Wie entwickelt sich die politische Lage in Israel? Welche Folgen haben der Wahlkampf um Benjamin Netanjahu und die innenpolitischen Spannungen?
Im aktuellen Gespräch analysieren Florian Rötzer und Moshe Zuckermann außerdem die Debatte über Wehrpflicht und Rekrutierungsprobleme in Deutschland, den Aufstieg von Nationalismus und Militarismus in Europa sowie die Frage, warum Friedenspolitik und Diplomatie zunehmend an Bedeutung verlieren.
Moshe Zuckermann wuchs als Sohn polnisch-jüdischer Holocaust-Überlebender in Tel Aviv auf. Seine Eltern emigrierten 1960 nach Frankfurt am Main. Nach seiner Rückkehr nach Israel im Jahr 1970 studierte er an der Universität Tel Aviv, wo er am Institute for the History and Philosophy of Science and Ideas lehrte und das Institut für deutsche Geschichte leitete.
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Zu dem was u.a. in der West-Bank passiert (Mittwoch 15.07.2026):
Das Militär begibt sich nach Al-Laban Al-Sharqiyah, südlich von Nablus. Das Militär begibt sich nach Beita, südlich von Nablus. Das Militär zersticht in Beit Dajan, östlich von Nablus die Reifen von mehreren Kraftfahrzeugen. Das Militär entwurzelt in Zububa, westlich von Jenin die Jahrhunderte alten Olivenbäume (es wurden in diesem Jahr bisher 3.000 Bäume zerstört). Das Militär begibt sich nach Sinjil, nördlich von Ramallah. Das Militär begibt sich nach Qarawat Bani Zeid, nordwestlich von Ramallah und nach Salfit. Das Militär blockiert die Einfahrt in das Dorf Surra, westlich von Nablus. Das Militär blockiert alle Strassen die nach Sinjil führen, nördlich von Ramallah (mehrere Durchsuchungen, keine Festnahmen). In der Ortschaft sind 47 Zuhause durch einen neuen Checkpoint (in dem immer ein Militär sitzt und eine Schranke kontrolliert) von der Stadt abgeschnitten.
Die Siedler greifen in Al-Taybeh, östlich von Ramallah angereiste Aktivisten mit Pfefferspray an. Die Siedler belästigen in As-Samou, südlich von Hebron die Schafhirten (und halten mindestens einen fest). Die Siedler greifen in Wadi Al-Rakhim, südlich von Hebron an und verletzen mehrere Palästinenser. Östlich von Betlehem, in Kisan, werden die Hirten ebenfalls angegriffen (sie sollen gehen und nicht wiederkommen sonst werden ihnen die Schafe gestohlen). Die Siedler blockieren in Turmus Ayya, nördlich von Ramallah mit Steinen eine Strasse (Zufahrt zur Abu Awwad-Familie). Die Siedler greifen in Yatta die Zuhause an und verletzen mehrere Palästinenser. Die Siedler vergiften das Wasser westlich von Ramallah (es werden die Wasserstellen zerstört und das Vieh vergiftet). Die Solarpanel und Geräte wurden gestohlen und die Zäune entfernt. Die Lebensgrundlagen werden zerstört (Olivenbäume und Weinreben). Die Palästinenser sollen von ihrem Land vertrieben werden. Die Siedler treten im Qalandiya-Flüchtlingslager die Türen vom Popular Committee ein. Die Siedler lassen in Yabrud die Schafe auf das Land der Palästinenser (die Anbauprodukte sollen zerstört werden, die Landwirte werden belästigt) und greifen in Qaryut die Zuhause an. Die Siedler greifen in Wadi Al-Shaer, östlich von Salfit ein Kraftfahrzeug an und der Wagen kommt von der Strasse ab (der Fahrer ist verletzt). Es wird gemeldet: Mehr als sechzehn Siedlerangriffe in vierundzwanzig Stunden. Die Siedler begeben sich nach Susiya, südlich von Hebron und zünden die Felder der Palästinenser an. Ein Siedler überfährt am Diwan A-Rajabi Checkpoint, in al-Khalil mit seinem Kraftfahrzeug Mukhlis Ammar Al-Salaymeh, sechs Jahre, nachdem er vorher versucht hat andere Palästinenser zu überfahren. Der verletzte Junge wird in ein Krankenhaus gebracht, der Siedler begeht Fahrerflucht.
Es setzen sich führende Bundestagsabgeordnete für Dr. Hussam Abu Safiya ein und verfassen ein Schreiben. Es unterzeichnen achtundvierzig Mitglieder von SPD, Grünen und Linkspartei; von der CDU/CSU wollte keiner unterzeichnen. Es soll folgendes getan werden:“unverzüglich notwendige humanitäre und rechtsstaatliche Maßnahmen ergreifen, um Leben und Gesundheit von Dr. Hussam Abu Safiya […] zu schützen”. Das Militär zerstört im Libanon in Beit Yahoun und Kounine die Wohngebäude. Es wird Aita Al-Jabal beschossen und eine Brandbombe auf Kafr Rumman geworfen.
Zu dem was in Gaza passiert:
Das Militär wirft die Bomben in der Nähe der Bani Suheila-Kreuzung, östlich von Khan younis ab.
Es gibt Beschuss auf die östlichen Gegenden von Gaza-Stadt.
Es wird bei einen Luftangriff auf ein Wohngebäude Omar Sami Ahmad Abu Qasim, 33, seine Frau Asma Ghazi Abu Qasim und die Tochter Habiba, 6 Jahre ermordet. Der Sohn Sami Omar (4 Jahre) hat überlebt (in Deir Al-Balah, Gaza-Mitte). Es gibt einen Luftangriff auf ein Kraftfahrzeug in Asdaa City, nördlich von Khan Younis und es werden mindestens fünf Palästinenser verletzt, darunter eine Frau und ein Kind (Anas Mahmoud Ahmad Hamdan wird ermordet, er hatte auf Gefangene aufgepasst).
Es gibt einen Luftangriff auf ein Zuhause in Al-Barouk-Viertel in Deir Al-Balah mit zwei Verletzten und auf Al-Nuseirat gibt es drei Angriffe mit Bomben an diesem Tag mit mehreren Verletzten. Es gibt einen Angriff mit Bomben auf Al-Maghazi in Gaza-Mitte auf ein Zuhause. Das Militär verübt einen Luftangriff auf ein Wohngebäude im Al-Bureij-Flüchtlingslager. Das Militär beschiesst das Al-Zeitoun-Viertel von Gaza-Stadt. Es wird ein Palästinenser erschossen und es gibt fünf Verletzte. Es werden vom Helikopter aus die östlichen Gegenden von Gaza-Stadt beschossen.
Die Angriffe des Militärs finden sind im Zusammenhang mit den Verhandlungen zu sehen. Die Resolution 2803 vom 17.November hat bisher zu nichts geführt. Es gibt keinen Waffenstillstand. Es werden die Wohngebäude zerstört. Es finden in nicht ausreichender Menge irgendwelche Lieferungen statt. Die Einwohner haben sich verschuldet es finden Verheiratungen von Kindern statt. Die Drogen werden mit Drohnen abgeworfen. Die Hilfslieferungen werden vorenthalten. Es verdienen die Unternehmen der Besatzung Millionenbeträge durch die Zahlungen die an die Vertriebenen durch die Vereinten Nationen geleistet werden (43 Millionen Dollar im Juni, 42 Millionen im Mai und 51 Millionen im April) und durch die Monopolstellungen der Unternehmen in der West-Bank. Dafür werden die Steuerzahlungen eingesetzt, damit der Völkermord weitergeht. Und in den Medien gibt es keine Meldungen.
Es sind bisher bei den Vereinten Nationen in dieses Jahr insgesamt 1.29 Milliarden US-Dollar (1.1 Milliarden Euro) für die „besetzten palästinensischen Gebiete“ eingegangen: 165.5 Millionen US-Dollar hat die Europäische Kommission gezahlt, 42.3 Millionen die BRD und 189.3 Millionen wurden durch andere bezahlt. Weil für „Multi-purpose Cash Assistance“ 30.2 Mio. vorliegen muss ich davon ausgehen dass die monatlichen Zahlungen per e-Cash aus den 425.4 Mio für „Food-Security“ oder von woanders her sind. Und dass diese Zahlungen durch das Vorenthalten der Hilfslieferungen generiert werden. Die „Flash Appeal 2026“-Anfrage betrug 4.06 Milliarden US-Dollar (Gesamtanforderungen des Plans) und in den Jahren 2022 und 2023 standen 979.7 Milliarden und 1.85 Milliarden für die palästinensischen Gebiete zur Verfügung. Es wurden in der Woche vom 08.07 zum 15.07 sechshundertvierundfünfzig Lastwagen mit Hilfslieferungen reingebracht (anstatt 500-600 am Tag, die Lebenshaltungskosten haben sich „verdoppelt“ aber die Tomaten kosten das vierfache). Die meisten sind Vertriebene und es sind je Quadratkilometer über 5.800 Menschen untergebracht. Es sind innerhalb von vierzehn Tagen über 18.000 Menschen an den Windpocken erkrankt.
Mitmachen bei der Einforderung der Menschenrechte für Palästina.
Den Völkermord wird noch begangen.
[1] Es wurden seit dem Waffenstillstand im Oktober mehr als 1.123 Palästinenser getötet und 3.616 Palästinenser verletzt.
Danke, für diese Infos!
Die EINZIGE Demokratie im Nahen Osten.
Diese „Demokratie“…….Demokratie muss ja etwas ganz besonderes sein.
Auch die „gayest city“ in the world findet man in der einzigen Demokratie im Nahen Osten.
Es muss ein ganz besonderes Land sein!