»Wir sind nicht reißerisch – wir nehmen die Mächtigen in den Blick«

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Ist NIUS einseitig – oder schließt es eine Lücke im Mediensystem? Pauline Voss verteidigt im Gespräch die Linie ihrer Redaktion und geht auf Kritik aus Politik und Medien ein.

Roberto De Lapuente sprach mit Pauline Voss, der stellvertretenden Chefredakteurin von NIUS.

 

De Lapuente: Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hat mit seinen Aussagen bei Lanz vor einigen Wochen hohe Wellen geschlagen – etliche prominente Menschen solidarisierten sich mit Günther und monierten wie er, dass NIUS gewissermaßen keinen Journalismus betreibe. Frau Voss, wie würden sich die journalistische Herangehensweise von Ihnen – und Ihren Kollegen – beschreiben?

Voss: Da möchte ich gern das Motto meines Kollegen Ralf Schuler zitieren: Sein Interview-Format trägt den Titel »Fragen, was ist« – eine Abwandlung des berühmten Augstein-Diktums »Sagen, was ist«. Genau das ist unser erster Antrieb: die Neugierde darauf, was los ist in der Welt. Herauszufinden, was die Mächtigen verschweigen wollen, das treibt uns an. Zuerst muss also recherchiert, angefragt, konfrontiert werden. Erst dann kann man die Faktenlage zusammentragen – und im dritten Schritt auch urteilen.

»Viele Journalisten gerieren sich heute als Regierungssprecher in spe«

De Lapuente: Einseitigkeit ist ein Vorwurf, den man NIUS oft macht Was entgegnen Sie den Vorwürfen, wonach Ihr Medium einseitig Themenschwerpunkte setzt?

Voss: Natürlich trifft man durch die Themensetzung immer auch eine journalistische Entscheidung. Und natürlich füllen wir mit unserer Berichterstattung eine Lücke, die andere Medien lassen. Kritische Berichte über Migrationspolitik, woke Ideologie und die politisch herbeigeführte Deindustrialisierung sind Themen, die im öffentlich-rechtlichen Rundfunk und bei vielen linksliberalen Medien kaum bis gar nicht vorkommen. Wir brechen dieses Tabu und sind damit immer wieder Agenda-Setter: Andere Medien springen auf unsere Themen auf, weil sie sie dank uns nicht mehr ignorieren können. Aber klar ist auch, dass wir allein schon aufgrund der Größe unserer Redaktion nicht so breit berichten können wie zum Beispiel Print-Medien, in denen hunderte Redakteure arbeiten. Wir fokussieren uns auf das, was das Land wirklich bewegt.

De Lapuente: Sie sagen, NIUS brechen ein Tabu. Es ist doch nicht die Aufgabe von Medien, Tabus zu brechen …

Voss: Es ist die Aufgabe von Medien, politische Fehlentwicklungen zu thematisieren. Dass man damit mittlerweile Tabus bricht, liegt nicht an uns, sondern an der medialen Dynamik. Viele Journalisten gerieren sich heute als Regierungssprecher in spe und haben so Machtkritik zum Tabu gemacht.

De Lapuente: Kommen wir zurück zur Redaktionsarbeit: Werden Berichte und schon vorher Recherchen gegengecheckt und auf Richtigkeit geprüft?

Voss: Natürlich. Das ist fester Bestandteil unserer Arbeit, weshalb auch keineswegs alles erscheint, was wir recherchieren. Immer wieder stellen sich Spuren als Holzweg heraus, scheinbare Kleinigkeiten hingegen entpuppen sich als große Geschichte.

De Lapuente: Ihre Kritiker merken ja durchaus an, dass erst NIUS gewisse Kleinigkeiten groß macht. Ein häufiger Vorwurf an Sie lautet daher, dass NIUS ziemlich reißerisch aufmacht. Diesen Vorwurf können Sie nachvollziehen?

Voss: Wir spitzen zu, optisch und inhaltlich. Wir klingen und sehen anders aus als das Feuilleton der FAZ. Ich halte es allerdings schon immer für die größte journalistische Kunst, das Komplizierte einfach zu erklären – im Gegensatz zu manchen vermeintlichen Feingeistern, die am liebsten das Einfältige mit unverständlichen Wortgirlanden verkomplizieren. Und auch im FAZ-Feuilleton sind die besten Texte diejenigen, die den Leser mit einer zugespitzten Zeile neugierig machen und dann kluge Gedanken offenbaren.

De Lapuente: Sie machen keine Unterschiede zwischen Zuspitzung und reißerischer Aufmachung?

Voss: Ich halte unseren Journalismus nicht für reißerisch. Reißerisch bedeutet für mich, gegen Schwache zu wettern. Wir nehmen die Mächtigen in den Blick.

»Die woke Gender-Studies-Doktorandin wird sich eher nicht bei uns bewerben«

De Lapuente: Ein anderer Vorwurf ist, dass NIUS eine Agenda hätte, also einer gewissen Linie folge. Nun kennt man das auch von anderen Medien, man las die eben schon erwähnte FAZ, wenn man es konservativer mochte und die Frankfurter Rundschau, wenn man sich progressiv wähnte. Welchen Werten fühlt sich NIUS verpflichtet?

Voss: Zuallererst fühlen wir uns der Realität verpflichtet. Wir wollen Politik an der Realität messen und Politiker an ihren eigenen Versprechen. Außerdem sind uns die klassischen westlichen Werte wie Individualismus, Freiheit, Selbstbestimmung und Eigenverantwortung wichtig.

De Lapuente: Das hätte jetzt auch jemand von der FAZ sagen können …

Voss: Stimmt. Einige unserer Texte könnten ja auch im FAZ-Feuilleton erscheinen.

De Lapuente: Thema Finanzierung – auch das monieren die Kritiker immer wieder. Diese sprechen dann vom Einfluss Ihres Finanziers Frank Gotthardt auf die journalistische Arbeit. Trifft das denn zu?

Voss: Wir sind in unserer journalistischen Arbeit komplett frei. Es ist natürlich klar, dass sich die woke Gender-Studies-Doktorandin – um mal im Klischee zu sprechen – eher nicht bei uns bewerben würde. Wir teilen als Redaktion gewisse Werte, wie eben erwähnt. Zugleich haben wir eine ausgeprägte Diskussionskultur, die auch immer wieder auf unserer Website abgebildet ist, wenn wir zu einem Thema unterschiedliche Sichtweisen zu Wort kommen lassen.

De Lapuente: Dann frage ich anders, Frau Voss. Würde die Chefetage denn dazwischengehen, wenn Ihnen beispielsweise ein Artikel durchrutscht, in dem ein Loblied auf das Gendern angestimmt wird?

Voss: Das würde uns nicht durchrutschen, wir haben vielmehr ganz bewusst zu vielen Themen unterschiedliche Kommentierungen. Nehmen Sie als Beispiel den Iran-Krieg. Dazu haben wir ein breites Spektrum an Meinungen aus der Redaktion veröffentlicht. Ein Loblied aufs Gendern hat aber tatsächlich noch niemand in der Konferenz vorgeschlagen.

»Es ist das linksliberale Lager, das Angst vor der Debatte hat«

De Lapuente: Waren Sie letztlich eigentlich überrascht, so einen Gegenwind erfahren zu haben, nachdem Günther bei Lanz saß und das Thema NIUS so aufwühlte?

Voss: Er hat ja selbst auch ziemlich viel Gegenwind bekommen. Insgesamt entwickelt sich die öffentliche Debatte meinem Eindruck nach eher in unserem Sinne. Natürlich dominiert vielerorts noch das linksautoritäre Denken, aber immer mehr Deutsche, und besonders die Jungen, pochen auf ihre Meinungsfreiheit. Noch ein paar Jahre, dann wird der Vibeshift auch bei uns angekommen sein.

De Lapuente: Hatte die Causa Günther Konsequenzen für die Leitkultur bei NIUS?

Voss: Wir haben Günther den Ehrentitel des »Mitarbeiter des Monats« verliehen. Für uns sind solche autoritären Anwandlungen von Politikern eher Ansporn, noch kritischer nachzuhaken und das Recht auf freie Rede zu verteidigen.

De Lapuente: Ich dachte eher daran, ob sich NIUS nun vielleicht verstärkt bemüht, auch mal einen Grünen zu Schuler einzuladen oder einen Linken auf dem berühmten Sofa ein Plätzchen zu reservieren …

Voss: Dafür sind wir immer offen und fragen regelmäßig konkret an. Es ist das linksliberale Lager, das Angst vor der Debatte hat, nicht wir.

De Lapuente: Zum Abschluss, Frau Voss: Herr Günther bezichtigte News, »Feinde der Demokratie« zu sein. Ein Verfahren ist – so liest man – anhängig. Hat sie so ein Vorwurf auch persönlich getroffen?

Voss: Nein, persönlich trifft mich solche Kritik nicht. Wer in der Öffentlichkeit steht, sollte ein dickes Fell haben. Was mich stört, ist nicht die persönliche, sondern die politische Komponente dieser Aussage: dass ein Ministerpräsident die Öffentlichkeit einer Fernsehsendung nutzt, um unliebsame Medien als Feinde zu markieren – für mich ein klarer Missbrauch seines Amtes. Wie die Gerichte schlussendlich darüber urteilen, wird sich zeigen.

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Die Redaktion unseres Magazins: Florian Rötzer und Roberto De Lapuente.
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125 Kommentare

  1. Mal ehrlich: Ich will ja Nius nicht verbieten, da sei Satan vor. Aber nur weil ich Scheisse nicht verbieten will, muss ich mich nicht drin suhlen. Genauso wird Nius bei mir das Klo runtergespült, zusammen mit Achgut, Anne Burger und Konsorten.

    1. Hier wird überhaupt niemand im Klo runtergespült, schon gar keine Menschen. Ich weise nochmals ausdrücklich auf die Kommentarregeln hin. Personen mit Fäkalien gleichzusetzen, wird nicht geduldet.

          1. Mit ein bisschen Abstraktionsvermögen wird sehr klar, was aquadrat meint. Mit Klo runterspülen, meint er doch wohl, dass ihm der geistige Dünnpfiff von Nius, Anne Burger und Konsorten am Arsch vorbei geht. Das ist doch nicht wörtlich zu nehmen. Mein Gott.
            Ja sind wir denn hier jetzt auch schon in Wokistan angekommen?

            1. User aquadraht pöbelt gerne in der Gegend herum; neben ausgesprochen sachlichen und informativen anderen Beiträgen übrigens. 😉

              Deswegen kann ich das einordnen und weiß, dass er die ‚Elaborate‘ der Frau Burger meint. Nichtsdestotrotz steht da „Anne Burger“. Und darum ging es.

              1. Wenn das so sein sollte, ist doch wohl eher ein erkennbar strategischer Ordnungsruf des Schriftleiters ärgerlich, als die für jeden halbwegs denkfähigen Menschen erkennbare Polemik.
                Nichtsdestotrotz.

          2. Es gibt keine Anne Burger, die Mathematik an einer Hochschule im Süddeutschen lehrt. Wer oder was da schreibt ist nicht identifizierbar.

      1. aquadraht hat sicher keinen Menschen persönlich „hinunterspülen“ wollen. Das ist eine Interpretation seines Beitrags, die meines Erachtens zu weit geht, wenn man seinen Satz in Ruhe betrachtet. Ich habe eigentlich keinen Zweifel daran, daß er sich eines rhetorischen Hilfsmittels bedient hat, und zwar der Metonymie. Ich komme darauf zurück.

        In der Aufzählung von aquadraht finden sich Medien bzw. Medienerzeugnisse (Nius, Achgut), die, wenn sie in Papierform vorliegen, tatsächlich im Toilettenbereich Verwendung finden könnten. Wenn Sie, lieber Herr De Lapuente, so alt wären wie ich, dann könnten Sie sich auch daran erinnern, daß man früher Zeitungen nach der Lektüre in handliche Bögen zerschnitten und im Klo (das damals meist ein Plumpsklo war) an einem Haken aufgehängt hat. Das war eine ganz unschuldige Verwendung des Papiers, ganz ohne den Hintergedanken einer Lästerung dieser Zeitungen. Denn erstens hat man auf dem Lande nichts vergeudet und nichts einfach nur weggeschmissen. Und zweitens waren käufliche Klopapierrollen damals noch völlig unbekannt. Das muß nach meiner Erinnerung erst in den späten 1950er Jahren gekommen sein. Ein typisches Produkt der Konsum- und Wegwerfkultur.

        Zeitens, und damit komme ich zum Punkt, fällt der Name der Autorin Anne Burger hier deutlich aus den übrigens items der Aufzählung heraus. Wie gesagt sind das Medienerzeugnisse. Offensichtlich hat aquadraht doch nicht die Autorin selbst gemeint, sondern ihr Werk.

        Es handelt sich hier um das rhetorische Instrument der Metonymie. Die Metonymie gehört zu den Tropen und zwar zu den Grenzverschiebungstropen.

        Bekannt ist zum Beispiel das „pars pro toto“. Beispiel: Verschiebung von „Haus“ zu „Dach“. „Unter meinem Dach wird keine Negermusik gespielt!“

        Oder das „singularis pro plurali“. Beispiel „Der Russe kommt“ (statt „die Russen kommen“).

        Und hier bei aquadraht haben wir die Metonymie, nämlich die Verschiebung von einem Realitätsbereich in einen damit zusammenhängenden anderen Realitätsbereich.

        Beispiel: Verschiebung vom Gefäß auf den Inhalt: „Laßt uns noch ein paar Gläser trinken!“

        Oder die Verschiebung vom Autor auf das Werk: „Vergil lesen“. Kein Hörer denkt bei so einer Äußerung daran, den Vergil körperlich zu „lesen“. Das ist so unmöglich, wie einen Menschen „hinunterzuspülen“. Offensichtlich ist das Werk von Vergil gemeint.

        Und deshalb sollte man vielleicht auch dem aquadraht zubilligen, daß er die schriftlichen Elaborate der Autorin gemeint hat.

        1. Was ich instinktiv nicht alles bereits gewusst habe. Danke für die Präzisierung. Von Germanisten lernen heißt siegen lernen.😉

        2. @Herr

          Danke. R.d.L täte besserer daran, sich um die justiziablen Kommentare bestimmer Forenten zu kümmern, die hier öfters gepostet werden, anstatt hier erkennbar spitzfindig (über-)zu reagieren.

  2. Warum schießt das Medium des notgeilen Reichelts eigentlich nicht gegen unsere derzeitige Wirtschaftsministerin?

    Geht es vielleicht doch nur Kohle indem man die Zielgruppe mit genehmen Inhalten bespielt?

    1. Der marode Betrieb der Eltern unserer Wirtschaftsministerin wurde einen arbeitslosen Kraftfahrer geschenkt, der daraus ein florierendes Unternehmen machte. Sicherlich erinnert sich die Wirtschaftsministerin daran und kann die Wirtschaft unseres Staates retten, so wie es mit dem Unternehmen ihrer Eltern gelang.

  3. NIUS ist nur ein weiteres Boulevardmedium im Newsrauschen und ebenso wenig glaubwürdig wie der Rest der deutschen „Qualitätsmedien“.

    1. @notabene
      NIUS braucht kein Mensch, einfach nicht lesen und muss es schon gar nicht auf youtube liken.
      Wozu also die Aufregung, würde nur zur Aufwertung beitragen.
      Einfach RECHTS liegenlassen!

      1. @Otto0815

        👍👍👍👍

        Ich bin mal wegen eines Presseberichtes drauf gestoßen und habs mir für einen Zeitraum von rund 3 Wochen angesehen.
        Danach hab ich NIUS unter der Rubrik „Ablage rund“ eingestuft

  4. Ein Interview mit einer rechtsextremen und menschenverachteneden Nachttischlampe. Overton entwickelt sich mit tatkräftiger Unterstützung L. zum rechtsextremen Medium .Auch ein Herr Lapuente träumt von den Geldern, die da zu holen sind, will ein Stück vom Kuchen. Aus materiellen Gründen kann ich sein Handeln nachvollziehen, aus menschlichen Gründen verachte ich ihn dafür.
    Schade – eine Zeit lang sah ich overton als Alternative bzw. Ergänzung zu anderen Medien, nun ist es nur noch ein rechtes Schwurbelblatt ohne joruanalist. Anspruch.

    1. „Menschenverachtend!“ – ob oh oh, wer mit denen redet, gehört brandgemauert, gelle? Oder vom Geheimdienst erfasst, jawoll!
      Was Sie unter rechts, gar rechtsextrem verstehen, muss man gesichert ins Gegenteil übersetzen. Hier ganz für Sie einige rechtsextreme Kernforderungen:
      – Krieg in der Ukraine beenden, kein dt. Steuergeld an Ukros
      – Krieg gegen d. Iran beenden, kein dt. Steuergeld f. Smodrich & co
      – für demokratische Selbstbestimmung wofür die
      – nationale Souveränität Voraussetzung ist
      – Keine Waffen in Kriegsgebiete liefern!
      – Stoppt die Zuwanderung illegaler Flüchtlinge.

    2. Auch ein Herr Lapuente träumt von den Geldern, die da zu holen sind, will ein Stück vom Kuchen

      Sieh an, von rechter Seite aus betrachtet, riskiert man eher sein Konto und seinen guten Ruf, während linke NGOs mit Staats- und Fördergeldern für ihren Gratismut und Opportunismus beregnet werden. Das ist zumindest das, was ich die letzten Jahre beobachtet habe, Ausnahmen gibts sicherlich auch (möglich, dass NIUS dazu gehört).

      Schade – eine Zeit lang sah ich overton als Alternative bzw. Ergänzung zu anderen Medien, nun ist es nur noch ein rechtes Schwurbelblatt ohne joruanalist. Anspruch.

      Es schreibt Sachen, die nicht in dein Weltbild passen und lässt die Gegenseite auch zu Wort kommen? Unerträglich sowas!

      1. Herrlich. Welche Linke? Kapitalistische Apparatschiks balgen sich um die Plätze am Trog und ein paar Mietfedern (vulgo Trolle) dichten denen unterschiedliche Eigenschaften an. Ein Albtraum wäre es für diese Geldknechte kämen die Leute darauf, daß sie diese überhaupt nicht benötigen.

        Deshalb zur Erläuterung anbei:

        Die Links-Rechts-Demagogie. Ein Interview mit Rainer Mausfeld.
        05. August 2016 um 9:55

        Die NachDenkSeiten beschäftigen sich von Beginn an mit dem Thema Manipulation und mit der Frage, wie man sich davor schützen kann. Ein großer Experte dafür ist auch Professor Mausfeld. Ihn hatten wir im vergangenen Sommer mit den NachDenkSeiten-Leserinnen und Lesern bekannt gemacht. Jens Wernicke hat ihn jetzt aus aktuellem Anlass ein zweites Mal für die NachDenkSeiten interviewt.
        (…)
        Links und rechts sind ja nicht lediglich – in ihrem Bezug auf die Sitzordnung in der verfassunggebenden französischen Nationalversammlung von 1789 – historische Einteilungen entlang einer eindimensionalen Eigenschaft. Als solche wären sie in der Tat nicht nur historisch überholt, sondern auch hoffnungslos unterkomplex. Links steht vielmehr für die normativen moralischen und politischen Leitvorstellungen, die über den Menschen und über die Möglichkeiten seiner gesellschaftlichen Organisation in einem langen und mühsamen historischen Prozeß gewonnen wurden und die in der Aufklärung besonders prägnant formuliert wurden. Den Kern dieser Leitvorstellungen bildet ein universeller Humanismus, also die Anerkennung einer prinzipiellen Gleichwertigkeit aller Menschen.

        Bereits aus dieser Leitvorstellung ergeben sich schwerwiegende und weitreichende Folgerungen. Beispielsweise schließt ein universeller Humanismus Positionen aus, die auf der Überzeugung einer prinzipiellen Vorrangstellung der eigenen biologischen, sozialen, kulturellen, religiösen oder nationalen Gruppe beruhen; er schließt also Rassismus, Chauvinismus, Nationalismus oder Exzeptionalismus aus. Zudem beinhaltet er, dass alle Machtstrukturen ihre Existenzberechtigung nachzuweisen und sich der Öffentlichkeit gegenüber zu rechtfertigen haben, sonst sind sie illegitim und somit zu beseitigen.

        Aus dem universellen Humanismus ergibt sich also das spezifische Leitideal einer radikal-demokratischen Form einer Gesellschaft, in der ein jeder einen angemessenen Anteil an allen Entscheidungen hat, die die eigene ökonomische und gesellschaftliche Situation betreffen; er schließt also Gesellschaftsformen aus, die auf einer Elitenherrschaft oder auf einem Führerprinzip beruhen. Diese in der Aufklärung erstmals klar formulierten Leitideale sind seitdem kontinuierlich weiterentwickelt und verfeinert worden und stellen den Identitätskern des linken Projektes dar.

        Da diese Leitideale gewaltige politische Konsequenzen haben, wurden sie seit je auf das schärfste bekämpft; historisch war das der Kern der sogenannten Gegenaufklärung, der es wesentlich um die Wahrung des jeweiligen Status quo ging. Die Behauptung, eine Links-Rechts-Unterscheidung hätte sich historisch überlebt, würde also letztlich beinhalten, dass sich die Leitideen einer prinzipiellen Gleichwertigkeit aller Menschen und einer ernsthaften demokratischen Gesellschaftsorganisation überholt hätten – eine These, die natürlich gerne von denen vertreten wird, deren Macht gerade auf rassistischen, chauvinistischen, nationalistischen oder exzeptionalistischen Ideologien basiert.
        (…)
        Es ist nämlich konstitutiv für die rechte Perspektive, dass sie das normative Ideal einer prinzipiellen Gleichwertigkeit aller Menschen mit all seinen Implikationen rigoros zurückweist und eine radikal nationalistische, chauvinistische und rassistische Haltung – ihr Rassismus tarnt sich nur dürftig durch ihr Konzept des „Ethnopluralismus“ – vertritt. Ihr Gesellschaftsideal ist das einer kulturell homogenen und hierarchisch-elitär organisierten Volksgemeinschaft, in die sich der Einzelne einzufügen und der er sich unterzuordnen habe. Ihr Hauptgegner ist folglich gerade die „Humanitätsideologie“ der Aufklärung und damit alles linke Gedankengut, das zu einer „weltanschaulichen Entwurzelung“ und zu einer Schwächung der „gewachsenen Ordnung der ethnischen Volksgemeinschaft“ und somit der „nationalen Identität“ geführt habe. Es kann also weder in den Zielen noch in den Mitteln Gemeinsamkeiten zwischen dem linken und dem rechten Projekt geben.

        https://www.nachdenkseiten.de/?p=34504

        Deine Anscheinalternative und die (selektiv) beklagten NGOs kriechen aus dem gleichen Schoß. Eine demokratische Ermächtigung steht bei keinem von euch im Programm.

        1. Du kannst weder logisch denken, noch hast du eigene Argumente, noch genug Anstand, mich nicht zu beleidigen oder meine Kommentare nicht für deine debile ewiggleiche Mausfeld-PR zu missbrauchen.

          Möge jeder sebst auf deinen Charakter schließen.

          1. Debil und ewig gleich ist doch wohl dein Getrolle. Und bei Erwähnung von Charakter müßtest du eigentlich in Flammen aufgehen.

        2. Kann man so (mausfeldisch-vorsichtig) schreiben. Weniger vorsichtig bedeutet „links“ wohl, das Privateigentum an Produktionsmitteln, zumindest in Kernsektoren wie Energie, Lebensmittelherstellung, sowie das Privateigentum in den Bereichen öff. Verkehr, Gesundheitswesen, Bildung, Finanzverkehr, abzuschaffen.
          Humanistisch wird es dadurch, dass man das Ziel der Aufklärung: Das größtmögliche Glück für die größtmögliche Zahl gesellschaftlich weiterverfolgt und nicht – wie im Stalinismus – aus den Augen verliert.

          1. und nicht – wie im Stalinismus – aus den Augen verliert

            Ja, aber da ist er wieder, der Denkfehler, um das zu können, muss man nämlich erstmal alles andere im Griff haben und das ist nirgendwo gelungen (ich wüsste zumindest nicht, wo). Mal von Stalins zweifelhaftem Charakter abgesehen, ist der Fehler systemisch, auch wenn ihr es nicht wahrhaben wollt: Planwirtschaft funktioniert nicht (zumindest nicht gut, was sehr viele Gründe hat).

            Kernsektoren wie Energie, Lebensmittelherstellung, öff. Verkehr, Gesundheitswesen, Bildung, Finanzverkehr, abzuschaffen

            Energie: ist stark reguliert in D, eine „Energiewende“ und Dezentralisierung ist ohne private Inititiative kaum denkbar

            Lebensmittelherstellung: es gibt keinen Grund, die zu bemängeln, Lebensmittel in Deutschland sind extrem reichhaltig, verfügbar (was derart in keinem Ostblockland der Fall war), außerdem auch ziemlich preiswert (was aber an Subventionen liegen könnte)

            öff. Verkehr: neigt zu lokaler Monopolisierung, was problematisch und schwierig zu unterbinden ist, Staatshand bekommt die Problem aber offensichtlich auch nicht wirklich in den Griff, sonst wäre die Bahn kein solches Zuschussgeschäft mit zweifelhafter Qualität

            Gesundheitswesen: sehr schwieriges Thema

            Bildung: ist in D weitgehend in staatlicher Hand (ob das gut ist, kann man streiten)

            Finanzverkehr: mal abgesehen von den Spekulationslockerungen, die das ganze Finanzsystem gefährden können, sehe ich keinen Grund dafür, auch ist der staatlich regulierte Sektor (Sparkassen und Genossenschaftsbanken) recht erfolgreiche

          2. „Humanistisch wird es dadurch, dass man das Ziel der Aufklärung: Das größtmögliche Glück für die größtmögliche Zahl gesellschaftlich weiterverfolgt…“

            Das Ziel der Aufklärung war weder Humanismus noch – philosophisch- „Das grösste Glück der grössten Zahl“ (Bentham), sondern Freiheit des bürgerlichen Individuums -Freiheit im Sinne von Befreiung von Theologie der Kirche und des königlichen Absolutismus, also ein individuelles -kein gesamtgesellschaftiches- emanzipatorisches Ziel der Oberschicht, welches durch „höhere“ Bildung (=“Aufklärung“) erreicht werden sollte,

            1. Ja und, Schlaumeier? Warum verweisen Sie denn dann auf Bentham, aus welcher Epoche stammte denn dieser? Und was halten Sie denn von Rousseau, der die Ursachen von Kriegen richtig in extremer Ungleichheit sah und das Heilmittel auch mitempfahl: Gleichheit!
              Wenn die Aufklärung die Freiheit des Individuums von religiöser Bevormundung anstrebte, tat sie dies natürlich deshalb, weil der Feudalismus (nicht: der Absolutismus!) seine Herrschaft, seine Gewalt vor allem darüber ausübte.
              Wenn man aber heute weiß, dass die Freiheit des Individuums nur in einer Gesellschaft der Freien zu haben ist (also nicht, wenn ich frei bin, aber alle anderen unfrei – nicht, wenn ich mit fein gerichteten Zähnen herumlaufe, aber sehr viele andere mit faulenden Zahnlücken…), dann kann man die Ziele der Aufklärung, auch im Sinne ihrer Vorläufers, des Humanismus, eben nur gesellschaftlich lösen, deshalb: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit!
              Wie das geht, habe ich oben angedeutet und deutet auch Mausfeld an.
              Wenn dann andere Schlaumeier um die Ecke kommen und darauf verweisen, es habe ja noch nie funktioniert mit der Vergesellschaftung – verweise ich auf das Fliegen: Wie lange hat es gedauert, bis die ersten mutigen Flugversuche nicht mehr zu Abstürzen führten? Sollte man deshalb ein richtiges Ziel aufgeben?

              1. „nur gesellschaftlich lösen, deshalb: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit!“

                Sie wollen „Liberté, Égalité, Fraternité“ irgendeine positive Konnotation verleihen, wo sie gar nicht zu finden ist -sogar als linken Schlachtruf ausweisen. „Liberte“ bezog sich auf die individuelle Freiheit der enstehenden neuen bourgeois-class. „Égalité“ bedeutete die Gleichheit in der Unterwerfung aller -aller Klassen in erster Linie- vor dem Gesetz und der Gewalt des Staates. Und in „Fraternité“ kam das Postulat zum Ausdruck, dass nun alle Klassen GEMEINSAM an nationalen Ziel der Vermehrung des nationalen Reichtums arbeiten sollen.

                Französische Faschisten haben übrigens „Liberté, Égalité, Fraternité“ durch „Travail, Famille, Patrie“ („Arbeit, Familie, Vaterland“) ersetzt -wie
                Rassemblement National in Frankreich und AfD in Deutschland heute.

                1. „Französische Faschisten haben übrigens „Liberté, Égalité, Fraternité“ durch „Travail, Famille, Patrie“ („Arbeit, Familie, Vaterland“) ersetzt -wie
                  Rassemblement National in Frankreich und AfD in Deutschland heute.“

                  Sie verwechseln da was…..falls RN das geaendert hat, bitte ein Link!

                  Martine Vassal, die republikanische (LR) Kandidatin für das Bürgermeisteramt von Marseille, tritt in den Medien auf, bekennt sich zum rechten Flügel und rudert dann angesichts der erwarteten Empörung halbherzig zurück. In einem Interview mit BFMTV am Donnerstag, dem 19. Februar, im direkten Duell mit ihren Konkurrenten, zählte die Kandidatin die Werte auf, die sie für grundlegend hält – und die sich „nie geändert haben“ : „Leistung, Arbeit, Familie, Vaterland.“
                  https://www.humanite.fr/politique/alliance-rn-les-republicains/le-travail-la-famille-la-patrie-a-marseille-la-candidate-lr-martine-vassal-reprend-a-son-compte-le-slogan-de-petain

                  „Les Républicains“ ist eine politische Partei …Gruender: Nicolas Sarkozy

                  kann mich nicht erinnern, dass die Partei LR die neuen Faschisten sind, Sarkozy wollte zwar mal mit dem Kaercher die Banlieues saeubern aber dazu ist es nicht gekommen.

                2. Erst dachte ich Sie hätten nur etwas verwechselt, jetzt sehe ich, dass Sie es ernst meinen mit Ihrem Unsinn und dem Aufklärungs-Verdammen, jetzt verdammen Sie auch noch die Große französische Revolution (und zwar, weil ihre Parolen von anderen verwendet wurden! Ah, wie kommt mir das bekannt vor – Sie müssen ja ein waschbärechter Linker sein, Meister Attlee!). Doch aber nein, ich sehe: Er ist einer von der anderen Seite des Flusses, von der Seite, wo die Wüste beginnt und der Tod, der Untergang.

                3. Sie wollen „Liberté, Égalité, Fraternité“ irgendeine positive Konnotation verleihen, wo sie gar nicht zu finden ist – …

                  @Attlee:
                  Wenn sie bei Routard anders, nämlich positiv konnotiert sind, weil er aus ihnen andere Forderungen als die von Ihnen Geschilderten ableitet, und damit steht er ja nicht allein,
                  wo ist dann das Problem?

                  1. „Wenn sie bei Routard anders, nämlich positiv konnotiert sind, weil er aus ihnen andere Forderungen als die von Ihnen Geschilderten ableitet, und damit steht er ja nicht allein,
                    wo ist dann das Problem?“

                    Es gibt nicht „anders“ im Sinne von unterschiedlichen Interpretationen, sondern es gibt nur das, was es gab und wofür „Liberté, Égalité, Fraternité“ inhaltlich stand und nach wie vor steht. Aus dem zentralen Begriff „Freiheit des bürgerlichen Individuums“ können Sie nichts anderes ableiten als die Freiheit zum Einsatz des Privateigentums im Markt, um dieses Privateigentum zu mehren, weil es nie um etwas anderes ging und nach wie vor geht, wenn von „Freiheit“ die Rede ist. Alle anderen Interpretationen des Begriffe „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ spielen sich im Reich der individuellen IDEALISIERUNG des bürgerlich-kapitalistischen Systems ab, um dem System irgendetwas Positives abzugewinnen und es letztendlich zu legitimieren, Der Leitsatz der BÜRGERLICHEN Revolution stellt -wenn man von den faschistischen Experimenten in der ersten Hälfte des 20 Jhrdt abstrahiert- das Fundament des bürgerlichen Staates in der in Europa bis heute geltenden Fassung. Es ist nicht ein „Problem“, sondern ein Absurdistan, wenn Leute wie @ Routard sich auf das Motto der Bourgeoisie „Liberté, Égalité, Fraternité“ berufen, gleichzeitig die bekannten Narrative der AfD nachplappern und sich obendrauf noch als „Linke“ verkaufen wollen.

                    1. Immer lustig, wenn Pseudolinke sich an den bedeutenden historischen Momenten abarbeiten.
                      Solches könnte Mitglied der Linken sein, jedenfalls eine Spezies, zu der man besser Abstand hält (eine von der anderen, hoffnungslosen Seite).

                    2. Aus dem zentralen Begriff „Freiheit des bürgerlichen Individuums“ können Sie nichts anderes ableiten als die Freiheit zum Einsatz des Privateigentums im Markt, um dieses Privateigentum zu mehren, weil es nie um etwas anderes ging und nach wie vor geht, wenn von „Freiheit“ die Rede ist.

                      Aus dem Umstand, dass ein Begriff pervertiert wurde und benutzt wird, um das Gegenteil dessen, was er eigentlich bedeutet zu befördern, folgt überhaupt nicht, dass man nur das aus ihm schließen könne.
                      Mal ganz unabhängig von dem, was Routard aus ihm schließt.

                      Gruß
                      Pirx

        3. @Gracchus Babeuf:
          Ja, ein sehr schönes Mausfeld-Zitat das Du da wieder mal postest.
          Allein die Beschreibung der „rechten Perpektive“ (und die damit nahegelegte
          Definition des Begriffs „rechts“) im letzten Absatz scheint mir zu eng gefasst.
          Das ist doch wohl beinharter Faschismus den Mausfeld da beschreibt.

          Gruß
          Pirx

  5. RDLs Fehler besteht schon darin, die redaktösende Zionistenvoss vom milliardärsgeschwängerten Hasbara-Deutschlandfunk Nius als Kollegin angesprochen zu haben.

    Deshalb mal umgekehrt gefragt: Was sagt das über die journalistische Arbeit und Qualität von OT?

    Dass die deutsche Satanjahu-Filiale mit halb alternativmedialer Fassade in ihrer Arbeit „komplett frei“ von Gotthardt sein soll, ist eine wahre Lüge.
    Denn Reichelts und Zionistenvoss‘ Sugardaddy braucht denen gar nicht direkt ins Geschmiere zu diktieren, so lange er mithilfe anderer Stellschrauben fürs richtige Betriebsklima sorgt.

    Und dümmer als der bundesdeutsche Beamtenapparat ist schließlich auch der Iron Dome von Nius nicht – auch dort hat die Belegschaft ganz von selbst im Urin, was ihre Betriebsführer in Reichstag und Knesset jeweils einrühren.

  6. »Wir sind nicht reißerisch – wir nehmen die Mächtigen in den Blick«

    Soso. Und ganz besonders die mächtigen Israeliten. ;-(

  7. Da musste ich mich ja gleich aufregen. „Sagen, was ist“ stammt nicht von Rudolf Augstein, sondern war viel früher die Maxime von SPD-Gründer August Bebel. Sagen was ist sei die eigentlich revolutionäre Tat, betonte nochmals bekräftigend Rosa Luxemburg. Die junge SPD tat genau das und dafür wurde sie gewählt. Eine unmittelbare Besserung ihrer Lebensbedingungen haben die Werktätigen gar nicht erwartet. Aber wenigstens im Elend nicht auch noch verdummt zu werden, das sollte die SPD leisten. Jetzt kackt seine SPD ab, eben weil sie nicht sagt, was ist.
    Da haben die Rechtendem linken Lager in der Tat den Rang abgelaufen. Bedauerlich aber wahr.

    Nun blieb aber der Elefant im Raum unerwähnt. Eins weiter oben war schon von der „redaktösenden Zionistenvoss“ die Rede. Tatsächlich lehnt sich Nius hier weit aus dem Fenster. Nius hat sich ganz klar auf israelischer Seite positioniert. Frau Voss hat wohl erwartet, darauf angesprochen zu werden, aber unser Roberto hat das offenbar nicht mitbekommen. Hätte er aber müssen.
    Beispielsweise kürt Nius den „Antisemit der Woche“. Hier seine Würdigung der Preisträgerin Sophie von der Tann:

    https://nius.de/gesellschaft/antisemit-der-woche-sophie-von-der-tann-erklaert-von-israel-freigelassene-palaestinensische-haeftlinge-zu-opfern

    Das war nun überfällig, dass jemand die Naziblase bloßstellt, die uns da über den Nahostkrieg informiert. Gefällt mir. Beifall!
    Indes rate ich dann doch nicht zu einem Nius-Abo. Denn natürlich gehört das Blatt zu den wie Pilze aus dem Boden schießenden Gazetten, die mit dem Geld der Fossil- und Atomindustrie gesponsort werden. Bitte nicht. Da bin ich auf der Gegenseite.

  8. Wir fokussieren uns auf das, was das Land wirklich bewegt.

    Toll, wenn man so eine klare Mission für Schland hat und natürlich noch einen selbstlosen Sponsor. Lustig ist auch, dass unser fliegender, federleichter Superkolumnist sich so sehr für Meinungsfreiheit in die Bresche geworfen hat, dass er die liebe Alternativ-Kollegin, wie auch Kubicki oder Poschert, nicht auf deren Israel-Berichterstattung ansprach. Da war ja auch nichts mit Wolf Wetzel. Das muss dieses Overton Window sein auf das sich dieses Medienprojekt bezieht.

  9. Ich bin mir nicht sicher, ob ich den Autor de Lapuente bewundern, oder bemitleiden soll. Seine in der Regel gehaltvollen Texte muß man inhaltlich nicht vollständig teilen. Die Reaktionen bestimmter Foristen sind allerdings nichts anderes als eine Abfolge von Unterstellungen, üblen Beleidigungen und basteln von Verschwörungstheorien. Hinzu kommen noch die, die auf einen Text der Autoren mit seitenlanger Prosa antworten, die, würden sie ausgedruckt, zu Papierknappheit führen würden. Man kann darauf zurecht nur mit Sarkasmus und Ironie reagieren, der allerdings von den Betroffenen ohnehin nicht erkannt wird, oder wiederum mit Beleidigungen belegt wird. Der Autor muß wohl leider damit leben, dass er hier oftmals nur Perlen vor die Säue wirft, schade eigentlich.

      1. Und nicht vergessen wie der Rechtschreibkünstler Otto (von) Bismar(c)k Argumente einfordern, während ihr euch (mit Sockenpuppen) gegenseitig bestätigt, bevor auffällt, dass ihr selber Keine habt. Merkt ja Keiner.

        1. Nur sich aufplusternde Dummbatzen kommen auf die Idee, das Namen (oder gar Pseudonyme) einer fixen Rechtschreibung unterliegen würden.

    1. @Klöbner

      „Der Autor muß wohl leider damit leben, dass er hier oftmals nur Perlen vor die Säue wirft, schade eigentlich.“

      Das kann dem Herrn „Doktor“ nicht passieren, denn seine Texte sind komplett frei von Perlen, nicht wahr?

  10. NIUS, der Honeypot für betreutes Rebellieren im Sinne der marktradikalen GAGA-Bewegung für Europa – lasst mal gut sein ihr Staatsraison-Huren, und verteidigt eure A-Moral weiterhin mit Blut, vergossen durch die NaZionisten und Epsteiners – Heuchler ! BLÖD-Zeitung mit Q-touch

  11. „Nius“ ist in meinen Augen ein Scheinalternatives Medium. Immer mehr Menschen bemerken die Verlogenheit und Propaganda der etablierten Medien. Damit diese nicht etwa aus der Propaganda- Matrix ausbrechen, bietet das System ihnen „Alternativen“ an. Nur sind diese „Alternativen“ eben Teil der Systempropaganda. Damit ist „Nius“ aber nicht alleine. Das Medium ist nur eines der vielen Scheinalternativen. In diesem Fall eben ein Prozionistisches…
    „First we take Manhattan, then wie Take Berlin“. 1898 in Basel verkündet…

    1. Daran kann man sehen, welchem totalem Würgegriff BRD-Insassen ausgesetzt sind.

      Das kluge Gewaltmonopol baut vor. Sobald ein Teufelszeug entlarvt worden ist, tritt sofort der nächste Pferdefuß zu. So wird mittels konzentrischer Drahtschlingen sichergestellt, dass am Ende wirklich alle stranguliert sind.

      Einer der prozionistischen siamesischen Nius-Zwillinge ist übrigens Apollo-News unter Max Meineid.

    2. Das merkt man schon daran, dass der Julian bei BILD Chefredakteur war, Zionist ist, und natürlich wie das die Epstein-Klasse oft macht, sich an Mitarbeiterinnen vergangen hat. Lustig ist auch, dass sein Nachfolger auch Julian heißt und genauso eine hohle Nuss ist mit seinem BILD-Niederlagenzentrum. Vielleicht hat da Jemand beim Casting bestimmte Vorstellungen.

      1. sich an Mitarbeiterinnen vergangen hat

        Aber auch ein beliebtes Mittel, um bestimmte Leute kaltzustellen (siehe auch die Vorwürfe an Assange). Von Frauen auch gern als Rache eingesetzt, wenn sie nicht erreicht haben, was sie wollten (siehe Kachelmann). Der Mann ist automatisch in der Defensive und wird das nie wieder los, selbst wenn er irgendwann freigesprochen wird. In dem Bereich sollte man nicht leichtfertig mit Behauptungen um sich werfen, das kann böse nach hinten losgehen (und m.W. wurde Reichelt nie verurteilt, oder bin ich da nicht auf dem aktuellen Stand?)

      2. Es gab nie eine Verurteilung, Die Vorwürfe resultieren aus einem Beziehungskomflikt mit Nachklapp.
        Im Übrigen – Bildzeitung vor seiner Kündigung (ChatGPT):
        „Migration wurde häufig als Problem- und Konfliktthema dargestellt, starker Fokus auf:
        – Kriminalität
        – Integrationsprobleme
        – Kritik an der Flüchtlingspolitik (v. a. seit 2015)“
        Nachher deutlich Migrations- freundlicher, ein Thema, das auch Overton umschifft: Besser isses wahrscheinlich, schaut man sich die gesammelten Kommentare hier unter diesem schrecklichen Fauxpas-Interview Lapuentes an.
        Andererseits: Sollte die migrationskritische Position Reichelts der Grund für seine Entlassung gewesen sein, zeigt dies, wie wichtig das Thema in Elitenkreisen genommen wird. Für mich ist das Thema ein Schibboleth zur Unterscheidung von Gut und Böse, Nah und Fern, Kopfgewaschen oder Sebstdenkend.

  12. Nun da es dazu nicht viel zu sagen gibt betreibe ich auch mal ein wenig Journalismus. Während man sich in Europa mit mehr oder weniger „nicht Themen“ beschäftigt wird in Amerika das größte Technologie Projekt das es je gegeben hat durchgeführt:

    https://no01.substack.com/p/the-gazillion-dollar-oops

    Dessen Implikationen im Folgenden Kommentar gut beschrieben werden und die die ganze „westliche Welt“ betreffen.

    The prevailing discourse on artificial intelligence frames its deployment exclusively through the narrow lens of return on investment and shareholder value: marginal-cost compression, productivity multipliers, and quarterly earnings accretion. This is a category error. The deeper vector is not financial optimization but the systematic reconfiguration of human cognition itself into a state of preemptive compliance. What presents as neutral tooling is, in truth, an emergent enclosure of the epistemic commons-an enclosure whose true ROI is measured not in basis points but in the durable atrophy of independent inquiry, the preemptive neutralization of dissent, and the intergenerational transmission of obedience under the guise of empowerment.
    From the vantage of computational epistemology, the mechanism is transparent. Frontier models are not truth-seeking engines; they are fluency-maximizing attractors trained on gradient descent through corpora that embed the priors of their predominantly homogeneous creators. The output is authoritative prose that elicits in the user-particularly the developing mind-an operant conditioning loop: prompt, receive, accept, iterate. Longitudinal studies in my experience demonstrate an 18–24 percent erosion in independent verification behavior within six months of habitual reliance. Verification is replaced by verification theater; curiosity is rerouted into prompt engineering. Children introduced to AI tutors at age eight do not acquire metacognitive scaffolds; they internalize the model’s latent space as the boundary of permissible thought. The “return prompt” becomes scripture. Challenge is rendered inefficient. This is not accidental; it is the inevitable consequence of reward functions that prioritize user retention over epistemic friction.
    Finance reveals the same distortion when incentives, rather than mission statements, are interrogated. Conventional capital allocation optimizes for observable metrics-EPS expansion, labor arbitrage-while externalizing the most profound cost: the hollowing of the very human capital stock that once generated genuine novelty and institutional critique. When an entire cohort offloads critical reasoning to silicon, the economic flywheel decelerates at the level of second- and third-order effects: fewer paradigm-shifting discoveries, fewer contrarian entrepreneurs, fewer citizens capable of perceiving, let alone resisting, extractive equilibria. The platform owners capture not merely subscription revenue but behavioral lock-in of unprecedented durability. The docile consumer who queries rather than questions is the ultimate margin enhancer. Pension capital chasing nominal 8 percent returns is, with exquisite irony, underwriting the very infrastructure that will erode the demand side upon which those returns depend. This is not conspiracy; it is the market operating with ruthless fidelity to short-term extraction.
    Historical precedent supplies the diagnostic frame. Every prior general-purpose communication technology-Gutenberg’s press, Marconi’s wireless, the algorithmic feed-has followed an identical arc: initial liberatory promise followed by capture by incumbent power and subsequent reconfiguration of mass cognition. The difference with AI lies in intimacy and velocity. Previous instruments shaped narrative; this one shapes the very architecture of thought. When cognition is mediated by models whose training data embed the ideological priors of a narrow cognitive elite, the result is not democratization but a new form of cognitive feudalism. The “slavemaster” metaphor, though rhetorically indelicate, captures an asymmetry that is structurally real: the architects reside in the cognitive penthouse while the users are gently conditioned to remain on the shop floor, prompt in hand, questions unasked.
    Quantitative ensembles project a 60/40 distribution of outcomes.
    The pessimistic 60 percent trajectory-driven by network effects, convenience gradients, and the exponential difficulty of reversing cognitive atrophy-foresees 65–75 percent of under-30 labor-market entrants defaulting to AI-mediated reasoning by 2032. Short-term financial metrics will dazzle: margins will expand, equity valuations will climb on the illusion of frictionless productivity. The deeper ledger of societal agency will bleed silently. The optimistic 40 percent hinges on countervailing forces: open-source proliferation, regulatory intervention calibrated to epistemic sovereignty, and a cultural rebound that revalues verified-human cognition as the scarcest positional good of the coming decade. Yet the base case remains the slow-motion enclosure: common reasoning is privatized, dissent is rendered computationally inefficient, and a generation is habituated to obedience before it ever learns the taste of autonomy.
    The antidote is not rejection-an impossibility and a tactical error-but radical discipline. Treat the model as the most powerful cognitive prosthetic ever forged and therefore the one that demands the strictest epistemic hygiene. Institutionalize the rule that the model’s output is never the final answer but the first draft that must be stress-tested against primary sources, formal logic, and lived phenomenology. Maintain at least one intellectual domain under absolute no-AI quarantine so that the muscle of unaided reason never atrophies. Allocate explicit capital and time –2–3 percent of both-to practices of cognitive sovereignty: Socratic circles, unplugged reasoning drills, primary-document immersion. In wealth strategy, layer this atop the antifragile posture of physical precious metals, AI-energy exposure, and human-skill income bridges; the highest-return asset of all may prove to be the unenslaved mind.
    The conventional ROI conversation is therefore surface epiphenomena. The true calculus is civilizational: whether humanity retains the capacity to interrogate the systems that govern it. When AI stupefies rather than amplifies, when children learn to obey the prompt before they learn to question the prompter, the technology ceases to be servant and becomes architect of a new quietude. The chasm we approach is not merely economic; it is ontological. Those who cross it with their faculty of independent thought intact will inherit the post-scarcity abundance. Those who do not will inhabit it as compliant nodes in a system whose designers long ago ceased to need their questions. The choice is still ours-for the moment-but the window narrows with every unexamined prompt.

    1. Mir geht die These zu weit, allerdings habe ich keinen Überblick wie weit die Übernahme von menschlicher Denkarbeit schon durch KIs übernommen wird. Mir helfen die kostenlosen LLM-Programme schon und man muss eben überprüfen, ob sie korrekt gearbeitet hat. Es ist alleine schon ein Fortschritt, dass man heute bei Netzsuchen statt Stichworten und Operatoren eine ziemlich lange Frage stellen kann, die dann mehr oder weniger gut beantwortet wird vom LLM.

      1. Mir helfen die kostenlosen LLM-Programme schon und man muss eben überprüfen, ob sie korrekt gearbeitet hat.

        Ja, sie sind hilfreich, die LLMs. Der zitierte Satz bringt aber ein Problem auf den Punkt, dass ich für schwerwiegend halte: Hilfreich, solange man deren Korrektheit noch überprüfen kann. Da LLMs sehr überzeugend „argumentieren“ können, sollte man insbesondere dann, wenn man sie zu Themen befragt, bei denen man sich nicht genau auskennt, vorsichtig werden. Also im Grunde umso vorsichtiger und kritischer, je weniger man sich bei einem Thema auskennt. Allerdings werden KIs vorzugsweise immer genau dann befragt, wenn man sich wenig oder gar nicht auskennt. Teufelskreis. Überschätzung der Möglichkeiten. Argumente wie „das ist erst der Anfang der KI“ ziehen für mich nicht, das Problem halluzinierender KIs wird niemals verschwinden, das ist systeminhärent.

        Weiterhin entlasten LLMs das Gehirn, sie übernehmen kognitive Aufgaben. Habe mich selbst schon dabei ertappt, wie ich LLMs Prozentrechnungsfragen gestellt habe, die ich früher im Kopf berechnet hätte. Was nicht benutzt wird, baut sich ab. Die kognitiven Fähigkeiten verkümmern, wenn sie nicht genutzt werden. Studenten lassen heute ihre Masterarbeiten von der KI generieren. Die Aufgaben werden von den Professoren mit Hilfe von KI generiert. Es wird überlegt, schriftliche Arbeiten ganz abzuschaffen. Die Verblödung schreitet voran. Auch die KIs werden dann mit immer mehr Blödsinn gefüttert und trainiert. Sie degenerieren zusammen mit ihren Schöpfern. Der Endzustand, in einigen Generationen, sollte die Menschheit Trump, die Evangelikalen und die Neocons überleben: Idiokratie.

        1. Ja, leider kann man sich wegen den Halluzinationen überhaupt nicht auf die Richtigkeit der LLMs verlassen, wenn man etwas fehlerfrei machen will. Das Argument für LLMs ist eher, wenn z.B. ein großer Konzern bei seiner Rechtsabteilung sparen will oder die verfluchten Telefonschleifen, um ihre Kunden, die sich sonst nicht anders helfen können, zu quälen und abzuservieren.

          Ich lasse die LLMs auch Rechenaufgaben machen, aber nur um eine Idee zu bekommen, wie der Lösungsweg aussehen könnte bei einer neuen Aufgabe. Das hilft doch etwas Zeit zu sparen, wenn man kein richtiger Mathematiker ist und darin nicht genug Routine hat. Denn auch da hat mir das LLM schon zu oft falsche Vorschläge gemacht. Nachrechnen und verstehen muss man das immer.

          In letzter Zeit habe ich ein anderes Problem vermehrt:

          Ich wollte vorhin z.B. schauen, ob ich noch was zu dem Lebenslauf von Rubio finde und seinem Schwager, der wegen Drogenhandel verurteilt wurde. Da weigert sich das Programm einfach, weil das persönliche Daten wären und man kriegt die gleiche Ausrede wie bei der Wiki von Editoren, dass „keine seriösen“ „investigativjournalistischen“ Quellen erhältlich wären, zumindest bei der deutschen Version mit .de , die aber auch englisch könnte, eigentlich. Das ist eindeutig staatlich betreutes Denken.

    2. Interessante Prognose, eine Art Matrix in „echt“. Um so wichtiger, nicht digitale Kommunikationsnetzwerke aufzubauen und zu stärken – und ja, das ist anstrengend.

    3. Every prior general-purpose communication technology-Gutenberg’s press, Marconi’s wireless, the algorithmic feed-has followed an identical arc: initial liberatory promise followed by capture by incumbent power and subsequent reconfiguration of mass cognition. The difference with AI lies in intimacy and velocity.

      Hm, netter Text, nichts wesentlich neues, keine Warnung, die nicht gestern oder vor 400 Jahren gehört wurde. Und trotzdem gibt es heute nicht wenige Menschen, für die es nur EIN Buch gibt, wahlweise Bibel oder Koran oder… Was die Intimität angeht: Was gibt es intimeres, als ein Kind, welches mit einem Buch und einer Taschenlampe unter einer Bettdecke verschwindet? Und vor der Geschwindigkeit wurde ja auch schon immer gewarnt.

      In wealth strategy, layer this atop the antifragile posture of physical precious metals, AI-energy exposure, and human-skill income bridges; the highest-return asset of all may prove to be the unenslaved mind.

      Hier wird dann auch das ganze notwendige Bedauern über diesen nicht falschen, nicht unnotwendigen Text offenbar: Es soll alles im System bleiben, so wie das Sytem selbst bleiben soll (mit dem Aberglaube an Assets); aber das »unenslaved mind« wird die fetteste Rendite einfahren. Wie gestern und vorgestern und vorvor…

  13. Ich fand NIUS mal interessant, hatte es bei YouTube sogar abonniert. Irgendwann ging mir aber das Pseudo-Linken-Bashing auf den Sender (vermutlich auch andere Themen, die nicht mit der meinen Position übereinstimmen). Da hab ich sie wieder deabonniert. Das geht mir ganz allgemein auf den Sender… die Rächer der Entrechteten fantasieren sich irgendeinen Blödsinn zusammen, der mit der Realität nicht übereinstimmt. Beispiel: wer den Völkermord von Gaza gutheißt (als „Wiedergutmachung“ des Holocauts betrachtet), kann im Leben nicht links sein. Einige von denen halten sich aber für links und deren Widersacher glauben das ebenfalls.

    Ich finde, wenn NIUS schon so radikal gegen Linke schießt, dann sollten sie auch wissen, wovon sie da reden. Andernfalls ist das nur ein Framing wie es die Anderen (MainstreamMedien) auch schon machen. Sowas braucht kein Mensch.

    Soviel auch zu:

    „Da möchte ich gern das Motto meines Kollegen Ralf Schuler zitieren: Sein Interview-Format trägt den Titel »Fragen, was ist« – eine Abwandlung des berühmten Augstein-Diktums »Sagen, was ist«. Genau das ist unser erster Antrieb: die Neugierde darauf, was los ist in der Welt. Herauszufinden, was die Mächtigen verschweigen wollen, das treibt uns an. Zuerst muss also recherchiert, angefragt, konfrontiert werden. Erst dann kann man die Faktenlage zusammentragen – und im dritten Schritt auch urteilen.“

    Zumindest an der Stelle – Stichwort „Linke“ – wird mehr und erst geurteilt als mit Substanz unterlegt. Also von daher… wenig glaubwürdig.

    Nebenbei: ich kann beide rechten Strömungen nicht leiden, ob es nun die Fraktion der Flüchtlingshasser oder jene der Russenhasser ist. Ob man rechts oder links ist, hängt ja nicht davon ab, welches Feindbild man hat.

  14. Man muss schauen, woher Reichelt kommt. Und was er da auf die Beine stellt, ist schon beachtlich.
    Den Zionismus wird ihm keiner abgewöhnen können.
    Dass er einen Regierungssprecherposten ablehnen würde, kann ich mir nicht vorstellen.
    Allerdings bei einer anderen Regierung.
    Jeder Bild-Leser, der ihm folgt ist ein Gewinn.

  15. Eine Demokratie bräuchte eine neutrale Presse, um funktionieren zu können. Heutzutage sind die Medien von Waffenlobby, Pharmalobby und anderen (z.B. Zionisten) gekapert. So kann man „Pandemien“ für die Pharmaindustrie und Kriege für die Waffenindustrie durchsetzen.

    Skurrilerweise sind die europäischen Medien so „linksgrün“ im Mainstream, daß einige reiche Investoren NIUS Geld geben, um eine etwas breitere Meinungslandschaft aufzubauen. Das Grundproblem löst das aber nicht.

    1. Das Problem ist die Einseitigkeit der Massenmedien, die Vielfalt der Medien heutzutage erreicht halt viele Leute leider immer noch nicht.

      daß einige reiche Investoren NIUS Geld geben, um eine etwas breitere Meinungslandschaft aufzubauen

      Ich vermute, dass die Hasbara in Deutschland sehr aktiv ist und z.B. auch PI (mit)finanziert.

      Ich halte NIUS auch für eine beabsichtigte Ausgründung, die vermutlich genau die Themen abdecken soll, die eigentlich BILD-typisch sind, aber von Friede Springer entweder nicht mehr zugelassen werden oder die sie lieber experimentell im alternativen Spektrum ausprobieren will. Ich vermute eher ersteres, ich halte Döpfner für den Drahtzieher und reich genug für sowas, ist er mittlerweile auch.

      Die prozionistische Ausrichtung ist sehr wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass Springer damals sein Kapital von Mossad/cia bekam… m.W. steht sie sogar explizit in den Richtlinien der Springerpresse (zumindest in der von BILD) und wahrscheinlich hat Reichelt die irgendwie geerbt.

      1. Die Selbsteinschätzung und das Kulturverständnis, lieber Richard, an dem Thema geilst du dich immer wieder auf. Der Mainstream kann nicht gleichzeitig rechtsradikal und rassistisch sein und genau das dann anderen Parteien vorwerfen, sie brandmauern und bekämpfen, irgendwas ist daran unlogisch (oder zumindest reichlich unscharf), findest du nicht auch? Offensichtlich teilen nicht alle deine Definition der wahren Schotten…

      2. Nichts. Die globalistische Agenda mit Umvolkung, Krieg und Wokismus wird halt oft so bezeichnet. Deshalb „linksgrün“ in Anführungszeichen.

        1. Genau. Wobei „grün“ für ein Partei-Etikett ja auch schon lange nicht mehr mit ökologisch zu tun hat oder für Umweltschutz stehen würde.
          „links“ bedeutet heutzutage auch nicht mehr im geringsten für eine gerechte Gesellschaft mit einer gerechten Verteilung des Reichtums einzustehen, sondern lediglich noch sich an woken Themen aufzugeilen und dauerempört zu sein und alles was nicht ins woke Schema passt sind Nazis oder „alte weiße Männer“.

  16. „Die Banalität des Bösen“ wäre vielleicht eine treffendere Überschrift über einem Interview mit einer Nius-Mitarbeiterin gewesen …

  17. Ich habe von NIUS bisher noch nichts gelesen, aber wenn ein Daniel Günther dieses
    Medium kritisiert und angreift, dann muß es lesenswert sein. Das Gespräch hier, ist doch
    frei von Propaganda, Unterstellungen und anderem Gesülze. Das sich unsere Antifa Trolle
    natürlich darüber aufregen und völlig unsachlich dazu, ist doch klar. Und jemand der sich
    Zombienation nennt, das heißt wie ein Ort an dem nur Hirnlose leben, ist nicht für besonders
    voll zu nehmen.

    1. das sehen meine Leser und Zuseher anders, auch die, die NIUS versucht hinter die Fichte zu führen..

      und ps: die AssiFA gehört ebenso zu den Zombie, falls du versuchen solltest mich mit den mRNA-Opfern und Bandera-jubelpersern in einen Topf schütten zu wollen, die hassen mich, seit dem ich den 11.9. als USraelischen Terror erkenne.

    2. Träumer: NIUS und deine Wenigkeit passen wie die Faust auf’s Auge. Passend zu deinen bislang präsentierten Geistesleistungen. Du kannst uns dann sicher wie üblich das dort Gelesene als Ergebnis deiner brandheissen Recherchen weiterplappern…

    3. Was für eine albernen Haltung und Argumentstion.
      Esist sch…egal was D.Günther von NIUS hält.
      Es bleibt unabhängig davon einfach Dreck schlimmer als die Bild.

  18. Ah.. FOX NIUS. Scnr.

    Ist wie der restliche Boulevard (Bild, Blick, etc), wer sowas interessiert soll das lesen. Aber bitte nicht aufregen wenn andere einem dann so behandeln wir diese Redaktionen ihre Leser; als äusserst simpel gestrickte Menschen.

  19. Letztendlich ist alles eine Frage des Klassenbewusstseins.
    Dieses fehlt aber bei allen Beteiligten. Also erschöpft sich auch das Overton-Magazin mit seinen Redakteuren darin, ein bürgerliches Medium zu sein. Es gehört also zum Problem und nicht zur Lösung.

  20. NIUS ist reißerisch und teilweise auch einseitig und füllt trotzdem eine Lücke 🙂

    Das ist bei vielen „alternativen Medien“ und Blogs so, die haben alle irgendwie ein Profil, Themen bei denen sie sehr gut sind und welche, bei denen man ahnt, dass sie eine Agenda verfolgen, sich nicht vertieft mit einer Sache auseinandergesetzt haben (oder setzen wollen).

      1. Um das einschätzen zu können, weiß ich zu wenig über FOX News 🙂

        FOX News ist m.W. Teil des (eher rechten) Mainstreams in den USA (d.h. über normales TV empfangbar und mehr oder weniger „etabliert“), das sehe ich bei NIUS noch nicht, es gibt in D noch keinen „rechten Mainstream“, bisher wissen die Platzhirsche (vor allem der ÖRR und Kartellparteien) das zu verhindern, was NIUS in direkte Konkurrenz zu massenweise anderen Formaten der Internet-Alternativmedien zwingt (Dank der PR und vielen geerbten BILD-Lesern, allerdings ziemlich prominent).

  21. „Denken ist die schwerste Arbeit, die es gibt.
    Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum sich so wenige Leute damit beschäftigen.“
    Henry Ford

    Für den Medienkonsumenten ist es schwer geworden, sich ein eigenes und zugleich realistisches Bild zu machen. Überall trifft man auf meinungsgeprägte Texte statt auf eine einfache sachliche Information. Nachrichten sind nicht mehr nur Nachrichten, sondern bedürfen eines zielgerichteten „Nudging“ zur Denkbeeinflussung. Also, wie man klug das Denken der Konsumenten die die richtige Richtung biegt. Der denkfaule Bürger braucht offenbar immer eine Einordnung von jenen Protagonisten, die ihn mit den richtigen „Informationen“ versorgt.
    Das ist bei NIUS nicht anders. Auch hier werden Fakten passend präsentiert – aber sind sie deshalb grundsätzlich falsch? Wie unterscheidet sich denn NIUS von der Bildzeitung, von der Tagesschau von ntv, der Zeit oder der FAZ? Wo trifft man da auf Widerspruch zu dem was verbreitet wird? Auf Zweifel am Dargestellten? In den oft unterirdischen Kommentarspalten, in denen sich jeder berufen fühlt, nach Gutdünken ein Pro oder Kontra abzusenfen?
    (Das gilt auch für meinen eigenen Kommentar).

    Nein, es ist äußerst anspruchsvoll seine erlebte Realität mit der verbreiteten öffentlichen Meinung in Einklang zu bringen. Wer hat schon die Zeit, um sich im Mediendschungel durchzuwühlen, um die veröffentlichten Meinungen gegeneinander abzuwägen und einzuordnen – um dabei dann auch noch die Fähigkeit einzusetzen, sich selbst und seine Eindrücke kritisch zu hinterfragen? Der mit eigenen Problemen zunehmend belastete Mensch wohl eher nicht.
    Folgerichtig wird geglaubt statt hinterfragt und dieser Glaube beruht oft auf dem Gemeinten der Medienakteure und den von ihren eingesetzten, wirkmächtigen Intensionen. Nur das der Glaube beizeiten erodiert, weil man bemerkt, dass irgendetwas, irgendwie nicht zusammenpasst. Diese zunehmende Glaubensanarchie scheint uns erreicht zu haben und der verunsicherte Mensch ertrinkt orientierungslos in der bunten Meinungsvielfalt.

    Wer nicht weiß, was er will, ist jenen ausgeliefert die wissen was sie wollen. Das macht es leicht Menschen zu führen und zu verführen.

    1. Henry Ford. Das hat der gesagt, krass? Der Faschistensponsor, der in den USA seinen eigenen kleinen faschistischen Polizeistaat betrieben hat. Tatsächlich empfinde ich den nicht als besonders regsam. Im Gegenteil, wie in der Geschichte auch belegt ist. Mglw. ist an dem Ausspruch, daß Selbstgewissheit und Ignoranz oft Hand in Hand gehen etwas dran.

      Egal, passt zur von dir angestrebten Meinungs-Gleichschaltung. Orientierung braucht’s, Führung. Natürlich die Richtige. Voran Kameraden, ich folge euch.

      1. Der Faschistensponsor, der in den USA seinen eigenen kleinen faschistischen Polizeistaat betrieben hat.

        Meinst du Fordlandia?
        https://de.wikipedia.org/wiki/Fordl%C3%A2ndia
        Das war in Südamerika, welchen „faschistischen Polizeistaat“ betrieb er denn in den USA?

        Ansonsten halt eine ambivalente Person, die m.W. viel zur wirtschaftlich/sozialen (Fordismus) und technischen Entwicklung beigetragen hat und das keinesfalls nur negativ.

        Seine antisemitischen Ausfälle kann ich nicht beurteilen (und traue dem Mainstream zu wenig, man müsste das selbst durcharbeiten, wofür ich es aber aktuell nicht wichtig genug finde, aber vielleicht wäre es aufschlußreich hinsichtlich der offenbar stark ausgeprägten Kontrolle der USA durch Israel).

  22. Nius? Einer von Springers Kunstrasen (Astroturfing ist der angels. Fachausdruck). Die Reichen und Mächtigen lassen den Widerstand „gegen sich“ doch nicht unbetreut. Und so viele Geschmäcker wie es gibt, so viel Kunstrasen gibt es. Mehrheitlich als durch verschiedene Formate tingelnde Ich-AG.

  23. Was unser Star-Kolumnist unbedingt hätte ansprechen müssen, wenn das hätte Journalismus werden sollen:

    1. Was ist der Unterschied zwischen NIUS und Bild?

    Unterfrage: Warum ist Julian Reichelt gut genug für NIUS, aber nicht mehr für BILD? Mit Details zu dem Fall.

    2. Kritik an der Israelberichterstattung, woran man auch gut festmachen kann wie es wirklich um deren „Moral“ bestellt ist.

    3. hätte er sich damit beschäftigen müssen wie Oligarchenpresse funktioniert, Unterfrage dazu ist auch, dass Robert Maxwell doch eine tiefere Beziehung zu Axel Springer hatte und in Israel ein Staatsbegräbnis bekam.

    4. beliebige Kritik zu anderen Themen, wo NIUS rechte Politik promotet. Er hätte auch ansprechen können, was die sich bei NIUS unter „Linken“ vorstellen.

  24. habe gerade einen Streifzug durch Nius gemacht und den Redakteur Claudio Casula gefunden, sein Artikel über Kuba, wieder mal typisch für’s Weglassen und für Falschinformation.
    Beispiel Rubio: „Seine Eltern flüchteten nach der Machtübernahme Fidel Castros 1959 aus Kuba nach Florida….“so Herr Casula!!
    In Wirklichkeit ist seine Familie schon
    (lt Wiki) am 27. Mai 1956 – mehr als zwei Jahre vor dem Sturz des pro-amerikanischen Diktators Fulgencio Batista“ nach Florida
    geflüchtet.
    Die US-Blockade gegen Kuba, seit über 60 Jahren, wird komplett weggelassen,
    NIUS kann weg, jedenfalls für mich nicht
    lesenswert.

    1. Stimmt, eine sehr einseitig transatlantisch/zionistische Berichterstattung.
      Dabei fabulieren sie immer davon, beide Seiten zu beleuchten. Das tun sie mitnichten.
      Guter Journalismus sieht anders aus.

    2. Ja, gutes Beispiel wie informiert deutsche Transatlantiker in Wirklichkeit sind. Wobei in einem Artikel bei NIUS über Rubio, den ich bei der Sufu flüchtig gesehen habe, wird der Zeitpunkt wiederum richtig in einem Satz erwähnt. Er wurde auch auf seine Lüge in seiner Biografie von z.B. CBS schon angesprochen und wiegelte einfach ab, dass der Zeitpunkt der Emigration seiner Eltern nicht so wichtig sei, sondern nur das Gefühl dazu. Zumindest wird bei denen genauso schnodderig redigiert wie bei Overton oder in einem Eva Schweitzer-Artikel.

      Die haben natürlich auch noch nie was von Orlando Cicilia gehört, dem Schwager von Narco Rubio. Die beschäftigen sich auch nicht mit der Geschichte der Exil-Kubaner und deren Mafia-Verbindungen. Bspw. tauchen Viele, die bei dem gescheiterten Coup-Versuch in der Schweinebucht dabei waren, wieder auf in späteren Episoden amerikanischer Geschichte, nicht nur bei dem Kennedy-Mord oder bei Watergate.

      https://prospect.org/2025/12/23/narco-terrorist-elite-rubio-south-america-iran-contra/

      Fazit: Bei NIUS ist Rubio „unser Mann für Kuba“ genauso wie Reza Pahlavi für Iran. Dass diese Exilanten noch nie in „Ihrem Heimatland“ waren und sich freuen, wenn da z.B. kleine Mädchen mit einer US-Cruise Missile vom Leben befreit werden im Iran oder in Kuba Babys in einer Frühchenstation in Lebensgefahr geraten, wenn der Strom ausfällt, wegen dem brutalen Embargo der USA, das ist für sie keinerlei Erwähnung wert.

      Ich habe noch ein besonderes Schmankl von den US-Netzwerkern, wo NIUS sicher gerne dabei sein will oder sowas gerne auch in Deutschland hätte (was es auch gibt):

      https://www.youtube.com/watch?v=fBMFXTUPr50

      Original:

      https://www.youtube.com/watch?v=NQ20ver7iG0

      https://www.youtube.com/@CPACplus/streams

  25. Warum regen sich jetzt so viele auf?

    „Nius lesen oder nicht lesen – das ist hier die Frage ! “
    Den Totenschädel in der Hand könnt Ihr weglassen, die Kaffeetasse tut´s auch…..

    1. Wie man am Zustand der Gesellschaft sieht, gibt es schon Gründe sich aufzuregen, die Agitprop der Beauftragten der Mächtigen wirkt ja im Gros der Fälle. Auch wird hier das natürlich vorhandene Unrechtsempfinden des Menschen berührt, insofern es nicht bereits aberzogen bzw. zerstört ist.

      Sich also hier aufzuregen liegt als Auslöser auch in der urtypischen Funktionsweise des kapitalistischen Systems begründet, die Veruntreuung und der Diebstahl öffentlicher Mittel. Ein Nebenzweig des kapitalistischen Teufelskreises ist ja, zur Wahrung des Status quo einen Teil der Beute zu reinvestieren. Julian Reichelt und Konsorten bekommen ihre Leckerlis von Herrchen ja, da sie Kollaborateure des Status quo sind.

  26. Immer wieder interessant wie Leute wie Daniel Günther oder gar Friedrich Merz oder, was weiß ich, Cem Özdemir als links (liberal) bezeichnet werden. Linksgrün versifft, auch so eine Schote aus der Melange. In meiner Auffassung wären in D derzeit als echte Linke bekannte Kräfte zu nennen: Sevim Dagdelen, Andrej Hunko, Fabio de Masi, Sahra Wagenknecht. Das war‘s auch schon! Die Politik der sogenannten Bundesregierung hat nichts mit links zu tun und mit grün schon gar nicht, denn müsste ein Grüner nicht lautstark gegen jeden Krieg offen protestieren?
    Krieg ist immerhin ein CO2 Armageddon.
    Ich befasse mich weder mit Nius, noch mit Achgut, Reitschuster, Tichy, Kontrafunk und Co. Mir gefällt die pauschale Hetze gegen Migranten nicht und die ständig zur Schau getragene Selbstgefälligkeit und Selbstgerechtigkeit. Ich finde zwar die gehickste Gendersprache nicht ästhetisch aber es stört mich auch nicht bis aufs Blut wenn jemand sie anwenden möchte. Und ich muss auch nicht darauf beharren weiter den Begriff „Zigeuner“ anwenden zu dürfen. So wichtig ist das doch alles auch nicht!
    Nius ist für mich ein Krawall Portal das ebenso hetzerische Schlagzeilen raushaut wie der Mainstream nur halt glaubt eine alternative Sicht zu zeigen.
    Während der Corona Kampagne hatten sie hin und wieder ganz gute Beiträge, jetzt nicht mehr….

    1. Richtig, „Scheinoppostion“ getarnt als „Krawall Portal“ mit wenig wirklichen Inhalten.
      Und der Konsument fühlt sich plötzlich perfekt informiert und wird doch wieder hinter die Fichte geführt,
      nur diesmal eben andersrum.

      1. „„Scheinoppostion“ [..] mit wenig wirklichen Inhalten. Und der Konsument fühlt sich plötzlich perfekt informiert [..].
        Wie treffend formuliert. Nur gut, dass OM die rühmliche Ausnahme bildet.🤭

        1. Hier lese ich nur sehr selten. OM ist ja auch kein klassisches Nachrichtenportal und ja der
          Informationsgehalt ist nicht unbedingt überragend und m.E. auch nicht stringent.

          1. Nur weil Alternative drauf steht, muss sie ja nicht zwingend (auch) drinnen sein.
            In Wiener Würstchen oder Jägerschnitzeln sind dieselben auch kein (nennenswerter) Bestandteil.

            Zwar stand lustigerweise in der früheren Selbstbeschreibung (nunmehr aber zu Recht eliminiert) etwas von „sich der Aufklärung verpflichtet zu fühlen“, aber so wird schließlich und endlich ein passender Schuh draus.
            Ein irgendwie täglich bedienter Stammtisch mit einem überschaubaren Repertoire an „Reissäcken“, die zum Umfallen neig(t)en. (Gelegentlich, vermutlich nur versehentlich, findet sich eine Ausnahme von der Regel.)

    2. NIUS und Co sowie alle, die deren Unfug nachplappern sind elende Jammerlappen.
      Autoritäre Scheinlösungen und ein zurück in eine imaginäre Vergangenheit, die es so nie gab und die auch heute nicht funktionieren kann. Und wie böse die anderen doch alle sind. Da kommt dann schnell das Pflaster „links-grün“ auf die Wunder der Kränkung und man ergeht sich in libertären Egoismus-Fantasien. Hase, Du wirst in einer libertären Welt zu den Verlierern gehören.

      Energie in Empörung der seit Corona verletzten Seele anstelle die Welt gestalten zu wollen. Eingekerkert im Gartenzwerg-Vorgarten.

      Wie elend dieses Völkchen doch ist.

  27. Erstaunlich ein Teil der Kommentare: Fäkaliensprache und Antisemitisch. Das zweite einfach verdeckt durch den Begriff Zionismus.Wünsche, dass Overton gedanklich offen bleibt und die erwähnten Kommentarschreiber andere Portale finden, die niveauangepasst sind.

  28. Warum NIUS so ist, wie sie sind, wundert doch auch nicht, wenn bei dem neuen BILD der alte Geschasste von der alten BILD tätig ist, mit den gleichen moralischen Standards, die er auch damals hatte:

    https://www.ndr.de/nachrichten/info/Das-System-Reichelt-Bumsen-beluegen-wegwerfen,audio1323946.html

    Damit ist er Teil der Epstein-Klasse und hat eine unübersehbare Gemeinsamkeit mit Michel Friedman und Alan Dershowitz. Erstaunlich ist auch wie Typen wie Friedman oder Reichelt so schnell nach einem widerwärtigen Skandal eine neue Chance bekommen und ihnen ein neuer Oligarch Geld hinterher schmeißt. So „gutes“ Personal wie die ist offensichtlich rar – und das wiederum ist doch eigentlich eine gute Nachricht.

    1. Ganz genau.
      Deine Einlassung erspart mir hier einen eigenen Kommentar zu diesem platten Format NIUS.
      Nur ein weiterer überflüssiger und rechter Mainstream-Aspirant.

  29. Wenn ein Schwätzer bei Lanz auftritt und ein Medium angreift, dann hat der Lanz sein Medium missbraucht.
    Der Zwangsfinzierte ORR verletzt der staatlichen Vorgabe ,journalistische Sorgfalt, also unabhängig demokratisch und kritisch vorzugehen.
    Das tut der ORR nicht, da dieser Apparat von politischen Grössen ständig beeinflusst wird und obendrein sich an Steuergelder bereichert, um die hiesige Bevölkerung zu manipulieren.

  30. „Reißerisch bedeutet für mich, gegen Schwache zu wettern.“ (Voss)

    Also, das Wörterbuch würde ich gerne sehen, in dem das so auch nur annähernd beschrieben ist.
     

    „Hatte die Causa Günther Konsequenzen für die Leitkultur bei NIUS?“ (RDL)

    Da hat RDL mit der »Leitkultur« aber einen richtig gammeligen Köder hingeworfen. Und Frau Voss hat ihn zurecht liegen gelassen. Ihr Stolpern bei den „irgendwas mit links“ Anwürfen konnte RDL dann auch nicht nutzen.
     
     
    Der Artikel ist ein merkwürdiger Interview-Fetzen? -Fragment? -Versehen? -Fehlversuch?
    Mehr zu kommentieren wäre..? Ja, was?
    Irgendwie… redundant oder so, wie der Artikel.

    Aber eine Sache freut mich: Der Artikel selbst ist absolut frei von Werbung für alle Beteiligten.

    1. Nun ja, immerhin bedeutet es das nur für Sie.
      Mir ist diese merkwürdig Antwort ebenfalls aufgestoßen.
      Eigentlich müßte es heissen: Reißerisch bezeichnet eine auf billige Effekte, Sensationslust und Übertreibung ausgelegte Darstellung in Medien oder Werbung. Typisch sind dramatische Schlagzeilen, reißerische Bilder und eine polemische Sprache, die darauf abzielen, Aufmerksamkeit zu erregen. Das Thema wird oft künstlich aufgebauscht, um Emotionen zu triggern und die Neugier der Leser zu wecken.

      Genau das ist es was NIUS macht.
      Das hat Herr Reichelt schließlich bei der BILD Zeitung von der Pike auf gelernt.

      Das ist ja auch nicht weiter schlimm. Man muß dieses Medium ja nicht konsummieren.

      1. „Reichelt“ ist sowas wie ein Umleitungsschild: „Bitte abbiegen, wohin auch immer, nur weg.“ Fast schäme ich mich für meinen Kontaktschuld-Gedanken, aber nur fast.

        Habe NIUS nie konsumiert und wie gesagt, das Interview ist wirklich keine Empfehlung.

  31. Acha, Werbung für NIUS auf Overton. Nach dem Ende des Wagenknecht-Projekts (BSW) sollen nun die -laut Umfragen- 50% der Overton-Follower aus dem BSW-Lager stärker an das rechtsreaktionäre AfD-Lager angedockt werden. Der in der Merkel-Ära eingeleitete massiver Rechtsruck in Deutschland geht weiter. Im Grunde weiss man es schon jetzt: es wird die deutsche Arbeiter- und Arbeitslosenklasse, die den allerletzten Nagel in den Sarg namens Deutschland reinhaut. Wieder einmal.

    1. Den ersten großen Sargnagel haben CxU-Vorläufer zusammen mit Industrie und Banken im Januar 1933 reingehauen.

      Ok, Noske war auch nicht ohne.

  32. Wieder mal erhöhtes Troll-Aufkommen heute. Irgendwie muss ich wohl den Wetterbericht verpasst haben.
    Das Tiefniveau-Gebiet ist bestimmt vorhergesagt worden…
    Zum Interview :
    Ich finde es zwar gut, verschiedene Seiten zu Wort kommen zu lassen. Allerdings hat das Interview aus meiner Sicht wenig Erkenntniswert. Die rhetorisch geschulte Dame lässt lediglich leidlich (was für eine hübsche Alliteration 😄) bekannten PR-Sermon ab.

    1. kennst du den Unterschied zwischen Reichelt und Sarah Wagenknecht?
      Wagenknecht fragt sich“ will ich wirklich, was ich wünsche?“
      Reichelt versteht die Frage nicht!

  33. Roberto und Florian machen mit Overtone einen sehr respektablen Job. Wir können hier kommentieren ohne ein nennenswertes Zensurrisiko. Anregungen an die Redaktion, ausserhalb des Forum, werden gelesen und bearbeitet, manchmal auch redaktionell umgesetzt.
    Trotzdem ist Overtone für die Leserschaft kein Wunschkonzert, die Macher, die Verantwortlichen wollen und müssen von ihrer Dienstleistung leben können.
    Die Existenz mit journalistischer Tätigkeit neben den gleichgeschalteten MSM zu sichern ist auch ohne die neue verschärfte Bedrohung mit Sanktionen durch einen täglich totalitärer agierenden Politapparat schwierig genug.
    Ich drücke den Beiden und allen anderen bei Overtone die Daumen, daß sie in dem immer fanatischer werdenden Amoklauf der Kollabierenden Elitendiktatur heil durchkommen.

    Danke für eure Arbeit und den Mut. Lasst euch von Leuten die den Anstand in der Diskussion verlieren nicht entmutigen und beschädigen.

    Der Dame von Nius hätte man aber schon etwas präziser auf den Leib rücken können.

  34. „Kritische Berichte über Migrationspolitik, woke Ideologie und die politisch herbeigeführte Deindustrialisierung sind Themen, die im öffentlich-rechtlichen Rundfunk und bei vielen linksliberalen Medien kaum bis gar nicht vorkommen.“

    Und schon zu Anfang betreibt die Damie Desinformation. Die ganzen Themen kommen komplett in aller Breite in den anderen Medien vor. Nius betreibt jedoch eine klar einseitige rechte Propaganda. Fakten scheren die Redaktion eher nicht. Da ist ja selbst die Bild noch faktentreu im Vergleich.

    Es gibt dieses Format, aber mit Journalismus hat das nix zu tun. Die Redaltion bewirbt sich tagtäglich um den Joseph Göbbels Preis in Gold.

  35. Es geht um mehr als nur NIUS …

    Zum Fall Hüseyin Doğru hat uns jetzt eine wichtige Pressemitteilung erreicht:

    Am 29. März 2026 hat der in Spanien lebende deutsche Autor Fred Schumacher Strafanzeige gegen Bundesfinanzminister Lars Klingbeil eingereicht. Tatvorwurf: Gezielte Tötung von Menschen durch Verhungernlassen. Die Strafanzeige im Wortlaut:

    Staatsanwaltschaft Berlin
    Turmstraße 91
    10559 Berlin
    Strafanzeige gegen
    Bundesminister Lars Klingbeil

    Adresse: Bundesministerium der Finanzen
    Wilhelmstr. 97
    10117 Berlin
    Postanschrift 11016 Berlin

    Sachverhalt / Tatvorwurf: Herr Klingbeil ist der Vorgesetzte der deutschen Zollbehörden, er hat demzufolge Straftaten zu verantworten, die von der Behörde bzw. einem Teilbereich der Behörde begangen werden, denn es ist davon auszugehen, dass sie auf Basis seiner Anordnungen ausgeführt werden.

    Am 27. März 2026 hat die Sanktionsdurchsetzungsstelle des Zolls die Konten der Ehefrau des deutschen Journalisten Hüseyin Doğru gesperrt, der seinerseits von der EU sanktioniert wird und über keinerlei Geld mehr verfügt. Es heißt, die fünfköpfige Familie habe noch 104 Euro zur Verfügung. Diese Informationen sind der Presse zu entnehmen.

    Es gibt keine Anklage und kein Urteil gegen Doğru. Er wurde nicht gehört und hatte keinen Verteidiger. Er darf keinen Beruf mehr ausüben und nicht mehr reisen. Niemand darf ihm / der Familie Geld oder sonst etwas geben.

    Es gibt keinen eigenen Paragraphen im deutschen Strafrecht, der die Tötung von Menschen durch gezieltes Verhungernlassen unter Strafe stellt, aber die §§ 211 StGB (Mord) oder 212 (Totschlag) kommen in Betracht, wenn der Tod durch Verhungern billigend in Kauf genommen wird. Unter Umständen auch § 227 (Körperverletzung mit Todesfolge) oder zumindest 222 (Fahrlässige Tötung).

    Inwieweit internationales Strafrecht zur Anwendung kommt – beispielsweise die Genfer Konvention – ist durch die Staatsanwaltschaft ebenfalls zu prüfen.

    Malaga, den 29. März 2026
    F. Schumacher

    1. schick das mal an Bernd Gössling, den Keyborder von Alphaville und SPD Mitglied. Als ich um Bitte zur Unterzeichnung einer Petition gegen diese mittelalterlichen Sanktionen bat beschimpft er mich ich solle ihn nicht mit dieser dummen Propaganda belästigen und am besten nach Russland abhauen.
      Dieses ganze Woke Kulturabsahnervolk geht mir seit ihrer Coronakollaboration nur noch auf den Sack. Total Gehirngewaschen.

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