»Klimaschutz klappt nur, wenn sich niemand um schrumpfenden Wohlstand fürchten muss«

Dürre
Quelle: Pixabay

Der Klimawandel wird von Gruppen thematisiert, die sich über dieses Thema moralisch profilieren wollen. Sie sind die eigentlichen Nutznießer dieses Phänomens.

Roberto De Lapuente sprach mit Axel Bojanowski.

 

De Lapuente: Wann hat man Ihnen zuletzt gesagt, Sie würden das Klima leugnen, Herr Bojanowski?

Bojanowski: Das erlebe ich immer mal wieder auf Twitter. Es ist stets ein Zeichen dafür, dass Sachargumente fehlen. Solche Beschimpfungen gehören leider zu den Kennzeichen der Klimadebatte, denn sie lohnen sich: Kommunikationsstudien haben gezeigt, dass jene, die das Gut-Böse-Spiel am entschiedensten spielen, die größte Anhängerschaft politischer Gruppen gewinnen. Also: Wer andere als »Leugner« oder auf der anderen Seite als »Alarmisten« beschimpft, bekommt mehr Applaus als jene, die das Thema differenziert diskutieren. Deshalb dominieren die lauten Krieger die öffentliche Klimadebatte, während in der Klimaforschung selbst Klima-Risiken und Unsicherheiten selbstverständlich abgewogen werden.

De Lapuente: Gibt es auch Vorwürfe von der anderen Seite? Also dem Sinne nach, dass man Ihnen unterstellt, Sie würden die »Mär vom Klimawandel« verkündigen?

Bojanowski: Ja, das höre ich auch täglich. Die Debatte ist leider stark polarisiert: Die Einen glauben, dem Sachstand der Wissenschaft widersprechend, es gebe gar keinen menschengemachten Klimawandel, und die anderen sehen – ebenfalls entgegen der etablierten Evidenz – eine menschengemachte Apokalypse. Beide Meinungen sind eng an gesellschaftliche Milieus gekoppelt, sie sind identitätsstiftend.

»Der Klimabewegung geht es prioritär gar nicht um Umwelt und Klima«

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De Lapuente: In Ihrem aktuellen Buch befassen Sie sich mit dem Klimawandel – und nehmen ihn als existent hin. Allerdings wurde er von Lobbygruppen vereinnahmt. Dient der Klimawandel nun dazu, NGOs eine Existenzberechtigung zu geben?

Bojanowski: Wie immer, wenn ein Thema sich als politisch relevant erwiesen hat, springen Nutznießer auf und beuten es als Trittbrettfahrer aus. Das ist beim Klimawandel auch so. Eine riesige Lobby hat sich gebildet, die von diesem an sich wichtigen Thema profitieren will – und es durch Übertreibung und Diskursverschiebung korrumpiert hat. Das erschwert die Lösung des Klimaproblems ganz erheblich.

De Lapuente: Wann hat das Ihres Erachtens begonnen, dass Lobbygruppen das Thema aufgegriffen und nach ihren Vorstellungen geprägt haben?

Bojanowski: Ich beschreibe den Moment in meinem Buch. Es war im Juni 1989 auf einer Konferenz in Toronto. Das Klimathema war gerade auf die internationale Agenda gekommen, der Kalte Krieg ging gerade zu Ende, da sattelten NGOs und Celebrities von Frieden auf Klima um. Robert Redford lud Aktivisten und Prominente unter dem Motto »Glasnost for Global Warming« auf seine Ranch, um Klimaschutz zu feiern und schrille Warnungen auszusprechen.

De Lapuente: In der Schule haben wir damals viel vom Umweltschutz gesprochen. Über Wälder und Flure, die verdreckt werden. Waldsterben. Saurer Regen. Heute spricht jeder vom Klima und fast keiner von der Umwelt. Wäre der Schutz des Planeten vor dem Menschen nicht mehr als ein reines Lugen auf den CO2-Wert?

Bojanowski: Beides ist wichtig: Das Bremsen der globalen Erwärmung wie auch Umweltschutz. Leider stellte sich heraus, dass es der Umweltbewegung wie der Klimabewegung prioritär gar nicht um Umwelt und Klima geht, sie verfolgen auch andere politische Ziele wie etwa den Kampf gegen Fortschritt, Industrie und Kapitalismus und Statuskämpfe. Dabei sind es gerade Fortschritt, Industrie und Kapitalismus das geeignetste Mittel, den Klimawandel zu bremsen und die Umwelt zu schonen.

»Politisch motivierte Verteilung von Geldern sorgt für Schwerpunkte und Anreize in der Wissenschaft«

De Lapuente: Die Lobbygruppen, die den Klimawandel begegnen, sprechen einen Umstand eher selten an: Es geht um den Konsum. Unser Konsumverhalten – höher, schneller, weiter! – belastet Umwelt und Klima gleichermaßen. Aber die Lobbyisten scheinen oft aus einem Umfeld zu kommen, in dem man gerne konsumiert und es auch zeigt. Wie kommt das?

Bojanowski: Ich habe gerade an einer Fernsehdebatte teilgenommen, in der ein älterer Professor die ganze Sendung lang Verzicht predigte, sich aber vor und nach der Sendung mit beiden Händen das Buffet hineinschaufelte, als ob es kein Morgen gäbe. Das schien mir ein gutes Sinnbild: Eine Generation, die ihren ungeahnten Wohlstand billiger fossiler Energie verdankt, will den Nachkommen Einschränkungen vorschreiben und sammelt im eigenen Milieu damit Moralpunkte. »Die Leiter hinter sich hochziehen« nannten dieses Verhalten bereits vor 50 Jahren Vertreter der Entwicklungsländer als Reaktion auf entsprechende Predigten wohlhabender Politiker westlicher Staaten. Es war die Zeit der Wirtschaftswunderjahre: Der alten Oberschicht kamen Forderungen nach Konsumeinschränkungen, Umweltregularien und Abgabenerhöhungen gelegen, weil sie damit den aufstrebenden neuen Reichen der Wirtschaftswunderjahre Steine in den Weg legen konnte. Umweltschutz war zwar dringend nötig, vor allem in Sachen Verschmutzung, aber er diente immer auch als Vehikel im Statuskampf. Auch beim Klima haben sich Trittbrettfahrer das Problem zu eigen gemacht, das die Naturwissenschaft allerdings robust herausgearbeitet hatte, wie wir nicht vergessen sollten. Von jenen Erfolgen der Klimaforschung bei der Erforschung der Ursachen der Erwärmung erzähle ich auch in meinem Buch – da gab es auch ein paar geniale Entdeckungen.

De Lapuente: Ist die Wissenschaft, die sich mit dem Klima befasst, heute überhaupt nicht ohne Einflussnahme dieser Organisationen möglich?

Bojanowski: Wissenschaft ist weiterhin die beste Unternehmung, um herauszufinden wie die Welt funktioniert. Natürlich spielen tribalistische Prinzipien und unlautere Methoden eine Rolle, aber langfristig setzt sich Evidenz durch. Die meisten Klimaforscher arbeiten abseits von Lobbyeinfluss und streng wissenschaftlich. Allerdings sorgt die politisch motivierte Verteilung von Geldern natürlich für Schwerpunkte und Anreize.

»Der eigene Werdegang muss abgesichert werden«

De Lapuente: Stichwort: Wärmepumpe. Das war ja als Mammutprojekt angelegt – fast revolutionär gegen Widerstände und einkalkulierte Verarmung. Sind solche politischen Programme, die so tun, als sei jedes Opfer wert erbracht zu werden, um das Klima zu retten, Produkt einer Lobby, die dauernd im Alarmismus und Katastrophismus versetzt ist?

Bojanowski: Das Heizungsgesetz hat offenbart, wie sehr sich die Energiewende-Lobby mit Gleichgesinnten eingemauert hat – sie glauben »Netto-Null CO2-Emissionen« wäre auch für alle anderen das wichtigste Ziel, was natürlich für den Alltag der meisten nicht gilt. Klimaschutz-Maßnahmen lassen sich demokratisch nur durchsetzen, wenn die Leute nicht um schrumpfenden Wohlstand fürchten müssen, das war eigentlich schon immer klar.

De Lapuente: Sind die Lobbyisten denn wirklich der Ansicht, dass wir kurz vor knapp stehen? Oder wissen sie es auch besser? Wie schätzen Sie das ein?

Bojanowski: Wir sollten nicht vergessen, dass es das Klimaproblem wirklich gibt, Lobbyismus also prinzipiell durchaus berechtigt ist. Aber wie immer, wenn es kaum noch Korrektive gibt – die Traditionsmedien sind ja leider bei dem Thema auch eher unkritisch – verselbständigt sich ein Thema und nimmt ungebremst Fahrt auf. Experimente von Soziologen, von denen ich auch in meinem Buch erzähle, zeigen: Wer sich einer Gruppe angeschlossen hat, übernimmt meist auch deren Meinung – was sich in der Klimadebatte manifestiert. Die Katastrophisierung des Diskurses ist auch zu einer Frage der kulturellen Kognition geworden.

De Lapuente: Ist es nicht so, dass man mit Daueralarm nicht eigentlich Ignoranz erzeugt? Vielleicht sogar Reaktanz? Warum sehen das diese Lobbygruppen nicht? Sie machen sich doch mit dieser Taktik selbst überflüssig.

Bojanowski: Die Kommunikation dieser Gruppen richtet sich meist an die bereits Bekehrten, um deren Unterstützung zu erhalten. Der eigene Werdegang muss abgesichert werden, darum geht es meist.

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93 Kommentare

  1. “Dabei sind es gerade Fortschritt, Industrie und Kapitalismus das geeignetste Mittel, den Klimawandel zu bremsen und die Umwelt zu schonen.”
    -Kapitalismus- Spannende Meinung, da bin ich mal auf die Kommentare gespannt.

    1. Allein dieser Satz reicht schon aus, um den Autor nicht ernst nehmen zu können.
      Und erneut meldet sich wieder ein “Experte” zu Wort, der mir die Welt erklären will und dabei natürlich völlig objektiv vorgeht. Er hat die Situation glasklar erkannt und messerscharf analysiert.
      Und der Interviewer stellt ja auch direkt zu Anfang die richtigen und leidlich investigativen Fragen, fernab jeglichen Boulevards. Journalismus in Bestform, überhaupt nicht suggestiv.
      “Wissenschaft ist weiterhin die beste Unternehmung, um herauszufinden wie die Welt funktioniert. Natürlich spielen tribalistische Prinzipien und unlautere Methoden eine Rolle, aber langfristig setzt sich Evidenz durch. ”
      Selten so gelacht.

      1. “Allein dieser Satz reicht schon aus, um den Autor nicht ernst nehmen zu können.”

        – Genau. Was denkt der sich? “Wird schon niemand auffallen, dass ich den Bock zum Gärtner mache.”

        Bei RDL weiß ich auch nie, wo ich dran bin.

        Unser Konsumverhalten – höher, schneller, weiter! – belastet Umwelt und Klima gleichermaßen.

        Ernsthaft? Oder will er den Interviewpartner nur aus der Reserve locken. “Unser” Konsumverhalten ist schuld am Klimawandel? Das der Reichen und Vielverdiener? Oder Pluralis Majestatis, also die ständigen Flüge von Frankfurt in die Berliner Blase.

          1. Was nein? Wieso darf RDL gefühlt alle 2 Wochen in die Berliner Blase fliegen, aber ich nicht einmal im Jahr in Urlaub?

            Wer wir? Ich baue keine 15 min Städte. Und ich glaube auch sonst keiner. Man fragt sich auch warum früher niemand auf diese glorreiche Idee gekommen sein soll. Natürlich ist es eine alte Idee mit neuem Namen.

            1. Man, also ich, denn anscheinend tut das niemand sonst, fragt sich ja warum Geschäfte und Arbeit immer und notwendig nicht da liegen, wo die Leute wohnen? Ich lass das erst mal offen. Vielleicht kommt ja jemand drauf.
            2. Was ist mit einem 15 Minuten Land, Region. Hat das Land wieder Pech gehabt.
            3. Die Geschäfte in den Städten schließen doch schon jetzt, dank Amazon & CO. Also zukünftig 15 min Leerstand?

  2. Die spannendere Diskussion zum Thema finde ich eigentlich die hier, speziell den Denkanstoß des Kommentators 12jk34
    302 Beiträge seit 01.07.2022
    23.06.2024 18:59

    je schwieriger die Situation, desto wichtiger das persönliche Vermögen
    in Form von Geld und Geldwerten Vorteilen. Wenn’s eng wird, reduziert sich jedes Gesichtsfeld auf das eigene Wohl und das Wohl derer, die einem nahe stehen.

    Bei langem Stromausfall wird auch derjenige überfallen, der mit Notstromaggregat noch Heizung , Kühlschrank und Licht hat.

    Wer glaubt, die Menschheit hat das „Wir“ im Sinn, der lebt etwas neben der Spur. Wenn es also möglich ist, für wenige Wohlhabende individuell das Klima zu verändern, dann wird das ebenso geschehen, wie Jachten auf offenem Meer per Hubschrauber mit Nahrungsmitten versorgt werden.

    https://www.telepolis.de/forum/Telepolis/Kommentare/Geoengineering-in-der-Klimakrise-Kuehler-in-den-USA-heisser-in-Europa/je-schwieriger-die-Situation-desto-wichtiger-das-persoenliche-Vermoegen/posting-44122459/show/

  3. “Dabei sind gerade Fortschritt, Industrie und Kapitalismus das geeignetste Mittel, den Klimawandel zu bremsen und die Umwelt zu schonen.”

    Der Kapitalismus das geeignetste Mittel?? Das soll wohl ein Scherz sein!

    1. Es ist immer ein Problem, wenn Leute meinen, lesen bedeute bereits verstehen…

      “…Kapitalismus das geeignetste Mittel…” Ich weiss ja nicht ob ihm das klar war, aber “geeignetste” ist völlig korrekt.
      Er sagt ja nicht, dass es “geeigent” ist… dass es KEINES gibt das tatsächlich geeignet ist, ist die banale Wahrheit.
      Aber, der Kapitalismus könnte durchaus Angebote machen, wie man mit nicht schädlichen Methoden mehr Profit machen könnte, als mit den bisherigen…

      Anderenfalls wären da tausende von Sachen die ALLE Menschen weltweit ab sofort tun, bzw lassen müssten, wollten sie einen menschengemachten Klimawandel stoppen, oder gar um kehren.
      Nur Vollidioten können an sowas glauben und es fordern.

      Dazu kommt dann allerdings die Kleinigkeit, dass es nach wie vor KEINEN wirklich Beweis dafür gibt, dass der Klimawandel, so es ihn denn tatsächlich gibt, von Menschen gemacht worden ist. Und falls menschliches Tun tatsächlich der Verursacher, bzw Mit-Verursacher ist, so weiss man noch viel weniger darüber wie gross dieser Anteil ist…. 2% oder 92% ?

      Allerdings ist der entscheidende Grund NICHTS gegen einen möglichen Klimawandel zu unternehmen, für mich persönlich, die Selbst-Ausrottung dieser Hono Sapiens Species, das Beste ist was dem Planeten passieren kann.
      das einzig wirklich Positive, das ich derzeit entdecke ist der Humor, den Linnaeus im 18. Jh. hatte ud die Menschen als Homo Sapiens zu bezeichnen. Denn Sapiens meint Weise und Vernünftig…. 😂 😂 😂 😂

  4. Kapitalismus soll wohl bedeuten, ökonomische Orientierung. Das hat nichts Schlechtes.
    Fortschritt ist genauso eine Frage. ‘Fortschritt’ um jeden Preis verkommt auch.
    Über Wohlstand müsste man diskutieren. Was braucht man wirklich?

    1. Kapitalismus als System hat keine ökonomische Orientierung. Er ist ein heißlaufendes Wegwerfsystem. Produktion um der Produktion Willen ist sein Kennzeichen. Denn das einzige relevante Kriterium ist die Geldvermehrung bspw. mittels Produktion von Dingen, die schnell wertlos werden, und wieder ersetzt werden müssen.

      1. @ Elbradler: Ozeanien und Eurasien
        haben das zur Perfektion getrieben:
        andauernd wurde Krieg geführt, um die Profuktion zu vernichten, zugleich
        wurden die Prolo’s in Armut gehalten.

      2. “Kapitalismus als System hat keine ökonomische Orientierung.” – Hm. “Denn das einzige relevante Kriterium ist die Geldvermehrung…” – Ist das denn keine ökonomische Orientierung?
        “Produktion um der Produktion Willen” – Nein. Produktion um der Geldvermehrung willen. Die Produktion ist nur Mittel der Geldvermehrung. Schreiben Sie ja selbst. Geldvermehrung um der Geldvermehrung Willen wäre richtig. Der Kapitalkreislauf ist G-W-W’-G’, kurz G-G’ und das G’ ist dann wieder Ausgangspunkt eines neuen Kreislaufs G-G’, G-G’ …

        1. darum heisst Kapitalismus Kapitalismus und nicht Produktionismus 😉

          und alles nur wg Geldvermehrung ist Bloedsinn, da muessen wir weg von.

  5. Das Problem ist m.E., dass man eine durchschnittliche globale Erwärmung von 1 oder 2 Grad nicht am eigenen Leibe spüren kann. Das illustriert ja schon allein die Golf-Strom-Theorie, nach der es in Europa durch die Klimaerwärmung spürbar kälter werden könnte, oder die Theorie, dass die Sahara durch den Klimawandel grüner wird. Man sollte sinnvolle Alternativen zu fossilen Energien und Rohstoffen entwickeln, aber nicht wegen CO2, sondern weil diese Stoffe endlich sind. Die Idee, die Leute mit einer Klimakatastrophe in Angst zu versetzen, wird nicht funktionieren, so wie das bei Corona ja auch mittelfristig alles schief ging.

    1. wenn fuer die gruene Sahara die Dschungel austrocknen nutzt das nix,
      und der Meeresspiegel steigt und die Millionenstaedte an den Kuesten ueberschwemmen ist das nicht nuetzlich.

  6. Na ja…. Vom „Stand der Wissenschaft“ vom „menschgemachten Klimawandel“ künden ja die Rohdaten der Meta-„Studie“ John Cooks, die ständig zitiert wird, wenn vom „97%igen Konsens“ die Rede ist. Da waren nämlich nur 0,54% der wissenschaftlichen Arbeiten der Meinung, der Mensch wäre die Hauptursache .

    Das wurde dann massiv umgefälscht, um das gewünschte Ergebnis zu bekommen. Wer so mit Fakten umgeht, darf sich nicht wundern, wenn die Grundthese dann keiner glauben will, der das erst mal erkannt hat.

    Und der Kapitalismus ist „das geeignetste Mittel, den Klimawandel zu bremsen und die Umwelt zu schonen???
    Ausgerechnet das Wirtschaftssystem mit dem systembedingt höchsten Ressorcenverbrauch?

    In welcher Welt lebt Herr Bojanowski?

    1. “Na ja…. Vom „Stand der Wissenschaft“ vom „menschgemachten Klimawandel“ künden ja die Rohdaten der Meta-„Studie“ John Cooks, die ständig zitiert wird, wenn vom „97%igen Konsens“ die Rede ist. Da waren nämlich nur 0,54% der wissenschaftlichen Arbeiten der Meinung, der Mensch wäre die Hauptursache .”

      Manche Dinge sind Interpretationssache. Das läßt sich am Besten an Beispielen darlegen (wobei es dann jeden selbst überlassen ist, wie er/sie/es auf die Klimadiskussion übertragen möchte). Nehmen wir an wir haben ein Behälter mit Wasser und einen gewissen Füllstand, wobei unten ein Abfluss aus dem Behälter ist, woraus Wasser abfliesst. Weiter gibt es einen ständigen Zufluss von Wasser. Abhängig vom Zufluss und Abfluss des Wassers, wird sich der Füllstand des Behälters irgendwann auf einen gewissen Pegelstand einpendeln. Jetzt lassen wir später eine, im Vergleich zum bisherigen Wasser zufluss, geringe Menge Wasser (pro Zeiteinheit) einfliessen. Jetzt kann es passieren, dass der Füllstand des Behälters dadurch weiter ansteigt (da der Abfluss nicht die gesamte zusätzlich einfliessende Wassermenge auch abfliessen läßt). Dadurch könnte der Behälter irgendwann überlaufen. Die Frage wäre dann, was wäre die Hauptursache für das überlaufen des Behälters: a) der geringe zusätzliche Zufluss des Wassers oder b) der ursprüngliche Zufluss der größeren Wassermenge.
      Es gibt Argumente für a) und b), denn ohne den Zufluss der geringen zusätzlichen Wassermenge oder ohne den Zufluss der großen Wassermenge würde jeweils der Behälter nicht irgendwann überlaufen. In wieweit dieses Beispiel nun irgendwas mit einer etwaigen Diskussion bzgl. Hauptursache des Klimawandels (etc.) zu tun hat oder nicht, ist jedem selbst überlassen.

      ps. Mir sind die ganzen Diskussion bzgl. Klimawandel (ja/nein), menschengemachter (oder menschenverursachter) Klimawandel (ja/nein) und die ganzen anderen Diskussionen (Raubtierkapitalismus, Artensterben, Umweltverschmutzung etc.) ja eigentlich egal, da dieses meiner Meinung nach nur einen Einfluss darauf haben wird, wann und wofür die Menschheit den (kollektiven) Darwin-Award gewinnen wird, die Halbwertszeit dafür sehe ich in einer dreistelligen Jahreszahl, wobei die eigentliche Ursache für den Gewinn des (kollektiven) Darwin-Awards die Weiterentwicklung des homo sapiens zum betrügenden/lügenden (und damit selbst-betrügenden) Menschen gewesen sein wird.

  7. “Dabei sind es gerade Fortschritt, Industrie und Kapitalismus das geeignetste Mittel, den Klimawandel zu bremsen und die Umwelt zu schonen.”
    Absoluter Schwachsinn!
    Die Zerstörung der Biosphäre ist das Ergebnis der kapitalistischen Ökonomie, die in der Ausbeutung des Globus keine Grenzen kennt und deshalb bereits jetzt dazu führt, dass Deutschland jährlich 3x so viel Ressourcen verbraucht als sie selbst besitzt.
    Diese Ökonomie bedarf, um Profit zu erzielen, ein beständiges Wachstum der Verbräuche, auch wenn diese in einem immer größeren Umfang die Natur zerstören und die Umwelt sowie die Gesundheit der Menschen belasten. So zerstört die Profitmaschine an allen Ecken und Enden die zum Überleben unerläßlichen natürlichen Lebensbedingungen: Für die Gewinnung der Rohstoffe und Energie werden Wälder gerodet, die Verarbeitung benötigt Fabriken und erzeugt immer schädlichere Emissionen und der Konsum eine gigantische Menge an Abfällen, vor denen kein Quadratmeter der Erde mehr sicher ist.
    “Neue Technik” ist der Schlüssel zum Profitmachen, das nur gelingt, wenn die bei der Produktion, Nutzung und Abfallbeseitigung entstehenden Umweltschäden vom Profiteur nicht bezahlt werden müssen.
    Daher sind die Reichen nicht nur in ihrem Lebensstil die größten Naturschädlinge, sondern vor allem mit ihren Fabriken und Produkten, mit denen sie Profit machen.
    Die Zerstörung der Biosphäre, der Wälder, Wiesen, fruchtbaren Böden, sauberen Gewässer usf., einschließlich Erderhitzung infolge fehlender Kühlwirkung der Wälder u.a., konnte solche Ausmaße annehmen, weil alle Menschen in diesem Profitsystem zu unnötigen Verbräuchen verleitet bzw. gezwungen sind, wenn sie ein annehmbares Leben führen wollen.
    Viele Menschen haben erkannt, dass es diesen Hyperverbrauch nicht bräuchte, jedoch ist der Kampf dagegen fast aussichtslos, weil alle Weichen auf Verbrauch und nicht auf Suffizienz (Genügsamkeit), Langlebigkeit, Reparatur, Wiederverwertung usf., gestellt sind. Bojanowski müsste also auch definieren, was “Wohlstand” ist und ob der heute bei uns noch wirklich gegeben ist, wenn man täglich mit katastrophalen Unwettern, inszenierten Pandemien und schlußendlich mit einem Weltkrieg rechnen muß, weil der Westen neue Rohstoffe benötigt, die die Welt nicht mehr so leicht hergibt – weil die Reichen also am Ende auch aus den Katastrophen neuen Profit schöpfen!

    1. “weil alle Menschen in diesem Profitsystem zu unnötigen Verbräuchen verleitet bzw. gezwungen sind, wenn sie ein annehmbares Leben führen wollen.”

      Da zu einer Sache IMMER zwei gehören, ist die Aussage nicht korrekt.
      Erstens: wer definiert, was ein “annehmbares”* Leben ist? Bereits diese Bezeichnung ist inhaltsleer, da jeder dies für sich selber definiert – natürlich mit exorbitanten Unterschieden!

      Zweitens: Wer verleitet werden kann, muss demzufolge intellektuell leicht führbar sein. Dies stünde im krassen Widerspruch zu der Aussage, dass Mensch intelligent und selbstbestimmt ist; sich daher von allen Spezies unterscheidet!

      Drittens: Ist der daraus folgende Zwang, etwas tun zu müssen, nur Ergebnis dessen, wofür die “Verführten” freiwillig den Weg bereiteten.
      (Wenn z.B. die “absolute Mehrheit” von 50,1% ausschließlich bargeldlos zahlen will, muss letztlich die Minderheit von 49,9% künftig auf Bargeld verzichten!)

      Produkte/Dienstleistungen können NUR platziert werden, solange es Abnehmer/Konsumenten gibt.
      Und mittlerweile bedarf es keiner aufwendigen Werbung mehr, denn bereits die Jüngsten werden nach dem Motto erzogen: mehr, bunter, weiter, höher, wirrer.
      Wer könnte es also jemandem verübeln, der sich dieses menschliche, freiwillig anbietende (Un)Potenzial zunutze macht?! 🫰

      *in Fakten ausgedrückt, gibt es immer einen Unterschied, was “annehm”- bzw. kaum hinnehmbar ist:
      pro Kind (3) blieben bei Bill 42,67Mrd hängen,
      bei Elòn (12) lediglich 16,6Mrd.

          1. Nur durch die ständigen Wiederholungen wird sich das in das Hirn des Rezipienten einprägen.
            Das hat zumindest der Professor Mausfeld gesagt…;-))
            Die herrschende Klasse betreibt diese Taktik doch auchmit Erfolg.
            Dann darf ich das doch sicher auch versuchen..hm?

    2. ” weil alle Menschen in diesem Profitsystem zu unnötigen Verbräuchen verleitet bzw. gezwungen sind, wenn sie ein annehmbares Leben führen wollen. Viele Menschen haben erkannt, dass es diesen Hyperverbrauch nicht bräuchte, …”

      Die unnötigen Verbräuche haben im Lohn der Abhängigen vom Lohn ihre jähe und absolute Grenze. Deshalb finde ich es schief, wenn man wenn’s ums Klima geht einen Wohlstand und eine Konsummentalität herbeiredet, die es bei den meisten ja gar nicht gibt. Die Wahrheit ist doch, dass die Leute immer weniger in der Tasche haben durch steigende Energiepreise und Inflation und nicht angepasste Löhne. Das merken die Produzenten auch, wenn plötzlich die Verbräuche zurückgehen und nicht mehr soviel abgesetzt wird, weil wenn einige Produzenten zu höheren Preise absetzen und das Gesamt v der Arbeiterklasse gleich bleibt, dann muss der Verbrauch zurückgehen. Aber sobald die Klimadebatte beginnt, leben wir wieder alle in einer Konsum- und Wohlstandsgesellschaft.

      »Klimaschutz klappt nur, wenn sich niemand um schrumpfenden Wohlstand fürchten muss«

      Wenn ich dann solche Überschriften lese, frage ich mich in welcher Welt die Autoren leben. Mit Verlaub fast j e d e r muss sich um schrumpfenden Wohlstand fürchten. Und das ganz unabhängig vom Klima. 1. Weil Kapitalismus ist und der Mehrwert die Differenz aus durch Arbeit neu geschaffenem Wert und dem Wert der Arbeitskraft ist. 2. Weil wir im Krieg sind 3. Weil die Regierung allesamt aus grünen Ideologen besteht.

      Solche Sätze schieben den Leuten die Schuld zu. “Ihr blöden Egoisten, ihr Wohlstandsfetischisten, ihr Armutsphobiker, Wenn ihr euch nicht so spießig an euren Habseligkeiten festklammern würdet, dann könnte die Welt in Ordnung sein. Der Klimawandel wäre abgeblasen.” Heute sagt man eben nicht mehr wie dunnemals: Die fetten Jahre sind vorbei, ihr müsst den Gürtel enger schallen. Jetzt sagt man: Das Klima scheitert an der Wohlstandgesellschaft. Ihr seit schuld, weil ihr im Wohlstand leben wollt und das wird der Arbeiterklasse über alle Kanäle ins Ohr geflüstert. Ich höre die neoliberalen Einflüsterer: Ihr seid zu teuer, ihr seid zu teuer (für unseren Profit.)

      Die Wahrheit ist doch, dass die Leute überhaupt nicht in der Hand haben, was produziert wird, sie sind tatsächlich dazu gezwungen das zu kaufen, was das Kapital anbietet und es bietet Schrott an weil das Kapital sein Angebot auf die Zahlungsfähigkeit seiner Kunden maßschneidert. Für Lohnabhängige ist eben bloß Schrott drin. Und weil es Schrott ist, geht er nach zwei Jahren kaputt. Und dann darf man sich auch noch das Gejammer von der Wohlstandgesellschaft anhören. Als hätten die Konsumenten eine Hopp und Weg Mentalität ausgebildet.

      “weil die Reichen also am Ende auch aus den Katastrophen neuen Profit schöpfen!”

      Ganz genau. Das Spice muss fließen.

  8. Falsche Prämisse: Es gibt keinen dramatischen von Menschen verursachten Klimawandel — alles aktuell Beobachtbare verläuft im natürlichen Rahmen — der menschliche Einfluß ist vernachlässigbar — CO2 ist nur eine nachgeordnete Einflußgröße — jeglicher Versuch der Beeinflussung des Klimas ist um viele Größenordnungen teurer als der Nutzen.

    Der ganze Klima-Hoax ist nur ein Mittel zur Massensteuerung und Abzocke der Vielen.

    Die Rohdaten lügen nicht — man muß sie sich nur selbst anschauen. Aber… das scheint heutzutage schon ein Gedankenverbrechen zu sein.

    1. Wo findet man denn diese Rohdaten die den Klima-Hoax widerlegen? Im Sand auf dem die Schildkröte geht welche die flache Erde trägt?

      1. Bei NOAA und allen anderen Datensammelnden Instituten… denn als “gute Wissenschaftler” im Bereich des Datensammelns gibt es immer die Rohdaten. Die Datensammler lassen sich hier nicht korrumpieren, denn das ist deren Berufsehre.

        Was dann die Daten-auswertenden “schlechten Wissenschaftler” (die “Modellierer”) daraus machen ist der Punkt: Anpassungen… Homogenisierungen… Verschiebungen… Auswahl von genehmen Meßstationen… Ausschließen von ungenehmen Meßstationen… oder gar Verschwörungen (Stichwort: “Hide the Decline”).

        Dabei wird generell außer Acht gelassen, daß die meisten Meßstationen in urbanen Gebieten mit einem Wärmeinsel-Effekt liegen… oder sogar an Flughäfen… und dort nicht selten im Abgas-Bereich der Startbahnen. Dem gegenüber sind die ruralen Stationen immer weniger geworden. Das geht so weit, daß dortige “Meßwerte” künstlich aus den umliegenden städtischen Meßstationen homogenisiert werden.

        Alles Fake…

        Nur die Rohdaten sind akzeptabel — ohne Anpassungen die irgend einer verqueren Logik folgen. Und aus den Rohdaten ergibt sich am Ende, daß die Sonne allesentscheidend ist… und daß der Mensch so wenig Einfluß hat, daß er sich gar nicht erst bemühen müßte etwas zu ändern.

        Wenn Sie sich tatsächlich mit dem Thema beschäftigt hätten, dann wüßten sie das alles… natürlich.

        BTW: Ein CO2 von 1.000 ppm(v) wäre für uns und die Pflanzen übrigens ideal — dann gäbe es aufgrund der Fruchtbarkeit/Atmosphärendüngung keinen Hunger auf der Welt… bis hin zu 100 Milliarden Menschen (was man natürlich auch nicht will).

        1. Die Rohdaten, die den Klimawandel angeblich widerlegen, sind also explizit nur die aus den “richtigen” Messstationen? Woher krieg ich denn die Rohdaten (lol), wo die homogenisierten fakes aus den Städten herausgerechnet wurden?

          Und aus ihnen ergibt sich dann, das aussliesslich die Sonne entscheidend ist, die Zusammensetzung der Atmosphäre oder der Albedo-Effekt der Polarkappen keine Rolle spielt? Oder weiss man dies anhand der Rohdaten von Venus?

          “.. bis hin zu 100 Mia Menschen”. Ok.. Ich hätte mir die Antwort auch sparen können.

          1. “wäre für uns und die Pflanzen übrigens ideal — dann gäbe es aufgrund der Fruchtbarkeit/Atmosphärendüngung keinen Hunger auf der Welt… bis hin zu 100 Milliarden Menschen”

            ‘Atmosphaerenduengung’ – das klingt verdaechtig nach Milchmaedchen-Schwachsinn … ?

      2. Es gibt Daten zur mittleren globalen Temperatur, die seit ca. 1850 gemessen wurden bzw. die Daten werden aus diesen Messungen verwendet, um die globale mittlere Temperatur von vor rund 170 Jahren zu errechnen. Diese Daten und Temperaturen sagen rein gar nichts, absolut nichts über den menschlichen Einfluss auf diese globale Mitteltemperatur.
        Zufällig endete zur Mitte des 19. Jahrhunderts die sogenannte “Kleine Eiszeit”, die um die Mitte des 14. Jahrhunderts begann. Gleichzeitig legte der Mensch mit der industriellen Revolution und dem Verbrennen von Kohle los. Was ist nun die Ursache für die globale Erwärmung und welchen Anteil hat sie jeweils? Dass der menschliche Faktor der hauptsächliche wäre und hier noch die Behauptung, es wäre das CO2 von fossiler Verbrennung ist eine reine Behauptung ohne Fakten, die das belegen könnten. Das Laborexperiment, das einen Treibhauseffekt von CO2 nachweisst ist jedenfalls ein schlechter Beweis, so viel ist sicher. Das wäre ungefähr so, als würde man behaupten, die Wolken bildeten sich ausschließlich aus den Abgasen von Flugzeugen.
        Was ebenfalls gerne unterschlagen wird bei der ganzen unsäglichen CO2-Hyperventilation ist die Tatsache, wie sich das Bevölkerungswachstum mit seinem Verbrauch an natürlichen Flächen und Wäldern seit den letzten 170 Jahren entwickelt hat. Hier ist die Wahrscheinlichkeit eines Einflusses auf das Klima, vor allem durch das exzessive Abholzen tropischer Regenwälder, wohl erheblich höher, denn genau am Äquator wird das globale Wetter gemacht, durch den nahezu senkrechten Sonneneinfall und die Summe von Wetter ist nun mal Klima.

        1. “Das Laborexperiment, das einen Treibhauseffekt von CO2 nachweisst ist jedenfalls ein schlechter Beweis, so viel ist sicher. Das wäre ungefähr so, als würde man behaupten, die Wolken bildeten sich ausschließlich aus den Abgasen von Flugzeugen.”

          Wenn ich deine Analogie richtig verstehe, willst du sagen, dass es noch andere Gründe für die Erwärmung des Klimas gibt. Denn Wolken bilden sich nicht ausschließlich aus Flugzeugabgasen, also ist CO2 nicht ausschließlich für Erderwärmung verantwortlich. Das widerlegt ja aber nicht, dass Co2 zumindest mitverantwortlich ist.

  9. “[….]Bojanowski: Wir sollten nicht vergessen, dass es das Klimaproblem wirklich gibt, Lobbyismus also prinzipiell durchaus berechtigt ist. Aber wie immer, wenn es kaum noch Korrektive gibt – die Traditionsmedien sind ja leider bei dem Thema auch eher unkritisch – verselbständigt sich ein Thema und nimmt ungebremst Fahrt auf. Experimente von Soziologen, von denen ich auch in meinem Buch erzähle, zeigen: Wer sich einer Gruppe angeschlossen hat, übernimmt meist auch deren Meinung – was sich in der Klimadebatte manifestiert. Die Katastrophisierung des Diskurses ist auch zu einer Frage der kulturellen Kognition geworden[…]”

    Die berühmt, berüchtigte, In- und Out-Group Theorie die jedem Religionskritiker bestens bekannt ist, denn nimmt man sogar Jesus Christus ohne Kitsch war der auch nur ein Vertreter der “In- und Out-Group” Menschheit – die christlichen Werte gelten nur für die Anhänger, gegen die Nichtchristen ist jedes Mittel erlaubt, und auch der letzte Absatz mit den “Bekehrten” ist der Beweis dafür, dass man die Klimabewegten als Anhänger einer neuen, weltlichen, Religion oder sogar Sekte ansehen sollte.

    Übrigens, ganz ohne das Buch gelesen zu haben, was ich nachholen werde, sollte ich nächsten Monat wieder dafür Geld, und Zeit dazu haben, ich finde die Aussagen von Herrn Bojanowski zutreffend – und was das CO2 angeht, beinhaltet das nicht ein wichtiges Bestandteil des (pflanzlichen) Lebens? Und was ist mit Sauerstoff? Ist der auch bald Klimaschädlich? Müssen wir das Atmen einstellen? Außerdem was bringt der ganze Klimaschutzschwindel wenn wir nur

    e i n L a n d

    auf dem Planeten sind, dass es mehr als wichtig nimmt?

    Kein Wunder, dass uns so große Länder wie die USA, Australien, Russland und China sowie der globale Rest an Ländern nicht mehr ernst nehmen wollen – die typisch deutsche Arroganz und Überheblichkeit nach dem uralten, kaiserlich-wilhelminischen Gusto “Am deutschen Wesen soll die Welt genesen”, die nun die baerbockschen, langschen und habeckschen Grünen befallen hat nervt international.

    Also wäre ich ein Anhänger der Grünen, was ich zum Glück schon seit der Zeit von Joschka Fischer (Ex-Grüner Vize-Kanzler von Gerhard Schröder, SPD-Ex-Kanzler) nicht mehr bin, und ganz sicher nie wieder sein werde, würde ich international das M…l halten, und in Sack und Asche gehen……*grins**daumenrunter*

    Sarkastische Grüße
    Bernie

  10. Der Kapitalismus ist natürlich nicht Teil der Lösung, sondern eine der Hauptursachen des Problems.

    Denn er verkörpert die menschliche Gier und Profilierungssucht wie nichts anderes. Sinnbild (Oliv-) Grüne Wähler im klotzigen SUV. Oder auch die (imho durchaus korrekte) Feststellung des Autors dass sich nur etwas machen lässt wen der Wohlstand erhalten wird.

    Das Problem ist, dass sich so nichts ändern wird. Wenn alle 3 Kinder haben und so leben wie wir hier in CH/DE, dann reichen auch mehrere Planeten nicht aus, selbst wenn man den Klimawandel komplett ignoriert. Die Herausforderung besteht darin, ein ökonomisches System zu finden welches einen hohen Lebensstandard ermöglicht (hier geht es vorallem um Energie) aber eben ohne den Irrsinn grenzenloses Wachstum (Konsum, Vevölkerung) auskommt, respektive ob dies überhaupt möglich ist.

    Ich sehe da schwarz. Die menschliche Psychologie scheint dem nicht gewachsen zu sein. Die “Natur” wird uns daher irgendwann eine Lektion erteilen die es in sich haben wird, das Klima ist bloss ein Teil davon.

      1. Nein, nein und nochmals Nein.
        Wenn, dann werden wir höchst selbst dafür sorgen, das wir aussterben. Garantiert kein wie auch immer gearteter Evolutionsprozess der Natur.
        Vielleicht ja schon bald, drückt einer der NATO Schergen auf den Knopf und die Dinge nehmen ihren Lauf.
        Allerdings könnten dann vielleicht auch ein paar Superreiche überleben, denn die haben für über 80 Jahre Vorräte in ihren Vaults.

    1. “Denn er verkörpert die menschliche Gier und Profilierungssucht wie nichts anderes.”
      Seltsam, warum sind im Kapitalismus dann fast alle arm? Ist doch ein Widerspruch. Angeblich soll der Mensch an sich gierig sein, während mindestens 90% arm und unbekannt sind. Können die dann alle ihre menschliche Natur nicht ausleben? Warum tritt die “Gier” eigentlich nur bei der Kapitalistenklasse auf. Sind die anderen keine Menschen? Könnte das nicht auch an der ökonomischen Funktion des Kapitals liegen und nicht an der Natur?

  11. Zitat: Bojanowski: Ja, das höre ich auch täglich. Die Debatte ist leider stark polarisiert: Die Einen glauben, dem Sachstand der Wissenschaft widersprechend, es gebe gar keinen menschengemachten Klimawandel, und die anderen sehen – ebenfalls entgegen der etablierten Evidenz – eine menschengemachte Apokalypse. Beide Meinungen sind eng an gesellschaftliche Milieus gekoppelt, sie sind identitätsstiftend.

    Klimawandel-Antagonismus gibt es in der Forschung nicht, nur in der Propaganda. Wenn man sich die Debatten anguckt dann gehen Klimawandel-Anhänger davon aus das der Klimawandel zu ca. 50 bis 80% von Menschen verursacht ist, während die andere Gruppe davon ausgeht das der Klimawandel zu ca. 20 bis 50% von Menschen beeinflusst wird.

    D.h. das beide Gruppen glauben, dass es einen Klimawandel gibt. Der Unterschied liegt im Grad der Beeinflussung. Und es gibt interessanterweise einen Bereich, bei dem beide Gruppe der gleichen Meinung sind.

    Eine weitere Gemeinsamkeit ist, dass beide Gruppen übereinstimmend glauben, dass der Klimawandel auch dann weitergeht, wenn der menschliche Einfluss komplett 0 ist, dass heißt es gibt auch dann Klimawandel wenn die Menschheit aufhört zu existieren. Was naheliegend ist, denn es gab Klimawandel auch vor dem modernen Menschen.

    Da beide Gruppen übereinstimmend der Meinung sind, dass der Klimawandel auch ohne Menschen weiter geht, lässt sich maximal die Änderungsgeschwindigkeit beeinflussen. Also statt 1.5° in zwanzig Jahren, dann 1.5° in vierzig Jahren. Aber die 1.5° werden zwangsweise kommen. Oder auch eine neue Eiszeit…

    Der eigentliche Unterschied zwischen den Klimawandel-Anhängern und ihren Gegnern ist nicht die Forschung, sondern die politischen Gestaltung der Wirtschaft. Klimawandel-Anhänger haben in meinen Augen jedes Maß an Anstand verloren und leiten (global) Billionen von Euro/Dollars um die Taschen von wenigen Reichen. Bezahlt wird diese Geldsause dann von Menschen von geringem Einkommen. Über die höhere Lebensmittelpreise (dank CO2-Steuer auf Transportkosten von Lebensmitteln), höhere Heizkosten und höhere Bau- und Mietkosten.

    1. Alles ein ausgemachter Schwindel, wie 9/11, die Mondlandung, Corona, Tonkin, Mutter Theresa, Massenvernichtungswaffen bei Hussein, alles reine Illusion.
      Unser ganzes Leben ist eine Illusion des Versprechens des Kapitalismus!

  12. Klimawandel = 1 Milliarde Menschen

    Schaden für die Welt = XXX Billionen $ / €

    Klimaprediger = unbezahlbar
    (vor allem die Einlassungen zur Wirtschaft und Kapitalismus) 😂😂😂😂

  13. Es ist höchst ignorant vom Klima- und Umweltschutz zu schreiben und das Thema Rüstung und Krieg beiseite zu lassen. Schützen und Zerstören sollen zusammenpassen!?

    Die USA geben ca. 49 % ihres Staatshaushaltes für Rüstung und Krieg aus, Deutschland gibt dafür 17 % aus, was umgerechnet 2 % des BIP entspricht. Die gut besoldeten Klimaschützer reden und schreiben auch davon, man müsse 2 % bis 4 % des BIP pro Jahr für den klimagerechten Umbau der Energiewirtschaft und der Industrie aufwenden. Dazu gehören auch neue Gaskraftwerke, die mit Wassersstoff Strom erzeugen, Stahlwerke, die mit Wasserstoff das Eisen reduzieren und natürlich viele neue Windkraftwerke, die weit abseits der Verbraucher auf See den elektrischen Strom erzeugen. In der Folge müssen viele Tausend Kilometer neue Stromtrassen verlegt werden usw.. Weil die Windkraft aber schwankt und manchmal zu viel Windstrom produziert wird, müsste man ihn speichern können – mit der Produktion von Wasserstoff. Dazu brauchts leistungsstarke Elektrolyseure, die auch mit schwankendem Strom klar kommen, die es (noch?) nicht gibt. (Es ist, wie mit dem Kätzchen, das ihrer Schwanzspitze nachjagt, aber die lernen irgendwann ihr vergebliches Tun.) Und dazu sind wasserstoffgeeignete Rohrleitungen notwendig…

    Daran sieht man schon, dass für den “umwelt- und klimagerechten Umbau” des Landes ganz viel zusätzliche Lohnarbeit und Wachstum gebraucht wird. Und das ist doch das, was das Finanzkapital für das Wachsen der Zinserträge braucht: Zerstören und neu bauen.
    Ginge es auch einfacher? Müllentsorgung dort in der Welt, wo es sie noch nicht gibt, um die Methanentstehung zu verhindern. Denn es ist gleichgültig für das Globalklima, wo man die Entstehung klimaschädlicher Gase verhindert.

  14. De Lapuente: Wann hat das Ihres Erachtens begonnen, dass Lobbygruppen das Thema aufgegriffen und nach ihren Vorstellungen geprägt haben?
    Bojanowski: Ich beschreibe den Moment in meinem Buch. Es war im Juni 1989 auf einer Konferenz in Toronto. Das Klimathema war gerade auf die internationale Agenda gekommen, der Kalte Krieg ging gerade zu Ende, da sattelten NGOs und Celebrities von Frieden auf Klima um. Robert Redford lud Aktivisten und Prominente unter dem Motto »Glasnost for Global Warming« auf seine Ranch, um Klimaschutz zu feiern und schrille Warnungen auszusprechen.

    Hier bin ich stutzig geworden und habe mal schnell nachgeschaut.
    Die Konferenz in Toronto (“Toronto Conference on the Changing Atmosphere”) fand im Juni _1988_ statt, Redfords “Sundance Symposium on Global Climate Change” im August 1989. Die Toronto-Konferenz lief unter Schirmherrschaft der UNO ab, den Hauptvortrag hielt die ehemalige norwegische Ministerpräsidentin Brundland, die zu diesem Zeitpunkt der UN-World Commission on Environment and Development vorstand und 1987 den bekannten Brundland-Umwelt-Report abgeliefert hatte.
    Redford wiederum war bis in die DDR, wo ich damals Biologie studierte, als langjähriger Umweltaktivist bekannt und hatte 1981 das sog. Institute for Resource Management mitgegründet, welches gemeinsam mit der sowjet. Akademie der Wissenschaften diese Konferenz im August 1989 in Utah organisiert hatte. (Redfords Frau Lola hatte bereits 1970 mit “Consumer Action Now” eine Organisation mitgegründet, die sich für “umweltbewußtes Einkaufen” einsetzte.)

    Der Witz an der Utah-Konferenz war nicht, dass “Celebrities und NGOs von Frieden auf Klima umsattelten”, sondern dass us-amerikanische und sowjetische Wissenschaftler und Politiker gemeinsam eine Konferenz zum Klimawandel, _der damals bereits diskuitiert wurde, wenn auch nicht in der breiten Öffentlichkeit_, durchführten. Deshalb der knackige Name der Konferenz: Greenhouse glasnost.
    Es erschien auch ein Tagungsband.
    https://archive.org/details/greenhouseglasno00ming/page/n7/mode/2up

    Bojanowskis Darstellung, da hätten Leute (bzw. Lobbyisten) “von Frieden auf Klima umgesattelt”, ist m.E. allein schon deshalb tendentiös, weil die Umstellung auf nicht-fossile Energieträger einigen damit befassten Konzernen zwar tatsächlich gewaltige Gewinne beschert und insofern eine Lobby hat, die Abrüstung dagegen leider nicht.

    P.S.
    Die erste Weltklimakonferenz bzw. Konferenz zum weltweiten Klimawandel fand übrigens bereits im Jahre 1979, organisiert von der Weltorganisation für Meteorologie, in Genf statt.

  15. Naturschutz ist kein Thema mehr? Was ist dann mit dem Renaturierungsgesetz, das neulich krachend scheiterte?
    https://www.spektrum.de/kolumne/kommentar-die-eu-darf-den-bauern-nicht-das-feld-ueberlassen/2212156
    Eben drum haben sich die Rechten den Bauernprotesten angeschlossen, teilweise gewalttätig. In Biberach konnte Kretschmann nicht auftreten, es gab sechs verletzte Polizisten. Den Bauern war das nicht recht, wie sie dagten, trotzdem haben die Rechten bekommen, was sie wollten. Natürlich wollen sie Energieerzeugung mit Kohle und Atom und eine Landwirtschaft mit Massentierhaltung, Glyphosat und Intensivnutzung. Und haben das bekommen, wie man im Artikel lesen kann. Wer hat denn hier die Lobby, die sich durchsetzt? Ganz gewiss nicht die Naturschützer.
    Klimaleugner ist er nicht, aber vermutlich nur hier im Forum, wo es Gegenrede geben kann. Im Buch, deutet er an, dann schon. Werde ich nicht kaufen.
    Man könnte ja mal die Lobbies vergleichen: hier die Agrarkonzerne, bei der Energie die Ölscheichs und -konzerne. Das würde die Kraftverhältnisse offenlegen. Stattdessen holt er die ollen Kamellen zur Diffamierung der Klimabewegung heraus. Ein Herr, der Wasser predigt und hinterher das Büffet plündert. Gäbe es nicht ein Beispiel mit überprüfbaren Personen und Handlungen?

    Er hat keins.

  16. “Dabei sind es gerade Fortschritt, Industrie und Kapitalismus das geeignetste Mittel, den Klimawandel zu bremsen und die Umwelt zu schonen.”
    Dann wäre Habeck mit den Grünen also auf dem richtigen Weg, denn die vertreten ja “Fortschritt und Kapitalismus”

    “Wir sollten nicht vergessen, dass es das Klimaproblem wirklich gibt, Lobbyismus also prinzipiell durchaus
    berechtigt ist.”
    Ich verstehe diesen Mann nicht. Wenn er auf einen “berechtigten Lobbyismus” hinweist, da setzt sich doch immer die Lobby-Truppe mit dem größten Geldbeutel durch, also das Kapital gegen die Interessen der gesellschaftlichen Mehrheit. Und dem Kapital geht es immer nur um kurzfristigen privaten Gewinn aber nicht um langfristige gesellschaftliche Perspektiven. Diese beiden Sachen vermischen die Liberalen regelmäßig oder gewichten das Private und Individuelle sogar höher als das Kollektive und Gesellschaftliche.

        1. Weil ich immer Recht habe natürlich.
          Im Gegensatz zu ihnen recherchiere ich nämlich seit dem 12.4.2020 jeden Tag 7/7 und fast 10 Stunden täglich zu diesem und anderen Themen.
          Es gibt keine einzige Peer reviewte Studie, die den Menschengemachten Klimawandel beweisen würde.
          Ich mache an sich zeitlebens nichts anderes als wirklich nachhaltig Leben und das propagiere ich seit 1974.
          Vor allem lebe ich völlig kompromisslos, und kann mir nichts vorwerfen.

          1. Immer wenn ich in einer bestimmten Wetterlage die Kondensstreifen am Himmel sehen, die sich zu Cirren entwickeln, frage ich mich, ob das alles so harmlos sein kann. Vor einiger Zeit gab es das noch nicht.

    1. Da fehlen noch mindestens 25 Ausrufezeichen und ein deppengerechtes ölfzwölfdrölf, bevor du wieder unter deinen Stein zurückkriechen darfst.

      1. Wie kommst du darauf, ich war sogar dort?
        meine adligen Vorfahren kommen auch von dort…;-))
        Dabei mag ich “Robert Crumb” sehr gern!

    2. Welch ein Blödsinn, natürlich wandelt sich das Klima. Alles wandelt sich.
      Sind die Eiszeiten auch ein Schwindel?
      Dass es schon lange kein Öl mehr gibt, habe wir ja bitter erfahren müssen.

      1. Auch das ist falsch.
        Der “Oil Peak” ist zwar vorbei, aber wenn wir nicht so viele Leute wären, die auch noch andauernd Krieg, (soll ja angeblich auch schädlich für das Klima sein, aber was weiß ich denn schon) gegeneinander führen würden, könnte es sicherlich noch etwa 200 Jahre lang welches geben… ;-))

  17. Kernaussage von Bojanowski: “Dabei sind es gerade Fortschritt, Industrie und Kapitalismus das geeignetste Mittel, den Klimawandel zu bremsen und die Umwelt zu schonen.”

    Das heißt: Er selbst ist ein solcher Trittbrettfahrer der Debatte! Das genau ist das Problem.

    Bojanowski schreit “haltet den Dieb”, ist aber selber einer. Mit dem “Vollstopfen am Büffet” denunziert er noch fieser moralisch, als seine Gegner es umgekehrt tun. Die beiden Seiten der “Selbstgerechten” (Sahra W.) sind widerlich, und die Medien machen das endlos mit!

    Um die Sache geht es nicht. Die Umweltschützer kommen gar nicht mehr zu Wort.

    1. Nochmal, RDL. ist ein Neoliberaler und das war er vor Corona auch schon.
      Deswegen arbeitet der mit solchen Leuten. wie diesen ekligen Typen Bojanowski.
      Auch andere vermeintliche Koryphäen des Journalismus wie bspw. diese Milena Preradovic auch auch Leute vors Mikrophone holt, die bspw. HartzIV für einen Segen halten.

      1. “Nochmal, RDL. ist ein Neoliberaler und das war er vor Corona auch schon.”

        Bin ja langsam geneigt, das zu glauben. Schon allein, weil Sie es so oft wiederholen.

        Für die Zeit “vor Corona” würde ich aber entsprechend aussagekräftiges Kompromat bevorzugen. Also:

        Beweise Watson, Beweise.

        1. N’bißchen Medienkompetenz ist manchmal ganz nützlich.
          Einfach, recherchieren was der Gute so 2015 und davor so alles verfasst hat.
          Es gibt jede Menge Kandidaten, die jetzt einen auf Krisenschreiberling der Guten machen und es sich dabei gutgehen lassen.
          Noch besser sind aber die Emporkömmlinge wie bspw. dieser Paul Brandenburg, mit 3 Testzentren, oder gar dieser Dampfplauderer “Reiner Fuellmich”, der zwar wirklich gute Arbeit mit dem Coronaausschuss geleistet, aber in den 90ern mit den Scientologen gekungelt und sich wohl der Bereicherung der Kundengelder durch seine völlig misslungene “Classaction” Kampagne” schuldig gemacht hat.
          Es gibt noch viel viel mehr, aber ich belasse es erst mal dabei.

          1. Also gut. Wenn es so “viel” und noch “viel mehr” gibt, dann schicken Sie doch bitte mal einen Link zu einem oder zwei Kompromatstexten.

  18. Welch verquere Diskussion! Natürlich gibt es eine anthropogene Klimaerwärmung. Das wurde von Physikern & Co genau erforscht, da viele von ihnen noch Anfang der 1990er selber daran zweifelten. Mittlerweile weiß man auch, dass Methan CH4 eine noch viel stärkere Treibhauswirkung hat als CO2. Aus diesem Grunde ist auch die Verschiffung von flüssigem Erdgas LNG um ein Vielfaches schädlicher als der Transport durch gut funktionierende Pipelines.
    Auch sind die Auswirkungen der Klimaerwärmung nicht wirklich vorhersagbar, weil beim Wetter die Chaostheorie eine Rolle spielt. Da gibt es z.B. solche Systeme wie den Golfstrom. Wenn der durch die Veränderung des Klimas versiegt, werden wir in Deutschland ein sehr trockenes Klima bekommen, keine blühende und grüne Landschaft.
    Es hilft auch nicht, wenn wir diesen Sommer sagen können, dass das Wetter endlich mal wieder normal sei, andererseits der Klimawandel aber an den Überschwemmungen schuld sei. Das ist Statistik, und die kann fast niemand in seinem Innersten verstehen, selbst wenn er in der Schule eine Eins hatte bei diesem Thema.
    Es ist aber auch wahr, dass Deutschland allein da nur wenig tun kann. Genauso wahr ist, dass diese nichtsnutzigen, Ressourcen verschwendenden Kriege zum Töten von Menschen unnötige Treibhausgase in die Luft jagen, abgesehen von Giften und radioaktiven Stoffen, mit denen unsere weltweit knapp werdenden fruchtbaren Böden verseucht werden.
    Es gibt auch noch keine ernsthaft taugliche Lösung anstelle kohlenstoffhaltiger Brennmittel zum Heizen, es sei denn, man wohnt in einer Gegend mit Geysiren wie z.B. in der Toscana. Gebetsmühlenartige Nennung von Wärmepumpe oder grünem Wasserstoff (Reduktion von Eisenoxid ja, Heizen fraglich wegen dieser winzigen Moleküle, die sehr leicht überall durchkommen) ist Wunschdenken angesichts dieser Masse von Menschen, die Wärme brauchen.
    Holz, auch in Form von Pellets, reicht nicht für Alle, sonst könnten die Wälder nicht mehr schnell genug nachwachsen.
    Und so kommen wir zu dem anderen Problem, das Nico Paech schon lange geschildert hat: Unsere physikalischen Ressourcen sind endlich. Deshalb ist eine anhaltenden Zunahme von was auch immer Unsinn. Wir Menschen werden irgendwann zu geringerem Konsum kommen müssen. Wie Industrie und Kapitalismus darauf reagieren werden und ob sie der Menschheit beim Überleben helfen können, kann ich aber echt nicht beurteilen.

    1. Deswegen möchte die herrschende Klasse uns auch alle dezimieren und den Rest versklaven
      Alors, jetzt zur Klimakampagne.
      Von “CH4” hab ich noch nie etwas gehört, aber ich habe keine einzige Studie gelesen die zweifelsfrei belegt, das “CO2” zur Erhöhung der Temperaturen auf der Erde beiträgt.
      Und in sofern ist die ganze Klimaagenda nämlich für die Tonne.

  19. In meinen Augen ist der Klimawandel von Seiten der menschengemachten Einflüsse, deren Anteil erst noch ermittelt werden muss, in zweierlei Hinsicht gegeben. Zum einen in der zunehmenden Vernichtung der Senken und dann in erhöhten Emissionen.
    Beide könnten reduziert werden. Zum einen durch Vermeidung von Brandrodungen, durch Vermeidung der Verschmutzung der Meere und Verringerung des Rohstoffverbrauchs.
    Und bezüglich des Kapitalismus als Lösungsmittel: Wenn man z.B. die geplante Obzoleszenz verbietet, die Lebensdauer von Produkten verlängert werden, ist das Rohstoffproblem schon mal reduziert. Desgleichen bei der wuchernden Produktvielfalt. All das hat aber verdammt viel mit Kapitalismus zu tun. Wozu benötigt man überhaupt nicht oder nur schwer und teuer zu reparierende Produkte? Wohl nur aus Profitgründen.
    So geht es weiter, Müll, Abwässer, Rohstoffabbau …

    1. Das nennt man handelsüblich Umweltschutz.
      Den hat die herrschende Klasse genau so vergessen wie die Grippe, bei der Coronakampagne.
      Wenn man umweltfreundlich produzieren möchte und die geplante Obsoleszenz verhindern will, ist es unabdingbar, eben diesen Kapitalismus mitsamt seinen Strukturen und Protagonisten zu beseitigen.
      Wo wir wieder bei “Roberto” wären.
      So schließt sich der Kreis….

      P.S. Wieso ich “Kampagne” schrieb, wollt ihr das wissen?
      Weil die erste weltweite Kampagne dieser Art, auch schon ein Fake der herrschenden Klasse war und der japanischen Automobilindustrie galt.
      Dreimal dürft ihr raten welche…bin ja mal gespannt…. :-)))))

  20. Der menschlich produzierte Klimawandel ist am deutlichsten zu erkennen, in dem man mehrer Kriege ständig führen muss. Der Wandel im Klima geschieht selbst durch ihre grössten Propagandisten, die Grünen.
    Wenn die NATO überall aktiv ist, oder die Geheimdienste übelste Personen rekrutiert, wird automatisch dem Klima und das allg. menschliche Klima zerstört.
    Wenn die Welt tatsächlich etwas für das Klima unternehmen möchte, dann grenzt den Verursacher aus, der Westen mit seinen hirngewaschenen Personal.
    Das Klima ist Klima und wenn der Mensch nicht ständig versucht ist, für seine nationalen Interessen das Klima zu manipulieren, wird der Mensch mit dem normalen Klima schon zurecht kommen!

    1. Trotzdem gebiert etwa 95% des Co2 Ausstoßes der vulkanischen Aktivitäten.
      Auch, wenn das vollkommen irrelevant ist, weil CO2 eben nichts mit der Erderwärmung zu tun hat, sie zwar etwas ansteigt, aber nur infolge der Erderwärmung…. Ursache und Wirkung…lächel…

      1. @ Publikviewer sagt:
        “Trotzdem gebiert etwa 95% des Co2 Ausstoßes der vulkanischen Aktivitäten.”

        Eine kurze Netz-Recherche bracht ein entgegengesetztes Ergebnis, nämlich nur 0,7 bis 1,5 Prozent Co2 Ausstoße vulkanischer Aktivitäten.
        https://www.umweltbundesamt.de/service/uba-fragen/uebersehen-die-klimatologen-die-vulkanischen

        Aus der Tatsache, dass in den letzten rund 10 000 Jahren die atmosphärische ⁠CO2⁠-Konzentration in etwa konstant geblieben ist (ca. 280 +/- 10 ⁠ppm⁠) folgt bereits, dass der vulkanische CO2-Ausstoss gegenüber dem des Menschen unbedeutend sein muss. Tatsächlich sind die CO2-Emissionen des Menschen (insbesondere durch Nutzung fossiler Energieträger, Waldrodungen, Brennholznutzung, Zementproduktion u.a.) im Laufe des Industriezeitalters auf mehr als 41 Milliarden Tonnen CO2 pro Jahr angestiegen (Stand 2018). Die vulkanischen CO2-Emissionen sind dagegen viel geringer. Sie betragen etwa 0,3 bis 0,6 Milliarden Tonnen Kohlenstoffdioxid pro Jahr, das entspricht – verglichen mit den Emissionen des Menschen – 0,7 bis 1,5 Prozent.

  21. Wenn der Kapitalismus vernichtet ist, sind auch Erwärmung und Umweltzerstörung leicht lösbare Probleme.
    Unter dem Kapitalismus gibt es keine Hoffnung für die Menschheit.
    Jeder AFD-Anhänger im Erzgebirge versteht 1000x mehr von der Welt als dieser Bojarnowski-Schwätzer.

  22. Das Problem ist, dass man einen willkürlich berechneten Wert gegen ein willkürliches Modell setzt. Mit anderen Worten: Die Erdtemperatur ist ein Einzahlenwert von ca. 7.000 Messpunkten und interpolierten Punkten. Und diese Mischung aus Messwerten, wobei diese ja auch schon zeitlich zusammengefasst werden, plus den interpolierten Werten, also Werten, die auch nur berechnet sind, wird die sogenannte Erdtemperatur zusammengesetzt. Falls jemand die Berechnungsvorschrift zu Hand haben sollte, wäre das sehr hilfreich, denn diese Berechnungsvorschrift ist wohl streng geheim da es bisher nicht gelungen ist, diese im Internet zu finden. Häufig wird hier vom Mittelwert gesprochen, da ja bekanntlich das Lagemaß der Normalverteilung ist. Was ja bedeuten würde, dass die gemessenen und ermittelten Tempraturwerte der Normalverteilung entsprechen, sonst dürfte man nicht den Mittelwert bilden. Aber das nur am Rande.
    Dann in einem zweiten Schritt wird in Modellen die Durchschnittstemperatur in der Zukunft ermittelt und es wird die Differenz von dem heutigen Einzahlenwert und dem extrapoliertem, zukünftigen Wert genommen: 1,5 Grad Celsius. Es sind nicht 1,49 und nicht 1,51 sondern 1,5 Grad Celsius. Ein schöner Wert, der sich leicht merken lässt; zumal offensichtlich diese Berechnungen mit nur einer Nachkommastelle durchgeführt werden. Referenzwert für den Nachweis der Erderwärmung ist übrigens das Ende der Kleinen Eiszeit.
    Die komplexen phsiko-chemischen, strömungsdynamischen, mechanischen, und thermodynamischen Zusammenhänge, dieses seien hier beispielhaft für eine Vielzahl von weiteren Einflüssen genannt, plus den Einflüssen der Himmelsmechanik, hier seien insbesondere Sonne und Mond erwähnt, sind bestimmt auch in den Berechnungen natürlich eingeflossen. Dann wird auch klar, dass Wärmepumpen ein absolut geeignetes Mittel für die Beeinflussung der Weltmaschine sind.

    1. Egal ob normalverteilt oder nicht. Der Mittelwert kann nur eine Aussage über die Verteilung machen, wenn diese nicht verfälscht ist. Die Antarktis hat 13 Mio. km2 Fläche, also mehr als Europa. Doch welcher Kontinent hat wohl mehr Gewicht? Und in dem kleinen Kontinent Europa schwanken die Werte zu einem Zeitpunkt locker im Bereich um 20-30 Grad. Was sagt dann der Mittelwert aus?

  23. Ob es einen Klimawandel gibt, der von Menschen verursacht ist, kann ich nicht beurteilen. Deshalb kann ich auch nicht sachkundig urteilen. Die Argumente beider Seiten glaube ich zu kennen.
    Ebenso sicher weiß ich, dass es Klimawandel gibt. Das ist unbestreitbar und in der Erdgeschichte der Normalfall.
    Was ich allerdings mit sehr großer Überzeugung bestreite, ist, dass die Menschheit in der Lage ist, den Klimawandel, sei er von Menschen verursacht oder nicht, aufzuhalten. Nicht in diesem Land, wo man sich einbildet, Vorreiter bei der Lösung eines Problems von kosmischer Dimension sein zu können, in Wirklichkeit aber zu blöd ist, Züge pünktlich fahren zu lassen. Was für lächerliche Spinner!
    Nicht in dieser Welt, die nicht in der Lage ist, Kriege zu vermeiden, in denen menschliches Blut und Kohlendioxid in Strömen emmitiert werden, die aber ernsthaft diskutiert, ob Rinder zu viel scheißen und da Methan freisetzen.

    Das Einzige, was ich noch für machbar hielte, ist Anpassung an den Wandel, wenn auch nicht in Deutschland mit seiner politischen Kaste von Studienabbrechern, akademischen Hochstsplern und Betrügern, mit Menschen, die nie eine konkrete Aufgabe in der Arbeitswelt lösten, weil sie nie, nicht einen Tag, arbeiteten.
    Aber es müssen Dämme gebaut werden, die Städte müssen sich gegen die Hitze wappnen, Felder müssen bewässert werden, Süßwasser gesammelt und verwaltet werden. Man weiß sehr sicher, das es mehr Starkregen gibt und sich gegen Überschwemmungen schützen, Kanalisationen sind zu erweitern. Und nein, man muss nicht darüber palavern, dass man es tun sollte, sondern man muss es tun und nein, der Russe ist nicht schuld oder wenn doch, muss es trotzdem getan werden. Wenn das alles erledigt wäre, und nicht früher, könnt ihr diskutieren, was man tun muss, damit noch die letzte Transe sich wohl fühlt und nicht falsch angesprochen wird .
    Alternative Medien, böse Feinde und Rechte und was weiß ich, was noch alles, stellen den Staat in Frage? Lachhaft, niemand kann das besser als diese Kaste!

  24. Ach ja, Bojanowski. Wer dessen redaktionellen Werdegang verfolgt hat, weiß natürlich, warum von dem ein Satz wie der im Forum vielzitierte stammt:

    Dabei sind es gerade Fortschritt, Industrie und Kapitalismus das geeignetste Mittel, den Klimawandel zu bremsen und die Umwelt zu schonen.

    Ansonsten – natürlich gibt es einen Klimawandel, genauso wie es auch SARS-CoV-2 gibt. Dazu genügt ein Blick in die Zeitreihe der Lufttemperatur hier. Wer das ernsthaft abstreitet – nun, ich lasse jedem seine Meinung. Die verhältnismäßig normal temperierten ersten Juniwochen („KALT! NASS!“) sind auf jeden Fall kein „Beweis“ gegen den Klimawandel – sondern eher Ausdruck der Sonne-Hitze-Sucht der Mehrheitsdeutschen. Die sehnen sich eben schon Mitte März nach 25°C, Sonne und bloß keinem Tröpfchen Regen. Doch wer das haben will ja kann nach Südspanien auswandern.

    Worin der Klimawandel wurzelt und was man als Einzelner überhaupt gegen ihn tun kann, ist eine völlig andere Frage. Das herrschende kapitalistisch-imperialistische System bedingt natürlich die Zerstörung der vielzitierten „ökologischen Grundlagen“ – jener Vorgang ist schlicht eine Mitvoraussetzung seines Seins und Fortdauerns. Davon abgesehen hat ein gewisser Friedrich E. aus B. schon hundert Jahre vor den „Friends of the Earth“ folgende sachdienliche Hinweise festgehalten:

    Schmeicheln wir uns indes nicht zu sehr mit unsern menschlichen Siegen über die Natur. Für jeden solchen Sieg rächt sie sich an uns. Jeder hat in erster Linie zwar die Folgen, auf die wir gerechnet, aber in zweiter und dritter Linie hat er ganz andre, unvorhergesehene Wirkungen, die nur zu oft jene ersten Folgen wieder aufheben. Die Leute, die in Mesopotamien, Griechenland, Kleinasien und anderswo die Wälder ausrotteten, um urbares Land zu gewinnen, träumten nicht, daß sie damit den Grund zur jetzigen Verödung jener Länder legten, indem sie ihnen mit den Wäldern die Ansammlungszentren und Behälter der Feuchtigkeit entzogen. Die Italiener der Alpen, als sie die am Nordabhang des Gebirgs so sorgsam gehegten Tannenwälder am Südabhang vernutzten, ahnten nicht, daß sie damit der Sennwirtschaft auf ihrem Gebiet die Wurzel abgruben; sie ahnten noch weniger, daß sie dadurch ihren Bergquellen für den größten Teil des Jahrs das Wasser entzogen, damit diese zur Regenzeit um so wütendere Flutströme über die Ebene ergießen könnten. Die Verbreiter der Kartoffel in Europa wußten nicht, daß sie mit den mehligen Knollen zugleich die Skrofelkrankheit verbreiteten. Und so werden wir bei jedem Schritt daran erinnert, daß wir keineswegs die Natur beherrschen, wie ein Eroberer ein fremdes Volk beherrscht, wie jemand, der außer der Natur steht – sondern daß wir mit Fleisch und Blut und Hirn ihr angehören und mitten in ihr stehn, und daß unsre ganze Herrschaft über sie darin besteht, im Vorzug vor allen andern Geschöpfen ihre Gesetze erkennen und richtig anwenden zu können.

    Quelle: Dialektik der Natur (MEW 20, S. 453)

    Und noch ein paar sachdienliche Hinweise seines Kumpels:

    Wie in der städtischen Industrie wird in der modernen Agrikultur die gesteigerte Produktivkraft und größre Flüssigmachung der Arbeit erkauft durch Verwüstung und Versiechung der Arbeitskraft selbst. Und jeder Fortschritt der kapitalistischen Agrikultur ist nicht nur ein Fortschritt in der Kunst, den Arbeiter, sondern zugleich in der Kunst, den Boden zu berauben, jeder Fortschritt in Steigerung seiner Fruchtbarkeit für eine gegebne Zeitfrist zugleich ein Fortschritt in Ruin der dauernden Quellen dieser Fruchtbarkeit. Je mehr ein Land, wie die Vereinigten Staaten von Nordamerika z.B., von der großen Industrie als dem Hintergrund seiner Entwicklung ausgeht, desto rascher dieser Zerstörungsprozeß. Die kapitalistische Produktion entwickelt daher nur die Technik und Kombination des gesellschaftlichen Produktionsprozesses, indem sie zugleich die Springquellen alles Reichtums untergräbt: die Erde und den Arbeiter.

    Quelle: Das Kapital (MEW 23, S. 529)

    Den Kapitalismus als taugliches Mittel um „den Klimawandel zu bremsen und die Umwelt zu schonen“ anzupreisen, kann nur, wer sich nicht mit dem Kapitalismus auskennt, Ideologe ist, oder Druidentee verkaufen will: Oder alles drei zusammen. Und neben der Zerstörung von Arbeiter wie Natur durch dieses System, sollte man obendrein auch nicht die Verstärkung des Entfremdungsprozesses vergessen, ergo dass der Arbeiter sich immer weiter von seinen Existenzgrundlagen entfernt. Kann man wann anders tiefer ausführen.

    Und was man als Einzelner gegen den Klimawandel tun kann? Nun, als so Einzelner wie Vereinzelter herzlich wenig. Nicht nah am Fluss bauen, wenn man überhaupt das Geld für ein Häuschen hat. Keine Regierungen durch Wählengehen legitimieren, am allerwenigsten solche, die irgendwelche Biowaffenprojekte in aller Welt am laufen haben, bei denen dann mal hin und wieder ein Virus oder sonstiger Dreck (un)absichtlich freigelassen werden kann. Sich gegen das grüne Geschwätz wehren, dass man gleichermaßen mitschuldig an Klimawandel und Raubbau sei wie System und Bourgeoisie und darum „voll viel“ mit seinem persönlichen (Kauf-)Verhalten bewirken und ändern könne. Sich gegen das Geschwätz wehren, dass auch alle außerhalb der Bourgeoisie irgendwie wohlhabend wären und sich deshalb vor schrumpfendem Wohlstand fürchteten – es geht hier nicht um Angst vor Wohlstandsverlusten, sondern bei vielen schlicht um die blanke Existenz. (Aber nicht wegen des Klimawandels, sondern wegen des Regierungshandelns, das den einfachen Leuten ihre Existenzgrundlagen wegnimmt – Stichwort Russlandsanktionen, Pandemieregime). Ansonsten – wie wäre es damit, sich mit anderen verbinden und etwas gegen das System zu tun? Aber wer will das außerhalb von Spartenforen wie diesem…

  25. die Ueberschrift sagt, wo’s langgeht:
    »Klimaschutz klappt nur, wenn sich niemand um schrumpfenden Wohlstand fürchten muss«
    und benutzt mehrere Mehrdeutigkeiten: Klimaschutz – vor wem? warum? ist es noetig oder nicht? und Wohlstand – was ist das? fuer alle (inter-/national?)? Verteilungskampf? das ‘Buergergeld’?, und fuerchten – was ‘fuerchten’? die Umverteilung? den Verzicht? wer bestimmt das? wer droht? oder muss man vor garnix Angst haben, weil sowieso nur geblufft/gelogen? – m.a.W. “Was hat der Autor damit sagen wollen?”

    Dann sind da ‘Lobbygruppen’, ‘Lobbyisten’ – “Lobbyismus also prinzipiell durchaus berechtigt”. Dafuer, dagegen? – und “scheinen oft aus einem Umfeld zu kommen, in dem man gerne konsumiert und es auch zeigt. Wie kommt das?” – Ich wuerde raten: Betriebswirte/BWLer aus Werbeagenturen, die sind alle ziemlich doof :-/.
    und sie “sprechen einen Umstand eher selten an: Es geht um den Konsum. Unser Konsumverhalten” – klar, die Zielgruppe der ganzen Reklame ist schuld, das Orwell’sche ‘wir’ :-).

    “Wir sollten nicht vergessen, dass es das Klimaproblem wirklich gibt,” – ach, immerhin – “Die Katastrophisierung des Diskurses ist auch zu einer Frage der kulturellen Kognition geworden.” 🙂 Hr.Bojanowski ist Sozialwissenschaftler? Nee, aber “…für das Wissenschaftsressort der Zeitung Die Welt” und er hat Geophysik studiert (Wiki)?

    Vielleich waer ein Schild ‘Diskurskritik’ sinnvoll?

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