Kann Migration gezielt eingesetzt werden, um Staaten politisch unter Druck zu setzen? Mit Sandra Kostner sprechen wir über das Jahr 2015, die damalige deutsche Grenzpolitik und darüber, was Europa aus der Flüchtlingskrise gelernt hat – oder eben nicht. Denn längst endet europäische Migrationspolitik nicht mehr an den eigenen Außengrenzen.
Sandra Kostner analysiert Migration nicht allein als humanitäre oder innenpolitische Frage, sondern auch als Instrument internationaler Machtpolitik. Das Gespräch führt von der deutschen Migrationspolitik des Jahres 2015 über die europäischen Außengrenzen bis nach Ceuta – und zu der Frage, welchen Preis Europa dafür zahlt, wenn es die Kontrolle über Migration von der Kooperation mit Drittstaaten abhängig macht.
Sandra Kostner ist Migrationsforscherin und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Migration, Integrationspolitik und gesellschaftlichen Konflikten. In ihren Veröffentlichungen setzt sie sich unter anderem mit den politischen und gesellschaftlichen Folgen der deutschen Migrationspolitik auseinander.




Ein wichtiges Thema, das allerdings für so manche Zeitgenossen einen völlig neuen Blickwinkel zu bedeuten scheint. Hybride Kampfmaßnahmen.
Lohnend zum Thema übrigens auch die in eine ähnliche Richtung zielende Erörterung von Friederike Beck mit dem Titel „Die geheime Migrationsagenda. Wie elitäre Netzwerke mithilfe von EU, UNO, superreichen Stiftungen und NGOs Europa zerstören wollen“ (2016)
https://archive.org/details/die-geheime-migrationsagenda-friederike-beck/page/n1/mode/1up