Was ist vom Christentum geblieben, wenn Kirchen sich dem Zeitgeist anpassen?
Im Gespräch mit Pfarrer Jürgen Fliege geht es um Glauben und Frömmigkeit, aber auch um den Zustand der beiden großen christlichen Kirchen in Deutschland. Und um die Frage, ob Demut heute vielleicht gerade deshalb so fremd wirkt, weil der moderne Mensch kontrollwütig ist.
Jürgen Fliege spricht über persönlichen Glauben, gelebte Frömmigkeit und ein Christentum, das mehr sein will als Institution und gesellschaftliche Positionierung. Ein Gespräch über die evangelische und katholische Kirche, über Zweifel und Gewissheiten – und darüber, ob der Glaube gerade in einer säkularen Gesellschaft wieder eine besondere Bedeutung bekommen könnte.




„Nur noch Ego, statt Gott“ ?? schläft da etwa jemand seit 600 Jahren, wie Barbarossa, und sendet „Nachrichten“?
Seit der lutheranischen Revolte sind Ego und Gott dasselbe! Auch wenn vorzüglich erst die Calvinisten das zum eineindeutigen Ausdruck gebracht haben.
Luther tat den ersten Schritt, die Institution Kirche vom Glauben zu trennen. Wenn Herr Fliege von den kleinen Einheiten spricht, wünscht er sich weitere Schritte in diese Richtung.
Bei mir hapert’s am Gottglauben und ich denke, dass jede Religion in größerem oder kleineren Einheiten zu Institutionen gerinnt. Die kleineren Einheiten sind weniger gefährlich, hmm. Aber wenn’s um islamistische Prediger geht, hat der Verfassungsschutz da sicher ganz andere Vorstellungen. Oder die Zwölf Stämme oder die Lichtoase oder Colonia Dignidad, oder Peoples Temple, oder Heavens Gate.
Wer in den Himmel, ins All oder die Berge schaut, landet wieder bei den Ursprüngen allen Aberglaubens. Bei der Winzigkeit des Menschen und der Übermacht und Unerklärbarkeit der Donner-, Regen-, Erd-, Luft- und Unterweltgötter.
Ein Schicksal hat auch jede Ameise, trotzdem ihr das Verständnis fehlt. Der Mensch gehört sicherlich zu jenen Lebewesen, der die größte Fähigkeit zur Selbstbestimmung der eigenen Gemeinschaft und deren Lebensumstände hat. Wahrscheinlich geht das leichter mit Kodex.
Die ersten Lehrsätze des alten Testaments waren kodifiziertes Recht, das barbarisches Schlachten eindämmen sollte. Die UN-Charta war ein neuzeitlicher Versuch und wurde zur regelbasierten Ordnung umdefiniert, die dem Westen alles erlaubte und den anderen nichts. Auch eine Art von mittelalterlicher Dunkelheit.
Ich denke, dass China einen dritten Versuch auf den Weg bringen könnte. Der Mensch als Glückes Schmied für die Gemeinschaft ohne Gott, dafür konfuzianische Betriebsamkeit, ganz ähnlich wie die Evangelen. Auf der anderen Seite die amerikanischen Hyper-Milliardäre, die sich selber als gottähnliche Superhelden sehen, die die Grenzen der Welt mit ihrem Willen und Dollar verschieben.
Sachen gibs …
Ich habe mein lüderliches Posting zurück zu nehmen. Habe mich eben von ChatGpt über die Leuenberger Konkordie von 1973 aufklären lassen. 1973! Ich glaub, ich fall vom Glauben ab!
Seither gelte „die gemeinsame Formel (aller reformierten Kirchen), dass Jesus Christus im Abendmahl durch den Heiligen Geist in seiner Gemeinde gegenwärtig ist. Seitdem herrscht uneingeschränkte Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft zwischen diesen Kirchen.“
Also doch nicht „Ego“, sondern „Gemeinde“.
Na denn
@“Was bleibt vom Christentum“
Was soll davon bleiben? Im Elend leben bis zum Tod um dann auf grünen Wiesen und Engelsgesang mit Panflöten in Saus und Braus den Tod zu genießen?
Von mir aus kann jeder glauben was und an wen er will, egal ob er Christ, Jude, Moslem, Hindu, etc. ist, von mir aus kann man auch glauben das Fritze Merz ein Christ ist und Frieden will.
Das überlasse ich jedem selbst und habe nchts dagegen, nur ich möchte mir das für mich nicht aufzwingen lassen.
Bestimmt ein interessantes Gespräch, aber ich gucke nicht in die Röhre.
Der Grund dazu, besteht darin, meinen westlichen Geist, nicht mit westlichen Konglomeraten zu verdunkeln.
Alle Re Legionen besitzen einen Anker, Gott, an denen sich die Re Legionen bedienen.
Das Wort Religion wird in manchen Portalen so definiert :
Die zurück Führung zu Gott.
Das heutige Problem der Menschheit besteht darin, das heute niemand weiß, zu welchem Gott, wir zurück geführt werden können.
Mein eigenes Leben, hat dazu geführt, daß ich versuche ein Christ zu sein, ohne zu wissen, ob ich überhaupt christlich bin, da ich nicht die Bibel gelesen habe. Trotzdem, gehe ich seit Jahren in die christliche Kirche, um zu vergleichen, was die Theologie und die aktive Politik vorantreibt.
Mein persönlicher Eindruck ist, das die Predigt, durch einen Prediger, meinen eigenen Vorstellungen entspricht. Dieses gefundene Fundament, hat wohl, meine Religiösität untermauert. Also definiere ich mich heute als an glaubender Mensch unter dem Dach der Protestanten.
Als Mensch in der „Zeit“, in der ich lebe, benötige ich eine gute Grundbasis, die mit Moral und ethischen Fundamente geordnet sind. Dies bedeutet für mich, der Wahrheit zu dienen.
Viel Zustimmung in den angesprochenen Themen. Aber der (zitierte) Buddhismus würde sagen, dass Gott eine Erfindung des Egos ist, wahre Religion erst dort beginnt, wo das Ego und Gott gemeinsam sterben und daraus „Göttlichkeit“ entsteht. Die Dualität von Gott und Ego blockiert wirkliche Seinserfahrung.
So lange es, insbesondere das Christentum gibt wird es auch Kriege geben.
Das bekunde ich seit 1974!
Das Ego ist der gespiegelte Gott im Inneren, das Werden, das sich selbst erschaffende WESEN.
Das ist eine MATERIALISTISCHE ERKLAERUNG.
Dämmert’s? Dann ist das die Götterdämmerung und Ende des Christentums.
Nicht „materialistisch“, aber naturalistisch. Und damit ist auch solche Kritik der Religion äußerst begrenzt: -> Feuerbachthesen von Marx.
Und ja – nicht bierernst zu nehmen – : Ich bin ein Gott – einer von der Art, wie unsere Vorfahren welche waren, bevor sie welche über sich stellten.
solche vorfahren gab es nie. die bewegung ist von vielen göttern zu einem, von vielen ursachen zur einen wahrheit und vernunft.
Wow, selbstredend verbeuge ich mich jetzt in tiefer Demut.
(Obgleich ich noch zwischen Ursachen und Gründen zu unterscheiden weiß, aber ja, ich gebe zu, alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei.)
Warum so resolut. Das Christentum packt die Menschen bei ihren Ängsten und kassiert sie ein. Alle machen das, die Politik und sogar die Waschmittelhersteller. Außerdem ist es doch schön einen Freund zu haben, um so besser wenn er verspricht auch über den Tod hinaus vorhanden zu sein.
Dem entgegenzuwirken bedarf es schmerzhafter Meditation. Menschen scheuen dies und die Kirchen kämen nie auf die Idee dazu anzuleiten.
Wer die biblische Schriften aufmerksam liest, dem wird es nicht entgehen, dass dieses Wissen vorhanden war. Der Mythos vom Baum der Erkenntnis knüpft daran an.
Auch nichts gegen diesen Hippie, Friedensaktivisten, Sozialrevolutionär und Heilpraktiker, den man heute noch sucht mit allen Mitteln unschädlich zu machen – reife Leistung über einen Zeitraum 2000 Jahren von den Herrschenden stets unter Kontrolle gehalten zu werden.
„Was ist vom Christentum geblieben, wenn Kirchen sich dem Zeitgeist anpassen?“ – Bei den Kirchensteuer-Amtskirchen ist schon lange kein Christentum mehr. Dort beschäftigte man sich in unterschiedlichen Ausprägungen lieber mit dem Missbrauch von Kindern, der Unterdrückung von Frauen … Und dann ist da noch die zentrale in Rom …
Dabei ist die „Diktatur des Relativismus“ ( Ratzinger, https://www.benedictusxvi.org/predigten/die-diktatur-des-relativismus-und-das-mass-des-wahren-humanismus/der-kampf-gegen-die-diktatur-des-relativismus-von-professor-dr-dr-tracey-rowland?q=%2Fpredigten%2Fdie-diktatur-des-relativismus-und-das-mass-des-wahren-humanismus%2Fder-kampf-gegen-die-diktatur-des-relativismus-von-professor-dr-dr-tracey-rowland&cHash=4d6e55a669f7f24ff3b85b1353b15af2 ) nicht allein ein Problem der Kirchen.
Als Agnostiker weiß ich, dass sich viele Christen außerhalb der Amtskirchen sammeln, sich austauschen, Gemeinschaft und Soziales pflegen u. a. m. Das ist tröstlich, sehr tröstlich!
Wieso braucht man für Gemeinschaft, Soziales, Miteinander den Umweg über einen Gott? Wieso braucht es ein solches konstruierten Vehikel anstelle, dass man es schlicht aus sich heraus schöpft?
Das Christentum wurde bereits verraten mit der Einführung der Staatskirche um 300 n.C.
Die Frage was Kirche ist, kann man daran messen wieviel Leute dahingehen.
Ich find aber gut was Herr Fliege macht.
Grad zu Corona hätte man von den Kirchen mehr erwartet.
Wie ich es als gläubiger Atheist sage: Es gibt keinen Gott.
Gott ist nichts als eine Wahnvorstellung.