Studierunfähig mit Abi?

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Bernhard Krötz ist Mathematikprofessor – und Kämpfer gegen den Niedergang des deutschen Bildungssystems. In seinen Vorlesungen wie auf YouTube nimmt er kein Blatt vor den Mund. Er warnt vor „didaktischer Verblödung“, ideologisch aufgeweichten Lehrplänen und einer Studierendenschaft, die zwar ein Abitur besitzt, aber oft weder lernfähig noch lernwillig ist.

Was läuft falsch in Schulen und Unis? Wie wurde aus Bildung Ideologie? Und warum traut sich kaum jemand, das laut zu sagen?

Roberto De Lapuente hat mit ihm gesprochen.

Bernhard Krötz ist Mathematiker und Hochschullehrer an der Universität Paderborn.

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Die Redaktion unseres Magazins: Florian Rötzer und Roberto De Lapuente.
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83 Kommentare

  1. So lange wir 69 Genderlehrstühle haben, aber nur ein paar für Atomphysik dürfte es wohl klar sein worum es geht!
    Das ist auch genau der Grund, warum uns die Chinesen, Inder und auch die Russen schon lange überholt haben.
    Ich habe vor ein paar Tagen unsere neuen Nachbarn, beide so um die 30, gefragt, ob sie mir 10€ leihen können.
    Die haben kein Bargeld mehr haben sie mir gesagt, während er seine Hafermilch trank…. noch Fragen…?

    1. und wenn es auch nur einen Physiker an der Lehranstalt gibt, kann DER die Atomphysik vertreten – bei der Genderproblematik gibt es bestimmt einen wesentlich größeren Kräftebedarf.

    2. Das Ausmaß ist weitaus deprimierender:

      Übersicht mit KI

      In Deutschland gibt es über 170 Professuren für Geschlechterforschung (Gender Studies), wobei eine aktuelle Zählung des Wissenschaftsrats von 2023 über 170 Professuren mit Voll- oder Teildenomination nennt, die sich mit Gender Studies beschäftigen. Diese verteilen sich auf verschiedene Hochschulen, wobei viele Studiengänge und Zertifikate in diesem Bereich angeboten werden, neben den Professuren selbst, die oft in den Sozial-, Geistes-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften angesiedelt sind.
      Aktuelle Zahlen (ca.): Über 170 Professuren sind an deutschen Hochschulen in der Geschlechterforschung verortet.

      1. 170 freidrehende Profs allein wären kein das Problem. Das Problem ist, daß die tausende … Studentende haben…. Und was machen die nach dem Studidings?
        Im Gegensatz zu so vielen taxifahrenden Sozial- und Geisteswissenschaftlern haben die leider steile Karrieren vor sich! Jede Menge Schaden, der da noch anzurichten ist.

    3. Späßle: Für jedes Geschlecht ein Lehrstuhl; die entdecken dann neue Geschlechter wie Elementarteilchen (Genderbeschleuniger sozusagen) und schaffen neuen Bedarf.

  2. Meinen Erfahrungen nach haben ca. 35 bis 40% der Studienanfänger nichts an einer Hochschule verloren. Auch wenn die „Abitur“ haben. Vielen fehlen grundlegende Fähigkeiten, die zum Studium unabdingbar sind…
    Ein Student der BWL hat mir mal gesagt, das er BWL gewählt hat, weil er Mathematik „Sch….e“ findet. Und später mal einen Job will, in dem er Menschen kommandieren kann…

    1. „kommandieren“
      na darum ging es in deutschland doch schon immer. ums lernen ging es noch nie. ausser es war für den mehrwert unabdingbar
      daraufhin eine runde dieter süverkrüp „kleinstadtlehrlinge“ :D:
      „in der miesen kleinen stinkestadt,
      wo ein lehrling nichts zu stinken hat…“

      1. Ich kann mir das Fach ohne Mathe eigentlich auch nicht vorstellen. Geht es nicht darum zu lernen, wie man ein Unternehmen führt?
        Ich saß vor vielleicht zwanzig Jahren mal in einer Schenke, wo die Bedienung alte Klassenkameraden traf und denen erzählte, dass sie ihr BWL-Studium abgebrochen hat, weil sie mit der vielen Rechnerei nicht nicht klarkam. Haben sich die Zeiten wirklich so geändert?

      2. Studier mal ein technisches Fach, da hast Mathe bis zum Abwinken. In BWL muss man schon einiges an Formeln anwenden, könnte diese aber bestimmt nicht in dem Umfang verknüpfen, an neue Modelle anpassen oder aus einer Annahme herleiten wie dies in den wirklich mathelastigen Studiengängen (Physik, Maschinenbau…..) der Fall ist.

    2. Ronald ich stimme Ihnen vollumfänglich zu. Die Allgemeinbildung unserer Abiturienten ist dermaßen unterirdisch, daß sie zu einem interdisziplinären Austausch nicht mehr in der Lage sind. Nur noch Fachidioten, die nicjt mehr über ihren eigenen Tellerrand sehen können. Schuld daran ist unser Bildungssystem, das es erlaubt, unbeliebte Fächer, wie Mathematik und Physik in der Obetstufe einfach abzuwählen. Hinzu kommt die Verblödung durch Smartphones, was demnächst durch den Gebrauch sog. KI noch forciert wird.

      Es scheint, dass der Zenith der menschlichen Kultur bereits uberschritten ist.

  3. Ich verfolge Prof. Dr. Krötz schon seit vielen Monaten, wenn seine Aussagen auch deprimierend sind.
    Dass seine Feststellungen 100 % richtig sind und eine Besserung nicht in Sicht ist, zeigt die Abschaffung der Methoden für das schriftlichen dividieren in den Grundschulen Niedersachsens ab 2027. Verfügt unter einer Kultusministerin ohne Berufs- oder Studienanschluss.
    Wie lächerlich erscheint es da, wenn Eltern gegen den Verfall der Bildung ankämpfen und Geld für Nachhilfeunterricht ausgeben. Aber hier stößt selbst dieses Geschäftsmodell (Nachhilfeunterricht) an seine Grenzen, wenn da Abiurienten erscheinen, die Leistungskurs Mathematik belegen und genau da Förderung benötigen.
    Und wenn dann die Politik teilnahmslos zuschaut, fragt sich der Steuerzahler wofür er eben diese zahlt.

    1. „zeigt die Abschaffung der Methoden für das schriftlichen dividieren in den Grundschulen Niedersachsens ab 2027. Verfügt unter einer Kultusministerin ohne Berufs- oder Studienanschluss.“

      Warum soll das in der Grundschule unterrichtet werden?

      1. weil es schon immer in der Grundschile unterrivhtet wurde. Schriftliches Dividieren ist ein Algorithmus, den ich im 4. Schuljahr gelernt habe. Mit 14 habe ich auch schriftliches Radizieren gelernt. Wer kann das heute noch? Kein Strom und schon aufgeschmissen.

    2. Bruchrechnung in den Klassen 5 bis 7 der Sekundarstufe 1 wurde in Klassenarbeiten an Gesamtschulen in NRW in vielen Schulen schon vor über 10 Jahren abgeschafft oder kam nur noch in Mathe E-Kursen als verpflichtender Inhalt vor. Brüche wurden stattdessen mit dem Taschenrechner in Dezimalzahlen umgewandelt. Lösen von Gleichungen in höheren Stufen in den Mint Fächern war in der Folge für viele Schüler nicht mehr nachvollziehbar.

  4. Vor einigen Jahren hatte ich mal beim Feindsender jemanden gehört, der beläufig sagte: „In Russland haben wir es glücklicherweise geschafft, das Bildungsniveau aus Sowjetzeiten in die neue Zeit hinüberzuretten.“ Ich kann nicht sagen, ob es stimmt, aber in solchen Nebensätzen steckt manchmal mehr Wahrheit als in vielen schlauen Studien.

    Unsere Jugend muss nicht kriegstüchtig werden, viel wichtiger wäre es, wenn sie konzentrationsfähig wäre. Innovation ist 1% Inspiration und 99% Transpiration (Edison). Diese von Jugend auf erlernte Hartnäckigkeit ist entscheidend für den Erfolg – ob man nun Mathematiker ist oder Musiker.

    1. Ich beobachte seit Mitte der 90er bei Schülern und Jugendlichen, das der Effizienzgedanke den Begriff(und dessen Bedeutung) von Leistung vollständig verdrängt hat.
      Jeder Schüler kennt alle Tricks um eine Note zu erreichen, ohne auch nur im Geringsten mit den Themen vertraut zu sein. Freude an der eigenen möglichen Leistung im Thema ist überhaupt nicht Gegenstand des Denkens oder womöglich ein erstrebenswert Ziel.
      Ein bißchen wie die Bodybilder, die sportlich null komma nix auf die Reihe kriegen, aber voll fett rumposen können.
      Als Erwachsene reichts dann noch zum Betrügen ( siehe VW Dieselskandal) statt tatsächlich ne Innovation hinzukriegen die das Thema nicht verfehlt.

    2. „Innovation ist 1% Inspiration und 99% Transpiration (Edison). Diese von Jugend auf erlernte Hartnäckigkeit ist entscheidend für den Erfolg – ob man nun Mathematiker ist oder Musike“

      Mathematik ist die Kunst, das Rechnen zu vermeiden.

      1. „Matematk ist die Kunst, das Rechnen zu vermeiden“

        Ja, so sehe ich das auch (jedenfalls beim Nachdenken, WIE ein (mathematisches) Problem geloest werden kann.
        Ja, um das erlernen des sogenannten ‚kleinen Einmaleins‘ wird wohl niemand herumkommen. Aber, jedenfalls meiner Ansicht nach ist Mathematik das Unterfangen, eine (oder mehrere) Loesungen zu einem konkreten Sachproblem zu erarbeten. Nur mal als Beispiel die (zugegeben wenig nutzbringende) Aufgabe: „Beweise, dass es moeglich ist, jeden Tisch mit vier gleich langen Tischbeinen auf jedem beliebigen Untergrund so hinzudrehen, dass er nicht kippelt.“ Dazu muesste man das Probelm erst mal logisch durchdringen, danach intensiv um die Machbarkeit nachdenken (was dann viel gedankliche Spielerei und raumliche Vorstellungskraft erfordert).. Und wenn einem dann klar geworden ist warum das mit dem Tisch immer funktioniert, dann muss man es schaffen das Problem in eine mathematisch korrekte From zu tranformiern und aus dieser Form dann einee fehlerfreie Beweisfuehrung erarbeiten. So jedenfalls stellte ich mir vernuenftig betriebene Mathematik vor. Ich hoffe dass es heute allen Schuelern moeglich ist, das Ruestzzeug dazu in der Schule gelehrt zu bekommen. Ich kann da leider nicht mitreden, da ich mir meine mathematischen Faehigkeiten autodidash durch Fachliteratur zuhause erarbeitete.

  5. Aber wo, bitte, soll da gespart werden?
    Bei etwa einem Drittel der hier geborenen Babies hat die Mutter keinen deutschen Pass.
    Diese Kinder wachsen wahrscheinlich nicht in begütertem Umfeld auf.
    Die werden froh sein, sich überhaupt einen Platz im Leben erkämpfen zu können.
    Nun ist es leider so, dass gerade im Bereich ‚Bildung‘ gekürzt wurde,
    z.B. um ca. die Hälfte beim ‚Kinderkulturmonat‘ Berlin,
    wo die Kids sich früher zu diversen Aktivitäten in den Herbstferien anmelden konnten.
    Ob Matheförderung dabei war weiß ich nicht, doch auf alle Fälle künstlerische Fächer,
    und so gab es Ausflüge in Tonstudios, in Tanzsäle, in Theater: vor, hinter und auf die Bühnen,
    angeleitet von berufsmäßigen Künstlern.
    Allemal besser und win-win, als die Kids in den Ferien mit den Handys allein zu lassen.
    Aber hey: es ist kein Geld mehr da, jedenfalls nicht für sowas.
    Es muss gespart werden: wir wollen doch Waffen liefern!
    Dieser Zugang zu Kultur wurde also weggekürzt,
    und dann wundert sich der Herr Professor, wenn der Nachwuchs nicht so allseitig gebildet daherkommt,
    wie er das von früheren Zeiten her kennt.
    Ist eigentlich auch Mathematik: man kann sich das ausrechnen: Input, Output,
    Statistik, Wahrscheinlichkeiten, Prognosen.

      1. Wenn der Vater im Einzelhandel arbeitet und die Mutter im Schichtdienst im Pflegeheim ist wenig Zeit und Kraft übrig, den Kindern Mathe beizubringen…

        1. Dafür gibt es ja die Schulpflicht. Die Eltern müssen den Kindern nicht Mathe beibringen. Das ist Aufgabe des Staates, dafür zahlen die Eltern Steuern. Wenn diese Afgabe den Staat überfordern, so sind nicht die Eltern dafür verantwortlich.

    1. Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) bitte Wikip nachsehen.
      Solche Kraftwerke verbrennen das Erdgas nicht einfach im Ofen, sondern in einer Gasturbine, die mit dem Generator Strom erzeugt. Die Abwärme der Turbine wird danach erst zum Heizen benutzt.

    1. Es wird nicht des Abschlusses wegen studiert, sondern weil die Industrie qualifizierte Arbeitskräfte für lau haben will aber selber nicht bereit ist, Geld in deren Ausbildung zu stecken.

      Allerdings ist der Staat wiederum nicht an allzu vielen selbstständig denkenden Untertanen interessiert, weswegen er das Studium curricular abprüfbar und jederzeit via Akkreditierung auf seine wirtschaftstaugliche Verwertbarkeit hin überprüfbar gestaltet. Bildungsökonomisch steht dahinter der Wunsch, möglichst billig möglichst viel output zu bekommen.

      Das ganze Konzept stammt aus der Zeit Mitte der sechziger Jahre (vom damaligen Wissenschaftsrat, ca. 1965) und wurde dann in Bologna 1998 als Internationalisierung mit dem Schulnotensystem ECTS (credit points) modern aufgehübscht. Idealerweise weiß so jedes Unternehmen dann auch gleich, wieviel der jeweilige Absolvent nach dem Studium für es wert ist.

      Mit Wissenschaftlichkeit hat das ganze wenig zu tun, die fängt oft erst später an.

      Was würde Selektion dagegen helfen? Gar nischt!

      Wenn der Krötz meint, dass in Bildung zu viel Geld drinnen ist, dann kann er nicht rechnen. Das verlangt ja auch keiner von einem Matheprof. Aber als Vorbild vorangehen und auf die
      Hälfte seines Einkommens freiwillig verzichten kann der Mann sicher, wenn ihm zu viel Geld in Bildung ist. (Oder hat er das etwa so gar nicht gemeint?)

      1. @Klau-Die

        Nur zur Erinnerung: Unsere letzte Diskussion rund um‘s Thema Pädophilie sollten Sie nochmals nachlesen, bevor sie anfangen, eine neue zu starten.

      2. @ Klau-Die

        „Wenn der Krötz meint, dass in Bildung zu viel Geld drinnen ist, … “

        Dann zeigt es, dass er sehr gut rechnen kann. Wenn man sich anschaut, mit welchem bildungsfernen Ballast die Schule heute überfrachtet ist, dann erübrigt sich jede Spendendebattte.
        Ein Bildungssystem, in dem Schülern mit Griffel und Schiefertafel auskamen, brachte Leute wie Planck, Einstein, Schrödinger, Heisenberg … hervor.
        Heute müssen Eltern selbst für die Erstaustattung eines Schülers 300 – 400 € aufwenden und können nicht sicher sein, ob ihre Kinder am Ende des 1. Schuljahres richtig rechnen und schreiben können. Und in dieses System versenkt der Staat Milliarden. Und mit welchem Ergebnis?

        1. Dann versuche ich mal Krötz seine Argumentation zu verstehen.

          Zunächst beschwert er sich über das schlechte Niveau heutiger Schulabgänger. Das will er dadurch beheben, in dem er die Finanzen für Bildung halbiert. Also etwas Schlechtes soll dadurch besser werden, dass man es deutlich schlechter ausstattet. Dieser logische Unsinn scheint ihm zumindest in Umrissen klar zu sein. So schiebt er nach. Es gibt viel zu viele Schüler (er meint Gymnasiasten). Also sollen weniger Gymnasiasten zugelassen werdem. So bekommt jeder einzelne Gymnasiast trotzdem mehr pro Kopf mehr Geld in den Hinterm geschoben. Der nach seinem Vorstellungen überflüssige Rest sieht zu wo er ungebildet bleibt, äh verreckt. Abgesehen von der tiefen Asozialität seiner Vorstellung nimmt er ein absurde, völlig unbewiesene Behauptung an. Wenn der Zugang selektiert wird, kommt hinterher etwas besseres heraus. Nämlich so was wie er ist dafür als seine einzige, dünne Begründung. Es gibt keinen einzigen stichhaltigen Nachweis eines solchen angeblich kausalen Zusammenhanges. Er selber liefert keinen. Hier spricht das primitive Vorurteil. Ich möchte nicht wissen, wie er als Hochschullehrer reagiert, wenn seine Studenten zur Abkürzung eines komplexen mathematischen Sachverhaltes mal eben eine unbewiesene und unbelegte Behauptung in den Raum stellen. Bei sich hat er damit kein Problem. Er will mehr Geld für sich und seinesgleichen auf Kosten der Gesellschaft, tieferes sagt er dazu eigentlich nicht.

          Wie er selber mit Mathematik umgeht erklärt er auch. Offensichtlich ist für ihn die Mathematik bislang widerspruchsfrei. Widerspruchsfrei ist allerdings nicht die Mathematik selbst, sondern nur die Axiome auf denen die Mathematik mit ihren Methoden basiert. Für verschiedene Fragestellungen gibt es unterschiedliche Axiome. Die bekanntesten sind die von Euklid in der Geometrie, oder dass im Video erwähnte von Peano für die natürlichen Zahlen. Diese Axiome haben einen Makel. Sie sind unvollständig und beschreiben so jeweils nur Teilgebiete der Mathrmatik.

          Warum vereinigt man sie nicht einfach zu einem einzigen, die Mathematik vollständig beschreibenden Axiomensystem? Weil dieses dann nicht mehr in sich widerspruchsfrei wäre! Die Mathematik als ganzes ist eben nicht in sich widerspruchsfrei. Widerspruchsfrei sind nur ihre auf den jeweiligen Axiomensystemen beruhenden Teilgebiete. Über dieses grundlegende algebraische Verständnis von der Struktur der Mathematik sollte jeder Vordiplomand/Bachelor verfügen. Nicht aber ein immer mit dem Finger auf andere zeigender Prof. Krötz. In meiner Studienzeit ist mir jedenfalls kein Prof, kein Wissenschaftler begegnet der sich eine derartige fachliche Blöße gegeben hätte. Von denen war übrigens kein einziger auf einem Gymnasium, die hatten eine dem Gymnasium gegenüber offensichtlich überlegene polytechnische Bildung. Ganz ohne Selektion und elitäres Gehabe.

          1. @ Klau-Die

            „Offensichtlich ist für ihn die Mathematik bislang widerspruchsfrei. “

            Nun, so offensichtlich ist das mitnichten. Die Mathematik erhebt den Anspruch an Widerspruchsfreiheit und die etablierten Systeme gelten als widerspruchsfrei, weil bisher keine Widersprüche gefunden wurden. Und genau so sagt er das: „… wir haben noch keine Widersprüche entdeckt.“ Man kann ihm natürlich unterstellen, dass er ungebildet ist, so wie Sie es tun, und er keine Ahnung von Gödels Unvollständigkeitssätzen hat. Was ich jedoch für absurd halte. Ihr Versuch, ihm eine fachliche Blöße nachzuweisen, ist eine ignoratio elenchi und auch nicht sehr geschickt gewesen.

            Was sich nicht vollständig beweisen lässt, ist die absolute Widerspruchsfreiheit der Mathematik, insbesondere nicht innerhalb ihrer Systeme selbst. Und das ist etwas grundlegend anderes als „noch keine Widersprüche gefunden“. Vielleicht wird man nie welche finden, aber man wird auch nie sicher sein, dass es keine gibt. Und diesen Beweis erbrachte Kurt Gödel, worauf sie anspielen.
            Ich denke aber, Sie haben sich in Ihrer Antipathie gegenüber Krötz, die Ihnen unbenommen bleibt, zu einer Spitzfindigkeit gesteigert, um zu beweisen, dass Sie über mathematische Kenntnisse verfügen. Meine ironische Bemerkung an anderer Stelle hat Sie offenbar gekränkt, das war nicht meine Absicht und es tut mir leid.
            Eine Bemerkung dennoch. Man sollte Menschen, deren politische Intentionen man ablehnt, nicht per se für dumm halten. Am Ende macht man sich selbst klein.

            1. Schönes Beispiel für „mansplaining“.
              Wenn sich Widersprüche konstruieren lassen, ist es nicht widerspruchsfrei.
              Hier ging es offenbar nur darum dem Widerspruch zu widersprechen.

            2. Nachtrag: Das die Mathematik in ihrer Gänze nicht widerspruchsfrei sein kann, ist seit ca. 90 Jahren mathematisch bewiesen. Wenn er da noch etwas entdecken will, soll er ein Paper oder einen DFG -Antrag schreiben.

              Nachher kann er sich dann bei Lapuente über den mafiösen Wissenschaftsklüngel beschweren, der seinen offensichtlichen wissenschaftlichen Nonsens ablehnt, obwohl er doch so ein sympathischer und liebenswerter Kerl ist.

  6. Das tiefer liegende Problem ist die Verwechslung von Sozialpolitik mit Bildungspolitik.

    Da es das (unausgesprochene) oberste(!) Ziel der gegenwärtigen Bildungspolitiker insbesondere in den rotgrün regierten Ländern ist, die Zahl der Abiturienten nicht sinken zu lassen, sondern eher zu erhöhen, weil die Schüler dadurch später (mutmaßlich) in besser bezahlte Berufe kommen, dürfen die Anforderungen nie so hoch sein, dass dieses Ziel nicht erreicht werden kann … !

    Analog sollen ebenfalls möglichst viele Schüler – unabhängig vom tatsächlichen Leistungsstand – aus sozialpolitischen Gründen einen Abschluss erwerben.

    Bei nachlassendem Leistungsvermögen der Schülerschaft sind daher die Anforderungen zu senken.
    Eben das erleben wir seit Jahren, nein seit Jahrzehnten.

    Um zum Eingangssatz zurückzukehren:
    Es ist natürlich keine irrtümliche Verwechslung, sondern ein absichtlicher Ersatz.

    Eine echte Bildungspolitik gibt es schlichtweg nicht mehr, und zwar noch nicht mal in der extrem abgespeckten Variante, bestimmte für wirklich wichtig gehaltene Bildungsgüter unbedingt vermitteln zu wollen und das Nichterreichen dieses Ziels durch unfähige Schüler konsequent mit schlechten Noten und Nichtabschlüssen für solche Schüler zu beantworten.

    1. unfähige Schüler konsequent mit schlechten Noten und Nichtabschlüssen für solche Schüler zu beantworten.

      Sehr innovative Verbesserungsvorschläge vom sehr weisen Bildungsbürger und natürlich auch Mathematikgenie, der seine unglaublichen Talente hier schon oft mit seinen großartigen wissenschaftlich sehr fundierten Expertisen z.B. über Messeraraber demonstriert hat.

  7. Youtube scheint den Stammtisch zu ersetzen. Wieder ein (eigentlich hochqualifizierter) Wissenschaftler der in anderen Gebieten dilettiert. Nicht dass er, normalerweise sollte er fachwissenschaftliches Arbeiten gewohnt sein, etwa den einschlägigen (pädagogischen) Wissensstand aufarbeitet. Es reicht ihm sein eigener Horizont. So wabert das Gespräch von einem Thema auf das nächste. Vom Schülerklo zum Kammerkonzert. Irgendwie ist die heutige Jugend nicht so, wie er damals war. Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit Schule oder Hochschule sieht anders aus. Aber immerhin wurde der zu youtube gewandelte Stammtisch von Lapuente als „mutig“ geadelt, während der Gesprächspartner von der guten alten, vor allem elitären Zeit schwärmt. Echte Bildung? Im Gespräch Fehlanzeige.

    1. @Klau-Die

      Ich möchte zu bemerken geben, dass Sie nirgends in Ihrem Beitrag ein echtes und sachbezogenes Argument geliefert haben und nirgends Krötz´ Gedanken widerlegen konnten, sondern lediglich Ihren Emotionen und Ressentiments Ausdruck verliehen haben.

      1. Verstehendes Lesen hilft, z.B. Dritter Satz!
        Ansonsten ist mein Beitrag eine Kritik am Umgang mit dem Thema, der ihm fehlenden Tiefe gewesen. Muss man nicht erkennen, wenn man am (süddeutschen) Gymnasium war. Vernünftige Bildung hilft hier eher.

        P S. Ich habe mich mehr als eine Stunde beim Zuhören dadurch gequält. Es war eine intellektuell wirklich unterirdische Zumutung!

      2. @ Wolfgang Wirth

        “ … lediglich Ihren Emotionen und Ressentiments Ausdruck verliehen haben.“

        Sie bringen es auf den Punkt. Emotionen und Ressentiments als Bildungsersatz.

    2. @Klau-Die
      Zustimmung von mir.
      Ewig die Abgesänge auf die verblödete, verweichlichte Jugend.
      Ich kann’s nicht mehr hören. Richtig, kein Wort dazu was Bildung überhaupt ist.
      Das Kriterium ist, daß einer 60 h Mathe büffeln in der Woche, aushält. Nicht ob dabei echte Bildung rüberkommt. Oder Begeisterung für ein Fach.

  8. Um nicht missverstanden zu werden: Die allgemeine Verblödung bezweifel‘ ich nicht im Geringsten, gerade auch in punkto Naturwissenschaften und Mathematik, aber dieser Krötz ist ein arroganter, selbstherrlicher Schnösel, dessen Hochschul-Arsch sicherlich von vielen Malochern mittels Steuergeldern finanziert wird, die er ansonsten wahrscheinlich total verachtet.

    Man schaue sich auch mal seine voll elitären Dünkels dominierten YouTube-Videos an. Der Typ ist zum Kotzen!

    1. Ich habe zwar aus Gründen des Zeitmanagements nur 45 min geschaut, kann Ihnen aber bezüglich des arroganten, selbstherrlichen Schnösels nicht folgen, Gibts da eventuell mal ein paar Beispiele?

        1. der war echt süss! Aber sehr, sehr weit daneben getippt.

          Die offensichtlichen Bildungsdefizite des Herrn Krötz liegen im Umgang mit Themen, die nicht in seinem Fachgebiet liegen. Ich jedenfalls würde mich schämen, auf diesem Niveau öffentlich über Themen zu reden, von den ich so gar keine Ahnung habe. Das Pisa-Prinzip, egal ob man es gut findet oder nicht, hat er nicht mal im Ansatz verstanden und er versucht es nicht mal! Bildung geht bei ihm nicht über die Klippschule hinaus. Er ist ein typisches Beispiel für das Versagen des bayrischen Bildungswesens!

          1. @ Klau-Die

            „Das Pisa-Prinzip, egal ob man es gut findet oder nicht, hat er nicht mal im Ansatz verstanden und er versucht es nicht mal! “

            Und die Kenntnis dieses Prinzips beseitigt die von Krötz benannten Bildungsdefizite im Mathematikunterricht? Das Pisa-Prinzip ist, so wie ich es verstehe, ein Vergleichsverfahren und keine Methodenlehre. Also, was soll er da versuchen zu verstehen? Und wenn das Pisa-Prinzip seit 2000 Anwendung findet, dann sind die Schlussfolgerungen für die schulische Bildung, angesichts der getesteten Ergebnisse, katastrophal.
            Es lässt sich doch nicht leugnen, dass z.B. Schüler einer 8. Klasse 1970 Aufgaben lösen konnten, die heutige 8.Klasse-Schüler überfordern. Jetzt dürfen Sie die Frage beantworten, sind die heutigen Schüler dümmer oder liegt es am Bildungssystem?

    2. Die „Algorithmen“ von Youtube werden ihm sicherlich einen Fanclub bescheren, da muss man selbst nicht viel zu tun.
      B. F. Skinner hat das Verhaltensmuster dahinter vor langer Zeit beschrieben, das ist das selbe Verhaltensmuster weswegen andere Bilder von sich bei Instagramm hochladen.

  9. Meiner persoenlichen Meinung nach sehe das Kernproblem der ‚westlchen Welt‘ *hust* eher der stetig schwindndenen ‚Macht‘ des Souveraens, also den einfachen Menschen. Und ich denke, dieser Verlust kommt durch die sich immer groesser aufklaffende Scherre zwischen der Mehrheisbevoelkerung und wenigen ‚gut Betuchten‘. Den Grund, warum es so gekommen ist, verorte ich in der gelungenen Quasimonopollisierung von Journalismus. Damit meine ich, dass es einer kleinen Gruppe von Menschen gelang, fast alle Zeitungsverlage in den Besitz – d.h – finanzielle Abhaengigkeit – zu bringen. So eine Struktur von Abhaengikeistkonzentration wird meines Wissens nach als Oligarchie bezeichnet. Und es ist ja eine Volksweeisheit, dass die Musik nach demjenigen spielt, der sie bezahlt. Oder auch: Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing. Nun ist es aber so, dass Menschen faehig sind, rational zu denken und damit prinzipielll in der Lage sind Widersprueche und Unplausablitaeten in Erklaerungen und Begruendngen zu Massnahmen oder auch in Nachrichten zu erkennen. Wenn ein Mensch Widersprueche in Nachrichten, Begruendungen und Erklaerungen bei Beitraegen, die von professionellen Journalisten gemacht wurden, dann verliert er wohl das Vertrauen an die serioese Berichterstattung des entsprechenden Medienhauses, Fernsehseh- oder Radiosenders, da er dann wahrscheinlich zu der Schlussfolgerung gelangt, dass versucht wird, ihn zu manipulieren. Als Konsequenz wird er dann versuchen, sich andere Informationsquellen zu erschliessen.

    Unter disen Gesichtspunten erscheinen Unterdrueckung, Verlaeumdung und in letzter Konsequenz auch Verbote von Alternatvmedienportalen, die ‚anders‘ berichichtgen, eine rational sinnvolle Moeglichkeit von Gruppen, die ihre Deutungshoheit behalten moechten. In diesem Lichte erscheint mir auch der Niedergang des Bildungssystems hier, als bewusster Versuch, Schueler und Studenten moeglicht wenig Ruestzeug zu kritischem, rationalem Hinterfragen von Vorgaben, Verordnugnen, Erzaehlungen und Begruendungen mit auf den Weg zu geben.

    Ich selbst habe eine angeborene Lern- und Konzentrationsschwaeche. Aus diesem Grunde war ich in der Schule immer sehr schlecht. Ich kann eben nur sehr schlecht Dinge auswendig lernen und habe auch grosse Muehe, in sogenannten ‚Workflow‘ zu kommen. Dadurch bedingt gelang es mir trotz stetigem Bemuehen letztendlch nicht, mich in dieses ‚Systm‘ zu integrieren. Ich fuele mich wie ein aus dem Getriebe gefallenes Zahnrad. Und das finde ich gar nicht mal so schlecht, da ich dadurch relativ viel Zeit zur Verfuegung habe, mich nicht so sehr um ein ‚WIE funktionert es?‘ kuemmern zu brauchen, sondern mich dem ‚WARUM ist etwas so? Und koennte das eventuell auch anders sein?“

  10. Dass Menschen irgendwelchen Schmarrn glotzen, egal ob YT oder TV, ist doch Teil des Problems, das eben bei weitem nicht nur die Jugend betrifft.

  11. Dr. Krötz redet von NGOs, die überall mitreden. Hat er Beklemmungen, die Bertelsmann-Stiftung explizit zu benennen?
    Was sagt Dr. Krötz zum schulischen Bildungssystem der DDR? Warum befragt Lapuente ihn dazu nicht? Wer über Sozialismus nicht sprechen will, sollte zu Bildung und Humanismus schweigen!
    Dr. Krötz schlägt vor, mittels geeigneter „Stellschrauben“ wieder Eliteschulen zu konstruieren, in denen der vergangene, gymnasiale Leistungsanspruch wieder installiert wird. An den Schulen und in vielen Elternhäusern sieht man durchaus die von ihm richtig benannten Probleme. Wem es rätselhaft erscheint, wie es dennoch zu den offenkundigen Struktur- und Kulturzusammenbrüchen hat kommen können, sollte zum Vergleich in die Besetzung höchster politischer Ämter schauen. Wie konnte es sein, dass gewisse Leute dorthin gekommen sind, wo sie jetzt sind, und jetzt auch noch das Sagen haben? Man hat es doch kommen sehen. Apathie und Machtlosigkeit sind Phänomene aber keine ursächlichen Begründungen. Die Schule, weit mehr als die Universität, zeichnet alle Facetten der Gesellschaft nach; zum Teil in parodistischer Übertreibung.

    1. @ frillo

      „Was sagt Dr. Krötz zum schulischen Bildungssystem der DDR? “

      Nun, er beurteilt naturgemäß nur Mathemtikunterricht, nicht das Bildungssystem. Aber ja, er diskutierte in einem Video die Qualität von Mathelehrbüchern in der DDR.

  12. Nun ist die Mathematik erstmal fremdartig und man hat nicht die geringste Ahnung, was das soll. Dire Forderung, dass Lernen Spaß machen soll, kann sie nicht erfüllen. Man muss erst mal in die Tischkante beißen und das sollte den Schülern auch gesagt werden. Dasss es Autos und Kühlschränke gibt, liegt daran, dass die Altvorderen das taten.
    Ich selbst bin Hobbymathematiker und derzeit an der Goldbachschen Vermutung. Bin dadurch aber auch ein angenehmer Zeitgenosse. Bie Loriot sah sich eine Ehefrau gezwungen, den Gatten umzubringen, denn dieser war
    war bei des Heimes Pflege
    seit Langem schon im Wege.

    Den Mathematiker kann man in den Abstellraum verfrachten und er ist glücklich.

  13. Wie es unsere Vorfahren (Australphitecus germano trotteli) in Zentralafrika vor 5 Mio Jahren
    es schaften den Hungersnöten zu entgehen, liegt natürlich an der Aufgabe des Veganismus
    – wahrscheinlich ersetzt durch Kannibalismus –
    und da ist die Erfindung des Kapitalismus auch nicht fern. Dieses
    inzwischen engleiste Systm der gesellschaftlichen
    Orgaisation könnte sich jetzt aber durch die Einführung von Fleischentzug selbst abschaffen.
    Da sind Entzugserschinungn sicher bald zu spüren, fehlende
    Gliedmaasen bein morgendlichen Aufwachen u.ä. also aufgepasst!

  14. Und noch ne Frage: wie wirkten sich die Corona-Lockdowns aus?
    Das ging ja über Monate bzw. Jahre, dass kein regulärer Unterricht stattfand.
    Die Kids wurden von der Polizei auseinandergetrieben, wenn sie sich mal treffen wollten,
    am Seestrand sogar mit Drohnen überwacht.
    Die haben doch eine total dystophische Welterfahrung gemacht,
    wo alles verboten war und das Einfachste nicht funktionierte.
    Es gab dann auch keine richtige Abi-Vorbereitung. Prüfungen schon.
    Keine Zeugnisverleihung. keine Abifahrt. Keine Feier.
    Keine richtige Immatrikulation- nur alles online.
    Kein Treffen mit Kommilitonen. Keine echten Profs.
    Keine Chance, einfach mal was nachzufragen.
    Nur Online-Studi. Über Jahre.
    Und dann soll dabei ein allseitig gebildeter Mensch rauskommen?
    Wo lebt der Herr Professor?

    1. Nach meinem persönlichen Eindruck (jüngere Familienmitglieder, Nachbarskinder und deren Freunde) wird die negative Bedeutung von Corona für die Schülerschaft stark überbewertet.

      Es ist längst nicht so, dass sich tatsächlich so viele Kinder und Jugendliche daheim verkrochen hätten. Das ist lediglich ein beliebtes Narrativ, um Corona als „Sündenbock“ zu verwenden.

      Im Hinblick auf die Lernleistungen bedeutete Corona zwar schon einen negativen Einschnitt – dies allerdings eher bei jenen Schülern, die ohnehin schon demotiviert und lernschwach waren. Solche Schüler dürfte Herr Krötz aber gar nicht meinen, da er eher die Gymnasien und die Hochschulen im Blick hat.

      Hinzu kommt, dass die jungen Leute ja 2020 sowieso schon in höherem Maße digital unterwegs waren und von daher die Einschränkungen in der analogen Welt vermutlich sogar besser wegstecken konnten als manche Älteren.

  15. Mathelehrer sollten sich mal selber fragen, warum niemand ihr Fach mag bzw. daran verzweifelt.
    Es ist einfach ein Scheißfach, das keinen Spaß macht und nur deprimiert.
    Für die meisten Schüler ist es eine Qual und eine Folter.
    Es sollte abgeschafft werden.

      1. das winterliche Kältedunkel war im Reich schon 1944/ 1945 bekannt,
        Da nahmen es die Schulen mit dem Lehren exakter Mathematik auch nicht so ernst.
        Die Energiewende steht nun wohl kurz bevor . . und auf das Licht am Ende des Tunnels
        warten wir wohl alle vergebens.

    1. Meiner Erfahrung nach ist diese Beurteilung falsch: Mathe-Leistungskurse werden zahlreich gewählt und genießen noch ein gewisses Ansehen. Als schwer und unbeliebt gilt Physik, ein Fach, das wirklich gemieden wird. Da Physik die mathematisierte Naturwissenschaft ist, lässt das natürlich auch gewisse Rückschlüsse auf die Beurteilung der Mathematik zu. Das Beliebtheitsranking der (Natur)wissenschaften stellt sich für mich so dar: 1. Biologie (weit vorne); 2. Mathematik; 3. Chemie und weit abgeschlagen: 4. Physik, die oft nur aufgrund organisatorischer Zwänge belegt wird.
      Anders als Grundschulen können Gymnasien frei gewählt werden. In städtischen Ballungsräumen konkurrieren Gymnasien daher um die Gunst von Eltern und Schülern. In ihrer Marketing-Oberfläche (Im Behördendeutsch: Profilbildung) bieten Gymnasien gern ein künstlerisch-musikalisches Profil an mit Theater-AG und allem Drum-und-Dran an oder fremdsprachliche Delikatessen an. Das signalisiert nicht nur Spiel, Spaß, kosmopolitisches Funkeln, sondern auch nicht allzu verbissene Leistungsanforderungen. Eltern und Schüler riechen das wie ein Trüffelschwein und untergraben durch ihre Schulauswahl die Stellung der kognitiv orientierten Leistungsfächer, die dann eben als Pflichtfächer gerade so mitgeschleppt werden.

    2. Ich wäre im Gegenteil für mehr Mathematik und Naturwissenschaften.

      Aber der Frontalunterricht ohne Rücksicht auf Verluste in Schulen war schon immer gescheitert. Mathematiklehrer, bzw. die, die es dann wurden, sind natürlich in der Hinsicht systemblind. Wenn ihnen die Mehrheit der Schüler eine innere Kündigung schreibt, dann können sie lange leugnen, dass ihre Methoden damit nichts zu tun hätten.

  16. Bildung hat schon lange keinen Stellenwert mehr in ‚unserer‘ sauberen Gesellschaft. Nahezu alles ist beliebig, wohlfeil, trivialst. Jeder kann, soll und muss Abitur und studieren. Das Level ist nicht mehr von Belang!

    Voll im Trend liegen hingegen Plagiieren, Schummeln, Betrügen u. a. m.; mithin also alles, was keine Mühe bereitet.
    Und: Der Fisch stinkt vom Kopf – immer! Über 2000 Jahre Menschheitsgeschichte werden seit der Merkel-Ära ( CDU / CSU ) systematisch über den Haufen geworfen!

    Neulich sagte mir der X. Y.: ‚Schreibe den Text doch nicht selber. Lass‘ das die KI machen. Das geht schneller.‘

    Neue Idole: Donald Trump!

      1. @ frillo

        „Bildung ist doch nichts weiter als ein Synonym für die Klassengesellschaft, die sich als ständisch begriffen sehen möchte.“

        Genau, weg mit der Bildung, wir haben die Possesivpronomen-Demokratie die für alle denkt.

  17. In neoliberalen Gesellschaften, wenn Bildung vollends zur Ware – und damit zum kapitalistischen, irrationalen Selbstzweck verkommen ist, spielen Inhalte keine Rolle mehr.
    Fängt im ersten Schuljahr mit Vermittlung von digitalen Anwenderkompetenzen (statt Lesen und Schreiben) an; wird an weiterführenden Schulen fortgeführt, um dort mit Power Point sein auswendiggelernten Halbwissens präsentieren zu dürfen. Die Themen werden im Unterricht kurz angerissen; vertieft wird „eigenverantwortlich“ zu Hause. Geht beim straffen Lehrplan auch nicht anders.

    Ist kein Zynismus, sondern alltäglich erfahrene berufliche Praxis aus 24 Jahren Umfeld Bildung/Schule.

    1. @ chefkoch01

      ++++
      Kann ich anhand der Begleitung von Schülergenerationen in der eigenen Familie bestätigen. Am Ende stehen sich Lehrer und Eltern feindselig gegenüber und keiner bemerkt die bildungsfernen „Bildungs“politiker.

    2. Der Begriff „Bildung“ ist kongruent mit „Menschwerdung“ im Sinne der Philosophie der Aufklärung. Ernst genommen wäre er unter den heutigen neoliberalen, finanzkapitalistischen Verhältnissen systemsprengend, so wie er es gegenüber der Religion (Enzyklopädisten!) war. In der Diskussion über den Bildungsauftrag der Schulen wird er seit einiger Zeit immer mehr durch den Kompetenzbegriff ersetzt, der als schulisches Ziel den Erwerb operationalisierbarer, isolierbarer, zertifizierbarer und auch kommerzialisierbarer „Kompetenzen“ fordert. (Kerncurricula mit standardisierten, verbindlich zugesicherten Kompetenzen ersetzen die Rahmenpläne für Untericht und Erziehung.) Ich kenne eine Schule, die explizit die Bezeichnung Bildungsinstitution durch die Benennung „Kompetenzzentrum“ ersetzt haben möchte. In den USA hat einmal ein Schüler seine private Berufsschule auf hohen Schadensersatz verklagt, weil die ihm per Zeugnis zugesicherten Kompetenzen im Vorstellungsgespräch leider nicht verfügbar waren. Kauft man eine Ware, darf man auch verlangen, dass sie funktioniert.
      Was die „Bildung“ betrifft, so habe ich noch nie jemanden kennengelernt, der beklagt hätte, er habe keine Bildung, obwohl er doch 13 Jahre in einer Bildungsinstitution verbrachte. Wenn Du als echtes Stinktier eine gesellige Runde satter deutscher Spießer (Bildungsbürger) aufmischen möchtest, bitte einen von ihnen ein klassisches Gedicht zu rezitieren…

      1. „Loch inne Erde / Bronze rin/ fertig die Glocke/bim-bim-bim“
        -Schiltler, oder wie er hiess, der Buddy von Goethe.
        Die Bildungsbürger ist 62.3 Jahre im Medium, so, wayne

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