Zerfällt die alte Weltordnung?

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Die globale Ordnung steht vor einem historischen Bruch. Während westliche Staaten an überholten Dogmen festhalten und ihre eigenen Regeln zunehmend selektiv auslegen, fordert der Globale Süden Mitsprache und Gerechtigkeit ein.

Roberto De Lapuente sprach mit dem Wirtschaftswissenschaftler und Ökonomen Patrick Kaczmarczyk.

Dr. Patrick Kaczmarczyk ist Wirtschaftswissenschaftler am Kompetenzzentrum für Transformationsforschung der Universität Mannheim. Neben seiner wissenschaftlichen Arbeit übernimmt er regelmäßig wirtschaftspolitische Funktionen: Er war stellvertretendes Mitglied der Expertenkommission der Bundesregierung zur Reform der Schuldenbremse und Sachverständiger im Deutschen Bundestag. Vor seinem Engagement in Mannheim arbeitete er in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit, unter anderem für die Welthandels- und Entwicklungsorganisation der Vereinten Nationen (UNCTAD). Dort war er in den Bereichen Schulden- und Entwicklungsfinanzierung sowie in Projekten in Ostafrika und im Nahen Osten tätig. Zudem war er Leiter für volkswirtschaftliche Grundsatzfragen beim Wirtschaftsforum der SPD in Berlin. Kaczmarczyk ist regelmäßig als Experte in führenden Medien präsent und kommentiert wirtschaftspolitische Entwicklungen im Rundfunk, Fernsehen und in der Presse. Seine Promotion erlangte er an der Universität Sheffield.

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Die Redaktion unseres Magazins: Florian Rötzer und Roberto De Lapuente.
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23 Kommentare

          1. Nein, die Chinesen sind tatsächlich arm und müssen leider arbeiten –
            aber wir sind einfach noch ärmer und arbeiten leider auch für immer weniger –
            und dümmer sind wir noch dazu.

      1. @ Krauterer
        Ideologien in einfacher Sprache.
        Beim „Kommunismus“ soll keiner reich werden.
        Beim „Sozialismus“ sollen alle das Gleiche bekommen.
        Beim „Kapitalismus“ sollen alle arm bleiben..

        Capice?

        Außerdem, möchte ich gar kein Sozialismus, hatte ich auch nirgendwo erwähnt.
        Nur die Anarchie macht wirklich frei!
        Keine Herren
        Keine Sklaven
        Mit einem bißchen Medienkompetenz kannst Du Dich noch ein wenig mehr schlau machen. 😉

        1. Ach man hätte durchaus auch Sozialismus besser gestalten können damals ..
          DDR hatte durchaus viele Sachen, denen Ich durchaus einiges abgewinnen konnte …
          Nur die Krux war eben , das der W2K sein Geburtshelfer war , und dessen eigentlicher Gewinner die „Gegenseite“ sponserte..

      2. Die alte Weltordnung ist längst zerfallen!
        Leicht zu sehen, wie ich finde!
        Und die alte Weltordnung war nun auch nicht das Gelbe vom Ei, da war auch schon zuviel USA drin!
        Vielleicht nehmen die sich daher das Recht heraus, diese zu zerstören.
        Denn zerstören tut sie der Feind der Menschheit, unser aller Feind, die Pest des Planeten und das sind die USA!

      3. @der Krauterer: Steile Behauptung, irgendwelche Belege?

        Und da aktuell weltweit mehr oder weniger überall Kapitalismus herrscht: Warum lebt denn nach wie vor so eine riesige Zahl an Menschen in bitterster Armut?

  1. Tja, wenn man sich nur aus der eingefahrenen Denkweise lösen könnte!
    Die richtige Frage wäre nicht „Sozialismus“ oder „Kapitalismus“, die wir schematisch nach altem Muster stellen, also Veränderungen im gesellschaftlichen Überbau, sondern nach der Produktionsweise und wie man dahin gelangt. Denn die alte Frage ist die nach einer formellen Regierungsform, die dann den Anspruch erhebt, Sozialismus zu sein, aber die Produktionsverhältnisse nicht betrachtet.

    1. was für ein Geschwurbel- oh sorry, ich wollte diesen Corona Hate Speech nicht mehr benutzen.
      Aber diese Verwirrung macht müde. Kapitalismus ist Herrschaft von Wenigen über die Vielen. Den meisten wird die Welt geraubt, und die Räuber machen die Regeln und bestimmen wer leben, wer Sterben soll.
      Die Sozialisierung der Produktionsmittel und Grund und Boden, der Flächen zur Lebensmittelproduktion und und die Freiheit in der Bildung ist der Feind der Eliten, weil sie inzwischen nicht nur alles materielle an sich raffen wollen, sondern in ihrem rasenden Sadismus und Hass auf alles Lebendige, auch in die Köpfe der Menschen wollen. Wie in dem Film „Brasil“ der subversive Klempner( Robert de Niro in seiner besten Rolle) wollen sie die Gehirne der Machtlosen mit Scheisse fluten.
      Der Film lohnt sich, damals Satire, heute Dokumentation.

  2. Das generelle Problem ist, dass der außer Kontrolle geratene Raubtierkapitalismus nicht nur den globalen Süden zerstört, sondern jegliche Ordnung untergehen wird.

    Dieser Vorgang wird sich bald nicht mehr schleichend abspielen, sondern Kriege in allen Teilen der Welt auslösen; auch und gerade hier in Europa (was nicht ganz unwillkommen ist)
    Alternativ wird innerhalb weniger Jahre der globale Kapitalmarkt kollabieren, da die Zinsforderungen aufgrund des Buchgelds nicht mehr erfüllbar sind. (und der globale Süden lässt sich nicht mehr ausplündern und vergewaltigen)

    Eine Transformation kann es also nur dann geben, wenn die aktuellen Missstände und Auswüchse samt Wurzel ausgerissen werden und man dauerhaft einen Riegel vorschiebt
    (z. B. Ersatzlose und dauerhafte Rücknahme der internationalen Finanzmarktgesetze. Begrenzung der Banken auf deren eigentliche Funktion. Verbot von Spekulation mit Grundnahrungsmitteln, um nur eine kleine Auswahl zu nennen)

    Leider gibt es hierzu weder in der Politik noch bei den Menschen Ambitionen diese Missstände zu ändern und somit wird das Absehbare passieren.
    Ab 2030 können wir uns im Stundentakt auf Krieg einstellen.

      1. Vielen Dank für den Hinweis
        Ich habe mir eben mal einiges angesehen und bin dabei auf folgenden Absatz gestoßen

        „Notfall-Kapitalismus“

        In seinen polit-ökonomischen Schriften verwendet Vighi den Begriff Notfall-Kapitalismus. Beispielsweise hätten die Lockdowns der COVID-19-Pandemie nicht Menschen geschützt und der Wirtschaft geschadet, sondern umgekehrt die Wirtschaft gerettet und menschlich eine Verwüstung angerichtet. Durch zur Bewältigung existentieller wirtschaftlicher Krisen habe man immense Geldmengen in Umlauf gebracht, was zur Gefahr einer Hyperinflation führte. Diese Gefahr sei dadurch kontrolliert worden, dass man die Realökonomie drosselte. Die Lockdowns hätten genau diesen Effekt gehabt. „Sie zögerten die Inflation hinaus, die man durch die monetäre Flutung der Finanzmärkte verursacht hatte. Die Folgen der Geldschwemme ließen sich so besser kontrollieren. In dieser Hinsicht kam Covid mehr als gelegen.“

        Perfekter kann man den perfiden Raubtierkapitalismus nicht beschreiben

        1. Man könnte Kryptowährungen auch dazu rechnen (sind zufällig 2009 aufgetaucht) die nehmen enorme Summen an Geld auf und machen eigentlich sonst nichts.
          Derzeit 2,74 Billionen Dollar

  3. Warum wird immer um den heißen Brei herumgeredet?
    Der Kapitalismus hat die Entwicklung des Globalen Südens be- und verhindert. Der Wohlstand der Menschen im Westen beruht auf der Ausbeutung der kolonial unterdrückten Länder.

  4. „Freihandelstheorie“ ist Mist. Und Ricardos komparative Kostenvorteile beschrieben ein System der „Arbeitsteilung“, die dem schwächeren Teil die Rolle des Verhungerns zuwies. Ich empfehle Michael Hudsons „Der Sektor“.
    Mir gefällt auch nicht die Tendenz „wir armen Deutschen“, die bösen Grossmächte.

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