»Vielleicht hat jede Zeit ihre speziellen Neurosen«

Wokeness
Marcia Fudge, Public domain, via Wikimedia Commons

Häufig vernimmt man dieser Tage, dass Peak Woke, die Spitze der Wokeness, erreicht sei. Kommt die Wokeness nun an ihre Grenzen?

Ob man endgültig eingesehen hat, dass der Kurs der Woken spalterisch ist – darüber hat Roberto De Lapuente mit der Psychologin und Autorin Esther Bockwyt gesprochen.

 

De Lapuente: Neuerdings liest man, dass die Wokeness ihren Zenit überschritten hätte – Peak Woke nennt sich dieses Phänomen. Müssten Sie Ihr Buch, veröffentlichten Sie es erst jetzt, anders schreiben, Frau Bockwyt?

Bockwyt: Ich höre das auch immer wieder, aber auch die andere Position: Also dass Wokeness noch nicht den Höhepunkt erreicht hätte. Ich selber bin mir sehr unsicher, was diese Frage angeht, weil der Einfluss der Bewegung schwer messbar ist. Die SPD beispielsweise schlägt aktuell eine Migrantenquote für die Besetzung öffentlicher Ämter vor. Eine solche Quotenregelung basiert auf woken Thesen und Konzepten. Ich glaube, dort, wo Macht ist oder entscheidende Hebel liegen, in Medien, in Institutionen, Bildungseinrichtungen, in Unternehmen ist man immer noch recht unbeirrt auf der Woke-Welle. Was sich in der Tat geändert hat, ist die kritische Aufklärung über die Bewegung und ihre Weltanschauung, die zunehmend mehr Menschen erreicht.

»Eine Ideologie kann man nicht einfach von heute auf morgen abschalten«

De Lapuente: Woher kommt denn das Gerede vom Anfang vom Ende der Wokeness?

Bockwyt: Da ist sicherlich ein großes Stück Hoffnung enthalten. Zum anderen gab es über mehrere Jahre eine Entwicklung der rationalen und konstruktiven Kritik an Wokeness durch Menschen, die aus ganz unterschiedlichen Bereichen und mit unterschiedlichen Blickrichtungen kritisch auf das Thema blickten. Das Thema Wokeness und die Kritik an ihr wurde zunehmend einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Mehr Menschen verstehen jetzt die Inkonsistenzen und Absurditäten woker Glaubenssätze.

De Lapuente: Da haben Sie sicherlich auch ein bisschen »Mitschuld« daran. Denn Ihr Buch leistete ein Stück weit Aufklärung in dieser Sache. Sie sprachen ja Woke-Kultur auch in Unternehmen an: Die ist vermutlich als PR-Maßnahme zu verstehen. Verschwindet die Wokeness wieder, wenn man damit kein Geld mehr verdienen kann?

Bockwyt: Das wäre wohl zumindest ein nicht unwichtiger Faktor. Ich bin mir relativ sicher, dass zuallererst die Wirtschaft, also die Unternehmen mit ihrer PR umschwenken. In NGOs und Teilen des Staates, im Kulturbetrieb und großen Teilen der Medien sind woke Themen nach wie vor tonangebend. Ich glaube, dass man eine Ideologie nicht einfach und von heute auf morgen abschalten kann, ihr nicht den Geldhahn einfach abdrehen kann. Geld spielt sicher eine wichtige Rolle, problematisch könnte aber sein, wenn woke Glaubensinhalte das Denken vieler Menschen schon zu stark prägen, sich in den Köpfen eingenistet haben. Die Hoffnung ist aber nach wie vor, dass das in der Breite noch nicht in so starkem Maße geschehen ist. Überzeugte Anhänger wird es auch weiterhin geben.

»Der Erfolg der Wokeness verlief langsam und verankerte sich institutionell unbemerkt«

De Lapuente: Bewegen wir uns aber nicht ein bisschen in einer Bubble? Ein Beispiel: Ich besuchte neulich einen Freund. Ich machte einen Spaß, dass man sich heute in Berlin mit dem Spruch »Welches Pronomen hast Du?« begrüße. Nachdem ich es erklärt habe, sagte er, davon hätte er ja noch nie gehört. Viele woke Themen kommen bei einer Großzahl der Menschen gar nicht direkt an. Ist die Sorge um die Übernahme durch die Wokeness nicht ein Stück weit übertrieben?

Bockwyt: Ich habe mir diese Frage auch oft gestellt. Ich denke, zum einen ist es einfach schwer abzuschätzen, wie weit verbreitet die woken Thesen sind, dazu müsste man repräsentative Umfragen machen. Richtig, nicht jeder Mensch ist auf den Social-Media-Kanälen unterwegs. Wer dort allerdings regelmäßig Inhalte konsumiert, wird gar nicht an den woken Themen vorbeigelangen. Denn dort wird versucht, das entsprechende Weltbild aktiv an Mann und Frau zu bringen. Vertreter der Wokeness verstehen sich ja gerade als Aktivisten und möchten Dinge umfassend verändern. Gerade diese hohe Motivation der Umgestaltung darf man in ihrer Kraft nicht unterschätzen. In Kombination mit den medialen und institutionellen Machtinstrumenten und dem Eindringen in politische Entscheidungen halte ich die Annahme, Wokeness sei ein vollkommen harmloser Trend oder eine Spinnerei für nicht zutreffend. Man darf auch nicht vergessen, dass der »Erfolg« der Wokeness langsam und stetig verlief, sich auch unbemerkt institutionell verankerte. Und am Ende steht man dann da und sagt »Wie konnte es soweit kommen, dass wir Menschen hier und dort nach Hautfarben trennen oder für einen zivilisatorischen Fortschritt gehalten wird zu glauben, schwarze Menschen bräuchten sichere Orte, an denen sie von einer toxischen, rassistischen weißen Mehrheitsgesellschaft geschützt werden müssen?« Auf der anderen Seite sollte man aber auch nicht überdramatisieren. Die Demokratie geht nicht so schnell unter, auch wenn totalitäre Anstriche im woken Weltbild Anlass zur Wachsamkeit geben.

De Lapuente: Wann ist Ihnen eigentlich persönlich das erste Mal aufgefallen, dass in der deutschen Öffentlichkeit ein Schwenk Richtung woken Kulturkampf stattgefunden hat?

Bockwyt: Ich erinnere keinen spezifischen Moment. Es war eher eine Entwicklung. Mir sind bestimmte Glaubensinhalte wohl immer wieder begegnet, irgendwann habe ich verstanden, dass es eine gemeinsame »woke« Weltanschauung gibt. Insbesondere das Hochkochen des Themas Geschlecht hat mich »gepackt«. Aber als Psychologin bekomme ich auch Vieles mit, das sich im Bereich der Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen abspielt. Mich hat dann interessiert, welches Menschen- und Weltbild zugrunde liegt, ob es stimmt, ob es konstruktiv oder eher destruktiv ist. Und das ist letztlich auch eine psychologische Frage.

»Der konstruktive Punkt der Bewegung ist längst überschritten«

De Lapuente: In Ihrem Buch nähern Sie sich der Wokeness psychologisch heran. Der Psychologe Bernhard Hommel spricht in seinem aktuellen Buch über die neurotische Gesellschaft, die wir heute seien. Als Laie frage ich jetzt, durchaus auch plakativ: Leben woke Menschen einfach nur eine Neurose aus?

Bockwyt: Das ist eine sehr schwierige Frage. Zum einen muss man schauen, ob man eine gesamte Gesellschaft als neurotisch ausmachen kann. Vermutlich gibt es eine kollektive Zunahme an Narzissmus im Vergleich zu früheren Zeiten. Und der kann sich auf unterschiedliche Weise äußern. Eine derzeit populäre Form ist das zur Schau gestellte Moralisieren, das wir insbesondere bei der Wokeness finden, das beschreibe ich ja neben anderen neurotischen Zügen auch in meinem Buch. Insofern wäre die Wokeness schon eine spezifische Neurose, bei der mehrere Komponenten vereint sind. Vielleicht hat jede Zeit ihre speziellen Neurosen, da müsste man mal genauer drüber nachdenken. Neurotisch wird es jedenfalls immer dann, wenn die psychischen Mechanismen wie Narzissmus, Gewissenhaftigkeit oder Wut, die an sich in einer gewissen Dosis vollkommen normal sind, ins Exzessive übersteigert werden.

De Lapuente: Im US-Wahlkampf fiel auf, dass Kamala Harris bei der Convention der Demokraten weniger woke auftrat als in den Jahren zuvor. Sie haben vorhin gesagt, Ideologie könne man nicht einfach abschalten. Aber ist es nicht auch hier so, wie in vielen Bereichen der westlichen Welt: Wenn Washington vorgibt, ziehen alle anderen mit?

Bockwyt: Ich kann nicht gut genug beurteilen, ob das in den USA tatsächlich der Fall ist und wenn ja, weshalb. Möglich wäre es schon, dass in den USA ein Punkt erreicht ist, an dem dann doch die Mehrheit der Menschen Wokeness, zumindest in der Radikalität, ablehnt und das auch »oben« angekommen ist. Mit zeitlicher Verzögerung könnte diese Entwicklung dann auch bei uns eintreten. Es ist kein Geheimnis, dass ich dies für wünschenswert hielte. Gleichzeitig werden positive Aspekte der Wokeness, die ein gutes Stück weit mehr Bewusstheit gegenüber realen Benachteiligungen und unterschiedlichen Perspektiven bewirkt hat, erhalten bleiben können. Der konstruktive Punkt der Bewegung aber ist längst überschritten. Sie sollte zugunsten eines Blicks auf das Gemeinsame, das Menschen teilen, statt auf das Spaltende wirklich zu einem Ende kommen.

De Lapuente: Mich würde zum Schluss interessieren, wie Sie persönlich mit Wokeness umgehen, wenn Sie Ihnen im Alltag begegnet: Wenn jemand beispielsweise im gesprochenen Satz ein Binnen-I setzt oder Ihnen jemand Ihr Weißsein unter die Nase reibt? Ich gebe nämlich für mich zu, dass ich zunehmend allergisch darauf reagiere.

Bockwyt: Ich hatte bislang da wohl Glück und ich lebe im Ruhrgebiet, mir ist das noch nie passiert. Wenn jemand gendern möchte, soll er das natürlich tun und das kann man tolerant ertragen. Wenn man mir direkt oder indirekt mein Weißsein vorwerfen würde, würde ich wohl mit dem kurzen Verweis auf die Endlichkeit der Wokeness antworten und mich abwenden.

 

Esther Bockwyt studierte Psychologie und Rechtspsychologie an den Universitäten Marburg, Köln und Bonn. Sie arbeitet als selbstständige psychologische Gutachterin und ist Inhaberin des diagnostisch tätigen Gutachterbüros “Die Gutachterinnen”. Als Autorin schreibt sie psychologische Fach- und Sachbücher. Gastbeiträge von ihr erscheinen periodisch in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ).

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58 Kommentare

  1. Dafür, daß Woke zufällig entstand sitzt sie zu auffällig an Schaltstellen. Und ist zu nützlich für die Interessen derer, die Probleme gern erzeugen, um dann das was sie vorher eh wollten, als Scheinlösung zu verkaufen.

    1. Das Firmen in solchem Umfange mitmachen (Feminismus inklusive), das ist doch sowas von auffällig, das geht ohne Steuerung nicht. Das die alle einen an der Klatsche haben, kann mir jedenfalls niemand weißmachen.
      Bei der Rechtschreib„reform“ damals sind wenigstens nicht alle sofort eingeschwenkt, mehrere hatten sogar den Rückwärtsgang eingelegt. Nur vorrübergehend, klar. Aber eben nicht im woken Gleichschritt, der mit Corinna noch perfektioniert wurde.

      1. das Zauberwort ist “ Distinktionsgewinn“

        Beachtungsgewinn der nicht über monetäre Möglichkeiten limitiert wird.
        Punk war zuerst “ No Future“.
        kurz darauf eine Existenzblase mit grossem Wachstumspotenzial.
        Gratulation zum Bundesverdienstkreuz an die Toten Hosen.

        beim Hören des Wortes “ krankenschwester* innen war bei mir nur noch Lachkrampf

        1. @ Heinz

          ??????
          Gibt es denn auch Krankenbruder?
          Wie gehts dann? Kranker Bruder? KrankenbruderInnen? KrankInnenbruder? KrankInnenbruderInnen?

          Der InterprationsmöglichkeitInnen scheint es viele zu geben. 😉

          1. „Krankenschwester“ ist eine Berufsbezeichnung. Dieser Begriff hat sich etabliert, weil früher ausschließlich Frauen diese Tätigkeit ausübten. Mein erlernter Beruf nennt sich auch „Wirtschaftskaufmann“, obwohl ich weiblichen Geschlechts bin. Aber das verstehen diese Genderidioten alles nicht.

  2. exzessive Wokeness kann nur existieren, weil repressive Toleranz( Marcuse) so weit verbreitet und im Alltag unwidersprochen ist. Der verdeckte Charakter dieses Mechanismus wird durch Wokism nun deutlich sichtbar.

    echte Aufklärung 2.0 ohne Exclusion der Diskussion von Eigentumsverhältnissen wird diesem Spuk sofort ein Ende bereiten

  3. „Gleichzeitig werden positive Aspekte der Wokeness“
    Es gab keine. Die woke enttarnten „realen Benachteiligungen und unterschiedlichen Perspektiven“ wären ohne den Shit wahrscheinlich ebenso zum Thema geworden, dann aber viel sachlicher.
    Natürlich wird uns der Shit für lange Zeit, womöglich Jahrhunderte, erhalten gleiben. Die Spitzen werden bald abbrechen, dann wie Wasser und Wind die Felsen schleifen. Aber die Grundlagen werden bleiben mit ihren Auswirkungen, die es ohne den Shit nie gegeben hätte. Eine einmal angenommene Ideologie gewinnt immer.
    Wenn wir jetzt noch annehmen, das dieser Shit zu anderen Zwecken installiert wurde, dann sind diese verdeckten Ziele ohnehin in vollem Umfang oder zumindest weitgehend erreicht.
    Wie Corinna.

  4. Migrantenquoten sind angeblicher Kampf gegen Diskriminierung mittels Diskriminierung und zeigen sehr schön die Pseudologik der Wokeness auf.

    Kevin Kühnert hat es auf die Spitze getrieben mit einer Aussage, die der Spiegel berichtet: „Natürlich sei der Großteil der Muslime nicht homophob, »aber die, die es sind, schränken meine Freiheit ein und haben kein Recht darauf«, sagte er.“.
    In dieser Aussage wird das Wesen der Wokeness sehr schön sichtbar: totale Egozentrik maskiert mit vermeintlichem Engagement für andere. Es werden Rechte verneint, eine abweichende Ansicht zu Sachverhalten zu äußern, weil die Tatsache, dass andere anderer Ansicht sind, als Belästigung empfunden wird. Dass das umgekehrt eventuell auch gelten könnte und einfach zum freien Zusammenleben dazu gehört und akzeptiert werden muss, ist für Woke mangels Empathie nicht greifbar. Wenn es aber an Empathie mangelt, ist auch der vorgebliche Grund für Wokeness, nämlich die Reduzierung von Diskriminierung (meist anderer Personen), als Schein entlarvt. Der angebliche und tatsächliche Beweggrund differieren also, teilweise erheblich.
    Ebenso werden hier das Totalitäre und die Verweigerung, Ausgleich anzustreben, in der Wokeness sichtbar: Es ist nur eine Sicht akzeptabel, die inneren Widersprüche in dieser ideologischen Sicht werden einfach negiert und geleugnet.
    Über die Frage, ob das Äußern homophober Sprüche unterbunden werden darf, also die Freiheit, seine Ansichten zu äußern, eingeschränkt werden darf, weil Kevin Kühnert SEINE Freiheit durch nicht genehme Ansichten anderer eingeschränkt sieht, wäre ein interessantes juristisches Spektakel….

    Herr Kühnert und die Agitatoren der woken Ideologie sollten sich – neben vielerlei pathologischen psychologischen Aspekten auch ganz weltlich – fragen, ob sie noch auf dem Boden des Grundgesetzes stehen….
    Außer natürlich, die Anregung, diese Frage zu behandeln, wird auch als Einschränkung der individuellen Freiheit zu Wokeness angesehen….

  5. Vielleicht wäre es ganz gut, wenn man über ein Thema redet, zunächst einmal klar zu sagen, worum es eigentlich geht. Der Begriff „woke“ kommt, soweit ich das bislang verstanden habe aus der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung und bezeichnet, den „aufgewachten“ („woke“ ist Partizip Vergangenheitsform von „to wake“) Zustand der nicht-weissen-Bevölkerung, den strukturellen Rassismus der US-amerikanischen Gesellschaft bewusst wahrzunehmen und dagegen zu agieren. Alles andere ist eher kulturelle Aneignung durch weisse Kleinbürger aus dem akademischen Millieu und anschliessende Nachnutzung in der europäischen politischen Propaganda, ohne dass wirklich jemand genau weiss, worum es ursprünglich ging. Antiwoke ist nicht jemand, der gegen Gendersternchen ist, antiwoke ist immer ein Rassist, würde ich sagen. Die Rechten versuchen also vermutlich, das Unbehagen über Genderstern & Co. als Hebel zu benutzen, um den Antirassismus in der Gesellschaft zu brechen.

    1. Nö. Der Begriff Woke ist ein im weißen, liberalen amerikanischen Umfeld entstandener Begriff und meint das nur die Benutzer des Begriffs Rassismus verstanden haben (erwacht sind) und nunmehr durch die Welt ziehen können, um die Menschheit aufgrund ihrer höheren Moral den richtigen Weg aufzwingen können.

      Wikipedia behauptet zwar das der Begriff in den 30igern in schwarzen Bevölkerungsgruppen entstanden ist, viel wahrscheinlicher dürfte aber die Herkunft aus linksextremen, weißen Gruppen kommen. Aus den Spät-68igern, kommunistischen Hippie-Gruppen.

      Zur Besonderheit der woken Kultur gehört es auch, dass Weiße Schwarze darüber belehren wollen, dass Schwarze immer noch unterdrückt werden. Auch wenn Schwarze das möglicherweise ganz und gar nicht so sehen. Zum woken Kulturkampf gehört es auch, dass weiße Antifa-Leute im Zuge der BLM-Proteste schwarze Geschäfte in schwarzen Wohngegenden zerstört haben.

      1. Typisch rassistische Meinung, die annimmt, Schwarze würden sich von Weissen belehren lassen müssen wie sie zu denken und sich zu verhalten haben, und typisch ultrarechte Meinung, die alle Schuld den „Linken“ in die Schuhe zu schieben beabsichtigt. Dass die USA politisch und gesellschaftlich seit dem Ende des Bürgerkriegs bis in die 1960er Jahre in weiten Teilen des Landes offen rassistisch waren und erst im Laufe der Protestbewegungen gegen das ranzige faschistoide, militaristische Herrschaftssystem während des Vietnamkriegs langsam und mühsam ein bisschen mehr Gleichstellung erreicht haben, ist manchen Leuten schon zuviel. Immerhin haben die paar linken Hippies und Kommunisten begriffen, dass sich was im Land ändern muss. Martin Luther King, Malcolm X und andere „woke“ Protagonisten dieses Kampfes und ihre zahlreichen Mitkämpfer muss man glaube ich nicht extra erwähnen. Man merkt es den Schwarzen in den US-Südstaaten übrigens schnell an, dass sie sich keineswegs gleichgestellt fühlen. Sie reagieren reichlich empfindlich auf jede empfundene Zurücksetzung durch Weisse. Deshalb bemühen sich halt auch aufgeklärtere Weisse dort, so was nach Möglichkeit zu vermeiden. Das ist natürlich ein Eiertanz und kann komische bis peinliche Resultate zeigen. Als das irgendwann in den 70ern und frühen 80ern über den Atlantik schwappte wurde eine Art Cargo-Kult daraus. Zumindest reime ich mir das so zusammen. Soziologische Analysen der Lebensstellung verschiedener Bevölkerungsgruppen in den USA sind jedenfalls ziemlich eindeutig, welche Faktoren zu systematischen Benachteiligungen und Bevorzugungen führen, würde ich sagen. Wer sich mehr über den kleinbürgerlichen Pseudo-Woke-Kultus aufregt als über die manifeste Benachteligung farbiger Bevölkerungsgruppen, ist zumindest meiner Meinung nach klar im rechtskonservativ-chauvinistischen Sektor der Bevölkerung angesiedelt. Also nichts gegen ein gepflegtes Genderer-Bashing, aber es muss schon in Relation bleiben.

  6. Diese sog. „Wokies“ sind nichts anderes als total verweichlichte und verweiblichte, heulsusige, hinterhältig-feige verlogene, bruns-dumme, voll-verblödete, geltungssüchtige und selbstherrliche Schlappschwänze ohne Eier.
    Bei einem noch weiter gehenden Nachdenken über diese Vollhonks würde man nicht umhinkönnen, eventuell ausfallend zu werden. Und das will doch keiner…

    1. Da haben sie so schön wie treffend die Bewohner der von jeglichen kognitiven Fähigkeiten befreiten Insel namens „Kommentarbereich des Overton-Magazines“ beschrieben. Und sie müssen dann wohl das Oberhaupt dieser Kreisstammbaumsekte sein. Ich nehme mich da natürlich raus, bin ja nur zum trollen hier, was ja auch ganz vorzüglich gelingt.

      1. Mmh, dein letzter Satz, Herr Knecht, könnte sogar Spuren von Selbstironie beinhalten – könnte.
        Sensationell!
        Aber es ist doch so, dass selbst die dümmsten Posts hier, vor dem Hintergrund deiner aus bezugslosem Müll bestehenden Antworten, geradezu wie intelligente Meisterleistungen rüberkommen.

        Ohne es vielleicht zu merken schadest du dem, was du hier vertreten willst, doch ganz massiv durch die Nicht-Quälität deiner Beiträge. Deine Schmähschriften sind ja nicht mal lustig, sondern nur wahllos zusammengewürfelte, möglichst üble Wortkombinationen, vollkommen austauschbar und damit natürlich wirkungslos.
        Und unter diesen Bedingungen störst du hier nicht mal mehr.

        1. Na siehst du. Und dennoch gehst du darauf ein. Nicht, dass es mich jucken würde. Aber, und das ist dir natürlich auch bewusst: Qualität liegt immer im Auge des Betrachters. Und aus meiner Sicht hat sich hier eben, dich selbstredend eingeschlossen, eine Horde kognitiver Nulpen gefunden, die sich gegenseitig tagein, tagaus die Ohren volljammern respektive vor die Füße wichsen. In dem Sinne, kau doch bitte deinem Wellensittich noch ein Ohr ab, bei mir bist du an der falschen Adresse.

          1. Herr Knecht, du bist immer herzlich eingeladen unter meinen Posts zu schreiben.
            Und wenn was Interessantes dabei ist, antworte ich dir sogar.

  7. Peak Woke ist noch nicht erreicht. Es gibt eigentlich auch keinen Peak, wenn man nicht gegensteuert, es geht immer weiter.

    Letzten kam einen neues Computer Spiel raus (Massenmarkt, kein Spezial Produkt – Dragon Age: The Veilguard – ein Mittelalter Fantasy Game) mit der Charakter Erstellungs Option: Brust OP Narben anzeigen. Und damit sind nicht die aus medizinischen Gründen gemeint. Gibt mittlerweile Firmen die für andere die Storys umschreiben und die Grafik verändern. Ua. sind hübsche Frauen nicht mehr erlaubt, wird alles ersetzt.

    Woke ist eine Ideologie. Die Leute die von Inklusion reden, hetzen gleichzeitig im Internet gegen Weiße im Allgemeinen oder Weiße Männer im speziellen. Da sie selbst wissen das das Rassismus ist, kommt als Antwort Rassismus gegen Weiße ist keiner (weil die habens verdient, kein Witz). Selbst Feministen wie J.K.Rowling, die werden als TERFs verunglimpft, die zwar nichts gegen Trans Personen haben, aber nicht mögen wenn Leute mit Penis auf der Frauentoilette oder Sauna rumlaufen. Woke hat also entgegen eigenen Ausagen auch nichts mit Feminismus zu tun.

    1. Boah, ist das durchgeknallt.

      Und ehrlich gesagt, nein, ich möchte keiner Person mit Penis in der Damenumkleide begegnen. Dadurch würde ich mich extrem belästigt fühlen. Hier geht es um kleine Minderheiten, die sich wichtig machen wollen. Selbst vielen homosexuellen oder queeren Mitmenschen geht das auf die Nerven, weil sie gar nicht so im Fokus stehen möchten.
      Aus meiner Sicht ist das Ganze Teil irgendwelcher amerikanischer Agenden, die uns über die Universitäten und die Medien übergestülpt werden, obwohl man die amerikanische Geschichte und die europäische nicht vergleichen kann. Ziel des Ganzen ist, bei uns Schuldgefühle für jeglichen Blödsinn zu erzeugen, damit wir „die Klappe halten“. und die Superreichen ihre Konzepte auf unserem Rücken durchziehen können. Und deshalb verweigere ich mich. Bleibt mir fort mit Gender, LBTQI etc. und der Sprachpolizei. Ich mache da nicht mit.

  8. Wokeness in sexueller Hinsicht soll den Menschen ein Gefühl der Freiheit geben, in einer Gesellschaft, die immer unfreier wird. Paradoxerweise geht sie mit Diskriminierung der Sexualität einher, da Verführung und andere Formen der sexuellen Annäherung durch Männer kriminalisiert werden, und verführerisches und aufreizendes Verhalten bei Frauen als Unterwerfung unter männliche Rollenerwartungen diskriminiert wird.
    Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen hat ganz fatale Folgen, besonders bei Identitätsstörungen. Viele Menschen, die eine sogenannte Geschlechtsumwandlung durchmachten, begehen Suizid, (das gilt schon für Sporus), oder sind zeitlebens darüber unglücklich, besonders wenn sie sehr früh dazu verleitet wurden. Auch suchen viele die Ursachen für Orgasmusstörungen nicht in psychischen Problemen, sondern glauben, es läge an ihrer sexuellen Orientierung, und begeben sich in unbefriedigende Beziehungen. „Orgasmus, muss das sein“, las ich vor Jahrzehnten in einer satirischen Zeitschrift als Überschrift.
    Armut auf Rassendiskriminierung zurückzuführen, statt auf wirtschaftliche Faktoren oder individuelles Versagen, z. B. Drogenkonsum, ermöglicht es, die Verantwortlichen für Ausbeutung, wirtschaftlichen Abstieg und Missstände von ihrer Schuld freizusprechen, und Demonstrationen gegen Regierungen durch Rassenunruhen zu ersetzen.
    Überhaupt ist Wokeness keine echte kulturelle Erscheinung, sondern ein Herrschaftsinstrument der Elite, das der Gesellschaft durch Einschränkung der Meinungsfreiheit ( umgangssprachich Meinungsterror) und staatliche Zwangsmaßnahmen aufoktroyiert wird.

    1. Drogen und angeblich individuelles Versagen ist sehr häufig armutsbedingt und Armut hat sowohl eine klassistische als auch(!!) eine rassistische Komponente.
      Das abzustreiten ist nicht selten eben auch rassistisch und von Ressentiments motiviert.

  9. Natürlich kann man Ideologie beschreiben und das Handwerkszeug der Psychologin ist ein anderes, als das des Soziologen oder der politischen Ökonomie. Aber ich begreife Wokeschismus und das damit verbundene Genderastentum nicht jenseits einer gesellschaftlichen Entwicklung, die offenkundig in einen technokroatischen Totalitarismus führt. Sicher ist das nicht das unmittelbare Ziel von Wokeschisten. Aber Wokeschismus ist als Herrschaftsideologie hervorragend geeignet , reale Macht – und Herrschaftsverhältnisse zu verschleiern. Wenn wokeschistische Irre ernsthaft die These vertreten, dass noch der männlich weiße Obdachlose privilegiert sei, ist klar, dass das für die Eigner von Wohnungskonzernen etwas ist, was man gern ausgiebig diskutieren kann. Noch schlimmer, und das ist längs keine Zukunftsvision mehr, ist die wokeschistische Forderung, zivilisatorische Errungenschaften der Menschheit infrage zu stellen. Erst mal, um den gewohnheitsmäßig sexuell übergriffigen Mann zu strafen und die stehts als Opfer anzunehmende Frau zu schützen. Da wird generelle Beweislastumkehr gefordert usw.
    Sind erstmal uns selbstverständlich erscheinende Prinzipien erodiert, und fragil waren die schon immer, steht dem Terror die Tür weit offen. Die Jakobiner übrigens sprachen auch von der Herrschaft der Tugend.

    Natürlich ist es vorstellbar, dass sich Herrschaft einer solchen Ideologie entledigt, wenn sie dysfunktional wird. Das Niveau zum Beispiel der Hochschulen ist Dank der wokeschistischen Hegemonie im freien Fall. Da Kompetenz eben kein rassistischer und sexistischer Mythos ist und die Vertreter solcher Thesen bestenfalls zum Putzen der Flure taugen, könnte sich da ein Zwang zur Änderung ergeben. Das aber ist auch von mir nur eine Hoffung und es kann nach sehr weit nach unten gehen. Und dass man unter solchen Voraussetzungen im Wettbewerb mit Gesellschaften, die sich diesen irren Ideen verweigern, bestehen kann, mag glauben wer will. Ich glaube das nicht.

  10. Eigentlich ist der Aufstieg der Wokeness in linken Milieus ganz einfach zu erklären. Linke stehen in der Regel für eine egalitäre Gesellschaft, jeder hat die gleichen Rechte und Pflichten. In der DDR war dies so geregelt, dass nicht jeder studieren durfte (gerade Kinder von Akademikern sollten besser eine Lehre machen) und ein Arbeiter oft auch dasselbe verdient hat, wie ein Akademiker. Dies passt aber oft den Linken nicht, die oft studiert haben und die sich als Avantgarde sehen. Das bedeutet, sie bringen eine Hierarchie in eine Gesellschaft, in welcher sie die Hierarchie abschaffen wollen. Das ist ein Widerspruch, der nicht funktioniert und Menschen mögen keine Widersprüche. Anderseits will ein Akademiker sich nicht einem Arbeiter unterordnen, oft auch deswegen, weil der Arbeiter oft pragmatischer denkt und in einfacheren Zusammenhängen (als grobe Vereinfachung). Wie kann man also diesen Widerspruch auflösen? Ganz einfach, man gibt den Klassenkampf auf und vergisst die durch den Kapitalismus entrechtete Gruppe von Proletariern und verlagert den Kampf auf den Geschlechterkampf, einer anderen vermeidlich entrechteten Gruppe. Diese Gruppe unterscheidet sich zwischen den sexuellen Beziehungen und nicht zwischen Akademiker und Nicht-Akademiker, wobei man hier dann problemlos die Führung übernehmen kann ohne, dass es einen Widerspruch gibt, ein Schwuler kann schließlich genauso Akademiker sein wie ein Hetero. Dazu kommt, dass LGBTQ+ praktisch alles mit einbezieht, was man möchte, schließlich kann ein bisexueller Mann ja auch mit Frauen ins Bett und seine Bisexualität im Kopf ausleben oder man ist ein Quer, da diese Gruppe sich eh nicht genau eingrenzen lässt. Dadurch kann der Linke Avantgarde sein und gleichzeitig Teil einer nicht-hierarchischen Gesellschaft sein. Allerdings ist der LGBTQ Linke halt kein Linker mehr, da sich links sein aus dem Klassenkampf und nicht aus einem sexuellen Kampf herleitet. Das wollen LGBTQ Linke aber nicht hören, weswegen sie immer wieder propagieren, die eigentlichen Linken zu sein, während die klassischen Linken eigentlich verkappte Rechte sind. Die Medien haben so etwas natürlich gerne aufgenommen, sorgt es doch dafür, dass sich die Linken gegenseitig neutralisieren, denn die Urangst klassischen Linken ist es, wenn sie jemand als Rechte bezeichnet.
    Ist übrigens ein Tipp an die AfDler hier – die Linken einfach als Rechte bezeichnen, dann reden sie sich um Kopf und Kragen und werfen dafür alles was ihnen lieb und teuer ist über den Haufen. Andersrum scheint es übrigens nicht zu funktionieren.

    1. Wilhelm Reich behauptete einen Zusammenhang zwischen Triebunterdrückung und faschistischer Ideologie und sah in der sexuelle Befreiung des Einzelnen eine Voraussetzung für die sozialistische Revolution. Ich behaupte nun mal, dass Ekelpornographie und aufdringliche Propagierung sexueller Deviationen der Abwertung von Sexualität allgemein dienen, „heteronormative“ Sexualität inklusiv, die als autoritäre Spezialform der Sexualität hingestellt wird. Vielleicht stimmt es, dass Menschen, deren Psyche und Kopf mit sexuellen Komplexen beschäftigt sind, diese Konflikte automatisch statt Klassenkampf in die Gesellschaft tragen. Sexfront statt Arbeitereinheitsfront.

      1. „Wilhelm Reich behauptete einen Zusammenhang zwischen Triebunterdrückung und faschistischer Ideologie und sah in der sexuelle Befreiung des Einzelnen eine Voraussetzung für die sozialistische Revolution. “
        Ich denke schon, dass es einen Zusammenhang zwischen Triebunterdrückung und extremen Ideologien gibt, würde dies aber nicht auf den Faschismus beschränken. Am Ende sind die nicht ausgelebten Triebe immer eine Methode, Menschen zu manipulieren. Nur leider ist auch das Gegenteil möglich, Menschen, die jeden Trieb ausleben werden zu Zombies, denen nichts mehr wichtig ist.
        Als Beispiel: Die männliche Aggressivität gegenüber Frauen ist in den letzten 25 Jahren deutlich gesunken (auch wenn die Bild uns etwas anderes glauben lassen will), was mit der immer weiter verbreiteten Verfügbarkeit von Online Pornografie zusammenhängen könnte. Ein Mann der sich 3-mal am Tag selbst befriedigt, ist einfach nicht mehr so stark in Rage zu bringen, wie einer, der seit 2 Wochen sein Teil nicht angefasst hat. Das sorgt dann dafür, dass bestimmte Kreise alles machen können, was sie wollen, ohne dass es dagegen Widerstand gibt.
        In einer vernünftigen Gesellschaft gibt es daher ein Gleichgewicht zwischen Triebunterdrückung und dem Ausleben des Triebs.

        1. „In einer vernünftigen Gesellschaft gibt es daher ein Gleichgewicht zwischen Triebunterdrückung und dem Ausleben des Triebs“

          Man könnte jetzt noch drüber sinnieren, ob Onanie wirklich ein Ausleben des Triebs darstellt (hinsichtlich erfolgreicher Befriedigung) – oder ob es nicht nur eine Spielform der Triebunterdrückung ist. Wer den ganzen Tag lang am Onanieren oder „einfach nur geil“ ist, dem fehlt doch das Ausleben bzw der geeignete Partner dazu.

          Es ist imho für jeden Erwachsenen mit etwas Lebenserfahrung ersichtlich, dass die Gesellschaft erheblich stärker sexualisiert ist als früher. Diese Sexualisierung geht eindeutig mit einer Infantilisierung einher und ist umso ausgeprägter, je mehr und je lückenloser 24/7 drahtlose Gimmicks in Verwendung sind. Gleichzeitig sinkt die Fähigkeit des Individiums für eine erfolgreich geführte Partnerschaft, während die frühkindliche Sexualisierung immer jüngere Kids erfasst.

          „Jeder“ redet oder denkt andauernd an Sex, während immer weniger in dieser Hinsicht erfolgreich sind.

          1. Repressive Entsublimierung lautet der Fachausdruck für durch Porno künstlich geschaffene sexuelle Bedürfnisse, durch die sich Sexualität als Ware problemlos in den Kapitalismus integrieren lässt.

          2. Und richtig, genaugenommen ist Onanie kein Sexual intercourse, also kein Sex, sondern nur eben nur Selbstbefriedigung. Das gilt sogar, wenn eine Sexpuppe benutzt wird.

  11. ICH, ICH und nochmals ICH

    Was soll ich über dieses Interview oder unsere Gesellschft denken? Ich hatte irgendann mal im Internet ein Interview gefunden, das ich genau gelesen habe. Nun halte mich lieber an einige Ausagen von Andreas Peglau:

    „Reich (…) (war) der Meinung (…), dass psychische Störungen und psychisches Elend hochgradig mit der Gesellschaft und der Sozialisation zu tun haben. (…) Er hat zuerst einmal eine für das Patriarchat typische Sexualitäts- und Gefühlsunterdrückung sowie eine entfremdende Erziehung und Sozialisation festgestellt, die dazu führen, dass sich die Menschen von sich selbst und von ihren eigenen gesunden, auch sozialen Maßstäben entfernen. (…)

    Reich ist nämlich davon ausgegangen, dass wir Menschen von Geburt an soziale und mitfühlende Wesen sind, aber durch die Erziehung und Sozialisation so geformt werden, dass wir zu der leider wenig lebensbejahenden Gesellschaft passen. Dadurch wiederum stauen sich Wut, Traurigkeit, Enttäuschung, Hass und Angst an, was dann zu Neurosen aber auch zu einer permanenten Aggressions- und Unterordnungsbereitschaft sowie zum Wunsch zu herrschen führt. So wird der typische autoritäre Charakter nach dem Motto „nach oben buckeln und nach unten treten“ geformt, den Reich schon 1930 beschrieben hat.“

    Und in unserem Werte-Westen enstehen dann Gedankenspielarten wie Wokeness. Mit dem Link kann das gesamte Interview gelesen werden.

    http://www.talktogether.org/index.php?option=com_content&view=article&id=541:rechtsruck-im-21-jahrhundert-gespraech-mit-andreas-peglau&catid=85:nr-62-1012-2017&Itemid=26

  12. Wokeschismus wo man nicht mit muss.

    Wäre schön wenn dieser aufgepfropte Mist auf der Müllhalde der Geschichte landen würde und stattdessen jeder allen Menschen gegenüber tritt wie er das auch für sich selbst wünscht

  13. Jetzt muss ich mich aber sehr wundern, dass der durchs Zimmer laufende Elefant nicht wahrgenommen wird. Zwei Parteien kriegen derzeit vom Wähler so richtig die rote Karte gezeigt, das sind die Linkspartei und die Grünen. Beide haben unterschiedliche Zielsetzungen, aber in diesem Punkt haben sie eine Gemeinsamkeit: das sind die Woken. Und die kriegen derzeit auf die Mütze. Während gleichzeitig eine linke nicht-woke Partei unerwartete Gewinne einfährt, das BSW. Deutlicher könnte die Abfuhr ja nicht sein. Auch im linken Spektrum wandert der Daumen für den Wokismus nach unten. Die Grünen scheinen das begriffen zu haben, Cem Özdemir soll offenbar die Grünen unwoke wieder aufbauen.
    Ich kann das nur begrüßen. Der Wokismus war nie eine Graswurzelbewegung, er kam immer von oben. Dass dahinter ein Konsumterror stecken könnte, der junge Menschen zu Operationen verleitet, die dann lebenslang weitere Eingriffe sowie Medikamente erfordert, das hätte auffallen müssen. Zweitens hat der Wokismus die einstige Friedensbewegung einfach ersetzt, insbesondere an den Universitäten. Es durfte ja niemand diskriminiert werden, aber Clintons und Bidens Kriegskurs nahmen sie nicht nur hin, sie befeuerten ihn gar. Sie ließen sich mühelos einspannen „gegen Putin“, denn der ist nun mal nicht woke. Auch hier wäre kritisches Nachfragen mehr als angebracht gewesen.

    Was hat der Schwarze davon, wenn ich ein schlechtes Gewissen habe? Nichts natürlich, das bewirkt ausschließlich, dass ein herrschaftsfreier Diskurs dann nicht mehr möglich ist. Und auch nicht, dass ich dann mit dem Schwarzen zusammen einen Ball ins Tor haue. Das soll und muss wieder Ziel linker Politik werden.

  14. Wokeismus wird sich zumindest bei den Aktivisten erhalten. Und wenn die immer mehr in die Minderheit geraten, werden sie umso dogmatischer auftreten.
    Daher befürchte ich eher, dass die Auseinandersetzung um Wokeismus ehr härter wird.

  15. Wokeness oder eben die Identitätspolitik ist eine reine bürgerlich-akademisches Debatte, die von 90% der Bevölkerung abgelehnt wird. Insbesondere durch die Grünen, die derzeit in der Legislative sind, werden diese Themen in die Instutitionen gedrückt. Es ist eine von oben verordnete Wahrheit, die autoritär-paternalistisch verbreitet wird.
    Ich halte diese Debatte für eine gesellschaftliche Mode, die in einigen Jahren wieder verschwinden wird. Es sei an die antiautoritäre Erziehung der 60/70er Jahre erinnert, die als Reaktion auf die in der Vergangenheit herrschende autoritär-gewalttätige Erziehung verstanden werden sollte . Damals war es schick, seine Kinder in sogenannte Kinderläden abzugeben und sich selbst zu überlassen. Man wechselte also von einem Extrem in das Andere. Heute, mit zeitlicher Distanz, wissen wir, dass dieser andere extreme Erziehungsstil gescheitert ist und schütteln heute nur noch den Kopf darüber. In 10-20 Jahren werden wir ähnlich erstaunt und Stirnrunzelnd auf die heutigen Debatten über Gendern und zu lesendes Geschlecht schauen.

    1. Das wären immer noch 64 zu viel, aber leider muss ich schlechte Nachrichten überbringen:

      Wie viele Genderprofessuren gibt es in Deutschland?
      Im Sommersemester 2023 gab es insgesamt 173 Professuren an deutschen Hochschulen über eine Voll- oder Teildenomination in der Frauen- und/oder Geschlechterforschung. Davon entfielen 127 auf Universitäten, darunter 18 mit Volldenomination.

  16. „Häufig vernimmt man dieser Tage, dass Peak Woke, die Spitze der Wokeness, erreicht sei. Kommt die Wokeness nun an ihre Grenzen?“

    Wenn es dabei – wie angedeutet im Beitrag – um Ideologie geht, was soll diese Fragestellung? Ich fühle mich hier als Leser ein wenig dann bei solcher Aussage verschaukelt. Ideologien haben sicher ihr Hoch und ihr Tief, nur sie verschwinden ganz sicher auch nicht so einfach. Sie bleiben, und werden weiterhin mal mehr oder weniger ihre Jünger finden. Der Mensch tickt nun mal so. Heißt – Wokeness als Ideologie wird Teil der Gesellschaft – so oder so. Es sei denn, es ist gar keine Ideologie, sondern lediglich sowas wie Selbstdarstellung, Selbstanschauung, und böse gesagt Selbstbefriedigung. Sowas als Ideologie einzustufen ist lustig, ich nehme es als krankhafte Selbstüberschätzung (milde ausgedrückt) und als genetische Degeneration (böse ausgedrückt) wahr. Und solch Leben könnte sich wahrscheinlich selbst eleminieren.

    Mir wird bei solchen Themen klar, dass die westl. Welt nicht mehr frei von Angst ist. Sie findet Diskussionsebenen, wo sie ihre Angst „auslagert“. Das wird auf Dauer nicht funktionieren. Heißt – die Gewalt – innerhalb der Gesellschaft – wird auf allen Ebenen zunehmen.

    Egalitarismus

    1. Haha, gut beobachtet. Was auffällt, daß die ganze sog. Woke-Bewegung sich immer auch so pseudowissenschaftlich auszudrücken pflegt. Die einfachsten Sachverhalte werden scheinsprachlich so aufgepimpt, als ob es sich um wasweißich für komplizierte Dinge halten würde. Dazu fällt mir Goethe ein, der sinngemäß sagte: „Den Durchschnittsbürger es verdrießt, das die Wahrheit einfach ist.“ Wenn man die Woke-Aussagen von ihrem Angebergewäsch befreit, bleibt meistens herzlich wenig übrig. Es läuft oft genug darauf hinaus, anderen darzustellen, was man doch für ein schlauer und guter Kerl sei, so eine Art Robin Hood-Syndrom. Das sog. Opfer dient eigentlich nur als Steigbügel für eine gepflegte Selbstdarstellung.

  17. Der russische Mathematiker Igor Schaferewitsch hat sich die Mühe gemacht, das „Woke-Verhalten“ zu untersuchen und hat entsprechende „Moden“ bereits in klassischen Texten, aber auch in gesellschaftlichen Gruppen vorgefunden und zeigt in seinem Werk, daß solche Strömungen immer wieder mal vorkommen und keineswegs ein Zeichen der Moderne sind. Die meisten dieser Strömungen zerfallen aber nach einer gewissen Zeit wieder, haben aber dort und in der Zeit, wo sie wirken, teils immense Auswirkungen, die bis zur Selbsttötung reichen können oder auch massiv dümmliches Verhalten propagieren und dieses qee natürlich als so hochgeistigen Ausfluß beschreiben, der von scheinbar Außenstehenden nicht wahrgenommen werden kann usw. Interessantes Buch. Ob das Massenpsychosen sind, vermag ich als Nicht-Psychologe nicht zu beurteilen, halte das aber für durchaus plausibel.

    1. Der sowjetische Mathematiker Schafarewitsch hat keineswegs „das Woke-Verhalten“ untersucht, sondern in den 1970-er Jahren ahistorische Analogien verschiedener historischen Gesellschaften (Inka-Reich, Jesuitenstaat in Paraguay, Mesopotamien, altes China etc.) mit dem „Realsozialismus“ aufgestellt. Der Vergleich mit dem Inka-Staat muss damals in Mode gewesen sein, denn auch Rudolf Bahro ist etwa zur selben Zeit darauf verfallen.
      Allen diesen nicht-individualistischen Gesellschaften hat Schafarewitsch einen „Todestrieb in der Geschichte“ angedichtet.

      Die These vom „gesellschaftlichen Todestrieb“ hat er anschließend aufgegeben und den „russischen Sozialismus“ vielmehr als judeo-bolschewistisches Projekt der Juden zur Vernichtung der Russen beschrieben (deutsche Ausgabe: „Russophobie. Das Kleine Volk und die Russen“). Ist nicht so gut angekommen – der „Denker“ Schafarewitsch publizierte diese abgestandene „Idee“ einfach 50 Jahre zu spät. Er wurde aus der amerikanischen Akademie ausgeschlossen.

      1. Natürlich konnte er damals nicht wissen, daß diese „seltsamen Vorgänge“ später auch unter der Bezeichnung Woke subsumiert werden würden. Was er jedenfalls herausfand, waren diese vielen Gruppen, in denen merkwürdiges Verhalten propagiert wurde. Daß er ggf. auch zu falschen Schlußfolgerungen gekommen ist, schädigt ja nicht seine richtigen Beobachtungen. Ich darf in diesem Zusammenang als Beispiel darauf aufmerksammachen, daß A. Einstein seine kosmologische Konstante später als „Eselei“ bezeichnte. Das hat seine übrige Reputation ja nicht beschädigt. Jedenfalls vielen Dank für Ihre weiteren Ausführungen.

  18. „Wokeness“ wurde von Kritikern als Sammelbegriff für aktivistische Bewegungen kreiert, die tatsächlich sehr viel gemeinsam, aber konkret wenig miteinander zu tun haben: queer, vegan, antirassistisch, antifaschistisch, neofeministisch, klimabewegt, migrationsaktivistisch usw.

    Die Gemeinsamkeiten liegen wie beschrieben in einer Grundhaltung zu sich selbst und den Mitmenschen. Mich erinnert es an eine Nach68-Erscheinung aus den 70ern, die damals als neue Innerlichkeit oder Betroffenheitskultur diskutiert wurde, im Grunde die Hippie-Philosophie für alle, ohne Drogen, frei nach Rainer Langhans: wenn du die Welt verändern willst, musst du bei dir selbst anfangen.

    Die heute sind einen Schritt weiter: erst bekämpfe ich den Hitler in mir, dann bin ich woke, und dann habe ich die Lizenz, den Hitler in anderen zu bekämpfen. Den findet man bevorzugt in alten weißen Männern. Hier wird also die Weltverbesserung in Form von Teufelsaustreibung betrieben. Wenn die Hitlers in den alten weißen Männern alle erfolgreich eliminiert wurden, ist auch das System verändert, weil die es ja beherrschen. Und wir sind im Paradies angekommen.

    Politisch ist das eigentlich nicht. Die Forderungen woker Aktivisten laufen immer bloß auf ein allgemeines „Benimm dich!“ hinaus, wobei die Benimmregeln von Judith Butler oder so festgelegt werden: iss keine Tiere, sei nett zu Fremden, Farbigen, Queeren und Übergewichtigen, fahr kein Auto usw.

    Apropos woke, deutsch: erwacht, erweckt. Bei uns aufm Dorf stand in meiner Kindheit oft ein Zeuge Jehovas mit seinem Wachturm vorm Supermarkt und murmelte „Erwachet“ vor sich hin.

    Mit der Wokeness erleben wir heute, wie es sich anfühlt, wenn die Eliten in ihrer Mehrheit so einer Sekte angehören.

  19. Da wird es wohl, das ein oder andere Rückzugsgefecht, der Woken geben.
    Weil, nichts ist so schlecht, das nicht irgendjemand davon profitiert.
    Diese Profitöre werden das Feld nicht kampflos räumen.
    Zumal die keine Chance haben, jemals wieder so gut abzufassen.

    1. Wokeschistischen sind Träger einer ins paranoid führenden Ideologie. Ich denke, dass du recht hast und dass es schwere Gefechte geben wird. Die werden mit der Ihnen eigenen manischen Besessenheit, die der eines Triebtäters gleicht, ihre Hegemonie, die sie vor allem im akademischen und mediale Bereich haben, mit Zähnen und Klauen verteidigen. In der Politik wird es weniger der Fall sein, weil da keine Überzeugungen sondern purer Opportunismus dominiert und man Ideologien und Überzeugungen meist ohne Wehmut ablegt, wenn sie dem eigenen Fortkommen nicht mehr nutzen.
      Da, wo akademische Laufbahnen auf purem Schwachsinn, also Wokeschismus, basieren, wird es heftiger. Gaderasmusprofs, deren Gegenstand so wissenschaftlich evident wie wissenschaftlicher Kommunismus oder Rassenkunde ist, werden kämpfen wie die Löwen, da sie sonst nichts können und wissen. Die Presstitutes hingegen werden das machen, was der zahlende Kunde von ihnen erwartet. So hat ja der Tagesspiegel schon auf das gederastische Idiotendeutsch verzichtete. Der ÖR, weil das Geld von allein kommt, wird seine Rezipienten so lange tyrannisieren, bis sich die politische Landschaft ändert und echte Gefahren für Existenz und Fettlebe entstehen. Das wird noch dauern.
      Es wird aber noch dauern, bis das der Fall sein wird und ich erwarte persönlich von der Wende, so sehr ich auch das destruktive Potential dieser totalitären Ideologie fürchte, nichts Erfreuliches. Da Wokeschismus sich selbst als links phantasiert und von den Meisten so begriffen wird, ist es nicht unwahrscheinlich, dass eine rechte Hegemonie folgt, die, wie ich fürchte, nicht besser sein wird.

  20. Zur Diskussionsanregung:
    https://www.danisch.de/blog/2024/10/09/frau-hirn-rudel-niedergang/
    die Übersetzung des X-Beitrages, auf den sich der Artikel bezieht (Intersektionalität = Wokismus):
    ————————-

    „Im Feminismus geht es nicht um „Frauenrechte“ und das Gedeihen der Frau. Die primären Ziele des Feminismus sind andere Frauen und die ultimative Kontrolle der weiblichen Fruchtbarkeit und die Unterdrückung der reproduktiven Fitness von Rivalinnen.

    Dies ist kein bewusster Prozess, sondern zeigt, dass diejenigen, die evolutionäre Prozesse ignorieren oder verleugnen, von ihnen am meisten versklavt werden.

    Wie viele evolutionäre Erklärungen scheint auch diese kontraintuitiv zu sein. Um sie zu verstehen, muss man die proximalen und ultimativen Ursachen sowie die Rolle der Selbsttäuschung in der weiblichen Psychologie verstehen. Dies ist eine einzigartige Hypothese, die zuerst von zwei Personen aufgestellt wurde: Donald Symons stellte sie 1978 in seinem Buch The Evolution of Human Sexuality kurz vor, und ich selbst habe sie 2008 erstmals unabhängig voneinander aufgestellt und sie nun für die allgemeine Verbreitung erweitert.

    Es ist zwingend erforderlich, dass wir beginnen, die unbewussten Mechanismen des weiblichen intrasexuellen Wettbewerbs zu erforschen, da immer mehr Frauen die Korridore der Macht betreten. Das Konzept der Gleichheit ist in der weiblichen Psychologie durch die Evolution fest verankert. Innerhalb des weiblichen Geschlechts wird Gleichheit durch die Androhung von Ächtung erzwungen. Die Erfindung der sozialen Medien hat es den Frauen ermöglicht, diese soziale Ökonomie der Befehlsgewalt und Kontrolle noch zu verstärken, da sie es den Frauen erlaubt, sich gegenseitig zu stalken. Jemandem „gefällt“ ein politisch inkorrekter Beitrag? Das wird bemerkt.
    Der Feminismus macht sich diese evolutionäre Neigung, die weibliche Hypervigilanz (Mikroaggressionen!) und die Unterwerfung unter Autoritätspersonen zunutze.

    Die Menschen sind nur dem Namen nach „gleich“. Die Regeln der „Gleichheit“, „Fairness“ und „Empathie“ sind Anweisungen, um alle in Schach zu halten, während die Leute, die die Regeln erfunden haben – Feministen, Eliten – betrügen. Wenn man beim Konkurrieren und Betrügen erwischt wird, setzt der Selbstbetrug ein. Wenn man seine eigenen Lügen glaubt, ist es wahrscheinlicher, dass auch andere sie glauben. Frauen sind weitaus stammesorientierter als Männer. Wenn sie konkurrieren, dann um die Konkurrenz auszuschalten, und nicht, wie Männer, um das Team zu stärken.

    Das Patriarchat ist der primäre Schauplatz für den intrasexuellen Wettbewerb zwischen Männern. Der Feminismus ist der primäre Schauplatz für den intrasexuellen Wettbewerb zwischen Frauen.

    Beachten Sie, dass die unmittelbaren kulturellen Ziele immer auf die ultimativen evolutionären Ziele zurückgehen: die Beeinträchtigung der reproduktiven Fitness.

    Nicht das Patriarchat, sondern der Feminismus versucht, die Fruchtbarkeit der Frauen zu kontrollieren, wenn auch nicht mit Worten, sondern mit Taten. Und es ist der Feminismus, der mehr getan hat, um die weibliche Fortpflanzungsfähigkeit zu unterdrücken und zu verdrängen, und der heute sogar so weit geht, junge gesunde Frauen zu sterilisieren und ihre evolutionäre Fitness durch die Trans-Ideologie zu zerstören.

    Ich bezweifle nicht, dass sich die Mächtigen dieser Neigungen bewusst sind, und vielleicht ist dies der Grund für „positive Diskriminierung“ (affirmative action).

    Schwarze Frauen haben diese Neigungen und gleichzeitig das höchste Selbstwertgefühl aller Ethnien“. In anderen demografischen Gruppen haben Männer ein höheres Selbstwertgefühl als Frauen. Dies ist bei Menschen südlich der Sahara nicht der Fall: Hier ist das Selbstwertgefühl von Männern und Frauen gleich hoch. In der Sozialwissenschaft wird dies als „Black self-esteem advantage“ bezeichnet und ist seit 80 Jahren eine der am häufigsten wiederholten Erkenntnisse der Sozialwissenschaft. Schwarze Frauen haben das höchste subjektive Wohlbefinden und beklagen gleichzeitig den größten Missstand. Dies ist die treibende Kraft hinter der Intersektionalität.

    In der intersektionalen „Woke“-Ideologie ist die schwarze Frau der ultimative Gott. Das ist axiomatisch. Sie kann nicht in Frage gestellt werden. In meinen Gesprächen mit Sozialpsychologen beruht eine der Hauptursachen für „weiße Schuld“ auf der Annahme eines geringen Selbstwertgefühls von Minderheiten. Innerhalb der Sozialpsychologie ist jedoch eine der am häufigsten wiederholten Beobachtungen der „Vorteil des schwarzen Selbstwertgefühls“.

    Insbesondere bei schwarzen Frauen. Studien zeigen, dass Schwarze Menschen das höchste Selbstwertgefühl haben, während Asiaten das niedrigste haben. Im Durchschnitt gibt es bei allen „Ethnien“ einen Geschlechtsunterschied, bei dem Männer ein höheres Selbstwertgefühl haben als Frauen – mit einer Ausnahme: „Schwarze“ Menschen. Bei den Schwarzen gibt es keinen Geschlechtsunterschied im Selbstwertgefühl.

    Die Studien zeigen auch, dass dieser Selbstwertvorteil nicht mit exogenen meritokratischen Faktoren, wie Noten oder sogar Schönheit, zusammenhängt, sondern endogen bedingt ist.

    Die Intersektionalität oder die „Woke“-Ideologie hat die schwarze Frau an die Spitze einer axiomatischen, dogmatischen moralischen Hierarchie gestellt, die liberale weiße Frauen und Frauen anderer Ethnien akzeptieren und glauben, dass schwarze Frauen aufgrund angeblicher Unterdrückung ein geringes Selbstwertgefühl haben.

    Dies wird durch die empirischen Daten nicht bestätigt.

    Schwarze Frauen haben das höchste Selbstwertgefühl aller Frauen, gleichauf mit schwarzen Männern, aber sie haben liberale weiße Schuldgefühle als Waffe eingesetzt, um den größten Missstand zu beklagen.

    Sie umgehen die allgemeine Regel der weiblichen „Gleichheit“, indem sie einen heiligen Status beanspruchen.

    Tiffany Henyard

    Fani Willis

    & mehr

    Diese Menschen fühlen sich eindeutig nicht unterdrückt, aber wenn sie herausgefordert werden, können sie sich auf schwarze Unterdrückungsnarrative berufen.

    DEI ist ein Mechanismus für weiblichen Chauvinismus, und insbesondere für SCHWARZEN weiblichen Chauvinismus.

    Dies ist der Kern der Strategie von Kamala Harris und der Grund, warum sie jetzt „schwarz“ ist.“

    1. Bei mir wirft das noch eine Folgefrage auf: sind Männer, die tendentiell im Statuskampf um Frauen den Kürzeren ziehen, auch vermehrten Gleichheitsbestrebungen zugeneigt? Ich will damit nicht sagen, dass alle männlichen Linken das als Antrieb haben (zumindest für einige linke Positionen gibt es vollkommen rationale Gründe), aber in der Tendenz könnte das doch durchaus der Fall sein, oder?

      Und hat sich das durch die „sexuelle Befreiung“ vielleicht erheblich verschärft (und mit Tinder und Co nochmal erheblich Schub aufgenommen)? Das würde den Wokismus weiter verschärfen und auch erklären, warum sexuell weniger offene Gesellschaften ihm nicht so leicht verfallen.

      Wer sich mit dem Thema auseinandersetzt, erkennt nämlich schnell, dass es eindeutige Gewinner und Verlierer gibt (Chad vs. Incel). Während oft schon durchschnittliche Frauen unter Auswahlmöglichkeiten ersticken, konzentrieren sich weibliche Avancen wohl auf die oberen 10% der attraktiven Männer, die sich dann nicht mehr festlegen müssen (dieses unterschiedliche Selektionsverhalten ist m.W. relativ gut erforscht, siehe z.B. Hypergamie).

      1. endlich einmal etwas Interessantes, was nicht bedeutet, dass ich es schon nachvollziehen kann oder einen inhaltlichen Kommentar abgeben könnte. danke!

  21. „Ich glaube, dass man eine Ideologie nicht einfach und von heute auf morgen abschalten kann, ihr nicht den Geldhahn einfach abdrehen kann.“

    Doch, kann man. Und zwar genau dann, wenn diese _Idiologie_ von Anfang an nur mittels Geld in die Köpfe der Leute gehämmert worden ist. Kein normaler Mensch würde auf so einen Schwachsinn von alleine kommen. Alle Idiotie unserer Zeit ist rein Geld-gesteuert. Wir werden durch den Wahn von Supermilliardären in deren Wahn getrieben. Zum Teil leiden diese Supermilliardäre selbst gar nicht an dem entsprechenden Wahn, sondern halten es nur für nützlich, uns damit zu verblöden (zB „Gleichberechtigung“ (man denke an die „Fackel-der-Freiheit“-PR-Kampagne der US-Tabakindustrie), Migrationsförderung, „Energiewende“), zum Teil sind die aber wirklich selbst so irre (zB Virenwahn, Klimawahn, Transhumanismus, „Ewiges Leben“).

  22. Was hier – wie fast immer – total fehlt sind die tatsächlichen Hintergründe für „Wokeness“, überhaupt für „gesellschaftliche Entwicklungen“, für „Aktivismus“, für „Leitkultur“. Da sollte man sich vielleicht mal so Sachen wie ESG-Berichte („Nachhaltigkeitsberichte“, nach „European Sustainability Reporting Standards“ – kurz: ESRS) ansehen. Aber da dieses Medium vornehmlich der Vertuschung und Verblendung dient …

    )(https://www.gkkpartners.de/leistungen/esg-berichterstattung-nachhaltigkeitsbericht.html

    Das sind KEINE NEUROSEN, sondern massive Einflussnahmen von interessierten Kreisen!

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