
Peter Thiel gilt als einer der einflussreichsten und rätselhaftesten Akteure des Silicon Valley. Sein Fokus liegt auf Technofeudalismus, KI, digitale Kontrolle und den Machtanspruch der Tech-Eliten.
Roberto De Lapuente sprach mit Tariq Hübsch, der zusammen mit Tahir Chaudhry ein Buch über den Tech-Milliardär Peter Thiel geschrieben hat: »Peter Thiel. Palantir, der KI-Gott und das Ende des Menschen«. Die beiden Autoren beschäftigten sich mit den politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Folgen der Digitalisierung sowie den Machtansprüchen globaler Technologiekonzerne.
De Lapuente: Peter Thiel ist für die Öffentlichkeit ein Phantom und Rätsel: Wenn Du ihn als Person mit drei Sätzen beschreiben wolltest, welche Sätze wären das?
Hübsch: Peter Thiel ist ein in Frankfurt am Main geborener Milliardär, Investor und Technologie-Unternehmer, der – weil er Mitbegründer von PayPal und der Überwachungsfirma Palantir Technologies sowie der erste externer Investor von Facebook war – als einer der einflussreichsten Strippenzieher des Silicon Valley gilt, wodurch er maßgeblich die heutige digitale Infrastruktur mitgestaltete. Auf politischer Ebene war Thiel der erste Tech-Mogul, der Donalds Trumps politische Ambitionen unterstützte, wobei er der wohl einflussreichste Förderer der neoreaktionären Ideen der sogenannten »Dunklen Aufklärung« ist, welche die liberale Demokratie als ineffizientes System ablehnt und stattdessen autoritäre politische Modelle propagiert, in denen eine technologische Elite außerhalb demokratischer Kontrolle regiert. Zudem investiert Peter Thiel als Transhumanist in Zukunftstechnologien, durch die der Mensch mit Hilfe Künstlicher Intelligenz mit Maschinen verschmelzen und ewiges Leben erlangen oder aber durch die Verbindung mit der digitalen Sphäre besser kontrollierbar gemacht werden soll.
De Lapuente: Ihr sprecht in Eurem neuen Buch viel von Ideologie im Silicon Valley – was ist für Euch der gefährlichste Glaube dort?
Hübsch: Dass der Mensch als Gattung überwunden werden soll, dass der Mensch nur ein biologischer Bootloader, also Startprogramm, für die kommende Herrschaft einer allgemeinen Künstlichen Superintelligenz sei, wie Elon Musk es gesagt hat. Das Valley glaubt an die Religion der Technologie, und dass der Mensch durch ebenjene einen evolutionären Schritt machen kann, indem er durch Technologie seine Evolution selbst in die Hand nimmt. Vollbracht werden soll das durch die Künstliche Intelligenz, in die göttliche Eigenschaften hineinprojiziert werden. Die KI ist gewissermaßen ein säkularisierter, technologischer Gott. Dies geht gar so weit, dass junge KI-Forscher im Valley bewusst keine Kinder kriegen wollen, weil das dem Kommen der neuen digitalen, dem Menschen tausendfach überlegenen Spezies ein Hindernis wäre. Der Mensch soll sich gewissermaßen auf das Kommen dieser künstlichen Superintelligenz selbstaufopfernd vorbereiten. Das trägt kultische Züge und mag hier verlacht werden. Das Problem ist nur, dass das Silicon Valley der Ort ist, wo die Religionen der Gegenwart und Zukunft geschrieben werden, wie der bekannte und extrem einflussreiche Historiker Yuval Noah Harari es so treffend auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos formuliert hat.
»Anstatt über Territorien zu herrschen, kontrollieren die neuen Feudalherren die digitalen Räume«

De Lapuente: Ihr beschreibt außerdem eine Entwicklung in Richtung Technofeudalismus. Wie belegt Ihr das, dass wir uns wirklich in diese Richtung bewegen – und nicht einfach nur in eine neue Form von Kapitalismus?
Hübsch: Der ehemalige Finanzminister Griechenlands, Yanis Varoufakis, hat den Begriff Technofeudalismus in die öffentliche Debatte eingeführt. Für ihn hat die Privatisierung des Internets und die Dominanz der Big-Tech-Konzerne zur Entstehung von Cloud-Kapital geführt, das klassische Märkte und Profite verdrängt hat. Anstatt durch Produktion Gewinne zu erzielen, extrahieren moderne »Cloudalisten« nun digitale Renten von Nutzern und Unternehmen, was an die Strukturen des historischen Feudalismus erinnert. In unserem Buch werden andere Facetten dieser aufkommenden neuen Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung thematisiert. Es ist mehr ein modernes Machtgefüge, in dem Internet-Konzerne und Tech-Oligarchen die Rolle mittelalterlicher Feudalherren übernehmen. In diesem System wird die herkömmliche staatliche oder kirchliche Ordnung durch digitale Infrastrukturen ersetzt: Plattformen fungieren als Throne, Landbesitz wird durch Daten ersetzt und Algorithmen treten an die Stelle von Gesetzen oder kirchlicher Autorität.
De Lapuente: Das heißt, die neuen Herren regieren zwar ohne Land, aber über alle Länder?
Hübsch: Anstatt über Territorien zu herrschen, kontrollieren die neuen Feudalherren die digitalen Räume, Infrastrukturen und Entscheidungsprozesse. Tech-Riesen wie Peter Thiel strukturieren durch ihre Firmen (wie PayPal für Finanzen oder Palantir für Datenanalyse) die Kommunikation, das Wissen und die Märkte. Diese Kontrolle erinnert an die Leibeigenschaft, da eine kleine Elite über das Geld, die Macht und den Zugang zur Information verfügt.
De Lapuente: Das klingt aber doch nach einer neuen Form des Kapitalismus …
Hübsch: Peter Thiel ist ein Erzkapitalist durch und durch. Seine politischen und unternehmerischen Bestrebungen zielen vor allem darauf ab, »die Welt für den Kapitalismus sicher zu machen«, wie er es selbst gesagt hat. Der Technofeudalismus ist in dieser Lesart nur eine Radikalisierung des Kapitalismus selbst, gewissermaßen die Endstufe: Völlig deregulierte Räume, in denen der Staat selbst zu einem Unternehmen wird. Der demokratisch gewählte Präsident wird abgelöst von einem CEO, der, wie in einem Konzern, absolut, ohne jegliche Kontrolle, herrscht. Der Bürger wird zu einem Kunden, der keine Rechte besitzt. Der Slogan lautet: No rights, but exit. Man hat keine Rechte, nur jenes, auszuwandern. Alles ist auf Effizienz und Produktivität getrimmt. Der Mensch ist nur ein gut funktionierendes Zahnrad in einer gigantischen kapitalistischen Maschinerie, die von Künstlicher Intelligenz angetrieben wird. Ebendies besagt die Ideologie der neoreaktionären Bewegung, die, angeführt vom von Thiel protegierten »Philosophen« Curtis Yarvin, seit Jahren offen antidemokratisch auftritt und propagiert, dass die USA ihre Angst vor einem Diktator überwinden müssten.
»Wir Menschen wären dann wie Ameisen für die Superintelligenz«
De Lapuente: Von der KI zeichnet Ihr ein düsteres Bild. Ist es für Euch ausgemachte Sache, dass KI die Welt nur zu einem schlechteren Platz machen kann?
Hübsch: Mitnichten. Künstliche Intelligenz ist erst einmal nur eine Technologie, die von Menschen eingesetzt wird. Man kann sie auch für die Besserung der sozialen und ökonomischen Verhältnisse einsetzen. Problematisch ist, dass KI, während es das Leben vieler Menschen im heute erleichtert, mittel- und langfristig das Menschliche selbst unterminiert. Kreativität, individueller Ausdruck, das Bemühen und Ringen während des Schaffensprozesses – vieles, was das menschliche Streben auszeichnet, wird von Systemen künstlicher Intelligenz jetzt schon übernommen. Und dabei sind die uns bekannten KI-Systeme noch recht primitiv – glaubt man den Utopisten aus dem Silicon Valley und den Förderern von Künstlicher Intelligenz wie Peter Thiel. Zentral ist, dass die Rolle der Künstlichen Intelligenz sowohl individuell als auch gesellschaftlich systematisch aufgewertet wird, was dazu führen kann, dass wir ihr eine Autorität einräumen, die letztendlich zu einer subtilen Form der Kontrolle und Unterjochung führen kann.
De Lapuente: Die KI wird uns folglich regieren?
Hübsch: Eine der Kernthesen des Buches, die sehr minutiös dargelegt wird, ist, dass die KI die Rolle eines technologischen Gottes einnehmen soll: Eine allmächtige, allwissende, den Tod überwindende Kraft, die omnipräsent ist und mit der wir alle verbunden sind. Noch leben wir seit wenigen Jahren mit ChatGPT und ähnlichen Large Language Models (LLM). Wenn die Systeme immer ausgefeilter werden, kann es dazu führen, dass sie wie Filter zwischen dem Menschen und dem Wissen der Welt gelegt werden, sodass wir ganz automatisch immer nur die allmächtige KI befragen, wenn wir etwas wissen wollen – ohne sie jemals zu hinterfragen. Die Frage ist dabei nicht, ob sie tatsächlich allwissend sein wird, sondern die eigentliche Frage lautet: Wer kontrolliert die KI, die dann uns kontrolliert? Es wird so getan, auch von den Vordenkern des Valley, die wir im Buch diskutieren, als wäre die KI der Zukunft ein autonomer Akteur, ein unabhängiges »Subjekt«, das irgendwann superintelligent und unfehlbar sein wird. Doch das ist nur Augenwischerei, ein großes Blendwerk. Die KI selbst wird immer eingesetzt und gesteuert werden von elitären Kräften wie Peter Thiel, die sie verkaufen möchten als neuen Gott, der dann nicht hinterfragt werden darf. Die KI hat definitiv das Potential zu einem neuen Götzen, der, gestützt auf die riesigen Datenmengen, die wir alle produzieren, eine neue Form der Kontrolle ermöglicht, die alles Dagewesene in den Schatten stellt.
De Lapuente: KI ist für Leute wie Thiel also eine Form von Göttlichkeit?
Hübsch: Leute wie Peter Thiel tun zumindest so, als würde die kommende künstliche Superintelligenz gottgleiche Fähigkeiten aufweisen. Auch Elon Musk ist besessen von dieser Idee – wie fast alle Tech-Mogule des Valley. Diese Leute haben sehr viel in die Forschung an AGI, also Künstlicher Allgemeiner Intelligenz, investiert. Sie sehnen sich die sogenannte technologische Singularität herbei. Das ist der hypothetische Zeitpunkt, an dem der Mensch eine künstliche Superintelligenz erschafft, die sich ohne menschliche Hilfe selbstständig weiterentwickelt. Es wird eine »Explosion« der Intelligenz erwartet, bei der Maschinen ihre eigenen Fähigkeiten rekursiv verbessern und den Menschen weit übertreffen. Wir Menschen sind dann wie Ameisen für diese Intelligenz – oder im besten Fall wie Tiere, die man im Zoo hält.
»Wenn der Mensch Elemente einer Maschine hat, kann er besser gesteuert werden«
De Lapuente: Ich spüre im Alltag wenig von einer wirklich intelligenten künstlichen Intelligenz …
Hübsch: Viele sehr profilierte KI-Wissenschaftler sehen in diesem Glauben an die Superintelligenz auch nur einen Betrug. Noch gäbe es keine Spur einer solchen Intelligenz, im Gegenteil, LLM wie ChatGPT könnten aus wissenschaftlicher Sicht niemals zur Superintelligenz führen. Für mich persönlich ist das Geraune um eine gottgleiche KI nur ein listiges Manöver, um den Ausbau und die Investitionen in KI zu legitimieren. Sowie die religiöse Aufladung der KI auch dazu dient, ihr eine Legitimation und Autorität zu verleihen, die sie eigentlich nicht hat. Die eigentliche Funktion der KI besteht für mich vor allem aus dem Verarbeiten der riesigen Datenmengen und einer Herrschaft der von ihr gesteuerten Algorithmen, durch die das Individuum besser kontrolliert werden kann. Wichtiger als die Rhetorik um die KI ist das, was mit ihr im Hier und Jetzt angestellt werden kann. Und das sind dann Dinge, die Peter Thiel mit seiner Überwachungsfirma Palantir macht: Daten schürfen, um Zielobjekte zu erfassen. KI-gestützte Kriegsführung, umfassende Einsicht in das Verhaltensprofil eines jeden Menschen.
De Lapuente: Menschen könnten zu Maschinen werden: So hast Du Peter Thiel und sein Werk deinem kleinen Sohn erklärt. Man muss das doch als Metapher verstehen, oder?
Hübsch: Nein, es ist wortwörtlich zu verstehen. Peter Thiel ist ein Transhumanist, der glaubt, wir könnten durch Technologie zu verbesserten, optimierten Menschen werden – oder aber wir könnten diesen biologischen Körper vollends hinter uns lassen. Wir sind dann Maschinen-Menschen. Hinter diesem schwierigen Wort – Transhumanismus – versteckt sich eigentlich etwas ganz Banales: Wenn der Mensch Elemente einer Maschine hat, kann er besser gesteuert werden. Diese transhumanistische Idee eines Übermenschen hat zwei Seiten: Für Eliten wie Peter Thiel ist es ein technologisches Upgrade, durch das sie potentiell ewig Leben können. Für den gemeinen Pöbel bedeutet die Verschmelzung mit der Maschine vor allem eine Steuerbarkeit von außen.
De Lapuente: War die Steuerbarkeit immer das Ziel der KI-Forschung?
Hübsch: Diese Ideen zirkulieren schon lange im Dunstkreis um das Silicon Valley: Ziel ist die tatsächliche Anbindung eines jeden Menschen an das »Internet« oder an die gottgleiche Künstliche Intelligenz. Und wir sind ja eigentlich schon recht weit fortgeschritten in diesem Prozess: Wir tragen Smartphones und Smartwatches durchgehend mit und an uns und werden nervös, wenn wir mal nicht online sind. Der nächste Schritt geht dann unter die Haut, wenn durch Nanorobotik und Chips eine sogenannte Bio-Digitale-Konvergenz herbeigeführt wird, etwas, wovon Ray Kurzweil, der wichtigste transhumanistische Vordenker des Valleys und jahrelange Chefentwickler bei Google, schon lange spricht. Eventuell wird dadurch unser Leben ja besser, wenn wir direkt mit unserem Gehirn an die Cloud und an KI angeschlossen sind. Gleichwohl öffnet sich dadurch auch die Büchse der Pandora, weil zwangsläufig auch eine Kontrolle und Steuerung von außen ermöglicht sein würde. Dies würde tatsächlich auf einen Autonomieverlust des Menschen hinauslaufen – und wir wären von außen steuerbare Roboter.
»Thiel ist tatsächlich im wahrsten Sinne des Wortes antihumanistisch eingestellt«
De Lapuente: Thiel ist ein Mysterium, vieles weiß man von ihm nicht: Was hat Euch persönlich am meisten erschreckt während Eurer Recherche?
Hübsch: Die Verachtung für den Menschen. Und das in jeglicher Hinsicht. Politisch will er die Demokratie abräumen – und das propagiert er schon seit Jahren. Und biologisch will er den Menschen überwinden – er ist nur eine mängelbehaftete Fleischmaschine, die ein neues technologisches Upgrade benötigt. Das Erschreckende an all dem ist, dass er, als unfassbar mächtiger Strippenzieher, dies alles auch ganz offen in seinen Interviews oder philosophischen Erörterungen sagt. Thiel ist tatsächlich im wahrsten Sinne des Wortes antihumanistisch eingestellt.
De Lapuente: Was sollte der Leser konkret anders machen, nachdem er Euer Buch gelesen hat? Oder anders gefragt: Kann man sich den Tech-Giganten und ihren Visionen und Planungen, also solchen Leuten wie Peter Thiel, überhaupt als Privatmensch entziehen?
Hübsch: Ich glaube, die Kraft dieses Buches liegt darin, dass man hinterher, so hoffen wir, besser versteht, was die uns beherrschende Technologie eigentlich ist. Und wenn man das durchdrungen hat, eröffnen sich auch Räume, sich dem schädlichen Einfluss zu entziehen. Ich bin der Überzeugung, dass die rationale Durchdringung eines Sachverhalts zu Aha-Effekten führen kann, die dann auch eine tatsächliche Veränderung der Lebensführung bewirken. Das Problem der heutigen Zeit ist, dass wir häppchenweise mit so vielen Informationen überflutet werden, dass ein Wandel durch Erkenntnis kaum mehr möglich ist. Wir sind mehr affektgesteuert als tatsächlich rational von einer Sache überzeugt – und verändern unsere Gewohnheiten dann darauf aufbauend. Das Buch bietet, denke ich, so einige Aha-Effekte, da es sich sehr intensiv mit der Ideologie der Technologie und dem Aufbau der gegenwärtigen und zukünftigen digitalen Kontrollinfrastruktur beschäftigt. Und wenn man diese uns umgebenden Herrschaftssysteme tatsächlich rational durchdrungen und somit auch entzaubert hat, eröffnen sich viele Exit-Strategien, die vor allem in einer geistigen Autonomie liegen – in einem Dasein jenseits der Herrschaft der Algorithmen.
Tariq Hübsch, geboren 1983, studierte Politikwissenschaft und Germanistik an der Johann Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Seine Magisterarbeit trug den Titel „Dialektik der Anerkennung. Das Streben nach Anerkennung zwischen Selbstverwirklichung und Entfremdung“. Derzeit lehrt er deutsche Kulturgeschichte an einer theologischen Privathochschule in Riedstadt. Seit 2022 ist er Teil von Grenzgänger Studios, wo er politische und gesellschaftliche Entwicklungen kommentiert. Hübsch hat vier Kinder und lebt mit seiner Familie in Frankfurt am Main.
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Hand aufs Herz:
wer unter den Lesern und Autoren hier hat sich digital soweit es bequem geht souverän gemacht?
Dh nutzt keine Software oder Dienste / Infrastruktur die diese Techgiganten kontrollieren?
Der Zeitaufwand dafür beträgt weniger als der für den Kauf eines neuen Laptops.
Nun. Wer?
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»Peter Thiel hält den Menschen nur für eine mängelbehaftete Fleischmaschine«
Ich wünschte der deutsche Wähler würde diesen Widerling mit seiner Aussage Lügen strafen. In Wirklichkeit bringen mich beide, Thiel und der deutsche Wähler, zum verzweifeln.
Mit Thiel und Seinesgleichen bekommt der neue Faschismus langsam ein Gesicht und es kristallisiert sich erneut die Frage heraus: Sozialismus oder Barbarei? Wobei man Trump, Thiel und die KI-Clique getrost zu den Barbaren zählen kann. Damit dürfte auch klar sein, was von den USA zu halten ist.
Hatte Gott nicht schon immer die Funktion, den Menschen vorzuschreiben was gemacht und gedacht werden soll.
Du sollst keine KI neben mir haben.
Du sollst nicht die KI-Freundin deines Nachbarn begehren.
Es geht dabei wie immer um Machtstrukturen und die Wenigen, die über die Vielen herrschen.
Nachts um drei in einem Villenviertel. Ein Einbrecher schaltet die Warnanlage aus und dringt in ein Wohnhaus ein. Er schleicht durch die unbeleuchteten Zimmer. Plötzlich geht das Licht an und da sitzen zehn grinsende Cops, die ihn festnehmen. „Wir wussten, dass Du kommst“, sagt der Officer, „dank Palantir“
So das Versprechen der Thiel-Company. Es sollte Verbrechen vorhersagen und in einem militärischen Konflikt das Verhalten des Gegners. Aber was ist da dran? Ich habe eigentlich nie über Erfolge dieses Verfahrens gelesen. Es scheint mir ein gern geglaubtes Märchen zu sein. Und was hat Palantir zu bieten, was andere KIs nicht haben? Ich sehe da wenig bis nichts.
Thiel wird nun als der Inbegriff der KI-Diktatur hochgejazzt. Irgendwie brauen sich da Gewitter über seinem Kopf zusammen. Die Belegschaft ist schon infiziert und will keine zweifelhaften Programme schreiben. Es würde mich nicht wundern, wenn das mit einem Abszurz endet.
Worauf dann der Öffentlichkeit erzählt wird, dass die Techkonzerne nicht alles machen dürfen und können. Wohernach die restlichen ungestört weiter machen.
Thiel könnte das Bauernopfer werden.