Belästigung durch den Liedermacher

Anlässlich des 80. Geburtstags von Reinhard Mey hat Exilant Jim Baker ein Lied geschrieben.

Belästigung durch den Liedermacher

Und auf einmal lebst Du das Leben eines Exilanten

ein Leben welches unsere Alten auch schon kannten

Es ist an der Zeit, ich muss es leider sagen

ich möchte mich vor Euch hier aufrichtig beklagen.

 

über Feuer und Eis

viel Gelaber  – so’n Scheiß

zuviel Hitze und Glut

ist für niemanden gut

 

über CoCorona – über Medien Bla Bla

über Handywut  – das tut niemandem gut

 

es war im Herbst – und du sagtest: komm wir gehen

die guten alten Freunden wollen mich nicht verstehen

 

alles ist so hysterisch oder es ist so stumm

wir sind alle super schlau – wir sind alle super dumm

 

der eine sieht nicht gerne
hin was tatsächlich geschieht

der andere sieht nur gerne das  was in der Tagesschau geschieht

ein Dritter warnt, dass das doch nur Fake News sind

ein Vierter denkt: man, ist der blind!

 

Aber ich, ich möchte nicht verzagen,

doch dazu muss ich mich erst bei Euch beklagen:

über Streifen am Firmament

über Feuer, das unten brennt

über Sex und Crime

muss das wirklich so sein

 

Über Besserwisser – über draußen Pisser

über Grüne und Rote –  über Lebende und Tote

 

Die Welt, das ist ein Sündenpfuhl

hilft da nicht der elektrische Stuhl?

das ‚Gut sein‘, das braucht niemand mehr

gefesselt geknebelt geknechtet, versklavt,

pass auf  – sie sind auch hinter dir her

 

nicht schlecht denken, nicht schlecht reden – nicht schlecht handeln
in Frieden auf der schönen Erde wandeln

das wollen die Menschen – darum sind sind sie hier
das klappt sehr gut auch bei einem kühlen Bier

ziemlich bitter schmeckt  mir zur Zeit der Wein – das muss wohl das Gift der Lüge sein

drum singe ich mir jetzt die Seele aus dem Leib – beklage mich jetzt aus vollem Leib

 

über Geldgier und Kot – über Kinder in Not

über Nadeln in der Haut – keine fruchtbare Braut

über Lügen im Krieg – komm und haltet den Dieb

lauft ihm hinterher – dann sehn wir Euch nicht mehr

 

Seid ihr endlich weg – Dann, oh schreck schreck

seid ihr nicht mehr da – machts tatü und tata

kommt die Feuerwehr – mit nem Löschzug hinterher

macht euch Mausetot – vorher seht ihr kurz rot

 

die Welt das ist ein großes Schlachtfeld,

drauf brennen tut vor allem das Geld
als nächstes dann die Kinderlein

gefesselt geknebelt geknechtet, versklavt,

passt auf  – ihr sollt die nächsten sein

 

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