
Warum endlich die Reichen zahlen müssen und nicht die Armen.
Es ist ein Trauerspiel, das sich Jahr für Jahr wiederholt. Sobald die Haushaltszahlen nicht stimmen, sobald ein paar Milliarden im Bundesetat fehlen, sobald eine Krise den Staatshaushalt in Schieflage bringt, passiert fast reflexhaft dasselbe: Man stürzt sich auf die Schwächsten. Bürgergeldempfänger werden durch die Schlagzeilen gejagt, Erwerbslose an den Pranger gestellt, Familien in prekären Verhältnissen zu „Leistungsunwilligen“ erklärt. Immer wieder sollen die kleinen Leute den Kopf hinhalten, immer wieder wird nach unten getreten.
Dabei weiß jeder, der einmal genauer in die Zahlen geschaut hat: Das große Geld liegt nicht bei den Armen, sondern bei den Reichen. Aber dorthin zu greifen, dorthin zu schauen, dazu fehlt der politische Wille. Warum? Weil die, die entscheiden, oft selbst zu jener Kaste gehören, die man eigentlich belasten müsste. Ein Bundestagsabgeordneter, der sich im maßgeschneiderten Anzug vor die Kamera stellt und davon redet, dass „gespart werden müsse“, der weiß natürlich, dass er sich selbst mit einer Luxussteuer treffen würde. Man bestraft sich eben ungern selbst.
Ein Gedanke aus unerwarteter Richtung
Und so war es fast schon eine kleine Sensation, als in einem Gespräch zwischen Markus Lanz und Richard David Precht plötzlich eine Idee zur Sprache kam, die wie ein Hauch von Vernunft wirkte. Precht wagte es, laut darüber nachzudenken, nicht den Ärmsten noch mehr zu nehmen, sondern jene zur Kasse zu bitten, die im Überfluss leben. Seine Vorschläge waren entwaffnend schlicht: eine Luxussteuer von zehn Prozent auf besonders teure Waren, Handtaschen, Schuhe, Anzüge, Autos und eine Transaktionssteuer von 0,5 Prozent auf jede Geldbewegung in der EU.
Das ist nichts Revolutionäres, sondern gesunder Menschenverstand. Wer 500 Euro für eine Handtasche zahlt, die in der Produktion keine 50 Euro wert ist, kann auch 50 Euro mehr entrichten. Wer einen Wagen für 80.000 Euro kauft, kann auch 8.000 Euro Steuer tragen, ohne dass sein Lebensglück daran zerbricht. Wer mit Milliarden über die Börse jongliert, kann 0,5 Prozent seiner Transaktionen abgeben, ohne in die Suppenküche zu müssen.
Ein halbes Prozent, die Magie der kleinen Zahl
Doch sehen wir uns das nüchtern an. 0,5 Prozent klingt nach nichts. Ein halbes Prozent. Ein paar Krümel vom Kuchen. Aber wenn man es auf die gewaltigen Geldströme ansetzt, die täglich durch Europa rauschen, wird plötzlich klar, wie groß der Effekt ist.
Das Bruttoinlandsprodukt der Europäischen Union lag 2024 bei rund 17,9 Billionen Euro. Über die Hälfte entfällt auf den privaten Konsum: Mieten, Lebensmittel, Kleidung, Dienstleistungen. Nimmt man nur diesen Teil, dann ergibt ein halbes Prozent schon fast 47 Milliarden Euro jährlich, rund vier Milliarden im Monat. Eine kleine Abgabe, kaum spürbar für den Einzelnen, aber ein Riesenbatzen für die öffentlichen Haushalte.
Und das ist nur die vorsichtige Rechnung. Zieht man auch den Staatskonsum und die Investitionen hinzu, wächst die Basis auf 17,1 Billionen Euro. 0,5 Prozent davon ergeben rund 85 Milliarden jährlich. Monat für Monat wären es gut sieben Milliarden. Mit diesem Geld ließen sich ganze Schulsysteme renovieren, Pflegekräfte anständig bezahlen oder die Energiewende finanzieren, ohne immer neue Sondervermögen aufzulegen.
Und Deutschland? Hier ergibt dieselbe Rechnung zwischen 11,5 und 20,7 Milliarden pro Jahr – je nachdem, ob man nur die privaten Konsumausgaben oder die gesamte Endverwendung einbezieht. Monatlich wären das zwischen einer und knapp zwei Milliarden. Summen, die locker jedes Haushaltsloch stopfen könnten.
Für den Einzelnen bleibt es lächerlich gering. Wer für 100 Euro einkauft, zahlt 50 Cent. Eine Tankfüllung für 80 Euro? 40 Cent. Der Kauf einer Eigentumswohnung für 600.000 Euro? 3.000 Euro. Und genau da liegt die Gerechtigkeit: Für die breite Masse sind es Centbeträge. Für die Wohlhabenden, die ohnehin mit großen Summen hantieren, sind es relevante Summen. Eine Art versteckte Progression.
Luxus darf nicht steuerfrei bleiben
Noch spannender wird es bei der Luxussteuer. Der Markt für persönliche Luxusgüter in Europa liegt bei rund 110 Milliarden Euro pro Jahr. Handtaschen, Schuhe, Anzüge, alles weit jenseits dessen, was man zum Leben braucht. Wer für ein Paar Schuhe 1.200 Euro ausgibt, kann auch 120 Euro mehr an den Staat abtreten.
Rechnet man vorsichtig, ergeben allein Handtaschen, Schuhe und teure Anzüge eine Steuerbasis von rund 35 bis 40 Milliarden Euro. Zehn Prozent davon ergeben gut vier Milliarden Euro pro Jahr. Kein Weltrekord, aber ein klares Signal: Luxus darf nicht länger steuerfrei sein, während der Staat bei jedem Sozialetat den Rotstift ansetzt.
Noch deutlicher sind die Autos. In Europa wurden 2024 rund 10,6 Millionen Neuwagen zugelassen. Der Anteil der Fahrzeuge über 50.000 Euro steigt seit Jahren, nicht zuletzt wegen der Elektromobilität. Der Durchschnittspreis für ein E-Auto liegt bei über 62.000 Euro.
Nimmt man an, 15 Prozent aller Neuwagen kosten mehr als 50.000 Euro, dann bringt eine Luxussteuer von zehn Prozent rund 9,5 Milliarden Euro im Jahr. Bei 25 Prozent Anteil sind es fast 16 Milliarden, bei 35 Prozent über 22 Milliarden. Für Deutschland allein läge der Ertrag je nach Szenario zwischen 2,5 und knapp sechs Milliarden.
Man muss also gar nicht die „Bonzenjagd“ ausrufen. Ein paar wohlplatzierte Schrauben reichen, um Milliarden einzunehmen, ohne dass der Bürgergeldempfänger noch einmal sein karges Budget kürzen muss.
Warum das nicht passiert
Und genau hier stellt sich die Frage: Warum reden wir nie darüber? Warum schiebt man immer nur die Armen in den Vordergrund?
Die Antwort ist banal und bitter zugleich. Weil die Politik längst selbst Teil dieser Kaste ist. Wer im Bundestag sitzt, wer in den Vorstandsetagen der Parteien die Strippen zieht, wer zwischen Berlin, Brüssel und Davos pendelt, bewegt sich in denselben Sphären, in denen eine Handtasche für 2.000 Euro oder ein Auto für 100.000 Euro völlig normal ist. Viele Abgeordnete tragen die Maßanzüge, fahren die Firmenwagen, fliegen Businessclass. Man legt sich ungern selbst Ketten an.
Dazu kommt die Nähe zur Wirtschaft. Lobbyisten schreiben Gesetzesentwürfe, Anwaltskanzleien erfinden Steuertricks, Banken und Fondsmanager sitzen längst im Maschinenraum der Gesetzgebung. Wer dort mit am Tisch sitzt, denkt nicht daran, die eigene Klientel zu schröpfen. Man kennt sich, man schätzt sich, man wechselt fließend die Seiten.
Und so bleibt es bei der alten Leier: sparen bei den Armen, schonen bei den Reichen.
Ein Blick zurück, immer dieselbe Geschichte
Die Finanzkrise 2008/09 zeigte es in aller Deutlichkeit. Damals wurden Banken mit hunderten Milliarden Steuergeldern gerettet. Die Begründung: „Systemrelevanz“. Ein Jahr später waren die Gewinne zurück und die Bonuszahlungen höher als zuvor. Der Normalbürger, der mit seinen Steuern die Institute gerettet hatte, bekam nichts außer Rezession, Arbeitsplatzverlust und sinkenden Rentenanwartschaften.
Die Pandemie spielte das nächste Kapitel. Während kleine Selbstständige reihenweise Insolvenz anmelden mussten und Pflegekräfte unter Applaus, aber ohne Lohnerhöhung schuften, stiegen die Vermögen der Superreichen schneller als je zuvor. Impfstoffhersteller, Tech-Konzerne, Onlinehändler, sie alle machten Rekordgewinne. Wieder floss kein ernsthafter Steuerbatzen zurück.
Und heute? Heute wird über Bürgergeldempfänger diskutiert, während die Rüstungsausgaben explodieren. Wer glaubt, man könne mit Kürzungen bei den Ärmsten ein Haushaltsloch von 40 Milliarden in Deutschland stopfen, der lügt. Aber er lügt bequem.
Ein Plädoyer für die Schwachen
Es wird Zeit, diesen Reflex zu durchbrechen. Eine kleine Abgabe von 0,5 Prozent auf Transaktionen würde das Gewicht dorthin verschieben, wo es hingehört. Sie würde die Finanzströme anzapfen, die sich bislang ungehindert durch Europa bewegen. Sie würde den Luxuskonsum erfassen, der sonst ungebremst weiterläuft.
Und sie würde endlich jenen eine Stimme geben, die keine haben. Die Rentnerin mit 890 Euro im Monat. Der alleinerziehende Vater, der zwischen zwei Jobs jongliert, um die Miete zu zahlen. Der Student, der nicht weiß, wie er sich sein Studium finanzieren soll. Sie alle zahlen schon jetzt überproportional. Zeit, dass die andere Seite endlich ihren Beitrag leistet.
Das Fazit
Die Zahlen sind klar. Die Rechnung ist einfach. EU-weit reden wir über fast 100 Milliarden Euro jährlich. Für Deutschland allein über 15 bis 28 Milliarden. Geld, das sofort verfügbar wäre, wenn man es wollte. Aber man will nicht.
Weil die Politik in den gleichen Kreisen verkehrt, weil die Maßanzüge in den Ministerien genauso sitzen wie in den Vorstandsetagen, weil niemand seine eigene Party besteuern will.
Doch genau das wäre nötig. Nicht die Armen noch ärmer machen, sondern die Reichen ein Stück weit in die Pflicht nehmen. Nicht weiter nach unten treten, sondern endlich nach oben greifen.
0,5 Prozent reichen, um die Debatte zu drehen. Es ist ein Klacks für die Reichen, aber ein Rettungsanker für die Gesellschaft.
Quellen
Haushaltskonsum / Konsumausgaben als Anteil des BIP
Laut Eurostat betrug 2023 der Anteil der Gesamthaushaltsausgaben (Household consumption) 52,1 % des BIP in der EU.
→ Quelle: Household consumption by purpose – Eurostat
https://ec.europa.eu/eurostat/statistics-explained/index.php/Household_consumption_by_purpose
In den nationalen Konten von Eurostat erscheinen auch Daten zu privater Nutzung, Konsumausgaben etc.
z. B. Eurostat – GDP_per_capita, consumption per capita and price level indices
Investitionen / Vermögensbildung / Haushaltseinsparungen
Eurostat: In 2023 betrug die Investitionsquote der Haushalte (Bruttoanlageinvestitionen im Verhältnis zum verfügbaren Einkommen) in der EU 9,5 %.
→ Households – statistics on income, saving and investment
https://ec.europa.eu/eurostat/statistics-explained/index.php/Households_-_statistics_on_income%2C_saving_and_investment
Automobilmarkt in der EU / Neuzulassungen
Laut der ACEA (European Automobile Manufacturers’ Association) wurden 2024 etwa 10,6 Millionen neue Autos in der EU zugelassen.
→ New car registrations: +0.8% in 2024 – ACEA
https://www.acea.auto/pc-registrations/new-car-registrations-0-8-in-2024-battery-electric-13-6-market-share/
JATO zieht Preise und Marktanteile heran; z. B. in European new car market growth in 2024 driven by hybrids wird die Entwicklung des Automobilmarkts beschrieben.
https://www.jato.com/resources/media-and-press-releases/european-new-car-market-growth-in-2024-driven-by-hybrids-and-chinese-brands
Verteilung von Einkommen, Konsum und Vermögen
Eurostat: In der Statistik Joint distribution of household income, consumption and wealth findet man Daten, wie sehr sich Einkommen/Konsum/Vermögen konzentrieren – ein Beleg, dass die oberen Schichten überproportional profitieren.
https://ec.europa.eu/eurostat/statistics-explained/index.php/Joint_distribution_of_household_income%2C_consumption_and_wealth_-_main_indicators
Im Household budget survey zeigt Eurostat, dass in vielen EU-Ländern die obersten Einkommensgruppen doppelt so viel konsumieren wie untere Gruppen – ein Hinweis darauf, dass Luxussegmente relevant sind.
https://ec.europa.eu/eurostat/statistics-explained/index.php/Household_budget_survey_-_statistics_on_consumption_expenditure
Wie diese Quellen in unseren Modellannahmen verwendet werden
- Wir stützen uns auf den 52,1 %-Anteil der Haushaltsausgaben am EU-BIP (Eurostat) als Basis für die konservative Variante der 0,5-%-Transaktionssteuer.
- Die Investitions- und Sparquoten der Haushalte zeigen, dass nicht alles konsumiert wird – das relativiert unsere Annahme, wenn wir auch Staat & Investitionen miteinbeziehen.
- Die Neuzulassungszahlen (10,6 Mio. Autos in der EU) geben eine belastbare Größenordnung für das Auto-Segment, in dem wir den Luxusanteil ansetzen können.
- Verteilungsdaten zu Einkommen und Konsum zeigen: Die oberen Zehntel konsumieren überproportional und besitzen überproportional, was unsere Annahme stützt, dass eine Abgabe auf Luxussegmenten erhebliche Einnahmen generieren kann.





Das wird nicht passieren, so lange wir dem Kapitalismus frönen.
Und so lese ich hier ein weiteres Pamphlet, das im Grunde, weiterhin das bestehende Machtgefüge zementiert, anstatt die Systemfrage zu stellen.
Kapitalismus, ist nicht regelbar oder zu kontrollieren, weil seine Strukturen Tür und Tor zur Korrruption öffnen und dieses System immer das Kapital bei ein paar Wenigen akkumuliert.
Jeder sollte den Luxus haben oder eben keiner.
Es dürfte gar keiner so reich werden, das er überhaupt Luxussteuer bezahlen müsste… capice???
Keine Herren keine Sklaven.
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Danke
Jede Lüge die wir erzählen geht zu lasten der Wahrheit und irgendwann erhalten wir dafür die Quittung.
Das mit dem reich werden ist aber auch eine psychologische Sache. Wenn kein
Anreiz da ist, sein Leben zu verbessern und Träume zu verwirklichen, dann wird
auch kein Unternehmen gegründet. Ohne Unternehmen, keine Arbeit! Das haben sogar
die Kommunisten in China kapiert und das Produzieren in private Hände gelegt. Dort
wird allerdings reguliert, wenn die Reichen es zu üppig treiben. Und genau das
Regulieren fehlt eben im Westen und vor allem in Deutschland. Übrigens der SPD
sei dank!
Die CPC hat das Ziel des Sozialismus für das Jahr 2050 – da ist dir wohl einiges entgangen.
Außerdem sind schon viele Unternehmen mit Staatsbeteiligung und das erfolgreich. Obdachlose gibts in der Volksrepublik auch nicht, denen wird sofort Wohnung und Arbeit gegeben.
Also nein, China geht definitiv Richtung Sozialismus.
Mit Kapitalismus hast du nur Arbeitslose, also keine Arbeit und Obdachlosigkeit mit Mietwucher. Das haben immer noch zuviele Trottel hier noch immer nicht kapiert – sie wollen die Realität hier nicht sehen.
Ja, genau. ganz nach dem Motto: „Wir brauchen die Reichen, denn sie geben uns die Arbeit“!
Encore rien a ajouter, 😉
Man nannte das dann VEB. Der Vorteil ist, man produziert was gebraucht wird und wie es gebraucht wird – umweltfreundlich und nachhaltig. Den ganzen Müll aus Werbung und Verpackung kann man sich sparen. Und anders als noch die DDR haben wir heute die technischen Mittel für eine solche Wirtschaftsplanung.
Vor allen Dingen hätten wir dann keine Banker, Versicherungsfuzzies, Werbelügner, und Steuerberater mehr.
Und die Beraterfirmen, Coaches, Thinktanks und die Drogen und Beschaffungskriminalität, sowie alle Kapitalverbrechen wären auch ad acda.
Ja, jede Menge Arbeit und Parasiten die man sich ersparen könnte.
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@Altlandrebell
Auf dem Kontoauszug steht:
„Soll-Haben“ 🤣
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Aber wenn sich dir jemand in die Sonne stellt, bist du im Schatten.
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Ja, ja, die Systemfrage.
Die ist nur noch utopischen als die Maßnahmen im Artikel.
So ganz ohne revolutionäres Element kommst Du da nicht weiter.
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Es gibt keinen revolutionären Weg ohne ein entsprechendes Element.
Der evolutionäre Weg hat uns recht weit gebracht. Wir müssen wieder sie Tugend der Organisation lernen uns die SPD vergessen. Seit 1998 spätestens haben die die Seiten gewechselt.
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Ja, stimmt schon was Haffner schreibt. Die Revolution 1918/19 ist tatsächlich aus dem kollektiven Gedächtnis getilgt. Die SPD und ihre Freikorps ersäufen die nahezu unblutige Revolution in Blut. Perpetuieren und vertiefen damit den faschistischen Geist im Lande, aber irgendwie scheint es nicht passiert zu sein.
Allenfalls weiß man vlt. noch daß Luxemburg und Liebknecht ermordet wurden und mglw. hörte man mal von einer Münchner Räterepublik. Wobei, das ist schon sehr exotisch. Anscheinend ist man mit seiner Blutsäuferei noch sehr stolz. Immerhin heißt die Parteistiftung danach. Krass oder?
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@Altlandrebell
„Die SPD, die 1914 die Arbeiter an die Front führte, in Weimar dann Panzerkreuzer statt Kinderspeisungen vorantrieb und mit Brüning pa(c)ktierte, bevor sie in Bonn Notstandsgesetzen und Berufsverboten den Weg bahnte – die hat in meinen Augen schon ziemlich lange die Seiten gewechselt.“
Wird leider immer wieder vergessen.
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Am besten wäre eine Gesellschaft ohne Geld.
Aber das bleibt wohl vorerst eine Utopie – und jede Utopie kann schneller, als man denkt, in eine Dystopie kippen. Genau das gilt es zu verhindern. Wenn man ehrlich ist, lebten die meisten Menschen in diesem Land vielleicht 20, 25 Jahre lang halbwegs ordentlich. Doch diese Zeit ist vorbei. Der Wohlstand, mit dem man uns jahrzehntelang eingelullt hat, entgleitet Stück für Stück – und für die Mehrheit wird er zunehmend unerreichbar.
Es wirkt, als sei die Dystopie längst der Normalzustand. Der Mensch ist nämlich kein besonders lernfähiges Wesen. Er trägt einen Geburtsfehler in sich: Größenwahn gepaart mit grenzenloser Gier. Und solange diese beiden Triebe unser Handeln bestimmen, wird jede noch so schöne Idee irgendwann im Morast der Realität versinken.
Natürlich wird jeder, der eine Utopie auch nur andenkt, sofort als Spinner, Träumer oder Querulant abgestempelt. Das Establishment verteidigt seine Besitzstände mit Zähnen und Klauen. Aber genau deshalb sollten wir uns nicht abbringen lassen – denn nichts wäre gefährlicher, als sich mit der Dystopie abzufinden.
Der Kapitalismus liefert durch seine barbarischen Strukturen, erst den Überbau.
Normalwerweise ist der Mensch kooperativ und bescheiden und möchte in der Gruppe aufgehen.
Erst die Religionen im Verbund mit dem Kapitalismus schaffen diesen ideologischen Überbau, um die Menschen negativ zu beeiflussen damit sie in Konkurrenz miteinander treten in dem sie ewigen Wachstum und Profit propagieren
„Religion“ – also ab und zu ein paar psychedelische Beeren einschmeissen und das Universum abfeiern muss mit drin sein. Sonst mach ich nicht mit. Dann könnt ihr Euer Mammut alleine zerlegen.
Religionen sorgen dafür, dass sich die kleinen Gruppen nicht die Schädel einschlagen.
Genau das Gegenteil ist der Fall.
Religionen sind immer exkludierend.
@n.b
„Im Sommer 1967, hatte der deutsch-jüdische Philosoph Herbert Marcuse, der im amerikanischen Exil zu einem der Stichwortgeber der dortigen Studentenbewegung aufgestiegen und prompt vom damaligen Gouverneur Kaliforniens, Ronald Reagan, zum Staatsfeind erklärt worden war, Westberlin besucht.
Im überfüllten Audimax der Freien Universität hatte er zwischen dem 10. und 13. Juli mehrere Vorträge gehalten und an Podiumsdiskussionen teilgenommen, in denen er mit rhetorischer Dringlichkeit den die gegenwärtigen Bedingungen für eine grundlegende Transformation der Gesellschaft diskutierte.
Zwar rief Marcuse in seiner Eröffnungsrede das „Ende der Utopie“ aus, tat das aber nur, um im Umkehrschluss zu statuieren, dass die entfalteten Produktivkräfte des Kapitalismus die gesellschaftlichen Voraussetzungen für die Verwirklichung der Utopie längst bereithalten würden.
Die Menschheit, so verkündete er, könne die Welt heute ebenso zur Hölle machen, wie zu ihrem Gegenteil – sie also in ein Paradies verwandeln.
Der Weg in das von ihm projizierte „Reich der Freiheit“, in dem der Mensch erst zu seinem eigentlichen Wesen gelange, führe jedoch – da es die Überwindung der alten, entfremdeten Welt voraussetze – zwangsläufig über die Revolution.
Nur hatte jener Umsturz durch die materielle Eingliederung des von Karl Marx als Trägerin des menschheitlichen Fortschritts heraufbeschworenen Proletariats in die westlichen Gesellschaften sein Subjekt verloren. Und so schlussfolgerte Marcuse, dass die erstarrten gesellschaftlichen Verhältnisse nur durch die Revolutionierung des Menschen selbst überwunden werden könnten.
Was genau er damit meinte, sollte er kurz nach seinem Aufenthalt in Berlin in einem in London geführten Interview mit dem SPIEGEL ausführen.
Das wichtigste Element jener Revolution war in den Augen des Philosophen die Erziehung eines Neuen Menschen.
Dieser Neue Mensch sollte nicht nur einen neuerlichen Rückfall in die Barbarei verhindern, er sollte auch über das Bestehende hinausweisen. Marcuse nahm an, dass bei möglichst rationaler Entfaltung von Technik und Wissenschaft endlich das denkbar würde, was Karl Marx als die Abschaffung der Arbeit bezeichnet hatte.
So würden nicht nur die physische Last durch die Tätigkeit und die Entfremdung vom Arbeitsprodukt überwunden. Ebenso würde ein Mensch die Bühne der Geschichte betreten, der „nicht mehr in seinem Leben und in seinen Instinkten bestimmt ist durch das, was Max Weber die ‚innerweltliche Askese‘ genannt hat, ein Neuer Menschentypus, der das gute Gewissen zum Glück hat – der das Leben nicht verdienen muß, sondern der das Leben wirklich genießen kann.“
Träger jener Revolte war für Marcuse jedoch nicht – wie noch bei Marx – die anhand ökonomischer Strukturen bestimmte Arbeiterklasse, sondern eine Avantgarde aus Studenten und Intellektuellen. Die These des Marxismus, nach der die fortschreitende Industrialisierung zu wachsendem Elend und damit letztlich in die Revolution führen würde, hatte sich ganz offensichtlich als unzutreffend erwiesen. In Anbetracht von wirtschaftlichem Aufschwung und arbeitsrechtlicher Absicherung hatten die westeuropäischen Lohnabhängigen anderes im Kopf, als einen gewaltsamen Aufstand anzuzetteln.
Wenngleich dem Aufgehen weiter Teile der deutschen Arbeiterschaft im Nationalsozialismus, ihrer Rolle im Zweiten Weltkrieg und bei der Vernichtung der europäischen Juden innerhalb der Linken erst einige Jahre später Rechnung getragen werden sollte, hatte die verdeckte Ahnung vom Zivilisationsbruch zusätzlich bereits vorsichtige Zweifel an der historisch-materialistischen Rede vom vernunftgeleiteten Fortgang der Geschichte gesät.
Um unter den sozialökonomischen und politischen Bedingungen der Nachkriegsjahre dennoch an der Hoffnung auf eine Revolution festhalten zu können, wandte sich Marcuse von der bisherigen marxistischen Grundüberzeugung ab, dass die objektiven Bedingungen notwendige Voraussetzungen für eine Revolution seien. Vielmehr ging er davon aus, dass die aus der materiellen Sättigung erwachsende Herrschaft des repressiven Ganzen von einer Manipulation des Bewusstseins getragen sei, die nur durch die von der intellektuellen Avantgarde getragene Erziehung des Neuen Menschen durchbrochen werden könne.
Damit schrieb er die revolutionäre Triebkraft nicht nur einem Milieu zu, das kaum weiter vom eigentlichen Produktionsprozess hätte entfernt sein können. In einer Situation, die vom Schwinden der Gewissheit geprägt war, dass sich die Geschichte aus sich selbst heraus früher oder später im vielbeschworenen „Reich der Freiheit“ aufheben würde, sprach Marcuse seine Zuhörer direkt an und eröffnete ihnen, dass sie selbst diejenigen waren, die den Himmel im hier und jetzt erstürmen konnten. Völlig folgerichtig sah er in der Revolte der aufbegehrenden Studenten bereits „das Einbrechen der Freiheit in das Reich der Notwendigkeit.“
Auf sein westdeutsches Publikum hatten Marcuses Worte eine geradezu elektrisierende Wirkung. Insbesondere Rudi Dutschke griff immer wieder auf diese von halb apokalyptischen halb eschatologischen Naherwartungen durchwobenen Denkfiguren zurück. Vehement warb er in einem gemeinsam mit Hans-Jürgen Krahl auf der Delegiertenkonferenz des SDS im Oktober 1967 gehaltenen Organisationsreferat für die „Propaganda der Tat in den Metropolen.“
Wenige Monate später – auf dem Vietnam-Kongress im Februar 1968 – propagierte er bereits die Schaffung des „Neuen Menschen des 21. Jahrhunderts“, der das Resultat eines langen und schmerzlichen Kampfes sei. Es böte sich, so führte er weiter aus, eine historische Situation, in der es primär vom eigenen Willen abhänge, wie diese Periode der Geschichte enden werde. Insofern es also um nichts weniger als die Vervollkommnung der Geschichte selbst, also die Verwirklichung der Utopie ging, war für Dutschke dieser Kampf durchaus unter Anwendung revolutionärer Gewalt zu führen – ein wohl bewusst gewählter Terminus, der einiges an Spielraum offen ließ. Die Anwendung von Gewalt sei legitim, da sie im Dienste der Emanzipation und der Heraufführung eines Neuen Menschen stehe und jede Phase des Kampfes so direkt auf die Revolution abziele.
Den in besagte Metropolen zu tragenden Kampf um den Ausgang der Geschichte verband Dutschke – ebenso wie Marcuse in seinen Berliner Vorträgen – mit einem weiteren, im Vergleich zum ausgemusterten Proletariat gänzlich neuen revolutionären Subjekt. In der Überzeugung, selbst unmittelbar in den Gang der Geschichte einzugreifen, ja eingreifen zu müssen, sahen die Vordenker der Studentenbewegung ihre geradezu naturwüchsigen Verbündeten in jenen Akteuren, die ihre Geschichtsmächtigkeit im Kampf gegen die westlichen Staaten bereits unter Beweis gestellt hatten: den nationalen Befreiungsbewegungen der Dritten Welt.
Dutschke trug jener Verbindung, durch die nach seinem Kalkül erst ein revolutionärer Umsturz von globaler Bedeutung vorangetrieben werden könne, bereits in seiner Rede von der „Propaganda der Tat“ Rechnung, war sie doch eine explizite Analogie der im Trikont geprägten Parole der „Propaganda der Schüsse“.
Für seine Zeitgenossen offensichtlich, bezog er sich damit, ebenso wie das imposante Spruchband, das versehen mit dem Aufruf
„Die Pflicht jedes Revolutionärs ist es, die Revolution zu machen“ https://overton-magazin.de/unterstuetzt-das-overton-magazin/
im Vortragssaal des Vietnam-Kongresses prangte, auf einen Mann, der wie kein anderer die Hoffnungen auf eine Revolution im Hier und Jetzt zu verkörpern schien: Ernesto „Che“ Guevara.“
@ Motonomer:
Völlig korrekt! Das ist der große Nachteil bei Artikeln von Burbach – aber nicht von ihm – die allesamt auf „Overton“ veröffentlicht werden. Ich kann mich an keinen einzigen erinnern, der die Systemfrage stellt.
Allein schon die Forderung nach einer „Reichensteuer“ ist Augenwischerei, all das wird auch von der Partei „die Linke“ propagiert.
Reichensteuer bedeutet doch nur…. wir wollen alles beim Alten lassen, aber bitte, bitte gebt doch von euren Milliarden nur ein paar %chen ab. 0,5% reichen ja schon.
Das alles ist lächerlich und zeigt, dass es sich auch „Overton“ und deren Schreiberlinge im Ausbeutersystem gut gehen lassen. Unterschied zu den MSM in DIESER Frage ist nur…….. die Presstituierten der MSM fordern nicht einmal das.
Korrekt.
Nur muss man irgendwo anfangen, dieses geisteskranke kapitalistische System zu zerstören.
Welches im übrigen im gesamten Unwertewrsten die Grenze zu einem reinen Feudalsystem schon lange überschritten hat.
Auch wenn ich Herrn Burbach durchaus zustimme, dass bei denen, die sich nicht wehren können am meisten gespart wird und nicht bei den Reichen, halte ich es aber für nötig, hier noch eine kleine Anmerkung zuzufügen:
„Es ist ein Trauerspiel, das sich Jahr für Jahr wiederholt. Sobald die Haushaltszahlen nicht stimmen, sobald ein paar Milliarden im Bundesetat fehlen, sobald eine Krise den Staatshaushalt in Schieflage bringt, passiert fast reflexhaft dasselbe: Man stürzt sich auf die Schwächsten. Bürgergeldempfänger werden durch die Schlagzeilen gejagt, Erwerbslose an den Pranger gestellt, Familien in prekären Verhältnissen zu „Leistungsunwilligen“ erklärt. Immer wieder sollen die kleinen Leute den Kopf hinhalten, immer wieder wird nach unten getreten.“
Am meisten getreten und ausgequetscht wie eine Zitrone werden in Deutschland die lohnabhängig Angestellten mit mittleren bis höheren Einkommen. Damit sind nicht die wenigen Spitzenverdiener mit mehr als 300.000 brutto im Jahr gemeint, sondern die Facharbeiter, Ingenieure, Büroangestellten mit Bruttoeinkommen zwischen 4000 und 15000.
Abgaben und Steuern, dass man mehr als die Hälfte des Jahres nur für den gefräßigen „Staat“ arbeiten geht und von Jahr zu Jahr immer mickrigere Gegenleistungen – sei es in der verrottenden Infrastruktur, sei es bei ständig steigenden Gebühren für staatliche Leistungen, sei es im Gesundheitswesen, das von der Mittelschicht finanziert wird, aber meist von Nicht-Leistungseinzahlern genutzt wird, sei es bei ständig steigenden Mieten.
Darin dürfte wohl auch der Grund für die ständig steigende Popularität der AfD zu finden sein, auch wenn mir zumindest klar ist, dass es mit der AfD als Regierungspartei noch schlimmer werden würde….
Das sowieso aber der Michel will das ja auch so.
„Law and Order“ halt.
Seit 2 Jahren werden die Kosten für eine Behandlung von Kassenpatienten
reglimentiert. Ein Zahnarzt kann gerade einmal einen Zahn eines Patienten
behandeln und dann ist das Budget weg. Zum großen Problem für die Gesetz-
lichen Kassen sind die Patienten aus der Ukraine und andere Flüchtlinge die
Bürgergeld beziehen. Deren Behandlungen müssen mit getragen werden, obwohl
diese nie in die Kasse einzahlen. In der Ukraine muß eine Zahnbehandlung selbst
gezahlt werden. Also kommen die Ukrainer hier her und lassen sich die Kauleiste
auf Vordermann bringen. Die böse AFD will das stoppen.
Wieso die Deutschen fahren doch nach Ungarn oder in die Türkei um sich die Zähne machen zu lassen
Diese Behandlungen bezahlt aber nicht die türkische oder ungarische Krankenkasse. Das sind alles Selbstzahler.
Weißt Du die Ursache?
Weil man eben den Top3% nicht ans Sockelleiste gehen will.
Wenn man das täte, könnte man jede Menge Verbesserungen herbeiführen.
Aber nach unten treten schadet uns allen, weil es Druck auf unsere Löhne und soziale Sicherheit erhöht.
Es wäre schön, wenn in Dwutschland mal diese Erkenntnis das absurde Stockholm -Syndrom mit unseren Plünderern ersetzt.
Das habe ich nicht bezweifelt. Mir ging es um die Aussage, dass nur die sozial schwächsten – also größtenteils die Bürgergeldempfänger / Sozialhilfeempfänger diejenigen wären, die das ausbaden müssen. Ist meines Erachtens aber nicht richtig, denn am meisten ausbaden müssen es die, die ich genannt habe.
Bringt ja auch nichts, wenn keiner mehr motiviert ist, arbeiten zu gehen und Werte zu schaffen, von denen dann natürlich auch andere leben können, die nicht arbeiten gehen.
Die 3% der wirklich Reichen sind nicht reich wegen Arbeit. Das Problem in Deutschland ist, dass Arbeit viel zu hoch besteuert ist und viel zu hohe Sozialabgaben herrschen, kurzum – der Nettolohn zu niedrig ist, für die entstandenen Lebenshaltungskosten der letzten Jahrzehnte.
Das Problem nennt man Kapitalismus und der ist nicht zu zähmen…wie oft ™1974 muss ich das wohl noch schreiben.
stell dir vor, du ackerst ausschließlich für dein hartz4 (3köpfige bedarfsgemeinschaft)
da wirste ausgequetscht, sag ich dir. und wennde dann nur noch schale bist, nehmse dich noch zum marmelademachn…..
tja, den mittleren nimmt er geld, den „armen“ arbeits- + lebens-kraft-vermögen….aber ja, die mittleren greifen gern auf solche kostenlos zur verfügung gestellten zitronen zu 😉 ….is halt der deal hmmm, naja, „war“ mal n deal ……. arme mittelarme…..
Ich bin dafür, Milliardäre zu enteignen! Die große Mehrheit der Bevölkerung darf es einfach nicht hinnehmen, dass Einzelne so mächtig werden.
Rischtisch 👍
Das funktioniert aber nur, wenn man ebenfalls die Ursache angeht, nämlich den Kapitalismus mitsamt seinen barbarischen Strukturen beseitigt.
Was enteignen? Es geht doch um die Herkunft ihres Vermögens: Die Produktionsmittel. DAS muß enteignet und volkseigen gemacht werden.
Aber die meisten denken eben nur innerhalb des hiesigen, kranken Systems des Kapitalismus. Doch nur im Sozialismus kann man an die Ursache.
Wer so viel Geld hat, hat viele Menschen betrogen. Er hat unehrlich gehandelt.
Offenbar wird er nicht gebremst. Er ist unser Ideal.
BSW wählen, dann kann das umgesetzt werden.
Auch das BSW stellt nicht die Systemfrage, die wollen ja nicht einmal mehr aus der NATO raus!
Geschweige denn alle anderen hehren linke Ansinnen zu beherzigen.
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oder SPD, FDP
Lernt ihr niemals etwas dazu – beide Stimmen…
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Ich hab mich immer gefragt ob der Spruch nicht älter ist, so post Versailler Vertrags Zeiten, und vielleicht ein Nazispruch. Wir werden es nie herausfinden denn das spezialdemokratische Umfallen ( „mit Bauchschmerzen“ ) hat ja noch längere Tradition.
„BSW – Jammern und fordern tut niemand weh.“
Immerhin muss man dem BSW zugestehen dass sie auf dem Teppich des real machbaren bleiben.
Ab und zu Fisch statt Fleisch ist ja quasi vegetarisch. So gut wie.
Wenn wir schon bei realer Demographie sind, die Leude wollen fettes Audo, Besäufnis zu Kirmestechno und Netflix, und dem Neger nix abgeben müssen. Kernmarke des BSW ist zurück in die 90er. Wollen die Leute aber nicht mal. Die wollen den status quo ohne Abstiegsangst, das ist alles.
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Was dann umgesetzt werden könnte, kann man erahnen, wenn man nach Thüringen schaut! Die Partei bekommt es ja nicht einmal hin, diese Eiterbeule endlich auszudrücken! Falls sie das überhaupt will.
Eiterbeule war gut!
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Raub ist eine moralische Kategorie, die besagt, dass man so was als „schlecht“ empfindet und also nicht möchte.
Steuern sind dazu da, um Aufgaben des Gemeinwesens zu bestreiten. Dass das in einer Klassengesellschaft auch Instrumente ebendieser Klassenherrschaft sein können, hat mit der Klassengesellschaft zu tun, nicht mit den Steuern als solchen. Wenn man keine Steuern möchte, kann auch das Gemeinwesen nicht existieren. Man kann natürlich auch Staatsausgaben privatisieren. Das ist aber dann das Ende von Demokratie, weil dann Privatinteressen über die Belange des Gemeinwesens entscheiden.
Haarsträubend.
Nein, Raub ist keine moralische Kategorie („Herr Richter, kommen Sie mir nicht mit moralischen Kategorien, bloß weil Sie es persönlich als schlecht empfinden, dass ich meinen Nachbarn überfallen habe!“). Nein, Steuern sind nicht dazu da, um Aufgaben des Gemeinwesens zu bestreiten, sondern um die Ausgaben des Staats zu bestreiten (ja, das ist ein Unterschied) …
Es ist sinnlos. Die Leute WOLLEN dumm bleiben – gut, bitte, sollen sie dumm bleiben, die Menschheit ist überbewertet.
Genieß deinen schönen Staat.
Sie geben ein wunderbares Beispiel für eine ideologische Diskussion jenseits der Realität.
(Es ist aber theoretisch möglich, in einer kommunistischen Gesellschaft, in der das Geld abgeschafft wurde, ohne Steuern auszukommen.)
Alles Kollektive (wie Staat, Gemeinwesen, usw.) ist den Linksliberalen, aber auch den Anarchisten von Übel. Sie sehen darin ihre persönliche Freiheit bedroht, ihr höchstes Gut. Eigentlich ein eindimensionales Weltbild, denn der Mensch ist ja ein gesellschaftliches Wesen.
Eine weitere Projektion jenseits jeder Realität. Es sind die Kapitalisten, die alles Kollektive ablehnen – bis auf das „ihr buckelt kollektiv für mich“ natürlich.
Es gibt einen Unterschied zwischen Diskutieren und Fantasieren.
garno hatte wahrscheinlich gar keine Familie und ist wahrscheinlich eher im Waisenhaus aufgewachsen… 😉
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Da ist sicher etwas dran.
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Anarchisten und Libertäre sind Träumer oder Spinner. Ein umfassendes Gemeinwesen wird immer eine Governance benötigen. Das sieht man ja schon in kleinen Projektgruppen.
Und wenn es das Recht ist, das das Leben organisiert. Und schwupps ist der Staat da.
Es wird immer irgenjemand geben der mehr Plan hat und eben auch vielleicht verantwortungsvoll und im Sinne aller handelt.
Nur, in einer Anarchie, wäre dann ganz schnell weg vom Fenster, wenn er dies nicht täte.
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Sie bekommen eine anarchistischen Gesellschaft nicht hinreichend effektiv organisiert, ohne dass es neue Machtverhältnisse geben wird.
Und auch in der Gesellschaft wird es Regeln, also Recht geben.
Und das wird auch da Machtverhältnisse spiegeln.
Ich kenne Traven, etc. finde aber Orwells Animal Farm wesentlich zutreffenden.
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„Und wenn es das Recht ist, das das Leben organisiert. Und schwupps ist der Staat da.“
Richtig, Moral und Recht machen gesellschaftliches Leben erst möglich. Letztlich muss sich der Einzelne dem Gruppenzwang immer unterordnen. Seine Freiheit besteht nur darin das Kollektiv zu verlassen. Dann ist er nur noch ein Ausgestoßener, ein Vogelfreier ohne menschliche Gemeinschaft. Ihm bleibt dann nur noch, um nicht unterzugehen, Gleichgesinnte zu finden – für eine neue Gemeinschaft.
Die Gemeinschaft zu verlassen wagen allerdings nur sehr Wenige, entweder sehr Mutige oder von der Gemeinschaft Ausgestoßene (wie etwa Straftäter, Perverse usw.).
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„Moral und Recht sind Moden und ihre Schneider Advokaten und Rechtsgehrte der Herrschenden.“
Diese Aussage ist oberflächlich und von der Grundidee auch falsch, denn Moden sind etwas Beliebiges oder Willkürliches. Auf die Substanz verkürzt bedeutet es ja: Moral und Recht sind die Moden der Herrschenden. Moral und Recht sind in der Realität jeder Gesellschaft jedoch weit mehr als nur beliebige Moden der Herrschenden. Sie haben nämlich eine unverzichtbare Funktion in jeder Gesellschaft, und zwar gänzlich unabhängig von der politischen Herrschaftsform.
Moral und Recht bilden zusammen mit den staatlichen Institutionen (den Gruppenzwängen) den ideologischen Überbau als Begründung und Rechtfertigung für gesellschaftliche und wirtschaftliche Zwänge, die zur Existenzsicherung und zur Reproduktion der Gesellschaft notwendig sind – insbesondere werden damit die Herrschaftsverhältnisse im Produktionsprozess gerechtfertigt.
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Altlandrebell: „Ich schrieb es in dieser Debatte bereits mehrfach: Recht (staatlich oktroyiert, vertikal) und Regeln (gemeinschaftlich-konsensual festgelegt, horizontal) sind zwei völlig unterschiedliche Paar Stiefel.“
Auch vom vielen Wiederholen wird es ja nicht richtiger, die „völlige Unterschiedlichkeit“ von Recht und Regeln. Oder meinen Sie damit etwa die „regelbasierte internationale Ordnung“? Die hat in der Tat nichts mit Moral und Recht zu tun.
Moral, Recht und Regeln gehören in die selbe Begriffskategorie, wobei sich Regeln aus der Moral und dem Recht (der kodifizierten Moral) ableiten. Die Unterscheidung (in völlige Unterschiedlichkeit) der Begriffe ist künstlich und ideologischer Natur, vermutlich um Anarchismus und Libertarismus plausibler erscheinen zu lassen.
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Ja, weil wir bspw. zwangsweise in den Krieg gegen unseren Nachbarn ziehen, oder wir als Laborratten im freien Feldversuch uns einer experimentellen Genmanipulation unterziehen sollen.
Du projizierst. Deine Idee vom fürsorglichen Staat ist es, die sich jenseits der Realität befindet.
Der Staat ist ein Gemeinwesen. Da ist kein Unterschied, den Sie hier konstruieren wollen. Man kann sogar noch weiter gehen und den Staat als eine erweiterte Familie betrachten.
Ihre ‚Betrachtung‘ kling ja sehr nett, aber Institute wie Gefängnis, Wehrdienst, Polizei, Zwangsvollstreckung etc. zu erklären als eine ‚Erweiterung‘ von Familie, das ist theoretisch gesehen nicht so ganz überzeugend. Oder ging es in Ihrer Familie so ruppig zu?!
Spaß beiseite: Diese platte Gleichsetzung kann nur eines leisten, nämlich den Staat als etwas Naturwüchsiges, Vertrautes und Nettes zu präsentieren. Nationalisten sind damit gut bedient, sonst aber niemand….
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Wenn man unter Familie versteht, dass Vater (oder Mutter – bleibt sich eins) die Kinder unter Androhung von Existenzentzug zum Anschaffen zwingt, könnte was dran sein.
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Jetzt weiß ich endlich auch, warum ich nie ein Famillienmensch geworden bin. 😉
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Prof. Dr. Corleone: Ich würde sagen, auch Staat und „Staat“ sind zwei paar Stiefel. Es gibt ihn nämlich, den fürsorglichen Staat (bei Liberalen verschrien als Mama-Staat). Im Gegensatz zum Anarchismus, der nur als Idee (oder als Hirngespinst) existiert, vornehmlich bei Leuten, die aus ihren infantilen Träumen nicht herauskommen.
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„Was jucken mich denn Ihre Liberalen? Was habe ich mit denen am Hut?“
Der Liberalismus (mit seinem Fokussieren auf den Einzelnen) ist die seit Jahrhunderten prägende Ideologie im Westen, dem sich kaum jemand entziehen kann. Meiner Erfahrung nach ist er im Westen Deutschlands prägender als im Osten. Bekanntlich war in Ostdeutschland vorübergehend eine kollektivistische Ideologie vorherrschend, was sich bis heute bemerkbar macht. Autoritäre und kollektive Strukturen haben im Osten eine ganz andere Bedeutung als im Westen (werden weniger verachtet).
Um es kurz zu machen: Was ist der Anarchismus mehr als ein infantiles Aufbegehren gegen kapitalistische staatliche Strukturen? Die kapitalistische Herrschaftsform wird auf den Staat an sich übertragen und damit das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Was bleibt ist eine Wunschvorstellung von einer besseren Welt als normatives Ziel und als moralische Kategorie – analog der „Normativen Wissenschaft“ der Liberalen.
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@Altlandrebell
Ich hatte vor meinem Wegzug kein anderes Urteil. Ich weiß außerdem, dass es kein Entkommen gibt. Die Dosis ist hier nicht so absurd hoch, das ist alles.
Nein, ist sie nicht. Manches von dem, was ich schreibe, sind einfach Schmerzensschreie. Ich weiß, wir sind allesamt „genau ins Aquarium reingewachsen, total viereckig, es sieht scheiße aus … der blöde Hai, er kann nichts dafür. Ich auch nicht“. Ich weiß auch, dass jedes Urteil über den „Menschen an sich“ in dieser Lage lächerlich ist (was wir wissen, wissen wir über den deformierten Menschen) und dass man sich vielmehr wundern muss, dass wir uns nicht alle täglich gegenseitig vor die U-Bahn schubsen. Dass wir mitten in diesem Affenzirkus – zumindest manchmal – noch freundlich, konstruktiv und mitfühlend sind, ist das Bemerkenswerte, das viel mehr über „den Menschen an sich“ sagt als seine Viereckigkeit.
Ja. Es sind nie alle irgendwie. Nur:
1.) Der Laden läuft absolut stabil. Seine größten Opfer verteidigen ihn am verbissensten. Es gibt auch aussichtslose Lagen. Dies ist eine davon. Wer daran zweifelt, begreift in meinen Augen einfach nicht, wie tief der Karren im Dreck steckt.
2.) Der Laden ist so grauenhaft, produziert in einem solchen Maße überflüssiges Leid für so viele Lebewesen, dass alles besser ist als er. Leider auch „keine Menschen“, denn siehe 1.) (und nein, ich bin nicht scharf drauf zu sehen, wie die abhandenkommen. Der Gedanke „2.)“ ist das Gegenteil von Sadismus oder Rachsucht.)
Was du schreibst, tröstet Leute wie mich, die sehen, dass es noch irgendwo Restvernunft gibt und der Wahnsinn noch nicht ausschließlich und die Einsamkeit noch nicht vollkommen ist. Das ist natürlich schön, aber an 1.) und 2.) ändert es nichts.
Mein Biolehrer sagte oft „Manchmal bin ich einfach nur müde“. Ich habe das „Manchmal“ inzwischen gestrichen.
Ja geht mir genau so.
Bevor ich zu müde werde, nehm ich noch ein paar mit…
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Würde ich nie tun. Ich denke nicht daran, das Leid noch zu vergrößern, wenn ich es denn irgend vermeiden kann – „seine Drecksarbeit“ (mit Mühsam, NICHT mit Merz) soll der Scheißladen gefälligst selber machen. Nolo.
Der zitierte Alex Comfort hat recht.
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Genau. Wenig Menschen, völlig uninteressante Weltgegend statt Kriegsgebrüll und 80 Millionen Zombies, die „Was ist denn die Alternative“ statt „braaaain“ krächzen … Meine Nerven danken, das ist schon alles.
Ich bin ein lebendiges Beispiel. Kann mir keine weiteren Zerstörungen leisten. Bei dem Krawall in Europa schaff ich nicht mal eine Inventur.
Die ist nur räumlich. Eine harmlose Variante. Grüße zurück, und danke.
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Wenn Raub in einem rechtlichen Rahmen begriffen wird, ist der Satz „Steuern sind Raub“ noch wesentlich mehr verfehlt als ich dachte. Soll die Organisation von Gesellschaft (auch in einer angeblich völlig freien libertären Form) mit Spenden finanziert werden?
Sorry, da läuft jemand gewaltig in den Wald.
Lach….. der Mann kann sich nicht vorstellen, das es auch eine völlig anders organisierte Gesellschaft geben könnte, wie so viele es mittlerweile eben nicht mehr können, weil sie alle völlig entfremdet sind.
Nochmal speziell für „jjkoeln“: Ohne Staat auch keine Steuern“ capice? 😉
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Länge macht die Dummheit des Eingangssatzes nicht wett.
Wenn alles privat geregelt.werden soll, kommt es nicht in die Fläche, word schlechter und teurer. Nur das wollen die Libertären Schwätzer trotz aller Fakten nicht wahrhaben.
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Es „muss“ vielleicht nicht, aber es wird. Denn es gibt eben jenseits des Staates reale existierende Machtverhältnisse, die sich durchsetzen. Oder wie wollen Sie z.B. Vermögensgleichheit herstellen?
Man mag ja philosophieren, aber bei Licht betrachtet ist der Satz „Steuern sind Raub“ einfach unglaublich dumm. Auch in einem libertären System kommt sehr schnell die Frage auf: „Wer bezahlt die Party?“ Und wie kann ich das für mich nutzen.
Sie können evtl. ein Nomandenvolk libertär als Gleiche organisieren, obwohl ich auch das bezweifle.
Eine Industriegesellschaft mit enormer Ungleichheit ist zum einen nicht in so eine Idealwelt überführbar.
Zum anderen wird sich in dieser such in einer Idealwelt eine Ungleichheit auf Basis Recht und der Notwenigkeit der Organisation ausbilden.
Und wie werden diejenigen, die sich um die Organisation kümmern versorgt („bezahlt“)?
Insofern kommen wieder Steuern auf.
Damit bin ich wieder am Anfang. Der Satz „Steuern sind Raub“ ist schlichtweg dumm.
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Mir stellt sich die Frage, wie Sie Typen wie Musk, Milton ,Friedman verhindern, bzw eingrenzen wollen? Dazu brauchen Sie Regeln, deren Nichtbeachtung Konsequenzen – also Strafen – nach sich ziehen. Um zu bestrafen, bzw. Regeln durchzusetzen braucht es aber eben die nötige Macht innerhalb der Gruppe. Mit demokratischen Entscheidungen werden Sie sich in solchen Fällen ins Knie schießen, denn lt. Gaußscher Normalverteilung werden die meisten Mitglieder Ihrer Gruppe intellektuell gar nicht in der Lage sein den Sirenengesängen besagter Typen zu widerstehen.
Fällt nur mir auf, daß alle genannten Beispiele anarchistischer Organisation schlicht nicht mehr existieren? Warum wohl?
Das ist der entscheidende Unterschied zwischen mir und Altlandrebell.
Während er meint, das friedliches „Nein sagen und die Arme verschränken“ zum gewünschten Ergebnis führt, bin ich der Meinung das nur der bewaffnete Kampf einer waschechten Revolution die herrschende Klasse dazu bringen wird, uns nicht zu überwachen, dann zu kontrollieren später zu versklaven und uns letztendlich zu töten, weil sie künftig die letzten Ressoucen und einzig und allein darum geht es, zukünftig nicht mehr mit uns teilen wollen.
Insgesamt eine sehr interessante Diskussion zu diesem Thema. *Daumen hoch*
„Ergebnis führt, bin ich der Meinung das nur der bewaffnete Kampf einer waschechten Revolution die herrschende Klasse dazu bringen wird…“
Zu diesem Part hätte ich eine Frage: Wenn der bewaffnete Kampf dann erfolgreich war, was passiert dann mit den Waffen und den Menschen die sie geführt haben?
Glaubst du, die geben die Waffen und damit die Macht freiwillig wieder ab?
Und weil weiter unten das Thema BGE aufgetaucht ist: ich finde es etwas schade, dass es damit abgewiegelt wird, dass es ja von „oben“ in der gewünschten Form aufoktroyiert wird (was sehr wahrscheinlich ist), diese Kritik aber bei der eigenen Idee „Anarchie“ aber anscheinend nicht akzeptiert wird.
Sagt die Geschichte nicht etwas anderes?
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@Altlandrebell
Es ging mir nicht darum zu sagen, dass Anarchie von oben oktroyiert werden soll, sondern dass das Machtvakuum genutzt wird um eine neue Macht zu etablieren.
Oder das eben die, die die „alte“ Macht vertrieben haben, die neu gewonnene nicht abgeben.
Die Geschichte ist voll von solchen Beispielen. Du hast z. B. positive Beispiele genannt, aber wie lange haben sie gehalten?
Wie soll eine Anarchie vor Kräften von außen und innen gesichert werden?
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@Altlandrebell: Leider wird uns aber der Kapitalismus auf nicht absehbare Zeit erhalten bleiben, abgesehen davon, dass es immer noch keinen realistischen Gegenentwurf zu diesem System, das ich ebenfalls wie die Pest hasse, gibt.
Unrealistisches Revolutionsgeschätz und Ähnliches nützen den Verarmten, Ausgebeuteten und Geknechteten im Hier und Jetzt gar nichts und deshalb bin ich für jede Idee offen, die auch innerhalb des bestehenden Systems eine gewisse Umverteilung von oben nach unten bewirkt und diesen Menschen hilft.
Für mich gehört dazu auch der schon seit langem diskutierte Gedanke eines bedingunglosen Grundeinkommens dazu, das ich absolut befürworte.
Man ist gezwungen, pragmatisch zu denken und ncht einfach von besseren post-kapitalistischen Zeiten zu träumen, die wir wohl alle nicht mehr erleben werden, und ich bin diesbezüglich auch absolut pessimistisch und befürchte, dass wir Kapitalismus forever haben werden, bis uns der ganze Laden aufgrund der ökologischen und sozialen Zerstörungen, die dieses Dreckssystems anrichtet, um die Ohren fliegt oder das Elend durch einen dritten Weltkrieg beendet wird.
Ich habe jedenfalls keine große Hoffnung mehr.
Wunderbar. Wird aber nur geschehen in einer Form, die dem Armen weniger bringt als die besrehende „Grundsicherung“.
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Ganz so pessimistisch bin ich zwar nicht, denn auch der von Menschen gemachte Kapitalismus („die Reichen“) hat nichts von einer völlig zerstörten Erde. Irgendwann müssten sie aus ihren noch so tief gegrabenen Löchern kriechen.
Letztlich liegt es an der Natur des Menschen, dass utopische Entwürfe scheitern. Es wird immer jemanden geben, der versuchen wird, sich über die anderen zu erheben, und sei es nur, um z.B. die „Anarchie“ (gewaltsam) aufrecht zu erhalten. Den Menschen zu idealisieren, ist zwar ehrenwert, aber wenig realitätsnah. Man muss mit dem Material arbeiten, das vorhanden ist. Ansonsten bespielt man m. E. lediglich eine andere Form des Transhumanismus, der das Humanum negiert.
„Für mich jedoch ist der Zustand der Gesellschaft kein Grund aufzugeben, sondern vielmehr Anlass in meinem Rahmen Freiheit und Freiräume zu schaffen.“ (Ausdrücklich Zustimmung, lieber Altlandrebell).
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„Anarchismus ist nur gewaltlos denkbar…Wo irgendeiner ihn „durchzudrücken“ oder mit Gewalt aufrechtzuerhalten sucht, mag es sich um vieles handeln – aber ganz sicher nicht (mehr) um Anarchismus“
(Altlandrebell)
„Gewalt wird allenfalls zur Selbstverteidigung im Fall von Angriffen sanktioniert (obgleich es auch dann andere Methoden wie Streik, Boykott, Aikido… gibt). In Katalonien und Aragon wurden damals auch Munitionsfabriken etc. aufgebaut und Milizen gebildet – es war kein bloßes „Happening“
(Altlandrebell)
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„Der nächste rabulistische Versuch – der Scheinwiderspruch“
Das sind beides deine Zitate, nur zur Erinnerung.
„viele Anarchisten äußerten sich kritisch zu Gewalteinsatz, Milizen wie Munitionsfabriken“
Wo hasst du das denn her? Der heilige Sankt Souchy vermute ich hier mal.
Naja, auf jeden Fall wäre dass dann halt nur noch ein Grund von vielen mehr, warum der „Sommer der Anarchie“ in Katalonien leider nur so kurz gewesen ist, falls es solche Idioten innerhalb der CNT/FAI überhaupt gegeben haben soll. Korrumpel, Verräter und anderes Gelichter gab es halt leider, wie überall, auch in diesen ehrenwerten Organisationen. Drei von ihnen saßen sogar als (unbedeutende) Minister in der republikanischen Regierung, wie sich das bekanntermaßen ja für gute Anarchisten ziemt.
Diese verdammten Schmerzen. Liest du eigentlich, was er schreibt? Also auch den zweiten Satz, sagen wir mal?
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Sicher, den zweiten Satz und auch die übrigen Sätze.
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Deinen Idealismus kann ich dir nicht nehmen, den kannst nur du selbst überwinden.
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@Altlandrebell
Heiliger Bimbam. Mir ging in deinen Predigten nicht vorrangig dein Dogma der „Gewaltfreiheit“ auf den Senkel – das kann ein jeder so halten und dafür streiten – sondern dieses auch noch zum eigentlichen Grundprinzip des spanischen Anarchismus des 19ten und 20ten Jahrhunderts erklärst.
Das ist einfach kompletter Bullshit.
Die Anarchisten und ihre Verbündeten hatten das reale Problem nicht zu wenig Gewaltmittel, also militärisches Gerät und Waffenproduktionskapazitäten zu haben, sondern viel zu wenig davon! Woran das lag und welche andere Gründe für ihr Scheitern sorgten, ist den „Geschichtsbüchern“ (naja, zumindest einigen) zu entnehmen.
Angesichts der Bedrohungen denen wir aktuell ausgesetzt sind kann ich das moralische Geschwätz über „Gewaltfreiheit“ nicht mehr hören.
Was Gewalt ist definieren immer die Herrschenden. Nicht du oder ich.
Nur ein Beispiel:
Wenn das Kampfmittel eines friedlichen und unbefristeten Sitzstreiks von Arbeitern und Angestellten in „ihren“ (Rüstungs)Unternehmen das Resultat hat, das die Produktion erfolgreich geschädigt wurde, dann ist das für den Staat Gewalt, und wird entsprechend behandelt, als wenn eine Bombe diese „Arbeit“ gemacht hätte.
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@Altlandrebell
Junge, Junge.
Da kann ich mich nur wiederholen:
Deinen Idealismus kann ich dir nicht nehmen, den kannst nur du selbst überwinden.
@Phineas
Dein Ne scio ne scio mag noch so erschreckend sein, es ist symptomatisch. Die NI wird uns offenkundig abgezüchtet.
Altlandrebells Idealismus besteht darin, dir zu antworten … und da hast du doch mal einen Punkt, das sollte er tatsächlich bleiben lassen. Soll besser ein Loch graben und wieder zuschaufeln.
@Foehre
„Soll besser ein Loch graben und wieder zuschaufeln“
Nur zu.
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Es wird keine gewaltlose Veränderung geben.
Dafür ist die herrschende Klasse mittlerweile einfach zu gut aufgestellt.
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Dann gibt es eine Veränderung erst nach dem großen Knall, wie immer der auch aussehen wird.
Aber sicher nicht die, die wir uns gewünscht haben.
Nur, werde ich vielleicht auch diesen leider auch noch erleben müssen.
Im Übrigen, bin ich pragmatiker und gebe nicht all zuviel auf historische Ereignisse und Spekulationen.
Ich weiß wie Menschen ticken, weiil ich (fast) die ganz Welt gesehen habe in meinen subversiven Dasein. 😉
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Den Grad der Gewalt bestimmt die Gegenseite.
Wir haben keine Lebensbejahende Gesellschaft und hatten auch nie eine, zumindest nicht, in den letzten Jahrhunderten.
Und um etwas Neues entstehen zu lassen muss immer das Alte erstmal weg.
Die herrschende Klasse wird sich nicht gewaltlos die Butter vom Brot nehmen lassen.
Diese Chance haben wir in den 70ern verpasst, warum?
Weil wir immer viel zu wenige waren. und die herrschende Klasse jetzt globale Strategien in Echtzeit gegen uns nutzt.
Und vor allem, die brauchen uns jetzt auch nicht mehr als Konsumenten.
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Ich kenne die Bunker der Reichen, die haben für mehr als 80 Jahre und das war schon in den 80ern als ich mal in so einem war.
https://braveneweurope.com/robin-mcalpine-the-biggest-threat-we-face-the-rich
Im globalen Kapitalismus darf man doch die Reichen mit einer Steuer nicht verscheuchen, man braucht doch deren Kapital für Investitionen. Das würde vielleicht mit einer Kapital-Verkehrskontrolle funktionieren. Aber dann wäre es mit der Freiheit (des Kapitals) vorbei und wir hätten keine liberale Demokratie mehr. Es wäre also nicht rechtens. Der ideologische Überbau verhindert das.
Das mit dem Verscheuchen ist eine Fabel. Die wirklichen Reichen in Deutschland
haben ihren Reichtum geerbt. Die investieren nichts von ihrem Besitz. Investitionen
werden über Schulden bezahlt, damit sie dann steuerlich wieder positiv wirken.
Wenn ein Unternehmen seinen Standort in ein anderes Land verlegt, dann, weil
es dort Subventionen, zB. in Form von kostenlosem Grund und Boden und Zuschüssen,
gibt. Dazu trägt der Staat dann auch noch die Verluste, wie jetzt bei der „Giga-Faktory“
in Schleswig-Holstein, die wir dem immer unrasieren Traumtänzer zu verdanken haben.
„Investitionen werden über Schulden bezahlt“
Schulden machen kann man aber aber nur wenn man über Sicherheiten (Vermögen) verfügt. Der liberale Kapitalismus ist auf die Reichen angewiesen um zu funktionieren.
Bis zur Klammer gebe ich Ihnen recht. Die Sicherheit besteht aber nur zur Not in der Einziehung Ihres Vermögens, zuvörderst jedoch in dem Versprechen gegenüber der Bank, die geliehene Knete nebst Zinsen in der Zukunft „irgendwie“ zu erwirtschaften. Aus dem geliehenen Geld soll also mehr Geld werden. Wenn ein Staat sich verschuldet, verspricht er, dass seine Bürger (oder deren Kinder) den Kredit plus Zinsen zurückzahlen werden – indem sie dafür arbeiten.
Man beachte, dass die privaten Vermögen nie zur Haftung herangezogen werden, höchstes muss der Staat Gemeineigentum verkaufen (Bahn, Infrastruktur, Schulen, Gesundheitswesen, Telekommunikation, …) und damit kapitaldienlich machen. Wie das funktioniert, haben die Treuhand in der DDR und die Troika in Griechenland vorbildlich demonstriert. Ob man diese Art des Kapitalismus ausgerechnet als „liberal“ bezeichnen sollte wage ich zu bezweifeln. Es handelt sich in meinen Augen eher um Raubzüge, um den privaten Reichtum (auf Kosten des Gemeinwesens) zu mehren.
In der liberalen Ideologie gilt die Freiheit des Einzelnen als höchstes Gut. Entsprechend muss dann die Gemeinschaft für den Einzelnen geradestehen, also „privaten Reichtum (auf Kosten des Gemeinwesens) mehren“.
Du meinst den privaten Reichtum der herrschenden Klasse gelle….? meine Fresse …
Genau, das ist das Resultat liberaler Ideologie. Auf Liberalismus folgt Neo-Liberalismus.
Die Gier, der Hass, der Neid und das Gegeneinander sind die Triebkräfte unserer Gesellschaft. So der FDP-Mann Brüderle vor zig Jahren im Bundestag. Und diese Triebkräfte werden gepflegt und ausgebaut, denn sonst würde dieses System auseinanderbrechen.
Und der Autor wird offenbar nicht schlau draus. Nun Herr Burbach, immer schön dranbleiben und Forderungen stellen. Irgendwann muss es ja mal klappen, oder?
Wo doch Demokratie und Marktwirtschaft „eigentlich“ zum Wohle des Volkes eingerichtet sind.
Jede Scheiße, die auf ihre Kosten geht, machen die Leute mit. Wenn man sie drauf hinweist, wie schlecht die Scheiße ihnen bekommt, werden sie „kritisch“. Fragen nach der „Alternative“, die Scheiße ja angeblich braucht. Und an die sie ganz strenge Maßstäbe anlegen wollen. Weil sie so kritische Denker sind.
Soll man sich an dieser Verweigerung abarbeiten? Oder sich einfach in den Garten setzen?
🙂
Ja, es ist schon ziemlich frustrierend. Der Bürger sucht sein Auskommen in dieser Gesellschaft, er will zurechtkommen, er will sich einrichten.
Da ich keinen Garten habe, werde ich mich wohl weiter an der Verweigerung abarbeiten. Zumindest gelegentlich.
Abseits von der Frage nach Sinnhaftigkeit bewundere ich das. Ich habe nicht solche Nerven.
Das gilt auch für die idiotische Veranstaltung selbst. Erklär die mal einem Marsianer. Der lacht sich tot, und schon war es wieder nichts mit der Übernahme der Erde.
Hast du wenigstens einen Balkon?
wennde im garten sitzt, kommt die verweigerung zwangsläufig vorbei und schon biste wieder am ackern 😉 …aber diese notwehr ist den scheißeantragenden wenigstens verständlich, wenn auch nicht zwangsläufig akzeptabel 😉 …
Eine kurze Geschichte des Kapitalismus!
https://www.youtube.com/watch?v=_iyH-TDGIj4&list=WL&index=1
Nix gut, 18.40 Minuten für die Katz!!!
Warum?
zB die Mieten sind jetzt schon teuer genug, das muß auch nicht nochmal 0,5% teurer werden.
Warum traut sich der Autor nicht an die Ursachen und beschränkt sich auf die Symptome?
Das Privateigentum von Produktionsmitteln ist der Grund für die Einkommensunterschiede, sonst nichts.
https://sascha313.wordpress.com/2014/06/17/die-entscheidende-frage-wem-gehoren-die-produktionsmittel
Auch „Kapitalismus“ genannt!
Ist doch alles tacko!
Containern zu erlauben, reicht doch wohl als soziale Politik!
Was die Leute immer haben?
Schließlich sind die „Reichen“ ( alle anderen Ausdrücke, die mir so einfallen sind leider justiziabel) doch die Stützen der Gesellschaft; und dafür sollen sie noch bestraft werden?
Bettelscheine, wie der alte Fritz sie an seine invaliden Veteranen verteilen ließ,
sollten doch eigentlich genügen !
Bürgergeld brauchen wir auch nicht!
Da reichen doch am Ersten 31 Dosen Ravioli und zwei Kisten Wasser!
Dazu die ganzen Schmarotzer und Kanacken in eine zu gründende Fremdenlegion, pferchen und die Probleme sind gelöst!
Reichensteuer! Ha!
Geht doch nach drüben!
Irgendwie lustig wie sich Burbach Lanz und Precht im Einklang befinden das die Reichen teilen könnten ohne daß es ihnen [z](s)[ä](ee)
[h]lisch weh tun würde. Hat was von einen Buddhistischen Märchen.
Für Deutschland stellt er sich ca. 20 Milliarden vor die aber nicht den armen Ärmsten zukommen soll sondern den Staat.
Nebenbei erwähnt er das die Luxussteuer selbstverständlich sozial-marktwirtschaftlich gerecht für alle gilt.
Auch den Niedriglöhner der vielleicht motiviert ist sich ebenfalls durch seine Arbeit
nach einer längeren entbehrlichen Phase mal Luxus zu kaufen. Sozusagen als Ausgleich.
Dummerweise trifft er dann aber auf die Pläne von Burbach.
Schade.
Desweiteren sind die ca. 20 Milliarden eine zutiefst lächerliche Summe für den deutschen Staat. Dieser kann mal eben mehrere Hundert Milliarden Sondervermögen aus den Hut zaubern.
Doch diese will Hr. Burbach nicht.
„Mit diesem Geld ließen sich ganze Schulsysteme renovieren, Pflegekräfte anständig bezahlen oder die Energiewende finanzieren, ohne immer neue Sondervermögen aufzulegen.“
Mit diesen Absatz verwechselt er die EU-Ebene und die Deutschlandebene.
Warum er das Sondernvermögen nicht mag lässt er komplett offen erwähnt es nur in einen Nebensatz.
Er hält es wohl für unmoralisch oder unethisch.
Er scheint hier ein stilles Einverständnis des Publikums vorauszusetzen.
Auch stellt sich die Frage was er unter Schulsysteme renovieren versteht. Schulen renovieren ist klar aber Schulsysteme ?
„Luxus darf nicht länger steuerfrei sein, während der Staat bei jedem Sozialetat den Rotstift ansetzt.“
Na da wär ich mir jetzt gar nicht sicher ob bei Hr. Burbachs Weg 0.5 Prozent für die Gerechtigkeit nicht sogar der Rotstift leerlaufen würde.
Burbach, Lanz und Precht sind Sozialromantiker, mit ihrer Folklore bedienen sie die staatstragende Erzählung, nach ein paar klitzekleinen Reparaturen sähe das System wieder vorzeigbar aus. Wobei ich dem Precht noch unterstelle, dass er es (ein wenig) besser weiß.
Mit dem halben Prozentpunkt aus der Überschrift lässt sich keine Gerechtigkeit herstellen. Überhaupt vermischt Burbach zwei vordergründige Kategorien, nämlich Steuern und Gerechtigkeit, ohne die notwendige Eigentumsfrage zu stellen: Wem sollen Staat und Produktionsmittel gehören? Über den Istzustand lohnt sich keine Diskussion, die Klasse der Wenigen plündert die Vielen nach Kräften aus; an diesem gewinnbringenden Prinzip wird sich nichts ändern, wenn die Vielen nicht die Machtfrage stellen.
Mal davon abgesehen, dass eine Umverteilung im Rahmen des herrschenden Systems stets verhindert wird, wenn sie nicht der herrschenden Klasse zugute kommt, kursieren ständig irgendwelche Reparaturvorschläge am Steuersystem, die eines gemeinsam haben: Angeblich tun sie niemandem weh. Burbach schmeißt verschiedene Konzepte fröhlich durcheinander, Luxussteuer (gibt’s in Frankreich), Vermögenssteuer (gab’s hier mal), Kapitalertrags- und Finanztransaktionssteuern. Von letzterer bemüht er die 0,5 Prozent (tun nicht weh), um aus dieser Kleinigkeit riesige Summen zu errechnen, die man den Armen versprechen könnte.
Burbachs Fazit: „0,5 Prozent reichen, um die Debatte zu drehen.“ Nein, eben nicht, wie man am Schicksal der Finanztransaktionssteuer sehen kann, die Schäuble mit einer Pirouette über die EU elegant beerdigte. Aber, nur mal angenommen, dieser „Klacks für die Reichen“ (Burbach) fände tatsächlich seinen Weg in den Steuersäckel: Wie würde daraus „ein Rettungsanker für die Gesellschaft“ (dito) werden? Bevor von dem Geld auch nur ein einziger Obdachloser von der Straße geholt wird, wird es doch in zusätzliche Waffen für die Banderisten umgemünzt, mal davon abgesehen, dass die Knete ohnehin für den „Schuldendienst“ draufgeht.
Eines muss ich dem Burbach lassen: Er befindet sich in bester Gesellschaft, wenn er mit seiner Nummer „Allen wohl und keinem weh“ hausieren geht. Damit tingeln die Sozialdemokraten in der SPD, die Sozialausschüsse der CDU und andere Heilsbringer seit Gründung der BRD durch die Wahlkampfarenen, um möglichst viele Stimmen des Wahlpöbels zu ergattern. Nach jeder Wahl durfte der Wähler dann den Erfindungsreichtum der Politiker beim Anbohren immer neuer Geldquellen bewundern, die sich seltsamerweise immer im eigenen Portemonnaie auftun.
Diesen Falschspielertrick versucht auch der Burbach, wenn er um die Pflegekräfte, die Rentnerin oder alleinerziehende Väter barmt, denen er mit seinem Notgroschen von 0,5 Prozent, einzutreiben von den Reichen, aus der Armutsfalle helfen will. Aber mit seinem vor Moral nur so triefenden Bettelbrief greift er fulminant in’s Leere, aus gleich zwei Gründen: Erstens lassen sich die reichen Strauchdiebe nebst ihrer staatlichen Komplizen ihre Beute niemals kampflos abknöpfen (auch nicht zu 0,5 Prozent), und zweitens ist unser Gemeinwesen so hoffnungslos überschuldet, dass jede Mehreinnahme in die Bedienung der Zinsen ginge.
Salopp gesagt: Das Geld, was noch gar nicht existiert, ist längst ausgegeben bzw. fest verplant, wie man schön an den „Sondervermögen“ der letzten zwei Jahre sieht: Zwar werden gigantische 1200 Milliarden Euro (zusätzlich zum bisherigen Staatshaushalt) der kapitalistischen Verwertung zugeführt, aber gleichzeitig wird bei Infrastruktur und im Sozialen gespart wie nie zuvor. Beides ist höchst real und bedingt sich gegenseitig: die Gewinne der Reichen und die Ausplünderung der Armen. Dagegen hilft es nicht, bei den Reichen mit dem Klingelbeutel rumzugehen, wir müssten schon die Systemfrage stellen. Das bringt der Burbach leider nicht über’s Herz, lieber schreibt er was Romantisches für die Tonne.
Rischtisch 👍
Deswegen, kann die Lösung nur sein, die Reichen und alle kapitalistischen Strukturen zu beseitigen.
Sehr schön!
Ein toller und gehaltvoller Kommentar, den ich dem Artikel gegenüber für um Längen überlegen halte!
Schönen Dank dafür!
Wirklich super!
Merci für die Blumen. Am Artikel kann man sehr schön sehen, welche Verheerungen es in den Köpfen anrichtet, wenn man nur lange genug beim Lanz in die Röhre guckt.
Auch von mir vielen Dank für deinen raren Realismus, Jenseits von Böse.
Da nich’ für, obwohl: Manchmal wünsche ich mir schon ein schlicht gestricktes Gemüt, der realistische Blick auf „dieses unser Land“ (Birne) ist ja nur noch zum Schreien.
Oh doch, und ob. Wasser (deins wunderbar klar) und Wüste und so.
Du glaubst nicht, wie gut ich das verstehe. Ich arbeite seit Jahrzehnten daran, mein Gemüt zu schlichten und dümmer zu werden – mit einigem Erfolg, muss ich anerkennend konzedieren. Leider hat es aber nicht gereicht, um die aufbrandenden Sieg- und Heil-Rufe ertragen zu können, und ich bin doch noch schreiend weggelaufen. Was nicht heißen soll, dass es ein Wohin gäbe. Höchstens ein Nichtganzsogrell.
Ach ja, die Nazis… In meiner Jugend war ich noch mit greisen Altnazis geschlagen, später durfte ich den Nachwuchs kennen lernen. Wenn aber die Birne noch nicht völlig weggedröhnt ist, sollten wir uns auf Satire verlegen – schwieriges Fach, bei Overton muss man nicht nur eine Triggerwarnung vorweg schicken, sondern auch noch eine Interpretationshilfe nachschieben… aber wenigstens kann ich mich dabei auf Karl Marx berufen, der im 18. Brumaire den Hegel mit dessen Spruch „Geschichte wiederholt sich zweimal“ hops nimmt: „Er hat vergessen hinzuzufügen: das eine Mal als große Tragödie, das andre Mal als lumpige Farce.“. So gesehen und in Anbetracht der heutigen Politdarsteller besteht also Grund zu lästerlicher Heiterkeit – mit dem Segen des Meisters 😉
So ganz folgen kann ich dir wirklich nicht – die lumpige Farce ist ja schon die Satire, wie willst du dich da auf Satire verlegen? Selbst Sonneborn musste aufstecken.
Und ich meinte zwar durchaus das Gebrüll der
, aber die als Nazis zu bezeichnen wäre irgendwie doch … eine Beleidigung der Nazis. Jedenfalls ist es meine romantische Fantasie, dass es damals noch nicht Voraussetzung für höhere Ämter war, dem Kompromat einen sparsam zweistelligen IQ-Test beizulegen. (Vielleicht war ja der damalige Russlandfeldzug ein Versuch, sich da rückwirkend zu qualifizieren.)
Anmerkung: Spontan begriffsstutzig war ich schon immer mal, das ist nicht notwendigerweise ein Zeichen meines Erfolgs.
Ob Sie „spontan begriffsstutzig“ sind oder ich mich blöd artikuliere – darüber könnte man streiten. Im Zweifel nehme ich in Anspruch, von uns Beiden der Dumme zu sein. Und sorry, dass ich nicht zurück duze: Hier im Forum sieze ich pauschal, auch gute Freunde. Das ist nicht als Affront gemeint, Ihr freundliches Du lasse ich mir gerne gefallen. Aber nun zu Ihrem Einwand:
Stimmt, die Sieg-Heil-Fraktion und das landläufige Politpersonal sind zwei Paar Schuhe. Überhaupt sollte man sich den „Nazi“ für schwere Fälle aufheben, das „Höckepack“ (Friedrich Küppersbusch) pauschal als Wiederkehr des Faschismus und jeden, der nicht ‚woke‘ ist, als Rechten niederzumachen, verharmlost das Original, die NS-Zeit. Wir erleben heute eben nicht die Uraufführung, sondern eine Farce – die durchaus zum Schreien ist, also nicht wirklich lustig. Da wird Satire zu einem Akt der Notwehr, die ironische Distanz bewahrt mich allenfalls vor dem einen oder anderen Schreikrampf – „laughing just to keep from crying“.
Ob der Sonneborn „aufgesteckt“ hat ist für mich nicht ausgemacht, ich denke eher, dass ich Schwierigkeiten habe, Zugang zu seiner Art von (knochentrockenem) Humor zu finden. Aber wie er hier die Kaja Kallas angeht ist doch große Klasse, durch die Augen der Nato-Hure verschafft er uns einen direkten Blick in die Leere hinter ihrem Gesicht:
https://www.youtube.com/watch?v=C6To89SzVhY
Überhaupt, dass wir uns hier unter einem Artikel vom Burbach über Satire unterhalten hat auch seinen Grund: Ein Frühwerk des Autors hatte mich dermaßen aufgebracht, dass ich vor Empörung kaum noch laufen konnte. Also griff ich zur Notwehr:
https://overton-magazin.de/hintergrund/wirtschaft/wenn-das-gute-nicht-reicht-europas-niederlage-im-cyberkrieg/#comment-233254
Natürlich ist der Mann nicht nur lächerlich, der Level, auf dem er
agitiert,schwurbelt, äh: argumentiert, ist ja mittlerweile gängige Währung (man könnte sie in „Lanz“-Einheiten messen). Deshalb fühlte ich mich diesmal genötigt, seine zur Schau getragene Gratismoral mit der Darstellung von ein paar Zusammenhängen zu zerstören (™ Rezo), die mir geläufig sind, weil das Thema „Arm gegen Reich“ (frei nach Warren Buffett) meine Lebenswirklichkeit betrifft.Satire geht halt nicht immer, und dennoch hab ich was zu lachen: Wie @Wallenstein konstatierte, wäre mein kleiner Kommentar der bessere Artikel gewesen (aber ohne den Burbach-Schrieb nicht zustande gekommen). Dialektisch betrachtet hat der Burbach also auch sein Gutes 😉
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein paar ‚achtersinnige Gedankens‘ (Kuddl Schnööf)
Ihr JvB
Glauben die Leute etwa ein Herr Merz würde nur einen Cent abgeben?
Leute wie er werden den Armen die Euros nur si aus der Tasche ziehen um noch reicher zu werden!
Selbstverständlich mit kräftiger Hilfe der SPD deren Aufgabe darin besteht den Arbeitern etwas vorzugauckeln und um sie ruhig zu stellen
Niemals, das ganze Kapital geht zu den Händen von Blackrock, Statestreet und Konsorten.
Die herrschende Klassse wird uns alles nehmen.
Fragen wir doch einfach mal, ob sie glücklich damit sind.
Die können gar nicht anders. Also beneiden wir sie nicht!
Denen geht es ganz wunderbar dabei.
Ich weiß das, weil ich aus den gleichen Schoß entstamme.
Ich wüßte aber nicht warum ich sie dafür beneiden sollte.
Schließlich sind das alles Verbrecher und einige davon auch niederträchtige Mörder.
Es sind Menschen. Wenn sie „beseitigt“ sind, gibt es andere Menschen, die genauso drauf sind. Dich zum Beispiel.
Sind Revolutionsromantiker anwesend?
Die DGB-Vorsitzende und ehm. SPD-Bundestagsabgeordnete Yasmin Fahimi kündigt beinharten Widerstand gegen den Herbst der Reformen.
Ja ,ja der DGB hatte doch schon bei der Einführung von HartzIV einen heissen Herbst verkündet aber nur ein laues Lüftchen realisiert.
Zu erwarten ist auch diesmal ein Protest mit gebremsten Schaum.
Die SPD kündigt immer irgend etwas Beinhartes an, bla, bla, blubb.
Und dann?
‚Nach Tische las mans anders“ , wie Schiller einst schrieb.
SPD? 👎👎👎
Dieser Text gehört in jede Tageszeitung mit wöchentlicher Wiederholung. Der Text muss an die Wähler gebracht werden, denn die können nur den Start für eine Luxussteuer erzwingen. Sie wählen die Parteien, die sich dazu bekennen. Installierte Regierungsparteien dazu zu bringen, scheitert aus den im Text ausführlich genannten Gründen.
Sie müssen die letzten 25 Jahre verschlafen haben: Seit der Jahrtausendwende forderte Attac in Deutschland die Einführung einer Finanztransaktionssteuer, die Linke, die Olivgrünen und die SPD hatten das Ding im ihren Wahlprogrammen, seit 2011 war auch die CDU dabei. Ebenfalls 2011 sprach sich der Bundesrat für eine EU-weite Einführung aus, 2013 war das Ding Thema der Koalitionsverhandlungen, als Kompromiss einigte man sich auf den Fiskalpakt (ein Nachrichtensprecher der Tagesschau: „Fispalkackt“). Im Koalitionsvertrag 2017 steht schließlich:
Zur Erinnerung: Das war eine schwarz-rote Koalition, ganz wie heute, und die Wähler waren mehrheitlich dafür. 2016 sprachen sich 57% der Deutschen für eine Finanztransaktionssteuer aus, ganz ohne Burbachs Rührstück. Das Thema war nämlich in den Medien präsent, es brannte den Deutschen nach der Einführung „des größten Niedriglohnsektors in Europa“ (Schröder) auf den Nägeln.
In der Wikipedia wurde das Thema vor 12 Jahren beerdigt, der Eintrag liest sich wie ein Erinnerungsfetzen aus einer längst vergangenen Zeit. Als Grund für das Scheitern wird vom Einfluss der Finanzlobby gemunkelt, wenn Sie Näheres wissen wollen, müssen Sie schon selbst nach den deutschen Finanzministern und den Spitzen der EU-Kommission googeln. Kleiner Tipp: Suchen Sie nach Wolfgang Schäuble, Olaf Scholz und Manfred Weber.
Dann hat das Thema offensichtlich kaum in den Wahlkämpfen eine Rolle gespielt, weder von den Parteien, noch von den Medien. Mich beeindrucken die möglichen gravierend hohen zahlenmäßigen Wirkungen. Um diese lohnt es sich doch, statt mit Pfeil und Bogen, mit Kanonen vorzugehen.
Heiner Geißler (ehem. Generalsekret der CDU und Attac-Mitglied seit 2007) allein brachte es mit seinem Spruch „Es ist Geld da wie Heu“ bundesweit in die Nachrichten, in den Spiegel (2019), die Frankfurter Rundschau (2019), Stuttgarter Nachrichten (2011), Thüringische Landeszeitung (2010), Deutschlandfunk (2008), Stern (2010), Weser-Kurier (2010) und die taz (2010). Die Liste ist nicht vollständig, ich habe nur nach der Wortfolge „Finanztransaktionssteuer Heiner Geißler“ gesucht und ein paar der ersten Treffer herausgepickt. Auch andere Bundespolitiker (Brüderle, Schäuble, Wagenknecht) schafften es mit dem Thema in die Schlagzeilen. Man könnte durchaus sagen, dass es für einen Bundesbürger zwischen 2010 und 2019 extrem schwer war, dem Begriff „Finanztransaktionssteuer“ nicht über den Weg zu laufen. Weder musste man dazu die Wahlprogramme durchforsten, alternative Medien bemühen noch die Pressemitteilungen von Attac studieren. Auf Heute, Tagesschau und heute-show wurde berichtet, in den Talkshows diskutiert…
Sorry Mann, aber wenn Sie nicht weniger als 25 Jahresringe unter der Borke tragen, kaufe ich Ihnen nicht ab, dass Sie ausgerechnet beim Burbach Ihr sozialpolitisches Erweckungserlebnis hatten. Die „gravierend hohen zahlenmäßigen Wirkungen“ mögen Sie beeindruckt haben, deshalb haut der Burbach solche Knallerzahlen ja überhaupt raus. Aber wehe, Sie fangen selber an zu denken! Sobald Sie die Summen, um die es geht, mit anderen Beträgen ins Verhältnis setzen, werden Sie schlagartig wieder nüchtern. Nehmen wir nur die 20 Milliarden, also das, was eine Finanztransaktionssteuer von 0,5 % angeblich bringt, wenn wir mal die ganzen Steuerspartricks vergessen, die allerdings auch schon lang und breit durch die Finanzpresse geschoben wurden und die Wirkung der Steuer auf Nullkommanix bringen könnten.
Also, knapp die Hälfte der Burbach-Nummer, nämlich 9 Milliarden, schicken wir jährlich in den korruptesten Staat der Welt, ab 2026 fordert dessen kleiner grüner Führer von der EU 160 Milliarden bzw. 8 Burbach (Deutschland zahlt den EU-Haushalt zu einem Viertel, also 2 Burbach). Unser Ex-Kanzler rechnet anders: Ein Wumms entspricht 5 Burbach, mit dem Doppelwumms kam die Ampel auf Sonderschulden von zusätzlich 10 Burbach. Jetzt rechnen Sie mal aus, wie hoch eine Finanztransaktionssteuer sein müsste, um das „Sondervermögen“ von Kanzler Merz (in Höhe von 45 Burbach) wieder einzuspielen. Ich kann Ihnen zweierlei versichern: Erstens werden Sie mit 0,5 Prozent nicht weit kommen, und zweitens werden es die Reichen sein, die dann mit Kanonen gegen Sie vorgehen. Wenigstens haben wir diese Kanonen längst mit unseren Steuern bezahlt, auch die an uns adressierten Geschosse, ja sogar die Fabriken, die Rheinmetall hier und in der Ukraine von unseren Steuergroschen (Olafs erster Wumms) hochgezogen hat.
Wenn Sie mir so weit folgen konnten, sind Sie vor lauter Burbachs schwindelig, aber wenigstens dürfte Ihnen dämmern, dass von den hier erwähnten Fantastilliarden nicht ein einziger Euro für die Armen vorgesehen ist.
Einmal mehr bestätigt Burbach das er 100 Prozent auf AFD Linie ist was sein Argumentationsmuster anbelangt.
Und was typischerweise immer wieder in der BRD auftaucht.
Zuerst zeigt er daß alle auf den Bürgergeldempfänger zeigen ob der Bürgeldempfänger nun will oder nicht.
Dann als echter Rebell will er den Reichen zärtlich an die Wäsche.
Danach hat er aber den Bürgergeldempfänger vergessen und erwähnt ihn nicht mehr.
Er kommt auf eine bescheidene Summe von 20 Milliarden die er u.a. in Schulsysteme renovieren will.
Meint er damit Gesamtschule für alle ?
Wohl kaum.
Es geht ihm eher um eine ideologische Neuausrichtung des Schulsystems die dort ebenso wenig zu suchen hat wie eine eventuelle alte ideologische Ausrichtung.
Diese existiert aber vielleicht nur u.a. bei Hr. Burbach als Hirngespinst.
Stichwort kulturmarxistische Transgender Weltverschwörung
auch Autos genannt.
Pflegekräfte und Energiewende fallen ihn noch ein.
Das es in Deutschland an noch sehr vielen anderen Enden und Ecken fehlt und es überall kracht im Gebälk braucht er nicht weiter zu erwähnen.
Burbach steht für die AFD-Linie Anno 2025.
Eine Linie die nach der Abspaltung bzw. Wegfall von Lucke und Petry kein bisschen mehr Alternativ ist und nur noch für misslungene Milchmädchenrechnungen und Nationalchauvinismus steht.
Das dabei die Reichen sich mehr Luxus holen werden und das Existenzminimum minimaler wird dafür steht Weidel.
Zwar nicht nur sie sondern man kann sagen alle doch mit ihr geht’s schneller.
Adolf Hitler war ihr nun mal zu Links.
Das die AFD in Umfragen an allen vorbeizieht sollte niemanden verwundern oder verzweifeln lassen
es wird nun mal das dazugehörige Volk gefragt.
Kann man nichts machen.
0.5 mal die Gerechtigkeit wäre ein passender
satirischer Wahlslogan
aber die Realsatire wird dies noch steigern.
Ach was! Die AfD ist nur die jüngste Partei, die eine Form der Finanztransaktionssteuer aus der Mottenkiste geholt hat. Alle im Bundestag vertretenen Parteien haben oder hatten das Ding im Programm, um ihr soziales Gewissen zu beweisen, ohne einer Umverteilung von Oben nach Unten verdächtigt zu werden. Ihre Kritik am Burbach ist ja richtig, aber die Zuordnung zu einer unappetitlichen Partei lenkt die Argumentation in die falsche Richtung: In Wahrheit handelt es sich um parteiübergreifende Folklore, mit der wir Wähler alle Jahre wieder für ein Kreuzchen geködert werden sollen. Nach jeder Wahl wischen sich unsere „Eliten“ mit all den sozialreformerischen Plänen gepflegt den Hintern ab – kein Problem, der Wähler hat kein Erinnerungsvermögen, stattdessen wird seine Festplatte tagesaktuell mit phantasievollem Müll der Qual.-Medien frisch gefüllt.
Habe bei
“ Zwar nicht nur sie sondern man kann sagen alle “
„alle Parteien“ vergessen zu schreiben.
Mit reduzierter Kenntnis der Realität (modifizierte bzw. modifizierende Saldenmechanik) lassen sich keine hinreichend brauchbaren Lösungen finden, um vorhandene Arbeitskraft sinnvoll und effizient zur Befriedigung menschlicher Bedarfe/Bedürfnisse einzusetzen, indem diese entsprechend organisiert wird.
Weil die vielen überforderten Politiker mit ihrer Lumpen-Moral, welche vom Wahlvolk anscheinend noch am besten honoriert wird, sicher auf dem Holzweg sind, werden sich die Probleme mit Sicherheit ohne wirkliche Intervention nur verschärfen können.
Ein wirklicher Krieg, an dem immer stärker gebastelt wird, kann aber diese Probleme lösen. Wenn auch auf die unsanfteste anzunehmende Art und Weise.
Technisch gibt es innerhalb des Kapitalismus durchaus Stellschrauben, deren Justierung entscheidend dabei helfen kann, diesen dadurch zu überwinden, weil man dessen Restriktionen erkannt hat.
Aber dazu bräuchte es die Bereitschaft zu echter Kenntnis und Erkenntnis, was herzlich wenig mit dem „religiös“ anmutendem Gelabere angeblicher Experten zu tun hat.
Ich weiß aber völlig sicher, dass fundierte und nachhaltige Lösungen möglich sind. Teilweise weitergehende Andeutungen dafür habe ich durchaus schon seit über 3 Jahren hier gemacht, wenngleich sich diese erst in vielen Unterkommentaren finden lassen,
Dazu nur eine Anmerkung: Überall dort, wo das fehlende Geld das Problem ist, um Lösungen umzusetzen, kann ich nur von Gesülze Inkompetenter sprechen. Denn dann hat man sich ins Gefängnis neoklassischer Vorstellungsmodelle begeben, welche noch keine Notenbank-Möglichkeiten kennt. Und auf die kommt es letztlich an, um auf das Geld „Reicher“ im Zweifel scheißen zu können. Verschuldungszwänge haben eine ebenso große Relevanz wie die Angst vor einem strafenden Gott, wenn man sein Geschäftsmodell beherrschen würde. Aber wenn man nicht einmal zu einer brauchbaren Analyse willens ist, wird die Fähigkeit dazu wohl schwerlich vom Himmel fallen…
Ist das hier vorgestellte Konzept jetzt „links“, oder ist das Konzept „rechts“? Nichts davon: es ist einfach gerecht wenn man von denen nimmt, die haben, oder oft sogar viel zu viel haben. Es ist sogar auch noch christlich (was nach heutiger „links“-Leseart ja auch schon „rechts“ sei).
Aber wie immer wird so ein Konzept im „links“-„rechts“-Spaltungsschema zerpflückt: wenn eine LePen, wenn eine Weidel, wenn ein Orban für so ein Konzept wäre, dann würden die „Linken“ sofort „rächtsrächtsrächts“ brüllen – wie ja auch jede Kritik an dem Finanzsystemraubrittertum gleich angeblich Antisemitismus sei.
Erst wenn dieses „links“-„rechts“-Spaltungschema endlich aufgelöst ist kann irgend etwas voran gehen. Wie war denn das mit der Blockupy und Tobin-Steuer? Sicher alles „rächtsrächtsrächts“ gewesen – und also durch Spaltung zerlegt – wie heute etwa auch die Friedensbewegung, etc.
Hier sind wieder die „links“-Marxisten in der Überzahl die jede Verbesserung der Verhältnisse als angebliche Verhinderung der ansonsten sicher kurz bevor stehenden Revolution torpedieren.
„Links“ und Ausbeuter und Bedrücker sind sich da vollkommen einig – wie auch bei Migrationsförderung, Diversitäts-Agenda, Globalisierung, Digitalisierung, Viren-Zwangsmaßnahmen, Klimaverarschung, …
„Links“-Marxisten sind gegen Arbeiter, gegen Angestellte, gegen Demokratisierung, gegen freies Denken, gegen freie Menschen.
Die Vermögensteuer wurde zuletzt 1996 erhoben; in jenem Jahr betrug ihr Aufkommen rund 9 Milliarden DM.
Seither hat es keine Regierung geschafft/gewollt/für nötig erachtet die Vorgaben des BVG zu erfüllen.
Deutschland ist ein Reichenparadies.
Deutschland ist ein CDU-Staat!
Dieser Kommentar wurde auf Wunsch des Autors gelöscht.
Zu wieviel Prozent der Zeit hat die Reichenpartei CDU seit 1949 doch gleich den Kanzler gestellt?
Dieser Kommentar wurde auf Wunsch des Autors gelöscht.
Kinners, nicht streiten! Die BRD war seit Anbeginn ein konservatives Konstrukt. Die Verräterpartei musste erst über zwei Jahrzehnte strammen Antikommunismus beweisen, bevor sie „regierungsfähig“ wurde. Willy Brandt – besser: sein kleines Häufchen von Reformern – blieb ein kurzer Frühling, Schmidt „Schnauze“ kehrte (lange vor Kohl) zum konservativen Konsens zurück und scheuchte die letzten Sozialdemokraten aus der SPD.
Die DDR wurde staatsstreichartig einkassiert, deren Bürgerrechtler landeten scharenweise bei der CDU. Antikommunismus zieht hierzulande eben immer. Inzwischen hat der Neoliberalismus, also eine besonders extremistische Spielart der „Marktwirtschaftler“, die Republik komplett im Würgegriff, der Parteienstaat marschiert geschlossen in einen Militarismus Wilhelminischer Prägung, ohne den Russenhass der NS-Zeit zu vergessen.
Selbst die leisesten „Reformer“ werden zum Schweigen gebracht. Eine organisierte Linke, die diesen Namen verdiente, gibt es nicht, höchstens brüsten sich woke Wohlstandsbürger mit diesem Etikett, um ihr Herz für exotische Opfergruppen zu beweisen. Da sie gleichzeitig die mühsam erkämpften Rechte von Frauen, Gewerkschaftern, Armen und Zukurzgekommenen unter den Bus werfen, sind sie das glatte Gegenteil von Links.
Wenn wir den Staat schon über bestimmte Parteien definieren, sollte man von einem CDU-AfD-Staat reden, denn als Gegenspieler der CDU ist die SPD ein Totalausfall. Deutschland ist vollkommen schwarz, die Grünen haben sogar schon braune Streifen in der Unterhose. Inzwischen ist es geradezu ein Euphemismus, Deutschland nur konservativ zu nennen. Die Wirklichkeit ist schlimmer.
– Die sog. „AfD“ ist eine CDU-Abspaltung.
– Alle vier SPD-Kanzler mussten vorzeitig gehen
Deutschland ist ein CDU-Staat!
Pssst! Wenn das rauskäme: wo bliebe denn dann die „Brandmauer“? 😉
Da wird es bald heißen „Weiß der Teufel, wo die geblieben ist!“
(Der ist übrigens nachweislich auch in der CDU! ;-> )
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Tut mir leid, aber mich können Sie mit dem Begriff der „Kartellparteien“ nicht bezaubern. Im meinen Augen haben Katz und Mair einen alten Begriff aus der Kaiserzeit ausgegraben, um eine Theorie draufzusatteln, mit der man sich im Wissenschaftsbetrieb einen Namen machen kann. Foucault war in dieser Hinsicht wesentlich umtriebiger, wie zuvor auch die „Frankfurter Schule“. Dieser „Jahrmarkt der Eitelkeiten“ bringt nicht nur ständig neue Moden hervor, er fördert auch den Anspruch, das einzig seligmachende Wissenschaftsgebäude aufgetürmt zu haben, kurz: die beste Erklärung der Welt. Warum sonst tingelt ein Richard David Precht wohl durch die Fernsehanstalten?
Hinter der Gockelei gibt es allerdings eine Vielzahl großer und kleiner Theorien, die in einem hohen Maß dem Mindeststandard genügen, nämlich mit der beobachtbaren Wirklichkeit einigermaßen kompatibel zu sein. Gute Theorien fördern darüber hinaus Einsichten zutage, liefern plausible Erklärungen für Mechanismen, die wir zuvor nur phänomenologisch fassen konnten. Die Königsklasse schließlich sind jene Theorien, die sich auch im interdisziplinären Diskurs behaupten können, also nicht im Widerspruch zu Forschungen anderer Fakultäten stehen.
Katz und Mair ordne ich der zweiten Kategorie zu. Mit den „Kartellparteien“ kann man die deutsche Parteienlandschaft (inklusive ihrer Stellung zum Staat) plausibel beschreiben, mit Ihrer Beschreibung der drei Säulen liefern Sie darüber hinaus den Beweis, dass man die Geschichte auf die Gegenwart fortschreiben kann – das ist nicht das Verdienst von Katz und Mayr, sondern Ihrem Verstand geschuldet. Die Theorie selbst gibt zu Begriffen wie Neoliberalismus, EU-Interessen und Genderismus nichts her.
Nun bezweifele ich keineswegs Ihre Fähigkeit, eine Sache zu durchdringen, Zusammenhänge herzustellen und das Ganze verständlich zu erklären, nur den „Zauber“ sehe ich in diesem Fall nicht. Aus der Theorie erschließt sich mir nicht, warum die BRD – so meine These – ein konservatives Konstrukt ist, ja nicht einmal, wie sich die Farbenlehre – also das Parteienspektrum – erklärt (das ist aber eine andere Baustelle). Auch für den geradezu religiösen Eifer der Neocons muss ich die Erklärung woanders suchen, und wenn es schließlich um den Kapitalismus geht… nun, da hat Marx die Latte schon recht hoch gehängt.
Puh, so ein akademischer Plausch treibt mir die Schweißperlen auf die Stirn – und trifft nicht mal des Pudels Kern. Meine Einmischung bezog sich auf Alexanders „CDU-Staat“ und Ihre Replik, man möge doch bitte die SPD nicht vergessen („CDU-SPD-Staat“). Meiner Sicht, die SPD bezüglich der politischen Ausrichtung der Republik als quantité négligeable zu betrachten, wollen Sie nicht so recht folgen, stattdessen bieten Sie die Kartellparteien als Erklärung an. Also, ich sag’s mal so: Die These hat was, aber glücklich werde ich damit nicht. Ich werde darüber noch ein, zwei Nächte schlafen müssen.
Die Vermögenssteuer entspricht ja auch nicht dem Wesen des Kapitalismus
Nämlich, die Akkumulation des Kapitals bei ein paar Wenigen.
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Ja, für die Anarchisten generell schon, aber nicht aus der Sicht der Kapitalisten und des kapitalistischen Verwertungszwangs.
„ratzefatz
13.10.2025 12:02 Uhr
Hier sind wieder die „links“-Marxisten in der Überzahl “ und betreiben ihr „links-rechts“-Schema-Verdummungsprogramm. Es geht denen nicht darum, was die Menschen wollen, also nicht um Demokratie, sondern es geht denen darum, was ihr Idol und Götze Karl Marx verquarkt hat. Andere kommen dann noch mit „Anarchie“ daher – auch eine verquere Ideologie bzw. Traumtänzerei wenn man dahinter kuckt.
Dabei ist es offensichtlich, dass das Politische nicht auf ein eindimensionales „links-rechts“-Schema reduziert werden kann. Es gibt noch viel mehr Kategorien, Freiheitsgrade der Entscheidung und Auswahl. Nehmen wir mal den Medien-Navigator von „swiss policy research“ (nicht mehr „swiss propaganda research“), der ordnet die politische Position von Medien immerhin in ein ZWEIdimensionales Feld ein: „politische Ausrichtung“ und „geopolitische Ausrichtung“ – beides also Politikfelder. Und selbst diese Einordnung ist schon unterdimensioniert und kann deshalb nur Medien erfassen, die im Mainstream-Korridor auftauchen und somit nur die Grenzen des heute Denk- und Sagbaren markieren.
Referenz: ht#tps://swprs.org/medien-navigator