Arbeitsnachweise
  • Vorbereitungskreis Friedensdemo Stuttgart: Erklärung vom 4.10.2026.
  • Friedensvernetzung Südwest: „Erklärung und Berichte zum Zwischenfall auf der Friedensdemo am 3.10.“, Stand 6.10.2026.
  • Polizeipräsidium Stuttgart: Pressemitteilung zum Zwischenfall auf der Friedensdemonstration.
  • OTKM Stuttgart: „Intervention bei Friedensdemo in Stuttgart“, 3.10.2026.
  • Rüdiger Göbel: „Spitze der Linkspartei billigt Angriff auf Friedensdemo“, Overton Magazin, 7.10.2026.
  • Öffentliche Äußerung von Mersedeh Ghazaei nach der Stuttgarter Demonstration; dokumentiert in der Berichterstattung über den Vorfall.
Hans-Joachim Wunderlich

Professor Dr. rer. nat. habil. Hans Joachim Wunderlich ist Professor (im Ruhestand) für Informatik an der Universität Stuttgart. Sein Forschungsgebiet ist Entwurf, Test, Fehlertoleranz, Zuverlässigkeit und Sicherheit digitaler Hardware. Zu Beginn seiner wissenschaftlichen Laufbahn sollte er im Rahmen der damals üblichen Berufsverbote-Praxis aus dem öffentlichen Dienst entfernt werden. Nationaler und internationaler Protest haben seine Weiterbeschäftigung erzwungen. Er ist dem damaligen Oberbürgermeister von Saarbrücken und heutigen Ehrenvorsitzenden des BSW, Oskar Lafontaine, dankbar, dass er ihn im Kampf gegen das Berufsverbot unterstützt hatte. Hans-Joachim Wunderlich war bis Anfang des Jahres BSW-Mitglied.
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32 Kommentare

  1. „Die Linke“ steht im besten Erbe der Maoisten.
    BSW hingegen ist intelligent links.
    „Steigbügelhalter der Faschisten“ ist ein typischer maoistischer Kampfbegriff. Auch und gerade, wenn er von Antifa Seite kommt.

    1. Inwieweit wirken eigentlich die K-Gruppen nach bei linken und grünen in BaWü? Kretschmer war ja auch von dort ursprünglich gewesen und hat dann auf Öko umgesattelt.

      1. Es ist jetzt still geworden um Reinhard Bütikofer, und das ist ungerecht. Lange Jahre war er bis 2024 einer der hartnäckigsten Strippenzieher in der imperialistischen Formierung eines EU-Staatswillens, wobei er seine maoistischen Anfänge nur zur Hälfte korrigieren musste: gegen die SU, später Russland war er schon immer sowieso („Im September 2004 war Reinhard Bütikofer unter den Unterzeichnern eines von der neokonservativen US-amerikanischen Denkfabrik Project for the New American Century (PNAC) veröffentlichten Offenen Briefes an die Staatsoberhäupter und Regierungschefs von NATO und EU gegen die Politik des russischen Präsidenten Wladimir Putin“ Wiki), in seinen späteren Jahren war er dann morgendlicher Dauergast im Deutschlandfunk, um den Kampf gegen das böse China unermüdlich zu begründen.

        2025 wurde Bütikofer der Mittlere Orden der Aufgehenden Sonne am Band verliehen.[12]

      2. Kretschmann. Ja, während des Coronawahns konnte man das zweifelsfrei beobachten, daß der mit Freude dabei war.
        Kretschmer ist der aus Sachsen, der nie bei den K-Gruppen war aber dessen Verhalten kaum anders ausfiel.

  2. Ein Teil der Linken und der Antifa sind ganz sicher keine glaubhaften Fürsprecher des Friedens. Wer Frieden fördern will, der muss im Diskurs bleiben, ganz besonders auch mit denen, die man als politische Gegner betrachtet. Frieden zu fordern ohne Diskursbereitschaft ist für mich ein Wiederspruch in sich.
    Die Antifa hingegen schreit alles weg und scheut auch nicht vor körperlicher Gewalt zurück. Ich habe sie so oft bei den Corona Demos erlebt und ein Dialog war nie möglich, stattdessen nur stumpfes Angeschreihe (natürlich mit Nazi Vorwurf), bis hin zu Flaschen- und Steinewürfen.
    Damit ist ihr Denken längst dort angekommen, wo der Krieg sich nährt. Die betrachten dich nicht als Mensch, der anders denkt, sondern bereits als Feind.
    In wiefern die PDL davon betroffen ist, das kann ich nicht sagen, nur habe auch ich die vom Autor wahrgenommene Nähe selbst sehr oft beobachtet. Ich denke es gibt auf jeden Fall eine klare Schnittmenge.

  3. Erstmal vielen Dank für den Artikel, desen Inhalt ich absolut teile. Mersedeh Ghazaei sondern im Bundesvorstand der Partei, sie ist ja nicht irgendwer in der Linken sie ist ja unter anderem auch in VER.DI und der GEW laut ihrem Portrait gewählte Funktionärin. Bleibt die Frage an VER.DI und die GEW wie man mit so einem Verhalten umgeht.
    Für mich stellt sich die Frage wie weit man der Partei die Linke unterstellen darf, das sie hinter der Aktion steht.
    Schließlich ist Mersedeh Ghazaei Mitglied des Bundesvorstandes. Also nicht irgendwer in der Partei.
    Nur weil sich eine Gruppe als Antifa und Links bezeichnet, ist sie noch lange nicht Links. Da gibt es historische Beispiele eine Partei trug damals auch die Bezeichnung Sozialistische im Namen.
    Ohne klare marxistische Orientierung, ist der Begriff Links eine inhaltslose Floskel. „hinter der Trommel her, marschieren die Kälber, das Fell für die Trommeln, liefern sie selber“ schrieb damals schon Bert Brecht.

    1. Genau dieses „marxistisch“ ist es, was Menschen fehlleitet, blind macht, ideologisch und dogmatisch macht, zu Sektierern macht, Unfähig zur Kooperation macht.

      Es ist schon die pure Arroganz an sich, dass sich „Linke“ als EINZIGE Gegenposition gegen Herreschaft und Despotismus aufspielt – und dabei im Kern genauso despotisch ist wie das, was es angeblich bekämpft.

      Und ein entscheidender Punkt macht die Sache durchschaubar für jeden, der durchschauen will: der Mainstream und die Herrscherclique macht bei diesem Spiel gerne mit, bei dem ALLES, was sich nicht dem (marxistisch) „Links“ unterordnet als „rechts“ bezeichnet bzw. diffamiert wird. „Linke“ und Herrschaft ziehen am selben Ende des Stranges – gegen uns!

      Und überhaupt,

      „Die für mich entscheidende Frage ist inzwischen nicht mehr, wie sich die Beteiligten selbst etikettieren, sondern was ihre Aktion politisch bewirkt hat.“

      Das ist die einzig vernünftige Herangehensweise. Und wer so herangeht erkennt: „Linke“ sind seit über Jahnrzehnten die Spalter jeder (echten) Graswurzelbewegung gewesen.

      Wer sich mit „Linken“ einlässt, wird verlieren. Denn „Linke“ dreschen Phrasen, aber agieren immer gegen Schwächere, gegen Nicht-Herrschende, gegen Normalbürger, gegen die Interesssen der abhängig arbeitenden Bevölkerung, gegen ___ primär von dem Mainstream___ als „rechts“ oder sonstwie negativ markierten („Schwurbler, Covidioten; Verschwörungstheoretiker, Antisemiten, …) Menschen und Bewegungen.

      „Links“ ist aufgrund seines Sektiertums und seiner völligen Unterwanderung durch Geheimdienste und durch die Annhame von Geldern von Superreichen (Soros und Co.) völlig verbrannt für jeden Herreschaftsfreiheit liebenden Menschen. Denn „Links“ ist die Krypto-Armee der Superreichen, Ausbeuter und Bedrücker und Widerstandsverhinderungs-Bütteln.

      Wer die effektiven Tatsachen nicht sehen will sondern lieber Phrasendreschern folgt ist bei den „Linken“ richtig.

      Auch hier im Forum wird dieses üble Spiel in einem Fort aufgeführt. Von Figuren wie dem oben: nur Marxisten hätten die Lizenz zum Aufbegehren. Und dass deren Attitüde nichts an den Verhältnissen ändert, sondern sie stabilisiert, ist denen Wurscht. Wichtig ist denen nur, alle anderen zu bekämpfen, die nicht auf den Marxzug aufspringen (wobei es dabei rein um Verbalien geht, nicht um Taten – oder gar Erfolg).

      1. Sie haben da wohl schlechte Erfahrungen gemacht. Sie in dem Maße zu verallgemeinern ist allerdings gewagt.
        Zwar fällt es bei vorgeblichen Linken eher auf, wenn sie Wasser predigen und heimlich Wein trinken und sicher mag es eine Anziehung für gewisse, charakterlich Prädestinierte, ähnlich wie bei der Kirche geben, aber Bigotterie ist gerade in der Politik sehr weit verbreitet, fast schon normal.
        Um einen ungetrübten Blick auf die Verhältnisse werfen zu und sich einen Begriff davon machen zu können, welche Kräfte warum wie agieren, kann eine theoretische Grundlage nicht nur sehr nützlich sondern sogar unabkömmlich sein. Marx lieferte dafür eine sehr umfassende Grundlage.
        Die vielen, die vielleicht nur aufbegehren, um ihr persönliches Mütchen zu kühlen, werden die erstbeste Gelegenheit nutzen, um sich ihre Kritik abkaufen zu lassen; was man ja auch immer wieder sehr gut bei den in den Betrieb frisch Eingegliederten beobachten kann.

        1. Marxquark liefert keine Antworten sondern sind der Schlüssel der Misere jeder heutigen Widerständigkeit. Wie kann man allen Ernstes heute noch, nach über 100 Jahren Marxwiderlegung in REALITÄT UND PRAXIS, mit dem alten Hut immer wieder aufs Neue kommen?

          Ganz einfach: _weil der Marxquark im Interesse der Herrschenden funktioniert_ und daher der Marxquark mit viel Geld und Personal, offen und verdeckt, unterstützt und gleichzeitig scheinbar bekämpft, immer weiter und weiter umgerührt, immer neu aufgequirrlt und laufend zwangsverabreicht wird.

          Der Trick, ALLES was nicht marxistisch „links“ ist, als „rechts“ zu diffamieren und dem damit dem Anschein von Ungeniesbarkeit zu geben, ist so effektiv, dass das auch die nächsten paar Jahrzehnte noch so weiterlaufen soll. Gerade junge, unerfahrene, lenkbare Menschen die auf Wortgebirge, idealistische Versprechungen und Utopien hereinfallen, können damit nämlich Rattenfänger-mäßig eingewickelt und dann missbraucht werden.

  4. Ich habe das mit Interesse gelesen und danke dem Autor für den Bericht. Eventbeurteilungen wie:

    Die Stimmung war gut, die Demonstration durch die Innenstadt bunt und lebendig.

    muß ich nicht den Veranstaltern und/oder Teilnehmern zur Last legen, will aber gleichsam als „Duftnote“ hinterlassen:
    Es gibt eine qualitative Scheidelinie zwischen „Demonstrationen“ und „Kundgebungen“. Für das vorliegende Thema würde ich sagen: Wenn die Veranstalter in einer Stadt, wie Stuttgart, absehbar nicht 50k plus Teilnehmer (1) auf die Beine bringen, entscheiden sie sich für eine Demo unter Kundgebung der Ohnmacht der Veranstalter und Teilnehmer. Dazu braucht keine Polizei etwas beitragen (was nicht heißt, daß sie es gewohnheitsmäßig dennoch tut).

    (1) Die Zahl ist eine gewaltige persönliche Konzession, aus der Unkenntnis urbaner Verhältnisse der letzten 23 Jahre. 2003 hätte ich 100k genannt.

    1. Wahrscheinlich muss das deutsche Volk zunächst in Stahlgewittern gesunden, bevor sich für Friedensdemonstrationen wieder eine nennenswerte Anzahl Mitbürger:innen wie außen in Bewegung setzen. Hoffen wir, dass nach den ersten Tagen Krieg noch genug Volk für den Gesundungsprozess übrig ist…

  5. Eine handvoll Spinner, die sich für links und antifaschistisch halten ist natürlich sehr praktisch für Geheimdienste. Das ist entweder eine Kunstrasenbewegung oder eben Naive, de der generellen „Alles-Nazis-Außer-Ich“ Ideologie und Brandmauer anhängen. Kann natürlich beides sein, so ein paar selbstuberhöhende selbstgerechte Spinner sind natürlich leicht zu führen den Diensten. Und so praktisch um unliebsame Demos anzuschmieren. Nicht, daß da womöglich wieder eine Friedensbewegung sich entwickelt.

    1. „Alles-Nazis-Außer-Ich“ Ideologie: Das ist die treffendste Charakterisierung für diese Gesellen. Danke dafür.

      Es ist schon die pure Arroganz an sich, dass sich „Linke“ als EINZIGE Gegenposition gegen Herreschaft und Despotismus aufspielt – und dabei im Kern genauso despotisch ist wie das, was es angeblich bekämpft. Und ein entscheidender Punkt macht die Sache durchschaubar für jeden, der durchschauen will: der Mainstream und die Herrscherclique macht bei diesem Spiel gerne mit, bei dem ALLES, was sich nicht dem (marxistisch) „Links“ unterordnet als „rechts“ bezeichnet bzw. diffamiert wird. „Linke“ und Herrschaft ziehen am selben Ende des Stranges – gegen uns!

      „Die für mich entscheidende Frage ist inzwischen nicht mehr, wie sich die Beteiligten selbst etikettieren, sondern was ihre Aktion politisch bewirkt hat.“ Das ist die einzig vernünftige Herangehensweise. Und wer so herangeht erkennt: „Linke“ sind seit über Jahnrzehnten die Spalter jeder (echten) Graswurzelbewegung gewesen. Wer sich mit „Linken“ einlässt, wird verlieren. Denn „Linke“ dreschen Phrasen, aber agieren immer gegen Schwächere, gegen Nicht-Herrschende, gegen Normalbürger, gegen die Interesssen der abhängig arbeitenden Bevölkerung, gegen ___ primär von dem Mainstream___ als „rechts“ oder sonstwie negativ markierten („Schwurbler, Covidioten; Verschwörungstheoretiker, Antisemiten, …) Menschen und Bewegungen. Marxistisches „Links“ ist aufgrund seines Sektiertums, seiner ideologisch-dogmatischen Aufstellung, und seiner völligen Unterwanderung durch Geheimdienste und durch die Annahme von Geldern von Superreichen (Soros und Co.) völlig verbrannt für jeden Herreschaftsfreiheit liebenden Menschen. Denn „Links“ ist die Krypto-Armee der Superreichen, Ausbeuter und Bedrücker und Widerstandsverhinderungs-Bütteln.

      Wer die effektiven Tatsachen nicht sehen will sondern lieber Phrasendreschern folgt ist bei den „Linken“ richtig. Auch hier im Forum wird dieses üble Spiel in einem Fort aufgeführt. Ich halte 90% der hier auftretenden Marx-Schreier für angeheuerte Existenzen.

  6. Dass eine Linke, die sich als radikaler Moralismus versteht, als radikal staatstragender Moralismus genauer, sodann das zivilgesellschaftliche Engagement für ein ungehindertes Wüten einer nahöstlichen Militärdemokratur mit westlicher Billigung und schließlich Provokateure, bei denen man mit guten Gründen eine Beteiligung staatlicher Nachrichtendienste vermuten kann, dass die irgendwann einen Sumpf bilden, in dem die Komponenten nicht mehr recht auseinanderzuhalten sind, das hat schon seine innere Folgerichtigkeit…

    1. Zwischen „radikalem Moralismus“ und „radikal staatstragendem Moralismus“ gibt es einen Gegensatz und folglich einen Bruch, auch wenn es Leute gibt, die Schleimbrücken dazwischen bauen, die du dann gesinnungshuberisch frohlockend zu „hardware“ deklarierst und dich damit zum Fleisch vom selben Fleische erklärst.

      Nicht alle Leute, die mit „marxistischen“ oder so klingenden Parolen und Sentenzen daher kommen, sind so ‚drauf, wie dieser Zwischenruf, wollte ich gesagt haben.

      1. Jetzt habe ich doch glatt, Marx hin oder Marx her ist da egal, mit meiner Beobachtung einen der wenigen verbliebenen 68er gekränkt, die den gar nicht so abwegigen Übergang von ihrem einstigen radikalen Moralismus zu einem staatstragenden Moralismus nicht mitmachen wollten. Fragt sich nur, ob die ‚Schleimbrücken‘ nicht doch recht breite Avenuen waren: was ist die schönste Moral, wenn sie nicht eine knackige Staatsgewalt im Rücken hat…

        1. „Radikaler Moralismus“ ist für erzogene Kinder eine Durchgangsphase, die sie nur selten zu meiden vermögen, und folglich brauchen sie in der Jugend und im frühen Erwachsenenalter Leute, die ihnen Gelegenheiten verschaffen, ihn abzulegen. Nix „gekränkt“.

  7. Bzgl. der LINKEN verweise ich auf diesen Artikel der Jungen Welt https://www.jungewelt.de/artikel/531189.vitales-interesse.html
    Zitat: „Keine drei Wochen nach dem Erfolg bei der Abgeordnetenhauswahl läuft die Berliner Linkspartei zu alter Form auf. Die politischen Techniken sind ja nicht neu. War nach der Wahl von 2001 eine Kampagne im alten Frontstadt-Stil geführt worden, um die PDS (bei den Funktionären war das leicht zu haben) zur feierlichen Verurteilung der »unheilvollen« Geschichte von SED und DDR zu zwingen – Resultat war damals jene »historische« Präambel zum Koalitionsvertrag, die fällig war, um sodann neoliberale Sanierungs- und Privatisierungspolitik machen zu können –, ist es 25 Jahre später ein Trommelfeuer aus schrillen Antisemitismusvorwürfen, mit dem die Partei unter eine verschärfte und jederzeit aktivierbare Aufsicht gezwungen werden soll, bevor die Kandidatin der Partei ins Rathaus eingelassen werden muss.(..) Faktisch steht im Raum, dass gewählte Abgeordnete aus dem palästinasolidarischen Spektrum der Linke-Fraktion nur unter Vorbehalt angehören. Die Arbeitsgrundlage für die Ahndung von Antisemitismus soll offenbar die sogenannte IHRA‑Definition sein, gegen die sich 2025 ein Linke-Bundesparteitag ausgesprochen hat. Das macht Appetit auf mehr: Ohne Widerspruch konnte SPD-Wahlverlierer Steffen Krach bei der Pressekonferenz am Donnerstag den Ausschluss von Ferat Koçak aus der Linke-Bundestagsfraktion fordern.
    Hier wird gerade eine Kapitulation organisiert. Für Funktionäre der Linkspartei, die oft genug mit mindestens einem Bein in dem Lager stehen, das die Kampagne gegen die Partei befeuert, sieht das natürlich nicht wie eine Kapitulation aus, sondern wie die normalste Sache der Welt. An der Disziplinierung linker Strömungen in der Partei haben sie ohnehin ein vitales Interesse.“
    Was diese „Anti“fa angeht, so hat schon in der Corona-Zeit die Polizei diese schwarzen Kapuzen-Typen durchgelassen und auf die Maßnahmen-Kritiker losgelassen mit der Bemerkung „Die sind von uns“.
    Und beim G20-Gipfel waren erwiesenermaßen Agents provocateurs unterwegs.

  8. Ich war nicht in Stuttgart dabei. Aber aus eigenem Erleben kann ich sagen, das in den „Antifa“-Szenen, in die ich Einblick habe, mit Sicherheit auch Geheimdienst drin steckt. Und das die Szene je nach örtlicher Situation bei unterschiedlichen Parteien angebunden ist. In meiner Heimatstadt sind das die „Grünen“, die vor Allem Oberschüler/ Gymnasiasten/ Studenten anzieht. Eine andere Stadt beherbergt eine Landtagsabgeordnete der „Linken“, die aus Strassenpunks, verkrachten Existenzen und sonstigen „Revoluzzern“ ihre „Antifa“-Truppe rekrutiert. Diese Frau hat nicht nur gelegentlich Kontakt mit Geheimdiensten… Auffällig ist auch, das der „Antideutsche“ Flügel der „Linken“ stark mit den „Antifas“ zusammenarbeitet…

    1. Das sollte sich von selbst verstehen, auch ohne Indizien oder Beweise.
      Anders herum:
      Sobald du auch nur den Versuch startest, einem IWIE „politisch“ relevanten Verein eine zellulär arbeitende Abteilung beizufügen, bist du erwiesener Staatsfeind – wenngleich nur polizeistrategisch, nicht juristisch.

  9. Absolut richtige Einschätzung der Wirkung des Vorfalls auf die Öffentlichkeit durch den Autoren.

    Am Rande bringt er den Verdacht zum Ausdruck, es könne sich um Angents Provokateurs gehandelt haben. Was wäre das Motiv dessen, der diese beauftragt hat? Recht einfach. Diese 15.000 werden einem Verbot der Antifa eher mehr zugeneigt sein als zuvor.
    Ich höre bekanntermaßen immer Hans-Georg Maaßen zu, dem Repräsentanten des Tiefen Staates schlechthin. Er will vorwärts gehen und die Antifa verbieten. Dem Wortsinn nach ist demnach Antifaschismus verboten und Faschist sein ist dann Pflicht. Selbstverständlich verschwendet er keinen einzigen Satz darauf, um dieses Missverständnis zu widerlegen. Hiermit suggerierend, dass es genau so gemeint ist. Hier ist er:
    https://www.youtube.com/watch?v=poCYnPaTDkA

    Hat sich da eigentlich niemand gewundert, dass in der Woche vor der Sachsen-Anhaltwahl gleich fünf angeblich linke Anschläge gemeldet wurden? Das schmeckt 100 Meter gegen den Wind nach Falseflag. Insbesondere, da das Thema jetzt spurlos verschwunden ist.

    Ebenso wie alle anderen angeblich linken Terrorakte. Man wünscht sich. dass Thomas Moser sich das mal mit der ihm eigenen Präzision ansieht.

  10. Nun, das Vorgehen für solche Gewalttätigen
    sollte ja gesellschaftlicher Konsens sein,
    da sind wir uns ja sicher alle einig, oder (?):
    Schliessen von Bankkonten, Kündigung
    von Leasingverträgen und Arbeitsverhältnissen,
    Ausschluss von Schulen, Unis oder Behörden
    und öffentlichen Angestelltenverhältnissen,
    Kündigung jeglicher staatlicher oder sozialer
    Unterstützung und ganz sicher Entzug
    der deutschen Staatsbürgerschaft wegen
    grundsätzlich verfassungsfeindlicher und
    gemeingefährlicher Gesinnung. Und deren
    UnterstützterInnen behandeln wir ebenso.
    Öffentlichkeit, die verbal unterstützt,
    gleichzeitig juristisch verfolgen wegen
    Billigung einer Straftat. Habe ich alles?

  11. Es hat doch alles seine praktische Ordnung, wenn „linke“ und „rechte“ Aktivisten nach getaner Arbeit, nun auch gemeinsam Mittag machen können – in den Behördenkantinen der entsprechenden Dienste.

  12. Interessant! Man müßte im Artikel nur wenige Worte austauschen, dann könnte er die Beschreibung einer Demonstration in Leipzig sein, die ich dort Januar 2015 erlebte. Veranstaltung „Legida“, 15000 Teilnehmer, 30000 oder mehr Antifa&Co., 4000 Bundespolizisten. Seit Jahren dasselbe Schema.

  13. Natürlich war das trotzdem ein guter Tag für die Friedensbewegung. Dass dieser Bewegung längst nicht alle friedlich gegenüberstehen, ist eine Binsenweisheit, und was die mainstream Medien und die Brandmauerparteien angeht muss man das wohl nicht weiter ausführen. Und jetzt ist eben auch klar, dass die sogenannte antifa und andere teilpubertierten rrrevolutionären Kräfte erfolgreich auf die Spalterschiene gehoben wurden. Und Klarheit ist immer ein großes Plus für unsere Seite.
    Und jetzt sollte auch jedem klar werden, dass die eigenen Ordnerkräfte mächtig auf Zack sein müssen. Licht ist das nicht, aber man kann das lernen, sich nicht provozieren zu lassen ohne den Dingen ihren Lauf zu lassen, ggf. auch die Teilnehmer klug in die Sicherung einzubeziehen und der Staatsmacht keine unnötigen Gründe zu geben, sich in Szene zu setzen und die Veranstaltung zu torpedieren.
    Noch wichtiger aber wäre eine deutliche Steigerung der Öffentlichkeitsarbeit, mit der für einen breiten Adressatenkreis dokumentiert wird, welchen Liebesdienst die Pseudolinken der Formierung der Kriegstreiber leisten.
    Die AFD hat in der öffentlichen Meinung immer sehr profitiert, wenn die selbsternannten Vertreter „Unserer Demokratie©“ statt politischer Auseinandersetzung lieber die Randale und die Verhinderung demokratischer Rechte zu ihrem letzten und einzigen Mittel erkoren haben.
    Auf der anderen Seite habe ich sehr oft gehört, dass beim Niederschreien und Nicht-Ausredenlassen von z.B. Sahra Wagenknecht in den inszenierten Schauprozess-Talkshows von Lanz bis Miosga die Sympathien ganz klar auf ihrer Seite waren und nicht bei den Systemlingen ohne Anstand.
    Sehr schwierig für das Friedensbündnis ist ja die Partei DIE LINKE jetzt schon, auch wenn sie vermutlich immer noch in ihrer Mehrheit aus Friedensfreunden und Kennern der NATO besteht. Hier wird es sehr wichtig bleiben, dass die bestehenden Gemeinsamkeiten auch seitens der Partei DIE LINKE über unproduktive Machtkämpfe und schlapphütige Spalter gestellt werden.

  14. Wie andere Teilnehmer – ohne die Antifa je wirklich kennengelernt zu haben – generell gilt für die Demo oder jede Friedensbewegung, dass sie sich geben eine Industrie wenden, die Milliarden schwer ist, bei dem Verkauf ihrer Produkte über Leichen geht, sprichwörtlich – und es im deutschen Staat eben „die Zeitenwende“ gab, die auch die „Blaulicht-Fraktion“ generell betrifft, also auch die Polizei. Das sieht man bei Palästina-Demos am Deutlichsten, wie da Robo-Cops wüten. Der deutsche Staat und die wirtschaftlichen Profiteure schrecken nicht davor zurück sogar bei einem Genozid mitzumachen. In der Hinsicht leben wir längst im Polizeistaat. Dadurch, dass heute jeder ein Handy hat, werden wir auch lückenlos überwacht.

    Meine wenige Beobachtung der Partei „Die Linke“ und des BSW war, dass ich sie mal vor einer Wahl an nur einem Tag gleichzeitig bei einem Bauernmarkt auftreten sah. Mir fiel das schon auf, dass sie sich auch hätten verschiedene Tage aussuchen können. Aber nein, beide Parteien machten ihre Wahlwerbung nur wenige Meter von einander entfernt, während sie sich möglichst ignorierten. Somit konkurrierten dann beide Parteien letztlich darum die 5 %-Hürde zu verpassen. Die Renaissance von „Der Linken“ halte ich auch für keinen Zufall. Die brauchen ja Geld, das von irgendwo her kam.

    Bei den Agent Provocateurs muss man einfach davon ausgehen, dass die von Geheimdiensten geleitet werden und immer mit ihnen rechnen als normale Zersetzungsmaßnahme des Staates. Natürlich wusste auch die Polizei Bescheid, denn gerade kritische Gruppen für die wichtige deutsche Militärwirtschaft werden sehr akribisch überwacht und auch Menschen, die es gar nicht wahrnehmen, weil sie meinen, eigentlich wären sie zu unbedeutend (was eigentlich auch stimmt; aber sie werden trotzdem überwacht, siehe z.B. Veganer in USA, die vom FBI überwacht werden). Das gleiche Prinzip gilt auch für die vielen False Flags wie z.B. der Drohnenvorfall in Leipzig oder mit der Andromeda. So wird die Politik bestimmt. Leider deuten darauf aus meiner Sicht mittlerweile zu viele Indizien hin.

    Mal anders gefragt: Warum sollten die Befürworter des Militarismus, die Profiteure vieler Milliarden staatlicher Subventionen nicht jegliche zivile Gegner penibel überwachen und jeden möglichen Widerstand möglichst schon im Keim ersticken? Wir sehen doch sogar in diesem Forum, wie die NAFO-Trolle jegliche öffentliche Diskussion zerstören wollen, genauso die Israel-Lobby. Aus USA weiß ich, dass die auch mit Parteien und Geheimdiensten vernetzt sind. Der individuelle Troll oder Antifa-Rabauke mag nichts an Geld bekommen, aber die Strukturen sind natürlich oft astro turfing, also nicht Graswurzel-Bewegungen. Israel bezahlt ein gigantisches Budget für Hasbara, geht auf 1 Milliarde Dollar zu. Gerade letztes Jahr sahen wir, wie sie massiv große US-Medien kauften, wo auch Springer mitmachte. Sie kontrolieren die Tech-Konzerne, wie in den Twitter Leaks heraus kam. Die Lobby verteilt jedes Jahr Milliarden Dollar weltweit. Wenn in Deutschland hunderte Milliarden verteilt werden an Subventionen, dann gehen auch da Millionen in Lobbyismus, allein pro Jahr. Das dürften auch dann Milliardenbeträge sein. Oder das Werbebudget der Bundeswehr, wie natürlich auch der NATO, vieler Think Tanks und der profitierenden Privatunternehmen wurde jeweils massiv ausgeweitet.

    Hinzu kommt noch, dass heute bei sozialen Medien Gruppierungen oder Personen einfach mit Shadow bans oder gedrosselter Werbung, Unsichtbarmachung ihrer Inhalte kontrolliert werden, dass sie nie eine kritische Masse erreichen. Deshalb bringen auch so Latschendemos nichts mehr.

    Der Militarismus wird die deutsche Gesellschaft sehr nachhaltig verändern. Mich stört dabei auch die technische Dystopie, dass Innovationskraft ausgerechnet bei Killermaschinen so deutlich gezeigt wird. Das lässt nichts Gutes vermuten für die Zukunft der Menschheit.

    Vielleicht könnte der Autor was dazu beitragen, denn bei Universitäten gab es eigentlich mal Ethik-Richtlinien, dass es keine militärische Forschung geben sollte. Leider kenne ich selbst Forscher und Forschungsprojekte, die in einer Fortsetzung von Frankensteins Monster auftreten könnten.

  15. „Die für mich entscheidende Frage ist inzwischen nicht mehr, wie sich die Beteiligten selbst etikettieren, sondern was ihre Aktion politisch bewirkt hat.“

    Das ist die einzig vernünftige Herangehensweise. Und wer so herangeht erkennt: „Linke“ sind seit über Jahnrzehnten die Spalter jeder (echten) Graswurzelbewegung gewesen.

    Wer sich mit „Linken“ einlässt, wird verlieren. Denn „Linke“ dreschen Phrasen, aber agieren immer gegen Schwächere, gegen Nicht-Herrschende, gegen Normalbürger, gegen die Interesssen der abhängig arbeitenden Bevölkerung, gegen ___ primär von dem Mainstream___ als „rechts“ oder sonstwie negativ markierten („Schwurbler, Covidioten; Verschwörungstheoretiker, Antisemiten, …) Menschen und Bewegungen.

    „Links“ ist aufgrund seines Sektiertums und seiner völligen Unterwanderung durch Geheimdienste und durch die Annhame von Geldern von Superreichen (Soros und Co.) völlig verbrannt für jeden Herreschaftsfreiheit liebenden Menschen. Denn „Links“ ist die Krypto-Armee der Superreichen, Ausbeuter und Bedrücker und Widerstandsverhinderungs-Bütteln.

    Wer die effektiven Tatsachen nicht sehen will sondern lieber Phrasendreschern folgt ist bei den „Linken“ richtig.

  16. Ich vergesse nie eine Begebenheit aus Anfang der 1980-ziger Jahre als ich in Wiesbaden an einem Infostand der GRÜNEN tätig war. Neben mir ein CDU-Infostand und ich kam mit einem älteren CDU-Mann ins Gespräch – ich verteidigte die Positionen der GRÜNEN mit der vollen Überzeugung das das eine positive Wende in der deutschen Demokratie einleite und unumkehrbar sei. Der alte CDU-Mann sagte dazu nur – „die Tröge bleiben nur die Säue ändern sich“ dies habe ihm das Leben gelehrt – ich hielt dagegen das das bei den GRÜNEN nicht passieren werde. Das Leben lehrte mich später, der CDU-Mann hatte Recht!
    Die „Mitläufer“ der heutigen politischen Parteien in Machtpositionen unterscheiden sich in ihrem Verhalten nicht von den als „Mitläufer“ eingestuften Deutschen in den „Entnazifizierungsverfahren“ nach Kriegende 1945.

  17. Das sind wertvolle Beobachtungen und Gedanken zu den Gegebenheiten der Protestkultur im Land.
    Ich war am 3. Oktober bei der Demo in Berlin und hatte mich ebenso gefreut, dass auch junge Leute den Weg dorthin fanden.
    Dennoch war schon zu bemerken, dass sich die einzelnen Gruppen und Grüppchen und unterschiedlichen Fähnlein sich nicht gerade herzlichst zugetan waren. Es waren zwar auch schon insgesamt einige Tausende da, aber es wurde auch klar, dass das nicht reicht. Schlimmer noch, was letztendlich demonstriert wurde war neben den redlichen Bemühungen der Anwesenden im Wesentlichen Ohnmacht. Denn, um den Agenten der Macht mit ihren enormen Mitteln, die gerade scheinbar unbeirrbar und unaufhaltsam im Begriff sind, ein sehr großes verheerendes historisches Rad zu drehen, wirklich etwas entgegen setzen zu können, bräuchte es eine bei weitem größere kritische Masse auf der Straße, – mindestens so wie damals bei der Friedens-Demo in Bonn, vielleicht sogar inzwischen eher mehr.
    Erschwerend kommt hinzu, dass die Organisatoren der ohnehin schon spärlich gewordenen Reihen von Friedensbewegten sich freiwillig ein Bein stellen, indem sie schon im Vorfeld die Zahl der Demonstranten durch die Aufteilung auf zwei Termine kurz hintereinander künstlich minimieren. In Berlin wurde am Vortag zu einer eigenen Demo gegen Wehrpflicht und Krieg aufgerufen. Das ist nicht gerade sehr schlau, gelinde gesagt.
    Ich fürchte jedoch, auch wenn das weniger verpeilt laufen würde, wäre nicht allzu viel gewonnen.
    Es war dann auch der Eindruck einer eher schlecht organisierten Latschdemo mit nervigen, schrillen aus diversen Lautsprecherwagen schallenden Belehrungen und Skandieren unsäglich einfältiger Slogans, der überwiegt und einem unmissverständlich klar machte, dass dieser Art demokratischer Willensbekundung so unwirksam bleibt und keine große Zukunft beschieden sein wird.

  18. „Aber wenn ein Mitglied des Bundesvorstands einen solchen Vorgang politisch rechtfertigt, ist die Frage nach der Haltung der Parteiführung legitim. Und sie führt zu einer zweiten Frage: Wie bündnisfähig ist Die Linke in der Friedensbewegung?“

    Diese Frage stellt sich längst nicht mehr, sie wurde bereits beantwortet. So wurde die Billionenverschuldung („Sondervermögen“) für den Kriegsumbau der Bundesrepublik zwar im Bundestag noch rituell abgelehnt, im Bundesrat jedoch, wo die Mehrheit wackelte, stimmte dann plötzlich ein Bundesland mit „Linken“-Regierungsbeteiligung dafür! Oder nehmen wir die Auslassungen des damaligen Parteivorsitzenden Jan van Aken in der ARD (bei „Miosga?“), wo er von „illegalen russischen Öltankern in der Ostsee“ schwafelte und damit gewissermaßen das „Schiffe-versenken-Spiel“ der Kriegsparteien mit anfeuerte. Diese „Linke“ hat sich längst längst für ein Bündnis entschieden: die NATO!

    1. Die Belege für den Verrat der „Linken“ an dem ihnen angeblich am Herzen liegenden Klientel, den Arbeitern und Angestellten sowie den Ausgegrenzten, sind millionenfach vorhanden. Nur wird durch solche Magazine wie hier, eine Überzahl an Werbe-Kommentatoren und durch die Großmedien diese unübersehbare Tatsache verschwiegen und von Stichwortgebern und PR-Agenten durch Marx- und Revolutionsgequarke vernebelt und verqualmt.

      Der größte Betrug ist aber der im „linken“ Lager genauso wie bei den Establishment-Medien geschürte Glaube, dass wer nicht „links“ sei dann damit „rechts“ sei (die aktuelle Regierungs-Politik und die ominöse „Mitte“ immer dabei ausgenommen).

      Diese schreiende Lüge ist es, die den Betrieb so wie er ist aufrecht erhält, die das Affentheater, das uns vorgespielt wird, leicht bespielbar macht, die den Herrschenden ohne größere Störung die Herrschaft ermöglichen.

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