Mit dem Wörterbuch „Links-Deutsch / Deutsch-Links“ haben Pauline Voss und Julian Reichelt eine hitzige Debatte ausgelöst. Der Sammelband versteht sich als Beitrag zum aktuellen Kulturkampf – und polarisiert entsprechend.
Im Gespräch mit Roberto De Lapuente spricht Pauline Voss darüber, ob sie etwas gegen links hat und warum gesellschaftliche Debatten immer härter geführt werden – und ob es noch Raum für Verständigung gibt.
Pauline Voss ist Journalistin und Chefredakteurin bei NIUS. Gemeinsam mit Julian Reichelt gab sie das Buch „Links-Deutsch / Deutsch-Links“ heraus.




„Im Gespräch mit Roberto De Lapuente spricht Pauline Voss darüber, ob sie gegen links hat*….“
*ist-Fehler im Original
Naja, naturgemäß sind Rechtsextremisten gegen Links. Also was will Her Lapuente tatsächlich von Ihr wissen? Oder will er einfach nur Werbung für das rechtsxtreme Medienportal Nius Machen?
Als ideologisch materialistisch eingestellter Mensch halte ich „Kulturkampf“ für überflüssig. Schlimmer noch, er dient als Ablenkung von den wirklichen Abhängigkeitsverhältnissen.
Die Kapitalisten reiben sich die Hände solange „Linke“ und Rechte“ (oder „Demokraten“ und „Faschisten“) mit ihrem Kulturkampf beschäftigt sind. Sie (die Kapitalisten) haben so freie Bahn um ihre Agenda in der „großen“ Politik durchzusetzen.
Inzwischen dürfte auch der „Kampf gegen rechts“ in diesem Sinne instrumentalisiert werden.
Das wichtige Wort dabei ist „KULTURKAMPF“. Auch der Rassist, Antidemokrat, Antisemit, Nationalist, Sozialdarwinist und braune Rechtsextremist Adolf Hitler hat die wertewestliche „Kultur“ gegen die „Barbaren“ im Osten (=Russland) verteidigt.
Wann endlich kapieren das die woken, veganen, queeren, regenbogenfarbenen Genderpeople of Colo(u)r, die sich selbst immer noch als „Linke“ bzw. „links“ bezeichnen, nicht? Es hilft einer alleinerziehenden Putzfrau, die in Berlin oder wo auch immer eine bezahlbare Wohnung sucht, nicht dabei, ein bezahlbare Wohnung zu finden, wenn man sie als „Reinigungsfachkraft (m/w/d)“ bezeichnet und sie keine Schinkenwurst mehr kauft, sondern nur noch vegane Veggieburger mit veganer Soße, veganer Tomate, veganem Käse und veganem Salatblatt.
Links ist man nur dann, wenn man die SOZIALE FRAGE stellt und beantwortet und diese soziale Frage wird von den „Linken“ nicht mehr gestellt gescheige denn beantwortet, und die Rechten wollen die soziale Frage, die KLASSENFRAGE, nicht stellen.
Auch der große Braune aus Braunau am Inn und bislang größte Terrorist der deutschen Geschichte hat diese Frage 1933 nicht gestellt. Im Dritten Reich gab es nur zwei Klassen, die „Elite“ (= herrschende Nomenklatura), alles andere wurde gleichgeschaltet: die Medien, die Parteien, die Gewerkschaften, die Schulen, die Universitäten, die Kirchen usw. Woran erkennt man Sozialdarwinisten?
Rechte Sozialdarwinisten hetzen die Geringverdiener gegen die Arbeitslosen auf.
Rechte Sozialdarwinisten wollen die Rente und das Krankengeld kürzen.
Rechte Sozialdarwinisten treten nach unten und buckeln und schmieren „Superreichen“ wie Elon Musk Honig ums Maul nachdem sie ihm die Schuhe geputzt und blank geleckt haben.
Rechte Sozialdarwinisten bezeichen das Dritte Reich inkl. Zweitem Weltkrieg, Holocaust, Euthanasie und den Leichenbergen 1945 als „Vogelschiss“ der deutschen Geschichte.
Rechte Sozialdarwinisten haben auch kein Problem damit, wenn im Winter allein in Hamburg 15 Obdachlose erfrieren.
Diese rechten Sozialdarwinisten geht es nämlich grundsätzlich am Hintern vorbei, wenn Obdachlose auf der Straße dahinvegetieren und die „Superreichen“ immer reicher und reicher und reicher werden.
Rechte Sozialdarwinisten haben auch kein Problem damit, wenn sich schwerreiche Kriminelle auf Kosten der Allgemeinheit Steuern in Milliardenhöhe erstatten lassen, die sie vorher nie gezahlt haben.
Diese rechten Sozialdarwinisten sind aber immer dagegen, wenn der gesetzliche Mindestlohn um lausige 20 Cent pro Stunde erhöht werden soll.
Und diese rechten Sozialdarwinisten schreien lautstark auf, wenn der Weihnachtsmarkt in „Wintermarkt“ umbenannt werden soll. Manche dieser rechten Sozialdarwinisten bezeichnen sie selbst sogar als „konservativ“ und/oder „bürgerliche Mitte“ oder „christlich“. Man kann darüber spekulieren, welche Partei Jesus Christus, wenn er 2026 leben würde, wählen würde. Aber sicherlich nicht die rechten Sozialdwarwinisten oder die Scheinheiligen der Bürgerlichen Mitte mit diesem „C“.
Ihr Kommentar ist von erhabener Komik, Sie haben es allerdings versäumt, den fehlenden Hoden des Führeres zu erwähnen. Haben Sie sich dieses entscheidende Teil für den nächsten Beitrag aufgehoben ? Gedacht haben Sie allerdings an die erfrorenen Obdachlosen, die vielen Hitzekollabierten, verursacht durch “ rechte Sozialdarwinisten“ sind Ihnen aber entgangen. Dafür muß ich sie leider tadeln.
So gut wie nichts Substantielles trennt die „rechte“ Pauline Voss (und NIUS) von ihrer angeblich woke „linken“ Antipode.
Weder das volksgemeinschaftliche „WIR“ und ihre „natürliche Ordnung“ von „Oben und Unten“, noch der demokratische Klassenstaat und seine schönen marktwirtschaftlichen Grundlagen wie Resultate.
So what?
„Beitrag zum aktuellen Kulturkampf“
Ich lasse wie üblcih meinen KI -Freund kommentieren:
>32 Autorinnen und Autoren um Gregor Gysi haben in einem offenen Brief den Westend Verlag verlassen. Der Auslöser für den kollektiven Austritt war die Veröffentlichung eines Buches aus dem Umfeld des Portals Nius. Die Unterzeichner werfen dem Haus eine ideologische Kehrtwende sowie eine Öffnung nach rechts vor.
Die Hintergründe des Protests und die Reaktionen im Detail:
1) Der Auslöser: Das Buch »Links – Deutsch / Deutsch – Links« (herausgegeben von Pauline Voss und Julian Reichelt).
2) Die Kritik: Dem Verlag wird vorgeworfen, das eigene Spektrum bis hin zu extrem rechten Positionen erweitert und sich einem „Rechtsruck“ geöffnet zu haben.<
Etwas anderes als ad hominem haben die Austreter nicht vorzubringen? Reichelt finde ich zwar auch doof, aber das Buch von Frau Voss zeigt ja den Wandel des politischen Links auf. Der hat ja offensichtlich stattgefunden und sie ist nicht die erste, die darüber schreibt, daß Linke heute sich meistens an Äußerlichkeiten hochziehen statt konkrete Maßnahmen zu ergreifen. Viel wichtiger als das Los des Proletariates zu verbessern ist es auf politisch korrekt gegenderte Sprache zu achten und alle die dem nicht folgen als Nazis zu beschimpfen. Weil solche Machtspielchen so viel wichtiger sind als Probleme anzugehen.
Das Bild zum Artikel führt auf jeden Fall einen „Kulutrkampf“ gegen die deutsche Rechtschreibung. 😀
Na die Dame irrlichtert teils aber auch ganz schön durch die Gegend. Beispiel NATO, wo sie einfach übergeht, daß diese auch ohne die USA über 1 Billion Euro für „Verteidigung“ ausgibt und damit entweder nicht schutzlos sein kann, oder auch mit hundert Billionen schutzlos wäre. Oder beim Thema Ukraine, wo man fragen müßte, wie gerecht die Unterstützung einer Kriegspartei sein kann, wenn man den Krieg selber maßgeblich provoziert hat. Es ist ja eben nicht so, daß Don Wladimir aus heiterem Himmel erschien, um das arme Land zu unterjochen. Oder auch die NATO Osterweiterung, was eben nicht nur eine Sache zwischen dem Anwärter und der NATO ist, sondern natürlich Interesse von Dritten berührt, wenn man denen damit Atomwaffen direkt vor die Tür stellen möchte (war ja schon in der Kuba-Krise nicht anders).
Wo sie jedoch absolut Recht hat, ist die Auffassung, daß ein Journalist die Aufgabe hat, kritische Fragen zu stellen, als Rechtsausleger auch der AfD, wenn es dann soweit ist, daß sie regiert. Ob sie das freilich dann auch tut, bleibt abzuwarten
Das Buch von Reichelt und Voss „Links – Deutsch / Deutsch – Links“ bietet nichts Aufregendes; aber dennoch lange Überfälliges, da es enttarnt.
Denn: Wir alle sind von Informations- und Meinungs- und Diskurs-Dogmatikern umgeben in den ÖRR sowie in den Parteien; allen voran bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Der hier aufkeimende Gesinnungsterrorismus bereitet mir größte Sorgen.
Beispiele
1)BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Fanziska Brantners Rede beim IM/PULS-Forum für Zukunft ( 2026 ) unter der Überschrift „Frei sind wir nur als wir“ ( https://cms.gruene.de/uploads/assets/20260527_IMPULS_Programm_A4_3.pdf ).
Hier Brantners schreckliche, faschistoide Rede: https://www.youtube.com/watch?v=mW-PbavvCx0 ( Frei sind wir nur als wir – IM/PULS Rede von Franziska Brantner am 29.05.2026 ).
Die Nationalsozialisten nennten es : „Du bist nichts, dein Volk ist alles“ ( https://www.dhm.de/lemo/kapitel/ns-regime/innenpolitik/reichsparteitag ).
2)Anna Lührmann ( MdB ), stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Digitalisierung und Staatsmodernisierung.
Was die Liberalen meinen, das ist aber auch nicht besser: „Du bist alles, dein Volk ist nichts“.
Abschließende Bemerkungen
Ich für meinen Teil perzipiere NiUS u. a. aus diesem Hause sehr regelmäßig; wie auch „Apollo“. Warum?:
1) ‚Morgens darüber informiert werden, was abends ab 19:00 Uhr verschwiegen wird.‘ Genialster Slogan, der voll ins Schwarze trifft.
2) Andere Meinungshorizonte
3) Andere Informationshorizonte
4) Ralf Schuler und Alexander Kissler: genialst! Richtig substantiierte Interviews!!!
5) Julian Reichelt: ein nerviger, narzisstischer Vollblutjournalist; hyperintelligent; Rampens**; originell, sehr originell.
6) Medien- / Journalismusgenialität als „Glasperlenspiel at its best“: Reichelt und Mannhart am vergangenen Samstag
a)“Linke attackieren NIUS und Apollo News in Berlin. Wir waren vor Ort“
https://www.youtube.com/watch?v=Jr8dFTCp2kI
b)Wir haben die Antifa konfrontiert und das ist passiert
https://www.youtube.com/watch?v=Eh_QQyHA23o
Kann Journalismus besser?
Dennoch:
1) Die neoliberal-libertäre Wirtschaftsdoktrin à la Trump von NiUS lehne ich kategorisch ab.
2) Immer das – letztliche – Herumhacken auf Arbeitslose, sozial Schwache ( die wohl etwas falsch gemacht haben ) widert mich an.
3) „Gemeinwohl“ und „Größtmögliches Weltwohl“ spielen bei NiUs keine Rolle, keine Rollex nicht. Auch das nervt sehr. Auch derlei lehne ich natürlich kategorisch ab.
Über das was sich heute alles links nennt kann man schon bei Marx und Engels nachlesen: „Ein Teil der Bourgeoisie wünscht den sozialen Mißständen abzuhelfen, um den Bestand der bürgerlichen Gesellschaft zu sichern. Es gehören hierher: Ökonomisten, Philantrophen, Humanitäre, Verbesserer der Lage der arbeitenden Klassen, Wohltätigkeitsorganisierer, Abschaffer der Tierquälerei, Mäßigkeitsvereinsstifter, Winkelreformer der buntscheckigsten Art. Und auch zu ganzen Systemen ist dieser Bourgeoissozialismus ausgearbeitet worden.“
Wie man unschwer erkennt haben die beiden schon vor 180 Jahren erkannt zu welcher Truppe die wirklich gehören.