
Im Stadtrat der Stadt Zwickau fand sich eine Mehrheit, die beschlossen hat, Bundeswehr-Werbung in der Stadt zu verbieten. Wie kam es dazu? Und wie will man das umsetzen?
Der Stadtrat Zwickaus stellt sich bunt zusammen: 16 Sitze hält die AfD, 10 Sitze die CDU, das BSW und das BfZ haben je 6 Sitze. Weitere Parteien: 3 Sitze für die SPD, jeweils 2 Sitze für Die Linke und die Grünen. Und jeweils einen Sitz haben: 2ZG, FDP und die Freien Sachsen.
Wir haben uns mit Bernd Rudolph, dem Vorsitzenden der BSW-Fraktion im Zwickauer Stadtrat unterhalten.
De Lapuente: Wie kam diese Mehrheit zustande? Und welche Partei brachte das Vorhaben auf den Tisch?
Rudolph: Zunächst mal eine Korrektur. Werbung für die Bundeswehr im Stadtgebiet ist nicht verboten. Lediglich innerhalb der Stadtverwaltung und in den kommunalen Unternehmen und auf deren Fahrzeugen sowie Präsentationsflächen bzw. bei deren Veranstaltungen wird auf Werbung verzichtet. Der Antrag wurde durch unsere Fraktion eingebracht. Er fand Unterstützung bei AfD und Teilen von CDU und BfZ. Auch der Vertreter der Freien Sachsen sprach sich für den Antrag aus. Eine Anzahl von Stadträten, darunter die beiden Linken-Abgeordneten, haben sich enthalten.
»Es ist nicht unsere Absicht, Soldaten herabzuwürdigen«
De Lapuente: Stimmte die AfD auch zu? Wenn ja, wurden Brandmauer-Vorwürfe laut?
Rudolph: Unsere Partei sieht die Brandmauer-Diskussion kritisch. Nach unserer Ansicht trägt dies nicht dazu bei, die AfD zu verhindern. Im Gegenteil: Sie wird durch die ständige Ausgrenzung nur stärker. Man muss sich mit ihr politisch auseinandersetzen und eine bessere Politik für die Menschen gestalten. Das heißt nicht, dass die AfD für uns eine normale Partei wäre. Wir wissen, dass sie in Teilen rechtsextrem ist. Deshalb haben wir uns in der Fraktion auf eine Position verständigt, die direkte Zusammenarbeit, Koalitionen und gemeinsame parlamentarische Initiativen ausschließt. Ansonsten prüfen wir unser Verhalten zu Anträgen der AfD entsprechend unserer eigenen Programmatik pragmatisch.
De Lapuente: Wie hat die Zwickauer Öffentlichkeit reagiert? Und wie jene Parteien, die dem Werbeverbot nicht zustimmen wollten?
Rudolph: In Zwickau ist der Wunsch nach Frieden fest verankert. Es gab daher viel Zuspruch. Aber ich will nicht verschweigen, dass uns auch kritische Stimmen erreichten. In der Berichterstattung wurde da auch einiges verkürzt dargestellt. So wurde wahrgenommen, wir wären gegen die Bundeswehr – und würden Soldaten herabwürdigen. Dies war weder unsere Absicht, noch haben wir Derartiges geäußert. Im Gegenteil, wir haben klar gesagt, dass wir zur Bundeswehr als Verteidigungsarmee stehen.
De Lapuente: Ist das Vorhaben nun schon umgesetzt? Wie realistisch ist es überhaupt, dass ein Stadtrat der Bundeswehr die Werbemöglichkeiten entzieht?
Rudolph: Der Stadtrat kann die Werbung nur innerhalb der Verwaltung und der kommunalen Unternehmen untersagen. Nur das wurde beantragt und jetzt beschlossen.
De Lapuente: Was, wenn private Firmen auf ihrem Betriebsgelände Werbeflächen anböten?
Rudolph: Das ist ihnen unbenommen. Wir wollen und können doch nicht die Werbung generell unterbinden. Die Armee braucht Nachwuchs und soll auch um Rekruten werben. Aber die Stadtverwaltung soll sich in der Frage heraushalten.
»Die Bundeswehr hat sich bei unserer Fraktion noch nicht gemeldet«
De Lapuente: Was ist die Motivation dahinter? Wollen Sie von Zwickau aus ein Zeichen setzen?
Rudolph: Wir beobachten spätestens seit dem Beginn des völkerrechtswidrigen Angriffs Russlands eine zunehmende Militarisierung der Öffentlichkeit. Kristallisiert im Begriff der Kriegstüchtigkeit. Das sehen wir kritisch. Ein Krieg, auf den wir jetzt zuzusteuern scheinen, würde unser Land, vielleicht unsere ganze Zivilisation zerstören. Deshalb sagen wir: Deutschland muss friedenstüchtig werden. Die Bundeswehr muss sich auf die Landesverteidigung konzentrieren. Weder am Hindukusch, noch im Roten oder Südchinesischen Meer, auch nicht im Kosovo oder in Mali wurde und wird unsere Freiheit verteidigt. Werbung für die Bundeswehr richtet sich an Jugendliche und Heranwachsende. Sie ist daher oft irreführend, zeigt coole Typen (oft auch junge Frauen) an Computern und anderen Geräten. Krieg bedeutet aber anderes. Er bedeutet Zinksärge, abgerissene Gliedmaßen und traumatisierte Menschen. Das wird aber nicht gezeigt.
De Lapuente: Hat die Bundeswehr sich schon bei der Stadt Zwickau gemeldet?
Rudolph: Bei unserer Fraktion jedenfalls noch nicht.
De Lapuente: Bild-Journalist Julian Röpcke schrieb bei X, dass »die prorussische Mehrheit im Stadtrat von Zwickau […] die Stadt zur Verbots-Zone« für Bundeswehrsoldaten machte. Wie prorussisch ist denn das Bündnis gegen die Bundeswehr-Werbung in Zwickau wirklich?
Rudolph: Typischer Bild-Journalismus, der mit der Realität nichts gemein hat. Erstens gibt es kein Bündnis und es gibt auch keine Verbotszone. Ich kann nur für meine Fraktion sprechen. Wir sind nicht prorussisch. Wir benennen klar den Völkerrechtsbruch Russlands. Wir verschwiegen aber auch nicht die Vorgeschichte des Krieges. Und wir stehen, wie das BSW in Gänze, für eine Beendigung auf Verhandlungsbasis. Das Sterben in der Ukraine muss beendet werden. Lieber heute als morgen.
»Vielleicht macht unser Beschluss ja Schule«
De Lapuente: Verbotszone für Bundeswehrsoldaten: Ich nehme aber an, wer in der Uniform durch Stadt läuft, weil er vom Dienst heimkommt, gilt nicht gleich als Werbeträger?
Rudolph: Selbstverständlich nicht. Wer sich für den Dienst in der Truppe entschieden hat, tut das aus unterschiedlichen Gründen, auch um einen Dienst für das Land zu leisten. Das ist zu respektieren.
De Lapuente: Noch blieb es verhältnismäßig ruhig, der Beschluss des Zwickauer Stadtrates ging noch nicht viral, wie man das heute sagt. Glauben Sie, dass die überregionale Presse diesen mutigen Schritt Ihrer Stadtdelegierten lieber nicht zu publik machen möchte?
Rudolph: Kann sein, vielleicht macht es ja Schule. Es wird ja nicht nur in Zwickau darüber diskutiert. Die Ablehnung zur Bundeswehrwerbung zieht sich durch breite Schichten der Bevölkerung, über Gewerkschaften, kirchliche Kreise und die Friedensbewegung bis hin zu Parteien, wie Die Linke und die SPD. Selbst die Grünen waren noch vor kurzer Zeit dafür.
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Ah, der Angriff war „Völkerechtswidrig“!
Wir stehen zur Bundeswehr die braucht Leute! kicher
Was wären wir ohne den Disclaimer!
Rien a ajouter Monsieur le BSW!
Prorussische Verbots-Zone 🤡
Waffenverbots – Zonen 🤡
Betreutes Denken = Demokratiefördergesetz 🤡
Einleitung:
„Im Stadtrat der Stadt Zwickau fand sich eine Mehrheit, die beschlossen hat, Bundeswehr-Werbung auf dem Stadtgebiet zu verbieten.“
Antwort:
„….Werbung für die Bundeswehr im Stadtgebiet ist nicht verboten. Lediglich innerhalb der Stadtverwaltung und in den kommunalen Unternehmen…“
Irgendetwas am Text irritiert, aber der Fehler will sich mir partout nicht erschließen. Sehr, sehr eigenartig und ein schlechtes Zeichen für meinen Intellekt.🤪
Ein, den alle bisherigen Kommentare zusammenfassenden, Nachtrag:
Obwohl sich dieses „Engagement für Frieden“ in Zwickau auf Örtlichkeiten bezieht, die NICHT von potentiellem „Personal“ frequentiert werden, wird dieses hier als Heureka verkauft und erachtet.
Respekt.👍
Dazu die üblichen „enttäuschten“ Ergüsse über das sehr junge BSW, welches zwar noch in den Kinderschuhen ohne bisherige Beteiligung steckt und NICHT frei sowie im luftleeren Raum agieren kann, aber immerhin jeden Sofastrategen animiert, auch eine fundierte politische Analyse herauszuwürgen.
Es nervt; es nervt prinzipiell – dieses urdeutsche Gejammere hinter vorgehaltener Hand, mimimi.
Aber schon die Alten wussten: „Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht.“
Mittlerweile scheint gar zu gelten: nichts (mehr) in der trägen Hand ist besser, als der Spatz auf dem Dach, den man noch fangen müsste.
Darum steht das Ergebnis der künftigen „Wahl“ längst fest; schließlich muss man sich für irgendwas entscheiden – im geistigen Notfall für Altbewährtes.
Und nein – dies ist kein Appell für dies oder jenes, sondern an ‚gesunden Verstand?‘. Sorry, Freudsche Fehlleistung 😭🤣🤣
Uuuups – muss natürlich sry wegen der massiven Einsparung an Buchstaben und Sonstigem heißen.🥺
„Unprovozierter, völkerrechtswiedriger Angriffskrieg“…Ab da habe ich aufgehört zu lesen!
Wer keinen Arsch in der Hose hat, diese Unterwerfungs-Floskel einmal NICHT zu gebrauchen, hat keinerlei Glaubwürdigkeit! Und wieder ein Minuspunt für das BSW….
Absolute Zustimmung. Sehe ich exakt genauso.
Was das BSW weiter angeht befürchte ich das es ihm ähnlich ergehen wird wie der AfD mit Bernd Lucke und Frauke Petry. Die Wahrscheinlichkeit das die Partei früher oder später gekapert wird ist sehr groß.
@Ronald
das Gleiche,
Der Gebrauch dieser Unterwerfungsfloskel ist im vorliegenden Fall umso widerwärtiger, als auch keine taktische Notwendigkeit vorlag. Was für ein armseliger Wicht. 😒
Das zieht sich durch, deshalb:
Werte Sahra, diese Arschkriecherei kann ich nicht unterstützen.
„Unprovozierter“
kann ich trotz Textsuche nicht auffinden?
@Dan
Es ist von einem „völkerrechtswidrigen Angriff Russlands“ die Rede und von einem „Völkerrechtsbruch“ Russlands“. Kommt letztlich auf’s gleiche ‚raus: Die Realität wird durch Mimen einer moralischen Überlegenheit verschleiert. So lässt sich keine Normalität in den Beziehungen zur RF wiederherstellen.
@ Ronald
👍👍👍!
Volle Zustimmung. Diese Floskel ist mir auch übel aufgestoßen. Damit macht sich das BSW unglaubwürdig.
Dem schließe ich mich ebenso an.
Wenn ich diesen schönen Bus sehe, kriege ich richtig Lust direkt an die Front zu fahren.
Das wäre doch ein schönes Geschäftsmodell.
Fahren sie mit diesem Bus direkt an die Front
Sozusagen als Direkthilfe,
Hier im Bus geht die Ausbildung direkt los. 😉
Es gibt übrigens Busanhänger:
https://de.wikipedia.org/wiki/Busanh%C3%A4nger
meist für Gepäck, Fahrräder usw., aber man kann die sicher auch für Leichen umrüsten. Der volle Anhänger wird dann einfach (nach kurzem Zwischenhalt beim Organspende-Center) irgendwo ausgekippt, wo keine Rohstoffe (Lithium!) oder Kameras im Weg sind.
Gezeichnet
Ober-Sanitätsgefreiter Cetzer
ich empfinde es als eine blanke unverschämtheit, dieses „julian röpke“ als einen journalisten zu bezeichnen. jihadi julian ist vermutlich konkurenzlos die niederträchtigste, unmoralischste, bösartigste und infamste „lebens“-form auf diesem unseren erdenrund.
👍👍👍
„völkerrechtswidrigen Angriffs Russlands…“ Ach ja?
Vor einiger Zeit hatte mein naives Ich mal kurz mit der Idee gespielt das BSW zu wählen. Betonung auf kurz. Mittlerweile ist das BSW für mich eine weitere Ermahnung dafür Nichtwähler zu bleiben.
Trotzdem ne nette Sache, die die Zwickauer da eingefädelt haben.
@ Ben
*****
Zumindest ein kleiner Tropfen auf dem heissen Stein des militaristischen Irrsinns…..
Der Wunsch nach Frieden scheint bei uns in der ehemaligen DDR insgesamt wohl mehr verankert zu sein als im Westen. Vermutlich wurden wir doch mehr in diesem Sinne erzogen. Insgesamt stehe ich dem BSW näher als der AFD. Daher werde ich sie auch wählen. Grüße aus M-V
Nun ja es hieß bei uns in der DDR auch immer „Für Frieden und Sozialismus seid bereit, immer bereit“ und der Frieden steht in diesem Spruch an 1. Stelle und ist hoffentlich auch im Denken verankert geblieben. Im Westen hingegen hat NATO Sprech über Jahrzehnte gewirkt und Sowjetunion wurde durch Russland ersetzt so dass der alte Feind im Prinzip geblieben ist. Elmar Theveßen hat sein Denken und das vieler westlicher Eliten & Journalisten ganz unverblümt bzgl. Trump und Ukraine geäußert: „Die gute Nachricht ist, es wird nicht sofort der Frieden ausbrechen“ und die Steigerung ist das keinem in der Illner Runde ein Kommentar zu diesem Bockmist einfiel. Wenn dieses Land noch einmal friedenstüchtig werden sollte dann geht die Revolution hoffentlich wieder im Osten los. Der Ostbeauftragte und die westdeutsch dominierten Medien werden hoffentlich den Osten nicht umerziehen können.
Dabei stanmt die Illner selbst aus der DDR. Die vergisst aber anscheinend um der Karriere Willen, dass ihr Heimatland sie zum Frieden erzogen hat.
Mein Vater war damals zeitweilig ihr Mathe-Lehrer und beschrieb sie als eifrige Schülerin.
Bravo, Zwickau!
Bund schaltet Bundeswehrwerbung bei privater Agentur -> diese mietet Flächen bei kommunalen Unternehmen. Abzüglich der Kosten für die private Agentur würde auf diese Art und Weise Geld vom Bund in die Kommune gepumpt. Geld was der Bund sowieso an die Kommune und die klammen ÖPNV etwa in Form von Subventionen zahlen müsste. Bundeswehrwerbung in Kommunalen Unternehmen soll aber jetzt verboten werden weil ja Bundeswehrwerbung im öffentlichen Raum böse ist.
Deshalb
Bund schaltet Bundeswehrwerbung bei privater Agentur -> diese mieten Flächen bei privaten Unternehmen. In dem Fall landen alle Werbekosten aus dem Staatshaushalt komplett bei privaten Unternehmen. Gut gemacht BSW, ich hoffe ihr habt schon ein Dankschreiben von STROER erhalten, denn diese oder ähnliche Unternehmen werden in Zwickau von den Beschluß profitieren. Nicht profitieren werden die kommunalen Unternehmen die eben andere Werbepartner finden müssen oder eben Preise oder ähnliches erhöhen werden.
Kapitalismus halt, wie immer…..
Vielleicht kapiert das auch mal irgendwann einer… lächel
Da sind wohl der Sahra noch`n paar mehr U-Boote – oder doch gleich Zerstörer? -durchgerutscht, ojojoiojoih?
Und alles gaaaaanz unbestellt und unprovoziert und am völlig ungeplanten Ort, der aufgehübschte ÖPNV zu Zwickau! Ei verbibsch!
Allerdings doch was Pooooositivws! Wenn der Lieblings-Kriegsminister aller Zeiten sein ganzes Sondervermögen für Marketing und Werbung auszugeben bereit ist (statt nach …. zu schicken) – warum eigentlich nicht?
Es dürfte klar sein nun das der Angriff nicht Völkerrechtswidrig war, nachdem Musk nun veröffentlicht hat das eine US Behörde die ganzen Biolabore weltweit betrieben hat aus dem mit hoher Wahrscheinlichkeit auch Corona entschlüpft ist..
Die Russen war an ihrer Grenze mit nicht wenigen dieser Labore konfrontiert ..
Kein Land der Welt ist verpflichtet mit Gefahren dieser Art sich abfinden zu müssen.
N’bißchen spät nach fast 5 Jahren!
So übel die Sache mit den US-Biolaboren in der Ukraine auch (gewesen?) ist, einen Präventivkrieg zur Abwehr dieser Bedrohung zu führen ist deshalb trotzdem nicht vom Völkerrecht gedeckt. Das Gewaltverbot des Völkerrechts steht dem entgegen.
Die bisherige offizielle völkerrechtliche Begründung Russlands für die Intervention in der Ukraine ist meiner Meinung nach völlig ausreichend.
Die Donbassrepubliken haben von ihrem Recht zur Selbstbestimmung Gebrauch gemacht, als sie sich von der Ukraine unabhängig erklärt haben. Das Recht zur Selbstverteidigung nach Artikel 51 der Charta der Vereinten Nationen ist eine dezidierte Ausnahme vom Gewaltverbot. Die Volksrepubliken durften sich also völkerrechtskonform gegen die ukrainische Aggression wehren.
Und sie haben Russland um Beistand gebeten, welcher ihnen gewährt wurde.
Das ist so ungefähr die völkerrechtliche Argumentation Russlands, die ich als Laie völlig plausibel finde.
Zumal es Anfang 2022 eine massive Zunahme des Beschusses des Donbass von Seiten der Ukraine aus gab.
Die akute Gefahr einer ukrainischen Großoffensive gegen die hoffnungslos unterlegenen Donbassrepubliken mit nachfolgender humanitärer Katastrophe stand zu befürchten.
Wer mehr Ahnung von dem Thema hat, darf mich gerne korrigieren, falls ich hier Blödsinn verzapft habe.
Korrekt. Bereits 2014 war das gewaltsame Vorgehen von ukrainischer Armee und rechten Milizen als „Antiterroroperation“ bezeichnet worden. In den 8 Jahren von „Minsk2“ kam es immer wieder zu militärischen Angriffen auf Wohngebiete, Sabotageaktionen an Infrastruktur und Terrorangriffen auf ostukrainische Anführer. Wie in Israel über die Palästinenser haben sich auch in der Ukraine Politiker und Journalisten menschenverachtend über die Bevölkerung der Ostukraine geäußert bis hin zu Absichten ethnischer Säuberungen. Angesichts der Truppenansammlung an der Kontaktlinie stand zu befürchten, daß man kurz davor war, diese Absichten auch umzusetzen.
Mich würde mal interessieren, ob dieses alberne ceterum censeo („völkerrechtswidriger Angriffskrieg“) eine Voraussetzung für die Aufnahme als Parteimitglied ist. Falls nicht, frage ich mich, warum es in der Öffentlichkeit ungefragt so bezeichnet wird. Nicht nur die Parteizentrale, auch so manches Möchtegernmitglied wird sich inzwischen fragen, ob es da auch richtig ist.
Ich bin kein Völkerrechtler, aber ich habe einmal in meinem Bekanntenkreis folgenden Vergleich gewagt:
In Südtirol, autonome Provinz Bozen, nördlichste Provinz Italiens geben ca. 70% der Einwohner Deutsch als ihre Muttersprache an. Die deutsche Sprache ist in der Verwaltung, in den Schulen und in den Medien der italienischen Sprache gleichgestellt. Wer dort mal Urlaub gemacht hat, fühlt sich wie in Deutschland. Schöne Gegend übrigens.
Nun stelle man sich einmal vor, die dort lebenden Menschen würden sich von Restitalien unabhängig erklären. Warum auch immer. Einfach mal angenommen. Und nun würde Italien anfangen, gegen die Menschen dort in der Provinz Bozen vorzugehen. Erst Repressionen, später sogar mit Waffengewalt. Würde jegliche Unabhängigkeitsbestrebungen unterdrücken. Es käme bei Unruhen zu ersten Todesfällen.
Und jetzt würden alle Länder drumherum nur zuschauen. Österreich schaut zu, Deutschland schaut zu. Die Schweiz sowieso. Alle Regierungen heben vielleicht den moralischen Zeigefinger, mischen sich aber ansonsten nicht aktiv ein. Nach weiteren Todesfällen bei diesen fiktiven Aufständen und Hilferufe der Aufständigen an die umliegenden Länder, verkündet schließlich der deutsche Bundeskanzler, dass die Aufständigen etwas verwechseln würden. Sie seien nicht Deutsche, sondern Italiener. Es handele sich um eine rein italienische Angelegenheit. Deutschland werde keinen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen Italien vom Zaun brechen. Damit müsst ihr alleine zurechtkommen.
Wie gesagt, bin kein Völkerrechtler, vielleicht hätte der Bundeskanzler sogar recht.
Aber viele in meinem Bekanntenkreis, denen ich das so erzählt habe, fanden das unmöglich, da hätte Deutschland sofort eingreifen müssen, so geht das doch nicht, das hätte man nicht einfach Italien überlassen können. Moralische Entrüstung.
Wenn wir jetzt die Vorkriegsgeschichte in der Ukraine nicht vollständig verdrängen, dann scheint mir, dass dieser Vergleich schon etwas passen könnte. Andere meiner Bekannten waren nicht dieser Meinung, es wäre was ganz anderes, was Russland da in der Ukraine macht. Die, die das sagten, hatten sich aber niemals ausführlicher mit der Vorgeschichte des Krieges in der Ukraine befasst, vornehmlich waren das die sehr alten Menschen. Denen mache ich das nicht zum Vorwurf! Diese vertrauen aus historischen Gründen immer noch blind dem ÖRR. (Bin „Westler“ ;-)) Und da erfährt man eben nichts über die Hintergründe des Krieges. Da gibt es nur den Russen, der sich unprovoziert aufgemacht hat, um ein neues Großreich zu errichten.
Das ist aber alles viel komplizierter. Und wer das sagt, der verharmlost und legitimiert keinen Krieg, sondern der will einen viel größeren verhindern. Viele ahnen nicht mal ansatzweise, von welcher Art die geostrategischen Überlegungen sind, die auch der Westen zurzeit anstellt. Weiß ich etwa mehr? Nö, aber ich halte mich nicht für ideologisch verblendet, bin bewusst nicht in Rüstungswerten investiert (weil das Meinung formt, könnte man auch sehr viel drüber schreiben…) und informiere mich mehrsprachlich vermutlich wesentlich breiter, als andere, da entsteht schon ein etwas erkenntnisreicheres Bild als die paar plakativen emotionalen Pinselstriche, mit denen uns der ÖRR und die, äh, „Leitmedien“ zukleistern.
Du hast vergessen, das die Sprache ja auch verboten wurde.
Hier ein Film zu genau dieser Problematik.
https://www.srf.ch/kultur/film-serien/neu-im-kino-bon-schuur-ticino-franzoesisch-pflicht-fuers-ganze-schweizervolk
deine Ausführungen sind völlig korrekt.
ich empfehle Leuten, die hier Verstaendnisprobleme haben die Lektüre des Buches “ Die Wahrheitssuche im Ukrainekrieg“ von Thomas Maier.
absolut seriöse Aufarbeitung der Entstehung des Konfliktes, der völkerrechtlichen Regeln aus im Westen frei zugänglichen Quellen.
Hinweise auf dieses Buch und die wertvolle Recherchearbeit des Autors wird in vielen Foren, außer hier bei Overtone, sofort durch Sperrung und Löschung bestraft!
Diese, so schön von einem Vorredner “ Unterwerfungsklausel“ genannte Formulierung des völkerrechtswidrigen Angriffskriegs ist die Brandmauer im Denken!
Die Leute , die eigentlich nur Frieden wollen, drücken sie dieses faschistoide Brandzeichen schnell selbst auf die Haut und ihr Denken.
, um den Kriegsgeiferern da draussen nicht sofort zum Opfer zu werden.
Dieser Mechanismus wurde bei Corona, dem militärisch geplanten und durchgeführten Verbrechen an er Menschheit perfekt eingeuebt.
Corona aus amerikanischer Biowaffe Produktion wurde als false flag gezündet um den Einsatz der eigentlichen Biowaffe “ modRNA in Impfstoffen“ zu ermöglichen.
Nach diesem „Erstschlag“ dann der finale Krieg um Ressourcen Ausbluten der Konkurrenz und Beseitigung von Nutzlosen Essen, die den Eliten das Futter ihres Luxus weg knabbern.
die vom BSW winden sich, wie ein Wurm in der Sonne, wenn man sie mit diesen Fakten konfrontiert.
Sie wissen ganz genau, das sie das Geschäft des Gegners betreiben.
Ich kann die Bundeswehr wegen grob irreführender Werbung leider nicht verklagen bzw., genauer, abmahnen. Nach dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) aufgrund irreführender Werbung wäre ich folglich schon Millionär, wenn ich denn als Privatperson abmahnberechtigt wäre. Leider sind hier diverse Verbraucherschutzzentralen und -organisationen auch nicht zuständig.
PS: Ich hätte die Werbung der Bundeswehr übrigens nicht verboten, sondern mit kriegsuntüchtigen Motiven flankiert. Beispielsweise mit Fotos ukrainischer Kriegsversehrter mit ‚schicker‘ Beinprothese und Politikern. Slogan: ‚Dank Prothesen boomende Wirtschaft‘, oder ‚Sozial ist, was Arbeit schafft‘.
Stell mal vor du erzählst dem jugendlichen Sohn Deines Nachbarn einseitige Geschichten über deinen persönlichen Konkurrenten, zB „der hat mich angegriffen und bestohlen“ wohlwissend weglassend, dass du selbst es warst, der den Konflikt begonnen hat 2014. Auf die Frage, warum du keinen geordneten Weg des Rechtstaats gehst um den Konflikt zu entschärfen erzählst du dem Jungen, dass der Konkurrent das nicht versteht, sondern nur die Sprache der Gewalt verstehe. Auf die ablehnende Positionierung des Jungen gegen die Gewalt, antwortest du mit „Frieden findest du auf dem Friedhof“. Das Ziel ist klar…du willst deinen Nachbarsjungen dazu verleiten die Drecksarbeit für dich zu machen.
Was ich sagen will? Wenn in den Medien eine Meldung dieser Art käme „er hat mit perfiden und manipulativen Methoden versucht den Nachbarsjungen zu der Gewalttat anzustiften, dazu hat er Dinge erzählt, die der noch jugendliche Täter nicht voll einordnen konnte“…. jeder würde klar sagen „was ein mieser Erwachsenener, der den Jugendlichen für seine Zwecke eingebunden und dazu manipuliert hat“….. Es wäre auch bereits da klipp und klar eine Straftat, wo er es VERSUCHT den Jungen zur Gewalt zu animieren. Das wäre für jeden einleuchtend. Doch warum legen wir die gleichen Maßstäbe nicht an unsere Politik und Medien, bisweilen auch Institutionen an?
Anders gesagt: solange sich die Bundeswehr nicht auf den Grundlagen der Rechtstaatlichkeit bewegt, sollte es ihr tatsächlich verboten sein Jugendliche für ihre unaufrichtigen Interessen einzuwerben. Ja, es sollte eine Straftat sein. In der Ukraine ist wegen solcher Methoden jetzt ua ein jugendlicher Brite binnen weniger Minuten seines ersten Einsatzes zu Tode gekommen. Ich bin dafür westliche Politiker dafür vor ein anständiges (kein westlich-befangenes) Gericht zu stellen.
Wir brauchen eine Zeitenwende hin zu Rechtstaatlichkeit. Politiker dürfen sich nicht mehr im rechtsfreien Raum bewegen!!!!
sehr richtig!
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👏👍👍👍
Danke für diesen brillianten, absolut zutreffenden Beitrag!
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Sehr gern geschehen!
🙂
Guten Abend Altlandrebell.
Viel Text; dennoch bleiben zumindest für mich Fragen offen:
– Wenn keiner mehr wählen ginge, was illusorisch ist, außer z.B. 2 Mio Grün-, Gelb- oder Schwarzlinge, wäre dies dann ein 100%iger Wahlsieg? (weiß es tatsächlich nicht, da hypothetisch.)
– Was könnte sich, gemessen am IST, Ihrer Meinung nach JETZT tatsächlich ändern lassen, ohne die Theorien toter Männer zu bemühen?
– In welcher Weise sehen Sie die seit Äonen bestehenden Verflechtungen/Verkrustungen entwirrbar, um eine unvorbelastete Basis entsprechend Ihren Vorstellungen zu schaffen?
Vielleicht haben Sie kurze, prägnante aber erhellende Lösungsvorschläge, da mein Fazit bleibt: der Drops ist gelutscht, rien ne va plus!
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Gerade, was die letzten 4 Absätze betrifft, würde ich Ihnen eigentlich unbedingt zustimmen wollen.
„Den bestehenden Institutionen und ihren Geboten (ePA, Bargeldverzicht, Zwangsdienste, Wahlen…) muss sich nach Möglichkeit verweigert und ihnen gewaltfreie, nicht-hierarchische, alternative Gemeinschaften gegenübergestellt werden, in denen Menschen frei von den Doktrinen von Markt, Staat und Tempel leben können. Es müssten sich Gleichgesinnte finden, vernetzen und treffen“. Auf jeden Fall…und genau daran hapert es eben auch wieder.
Denn diese Bereitschaft ist bis auf einige wenige eben nicht wirklich vorhanden. Und das sage ich nicht als ebenso notorischer Pessimist; das ist schlicht die Erfahrung aus vielen Jahren. Ich bin mir nicht sicher, ob selbst sogenannte „kritisch“ denkende Menschen insgesamt etwas verändern wollen (und damit meine ich keinerlei wie auch immer geartete „Revolutionen“, sondern eine wirklich alternative Lebensweise – ein paar Dinge haben Sie diesbezüglich ja schon benannt) oder ob es Ihnen ausreicht, sich ab und zu in irgendeinem Forum mal auszukotzen und ansonsten aber weitestgehend weitermachen wie bisher.
Meine persönliche Erfahrung ist darüberhinaus die, daß viele es schätzen, wenn man Ihnen wirklich zuhört, ihnen Empathie/Verständnis entgegenbringt, nachfragt – aber daß dies keine Einbahnstraße ist bzw. sein sollte, realisieren sie dann nicht. Da ist schon sehr viel Eigenbezogenheit und Drehen um sich selbst dabei – eine Zeitlang dachte ich, das wäre v.a. ein Merkmal meiner Elterngeneration (die sogenannten „Kriegskinder“); mittlerweile habe ich den Eindruck, daß es einen Großteil der Gesellschaft betrifft.
Deshalb glaube ich auch nicht, daß sich an den derzeitigen Zuständen so schnell etwas ändern wird – das würde, wie gesagt, Empathie, Reflexion, Einsicht, überhaupt den Willen, zu verstehen und ggf. etwas zu ändern, voraussetzen. Und dies kann ich beim besten Willen höchstens in minimalem Ausmaß erkennen.
Dieser Kommentar wurde auf Wunsch des Autors gelöscht.
Hm, hatte Ihnen eigentlich eine Antwort geschickt, aber die scheint im Orkus verschwunden. Naja, vielleicht taucht sie beizeiten wieder auf…
Zum PS : auch die anderen drei Bände (und natürlich „Nietzsche, Hitler und die Deutschen“, etc.) halte ich für lesens- und bedenkenswert. Und die starren mich im Regal eigentlich nicht böse an, sondern lächeln mir eher zu…😉
@ Brian: Sehr gut wie du hier Altlandrebells Text quasi ergänzt, vielleicht fehlende Aspekte herausarbeitest.
@ Altlandrebell: diese beiden längeren Posts hier von Ihnen haben mir noch einiges von Ihrem Denken erzählt, was ich bisher noch nicht wusste. Da waren ein paar gute Dinger drin, denen ich mich sofort anschließen würde.
z.B:
Davon abgesehen bin ich kein Freund von repräsentativen oder direktdemokratischen Demokratien, da sie auf dem Mehrheitsprinzip basieren. Das ist dieses Mitt-Romney-Konzept – wir sind die (bestenfalls) 51 % und sagen dem Rest wo’s langgeht. Ob’s dem jetzt passt oder nicht!
Ja, so sehe ich das auch. Ist auch erstaunlich wie viele 51 zu 49 oder 48 zu 52 Entscheindungen es gerade immer häufiger gibt. Dass dabei nur Unsinn herauskommen kann, wenn einmal die eine Hälfte und beim nächsten Mal die Andere regiert, liegt eigentlich auf der Hand. Am Ende führt es natürlich auch zwangsläufig dazu, dass ein Regierungswechsel keine wirkliche Änderung mehr bringt.
Zu einigen, eher philosophischen Aspekten hätten ich auch eine ganze Menge zu sagen, da sehe ich ein paar Dinge etwas anders. Doch das auszuformulieren fehlt mir gerade absolut die Zeit. Verfüge bei weitem nicht über Ihr Schreibtempo. Aber ich sammle mal und kann bei gegebener Zeit dazu mal länger schreiben.
Grüße euch beide.
@Two Moon
Vielen Dank !
Auch wenn ich nicht immer Ihrer Meinung bin (wäre ja auch langweilig), so gehören Sie doch (neben ALR, Prosecco, vielen anderen und – man soll es nicht meinen – auch dem Panikrocker) zu den Personen, die ich gerne einmal persönlich kennenlernen würde. Nicht, um auf Brüderschaft anzustoßen. Sondern einfach einfach mal, um zu erfahren, was für ein Mensch dahintersteckt.
Und eben gerade, was die „philosophischen Aspekte“ betrifft, könnte man sicher trefflich diskutieren. Gerne auch mit einem Barolo, Chianti, Rioja, Kölsch, Pils oder was auch immer…😉
@Altlandrebell
Danke für die ausführliche Antwort.
Wie an den nachfolgenden Kommentaren zu erkennen, ist bzw. bleibt das fehlende, aber wichtigste Stück jedoch das WENN (dies oder jenes so oder anders wäre).
Fakt jedoch: letztendlich ist sich (meist) der Einzelne selbst der Nächste und ein Angehöriger vom ‚Staate Nimm‘ – mittlerweile unverhohlen und exzessiv, kontra andere und jeden. Außer natürlich, man kann durch irgendeiner Form der Andienung partizipieren.
Da ist Hopfen und Malz verloren; und die menschlichen Ausnahmen werden durch und von der Masse auf- und zerrieben.
Das Beschreiben/Erfassen eines Zustandes und die sich daraus ergebenden Konsequenzen haben übrigens NICHTS mit (gern unterstelltem) Pessimismus zu tun, sondern nennt sich schlicht: Realismus/gern auch Pragmatismus!
Denn wenn z.B. einer mit dem Wissen vom Hochhaus springt, dass er dies nicht überleben wird, ist das zutreffend, da realistisch. Pessimismus wäre hier völlig unangebracht.😉
P.S. Habe auch keine Affinität zu den Theorien ‚toter Frauen‘! 😂
Sehr erfreulich.
Mal ein Zeichen gegen die Kriegstreiberei.
hab kürzlich über einen Bundeswehrsoldaten gelesen, der im Herbst mehrere Monate im Knast sass,
weil er sich nicht mittels Coronaspritze vergiften lassen wollte.
Echt erschütternd. wie Dreck behandelt.
Nunja… Sofern die Bundeswehr so viel Werbung machen darf wie sie will, führt das vielleicht zu einer höheren Mobilisierungsrate unter den Auszubildenden und um die erwünschte Kriegstüchtigkeit zu erzielen, benötigt unser Gewaltmonopol vor allem blutjunge Rekrut:Innen und Rekruten, die in dieser Hinsicht noch über eine unverdorbene Begeisterungsfähigkeit, Formbarkeit und Leistungsbereitschaft verfügen. Wer die militärische Laufbahn ergreift, sollte sich darüber im Klaren sein, dass es an der Ostfront kein Zurück mehr gibt. Dort und nicht in vermufften Kasernen entscheidet sich das Schicksal unseres Rechtsstaates.
»In Zwickau ist der Wunsch nach Frieden fest verankert« – wie ein Luftballon, der nicht weg kann.