
Claudia Wittig gilt als einer der auffälligsten neuen Gesichter in der politischen Landschaft Ostdeutschlands. Die promovierte Historikerin, Jahrgang 1983, ist zusammen mit Thomas Schulz Spitzenkandidatin des BSW in Sachsen-Anhalt. Sie sagt: »Die Brandmauer ist undemokratisch. Sie hat die AfD im Osten stark gemacht.«
Im Gespräch mit Ramon Schack erläutert die BSW-Spitzenkandidatin Claudia Wittig, warum sie trotz der Absage eines geplanten Duells mit AfD-Landeschef Oliver Kirchner an einer offenen Debatte mit der AfD festhält, weshalb sie die Brandmauer für politisch gescheitert hält und mit welchen inhaltlichen Schwerpunkten ihre Partei die Wähler überzeugen will. Außerdem spricht sie über direkte Demokratie, Medienkritik und ihren Anspruch, von Sachsen-Anhalt aus einen politischen Aufbruch anzustoßen.
Schack: Frau Wittig, als Spitzenkandidatin des BSW in Sachsen-Anhalt sind Sie neulich in die Schlagzeilen geraten. Grund war ein avisiertes Rededuell zwischen Ihnen und dem AfD-Politiker Oliver Kirchner, das dann von Ihnen wieder abgesagt wurde. Wie kam es dazu?
Wittig: Jürgen Elsässer hat mich zu dem Duell auf dem Compact-Sommerfest eingeladen, und ich hielt das für eine gute Idee. Wir plädieren seit Langem dafür, dass es eine offene inhaltliche Auseinandersetzung mit der AfD geben muss. Die Partei spricht viele Menschen an, die sich von den Altparteien überhaupt nicht mehr vertreten fühlen und die Folgen ihrer schlechten Politik jeden Tag zu spüren bekommen. Das Duell wäre eine gute Gelegenheit gewesen, diesen Menschen Orientierung zu bieten und zu zeigen: Auch wir wollen einen echten Politikwechsel – aber einen sozialen, gerechten und wirtschaftlich vernünftigen. Auf die Ankündigung gab es überraschend viele positive Rückmeldungen, zugleich aber auch Vorbehalte aus der Parteibasis. Vor allem in der Region, in der die Veranstaltung stattfinden sollte, wurde die Befürchtung geäußert, dass das Compact-Sommerfest nicht der richtige Rahmen sei. Der Veranstaltungsort, das Rittergut von André Poggenburg, die vergleichsweise hohen Eintrittspreise und ein stark festgelegtes Publikum – einige Mitglieder vor Ort hielten dieses Gesamtformat für ungeeignet.
Schack: Was haben Sie daraus persönlich für Schlussfolgerungen gezogen?
Wittig: In einer Partei müssen unterschiedliche Bewertungen und Einschätzungen miteinander vereinbart werden. Das ist normal. Ich hätte die Gelegenheit zu dieser Auseinandersetzung gern wahrgenommen, habe die Bedenken aber ernst genommen. An meinem Angebot, ein öffentliches Duell mit einem führenden AfD-Politiker zu führen, halte ich fest.
»Die Menschen fühlen sich nicht mehr gehört, sondern manipuliert«
Schack: Der Tagesspiegel titelte: »Die BSW-Frau und das Neonazi-Fest: Spitzenkandidatin für Sachsen-Anhalt sucht Nähe zu Compact«. Unabhängig von dieser schrillen Wortwahl: Wie stellt sich das Verhältnis Ihrer Partei, des BSW, zur AfD dar?
Wittig: Wir haben früh deutlich gemacht, dass wir in politischen Fragen nach der Sache entscheiden. Schauspiele wie im Sächsischen Landtag, wo die Grünen ihren eigenen Antrag am liebsten zurückgezogen hätten, weil die vermeintlich Falschen zugestimmt hatten, zeigen doch: Die sogenannte Brandmauer ist längst zu einem politischen Theater geworden. Den Menschen im Land nützt das überhaupt nichts. Wir haben in Sachsen-Anhalt drängende Probleme, die über Jahrzehnte verschleppt wurden: ein reformbedürftiges Bildungssystem, fehlende Investitionen in den Wirtschaftsstandort, eine ausgedünnte Gesundheitsversorgung in der Fläche, Kinderarmut und öffentlich-rechtliche Medien, die ihrem Auftrag immer weniger gerecht werden. Der neoliberale Kurs der AfD ist auf diese Probleme keine Antwort. Gleichzeitig wünschen sich viele Menschen, dass politische Parteien auf der Sachebene zusammenarbeiten, etwa um den Kriegskurs der Bundesregierung zu stoppen oder die hohen Energiepreise wirksam zu bekämpfen.
Schack: Was gedenken Sie als Partei dagegen zu tun?
Wittig: Wir werden die Probleme des Landes mit allen angehen, die bereit sind, an tragfähigen Lösungen mitzuwirken. Ich wünsche mir, dass im Magdeburger Landtag und perspektivisch in ganz Deutschland wieder nach dem besten Interesse der Bürger entschieden wird und nicht danach, wer einen Vorschlag eingebracht hat. Wenn das BSW stark in den Landtag einzieht und mit diesem Politikstil spürbare Verbesserungen erreicht, kann daraus etwas Neues entstehen. Dann lässt sich vielleicht auch ein Teil des verspielten Vertrauens in die Politik zurückgewinnen. Kurz gesagt: Unser Verhältnis zur AfD ist nicht die entscheidende Frage. Entscheidend ist unser Verhältnis zu den Wählern. Wenn rund 40 Prozent der Menschen eine Partei wählen, muss sich dieser Wählerwille in der politischen Realität wiederfinden. Man kann nicht dauerhaft so tun, als hätten diese Stimmen keinerlei Bedeutung.
Schack: War der Brief der BSW-Parteispitze an die AfD-Führung diesbezüglich für Sie eher hilfreich oder kontraproduktiv?
Wittig: Ich fand das Angebot der Parteivorsitzenden und Sahra Wagenknechts, sich in einer offenen Debatte mit der AfD auseinanderzusetzen, gut und wichtig. Es zeigt sich immer wieder, dass das BSW in solchen Formaten stark ist, weil wir der AfD nicht nur mit moralischen Vorwürfen begegnen, sondern sie inhaltlich stellen. Für die Wähler kann ein solches Duell sehr aufschlussreich sein. AfD und BSW benennen häufig als einzige Parteien bestimmte Probleme offen, kommen aber zu grundlegend unterschiedlichen Antworten. Für die vielen Menschen in Deutschland, die aus der politischen Blockade der vergangenen Jahre herauswollen, wäre eine solche Auseinandersetzung deshalb wichtig. Ich bin froh, dass unsere Parteispitze davor nicht zurückschreckt.
Schack: Wie versuchen Sie im Wahlkampf, Wähler vom BSW zu überzeugen?
Wittig: In den Gesprächen mit den Menschen im Land merken wir, wie tief der Frust bei vielen sitzt. Sie vertrauen den Politikern nicht mehr, fühlen sich nicht gehört, sondern manipuliert. In Sachsen-Anhalt zeichnet sich zudem ab, dass die Altparteien einen Einheitsblock bilden werden, der völlig ohne gemeinsame Linie nur Stillstand bedeuten würde. Die Interessen der Bevölkerung spielen darin weder für Linke und SPD noch für die CDU eine Rolle. Der Eindruck verfestigt sich, dass es nur um Machterhalt geht, was CDU-Kandidat Sven Schulze mit seiner Ankündigung, auch ohne Mehrheit im Amt bleiben zu wollen, ja unumwunden zugegeben hat. So kann es nicht weitergehen.
»Uns wird immer wieder gespiegelt, dass das BSW gebraucht wird«
Schack: Wie dann?
Wittig: Die Menschen werden nur noch als Stimmvieh behandelt. Die politische Meinungsbildung wird über Medien gesteuert, denen es an kritischer Distanz zu den Regierenden fehlt. Staatlich finanzierte Vereine verbreiten einseitig politische Ideologien, und Meldestellen sowie der Verfassungsschutz gehen gezielt gegen missliebige Meinungsäußerungen vor, explizit auch gegen solche unterhalb der Strafbarkeitsgrenze. Das muss aufhören. Wir treten mit dem Ziel an, die Politik grundlegend wieder vom Kopf auf die Füße zu stellen und die Menschen wieder zum Maßstab zu machen. Das beginnt mit der Anerkennung des Wählerwillens und schließt eine Politik der Brandmauern aus. Aber es muss weitergehen: Ich will verbindliche Volksentscheide zu grundlegenden Fragen – etwa zu Krieg und Frieden, zur Nutzung unserer Bodenschätze oder zu Privatisierungen. Und ich will einen dialogischen Politikstil, bei dem Mitbestimmung mehr bedeutet, als alle fünf Jahre irgendwo ein Kreuz zu machen. Ich will einen staatsfernen, demokratisch und transparent gestalteten öffentlich-rechtlichen Rundfunk und klare Kriterien für Fördermittel, die Dialog und Austausch fördern statt bestimmte politische Haltungen zu finanzieren. Darin liegt ein echtes Alleinstellungsmerkmal des BSW. Wir wollen die Menschen nicht manipulieren, sondern ihnen politische Gestaltungsmacht zurückgeben. Das sollte selbstverständlich sein – außer uns macht das aber niemand.
Schack: Das BSW war bereits bei der Bundestags- und der Europawahl in Sachsen-Anhalt zur drittstärksten Kraft geworden. Gemäß aktuellen Umfragen stagniert das BSW inzwischen knapp unter der Fünfprozenthürde.
Wittig: Mit Umfragen wird seit jeher auch Politik gemacht. Das ist inzwischen den meisten Menschen bewusst. Wir erleben im Land eine überwältigend positive Resonanz. Unsere Veranstaltungen, etwa das Festival der Meinungsfreiheit, stoßen auf großes Interesse. Unser Wahlkampfauftakt in Halle war mit 800 Besuchern bis auf den letzten Platz gefüllt. Natürlich verfügen wir über deutlich geringere finanzielle und organisatorische Ressourcen als die etablierten Parteien, zu denen ich inzwischen auch die AfD zähle. Zudem werden wir zu manchen Podiumsdiskussionen oder Fernsehdebatten gar nicht erst eingeladen. Trotzdem verbreitet sich unsere Botschaft: Einen wirklichen politischen Wechsel gibt es nur mit uns. Ohne das BSW wird es in Sachsen-Anhalt keine politische Mehrheit für einen sozialen, friedlichen und wirtschaftlich vernünftigen Kurswechsel geben. Ich bin überzeugt, dass wir am Wahlabend eine Überraschung erleben werden.
Schack: Gehen Sie davon aus, dass Sie die Begeisterung für Ihre Partei in Sachsen-Anhalt noch einmal mobilisieren können?
Wittig: Die Begeisterung ist da. Uns wird immer wieder gespiegelt, dass das BSW gebraucht wird und dass eine konsequente Friedenspolitik, eine echte Sozialpolitik und wirtschaftliche Vernunft dringend notwendig sind. Und die Menschen trauen uns zu, diese Politik durchzusetzen. Durch die Fehler in Thüringen haben manche das Vertrauen in das BSW verloren. Unsere Aufgabe in Sachsen-Anhalt ist es, dieses Vertrauen zurückzugewinnen. Von Sachsen-Anhalt muss in diesem Herbst ein politischer Aufbruch ausgehen, und das BSW muss ein entscheidender Teil davon sein. Ich kann persönlich garantieren: Mit uns wird es kein Weiter-so geben. Wir haben nicht weniger vor, als Politik neu zu denken, jenseits von Brandmauern, festgefahrenen Schubladen und Ämtergeschacher, dafür mit offenen Debatten, verbindlicher Bürgerbeteiligung und dem Mut, unser Land tatsächlich zu verändern. Gerade im Osten haben die Menschen ein feines Gespür dafür, wer es wirklich ernst meint: Wir meinen es ernst.
Schack: Sie erwähnen den Osten immer wieder. Weshalb?
Wittig: Mir gefällt die Vorstellung, dass vom Osten ein Signal ausgehen wird: Veränderung ist möglich. Die Menschen hier kennen politischen Umbruch aus eigener Erfahrung. Beim letzten Mal sind sie nicht mitgenommen worden. Diesen Fehler der Wende wollen wir korrigieren und diesmal den Wandel mit den Menschen gestalten, nicht über ihre Köpfe hinweg.
Schack: Vielen Dank, Claudia Wittig.
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C Wittig:
“ Die Menschen fühlen sich nicht mehr gehört, sondern manipuliert“
Wie wahr.
Auch vom yWestend Verlag/Overtone.
Habe gerade Flassbeck spricht angeschaut.
Thema: Die Manipulation der Volkswirtschaften durch das Treiben des INVESTMENTBANKING.
Mehr als hintergotzig ist dann, dass dieses Video 6 mal unterbrochen wird durch Werbung.
FÜR INVESTMENTBANKING.
Geht’s noch?
Wie blöd darf man in Deutschland sein?
Kurzgefasst: Das muss nicht sein.
Ich weiß jetzt leider nicht, welches Video du genau meinst, aber wenn ich mir ausnahmsweise (ich lese eigentlich lieber) Videos des Overtone-YT-Kanals https://www.youtube.com/@overtonmagazin3793/videos ansehe, dann kommt da keine Werbung. Woran könnte das liegen?
Das übliche Problem…
Wenn solch ein Angebot finanziert werden muss, nutzt man meist die „üblichen“ Werbenetzwerke… und hat da eher wenig Möglichkeiten, die Art der Werbung zu spezifizieren. Da im Titel dann noch „Investmentbanking“ vorkommt, knallt der Algo halt Werbung von Investmentbanken rein…
Und da Investmenbanken zu deren Großinvestoren gehören, wird deren Werbung auch nicht auf irgendwelchen Sperrlisten landen.
So, wie ich das sehe, bleibt Westendverlag/Overton/Flassbeck wohl nur „Friss oder stirb“.
Eben. Mahem unterliegt dem Irrtum Westens/Overton suche die Werbung aus. Aber das tut wer anders. Und AJ die Auswahl hängt auch vom Titel ab. Ich sehe solche Vorkommnisse eher ironisch. Investmentbanking wird krotoseort und genau die kritisierten schalten dort Werbung über ihre Mittelsmänner von den Werbenetzwerken und finanzieren so die Kritik an ihrem Geschäftsmodell.
Offenbar darf so blöd sein, auch 2026 keinen Adblocker zu nutzen. Wenn man Bock auf mehr Unabhängigkeit solcher Medienunternehmen hat, dann kann man auch selbst für deren Finanzierung sorgen. Das verlagert dann zwar nur die Abhängigkeiten, aber immerhin ist man dann selber mit dabei. Zudem sind mir auch andere Videoplattformen bekannt. Diese sind halt bloß nicht ganz so kommerziell erfolgreich.
Der Fehler ist und bleibt das System nebst seinen Unternehmen.
„Die Worte hör ich wohl,…..“, da warte ich erst einmal ab.
Das Verhalten des BSW nach den letzten Landtagswahlen im Osten ist mir ziemlich sauer aufgestoßen, „Vor Tische las mans anders“, wie Schiller schreibt.
Ich traue denen nicht !
Da bin ich ganz bei ihnen. Das BSW, was es ja eigentlich ohne Sarah Wagenknecht gar
nicht mehr gibt, hat mit seinen jetztigen Genossen nichts zu bieten und genießt nicht gerade
ein besonderes Vertrauen. Aber vielen ist das egal, denn deren Haupsache ist das verhindern
der AFD. Das sieht man auch an den Prognosen für die Linke. Misst man deren Werte an der
Güte des Personals, dann dürfte die Linke auch nur noch 2-3 % bekommen.
Kleine Frage am Rande: Gibt es denn überhaupt eine Partei deren Verhalten nach den letzten Landtagswahlen im Osten Ihnen nicht sauer aufgestossen ist? Mir fällt da nix und niemand ein. Daher finde ich daß solche Kommentare (und die dadurch zum Ausdruck kommenden Überlegungen) gar nichts bringen. Ausser vielleicht, daß man etwas Frust ablassen kann.
An Ihrer Bemerkung ist was dran, ohne Zweifel!
Der Unterschied ist für mich, dass ich von anderen Parteien schon lange nichts, aber aber auch gar nichts mehr erwarte; daher saß die Enttäuschung über den BSW besonders tief, nachdem ich dachte, na, vielleicht sind die doch anders.
Sind sie nicht!
Ich habe Frau Wittig schon auf mehreren politischen Veranstaltungen in Halle erlebt, und ich kann (als Nicht-BSW-Mitglied) nur sagen: Wenn ich irgendjemandem zutraue (und vertraue), sich wirklich für Meinungsfreiheit und freien öffentlichen Diskurs einzusetzen, dann ihr. Wittig hat sehr klare politische Vorstellungen, für die sie sich entschlossen einsetzt, aber gleichzeitig auch die Fähigkeit, andere Auffassungen ernsthaft – und wertschätzend – zu diskutieren.
Was mir negativ aufstößt, ist die auch im Interview geäußerte Verklärung des Ostens, die auch die Wahlplakate ziert („Der Osten bleibt anders“) – aber das ist im Wahlkampf wohl kaum zu vermeiden. Immerhin schafft sie es, auch diese (dem zugewanderten Wessi unsympathische) Position sowohl sympathisch als auch intelligent herüberzubringen.
Was der AfD Wähler zutreibt, ist der falsche Umgang der etablierten Parteien mit der AfD und nicht die »Brandmauer«.
Die Wähler fühlen, dass die etablierten Parteien CDU/CSU, SPD, Die Grünen, die FDP und die Linke die AfD nicht wegen ihrer rechtsradikalen Politik fürchten – wäre das der Fall, dann müssten sich diese Parteien noch weit mehr Sorgen um die ukrainischen Nazis machen, die von den ukrainischen Machthabern offen gefeiert werden – die etablierten Parteien fürchten de AfD vor allem deshalb, weil sie ihnen die Wähler abspenstig macht.
Der Vorwurf, die AfD sei rechtsradikal , betrifft die wenigsten deutschen Wähler, was ihnen aber Sorgen macht sind die vielen Migranten, unter Anderem, weil man rechtsradikalen Deutschen nicht ansieht, dass sei rechtsradikal sind, den Migranten sieht man aber an, dass sie „nicht dazu gehören“.
Bevor Frau Merkel 2015 alle die wollten einlud nach Deutschland zu kommen, war die AfD eine Nischenpartei mit weniger als 5 Prozent Anhängern, danach schoss ihr Anteil bei Wahlen in die Höhe, weil außer der AfD und BSW keine Partei sich traute zu akzeptieren, dass die meisten Wähler gegen eine unkontrollierte Einwanderung waren.
Und das aus gutem Grund, in Deutschland fehlt das Geld für Millionen Menschen die auf das Bürgergeld angewiesen sind, in Deutschland fehlen Millionen bezahlbare Wohnungen, und da hat es nichts mit Ausländerfeindlichkeit zu tun, wenn eine große Zahl der Menschen, kein Verständnis dafür, dass die Bürger den Wohnraum mit den Migranten teilen müssen.
Ein weiterer Punkt, wieso so viele Wähler ihre Zuflucht bei der AfD suchen ist, dass sie gemerkt haben, dass die europäische Sanktionspolitik gegen Russland, uns mehr schadet als Russland und weil sie sich weigern zu akzeptieren, dass das Geld, das wir bitter benötigen in die korrupte, faschistische Ukraine gepumpt wird.
Ich wüsste jetzt nicht so recht, woran ich Menschen aus der Ukraine erkennen soll, mal abgesehen davon, dass bestimmte Aspekte der Kosmetik bei den Frauen von dort häufiger vorkommen als bei Bio-Deutschen Frauen (Damals hieß ja sogar noch: Ein deutsche Frau schminkt sich nicht)
Meinem syrischen Freund (seit seinem Germanistik Studium in Göttingen Mitte der 1970er in Dland lebend) sieht man natürlich an, dass er keine Kartoffel ist. Aber ob das jetzt ein Kriterium sein soll…
heino: Das die AFD das Migrantenproblem angehen will, ist ja nur eine Sache. Die potentiellen
Wähler haben ja auch kapiert, dass nicht jeder mit Migrationshintergrung auf der AFD Abschußliste
steht, sondern die die kein Aufenthaltsrecht in Deutschland haben, das Sozialsystem bestehlen und
meißt auch noch kriminell sind. Die Täter der Morde in der letzten Zeit entsprechen ja auch noch
dieser Klientill. Es sind auch immer mehr andere Themen, wie Sie es auch schon mit dem Umgang
mit Russland andeuten, welches die Menschen bei den Altparteien vermissen. Dann kommt auch noch
das Personal der AFD. Gegenüber dem der Altparteien kommt es symphatischer rüber. Vor Merz, Amthor,
Kiesewetter, Bas und Klingbeil usw. schütteln sich immer mehr die Menschen. Wenn die AFD jetzt
in den ersten Bundesländern tatsächlich regieren kann und trotz der dann mit allen Mitteln geführten
Widerstand durch die Altparteien auch noch etwas bewirkt, sind diese Altparteien erst einmal weg vom
Fenster. Genau das wissen deren verwöhnten Politiker, denen dann die Futtertröge verschlossen werden.
Deshalb versuchen die jetzt mit Mitteln, die der Demokratie absolut widersprechen, die AFD zu verhindern.
Sie machen das aber so plump, dass die Menschen im Land das längst durchschaut haben. Was geschieht,
wenn die Menschen die AFD nicht wählen können oder dürfen wird interessant werden.
@Inninör
Obwohl es viele Leute abstreiten – meine Frau gehört dazu – halte ich es für eine Tatsache, dass Migranten in keinem Land der Welt erwünscht sind.
Ich erwähnte, dass Migranten sich oft äußerlich von Einheimischen unterscheiden, aber das ist nicht der einzige Grund für die Ablehnung, während des 2. Weltkriegs suchten immer mehr deutsche Bombenopfer nach Unterkünften, und sie wurden von der Mehrheit ähnlich abgelehnt, wie die Migranten heute.
Das gleiche erlebten nach dem Krieg heimatvertriebene Deutsche, ihnen wurde vorgeworfen, sie würden ihre Privilegien missbrauchen, sie wären arbeitsscheu und sie würden sich auf Kosten der Allgemeinheit durchfüttern lassen.
Ich verstehe, dass deutsche Arbeiter, die mit einem minimalen Lohn auskommen müssen, kein Verständnis dafür haben, dass man Migranten beschäftigt die die Löhne der Deutschen drücken und ich denke, dass die etablierten Parteien wissen, dass Migranten nicht gerne gesehen werden, aber ich glaube, dass diese Parteien sich bewusst dafür einsetzen, dass Migranten weiter nach Deutschland kommen dürfen, obwohl sie sich dazu anders äußern.
Ich verstehe auch, dass Menschen aus unterentwickelten Ländern keine Rücksicht auf die Meinung der deutschen Bevölkerung nehmen und dass man etwas für sie tun sollte, aber sie nach Deutschland einreisen zu lassen, halte ich für den falschen Weg, der richtige wäre dafür zu sorgen, dass sich die Zustände in ihren Heimatländern ändern, so wie es Sahra Wagenknecht vorschlug.
Und was die Ukraine-Politik unserer Regierung und auch Teile der Opposition betrifft, da haben sie sich bereits bis jetzt so festgelegt, dass sie ohne kompletten Gesichtsverlust sich nicht mehr daraus zurückziehen können.
Die Heimatvertriebenen nach dem Krieg wurden auch nicht mit offenen Armen aufgenommen. Oft ganz im Gegenteil. Genauso wettern unverbesserliche Wessis immer noch gegen den zugezogenen Ossi.
Zu ihrem letzten Absatz kann man nur zustimmen. Die deutsche Politik hat sich festgelegt und Holzwege müssen bis zum Endsieg marschiert werden. Es könnte ja ein Politiker seinen kuscheligen Posten verlieren, wenn man etwas ändert.
Stimmt! Und die AfD wird immer stärker:
https://terminegegenmerkel.wordpress.com/2026/07/31/tgm-deutschlandtrend-juli-2026/
https://terminegegenmerkel
finde ich irgendwie lustig. Ich weiß nicht genau, ob man leicht Termine mit Frau Merkel verabreden kann, aber gegen sie-das scheint mir nahezu unmöglich.
Die BSW hat ihre Chance in Thüringen verspielt. Jetzt muss man mühsam Punkte sammeln. Ich hoffe mal die werden dann nicht wieder verschenkt, sobald man ins Parlament einzieht.
> Der neoliberale Kurs der AfD ist auf diese Probleme keine Antwort.
Wenn man sich mal an die letzte Wahl erinnert wo landauf landab die Medien vor der AfD als neoliberal gewant haben. Jetzt bekommen wir Sozialabbau von schwarz/rot ! . Zusammen mit der größten Staatsverschuldung, die die nächsten Jahrzehnte dafür sorgen wird das noch weniger Geld zum verteilen da ist.
Nordstream wiederaufmachen würde dem ganzen Land helfen, sowohl dem Bürger als auch den Firmen. Um mal eins rauszugreifen. Was ist daran neoliberal?
Fakt ist um Deutschland wieder wirtschaftlich nach vorne zu bringen, muss sehr viel geändert werden. Das trau ich der BSW derzeit nicht so ganz zu, auch wenn gute Ansätze dabei sind.
Ich fürchte, dass das Ende der berühmten Fahnenstange noch nicht erreicht ist.
Aber noch viel schlimmer: was geschieht, wenn die Menschen merken, dass es auch mit der AfD nicht besser wird?
wem trauen Sie denn zu, Deutschland wieder nach vorne zu bringen? Der Merz-CDU? Via Rüstung, deutscher Großmannssucht und Krieg gegen Russland? Das funktioniert nicht. Das Zeug steht dann rum und muss verbraucht werden. Also Krieg. Zu wessen Nutzen? Warum sollten die Bürger da mitmachen?
In der aktuellen Lage ist es ganz schwierig, Deutschland nach vorn zu bringen. Dazu müsste man die Sanktionen gegen Russland aufgeben, den Ukrainekrieg aufgeben, die Ukraine zu einem neutralen Staat machen und sich aus der Abhängig keit von den USA lösen. Dazu muss man durch ein tiefes Tal gehen und die Transatlantiker komplett entmachten. Ich sehe das momentan nicht kommen.
Die Blockade gegen die AfD ist Schwachsinn und der eigentliche zentrale Brandbeschleuniger für den Erfolg der AfD.
In einer echten Auseinandersetzung müsste die AfD Farben bekennen und sehr schnell entzaubert werden.
Leider werden aber die etablieren Parteien keine Auseinandersetzung mit der AfD riskieren, da sie dann ihre eigenen Ziele offen legen müssen und dann würde der Schuss nach hinten losgehen.
Fakt ist; wir haben aktuell keine Partei die Politik für das Land und seine Menschen macht.
Was da im Bundestag sitz, sind Lobbyisten verschiedener Interessengruppen, die im Auftrag von einzelnen Personen oder Konzernen tätig sind
Du magst recht haben, aber ich möchte einwenden, dass manche Entzauberungen sich nicht auf die schnelle vollziehen, zuletzt dauerte eine solche 12 Jahre.
ZITAT
„Es sind schwere Vorwürfe: Der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts Hans-Jürgen Papier hält den etablierten Parteien vor, Interessen, Wünsche und Belange der Bevölkerung zu ignorieren – und somit selbst zum Aufstieg radikaler Stimmen beizutragen.“
https://www.n-tv.de/politik/Hans-Juergen-Papier-warnt-Etablierte-Parteien-staerken-die-politischen-Raender-id31139634.html
12 Jahre wäre ja noch´ne gute Aussicht. Der aktuelle Zustand hat sich in den letzten 25 bis 30 Jahren aufgebaut und es ist nicht absehbar, wie lang die Talfahrt noch dauert und es wieder aufwärts geht.
Aber ich habe den Verdacht, das Frau Merkel es wusste.
Die hat in einem Interview 2006 oder 2007 in einem TV-Interview die Aussage gemacht, dass es erstmal 30 Jahre schlimmer werden wird bevor es dann langsam wieder bergauf geht.
Auf Deutsch: ab ca 2100 werden wir langsam wieder Licht am Ende des Tunnels sehen
(oder es ist nur den Zug, der entgegenkommt)
Aktuell sind wir in der Phase die spätere Generation als „die gute alte Zeit“ bezeichnen werden
notabene: In der echten Auseinandersetzung die ja jetzt schon längst läuft, hat die AFD
eben ihre Wähler gewonnen. Ich habe mich in den letzten Monaten gewundert, wie viele
meiner Bekannten sich tatsächlich die Reden von AFD Politikern und die albernen Versuche
der Altparteien und auch der Bundestagspräsidentin, die Wahrheiten die bekannt wurden
zu sabotieren, angesehen haben. Zum Glück wachen doch tatsächlich einige Menschen in
Deutschland auf. Wie sich bei Corona gezeigt hat, ist es in Deutschland unsinnig zu zig
Tausenden auf der Straße zu demonstrieren. Es scheint tatsächlich nur den steinigen Weg
über Wahlen zu geben, die jetzige katastrophale Politik zu beenden. Wenn es allerdings
schon zu spät ist und die letzten Pfitzelchen der Demokratie eine richtige Wahl auch nicht
mehr ermöglichen, könnte es in diesem Land wirklich übel werden.
„Im Osten geht die Sonne auf, im Westen geht das sie unter“
Aber bitte den Klimawandel berücksichtigen!
Ja, hatte Wolfgang auch schon moniert,
diese penetrante Duzerei hierzulande.
Manchmal springt ein Wort (hier: das) beim Abschicken aus dem Bausteinkasten in den Text. Und da es keine Korrekturmöglichkeit mehr gibt… Pech.
Ja, find‘ ich auch scheiße, dass es hier weder eine Vorschau noch eine Korrekturmöglichkeit gibt.
Hab‘ auch schon einige Lapsi produziert … aber keinen so schönen wie den Ihren, Genosse Oberst!
Zum Glück sind wir alle nicht perfekt und es rutscht immer wieder ein
Fehler durch, den wir nicht korrigieren konnten. Das hat aber auch den
Vorteil, dass die Besserwisser nicht ständig über die kleinen Schnitzer
herfallen können, weil auch sie schnell einen solchen fabrizieren könnten.
Eigentlich kann das BSW gleich mit der AFD fusionieren so wie die der AFD nach dem Maul reden.
Das wäre ehrlicher als die erbärmliche Anbiederung.
Keine Angst, die werden sich nicht anbiedern. Die werden der AfD in keiner Weise hilfreich sein.
🙂
Haben sie sich schon einmal gefragt, ob es für Deutschland hilfreich ist, wenn
die Vorhaben der regierenden Partei (en) immer sabotiert werden? Gute Vorhaben
wurden schon immer wieder durch die zufällige Bundesratsmehrheit, die durch
Fusionen machtgeiler Parteien entstanden, niedergeschmettert wurden. Das BSW hat
sich dieser Praxis gleich angeschlossen.
das BSW hat sich nach den letzten LTW als das geoutet, was andere zuvor schon vermuteten. Von Leuten die samst und sonders aus dem System kommen war, ist und wird nie etwas anderes zu erwarten sein.
Alice Weidel kommt von Goldman Sachs (jetzt „Teil“ von Blackrock).
Was glaubst Du, welche Charaktere Goldman Sachs anzieht?
Das BSW hat Leute wie Wagenknecht, de Masi, Norbert Häring. Das sagt für mich schon einiges zu Gunsten des BSW.
@Muriam
Aus welchem „System“ kommen denn die etablierten und diese angeblich „alternative“ Partei mit der blauen Alice Weidel?
Dann sollte man sich einmal die Gründerinnen und Gründer der AfD und die aktiven Politikerinnen/Politiker der AfD ansehen. Ein paar Gründer sind ein paar Jahre später wieder aus der AfD ausgetreten, weil es inzwischen zu viele Politikerinnen/Politiker mit braunen Socken in der Partei gibt, die das Dritte Reich und den Zweiten Weltkrieg als „Vogelschiss in unserer über 1000-jährigen Geschichte“ bezeichnen. Die 🔵AfD ist Fleisch vom Fleische der 🟡FDP und ⚫CDU/CSU. Ein paar nationalistische Fans der 🟤NPD und rechte 🔴⚫SPDler sind inzwischen auch hinzugekommen.
Tatsache ist: Die AfD greift Demokratiedefizite und wichtige Themen auf z. B. innere Sicherheit, Migrationspolitik bzw. Überfremdung, die Angst vieler Bürger vor dem ökonomischen/sozialen Abstieg, die undemokratische Politik der EU-Kommissare, die sogar Politik gegen die Mehrheit des EU-Parlaments machen. Das nennt die Uschi aus Leyen an der Brüssel dann „Demokratie“.
Das Problem dabei ist, dass die AfD selbst eine autoritäre, elitäre und vor allem neoliberale Partei ist. AfD-Politiker würden das selbstverständlich bestreiten. Die hochrangigen braunen und feigen deutschen Verbrecher, die nach dem Zweiten Weltkrieg 1945/46 in Nürnberg angeklagt wurden, haben auch jegliche Verantwortung von sich gewiesen. Der Mann mit dem Schnauzbart aus Braunau am Inn war es, wir haben immer „nur“ Befehle ausgeführt.
Wenn die AfD zum Beispiel die Mittelschicht gegen die Geringverdiener ausspielt, indem sie gegen jede Erhöhung des Mindestlohnes stimmt, und die Mittelschicht/Geringverdiener gegen Arbeitslose aufhetzt, wer profitiert dann davon? Die Mittelschicht, die Arbeitslosen, die Armen, Rentner, die Pfandflaschen sammeln, die Menschen, die sich bei der Tafel anstellen, und die Geringverdiener sicherlich nicht. Das ist das uralte Prinzip „divide et impera“ = spalte die Gesellschaft und herrsche. 🧑🤝🧑⬅️💰➡️🧑🤝🧑
Aber das merken viele Bürger nicht und vielen Wählerinnen und Wählern der AfD gefällt das auch. Nach unten treten ⬇️ und nach oben ⬆️ buckeln, das ist das fundamentale Prinzip dieser „Alternative“. Die AfD ist eine Partei für die besserverdienenden 💰 Reichen und superreiche Multimiliardäre 💰💰. Und solange im Fernsehen Entertainment „Kuh sucht Bauer“ und „Deutschland sucht den Superidioten“ läuft, ist alles „supi“ und „mega“ und „nice“ und „perfekt“ und „krass fett“ und „stabil“.
Die AfD fragt zum Beispiel nie, warum „superreiche“ Multimilliardäre immer noch reicher werden müssen und wann die Superreichen endlich reich genug sind. Die AfD fragt auch nicht, warum im Land der Multimilliardäre allein in Hamburg im letzten Winter (2025/26) 20 oder noch mehr Obdachlose erfroren sind und warum es in einem reichen Land wie Deutschland überhaupt Obdachlose gibt. Das Motto der AfD lautet: Geh arbeiten, du Faulenzer. So einfach ist das.
Was ist daran „alternativ“, das machen CDU/CSU, FDP und SPD seit Jahrzehnten. Die Grünlinge machen es inzwischen auch.
Habe ich nicht recht, Frau Dr. Weigel?
Kienzle: Noch Fragen Hauser.
Hauser: Nein Kienzle. Aber auf Ihre Frage werden Sie von der blauen Alice Weidel keine (ehrliche) Antwort bekommen.
„Von Sachsen-Anhalt muss in diesem Herbst ein politischer Aufbruch ausgehen, und das BSW muss ein entscheidender Teil davon sein. Ich kann persönlich garantieren…“
Aufgrund der bisherigen „Aufbruch-Performance“ des BSW kann man auch hier mit nahezu hundertprozentiger Gewissheit davon ausgehen, dass die Hoffnung und die Erwartungen der Menschen massiv enttäuscht werden. Danke, nein!
Schraubt Eure Hoffnungen nicht zu hoch. Fräulein Wittig ist 2018 der Linkspartei beigetreten. Dann hat sie, wie eben etliche andere, die nicht mit der Linkspartei unter die 5% rutschen wollten, das Rettungsboot BSW genommen.
Das Projekt “OSKAR“ ist grandios gescheitert.
Frau Wagenknecht kann vielleicht Vereine und Parteien gründen, aber nicht leiten und führen! Das nachfolgende Führungspersonal reißt auch keine Bäume aus.
Das BSW als Partei ist in die Bedeutungslosigkeit versunken und wird auch dort verbleiben sowie irgendwann aus der Parteienlandschaft ganz verschwinden!
Da helfen auch keine Versuche der Reanimation der verschiedensten Art.
Frau Wagenknecht, als ehemaliges Mitglied der “Kommunistischen Plattform“ müsste eigentlich den Ausspruch “Die Reinheit der Partei steht vor der Einheit der Partei“ kennen. Darüber sollte sie einmal nachdenken!
Das könnte eventuell vor fremdgesteuerten Personen schützen, die es in allen Oppositionsparteien in nicht unerheblichen Ausmaß gibt, um Parteipolitik im fremden Auftrag mit nicht immer positiven Zielen zum Nachteil der Partei zu betreiben..
Die fremdgesteuerte Meinungsbildung ist in der Tat ein Problem. Nationale Parlamente können die derzeitigen Probleme aber gar nicht lösen.
Das BSW will etwa für angemessene Löhne sorgen. In Wirklichkeit ist aber die Verschuldung unser völlig falscher Wirtschaftsmotor und das System gerät auch immer schneller außer Kontrolle, weil die Politik immer schneller Schulden sozialisieren muss, damit der Laden überhaupt noch läuft.
Einzelne Politiker der AfD bringen es sogar erstaunlich richtig auf den Punkt. Etwa Beatrix bemängelt es, dass die Politik von Friedrich Merz BlackRock Profite beschert. Dann hatten Kay Gottschalk u. Petr Bystron vor ca. 3,5 Jahren ein Expertengespräch mit Franz Hörmann, der das Ende des Geldes empfiehlt.
Sowohl die AfD als auch das BSW vertreten unter dem Strich trotzdem neoliberale Positionen wie etwa die „Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen verbessern“.
Die Lösung besteht vielmehr darin, dass wir alle Länder weltweit mit ins Boot holen, um aus dem Kapitalismus auszusteigen.
Diese prinzipielle Frage sei gestattet:
Wenn auch z.B. das BSW, sicher mit vielen Geburtsfehlern behaftet und aufgrund des Alters noch recht wackelig auf den Beinen ist, aber bisher noch nicht wirklich in die Pflicht genommen werden konnte, aber bereits geschreddert wird, was ist dann die Lehre aus der Vergangenheit und für die Zukunft?
Mangels perfekt (zugeschnittener) Alternativen wählt man* halt das Altbekannte und -bewährte; weil da weiß man schließlich aus Erfahrung, was man erwarten kann und muss?
Interessante Herangehensweise.
Ist vergleichbar mit einer Frau, die regelmäßig und mit wachsender Begeisterung vom Ollen verprügelt wird und sich stetig darüber beschwert. Aber die Option auf mögliche Besserung (durch Wechsel desselben) nicht in Betracht zieht, weil sie schließlich weiß und damit vertraut ist, wann und wie hart er zuschlägt. Bloß keine Experimente!
*Selbstverständlich wählen ausschließlich all die ANDEREN stets das falsche, bleiben unbelehrbar und sind schuldig (zu machen) am Elend.
Ein sehr guter Artikel, vielen Dank.
Manche hier meinen, das BSW wäre bereits in der Bedeutungslosigkeit versunken, aber das ist nicht so. Diese Kleinparteien sind für den Algorithmus der Sitzverteilung enorm wichtig. Man kann mit einem einzigen Prozent, was sich sehr unauffällig „besorgen“ läßt, nicht im Straßenwahlkampf, sondern in kleinen Hinterzimmern, Mehrheitsverhältnisse kippen und unerwünschte Akteure aus dem Spiel nehmen. Na gut, dann hat man eben eine „Koalition der Verlierer“, aber die Kuh ist erstmal für weitere 5 Jahre vom Eis.
Übrigens stammt Wittig einer Unternehmerfamilie, die sehr erfolgreich eine Baustoffhandlung und einen Baumarkt betreibt und seit 30 Jahren fest im Sattel sitzt. Vater und Mutter konnten der Tochter jahrelanges Sinnlosstudium ermöglichen. Sie hat noch nie gearbeitet, und während ihr Bruder heute das Unternehmen führt, robbt sie sich an den Fleischtopf heran. Das ist sehr gut und verdient Respekt.
Das ist sehr gut und verdient Respekt. Das ist eine großartige Leistung. Soziale Gerechtigkeit und gegen Krieg und für den Frieden usw.
@EU? Nein danke!
Und was wollen „EU? Nein danke!“ damit sagen? Muss man arm und obdachlos sein, um gegen Armut und für soziale Gerechtigkeit zu kämpfen?
Wie viele Politikerinnen/Politiker von FDP, CSU/CDU, SPD und AfD haben ein „Nichtsinnlosstudium“ absolviert und sind dann Berufspolitker geworden: Schule > Abitur > Studium > „Berufspolitiker“. Philipp Amthor (CDU) ist das Parade-Exemplar dafür. Das wird aber nie kritisiert.
Der deutsche Bundestag besteht zu rund 90 Prozent aus „Akademikern“ (m/w/d) mit in der Regel abgeschlossenem Studium. Das gilt auch für Frau Dr. von der Leyen von der CDU, die Alice von der blauen AfD und den beliebtesten und besten Bundeskanzler seit 1949. Warum reden die dann immer so einen Müll daher? Bei Friedrich Merz merkt man das sogar an der Stimme, wenn man ein feines Gehör und ein Gespür dafür hat, dass etwas nicht mit dem nicht stimmt, was der Mund von sich gibt.
Aus seinem Mund kommt schöne Stimme,
doch hinter seinen Worten lauert das Schlimme.
Er täuscht die Leute, lügt sie an,
bis keiner mehr ihm glauben kann.
(Rainer Reimer, Reimland am Rhein, 2026)
Und was bitte ist ein sinnvolles Studium? Chemie, Mathematik, Physik, Elektrotechnik? Man kann Chemie studieren, um dann in einem Chemielabor der Lebensindustrie teure Rohstoffe durch billige Stoffe aus dem Reagenzglas zu ersetzen. „Sinnvoll“ oder „sinnlos“? Für die Industrie ist es sicherlich sinnvoll, weil 💰🪙💷💶💵
Man kann Rechtswissenschaften mit Schwerpunkt Steuerrecht studieren, um dann reichen Klienten zu helfen, ihre Gewinne „legal“ in Steueroasen zu schaffen. „Sinnvoll“ oder „sinnlos“? Für diese Juristen und die Reichen ist es sicherlich sinnvoll, weil 💰🪙💷💶💵. Für die Allgemeinheit und alle anderen Steuerzahler ist das sicherlich nicht sinnvoll oder?
Nun ja, das sind halt Politphrasen zum Wahlkampf mit dem Versprechen: „wir sind und machen es anders“. Insofern verständlich.
Aber auch sehr überheblich und damit wenig überzeugend: „Ich kann persönlich garantieren“. Und was heißt das denn: „den(!) Menschen die politische Gestaltungsmacht zurückgeben(!)“. Oder „die(!) Menschen wieder(!) zum Maßstab zu machen“ – wie ehrenvoll.
Ich finde: das ist doch etwas sehr viel Geschwafel; es „menschelt“ so viel. Der Interviewer hätte da vielfach nachhaken können, wäre er denn seinerseits ein kritisch eingestellter Zeitgenosse. Als Sympathisant geht das wohl nicht.
Denn: wie genau will das BSW das alles machen? Das wird man halt erst sehen können, wenn die Partei drin ist.
Versprechungen, die wohl in Thüringen und Brandenburg nicht so richtig gelangen. Insofern frage ich mich, wer, außer Partei-Gläubigen, will und kann darauf politische Hoffnung schöpfen? BSW oder sonstige hin und her: die politische Situation in DE und EU ist hoffnungslos verfahren.
Wenn ich lese, wie hier so auf das BSW und seine aktuellen Vertreter eingedroschen wird (oft mit nur partiell oder auch gar nicht berechtigter Kritik), dann denke ich mir – das muss doch aus Sicht der Konkurrenz eine sehr gefährliche Partei sein. Bloß nicht groß werden lassen…
Das Interview hat bei mir einen zwiespältigen Eindruck hinterlassen. Einerseits begrüße ich ausdrücklich die Kritik an der Brandmauer und den Wunsch nach einer offenen inhaltlichen Auseinandersetzung mit der AfD. Eine Demokratie lebt vom Streit der besseren Argumente und nicht von Ausgrenzung.
Andererseits habe ich den Kurs des BSW nach den Landtagswahlen im Osten bis heute nicht verstanden. Viele Wähler haben das BSW gewählt, weil sie einen echten politischen Kurswechsel erwartet haben. Die anschließenden Gespräche und Annäherungen an die etablierten Parteien haben bei vielen den Eindruck hinterlassen, dass dieser Anspruch aufgegeben wurde. Das hat aus meiner Sicht erheblich zum Vertrauensverlust des BSW beigetragen.
Doch unabhängig davon sollte der Blick jetzt nach vorne gehen. Wenn das BSW es mit seiner Kritik an der Brandmauer ernst meint, dann sollten daraus auch praktische Konsequenzen folgen. Dort, wo BSW und AfD inhaltliche Gemeinsamkeiten haben, etwa in der Friedenspolitik, der Energiepolitik, beim Bürokratieabbau oder bei mehr direkter Demokratie, sollte es eine konstruktive und sachorientierte Zusammenarbeit geben. Das bedeutet nicht, dass beide Parteien in allen Fragen übereinstimmen müssen. Gute Politik sollte sich am Nutzen für die Bürger orientieren und nicht daran, von welcher Partei ein Vorschlag stammt.
Das permanente AfD-Bashing halte ich ebenfalls für einen Irrweg. Kritik an jeder Partei ist legitim. Sie sollte aber auf Fakten und einer fairen inhaltlichen Auseinandersetzung beruhen. Die Ausgrenzung von Millionen Wählern hat die politischen Probleme Deutschlands nicht gelöst, sondern die Fronten weiter verhärtet.
Ich hoffe deshalb, dass das BSW den Mut hat, den im Interview beschriebenen Weg tatsächlich zu gehen. Weniger parteipolitische Blockaden, mehr Sachpolitik und dort, wo es möglich ist, eine konstruktive und sinnvolle Zusammenarbeit mit der AfD zum Wohl unseres Landes.