
War Ihr Großvater ein Scherge an der Ostfront? Und hat das für Sie hier und jetzt noch eine Bedeutung?
Der Spiegel wirbt seit Wochen mit einer Nazi-Datenbank, in der Sie nach Ihren Familienangehörigen oder Bekannten von früher suchen können. Ist das etwas, das Sie heute bewegt? Finden Sie solche Datensammlungen richtig? Haben Sie gar jemanden aus Ihrer Familie gefunden?
Das würde uns an dieser Stelle interessieren. Wir würden uns freuen, wenn Sie zahlreich abstimmen würden. Wenn Sie Ihre Position noch ausführlicher darlegen wollen: Schreiben Sie es gerne in die Kommentare. Wir weisen aber ausdrücklich darauf hin, dass Diskussion angemessen und ohne justiziable Aussagen zu führen sind. Die Kommentarregeln sind einzuhalten. Verstöße können zum Ausschluss führen.
- Nein. 88%, 713 Stimmen713 Stimmen 88%713 Stimmen – 88% aller Stimmen
- Ja. 11%, 87 Stimmen87 Stimmen 11%87 Stimmen – 11% aller Stimmen
- Keine Angaben. 1%, 7 Stimmen7 Stimmen 1%7 Stimmen – 1% aller Stimmen
- Nein. 75%, 574 Stimmen574 Stimmen 75%574 Stimmen – 75% aller Stimmen
- Ja. 22%, 167 Stimmen167 Stimmen 22%167 Stimmen – 22% aller Stimmen
- Keine Angaben. 4%, 27 Stimmen27 Stimmen 4%27 Stimmen – 4% aller Stimmen
- Es ist falsch. 43%, 346 Stimmen346 Stimmen 43%346 Stimmen – 43% aller Stimmen
- Es ist richtig. 34%, 275 Stimmen275 Stimmen 34%275 Stimmen – 34% aller Stimmen
- Ich bin da zerrissen. 19%, 151 Stimme151 Stimme 19%151 Stimme – 19% aller Stimmen
- Habe keine Meinung dazu. 4%, 30 Stimmen30 Stimmen 4%30 Stimmen – 4% aller Stimmen
- Ich spüre Verantwortung, nicht Schuld. 49%, 407 Stimmen407 Stimmen 49%407 Stimmen – 49% aller Stimmen
- Nein. 45%, 373 Stimmen373 Stimmen 45%373 Stimmen – 45% aller Stimmen
- Ja. 4%, 30 Stimmen30 Stimmen 4%30 Stimmen – 4% aller Stimmen
- Keine Angaben. 1%, 10 Stimmen10 Stimmen 1%10 Stimmen – 1% aller Stimmen
- Mir ist das egal. 1%, 9 Stimmen9 Stimmen 1%9 Stimmen – 1% aller Stimmen




Mein Opa ist in Stalingrad gefallen. Meine Mutter hat ihren Vater nie kennengelernt. Er wurde als Soldat zum Kriegsdienst eingezogen, also nicht freiwillig.
Genau aus diesem Grund bin ich sehr besorgt, wenn die deutschen Bellizisten schon wieder den Marsch in Richtung Osten anvisieren. Wir als Deutsche haben bereits ausreichend Unheil in dieser Welt angerichtet und sollten uns gefälligst aus Konflikten heraushalten. Nur Diplomatie ist gefragt. Das hat mir auch meine Mutter so beigebracht und so verfahre ich auch privat in meinem Umfeld.
Ohne Frieden ist alles nichts. Deine Mutter hat recht. Umso mehr steigt bei mir mit jedem Tag die Achtung vor dem einzigen Friedensstaat in der deutschen Geschichte, die DDR. Lieber auf blödsinnigen Konsum verzichten und dafür Frieden haben und sicher sein das faschistische Tendenzen keine Chance haben – ganz im Gegensatz zu den Regimen der Brd.
In der DDR war Friedenspolitik Staatsräson.Wir fühlten uns sicher.
Berlin wurde vom Weltfriedenrat zur Stadt des Friedens ernannt.
Leider wurde die große Friedenstaube am Alexanderplatz mit dem Spruch „Stadt des Friedens“ abmontiert.
Das habe ich im Oktober 2025 entdeckt,und es hat mich wütend gemacht.
Mich widert geradezu an, wie derlei von den ‚üblichen Verdächtigen‘ für die Tagespolitik instrumentalisiert wird.
Und noch etwas: Die AfD ist kein neuer Aufguss der Nationalsozialisten; bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Verbund mit diversen NGOs bin ich mir hingegen sehr, sehr unsicher. Die sind mindestens ein sehr geschichtsvergessener Haufen Wohlstandsverwahrloster.
Aus aktuellem Anlass sei ergänzt: Das, was an diesem Wochenende in Erfurt geschieht – möglicherweise auch Gewaltexcesse –, geht auf die Kappen der Kartellparteien Parteien, welche seit Jahren gegen die AfD übelst und mit allen demagogischen Tricks, wie sie sagen würden, ‚Hass und Hetze‘ schüren. Und zwar im Verbund mit NGOs, Think Tanks, Medien, ÖRR … Und zugleich wenden die sich alle gegen ‚Hass und Hetze‘ ( Was immer das auch sein mag! ). Wie bigott ist das denn?
Was diese alle seit Jahren ferner betreiben, nenne ich politische Brunnenvergiftung in der Geschichte der Bundesrepublik in noch nie da gewesener Form. Hinzu kommt das systematische Ausgrenzen und Verunglimpfen der Bürgerinnen und Bürger Ostdeutschlands; gepaart mit einem gewissen Deutschenhass. Da wird dann die sog. ‚Prideflagge‘ grundgesetzwidrig gleichsam zur deutschen Nationalflagge erhoben. Da darf dann ohne nennenswerte Empörung von diesem grünen Schuljungen Luis Bobga gesagt werden: „Hängt Eure scheiß Deutschlandflaggen ab.“ Dieses grüne Bürschchen sollte sich einmal mit der Geschichte der Farben Schwarz / Rot / Gold befassen, dann wüsste es, dass es Zeiten in der deutschen Geschichte gab, in welcher diese Farben verboten waren. TypInnen wie Bobga dürfen niemals Amt und Mandat auf Kosten der Allgemeinheit.
Tja, und nun stellten sich Leute wie Rammelow hin und sprachen sich gegen Gewalt in Erfurt aus. Erst über Jahre das Feuer legen, um anschließend die Feuerwehr zu rufen. Wie perfide ist das denn?
Solche Individuen haben alle als DemokratInnen kläglichst versagt und Vertrauen des Souveräns übelst missbraucht. Deren Parteien sind es, die AfD ausgenommen, welche Deutschland ins Chaos gestürzt haben; u. a. durch eine ans Idiotische grenzende Migrationspolitik.
Eine politische Minderheit in der Idiokratie Deutschland gesinnungsterrorisiert das Land!
Auch die AFD ist dafür Waffen an faschistische Staaten zu schicken. Einen der derzeit einen Völkermord begeht. Ich sehe keinen Unterschied zum Rest im Reichstag. Und neoliberal und sozialen Abbau wollen die sowieso.
Darum geht es in der Sache aber nicht. Es geht um den Umgang mit einer Partei die Verfassungskonform agiert. Das ist es, was dem Zusammenbruch einer Demokratie voraus geht. Die Angst vor der AfD ist logisch und nachvollziehbar, im übrigen auch vor dem BSW, nur ist das schwieriger zu framen und kleiner ( man erinnere sich wie scharf geschossen wurde als sie drohten über 5% zu kommen und den anschließenden „Wahlbetrug“). Die AfD und ihre Mitglieder wurden über viele Jahre diffamiert, um Gelder und Positionen die ihnen zustehen betrogen, ausgegrenzt und auch mit Repression schlimmer als der unsägliche Radikalen Erlass bedroht. Alle die bisher vom System profitierten, sehen ihre Pfründe bedroht. Ganz sicher setzt die AfD ihre eigene Leute an die Fleishtöpfe, aber für den Rest ist der Zugang dann weg. Aber was man noch mehr fürchtet das die AfD aus Rache tiefer gräbt und das könnte für Viele den Untergang bedeuten….
Die, die heute in Erfurt demonstrieren, wären, früher gebohren, spätestens 1933 in die NSDAP eingetreten.
Ja, das denke ich ebenso: Kriegstreiber, Kriegsignoranten aus Überzeugung, Schlägertrupps mannigfacher Ausprägung, Revanchisten, Russlandhasser, auf Kosten-Dritter-Leber, Cancel-Culturer ( früher Bücherverbrennungen ), …
Buchempfehlung
Ruckenbiel, Jan: Soziale Kontrolle im NS-Regime : Protest, Denunziation u. Verfolgung ; zur Praxis alltäglicher Unterdrückung im Wechselspiel von Bevölkerung u. Gestapo. – 2003. – VII, 268, XVIII S. : graph. Darst.
Siegen, Univ., Diss., 2001
Denkkategorien im Faschismus 4.0
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Fanziska Brantners Rede beim IM/PULS-Forum für Zukunft ( 2026 ) unter der Überschrift „Frei sind wir nur als wir“ ( https://cms.gruene.de/uploads/assets/20260527_IMPULS_Programm_A4_3.pdf ). Die Parole der Nationalsozialisten lautete: „Du bist nichts, dein Volk ist alles“ ( https://www.dhm.de/lemo/kapitel/ns-regime/innenpolitik/reichsparteitag ). Hier Brantners schreckliche, faschistoide Rede: https://www.youtube.com/watch?v=mW-PbavvCx0 ( Frei sind wir nur als wir – IM/PULS Rede von Franziska Brantner am 29.05.2026 ).
Noch irgendwelche Fragen zu ‚Den Grünen‘?
Bernt Engelmann
Im Gleichschritt marsch – Wie wir die Nazizeit erlebten 1933 – 1939
Verlag Kiepenheuer & Witsch
@Roland Weinert
„BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Fanziska Brantners Rede beim IM/PULS-Forum für Zukunft ( 2026 ) unter der Überschrift „Frei sind wir nur als wir“
Die Herren und die neuen Geschöpfe oder Keiner kommt hier lebend raus???
ich glaube, die wären schon vorher bei der sa gewesen, die offensichtlich deren vorbild ist.
ich finde auch diese erkenntnis interessant, dass die „antifa“ -verkürzt ausgedrückt- damals eine querfront mit der nsdap gebildet hatte.
Halfen Antifaschisten der NSDAP | Wissenschaftsbericht
https://www.youtube.com/watch?v=2Cf_wq_C98U
Die Frage ist zu klein. Es geht nicht darum, ob heutige Deutsche Schuld empfinden. Schuld ist kein Gefühl, das man abfragt.
Die eigentliche Frage lautet: Hat dieses Verbrechen das Menschenbild verändert?
In der Bibel steht der Auszug aus Ägypten. Dort wird Gewalt nicht nur berichtet, sondern zu einer bleibenden Lehre über Macht, Knechtschaft und Befreiung.
Nazi-Deutschland hat 57 Millionen Tote hinterlassen. Krieg, Vernichtung, Lager, industrielle Entmenschlichung.
Trotzdem steht dieses Ereignis bis heute außerhalb der großen religiösen Deutung des Menschen. Es wurde archiviert, verwaltet, betrauert und politisch beschworen. Aber es wurde nicht in eine verbindliche Lehre über den Menschen übersetzt.
Darum ist es nicht aufgearbeitet. Der Mensch hat es nicht aufgenommen.
@Miri: Dieses „andere Menschenbild“ nach ’45 war nur von sehr kurzer Dauer bzw. war nur akademisch vorhanden. Die „Berufs-Christen“, die äußerlich „Gewendeten“ und das Große Geld haben sehr schnell dafür gesorgt, dass das alte Menschenbild wieder zurückkehrt. Ein neues Menschenbild hätte deren Geschäftsgrundlage gründlich zerstört. Ein neuer alter Feind war ja auch gleich zur Stelle, Soffjetrussland. Darauf ließ und lässt sich, wie wir aktuell sehen, trefflich aufbauen. Dass der Holocaust ein kolossales Menschheitsverbrechen ist, ist unbestritten. Er wird aber schändlich missbraucht, um dahinter andere nicht minder unmenschliche Verbrechen zu verstecken, und ja, sogar wieder denk- und sagbar zu machen…
@AeaP
„Dieses „andere Menschenbild“ nach ’45 war nur von sehr kurzer Dauer bzw. war nur akademisch vorhanden. Die „Berufs-Christen“, die äußerlich „Gewendeten“ und das Große Geld haben sehr schnell dafür gesorgt, dass das alte Menschenbild wieder zurückkehrt. Ein neues Menschenbild hätte deren Geschäftsgrundlage gründlich zerstört. Ein neuer alter Feind war ja auch gleich zur Stelle, Soffjetrussland. “
Immer diese Sauerländer, Merz, Müntefering, Heinrich Lübke
„Der Sauerländer Heinrich Lübke gilt 1959 als Notkandidat, als er Bundespräsident wird“ (Quelle: WDR)
„Die braune Vergangenheit der einstigen Bundespräsidenten“
Lange war unklar, wie das Bundespräsidialamt in der Anfangszeit der Republik mit der NS-Vergangenheit von Beamten umging. Jetzt zeigen neue Forschungen: Ex-Nazis besetzten in der Behörde hohe Posten.
Der spätere Bundespräsident Heinrich Lübke (3.v.l.) mit NS-Reichsminister Fritz Todt 1941 auf dem Raketenversuchsgelände in Peenemünde: »Im Bauwesen« tätig gewesen“
https://www.spiegel.de/geschichte/bundespraesidenten-wie-die-ersten-amtsinhaber-mit-der-nazi-vergangenheit-umgingen-a-42583a9e-969c-4417-aac9-adf323bf6c27
ad Miri,
Sie bringen es auf den Punkt. „Schuld ist kein Gefühl, das man abfragt.“
Auf den verwalteten und technologisch und seriell durchgeführten Mord folgt bis heute die technologisch und medial verwaltete Schuld.
„Schuld und Verbrechen sind nicht vererbbar.“ (I. Kant)
Nein, ich persönlich verspüre keine historische Schuld. Jedoch versuche ich alles daranzusetzen, dass sich solch ein Verbrechen nicht wiederholt, das Völkerrecht geachtet und der aufgehobene Art. 80 StGB wieder eingesetzt wird.
Für mich ist es UNFASSBAR, dass die Bundesrepublik Deutschland Rüstungsexporte in Kriegsgebiete genehmigt, Steuergelder hierfür verprasst, Truppen in Drittländer entsendet und die Verantwortlichen für ihre Verbrechen straffrei bleiben.
„Strafgesetzbuch
§ 80 Vorbereitung eines Angriffskrieges
Wer einen Angriffskrieg (Artikel 26 Abs. 1 des Grundgesetzes), an dem die Bundesrepublik Deutschland beteiligt sein soll, vorbereitet und dadurch die Gefahr eines Krieges für die Bundesrepublik Deutschland herbeiführt, wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe oder mit Freiheitsstrafe nicht unter zehn Jahren bestraft.“
Das Regime pfeift auf das GG/Verfassung. So wars nicht erst seit Corona schon. Wenn Leute wie Batista die höchste Auszeichnung der Brd von Adenauer erhalten, er Leute wie Globke, Gehlen akzeptiert, KZ-Architekten Bundespräsident werden können, Polizisten straffrei Menschen wie Benno Ohnesorg erschießen dürfen, der VS die RAF mit Sprengstoffen und Waffen beliefern oder beim NSU Mittäter ist usw – dann ist hier in der Brd schon immer was schiefgelaufen und das seit mind. 1933.
„Strafgesetzbuch
§ 80 Vorbereitung eines Angriffskrieges
Wer einen Angriffskrieg (Artikel 26 Abs. 1 des Grundgesetzes), an dem die Bundesrepublik Deutschland beteiligt sein soll, vorbereitet und dadurch die Gefahr eines Krieges für die Bundesrepublik Deutschland herbeiführt, wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe oder mit Freiheitsstrafe nicht unter zehn Jahren bestraft.“
Gilt nur, wenn der Täter vor Gericht gestellt wird. Wird er aber nicht, da ja alle anderen mitgemacht haben. Oder wie war das im Fall Serbiens?
In dem Fall war es meiner Erinnerung nach so, dass entschieden wurde dass der Krieg „ohne Vorbereitung“ geführt wurde. Das kann man heute aber kaum noch behaupten.
Jetzt bräuchte man nur noch eine nicht weisungsgebundene integere Staatsanwaltschaft, bzw einen Rechtsstaat.
Ohne Vorbereitung führt man keine Kriege. Aber es wird ja auch immer behauptet Kriege „brächen aus“. Einfach so. Wie Vulkane oder andere Naturkatastrophen obwohl Kriege ganz klar Menschenwerk sind und mit Absicht angezettelt werden.
Hallo,Voltaire!
Unsere Regierung macht sich strafbar, weil die Vorbereitung eines Angriffskrieges lt. Artikel 26,Abs.1 des GG, eine strafbare Handlung ist.
Das Problem ist, wo sind die Ankläger?
Wer stellt die Strafanzeige?
Selbst ist die Frau. Wo ist da Problem?
Wenn Sie der Meinung sind, dass ist strafbar hält Sie niemand auf eine Strafanzeige zu stellen.
Warum müssen das andere machen für Sie?
Bezeichnend, dass die Hälfte der Befragten
nicht einmal ein gewisses Verantwortungsgefühl in sich trägt.
Da hat es die Propaganda leicht,
denn aus dieser inneren Leere lässt sich
Kapital schlagen.
Das liegt an der Erziehung/Hirnwäsche die entsprechend schon in der Schule startet. Stalin ist der Böse und nur der Westen hätte uns befreit – solchen Blödsinn eben.
Das liegt an der Fragestellung: „Plagt Sie persönlich ein Schuldgefühl …“
Da habe ich mit Nein geantwortet.
In meiner Familie ist die Geschichte klar. Auch mein einer Opa als Kriegsteilnehmer und Ex-Nazi nahm da deutlich Stellung gegen den Krieg aufgrund seiner Erfahrungen. (Und Oma/Opa aus dem anderen Familienzweig sind als Hitler-Anhänger gestorben; denen war nicht helfen.)
Nein, mich plagt kein persönliches Schuldgefühl – dank der Generation „1968“ (an sich die vor-1968er, die schwer unter ihren Eltern litten und das 1968 erkämpft hatten).
Das liegt an der Fragestellung. Wieso sollte ich als Mensch mehr Verantwortung wegen der Taten des 3. Reiches empfinden, als z. B. wegen denen vom „Großen Sprung nach vorn“, dem arabischen und dem altlantischen Sklavenhandel oder irgendwelchen anderen aus Ideologie und Menschenverachtung begangenen Massenmorden?
Es gibt die Antwortmöglichkeit „Ich spüre Verantwortung, nicht Schuld“.
Das hätte ich bei deutlich mehr als gut der Hälfte in einem Land wie D erwartet,
auch bei der Frage nach der Schuld.
Ich bin als Deutscher in Russland gewesen und in einer russisch-jüdischen Familie
freundlich aufgenommen worden. Ich habe mich persönlich beim Familienoberhaupt
entschuldigt für die Verbrechen, die mein Volk an beiden Völkern begangen hat.
Nicht, weil ich mich schuldig fühle, sondern weil ich dafür einstehe,
dass dergleichen nicht mehr von Deutschen verübt wird. Mit Wort und Tat.
So unterschiedlich können Empfindungen sein.
Verantwortung trage ich nicht für eine Vergangenheit, die ich nicht mehr beeinflussen kann.
Verantwortung trage ich für eine bessere Zukunft!
Wie wenig ich selbst dabei Einfluss habe merke ich sehr deutlich.
Niemand fragt danach, was ich mir Wünsche. Es wird über meinen Kopf hinweg entschieden und ich habe mich gefälligst dem zu beugen, was unsere Volksvertreter beschließen oder umsetzen, weil es in Brüssel beschlossen wurde.
Wir kann man da auf die Idee kommen unsere Vorväter hätten allesamt eine Verantwortung für das Geschehen im 3. Reich? Wer nicht folgte musste mit Verfolgung rechnen. Wer sich weigerte Befehlen zu gehorchen wurde kurzerhand an die Wand gestellt. Wer Kriegsgefangenen ein Brot zusteckte, bekam unangenehmen Besuch und wenn er Glück hatte, blieb es bei Drohungen oder eine Tracht Prügel.
Nein ich kann mich nicht mit einer Schuld identifizieren, mit der ich nichts zu schaffen hatte. Wir sind nicht unter Kaiser Willhelm oder dem Hitlerregieme aufgewachsen, sondern in der Bundesrepublik Deutschland.
Das heißt nicht, dass man die begangenen menschenverachtenden Verbrechen und Gräueltaten verharmlost, sich nicht erinnert, oder diese als unbedeutend oder ungeschehen ansieht, sondern das man sich im Geiste des Widerstandes gegen diese grauenvolle Zeit für Frieden und Völkerverständigung einsetzt. Man kann eben nicht rückwärts leben sondern nur vorwärts – und selbst wenn man das könnte, würde das wirklich dazu führen etwas ungeschehen zu machen? Wer die Welle gelesen hat weiß, wie Menschen manipuliert werden können und auch andere Experimente belegen, wie schnell und einfach man mit gezielter Manipulation Menschen dazu bringen kann, bedenkenlos menschenverachtende Handlungen und Folter einzusetzen – und das gilt eben keinesfalls nur für Deutsche.
Auch hat sich niemand das Deutschschuldigsein ausgesucht. Vielmehr wurde man in dieses Land rein zufällig hineingeboren. Übernimmt man damit zugleich eine Erbschuld?
Es ist bedauerlich, dass wir uns von dem Weg für Frieden und Verständigung gelöst haben und wieder auf militärische Stärke sowie Konfrontation mit Russland setzen. Es ist bedauerlich, das wir wieder mehr „Verantwortung für die Welt“ übernehmen und unser Militär in fremde Länder entsenden. Frieden schafft man nicht mit Gewalt selbst dann nicht, wenn man sie als friedliche Gewalt, oder sie dem schönen Namen „Friedenstruppen“ versieht.
Wer Verantwortung zu tragen glaubt, sollte diese nicht mit Einmischung und dem oktroyieren eigener Vorstellungen verwechseln. Verantwortung heißt für die Folgen des eigenen Handelns einzustehen. Es ist demnach wichtig diese Folgen richtig einzuschätzen und alles, was Schaden erzeugt zu vermeiden.
Diese Entscheidung treffe aber nicht ich oder meine Mitbürger. Nur sind es diese Nichtentscheider die für alle Schäden in Haftung genommen werden für Entscheidungen, die sie selbst so nicht getroffen haben.
„historische Schuld als Deutscher?“
Von welcher „Schuld der Deutschen“ in der Headline die Rede ist, bleibt ein ungeklärtes Gehemnis des Autors. Man kann zwar ahnen, worauf der Autor anspielt, diese Anspielung hat allerdings mit der gesellschaftspolitischen Relaität der Auffassung und des Verständnisses der deutschen Geschichte nichts zu tun. In der als „historisch“ bezeichneten Rede „Zum 40. Jahrestag der Beendigung des Krieges in Europa“ des damaligen -in Deutschland übrigens äusserst beliebten- Bundespräsidenten R. von Weizsäcker stellte dieser klar, dass es keine Kollektivschuld der Deutschen gebe, zu gelten habe eine sog. „Erinnerungskultur“. Die Rede galt damals -und gilt bis heute- als Sternstunde der deutschen Nachkriegsgeschichte, weil sie einen Wendepunkt in der Interpretation der deutschen Geschichte darstellte: Das deutsche Volk sei kein Tätervolk gewesen, sondern auch ein Opfervolk, welches am 8.05.1945 von den Klauen der „Naziherrschaft“ befreit worden sei. Diese grundlegende Neuauslegung und -bewertung von historischen Ereignissen im Sinne von „Verbrechen ohne Schuld“ gilt in Deutschland als „historisch“ nicht nur im Kontext einer abgeschlossenen Vergangenheit, es definiert gleichzeitig auch den Umgang der Deutschen mit der eigenen Zukunft: in einer Gesellschaft wo es per Definition gar keine Schuld gibt und auch nicht geben kann, kann auch z.B. die Beteiligung der Deutschen am Völkermord in Palästina gar kein Verbrechen sein.
Es war mein Vater der in der Wehrmacht war.
Ich weiß eigentlich von allem was er mir berichtete und auch von damaligen Zeitzeugen weil ich mich für dieses Thema immer schon interessiert habe.
Er hat mich bspw. schon damals vor den galizischen Nazikollaborateuren gewarnt.
Warum sollte ich mir diesen Schuh anziehen, mein Vater hat sein ganzes Restleben nach dem Krieg unter teilweise schweren Depressionen gelitten?
Weiß hier zufällig jemand, ob solche Umfragen auch in Spanien, England oder Frankreich durchgeführt werden?
Meine Großväter mußten in Wehrmacht und SS. Sie haben sich nicht schuldig gemacht weil der eine älter und weit weg von der Front in Norwegen war und der andere sofort desertierte.
Diejenigen die sich schuldig fühlen sollten wären besonders diejenigen deren Ahnen Nazis waren, davon profitierten und heute wieder in der Politik sind und wieder faschistischen Abschaum bewaffnen und finanzieren – und wieder profitieren.
Bei der Frage „Plagt Sie persönlich ein Schuldgefühl für die historischen Verbrechen der Deutschen im Zweiten Weltkrieg?“ gibt es Stand 04/06 17:44 ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen
„Ich spüre Verantwortung, nicht Schuld.“ und „Nein“.
Bei BILD, WELT, FAZ, AfD, der NPD und CDU/CSU dürfte das Ergebnis deutlicher ausfallen und zwar zu Lasten der Verantwortung und der Schuld. Da wird das Kriegsende 1945 als „Befreiung“ gefeiert, weil man so tut, als wären das rechte Terror-Regime 1933, der Zweite Weltkrieg, die Konzentrationslager, der Holocaust, die Euthanasie usw. vom Himmel gefallen.
Man kann es nicht oft genug wiederholen: Im März 1933 haben 43,9 Prozent der deutschen Wähler ihren eigenen Diktator gewählt, der ein paar Monate später nach der Verabschiedung der Ermächtigungsgesetzes Deutschland gleichgeschaltet und jeden, der den Mund aufgemacht hat, im Lager „umerziehen“ oder ermorden ließ. Schon 1945 nach dem verlorenen „Endsieg“ konnten oder treffender formuliert: wollten sich viele feige Deutsche nicht mehr daran erinnern.
Richtig ist, es geht nicht um persönliche Schuld, sondern um persönliche und kollektive VERANTWORTUNG, dass dieser braune „Vogelschiss“ der deutschen Geschichte wie das ein blauer AfD-Politiker bezeichnete, nie wieder geschieht.
Das war kein kleiner „Vogelschiss“, das war ein rießiger Elefanten-Misthaufen. Wo sind die Kirchen, wo sind die Gewerkschaften, wo sind die Journalisten, wo sind die Künstler, die 2026 aufstehen und sagen: Diese gigantische militärische Aufrüstung hat nichts mit Verteidigung zu tun. Diese gigantische militärische Aufrüstung spaltet Deutschland noch weiter in Arm, Reich und milliardenschwere „Superreiche.“ Es waren auch Superreiche, die Adolf Hitler und die NSDAP am Ende der Weimarer Republik finanziert haben. Das waren nicht die Armen, Arbeits- und Obdachlosen, die diese braune Partei finanziert haben.
Aber solange der chinesische Rasenmäherroboter und der japanische Fernseher funktionieren, pünktlich um 20:00 Uhr die deutsche Tagesschau kommt und der Urlaub in Norwegen noch einigermaßen bezahlbar bleibt, ist für die anständigen, aufrechten, bürgerlichen, konservativen, mehrheitlich „christlichen“, ehrlichen, ehrbaren, tüchtigen, sauberen, fleißigen und ordentlichen Deutschen (und Deutschinnen) die deutsche Welt in deutscher Ordnung.
Noch Fragen Hauser? – Nein Kienzle. Wir gehen jetzt ins Theater, aber vorher essen wir noch ein italienisches Eis mit kalifonischen Pistazzien und woker Milch aus Österreich.
Falsch.
Hitler wurde nicht zum Reichskanzler gewählt, sondern vom Reichspräsidenten Hindenburg zum Kanzler ERNANNT und das, obwohl die NSDAP damals pleite war (ja, richtig gelesen!).
Auch die Wahlergebnisse waren im Sinkflug. Bei der Reichstagswahl im Juli 1932 hatte die NSDAP 37,3% und vier Monate später nur noch 33,1%.
Die 43,9% im März 33 sind Framing. Hitler WAR DA SCHON KANZLER. Es galt die „Reichstagsbrandverordnung“, nur noch die NSDAP durfte Wahlkampf machen und andere Parteien wurden massiv behindert!
Bitte googlen Sie das selbst und überzeugen sich davon, dass es so ist, wie ich hier schreibe!
Einer meiner Urgrossväter starb an der Ostfront, weil er seine Kameraden als Stabsarzt nicht im Stich lassen wollte, mein anderer verlor sein Verlagshaus, weil er als lebensfroher Liberaler meinte, die Nationalsozialisten könnten sich nicht lange halten.
Einer meiner Großväter wollte Pianist werden, bevor er verwundet wurde und war gerade einmal 17 Jahre alt, als er eingezogen wurde, er war zeitlebens ein gebrochener Banker und hasste seinen Job. Der andere schlug sich wacker, doch soll laut meiner Großmutter an furchtbaren medizinischen Experimenten mit Kindern beteiligt gewesen sein, den Persilschein bekam der von seinem Schulfreund H.G. Adler persönlich.
Wie könnte ich als Nachgeborener an ihren Taten Schuld sein können?
Die Frage ist, weshalb jetzt?
Wieso hat der Spiegel das nicht schon vor 40, 60 oder 80 Jahren gemacht?
Vielleicht ist es ja jetzt erst wichtig, auf Vorfahren verweisen zu können, die schon bei Barbarossa 1.0 dabei waren.
Zitat: „War Ihr Großvater ein Scherge an der Ostfront? Und hat das für Sie hier und jetzt noch eine Bedeutung?“
Nein, aber mein Vater. Er diente in der 52. Armee und nahm u.a. an der Schlacht um Bautzen teil.
Für euch Deutsche mag der Zweite Weltkrieg Geschichte sein. Lange her. Ad acta. Für viele Familien in Russland und anderen Teilen der sog. „postsowjetischen Welt“ ist er Familiengeschichte. Fast jede Familie verlor Angehörige. Viele verloren noch mehr. Deshalb ist für uns Erinnern kein „Schuldkult“, sondern ein Schutz vor Wiederholung. Es gab einmal auch ein Deutschland, das sich dieser Verantwortung bewusst war, wo man ähnlich dachte. Es ist untergegangen. Wenn in der BRD wieder wie selbstverständlich über Kriegstüchtigkeit, Waffenlieferungen und Töten gesprochen wird, dann sollte man sich bewusst machen, was das in Russland auslöst.
Der deutsche Angriff auf die Sowjetunion war kein gewöhnlicher Eroberungskrieg, sondern ein ideologisch begründeter Vernichtungskrieg. Es war ein Krieg gegen uns, die wir „Untermenschen“ genannt wurden. Millionen und Abermillionen Slawen sollten vernichtet werden (Generalplan Ost). Hätten die Deutschen gewonnen, wäre ich wohl nie geboren worden.
Übrigens: Mit dem Wort „Scherge“ ist das Treiben von Wehrmacht und SS sehr wohlwollend umschrieben. Man könnte fast meinen, die deutschen Soldaten wären die eigentlichen Opfer gewesen…
Zitat: „Wie stehen Sie dazu, dass man nach über 80 Jahren noch immer die Schuldfrage der Vorfahren wachhält?“
Schuld ist eine moralische Kategorie. Das trägt wenig. Für Predigten mag es taugen, aber nicht für Politik. Wer sich schuldig fühlt, hat noch nichts verstanden. Wer sich nicht schuldig fühlt, auch nicht. Alles andere sind Eitelkeiten.
Viel wichtiger ist ein Zitat, das ein früherer User mal in diesem Forum postete. Ich glaube es stammt vom Shoa-Überlebenden Mannheimer und lautet:
„Ihr seid nicht verantwortlich für das, was geschah. Aber dass es nicht wieder geschieht, dafür schon.“
Entscheidend ist, ob man aus der Geschichte Erkenntnisse gewinnt. Welche politischen Beschlüsse Menschen heute treffen und welche Konsequenzen daraus entstehen.
Und da sehe ich, dass 70 Prozent der Deutschen bei ihrer letzten Wahl für Parteien stimmten, die eine Politik der Aufrüstung und militärischen Konfrontation mit Russland vertreten. Und weitere 20 Prozent wählten eine Partei, die etliche Personen in ihren Reihen hat, die an der Seite Kiews kämpfen oder so etwas posaunen, Zitat:
„Kaufner ging noch weiter: So sei der deutsche Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion mit 27 Millionen Opfern „eine Erzählung Moskaus, um in der Opferhierarchie ganz nach oben zu rutschen“, zudem habe „nie ein Sowjetvolk existiert“, ja, die UdSSR sei sogar verbrecherischer als Nazideutschland gewesen. Das BSW biete sich mit seinem Antrag „als Vehikel russischer Softpower auf Kosten unserer nationalen Ehre an“, schimpfte er und ergänzte: „Kein Deutscher mit Selbstachtung kann da mitgehen.“ Auf Lehmanns Nachfrage bezeichnete Kaufner seine Position als „souverän“ und bekräftigte: „Sie passt gut zu unserer Wählerschaft.““
Wer das wählt, der trägt für sein Tun selbstverständlich die volle Verantwortung. Und auch für das, was daraus erwächst. Die Kaufners, Höckes und anderen mögen donnern: „Alles für Deutschland!“ Doch glaubt hier wirklich jemand, man werde einem Deutschland, das wieder nach militärischer Stärke ruft, mit Gleichgültigkeit begegnen? Nein, in Russland wird man dann halt im Zweifelsfall genauso donnern – und zwar alles *über* Deutschland. Kinschal, Oreschnik, Sarmat. Das solltet ihr einfach mal bedenken lernen. Wer Politik betreibt, sollte zwischen Wünschen und Wahrscheinlichkeiten unterscheiden können.
Zum Schluss: Drei Mal hatte Deutschland die Chance. 1871, 1945 und 1989. Drei Mal hätte man dauerhaft zeigen können, dass Macht nicht das Ziel deutscher Politik sein muss. Dass das Leben auf Kosten anderer nicht das Ziel deutscher Politik sein muss. Dass das Errichten von Kolonien und Verschieben von Grenzen nicht das Ziel deutscher Politik sein muss. Doch wenn ich mir heute die Debatten über „Kriegstüchtigkeit“ und „Patriotismus“ anschaue, frage ich mich: Was habt ihr aus diesen Chancen gemacht?
Das erscheint mir die interessantere Frage als die nach der Schuld der Enkel.
Danke für Ihre Worte, besonders für das Zitat:
„Ihr seid nicht verantwortlich für das, was geschah. Aber dass es nicht wieder geschieht, dafür schon.“
Genau so ist es, nur ist der Mehrheit scheinbar nicht klar, was jetzt passiert oder die Menschen sind schon so manipuliert, dass sie noch immer den ÖRR glauben.
So mancher Bericht in ARD und ZDF, so manche Wortwahl von Merz, Pistorius & Co. erinnert im Wortlaut an Goebbels‘ Propaganda.
Ich finde es beschämend, dass bei Friedensdemos oft nur um die 1000 Leute sind, wenn überhaupt, aber 100000 bei Helene Fischer oder CSD.
Diese in Ihrem Zitat oben beschriebene Verantwortung, das, was jetzt geschieht, nicht wenigstens versucht zu haben zu verhindern, wird all denen, die tun als ob nichts wäre keiner abnehmen.
Wie vor 90 Jahren als auch viele mitliefen.
Die Bilder ähneln sich viel zu sehr.
Deutschland hat nichts aus der Geschichte gelernt oder wie Brecht sinngemäß sagte: „Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch“.
Einer meiner Großväter war GVH, weil er nur einen Lungenflügel hatte. Abends mit der Bahn in die Kreisstadt und Dienst an der Flak. Immer in der Hoffnung, keinen Luftalarm erleben zu müssen und ausschlafen zu können. Morgens zurück und seinen 12ha Hof bewirtschaftet…Im März 1945 wurde der Zug von amerikanischen Tieffliegern angegriffen. Mein Großvater hatte Glück, im Gegensatz zu weit über 100 anderen Zivilisten. An diesem Tag war für ihn der Krieg erstmals vorbei….bis die Amis am 4.April 1945 in sein Dorf einmarschierten. Was dann geschah, ist eine andere Geschichte…
Der andere war zu alt für die Front. Der wurde im Dezember 1944 in den Volkssturm eingezogen. Weihnachten 1944 lebte er noch… irgendwo in Ostpreußen liegt er…
Ein kleiner Landwirt in Westpreußen, zufällig im „Korridor“ lebend , der in Versailles den Polen zugesprochen wurde. In den 1920er Jahren von polnischen Behörden ausgewiesen, da Deutscher und Protestant. Wie fast die gesamte Bevölkerung seines Dorfes. In Marienburg baute sich die Familie eine kleine Existenz auf. Nach dem Einmarsch der Wehrmacht 1939 holte er sich sein Eigentum zurück. Irgendwann Anfang 1945, als die rote Armee um Marienburg kämpfte, kamen polnische Milizen und töteten die verbliebenen Bewohner, die nicht rechtzeitig fliehen konnten oder wollten. Zwei Jungs, 12 und 13 Jahre alt, waren unterwegs, um Lebensmittel „zu besorgen“. Beide begannen den Marsch durch die pommerschen Wälder westwärts. Einer überlebte, weil er von Soldaten der roten Armee aufgegriffen wurde und in einem Feldlazarett gesund gepflegt wurde. Im Sommer 1945 gelangte er über die Sammelstelle Frankfurt/Oder nach Thüringen…
Zu Frage 3:
Es geht um die Schuldfrage der Vorfahren – nicht um die Schuld der eigenen Generation
Und ja, ersteres muss wachgehalten werden um aktuell erkennen zu können wohin wir uns bewegen.
Ohne historisches Wissen geht das nicht.
Aber ganz wichtig: Es geht auch nicht um Schuld!
Es geht um Erkenntnis und verstehen und Verantwortlichkeit
Mein Vater war zwar Offizier in der Wehrmacht, hat nur nach langen Kämpfen mit mir einige schrecklich Details benannt, hat sich aber in den 1970iger Jahren schon gegen das Russlandbashing (zu der Zeit natürlich noch SU) gewendet (auch ohne unsere teils heftigen Diskussionen).
Meine Mutter starb jahrzehnte später (Auch bdm und Flakhelferin).
Je näher es dem Ende ging, desto häufiger tauchte in Gesprächen wieder das „Weltjudentum“ auf
Das ist keine Frage von Schuld! Dennoch muss diese Erinnerung wachgehalten werden um Erkenntnis zu gewinnen
Zu postulieren: Sind eh alle Tot, geht uns nix mehr an, wäre verkehrt, zumal es ja durchaus mittlerweile anerkannt eine gewisse soziale Vererbung gibt.
Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Gegenwart. Wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Zukunft.
Kein einziger von den Vögeln in den Staats – und Oligarchenmedien, kein ranziger Staatsjurist oder Uniformträger und gleich gar keiner der korrupten Strolche in den Parlamenten interessiert sich für die Naziverbrechen, wenn er sie nicht dazu benutzen kann, heute Politik in seinem eigenen Interesse zu betreiben.
Sobald die das für notwendig erachten, werden die nicht nur die Wehrmacht wieder losmarschieren lassen, die werden auch die KZs wiedereröffnen, das alles als alternativlos verkaufen und Abweichler gleich einbuchten.
Das 4. Reich wird natürlich nich braun, sondern bunt angemalt sein.
Mein Vater war freiwilliger im zweiten Weltkrieg,wurde erst nicht genommen weil zu jung ,als er das Alter erreicht hatte ging es erst nach Frankreich und dann in die Sowjetunion(Charkow).
Er hat mit den Erlebnissen und Eindrücken leben müssen.Für mich war er ein Vater.Schuld ,wieso sollte ich Schuldgefühle haben,ein Gefühl ,keine Tat die zur Schuld führt meinerseits.
Gedankenspiel =Ein verurteilter Mörder sitz seine Strafe ab und gründet eine Familie mit Nachwuchs,
durchaus möglich bei einer Jugendstrafe für ein Tötungsdelikt.Sollte der Nachwuchs genau das machen was hier hoch und runter diskutiert wird SCHULDGEFÜHLE entwickeln.
Mein Vater war freiwilliger im zweiten Weltkrieg,wurde erst nicht genommen weil zu jung ,als er das Alter erreicht hatte ging es erst nach Frankreich und dann in die Sowjetunion(Charkow).
Er hat mit den Erlebnissen und Eindrücken leben müssen.Für mich war er ein Vater.Schuld ,wieso sollte ich Schuldgefühle haben,ein Gefühl ,keine Tat die zur Schuld führt meinerseits.
Gedankenspiel =Ein verurteilter Mörder sitz seine Strafe ab und gründet eine Familie mit Nachwuchs,
durchaus möglich bei einer Jugendstrafe für ein Tötungsdelikt.Sollte der Nachwuchs genau das machen was hier hoch und runter diskutiert wird SCHULDGEFÜHLE entwickeln.
Die letzte Frage lautet :
„Plagt Sie persönlich ein Schuldgefühl für die historischen Verbrechen der Deutschen im Zweiten Weltkrieg?“
Selbstverständlich, denn in der BRD ging das Unrecht gegen die Opfer des WK2 weiter :
– Den Holocaustüberlebenden wurde kein deutsches Territorium zur Gründung einer sicheren Heimstätte ( die ihnen zweifelsfrei zustand ) zur Verfügung gestellt.
– Stattdessen wurden die Palästinenser gezwungen, ihr Territorium für diese sichere Heimstätte zur Verfügung zu stellen.
– Der aus der NAZI-Zeit weiter grassierende Russenhass wurde nicht bekämpft, sondern geschürt
– Die BRD hat eine neue Form des Antisemitismus, den antisemitischen Antisemitismusvorwurf, geschaffen, mit dem israelkritische Juden ungestraft diskriminiert werden können.
Mein Großvater hat sich verdrückt. die Bronchien – Gasangriffe im ersten Weltkrieg. Mein Vater hat sich verpisst, schon zu Weihnachten. Fünf Jugendliche aus dem Dorf, fast noch Kinder, als man sie eingezogen hatte, sind nicht zu ihrer Einheit zurückgekehrt. Die Zeit bis Kriegsende verbrachten sie in den Wäldern, nachts gingen sie öfters ins Dorf um sich zu versorgen. Sie plünderten Wehrmachtszüge, klauten Kohle. Und sie hatten eine Mauser dabei, samt Munition. Ich habe ihn nie gefragt, ob sie geschossen hätten, wäre es so gewesen, hätte er mich angelogen. Er war es, der auf Kirchturm geklettert ist, als die Amis im Nachbarort waren, über 50 Meter am Blitzableiter hoch und oben am Kreuz ein Bettlaken aufhing.
Ich bin stolz auf meinen Genpool
Nicht unerwähnt bleiben soll, dass kein Stolperstein in der benachbarten Stadt an die Deportierten erinnert. Ihnen zugehörig war der andere Zweig meiner Familie. Die Nachkommen derjenigen, die sich deren Häuser und Fabriken unter den Nagel gerissen hatten, leben heute noch von der Beute, angesehen als die Wohlhabenden, die Höhergestellten, die Besseren.
Ich frage mich, wie man Verantwortung für etwas spüren kann, das passierte, bevor man gelebt hat. Ich möcht hier aber nicht ausbreiten, was ich davon halte.
Ich schäme mich für die Verbrechen unserer jetzigen Machthaber, die einen Krieg mit Russland mit Waffen unterstützten und finanzieren, obwohl Russland uns nicht angegriffen hat, und der BRD die Annexion der DDR ermöglicht hat. Das war schon der Grundfehler der Russen.
Dass unsere Potentaten dieses Gemetzel ermöglichen, halte ich für einen Verstoß gegen das Grundgesetz, das ohnehin das Papier nicht mehr wert ist, auf dem es steht, und nur noch der Verfolgung der Opposition dient.
Aber ich fühle mich nicht verantwortlich, weil ich diese Chauvinisten nicht gewählt habe.
Die Familie eines Elternteils war stramm germanengläubig (genau so wie heute Höcke, sogar die Vornamen seiner Kinder sind dieselben). Bei anderen NSDAP-Familien galt ihre germanengläubige Familie als absonderlich, sodass meine Mutter als junges Mädchen ihre Schulfreundinnen nicht zu sich nach Hause einladen konnte.
In der Familie des anderen Elternteils kehrte der stramm völkische Jungnazi-Papa als konservativer Goethe-verehrender Pazifist aus dem Krieg zurück. In den letzten Kriegstagen auf Heimaturlaub sollte er noch das Kommando eines Volkssturms übernehmen (das „letzte Aufgebot“ der Jungs und Greise) und fuhr umgehend mit einem der letzten Züge, die überhaupt noch verkehrten, zurück zu seiner Einheit an die Front und begab sich dort in Kriegsgefangenschaft.
Warum ich das alles weiß?
– Weil die Kinder beider Familien, darunter meine Eltern, von 1968 geprägt waren.
Sie sind sind liberal, die meisten linksliberal, wenige tatsächlich links. Doch sie alle haben zur Geschichte Deutschlands eine aufgeklärte und klare Position.
Daher mein Tipp:
Wer die Geschichte seiner Familie in der Nazi-Zeit nicht kennt, sollte seine Eltern fragen, was sie 1968 gemacht oder – genauer: – verpasst haben!
Gut, nachdem mein erster Kommentar offenbar nicht reingenommen wird, nun ein Versuch mit anderem Schwerpunkt.
Mich interessiert an dieser Umfrage nämlich weniger das Thema als die Art, wie es verhandelt wird. Denn wer sich einmal vom Inhalt löst und den Blick auf Sprache, Auswahl und Dramaturgie richtet, erkennt schnell: Hier wird – wie schon bei der Klimaumfrage neulich oder einigen anderen – nicht gefragt. Hier wird gerahmt.
Schon der Einstieg ist bemerkenswert: „War Ihr Großvater ein Scherge an der Ostfront?“
„Scherge“ ist zunächst ein stark moralisch aufgeladener Begriff. Zudem hat er ein eigentümliches Geschmäckle. Er klingt fast wie aus einem schlechten Historienfilm – der finstere Scherge des Bösen. Ausgerechnet diese Formulierung schafft aber vor allem eine Distanz zur historischen Realität. Denn Wehrmachts- und SS-Angehörige waren eben weder die gesichtslosen Handlanger einer abstrakten Macht noch bloß vom finsteren Strom mitgeschleifte Opfer. Viele handelten bewusst und machten mit. Viele hatten Handlungsspielräume – unterschiedlich große, aber vorhandene. Es gab Desertionen, Verweigerung, Möglichkeiten, sich bestimmten Taten zu entziehen oder Befehle zu unterlaufen. Das war mitunter gefährlich, nicht selten auch lebensgefährlich. Aber die Existenz eines Risikos hebt die Existenz einer Entscheidung nicht auf.
Gerade deshalb erscheint mir das Wort „Scherge“ paradoxerweise entlastend. Es macht aus handelnden Menschen Figuren. Aus Verantwortung wird Rolle. Aus Entscheidungen wird Kulisse. Gerade dadurch geraten konkrete Entscheidungen und konkrete Verantwortlichkeit aus dem Blick. Diese Art der Rahmung begegnet einem hier nicht zum ersten Mal. Zumal das Wort „Scherge“ hier spöttelnd gebraucht wird – nach dem Motto: „Ach ja, wieder der Vorwurf mit den Nazi-Schergen.“ Gerade darin liegt für mich die eigentliche Pointe. Gerade in diesem unausgesprochenen: „Wir wissen doch alle, dass das eigentlich ganz normale Männer waren und keine Unholde. Sie haben bloß ihre Pflicht gemacht.“ Aber genau das ist der Punkt: Es waren ganz normale Männer, und genau die begingen ganz normal monströse Taten, was man dann „Pflichterfüllung“ nannte. Es war ganz normal, Dörfer niederzubrennen, sowjetische Frauen zu schänden, Massaker zu begehen. Es war eine „saubere Sach“, denn schließlich galt es als ordnungsgemäße Dienstausübung und schließlich machten es die anderen ebenfalls. Deswegen darf man dann auch nicht sagen, dass die Wehrmacht Drecksarbeit erledigt habe oder unsauber agierte. So etwas wäre laut diesen Kreisen „Schuldkult“.
Stichwort „Schuld“ und „Kult“. Denn noch auffälliger wird es bei den eigentlichen Fragen. Da ist von „Schuld wachhalten“ die Rede. Von einem persönlichen „Schuldgefühl“. Von der Frage, ob einen die historischen Verbrechen „plagen“.
Warum ausgerechnet Schuld?
Das ist die große Leerstelle der Umfrage.
Denn schon lange wird nicht mehr ernsthaft über eine vererbbare persönliche Schuld diskutiert. Das ist ein Konstrukt gewisser Kreise, eine Unterstellung. In der historischen Forschung wie auch in vielen Zeugnissen von Überlebenden wird ziemlich klar unterschieden zwischen individueller Rolle (und individuellen Taten) und Verantwortung. Verantwortung kann politisch, gesellschaftlich und kulturell sein. Schuld dagegen ist eine moralische Kategorie. Sie trägt wenig und mag vielleicht für Predigten taugen, aber nicht für Politik. Wer sich schuldig fühlt, hat noch nichts verstanden. Wer sich nicht schuldig fühlt, auch nicht. Schuld ist eitel, eine Tat ist persönlich.
Brauchbar ist in diesem Zusammenhang vielleicht auch ein Zitat, das ein früherer User mal in diesem Forum postete. Ich glaube es stammt vom Shoa-Überlebenden Mannheimer und lautet:
„Ihr seid nicht verantwortlich für das, was geschah. Aber dass es nicht wieder geschieht, dafür schon.“
Entscheidend ist also, ob man aus der Geschichte Erkenntnisse gewinnt. Es geht nicht darum, dass Enkel sich schuldig fühlen, sondern welche Entscheidungen Menschen heute treffen und welche Konsequenzen daraus entstehen. Es geht darum, dass der Einzelne für sich wie als Teil einer Gesellschaft Verantwortung für sein Handeln und für das Geschehen um ihn herum übernimmt.
Genau diese Unterscheidung fehlt hier vollständig.
Deshalb wäre zu fragen: Warum wird eine Differenz, die seit Jahrzehnten zum Standard gehört, einfach unterschlagen?
Wahrscheinlich, weil dadurch ein Gegner entsteht, den man leichter kritisieren kann. Wer möchte schon von einer ewigen Erbschuld sprechen? Kaum jemand. Stattdessen diskutiert man nicht das Wesentliche, sondern nimmt dieses Konstrukt – eine Position, die so kaum vertreten wird – und erklärt sie zugleich für so diskursmaßgebend wie fragwürdig. Das ist ein klassischer Strohmann.
Ebenso interessant ist, was gar nicht gefragt wird. Nicht etwa: „Weiß man in der Bevölkerung wirklich über die Untaten in der Sowjetunion Bescheid? Sind Jasenovac und Distomo ein Begriff?“ Oder: „Sollten Archive zur NS-Zeit öffentlich zugänglich sein?“ Oder: „Welche Parallelen bestehen zwischen heutiger Politik und früheren Ereignissen?“ Stattdessen kreisen sämtliche Fragen um Schuld, Belastung und das Wachhalten von Vergangenheit.
Die Richtung ist deutlich.
Nun könnte man sagen: Das ist eben Zuspitzung. Journalismus lebt von Zuspitzung.
Mag sein.
Man sollte dennoch weiterfragen: Wem nützt diese Zuspitzung?
Vielleicht gar keiner politischen Ideologie zuerst, sondern der Aufmerksamkeit. Empörung bringt nun einmal Klicks. Polarisierung schafft Kommentare. Eine Umfrage, die „Identität“ stiftet, bindet Leser weit stärker als eine, die bloß Informationen sammelt. Medien funktionieren schon lange nach diesen Mechanismen – unabhängig von ihrer politischen Farbe.
Doch es gibt noch die zweite Möglichkeit.
Vielleicht erlebt man hier die nächste Anpassung eines Mediums an ein Publikum, das sich verschoben hat. Ein Magazin, das sich einst als links, alternativ und aufklärerisch verstand, das den Anspruch hatte, hinter Fassaden zu blicken und herrschende Erzählungen kritisch zu prüfen. Hier entsteht erneut der Eindruck, als wolle man weniger Macht analysieren oder Strukturen durchleuchten als die eigene Leserschaft bestätigen. Aus Skepsis gegenüber herrschenden Erzählungen wird reflexhafte Dagegenhaltung – nicht unbedingt, weil die Analyse dorthin führt, sondern weil dafür ein Publikum wartet.
Und genau das wäre der eigentliche Gedanke: Nicht, dass hier offen Geschichte umgedeutet werden soll. Sondern dass die Auswahl der Fragen den Klang einer politischen Szene übernimmt, in denen Erinnerung und Verantwortungsübernahme vor allem als Zumutung erscheint.
Darum lohnt sich noch eine bestimmte Nachfrage. Nämlich: Worin will man sich auf Dauer noch von jenem Milieu unterscheiden, das sich seit Jahrzehnten jeder Verantwortung entzieht? Jenem Milieu, das lieber mit der Vokabel „Schuldkult“ arbeitet, als sich mit den eigentlichen Fragen auseinanderzusetzen? Denn wenn aus der differenzierten Frage nach Verantwortung eine Debatte über angeblich verordnete Schuldgefühle gemacht wird, wenn Soldaten spöttisch als „Schergen“ entschuldigt werden, dann verschiebt sich der Diskurs. Nicht spektakulär. Aber merklich.
Vielleicht ist genau das die eigentliche Pointe dieser Umfrage: Auch sie sagt letztlich weniger über die Vergangenheit aus als über das Medium, in dem sie erscheint. Denn Fragen verraten nun einmal oft mehr über den Fragenden als über die Antwortenden.
„Wir wissen doch alle, dass das eigentlich ganz normale Männer waren und keine Unholde. Sie haben bloß ihre Pflicht gemacht.“ Aber genau das ist der Punkt: Es waren ganz normale Männer, und genau die begingen ganz normal monströse Taten, was man dann „Pflichterfüllung“ nannte. Es war ganz normal, Dörfer niederzubrennen, sowjetische Frauen zu schänden, Massaker zu begehen. …“
Ich kann mich noch gut an die Proteste erinnern, die Mitte der 1990er Jahre während der Ausstellung in der Frankfurter Paulskirche über die Verbrechen der „sauberen“ deutschen Wehrmacht losbrachen. Die dargestellten Gräuel kamen damals einem Großteil des Publikums, der Presse und der Politik übertrieben und nicht glaubhaft vor.
Hier kann man auf den Ausspruch von Hannah Arendt verweisen von der „Banalität des Bösen“.
Und eben das sehe ich auch heute wieder bei den geschichtsrelativierenden, habgierigen Ehrgeizlingen wie Merz, Pistorius, Klingbeil und wie sie alle heißen mögen. Ich halte die Vorstellung von Revanchegelüsten wegen eines verlorenen WK2 für vorgeschoben. Sie glauben, sie haben die Macht, dabei bilden sie nur die (austauschbare) Regierung. Eine Verantwortung für die Bevölkerung haben sie nicht, noch nicht einmal für sich selbst.
Ich finde es sehr positiv, das Sie die richtigen Fragen stellen.
Verantwortung JA – Schuld NEIN
Ich sehe seit Corona eine deutliche Hinwendung zur Kriegsvorbereitungen gegen Russland und dafür soll auch die Datenbank im Spiegel helfen.
Die wichtigste Frage ist, wieso so viele aus Pflichtgefühl oder der Überzeugung das Richtige zu tun, zu Mördern wurde. Wieso so viele Menschen (zu allen Zeiten) sich berechtigt fühlen über Leben, Gesundheit, Freiheit Dritter verfügen zu können, zu töten, vertreiben, versklaven.
Sadismus und Entgrenzung nennt der Fachmann das. Die Wehrmacht hat regelmässig so Sachen gemacht wie die Dorfbewohner in Scheune stecken und dann in Brand zu setzen, aus Spaß Kinder mit dem Panzer überfahren, oder auf dem Rückzug noch die Brunnen in den dann menschenleeren Dörfern zu vergiften ( mit Diesel und totem Vieh ).
Warum Du glaubst dass da „Pflichtgefühl“ und „Überzeugung das Richtige zu tun“ eine Rolle spielten darf Dein Geheimnis bleiben.
Behauptet zumindest die Gräuelpropaganda der Besatzer… laut denen haben wir ja auch die Herero abgeschlachtet etc. (was sich widerlegen lässt).
Nicht immer jeden Schei** glauben, die Wahrheit stirbt im Krieg bekanntlich zuerst und die Angelsachsen sind große Meister in Manipulation, bis heute… Und natürlich gab es Kriegsverbrechen, aber das ist ein Unterschied zu „regelmässig so Sachen gemacht“.
Nein, das haben Leute berichtet die selbst dabei waren und mitgemacht haben.
Die Wehrmacht hatte übrigens keine Logistik für Verpflegung im Osten und sollte sich selbst im Land bedienen lassen,
Und das haben sie gemacht, und anschliessend die Leute verbrannt.
Lenkt wieder mal von der eigentlichen Problematik ab: warum können „die da oben“ mit „denen da unten“ machen was sie wollen?
Manipulierte Schafe, aka Kanonenfutter nach einer persönlichen Schuld zu fragen entbehrt unter den bekannten Umständen nicht einer gewissen Komik.
Die Fage sollte lauten: wer ist sich bewußt, inwieweit er vom status quo profitiert und diesen deshalb weiterhin toleriert, obwohl (!!!) die moralische Verwerflichkeit dieses status quo jedem in Gesicht springen müßte.
Es wäre schon viel gewonnen, wenn Leute die Vergangenheit nicht noch dergestalt für die eigene Machtpolitik instrumentalisieren würden, dass sie sagen „Gerade wir als Deutsche dürfen hier nicht wegsehen“ und damit eine (Angriffs-)Kriegsbeteiligung rechtfertigen, wie z.B. 1999 gegen Jugoslawien (3. deutscher Krieg gegen das Land, innerhalb von 74 Jahren). Dass die Nachkommen von Tätern bzw. Bewohner des früheren Landes der Richter und Henker durch die monströsesten Verbrechen ever jetzt gegen eine erneute Barbarei irgendwie „immunisiert“ sein sollen, ist bösartig-irre-verlogen. Ganz so, als sei es wie eine ‚Krankheit‘ über ein doch zivilisiertes Volk gekommen (unerklärlich), ja, wie konnten brave Bürger nur… (umgekehrt wird viel seltener gefragt, ob dann eben dieses „Bravsein“ nur eine sehr dünne Schicht über einer Mischung aus Sadismus und Opfermythos (ja, Versailles und die Inflation) war. So wird in gewissen Kreisen dann auch wieder Israel beschuldigt, mit genau den umgekehrten Vorzeichen à la „Die Nachfahren der Opfer sind heute…“, man kennt das ja. Wie erschreckend wenig an (wenigstens einem symbolischen Versuch der) Entschädigung für Holocaust-Überlebende oder Zwangsarbeiter geleistet wurde, ist dann die zweite Schuld und natürlich auch das Weiterwirken der Täter. Jahrzehntelange Abwehr und Verschleppung, irgendwann dann widerwilligstes Zahlen oder gleich Bevormundung von Opfern nach dem Motto „Ja, was nützen den alten Leuten jetzt noch ein paar tausend Mark/Euro?“ Ja, Paternalismus der Schäbigkeit – wie sah es demgegenüber mit der Witwenrente für Freislers Frau oder den „arisierten“ Vermögen aus? Klar, die alte Frau war ja allein und woher das ganze Vermögen herkam, tja, war wohl nicht mehr rauszufinden…
Eine weitere Maßnahme, die Ewige Schuld nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.Denn nur wer erfüllt ist vom wohligen Gefühl der Teilnahme an den vielen Festen der Demokratie, den Anteil seiner individuellen Schuld am gemeinsamen Unglück reflektiert hat und den Weg über die Stolpersteine in ein Wahllokal gefunden hat, nur der ist bereit, auch das Richtige zu tun.
Ein Hinweis. Die beiden letzten Fragen sind an sich nicht zu beantworten. Die Vorletzte ist unsinnig. Niemand hält die Schuldfrage hoch. Es wird einzig und alleine eine ein einziger Fakt thematisiert, einzig und alleine zu dem Zweck die Unterstützung Israels zu rechtfertigen. Alle andere Schuld ist schnurz.
Die Letzte Frage entbehrt jeder Logik. Es kann keine Schuld geben für Dinge auf die ich keinen Einfluss hatte, bei denen ich nicht mal existierte.
Das nur als Hinweis an die Macher, ist mir egal ob sie das zensieren oder nicht.
„Verspüren Sie eine historische Schuld als Deutscher?“
Der Deutsche hat noch nie eine (wie auch immer geartete) Schuld empfunden und beim Thema „zweiter Weltkrieg“ sich und seinen Vorfahren immer neue Ausreden und Entschuldigungen geschaffen.
– Wir war ja nicht freiwillig
– Wir wussten doch nichts davon
– Wir haben doch nur Befehle ausgeführt
– Wir hätten doch eh nichts ändern können
– Was hätten wir den tun sollen
– oder die Evergreens „Es war ja nicht alles schlecht. Der Führer hat Arbeit geschaffen; die Autobahn gebaut; Ordnung gebracht……….“
– blablabla
Der Terror und der Völkermord in Gaza und die Unterstützung der Nazis in Kiew sind mehr als genug Beweise dafür. (QED)
Ich brauche keinen Spiegel, um die deutsche Geschichte zu kennen. Erst recht nicht, wenn dieses Sch….blatt heutige Nazis hofiert, wenn sie dem Westen „nützlich“ erscheinen, während es das Land, das den höchsten Blutzoll für den deutschen Angriff zahlen mußte, mittlerweile routiniert als „faschistisch“ beschimpft.
Ich bin wegen dieses historischen Mists ohne Großväter aufgewachsen. Der eine war ein überzeugter Nazi, eines der ersten NSdAP-Mitglieder seiner Heimatstadt und diente in der SS. Er kam im Krieg um. Der andere hat den Krieg zwar überlebt, mußte aber fliehen, weil er laut der Definition der Nazis „Halbjude“ war. Bei mir ging der Riß also quer durch die Familie.
Ps: Die große Frage der Nachkriegsgenerationen an die Väter/Großvätergeneration „Wie konntet ihr es nur so weit kommen lassen?“ hat mich früher übrigens auch beschäftigt. Seit der Coronazeit stelle ich mir diese Frage nicht mehr. Da konnte man live (teilweise bis heute) beobachten, daß die damaligen Mechanismen auch heute noch/wieder funktionieren, und wie leicht es ist, mit der entsprechenden medialen Macht die große Mehrheit gegen Minderheiten im eigenen Land aufzuhetzen. Trotz aller „Aufklärung“.
Heinz ,ich stimme Ihnen in vollem Umfang zu.
Diese ultrarechte, teilweise faschistische und korrupte Ukraine, wird von Deutschland unterstützt
Die Heldenverehrung der Nazikollaborateure, die gemeinsam mit Nazi-Deutschland, 10 Tausende Juden, Polen und andere Ethnien ermordet haben, ist nicht mit unseren „Werten“ vereinbar.Es ist so beschämend, wie mit Russland umgegangen wird, die damalige Sowjetunion hat mit 27 Millionen Toten den größten Blutzoll getragen,wie Sie schreiben.
Für mich ist es ein Widerspruch, die „Omas gegen Rechts“ zu bejubeln und bei den Nazis in der Ukraine wegezuschauen und dieses Land zu unterstützen.Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass durch die massiven Waffenlieferungen der sinnlose und schreckliche Krieg, Leid und Tod verlängert werden.
Ich habe alle Tagebücher von Victor Klemperer, einem verfolgten Juden in Nazi-Deutschland, gelesen.Er hat sich immer wieder gefragt:“ Wie konnte es dazu kommen?“
Heinz ,ich stimme Ihnen in vollem Umfang zu.
Diese ultrarechte, teilweise faschistische und korrupte Ukraine, wird von Deutschland unterstützt
Die Heldenverehrung der Nazikollaborateure, die gemeinsam mit Nazi-Deutschland, 10 Tausende Juden, Polen und andere Ethnien ermordet haben, ist nicht mit unseren „Werten“ vereinbar.Es ist so beschämend, wie mit Russland umgegangen wird, die damalige Sowjetunion hat mit 27 Millionen Toten den größten Blutzoll getragen,wie Sie schreiben.
Für mich ist es ein Widerspruch, die „Omas gegen Rechts“ zu bejubeln und bei den Nazis in der Ukraine wegezuschauen und dieses Land zu unterstützen.Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass durch die massiven Waffenlieferungen der sinnlose und schreckliche Krieg, Leid und Tod verlängert werden.
Ich habe alle Tagebücher von Victor Klemperer, einem verfolgten Juden in Nazi-Deutschland, gelesen.Er hat sich immer wieder gefragt:“ Wie konnte es dazu kommen?“
Liebe Redaktion,
mein Post ist zweimal erschienen.
Da diese identisch sind, bitte, wenn es möglich ist, einen entfernen.
Danke!
„Verspüren Sie eine historische Schuld als Deutscher?“
Aber wenn ich an die Schlacht im Teutoburger Wald (9 n. Chr.) denke, dann verspüre ich erst recht eine immense historische Schuld wg. den vielen römischen Soldaten, die meine Vorfahren dort getötet haben.
Es ist doch irgendwie merkwürdig und auch schwer verständlich,
dass so viele Leute heute emotional erregt sind wegen Dingen, die vor ihrer eigenen Geburt geschehen sind.
Irgendwer sagte mal: Meine Welt beginnt mit meiner Geburt.
Ich finde daß wir Deutsche selbstverständlich eine Verantwortung tragen und aufmerksam gegenüber Trends, Geschehnissen und Aussagen sein sollten.
Die Entnazifizierung ist in Deutschland kaum gelungen, wenn ich heute wieder Aussagen höre wie: „den Krieg nach Russland tragen“ oder „sind bereit Luftangriffe auf Russland zu fliegen“ oder „Deutsche wieder bereit Russen zu töten.“
Unfassbar. Aber ich als Bürgerin soll jetzt nachforschen, was meine Uropas so getan haben? Ich weiß es teilweise. Einer hat sich das Leben genommen, weil die Nazis ihn aus seinem Job geworfen haben, da er eine chronische Erkrankung hatte.
Meine Großmutter hat sich nie davon erholt. Der andere Urgrossvater saß im KZ, weil er sich geweigert hatte aus der SPD aus, in die NSDAP einzutreten.
Es ist erschreckend heute wieder das Verhalten der Menschen zu sehen. Nazi Jargon überall. Von: „Ungeimpfte sind Blinddärme“ bis „die müßten nach Madagaskar geschafft werden“ über „Slava Ukraini“…….
Der Aufschrei erfolgt jedoch nicht, dabei müßten Linke, Antifa und Co längst auf den Barrikaden sein.
Stattdessen laufen sie erneut stramm mit.
Traurig und höchst erschreckend. Nichts gelernt. Nichts begriffen.
Verspüren Sie eine historische Schuld als Deutscher?
Komische Frage.
„Schuld“ vererbt sich doch nicht, sie bezieht sich immer nur auf eine bestimmte Person und ihr eigenes Handeln.
Ein Schuldgefühl im Hinblick auf Dinge vor meiner Geburt und losgelöst von meiner Person ist unverständlich. Außerdem gibt es ohnehin keine Kollektivschuld!
Im Hinblick auf eine verstorbene Person wird deren eventuelle Schuld ohnehin zum bloßen historischen Faktum, doch ist sie für die Gegenwart sinnlos, denn diese Person kann in der Gegenwart weder etwas rückgängig machen oder sanktioniert werden noch bereuen.
—
Sich nach über 80 Jahren immer noch mit der Schuldfrage von Vorfahren zu beschäftigen, ist sinnlos.
Es hilft nichts.
Es ändert nichts.
Allerspätestens nach dem Ableben der Täter ist das alles verjährt, ist zu Geschichte geworden.
Wer damit Nachgeborene belasten will, der versündigt sich an ihnen.
Wer nicht will, dass Geschichte verjährt, der lebt zu sehr im Gestern.
—
Verantwortung bedeutet vom Wortsinne her, dass ein Untergebener seinem Vorgesetzten gegenüber Rede und Antwort zu stehen hat, ob und wie er seine Aufgabe und Pflicht erfüllt hat. Der Knecht hat also Verantwortung gegenüber seinem Herren. Wer soll denn aber im Zusammenhang mit der obigen Meinungsumfrage der Vorgesetzte sein, dem man Verantwortung schulden könnte?? Im Zusammenhang mit dem hier vorliegenden Thema kann der Herr nur das eigene Gewissen bzw. die Ethik oder ein religiöses Gebot sein. In diesem Sinne trägt man stets und immer Verantwortung.
Aber nur in diesem Sinne.
Es sind die falschen Fragen. Die Fragen müssten lauten, heute beklagen wir die Verbrechen der Vorfahren. Aber angesichts unseres fehlenden Widerstands gegen die Kriegspolitik, die auch den Sozialstaat zerstört, wieso sind wir so Handzahm?
Wenn da wo Unrecht (etwa der Abbau von Sozialen Rechten) zu Recht wird, warum gehen wir nicht massiv dagegen auf die Straße.
Wenn die Demokratie in der Ukraine das Vorbild für die Demokratie in Deutschland ist, was tun wir gegen die Zerstörung der Demokratie durch die Regierung Merz und die Konzerne (Daimler 40 Stunden statt 35 bei gleichem Lohn)
Wo leisten wir heute Widerstand und wo werden wir gefragt werden, von den Nachgeborenen, warum habt ihr nichts dagegen getan. Ihr habt doch gesehen, wie kritische Journalisten oder das Informationfreiheitsgesetz zerstört wurden. Ihr ward es doch die Zugesehen habt wie Behinderte, Kranke und die am Rand der Gesellschaft diskriminiert und Schickaniert wurden?
Was werden wir darauf antworten?
Wir waren mit der Schuld der Väter und Vorfahren so beschäftigt, das wir unsere eigene Schuld nicht sahen, wird so die Antwort lauten?
Wir können natürlich auch Glück haben und es gibt niemand mehr der uns diese Frage stellen kann, weil in diesem Teil der Erde alles Leben ausgelöscht ist. Es wird dann keine Grabsteine mehr geben, auf denen steht aber der Russe war schuld, weil es keinen gibt der da irgendjemanden begraben kann.
Noch wäre Zeit den selbigen zu erheben und dagegen auf die Straße zu gehen, noch. Fragt sich wieviel Zeit wir noch haben.
Die Fragen, ebenso wie die aktuelle Spiegelkampagne, zielen auf die Individualisierung historischer, gesellschaftlicher Prozesse. Wenn nur nach der indivduellen Beteiligung gefragt wird, bleiben die für das historische Verständnis wichtigsten Fragen aussen vor:
– Aus welchen Quellen speiste sich der Kern des Faschismus ( Stichworte: Freikorps, 1918)
– Wer hat Hitler und die faschistische Partei finanziert?
– Wer hat den Faschismus an die Macht gebracht?
– Woher stammen die Pläne, nach denen Hitler Deutschland aufrüstete und den 2. WK vorbereitete? Die Zeit bis 1939 war zu kurz, um erst 1933 mit den Planungen anzufangen!
-Wie hat der Faschismus die Aufrüstumg finanziert? Welche Rolle spielten München 1938, die Annexion Österreichs und der Tschechoslowakei, wie auch die Progrome von 1938, bei der Abwendung eines deutschen Staatsbankrottes?
-Wer erarbeitete die Pläne, nicht nur zur Judenvernichtung, wie auch die zur faktischen Ausrottung der Sowjetbevölkerung durch Aushungern und hemmungsloses Plündern aller Lebensmittel zur Verpflegung der Wehrmacht??
– Was geschah mit den Nazis und Kriegsverbrechern nach 1945? Wer hat die Bundeswehr und die Geheimdienste (Organisation Gehlen) alles mit aufgebaut?
– Wer profitierte vom Krieg und welche Rolle spielten die Kriegsgewinne beim sogenannten Wirtschaftswunder?
Die gerade vom Spiegel betriebene Induvidualusierung verdrängt die gesellschaftlichen Hintergründe des Faschismus. Es ist die ideologische Begleitmusik für die Zeitenwende und die Aufrüstung der Bundeswehr zur stärksten Armee Europas und dem sogenannten Ende der angeblichen militärischen Bescheidenheit.
Manche Fragen sind schon derart manipulativ gestellt, dass sich der Versuch einee ernsthaften Antwort nicht lohnt, zumeist ist es auch wie eigentlich immer das selbstmitleidige „Was macht das mit dir (als Deutschem)?“ Genauso wenig was Neues vom spiegel, der in seinem stets wiederkehrenden wohligen „Oh, sind wir Monster?“-Grusel über Jahrzehnte hinweg Hitler immer wieder auf seine Titelseiten hievte, aber nie in aufklärerischer Absicht, immer mit der Gafferei von Leuten, die aus der Barbarei noch Verkauf und Quote machen. Ach ja, das permanente Mantra „Wir stellen uns der historischen Verantwortung (echt jetzt? Die Leute in Panama, Benin, Laos oder Island trifft ganz sicher keine Schuld oder Verantwortung? Wie nobel, das anzuerkennen!) hat(te) praktisch keine Auswirkungen, es ging nach 45 recht bruchlos weiter. Wiederaufbau (gab es den in den vom Nazireich angegriffenen Ländern nicht? Haben die eigentlich einen Marshallplan bekommen?), beste Karrieren der allermeisten Funktionsträger, die jetzt halt ohne Hakenkreuze weiterwirkten, Abwehr von – selbst geringen – Ansprüchen von Zahlungen an Holocaustüberlebende=Zwangsarbeiter bzw. deren Hinterbliebene über Jahrzehnte hinweg und ab den späten 1980ern auch eine Umdeutung in dem Sinne, dass z.B. Chomeini, Saddam, Schirinowski, Milosevic… irgendwie auch „Hitler“ waren. Und wer mit dem Spruch kommt „Du weißt ja nicht, wie du selbst damals gehandelt hättest“ kommt, kann eigentlich auch sonst alle Gesetze betr. Mord, Totschlag und Körperverletzung in die Tonne treten, weil man ja auch heute bei keinem Verbrechen weiß, was die Motive des Täters gewesen sein könnten…
Nein, ich verspüre keine Schuld!
Da der Mensch in einem System lebt, da daß System keine Möglichkeit gibt, sich aus einer anerzählten Schuld, als unschuldig oder schuldig zu bezeichnen.
Wie kann ein System, im politischen Sinne, überhaupt über etwas urteilen, das nur kapitale oder sogenannte Staatsinteressen vertritt, ohne jemals das Volk dazu befragte?
Die gelebte Simulation, geht seit Jahrzehnten vor sich hin, da der Plebs,der reale Plebs,sich nicht real zu wehr setzt gegen eine infame Politik.
Die idiotische bürgerliche Gesellschaft ist verrottet.
Das deutsche System der angeblichen Demokratie, beweist selbst, wie undemokratisch dieses Land ist. Bis heute hat weder der Westen über den Osten, sich eine freiheitliche Verfassung gesetzt!
Wenn wir über Demokratie schwadronieren, benötigt diese deutsche Republik, eine gesamte für Deutschland geltende Verfassung.
Und wenn D, eine eigene Verfassung hätte, wie steht es mit dem ubergestülpten Apparat der EU?
Wenn wir schreiben, dann sollten wir über jeweilige Konsequenzen nachdenken…
In den Jahren vor WKII erhielt mein Großvater die einmalige Chance nahe der Kreisstadt einen Flugplatz mit aufzubauen und Fliegen zu lernen. Was für eine Karriere für einen Jungen, der sich sehnte, die bäuerlich dörfliche Umgebung zu verlassen, um dann sogar Funker zu werden. Als der Krieg ausbrach, dürfte er begeistert gewesen sein, denn endlich konnte er all sein Wissen und und Können einsetzen. Genau diese Haltung: ‚Deutsche Ingenieure stehen für Qualität‘, ist in allen Zweigen der Familie die Norm und das Maß aller Dinge, auch heute noch. Wer keinen Dr. oder Dipl.Ing. vor dem Namen hat, ist Mensch zweiter Klasse. Minderleister. Fragwürdige Existenz. Möglicherweise sogar: Schmarotzer.
Locker komme ich beim Durchzählen der Verwandtschaft auf 2 Dutzend jener das Land erhaltender Funktionsträger, wobei es selbst da Abstufungen gibt. Wer bloß ein Fachschulstudium absolvierte, zählt nicht. Jemand mit einem Abschluß in ‚Soziale Arbeit‘ gehört auch nicht zum erlesenen Kreis. Wer ein Studium abbrach, aus welchen Gründen auch immer, oder keine durchgehende Karriere aufweist, wird als Abschaum gesehen. Uneinig ist man sich, wenn jemand im künstlerischen Bereich seinen Master machte: ist zu wischiwaschi.
Was das jetzt mit der Nazizeit zu tun hat? Es ist der Stolz und der Glaube, allen anderen überlegen zu sein. Die Denkart alle Probleme lösen zu können.
Unglücklich war der Vater, als auch das 3. Kind ein Mädchen war: kaum war sie 15 wurde auch sie zum Flugplatz geschleppt. Alle Enkel mußten mit zu Flugplatzfesten und in die Luft.
Dass das Ganze in der Ära kurz vor dem Krieg begann, reflektiert er nicht.
Und schlimm ist in dieser Familie natürlich auch, wenn jemand nicht der Norm entspricht, wen aus einem anderen Land heiratet, womöglich noch mit dunklerem Teint, wenn irgendwie ‚das Deutsche‘ verloren geht (was immer das auch sei).
Schon erstaunlich, ausgerechnet dort, wo die Bildungsungerichtigkeit größer ist, als in jedem anderen Land der entwickelten Welt, erfolgt auch die größte Stigmatisierung derjenigen, die über keinen akademischen Abschluss verfügen.
Das rächt sich gerade. Nichts hat einen größeren Einfluss auf das Wahlverhalten, als der jeweiliger Bildungsabschluss.
Das Hauptproblem der obigen Umfragen-Fragen ist, dass sie von Leuten, die gar keine Kriegsteilnehmer mehr gekannt haben, völlig anders beantwortet werden werden, als von denen, die noch mit „Opa“ diskutieren „durften“.
Mit jeder verstorbenen Generation wird die *persönliche* Schuldfrage uninteressanter — aber die *allgemeine* Frage, wie man den Adel (egal, ob er sich gerade „politische Klasse“ nennt) mit seinen Kriegsphantasien in den Griff bekommt …
Was genau sollen solche Gefühlsbefragungen bewirken?
Aus der Geschichte lernen?
‚Oder: Wie mensch es anstellt, nichts aus der Geschichte zu lernen!‘
„Lehren aus Weimar“
https://www.youtube.com/watch?v=byQ0m-oJgXg
Interessant an dem „NS-Archiv“ ist übrigens nur, dass sämtliche Zeitung, die dies zur Verfügung stellen dies über eine Bezahlschranke regeln.
Mir persönlich ist die Sache ja nach über 80 Jahren egal, aber dennoch frage ich mich warum man ein solches „NS-Archiv“ nur über eine Bezahlschranke der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt. Was ist die Motivation dahinter? Und warum stellt man ein solches „NS-Archiv“ nicht ohne eine Bezahlschranke zur Verfügung? Fragen über Fragen, ich weis.
Ach übrigens bei RT Deutsch stand unlängst mal inhaltlich folgendes zum „NS-Archiv“ da würden auch nur diejenigen Deutschen nachforschen wollen, die jetzt endlich wieder stolz auf Ihre NS-Vorfahren sein dürfen.
Tja, das gibt zu denken inweiweit das deutsch-russische Verhältnis bereits beschädigt sein dürfte, da, wie bereits erwähnt dieses „NS-Archiv“ wohl nur für diejenigen interessant sein dürfte, die sich die jeweiligen Mainstream-Medien ohne Bezahlschranke rein finanziell leisten können.
Dieser Tage erscheint übrigens auch ein Buch des „DDR-Historikers“ Sascha-Illko Kowalzuk mit dem Titel „Faschismus ist keine Meinung“, einem Titel dem man – anders als dem Inhalt des Buches – uneingeschränkt zustimmen kann.
Hier mal ein Link zu einem aktuellen Interview mit diesem „DDR-Historiker“, dass mir nur eines zeigt so wird das nix mit dem Kampf gegen rechts – wenn schon gegen Faschismus dann auch in überall auf diesem Planeten, und nicht so wie Herr Kowalzuk das meint nur einseitig gegen „Russlands Faschisten Putin“ (seine Worte nicht meine) und gegen seine Anhänger in BSW, und AfD….. ;- :
https://www.3sat.de/kultur/kulturzeit/wie-die-afd-ein-verklaertes-ddr-bild-ausnutzt-sendung-vom-03-07-2026-100.html
Zynische Grüße
Bernie
Keiner von denen, die heute hier leben weiß, wie er sich verhalten hätte, wenn er damals gelebt hätte.
Deshalb ist es doch wohl Unsinn, historische Schuld zu empfinden für Sachen, die Menschen, die damals lebten freiwillig oder gezwungenermaßen mitgemacht haben. Wirklich Schuld haben doch nur die Obertanen, aber die tragen nur in ganz seltenen Fällen Verantwortung für das, was sie tun und getan haben. Das ist heute auch nicht anders.
Wer hier in Deutschland engagiert sich denn aktuell für Frieden im Krieg zwischen Ukraine und Russland.
Dann müssen die Generationen, die nach euch kommen deshalb doch auch eine historische Schuld für ihre Vorfahren empfinden.
@H. Krautner
Danke für Ihre Meinungsäußerung, der ich nur teilweise zustimme.
Übrigens der erwähnte „DDR-Historiker“ schreibt in einem seiner letzten Bücher „Der Freiheitsschock“, dass er einen ukrainischen Großvater hatte, der die Verbrechen Stalins bei einem Besuch in der damaligen Ukraine mit eigenen Augen sehen konnte – „den Holdomor“ an den UkrainerInnen. Er vergißt dabei, als „DDR-Historiker“, zu erwähnen, dass „der Holodomor“ Stalins kein Verbrechen allein an den damaligen Ukrainern war sondern am kompletten sowjetischen Volk…..ganz ein ukrainischer Patriot eben dieser Herr Kowalzuk….. wie bereits gesagt so wird’s nix mit dem Kampf gegen den Rechtsextremismus/-radikalismus auf unserem schönen Globus, und in ganz Deutschland….
Wenn schon Kritik am neuen Faschismus (= Marktradikalismus = Neoliberalismus) dann international……ja, ich weis, davon sind wir noch, oder wieder, meilenweit entfernt – Kein Wunder, dass die neuen Faschisten des 21. Jahrhunderts wieder Oberwasser riechen.
Zynische Grüße
Bernie
Ergo erübrigt sich die Ansicht, dass Herr Kowalzuk den ukrainischen Bandera-Faschismus nicht erwähnt, und in seinem neuesten Buch sogar schreibt, dass die Ukraine diesen Krieg gewinnen muss – gegen die Atommacht Russland.
@H. Krautner (vom 5. 7. 2026 um 17.55 Uhr)
Für meine Begriffe haben Sie unter diesem Artikel einer der reifsten und besten Kommentare überhaupt geschrieben.
Zu den Hinterlassenschaften der NS-Zeit gibt es auch ein bekanntes Buch.
‚Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind‘ von Johanna Harrer.
Vier-Stunden-Rhythmus beim Füttern und Wickeln von Anfang an,
kaum Kontakt zum Baby dazwischen, um es nicht zu verwöhnen.
Strenge statt Liebe, denn es sollten ja Soldaten herangezogen werden und keine weichen Softies, ebenso dann auch zukünftige Mütter für das dt. Volk.
Zucht und Ordnung als Prioritäten- diesen sogenannten Tugenden konnte man als Kind der 60er Jahre durchaus noch ausgeliefert sein. Und auch heute noch gibt’s viele der sog. ‚Segnungen‘ die aus der Vergangenheit herrühren:
Kindergeld, Schulpflicht/Zwang (nach Östereich wandern einige aus, die das so für ihre Kinder nicht haben wollen),
ein gewisser Hang, das Militär zu preisen, ist auch heute wieder zu beobachten.
Manche Hochschulen verwahren sich allerdings der Forderung, auch Kriegsforschung zuzulassen.
Haben das direkt in ihren Statuten festgeschrieben und werden dafür angegangen.
Das sei nicht mehr zeitgemäß, kürzlich in den MSM gelesen.
Für die meisten Deutschen sind die 12 „braunen“ Jahre doch nur irgendwelche Folklore, mit der man so oder so umgeht, sie so oder so ge- bzw. mißbraucht.
Fast hätte ich es vergessen wir sind zwar Meister darin die Verbrechen des NS-Faschismus aufzuarbeiten – meine ich als westdeutsch sozialisierter
Jedoch hat gleichzeitig die Verharmlosung des real existierenden Rechtsextremismus/-radikalismus angefangen.
Wo – außer in den Verfassungsschutzberichten – wurde den so minutiös aufgearbeitet, dass nach 1945 der deutsche Faschismus wieder Oberwasser riechen konnte?
Also ich meine mich da an nichts Konkretes zu erinnern. Oder irre ich da?
Wir erfuhren zwar – via Guido Knopp & Konsorten – alles über die Zeit bis 1945, aber hinterher hörte die Aufarbeitung auf….dabei gab es ja nach 1945 bis 1989 (auch) in Westdeutschland Neo-Faschismus. Da mußte sich dann der/die Interessierte selbst durcharbeiten. Die Schulbildung leistete das, meines Erachtens, nicht.
Nach der deutsch-deutschen Einheit ging es munter damit weiter – wir wissen ja ober Hitler alles, aber, wie bereits oben erwähnt, seine west- und ostdeutschen „Nachfolger“ nach 1945 wurden, und werden, offenbar in der Allgemeinbildung, so eine noch stattfindet in .de, weitgehend ignoriert.
Tja, kein Wunder, dass die Saat des Schoßes aufgeht…..im Jahre des Herrn anno 2026.
Zynische Grüße
Bernie
Der Spiegel, vom „Sturmgeschütz der Demokratie“ zum Stürmergeschütz des Militarismus.
Ja, Julius Streicher wurde zu recht verurteilt. Warum nur?
Die Fragen lassen sich so nicht beantworten. Die sind suggestiv.
Die Nazis waren eine kleine autoritäre Sekte, die die Macht an sich gerissen haben. Die Geschichte wird mit allen Verdrehungen der Kunst falsch dargestellt, um von den wahren Tätern abzulenken.
„Die Interessengemeinschaft Farbenindustrie AG, kurz I.G. Farben oder IG Farben, mit Sitz in Frankfurt am Main entstand Ende 1925 aus dem Zusammenschluss von acht deutschen Unternehmen – Agfa, BASF, Bayer, Cassella, Chemische Fabrik Griesheim-Elektron, Chemische Fabrik vorm. Weiler Ter Meer, Hoechst und Chemische Fabrik Kalle. Die IG Farben war auf ihrem Höhepunkt das größte Unternehmen in Europa und das größte Chemie- und Pharmaunternehmen der Welt. “
„So expandierte es durch „Arisierung“ vormaliger jüdischer Konkurrenten, beschäftigte im Zweiten Weltkrieg eine große Zahl an Zwangsarbeitern und errichtete mit dem KZ Auschwitz III Monowitz das erste privat finanzierte Konzentrationslager. “ wikipedia
Auch die Deutschen wurden Opfer der Nazis, es sind genauso viele Deutsche umgebracht worden wie Juden. Uns wird immer suggeriert, es gab eine Zustimmungsdiktatur, aber das ist falsch!
Hinter den Lagern von Auschwitz steht noch immer der Industriekomplex der „I.G. Auschwitz“, die eine 100%-Tochter der I.G. Farben war. Alle großen Industrien haben da ihre Produktionsstätten angesiedelt und sich bei den KZs mit Zwangsarbeitern bedient.
Die I.G. Auschwitz ist größer als alle Lager zusammen und wird aus der Geschichte ausgespart, genauso wie die Wall Street und die US-Unternehmen, Banken, Banker, Chemie- und Pharmafabriken, Standard Oil, Henry Ford, etc. welche Hitler finanziert haben oder mit Öl versorgt.
Interessant ist doch, wie versessen man die Schuld beim Volk sucht und alles Entlastende ausspart? Das Nürnberger Tribunal hat keine kollektive Schuld ausgesprochen. Es geht bei der Schuldsuche um Vertuschung, weil man selber das umsetzt, wofür die Nazis den Krieg geführt, nämlich die kontinentaleuropäische Großraumwirtschaft mit Einheitswährung auf Basis der Reichsmark.
„Unwillige Volksgenossen“ des renommiertesten dt. Historikers, Peter Longerich, wird von den Buchhandlungen entweder gar nicht erst bestellt, oder peinlich im Regal versteckt.
Sicher hatten unsere Vorfahren in ihrer Zeit auch eine Mitverantwortung an den Entwicklungen in den 30er Jahren und während der NS Diktatur und auch an deren Gräueltaten. Die einen haben es ignoriert, andere aktiv dabei mitgeholfen und Karriere gemacht.
Aber das ist zumindest für mich weitgehend vorbei, meine Großeltern und Eltern sind längst gestorben und aktive Nazis waren sie auch nicht. Aber es bleibt die grundsätzliche, moralische Verpflichtung, die Wiederholung solcher Ereignisse nicht zu fördern und mindestens zu versuchen, eine Wiederholung zu verhindern.
Mir stellt sich nicht die Frage nach meiner Erbschuld an der NS Diktatur, sondern eher die Frage der Mitverantwortung an der aktuellen Entwicklung und der Möglichkeit, noch etwas Positives für die Zukunft zu retten in einer Zeit, in der Politiker und Medien uns zunehmend in neue Kriege mit den Feinden der Vorfahren verstricken, weil sie sich daraus persönliche Vorteile versprechen und sich überhaupt nicht vorstellen wollen, wie nah sie uns und sich auch an die nächste grroße Katastrophe bringen.
Hilflos und auch ein Stück hoffnungslos bin ich allerdings bei der Frage, welche persönlichen Konsequenzen ich ziehen kann, um diese Entwicklung aufzuhalten. Das Unbehagen ist in Teilen der Bevölkerung weit verbreitet, aber das politische, mediale und wirtschaftliche System erscheint sehr robust und durchsetzungsfähig.